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Hohenlohe: Ausgleich für Schülertickets

Nach langwierigen Verhandlungen mit den Verbänden hat nun das Land Baden-Württemberg am 12. Mai 2020 entschieden, den Eltern-/Eigenanteil an nicht genutzten Schülertickets während der Corona-Pandemie zu ersetzen. Vorgesehen ist, dass für zwei Monate die Eigenanteile nicht abgebucht werden, sofern diese nicht gekündigt wurden. Das genaue Verfahren für die Umsetzung wird in den nächsten Tagen von Vertretern des Landes und der Kommunen/Verbünde gemeinsam festgelegt. Die HNV-Gesellschafter haben sich vorab schon darauf verständigt, dass diese Regelung für die Monate Mai 2020 und Juni 2020 gelten soll.

Land Baden-Württemberg zahlt

Die Ausgleichsregelung gilt im HNV nicht nur für bezuschusste Schülertickets, sondern ohne Ausnahme auch für solche Schülerabos, die zum Beispiel von Eltern und Auszubildenden in voller Höhe selbst bezahlt werden. Unser Dank, sagt Erster Bürgermeister Martin Diepgen und Aufsichtsratsvorsitzender der HNV GmbH, gilt nicht nur dem Land, das diese Mittel so schnell und unbürokratisch zur Verfügung stellt, sondern auch den Eltern und Schülern, die dem ÖPNV in dieser schwierigen Zeit treu
geblieben sind. Sie leisten einen wichtigen Beitrag für die Zukunft eines stabilen und funktionierenden Nahverkehrs. Das geht aus einer Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises hervor.

Aus Sicht von Detlef Piepenburg, Landrat des Landkreises Heilbronn, wird mit dieser Lösung das umsichtige und verantwortungsvolle Handeln der Eltern/Schüler anerkannt und gewürdigt, die ihr Abonnement nicht gekündigt und dem ÖPNV die Treue gehalten haben. Für Dr. Matthias Neth, Landrat des Hohenlohekreises, ist wichtig, dass mit dieser Ausgleichsregelung auch die Einnahmesituation im ÖPNV mit seinen zahlreichen mittelständischen Busunternehmen, insbesondere im ländlichen Raum stabilisiert wird:
„Zuverlässige und leistungsfähige Busunternehmer sind notwendig, denn auch nach der Corona- Krise müsse der öffentliche Nahverkehr noch funktionieren. „Auch freue ich mich für die Familien, dass gemeinsam
eine Lösung gefunden wurde.“

Die Abo-Center im Hohenloher Nahverkehr werden die Maßnahme umsetzen. Die Eltern/Schüler müssen nichts weiter veranlassen. Für weitere Informationen steht das Team des NVH montags bis freitags von 8:00 bis 17:00 Uhr unter der Rufnummer 07940/9144-0 oder info@nvh.de  zur Verfügung.

NVH. Quelle: GSCHWÄTZ




Die Imker stehen mit ihren Bienen direkt neben einer Pflanzenschutzspritze und haben ein gutes Gefühl

Der Kontext Landwirtschaft und Imkerei ist voller Spannungen und polarisiert. In den Monaten vor Corona sei er von „dogmatischen und unkooperativen Interessensvertretern befeuert“ worden, die es nach den Aussagen der drei Fachleute am Feldrand mitten in Hohenlohe (siehe Foto) immer und überall gebe. Das geht aus einer aktuellen Pressemitteilung des Bauernverbandes Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems hervor.

„Zum Glück ist der größte Teil der Imker und Landwirte vernünftig“

So hätten Aktionen wie “Pro Biene” „bestehende Vorurteile nicht abgebaut, sondern weiter bestärkt“. Die Landwirtschaft sei als “Räuber” dargestellt worden und die Imker als “Beschützer”. Riesige Fronten seien dadurch aufgebaut worden, die nach ihrer Meinung mit der gelebten Realität wenig zu tun haben. Denn da gehe es immer um Kompromisse. “Zum Glück ist der größte Teil der Imker vernünftig und der größte Teil der Landwirte auch”, schließt Imker Hans-Martin Syring, das Thema ab, welches vor rund neun Monaten viele Landwirte und Naturschützer bis nach Berlin und zur Kanzlerin bewegte.

„Wir sind anständig miteinander umgegangen“

Das es auch anders geht, weiß Gerd Schonder von der Betriebsgemeinschaft Hofgut Neuhof in Schöntal. “Unsere erste Begegnung war so, dass jeder von uns offen war und wir anständig miteinander umgegangen sind”, beschreibt Landwirt Gerd Schonder den Start der Zusammenarbeit zwischen ihm und zwei Imkern aus der nahe gelegenen Region westlich von Ludwigsburg. Daraus ist eine Wertegemeinschaft entstanden, die auf Vertrauen und Zusammenarbeit basiert. “Wir sind ein schönes Beispiel dafür, dass wir das zusammen gut hinbekommen und weiter gestalten können.“ Da sind sich der Landwirt und die Imker Hans-Martin Syling und Dieter Böhmer einig. Schon seit Jahren kommen die beiden mit ihren Bienen an die Feldflächen in Hohenlohe. Insbesondere der Raps sei für ihre Völker wichtig, da sie genau jetzt in einer wichtigen Phase der Entwicklung stünen.

Bienen fliegen total auf Raps – Kooperation zwischen Imkern und Landwirten

“Die Population des Bienenvolkes wächst in der Zeit der Winter- auf Sommersonnenwende rasant. Sie sammeln ihren Wintervorrat und brauchen sehr viel Nahrung. Da ist der Raps mit seiner üppigen Blütenpracht alternativlos,” bekräftigen die Imker. Wenn man weiß, was man tut, kann man ausschließen, daß Bienen Schaden nehmen. Die beiden Imker stehen mit ihren Bienen direkt neben einer Pflanzenschutzspritze mit so genannten Drop Leg Düsen und haben ein gutes Gefühl, heißt es in der Pressemitteilung des Bauernverbandes. Denn „sie vertrauen darauf, dass die gespritzten Mittel bei dieser neuen Technik direkt unterhalb der Blüten und nicht darauf dosiert werden“ – also da, wo die Pilze an den Pflanzen sitzen und die Bienen sowieso nicht sind. Das sei ein großer Vorteil und sei in den vergangenen drei Jahren als Projekt mit der Landesanstalt für Bienenkunde entwickelt und auch überprüft worden. Untersuchungen der Methode hätten ergeben, dass keinerlei Pflanzenschutzmittel im Honig nachgewiesen worden sei. “Wenn es nicht so wäre, würden wir Raps nicht anwandern, Da uns die Volksgesundheit der Bienen wichtig ist.”

Die beiden Imker stehen mit ihren Bienen direkt neben einer Pflanzenschutzspritze und haben ein gutes Gefühl

„Vertrauen und Verlässlichkeit kennzeichnet nun mal unsere Zusammenarbeit“, betont Landwirt Gerd Schonder. Diese basiert auf Austausch und Annäherung, und auf der Überzeugung, dass man Wahrheiten irgendwann aushalten können muss. „Wir sitzen in einer Arche: als Landwirte bauen wir den Raps gern an. Die Imker schätzen ihn als Futter für ihre Bienen.“ Zusammen sehen sie sich als erfindungsreiche Problemlöser. Dafür ist die Region Hohenlohe schon lange sehr bekannt. „Wir von der BG Neuhof fühlen uns im normalen Ackerbau der Umwelt verpflichtet und empfinden die Hybrid-Landwirtschaft als sinnvollen Zwischenweg”. Damit meint Landwirt Gerd Schonder den Weg zwischen konventioneller und Bio-Landwirtschaft. Er wünscht sich, dass beide Seiten vernünftig miteinander umgehen und reden. Schließlich haben die Landwirte und die Imker ein Ziel: gesunde regionale Lebensmittel zu erzeugen. Dafür arbeiten sie immer wieder an Kompromissen und mit neuen Techniken. Der Zugang zur Imkerei beispielsweise, der dadurch möglich wird, gibt Schonder ein rundum gutes Gefühl, auf dem richtigen Weg zu sein. Die beiden Imker wiederum freuen sich immer über Ansprechpartner für neue Blühflächen. Sie beobachten, dass der Wechsel der Stellflächen für ihre Bienen, bei den Imkern die Anwanderung genannt, den Völkern gut tut. “Das beschäftigt das Bienenvolk, regt es an und schafft gute Rahmenbedingungen für ihre Arbeit”, weiß Imker Dieter Böhmer. “Glauben sie mir: ich kenne jede Königin in jedem Kasten. Deshalb ist Vertrauen für mich so wichtig. Ich freue mich über dieses wunderbarer Frühjahr für unsere Bienen!”

Betriebsgemeinschaft Hofgut Neuhof in Schöntal

Service: Betriebsgemeinschaft Hofgut Neuhof in Schöntal / Hohenlohe: 13 Landwirtsbetriebe im westlichen Hohenlohe haben sich seit dem Jahr 2002 zu einer Einheit zusammengeschlossen. Sie bauen neben Raps alle heimischen Getreidearten, Zuckerrüben, Mais und Soja-und Ackerbohnen an. Legehennen ergänzen die Arbeit der jeweiligen Betriebsleiter.

Die  Imker stehen mit ihren Bienen direkt neben einer Pflanzenschutzspritze und haben ein gutes Gefühl. Sie kooperien mit Landwirten der Betriebsgemeinschaft Hofgut Neuhof in Schöntal. Foto: Bauernverband Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems

 

 




Der Tod kommt leise

Die Zahl der weltweiten Covid-19-Fälle steigt unaufhörlich, die John Hopkins Universität meldet weltweit über 300.000 offiziell an dem Covid-19-Virus verstorbene Menschen (Stand: 15. Mai 2020, 07 Uhr, https://coronavirus.jhu.edu/map.html). In Deutschland sind bislang 7.884 Menschen offiziell durch das Coronavirus gestorben.

Doch die Dunkelziffer könnte deutlich höher sein. Darauf weist ein Artikel des Nachrichtenmagazins Focus unter Berufung auf Recherchen der New York Times und des Economist hin. Denn: Um die ganze Welt vermelden Länder Steigerungen der Sterberate, die deutlich über den Werten der offiziell der Pandemie zugerechneten Toten liegen.

Sterberaten steigen im Vergleich zu früheren Jahren signifikant an

Die beiden Blätter werteten die gemeldeten Todesfälle der letzten Wochen aus und verglichen sie mit den Durchschnittsdaten der letzten Jahre. Die Analyse zeigt: In allen untersuchten Fällen liegt die Todesrate deutlich über den zu erwartenden Zahlen – und zwar auch dann, wenn man die an offiziell an Covid-19 Verstorbenen berücksichtigt. https://www.msn.com/de-de/nachrichten/coronavirus/covid-19-die-fehlenden-opfer-sterberate-steigt-weltweit-st%C3%A4rker-als-die-offiziellen-corona-todeszahlen/ar-BB132voS

Mehr als 25.000 zusätzliche Verstorbene fanden die Journalisten auf diese Weise – in nur sieben Ländern (unter anderem in Spanien, Frankreich und England) sowie den drei Metropolen New York City, Istanbul und Jakarta. Im besonders stark betroffenen New York lag die Sterberate etwa ganze 298 Prozent über dem zu erwartenden Wert von etwa 5000 Toten monatlich. Doch von den 17.200 zusätzlichen Toten wurden nur 13.240 als Covid-19-Opfer gerechnet. Mehr als 4000 zusätzlich Verstorbene werden durch die Statistik also nicht erklärt. Dabei hätten alleine diese Todesfälle die Sterberate fast verdoppelt.

Auch im Hohenlohekreis passen die Zahlen nicht zusammen

Auch bei Bestattungsinstituten im Hohenlohekreis kommen Zahlen zu Tage, die nicht mit der offiziellen Corona-Statistik des Hohenlohekreises zusammenpassen. Bei Interviews mit Bestattern vor einigen Wochen, teilten diese mit, wie viele Coronafälle sie bereits hatten. Dabei überstieg die Zahl der Fälle die offizielle Zahl des Hohenlohekreises an Toten. Allein ein Bestatter davon hatte bereits 15 Fälle – so viel wie im ganzen Hohenlohekreis damals offiziell als Zahl an Corona-Toten angegeben worden war.

Mittlerweile ist die Zahl der Toten im Hohenlohekreis auf 43 gestiegen. Was auch verwundert: Die Zahl der Infizierten verändert sich im Hohenlohekreis seit Wochen kaum noch (754, Stand: 14. Mai 2020 https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/aktuelle-infos-zu-corona/corona-karte-baden-wuerttemberg/). Kritiker bemängeln hier, dass es zu wenig Testungen gibt. Eine genaue Zahl der Testungen ist nicht bekannt, aber in der Drive-In-Abstrichstelle in Belzhag sollen zu Beginn an „Spitzentagen“ rund 180 Verdachtsfälle getestet worden sein, zum Ende hin teilweise nur noch 16 Verdachtsfälle. Nun soll die Abstrichstelle in Belzhag erstmal geschlossen und das Abstrich-Zepter an die Arztpraxen übergeben werden.

Keine einheitliche Messmethode

Das grundsätzliche Problem ist: Es gibt weltweit keine einheitliche Messmethode, wer als Coronafall gilt und wer nicht. Auch in Deutschland herrscht darüber Uneinigkeit. Immer wieder steht dabei die Frage im Raum: Ist jemand an dem Virus gestorben und oder ist jemand gestorben aus anderen Gründen, war aber gleichzeitig infiziert? Des Weiteren herrscht Uneinigkeit darüber, ob es Sinn macht – etwa wie im Hohenlohekreis geschehen – Tote zu testen, weil das Virus laut dem Robert-Koch-Insititut wohl relativ schnell aus dem Körpfer eines Toten wieder verschwindet. Viele Länder zählen des Weiteren nur die Opfer, die in den Krankenhäusern starben. Die, die zu Hause still und heimlich sterben, werden von der Statistik größtenteils vermutlich nicht erfasst. https://www.tagesspiegel.de/wissen/woran-sterben-corona-patienten-wirklich-ein-schweizer-forscher-macht-hoffnung-im-kampf-gegen-covid-19/25750666.html Oft werden nur Verdachtsfälle nachträglich gestetet – wenn überhaupt. Immerhin hat man in Deutschland bereits zwei Wochen nach dem offiziellen Ausbruch einen Mangel an Teststäbchen verzeichnet. Die darauf folgenden ergänzenden ärztlichen Coronadiagnosen werden nicht mal in der offiziellen Coronastatistik erfasst, ob dann die möglichen daraus resultierenden Toten erfasst werden, ist fraglich.

Symptomfreier Verlauf = keine Erfassung in der Statistik

Gerade bei den besonders gefährdeten älteren Menschen bleibt der Verlauf laut dem Nachrichtemagazin Focus oft symptomfrei und weil die allgemeine Todesrate in dieser Altersgruppe ohnehin höher ist, werden sie in der Statistik oft schlicht nicht als Covid-19-Tote erfasst. Darauf deutet etwa hin, dass die Anzahl der zusätzlichen Todesfälle in Schweden im Altersbereich über 80 Jahren am höchsten ist. In Großbritannien werden laut der „BBC“ knapp 4.000 Todesfälle in Altersheimen dem Virus zugeschrieben – die in der offiziellen Statistik aber laut dem Nachrichtenmagazin Focus nicht auftauchen.

Keine Zahlen für Deutschland

Für ganz Deutschland liegen Zahlen zur Todesstatik laut dem Focus bisher nur eingeschränkt vor. Das läge unter anderem daran, dass die offiziellen Todesraten normalerweise nicht in solch kurzen Abständen und zudem von den einzelnen Bundesländern erhoben werden. Auch die Zahlen der ausgewerteten Länder seien in erster Linie nutzbar gewesen, weil sie ihre Statistiken wegen der Krise schneller als sonst herausgegeben hatten.

Trotz der hohen Dunkelziffer könnten die Todesraten noch viel höher sein, vermutet der Max-Planck-Forscher  Vladimir Shkolnikov. „Die aktuellen Anstiege der allgemeinen Sterberaten finden unter besonderen Maßnahmen wie Social Distancing, Lockdowns, geschlossenen Grenzen und besonderen medizinischen Bemühungen statt“, erklärte er der Zeitung. „Ohne diese Maßnahmen lägen die aktuellen Todeszahlen sicher deutlich höher.“

 

 

 

 

 




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Kleine Biotope sollen in Künzelsau entstehen

Vielfältig, naturnah und insektenfreundlich: Am Dienstag, den 05. Mai 2020, nahmen rund 50 Vertreter der für 2020 ausgewählten „Natur nah dran“-Kommunen an einer Online-Schulung im Rahmen des NABU-Projektes teil. NABU steht für Naturschutzbund Deutschland – Landesverband Baden-Württemberg e. V.. Die Teilnehmer erhielten bei der Veranstaltung Anregungen und Tipps, wie im Siedlungsraum artenreiche Lebensräume für Wildbienen, Distelfinken und Schwalbenschwänze geschaffen werden können.

Grünflächen werden in Biotope umgewandelt

Bei einer gemeinsamen Begehung am Donnerstag, den 07. Mai 2020, an den Künzelsauer Wertwiesen erkundeten Marina Schukowski-Hust (Stadtbauamt Künzelsau), Jochen Lutz und Sascha Krämer (beide Bauhof Künzelsau), Brigitte Vogel und Heike Kutzner vom NABU, Kerstin Schlange (Planbar Güthler) und Sebastian Frey (Naturgartenplaner), wie sich die Maßnahmen vor Ort umsetzen lassen. Dabei nahmen sie Grünflächen in Augenschein, die in Künzelsau im Laufe des Projekts in kleine Biotope umgewandelt werden sollen. Die Fachleute begutachteten neben den Wertwiesen auch einen Standort in Gaisbach an der Waldenburger Straße und einen Standort am Goldberg und gaben erste Empfehlungen für die passenden Maßnahmen. Beispielsweise, ob eine Fläche grundlegend umgestaltet werden sollte, um einen dauerhaften Erfolg zu ermöglichen.

„Das Entscheidende dabei ist: Geduld, Geduld, Geduld.“

Die Begehung der Flächen bildet gemeinsam mit der Schulung die Grundlage für den nächsten Schritt: die Detailplanung für die ausgewählten Flächen. Anschließend geht es dann an die Umsetzung. „Das Entscheidende dabei ist: Geduld, Geduld, Geduld“, betonte NABU-Projektleiter Martin Klatt. Das bestätigten die Erfahrungen aus Kommunen, die bereits länger ihre Flächen umgestalten, so Klatt weiter: „Dabei kommen verschiedene Maßnahmen zum Einsatz. Auf manchen Flächen funktioniert das oft auf Anhieb gut, andere brauchen vielleicht etwas länger.“

„Auf den Flächen entstehen wertvolle Wildpflanzenflächen.“

Warum sich das für die Natur und die teilnehmenden Kommunen lohnt, erläuterte Martin Klatt in der Online-Schulung: „Auf den Projektflächen entstehen wertvolle Wildpflanzenflächen, die sich im Laufe der Zeit immer weiter entwickeln werden. Für die Insekten zählt jeder Quadratmeter“. Bei der Anlage naturnaher Flächen gebe es aber einiges zu beachten. Zwar würden einjährige Blühmischungen im ersten Jahr toll aussehen, müssten aber jährlich neu eingesät werden und verursachen daher in der folgenden Zeit mehr Arbeit. Die Teilnehmer verschafften sich bei der Online-Schulung einen ersten Eindruck, wie dauerhafte und dem Standort angepasste mehrjährige Blumenwiesen und Wildstaudenbeete angelegt werden.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau




Landeskinderturnfest in Künzelsau – Rund 4.000 Teilnehmer erwartet

Wie eine Pressemitteilung besagt, wird Künzelsau vom Freitag, den 23. Juli 2021, bis Sonntag, den 25. Juli 2021, Gastgeber des Landeskinderturnfests. Das haben Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann und Wolfgang Drexler, Präsident des Schwäbischen Turnerbunds, bei der Vertragsunterzeichnung schriftlich besiegelt.

Rund 500 Helfer organisieren das Ereignis

Zu der Veranstaltung werden bis zu 4.000 Kinder und Jugendliche aus dem ganzen Land erwartet. Rund 500 Helfer aus den örtlichen Vereinen und dem Turngau Hohenlohe werden benötigt, um das Ereignis zu organisieren. Der Schwäbische Turnerbund (STB) und die STB-Jugend verwandeln Künzelsau in ein großes Festgelände. „Wir freuen uns, dass so viele junge Sportlerinnen und Sportler in unsere Stadt kommen. Ich bin mir sicher, dass auch die Bürgerinnen und Bürger und insbesondere die Künzelsauer Kinder die zahlreichen geplanten Bewegungsangebote begeistert annehmen werden. Gemeinsam mit dem Turngau Hohenlohe und den Vereinen werden wir uns als motivierter und engagierter Gastgeber präsentieren“, so Bürgermeister Neumann in der Mitteilung.

Bunter Mix aus Sport, Spaß, Action und Party

Die Teilnehmer und Gäste erwartet ein bunter Mix aus Sport, Spaß, Action und Party. „Dieses einzigartige Gemeinschaftserlebnis mit dem Verein, ermöglicht durch die vielen engagierten Übungsleiter, bleibt den Kindern lange im Kopf. Die gemeinsamen Übernachtungen in der Schule, die Gruppenwettkämpfe und Spieleangebote sind einmalig“, sagt Wolfgang Drexler und ergänzt: „Speziell die Kinderturnfeste schaffen es wie keine andere Veranstaltung, dieses einzigartige Gemeinschaftserlebnis zu vermitteln und machen das Vereinsleben so besonders. Die Kinder werden noch lange nach dem Landeskinderturnfest von den drei Tagen in Künzelsau erzählen.“

Zuversichtlicher Ausblick nach einer herausfordernden Zeit

In Hinblick auf die aktuelle Lage zeigt sich Bürgermeister Stefan Neumann zuversichtlich: „Wir gehen davon aus, dass wir nächstes Jahr ein solches Fest guten Gewissens veranstalten können.“ Wolfgang Drexler ergänzt: „Nach so einer herausfordernden Zeit sind solche Erlebnisse noch wichtiger für unsere Kinder und Jugendlichen. Wir freuen uns darauf, nächstes Jahr wieder zusammen zu turnen und zu feiern.“

Mitmachangebote für die Bevölkerung

Die Wettkämpfe und das Veranstaltungsprogramm finden sowohl in Hallen, Sportanlagen als auch auf den Wertwiesen statt. Auch die Künzelsauer Bevölkerung soll bei zahlreichen Mitmachangeboten aktiv werden.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau
 




„Zusammenhalt und Solidarität wird während Corona besonders deutlich“ – Bürkert beteiligt sich an Spendenaktion

Am Dienstag, den 12. Mai 2020, hat die Ingelfinger Firma Bürkert laut einer Pressemitteilung 100 Gesichtsschutzvisiere und mehr als 1.000 Mund-Nasen-Bedeckungen an den Hohenlohekreis übergeben. Die Gesichtsschutzvisiere werden am Standort Ingelfingen in 3D-Druckern hergestellt. Der große Vorteil der Gesichtsschutzvisiere ist, dass sie in Verbindung mit einer Schutzmaske Mund, Nase und auch Augen – und damit alle Schleimhäute – noch effektiver schützen. 

„Dank Ihres Einsatzes können wir weitere Gesundheitseinrichtungen und Hilfsorganisationen im Kreisgebiet mit Schutzausrüstung ausstatten“, freute sich Landrat Dr. Matthias Neth laut der Mitteilung bei der Übergabe der Spende. „Der starke Zusammenhalt und die hohe Solidarität im Hohenlohekreis wird während der Coronakrise besonders deutlich.“ Heribert Rohrbeck, Geschäftsführer der Bürkert-Gruppe, hält das Engagement im Heimatlandkreis des Unternehmens für selbstverständlich: „Gegenseitiger Schutz ist jetzt besonders wichtig und wir unterstützen natürlich wo wir können. Deshalb wollen wir noch weitere Visiere für den Hohenlohekreis produzieren.“ 

Landrat Dr. Neth, Thomas Philippiak, Vorsitzender der Innovationsregion Hohenlohe, und Dr. Werner Reinosch, Ärztlicher Direktor der Hohenloher Krankenhaus gGmbH, hatten sich Mitte März in einem gemeinsamen Brief an Unternehmen und Privatpersonen gewandt und um Unterstützung auf der Suche nach Schutzausrüstung gebeten. Der gemeinsame Spendenaufruf für die Gesundheitseinrichtungen im Kreis war nötig geworden, weil sich durch steigende Fallzahlen ein Engpass an Schutzausrüstung abgezeichnet hatte.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamts Hohenlohekreis

 




Mulfingen: Gemü übernimmt Blühpatenschaft

Das Mulfinger Familienunernehmen Gemü hat laut einer Pressemitteilung eine Blühpatenschaft für 2.000 Quadratmeter Ackerfläche im Ortsteil Ochsental übernommen. Der landwirtschaftliche Partner hat dort eine Blühwiese angelegt, die nicht nur schön anzusehen ist, sondern auch Bienen und anderen Insekten als Lebensraum und Nahrungsquelle dient.

Durch die Förderung neuer Blühflächen will GEMÜ die Artenvielfalt der heimischen Insekten unterstützen und wertvollen Lebensraum schaffen. Unzählige Bienen und Insekten nutzen die Blühwiese als Nistplätze und Nahrungsquelle. Pflanzen binden das CO2 und bringen dieses später, wenn sie absterben, in den Boden. Der landwirtschaftliche Betrieb arbeitet rein biologisch und bringt keinerlei Pestizide aus. So ist zudem sichergestellt, dass aus der Umgebung keiner dieser Stoffe auf die Blühwiese gelangen kann.

Mit der Blühpatenschaft will GEMÜ einen Beitrag zur Umwelt leisten und sich für den Erhalt des Lebensraums von Bienen und anderen Insekten in der heimischen Region engagieren.

 Quelle: Pressemitteilung von Gemü




„Dauerärgernis Hundekot“

Hundehalter werden gebeten, die aufgestellten Dog-Stationen zu benutzen. Das geht aus einer Mitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau mit der Überschrift „Dauerärgernis Hundekot“ hervor.

Das Bürgeramt Künzelsau weist in seiner öffentlichen Mitteilung mit Nachdruck darauf hin, dass der Hundehalter dafür zu sorgen hat, dass der Hund seine Notdurft nicht auf Gehwegen, Sportplätzen, Kinderspielplätzen, Spazierwegen, in Grün- und Erholungsanlagen, auf Äckern und Feldern, in fremden Vorgärten oder Garageneinfahrten verrichtet. Falls das Malheur doch passiert, ist es von der Begleitperson unverzüglich zu beseitigen.

Verstöße gegen diese Bestimmung sind ordnungswidrig und werden bei entsprechender Anzeige mit einer Geldbuße belegt.

Die Stadtverwaltung Künzelsau appelliert an die Rücksichtnahme der Hundehalter, diese Regelung zu beachten. Die Hundehalter werden außerdem gebeten, die aufgestellten Dog-Stationen zu benutzen.




900 Euro sofort fällig

Ein aktueller Fall betrügerischer Handwerkerleistungen, der sich Mitte April 2020 in Künzelsau ereignet hat, beschäftigt derzeit die Polizei in Künzelsau. Das geht aus einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn hervor.

In einer Wohnung in Künzelsau war ein Abwasserproblem aufgetreten. Der Bewohner suchte im Internet nach einer Lösung. Der Mann wurde auf eine Website aufmerksam und rief eine dort hinterlegte Nummer an. Kurz nach dem Anruf kamen bereits zwei Männer bei dem Geschädigten vorbei. Nach angeblicher Schadensbehebung wurde ein Betrag von über 900 Euro fällig. Dieser war sofort fällig, Kreditkarten oder sonstige bargeldlose Zahlungsmittel akzeptierten die Männer nicht.

Zwar wurde dem Mann ein Rechnung ausgestellt, diese wies bei näherer Betrachtung jedoch Abweichungen zu einer seriösen Rechnung auf. Mit dem Hinweis, nun mindestens zwei Stunden kein Wasser zu verbrauchen, zogen die Unbekannten wieder von dannen. Das Abwasserproblem hingegen ließen die Monteure da. Der Firmenname auf der Rechnung führte die Beamten zu einem Mann, der bereits bundesweit wegen Betrug und Wucher auffällig wurde. Derzeit ist noch unklar, ob nur dessen Rechnung verwendet wurde oder ob der ermittelte Firmeninhaber hinter der Betrugstat steht. Da das Problem mit dem Abwasser weiterhin bestand, suchte die geschädigte Familie weiter nach einer Lösung im Internet.

Gleich fünf Telefonnummern wurden angeboten. Wie sich herausstellte, betrieb die erstgenannte Firma mehrere Webseiten unter verschiedenen Domänen. Die Ermittlungen der Polizei Künzelsau dauern an. Das Geschäft mit dem Notfall ist keine neue Betrugsmasche.

Die Polizei hat diesbezüglich Tipps für die Bevölkerung, damit niemand unseriösen Handwerkern auf den Leim geht:

1. Genau informieren: Informieren Sie sich gut über die ausgewählte Firma.
Fragen Sie konkret nach Firmensitz und möglichen Anfahrtskosten. Vereinbaren Sie einen Fixpreis für die von Ihnen geschilderte Leistung.

2. Nicht unter Druck setzen lassen: Unterschreiben Sie nichts, wenn Sie Zweifel haben. Bezahlen Sie niemals sofort und bestehen Sie auf eine Rechnung. Lassen Sie sich nicht durch Drohungen mit der Polizei oder mit Inkassounternehmen unter Druck setzen.

3. Hilfe holen: Rufen Sie die Polizei unter 110, wenn Sie bedroht werden. Holen Sie wenn möglich Nachbarn hinzu, die den Vorfall bezeugen und Sie bestärken können.

4. Rechnung prüfen: Wenden Sie sich an die Verbraucherzentrale, wenn Sie Fragen zur Rechnung haben.

5. Anzeige erstatten: Scheuen Sie sich nicht, Anzeige bei der Polizei gegen die Firma zu erstatten.

Weitere Informationen und wichtige Tipps finden Sie unter www.polizei-beratung.de.