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Reitunterricht für Kinder und Jugendliche

Melissa Kleinhans und ihr Team von „Mellis Reitschule“ bieten ab sofort qualifizierten Reitunterricht auf Ponys und Kleinpferden auf der Anlage des Reit- und Fahrvereins Krautheim an. Das geht aus einer Pressemitteilung des Reitvereins Krautheim hervor. Anbei veröffentlichen wir diese in voller Länge:

26-Jährige übernimmt Betrieb

Kinder, deren Herzen höher schlagen, flauschige Ponynasen und dazwischen: Melissa Kleinhans und ihr Team von „Mellis Reitschule“. Das erwartet nun die Besucher der Anlage des Reit- und Fahrvereins Krautheim. Denn seit Ende Mai ist Melissa, die von allen nur Melli genannt wird, eingezogen, um dort mit ihren zahlreichen Schulpferden Kindern und Jugendlichen das Reiten beizubringen.

Wir hatten uns damals gesucht und gefunden

Genügend Erfahrung bringt die 26-Jährige mit. Sie betreibt bereits einen Standort in Öhringen-Untersöllbach. „Den bestehenden Betrieb habe ich quasi von Birgit Wörner, die etwas kürzer treten wollte, übernommen“, erzählt Melli. Die beiden arbeiten seit rund zehn Jahren zusammen. „Ich wollte nach meinem Schulabschluss unbedingt mit Tieren arbeiten. So bin ich über Umwege bei Birgit gelandet.“ Nachdem Melli die Ausbildung zur Pferdepflegerin absolviert hatte, entschloss sich Birgit kurzerhand dazu Pferdewirtschaftsmeisterin zu werden, um der jungen Frau die staatlich anerkannte Ausbildung zur Pferdewirtin in der Öhringer Reitschule zu ermöglichen. Dort sowie an Wörners zweitem Standort in Meckesheim, lernte Melli alles, was sie im Umgang, beim Reiten und Ausbilden der Pferde und Kinder wissen muss. „Wir hatten uns damals gesucht und gefunden – und sind bis heute nicht mehr voneinander losgekommen“, sagt sie lächelnd.

Auch die Vierbeiner fit und gesund

Kein Wunder also, dass die junge Frau nun in die Fußstapfen ihrer Ausbilderin tritt und als Betriebsleiterin für gleich zwei Reitschulbetriebe verantwortlich ist. „Aber Birgit ist nach wie vor an meiner Seite und kümmert sich unter anderem um die Büro-Arbeiten“, erklärt Melli. Ohne sie und die beiden Pferdewirtinnen Anni und Hannah, könnte sie ihr Konzept nicht so umsetzen, wie sie wolle. „Wir haben in Untersöllbach aktuell 16 Schulpferde und rund 200 Reitschüler.“ Besonders wichtig ist es Melli, dass die Ponys gut versorgt sind und trotz ihrer Aufgabe, den Kleinsten das Reiten zu lehren, weiter Spaß an der Arbeit haben. „Regelmäßige Hufschmied- und Tierarzt-Besuche, angepasste Sättel und ordentliches Equipment sind für mich selbstverständlich. Hinzu kommt noch eine auf jedes Pferd angepasste Ernährung.“ Nur so sei gewährleistet, dass ihre vierbeinigen Kollegen fit und gesund bleiben.

Vier Schulpferde

Das möchte sie nun auch genauso in Krautheim umsetzen. Vier Schulpferde sind schon Ende Mai eingezogen und warten auf die ersten Kinder. Das Angebot bei „Mellis Reitschule“ ist groß und pädagogisch hochaktuell: „Wir bilden Kinder ab drei Jahren mit dem Reitlernprogramm Hippolini aus.“ Statt klassischem Longenunterricht arbeiten jeweils zwei Kinder mit einem Pony. Eines sitzt auf, das andere führt mit Gerte. Dabei gilt es verschiedene Parcours zu absolvieren. „Die Unterrichtseinheiten bauen aufeinander auf. So gibt es zum Beispiel eine Ritterstunde, bei der die Kinder von ‚Burg zu Burg‘ – also Pylone zu Pylone – gelangen müssen und sich dabei eine Fahne auf die Fußspitze stecken müssen. Die darf nicht runterfallen. So soll geübt werden, den Absatz tief zu halten“, erklärt die Expertin. Sobald die Kleinen die verschiedenen Stufen des Konzeptes absolviert haben, nehmen sie am normalen Reitunterricht teil. „Die Hippolini-Kids sind im Vergleich deutlich fitter und vor allem eines: so tough!“, berichtet Melli. Auch in Krautheim wird es neben den Hippolini-Gruppen noch Reitunterricht bis in die Klassen E und A geben. Außerdem Reitferien, Ponyreiten, Lehrgänge und Kindergeburtstage. „Wenn die Nachfrage da ist, folgen dann hoffentlich noch einige weitere Schulponys.“

Ritterstunde

Doch warum eigentlich genau Krautheim? „Ich habe die Fotos der Anlage gesehen und war schockverliebt. Wir haben hier alles was wir brauchen – Reithalle, Dressur- und Springplatz, genügend Koppeln und ein wunderschönes Ausreitgelände.“ Außerdem habe die Kommunikation mit den Verantwortlichen des Vereins – allesamt junge reitsportbegeisterte Frauen – gestimmt. „Die Mädels unterstützen mich, wo sie nur können. Das hilft mir ungemein.“

Krautheim „Wunderschönes Ausreitgelände“

Und auch der Reit- und Fahrverein Krautheim ist glücklich über die Zusammenarbeit. Denn endlich richtet sich auf der direkt an der Jagst gelegenen Anlage nun wieder der Fokus auf die reiterliche Ausbildung von Kindern und Jugendlichen. Also genau das, wofür der Verein sich verantwortlich fühlt. „Aber wir heißen natürlich auch Pensionspferde und ihre Besitzer herzlich willkommen bei uns“, versichert Melli. „Die sorgen immerhin für den nötigen Ruhepol zu den ganzen Kiddies – und ausweichen können wir uns auf der riesigen Anlage allemal“, lacht sie.

Weitere Informationen zu „Mellis Reitschule“ unter http://www.mellis-reitschule.de per Mail an mellis-reitschule@gmx.de oder telefonisch unter 0176 84304184.
Melissa Kleinhans und die beiden Schulponys Stormy und Jim Knopf. Fot




Fall einer Ikone

Was nach dem Zweiten Weltkrieg durchaus als Wirtschaftswundermärchen bezeichnet werden kann, findet nun ein hässliches Ende. Der Aufstieg von Mustang Jeans aus Künzelsau in die weltweite Jeansindustrie endet – zumindest für Künzelsau – diesen Monat mit dem Abriss des Gebäudes, das einst der Firmensitz und auch Produktionsstandort der Jeansmarke war. Heiner Sefranek, der Sohn des Gründers Albert Sefranek, hatte Mustang vor einigen Jahren an eine Investorengruppe verkauft. Daraufhin versucht sich die Firma bis heute gesundzuschrumpfen. Mit einem Umzug des Hauptsitzes nach Schwäbisch Hall in ein Gebäude zur Miete wollen die Investoren attraktiver werden. Ob das gelingt?

Warum Künzelsau die Jeans verloren hat- die ganze Geschichte, lesen Sie hier: https://www.gschwaetz.de/2018/07/15/der-langsame-fall-eines-grossen-jeansherstellers/

Heiner Sefranek im Interview über den Aufstieg und Fall eines großen Jeanshelden: https://www.gschwaetz.de/2018/08/16/ex-mustang-chef-moechte-nicht-wieder-in-das-haifischbecken-der-mode-zurueck/

Wohnungen, Wohnungen, Wohnungen und ein Supermarkt: Was mit der frei gewordenen Fläche geplant ist, lesen Sie hier: https://www.gschwaetz.de/2018/07/17/firma-merz-aus-aalen-hat-das-7-000-quadratmeter-grosse-mustang-areal-gekauft/

Der ehemalige Mitarbeitereingang. Foto: GSCHWÄTZ

Mustang Abriss. Foto: GSCHWÄTZ

In kürzester Zeit ist nicht mehr viel von dem Gebäude übrig. Foto: GSCHWÄTZ

Ein Skelett des Gebäudes. Foto: GSCHWÄTZ

Hier hat der Siegeszug der Jeans in Deutschland begonnen. Foto: GSCHWÄTZ

Mustang Abriss. Foto: GSCHWÄTZ

Mustang Abriss. Foto: GSCHWÄTZ

Mustang Abriss. Foto: GSCHWÄTZ

Albert Sefranek führte das Unternehmen zu weltweiter Bekanntheit. Foto: GSCHWÄTZ




Nach Spielothek-Besuch sucht 23-Jähriger vergeblich seinen Roller

Ein 23-Jähriger aus Künzelsau steht ohne fahrbaren Untersatz da, weil Unbekannte vermutlich seinen Roller stahlen. Das geht aus einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn hervor.

Das gelb-schwarze Gefährt der Marke Suzuki soll ab Mittwochabend, 20 Uhr, gegenüber einer Spielothek in der Keltergasse gestanden haben. Am nächsten Tag gegen 13.30 Uhr bemerkte der junge Mann das Fehlen seines Rollers.

Eine bislang unbekannte Person muss in diesem Zeitraum das Fahrzeug entwendet haben. Zeugen, die Hinweise auf den Täter oder den Verbleib des Rollers haben, werden gebeten, sich beim Polizeirevier Künzelsau, Telefon 07940 9400, zu melden.




Mit 2,5 Promille unterwegs

Nach dem Genuss von alkoholischen Getränken hat sich ein 40-Jähriger Donnerstagnacht, den 11. Juni 2020, in sein Auto gesetzt und ist losgefahren. Der Mann wurde um kurz nach 23 Uhr in seinem Audi fahrend in der „Leisklinge“ in Kupferzell von einer Streife gesehen. Das geht aus einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn hervor.

Da die Beamten schon früher am Abend mit dem Mann zu tun hatten und er bereits zu diesem Zeitpunkt dem Alkohol zugesprochen hatte, entschlossen sich die Polizisten, den Mann zu kontrollieren. Zu Recht wie ein Alkoholtest schnell aufzeigte. Der 40 Jährige hatte fast 2,5 Promille intus. Für ihn ging es zu einer Blutentnahme in Krankenhaus. Sein Führerschein wurde eingezogen.




Sicherheitskonzept für Kocherfreibad

Das Kocherfreibad in Künzelsau öffnet am Freitag, den 19. Juni 2020 wieder seine Pforten. Dann allerdings in einer neuen Montur. Nach einem umfassenden Sanierungskonzept dürfen sich die Badegäste nun auf ein neu gestaltetes Bad freuen. Aufgrund schlechter Wasserwerte durch den Kocher (einige Proben entsprachen damals nicht den erforderlichen Werten) kam es zu diesem Komplettumbau des Bades. Dabei sollte die Badebucht vom Kocher abgetrennt werden. Der Spatenstich erfolgte im Juni 2019 (siehe Video).

Derzeit werden darüber aufgrund der Coronakrise laut Elke Sturm, Pressesprecherin der Stadt Künzelsau, ein Sicherheitskonzept erarbeitet. Elke Sturm erklärt: „Eventuell erforderliche Auflagen werden geprüft.“

Das Hallenbad TollKün in Künzelsau hat bereits seit dem 8. Juni 2020 wieder geöffnet, allerdings lediglich für den Schul- und Vereinssport und – derzeit zumindest – nicht für die Öffentlichkeit.

Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann beim Spatenstich für das neue Kocherfreibad im Juni 2019. Foto: GSCHWÄTZ/Archiv

 

 




„Wir freuen uns auf unsere Schüler“

Ab Montag, den 15. Juni 2020, geht es für einen Großteil der Schüler wieder zurück in die Klassenzimmer – zumindest stunden-, tageweise und wochenweise. Jede Schule im Hohenlohekreis hat sich Gedanken um ein passendes Konzept gemacht, welche Stunden für welche Schüler wie angeboten werden können. Das hängt unter anderem auch davon ab, wieviele Lehrkräfte zur Verfügung stehen, da Lehrer, die einer Corona-Risikogruppe angehören, vom Präsenzunterricht befreit sind. Viele Schulen haben darüber hinaus versucht, die Stundenpläne passend zu den Busfahrplänen abzustimmen. Es zeigt sich: Jede Schule hat dabei für sich individuelle Lösungen gefunden.

Kupferzell: „Es wurde bei der Einteilung auf die zeitgleiche Beschulung von Geschwisterkinder geachtet.“

In der Johann-Friedrich-Mayer-Schule in Kupferzell wurden wie in den meisten anderen Schulen auch, die Klassen und Lerngruppen in Kleingruppen eingeteilt. Rektor Markus Autenrieth erklärt: „Es wurde bei der Einteilung auf die zeitgleiche Beschulung von Geschwisterkinder geachtet.“ Die Beschulung finde im wöchentlichen Wechsel (A-Woche und B-Woche) statt. Die Schule hält sich dabei an den Vorschlag des baden-würrtembergischen Kultusministeriums, dass die Kinder eine Woche Präsenzunterricht im Klassenzimmer haben und eine Woche homeschooling „Der Unterricht beginnt und endet versetzt, ebenso die Pausenzeiten“, erkärt Autenrieth weiter. So stehen nicht alle Schüler zur gleichen Zeit auf dem Pausenhof. „In der Woche, in der die Lerngruppe kein Unterricht hat, finde die Beschulung weiterhin online oder mit Aufgaben aus dem Präsenzunterricht statt“, so der Rektor.

Die Gemeinschaftsschule kann es ermöglichen, dass Schüler aller Klassenstufen (1 bis 10) eine Woche mit mindestens 20 Unterrichtsstunden an der Schule im Präsenzunterricht ist. Die tägliche Unterrichtszeit umfasst laut Autenrieth 4 bis 5 Schulstunden. „In der darauf folgenden Woche findet das Homeschooling statt, so dass im Schnitt jede Schülerin / jeder Schüler auf mindestens 10 Unterrichtsstunden im Präsenzunterricht pro Woche kommt.“ Die Zeiten würden zum allergrößten Teil mit dem Busfahrplan übereinstimmen. „Da wir aber Schüler aus einem Umkreis von zirka 20 Kilometer haben, kann es sein, dass manche längere Zeit auf den Bus warten müssen oder von den Eltern in Fahrgemeinschaften abgeholt werden.

Mulfingen: Ein Tag Schule, ein Tag homeschooling – immer im Wechsel

An der Bischof von Lipp Schule, ebenfalls eine Gemeinschaftsschule, gibt es ein anderes Modell. Schulleiter Johannes Dirnberger erklärt: „Die Schüler jeder Jahrgangsstufe sind mindestens an zwei Tagen an der Schule, dies in jeder Woche.“ Es gibt also keinen wöchentlichen Wechsel. „Nach jedem Präsenztag gibt es einen Heimarbeitstag, an dem Aufgaben gemacht werden, die dann am nächsten Präsenztag in der Schule besprochen werden“, erklärt der Schulleiter und nennt ein Beispiel für die Jahrgangsstufe:

Klasse: 5a/b

Aus Hygienegründen sind die Klassen noch einmal in sich getrennt, so dass sich vier Gruppen mit der erlaubten Schülerzahl ergeben.

Montag: Präsenztag 

Dienstag: Heimarbeitstag

Mittwoch: Präsenztag

Donnerstag: Heimarbeitstag

Freitag: Heimarbeitstag

Bei der Jahrgangsstufe 6 werde nach demselben Prinzip verfahren. „Dann ist das Schulhaus an den Montagen und dem Mittwoch von den Abstandsregeln her ziemlich voll“, erklärt Johannes Dirnberger. „Die Jahrgangsstufen sieben und acht kommen dann zum Beispiel am Dienstag und Donnerstag zum Präsenztag. Für die  Jahrgangsstufen 9 und 10 weichen wir räumlich aus.“

Johannes Dirnberger sieht mehr Vorteile für dieses Unterrichtsmodell

Er sieht mehr Vorteile in diesem Unterrichtsmodell als in einem wöchentlichen Wechsel und nennt hierfür folgende Gründe:

1. Lehrkräfte arbeiten an der Schule in einem System und nicht im Wechsel zwischen Präsenz – und Fernlernunterricht

2. Wir haben bis zu den Sommerferien kontinuierlich Unterricht, Eltern können planen und wir kommen im Stoff besser voran, als wenn zwischendrin immer eine Woche liegt. Die Tagesaufgaben können die S Schüler gut meistern und dann am Folgetag direkt nachfragen. 

3. Wir kommen mit den Lehrerstunden hin, da wir so alle Lehrkräfte jede Woche gleichmässig beschäftigen können. 

Die Präsenztage umfassen laut Schulleiter Dirnberger jeweils mindestens sechs Schulstunden, die Materialien für die Heimarbeitstage seien ebenfalls für diese Zeit ausgelegt. „Neben Deutsch, Mathematik und Englisch unterrichten wir auch stark eingeschränkt die Nebenfächer. Somit ist jeder Schüler pro Woche zwischen 12 und 14 Stunden im Präsenzunterricht an der Schule anwesend.“ Die Heimarbeit ist mit ebenfalls mit zirka 14 bis 18 Stunden pro Woche veranschlagt. 

„Leider haben wir mit dem Nahverkehrsmodell einen vergleichweise unflexiblen Partner“

Bezüglich den Pausenzeiten erklärt Johannes Dirnberger: „Die Pausenzeiten sind flexibel, das heißt, die Gruppen haben unterschiedlich Pausen.“ Das Ziel dabei sei es, möglichst wenig Schüler gleichzeitig auf dem Schulhof und in den Gängen zu haben. „Auf dem Schulhof und im Schulgebäude ist genug Platz, um das Pausenbrot mit entsprechendem Abstand zu verzehren. Die Sitzgelegenheiten geben dies her. Für den Notfall haben wir die Sporthalle als Pausenbereich zur Verfügung, etwa bei extremem Schlechtwetter.“

Ein kleines Manko gibt es laut Dirnberger bislang noch: „Leider haben wir mit dem Nahverkehrsmodell einen vergleichweise unflexiblen Partner, da laufen die Gespräche noch. Für Kinder ausserhalb der Gemeinde Mulfingen, bei denen wir wissen, dass sicher kein Bus fährt, haben wir eigene Busverkehre eingerichtet. Dies bedeutet aber für uns einen organisatorischen und finanziellen Kraftakt.“

Forchtenberg: Auf dem Schulhof gibt es für die Schüler Aufstellpunkte für die A- Klassen und die B- Klassen.

Für die Geschwister-Scholl-Schule in Forchtenberg waren für die Planungen wiederum die Busankunfts- und Busabfahrtzeiten entscheidend, wie Rektorin Petra Schüler gegenüber GSCHWÄTZ erklärt:

„Wir unterrichten die Kinder rollierend, allerdings wöchentlich, so dass alle Schüler jede Woche für 2 Tage an der Schule sein werden und dadurch mehr Unterricht erhalten. 
Unsere 16er Klassen machen dies möglich. Wir beginnen am Morgen um eine halbe Stunde versetzt, sodass wir den Überblick über die ankommenden Kinder haben. Sie sind nach den Vorgaben der Ministerin zusammengestellt. Das heißt Klassen 1 und 3 und die Klassen 2 und 4.“

Auf dem Schulhof gebe es für die Schüler Aufstellpunkte für die A- Klassen und die B- Klassen. Rektorin Schüler erklärt: „Die Aufsicht holt die Kinder einzeln herein und fordert sie zur Händedesinfektion auf. Anschließend gehen sie in die Klassenzimmer.“
In dieser halbstündigen Ankunftszeit könne gefrühstückt werden. „Die Pausen werden, wenn notwendig, immer mit 4 Kindern durchgeführt. Die Aufsichtsperson beobachtet die Pausensituation und die Toilettengänge
und das Händedesinfizieren im Anschluss. Unsere Ü-60 Lehrerinnen haben für jedes Kind Masken genäht, die täglich nach Unterrichtsende gewaschen werden.“

„Unsere Ü-60 Lehrerinnen haben für jedes Kind Masken genäht, die täglich nach Unterrichtsende gewaschen werden“

„Außerdem haben wir dankenswerterweise Masken und Desinfektionsmittel von der Firma Arnold erhalten. Über den örtlichen Schreiner konnten Spuckschutze für die Lehrkräfte bestellt werden. Desinfektionsstationen sind im Foyer und in den Toiletten ausreichend vorhanden. Die Reingung und Desinfektion der Schule verlief bislang sehr professionell. Die Zusammenarbeit mit dem Rathaus gestaltete sich sehr gut. Unser Kollegium ist nach dem Schulhausbrand 2016 und dem anschließenden Hochwasser ein eingespieltes kollegiales und engagiertes Team. Schüler Das ist in Krisensituationen von entscheidender Wichtigkeit und erleichtert jedem Schulleiter die Arbeit.“

Petra Schüler lobt in diesem Zusammenhang die Arbeit der Eltern: „Auch die Elternschaft hat hervorragende Arbeit geleistet.“

Der „Testlauf“ mit den vierten Klassen, die bereits wieder beschult werden, habe gut funktioniert, „so dass wir guter Dinge sind, die letzten Wochen gut zu bewältigen. Wir freuen uns auf unsere Schüler.“

Johannes Dirnberger, Schulleiter an der Bischof-von-Lipp-Schule in Mulfingen, ist bald nicht mehr umringt von leeren Stühlen. Foto: GSCHWÄTZ/Archiv




21-Jähriger in U-Haft – Vorwurf des sexuellen Missbrauchs an Kindern zwischen zwei und neun Jahren im Raum

In den vergangenen 14-Tagen kam es im Bereich Nordheim und Lauffen am Neckar zu mehreren schweren Straftaten. Ein 21-jähriger Togolese führte in der Öffentlichkeit mehrere exhibitionistische und sexuelle Handlungen vor Passanten aus. Unter diesen befanden sich auch Kinder und Jugendliche im Alter von zwei bis neun Jahren. Bei seinen Taten entblößte sich der Mann und führte teilweise sexuelle Handlungen an sich durch.

Der von der Staatsanwaltschaft Heilbronn beantragte Haftbefehl wurde durch das Amtsgericht Heilbronn in Vollzug gesetzt. Der 21-Jährige wurde am Dienstag in eine Justizvollzugsanstalt überstellt und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft.

Quelle: Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Heilbronn und des Polizeipräsidiums Heilbronn vom 10.06.2020

Auch in Külsheim ereignete sich zumindest ein Versuch des sexuellen Missbrauches eines Kindes. Das geht aus einer gemeinsamen Pressemitteilungen der Staatsanwaltschaft Mosbach und des Polizeipräsidiums Heilbronn hervor.

Mann hielt 10-Jährigen fest

Am Montagnachmittag, den 08. Juni 2020, kam es in Külsheim in unmittelbarer Nähe des Rewe-Marktes zu einer schweren Straftat. Gegen 15.25 Uhr sprach ein 37-jähriger Mann drei auf dem dortigen Parkplatz gemeinsam spielende Kinder in der Prinz-Eugen-Straße an. Unter einem Vorwand lockte der Mann einen der drei Jungen zu sich. In der Folge hielt der Mann den 10-jährigen Jungen fest und brachte ihn zu einer schlecht einsehbaren Böschung des dortigen Fußweges. Noch ehe er die geplanten sexuellen Handlungen an dem Kind vornehmen konnte, kam ein aufmerksamer Passant dem 10-Jährigen zu Hilfe.

Der 37-jährige Deutsche wurde direkt nach der Tat durch die Polizei festgenommen. Der von der Staatsanwaltschaft Mosbach beantragte Haftbefehl wurde durch das Amtsgericht Tauberbischofsheim in Vollzug gesetzt. Am Dienstag wurde er einer Justizvollzugsanstalt zugeführt und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft.

Die Kriminalpolizei sucht nun Zeugen dieser Tat und bittet diese, sich bei der Polizei zu melden. Zudem werden weitere Geschädigte und Zeugen ähnlicher Vorfälle in diesem Bereich gebeten, sich zu melden. Hinweise werden von der Kriminalpolizei in Tauberbischofsheim, Telefon 07131 104 – 4444, entgegengenommen.




Golfcart geklaut, dann Fahrrad einer Neunjährigen, dann Firmenfahrzeug – 28-Jähriger sorgt für Unruhe im Hohenlohekreis

Ein 28-Jähriger hielt am Dienstag, den 09. Juni 2020, Einsatzkräfte im Hohenlohekreis mehrere Stunden lang in Atem. Das geht aus einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn hervor.

Gegen 15 Uhr sprach der Mann einen Sportler auf einem Golfplatz in Zweiflingen-Friedrichsruhe an und fragte ob er dessen Golfcart probefahren dürfe. Nachdem ihm dieses erlaubt wurde, setzte sich der 28-Jährige in das Gefährt. Statt eine kleine Runde auf dem Platz zu drehen, brauste er jedoch einfach davon. Ein Hubschrauber, der von der Polizei für die Suche angefordert worden war, konnte das Golfcart schließlich in einem Graben bei Zweiflingen auffinden, von dem Mann fehlte allerdings jede Spur. Der hatte sich zwischenzeitlich auf den Weg nach Forchtenberg-Ernsbach gemacht und versuchte dort das Fahrrad eines 9-Jährigen zu stehlen. Die aufmerksamen Großeltern unterbanden den Versuch, woraufhin es der 28-Jährige wenige Meter weiter am Fahrrad eines kleinen Mädchens versuchte. Er saß bereits auf dem Rad als er von der 9-Jährigen und ihren Freunden am Wegfahren gehindert wurde. Im Anschluss flüchtete der Mann. Einige Zeit später stahl er ein Firmenfahrzeug von einem Betriebsgelände in Untermünkheim-Übrigshausen und fuhr damit bis nach Künzelsau-Vogelsberg. Hier stellte er das gestohlene Fahrzeug im Hof einer Familie ab und versuchte stattdessen deren Auto zu stehlen. Dieser Versuch scheiterte jedoch am Unvermögen des 28-Jährigen den Rückwärtsgang einzulegen.

Der Mann ging daraufhin auf ein Nachbargrundstück und schlug dort die Scheibe einer Terrassentür ein mit einem schweren Gegenstand ein. Diesen warf er daraufhin, auf eine im Haus befindliche Bewohnerin. Sie wurde durch das Wurfgeschoss verletzt und musste von einem Rettungswagen in eine Klinik gebracht werden. Der Mann suchte daraufhin erneut das Weite. Er wurde einige Zeit später von Streifen der Polizei im Straßengraben zwischen Künzelsau-Vogelsberg und Künzelsau-Kocherstetten aufgefunden. Da der Mann sich beim Einschlagen der Scheibe schwere Verletzungen zugezogen hatte und er außerdem eine Blutprobe abgeben musste, wurde er in ein Krankenhaus gebracht. Die Ermittlungen in diesem Fall dauern an.

 




Landrat Neth: „Wir wussten, wir können uns auf die Kupferzeller verlassen“

Am Dienstag, den 9. Juni 2020, endeten die Untersuchungen zu der Studie „Corona Monitoring lokal“ des Robert Koch-Instituts (RKI) in Kupferzell. RKI-Teams untersuchten und befragten seit dem Start am 20. Mai mehr als 2.100 Kupferzellerinnen und Kupferzeller. „Wir freuen uns sehr über die starke Beteiligung“, so PD Dr. Thomas Lampert, Leiter der Abteilung für Epidemiologie und Gesundheitsmonitoring am RKI: „Kupferzell ist der erste Untersuchungsort dieser groß angelegten Studie – wir wussten vorher natürlich nicht genau, was uns erwartet. Wir sind sehr dankbar für die große Motivation und die hohe Kooperationsbereitschaft, die wir hier vor Ort erfahren haben.“ Das geht aus einer gemeinsamen Presseerklärung der Gemeinde Kupferzell und des Landratsamtes des Hohenlohekreises hervor. In den nächsten Tagen laufen noch Befragungen im Rahmen der Studie. „Für uns ist es wichtig, dass sich auch hier möglichst viele Teilnehmende die Zeit nehmen und die Fragen beantworten“, so Lampert weiter.

Sehr zufrieden zeigen sich auch Landrat Dr. Matthias Neth und Bürgermeister Christoph Spieles. „Wir wussten, wir können uns auf die Kupferzeller verlassen. Die große Teilnahme hat uns wieder einmal gezeigt – Hohenlohe hält zusammen.“

Erste Ergebnisse für Kupferzell werden voraussichtlich in vier Wochen vorgestellt. Ab dem 23. Juni 2020 wird die Studie des RKI in Bad Feilnbach (Landkreis Rosenheim) fortgeführt.

Unter https://youtu.be/bVHHCnyu99Y ist ein Rückblick zur Studie zusammengefasst.

Covid-Studie in ausgewählten Hot-Spots Deutschlands

Die Studie Corona-Monitoring lokal ist eine bevölkerungsbezogene seroepidemiologische Beobachtungsstudie, bei der an vier besonders von der COVID-19-Epidemie betroffenen Orten in Deutschland wiederholte Querschnittuntersuchungen mit jeweils unabhängigen Stichproben durchgeführt werden sollen. Die gewonnenen Informationen werden ausgewertet und die Ergebnisse der Wissenschaft und der Gesundheitspolitik zur Verfügung gestellt.

Insbesondere wird untersucht, bei wie vielen Menschen sich Antikörper nachweisen lassen und wie hoch der Anteil von Infektionen ohne Krankheitssymptome ist. Auch die Fragen, ob manche Personengruppen häufiger von einer Infektion betroffen sind und wie oft eine Erkrankung so schwer verläuft, dass diese im Krankenhaus oder auf der Intensivstation behandelt werden muss, sollen betrachtet werden.

Mit den gewonnenen Ergebnissen sei es möglich, die Pandemie besser zu verstehen und Maßnahmen zur Eindämmung zielgerichteter zu planen.

Kupferzells Bürgermeister Christoph Spieles war der erste Proband. Foto: GSCHWÄTZ/Archiv

 




Keine Corona-Neuinfektionen mehr

Laut einer Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises kam es zu keinen bestätigten Neuinfektionen in der vergangenen Woche. Abstands- und Hygieneregelungen bestehen aber dennoch weiterhin.

So seien in den vergangenen sieben Tagen sind im Hohenlohekreis keine neuen COVID-19-Infektionen aufgetreten. Der letzte positive Befund wurde laut dem Landratsamt am 2. Juni 2020 an das Landesgesundheitsamt übermittelt, sorgsames Verhalten sei jedoch weiterhin angebracht, betont das Landratsamt.

„Besonders in der aktuellen Situation ist es wichtig, nicht leichtsinnig zu werden und die geltenden Hygiene- und Abstandsregelungen unbedingt weiter zu beachten“, betont Annemarie Flicker-Klein, stellvertretende Amtsleitung im Gesundheitsamt des Hohenlohekreises. „Trotzdem freuen wir uns natürlich über diese gute Nachricht und wollen den Zeitpunkt nutzen, um uns bei allen Bürgern des Hohenlohekreises zu bedanken, die durch das Befolgen der bestehenden Regeln wesentlich zum deutlichen Rückgang der Neuinfektionen beigetragen haben.“