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Hohenlohekreis: Polizei am Osterwochenende weiterhin stark präsent

In Erwartung von tollem Frühlingswetter am gesamten Osterwochenende, sind die Beamten des Polizeipräsidium Heilbronn weiterhin stark präsent, um die Einhaltung der Coronaverordnung zu überwachen. Insbesondere Badeseen und Naherholungsgebiete, stehen im Mittelpunkt der Überwachungen. Aber auch Wohngebiete und sonstige, auch kleinere Parkanlagen werden bestreift.

Aufgrund der Erfahrungen der letzten Tage ist die Polizei guter Hoffnung, dass der größte Teil der Bevölkerung weiterhin diszipliniert und verantwortungsbewusst handelt. Wer gegen die Verordnung verstößt muss jedoch mit der konsequenten Ahndung und einem unter Umständen empfindlichen Bußgeld rechnen. „Der aktuell geringe Verkehr verleitet leider den ein oder anderen aktuell es mit der Einhaltung der Geschwindigkeit nicht ganz so genau zu nehmen. Um hier entsprechend schweren Unfällen vorzubeugen werden wir einschlägige Strecken in den nächsten Tagen gezielt überwachen und die Verstöße ahnden“, so der Präsident des Polizeipräsidiums Heilbronn, Hans Becker.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn




Fast 100.000 offiziell laborgeteste Infizierte in Deutschland +++ Über 20.000 in Ba-Wü +++ 590 im Hohenlohekreis (17 offizielle Tote) – Durchschnittsalter 50 Jahre

Die Corona-Zahlen steigen und steigen und steigen – trotz des Sonnenscheins, der derzeit über weite Teile Deutschlands milde Temperaturen ausschüttet. Vom 06. auf den 07. April 2020 gab es in Deutschland eine Zunahme von rund 4.000 offiziell laborbestätigten Coronafällen. Im Hohenlohekreis ist eine weitere Person verstorben, derzeit sind hier 17 offiziell an Corona verstorbene Menschen gemeldet. Das Durchschnittsalter der Betroffenen ist – auf ganz Deutschland bezogen – 50 Jahre.

Covid Lagebericht für Baden-Württemberg vom 07. April 2020. Quelle: Screenshot Sozialministerium Baden-Württemberg. Seite 1

Covid Lagebericht für Baden-Württemberg vom 07. April 2020. Quelle: Screenshot Sozialministerium Baden-Württemberg. Seite 2

Covid Lagebericht für Baden-Württemberg vom 07. April 2020. Quelle: Screenshot Sozialministerium Baden-Württemberg. Seite 3

Covid Lagebericht für Baden-Württemberg vom 07. April 2020. Quelle: Screenshot Sozialministerium Baden-Württemberg. Seite 4

Covid Lagebericht für Baden-Württemberg vom 07. April 2020. Quelle: Screenshot Sozialministerium Baden-Württemberg. Seite 5




Michael Schenk (FDP) kritisiert: „Es ist für mich nicht nachvollziehbar, dass Discounter alles Mögliche verkaufen dürfen, aber der Einzelhandel und die Fachgeschäfte geschlossen sein müssen

Die FDP Hohenlohe spricht sich für die Gleichbehandlung zwischen Discountern und dem Einzelhandel sowie Fachgeschäften bei der Öffnung und Warenangeboten aus.

Dass Discounter gerade massiv Waren aus dem Nicht-Lebensmittel-Bereich verkaufen dürfen, Einzelhandels- und Fachgeschäfte aber weiter geschlossen bleiben müssen, bemängelt der FDP Kreisvorsitzende und Kreisrat Michael Schenk in einer aktuellen Pressemitteilung der FDP: „Es ist für mich nicht nachvollziehbar, dass Discounter alles Mögliche verkaufen dürfen, aber der Einzelhandel und die Fachgeschäfte geschlossen sein müssen. Auch diese Geschäfte würden die notwendigen COVID19-Abstände einhalten können“.

Für die FDP Hohenlohe stehe der Gesundheitsschutz an erster Stelle. Sobald es die Pandemielage zulasse, sollte die Landesregierung einen Ausgleich zwischen Gesundheitsschutz und einem fairen Wettbewerb ermöglichen. In der gültigen Verordnung vom 28.03 2020 steht, dass Mischsortimente in Lebensmittelgeschäften weiterverkauft werden dürfen, wenn sie nur ein Randsortiment darstellen. Die Definition des „Randsortiments“ schade dem Einzelhandel und den Fachgeschäften laut der FDP massiv. Hier müsse es schnell zu einer Neuregelung kommen. So dürften Discounter zum Beispiel weiterhin Blumensträuße verkaufen, Blumenläden müssen geschlossen bleiben.

Am Ende bleiben nur noch Discounter übrig

„Niemand will, dass es nur noch Discounter gibt, die mit Hilfe der Randsortiment-Verordnung zu Lasten des geschwächten Einzelhandels, von der jetzigen Situation der Wettbewerbsverzerrung profitieren. Dies ist mit den Grundsätzen der Sozialen Marktwirtschaft nicht zu vereinbaren“. so die FDP-Kreisräte.

Weiterhin empfehlen die FDP-Kreisräte die Nutzung des reichhaltigen Angebots vieler Gastronomiebetriebe in unserer Region im Verkauf außer Haus. Sie plädieren dafür, die heimische Wirtschaft zu stützen.

Quelle: Pressemitteilung der FDP Hohenlohe

 




Landratsamt empfiehlt Mund-Nasen-Schutz in der Öffentlichkeit – Landfrauen nähen 1.500 Schutzmasken für Pflegeheime – Auch Niedernhaller haben ihre ersten Schutzmasken fertig

Am Dienstag, den 07. April 2020, haben die Kreislandfrauen Hohenlohe 220 selbstgenähte Masken an die Kreisverwaltung übergeben. Die Masken sollen überall dort eingesetzt werden, wo aus medizinischen Gründen keine FFP2- und FFP3-Schutzmasken notwendig seien. Das geht aus einer Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises hervor. Landrat Dr. Matthias Neth lobte das vorbildliche Engagement der Landfrauen: „Ich danke Ihnen herzlich dafür, dass Sie Ihre persönlichen Stärken zum Wohl der Gemeinschaft einbringen. Damit setzen Sie ein wichtiges Zeichen und beweisen, dass wir gemeinsam diese Krise bewältigen können.“ Rund 500 Masken wurden bereits in den vergangenen Tagen von den Landfrauen aus 43 Ortsvereinen aus dem Hohenlohekreis hergestellt. „Täglich melden sich neue Näherinnen“, sagt Tanja Maurer, Mitglied im Vorstand der Kreislandfrauen. „Wir freuen uns, dass viele Tischdecken oder Bettwäsche, aber auch Draht und Stoffe von mehreren Firmen gespendet werden.“ Bis zu 1.500 Masken sollen insgesamt gefertigt werden. Diese werden an Pflegeheime sowie an die Diakonie und an die Organisation „Öhringen Hilft“ verteilt.

Das Landratsamt Hohenlohekreis empfiehlt das Tragen einer einfachen, auch selbstgenähten, Maske in der Öffentlichkeit. Nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) können durch eine Mund-Nasen-Bedeckung Tröpfchen, die man selbst beim Husten, Niesen oder Sprechen ausstößt, abgefangen werden. So schützt der Träger sein Umfeld, denn das Risiko, andere Menschen anzustecken, wird durch die Maske verringert. „Trotzdem müssen unbedingt auch weiterhin die bekannten Regeln eingehalten werden“, betont Amtsärztin Dr. Antje Haack-Erdmann. „Am wirksamsten schützen wir uns selbst und andere noch immer, indem wir häufig und gründlich Händewaschen, in den Ellenbogen husten und niesen sowie zu anderen Personen etwa zwei Meter Abstand halten.“

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte hat unter anderem folgende Empfehlungen für das Tragen eines einfachen Mund-Nasen-Schutzes veröffentlicht:

  • Vor dem Anlegen der Maske sollten die Hände gründlich gewaschen werden.
  • Wichtig ist, dass die Maske richtig über Mund, Nase und Wangen platziert wird und möglichst eng anliegt.
  • Sobald die Maske durchfeuchtet ist, sollte sie umgehend abgenommen und ggf. ausgetauscht werden.
  • Nach Absetzen der Maske sollten die Hände gründlich gewaschen werden.
  • Masken sollten nach einmaliger Nutzung idealerweise bei 95 Grad, mindestens aber bei 60 Grad gewaschen und anschließend vollständig getrocknet werden.

Auch die ersten selbst genähten Schutzmasken aus Niedernhall sind fertig. Foto: privat

Hintergrund:

Die Ausbreitung des Coronavirus hat zu einem Mangel an qualifizierter Schutzausrüstung, insbesondere an FFP2- und FFP3-Schutzmasken, geführt. Diese medizinischen Spezial-Masken sollten daher den Beschäftigten der kritischen Infrastruktur, insbesondere dem medizinischen und pflegerischen Personal, vorbehalten bleiben. Als Schutz für Privatpersonen im öffentlichen Raum, wie z.B. beim Einkaufen, ist ein einfacher Mund-Nasen-Schutz, wie der selbstgenähte der Landfrauen, ausreichend.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises

 




Oberkessach: Einbrecher im Jugendhaus

Anwohner meldeten der Polizei, dass am Montagabend, den 06. April 2020, gegen 22.30 Uhr, Taschenlampenlicht im Jugendhaus von Oberkessach zu sehen sei. Eine Streife des Polizeireviers Künzelsau fuhr in der Folge sofort an um den vermeintlichen Einbruch zu überprüfen. Zwischenzeitlich waren jedoch drei dunkel gekleidete Gestalten auf Fahrrädern geflüchtet. Am Jugendhaus stand ein Fenster auf und im inneren war mindestens ein Raum durchwühlt worden. Im Rahmen der Fahndung konnten zwei Jungs im Alter von 16 Jahren und einer im Alter von 15 Jahren an einer örtlichen Bushaltestelle festgestellt werden.

Es stellte sich heraus, dass es sich bei Ihnen vermutlich um die Täter handelte. Neben der Strafanzeige auf Grund des Einbruches kommt auf die drei Jugendlichen auch eine Anzeige wegen eines Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz zu. Zeugen, die im Verlauf des Abends verdächtige Wahrnehmungen in Oberkessach gemacht haben, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 07940 9400 mit dem Polizeirevier Künzelsau in Verbindung zu setzen.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn




Hunderte Kinderbilder für die Isolierstation in Künzelsau

Hunderte Bilder für die Isolierstation Künzelsau

Großer Dank an die Kinder im Kreis – Bilder werden auch in Krankenhäusern und Pflegeheimen aufgehängt

Der Aufruf des Landratsamtes Hohenlohekreis an Kinder, Bilder für die Wände in den Zimmern der neuen Isolierstation in Künzelsau zu malen, hat große Resonanz gefunden. Das geht aus einer Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises hervor. Seit einigen Tagen kommen täglich mehr als 50 Bilder bei der Kreisverwaltung an. Teilweise finden Mitarbeiter des Landratsamtes auch Bilder in ihrem Briefkasten. Alle möglichen Motive und Größen sind dabei, von Regenbögen über Tiere, Blumen bis hin zu einem richtigen Gemälde eines Hauses im Wald. Viele sind mit aufbauenden Worten wie „Werd bald wieder gesund“, „Wir halten zusammen“ oder „Gute Besserung“ versehen. „Wir sind wirklich überwältigt und gerührt, dass so viele Kinder mitmachen und uns ihre Bilder schicken“, freut sich Landrat Dr. Matthias Neth. „Die Bilder machen nicht nur den Menschen in den Einrichtungen Mut und Freude, sondern auch den Mitarbeitern hier, wenn sie immer wieder stapelweise neue abholen und verteilen können. Vielen Dank dafür.“

Mittlerweile sind so viele Bilder zusammengekommen, dass sie auch an auch an andere Einrichtungen wie Krankenhäuser und Pflegeheime verteilt und dort aufgehängt werden können.

Weitere Bilder werden gerne angenommen.

Was soll gemalt werden?

Ein bestimmtes Thema ist nicht vorgegeben, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Wer darf mitmachen?

Alle Kinder, die Freude am Malen haben.

Wer bekommt die Bilder?

Die Kunstwerke gehen an die folgende Adresse: Landratsamt Hohenlohekreis, Pressestelle,  Allee 17, 74653 Künzelsau. Von dort aus werden die Bilder weitergegeben und in der Isolierstation aufgehängt. Bitte Name und Alter auf das Bild schreiben.

Hintergrundinformationen:

Das Landratsamt des Hohenlohekreises hat Ende März 2020 alle Kinder im Hohenlohekreis dazu aufgerufen, Wände von Gebäuden in der Trägerschaft des Hohenlohekreises mit selbstgemalten Bildern zu verschönern.

 

 




Landratsamt meldet: Rund die Hälfte der laborgesteten Fälle (295) nach 14 Tagen keine Symptome mehr – Entlassung aus häuslicher Isolation – Neth: „Zahl der Erkrankten wird weiterhin ansteigen“

55 % der Coronainfizierten wieder aus der häuslichen Isolation entlassen

Nachdem Anfang März die erste laborbestätigte Coronainfektion im Hohenlohekreis bekannt wurde, steigt nun auch die Zahl derer, die nach der Infektion wieder gesund sind, kontinuierlich an. So sind 295 Menschen, die mit dem Coronavirus infiziert waren, mittlerweile wieder aus der häuslichen Isolation entlassen (Stand 03.04.2020). Das meldet das Landratsamt des Hohenlohekreises in einer Pressemitteilung. „Das ist eine erfreuliche Entwicklung“, sagt Landrat Dr. Matthias Neth. „Wir sollten in dieser schwierigen Zeit auch die Zahl der Genesungen sehen“, ergänzt Neth.

Wie wird die Gesundmeldung erhoben?

„Bei einer COVID-19 Erkrankung können wir von einer Krankheitsdauer von 14 Tagen ausgehen. Gemäß den RKI-Richtlinien wird auch im Hohenlohekreis bei den laborbestätigten Personen die häusliche Isolation 14 Tage nach der Probeentnahme aufgehoben, aber auch nur dann, wenn davon die letzten 48 Stunden symptomfrei waren“ erläutert Dr. Antje Haack-Erdmann das Vorgehen. Sollte dies nicht der Fall sein, gilt die häusliche Isolation so lange fort, bis mindestens 48 Stunden Symptomfreiheit vorliegt. „Wir haben einzelne Fälle, die nach 14 Tagen noch nicht gesund sind. Hier ist es wichtig, dass sich diese Personen beim Hausarzt melden und erneut krankschreiben lassen.“

Inwieweit die Laborfälle automatisch gesund gemeldet werden, wenn die 14 Tage vorbei sind oder ob es einen abschließenden Abstrichtest gibt, ist nicht bekannt.

„Dass die Zahl der Erkrankten auch weiterhin ansteigen wird, darf nicht in Vergessenheit geraten. Wir müssen weiterhin alles daransetzen, die weitere Ausbreitung des Virus so gut wie möglich zu verhindern,“ appelliert der Landrat an die Bevölkerung, sich an die Maßnahmen zu halten.

Eine Veröffentlichung der aktuellen Gesundmeldungen wird laut dem Landratsamt täglich erfolgen. Die Gesundmeldungen fließen aber nicht in die Statistik der Gesamtfallzahl mit ein.

Weitere Informationen gibt es unter www.corona-im-hok.de

 




Corona-Fieberambulanz der niedergelassenen Ärzte am Öhringer Krankenhaus eröffnet

In den Räumlichkeiten des Hohenloher Krankenhauses in Öhringen hat eine Corona-Fieberambulanz den Betrieb aufgenommen. Betrieben wird sie von den niedergelassenen Hausärzten im Kreis mit Unterstützung des Landratsamtes und des Krankenhauses. „In der Fieberambulanz sollen Corona-Patienten behandelt werden können, die ein Hausarzt gesehen hat, bei denen jedoch eine weiterführende Diagnostik notwendig ist, die in der Hausarztpraxis nicht durchgeführt werden kann“, erklärt Dr. Susanne Bublitz, Vorsitzende der Kreisärzteschaft Öhringen. Dabei geht es vor allem um Röntgenbilder der Lunge sowie eine zeitnahe Blutgasanalyse. „Wir haben gesehen, dass wir gerade diese „mittelstarken“ Fälle, also die zwischen den Fällen ohne Alarmzeichen sowie den Fällen, die eine stationäre Behandlung benötigen, auf diesem Weg besser behandeln können“, erklärt Bublitz weiter. Die Behandlung erfolgt im Vollschutz durch die niedergelassenen Ärzte. Das geht aus einer Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises vom 05. April 2020 hervor.

Die Entscheidung, wer in der Corona-Fieberambulanz behandelt wird, trifft ausschließlich der Hausarzt. Daher gelten für die Ambulanz folgende Regeln:

  • Sie ist ausschließlich für Patienten gedacht, die zuvor von ihrem Hausarzt untersucht wurden
  • Nur Patienten mit Termin und Anmeldung ihres Hausarztes können dort behandelt werden
  • Patienten ohne Termin werden an den Hausarzt zurücküberwiesen
  • In der Corona-Ambulanz wird kein Abstrich vorgenommen
  • In der Corona-Ambulanz werden keine Krankmeldungen ausgegeben

Unabhängig von der Einrichtung der Corona-Fieberambulanz werden schwere und leichte Corona-Fälle selbstverständlich wie zuvor weiterbehandelt, also entweder stationär oder ambulant.

„Mit der Fieberambulanz kann noch besser eingeschätzt werden, wer welche Behandlung benötigt“, freut sich Landrat Dr. Matthias Neth. „Das ist ein weiterer Baustein für eine möglichst optimale Behandlung aller Corona-Patienten im Kreis.“ Auch die Hohenloher Krankenhaus gGmbH, die die Räume zur Verfügung gestellt hat, unterstützt die Fieberambulanz: „Die gute Zusammenarbeit und der enge Austausch mit den niedergelassenen Ärzten im Kreis ist uns zum Wohle der Patienten sehr wichtig“, erklärt Dr. Werner Reinosch, ärztlicher Direktor im Hohenloher Krankenhaus.  

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises

 

 

 




Ziehl-Abegg spendet der Kreisverwaltung 70 Gesichtsschutzvisiere aus dem 3D-Drucker

Am Freitag, den 03. April 2020, hat die Firma Ziehl-Abegg 70 Gesichtsschutzvisiere an den Hohenlohekreis übergeben. „Wir bewältigen die Krise gemeinsam und können uns aufeinander verlassen“, freut sich Landrat Dr. Matthias Neth. „Die Kreisverwaltung arbeitet im engen Schulterschluss mit den ansässigen Unternehmen im Kreis.“

Die Masken werden bei Ziehl-Abegg in 3D-Druckern hergestellt. „Die Idee hat eine Arbeitskollegin auf den Weg gebracht“, erklärt der Laborleiter der Firma Ziehl-Abegg, Achim Kärcher. Anschließend wurde gleich ein Testlauf gestartet. „Unsere Mitarbeiter und deren Familien leben hier – da unterstützen wir die Kreisverwaltung natürlich gerade in einer solchen Krise, wo es geht“, sagt der Vorstandsvorsitzende Peter Fenkl. Die 3D-Drucker sollen auch in der kommenden Woche Masken fertigen. Der große Vorteil dieser Masken ist, dass sie Mund, Nase und auch Augen – und damit alle Schleimhäute – schützt. Der Landkreis gibt die Masken an verschiedene Hilfsorganisationen weiter.

Landrat Dr. Matthias Neth (links) gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden der Firma Ziehl-Abegg Peter Fenkl (Mitte) und Laborleiter Achim Kärcher (rechts) bei der Übergabe der Schutzmasken. Foto: Ziehl-Abegg

„Das Ansteckungsrisiko für die Beschäftigten im Gesundheits- und Pflegewesen muss minimiert werden“, das ist das Ziel des Künzelsauer Ventilatorenherstellers Ziehl-Abegg und hat daher Gesichtsschilde gedruckt und an Landrat Dr. Matthias Neth überreicht. Schnell und unkompliziert lief auch die Erstellung der Schutzschilde: Der Träger wird gedruckt, die Sichtscheibe ist eine Folie für einen Tageslichtprojektor, ein handelsüblicher Locher stanzt die Öffnungen, und befestigt wird mit Gummibändern. „Einfach aber wirkungsvoll“, freut sich auch Landrat Dr. Matthias Neth. 

Die Bauanleitung hatte laut Ziehl-Abegg eine Mitarbeiterin von Ziehl-Abegg am Mittwochabend, den 01. April 2020, zufällig per WhatsApp erhalten – und schon am Donnerstagvormittag schickte Ziehl-Abegg ein Foto der ersten Gesichtsschilde an den Krisenstab im Landratsamt. Als es von dort sofort grünes Licht gab, liefen beide 3-D-Drucker im Künzelsauer Entwicklungszentrum InVent an, erklärt das Künzelsauer Unternehmen in einer Pressemitteilung.

„Wir drucken seit 2010 in 3-D-Technik“, sagt Achim Kärcher, Laborleiter bei Ziehl-Abegg. Schon im Folgejahr stand der zweite 3-D-Drucker im Entwicklungszentrum. Kostenpunkt für ein Gerät: etwa 100.000 Euro. Die Schichten beim Druck betragen 0,16 Millimeter. „Das nutzen wir normalerweise zum Erstellen von Prototypen, zum Umsetzen von neuen Ideen unserer Ingenieure“, erklärt Kärcher. Ziehl-Abegg ist Technologieführer beim bionischen Design von Ventilatoren; „daher müssen wir schnell und unkompliziert neue Formen ausprobieren können“, ergänzt der Laborleiter.

„Wir sind froh, wenn wir auf diesem Weg Beschäftigten im Gesundheits- und Pflegewesen helfen können“, sagt Firmenchef Fenkl. Dabei gehört der Medizinbereich auch zum normalen Geschäftsfeld: Ziehl-Abegg baut seit Jahren große Ventilatoren sowohl für Operationssäle als auch für Quarantäne-Stationen. Das Unternehmen hat für chinesische Krankenhäuser in Wuhan, Shandong und Shenzhen, die dort binnen weniger Tage aufgebaut worden sind, spezielle Ventilatoren geliefert. Auch in Italien und anderen Ländern hat das deutsche Unternehmen das Kernequipment für Unter- beziehungsweise Überdruck in Kliniken hergestellt. Und produziert auch aktuell solche Ventilatoren in Hohenlohe und weltweit noch immer unter Hochdruck.

3-D-Druck-Gesichtsschilde von Ziehl-Abegg. Foto: Ziehl-Abegg

Über Ziehl-Abegg

Ziehl-Abegg (Künzelsau, Baden-Württemberg, Deutschland) gehört zu den laut eigenen Angaben international führenden Unternehmen im Bereich der Luft-, Regel und Antriebstechnik. Beispiele für Einsatzgebiete der Produkte sind Wärme- und Kälteanlagen oder Reinraum- und Agraranlagen. Ziehl-Abegg hat schon in den fünfziger Jahren die Basis für moderne Ventilatorenantriebe gesetzt: Außenläufermotoren, die auch noch heute weltweit Stand der Technik sind. Ein weiterer Bereich sind elektrische Motoren, die beispielsweise in Aufzügen, medizinischen Anwendungen (Computertomographen) oder Tiefsee-Unterwasserfahrzeugen für Antrieb sorgen. Das Thema Elektromobilität im Straßenverkehr wurde 2012 bei Ziehl-Abegg Automotive angesiedelt.

Das Unternehmen (alle Angaben sind bezogen auf das Jahr 2019) beschäftigt laut eigenen Angaben 2.400 Mitarbeiter in süddeutschen Produktionswerken. Weltweit arbeiten für das Unternehmen 4.300 Mitarbeiter. Diese verteilen sich global auf 16 Produktionswerke, 29 Gesellschaften und 113 Vertriebsstandorte. Die rund 30.000 Artikel werden in mehr als 100 Ländern verkauft. Der Umsatz liegt bei 633 Mio. Euro. Dreiviertel der Umsätze werden im Export erzielt.

Emil Ziehl hat die Firma 1910 in Berlin als Hersteller von Elektromotoren gegründet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Firmensitz nach Süddeutschland verlegt. Die Ziehl-Abegg SE ist nicht börsennotiert und befindet sich in Familienbesitz.

Weitere Informationen auf http://www.ziehl-abegg.de

Quelle: Pressemitteilungen von Ziehl-Abegg und vom Landratsamt des Hohenlohekreises

Die Idee der Gesichtsschilde bekam eine Mitarbeiterin via WhatsApp. Foto: Ziehl-Abegg

 




„Heute sind wir Helden“ – und morgen? Die bewegenden Worte einer Krankenschwester aus Kupferzell

Wir haben vor einigen Tagen ein kleines Schreiben erhalten von einer Krankenschwester aus Kupferzell. Diese Zeilen haben uns zutiefst bewegt. Daher veröffentlichen wir sie mit dem Einverständnis der Urheberin an dieser Stelle ungekürzt:

Liebes Team des GSCHWÄTZ,

eine Kollegin schickte mir dieses Bild:

Es beschäftigt mich sehr. Heute sind wir die Helden, gehören zu den wichtigen Berufsgruppen, die auch dann zur Arbeit gehen, wenn sie mit später positiv getesteten Patienten Kontakt hatten und erst dann zu Hause bleiben dürfen, denn sie Krankheitszeichen haben. Die Schutzkleidung ist knapp und muss gut eingeteilt werden. Wir setzen unsere Gesundheit aufs Spiel, halten auch Abstand zu unseren nächsten Angehörigen, weil wir Angst haben, sie zu infizieren. Und wenn Corona besiegt ist? Dann sind wir wieder der größte Kostenfaktor im Krankenhausbetrieb.“

Liebe Grüße Franziska Walenski, Kupferzell