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Weißbach: Frau bei Unfall leicht verletzt

Eine Frau wurde bei einem Unfall am Donnerstagvormittag, den 30. April 2020, bei Weißbach leicht verletzt. Das geht aus einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn hervor. Ein 27-Jähriger war gegen 11 Uhr aus Fahrtrichtung Niedernhall in Richtung Weißbach mit einem Sattelschlepper unterwegs. Zwei Fahrzeuge vor ihm fuhr ein Sprinter, der auf Höhe der Einmündung Schlößle, Zeugenaussagen zufolge, plötzlich bremste, blinkte und im selben Moment nach links abbog. Durch das abrupte Bremsen des Sprinterfahrers mussten die beiden nachfolgenden PKW-Fahrerinnen scharf abbremsen. Der Lenker des dahinter fahrenden Sattelschleppers konnte sein Gefährt jedoch nicht schnell genug abbremsen, so dass dieses mit dem davor noch rollenden PKW kollidierte. Die 51-Jähriger konnte einen weiteren Aufprall mit dem vor ihr fahrenden PKW durch ein Ausweichmanöver verhindern. Die Frau wurde leicht verletzt ins Krankenhaus gebracht. Der Sachschaden ist noch unbekannt. Hinweise auf den Sprinter, der abbog, werden beim Polizeirevier Künzelsau unter der Telefonnummer 07940/9400 entgegen genommen.




Tödliches Virus

Im Hohenlohekreis gab es laut der Homepage des Landratsamtes Hohenlohekreis am Dienstag, den 28. April 2020, 742 bestätigte Corona-Fälle, davon sind offiziell 37 Menschen verstorben (abgerufen am 30. April 2020, 12 Uhr). Wenn man die Verstorbenen auf die Infiziertenzahl umrechnet, stirbt etwa jeder 20.. Infizierte am dem Virus, wenn man von den offiziellen Zahlen ausgeht. Aber natürlich darf man dabei nicht außer Acht lassen, dass es vermutlich eine hohe Dunkelziffer an Coronainfizierten gibt, die in keiner offiziellen Statistik auftauchen.

In Baden-Württemberg waren am Donnerstag, den 29. April 2020, Stand 16 Uhr, insgesamt offiziell 31.589 Menschen an Covid-19 erkrankt (+273). Davon sind offiziell 1.354 (+54) verstorben. (Quelle: Sozialministerium Baden-Württemberg, Stand 30. April 2020, 12 Uhr). Das bedeutet anhand der offiziellen Zahlen, dass etwa jeder 30. stirbt.

In ganz Deutschland wurden am gleichen Tag um 32 Uhr 161.539 Corona-Fälle gezählt. Davon sind 6.467 (+147) verstorben und 123.500 (+9.358) genesen. (Quelle: John Hopkins University). Hier wäre es anhand der offiziellen Zahlen jeder 25. Fall, der tödlich verläuft.

Corona-Landkarte des Hohenlohekreises, erstellt vom Landratsamt:

 




Mäusdorf / Kocherstetten: Straßensperrung wegen Baumfällarbeiten

Am Montag und Dienstag, den 04. und 05. Mai 2020 wird der Gemeindeverbindungsweg zwischen Mäusdorf und Kocherstetten aufgrund von Baumfällarbeiten zur Herstellung der Verkehrssicherheit gesperrt.

Das geht aus einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau hervor.




Krankenhaus Künzelsau: Physiotherapie Thera Fit muss 2023 aus Räumen raus

Das Krankenhaus Künzelsau hat eine lange Geschichte. Sie beginnt 1899. Die damalige Amtsverwaltung beschließt einen Neubau für ein Bezirkskrankenhaus. Nach vielen Diskussionen entschied man sich für den Standort Künzelsau. Bereits 1900, nur wenige Monate nach dem Beschluss, beginnen die Bauarbeiten. Im Oktober 1901 dann die feierliche Übergabe, die damaligen Baukosten betrugen 68.500 DM. Im Jahr 1961 beschloss der Kreistag einen Neubau mit 160 Betten, der dass ehemalige Gebäude von 1901 ablösen sollte. Der Standort Künzelsau blieb.

2012 gab es noch 1,9 Millionen Euro für das Krankenhaus Künzelsau

Sieben Jahre später konnte der Neubau 1968 bezogen werden. In den folgenden Jahrzehnten wurden immer wieder Erweiterungen und Sanierungen vorgenommen, um dass Krankenhaus auf aktuellen Stand zu halten. Neben der Sanierung aller Patientenzimmer und Nasszellen war die Aufstockung der psychiatrischen Tagesklinik im Jahr 2012 sicher eines der umfangreichsten Projekte. Immerhin musste ein ganz neues Stockwerk entstehen.

Das Klinikum am Weissenhof verlagerte dadurch 18 Behandlungsplätze nach Künzelsau.Die Aufstockung  der psychiatrischen Tagesklinik 2012 hat das Hohenloher Krankenhaus 1,9 Millionen Euro gekostet. In der Ausgabe 3-2011 der Xundheit, eine Zeitschrift der Hohenloher Krankenhäuser an die Bevölkerung, heißt es: „Die HK vermietet die Räumlichkeiten langfristig der Klinik am Weissenhof.“

Im April 2012 hat die psychiatrische Tagesklinik und die psychiatrische Institutsambulanz im dritten Obergeschoss ihren Betrieb aufgenommen. Die Langfristigkeit könnte allerdings schon bald enden.

Nach mehr als 100 Jahren kam im November 2019 das Aus für den Klinikstandort Künzelsau. Das Gebäude steht weiterhin, wird jedoch nicht mehr als Krankenhaus genutzt. Die psychiatrische Tagesklinik ist nicht die einzige Abteilung, die Räumlichkeiten im ehemaligen Krankenhausgebäude gemietet hat. Im Erdgeschoss des ehemaligen Krankenhausgebäudes befindet sich die Praxis für Physiotherapie „Thera Fit“ von Edwin Syskowski.

Mietvertrag endet in drei Jahren – BBT-Gruppe hat einer Verlängerung nicht zugestimmt

Im September 2006 hat er die Räumlichkeiten bezogen und sich mit dieser Praxis selbstständig gemacht. In den vergangenen Jahren hat er nicht nur die Patienten im Krankenhaus behandelt, sondern ist Anlaufstelle für alle Patienten, die Krankengymnastik benötigen oder die modernen Fitnessgeräte der Praxis nutzen möchten. Im Oktober 2023 endet allerdings der Mietvertrag der Praxis „Thera Fit“ mit der BBT-Gruppe. Einer Verlängerung des Mietvertrages hat die BBT-Gruppe laut Syskowski nicht zugestimmt. Mehrfache Anfragen von Herrn Syskowski, ob man seiner Praxis andere Räumlichkeiten zur Verfügung stellen kann, seien erfolglos gewesen.

Im Erdgeschoss befindet sich auch die Fußpflegepraxis von Antje Hebler, die ebenfalls ihre Räumlichkeiten bei der BBT-Gruppe angemietet hat.

In der Kreistagssitzung am 04. November 2019 in Zweiflingen betonte Bürgermeister Stefan Neumann noch, dass im entstehenden Gesundheitszentrum alle bestehenden Angebote am Standort Künzelsau gehalten und nach Möglichkeit ausgebaut werden sollen https://kuenzelsau.de/,Lde/gesundheitszentrum+kuenzelsau Aus diesem Grund wanden sich Bürgermeister S. Neumann und Mitglieder des Gemeinderates mit einem offenen Brief am 10 Oktober 2019 an Landrat Dr. M. Neth, um dass versprochene Gesundheitszentrum für Künzelsau voranzutreiben. https://www.gschwaetz.de/2019/10/11/wo-bleibt-das-versprochene-gesundheitszentrum-offener-brief-von-kuenzelsaus-buergermeister-und-gemeinderat-an-landrat-neth/

In der Vorlage der BBT-Gruppe „Gesundheitszentrum Künzelsau“, die am 04. November 2019 in Zweiflingen vorgestellt wurde, ist die Physiotherapie ebenfalls noch mit aufgeführt.

https://kuenzelsau.de/,Lde/gesundheitszentrum+kuenzelsau

Nun , rund ein halbes Jahr später, muss sich Edwin Syskowski nach anderen Räumlichkeiten für seine Praxis umschauen. Davon sind nicht nur seine Patienten betroffen, sondern auch seine 14 Mitarbeitern die in der Praxis „Thera Fit“ arbeiten.

Text: Carla Mosel

Die Praxisräume befinden sich rechts neben dem Haupteingang. Foto: GSCHWÄTZ

 

 




„Ich will diesen Laden da hinten nicht schließen“

Am 29. April 2020 verkündete die Bundesregierung die Verlängerung der weltweiten Reisewarnung bis Mitte Juni 2020. Am selben Tag, an dem die Reisebranche in ganz Deutschland an über 40 Orten für eine staatliche Unterstützung für die Branche demonstrierte:

Erheblicher Aufwand mit der Rückabwicklung 

Joachim und Peggy Schmidt vom TUI-Reisecenter haben die Demonstration in Künzelsau organisiert. Zirka 25 Demonstranten aus der weiteren Region und etwa 25 Passanten hatten sich in der Kreisstadt eingefunden. Peggy Schmidt fordert eine Unterstützung der Branche von staatlicher Seite: „Wir sind die ersten, die betroffen waren und wir werden auch die letzten sein, die wieder aus der Krise kommen“, erklärt sie. Die Reisebüros hätten besonders zu leiden, da sie im Moment keinerlei Einnahmen erzielen können, aber mit der Rückabwicklung der Reisen einen erheblichen Aufwand hätten. Auch die bereits erhaltenen Provisionen müssten bei Stornierung an die Unternehmen rückerstattet werden. Außer Joachim und Peggy Schmidt arbeiten im TUI-Reisecenter eine Mitarbeiterin und eine Auszubildende. In Deutschland arbeiten etwa 80.000 bis 100.000 Menschen in Reisbüros, in der gesamten Reisebranche gibt es nach Angaben des Deutschen Reiseverbandes etwa 2.9 Millionen Arbeitsplätze.

„Wir haben umsonst gearbeitet“

Eine leidenschaftliche Wortmeldung kommt von Sylvia Kusch, die ein Reisebüro in Vaihingen/Enz leitet: „Wir haben umsonst gearbeitet: Beratungen, Umbuchen, Rücktritte. Wir beraten unentgeltlich. Wir wollen, dass unsere Arbeit honoriert wird.“ Zum erstenmal sei man in der Situation, Unterstützung zu fordern. Sie schließt mit „Wir sind da! Wir sind für unsere Kunden da.“

„TUI war telefonisch nicht zu erreichen“

Joachim Schmidt schickt seiner Rede voraus: „Das ist Jammern auf hohem Niveau. Wenn ich mir Italien und Spanien anschauen mit wochenlangen Ausgangssperren – wir können hier demonstrieren.“ Er betont, dass die Branche zum ersten Mal in dieser Geschlossenheit demonstriert: Reisebüros, Busunternehmer, kleine Veranstalter, Hoteliers. Durch die Verlängerung der Reisewarnung bis zum 14.Juni und die damit verbundenen Stornierungen der Reisen seitens der Veranstalter wird er auch in der nächsten Zukunft mit Rückabwicklungen zu tun haben. Die Unterstützung der großen Veranstalter sei mangelhaft: „TUI hat die Reißleine gezogen, war telefonisch nicht zu erreichen. Wir hatten Tausende von Fragen – die Fragen unserer Kunden.“

„Auch einige Reiseleiter waren nicht mehr auffindbar.“

Er erzählt von Kunden, die im Urlaubsland festhingen und beim Reiseveranstalter niemand erreichten und sich an ihn gewendet haben: „Auch einige Reiseleiter waren nicht mehr auffindbar. Da passieren Dinge, die es noch nie gegeben hat.“  

Die Bundesregierung stellte Soforthilfe für kleinere Unternehmen zur Verfügung. „Für Reisebüros ist das ein Tropfen auf den heißen Stein“, sagt Schmidt, denn „Im Gegensatz zu Produktionsbetrieben, die wen sie arbeiten ihre Produkte bezahlt bekommen, ist ein Ende unserer Situation nicht absehbar.“

Rettungsschirm als schnelle Lösung

Er erwartet eine schnelle Lösung in Form eines Rettungsschirms für die Unternehmen, aber auch eine Absicherung der Kundengelder. Mit Verweis auf die Unterstützung der Großunternehmen und die Kaufprämie für Neuwagen, wie sie die Automobilverbände fordern, meint er: „Hätte ich auch gerne, 1.000 Euro für jeden Kunden, der eine Reise bei mir bucht.“

Mit der Politik ist Joachim Schmidt in Kontakt. Er berichtet von einer Telefonkonferenz mit Christian von Stetten, in der von Stetten geäußert habe, dass die Politik ein Zeichen setzen wolle, daß „die Regierung uns nicht vergessen hat“. Er verliest ein aktuelles Schreiben von Stettens, indem dieser mitteilt, dass er gerne auf der Veranstaltung gesprochen hätte, jedoch momentan in Berlin mehr für das Anliegen tun könne und viel Erfolg wünscht.

8 Jahre sei sein Geschäft jetzt in der Keltergasse, schließt Jürgen Schmidt: „Ich will diesen Laden da hinten nicht schließen.“

E-mail von Christian von Stetten wird verlesen 

Aus Heilbronn ist Juliane Pietsch vom dortigen TUI-Reisecenter gekommen und betont den deutschlandweiten Zusammenhalt innerhalb der Branche: „In schweren Zeiten halten wir alle zusammen“.

„Den hab ich gefragt, ob er noch ganz dicht ist“

Kerstin Hase vom Reisebüro Skyline aus Leingarten hat sich das Jahr ihres 30-jährigen Jubiläums auch anders vorgestellt: „Wir sind durch viele Krisen gegangen, aber so etwas hatten wir noch nicht.“ Ihr Mann Jochen berichtet von einem Freund, der ernsthaft gefragt habe, ob sie negative Auswirkungen spüren würden. „Den hab ich gefragt, ob er noch ganz dicht ist.“ Auch bei ihm seien die Kunden wegen Rückzahlungen vorstellig. Internationale Unternehmen ließen sich damit ungeachtet der deutschen Rechtslage 3 bis 6 Monate Zeit. Er erwartet massive Auswirkungen auf das Reiseangebot der Zukunft: „Die Verhandlungen werden sich ändern. Da sind ja Dinge auf dem Markt …“

Busunternehmer Gerhard Metzger spricht von einem faktischen Berufsverbot 

Busunternehmer Gerhard Metzger spricht von einem faktischen „Berufsverbot, denn Reisebusse dürfen gar nicht fahren“. Er hat immerhin noch laufende Einnahmen durch den Linienverkehr, der aber wegen der Schulschließung auch auf den Ferienfahrplan heruntergefahren wurde. Trotzdem sei auch bei ihm die gesamte Planung umsonst gewesen. Seine hochmodernen Reisebusse, teils erst ein Jahr alt, stehen herum. „Die Finanzierung läuft weiter.“

Marco Stahl vom Künzelsauer Spezialanbieter „1001 Reise“ ist froh, „endlich mal wieder rauszukommen, sich mit Kollegen austauschen zu können und zu wissen, dass wir nicht alleine sind.“

Die Einhaltung der angeordneten Gesundheitsvorschriften, Abstand und Maskenpflicht, wurde von dem Landratsamt und der Polizei überwacht.

Text: Matthias Lauterer

Juliane Pietsch aus Heilbronn hat einen gelben Virus mitgebracht. Foto: GSCHWÄTZ

Sylvia Kusch aus Vaihingen/Enz: „Wir haben umsonst gearbeitet“. Foto: GSCHWÄTZ

Sandra Bintzik-Vollmann aus Schwäbisch-Hall ist Reisebüro. Foto: GSCHWÄTZ

Peggy Schmidt bei den letzten Vorbereitungen. Foto: GSCHWÄTZ

Demonstrieren unter Corona-Auflagen – Abstand und Mundschutz. Foto: GSCHWÄTZ

Kerstin und Jochen Hase aus Leingarten unter dem Rettungsschirm. Foto: GSCHWÄTZ

Die Polizei überwacht den Kontaktabstand. Foto: GSCHWÄTZ

Jürgen Schmidt – Trübe Aussichten vor sonnigem Hintergrund. Foto: GSCHWÄTZ

Herrenlose Koffer? Foto: GSCHWÄTZ

Gerhard Metzger, Busunternehmer aus Künzelsau, spricht von faktischem Berufsverbot. Foto: GSCHWÄTZ

PLakat

Rettet die Reisebüros – Demonstrationsplakat. Foto: GSCHWÄTZ

Demonstrieren mit Mundschutz und Abstand. Foto: GSCHWÄTZ




Künzelsau: Zulassungsstelle öffnet wieder regulär – Kreisverwaltung rechnet mit großem Andrang

Laut einer Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises öffnen die Zulassungsstelle, die Führerscheinstelle, die Ausländerbehörde und Asylbewerberleistung sowie die Einbürgerungsbehörde ab Montag, den 04. Mai 2020, wieder zu den regulären Öffnungszeiten für den Publikumsverkehr. Die Schalterarbeitsplätze wurden mit einem Spuckschutz ausgestattet. Sowohl Mitarbeiter als auch Bürger müssen eine Maske tragen.

Insbesondere bei der Zulassungsstelle rechnet die Kreisverwaltung mit einem größeren Andrang. Im Wartebereich im Foyer des Landratsamtes dürfen sich maximal 15 Personen aufhalten. Daher kann es passieren, dass Bürger auch außerhalb des Landratsamtes warten müssen. Ein Sicherheitsdienst ist vor Ort und regelt den Einlass sowie das Einhalten der Abstandsvorschriften. Personen, die eine Terminreservierung haben, sollten die Reservierung beim Einlass vorzeigen. „Um lange Wartezeiten zu vermeiden, wird die Bevölkerung gebeten, nur bei wirklich dringenden Zulassungen die Behörde aufzusuchen. Es besteht auch die Möglichkeit der Online-Zulassung, die bisher kaum genutzt wird. Auch Online-Terminreservierungen sind weiterhin erwünscht“, erklärt der Leiter der Zulassungsstelle, Karlheinz Haaf, in der Mitteilung.

Die übrigen Bereiche sowie die Außenstellen des Landratsamtes bleiben weiterhin für den Publikumsverkehr geschlossen. Kundenkontakte sind in diesen Ämtern nur nach vorheriger Terminvereinbarung möglich. Auch hier gilt eine Maskenpflicht. Nur Bürger mit Mund-Nasen-Bedeckungen dürfen das Gebäude betreten.

Quelle: Landratsamt Hohenlohekreis




Öhringen: Bienenzuchtverein sucht Paten für Blühwiese

Nicht nur Öhringen soll weiterblühen, sondern ganz Hohenlohe soll sich auch im Bereich des Natur- und Umweltschutzes weiterhin positiv entwickeln. Daher legen laut einer Pressemitteilung der Öhringer Bienenzuchtverein und der Hohenloher Landwirt Thomas Karle auf einer Fläche von 1,5 Hektar am Ortseingang von Großhirschbach eine Blühwiese zum Schutz der Insekten und der Artenvielfalt an.

Dabei können sich Blühpaten aktiv einbringen und für die Dauer von zwei Jahren eine Blühpatenschaft erwerben. Mit einem Beitrag von 2,50 Euro pro Monat (60 Euro für zwei Jahre) können einzelne Personen, Familien oder Unternehmen jeweils eine Fläche von rund 240 Quadratmetern zum Blühen bringen. Kleine Schilder weisen darauf hin, wer die jeweilige Blühfläche ermöglicht hat. Jeder Pate trägt dazu bei, die Hohenloher Natur farbenfroher und abwechslungsreicher zu gestalten und einer Vielzahl von Tieren und Pflanzen den Lebensraum zu erhalten.

Thomas Karle legt die Blühwiese an und betreut sie. Die Blühpaten werden von ihm und dem Bienenzuchtverein Öhringen regelmäßig über die Entwicklung der Blühwiese informiert. Imker stellen Bienenvölker am Rande der Wiese auf und überreichen jedem Blühpaten pro Jahr ein 500 Gramm-Glas leckeren Blühwiesen-Honig als Dankeschön für das Engagement. Wer zusätzlich noch selbst mit anpacken möchte, kann für zehn Euro Aufpreis auf seiner Blühpatenfläche einen Randstreifen von rund 25 Quadratmetern selbst bewirtschaften, um eigene Kräuter, Blumen oder Gemüse anzubauen.

„Gerne unterstützen wir die Initiative des Öhringer Bienenzuchtvereins bei der Bewerbung der Blühpaten, denn gerade in der aktuellen Corona-Zeit ist ein solches Zukunftsprojekt ein ganz wichtiges und positives Signal“, freut sich Öhringens Oberbürgermeister Thilo Michler in der Mitteilung. Ansprechpartnerin für das Projekt ist Susanne Schweizer vom Bienenzuchtverein Hohenlohe-Öhringen. Sie ist per E-Mail susanne@schweizer-cappel.de oder unter Telefon 0176/210 68 366 zu erreichen. Weitere Informationen gibt es unter  http://www.imker-oehringen.de. Bewerbungen für Patenschaften sind bei Susanne Schweizer bis Freitag, den 15. Mai 2020, möglich, da nach diesem Datum die Einsaat erfolgen sollte.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Öhringen und des Bienenzuchtvereins Hohenlohe-Öhringen




Ingelfingen: Kirchengemeinde organisiert Einkaufsdienst

Die Evangelische Kirchengemeinde Ingelfingen hat für Ingelfingen, Criesbach und Lipfersberg einen Einkaufsdienst organisiert. Dadurch soll Menschen geholfen werden, die besonders vom Corona-Virus gefährdet sind und jenen, die sich in häuslicher Quarantäne befinden. Die Einkäufer legen das Geld aus und bekommen es bei der Übergabe der Einkäufe wieder zurück.

Wer den Einkaufsdienst in Anspruch nehmen möchte, kann dies unter Telefon 07940/ 45 54 oder per E-Mail an pfarrer@meine-kirchengemeinde.de tun.

 

Quelle: Amtsbote Ingelfingen




„Unser Ziel ist, dass alle Schüler in diesem Schuljahr zumindest zeitweise Präsenzuntericht erhalten“

In einem vierseitigen Schreiben wandte sich die baden-württembergische Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann am Dienstag, den 28. April 2020, an alle Erziehungsberechtigten. Sie verwies dabei auf eine Ausnahmesituation, in der „wir uns derzeit befinden, die für jeden Einzelnen von uns und für unsere Gesellschaft insgesamt eine bislang unvorstellbare Belastungsprobe darstellt.“

„Besondere Herausforderungen“

Eisenmann dankt in Ihrem Schreiben den Familien: „Sie als Familien sind aufgrund der landesweiten Schul- und Kitaschließungen vor besondere Herausforderungen gestellt. lch weiß, dass Sie als Eltern und Familien in der aktuellen Situation Außergewöhnliches leisten, um Familie, Betreuung und Arbeit miteinander zu vereinbaren. Dafür möchte ich lhnen meinen aufrichtigen Dank aussprechen.“

Zunächst beginne der Unterricht nun für die Abschlussklassen. Die Schüler in Klasse 8, die im nächsten Jahr den Hauptschulabschluss anstreben, sowie die weiteren Jahrgangsstufen „konnten wir leider aus Gründen der Kapazität und des lnfektionsschutzes in dieser ersten Stufe noch nicht einbeziehen. Aber auch sie sollen so bald wie möglich folgen. Auch prüfen wir, ab wann und wie wir die Grundschulen in den Präsenzunterricht einbeziehen können. Unser Ziel ist, dass alle Schüler in allen Schularten und Jahrgangsstufen in diesem Schuljahr zumindest zeitweise Präsenzunterricht erhalten, um auch eine bessere Verknüpfung mit den Fernlernangeboten zu ermöglichen – allerdings immer unter dem Vorbehalt, dass dies im Sinne des Infektionsschutzes möglich ist.“

„Fernlernen ist weiter Herausforderung“

In jedem Fall sei klar, dass die Wiederaufnahme des Unterrichts noch lange keine Rückkehr zur Normalität darstellen werde. Neben dem Unterricht in den Abschlussklassen ist auch die Fortsetzung des Fernlernunterrichts eine weitere Herausforderung, der sich
Lehrkräfte, Schüler sowie Eltern gemeinsam stellen müssten. Darüber hinaus seit die Notbetreuung ausgebaut worden, um die Eltern zu unterstützen, die einer präsenzpflichtigen Arbeit nachgehen. Doch auch dieses Angebot müsse weiterhin eine Notbetreuung bleiben und könne  deshalb leider nicht für alle Eltern gelten.

Kleine Gruppen anstatt ganze Klassen

Der Unterricht werde künftig in kleinen Gruppen organisiert, damit ein Abstand von mindestens 1,5 Metern zwischen den Schülern und den Lehrkräften eingehalten werden könne. Je nach Größe der Schule und der Anzahl der Schüler werde an manchen
Schulen dafür auch ein zeitlich versetzter Schulbeginn notwendig sein. Aus diesem Grund werde der Schulbetrieb aktuell gründlich vorbereitet und sorgsam mit allen Beteiligten abgestimmt. Hierzu seien Hygienehinweise entwickelt und den Schulen und
Schulträgern zur Verfügung gestellt worden. Für den Schulbetrieb sei es unerlässlich, dass die Hygienevorgaben zum lnfektionsschutz eingehalten werden. Dazu gehören eine konsequente Händehygiene, die Einhaltung der Husten- und Niesregeln, keine gemeinsame Nutzung von Trinkflaschen und ähnliches, eine regelmäßige Raumlüftung und gründliche Raumreinigung gemäß den Hygienehinweisen. ln den ersten Tagen des Schulbetriebs wird es die Aufgab,e der Lehrkräfte sein, mit den Schülern diese
Hygienevorschriften einzuüben.

Risikogruppen werden besonders geschützt

Darüber hinaus stehe der Schutz von Personen, die ein Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf haben, an erster Stelle. Für die Schüler sowie ihre Familien bedeutet das konkret: Schüler, die selbst oder deren Eltern, Geschwister oder weitere im Haushalt lebende Personen zu Risikogruppen gehören, müssen nicht in die Schule kommen. Hier können die Erziehungsberechtigten über die Teilnahme entscheiden und dies den Schulen unbürokratisch und ohne Attest melden. Schüler, die wegen der lnfektionsgefahren die Schule nicht besuchen können, werden von ihren Lehrkräften weiterhin so gut wie möglich durch Lernangebote zu Hause unterstützt. Darüber hinaus werde man diesen Schülern individuelle Möglichkeiten für die Teilnahme an Prüfungen eröffnen.

Auch die schulpsychologischen Beratungsstellen stehen weiterhin per Telefon oder E-Mail für Beratungen zur Verfügung: https://zsl.kultusbw.de/. Lde/Startseite/einrichtunqen/reqiona lstellen

 




Reisebüroinhaber aus Künzelsau: „Viele von uns stehen vor dem Aus“

Rettet die Reisebüros – rettet die Touristik. Unter diesem Motto gehen am Mittwoch, den 29. April 2020, Mitarbeiter der Touristikbranche, insbesondere auch die der Reisebüros,deutschlandweit auf die Straße, um für staatliche Rettungsmaßnahmen ihrer Arbeitsplätze und Existenzen zu kämpfen. Das Aktionsbündnis Wir zeigen Gesicht! ist auch in Künzelsau präsent.

„Viele von uns stehen vor dem Aus“

„Wir zeigen Gesicht, da die Touristik nicht nur aus den großen Konzernen, wie etwa TUI und Lufthansa, besteht“, erklärt Joachim Schmidt, Inhaber des TUI ReiseCenters in Künzelsau. „Fast völlig unbeachtet von Politik und Medien bleiben die zehntausenden klein- und mittelständischen Unternehmen, insbesondere auch wir – die Reisebüros – mit rund 11.000 Betrieben, die 80.000 bis 100.000 Arbeitsplätze sichern. Viele von uns stehen vor dem Aus!“

Schmidt führt weiter aus: „Die Corona-Pandemie hat die Touristik in Deutschland und weltweit in einem Ausmaß getroffen, wie das bei keiner anderen Branche der Fall ist. Wir waren die erste Branche, die von der Krise betroffen war und wir werden die Letzen sein, die dort wieder herauskommen. Die Bundesregierung hat eine weltweite Reisewarnung ausgesprochen, viele Länder haben ein Einreiseverbot verhängt. Die Reisebranche steht still! Tausende Unternehmen verzeichnen keinerlei Einkünfte. Dabei hängen allein in Deutschland nach Angaben des Deutschen Reiseverbands (DRV) rund 2,9 Millionen Arbeitsplätze an der Touristik.

Reisebranche fordert finanzielle Hilfen

Was fordert die Reisebranche? „Wir fordern eine finanzielle Soforthilfe für die Vielzahl der touristischen Unternehmen, wie auch für uns Reisebüros“, sagt Schmidt. „Diese Hilfe sollte zeitnah ausgezahlt werden und nicht rückzahlbar sein. Die Finanzhilfe könnte beispielsweise in Form eines Notfallfonds bereitgestellt werden, der speziell für die Tourismuswirtschaft einschließlich der Reisebüros eingerichtet wird.“

Laut einer Pressemitteilung der Werbegemeinschaft Künzelsau werden am Mittwoch, den 29. April, von 12 bis 15 Uhr, deutschlandweit Betroffene der Reisebranche auf die Straße gehen, um für staatliche Rettungsmaßnahmen ihrer Arbeitsplätze und Existenzen zu kämpfen. Auch in Künzelsau am Alten Rathaus ist eine Kundgebung geplant

Quelle: Pressemitteilung des TUI ReiseCenter Künzelsau sowie der Werbegemeinschaft Künzelsau