1

Wenn der Obstmann zweimal klingelt

Seit halb drei in der Früh ist Alexander Kletzel schon auf den Beinen. Um 4 Uhr war er in Stuttgart auf dem Großmarkt, wo er Obst und Gemüse immer frisch bei seinen Stammlieferanten einkauft.

Probieren ist wichtig

„Da kann man alles direkt sehen“ erklärt er und schiebt lachend nach „… und probieren.“ Den Rest des Vormittags steht er mit seiner Frau in seinem kleinen Laden in Künzelsau. Statt einer Mittagspause belädt er sein Auto mit Ware für die Auslieferung und dann geht es auch schon los.

Ladengeschäft wegen Corona geschlossen

Drei Wochen hatte er sein Geschäft geschlossen. Als Lebensmittelgeschäft hätte er zwar öffnen dürfen, aber „es war einfach niemand da nach der ganzen Geschichte“. So kam er auf die Idee, seinen Kunden die Ware direkt ins Haus zu bringen. Gezielt nur das einkaufen, was auch verkauft wird, war die Idee und natürlich auch „die Kunden nicht zu verlieren und das Beste für die Kunden anzubieten.“ Inzwischen ist der Laden wieder geöffnet, allerdings nur vormittags, denn am Nachmittag ist immer noch fast keine Frequenz, merkt er die Krankheit: „Viele haben Angst vorm Anstecken“. Eine andere Auswirkung von Corona sind die Preise, die seien teils stark angezogen: „Paprika ist gut 60 Prozent teurer als im Vorjahr“.

„Lieber die hier vor Ort, als die Großen beim Discounter.“

Der erste Stop ist auf Schloss Stetten, bei Herrn Keiling, der guten Service, Pünktlichkeit und Frische lobt. Er war vor der Corona-Krise öfter im Laden, hat dort gerne Papaya gekauft. Er kann sich gut vorstellen, den Lieferservice auch in Zukunft in Anspruch zu nehmen. Steffen Lang aus Belsenberg berichtet, dass seine Frau vor Corona immer nach der Arbeit bei Alex im Laden vorbeigegangen ist. Wenn nachmittags wieder geöffnet ist, wird seine Frau wieder den Laden aufsuchen, bis dahin werden sie sich die Ware liefern lassen, denn er unterstützt „lieber die hier vor Ort als die Großen beim Discounter“.

Er kennt seine Kunden und seine Kunden kennen ihn

Weiter geht es zum nächsten Kunden. Der ist nicht zuhause, das macht aber nichts: Die Ware wird einfach vor der Tür abgestellt. Bezahlt wird dann per Überweisung. Alex kennt seine Kunden. Er erzählt, dass viele vor allem ältere Leute nicht nur zum Einkaufen kommen, sondern auch für ein Gespräch. „Das ist sehr wichtig für ältere Leute“. In Ingelfingen beliefert Alex eine Frau, die ihren Namen nicht gedruckt sehen möchte. Sie war früher zweimal pro Woche im Laden, ist aber im Moment nicht so mobil. „Wenn ich wieder mobil bin, gehe ich wieder hin. Aber in diesen Zeiten ist’s toll, was man hier kriegt“. Sie meint damit nicht nur Alex Kletzel, sondern auch andere Händler, die einen Lieferservice anbieten. Sie nutzt das Angebot der Metzgereien Braun und „Wilder Mann“ sowie von Edeka Makowe in Niedernhall.

Lieferservice ist auch bequem

Sein letzter Stopp für heute ist bei Lena Abel in Künzelsau. Sie bedauert es einerseits, dass der Laden geschlossen war: „Man begegnet doch vielen Menschen beim Einkauf und man sieht halt, was man kauft“, andererseits ist für sie der Lieferservice natürlich auch bequem, da sie einen kleinen Sohn im Kinderwagenalter hat. Jetzt hat Alex Kletzel erstmal so etwas wie Feierabend, bevor er am nächsten Morgen wieder zum Großmarkt fährt.

Text & Fotos: Matthias Lauterer

Der Laden war drei Wochen geschlossen. Foto: GSCHWÄTZ

 

Frisches Obst und Gemüse. Foto: GSCHWÄTZ

 

Immer gut gelaunt – Alex Kletzel auf dem Weg zu einem seiner Kunden. Foto: GSCHWÄTZ

Alex mit Kundin Lena Abel. Foto: GSCHWÄTZ

 




Süße Stückle mit Mundschutz

Mundschutz nicht nur für die Kunden, sondern auch für süße Stückle – Die Bäckerei Scholl in Kupferzell hatte eine originelle Idee rund um das Thema Corona und hat ihren Amerikanern nicht nur mit weißem oder schwarzem Guss garniert, sondern darüber hinaus kurzerhand noch einen Mundschutz zur aktuellen Coronapandemie verpasst. Wir finden die Idee super und erinnern uns noch gerne zurück an die Schoko-Osterhasen mit Mundschutz, die es auch in der ein oder anderen Bäckerei zu kaufen gab.

Foto: privat

Bäckerei Scholl in Kupferzell verkauft derzeit diese Coronaexemplare. Foto: privat

 




Öhringen: Nacht in Zelle verbracht

Die Polizei in Öhringen bekam in der Nacht auf Donnerstag, den 07. Mai 2020, ungeplanten Übernachtungsbesuch. Ein 20-Jähriger hatte am Mittwochabend im Parkhaus eines Supermarktes im Haagweg seinen 21-jährigen Mitbewohner geschlagen und dessen Mobiltelefon an sich genommen. Die Polizei überraschte den jungen Mann daraufhin in seiner Wohnung, um nach dem gestohlenen Handy zu suchen. Der Tatverdächtige war damit gar nicht einverstanden, brüllte herum und weigerte sich, den Anweisungen der Beamten Folge zu leisten. Nachdem er sich nicht beruhigte, wurden ihm Handschließen angelegt. Als auch diese Maßnahme nicht zu dem gewünschten Ergebnis führte, musste der 20-Jährige mit aufs Polizeirevier Öhringen kommen und die Nacht in einer Zelle verbringen.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn vom 07.05.2020

 




Corona: lebensverändernd oder einfach nur nervig?

Das Corona-Virus ist seit Monaten in aller Munde. Was zuerst für uns nicht wirklich ernst schien, hat mittlerweile das ganze Leben auf den Kopf gestellt. Dazu startet GSCHWÄTZ nun einen Aufruf unter dem Motto: Wie hat Corona euer Leben verändert? Fühlt ihr euch beeinträchtigt durch die Vorschriften, lebt ihr euer Leben weitgehend weiter so wie vorher oder seid ihr einfach nur noch genervt von Mundschutz & Co?

Schickt uns eure Antworten und Ansichten an info@gschwaetz.de mit dem Stichwort: Wie hat Corona mein Leben verändert? Die Texte werden veröffentlicht. Alle Teilnehmer erhalten eines unserer neuen türkisfarbenen Notizbücher in DIN A 5 – solange der Vorrat reicht.

 

 




Hohenlohe: 550 Masken für Hilfsorganisationen gespendet

Das Landratsamt Hohenlohekreis erhielt in den vergangenen Wochen laut einer Pressemitteilung eine Spende von 550 Gesichtsschutzvisieren. Die Spender Fabian Köhler aus Forchtenberg und Alex Voth aus Jagsthausen haben mehrere Pakete im Wert von mehr als 1.000 Euro an die Kreisverwaltung geliefert, welche die Masken dann an Gesundheitseinrichtungen und Hilfsorganisationen im ganzen Kreis weitergegeben hat. Bei der Übergabe der letzten Pakete am Mittwoch, den 06. Mai 2020, bedankte sich Landrat Dr. Matthias Neth persönlich bei den beiden Spendern: „Es freut uns als Kreisverwaltung ganz besonders, dass uns neben vielen Firmen auch Privatpersonen in dieser Zeit unterstützen. Vielen Dank für Ihr Engagement.“

Köhler und Voth sind bereits Ende März in die Produktion von Schutzausrüstung mithilfe von 3D-Druckern eingestiegen. Die Masken werden bei der Firma Voth Production in Jagsthausen hergestellt. „Wir freuen uns, dass wir damit einen kleinen Beitrag zur Bewältigung der Corona-Krise leisten können“, so Köhler in der Mitteilung. Der große Vorteil der Gesichtsschutzvisiere ist, dass sie in Verbindung mit einer Schutzmaske Mund, Nase und auch Augen – und damit alle Schleimhäute – noch effektiver schützen.

Dr. Matthias Neth, Landrat des Hohenlohekreises, Thomas Philippiak, Vorsitzender der Innovationsregion Hohenlohe, und Dr. Werner Reinosch, Ärztlicher Direktor der Hohenloher Krankenhaus gGmbH, hatten sich Mitte März in einem gemeinsamen Brief an Unternehmen und Privatpersonen gewandt und um Unterstützung auf der Suche nach Schutzausrüstung gebeten. Der gemeinsame Spendenaufruf für die Gesundheitseinrichtungen im Kreis war nötig geworden, weil sich durch steigende Fallzahlen ein Engpass an Schutzausrüstung abgezeichnet hatte.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis

 

 




ebm-papst in Mulfingen: Ausgezeichneter Innovationstreiber

Laut einer Pressemitteilung erhält der Ventilatorenspezialist ebm-papst in Mulfingen für seine Forschungs- und Entwicklungsarbeit zum vierten Mal in Folge das Gütesiegel „Innovativ durch Forschung“ vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft. Dieser zeichnet mit diesem Gütesiegel seit 2014 Unternehmen im Bereich Forschung und Entwicklung aus und honoriert damit deren Bemühungen als Innovationstreiber.

Die für zwei Jahre gültige Auszeichnung ehrt dabei Unternehmen, „die ein besonderes Engagement für Forschung und Entwicklung zeigen“, wie es von Seiten des Verbandes heißt. “Forschung und Entwicklung sind das Herzstück eines Technologieführers. Es freut uns, erneut dafür ausgezeichnet worden zu sein. Wir sehen diese Ehrung als Ansporn, weltweite Innovation durch Forschung und Entwicklung bei ebm-papst weiter voranzutreiben“, betont Dr. Stephan Arnold, Gruppengeschäftsführer für Forschung & Entwicklung und Einkauf der ebm-papst Gruppe, in der Mitteilung.

Um die Technologieführerschaft auszubauen und Innovationen auf den Markt zu bringen, investiert die ebm-papst Gruppe jedes Jahr Millionenbeträge in Forschung und Entwicklung. Unter „GreenIntelligence“ vermarktet der Ventilatoren- und Antriebsspezialist bereits heute intelligent vernetzbare Lösungen. Diese werden geprägt durch höchste Energieeffizienz und den Vorteilen digitaler Vernetzung.

Mit seiner Denkfabrik ebm-papst Neo in Dortmund hat das Familienunternehmen seine Forschungsaktivitäten im Bereich der Digitalisierung sowie der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle noch weiter ausgebaut. Mit diesem „Think Tank“ sollen kontinuierlich neue Innovationen auf den Markt gebracht werden. Darüber hinaus kooperiert ebm-papst mit zahlreichen Universitäten und Forschungseinrichtungen, wie beispielsweise der Hochschule Heilbronn oder der Universität Stuttgart.

Quelle: Pressemitteilung von ebm-papst

 

 




Für Großteil der Schüler noch drei Wochen Unterricht im Klassenzimmer – Nicht alle Lehrkräfte können in der Schule unterrichten

Die Abschlussklassen der weiterführenden Schulen dürfen bereits wieder seit über eine in die Schule, um dort Präsenzunterricht zu haben. Ab dem 18. Mai kann es dann mit den Viertklässlern weitergehen. Ab dem 15. Juni 2020, also nach den Pfingstferien, sollen die anderen Schüler ebenfalls wieder Unterricht im Klassenzimmer erfahren, allerdings nur jede zweite Woche. Das erklärt das Regierungspräsidium Stuttgart am 06. Mai 2020 auf seiner Internetseite https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/fahrplan-fuer-weitere-oeffnung-des-schul-und-kitabetriebs/

Im wöchentlichen Wechsel sollen ab Mitte Juni 2020 die Klassen 1/3 und 2/4 sich abwechseln mit Präsenzunterricht in der Schule. Im wöchentlichen Wechsel befinden sich dann auch die Klassen der weiterführenden Schulen  5/6, 7/8 und am Gymnasium 9/10 (siehe Schaubild unten).

Kultusministerin Eisenmann: „Keine Normalbedingungen wie vor der Krise“

Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann hat den „Fahrplan“ für die weitere Öffnung des Schul- und Kitabetriebs in Baden-Württemberg vorgestellt und erklärt:„Die Eltern fordern zu Recht, dass wir den Schulbetrieb weiter öffnen und auch den Kitas eine greifbare Perspektive für einen Betrieb über die erweiterte Notbetreuung hinaus geben. Mir ist deshalb wichtig, so frühzeitig wie möglich über unsere Planungen zu informieren“, betont die Ministerin und fügt an: „Wir wollen die Schulen und Kitas zügig, aber schrittweise und besonnen öffnen. Das Corona-Virus ist immer noch da, weshalb wir bei allen Schritten viele Faktoren berücksichtigen und durch hohe Infektionsschutzstandards ein Aufflammen der Pandemie verhindern müssen. Vorschnell irgendwelche Erwartungen zu wecken, die nachher nicht erfüllt werden können, hilft niemandem. Auch nach der nun anstehenden schrittweisen Rückkehr an die Schulen und Kitas werden es keine Normalbedingungen wie vor der Corona-Krise sein.“

Ab heute Spielplätze wieder geöffnet

Solange die aktuellen Abstandsregeln gelten, könne deshalb in allen Einrichtungen immer jeweils nur eine begrenzte Anzahl an Kindern und Jugendlichen unterrichtet oder betreut werden. Erst wenn die Abstandsregeln grundsätzlich aufgehoben werden, sei eine Rückkehr zu einem regulären und vollumfänglichen Schul- und Kitabetrieb möglich. Als weiteren Schritt hin zu mehr Normalität begrüßt Ministerin Eisenmann, dass von heute an auch landesweit wieder die Spielplätze geöffnet haben: „Das ist für viele Kinder und Familien sehr wichtig. In den vergangenen Wochen kamen leider viele kindliche Bedürfnissen zu kurz. Das gemeinsame Spielen und der Austausch mit anderen Kindern ist aber wichtig für ihre Entwicklung und damit auch für ihre Gesundheit.“

Kitas starten ab 18. Mai – in reduziertem Umfang

Bezüglich der Kindertagesstätten erklärt Kultusministerin Eisenmann: „Unser Plan sieht vor, dass wir ebenfalls ab dem 18. Mai die Betreuung an den Kitas in Richtung eines reduzierten Regelbetriebs in Absprache mit den Trägern schrittweise auf bis zu 50 Prozent der Kinder ausweiten. So können die Abstandsgebote mit halben Gruppengrößen gewahrt, Eltern aber weiter entlastet und den Kindern ein Stück Normalität zurückgegeben werden“, sagt Ministerin Eisenmann und ergänzt: „Von den Trägern der Kitas haben wir die Rückmeldung, dass an den Einrichtungen nicht so viel Personal zur Verfügung steht wie an den Schulen. Die Risikogruppe unter den Erzieherinnen und Erziehern scheint größer zu sein. Deshalb wollen wir den Trägern Spielräume vor Ort lassen, dass sie im Rahmen ihrer räumlichen und personellen Kapazitäten individuelle Lösungen finden können – zum Beispiel durch ein rollierendes System, das ermöglicht, dass Kinder in festen Gruppen abwechselnd an einzelnen Wochentagen in die Kita kommen können.“

Nicht alle Lehrkräfte können in der Schule unterrichten

„Für den Schulbetrieb ist es unerlässlich, dass die Hygienevorgaben zum Infektionsschutz eingehalten werden. Deshalb muss der Start des Schulbetriebs gründlich vorbereitet und sorgsam mit allen Beteiligten abgestimmt werden“, sagt Eisenmann und fügt hinzu: „Wir gehen davon aus, dass nicht alle Lehrkräfte uneingeschränkt für Angebote an der Schule zur Verfügung stehen können, beispielsweise weil sie sich in häuslicher Quarantäne befinden, zu einer Risikogruppe gehören oder selbst erkrankt sind. Auch müssen wir im Sinne des Infektionsschutzes kleinere Lerngruppen und geteilte Klassen auf eine größere Zahl von Räumen verteilen. Dies wird zusätzliche Lehrkräfte binden. Schon daraus folgt, dass ein Unterrichtsangebot im Schulgebäude auf längere Sicht nur eingeschränkt möglich sein wird.“

Das Ministerium geht davon aus, dass ein Viertel der Lehrkräfte zu Risikogruppen zählt und nicht für den Präsenzbetrieb eingeplant werden kann. Dazu gehören nach derzeitiger Einschätzung alle Personen, die das 60. Lebensjahr bereits vollendet haben, Schwangere sowie Personen mit relevanten Vorerkrankungen. Schwangere sowie Personen mit relevanten Vorerkrankungen sind von der Präsenzpflicht befreit, dürfen also nicht an die Schule. Über 60-Jährige Lehrkräfte sind ebenfalls von der Präsenzpflicht befreit, können sich jedoch freiwillig für den Dienst an der Schule entscheiden. Lehrkräfte, die mit einer schwangeren Person oder mit Personen mit relevanten Vorerkrankungen in häuslicher Gemeinschaft zusammenleben, entscheiden ebenfalls freiwillig darüber, ob sie Präsenzdienst leisten können.

Fernlernangebote für Lehrkräfte, die keinen Präsenzunterricht halten dürfen

Die einer Risikogruppe zugehörigen Lehrkräfte sind nicht vom Dienst freigestellt, sondern werden für Fernlernangebote oder für sonstige schulische Aufgaben (nicht an der Schule) eingesetzt, die ohne direkten Kontakt zu den Schülern erledigt werden können. Bei Schülern mit relevanten Vorerkrankungen entscheiden die Erziehungsberechtigten über die Teilnahme. Gleiches gilt, wenn im Haushalt Personen leben, die einer der genannten Risikogruppen angehören. Für Schüler, die aufgrund relevanter Vorerkrankungen einer Risikogruppe angehören und daher nicht am Präsenzunterricht teilnehmen können, werden individuelle Möglichkeiten für die Teilnahme an Prüfungen eröffnet.

Kein Sitzenbleiben in diesem Schuljahr

Grundsätzlich werden die Versetzungsentscheidungen auf der Grundlage der Noten im Jahreszeugnis getroffen. „Da die Leistungsbewertung allerdings in den letzten Wochen ausgesetzt wurde und auch in der kommenden Zeit nur sehr stark eingeschränkt möglich sein wird, werden alle Schülerinnen und Schüler grundsätzlich ins nächste Schuljahr versetzt. Keine Schülerin und kein Schüler darf einen Nachteil aus der aktuellen Situation haben, das hat absolut Vorrang“, betont Eisenmann. Über die konkrete Ausgestaltung dieser Entscheidung und Möglichkeiten zur Umsetzung wird das Ministerium noch einmal gesondert informieren.

Weitere Informationen: https://km-bw.de/,Lde/Startseite/Service/2020+04+20+Informationen+zur+Wiederaufnahme+des+Schulbetriebs+ab+dem+4_+Mai+2020

 

Schulfahrplan, veröffentlicht am 06.05.2020 vom Regierungspräsidium Stuttgart.

 

 

 

 

 




Täter gesucht: Männlich, Mitte Zwanzig, dünne Statur

Bereits am Dienstag, den 18. Februar 2020, belästigte ein bislang unbekannter Mann eine Frau mit ihrem Hund in Neuenstein. Der Sachverhalt wurde erst über zwei Monate später bekannt, da sich die Frau erst jetzt ihrem Partner und der Polizei offenbarte. Am Tattag, gegen 18  Uhr, lief die 32-jährige Frau mit ihrem Hund entlang des Fußweges neben den Bahngleisen zwischen der Hallerstraße und der Schwabstraße. Auf der Höhe der Brücke über der Landstraße 1051 wurde sie von dem Unbekannten sexuell belästigt. Ein zufällig vorbeikommender Zeuge kam ihr zu Hilfe. In der Folge gingen sämtliche Beteiligten von der Örtlichkeit weg. Der Täter wurde wie folgt beschreiben:

   -	männlich -	zirka 25 Jahre alt -	dünne Statur -	kurze hoch gegelte Haare -	bekleidet mit einer beigefarbenen Arbeitshose mit seitlichen Taschen, einer schwarzen hüftkurzen Winterjacke mit Kapuze, 
welche ein Fellbesatz hatte -	schwarzer Schaal -

Die Polizei sucht nun dringend den zu Hilfe eilenden Mann und bittet diesen sich bei der Kriminalpolizei zu melden. Zudem werden auch weitere Zeugen des Geschehens gebeten sich bei der Polizei zu melden. Hinweise gehen an das Kriminalkommissariat Künzelsau, Telefon 07940 9400, oder die Kriminalpolizei Heilbronn, Telefon 07131/ 104 4444.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn

 




Mädchen machen Selfies auf Gleisen

Um Selfies zu schießen, haben sich zwei jugendliche Mädchen im Hohenlohekreis in Lebensgefahr begeben. Das geht aus einem Artikel der Stuttgarter Zeitung vom 05. Mai 2020hervor. Die Mädchen seien auf die Gleise gelaufen und haben sogar den Achtungspfiff eines Zuges ignoriert. Nur eine Vollbremsung des Fahrers des heranfahrenden Regionalzugeszuges habe eine Tragödie verhindert.

Nach Angaben der Polizei sei der Zug nur wenige Meter vor den beiden 16 und 17 Jahre alten Mädchen zum Stehen gekommen. Der Lokführer habe sie am Montag bereits aus der Ferne gesehen und zunächst einen Achtungspfiff abgegeben. Nachdem die Jugendlichen nicht reagiert hätten, habe er eine Vollbremsung eingeleitet. Die Minderjährigen blieben unverletzt und wurden an ihre Eltern übergeben. Sie müssen nun mit einer Anzeige wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr rechnen.

Die Bundespolizei wies darauf hin, dass sich Züge fast lautlos nähern und je nach Windrichtung oft sehr spät erst wahrgenommen werden. Selbst bei einer sofort eingeleiteten Notbremsung kommen Züge erst nach mehreren hundert Metern zum Halt. Selfies im Gefahrenbereich können daher tödlich enden.

https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.vorfall-im-hohenlohekreis-maedchen-machen-selfies-auf-gleisen-zug-mit-vollbremsung.4a0e7716-8ff2-4402-ac31-18583c05badc.html




17-Jähriger bespuckt Polizeibeamten

Bei einer Wohnungsdurchsuchung am Dienstagmorgen, den 05. Mai 2020, in Neckargerach, griff laut einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums ein 17-Jähriger im Verlaufe der Durchsuchungsmaßnahmen die beteiligten Polizeibeamten unvermittelt an und trat nach ihnen. Nachdem er anschließend zu Boden gebracht und gefesselt werden konnte, beleidigte er die Polizistinnen und Polizisten mit übelsten Schimpfwörtern und spuckte einem der Beamten ins Gesicht.

Die Mutter und der Bruder des Beschuldigten versuchten im Anschluss ihr Familienmitglied zu beruhigen. Dies hielt diesen jedoch nicht davon ab, weitere Schimpfwörter in Richtung der Einsatzkräfte loszuwerden. Nun muss der polizeibekannte Jugendliche mit Anzeigen wegen Beleidigung, Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz rechnen.