1

Tornado bahnt sich seinen Weg durchs Ländle

Am Montag, den 08. Juni 2020, veröffentlichte Mario Rudolph aus Schwäbisch Hall ein Video mit dem Titel „Tornado über Schwäbisch Hall“. Mario Rudolph erklärte auf Nachfrage, dass die Aufnahmen um zirka 11.30 Uhr gemacht wurden und von ihm selbst stammen. Der Standort, von welchem gefilmt wurde, sei der ehemalige Toom Baumarkt gewesen.

Im Hintergrund hört man vermutlich einen Jungen, der sagt: „Ein echter Tornado.“

Was ist ein Tornado?

Ein Tornado (spanisch tornar, auf deutsch „umkehren, wenden, (sich) drehen“) ist ein Luftwirbel in der mit annähernd senkrechter Drehachse. Er hängt zusammen mit einer speziellen, nämlichen konvekten, Bewölkung.

Der Wirbel erstreckt sich durchgehend vom Boden bis zur Wolkenuntergrenze.

 

Anbei veröffentlichen wir die Aufnahme:

Tornado über Schwäbisch Hall

Gepostet von Mario Rudolph am Montag, 8. Juni 2020

 

 




Maddie ist zurück

Vor 13 Jahren verschwand die damals dreijährige Madeleine Beth McCann („Maddie“)  spurlos aus ihrem Zimmer in einer Ferienwohnung in Praia da Luz in Portugal. Seit dem 03. Mai 2007 kämpfen ihre Eltern, die zwischenzeitlich selbst ins Visier der Ermittler gerieten, um Gewissheit.

Eine der größten öffentlichen Suchaktionen blieb bislang erfolglos

Eine der größten öffentlichen Suchaktionen aller Zeiten blieb erfolglos – hinzu kamen Verdächtungen gegen einen dort lebenden Portugiesen und gegen die Eltern. Die Vorwürfe der portugiesischen Kriminalpolizei gegen die drei erhärteten sich jedoch nicht.

Jetzt gibt es wieder Hoffnung für die Eltern, denn die Staatsanwaltschaft Braunschweig erklärte nun öffentlich, dass ein deutschen Sexualstraftäter namens Christian B. (43) als Tatverdächtiger gilt. Derzeit verbüßt er wohl noch eine Gefängnisstraße in Kiel, die jedoch bald zu Ende gehen soll. Mit der Öffentlichmachung hofft die Staatsanwaltschaft nun weitere Hinweise, um belastbares Material gegen Christian B. zu erhalten. Ansonsten könnte der 43-Jährige bald wieder auf freiem Fuß sein.

Christian B. soll in Würzburg und im Raum Würzburg aufgewachsen sein

Der 43-Jährige blickt bereits auf insgesamt 17 Verurteilungen zurück. Das schreibt der Merkur https://www.merkur.de/bayern/maddie-mccann-vermisst-tatverdaechtiger-christian-b-mord-bayern-augsburg-wuerzburg-kinder-portugal-zr-13788662.html Aktuell sitze der Deutsche in einem Gefängnis in Kiel eine Haftstrafe ab, die das Amtsgericht Niebüll bereits 2011 gegen ihn verhängt habe. Dabei gehe es um Handel mit Betäubungsmitteln. Parallel ist laut dem Merkur wegen Vergewaltigungsvorwürfen gegen ihn Untersuchungshaft angeordnet. Denn zuletzt habe ihn das Landgericht Braunschweig am 16. Dezember 2019 wegen schwerer Vergewaltigung unter Einbeziehung früherer Strafen zu sieben Jahren Haft verurteilt.

Vermutliche Vergewaltigung einer 72-Jährigen

Die Tat soll bereits im Jahre 2005 in Portugal erfolgt sein, doch jahrelang konnte dem Deutschen die Vergewaltigung der Frau nicht nachgewiesen werden. Demnach soll rund eineinhalb Jahre vor dem Verschwinden Maddies, im portugiesischen Praia da Luz, eine damals 72-jährige Amerikanerin vergewaltigt worden sein.

Auslieferung nach Deutschland nach DNA-Abgleich und gefundenem Video

Erst ein DNA-Abgleich und ein gefundenes Video der Vergewaltigung sorgten für eine Festnahme und eine Auslieferung nach Deutschland. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, die Revision liegt beim Bundesgerichtshof. In genau diesem Ort in Portugal verschwand im Mai 2007 auch die kleine Maddie. Nun vermuten die Ermittler einen möglichen Zusammenhang.

 Keine schöne Kindheit

Ein Großteil seiner Kindheit soll Christian B. laut der Münchner TZ im unterfränkischen Dorf Bergtheim bei Würzburg verbracht haben. Als Baby soll Christian B. von seiner Mutter zur Adoption freigegeben worden sei. Er wurde von einem Ehepaar in der Gemeinde Bergtheim aufgenommen, wuchs dort mit zwei Adoptivbrüdern auf. Christan B. war offenbar kein einfaches Kind.

„Er war oft in Schwierigkeiten und wurde immer schlimmer, als er ein Teenager war“, berichtet das britische Portal MailOnline nach Gesprächen mit Nachbarn. Der Ehemann habe den Jungen disziplinieren müssen. „Christian brauchte eine feste Hand.“ Ein Nachbar: „Sie waren ein nettes Paar, sehr nett. Aber was mit ihrem Jungen Christian passiert ist, ist eine Katastrophe.“

Von Mutter zur Adoption freigegeben

Christian B.s Adoptivvater erlitt laut dem Merkur 1992 bei einem Verkehrsunfall einen Hirnschaden, war danach bis zu seinem Tod 2014 an den Rollstuhl gefesselt. „Die Mutter hat ihr Bestes gegeben, aber sie konnte nicht mit dem Jungen fertig werden und sich um ihren Ehemann kümmern. Christian war in Schwierigkeiten gewesen, und zu diesem Zeitpunkt wurde er in ein Heim für kriminelle Jugendliche in Würzburg geschickt“, so ein Nachbar zu MailOnline. In diese Zeit fallen erste Delikte des damals 15-Jährigen. Innerhalb von zwei Jahren wurde er laut Main-Post bei der Würzburger Kripo erkennungsdienstlich behandelt. Doch er legte seinen Hauptschulabschluss ab und begann eine Kfz-Mechanikerlehre.

Madeleine McCann vermisst: Tatverdächtiger pendelte zwischen Portugal und Deutschland 

Nach Angaben der Ermittler lebte der Beschuldigte zwischen 1995 und 2007 regelmäßig an der Algarve, darunter einige Jahre in einem Haus zwischen Lagos und Praia da Luz. Immer wieder pendelte er zwischen Deutschland und Portugal, wurde in beiden Ländern mehrmals straffällig. 

Im September 2017 wurde er laurt dem Merkur wegen Besitzes von Kinderpornografie und sexuellen Missbrauchs eines Kindes vom Landgericht Braunschweig verurteilt. Der Mann habe eine Freiheitsstrafe von einem Jahr und drei Monaten erhalten, die er bereits verbüßt habe, bestätigte Thomas Klinge, Sprecher der für Kinder- und Jugendpornografie zuständigen Staatsanwaltschaft Hannover.

Im Kinderheim aufgewachsen

Laut Spiegel weist das Strafregister des Mannes insgesamt 17 Einträge auf. Wie die Tagesschau berichtet, soll Christian B. 1977 in Bayern geboren und dort zunächst in einem Kinderheim aufgewachsen sein. Zum ersten Mal strafrechtlich auffällig wurde B. demnach 1993. Wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis und Diebstahls wurde der Deutsche zu acht Monaten auf Bewährung verurteilt. 

Sexueller Missbrauch eines Kindes

Wenige Monate später musste sich Christian B. laut dem Merkur erneut vor Gericht verantworten. Im Oktober 1993, verhängte das Amtsgericht Würzburg eine zweijährige Jugendstrafe gegen den damals noch Minderjährigen wegen „sexuellen Missbrauches eines Kindes, versuchten sexuellen Missbrauch eines Kindes sowie Vornahme sexueller Handlungen vor einem Kind“, wie aus Gerichtsunterlagen hervorgeht.

Wie Bild berichtet, soll B. auf einem Spielplatz in Würzburg ein sechs Jahre altes Mädchen missbraucht haben. Als das Kind angefangen haben soll zu weinen, sei B. weggelaufen. Auf seiner Flucht habe der Würzburger versucht, eine Neunjährige zu missbrauchen. Das Urteil: zwei Jahre Jugendknast, da B. zu diesem Zeitpunkt zur Bewährung auf freiem Fuß war. 

Welche Indizien genau gegen Christian B. vorliegen, dass er als Tatverdächtiger im Fall Maddie gilt und warum diese Indizien erst jetzt vorliegen, dazu gibt es bislang noch keine Äusserungen von offizieller Stelle.

Tatverdächtiger Christian B. aus Deutschland. Foto: Screenshot

Unter anderem mit diesem Foto suchen die Eltern ihre Tochter Madeleine bis heute nach ihrer verschwundenen Tochter. Foto: Screenshot

 




Mauer beschädigt

Ein Unbekannter ist am Donnerstagnachmittag, den 04. Juni 2020, gegen eine Mauer in Krautheim gefahren, beschädigte diese und fuhr daraufhin einfach davon. Zwischen 14 und 18 Uhr muss der bislang unbekannte Fahrzeuglenker in einer Hofeinfahrt in der Straße „Schneidmühle“ rangiert haben, und stieß dabei wohl gegen die etwa 23 Zentimeter hohe Mauer. Diese wurde bei der Kollision beschädigt, sodass ein Schaden in Höhe von etwa 1.000 Euro entstand. Zeugen, die den Unfall beobachten konnten, werden gebeten, sich telefonisch unter 07940/9400 beim Polizeirevier Künzelsau zu melden.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn




Gerüst geklaut

Mehrere Stunden Arbeit machten sich Diebe in der Nacht von Mittwoch, den 03. Juni 2020, auf Donnerstag, den 04. Juni 2020, in Kupferzell. An einem Neubau in der Rudolf-Mößner-Straße bauten Unbekannte im Zeitraum zwischen 17 Uhr am Mittwoch und 7 Uhr am Donnerstagmorgen ein Gerüst ab, das auf der Ostseite des Gebäudes im Mauerwerk befestigt war. Zum Abbau und Verladen des Diebesguts waren mehrere Personen und ein Fahrzeug nötig.

Vermutlich hantierten die Täter drei bis vier Stunden an dem Gebäude um die hellgrünen Gerüstteile fortzuschaffen. Zeugen, die im angegebenen Zeitraum verdächtige Beobachtungen machen konnten, werden gebeten, sich beim Polizeirevier Künzelsau, Telefon 07940/9400, zu melden.




Paketzusteller beim Beladen ausgeraubt – Person trug angeblich Skimaske

Noch völlig unklar sind die Hintergründe eines Überfalls auf einen Paketzusteller am frühen Freitagmorgen, den 05. Juni 2020, in Langenbrettach-Brettach. Das geht aus einer gemeinsamen Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft und des Polizeipräsidiums Heilbronn hervor.

Der 39-Jährige belud gegen 4.30 Uhr an einer Beladestation in der Ilgenstraße sein Lieferfahrzeug mit Paketen. Eine vermutlich mit einer Skimaske vermummte Person griff den Kurierfahrer von hinten an, als dieser sich im Lagerraum der Paketstation befand. Während der Auseinandersetzung versuchte der Täter den Mann im Laderaum einzuschließen. Als dies scheiterte, floh der Angreifer zu Fuß in eine unbekannte Richtung und im Anschluss vermutlich mit einem Fahrzeug vom Tatort. Bei dem Überfall erbeutete der Räuber vier Transportboxen mit Paketen.

Eine Fahndung mit starken Kräften und einem Polizeihubschrauber verlief bislang ergebnislos. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet Zeugen, die im Bereich um die Ilgenstraße ein verdächtiges Fahrzeug gesehen oder andere verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben, sich unter der Telefonnummer 07131/1044444 zu melden.

 

 




Paketlieferant übersieht 92-Jährigen

Am Freitagmittag, den 05. Juni 2020, ereignete sich ein Verkehrsunfall mit einer schwer verletzten Person in Künzelsau-Taläcker in der Emil-Nolde-Straße. Gegen 12:20 Uhr übersah vermutlich ein 29-jähriger Paketlieferant beim Rückwärtsfahren mit seinem Fahrzeug einen 92-jährigen Fußgänger. Der Transporter stieß mit dem älteren Mann zusammen, woraufhin dieser stürzte. Der 92-Jährige wurde durch den Zusammenprall schwer verletzt und musste mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen werden.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn

Symbolfoto Rettungshubschrauber in Künzelsau-Taläcker.
Foto: GSCHWÄTZ/Archiv




„Das ist keine Müllkippe“

Achtlos weggeworfene Verpackungen, Getränkebecher von Fast-Food-Ketten, Kaugummi- und Bonbonpapiere: Müll ist ein immerwährendes Thema. „Jedoch hat sich das Problem in Zeiten von Corona verstärkt, stellt die Stadtverwaltung Künzelsau in einer Pressemitteilung fest. Diesen Eindruck nicht nur die Einwohner, die sich deshalb an die Stadtverwaltung Künzelsau gewandt haben. Auch Bürgermeister Stefan Neumann ärgert sich über den Unrat im Stadtwald, entlang von Straßen und Gehwegen und in öffentlichen Grünanlagen. Er will dieses Dauerthema wieder ins Bewusstsein aller rücken, zum Umdenken auffordern und ruft deshalb einen Malwettbewerb zum Thema „Wilder Müll“ aus. Das Motto: „Dies ist keine Müllkippe, nimm’s mit!“ Alle kleinen und großen Künstler aus Künzelsau und Umgebung sind eingeladen, an dieser Aktion mitzuwirken. Einsendeschluss ist der 14. Juni 2020.

Jeder Künstler erhält eine Kugel Eis, verspricht Bürgermeister Neumann

Die Bilder sind zu senden an: Stadtverwaltung Künzelsau, Marion Hannig-Dümmler, Stichwort Malwettbewerb, Stuttgarter Straße 7, 74653 Künzelsau. Bitte Kontaktdaten auf der Rückseite des Bildes nicht vergessen.
„Wir freuen uns auf Eure Kunstwerke und Ideen zur Vermeidung von Müll wo er nicht hingehört“, lädt Bürgermeister Stefan Neumann zum Mitmachen ein. „Jeder Künstler erhält eine Kugel Eis. Die besten Bilder werden prämiert und ausgestellt.“ Sie sollen auch als Motiv auf neuen Hinweisschildern verwendet werden, die die Stadtverwaltung an verschiedenen Stellen, wo immer wieder Müll in der Natur und eben nicht im Müllereimer landet, in Künzelsau aufstellen möchte.

 

Ein Dauerthema auch in Künzelsau: Müll, wo er nicht hingehört. Diese leeren Flaschen und anderen Müll musste das Team des Künzelsauer Waldkindergartens unlängst in der Umgebung des Waldsofas im Stadtwald einsammeln. An solchen Stellen sollen Schilder mit Motiven aus dem Kinder-Malwettbewerb aufgestellt werden, die zum ordentlichen Entsorgen des Mülls auffordern. Foto: Stadtverwaltung Künzelsau.

 




Führerscheinstelle geschlossen

Wegen Umbaumaßnahmen ist die Führerscheinstelle des Landratsamts Hohenlohekreis ganztägig am Freitag, 19. Juni, und Montag, den 22. Juni 2020, sowie vormittags am Dienstag, den 23. Juni 2020, geschlossen. Es findet auch keine telefonische Bearbeitung oder Beratung statt. Ab Dienstag, den 23. Juni 2020, 14 Uhr, ist die Führerscheinstelle wieder zu den üblichen Öffnungszeiten erreichbar.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises

Landratsamt des Hohenlohekreises.
Foto: GSCHWÄTZ




„Wir bedauern die Vernichtung von Lebensmitteln“

Bäckereien auch im Hohenlohekreis wurden polizeilich geschlossen, weil sie an Ostersonntag ihre Laden offen hatten, obwohl dies kurz vorher die Landesregierung aufgrund neuester Corona-Bestimmungen untersagt hat. Aus einer kleinen Anfrage von Anton Baron, AfD-Lantagsabgeordneter des Hohenlohekreises und Udo Stein, AfD-Landtagsabgeordneter des Wahlkreises Schwäbisch Hall, geht nun hervor, wie viele und welche Bäckereien im Hohenlohekreis ubetroffen waren.

In ganz Baden-Württemberg kam es zu Polizeikontrollen und dementsprechenden Schließungen am Osterstonntag. Allein in Stuttgart seien laut der Landesregierung 4 Fälle bekannt, in Heilbronn 2, in Bretzfeld, Neuenstein, Öhringen und Waldenbuch ist jeweils eine betroffene Bäckerei/Konditorei.Das geht aus den Antworten des Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg zu der kleinen Anfrage hervor.

Bußgelder verhängt

Zum 11. Mai 2020 wurden laut dem Wirtschaftsministerium in zwei Fällen Bußgelder in Höhe von 250 und 500 Euro verhängt. „Daneben sind weitere 35 Verfahren anhängig, die jedoch noch nicht abgeschlossen sind, so dass derzeit noch nicht absehbar ist, ob überhaupt und, wenn ja, in welcher Höhe gegebenenfalls weitere Bußgelder verhängt werden“, so Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut.

Drei Tage vor Ostersonntag kam es zu der Schließungsverordnung

Anton Baron und Udo Stein vermuten in ihrer kleinen Anfrage, dass die Bäckerein nur deshalb geöffnet hatten, weil das Öffnungsverbot relativ kurzfristig erfolgt sei und die betroffenen Bäckereien möglicherweise keine Kenntnis davon hatten.

Das Wirschaftsministerium verweist darauf, dass die Änderungsverordnung drei Tage vor Ostersonntag erfolgt ist und sieht darin ausreichend Zeit: „Die äußerst dynamische Entwicklung der Verbreitung des Coronavirus führt dazu, dass Entscheidungen der Landesregierung sehr kurzfristig gefasst und notverkündet werden müssen. Die sich ständig ändernde Sachlage erfordert dabei eine entsprechende Anpassung von Regelungen und Vorschriften. Die geänderte Rechtslage hinsichtlich der Verkaufsöffnung am Ostersonntag wurde unmittelbar nach Änderung der Corona-Verordnung und Notverkündung an die Behörden des Landes und die Gemeinden kommuniziert. Aus Sicht der Landesregierung bestand somit trotz der Kurzfristigkeit auch unter Berücksichtigung der breiten medialen Begleitung dieser Änderungen ausreichend Zeit, von der Änderung der Rechtslage Kenntnis zu erlangen“, erklärt Hoffmeister-Kraut in ihrer Antwort.

Die Landesregierung bedauere aber die Vernichtung von Nahrungsmitteln, die durch die Schließungen gegeben habe.

Welche Gründe lagen vor, dass Bäckereien und Konditoreien, die traditionell am Ostersonntag geöffnet sind und aktuell generell trotz der „Coronakrise“ als Nahrungsmittelversorger geöffnet bleiben, nun an diesem Tag schließen mussten, wohingegen sie an den anderen Tagen des Osterwochenendes ganz normal geöffnet bleiben konnten?, wollten die AfD-Abgeordneteten in ihrer kleinen Anfrage weiter wissen. Das Wirtschaftsministerium begründet ihre Entscheidung mit der Beobachtung des damaligen Einkaufsverhaltens und der damaligen Entwicklung der Versorgungslage der Bevölkerung: „Zur Wahrung des Sonn- und Feiertagsschutzes hat man die besondere Verkaufsöffnung für Karfreitag und Ostersonntag in der Corona-Verordnung wieder aufgehoben.“

Bäckerei in Kupferzell verkaufte Corona-Amerikaner. Diese Bäckerei war jedoch nicht von der polizeilichen Schließung betroffen. Foto: GSCHWÄTZ/Archiv




Hohenloher Krankenhaus erscheint nicht vor Gericht

Vor dem Arbeitsgericht Crailsheim kam es am Mittwoch, den 03. Juni 2020, zu einer weiteren Verhandlung im Streit zwischen Anke E.* und der Hohenloher Krankenhaus gGmbH. Anke E., die bis November 2019 im Krankenhaus Künzelsau gearbeitet hatte, wurde (GSCHWÄTZ berichtete unter https://www.gschwaetz.de/2020/02/06/keinen-lohn-keine-krankenversicherung-mehr-2-mitarbeiterinnen-verklagen-hk/) Mitte November von ihrem Arbeitgeber unbezahlt freigestellt wurde, nachdem man keine Einigung über ihren Arbeitsplatz in Öhringen erzielen konnte.

Unabhängig von diesem Verfahren hat Anke E., vertreten durch den Rechtsanwalt Joachim Hofmann, auf Entgeltweiterzahlung für die Monate Dezember 2019 bis Februar 2020 geklagt.

Sichtlich nervös sitzt Anke E. alleine im Wartebereich des Gerichts, ihr Anwalt ist noch nicht angekommen, auch von der Gegenseite ist nichts zu sehen. Ein wenig fahrig setzt sie ihre Maske auf. „Man macht einiges mit“ ist ihr einziger Kommentar.

In diesem neuen Verfahren sollte der vorgeschriebene Gütetermin stattfinden. Nach 20 Minuten Wartezeit eröffnete Richterin Sabine Stahl die Verhandlung und stellt fest, dass die Ladungen fristgemäß zugegangen waren, aber die Beklagtenseite, also die Hohenloher Krankenhaus gGmbH, nicht erschienen ist. Rechtsanwalt Hofmann beantragte daraufhin ein Versäumnisurteil, das die Richterin dann auch erließ.

Die Hohenloher Krankenhaus gGmbH muss demnach drei Monatsgehälter an Anke E. nachzahlen, die Rechtsmittelfrist gegen dieses Urteil beträgt eine Woche.

Wie viel Vertrauen zwischen den Parteien verspielt wurde, zeigt vielleicht die Tatsache, dass Rechtsanwalt Hofmann eine „vollstreckbare Ausfertigung“ des Urteils beantragt hat, er scheint mit weiteren Komplikationen zu rechnen.

Warum die HK vor Gericht nicht erschienen ist, ist bislang nicht bekannt.

Anke E. jedenfalls war die Erleichterung darüber, dass sie dieses Verfahren mit Erfolg hinter sich gebracht hat, deutlich anzumerken.

* Der Name wurde aufgrund des Persönlichkeitsschutzes von der Redaktion geändert.

Text: Matthias Lauterer

 

Zum zweiten Verhandlungstermin vor dem Arbeitsgericht in Crailsheim erschien eine der Parteien nicht. Foto: GSCHWÄTZ

So leer ist der Wartebericht, wenn eine der Parteien nicht erscheint. Foto: GSCHWÄTZ