Bundesbildungsministerin fordert Schulen auf, junge Menschen auf den Kriegsfall vorzubereiten
Schulen sind aus Sicht von Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) in der Verantwortung, junge Menschen auf den Kriegsfall vorzubereiten. „Die Gesellschaft muss sich insgesamt gut auf Krisen vorbereiten – von einer Pandemie über Naturkatastrophen bis zum Krieg“, sagte Stark-Watzinger den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstagsausgaben). „Zivilschutz ist immens wichtig, er gehört auch in die Schulen. Ziel muss sein, unsere Widerstandsfähigkeit zu stärken.“
Die FDP-Politikerin sprach sich dafür aus, Zivilschutzübungen an Schulen abzuhalten. In anderen Ländern wie Großbritannien werde viel natürlicher mit dem Thema umgegangen. „Dort gehören Übungen für den Katastrophenfall an Schulen zum Alltag. Davon können wir lernen“, sagte Stark-Watzinger.
Sie rief die Schulen dazu auf, ein „unverkrampftes Verhältnis zur Bundeswehr“ zu entwickeln. „Ich halte es für wichtig, dass Jugendoffiziere in die Schulen kommen und berichten, was die Bundeswehr für unsere Sicherheit tut“, sagte sie den Funke-Zeitungen. Vorbehalte diesbezüglich könne sie „nicht nachvollziehen“.
Die jungen Menschen müssten die Bedrohungen der Freiheit kennen und mit den Gefahren umgehen können, sagte Stark-Watzinger. Das müsse kein eigenes Schulfach, aber Lerninhalt sein. Die Schulen hätten die Aufgabe, Risiken altersgerecht aufzuzeigen, sagte sie. „Dabei geht es auch darum, Sorgen und Ängsten zu begegnen.“
Im Oktober 2023 hatte bereits Deutschlands Verteidigungsminister Boris Pistorius im Rahmen eines Interviews mit dem ZDF von einem möglichen Krieg gesprochen. Damals sprach er allerdings nicht von einem Krieg in Deutschland, sondern dass die Gefahr eines Konflikts in Europa bestehe. Pistorius: „Wir müssen uns an den Gedanken gewöhnen, dass in Europa die Gefahr eines Krieges bestehen könnte“.
Letztendlich gibt es diesen Krieg in Europa bereits seit 2022 – nämlich in der Ukraine mit diversen involvierten europäischen Ländern. Auch Deutschland liefert – neben weiterer NATO-Länder – Geld Waffen, Fahrzeuge und stellt auch Soldaten für die Ukraine. Unterschiedliche Experten sehen eine Gefahr, dass dieser Krieg auch auf weitere Länder wie etwa Polen übergreifen könne und dadurch ein möglicher Dritter Weltkrieg bevorstehe.
Dies wird bestärkt durch diverse Andeutungen führender Politiker in Deutschland, dass die Bürger:innen und nun auch Schüler:innen lernen sollten, mit Kriegsszenarien „umzugehen“ und sich schon einmal gedanklich damit auseinanderzusetzen und sich darauf vorzubereiten.







