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Freitag großes Autokonzert auf den Wertwiesen

Am Freitag, den 29. Mai 2020, gibt es auf dem Wertwiesenparkplatz in Künzelsau eine besondere Veranstaltung. DJ VIZE wird live vor bis zu 250 Autos seine nun seine Songs live dem Publikum in Künzelsau präsentieren.

Als Pre-Act werden Besucher den Legendary Club zu sehen bekommen, der sich aus drei Künstlern der regionalen DJs-Szene zusammensetzt. Ole Bott, DJ Cosmin und DJ Emencee freuen sich bereits, den Besuchern auf ihren Autositzen mit Beats einzuheizen.

Autokino? Warum nicht mal Autokonzert?

Das Format des Autokinos und der Autokonzerte findet im Zuge der Corona-Krise immer mehr Liebhaber. Live Konzerte vor Autos haben inzwischen in einigen größeren Städten stattgefunden, für die Region ist dieses Event jedoch eine absolute Neuheit.
Der Radiosender DasDing wird das Autokonzert übertragen. Das geht aus einer Pressemitteilung des Veranstalters hervor.

Sie wollen Musikliebhabern auch während Corona – wenn auch eingeschränkt – die Möglichkeit des gemeinsamen Feierns bieten.

Tickets gibt es  unter http://www.schlaraffenklang-festival.deEinlass: 18:45 Uhr 

Beginn Rahmenprogramm: 19:30 Uhr

Konzertbeginn: 20 Uhr

Die Frequenz für euer Autoradio wird am Eingang mitgeteilt.

Die Künzelsauer Wertwiesen bieten Platz für besondere Veranstaltungen, hier zu sehen. Der Harley Run 2017. Foto: GSCHWÄTZ/Archiv

 




Mutter tötet Kind (9) und sich selbst

Tötungsdelikt in Tauberbischofsheim. Bei einem Tötungsdelikt in Tauberbischofsheim sind in den Nachmittagsstunden am Mittwoch, den 27. Mai 2020, eine Mutter mit ihrem Kind ums Leben gekommen. Entsprechende Informationen bestätigten die Staatsanwaltschaft Mosbach und die Pressestelle des Polizeipräsidiums Heilbronn den Fränkischen Nachrichten auf Anfrage. Die genauen Umstände sind indes noch nicht geklärt. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Wie die Südwestpresse berichtet, ist die Polizei ist in Tauberbischofsheim einen Hinweis nachgegangen und hat daraufhin zwei Leichen gefunden, eine Mutter und ihr Kind. D

Weiter heoßt es in dem Artikel: „Streifenbeamte der Polizei in Tauberbischofsheim haben in einer Wohnung einen schockierenden Fund gemacht: Wie das Polizeipräsidium berichtet, sind am Mittwoch gegen 14 Uhr zwei Menschen tot aufgefunden worden. Es handelt sich um eine Mutter (42) und ihr Kind (9).“

Polizei-Ermittler: Mutter hat ihre eigene Tochter getötet

„Es gab einen Hinweis von einer besorgten Person aus dem persönlichen Umkreis der Getöteten“, berichtete ein Sprecher der Polizei zu dem mutmaßlichen Familiendrama. Rettungsdienst und Polizei hätten daraufhin die Wohnung der 42-Jährigen aufgesucht, wo sie dann die beiden Toten fanden.
Die Polizei sagte zu dem Fall zunächst nur, dass es sich um ein Gewaltverbrechen handle, die Staatsanwaltschaft Mosbach sprach von einem Tötungsdelikt. Später dann bestätigten dann sowohl die Polizei in Heilbronn als auch die Staatsanwaltschaft offiziell, dass den Ermittlungen zufolge die 42-jährige Mutter ihre kleine Tochter getötet habe. Danach habe die Frau sich das Leben genommen. Angaben zum Motiv machte die Polizei nicht.

Kriminaltechniker untersuchen den Tatort des Tötungsdeliktes

Die Kriminalpolizei Tauberbischofsheim hat bereits nach dem Fund der beiden Leichen am Mittwochnachmittag die Ermittlungen aufgenommen, ein Kriminaltechniker der Spurensicherung hat den Tatort untersucht. Jetzt warten die Ermittler auf die Obduktionsergebnisse, die Auskunft zur genauen Todesursache geben können.



Eingeklemmter LKW-Fahrer bei Auffahrunfall – Feuerwehr mit acht Fahrzeugen vor Ort

Auf der Autobahn 6 zwischen der Anschlussstelle Heilbronn/Neckarsulm und dem Autobahnkreuz Weinsberg ereignete sich am Dienstagmorgen, den 26. Mai 2020, ein Auffahrunfall mit zwei LKWs.

Ein 60-Jähriger befuhr mit seinem Scania den rechten Fahrtstreifen in Richtung Mannheim, als er staubedingt abbremsen musste. Der hinter dem Scania fahrende 50-Jährige in seinem Iveco bemerkte dies offensichtlich zu spät und fuhr auf diesen auf. Der 50-Jährige verletzte sich schwer und wurde vom Führerhaus seines LKW eingeklemmt. Er musste von der Feuerwehr befreit werden und wurde dann mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht.

Die Feuerwehr war mit acht Fahrzeugen und 34 Einsatzkräften an der Unfallstelle. Der entstandene Sachschaden wird auf etwa 18.000 Euro geschätzt. Der LKW des 50-Jährigen musste abgeschleppt werden. Hierfür musste der rechte Fahrtstreifen für etwa zwei Stunden gesperrt werden.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn




Hohenlohe: Geänderte Erreichbarkeit der Bürgerhotline

Da insbesondere an Wochenenden zuletzt nur noch sehr wenige Anrufe bei der Bürgerhotline des Hohenlohekreises eingegangen sind, wird deren Erreichbarkeit laut einer Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis angepasst. Das Bürger-Infotelefon wird künftig nur noch werktags von Montag bis Freitag von 9 bis 16 Uhr besetzt sein. Außerhalb dieser Zeiten ist die Hotline des Regierungspräsidiums Stuttgart/Landesgesundheitsamt unter Telefon 0711/904 39 555 von Montag bis Sonntag zwischen 9 und 18 Uhr erreichbar.

Zu allen Fragen rund um das Thema Corona hat die Landkreisverwaltung seit einigen Wochen ein Bürger-Infotelefon unter Telefon 07940/18 888 eingerichtet. Bei Fragen zur Wirtschaft können sich die Bürger direkt an die Telefonnummer 07940/18 351 und bei Fragen zur Landwirtschaft an die Nummer 07940/18 600 wenden.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis




Skrupellose Automusik – Stumpfes Zieh & Zupfkapelle in Schwäbisch Hall

Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung der Covid-19 Pandemie wurden alle Großveranstaltungen in Deutschland im Jahr 2020 abgesagt.  Der Ausfall der Events reißt nicht nur eine große Lücke in den deutschen Veranstaltungskalender, sondern auch in die Auftragslage einer kompletten Branche. Kreativität ist nun gefragt. Und genau diese beweist das Team der Kantine26 in Schwäbisch Hall in den vergangenen Wochen. Auf dem Freigelände des Clubs, in dem sonst Künstler aus Nah und Fern auftreten, wurde kurzerhand ein Autokino aufgebaut, welches täglich mehrere Filme zeigt. Nun sollen Konzertveranstaltungen folgen.

In Kooperation mit dem Festivalteam „Sounds Of Hall“ werden am Freitag, den 29. Mai 2020, und Samstag, den 30. Mai, die schwäbischen Lokalhelden der „Stumpfes Zieh & Zupfkapelle“ zum ersten Autokonzert der Kantine26 aufspielen. Bereits seit Monaten konnten Manne, Benny, Flex und Selle ihre musikalischen Kracher nicht mehr live darbieten. Und wer weiß, wie lange dieser Zustand noch anhalten wird – denn ein Ende der Pandemie ist ja bekanntlich noch nicht in Sicht.

Für das Veranstalter-Team von Sounds Of Hall und Kantine 26 ist dies ein Testlauf für weitere Autokonzerte. Auf dem Festivalgelände der Kantine 26 wird eine große Open-Air-Bühne aufgebaut, in der die Kinoleinwand integriert wird. Der Live-Sound von der Bühne wird via UKW direkt auf das Autoradio der Besucher übertragen. Zusätzlich arbeiten die Verantwortlichen auch an einer Möglichkeit, die Veranstaltung via Stream ins Internet zu übertragen. Somit könnte man die Konzerte auch von anderen Autokinos oder vom heimischen Sofa verfolgen.

Das Ziel ist es den Besuchern ein sicheres musikalisches Erlebnis im Rahmen der geltenden Vorgaben zu bieten und dabei zeitgleich für alle organisatorisch beteiligten Parteien eine Grundlage für ihr Arbeiten zu schaffen.

Der Vorverkauf für das Konzert der „Stumpfes“ hat bereits begonnen. Tickets können über die Homepage von Sounds Of Hall https://sounds-of-hall.shop/produkte bestellt werden.




Sounds of Hall: Premiere verschoben auf 2021

Die Premiere des Sounds of Hall muss warten, die aktuelle Lage und die daraus resultierenden Verordnungen lassen es nicht anders zu. Somit können die für dieses Jahr geplanten Konzerte leider nicht stattfinden. Jedoch soll am Line-up festgehalten werden. Die Erstausgabe der Sounds of Hall wird um ein Jahr verschoben.

Das Konzert von Mark Forster wurde auf Samstag, den 17. Juli 2021, verschoben. Am Tag davor, Freitag, den 16. Juli 2017, ist der Auftritt von Dieter Thomas Kuhn & Band. Alle bereits gekauften Tickets behalten auch für diesen Nachholtermin ihre Gültigkeit. Ebenso bleiben Einlass und Beginn wie auf der Karte kommuniziert bestehen.

Alle neuen Termine und weiteren Informationen gibt es ab sofort auch auf der Homepage http://www.sounds-of-hall.de und den Social Media Kanälen http://www.facebook.com/soundsofhallevent und http://www.instagram.com/soundsofhall nachzulesen. Tickets gibt es unter http://www.sounds-of-hall.shop und an allen bekannten VVK-Stellen.




Tierparadies Möglingen – Biotope zeigen Erfolge

Die vom Flurneuordnungsamt des Hohenlohekreises durchgeführte Waldflurneuordnung Öhringen-Möglingen wurde laut einer Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis nun offiziell abgeschlossen. Für die Unterhaltung der Landschaftspflegemaßnahmen und des Wegenetzes ist ab sofort die Stadt Öhringen zuständig. Zum Abschluss des Verfahrens lud das Landratsamt zu einer Begehung des Gebietes ein. Dabei wurden auch die neu angelegten Biotope begutachtet.

Die corona-bedingt kleine Gruppe mit Andreas Insam und Jana Klaiber von der Stadt Öhringen, Karlheinz Müller von der NABU-Ortsgruppe Ohrnberg und Reinhard Beck als Vertreter der am Verfahren beteiligten Grundstückseigentümer freute sich über den guten Zustand der Biotope. „Man sieht bereits jetzt, dass die Maßnahmen wunderbar angenommen werden“, fasste Andreas Insam in der Mitteilung zufrieden das Ergebnis zusammen. Gerade die einfachsten und kostengünstigsten Projekte, kleine „Gumpen“, also gezielt angelegte Vertiefungen in den Wassergräben am Wegesrand, in denen sich dann ein kleiner Tümpel bildet, zeigten die besten Ergebnisse. Dort wimmelte es von Bergmolchen, Kaulquappen und Grasfröschen. In jedem Flurneuordnungsverfahren werden umfangreiche Biotope hergestellt, um für bedrohte heimischen Tier- und Pflanzenarten neue Lebensräume zu schaffen oder bestehende Lebensräume aufzuwerten und zu vernetzen.

Das eigentlich für Ende April geplante Abschlussfest der Waldflurneuordnung Möglingen soll möglichst noch in diesem Herbst nachgeholt werden.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis

Die Molche in den neu angelegten Gumpen. Foto: Landratsamt Hohenlohekreis




Alternative zu Einweg-Masken – Betreuungskräfte nähen Masken für die Geschwister-Scholl-Schule  

Mit viel Engagement und Können machten sich laut einer Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis die Betreuungskräfte der Geschwister-Scholl-Schule Künzelsau daran, alle 84 Schülerinnen und Schüler mit selbstgenähten Mund-Nasen-Bedeckungen zu versorgen. Und weil die Maskenproduktion so gut und glatt lief, konnten die fleißigen Näherinnen zusätzliche Masken für die Erich-Kästner-Schule anfertigen. 

So haben alle Schüler der Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren des Hohenlohekreises ergänzend zu ihrer vom Landkreis bereitgestellten persönlichen Schutzausrüstung nun auch wiederverwendbare, waschbare Masken in fröhlichen Farben. Kinder und Jugendliche, die sich mit der Maskenpflicht etwas schwertun, haben somit eine bunt bedruckte Alternative zu den handelsüblichen Einweg-Masken, die sich sehen lassen kann und auch die Umwelt schont. So macht die Schule auch in Corona-Zeiten Spaß. 

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis




„Preiscrash durch Corona“

Der Begriff Tierwohl ist in aller Munde. Gerade die Schweinehalter werden immer wieder angegriffen. Bilder von eng beieinander lebenden Tieren kursieren durch die sozialen Netzwerke und werden angeprangert. Aber was heißt Tierwohl konkret? Wer weiß, was richtig und falsch für die Tiere ist? „Es geht immer darum, die Lebensqualität und das Wohlergehen unserer Tiere zu verbessern“, sagt die konventionell arbeitende Landwirtin Susanne Karle aus Kupferzell in einer Pressemitteilung des Bauernverbands Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems e.V.

Drei Punkte fürs Tierwohl

Mit falsch verklärter Landwirtschafts-Romantik habe das nichts zu tun, schreibt der Bauernverband weiter. Man geht von drei wesentlichen Punkten aus, die für das Tierwohl entscheidend sind: die Gesundheit und das Wohlbefinden der Tiere, sowie die Möglichkeit, ihren natürlichen Verhaltensweisen nachzugehen. Grundlage vieler Bewertungssysteme für das Tierwohl ist das Konzept der „Fünf Freiheiten“: Die Tiere müssen unter anderem frei von Hunger und Durst, von Schmerz, Verletzungen und Krankheiten sowie von Angst und Stress sein. „Als Landwirtin oder Landwirt achten wir beispielsweise darauf, dass das Stallklima und die Betriebshygiene optimal sind. Wir achten weiter darauf, dass der gesetzliche vorgeschriebene Platzbedarf eingehalten wird, dass die Tiere ihr altersgerecht passendes Futter erhalten und sich wohl fühlen.“  

Schwierige Planbarkeit

Schweinezucht hat in Hohenlohe eine lange Tradition. Aber heute ist es nicht mehr leicht, das aufrecht zu erhalten und viele Landwirte hier in der Region geben diesen Zweig auf. Immer neue Gesetze und Vorschriften erschweren die wirtschaftliche Planbarkeit für die Betriebe, zum Beispiel für Investitionen. Investitionen sind für die, auch von den Verbrauchern geforderten Tierwohlkriterien, aber nötig. „Früher waren die Ställe eben klein und dunkel. Heute gehören Tageslicht, mindestens zehn Prozent mehr Platz, Kühl-und Klimaanlagen für heiße Sommer, Beckentränken und Spielzeug für die Tiere dazu“, erklärt Landwirtin Susanne Karle. Da muss ganz oft komplett neu gebaut werden.

Millionen investiert

„Aufgeben ist nicht. Wir müssen weiter machen, um das bezahlen zu können“. Für den neuen Mast- und Ferkelstall und den Umbau der Abferkelställe investierte der Familienbetrieb in den vergangenen Jahren über eine Million Euro. Den Hof bewirtschaften sie seit drei Generationen und aktuell mit drei Arbeitskräften. Einen Acht-Stunden-Tag gibt es nicht. „Da muss man auch mit leichtem Fieber und Unwohlsein arbeiten, so ist das in der Landwirtschaft.“ Die Karles waren als Landwirtsfamilie gleich Anfang März von dem Erreger Covid-19 betroffen, sie wissen wovon sie reden. Aber sie haben es geschafft, ihre insgesamt 1800 Tiere auch in dieser Zeit gut zu versorgen. Das ist nicht selbstverständlich, „denn es hören viele auf in meinem Alter“, weiß die Diplomagraringenieurin. Sie hat in Triesdorf studiert und seit 2005 ihren Abschluss. Und weil sie viel davon versteht, arbeitet sie zusätzlich in der Firma Objektplan des Bauernverbandes. 

Kurze Transportwege

350 neue Ferkel – alle drei Wochen. Auf dem Hof Karle kommen bei rund 30 von 200 Muttersauen im Drei-Wochen-Rhythmus je zwölf bis 14 Ferkel zur Welt. Zuvor sind die Sauen für drei Monate, drei Wochen und drei Tage tragend. Statistisch gesehen sind das pro Muttersau 2,4 bis 2,5 Würfe im Jahr und in ihrem Leben insgesamt sieben bis acht Würfe. Vier Wochen bleiben die Ferkel bei der Muttersau und werden gesäugt. Circa zehn von ihnen werden später selbst als Muttersauen aufgezogen und sichern die eigene Nachzucht zur Erhaltung des Bestandes. Das wird in der Landwirtschaft Eigenremontierung genannt. Die anderen Tiere werden als Mastschweine herangezogen und schlussendlich zum Schlachter gebracht, wobei auf kurze Transportwege geachtet wird. Das begehrte Fleisch geht an einen großen Lebensmittelkonzern für regionale Einkäufe. Das Futtergetreide und der Mais für die Tiere werden selber angebaut und ergänzen den Arbeitskreislauf auf dem Hof Karle am Rande von Kupferzell.

Neugierige Jungtiere

Von der Wochenstation bis zum Jugendtreff: Für jede Phase im Leben, sprich nach Alter, Kondition und Größe, werden die Tiere in unterschiedlichen Ställen gehalten. Generell unterteilt man dabei in Abferkel-, Ferkel- und Maststall. Diese wiederum sind immer in Kammern geteilt, um regelmäßige Reinigung und Desinfektion zu erleichtern. Da sind die „Mütter“ allein mit ihren „Kindern“, die schon etwas größeren Ferkel toben quasi im „Kindergarten“ miteinander, „Teenager“ sind zu dreizehnt in ihrer Gruppe. Beim vorsichtigen Rundgang durch einen Ferkelstall wird dann auch schnell klar: Die Jungtiere sind schreckhaft und reagieren auf fremde Stimmen unvertrauter Personen mit Vorsicht und Rückzug. Neugierig wie sie sind, gibt sich das schnell wieder und sie schnuppern an der gereichten Hand.  

Konsumenten sollten mehr regional kaufen

Wir machen es gern, weil es so vielseitig ist. Vom Ackerbauer, über den Schweinhalter bis zum Manager und zur Bürokraft ist alles dabei. „Besonders das Arbeiten mit den Schweinen, zu sehen wie sie auf die Welt kommen und wachsen…“, treibt Susanne Karle als junge Landwirtin an. Sie engagiert sich zusätzlich im Vorstand des Bauernverbandes für ihren Berufsstand und wünscht sich, dass die Konsumenten noch mehr darauf achten, regional zu kaufen. Denn gern möchte sie noch lange und zusammen mit Ihrer Familie die Hof-Tradition der Schweinezucht hier in Hohenlohe weiterführen.

 Preiscrash durch Corona

Die fehlende Nachfrage in der Gastronomie und aus den wichtigen Exportmärkten, wie zum Beispiel für Schweinefüße, Schwänze, Rüssel und Innereien in China, hätten zu einem regelrechten Crash der Preise geführt. Wie vor diesem Hintergrund gesellschaftliche Sonderwünsche zu finanzieren sind, ist dem Geschäftsführer des Bauernverbandes Helmut Bleher unklar: „Unsere Hohenloher Bauern sind die ersten, wenn es darum geht, mit Innovation und auch Investition im Stall noch bessere Verhältnisse zu schaffen. Überdrehen darf man die Forderungen aber nicht. Wir brauchen gerade jetzt, wenn das Geld hinten und vorne fehlt, viel mehr Zeit, um notwendige Anpassungen zu finanzieren“. Helmut Bleher appelliert an die Vernunft der Politiker im Bundesrat, wo in den letzten Wochen ein sprichwörtliches Tauziehen um Verschärfungen in der Schweinehaltung stattgefunden hat. Die neue Verordnung zur Nutztierhaltung soll mehr Platz für die Tiere schaffen. Sie ist aber mehrfach gescheitert, weil noch schärfere Fristen für die Umsetzung gefordert worden wurden. „Die Bauern brauchen sprichwörtlich die Luft zum Atmen und zum Arbeiten“, so Bleher.

Quelle: Pressemitteilung vom Bauernverband Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems e.V.

Die Tiere kennen und vertrauen Landwirtin Susanne Karle aus Kupferzell. Foto: Bauernverband Schwäbisch Hall –  Hohenlohe – Rems e.V.

 




Überraschende Einstellung des Verfahrens

Das Landgericht Heilbronn informiert in einer Pressemitteilung darüber, dass das in den Medien als so genannte Hexenkesselprozess bezeichnete Verfahren gegen K. ausserhalb der Hauptverhandlung eingestellt wird. Der Fortsetzungstermin am Mittwoch, den 27. Mai 2020, entfällt.

Gegen Ende der Woche werde es, so das Landgericht, eine Pressemitteilung zu den Einzelheiten der Einstellungsentscheidung geben.

Verbrühungen 2. Grades beim Faschingsumzug

Dem Angeklagten wurde zur Last gelegt, er habe am 03. Februar 2018 am 16. Eppinger „Nachtumzug“ als Mitglied der Gruppierung „Bohbrigga Hexenbroda“ teilgenommen, die einen Bollenwagen mit einem geschlossenen Kessel voller dampfend heißem Wasser mit sich geführt habe. Als groben Spaß habe er die als Besucherin auf dem Umzug anwesende Nebenklägerin gemeinschaftlich mit einem weiteren Mitglied seiner Gruppierung ohne weitere Sicherungsmaßnahmen über den „Hexenkessel“ gehalten, wobei die Beine der Nebenklägerin in das heiße Wasser gelangt seien. Die Nebenklägerin habe dadurch – für den Angeklagten vorhersehbar und vermeidbar – Verbrühungen zweiten Grades erlitten (wir berichteten https://www.gschwaetz.de/2020/01/30/verbruehungen-2-grade-besucherin-bei-faschingsumzug-ueber-hexenkessel-gehalten/

In erster Instanz hat das Amtsgericht Heilbronn hat diesen Sachverhalt im Urteil vom 21. Dezember 2018 für erwiesen erachtet und den Angeklagten zu einer Geldstrafe von 110 Tagessätzen verurteilt.