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Nur mit Mühe kam die Polizei einem rasenden Motoradfahrer hinterher

Mit einem Bußgeld in Höhe von 1.200 Euro, Punkten in Flensburg und einem dreimonatigen Fahrverbot muss ein 35-jähriger Suzuki-Fahrer rechnen, der am Sonntagnachmittag, den 17. Mai 2020, gegen 15 Uhr, mit seinem Motorrad auf der Autobahn unterwegs war. Der Fahrer fuhr zwischen den Anschlussstellen Kupferzell und Neuenstein mit weit überhöhter Geschwindigkeit. Erlaubt sind auf diesem Streckenabschnitt 120 km/h. Nur mit Mühe konnte die hinterherfahrende Streife dem Kradfahrer folgen.

Über 240 Km/h wurden vom Tacho des Streifenwagens abgelesen. Trotzdem entfernte sich der Raser rasant. Unter dem Einsatz von Sondersignalen konnte der Betroffene an der Anschlussstelle Öhringen letztendlich einer Kontrolle unterzogen werden. Nach Abzug aller Toleranzen konnte eine Geschwindigkeitsüberschreitung von 96 km/h festgestellt werden. Die tatsächlich gefahrene Geschwindigkeit war zeitweise deutlich höher.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn

Symbolfoto Motorradfahrer. Quelle: adobe stock




Schwerste, lebensgefährliche Verletzungen

Zu einem schweren Verkehrsunfall kam es am Montagmittag, den 18. Mai 2020, gegen 12.30 Uhr, auf der Autobahn 6, zwischen Neuenstein und Öhringen, in Fahrtrichtung Heilbronn.

Der Fahrer eines 48 Tonnen schweren Autokrans fuhr im stockenden Verkehr auf einen vor ihm fahrenden Muldenkipper auf. Der 74 Jahre alte Autokranfahrer versuchte noch auszuweichen, konnte einen Aufprall auf den Muldenkipper jedoch nicht mehr verhindern. Bei dem Unfall zog sich der Mann schwerste, lebensgefährliche Verletzungen zu. Mit einem Rettungshubschrauber wurde er in eine Spezialklinik geflogen.

Die Bergungsarbeiten an der Unfallstelle werden aller Voraussicht nach noch mehrere Stunden andauern. Es hat sich zwischenzeitlich ein erheblicher Rückstau gebildet. An der Anschlussstelle Neuenstein wird der Verkehr von der Autobahn ausgeleitet. Der Gesamtsachschaden an beiden beteiligten Fahrzeugen wird auf zirka 200.000 Euro geschätzt.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn

 

 

 

 




20.000 Euro Sachschaden bei Unfall

Zwei Autos haben nach einem Unfall bei Niedernhall erheblich an Wert verloren. Ein 52-Jähriger war am Freitagnachmittag, den 15. Mai 2020, mit seinem Audi auf dem Gemeindeverbindungsweg zwischen Niedernhall-Hermersberg und Niedernhall-Waldzimmern unterwegs und wollte an der Kreuzung mit der Landesstraße zwischen Niedernhall-Giebelheide und Neuenstein-Neufels weiter geradeaus fahren. Dabei übersah er wohl den aus Richtung Neufels herannahenden Mercedes eines 25-Jährigen. Es kam im Kreuzungsbereich zur Kollision, bei der an jedem der beiden Fahrzeuge ein Schaden von etwa 20.000 Euro entstand. Die Fahrer blieben unverletzt.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn




„Für wissenschaftliche Studien, die an einer öffentlichen Universität stattfinden, ist das höchst ungewöhnlich“

Greta Thunberg hat oft wiederholt und betont: „Glaubt den Wissenschaftlern.“ Doch so einfach ist es nicht immer. Denn auch Wissenschaftler machen Fehler, auch im wissenschaftlichen Feld gibt es unterschiedliche Meinungen, Auswertungen, Ergebnisse und Interpretationen. Am besten zeigt sich dies am Beispiel der Coronapandemie.

Ab Mitte März 2020 gab es, um die Pandemie einzudämmen, zahlreiche Einschränkungen und Beschränkungen, der so genannte „Lockdown“ war in aller Munde. Schulen und Einzelhandelsgeschäfte mussten schließen, es gab rigide Kontaktbeschränkungen.

Social-Media-Agentur Storymachine, mitbegründet von Ex-Bild-Chef Kai Diekmann, beteiligt

Nach der so genannten Heinsberg-Studie begann ein neuer Zeitabschnitt hinsichtlich der Coronapandemie: Die Beschränkungen werden seitdem Schritt für Schritt gelockert, Geschäfte geöffnet, Kontaktsperren aufgeweicht, Schulen schrittweise geöffnet. Doch die Heinsberg-Studie unter Federführung des mittlerweile deutschlandweit bekannten Virologen Hendrik Streeck hat einen Haken: Fachleute zweifeln an der Aussagekraft der Heinsberg-Studie. Sie gebe keinen Anlass, Kontaktsperren zu lockern, sagen Kritiker.

Der Virologe Christian Drosten von der Berliner Charité sagte beispielsweise im Rahmen eines Expertengespräches, das das deutsche Science Media Center (SMC) zu künftigen Teststrategien auf Sars-CoV-2 veranstaltete,er könne aus dem, was in Düsseldorf präsentiert wurde, nichts ableiten: „Da wird einfach so wenig erklärt, dass man nicht alles versteht. (…) Diese Labortests haben eine hohe Rate an falsch positiven Signalen, rein technisch“, sagte Drosten. Das bedeute etwa, dass Antikörpertests auch dann anschlagen können, wenn Menschen sich gar nicht mit dem neuen Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert haben, sondern ihr Immunsystem Antikörper gegen eines der vier saisonalen Coronaviren gebildet hat.“ Das geht aus einem Artikel der Wochenzeitung Die Zeit hervor. https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2020-04/heinsberg-studie-coronavirus-hendrik-streeck-storymachine-kai-diekmann

Coronaviren gibt es schon lange. Mit Covid-19 betritt aber eine bislang wenig erforschte Coronavirus-Art den Raum. Seit dieser Woche möchte das Robert-Koch-Institut daher das Virus genauer erforschen und beginnt mit Kupferzell als Corona-Hotspot. 2.000 Kupferzeller sollen zur Ader gelassen und befragt werden, um am Ende mehr über das noch weitgehend unbekannte Coronavirus zu erfahren. Morgen ist eine erste Pressekonferenz dazu geplant zu den genauen Untersuchungsbedingungen.

Die großen der PR- und Medienbranche haben die Studie unterstützt

Während parallel dazu die Maschinerie der Beendigung der Corona-Maßnahmen in Bewegung geraten ist, berichtet die Wochenzeitung Die Zeit, wer den nunmehr deutschlandweit bekannten Virologen Streeck unterstützt hat, mit seiner Heinsberg-Studie in kürzester Zeit so bekannt zu werden: „Mittlerweile wurde zudem bekannt, dass das Forscherteam um Hendrik Streeck bei der Öffentlichkeitsarbeit von der Social-Media-Agentur Storymachine unterstützt wird, gegründet vom ehemaligen Bild-Chefredakteur Kai Diekmann, dem PR-Profi Michael Mronz – dem einstigen Lebenspartner des verstorbenen Außenministers und FDP-Politikers Guido Westerwelle – sowie dem ehemaligen stern-Chef Philipp Jessen. In sozialen Netzwerken begleitet die Agentur die Forschung des Bonner Teams mit einer Informationskampagne. Für wissenschaftliche Studien, die an einer öffentlichen Universität stattfinden, ist das höchst ungewöhnlich“, lautet das Fazit über diese PR-Werbetrommel in der Zeit.

„Die Studie von Prof. Dr. Hendrik Streeck zu Covid-19 ist von überragender Wichtigkeit und wissenschaftlicher Bedeutung für den weiteren politischen und gesellschaftlichen Umgang mit dieser Krankheit“, urteilte Storymachine-Geschäftsführer Philipp Jessen gegenüber dem Magazin Meedia. Das Ziel des „Heinsberg-Protokolls“ sei es, dieser wissenschaftlichen Arbeit größtmögliche Öffentlichkeit und Sichtbarkeit zu ermöglichen.

Die nordrhein-westfälische Landtagsabgeordnete Sarah Philipp von der SPD richtete indes eine kleine Anfrage an die Landesregierung. Darin geht es unter anderem um die Frage, wer Storymachine den Auftrag zur Erstellung der Dokumentation gegeben habe und wer diese finanziere. Die Agentur habe den Kontakt zu Streeck aufgenommen und sein Einverständnis für die Dokumentation eingeholt, heißt es in dem Interview mit Meedia. Die Agentur erhalte aber weder Geld von ihm noch von der Universität Bonn.

Coronavirus Symbolfoto. Quelle: adobe stock

 

 

 

 

 




Boom beim Zweiradverkauf

Seit Tagen kommen die Kunden telefonisch kaum durch beim wohl größten Fahrradhändler in Schwäbisch Hall. Aber auch wenn man es schafft, jemanden an die Strippe zu bekommen, ändert das nichts an der Tatsache, dass die Ladenfläche fast leergefegt ist. Wo früher sich Rad an Rad reihte, breitet sich seit Wochen eine immer größere gähnende Leere aus. Dafür steht draußen vor dem Ladengeschäft eine immer längere Corona-Warteschlange.

Nicht nur Radneuverkäufe, auch mit Reparaturen diverser alter Fahrräder sind die Mitarbeiter zuhauf beschäftigt. Auch in Ingelfingen kann sich ein Farradhändler kaum vor Neubestellungen retten. Allerdings ist auch hier das Problem: „Woher nehmen, wenn nicht stehlen?“ Viele Räder im Laden sind abverkauft, der Nachschub an neuen Fahrrädern und Ersatzteilen aber stagniert. Die Händler warten nicht selten mehrere Wochen auf neue Ware, um weiter verkaufen und den derzeit großen Bedarf decken zu können.

Die Hohenloher haben ein neues Lieblingsspielzeug für sich entdeckt: Das Fahrrad. Und das hat in Coronazeiten viele Vorteile: Bewegung an der frischen Luft, schöne Hohenloher Wege, eine Sport- und Freizeitbeschäftigung für die Familie und der Kontaktabstand bleibt gewahrt. Da gibt es vergleichsweise nur noch ein anderes Zweirad, das nicht geschwächt, sondern gestärkt durch uns aus der Krise geht: das Motorrad.

Symbolfoto Fahrradverkauf. Quelle: adobe stock

 




Braune Spur zieht sich durch Künzelsau

Nachdem wir vor wenigen Stunden einen Bericht veröffentlicht haben über die Beklebung unserer Redaktion in Künzelsau mit rechtsradikalen Aufklebern, erfuhren wir, dass wir nicht die einzigen waren, denen dies passiert ist an diesem Wochenende. Auch der Bahnhof in Künzelsau ist mit diesen und ähnlichen Aufklebern beklebt worden. Samstagvormittag sei dies bemerkt worden, wurde der Redaktion GSCHWÄTZ berichtet. Dies lässt darauf schließen, dass die Aufkleber in der Nacht von Freitag, den 15. Mai 2020, auf Samstag, den 16. Mai 2020, angebracht worden sind.

Eine Künzelsauerin erklärte gegenüber GSCHWÄTZ: „Wir waren so empört, dass wir zusammen mit Flüchtlingen, mit denen wir zusammenarbeiten, die Aufkleber am Bahnhof direkt beseitigt haben. Leider sind wir nicht an alle hingekommen und haben daher nicht alle beseitigen können.“ Auch am Busbahnhof sind an diversen Stellen Aufkleber angebracht worden mit Inhalten wie „Merkels Gäste könnten schubsen. Bitte Abstand halten.“

Neben dem Landratsamt wurden weitere Aufkleber gesehen.

 

Foto: privat

Foto: privat

Foto: privat




Schmorbrand in einem Geschenkeladen in einem Hotel

Am Freitagabend, den 15. Mai 2020, kurz vor 19.00 Uhr, musste die Feuerwehr zu einem Schmorbrand in den Geschenkeladen eines Hotels in der Hauptstraße ausrücken.

Eine defekte Steckdose des im Erdgeschoss befindlichen Geschenkladens löste den Brand aus. Die Feuerwehr Künzelsau war mit 20 Einsatzkräften und 5 Fahrzeuge vor Ort. Der Brand konnte schnell gelöscht werden, so dass ein Übergreifen auf das Inventar und die Verkaufswaren verhindert werden konnte. Lediglich Teile einer Wand und Teile der Decke wurden beschädigt. Der Sachschaden beläuft sich auf mehrere Tausend Euro.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn

Künzelsau Hauptstraße. Foto: GSCHWÄTZ




Robert-Koch-Insititut will 2.000 Kupferzeller unter die Lupe nehmen

Ein Team des Robert Koch-Instituts (RKI) untersucht in der Gemeinde Kupferzell, wie verbreitet das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 vor Ort ist. Rund 2.000 Erwachsene aus der Gemeinde Kupferzell im Hohenlohekreis werden in den nächsten Tagen zur Studie „Corona-Monitoring lokal“ eingeladen. Im Studienprogramm vorgesehen sind ein Rachenabstrich, eine Blutentnahme und eine Befragung unter anderem zu klinischen Symptomen, Vorerkrankungen und Gesundheitsverhalten. Ein Team des RKI ist ab 18. Mai 2020 vor Ort, die Untersuchungen beginnen in den darauffolgenden Tagen und finden voraussichtlich bis 06. Juni 2020 in zwei Studienzentren statt. Das geht aus einer gemeinsamen Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises und der Gemeinde Kupferzell hervor.

RKI möchte wissen, wie viele Menschen schon Antikörper entwickelt haben

Bei einem Hinweis auf eine aktuell bestehende Infektion mit SARS-CoV-2 meldet sich die Studienärztin  beziehungsweise der Studienarzt umgehend bei den Betroffenen. Die übrigen Teilnehmenden erhalten ihre Ergebnisse innerhalb von vier Wochen per Post. Somit erfahren die Teilnehmenden, ob sie bereits eine Infektion mit SARS-CoV-2 durchgemacht haben. Am „CORONA-MONITORING lokal“ können nur Personen teilnehmen, die vom RKI zur Studie eingeladen wurden. Dazu wurden Erwachsene über ein Zufallsverfahren beim Einwohnermeldeamt ausgewählt und schriftlich eingeladen. Die Teilnahme ist freiwillig.

Welche Menschen besonders gefährdet?

Mit der Studie wollen Wissenschaftler des RKI herausfinden, wie viele Menschen bereits Antikörper gegen das neuartige Coronavirus gebildet haben. Weiterhin soll erforscht werden, wie hoch der Anteil von Infektionen ohne Krankheitssymptome ist, welche Menschen häufiger von der Erkrankung Covid-19 betroffen sind und wie oft die Erkrankung so schwer verläuft, dass Menschen im Krankenhaus oder auf der Intensivstation behandelt werden müssen.

Kupferzell einer von vier ausgewählten Orten

Mit „Corona-Monitoring lokal“ untersucht das RKI insgesamt 8.000 Menschen an vier besonders von der Corona-Pandemie betroffenen Orten.

Weitere Informationen (ab 19. Mai 2020): http://www.rki.de/corona-monitoring-lokal

Landrat Dr. Matthias Neth und Bürgermeister Christoph Spieles rufen zur Teilnahme auf

Laut dem baden-württembergischen Gesundheitsminister Manne Lucha leisten die Kupferzeller Bürger „einen wichtigen Beitrag dazu, dass wir mehr über das Coronavirus erfahren.“ Das Robert Koch-Institut (RKI) wird ab nächster Woche im Hohenlohekreis die Studie zum neuartigen Coronavirus durchführen. „Wir wollen mit der Studie weitere Antworten auf Fragen rund um das Virus und seine Verbreitung geben können“, so Dr. Thomas Lampert, Leiter der Abteilung für Epidemiologie und Gesundheitsmonitoring am RKI, über die Ziele.

Insbesondere wird dabei untersucht, bei wie vielen Menschen sich Antikörper nachweisen lassen und wie hoch der Anteil von Infektionen ohne Krankheitssymptome ist. Auch die Fragen, ob manche Personengruppen häufiger von einer Infektion betroffen sind und wie oft eine Erkrankung so schwer verläuft, dass diese im Krankenhaus oder auf der Intensivstation
behandelt werden muss, sollen betrachtet werden.

Landrat Neth: „Wir begrüßen die Studie“

„Trotz starker Betroffenheit ist die Bewältigung der Corona-Epidemie in Baden-Württemberg bisher gut gelungen. Für eine mögliche zweite Welle sind weitere Erkenntnisse über das Virus jedoch von großer Bedeutung“, unterstreicht Gesundheitsminister Manne Lucha. Landrat Dr. Matthias Neth betont: „Wir begrüßen die Studie und sind gerne bereit, das Robert Koch-Institut in jeder erdenklichen Hinsicht zu unterstützen. Wir bitten daher alle Kupferzeller Bürger, die zur Teilnahme eingeladen wurden, bei der Studie mitzumachen.“

Denn „je mehr Teilnehmer die Studie hat, umso aussagekräftiger sind die Ergebnisse und desto besser können wir alle das Virus verstehen,“ so Dr. Antje Haack-Erdmann, Leiterin des
Gesundheitsamtes im Hohenlohekreis.

RKI beginnt mit Kupferzell

Kupferzell ist der erste Untersuchungsort der geplanten Studie. Insgesamt will das RKI die Zahl von 2.000 Teilnehmenden in Kupferzell erreichen. Weitere besonders betroffene Gebiete in
Deutschland sollen folgen. „Im März war die Gemeinde Kupferzell von einer hohen Anzahl an Neuinfektionen besonders stark betroffen und wurde so zu einem der „Hotspots“ im Hohenlohekreis“, ergänzt Christoph Spieles, Bürgermeister der Gemeinde Kupferzell. „Deswegen ist es in unserem ureigenen Interesse, so viel wie möglich über das Coronavirus zu
erfahren. Hierbei unterstützen wir das Robert Koch-Institut gerne.“

Auch Stefan Brockmann, der beim Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg das Kompetenzzentrum Gesundheitsschutz leitet, begrüßt die Studie des RKI im Hohenlohekreis: „Es ist wichtig, in der Fläche Daten zu generieren, um mehr Erkenntnisse über SARS-CoV-2 zu sammeln und so die Immunitätslage und die Verbreitung des Virus besser beurteilen zu können.“

Kupferzell besonders geeignet

Dass Kupferzell ausgewählt wurde, liegt insbesondere an einigen Gegebenheiten vor Ort, so die Pressemittelung des Landratsamtes des Hohenlohekreises: Sowohl die Einwohnerzahl Kupferzells als auch die relativ isolierte Lage im ländlichen Raum (im Gegensatz zu einer Großstadt) würden sehr gut zu den Voraussetzungen der Studie passen. Das Untersuchungsteam ist ab Anfang nächster Woche vor Ort. Die Studie wird in den darauffolgenden Tagen beginnen und sich über drei Wochen erstrecken. Die Probanden werden nach wissenschaftlichen Kriterien ausgewählt und persönlich angeschrieben. Freiwillige Meldungen sind nicht möglich. Auch das Ersetzen einer Person durch eine andere ist nicht möglich. Damit wird sichergestellt, dass die Ergebnisse der Studie möglichst aussagekräftig sind.

Freiwillige Meldungen sind nicht möglich

Die Untersuchungen finden in einem mobilen Studienzentrum und in Untersuchungsräumen statt. Die genaue Anschrift finden die Teilnehmer in der Terminbestätigung. Bei jedem Teilnehmenden seien, so die Pressemitteilung, „jeweils eine Blutentnahme, ein Rachenabstrich sowie eine Befragung (unter anderem zu Vorerkrankungen und Gesundheitsverhalten) vorgesehen“. Das Blut wird auf Antikörper untersucht, die eine durchgemachte Infektion anzeigen. Im Rachenabstrich wird mit einem sogenannten PCR-Test direkt nach dem Virus gesucht, um eine mögliche aktuelle Infektion zu untersuchen. Die Blutentnahme und den Rachenabstrich führen medizinisch qualifizierte und geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Robert Koch-Instituts durch. Im Studienzentrum ist außerdem ein Arzt oder eine Ärztin anwesend. Insgesamt dauert die Teilnahme etwa 20 Minuten. Bis die Ergebnisse der Studie vorliegen, wird es mehrere Wochen dauern.

Informationen zum Robert Koch-Institut gibt aus auf: http://www.rki.de/DE/Content/Institut/institut_node.html

Symbolfoto Blutabnahme. Foto: adobe stock




„Die schönste und originellste Maske kommt aus Künzelsau“

Uta von Sohl ist begeistert von einer ganz bestimmten selbst genähten Maske aus Künzelsau, die sie im Internet gefunden und erworben hat. Auf dem Mundschutz ist ein Notenmuster zu sehen.

Uta von Sohl und ihr Mann sind freiberufliche Konzert- und Theaterrezensenten. Daher ist das Motiv mehr als passend für ihren Beruf. Ursprünglich kommt Uta von Sohl aus Mannheim, derzeit lebt sie im – wie sie selbst sagt – „norddeutschen Exil“.

Sie ist sich sicher: „Maskenpflicht überall und die für mich schönste und originellste Maske kommt aus Künzelsau. Ich habe im Internet gesucht und gefunden: einen Mundschutz mit einem Notenmuster, der in Künzelsau genäht wurde. Stolz wie Bolle werden ich und auch mein Mann, wenn die Kultur wieder zugänglich sein wird, dieses aparte Teil tragen.“

Mund-Nase-Schutz mit Notenmuster. Diese goldigen Masken haben bis in den hohen Norden begeistert. Foto: privat

 

 

 




Mandeln, Magenbrot & Crêpes gegen Corona-Koller

Timo Zöllner, Schausteller aus Öhringen, hat im Hofgarten, zwischen der Alten Turnhalle und dem Kinderspielplatz ein Volksfestständle eröffnet. Der Kreisvorsitzende der FDP Hohenlohe und Kreisrat Michael Schenk hat Sabrina und Timo Zöllner zur Eröffnung ein kleines Weinpräsent überreicht und wünschte der Familie viel Erfolg mit ihrem Verkaufsstand.

Er sprach dabei die Hoffnung aus, dass sich irgendwann auch die Karusselle wieder drehen werden. Unterstützt wurde Schenk von den Stadträten Gerhard Feiler und Uwe Köhler. Seit Beginn der Corona-Krise ist für Zöllner durch den Wegfall aller Feste und Jahrmärkte jegliche Einnahme weggefallen und man hat deshalb nach einer Einnahmequelle gesucht. Nach etwas Zögern wurde jetzt das Vorhaben zur Rettung einer Existenz auch von der Stadt Öhringen unterstützt. Nun gibt es täglich von 11 bis 19 Uhr süße Leckereien wie gebrannte Mandeln, Magenbrot, Crêpes  und Softeis.

Dadurch können Kinder aber auch Erwachsene ein klein wenig in den Genuss eines Volksfestes kommen. Selbstverständlich werden die üblichen Hygieneregeln und Abstandsregeln eingehalten. Timo Zöllner bedankte sich bei allen, die ihn bei der Umsetzung seiner Idee für ein Volksfest Ständle unterstützt haben und hofft auf gute Geschäfte.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Öhringen

Der Kreisvorsitzende der FDP Hohenlohe und Kreisrat Michael Schenk (links) hat Sabrina und Timo Zöllner zur Eröffnung ein kleines Weinpräsent überreicht und wünschte der Familie viel Erfolg mit ihrem Verkaufsstand. Fotos: Stadtverwaltung Öhringen

Timo Zöllner, Schausteller aus Öhringen, hat im Hofgarten, zwischen der Alten Turnhalle und dem Kinderspielplatz ein Volksfestständle eröffnet.

Unter anderem Magenbrot und Mandeln kann man kaufen.