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Kleine Biotope sollen in Künzelsau entstehen

Vielfältig, naturnah und insektenfreundlich: Am Dienstag, den 05. Mai 2020, nahmen rund 50 Vertreter der für 2020 ausgewählten „Natur nah dran“-Kommunen an einer Online-Schulung im Rahmen des NABU-Projektes teil. NABU steht für Naturschutzbund Deutschland – Landesverband Baden-Württemberg e. V.. Die Teilnehmer erhielten bei der Veranstaltung Anregungen und Tipps, wie im Siedlungsraum artenreiche Lebensräume für Wildbienen, Distelfinken und Schwalbenschwänze geschaffen werden können.

Grünflächen werden in Biotope umgewandelt

Bei einer gemeinsamen Begehung am Donnerstag, den 07. Mai 2020, an den Künzelsauer Wertwiesen erkundeten Marina Schukowski-Hust (Stadtbauamt Künzelsau), Jochen Lutz und Sascha Krämer (beide Bauhof Künzelsau), Brigitte Vogel und Heike Kutzner vom NABU, Kerstin Schlange (Planbar Güthler) und Sebastian Frey (Naturgartenplaner), wie sich die Maßnahmen vor Ort umsetzen lassen. Dabei nahmen sie Grünflächen in Augenschein, die in Künzelsau im Laufe des Projekts in kleine Biotope umgewandelt werden sollen. Die Fachleute begutachteten neben den Wertwiesen auch einen Standort in Gaisbach an der Waldenburger Straße und einen Standort am Goldberg und gaben erste Empfehlungen für die passenden Maßnahmen. Beispielsweise, ob eine Fläche grundlegend umgestaltet werden sollte, um einen dauerhaften Erfolg zu ermöglichen.

„Das Entscheidende dabei ist: Geduld, Geduld, Geduld.“

Die Begehung der Flächen bildet gemeinsam mit der Schulung die Grundlage für den nächsten Schritt: die Detailplanung für die ausgewählten Flächen. Anschließend geht es dann an die Umsetzung. „Das Entscheidende dabei ist: Geduld, Geduld, Geduld“, betonte NABU-Projektleiter Martin Klatt. Das bestätigten die Erfahrungen aus Kommunen, die bereits länger ihre Flächen umgestalten, so Klatt weiter: „Dabei kommen verschiedene Maßnahmen zum Einsatz. Auf manchen Flächen funktioniert das oft auf Anhieb gut, andere brauchen vielleicht etwas länger.“

„Auf den Flächen entstehen wertvolle Wildpflanzenflächen.“

Warum sich das für die Natur und die teilnehmenden Kommunen lohnt, erläuterte Martin Klatt in der Online-Schulung: „Auf den Projektflächen entstehen wertvolle Wildpflanzenflächen, die sich im Laufe der Zeit immer weiter entwickeln werden. Für die Insekten zählt jeder Quadratmeter“. Bei der Anlage naturnaher Flächen gebe es aber einiges zu beachten. Zwar würden einjährige Blühmischungen im ersten Jahr toll aussehen, müssten aber jährlich neu eingesät werden und verursachen daher in der folgenden Zeit mehr Arbeit. Die Teilnehmer verschafften sich bei der Online-Schulung einen ersten Eindruck, wie dauerhafte und dem Standort angepasste mehrjährige Blumenwiesen und Wildstaudenbeete angelegt werden.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau




Landeskinderturnfest in Künzelsau – Rund 4.000 Teilnehmer erwartet

Wie eine Pressemitteilung besagt, wird Künzelsau vom Freitag, den 23. Juli 2021, bis Sonntag, den 25. Juli 2021, Gastgeber des Landeskinderturnfests. Das haben Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann und Wolfgang Drexler, Präsident des Schwäbischen Turnerbunds, bei der Vertragsunterzeichnung schriftlich besiegelt.

Rund 500 Helfer organisieren das Ereignis

Zu der Veranstaltung werden bis zu 4.000 Kinder und Jugendliche aus dem ganzen Land erwartet. Rund 500 Helfer aus den örtlichen Vereinen und dem Turngau Hohenlohe werden benötigt, um das Ereignis zu organisieren. Der Schwäbische Turnerbund (STB) und die STB-Jugend verwandeln Künzelsau in ein großes Festgelände. „Wir freuen uns, dass so viele junge Sportlerinnen und Sportler in unsere Stadt kommen. Ich bin mir sicher, dass auch die Bürgerinnen und Bürger und insbesondere die Künzelsauer Kinder die zahlreichen geplanten Bewegungsangebote begeistert annehmen werden. Gemeinsam mit dem Turngau Hohenlohe und den Vereinen werden wir uns als motivierter und engagierter Gastgeber präsentieren“, so Bürgermeister Neumann in der Mitteilung.

Bunter Mix aus Sport, Spaß, Action und Party

Die Teilnehmer und Gäste erwartet ein bunter Mix aus Sport, Spaß, Action und Party. „Dieses einzigartige Gemeinschaftserlebnis mit dem Verein, ermöglicht durch die vielen engagierten Übungsleiter, bleibt den Kindern lange im Kopf. Die gemeinsamen Übernachtungen in der Schule, die Gruppenwettkämpfe und Spieleangebote sind einmalig“, sagt Wolfgang Drexler und ergänzt: „Speziell die Kinderturnfeste schaffen es wie keine andere Veranstaltung, dieses einzigartige Gemeinschaftserlebnis zu vermitteln und machen das Vereinsleben so besonders. Die Kinder werden noch lange nach dem Landeskinderturnfest von den drei Tagen in Künzelsau erzählen.“

Zuversichtlicher Ausblick nach einer herausfordernden Zeit

In Hinblick auf die aktuelle Lage zeigt sich Bürgermeister Stefan Neumann zuversichtlich: „Wir gehen davon aus, dass wir nächstes Jahr ein solches Fest guten Gewissens veranstalten können.“ Wolfgang Drexler ergänzt: „Nach so einer herausfordernden Zeit sind solche Erlebnisse noch wichtiger für unsere Kinder und Jugendlichen. Wir freuen uns darauf, nächstes Jahr wieder zusammen zu turnen und zu feiern.“

Mitmachangebote für die Bevölkerung

Die Wettkämpfe und das Veranstaltungsprogramm finden sowohl in Hallen, Sportanlagen als auch auf den Wertwiesen statt. Auch die Künzelsauer Bevölkerung soll bei zahlreichen Mitmachangeboten aktiv werden.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau
 




„Zusammenhalt und Solidarität wird während Corona besonders deutlich“ – Bürkert beteiligt sich an Spendenaktion

Am Dienstag, den 12. Mai 2020, hat die Ingelfinger Firma Bürkert laut einer Pressemitteilung 100 Gesichtsschutzvisiere und mehr als 1.000 Mund-Nasen-Bedeckungen an den Hohenlohekreis übergeben. Die Gesichtsschutzvisiere werden am Standort Ingelfingen in 3D-Druckern hergestellt. Der große Vorteil der Gesichtsschutzvisiere ist, dass sie in Verbindung mit einer Schutzmaske Mund, Nase und auch Augen – und damit alle Schleimhäute – noch effektiver schützen. 

„Dank Ihres Einsatzes können wir weitere Gesundheitseinrichtungen und Hilfsorganisationen im Kreisgebiet mit Schutzausrüstung ausstatten“, freute sich Landrat Dr. Matthias Neth laut der Mitteilung bei der Übergabe der Spende. „Der starke Zusammenhalt und die hohe Solidarität im Hohenlohekreis wird während der Coronakrise besonders deutlich.“ Heribert Rohrbeck, Geschäftsführer der Bürkert-Gruppe, hält das Engagement im Heimatlandkreis des Unternehmens für selbstverständlich: „Gegenseitiger Schutz ist jetzt besonders wichtig und wir unterstützen natürlich wo wir können. Deshalb wollen wir noch weitere Visiere für den Hohenlohekreis produzieren.“ 

Landrat Dr. Neth, Thomas Philippiak, Vorsitzender der Innovationsregion Hohenlohe, und Dr. Werner Reinosch, Ärztlicher Direktor der Hohenloher Krankenhaus gGmbH, hatten sich Mitte März in einem gemeinsamen Brief an Unternehmen und Privatpersonen gewandt und um Unterstützung auf der Suche nach Schutzausrüstung gebeten. Der gemeinsame Spendenaufruf für die Gesundheitseinrichtungen im Kreis war nötig geworden, weil sich durch steigende Fallzahlen ein Engpass an Schutzausrüstung abgezeichnet hatte.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamts Hohenlohekreis

 




Mulfingen: Gemü übernimmt Blühpatenschaft

Das Mulfinger Familienunernehmen Gemü hat laut einer Pressemitteilung eine Blühpatenschaft für 2.000 Quadratmeter Ackerfläche im Ortsteil Ochsental übernommen. Der landwirtschaftliche Partner hat dort eine Blühwiese angelegt, die nicht nur schön anzusehen ist, sondern auch Bienen und anderen Insekten als Lebensraum und Nahrungsquelle dient.

Durch die Förderung neuer Blühflächen will GEMÜ die Artenvielfalt der heimischen Insekten unterstützen und wertvollen Lebensraum schaffen. Unzählige Bienen und Insekten nutzen die Blühwiese als Nistplätze und Nahrungsquelle. Pflanzen binden das CO2 und bringen dieses später, wenn sie absterben, in den Boden. Der landwirtschaftliche Betrieb arbeitet rein biologisch und bringt keinerlei Pestizide aus. So ist zudem sichergestellt, dass aus der Umgebung keiner dieser Stoffe auf die Blühwiese gelangen kann.

Mit der Blühpatenschaft will GEMÜ einen Beitrag zur Umwelt leisten und sich für den Erhalt des Lebensraums von Bienen und anderen Insekten in der heimischen Region engagieren.

 Quelle: Pressemitteilung von Gemü




„Dauerärgernis Hundekot“

Hundehalter werden gebeten, die aufgestellten Dog-Stationen zu benutzen. Das geht aus einer Mitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau mit der Überschrift „Dauerärgernis Hundekot“ hervor.

Das Bürgeramt Künzelsau weist in seiner öffentlichen Mitteilung mit Nachdruck darauf hin, dass der Hundehalter dafür zu sorgen hat, dass der Hund seine Notdurft nicht auf Gehwegen, Sportplätzen, Kinderspielplätzen, Spazierwegen, in Grün- und Erholungsanlagen, auf Äckern und Feldern, in fremden Vorgärten oder Garageneinfahrten verrichtet. Falls das Malheur doch passiert, ist es von der Begleitperson unverzüglich zu beseitigen.

Verstöße gegen diese Bestimmung sind ordnungswidrig und werden bei entsprechender Anzeige mit einer Geldbuße belegt.

Die Stadtverwaltung Künzelsau appelliert an die Rücksichtnahme der Hundehalter, diese Regelung zu beachten. Die Hundehalter werden außerdem gebeten, die aufgestellten Dog-Stationen zu benutzen.




900 Euro sofort fällig

Ein aktueller Fall betrügerischer Handwerkerleistungen, der sich Mitte April 2020 in Künzelsau ereignet hat, beschäftigt derzeit die Polizei in Künzelsau. Das geht aus einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn hervor.

In einer Wohnung in Künzelsau war ein Abwasserproblem aufgetreten. Der Bewohner suchte im Internet nach einer Lösung. Der Mann wurde auf eine Website aufmerksam und rief eine dort hinterlegte Nummer an. Kurz nach dem Anruf kamen bereits zwei Männer bei dem Geschädigten vorbei. Nach angeblicher Schadensbehebung wurde ein Betrag von über 900 Euro fällig. Dieser war sofort fällig, Kreditkarten oder sonstige bargeldlose Zahlungsmittel akzeptierten die Männer nicht.

Zwar wurde dem Mann ein Rechnung ausgestellt, diese wies bei näherer Betrachtung jedoch Abweichungen zu einer seriösen Rechnung auf. Mit dem Hinweis, nun mindestens zwei Stunden kein Wasser zu verbrauchen, zogen die Unbekannten wieder von dannen. Das Abwasserproblem hingegen ließen die Monteure da. Der Firmenname auf der Rechnung führte die Beamten zu einem Mann, der bereits bundesweit wegen Betrug und Wucher auffällig wurde. Derzeit ist noch unklar, ob nur dessen Rechnung verwendet wurde oder ob der ermittelte Firmeninhaber hinter der Betrugstat steht. Da das Problem mit dem Abwasser weiterhin bestand, suchte die geschädigte Familie weiter nach einer Lösung im Internet.

Gleich fünf Telefonnummern wurden angeboten. Wie sich herausstellte, betrieb die erstgenannte Firma mehrere Webseiten unter verschiedenen Domänen. Die Ermittlungen der Polizei Künzelsau dauern an. Das Geschäft mit dem Notfall ist keine neue Betrugsmasche.

Die Polizei hat diesbezüglich Tipps für die Bevölkerung, damit niemand unseriösen Handwerkern auf den Leim geht:

1. Genau informieren: Informieren Sie sich gut über die ausgewählte Firma.
Fragen Sie konkret nach Firmensitz und möglichen Anfahrtskosten. Vereinbaren Sie einen Fixpreis für die von Ihnen geschilderte Leistung.

2. Nicht unter Druck setzen lassen: Unterschreiben Sie nichts, wenn Sie Zweifel haben. Bezahlen Sie niemals sofort und bestehen Sie auf eine Rechnung. Lassen Sie sich nicht durch Drohungen mit der Polizei oder mit Inkassounternehmen unter Druck setzen.

3. Hilfe holen: Rufen Sie die Polizei unter 110, wenn Sie bedroht werden. Holen Sie wenn möglich Nachbarn hinzu, die den Vorfall bezeugen und Sie bestärken können.

4. Rechnung prüfen: Wenden Sie sich an die Verbraucherzentrale, wenn Sie Fragen zur Rechnung haben.

5. Anzeige erstatten: Scheuen Sie sich nicht, Anzeige bei der Polizei gegen die Firma zu erstatten.

Weitere Informationen und wichtige Tipps finden Sie unter www.polizei-beratung.de.




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Rettungshubschrauber in Ingelfingen

Ingelfingen: Mann bei Arbeitsunfall schwer verletzt

Am Dienstagnachmittag, den 12. Mai 2020, musste in Ingelfingen ein Rettungshubschrauber landen. Ein Arbeiter war auf einem Firmengelände in der Künzelsauer Straße aus einer Höhe von mehr als 2 Metern von einer Leiter gefallen und hatte sich schwer verletzt. Ein hinzugerufener Notarzt verständigte den Rettungshubschrauber, der den Mann zu weiteren Behandlung in eine Klinik flog.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn

 




Öhringen: „Großveranstaltungen vermutlich bis Jahresende landesweit nicht mehr durchführbar“

Die Stadt Öhringen setzt in diesem Jahr hinsichtlich der Coronapandemie auf „Veranstaltungen in Öhringen mit Augenmaß“. Das geht aus einer aktuellen Pressemitteilung hervor. So sollen „kreative und verantwortungsvolle Konzepte Lücken füllen“.

„Großveranstaltungen sind bis Ende August und vermutlich bis Jahresende landesweit nicht mehr durchführbar. Kleine, kreative und verantwortungsvolle Konzepte könnten jedoch unter Auflagen und der nötigen Vorsicht das kulturelle Leben in Öhringen und Umgebung bereichern“, heißt es in der Pressemitteilung weiter.

Mit etwas Glück im Herbst

„Wir haben bei der Stadt ein kreatives Veranstaltungsteam und meine Mitarbeiter haben gute Ideen skizziert, wie wir im Rahmen der aktuellen Vorgaben das kulturelle Leben wieder aktivieren können“, freut sich Öhringens Oberbürgermeister Thilo Michler. Zunächst muss auch er jedoch eingestehen, dass große Veranstaltungen wie das traditionelle Hohenloher Weindorf, das beliebte Sommerfestival als auch die stimmungsvolle Lange Nacht der Kultur in diesem Jahr nicht wie gewohnt stattfinden können. „Vielleicht können wir das Weindorf mit etwas Glück in den Herbst verschieben, dies muss aber mit den gültigen Regelungen in Einklang stehen, denn die Gesundheit von uns allen geht vor!“ ergänzt Michler.

Kleine, feine und sichere Konzepte

Ingrid Sterzer, städtische Leiterin des Bereichs Kultur und Veranstaltungen, kann sich in der Coronazeit für Öhringen kleinere und stets sichere Konzepte vorstellen. Für das Sommerfestival gibt Kathja Maneke, Geschäftsführerin der städtischen Kultura, auch den beteiligten Künstlern eine Perspektive: „Das Öhringer Sommerfestival ist fertig geplant und wir möchten das schöne Programm gerne komplett ins nächste Jahr 2021 verschieben.“

Lindenabende statt Sommerfestival, Sommerfestival soll ins Jahr 2021 verschoben werden

„Als kleines Alternativkonzept wären im laufenden Jahr an der Öhringer Tanzlinde einzelne Lindenabende mit Kleinkunst und Musik denkbar, die im Rahmen der geltenden Abstands- und Hygieneregelungen durchgeführt würden“, erklärt die erfahrene Öhringer Kulturchefin Ingrid Sterzer. Auch die Lange Nacht der Kultur könnte stark verändert, auf größere Räumlichkeiten beschränkt, mit limitierten Tickets versehen und im gesetzlichen Rahmen durchgeführt werden. Für das Picknick in Weiß hat das Team von Ingrid Sterzer ein „Picknick in bunt“ mit vorab buchbaren Picknickdecken im Ideenpool. Lunchpakete von örtlichen Gastronomen könnten für sicheres Catering sorgen.

Erweitertes Kinderprogramm

Auch ein erweitertes Kinderferienprogramm soll im „Corona-Jahr 2020“ in den Sommerferien für Abwechslung sorgen – stets unter Einhaltung der gültigen Abstands- und Hygieneregelungen. Nähere Informationen werden für Eltern und Kinder folgen.

Passend zu diesen Veranstaltungskonzepten wurden durch das Kultusministerium Baden-Württemberg für diese Woche neue Regelungen angekündigt, die im Kultur- und Veranstaltungsbereich „Spielräume für kleine, kreative Formate ermöglichen werden“. Das städtische Kultur- und Veranstaltungsteam ist hierfür bereits in den Startlöchern und wird die kommenden Regelungen in die bestehenden Projektideen einarbeiten. „Ich freue mich, wenn wir hier in Öhringen ab dem Sommer wieder mit dem nötigen Augenmaß schöne kulturelle Veranstaltungen anbieten können – denn in Öhringen feiert es sich mit Abstand am besten“, erklärt Ingrid Sterzer mit einem Augenzwinkern.

Glühweihnacht in Öhringen. Foto: HGV Öhringen/Archiv




Grundschulen: Fokus auf Mathe, Deutsch & Sachkunde

Nach den Pfingstferien startet für den Großteil der Grundschüler wieder der Unterricht im Klassenzimmer. Auf GSCHWÄTZ-Nachfrage bestätigte Christine Sattler vom baden-württembergischen Kultusministerium, dass „die Fächer Deutsch, Mathematik und Sachunterricht Vorrang“ haben hinsichtlich dessen, was noch in den Klassenzimmern unterricht wird in den letzten Wochen bis zum Schujahresende. Die Klassenstufe vier werde darüber hinaus vorbereitet „auf den Übergang auf die weiterführende Schule“.

Wieviel Lehrer fallen kontret aus?

Des Weiteren wollten wir wissen, wieviel Lehrer konkret ausfallen, das heißt, keinen Präsenzunterricht halten, weil sie einer Risikogruppe angehören. Das Land Baden-Württemberg schätzte die Zahl bislang auf ein Viertel bis ein Drittel der Lehrer. Genaue Zahlen liegen noch nicht vor. Allerdings laufe seit vergangener Woche eine Abfrage an Schulen zum Personaleinsatz vor dem Hintergrund der Einschränkungen durch Risikogruppen sowie zur räumlichen Situation an den Schulen durchgeführt. Die Ergebnisse hierzu liegen allerdings noch nicht vor, da die umfangreichen Daten derzeit noch ausgewertet und aufbereitet sowie eventuelle Fehleinträge abgeklärt werden müssen. Die Ergebnisse liegen voraussichtlich gegen Ende Woche vor“, so Sattler.

Kontaktabstand: Problem in großen Klassen

Grundschulen haben oft größere Klassen mit bis zu 27 Kindern, was einen Unterricht mit dem nötigen Kontaktabstand nicht gewährleistet. Inoffzielle Quellen berichten, dass diese Klassen zweigeteilt werden und in zwei verschiedenen Klassenzimmern parallel unterricht werden sollen – unter anderem mit Unterstützung der Lehrer, die in dieser Woche jeweils keinen Präsenzunterricht ihrer Klassen haben. Hier steht eine Antwort des Regierungspräsidiums noch aus. Jeder betont Christine Sattler: „Aufgrund der sehr unterschiedlichen Rahmenbedingungen an den einzelnen Grundschulen vor Ort ist es ausdrücklich zulässig, vor Ort schulindividuelle Lösungen entwickeln, den Schulen wird deshalb ausdrücklich ein Gestaltungsfreiraum eingeräumt.“

Hintergrund rollierendes System

Nach den Herbstferien starten die Schulen mit einem so genannten rollierenden System den Unterricht in den Klassenzimmern wieder. Dieses rollierende System sieht vor, dass die Kinder im wöchentlichen Wechsel an die Schule kommen – eine Woche die Erst- und Drittklässler, eine Woche die Zweit- und Viertklässler. Der Turnus ist: immer eine Woche Unterricht an der Schule und dann wieder eine Woche Fernlernen von Zuhause aus. Damit ist nach den Pfingstferien immer die Hälfte der Grundschüler an der Schule. Hinzu kommen die Kinder der Notbetreuung, soweit sie nicht zu den Klassenstufen zählen, die Präsenzunterricht haben.

Hintergrund Risikogruppe

Lehrer, die ein gewisses Alter erreicht haben, Vorerkrankungen haben oder schwanger sind, zählen zur Risikogruppe und dürfen vom Präsenzunterricht in den Klassenzimmern freigestellt werden, um sich nicht mit dem Coronavirus zu infizieren. Sie verrichten dann andere Arbeiten, arbeiten vermehrt beim homeschooling mit oder bereiten Unterricht.

Wie laufe ich richtig in Zeiten von Corona? Wegweiser in der Georg-Wagner-Realschule in Künzelsau. Quelle: GSCHWÄTZ/Archiv