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Hohenlohe: Geänderte Erreichbarkeit der Bürgerhotline

Da insbesondere an Wochenenden zuletzt nur noch sehr wenige Anrufe bei der Bürgerhotline des Hohenlohekreises eingegangen sind, wird deren Erreichbarkeit laut einer Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis angepasst. Das Bürger-Infotelefon wird künftig nur noch werktags von Montag bis Freitag von 9 bis 16 Uhr besetzt sein. Außerhalb dieser Zeiten ist die Hotline des Regierungspräsidiums Stuttgart/Landesgesundheitsamt unter Telefon 0711/904 39 555 von Montag bis Sonntag zwischen 9 und 18 Uhr erreichbar.

Zu allen Fragen rund um das Thema Corona hat die Landkreisverwaltung seit einigen Wochen ein Bürger-Infotelefon unter Telefon 07940/18 888 eingerichtet. Bei Fragen zur Wirtschaft können sich die Bürger direkt an die Telefonnummer 07940/18 351 und bei Fragen zur Landwirtschaft an die Nummer 07940/18 600 wenden.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis




Skrupellose Automusik – Stumpfes Zieh & Zupfkapelle in Schwäbisch Hall

Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung der Covid-19 Pandemie wurden alle Großveranstaltungen in Deutschland im Jahr 2020 abgesagt.  Der Ausfall der Events reißt nicht nur eine große Lücke in den deutschen Veranstaltungskalender, sondern auch in die Auftragslage einer kompletten Branche. Kreativität ist nun gefragt. Und genau diese beweist das Team der Kantine26 in Schwäbisch Hall in den vergangenen Wochen. Auf dem Freigelände des Clubs, in dem sonst Künstler aus Nah und Fern auftreten, wurde kurzerhand ein Autokino aufgebaut, welches täglich mehrere Filme zeigt. Nun sollen Konzertveranstaltungen folgen.

In Kooperation mit dem Festivalteam „Sounds Of Hall“ werden am Freitag, den 29. Mai 2020, und Samstag, den 30. Mai, die schwäbischen Lokalhelden der „Stumpfes Zieh & Zupfkapelle“ zum ersten Autokonzert der Kantine26 aufspielen. Bereits seit Monaten konnten Manne, Benny, Flex und Selle ihre musikalischen Kracher nicht mehr live darbieten. Und wer weiß, wie lange dieser Zustand noch anhalten wird – denn ein Ende der Pandemie ist ja bekanntlich noch nicht in Sicht.

Für das Veranstalter-Team von Sounds Of Hall und Kantine 26 ist dies ein Testlauf für weitere Autokonzerte. Auf dem Festivalgelände der Kantine 26 wird eine große Open-Air-Bühne aufgebaut, in der die Kinoleinwand integriert wird. Der Live-Sound von der Bühne wird via UKW direkt auf das Autoradio der Besucher übertragen. Zusätzlich arbeiten die Verantwortlichen auch an einer Möglichkeit, die Veranstaltung via Stream ins Internet zu übertragen. Somit könnte man die Konzerte auch von anderen Autokinos oder vom heimischen Sofa verfolgen.

Das Ziel ist es den Besuchern ein sicheres musikalisches Erlebnis im Rahmen der geltenden Vorgaben zu bieten und dabei zeitgleich für alle organisatorisch beteiligten Parteien eine Grundlage für ihr Arbeiten zu schaffen.

Der Vorverkauf für das Konzert der „Stumpfes“ hat bereits begonnen. Tickets können über die Homepage von Sounds Of Hall https://sounds-of-hall.shop/produkte bestellt werden.




Sounds of Hall: Premiere verschoben auf 2021

Die Premiere des Sounds of Hall muss warten, die aktuelle Lage und die daraus resultierenden Verordnungen lassen es nicht anders zu. Somit können die für dieses Jahr geplanten Konzerte leider nicht stattfinden. Jedoch soll am Line-up festgehalten werden. Die Erstausgabe der Sounds of Hall wird um ein Jahr verschoben.

Das Konzert von Mark Forster wurde auf Samstag, den 17. Juli 2021, verschoben. Am Tag davor, Freitag, den 16. Juli 2017, ist der Auftritt von Dieter Thomas Kuhn & Band. Alle bereits gekauften Tickets behalten auch für diesen Nachholtermin ihre Gültigkeit. Ebenso bleiben Einlass und Beginn wie auf der Karte kommuniziert bestehen.

Alle neuen Termine und weiteren Informationen gibt es ab sofort auch auf der Homepage http://www.sounds-of-hall.de und den Social Media Kanälen http://www.facebook.com/soundsofhallevent und http://www.instagram.com/soundsofhall nachzulesen. Tickets gibt es unter http://www.sounds-of-hall.shop und an allen bekannten VVK-Stellen.




Tierparadies Möglingen – Biotope zeigen Erfolge

Die vom Flurneuordnungsamt des Hohenlohekreises durchgeführte Waldflurneuordnung Öhringen-Möglingen wurde laut einer Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis nun offiziell abgeschlossen. Für die Unterhaltung der Landschaftspflegemaßnahmen und des Wegenetzes ist ab sofort die Stadt Öhringen zuständig. Zum Abschluss des Verfahrens lud das Landratsamt zu einer Begehung des Gebietes ein. Dabei wurden auch die neu angelegten Biotope begutachtet.

Die corona-bedingt kleine Gruppe mit Andreas Insam und Jana Klaiber von der Stadt Öhringen, Karlheinz Müller von der NABU-Ortsgruppe Ohrnberg und Reinhard Beck als Vertreter der am Verfahren beteiligten Grundstückseigentümer freute sich über den guten Zustand der Biotope. „Man sieht bereits jetzt, dass die Maßnahmen wunderbar angenommen werden“, fasste Andreas Insam in der Mitteilung zufrieden das Ergebnis zusammen. Gerade die einfachsten und kostengünstigsten Projekte, kleine „Gumpen“, also gezielt angelegte Vertiefungen in den Wassergräben am Wegesrand, in denen sich dann ein kleiner Tümpel bildet, zeigten die besten Ergebnisse. Dort wimmelte es von Bergmolchen, Kaulquappen und Grasfröschen. In jedem Flurneuordnungsverfahren werden umfangreiche Biotope hergestellt, um für bedrohte heimischen Tier- und Pflanzenarten neue Lebensräume zu schaffen oder bestehende Lebensräume aufzuwerten und zu vernetzen.

Das eigentlich für Ende April geplante Abschlussfest der Waldflurneuordnung Möglingen soll möglichst noch in diesem Herbst nachgeholt werden.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis

Die Molche in den neu angelegten Gumpen. Foto: Landratsamt Hohenlohekreis




Alternative zu Einweg-Masken – Betreuungskräfte nähen Masken für die Geschwister-Scholl-Schule  

Mit viel Engagement und Können machten sich laut einer Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis die Betreuungskräfte der Geschwister-Scholl-Schule Künzelsau daran, alle 84 Schülerinnen und Schüler mit selbstgenähten Mund-Nasen-Bedeckungen zu versorgen. Und weil die Maskenproduktion so gut und glatt lief, konnten die fleißigen Näherinnen zusätzliche Masken für die Erich-Kästner-Schule anfertigen. 

So haben alle Schüler der Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren des Hohenlohekreises ergänzend zu ihrer vom Landkreis bereitgestellten persönlichen Schutzausrüstung nun auch wiederverwendbare, waschbare Masken in fröhlichen Farben. Kinder und Jugendliche, die sich mit der Maskenpflicht etwas schwertun, haben somit eine bunt bedruckte Alternative zu den handelsüblichen Einweg-Masken, die sich sehen lassen kann und auch die Umwelt schont. So macht die Schule auch in Corona-Zeiten Spaß. 

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis




„Preiscrash durch Corona“

Der Begriff Tierwohl ist in aller Munde. Gerade die Schweinehalter werden immer wieder angegriffen. Bilder von eng beieinander lebenden Tieren kursieren durch die sozialen Netzwerke und werden angeprangert. Aber was heißt Tierwohl konkret? Wer weiß, was richtig und falsch für die Tiere ist? „Es geht immer darum, die Lebensqualität und das Wohlergehen unserer Tiere zu verbessern“, sagt die konventionell arbeitende Landwirtin Susanne Karle aus Kupferzell in einer Pressemitteilung des Bauernverbands Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems e.V.

Drei Punkte fürs Tierwohl

Mit falsch verklärter Landwirtschafts-Romantik habe das nichts zu tun, schreibt der Bauernverband weiter. Man geht von drei wesentlichen Punkten aus, die für das Tierwohl entscheidend sind: die Gesundheit und das Wohlbefinden der Tiere, sowie die Möglichkeit, ihren natürlichen Verhaltensweisen nachzugehen. Grundlage vieler Bewertungssysteme für das Tierwohl ist das Konzept der „Fünf Freiheiten“: Die Tiere müssen unter anderem frei von Hunger und Durst, von Schmerz, Verletzungen und Krankheiten sowie von Angst und Stress sein. „Als Landwirtin oder Landwirt achten wir beispielsweise darauf, dass das Stallklima und die Betriebshygiene optimal sind. Wir achten weiter darauf, dass der gesetzliche vorgeschriebene Platzbedarf eingehalten wird, dass die Tiere ihr altersgerecht passendes Futter erhalten und sich wohl fühlen.“  

Schwierige Planbarkeit

Schweinezucht hat in Hohenlohe eine lange Tradition. Aber heute ist es nicht mehr leicht, das aufrecht zu erhalten und viele Landwirte hier in der Region geben diesen Zweig auf. Immer neue Gesetze und Vorschriften erschweren die wirtschaftliche Planbarkeit für die Betriebe, zum Beispiel für Investitionen. Investitionen sind für die, auch von den Verbrauchern geforderten Tierwohlkriterien, aber nötig. „Früher waren die Ställe eben klein und dunkel. Heute gehören Tageslicht, mindestens zehn Prozent mehr Platz, Kühl-und Klimaanlagen für heiße Sommer, Beckentränken und Spielzeug für die Tiere dazu“, erklärt Landwirtin Susanne Karle. Da muss ganz oft komplett neu gebaut werden.

Millionen investiert

„Aufgeben ist nicht. Wir müssen weiter machen, um das bezahlen zu können“. Für den neuen Mast- und Ferkelstall und den Umbau der Abferkelställe investierte der Familienbetrieb in den vergangenen Jahren über eine Million Euro. Den Hof bewirtschaften sie seit drei Generationen und aktuell mit drei Arbeitskräften. Einen Acht-Stunden-Tag gibt es nicht. „Da muss man auch mit leichtem Fieber und Unwohlsein arbeiten, so ist das in der Landwirtschaft.“ Die Karles waren als Landwirtsfamilie gleich Anfang März von dem Erreger Covid-19 betroffen, sie wissen wovon sie reden. Aber sie haben es geschafft, ihre insgesamt 1800 Tiere auch in dieser Zeit gut zu versorgen. Das ist nicht selbstverständlich, „denn es hören viele auf in meinem Alter“, weiß die Diplomagraringenieurin. Sie hat in Triesdorf studiert und seit 2005 ihren Abschluss. Und weil sie viel davon versteht, arbeitet sie zusätzlich in der Firma Objektplan des Bauernverbandes. 

Kurze Transportwege

350 neue Ferkel – alle drei Wochen. Auf dem Hof Karle kommen bei rund 30 von 200 Muttersauen im Drei-Wochen-Rhythmus je zwölf bis 14 Ferkel zur Welt. Zuvor sind die Sauen für drei Monate, drei Wochen und drei Tage tragend. Statistisch gesehen sind das pro Muttersau 2,4 bis 2,5 Würfe im Jahr und in ihrem Leben insgesamt sieben bis acht Würfe. Vier Wochen bleiben die Ferkel bei der Muttersau und werden gesäugt. Circa zehn von ihnen werden später selbst als Muttersauen aufgezogen und sichern die eigene Nachzucht zur Erhaltung des Bestandes. Das wird in der Landwirtschaft Eigenremontierung genannt. Die anderen Tiere werden als Mastschweine herangezogen und schlussendlich zum Schlachter gebracht, wobei auf kurze Transportwege geachtet wird. Das begehrte Fleisch geht an einen großen Lebensmittelkonzern für regionale Einkäufe. Das Futtergetreide und der Mais für die Tiere werden selber angebaut und ergänzen den Arbeitskreislauf auf dem Hof Karle am Rande von Kupferzell.

Neugierige Jungtiere

Von der Wochenstation bis zum Jugendtreff: Für jede Phase im Leben, sprich nach Alter, Kondition und Größe, werden die Tiere in unterschiedlichen Ställen gehalten. Generell unterteilt man dabei in Abferkel-, Ferkel- und Maststall. Diese wiederum sind immer in Kammern geteilt, um regelmäßige Reinigung und Desinfektion zu erleichtern. Da sind die „Mütter“ allein mit ihren „Kindern“, die schon etwas größeren Ferkel toben quasi im „Kindergarten“ miteinander, „Teenager“ sind zu dreizehnt in ihrer Gruppe. Beim vorsichtigen Rundgang durch einen Ferkelstall wird dann auch schnell klar: Die Jungtiere sind schreckhaft und reagieren auf fremde Stimmen unvertrauter Personen mit Vorsicht und Rückzug. Neugierig wie sie sind, gibt sich das schnell wieder und sie schnuppern an der gereichten Hand.  

Konsumenten sollten mehr regional kaufen

Wir machen es gern, weil es so vielseitig ist. Vom Ackerbauer, über den Schweinhalter bis zum Manager und zur Bürokraft ist alles dabei. „Besonders das Arbeiten mit den Schweinen, zu sehen wie sie auf die Welt kommen und wachsen…“, treibt Susanne Karle als junge Landwirtin an. Sie engagiert sich zusätzlich im Vorstand des Bauernverbandes für ihren Berufsstand und wünscht sich, dass die Konsumenten noch mehr darauf achten, regional zu kaufen. Denn gern möchte sie noch lange und zusammen mit Ihrer Familie die Hof-Tradition der Schweinezucht hier in Hohenlohe weiterführen.

 Preiscrash durch Corona

Die fehlende Nachfrage in der Gastronomie und aus den wichtigen Exportmärkten, wie zum Beispiel für Schweinefüße, Schwänze, Rüssel und Innereien in China, hätten zu einem regelrechten Crash der Preise geführt. Wie vor diesem Hintergrund gesellschaftliche Sonderwünsche zu finanzieren sind, ist dem Geschäftsführer des Bauernverbandes Helmut Bleher unklar: „Unsere Hohenloher Bauern sind die ersten, wenn es darum geht, mit Innovation und auch Investition im Stall noch bessere Verhältnisse zu schaffen. Überdrehen darf man die Forderungen aber nicht. Wir brauchen gerade jetzt, wenn das Geld hinten und vorne fehlt, viel mehr Zeit, um notwendige Anpassungen zu finanzieren“. Helmut Bleher appelliert an die Vernunft der Politiker im Bundesrat, wo in den letzten Wochen ein sprichwörtliches Tauziehen um Verschärfungen in der Schweinehaltung stattgefunden hat. Die neue Verordnung zur Nutztierhaltung soll mehr Platz für die Tiere schaffen. Sie ist aber mehrfach gescheitert, weil noch schärfere Fristen für die Umsetzung gefordert worden wurden. „Die Bauern brauchen sprichwörtlich die Luft zum Atmen und zum Arbeiten“, so Bleher.

Quelle: Pressemitteilung vom Bauernverband Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems e.V.

Die Tiere kennen und vertrauen Landwirtin Susanne Karle aus Kupferzell. Foto: Bauernverband Schwäbisch Hall –  Hohenlohe – Rems e.V.

 




Überraschende Einstellung des Verfahrens

Das Landgericht Heilbronn informiert in einer Pressemitteilung darüber, dass das in den Medien als so genannte Hexenkesselprozess bezeichnete Verfahren gegen K. ausserhalb der Hauptverhandlung eingestellt wird. Der Fortsetzungstermin am Mittwoch, den 27. Mai 2020, entfällt.

Gegen Ende der Woche werde es, so das Landgericht, eine Pressemitteilung zu den Einzelheiten der Einstellungsentscheidung geben.

Verbrühungen 2. Grades beim Faschingsumzug

Dem Angeklagten wurde zur Last gelegt, er habe am 03. Februar 2018 am 16. Eppinger „Nachtumzug“ als Mitglied der Gruppierung „Bohbrigga Hexenbroda“ teilgenommen, die einen Bollenwagen mit einem geschlossenen Kessel voller dampfend heißem Wasser mit sich geführt habe. Als groben Spaß habe er die als Besucherin auf dem Umzug anwesende Nebenklägerin gemeinschaftlich mit einem weiteren Mitglied seiner Gruppierung ohne weitere Sicherungsmaßnahmen über den „Hexenkessel“ gehalten, wobei die Beine der Nebenklägerin in das heiße Wasser gelangt seien. Die Nebenklägerin habe dadurch – für den Angeklagten vorhersehbar und vermeidbar – Verbrühungen zweiten Grades erlitten (wir berichteten https://www.gschwaetz.de/2020/01/30/verbruehungen-2-grade-besucherin-bei-faschingsumzug-ueber-hexenkessel-gehalten/

In erster Instanz hat das Amtsgericht Heilbronn hat diesen Sachverhalt im Urteil vom 21. Dezember 2018 für erwiesen erachtet und den Angeklagten zu einer Geldstrafe von 110 Tagessätzen verurteilt.

 

 

 

 




Auto einer 23-Jährigen überschlägt sich – Alkohol im Spiel

Ein Pkw kam am frühen Samstagmorgen, den 25. Mai 2020, von der Fahrbahn ab und überschlug sich im Anschluss. Das geht aus einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn hervor.

Eine 23-jährige Fahrerin eines Seat befuhr die A6 in Richtung Mannheim. Gegen 03.15 Uhr geriet die junge Frau aus bislang ungeklärten Gründen nach rechts in den Grünstreifen und fuhr an der Brücke über der Autobahn im Bereich Neuenstein einen steilen betonierten Hang hinauf. Hierbei überschlug sich der Wagen mehrfach und landete im Anschluss wieder auf der Fahrbahn der Autobahn auf den Rädern. Es entstand Sachschaden in Höhe von zirka 8.000 Euro.

Die Frau verletzte sich durch den Unfall leicht und musste im Krankenhaus behandelt werden. Im Anschluss der Behandlung wurde bei der 23-Jährigen ein Alkoholtest durchgeführt. Trotz der bereits vergangenen Stunden zum Unfallzeitpunkt lag das Ergebnis bei mehr als 0,7 Promille.

 




VW verliert Rad während der Fahrt

Am Samstagmorgen, den 23. Mai 2020, verlor ein Pkw während der Fahrt ein Rad. Das geht aus einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn hervor.

Auf der A6 bei Öhringen löste sich gegen 09.45 Uhr das linke Vorderrad eines VW einer 35-Jährigen. Der Wagen schlittete daraufhin auf der Achse über die Fahrbahn und kam nach zirka 30 Metern zum Stehen. Der verlorene Reifen rollte quer über die Fahrbahn und blieb an der Mittelleitplanke liegen. Die Frau kam mit einem Schrecken davon und verletzte sich glücklicherweise nicht. Es entstand jedoch Sachschaden an dem Fahrbahnbelag und dem VW in einer bislang unbekannten Höhe.




„Um sich vor der Pest zu schützen, trugen die Menschen Tücher vor dem Gesicht“

Covid-19 ist ein Virus, das eine weltweite Pandemie entfacht hat. Überall auf der Welt erkranken Menschen und sterben – vermehrt ältere Menschen und mit Vorerkrankungen, aber es gibt auch Kinder und Menschen zwischen 20 und 40 Jahren, die das Virus dahinrafft. Manche Virologen haben Covid-19 bereits mit der Spanischen Grippe verglichen, an der 2018/2019 – also vor ziemlich genau 100 Jahren – laut dem Ärzteblatt schätzungsweise 27 bis 50 Millionen Menschen starben. https://www.aerzteblatt.de/archiv/197155/Spanische-Grippe-Ein-Virus-Millionen-Tote Die Wochenzeitung Die Zeit betitelte die Spanische Grippe in einem Artikel, online veröffentlicht im Januar 2020, als „die Mutter aller Pandemien“. https://www.zeit.de/2020/06/spanische-grippe-virus-seuche-pandemie

Die Pest, die vor rund 700 Jahren tobte, soll sogar ein Drittel der Bevölkerung dahingerafft haben. Auch im Hohenlohischen wütete sie – und mit ihr noch viele andere Dinge. Denn die Leidtragenden war damals die jüdische Bevölkerungsgruppe.

Herren von Hohenlohe nahmen Juden auf

Denn im Hohenlohehischen gab es damals zahlreiche jüdische Siedlungen. „Jüdische Siedlungen dürften im Gebiet Hohenlohe im hohen und späteren Mittelalter an wichtigen Verkehrs- und Handelsmittelpunkten entstanden sein. In Öhringen lebten Juden im Jahr 1253. Der Vogt übte über sie die Oberherrschaft aus. Auch in anderen Orten nahmen die Herren von Hohenlohe die Juden auf. Diese kamen aus den benachbarten Reichsstädten Schwäbisch, Heilbronn und Rothenburg ob der Tauber; in der Grafschaft Hohenlohe trieben sie Handel.“ Das steht in einem Artikel auf der Internetseite, den wir hier auzugsweise veröffentlichen. http://juden-in-oehringen.de/mittelalter

Das mittelalterliche Judentum war danach überwiegend städtisches Bürgertum: „Da die Juden kein Eigentum an Grund und Boden besitzen durften und auch nicht in die Zünfte aufgenommen wurden, blieben ihnen nur das als verwerflich angesehene Geschäft des Zinsnehmens. Den Christen war dieses Geschäft seit 1179 verboten. Das Kreditwesen der Juden war unentbehrlich für die weltlichen und kirchlichen Kreise und erreichte im 13. Jahrhundert seinen Höhepunkt. Durch die einheitliche hebräische Sprache, ihre Familienverflechtungen und den gemeinsamen Glauben bildeten sie eine die damaligen Grenzen überschreitende Gruppe, die immer wieder die benötigten Kapitalien beschaffte.

Judenverfolgungen auch in Hohenlohe

Die negativen Folgen blieben nicht aus: Die Rechtsstellung verschlechterte sich, und durch finanzielle Forderungen von Kaiser, Landesherr und Stadt waren die Juden gezwungen, immer mehr Geld aufzutreiben. Dies wurde vom Volk als „Zinswucher“ verstanden Zugleich tauchte die Beschuldigung auf, dass Juden Hostien schändeten, indem sie geweihte Hostien kaufen oder stehlen würden, um sie aus Hass gegen Christus mit Messern zu durchstechen oder in einem Mörser zu zerstampfen. Gerüchte über solchen Hostienfrevel führten im Jahr 1298 in Südwestdeutschland zu entsetzlichen Judenmetzeleien, ausgelöst durch den fränkischen Ritter Rintfleisch.

Judenmetzeleien, ausgelöst durch den fränkischen Ritter Rintfleisch

Davon war auch Hohenlohe betroffen. Auch in Öhringen wurden Juden erschlagen; Zahl und Namen sind nicht bekannt. Das Wohngebiet der jüdischen Familien lag im westlichen Bereich, wahrscheinlich in der Gerbergasse; hier befand sich auch die Synagoge. Ebenso kam es in Forchtenberg, Waldenburg, Dörzbach, Krautheim, Ingelfingen und Künzelsau zu den „Rintfleischpogromen“. In Sindringen wurden elf Angehörige zweier Familien ermordet.

Im Jahr 1348 verbreitete sich in Europa die aus dem Orient eingeschleppte Pest, genannt der „Schwarze Tod“. Die Seuche richtete schlimme Verheerungen an; ein Drittel der Bevölkerung erlag ihr. Da begann eine ungeheuerliches Gerücht umzulaufen: Die Pest sei durch die Juden heraufbeschworen, sie hätten alle Brunnen und alles Quellwasser vergiftet. Die wahnwitzige Beschuldigung wurde geglaubt, obwohl auch die Juden der Pest zum Opfer fielen. Durch ihre Vorschriften bei ihrem Gesetz, z.B Waschen vor den Mahlzeiten, hatten sie aber weniger Todesfälle. In den darauffolgenden Judenverfolgungen von 1348/49 gingen die jüdischen Gemeinden in Öhringen, Waldenburg und Hohebach vollständig unter.“

Die Pest: Der schwarze Tod des Mittelalters

Mitte des 14. Jahrhunderts wurde nicht nur Hohenlohe, sondern ganz Europa von der Pest befallen: Die Menschen bekamen dunkle Beulen am ganzen Körper und starben. In den ersten sechs Jahren starb ein Drittel der europäischen Bevölkerung. https://www.geo.de/geolino/mensch/13515-rtkl-die-pest-der-schwarze-tod-des-mittelalters
Die Pest (lateinisch„pestis“, Seuche) ist eine hochansteckende Infektionskrankheit, die im. Als im Jahre 1347 die Pest ausbrach, dauerte es lange, bis man herausfand, wie die Ausbreitung der Pest verhindert werden konnte.

Bie der Pest wird in vier Erscheinungsformen unterschieden:

  • Beulenpest 
  • Pestsepsis
  • Lungenpest
  • abortive Pest

Bei einer Epidemie treten alle Erscheinungsformen auf, am häufigsten sind jedoch die Beulenpest und die Lungenpest. Aus einer Beulenpest kann sich eine Pestsepsis entwickeln, die zwiederum zu einer Lungenpest wird.

Die Beulenpest

Die Beulenpest ist die häufigste Form der Pest. An der Beulenpest Erkrankte bekommen schwarze Flecken auf der Haut an jener Stelle, an der sie von einem mit dem Bakterium infizierten Floh gebissen wurden.

Danach bekommen die Erkankten eitrige dunkle Beulen am ganzen Körper, die einen Durchmesser von bis zu zehn Zentimetern erreichen können – daher auch der Name „Beulenpest“. Nicht selten bekommen die Patienten starkes Fieber und Gliederschmerzen.

Lungenpest

Bei der Lungenpest befällt ein Bakterium die Lunge. Bereits nach wenigen Stunden spürt der Erkrankte erste Sympotome: Fieber und Schwäche, blutiger Husten und Brustschmerzen sowie Atemnot und bläuliche Lippen sind die Folge. Wegen des starken Hustens kommt es nicht selten auch zu Erbrechen und Bauchschmerzen.

Meist verläuft die Lungenpest heftiger als die Beulenpest, weil die natürlichen Abwehrbarrieren des Körpers durch einen direkte Lungenbefall umgangen werden. Unbehandelt führt die Lungenpest nach spätestens fünf Tagen zum Tod.

Pestsepsis

Die Pestsepsis ist eine Art der Blutvergiftung und tritt dann auf, wenn die Bakterien der Beulen- oder Lungenpest in die Blutbahn gelangen. Dies kann zum Beispiel geschehen, wenn offene Wunden mit einem Bakterium in Berührung kommen.

Die Erreger werden im Blut dann im ganzen Körper verteilt. Typische Symptome sind sehr hohes Fieber, Kopfschmerzen und Verdauungsprobleme, aber auch Verwirrtheit und Organblutungen (daher auch die Bezeichnung „der schwarze Tod). Ohne ärztliche Behandlung führt die Pestsepsis zum Kreislaufversagen und der Patient verstirbt.

Abortive Pest

Die abortive Pest ist eine mildere Variante der Seuche. Leichtes Fieber und etwas geschwollene Lymphknoten sind typische Symptome der abortiven Pest. Nach einer überstanden Infektion sind Patienten für eine Weile immun gegen die Krankheit.

Die Pest in Europa

Seit dem Jahr 1347 breiten sich die Pesterreger in ganz Europa rasant aus. Vermutlich kam der „Schwarze Tod“ durch Schiffsbesatzungen aus dem Orient nach Europa. In Marseille, in Paris und ab Dezember 1349 auch in London und in Frankfurt wütete die Krankheit. Ein Mittel gegen die Seuche mit den schwarzen Beulen gab es zunächst nicht.

Anfangs wurden die an Pest erkrankten Patienten noch in die örtlichen Krankenhäuser gebracht. Später kennzeichnete man die Häuser der kranken Menschen mit einem Kreuz und als ein Ende der Pest nicht mehr abzusehen war, mussten die Betroffenen in Unterkünfte außerhalb der Städte ziehen.

Nur durch Isolation eindämmbar

Denn erst nach dem Tod Hunderttausender wurde klar, dass die Ausbreitung der Epidemie nur durch Isolation eingedämmt werden konnte. Im Jahr 1423 wurde in Venedig das erste Pest-Krankenhaus erbaut, um die Erkankten von der gesunden Gesellschaft in Venedig abzugrenzen. Die Auswirkungen der Seuche machten sich stark bemerkbar. Besonders schwer wiegten Hungersnöte, da das gesamte öffentliche Leben zusammenbrach und Nahrungsmittel knapp wurden.

Kontaktverbot

In Deutschland wurde ein Seuchengesetz erhoben, dass an der Beulenpest erkankten Menschen den Kontakt mit ihren Mitmenschen verbot. Wer es von den Erkankten dennoch wagte, wurde meist der Stadt verwiesen und hinaus gejagt.

Der Ursprung der Pest

Woher die Pest kam, wussten die Menschen im Mittelalter nicht. Da es zunächst keine medizinische Erklärung gab, machten erste Theorien schnell die Runde: Ungünstig stehende Winde, eine schlechte Konstellation der Planeten oder verseuchtes Wasser machten die Menschen für die Pest verantwortlich. Dass die Pest von Ratten und Flöhen übertragen wurde, war im Mittelalter noch nicht bekannt.

Die Verantwortlichen für das verseuchte Wasser waren hingegen schnell bestimmt: Die Juden wurden als Brunnenvergifter beschuldigt. In ganz Europa wurden sie während der Seuche  verfolgt, ermordet und jüdische Wohnviertel wurden nieder gebrannt.

Heilmittel gegen die Pest

Da die Menschen im Mittelalter sich nicht über den Ursprung der Krankheit im Klaren waren, konnten Ärzte auch keine sichere Behandlungsmethode für Pestkranke bestimmen. Ein gängiges Mittel war jedoch der Aderlass. Dazu entnahm man Blut, indem man dem Patienten in eine Vene schnitt und dadmit versuchte, die Pesterreger aus dem Körper zu holen.

Andere Erkrankte bekamen Brechmittel, um die giftigen Erreger aus dem Körper zu befördern. Heute ist bekannt, dass diese Methoden im Mittelalter den schwachen Patienten eher noch mehr zusetzten als nützten.

Um sich vor der Pest zu schützen, trugen die Menschen im Mittelalter Tücher vor dem Gesicht, verbrannten duftende Kräuter und versprühten Rosenwasser. Doch auch diese Maßnahmen blieben erfolglos – der schwarze Tod breitete sich immer weiter aus.

Das Ende der Pest

Die „Ära des Schwarzen Todes“ endete um das Jahr 1353. Zwar gab es in den folgenden Jahren vereinzelt weitere Pest-Erkrankungen in einzelnen Regionen Europas, doch die erste große Pest-Epidemie galt als beendet.

Erst im Jahre 1894 entdeckt der Arzt Alexandre Yersin aus der Schweiz den Erreger der Pest und entwickelt den ersten Impfstoff. Die erste Beschreibung des Pest-Erregers liefert Alexandre Yersin in einem Brief, den er 1894 an die französische Akademie der Wissenschaften schickt. Darin weist Yersin nach, dass die Pest vom gleichen Bakterium bei Mensch und Tier ausgelöst wird. Der Pesterreger wird nach seinem Entdecker benannt: Yersinia Pestis.

Heute wissen wir, dass die Pest eine bakterielle Infektionskrankheit ist, die im Mittelalter hauptsächlich durch Ratten auf Flöhe und von Flöhen wiederum auf den Menschen übertragen wurde. Da die hygienischen Zustände im Mittelalter sehr schlecht waren und sowohl Flöhe als auch Ratten zum Alltag gehörten, konnte sich die Krankheit leicht verbreiten.