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Familie Franz möchte rund 5.000qm-Fläche zum Schlaraffenland für Bienen, Hummeln & Schmetterlinge umwandeln

In Ochsental soll es laut einer Pressemitteilung ab Juni summen und brummen. Ein 4.700 Quadratmeter großes Feld wird zum Schlaraffenland für Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und andere Insekten. Dafür sorgt die Landwirtsfamilie Franz vom Hoflädle Ochsental in Mulfingen mit ihrem Blühpaten-Projekt. Kunden des Hofladens fördern die Bienenweide. „Es war uns schon immer ein Anliegen, Qualität statt Masse zu produzieren“, erklärt Simone Franz in der Mitteilung, „deshalb setzen wir uns ein für gute Böden, für Nachhaltigkeit und Artenvielfalt.“ Mit dem Blühpaten-Projekt will Familie Franz die Verbraucher nun mit ins Boot holen, denn viele möchten etwas für die Bienen tun. Insekten sind ein wichtiger Faktor für das Gleichgewicht des Ökosystems. Dass die Bestände von Fluginsekten und Vögeln in den vergangenen 30 Jahren um drei Viertel zurückgegangen sind, macht den Menschen Sorge, denn wir sind darauf angewiesen, dass sie unsere Nutz- und Nahrungspflanzen bestäuben.

„Wir wollen kein Wachstum um jeden Preis.“

Familie Franz züchtet als Mitglied der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall in Ochsental das Schwäbisch-Hällische Landschwein und vermarktet Fleisch und Wurst im eigenen Hofladen. Das Futter für ihre Tiere bauen sie weitestgehend selbst an und achten darauf, die Böden nicht auszulaugen, sondern vital und humusreich zu halten. „Wir denken in Kreisläufen, vom gesunden Boden über gesunde Pflanzen zu hochwertigen Lebensmitteln. Deshalb arbeiten wir schon lange ohne Fungizide auf unseren Feldern“, versichert Rainer Franz. „Dass wir unseren Hof jetzt auf Bio-Anbau umgestellt haben, war für uns die logische Konsequenz. Wir wollen kein Wachstum um jeden Preis, sondern ein Wirtschaften, das unsere Lebensgrundlage erhält.“

Blühpaten gesucht

Noch im April sät der Landwirtschaftsmeister eine Bio-Blühmischung mit Klatschmohn, Sonnenblume, Kornblume, Inkarnatklee und verschiedenen Kräutern auf der Bienenweide aus. Von Juni bis September wird der Tisch für die Insekten dort reich gedeckt sein. Das Blühpaten-Feld befindet sich am Ortsausgang Richtung Mulfingen, die Sponsoren werden dort und auf der Hoflädle-Website auf Wunsch namentlich genannt. Den finanziellen Aufwand für die Bienenweide tragen die Blühpaten. Auch Unternehmen können sich als Sponsoren beteiligen. Kurzentschlossene, die das Projekt in Ochsental noch unterstützen oder eine Blühpatenschaft an Freunde verschenken möchten, können sich bis Ende April bei Familie Franz melden unter Telefon 07938/72 25, per Mail an info@hoflaedle-ochsental.de oder über http://www.hoflaedle-ochsental.de.

Quelle: Pressemitteilung des Hoflädle Ochsental

Die Bienen sind vom Aussterben bedroht. Foto: unsplash/Aaron Burden




Schwäbisch Hall: Putenmast startet – „Gemeinsame Mittagessen mit den Mitarbeitern gibt es aber nicht mehr“

Bei den vielen Feldarbeiten im Frühjahr ist man in der Fahrerkabine auf dem Schlepper gut vor möglichen Ansteckungen wie beispielsweise dem Corona-Virus geschützt. Gemeinsame Mittagessen mit den Mitarbeitern gibt es aber nicht mehr. So beschreiben Martin und Daniel Maurer aus Erlach bei Schwäbisch Hall ihre Arbeit unter den aktuell erschwerten Bedingungen, welche die verstärkten Hygienvorschriften durch die Infektionswelle mit Covid-19 mit sich bringen. Gerade hat der Kreislauf in der Putenmast vor den Toren von Schwäbisch Hall neu begonnen. Das geht aus einer Pressemitteilung des Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems e.V. hervor.

60 Gramm schwer und neugierig wie Kinder – 12.000 neue Putenküken

„Unsere Tiere können bei schönem Wetter bis nach Waldenburg schauen. Sie leben in sogenannten Offenställen und sind ganz neugierig”, führt Landwirt Martin Maurer seinen Bericht über die Eingewöhnung der 12.000 neuen Putenküken in einem seiner Ställe in Erlach weiter. Das sogenannte Einstallen macht die ersten ein bis zwei Wochen viel Arbeit. Die erst einen Tag alten Küken sind von der Brüterei aus im klimatisierten LKW angekommen und werden umsichtig in den auf 35 Grad vorgewärmten Stall gesetzt. Sie sind zu dieser Zeit 60 Gramm schwer und so neugierig wie Kinder. Ihr neues Zuhause für die ersten vier Wochen ist 1.500 Quadratmeter groß und in der Mitte durch ein bewegliches Gitter geteilt. Denn die Putenhennen und Truthähne werden getrennt aufgezogen. Die Hähne kommen dann in einen anderen und größeren Stall. Der ist aber gerade noch belegt.      

“Deshalb ist aktuell unser wichtigster Wunsch, dass alle gesund bleiben”

Von der Brut bis zur Schlachtung ist alles gut geplant. “Deshalb ist aktuell unser wichtigster Wunsch, dass alle gesund bleiben”, sagt Martin Maurer. “Aber wir überlegen schon, wie wir das schaffen”. Die Verladung von 5.000 Putenhähnen zum Beispiel, die normalerweise mit zehn Helfern geschafft wird, findet mit weniger Helfern dafür mit Schutzmasken und ohne anschließendes traditionelles Essen und Beisammensein statt. “Alle 19 Wochen wird neu eingestallt, da muss man sich schon dranhalten.” Die Aufzucht von Puten ist ein Kreislauf, der über mindestens ein Kalenderjahr genau geplant wird. Das System integriert die Brütereien, die Aufzucht mit den Stallkapazitäten genauso wie die der Schlachtereien. Immerhin kommen vom Hof Maurer jeweils 7.000 lebende Hennen und 5.000 Hähne bei letzteren an. Nötige Umbaumaßnahmen wie der Einbau neuer Lüftungs- und Kühlanlagen oder gründliche Desinfektionen werden genau dazwischen gelegt. 

Alle Tiere werden aufgezogen – Mädels wie Jungs

In Süddeutschland ist Hohenlohe traditionell eine Hochburg für Putenmast. Der Ursprung der Ansiedlungen war eine der größten europäischen Schlachtereien in Rot am See, die es seit einigen Jahren nicht mehr gibt. “Unsere Schlachterei befindet sich im nahen Bayern und liefert diese an große Ketten im Lebensmitteleinzelhandel. Schon immer hat sich unsere Branche dazu verpflichtet, alle Tiere aufzuziehen – Mädels und Jungs.“ Die Hennen werden nur halb so schwer wie die Hähne. Sie sind aber nach Meinung der Maurers im Fleisch einfach etwas zarter.    

„Dann geht mein Herz auf und die Welt ist in Ordnung.“

Der Familienbetrieb ist ein wirtschaftlich arbeitendes Unternehmen mit drei Betriebsleitern und Aushilfskräften, wie die Inhaber betonen. Senior Martin Maurer und seine Frau Adelheid leiten die Tierhaltung. Sohn Daniel ist staatlich geprüfter Techniker für Landbau und leitet den Bereich Ackerbau und Biogas, denn beides ergänzt den landwirtschaftlichen Kreislauf des Hofes. Zum einen werden Mais und Weizen für die Fütterung selbst angebaut und zum anderen geht der Putenmist in die eigene Bioganlage. Das dann verbleibende Substrat wird zur Düngung auf den Feldern genutzt. Der produzierte Strom wird in das Stromnetz eingespeist. Die Wärme wird zur Trocknung der eigenen Biomasse und zur Heizung der Ställe und Wohngebäude genutzt. Der Anbau von Rüben lockert die Fruchtfolge zur Verbesserung des Bodens auf. Die Abwechslung machts. „Man sieht den Erfolg bei der Arbeit und wie die Tiere und die Ackerfrüchte wachsen. Dann geht mein Herz auf und die Welt ist in Ordnung – auch jetzt“, erklärt Martin Maurer stellvertretend für seine Familie die Freude an der Arbeit in der regionalen Landwirtschaft. 

 

 Quelle: Pressemitteilung des Bauernverbands Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems e.V.




Hohenlohe sucht Erfrischung – Planschen im Hermuthäuser See

Am letzten Aprilsonntag des Jahres 2020 wagte sich der ein oder andere ins kühle Nass eines Hohenloher Sees. So schwammen Jugendliche am 26. April 2020 im See bei Hermuthausen. Auch am Schleihofer See soll es einige kälteunempfindliche Badegäste gegeben haben. Aber auch Angler trieb es bei strahlendem Sonnenschein an die Ufer der Seen. Bei Untermünkheim waren Kanufahrer unterwegs.

Aber auch viele Radfahrer und Spaziergänger suchten Abwechslung in der Natur.

Diese drei jungen Burschen wagten am Sonntag, den 26. April 2020, den Sprung ins noch kalte Nass des Sees bei Hermuthausen. Die Außentemperaturen waren mit 22 Grad angenehm warm. Auch Angeler waren zugegen und versuchten ihr Glück. Foto: privat




Marienkäfer & M&Ms liegen am Wegesrand – Bezaubernde Mitmach-Aktion in Eberstal

Wer derzeit auf dem Radweg von Dörrenzimmern nach Eberstal unterweg ist, stolpert vielleicht über den ein oder anderen Stein. Ein Stein sieht aus wie ein riesiges gelbes M&M, in das manch ein Kind am liebsten reinbeissen würde. Ein anderer Stein ist wie ein Marienkäfer bemalt. Die Steine liegen aneinandergereiht am Wegesrand am Ortseingang von Eberstal auf der rechten Seite des Radweges, wenn man aus Richtung Dörrenzimmern kommt, auf Höhe einer kleinen Fußgängerbrücke, die über den Sinbelbach führt.

Was verbirgt sich hinter der Aktion?

Die bunt bemalten Steine liegen dort nicht aus purem Zufall. Am Anfag der Steinekette liegt ein in Klarsichtfolie gehülltes Schreiben, das auf den Sinn dieser Aktion hinweist. Das Schreiben beginnt mit einem Zitat von Erich Kästner:

Bunt bemalte Steine reihen sich am Wegesrand wie Perlen an einer Schnur. Fotos: GSCHWÄTZ

Auf Höhe dieser Fußgängerbrücke am Sindelbach liegen die Steine.




Quarantänemaßnahmen in zwei weiteren Pflegeheimen aufgehoben

Das Gesundheitsamt des Hohenlohekreises hat die angeordneten Quarantänemaßnahmen für zwei weitere Pflegeheime im Landkreis wieder aufgehoben, da keine Bewohner und auch keine Mitarbeiter mehr positiv getestet wurden oder Symptome entwickelt haben, die auf eine Erkrankung mit SARS-COV-2 hinweisen. Damit dürfen sich die Bewohner innerhalb des Heimes wieder frei bewegen.

Auch die Mitarbeiter des Heims müssen sich zuhause nicht mehr isolieren. Die für alle Heime grundsätzlich geltenden Besuchsbeschränkungen sowie verschärften Hygienemaßnahmen bleiben bestehen.

Insgesamt stehen im Hohenlohekreis nun noch sechs Pflegeheime unter Quarantäne, weil das Coronavirus entweder bei einem Bewohner oder einem Mitarbeiter nachgewiesen wurde.

Die Nennung der Häuser obliegt den jeweiligen Betreibern.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises

Symbolfoto Pflege




Gesundheitsamt in der Kritik: Altenheim-Mitarbeiterin erfuhr erst Wochen später, dass sie in Quarantäne hätte müssen – kein Einzelfall – „Anfang letzter Woche ist die Zahl der Erkrankten und dadurch die Anzahl der Kontaktpersonen gestiegen“

Ein Mann, der in einem Unternehmen im Kochertal arbeitet, ist positiv auf Corona getestet worden. Seine Kollegen erhielten daraufhin teilweise erst Wochen später vom Gesundheitsamt einen mit der Post zugestellten Brief, dass sie zu den so genannten Kontaktpersonen 1 gehören und damit ebenfalls in Quarantäne müssen. Als der Brief zugestellt wurde, war die 14-tägige Quarantänezeit aber bereits seit zwei Wochen zu Ende. Ein Einzelfall? Ein weiterer Mann, der als Kontaktperson 1 angeschrieben wurde, erhielt das Schreiben vom Gesundheitsamt ebenfalls zu spät. Die beiden Covid-positiv-Getesteten arbeiten in verschiedenen Firmen im Kochertal.

Eine Frau aus dem Kochertal berichtet GSCHWÄTZ darüber hinaus, dass sie auf Covid getestet worden sei, da sie Symptome hatte und sich auch nicht gut fühlte. Sie blieb daher nach ihrem Coronatest vorsorglich zu Hause. Das positive Ergebnis soll sie ebenfalls erst fast am Ende ihrer 14-tägigen Quarantänezeit erhalten haben. Eine weitere Frau aus dem Jagsttal nahm Anfang März 2020 noch an einem Ausflug mit weiteren Bekannten teil. Einer der Bekannten sei zu dieser Zeit bereits mit Covid infiziert gewesen. Wochen später erhielt die Frau einen Brief des Gesundheitsamtes. Sie wird darauf hingewiesen, dass Sie mit einem Covid-positiv-Gestesten direkten Kontakt hatte und nun in Quarantäne müsse. Doch die angegebenen Quarantänezeit war längst vorbei. Das Prekäre: Die Frau arbeitet in einem Seniorenheim.

Das Landratsamt verweist auf GSCHWÄTZ-Nachfrage darauf, dass der Hohenlohekreis seit Beginn von allen bestätigten Fällen die Kontaktpersonen ermittele. „Denn auch Kontaktpersonen können die Viren weiter in der Bevölkerung verbreiten, weswegen hier eine 14-tägige häusliche Absonderung angeordnet wird“, betont das Landratsamt.

Oft liegt dem Gesundheitsamt nur der Name vor

„Anfang letzter Woche ist die Zahl der Erkrankten und dadurch die Anzahl der Kontaktpersonen gestiegen“, so Teamleiter der Fallermittlung Christian Ott. Die Ermittlung der Kontaktpersonen und als Folge davon dann die Zustellung der Verfügungsmitteilung wird dadurch erschwert, dass von vielen Kontaktpersonen nur der Name vorliegt. Postadresse oder die Telefonnummer müssen erst noch herausgefunden werden. Das Gesundheitsamt ist auf die Mithilfe der Erkrankten angewiesen, die Kooperation läuft sehr gut.
„Zu Beginn konnten wir die Kontaktpersonen auch noch telefonisch benachrichtigen. Das ist auf Grund der Menge aber gerade nicht mehr möglich“, so Anja Blume, Teamleiterin der Fallermittlung. Deswegen erhalten die Kontaktpersonen mittlerweile auf dem Postweg die Information, dass sie mit einem Erkrankten Kontakt hatten und ab wann die häusliche Isolierung für die Betroffenen endet.

Viele brauchen einen Nachweis für den Arbeitgeber

„Wir wissen, dass bei manchen Personen das Enddatum der häuslichen Absonderung bereits vergangen ist. Wir bekommen aber zahlreiche Rückmeldungen aus der Bevölkerung, die einen Nachweis für den Arbeitgeber anfordern.“ Daher werden den Kontaktpersonen auch nachträglich die Verfügungsmitteilungen als Nachweis für die 14-tägige Quarantänezeit ausgestellt. „Bei wem das Datum schon vorüber ist und wer auch den Nachweis nicht braucht – der kann das Dokument einfach ignorieren.“
Personen, die sich ebenfalls als Kontaktpersonen einstufen würden, aber keine Mitteilung bekommen haben, können mit der mit Covid-19 erkrankten Person oder mit dem Gesundheitsamt unter Tel. 07940 18-888 Kontakt aufnehmen, damit auch diesen Fällen
nachgegangen wird.

Viele Vereine, viele Ehrenamtliche, viele Verbreitungswege, manch einer bekomm auch mehrere Quarantänemitteilungen auf einmal

„Wir haben ein gut funktionierendes Vereinsleben und Ehrenamtsleben im Hohenlohekreis“, erklärt Ott den Hintergrund, warum Personen mehrere Mitteilungen erhalten. „Da kommt es immer wieder vor, dass man zu mehreren Erkrankten zu unterschiedlichen Zeitpunkten Kontakt hatte.“ Maßgeblich für die 14-tägige Quarantänezeit ist der letzte Kontakt. Bei mehreren Mitteilungen ist das spätere Datum das Ende der häuslichen Absonderung.

Verwaltungsleiterin Silke Bartholomä hält fest, dass die Bemühungen zur Kontaktpersonenermittlung und Eindämmung von Infektionsketten Wirkung zeigen. „Wir haben inzwischen Fälle, bei denen bestätigt erkrankte Personen keine Kontaktpersonen mehr angeben, weil sie sich bereits selbst als Kontaktpersonen in häuslicher Absonderung befanden.“

Wann ist man eigentlich Kontaktperson?

Wir zititeren an dieser Stelle das Landratsamt: „Kontaktpersonen sind Personen, die mit einem bestätigten Fall von Covid-19 Umgang hatten. Bestand ein enger Kontakt („Face to Face“) von mindestens 15 Minuten z.B. im Rahmen von Gesprächen oder Besprechungen, liegt ein erhöhtes Infektionsrisiko vor. Auch Personen, die mit dem Erkrankten im selben Haushalt leben, haben ein hohes Infektionsrisiko. Hatte jemand diesen engen direkten Kontakt mit einem Erkrankten, wird er als Kontaktperson der Kategorie 1 „K1“ bezeichnet. Derjenige, der mit einer K1-Person in Kontakt war, wird als K2-Person bezeichnet und so weiter. Bei K2 und K3-Personen ist das Infektionsrisiko nicht mehr so hoch. K1-Personen sind nach einer vom Hohenlohekreis erlassenen Allgemeinverfügung verpflichtet, sich 14 Tage lang, gerechnet ab dem letzten Kontakt mit dem Erkrankten, in häusliche Quarantäne zu begeben. Das Gesundheitsamt teilt in einem Schreiben auch das Ende der Quarantänezeit mit.

 Wie erfahre ich, ob ich Kontaktperson bin?

Jeder positiv getestete Patient muss dem Gesundheitsamt eine Liste mit seinen direkten Kontaktpersonen abgeben. Das Gesundheitsamt informiert diese Personen schriftlich darüber, dass sie mit einem Erkrankten Kontakt hatten und sich ab sofort in Quarantäne begeben müssen.

Ich bin Kontaktperson, weiß aber nicht von wem

Dei Bürger erhalten vom Gesundheitsamt eine Mitteilung, dass sie Kontaktperson sind, erfahren aber aus Datenschutzgründen nicht, mit welchem Covid-Erkrankten sie Kontakt hatten. Es wird von den Betroffenen zur Nachvollziehbarkeit neben dem Kontaktdatum auch kurz skizziert, so das Landratsamt, um was für einen Kontakt es sich gehandelt hat (etwa Wohngemeinschaft, Fußballtraining, Arbeitskollege).

Warum muss ich als Kontaktperson überhaupt in häusliche Isolierung? Ich bin doch nicht krank.

In den meisten Fällen weiß man nicht, ob man selbst oder jemand in seinem Umfeld infiziert ist, da jeder unterschiedlich auf das Virus reagiert. Auch die Erkrankung tritt innerhalb verschiedener Zeiträume auf. Die Symptome verlaufen bei jedem anders, das reicht von wenigen bis gar keinen Beschwerden bis hin zu schwerster Symptomatik.

Was muss ich als Kontaktperson besonderes beachten?

Im Haushalt sollte nach Möglichkeit eine zeitliche und räumliche Trennung der Kontaktperson von anderen Haushaltsmitgliedern beachtet werden. Eine „zeitliche Trennung“ kann zum Beispiel dadurch erfolgen, dass die Mahlzeiten nicht gemeinsam, sondern nacheinander eingenommen werden. Eine räumliche Trennung kann etwa dadurch erfolgen, dass sich die Kontaktperson in einem anderen Raum als die anderen Haushaltsmitglieder aufhält. Ebenfalls ist häufiges Händewaschen und die Einhaltung einer Husten- und Niesetikette Pflicht. Alle Kontaktpersonen müssen ebenfalls ein Tagebuch führen, welches sie mit der Mitteilung vom Gesundheitsamt erhalten. Dadurch kann schnell reagiert werden, wenn klassische Covid-19-Syptome auftreten.

Ich bin Kontaktperson und habe eine Mitteilung bekommen, bei welcher das Enddatum aber bereits in der Vergangenheit liegt?

Sofern die Mitteilung nicht mehr als Nachweis, z.B. für den Arbeitgeber, benötigt wird, kann die Mitteilung ignoriert werden.

Ich bin Kontaktperson, habe aber keine Mitteilung bekommen?

Personen, die der Ansicht sind, sie waren mit einem Erkrankten in Kontakt, nehmen bitte Kontakt zum Erkrankten oder dem Gesundheitsamt unter Tel. 07940 18-888 auf.

 




Zwischen dicht gedrängt und aussen vor der Tür wartend – so unterschiedlich gehen Hohenloher Praxen mit Corona um

Unser GSCHWÄTZ-Team konnte in den vergangenen Wochen einen Blick in die Wartezimmer so manch einer Arztpraxis und ins Krankenhaus werfen und stellte dabei fest: Es gibt erhebliche unterschiedliche, welche Maßnahmen ergriffen werden, um Patienten vor einer Ansteckung zu schützen. Wir haben zwei Beispiele von Arztpraxen herausgegriffen, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Bei der einen Praxis eines Kinderarztes in Künzelsau werden Termine nicht mehr dicht an dicht gelegt, sondern es werden die Patienten nur noch in einem zeitliche gebührenden Abstand einbestellt. Dadurch warten nicht mehr viele Patienten zur gleichen Zeit. Als wir vor Ort waren, warteten drei Erwachsene mit dem jeweiligen Kind vor der Praxistür, in einem gebührenden Kontaktabstand voneinander. Im Wartezimmer in der Praxis selbst warteten zu diesem Zeitpunkt parallel zwei Erwachsene mit dem jeweiligen Kind in dem Wartezimmer, ebenfalls in gebührendem Kontaktabstand. Die Ärzte und die Mitarbeiter trugen Mund-Nase-Schutzmasken. Die Zeitschriften und die Kinderbücher wurden aus dem Wartezimmer entfernt.

Bei einer anderen Praxis, einer Hausarztpraxis im Hohenlohekreis, die wir an dieser Stelle nicht mit Namen nennen möchten, saßen die Patienten im Wartezimmer dicht gedrängt nebeneinander und mussten teilweise zwei Stunden warten, bis sie an die Reihe kamen.Trotz Atemwegsinfekt gab es keine Coronatestung.

Muss man mit einem Notfall direkt ins Krankenhaus, zeigt sich hier ein vorbildliches Vorgehen im Caritas-Krankenhaus in Bad Mergentheim. Am Notfalleingang sitzt eine Mitarbeiterin hinter einer Glasscheibe, die direkt fragt, ob man Covid-Symptome wie Fieber hat. Dann darf man hier nicht rein. Daneben ein großes Schild, dass dies kein Eingang für Covid-Patienten ist. Des Weiteren darf man nur allein in die Notfallambulanz, bei einem Kind darf eine Begleiterson mit. Man hat die Möglichkeit, nicht im Warteraum zu sitzen, bis man an die Reihe kommt, sondern draussen vor dem Eingang, wo die Rettungsfahrzeuge parken. Dann wird man abgeholt, wenn man dran ist und wird direkt in den jeweiligen Raum, etwa in den OP-Saal, geführt, und behandelt.




So ein Salat – Heilbronner Zoll stoppt 16.000kg Feldsalat-Saat, weil Verpackung nicht korrekt war

Am Montag, den 20. April 2020,  dieser Woche hatten die Zöllner des Zollamts Heilbronn, so geht es aus einer Pressemitteilung des Hauptzollamtes hervor, „den richtigen Riecher“. Sie stoppten die Einfuhr von zwei 40-Fuß-Überseecontainer mit über 16.000 kg Feldsalat-Saatgut aus Neuseeland mit einem Warenwert von knapp über 100.000 EUR. Die Reise der beiden Container, die am anderen Ende der Welt ihren Anfang nahm, endete abrupt vor dem eigentlichen Ziel, weil die Verpackung des Saatguts und dessen Etikettierung nicht den gesetzlichen Anforderungen entsprach.

Darf nicht nach Deutschland eingeführt werden

„Eine den gesetzlichen Bestimmungen entsprechende Kennzeichnung dient letztlich dem Schutz der Verbraucher in der Europäischen Union. Der Sendung hier fehlt ein Lieferantenetikett an der Außenseite der Verpackungseinheiten und eine Firmenplombe des Lieferanten.“, erklärt der stellvertretende Leiter des Zollamts Heilbronn, Sven Figula.

Nach Rücksprache mit der zuständigen Marktüberwachungsbehörde, der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, erfüllt das Saatgut nicht die vorgeschriebene Kennzeichnung und darf daher nicht nach Deutschland eingeführt werden. Der Einführer aus dem Bezirk des Hauptzollamts Heilbronn muss das Saatgut auf eigene Kosten neu verpacken und neu etikettieren oder wieder ausführen. Kommt er der Aufforderung nicht nach, werden die 16 Tonnen sichergestellt und auf Kosten des Einführers vernichtet.

Feldsalat-Saatgut muss neu etikettiert werden

Produkte aus Drittländern müssen sicher sein, erklärt der Zoll in seiner Pressemitteilung. „Dies bedeutet, dass sie die Gesundheit des Menschen nicht gefährden dürfen. Hierzu hat sowohl die Europäische Union als auch der nationale Gesetzgeber in den verschiedensten Bereichen rechtliche Anforderungen geschaffen, die die jeweilige Ware zu erfüllen hat. Ein Ziel der Europäischen Union (EU) ist die Schaffung eines einheitlichen Binnenmarktes, in dem der freie Verkehr von Waren und Dienstleistungen gesichert wird. Unabhängig vom Ursprung eines Produktes sollen die Menschen in allen Mitgliedstaaten Anspruch auf das gleiche Schutzniveau haben. Die deutsche Zollverwaltung wirkt bei der Überwachung der Einhaltung der gesetzlichen Regelungen zum Schutz der menschlichen Gesundheit im internationalen Warenverkehr mit. Dadurch soll erreicht werden, dass nur sichere und konforme Produkte auf den Markt innerhalb der Union gelangen.“

Weiter Informationen unter http://www.zoll.de >

Hier endete vorerst die Reise des Feldsalat-Saatgutes. Quelle: Hauptzollamt Heilbronn




Kein Kaffee, kein rasieren, Haare waschen soll mögliche Viren abtöten- Corona-Änderungen am Beispiel eines Frisörsalons in Niedernhall

Anfang Mai 2020 dürfen Frisöre wieder ihre Geschäfte öffnen, aber sie haben dabei einiges zu beachten. Der Frisörsalon Hair Flair in Niedernhall hat auf facebook schon einmal vorab veröffentlicht, was erlaubt ist und was nicht.

So dürfen Kunden fortan nur mit Mund-Nasen-Schutz den Nalson betreten. Einen Kaffee gibt es auch nicht mehr. Zeitschriften, in denen man bislang blättern konnte, sind fortan auch tabu. Kunden dürfen nur alleine zu Terminen kommen. Gesichtsbehandlungen, auch Bartrasuren dürfen Friseure erst einmal nicht mehr machen.

Die Haare von jedem Kunden müssen vor der Behandlung gewaschen werden. Das soll laut dem Zentralverband des Deutschen Frisörhandwerks mögliche Viren* abtöten https://www.merkur.de/verbraucher/friseur-coronavirus-deutschland-wirtschaft-massnahmen-lockerungen-auflagen-termin-regeln-zr-13698532.html

Frisöre müssen einiges beachten, wenn sie Anfang Mai 2020 wieder öffnen. Der Frisörsalon Hair Flair in Niedernhall weist seine Kunden auf seiner Facebookseite auf die neuen Gegebenheiten hin. Foto: Screenshot Facebook Hair Flair




Dorn Bestattungen spendet 5.000 OP-Masken – jetzt bewerben

Unter dem Motto: „Corona – Pandemie. Wir halten zusammen“ spendet das Bestattungsunternehmen Dorn aus Künzelsau und Öhringen 5.000 OP-Masken (EN14683:2005 Typ 2 mit Nasenbügel) an gemeinnützige Organisationen oder Menschen im Hohenlohekreis, die im Moment unentgeltlich anderen helfen und selbst nicht an Schutzmasken kommen.

Wer solche Masken benötigt oder jemanden kennt, der eine solche Spende gut gebrauchen könnte, kann sich über facebook https://www.facebook.com/154359014597402/posts/3518146558218614/?d=n

pder per E-Mail an info@dorn-bestattungen.de bewerben.

Das Bestattungsteam war anfangs zunächst selbst betroffen von der Schwierigkeit, Schutzkleidung zu bekommen: „Wir haben selbst erfahren müssen, wie schwierig es am Anfang der Coronawelle war, an Schutzausrüstung zu kommen. Durch den erhöhten Bedarf wurden teilweise Fantasiepreise aufgerufen, der Markt war leergefegt. Gleichzeitig erleben wir eine große Welle der Hilfsbereitschaft der Menschen untereinander. Viele tun, was immer ihnen möglich ist, um anderen zu helfen. Das möchten wir unterstützen und unseren Beitrag dazu leisten.“

Durch die Arbeit im Bestatter-Notfall-Team konnte das Team von Dorn Bestattungen wertvolle Kontakte knüpfen, Schutzausrüstung sei nun abrufbar. „Dafür sind wir sehr dankbar. Es liegt uns am Herzen, uns und unsere Mitarbeiter zu schützen, aber wir möchten auch die anderen nicht vergessen.“