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Hohenlohe: Tote werden auf Corona getestet – Tests bei Toten? Robert-Koch-Institut mit eindeutigem Statement

In einem Altenheim im Hohenlohekreis stirbt im April 2020 eine Bewohnerin (89). Sie hat eine Woche lang Fieber gehabt, sollte auf Corona getestet werden, da es bereits Coronafälle in diesem Heim gibt. Sie wird nicht getestet, sondern stirbt. Ein Tag nach ihrem Tod wird sie getestet, abends. Am nächsten Morgen ist das Ergebnis bereits da: negativ. Die Angehörigen sind erleichtert. Zumindest kein Corona. Der zuständige Arzt wiegelt ab. Ein solches negative Testergebnis bei Verstorbenen sagt nichts darüber aus, inwieweit sie nicht doch infiziert gewesen seien, als sie noch lebten. Auch das Robert-Koch-Institut (RKI)weisst darauf hin, dass „das Virus schnell wieder aus den Körpern der Toten verschwindet. Es kann nach dem Tod also nicht mehr festgestellt werden.“ https://www.bz-berlin.de/welt/warum-die-zahl-der-corona-toten-eher-unter-als-ueberschaetzt-wird

Das Paradoxe: Die Verwandten müssen trotz des negativen Testergebnisses die Verstorbene nach Covid-19-Richtlinien beerdigen. Das bedeutet unter anderem Schutzanzüge für die Bestatter, mehr Desinfektionsmittel und dadurch letzten Endes auch mehrere hundert Euro mehr an Kosten. Das Problem ist, dass keiner so genau sagen kann, wie schnell denn tatsächlich dieser Erreger aus dem toten Körper verschwindet. Zunächst sind laut Aussage eines Künzelsauer Bestattungsunternehmens die an Covid Verstorbenen noch „hochinfektiös“. https://www.gschwaetz.de/2020/04/15/verstorbene-hochinfektioes-nur-noch-1-friedhofsblaeser-erlaubt-kuenzelsauer-bestatter-berichten/ Daher werde auch mit diversen Schutzmaßnahmen gearbeitet.

Wir wollten vom Landratsamt des Hohenlohekreises wissen, ob es gängige Praxis im Hohenlohekreis ist, Coronatests bei Toten zu machen, wieviele Tests bei Toten mit welchem Ergebnis bereits gemacht worden sind und warum diese Tests gemacht werden, wenn das Robert-Koch-Institut darauf hinweist, dass das Virus nach dem Tod nicht mehr festgestellt werden könne. Sascha Sprenger, Pressesprecher im Landratsamtes des Hohenlohekreises, äusserte sich hierzu wie folgt: „Im Hohenlohekreis werden alle aus infektiologischer Sicht erforderlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Verbreitung der Erkrankung ergriffen.“ Sprenger

äusserte sich gleichwohl kritisch ob des Wahrheitsgehaltes der Aussage des RKI, die auf www.bz-berlin.de zu lesen ist. Wir haben daraufhin direkt beim RKI noch einmal direkt nachgefragt und warten derzeit noch auf eine Stellungnahme.

 

 

Symbolfoto Coronavirus Test. Quelle: adobe stock




Künzelsau: Was Gonzo nur hinter verschlossenen Türen gesagt hat – Erinnerung an seinen 2. Todestag am 03. Mai 2020

Er war ein Star-Wars-Fan, Weinliebhaber, er mochte schöner Wohnen und er war wohl einer der bekanntesten Sänger Künzelsaus: Josip Gonzo Krolo. Also Gonzo wurde er eine lokale Berühmtheit. Vor zwei Jahren, am 03. Mai 2018, ist er gestorben, vermutlich aufgrund einer Herzkrankheit, wie seine Mutter Mirjana Krolo damals gegenüber GSCHWÄTZ äusserte.

Nur 47 Jahre ist der Sänger und Vater einer Tochter geworden. Sein Grab ist in Künzelsau. Was bleibt von ihm? Was hinterlässt er der Kreisstadt, die er so innig geliebt hat? 30 Jahre auf der Bühne, 20 Jahre seine eigene Band und dazu noch jahrelange Benefizkonzerte an der Hochschule in Künzelsau, zugunsten Gambia. Beim Hochwasser 2016 war er einer, der koordinierte, organisierte, Spenden für die Opfer sammelte, mit großem Erfolg. Er war eben auch ein Netzwerker vor dem Herrn. Aber er fühlte sich auch missverstanden.

In einem der letzten großen Interviews, das er vor seinem Tod mit GSCHWÄTZ-Reporterin Nadja Fischer in seiner Wohnung in Weißbach geführt hatte, redete er nicht nur über seine Erfolge, sondern auch über seine Schwächen und über das, was nicht spurlos an ihm vorüber ging. Unter anderem warfen ihm bei der Spendenaktion Kritiker vor, dass er das Geld für sich beanspruchen würde, auch seine Tochter sei dabei, wie er erzählte, verbal attackiert worden. Zu viel für ihn, dem Mann, der wirkt, als ob ihm nichts etwas anhaben kann.

Das ging ihm nach, noch Jahre später und das hat er bis kurz zu seinem Tod nicht vergessen. Er wollte etwas Gutes tun und erntete teilweise verletzende Kritik. So hat er sich in seinem geliebten Künzelsau nicht immer gut gefühlt. Nach aussen hat er seine Verletzlichkeit nicht gezeigt. Gonzo war ein Kämpfer.

„Mit dem Rücken an der Wand funktioniere ich am besten“, sagte Gonzo, als ihn Nadja Fischer damals auf seine Stärken und Schwächen ansprach. Reden könne er gut, aber eine gewisse „Grundfaulheit“ stecke in ihm drin, bekannt er ehrlich. Einen Hang zu Deko habe er, deswegen hätte er sich auch vorstellen können, Innenarchtitektur zu studieren, wenn das mit der Musikkarriere nicht geklappt hätte.

Nict nur Sänger, sondern auch gleichzeitig Manager und Organisator der Auftritte

Gonzo war nicht nur Sänger (damals hatte er laut eigenen Aussagen rund 200 Auftritte im In- und Ausland pro Jahr), sondern war auch gleichzeitig der Manager und Organisator seiner Auftritte.

Begonnen im La Quetsch, dann kam Curly Sue

Begonnen hat seine Karriere in der damals noch existierenden Kneipe La Quetsch in Künzelsau, als er nach ein paar Jacky Cola die Songs, die liefen, mitgesungen hat und gleich zwei Visitenkarten zugesteckt bekam. Er wurde unter anderem Sänger bei der Band Curly Sue. 1997 gründete Gonzo seine eigene Band namens Gonzo’n’friends. Nun führen seine Freunde sein Erbe weiter und haben nach seinem Tod Gonzo’n’friends umgewandelt in Gonzo’s friends. Das hätte ihm gefallen. https://www.gonzosfriends.de/

Gesundheitliche Probleme

Laut Mirjana Krolo habe Gonzo sich vor seinem Tod erst vor drei Wochen im Krankenhaus in Öhringen „durchchecken“ lassen. Bei den Tests sei alles in Ordnung gewesen, so Gonzo damals zu seiner Mutter. Mirjanas Vater sei ebenfalls an einem Versagen des Herzens, an einem Herzinfarkt gestorben, berichtet Mirjana Krolo. Er sei  jedoch 71 Jahre alt geworden.  „Die beste Spezialklinik der Welt hätte nichts mehr machen können“, ist sich die gelernte Schneiderin daher sicher. Und dennoch zerreisst es ihr das Herz. „Wie soll ich jetzt noch weiterleben?“, fragte sie dmaals.  Mirjana hat noch einen Sohn und eine Enkelin – Gonzos 20-jährige Tochter. Gonzo selbst sei damals auch 20 Jahre alt gewesen, als sein Vater an Hepatitis B gestorben sei, so Mirjana. Sie selbst hatte zum Zeitpunkt des Todes ihres Sohnes ebenfalls gesundheitliche Probleme, ist ein Jahr zuvor schwer gestützt. Gonzo habe immer zu ihr gesagt: „Mama, du brauchst keine Angst zu haben“ und bot ihr finanzielle Unterstützung an.

Am Donnerstagmorgen um 10 Uhr, also nur wenige Stunden vor seinem Tod, hat Gonzo seinen letzten Post auf Facebook an an seine knapp 4.000 Anhänger geschickt. Darin steht:

„Dein ist dein ganzes Herz, du bist mein Reim auf Schmerz.“

Das letzte große Interview

Im Januar2018  haben wir ein Exklusiv-Interview in unserer gedruckten Ausgabe veröffentlicht und ein Video gedreht in seiner Wohnung in Weissbach. Er hatte einige musikalische Pläne und schaute optimistisch in die Zukunft. Anbei veröffentlichen wir das Interview nochmal in voller Länge:

 

„Bis zu diesem denkwürdigen Jacky-Cola im La Quetsch“

von Nadja Fischer. Das Interview wurde veröffentlicht in unserem gedruckten Magazin im Januar 2018.

 

Unsere Journalistin Nadja Fischer war bei Sänger Gonzo zu Hause in seiner Wohnung in Weißbach und trank mit ihm eine Tasse Kaffee. Sie plauderten über Musik, Star Wars und Pelzwecker.

GSCHWÄTZ: „Wir covern nicht, wir interpretieren…“ – wie darf man sich das vorstellen?

GONZO: Wir covern, bringen aber Individuelles mit ein. Wir machen von Haus aus eigene Versionen und brauchen das wie die Luft zum Atmen. Wir haben auch keine feste Setliste, sondern wählen unsere Songs nach Emotion aus. Ich sehe mich auch nicht als perfekten Sänger, hatte auch nie Gesangsunterricht. Technisch kann man alles lernen, aber die Emotionen nicht.

GSCHWÄTZ: Hast du dich schon mal an eigenen Songs versucht?

GONZO: Ja. 2019 wird es ein Album geben. Ich denke auch, dass es deutsches Material sein wird. Das ist einfach die Sprache, mit der wir uns am wohlsten fühlen. Da sind wir auch bekannt dafür. Es wird sozusagen Hängemattenrock, entspannter Pop-Rock. Unserem Alter entsprechend. (lacht). Ich denke ja für nächstes Jahr über eine Band-Umtaufung nach: Die netten älteren Herrn.

GSCHWÄTZ: Was ist dein persönlicher Lieblingssong?

GONZO: Es gibt viele, aber der Song, der mich wirklich berührt, ist Comfortably Numb von Pink Floyd. Wie gesagt, es gibt so viele. Aber Pink Floyd hat mich schon mein ganzes Leben begleitet.

GSCHWÄTZ: Josip Gonzo Krolo ist dein vollständiger Name. Woher kommst du?

GONZO: Meine Wurzeln liegen in Kroatien. Ich bin in Künzelsau geboren, aber meine Eltern kommen aus Kroatien. Mein Vater war Flüchtling. Er hätte zur Armee müssen und man wusste nicht, ob man da lebend wieder nach Hause kommt. Also ist er geflüchtet und in Künzelsau gelandet. Witzigerweise hat er auch hier meine Mutter kennengelernt, die in Kroatien nur 26 Kilometer von ihm entfernt gelebt hat. Eigentlich bin ich ein Flüchtlingskind.

GSCHWÄTZ: Wie kamst du zur Musik?

GONZO: Das war Zufall. Ich war eigentlich voll der Nerd und habe mich nur mit Computern beschäftigt. Zwar habe ich immer gerne gesungen, hatte aber nie wirklich Ambitionen, dass ich Sänger werden will. Bis zum denkwürdigen Jacky Cola im La Quetsch in Künzelsau vor knapp 30 Jahren. Als mich mein Bruder abgefüllt hat und dann lief Hotel California im Radio und ich habe mitgesungen. Ich war lauter wie die Anlage. Wusste davon aber nichts mehr, hab‘ ja nichts vertragen, weil es mein erster Alkohol war. Dann hatte ich aber am nächsten Tag von zwei Leuten eine Visitenkarte in der Hosentasche.

GSCHWÄTZ: Bist du hauptberuflich Sänger?

GONZO: Ja. Wir haben ungefähr 200 Auftritte pro Jahr und das weltweit. Namibia, Hong Kong, Schweiz oder Österreich. Aber wir freuen uns über jeden Auftritt auf dem Land. Also diese Großstadtgeschichten… die Menschen auf dem Land sind viel dankbarer. Mittlerweile haben wir mehr nichtöffentliche Auftritte als öffentliche Auftritte.

GSCHWÄTZ: Manche Sänger trinken Tee, andere einen Whisky. Zu welcher Kategorie gehörst du?

GONZO: Ich nehme keine Drogen und bin seit zehn Jahren Nichtraucher. Mittlerweile trinke ich gerne Rotwein, Gin Tonic mit Gurke und natürlich Kaffee. Als alleinerziehender Vater lebt man den Rock `n Roll nun mal anders. Wenn ich nach den Auftritten nach Hause fahre, läuft im Auto immer ein Hörspiel von den Drei Fragezeichen.

GSCHWÄTZ: Wie kann man sich deinen Alltag vorstellen? Jeden Tag ausschlafen?

GONZO: Nein, schön wär‘s. Meine drei
Pelzwecker sorgen dafür, dass ich zeitig aufstehe. Ich bin Katzenpapa. Ich habe einen Ein-Mann-Betrieb mit zwei Jobs. Ich bin Künstler und Manager zugleich. Mein Büro ist zu Hause. Ich muss E-Mails schreiben und beantworten, Telefonate führen, Anfragen bearbeiten und kleine Events gestalten. Ich hatte auch seit 20 Jahren keinen Urlaub mehr. Aber mein Garten ist Urlaub genug für mich.

GSCHWÄTZ: Welche Hobbys hast du?

GONZO: Ich bin ein Serienjunkie. Breaking Bad, The Big Bang Theory und Game of Thrones. Alles gesehen. Ein Star-Wars-Fan bin ich auch. Jeder schenkt mir immer etwas, das mit Star Wars zu tun hat. Playstation vier zocken. Ich koche gerne und stehe auf Weihnachtskitsch.

GSCHWÄTZ: Was bedeutet für dich Heimat?

GONZO: Tja, Heimat bedeutet für mich… Ich bin ja geboren in Künzelsau und fühle mich als Hohenloher und Kochertäler. Eigentlich hätte ich schon oft hier wegziehen müssen, rein logostisch. Heimat bedeutet für mich: sich wohlfühlen, zu wissen, man kommt jetzt ein bisschen runter und hat Zeit für sich. Es ist einfach ein schönes Gefühl.

GSCHWÄTZ: Was sind deine drei Schwächen?

GONZO: Meine drei Schwächen…oha… ich rede viel. Ich bin ein bisschen faul. Man schiebt gerne Sachen vor sich her. Ich esse gerne. Was keine Schwäche ist, weil essen ist geil.

GSCHWÄTZ: Und was sind deine drei Stärken?

GONZO: Meine drei Schwächen (lacht). Irgendwas muss ich richtigmachen, gesangsmäßig, sonst wäre ich jetzt nicht seit 30 Jahren dabei. Ich kann Menschen unterhalten. Ich kann recht gut kochen, ist eine Leidenschaft. Ansonsten… was kann ich noch gut? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Oh, ich mag Deko. Ich liebe es, mich schön einzurichten. Ihr könnt gerne nochmal an Weihnachten vorbeikommen, da eskaliert es im Garten. Ja, ich bin ein kleiner Deko-Freak. Ich habe auch mal mit dem Gedanken gespielt, dass ich Innenarchitektur studiere. Das hat mich immer gereizt, aber ich bin dann doch irgendwie an der Musik hängengeblieben.

GSCHWÄTZ: Auf deiner privaten Facebook -Seite hast du 7.500 Abonnenten. Die Leitung der Facebook Gruppe „Du weißt, dass du aus Künzelsau und Umgebung bist, wenn…“ hast du aber abgegeben. Wieso?

GONZO: Als die Hochwasserkatastrophe in Künzelsau war, hatten wir einige Benefizkonzerte. Das gesammelte Geld haben wir der Stadt Künzelsau gespendet. Einige meinten aber, auf offener Straße meine Tochter angehen zu müssen und haben behauptet, dass ihr Vater das Geld eingesteckt hätte. Dabei gab es eine offizielle Veranstaltung mit Übergabe des Geldes. So etwas kann ich nicht tolerieren. Wenn man ein Problem hat, sollte man mich direkt ansprechen. Aber nicht meine Tochter – Familie geht mir über alles. Deshalb habe ich die Leitung abgegeben.

Gonzo, wir danken dir für das Gespräch.

Zur Person
Josip Gonzo Krolo ist am 04. Januar 1971 in Künzelsau geboren. Er war Sänger bei den Bands Shin Kicker und Curly Sue. Seit 1997, also seit nunmehr 20 Jahren, gibt es seine Band Gonzo`N`Friends. Der Musiker, der 2018 sein 30-jähriges Bühnenjubiläum feiert, ist Single und hat eine Tochter, die gerade als Au-Pair in New York ist.
Gonzo hatte sich auch schon an der Dating-App Tinder versucht, jedoch keinen passenden Deckel gefunden. Sein Verhütungsmittel: die Star-Wars-Fan-Artikel in seiner Wohnung, die wohl jede Frau in die Flucht schlagen sollen.

 

 

Grab von Gonzo Josip Krolo am Friedhof in Künzelsau. Foto: GSCHWÄTZ

Musiker Gonzo stolperte durch Zufall in seine musikalische Karriere

Gonzo’s Friends treten bei der ersten KÜNightLive 2020 in Künzelsau auf. Mit dabei: Michael Breitschopf. Foto: Dirk König.

Gonzo’s Friends traten am 05.02.2020 bei der ersten KÜNightLive in Künzelsau auf. Mit dabei: Michael Breitschopf. Fotos Stadtverwaltung Künzelsau/Dirk König

 

 

 

https://www.gschwaetz.de/2018/01/08/30-jahre-gonzo-live-der-kuenzelsauer-musiker-im-exklusiv-interview/




Künzelsau weitet Kindernotfallbetreuung aus auf Eltern, die keine andere Betreuungsmöglichkeit haben

Kindertageseinrichtungen und Schulen bleiben bis einschließlich Sonntag, den 03. Mai 2020, geschlossen. Auch nach den Osterferien gibt es eine Notfallbetreuung für die Kinder angeboten, deren Eltern in systemrelevanten Berufen arbeiten. Über diese, bereits seit einigen Wochen geltende Regelung hinaus, hat die Bundesregierung beschlossen, die Notfallbetreuung für weitere Kinder zu öffnen.

Schüler der siebten Klasse werden in die Notfallbetreuung ab Montag, den 27. April 2020, mit einbezogen. Darüber hinaus sollen auch Eltern, die aufgrund ihres Berufes einen bestätigten Bedarf haben, diese in Anspruch nehmen dürfen. Sobald hier eine Konkretisierung der Bundes- beziehungsweise Landesregierung dahingehend erfolgt ist, welche Familien unter diese Erweiterung fallen, wird das örtliche Angebot in den Kindertageseinrichtungen und Schulen, sofern möglich, entsprechend ergänzt. Das geht aus einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau hervor. Ab dem 27. Apriil 2020 haben darüber hinuas Eltern, die  außerhalb der Wohnung eine „präsenzpflichtige berufliche Tätigkeit“ wahrnehmen (Arbeitgeberbescheinigung erforderlich) einen Anspruch auf Notbetreuung sowie Eltern, bei denen eine familiäre oder anderweitige Betreuung nicht möglich ist (Eigenbescheinigung der Erziehungsberechtigten bzw. der Alleinerziehenden erforderlich).

Sofern es personell umsetzbar ist, soll die Notbetreuung in der Einrichtung beziehungsweise Schule stattfinden, in der die Kinder normalerweise betreut beziehungsweise beschult werden. Meldungen bei Bedarf bitte zeitnah an die Kindergarten- oder Schulleitung.

Kontakt zur Realschule Künzelsau

Die Eltern der Kinder, die die Realschule Künzelsau besuchen, können ihren Bedarf an Betreuung beim Meldungen bei Bedarf an das Sekretariat der Georg-Wagner-Schule Künzelsau, per E-Mail info@gewaskuenzelsau.de oder unter Telefon 07940/98 75 00 anmelden. Welche Bereiche zur kritischen Infrastruktur zählen, ist unter https://kmbw.de/,Lde/Startseite/Ablage+Einzelseiten+gemischte+Themen/FAQS+Schulschliessungen zu finden. Die Eltern werden über Facebook, die städtische und die schulischen Webseiten sowie die Kita-App auf dem Laufenden gehalten.

07940/129 121 oder per E-Mail renate.kilb@kuenzelsau.de.

 




Neumann lobt Nagelsberger: Abbruch und Neubau Dorfgemeinschaftshaus – 250.000 Euro Mehrkosten – Straßensperrung

Mitte April 2020 hat die Firma Retzbach aus Gommersdorf im Auftrag der Stadtverwaltung Künzelsau mit dem Ausräumen des Dorfgemeinschaftshauses in Nagelsberg begonnen. Das geht aus einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau hervor.

 Teile des früheren Gasthauses Adler werden abgerissen

Die Vereine Dorfgemeinschaft Nagelsberg, der Liederkranz Nagelsberg und der Deutsche Alpenverein Sektion Künzelsau, die sich dort regelmäßig getroffen haben, haben ihre Sachen ausgeräumt. Nun folgt laut der Stadtverwaltung Künzelsau der Abbruch. Um Platz für ein neues Dorfgemeinschaftshaus zu schaffen, werden Teile des früheren Gasthauses Adler und das Nebengebäude, das ehemals eine Metzgerei war, abgebrochen. „Der Bestand soll von unten her soweit wie möglich erhalten bleiben und darauf aufgebaut werden,“ erklärt Stadtbaumeister Peter Blumhagen laut der Mitteilung. Das sei Voraussetzung für eine Förderung mit Sanierungsmitteln gewesen und auch aus Kostengründen sinnvoll. Die Fertigstellung ist für den Sommer 2021 geplant.

Fertigstellung für Sommer 2021 geplant

Erhalten wird auch der gewölbte Keller mit einer Quelle und Tauchbad (Mikwe), die zur Synagoge gehörten. In Nagelsberg lebten lange Zeit jüdische Einwohner, weiß Johannes Rückgauer vom Verein Dorfgemeinschaft Nagelsberg, der seit 2015 Mitglied im Künzelsauer Gemeinderat ist und sich sehr für den Neubau des Dorfgemeinschaftshauses stark gemacht hat. Das Erdgeschoss wird barrierefrei und der Eingang auf die Westseite verlegt. Die beiden Versammlungsräume bleiben
erhalten und können durch eine Verbindungstür zusammengeschlossen und auch für private Feiern genutzt werden. Eine neue Küche und eine barrierefreie Toilette werden eingebaut. Im Foyer wird Platz für den freitags stattfindenden Bürgerstammtisch sein. Abstellräume für Vereine und ein Hauanschlussraum sind im Untergeschoss vorgesehen. Im Obergeschoss entstehen ein Besprechungsraum und eine Toilettenanlage. Im Außenbereich sind sechs Auto-Abstellplätze geplant.

Standort ist herausfordernd

Mit rund 1,5 Millionen Euro Gesamtkosten rechnet Stadtbaumeister Blumhagen. Das sind ungefähr 250.000 Euro mehr als anfangs geschätzt. „Schwierig war es, eine Abbruchfirma zu finden.“ Die Vergabe der letzten ausgeschriebenen Gewerke ist in der Gemeinderatssitzung am Dienstag, den 28. April 2020, vorgesehen. „Die Nagelsberger haben sich sehr für ihr neues Dorfgemeinschaftshaus eingesetzt“, so Bürgermeister Stefan Neumann. „Gemeinsam mit den Bürgern sowie dem Architekturbüro duo aus Künzelsau haben wir das Projekt geplant und werden es nun realisieren. Der Standort ist herausfordernd und dennoch ist es gemeinsam gelungen, die Bedürfnisse und Ansprüche der späteren Nutzer zum Großteil zu erfüllen. Besonders freut uns alle die Förderung aus dem Städtebauförderungsprogramm Investitionspakt Soziale Integration im Quartier (SIQ) in Höhe von 594.000 Euro. Ich wünsche für die Bauarbeiten einen guten Verlauf.“ Eine Aufstockung der Fördermittel wird beantragt.

Als besonderes Gebäude erkennbar

Nach dem Bauzeitenplan der Architekten Gunther Speckmaier und Reinhold Zentler vom Architekturbüro duo aus Künzelsau sollen die Arbeiten im Sommer 2021 abgeschlossen sein. Durch das Flachdach und die Gebäudeform wird das Dorfgemeinschaftshaus als besonderes Gebäude erkennbar sein, erklärt Architekt Speckmaier. Hinzukommt, so Stadtbaumeister Blumhagen, dass ein Satteldach für die Nachbarschaft eine größere Sichtbeeinträchtigung und Mehrkosten bedeutet hätten. „Ein für die Entwicklung von Nagelsberg wichtiger Nebeneffekt ist die Dorfsanierung“, freut sich Johannes Rückgauer. Private Grundstückseigentümer können Förderung für die Sanierung ihrer Gebäude erhalten. 2018 wurde die städtebauliche Erneuerungsmaßnahme „Ortskern Nagelsberg“ in das Landessanierungsprogramm (LSP) aufgenommen und mit einem Förderrahmen in Höhe von 833.333 Euro ausgestattet.

Mühlbergstraße bis Oktober gesperrt

Für Arbeiten muss die Mühlbergstraße im Bereich direkt vor dem Dorfgemeinschaftshaus ab Montag, 20. April 2020 bis voraussichtlich Anfang Oktober für den Verkehr voll gesperrt werden. Anlieger können jedoch jederzeit aus beiden Fahrtrichtungen zufahren. Die Umleitung erfolgt über die Bruno-Lambert-Straße. Danach ist die Mühlbergstraße halbseitig wieder befahrbar. Die Stadtverwaltung Künzelsau bittet die Anwohner und Verkehrsteilnehmer um Verständnis für die entstehenden
Beeinträchtigungen während der Bauzeit.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau

Architekt Gunther Speckmaier, Stadtbaumeister Peter Blumhagen und Johannes Rückgauer, Vorsitzender der Dorfgemeinschaft Nagelsberg e.V. (v.l.). Foto: Stadtverwaltung Künzelsau

Mitarbeiter der Firma Retzbach aus Gommersdorf räumen das Dorfgemeinschaftshaus vor dem Abbruch aus. Foto: Gunter Speckmaier

Erhalten bleibt auch der gewölbte Keller mit einer Quelle und Tauchbad (Mikwe), die zur Synagoge gehörten. Foto: Stadtverwaltung Künzelsau

Das Gebäude neben dem Dorfgemeinschaftshaus, ehemals eine Metzgerei, wird abgebrochen und die Fläche für den Neubau verwendet. Foto: Stadtverwaltung Künzelsau

So soll der Neubau des Dorfgemeinschaftshauses Nagelsberg aussehen. Ansicht: duo Freie Architekten

Herrlicher Ausblick auf Künzelsau von den beiden Versammlungsräumen im Dorfgemeinschaftshaus. Foto: Stadtverwaltung Künzelsau




Mulfingen: ebm-papst führt eigene Coronatests bei Mitarbeitern durch – geringe Zahl infizierter Mitarbeiter – Alle Mitarbeiter in der Produktion mit Mundschutz – Tägliche Temperaturmessung

Der Gesundheitsschutz der Mitarbeiter steht für ebm-papst in Zeiten des Coronavirus an erster Stelle. Das geht aus einer aktuellen Pressemitteilung des Mulfinger Unternehmens hervor. Um das Ansteckungsrisiko so weit wie möglich zu minimieren, habe das Unternehmen frühzeitig Hygienemaßnahmen und Maßnahmen zur Kontaktbegrenzung eingeführt. Als sich das Coronavirus weiter ausbreitete und Testkapazitäten knapp wurden, hat ebm-papst entschieden, potenziell infizierte Mitarbeiter selbst zu testen. So sollten lange Wartezeiten für Testabstriche vermieden werden und gleichzeitig das Risiko für weitere Ansteckungen im Unternehmen minimiert werden. An allen drei deutschen Standorten haben ebm-papst Mitarbeiter schon seit Ende Februar mehrmals pro Woche die Möglichkeit, sich bei einem begründeten Verdacht schnell und unkompliziert testen zu lassen. Bislang wurden so rund 200 Tests durchgeführt – fast immer mit negativem Ergebnis.

Geringe Zahl infizierter Mitarbeiter

„Die geringe Zahl an infizierten Mitarbeitern und die Tatsache, dass bislang kein Fall bekannt ist, in dem ein infizierter Mitarbeiter weitere Kollegen angesteckt hätte, bestätigt die Wirksamkeit der von ebmpapst etablierten Schutzmaßnahmen“, heißt es in der Pressemitteilung. Bei der Ausgestaltung orientiere sich das Unternehmen an den Erfahrungswerten der chinesischen Tochtergesellschaft, mit der sich der Corona-Krisenstab täglich eng austausche. Stefan Brandl, Geschäftsführer der ebm-papst-Gruppe: „Bereits im Januar haben wir in internationalen Krisenteams täglich die Lage analysiert, bewertet und Maßnahmen beschlossen. Als die ersten Fälle in Deutschland auftraten, waren wir bereits gut vorbereitet um den Gesundheitsschutz unserer Mitarbeiter und deren Familien bestmöglich zu gewährleisten.“

Alle Mitarbeiter in der Produktion mit einem Mundschutz

Konkret sehen die Maßnahmen von ebm-papst folgendermaßen aus: Es wurden beispielsweise alle Mitarbeiter in der Produktion mit einem Mundschutz ausgestattet und durchgängig A- und B- Teams gebildet, um Begegnungen auszuschließen. Meetings wurden digital abgehalten, der Mindestabstand überall eingehalten – selbst in der Kantine, wo die Tische und Stühle entsprechend weit auseinandergerückt wurden, und mittlerweile auf Lunchpakete umgestellt wurde. Das Krisenteam war strenger als es die Empfehlungen der Gesundheitsämter verlangt haben und hat Familien beispielsweise stets als Einheit bewertet. Das bedeutet: Gab es in der Familie eines Mitarbeiters einen Kontaktfall mit einem Infizierten, wurde auch dem Mitarbeiter die Quarantäne ermöglicht.

Frühzeitig Homeoffice ermöglicht

Um eine eventuelle Infektion frühzeitig zu erkennen, sind die Mitarbeiter angehalten, täglich ihre Temperatur zu überprüfen. Auch der Weg zur Arbeit wurde bedacht: In den Werksbussen wurden die Mitarbeiter frühzeitig mit Mundschtz ausgestattet. Den Mitarbeitern der Verwaltung wurde frühzeitig Homeoffice ermöglicht. Auch die Auszubildenden wurden bedacht: Sowohl technische als auch gewerbliche Auszubildende haben die Möglichkeit, von zu Hause aus zu arbeiten. Dabei werden sie von ihren Betreuern im Unternehmen unterstützt und können Projekte über eine digitale Lernplattform bearbeiten. „Am Beispiel unserer chinesischen Tochtergesellschaft haben wir gesehen, wie schnell man sich wieder auf die Unternehmensziele fokussieren kann, wenn man den Gesundheitsschutz ernst nimmt. Unsere Werke dort laufen schon jetzt wieder mit voller Auslastung“, sagt Stefan Brandl.

Quelle: Pressemitteilung von ebm-papst

Auch in den Werksbussen gab es frühzeitig Mundschutz für die Mitarbeiter. Foto: ebm-papst

Auch Handdesinfektion gehört zu den Maßnahmen gegen Corona. Foto: ebm-papst

 




Ziehl-Abegg-Azubis verschenken Gesichtsschilde, unter anderem an hiesige Ärzte und das Diak in Schwäbisch Hall

Angehende Werkzeugmechaniker und Industriemechaniker bauen laut einer Pressemitteilung des Künzelsauer Ventilatorenherstellers Ziehl-Abegg Gesichtsschilde für Ärzte und Pfleger. „Wir fahren jetzt zweigleisig“, erklärt Vorstandsvorsitzender Peter Fenkl in der Mitteilung. Denn einmal werden auf den firmeneigenen 3-D-Druckern Halterungen für Gesichtsschilde gedruckt, zum anderen kommen jetzt neue Halterungen aus Polycarbonat hinzu. „Es ist ein gutes Gefühl, etwas für die Allgemeinheit zu tun“, sagt Industriemechaniker Florian Holzinger. Er ist wie Werkzeugmechaniker Mario Schumm im ersten Lehrjahr. Der dritte Azubi im Bunde ist Raphael Schumm, der bereits im zweiten Ausbildungsjahr ist. Hilfestellung gab es von Ausbilder Andreas Hillenbrand, als es etwa um die Programmierung der CNC-Maschinen ging.

„Die Programmierung war für mich nicht ganz einfach.“

Grundstück ist eine Polycarbonatplatte. Diese fräst Mario Schumm exakt rechtwinklig und setzt sechs Bohrungen, die in allen Bearbeitungsprozessen die Fixpunkte sind. „Die Programmierung war für mich nicht ganz einfach, da ich erst im vergangenen Herbst mit der Lehre angefangen habe“, sagt Schumm. Florian Holzinger hat eigens eine Vorrichtung gebaut, damit er die Bohrungen für die Halteschrauben exakt im richtigen Winkel setzen kann. Denn die Sichtfolie muss später einfach aufgezogen und wieder gelöst werden können. Industriemechaniker Raphael Schumm ist der Profi in der Runde – er ist als Industriemechaniker schließlich bereits im zweiten Lehrjahr. Er hat seine CNC-Maschine so programmiert, dass diese die Konturen schön rund ausfräst. Danach entgratet er jedes Teil. Die Folie spannen die drei Auszubildenden ein, während die CNC-Maschinen arbeiten; eben in dieser Zeit bringen sie auch das Gummiband zur Halterung an.

Gesichtsschilde kostenfrei für Kliniken, Arztpraxen und Altenheime

„Wir haben gerade einmal zwei Tage gebraucht, um die Idee in unserem Training Center umzusetzen“, erklärt Ausbilder Andreas Hillenbrand. Dank der modernen CNC-Maschinen hatten sehr viele Arbeitsschritte programmiert werden können. „Dass wir jetzt gleich Schilde fürs Diakoneo in Schwäbisch Hall und mehrere niedergelassene Ärzte herstellen, freut uns“, sagt Hillenbrand. „Wir wollen damit kein Geld verdienen“, sagt Vorstandschef Peter Fenkl. Es gehe darum, den Menschen im Kampf gegen die Covid19-Erkrankung beizustehen, die tagtäglich in Kliniken, Arztpraxen oder Altenheimen ihren Dienst versehen. „Daher geben wir die Schilde kostenfrei an diese Einrichtungen ab – so lange wie wir mit der Herstellung nachkommen.“

Ideen für neue Designs bionischer Ventilatoren

Vor eineinhalb Wochen hatte Ziehl-Abegg begonnen, im 3-Druck Gesichtsschilde herzustellen. Damals war die Druckdatei von einem externen Programmierer gekommen. Die maschinelle Fertigung im Training Center ermöglicht jetzt eine höhere Stückzahl. Zudem haben die Entwickler bei Ziehl-Abegg unverändert Ideen für neue Designs von bionischen Ventilatoren, die später auch in Kliniken oder Quarantäne-Stationen eingesetzt werden können – und diese Ideen bekommen stets in den 3-D-Druckern erstmals eine feste Form. Daher können nicht mehr alle 3-Drucker Schildhalterungen herstellen.

Quelle: Pressemitteilung von Ziehl-Abegg

 

Der Träger für das Gesichtsschild wird aus einer Polycarbonatplatte gefräst. Foto: Ziehl-Abegg

 

 

 

 




Krautheim: Deutlich alkoholisiert mit dem Roller unterwegs

In der Krautheimer Innenstadt stellten die Beamten des Polizeireviers Künzelsau laut einer Pressemitteilung der Polizeidirektion Heilbronn am Montagabend, den 20. April 2020, gegen 18.00 Uhr, einen betrunkenen Mann fest, der mit seinem Moped unterwegs war. Eine vor Ort durchgeführter Alkoholtest ergab, dass der 58-Jährige mit deutlich über einem Promille unterwegs war. In der Folge wurde ihm eine Blutprobe entnommen. Eine Anzeige wegen Trunkenheit im Straßenverkehr folgt.




Brand eines Mehrfamilienhauses in Ohrenbach – Feuerwehr Künzelsau rückt mit mehr als 30 Mann aus – Straße über mehrere Stunden blockiert

Am Dienstag, den 21. April 2020, gab es einen Schwelbrand  in der Dachisolierung eines Mehrfamilienhauses in Künzelsau-Ohrenbach. Die Feuerwehr Künzelsau war laut eigenen Angaben mit 30 bis 35 Mann, unter anderem mit zwei Atemschutztrupps, vor Ort. ÜDas Feuer war laut der Polizei gegen 14.30 Uhr gemeldet worden. Über mehrere Stunden am Nachmittag war die Büttelbronner Straße durch die Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr, der Polizei und des Deutschen Roten Kreuzes blockiert. Verletzt wurde niemand.

Kreisbrandmeister Torsten Rönisch erklärte gegen 16 Uhr gegenüber GSCHWÄTZ, dass die Brandursache noch unklar sei. Er führte näher aus, dass das Dach nun teilweise abgedeckt werden müsse, um zu prüfen, wie weit es hochgebrannt habe. Danach werde es wieder zugedeckt. Gegen 16 Uhr rauchte es noch unter den Dachziegeln hervor.

Am Gebäude entstand laut der Polizei ein Schaden von rund 20.000 Euro. Helfer vor Ort meinten gegenüber GSCHWÄTZ, dass es ein Glück war, dass dieser Schwelbrand tagsüber ausgebrochen sei. Nachts sei die Chance geringer, dass man ihn rechtzeitig bemerkt hätte.

Die Polizei schickte unterdessen laut eigenen Angaben mehrere Schaulustige nach Hause, die gegen die aktuell geltende Corona-Verordnung verstießen.

Mehrere Feuerwehrautos waren vor Ort. Foto: GSCHWÄTZ

 

Feuerwehr mit Atemschutzmaske. Foto: GSCHWÄTZ

Kreisbrandmeister Torsten Rönisch

 

Dieses Mehrfamilienhaus (rechts) war im oberen Dachgeschoss von einem Schwelbrand betroffen. Foto: GSCHWÄTZ

Auch das Deutsche Rots Kreuz war vor Ort. Verletzt wurde aber niemand. Foto: GSCHWÄTZ




++++ Eilmeldung: Maskenpflicht in Baden-Württemberg ab 27. April ++++

Laut einer aktuellen Mitteilung des Nachrichtensenders ntv gibt es ab Montag, den 27. April 2020, eine Maskenpflicht in Baden-Württemberg. Die Schutzmasken müssen nicht überall getragen werden, die Maskenpflicht ist zunächst beschränkt auf den Einzelhandel und öffentlichen Nahverkehr.




Bundestag prüft Verfassungsmäßigkeit einer Vermögensabgabe zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie

Wird es nun zu einer Vermögensabgabe wie nach den ersten beiden Weltkriegen kommen? https://www.diw.de/de/diw_01.c.412461.de/presse/glossar/vermoegensabgabe.html

Auf der Internetseite des Bundestages ist derzeit ein Dokument einsehbar, dass den Namen trägt: „Verfassungsmäßigkeit einer Vermögensabgabe zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie“. Erstellt wurde es von den Wissenschaftlichen Diensten des Bundestages. Ein Erstellungsdatum ist nicht ersichtlich. https://www.bundestag.de/resource/blob/691376/2feb28d7057bf918bd18254ab06d95ad/WD-4-041-20-pdf-data.pdf

Notlage des Staates

In dem Dokument heißt es: „Der folgende Sachstand befasst sich mit der Möglichkeit der erneuten Einführung einer einmaligen Vermögensabgabe zur teilweisen Finanzierung der Corona-Krise. Auf diese Weise könnten Wohlhabende durch einmalige Zahlungen zur Refinanzierung des Staates herangezogen werden.“ Eine erste rechtliche Einordnung habe laut den Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages eine Rechtmäßigkeit einer solchen Abgabe ergeben. Allerdings müsse sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen.

Es werde „eine existenzbedrohende finanzielle Notlage des Staates vorausgesetzt“ wird, in der weder eine Steigerung der Einnahmen aus den übrigen Steuern noch eine Ausweitung der Kreditaufnahme oder eine entsprechende Ausgabenkürzung möglich ist. Wann eine solche finanzielle Notlage besteht, ist eine Frage des Einzelfalls und wurde von den beiden Autoren nicht abschließend geklärt. Zu beachten ist jedoch, dass allein die Tatsache, dass die Grenzen der Steuerbelastung und der Kreditaufnahme erreicht sind, nicht ausreichend ist. Vielmehr wird im Ergebnis gefordert, dass es sich um ein Ereignis handelt, das in seinen außerordentlichen Finanzwirkungen vermutlich nicht nochmals auftreten wird.“

Vor der Coronakrise stand der Staat laut dem Dokument sehr gut da. So heißt es: „Seit 2014 bis jetzt musste der Bund keine neuen Kredite aufnehmen. Der Überschuss des Bundesbetrug am Ende des Jahres 2019 13,3 Milliarden Euro. Die Verschuldung Deutschlands in Prozent des Bruttoinlandsprodukts gemäß des Maastricht-Vertrages wurde seit 2012 kontinuierlich von 80,7 Prozent auf 60,9 Prozent im Jahr 2018 zurückgeführt.

Zur Bewältigung der Kosten der Corona-Pandemie hat der Deutsche Bundestag nun einen Nachtragshaushalt für 2020 mit einer Nettokreditaufnahme in Höhe von 155,987 Milliarden Euro beschlossen. „Die Corona-Pandemie stelle eine außergewöhnliche Notsituation dar, die sich der Kontrolle des Staates entziehe und die staatliche Finanzlage erheblich beeinträchtige. Deshalb sei im Jahr 2020 eine Überschreitung der zulässigen Kreditobergrenze gemäß Art. 115 des Grundgesetzes geboten.

Wie lange hält Deutschlands Wirtschaft einen Shut-down durch?

Die Unsicherheit über die weitere Entwicklung zeigt sich auch beim Ökonomenpanel auf die Frage, wie lange Deutschland den gegenwärtigen Shutdown durchhalten kann, bevor das Risiko einer wirtschaftlichen Destabilisierung zu groß wird. Im Durchschnitt ergebe sich aus den Einschätzungen der teilnehmenden Ökonomen ein Zeitraum von maximal 11 Wochen, die Schätzungen variierten aber wegen der großen Unsicherheiten und der Unmöglichkeit einer seriösen Berechnung von 0 bis 50 Wochen, wobei 95 Prozent zwischen 0 und 24 Wochen lägen.