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Spektakuläres Himmelsschauspiel am Freitag zu sehen – Heilbronner experimenta überträgt live

Ein besonderes astronomisches Ereignis kündigt sich an: Am Freitag, den 19. Juni 2020, findet um 9:52 Uhr am Südosthorizont eine von Mitteleuropa aus beobachtbare Venusbedeckung statt. Dabei wird sich der vor der Venus stehende Mond, der im letzten Viertel seines Zyklus steht und deshalb nur als schmale Sichel zu sehen ist, an ihr vorbeibewegen und sie für rund eine Stunde verdecken. Hierbei bietet sich die seltene Gelegenheit, die Bewegung der Himmelskörper zueinander direkt beobachten zu können. Gegen 10:40 Uhr hat sich der Mond dann soweit fortbewegt, dass die Venus wieder hinter der unbeleuchteten Seite des Erdtrabanten hervortritt.

Sofern das Wetter mitspielt, überträgt die Sternwarte der experimenta Heilbronn die Venusbedeckung live per hauseigenem Video-Stream vom Hochleistungsteleskop auf einen großformatigen Bildschirm im fünften Stock der Ausstellung. Die Übertragung wird von den Astronomen der Sternwarte, die auch Besucherfragen beantworten, begleitet. Der Eintritt beträgt zwei Euro und beinhaltet auch den Besuch der Ausstellung. Tickets können ausschließlich kontaktlos im Vorfeld des Besuchs über den Onlineshop der experimenta https://shop.experimenta.science erworben werden.




Martin Hans ist neuer Wildtierbeauftragter im Hohenlohekreis

Zum 1. Juni 2020 hat Martin Hans den Posten des Wildtierbeauftragten für den Hohenlohekreis übernommen. Der ehemalige Wildtierbeauftragte Johannes Jakob hat zur selben Zeit seine neue Stelle als Revierförster in Mulfingen angetreten. Martin Hans ist seit 2005 im Forstamt des Hohenlohekreises tätig und betreut im Außendienst das Forstrevier Ingelfingen-Kupferzell. Seine neuen Aufgaben sind ihm bekannt, er war bereits von 2006 bis 2016 Wildtierbeauftragter des Kreises. Er ist unter Telefon 0171/1214 944 erreichbar.

Im Jahr 2004 wurde bei den unteren Forstbehörden ein landesweites Netzwerk von Wildtierbeauftragen aufgebaut, welches das Themenfeld Wildtiere auf der örtlichen Ebene umfassend bearbeitet. Die Wildtierbeauftragten haben zahlreiche Fach- und Querschnittsaufgaben zu erfüllen. Diese reichen von der Koordinierung des Wildtier-Monitorings über die Beratung und Unterstützung von Konzepten bis zur Abstimmung mit anderen Fachbereichen und der Kommunikation von Wildtierthemen. Sie beraten auch, wenn es beispielsweise in bewohnten Bereichen zu Problemen mit Wildtieren kommt. Mit der Gefahr der Afrikanischen Schweinepest oder der Rückkehr von ehemals ausgerotteten Tierarten nimmt die Bedeutung der Wildtierbeauftragten weiter zu.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis




Jeder fünfte Lehrer wird seinen Dienst heute nicht im Klassenzimmer antreten können

Ab heute startet einen Großteil der Schüler wieder in den Unterricht im Klassenzimmer. Die Schulen unterrichten wegen dem gebotenen Kontaktabstand  die Kinder in kleinen Klassengrößen. Dies bedeutet ein Verwaltungsaufwand, der nicht zu unterschätzen ist. Des Weiteren werden heute laut dem baden-württembergischen Kultusministerium rund 20 Prozent der Lehrkräfte nicht ihren Dienst an den Klassenzimmern antreten können.

Regionale Unterschiede

„Das Kultusministerium geht davon aus, dass etwa 25 Prozent der Lehrkräfte zu Risikogruppen gehören“, erklärt Benedikt Reinhard gegenüber GSCHWÄTZ auf Nachfrage. Aus der Risikogruppe der Lehrkräfte im Alter von über 60 Jahren und der Lehrkräfte, die in häuslicher Gemeinschaft mit Personen aus einer Risikogruppe leben, habe sich jedoch ein beträchtlicher Teil bereit erklärt, in der Präsenz zu unterrichten. „Deswegen stehen im landesweiten Durchschnitt rund 80 Prozent der Lehrkräfte für Präsenzangebote an den Schulen vor Ort zur Verfügung. In einzelnen Schularten sowie regional stellt sich dies allerdings unterschiedlich dar.“

Wer zählt als Risikogruppe?

„Das Kultusministerium orientiert sich bei der Einstufung als Risikogruppe an den Vorgaben des Robert-Koch-Instituts und der Landesgesundheitsbehörden. Zu den Risikogruppen gehören deswegen aktuell schwangere Lehrkräfte, Personen mit relevanten Vorerkrankungen sowie Personen über 60 Jahre. Aktuell zeigen Lehrer die Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe beziehungsweise dass sie nicht in Präsenz arbeiten können mit einem entsprechenden Formblatt gegenüber ihrer Schulleitung an http://(https://km-bw.de/site/pbs-bw-km-root/get/documents_E1445697780/KULTUS.Dachmandant/KULTUS/KM-Homepage/Pressemitteilungen/Pressemitteilungen%202020/2020%2004%2020%20Anlage%20Formblatt%20Risikogruppen.pdf).

Von der Präsenzpflicht befreit

Dann sind die Lehrer von der Präsenzpflicht befreit und kommen ihren dienstlichen Aufgaben laut Reinhard von zu Hause aus nach. „Da Lehrkräfte in der öffentlichen Diskussion allerdings unter Druck geraten und auch das Robert-Koch-Institut von einer generellen Einstufung in Risikogruppen zu einer individuellen Risikoabschätzung übergegangen ist, plant das Kultusministerium in Abhängigkeit von der Entscheidung auf der Ebene der Kultusministerkonferenz spätestens nach den Sommerferien eine Attestpflicht für Lehrkräfte, auch um diesen den Druck aus der öffentlichen Diskussion zu nehmen“, führt Benedikt Reinhard näher aus.

„Kommen ihren Aufgaben vollumfänglich zu Hause nach“

„Die Lehrer, die von der Präsenzpflicht befreit sind, befinden sich weiterhin im Dienst und kommen diesem vollumfänglich von zu Hause aus nach und betreuen dabei unter anderem die Schüler im Fernunterricht“, erklärt Reinhard. „Deswegen gibt es bei Lehrkräften auch keine Kurzarbeit.“

Grundschulen sollen im Juli wieder voll öffnen

„Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann hat bereits angekündigt, dass die Kindertageseinrichtungen und die Grundschulen aufgrund erster Erkenntnisse einer Studie, die die Landesregierung bei der Universitätskinderklinik Heidelberg in Auftrag gegeben hat, Ende Juni wieder vollständig geöffnet werden sollen. Die Erkenntnisse aus der Studie legen nahe, dass Kinder bis zehn Jahre als Überträger eine untergeordnete Rolle spielen. Somit kann in dieser Altersgruppe auf die Abstandsgebote verzichtet werden, so dass ein Unterricht und eine Betreuung aller Schüler möglich wird“, erklärt Benedikt Reinhard.

Corona-Super-Spreader: Keine Rückschlüsse bei Kindern ab 11 Jahren

„Da sich für ältere Kinder aus der Studie der Universitätskinderklinik in Heidelberg keine Rückschlüsse ziehen lassen, wird ein Betrieb nach aktuellem Stand bis zum Ende des Schuljahres nur unter Einhaltung des Abstandsgebotes von 1,5 Metern möglich sein. Das gibt einen Wechsel von Präsenz- und Fernunterricht vor, der im Wochenrhythmus in einem rollierenden System angeboten werden soll.“

Dem Kultusministerium sei bewusst, so Reinhard, „dass die aktuelle Situation für Familien eine große Herausforderung darstellt. Insbesondere müssen Eltern aktuell eine Doppelbelastung aus Erwerbsarbeit und Kinderbetreuung schultern.“

Für den Umgang mit der aktuellen Situation sei es ratsam, den direkten Kontakt zur Schule beziehungsweise zu den Lehrkräften zu suchen und mit ihnen darüber zu sprechen, was die Familien in der aktuellen Situation leisten können oder eben nicht. Das ermöglicht es, das schulische Arbeitspensum auf die Möglichkeiten der Familie und Bedürfnisse der Kinder abzustimmen.

 




„Überstunden in hohem vierstelligen Bereich“

Viele Firmen haben in den vergangenen Monaten im Zuge der Coronakrise Kurzarbeit anmelden müssen. Die Mitarbeiter des baden-württembergisches Wirtschaftsministeriums wiederum haben allein im März und April 2020 Überstunden im „hohen vierstelligen Bereich“ angesammelt.

„In besonderem Maß beansprucht“

Das geht aus einer Presseanfrage von GSCHWÄTZ hervor. Marius Ritter von der Pressestelle des Wirtschaftsministeriums begründete diese Mehrarbeit damit, dass nicht nur der Dienstbetrieb während der Coronazeit  ohne Unterbrechung und uneingeschränkt weiter gelaufen sei. Darüber hinaus  „waren und sind die Beschäftigten des Wirtschaftsministeriums angesichts der Bereitstellung von vielfältigen zusätzlichen Unterstützungsmaßnahmen (zum Beispiel Bereitstellung und Abwicklung von Förderprogrammen, Einrichtung von Hotlines, Eingehende Beratung und Bereitstellung von Informationen für die Unternehmen, Erlass von Rechtsverordnungen in Ergänzung zur CoronaVO) für die von den Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffene baden-württembergische Wirtschaft in besonderem Maße beansprucht.“

Nur in einzelnen Bereichen weniger Arbeit, etwa im Bereich Veranstaltungsbetrieb

Nur in einzelnen Bereichen hätten Mitarbeiter weniger zu tun gehabt, etwa im Veranstaltungsbetrieb. Ritter: „Die von der Landesregierung verordneten infektionsschützenden Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus haben im Wirtschaftsministerium nur in einzelnen Bereichen (vorrangig im Veranstaltungsbetrieb) zu Einschränkungen bei der Wahrnehmung der Aufgaben beziehungsweise zu einer Aufgabenverlagerung geführt.“ Ritter verweist dabei wiederum auf die Mehrarbeit hinsichtlich der Abwicklung von Förderprogrammen und vielem mehr.

Beamte  des Wirtschaftsministeriums seien daher in der Coronazeit im März nicht in Kurzarbeit gewesen, so Ritter weiter.

Im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg waren zum Stichtag 1. Januar 2020 294 Beamte sowie 159 Arbeitnehmer beschäftigt. Von den insgesamt 453 Beschäftigten waren 95 Beschäftigte in Teilzeit tätig. Es gibt keine geringfügig Beschäftigten.

 




Reitunterricht für Kinder und Jugendliche

Melissa Kleinhans und ihr Team von „Mellis Reitschule“ bieten ab sofort qualifizierten Reitunterricht auf Ponys und Kleinpferden auf der Anlage des Reit- und Fahrvereins Krautheim an. Das geht aus einer Pressemitteilung des Reitvereins Krautheim hervor. Anbei veröffentlichen wir diese in voller Länge:

26-Jährige übernimmt Betrieb

Kinder, deren Herzen höher schlagen, flauschige Ponynasen und dazwischen: Melissa Kleinhans und ihr Team von „Mellis Reitschule“. Das erwartet nun die Besucher der Anlage des Reit- und Fahrvereins Krautheim. Denn seit Ende Mai ist Melissa, die von allen nur Melli genannt wird, eingezogen, um dort mit ihren zahlreichen Schulpferden Kindern und Jugendlichen das Reiten beizubringen.

„Wir hatten uns damals gesucht und gefunden

Genügend Erfahrung bringt die 26-Jährige mit. Sie betreibt bereits einen Standort in Öhringen-Untersöllbach. „Den bestehenden Betrieb habe ich quasi von Birgit Wörner, die etwas kürzer treten wollte, übernommen“, erzählt Melli. Die beiden arbeiten seit rund zehn Jahren zusammen. „Ich wollte nach meinem Schulabschluss unbedingt mit Tieren arbeiten. So bin ich über Umwege bei Birgit gelandet.“ Nachdem Melli die Ausbildung zur Pferdepflegerin absolviert hatte, entschloss sich Birgit kurzerhand dazu Pferdewirtschaftsmeisterin zu werden, um der jungen Frau die staatlich anerkannte Ausbildung zur Pferdewirtin in der Öhringer Reitschule zu ermöglichen. Dort sowie an Wörners zweitem Standort in Meckesheim, lernte Melli alles, was sie im Umgang, beim Reiten und Ausbilden der Pferde und Kinder wissen muss. „Wir hatten uns damals gesucht und gefunden – und sind bis heute nicht mehr voneinander losgekommen“, sagt sie lächelnd.

Auch die Vierbeiner fit und gesund

Kein Wunder also, dass die junge Frau nun in die Fußstapfen ihrer Ausbilderin tritt und als Betriebsleiterin für gleich zwei Reitschulbetriebe verantwortlich ist. „Aber Birgit ist nach wie vor an meiner Seite und kümmert sich unter anderem um die Büro-Arbeiten“, erklärt Melli. Ohne sie und die beiden Pferdewirtinnen Anni und Hannah, könnte sie ihr Konzept nicht so umsetzen, wie sie wolle. „Wir haben in Untersöllbach aktuell 16 Schulpferde und rund 200 Reitschüler.“ Besonders wichtig ist es Melli, dass die Ponys gut versorgt sind und trotz ihrer Aufgabe, den Kleinsten das Reiten zu lehren, weiter Spaß an der Arbeit haben. „Regelmäßige Hufschmied- und Tierarzt-Besuche, angepasste Sättel und ordentliches Equipment sind für mich selbstverständlich. Hinzu kommt noch eine auf jedes Pferd angepasste Ernährung.“ Nur so sei gewährleistet, dass ihre vierbeinigen Kollegen fit und gesund bleiben.

Vier Schulpferde

Das möchte sie nun auch genauso in Krautheim umsetzen. Vier Schulpferde sind schon Ende Mai eingezogen und warten auf die ersten Kinder. Das Angebot bei „Mellis Reitschule“ ist groß und pädagogisch hochaktuell: „Wir bilden Kinder ab drei Jahren mit dem Reitlernprogramm Hippolini aus.“ Statt klassischem Longenunterricht arbeiten jeweils zwei Kinder mit einem Pony. Eines sitzt auf, das andere führt mit Gerte. Dabei gilt es verschiedene Parcours zu absolvieren. „Die Unterrichtseinheiten bauen aufeinander auf. So gibt es zum Beispiel eine Ritterstunde, bei der die Kinder von ‚Burg zu Burg‘ – also Pylone zu Pylone – gelangen müssen und sich dabei eine Fahne auf die Fußspitze stecken müssen. Die darf nicht runterfallen. So soll geübt werden, den Absatz tief zu halten“, erklärt die Expertin. Sobald die Kleinen die verschiedenen Stufen des Konzeptes absolviert haben, nehmen sie am normalen Reitunterricht teil. „Die Hippolini-Kids sind im Vergleich deutlich fitter und vor allem eines: so tough!“, berichtet Melli. Auch in Krautheim wird es neben den Hippolini-Gruppen noch Reitunterricht bis in die Klassen E und A geben. Außerdem Reitferien, Ponyreiten, Lehrgänge und Kindergeburtstage. „Wenn die Nachfrage da ist, folgen dann hoffentlich noch einige weitere Schulponys.“

Ritterstunde

Doch warum eigentlich genau Krautheim? „Ich habe die Fotos der Anlage gesehen und war schockverliebt. Wir haben hier alles was wir brauchen – Reithalle, Dressur- und Springplatz, genügend Koppeln und ein wunderschönes Ausreitgelände.“ Außerdem habe die Kommunikation mit den Verantwortlichen des Vereins – allesamt junge reitsportbegeisterte Frauen – gestimmt. „Die Mädels unterstützen mich, wo sie nur können. Das hilft mir ungemein.“

Krautheim „Wunderschönes Ausreitgelände“

Und auch der Reit- und Fahrverein Krautheim ist glücklich über die Zusammenarbeit. Denn endlich richtet sich auf der direkt an der Jagst gelegenen Anlage nun wieder der Fokus auf die reiterliche Ausbildung von Kindern und Jugendlichen. Also genau das, wofür der Verein sich verantwortlich fühlt. „Aber wir heißen natürlich auch Pensionspferde und ihre Besitzer herzlich willkommen bei uns“, versichert Melli. „Die sorgen immerhin für den nötigen Ruhepol zu den ganzen Kiddies – und ausweichen können wir uns auf der riesigen Anlage allemal“, lacht sie.

Weitere Informationen zu „Mellis Reitschule“ unter http://www.mellis-reitschule.de per Mail an mellis-reitschule@gmx.de oder telefonisch unter 0176 84304184.
Melissa Kleinhans und die beiden Schulponys Stormy und Jim Knopf. Fot




Fall einer Ikone

Was nach dem Zweiten Weltkrieg durchaus als Wirtschaftswundermärchen bezeichnet werden kann, findet nun ein hässliches Ende. Der Aufstieg von Mustang Jeans aus Künzelsau in die weltweite Jeansindustrie endet – zumindest für Künzelsau – diesen Monat mit dem Abriss des Gebäudes, das einst der Firmensitz und auch Produktionsstandort der Jeansmarke war. Heiner Sefranek, der Sohn des Gründers Albert Sefranek, hatte Mustang vor einigen Jahren an eine Investorengruppe verkauft. Daraufhin versucht sich die Firma bis heute gesundzuschrumpfen. Mit einem Umzug des Hauptsitzes nach Schwäbisch Hall in ein Gebäude zur Miete wollen die Investoren attraktiver werden. Ob das gelingt?

Warum Künzelsau die Jeans verloren hat- die ganze Geschichte, lesen Sie hier: https://www.gschwaetz.de/2018/07/15/der-langsame-fall-eines-grossen-jeansherstellers/

Heiner Sefranek im Interview über den Aufstieg und Fall eines großen Jeanshelden: https://www.gschwaetz.de/2018/08/16/ex-mustang-chef-moechte-nicht-wieder-in-das-haifischbecken-der-mode-zurueck/

Wohnungen, Wohnungen, Wohnungen und ein Supermarkt: Was mit der frei gewordenen Fläche geplant ist, lesen Sie hier: https://www.gschwaetz.de/2018/07/17/firma-merz-aus-aalen-hat-das-7-000-quadratmeter-grosse-mustang-areal-gekauft/

Der ehemalige Mitarbeitereingang. Foto: GSCHWÄTZ

Mustang Abriss. Foto: GSCHWÄTZ

In kürzester Zeit ist nicht mehr viel von dem Gebäude übrig. Foto: GSCHWÄTZ

Ein Skelett des Gebäudes. Foto: GSCHWÄTZ

Hier hat der Siegeszug der Jeans in Deutschland begonnen. Foto: GSCHWÄTZ

Mustang Abriss. Foto: GSCHWÄTZ

Mustang Abriss. Foto: GSCHWÄTZ

Mustang Abriss. Foto: GSCHWÄTZ

Albert Sefranek führte das Unternehmen zu weltweiter Bekanntheit. Foto: GSCHWÄTZ




Nach Spielothek-Besuch sucht 23-Jähriger vergeblich seinen Roller

Ein 23-Jähriger aus Künzelsau steht ohne fahrbaren Untersatz da, weil Unbekannte vermutlich seinen Roller stahlen. Das geht aus einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn hervor.

Das gelb-schwarze Gefährt der Marke Suzuki soll ab Mittwochabend, 20 Uhr, gegenüber einer Spielothek in der Keltergasse gestanden haben. Am nächsten Tag gegen 13.30 Uhr bemerkte der junge Mann das Fehlen seines Rollers.

Eine bislang unbekannte Person muss in diesem Zeitraum das Fahrzeug entwendet haben. Zeugen, die Hinweise auf den Täter oder den Verbleib des Rollers haben, werden gebeten, sich beim Polizeirevier Künzelsau, Telefon 07940 9400, zu melden.




Mit 2,5 Promille unterwegs

Nach dem Genuss von alkoholischen Getränken hat sich ein 40-Jähriger Donnerstagnacht, den 11. Juni 2020, in sein Auto gesetzt und ist losgefahren. Der Mann wurde um kurz nach 23 Uhr in seinem Audi fahrend in der „Leisklinge“ in Kupferzell von einer Streife gesehen. Das geht aus einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn hervor.

Da die Beamten schon früher am Abend mit dem Mann zu tun hatten und er bereits zu diesem Zeitpunkt dem Alkohol zugesprochen hatte, entschlossen sich die Polizisten, den Mann zu kontrollieren. Zu Recht wie ein Alkoholtest schnell aufzeigte. Der 40 Jährige hatte fast 2,5 Promille intus. Für ihn ging es zu einer Blutentnahme in Krankenhaus. Sein Führerschein wurde eingezogen.




Sicherheitskonzept für Kocherfreibad

Das Kocherfreibad in Künzelsau öffnet am Freitag, den 19. Juni 2020 wieder seine Pforten. Dann allerdings in einer neuen Montur. Nach einem umfassenden Sanierungskonzept dürfen sich die Badegäste nun auf ein neu gestaltetes Bad freuen. Aufgrund schlechter Wasserwerte durch den Kocher (einige Proben entsprachen damals nicht den erforderlichen Werten) kam es zu diesem Komplettumbau des Bades. Dabei sollte die Badebucht vom Kocher abgetrennt werden. Der Spatenstich erfolgte im Juni 2019 (siehe Video).

Derzeit werden darüber aufgrund der Coronakrise laut Elke Sturm, Pressesprecherin der Stadt Künzelsau, ein Sicherheitskonzept erarbeitet. Elke Sturm erklärt: „Eventuell erforderliche Auflagen werden geprüft.“

Das Hallenbad TollKün in Künzelsau hat bereits seit dem 8. Juni 2020 wieder geöffnet, allerdings lediglich für den Schul- und Vereinssport und – derzeit zumindest – nicht für die Öffentlichkeit.

Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann beim Spatenstich für das neue Kocherfreibad im Juni 2019. Foto: GSCHWÄTZ/Archiv

 

 




„Wir freuen uns auf unsere Schüler“

Ab Montag, den 15. Juni 2020, geht es für einen Großteil der Schüler wieder zurück in die Klassenzimmer – zumindest stunden-, tageweise und wochenweise. Jede Schule im Hohenlohekreis hat sich Gedanken um ein passendes Konzept gemacht, welche Stunden für welche Schüler wie angeboten werden können. Das hängt unter anderem auch davon ab, wieviele Lehrkräfte zur Verfügung stehen, da Lehrer, die einer Corona-Risikogruppe angehören, vom Präsenzunterricht befreit sind. Viele Schulen haben darüber hinaus versucht, die Stundenpläne passend zu den Busfahrplänen abzustimmen. Es zeigt sich: Jede Schule hat dabei für sich individuelle Lösungen gefunden.

Kupferzell: „Es wurde bei der Einteilung auf die zeitgleiche Beschulung von Geschwisterkinder geachtet.“

In der Johann-Friedrich-Mayer-Schule in Kupferzell wurden wie in den meisten anderen Schulen auch, die Klassen und Lerngruppen in Kleingruppen eingeteilt. Rektor Markus Autenrieth erklärt: „Es wurde bei der Einteilung auf die zeitgleiche Beschulung von Geschwisterkinder geachtet.“ Die Beschulung finde im wöchentlichen Wechsel (A-Woche und B-Woche) statt. Die Schule hält sich dabei an den Vorschlag des baden-würrtembergischen Kultusministeriums, dass die Kinder eine Woche Präsenzunterricht im Klassenzimmer haben und eine Woche homeschooling „Der Unterricht beginnt und endet versetzt, ebenso die Pausenzeiten“, erkärt Autenrieth weiter. So stehen nicht alle Schüler zur gleichen Zeit auf dem Pausenhof. „In der Woche, in der die Lerngruppe kein Unterricht hat, finde die Beschulung weiterhin online oder mit Aufgaben aus dem Präsenzunterricht statt“, so der Rektor.

Die Gemeinschaftsschule kann es ermöglichen, dass Schüler aller Klassenstufen (1 bis 10) eine Woche mit mindestens 20 Unterrichtsstunden an der Schule im Präsenzunterricht ist. Die tägliche Unterrichtszeit umfasst laut Autenrieth 4 bis 5 Schulstunden. „In der darauf folgenden Woche findet das Homeschooling statt, so dass im Schnitt jede Schülerin / jeder Schüler auf mindestens 10 Unterrichtsstunden im Präsenzunterricht pro Woche kommt.“ Die Zeiten würden zum allergrößten Teil mit dem Busfahrplan übereinstimmen. „Da wir aber Schüler aus einem Umkreis von zirka 20 Kilometer haben, kann es sein, dass manche längere Zeit auf den Bus warten müssen oder von den Eltern in Fahrgemeinschaften abgeholt werden.

Mulfingen: Ein Tag Schule, ein Tag homeschooling – immer im Wechsel

An der Bischof von Lipp Schule, ebenfalls eine Gemeinschaftsschule, gibt es ein anderes Modell. Schulleiter Johannes Dirnberger erklärt: „Die Schüler jeder Jahrgangsstufe sind mindestens an zwei Tagen an der Schule, dies in jeder Woche.“ Es gibt also keinen wöchentlichen Wechsel. „Nach jedem Präsenztag gibt es einen Heimarbeitstag, an dem Aufgaben gemacht werden, die dann am nächsten Präsenztag in der Schule besprochen werden“, erklärt der Schulleiter und nennt ein Beispiel für die Jahrgangsstufe:

Klasse: 5a/b

Aus Hygienegründen sind die Klassen noch einmal in sich getrennt, so dass sich vier Gruppen mit der erlaubten Schülerzahl ergeben.

Montag: Präsenztag 

Dienstag: Heimarbeitstag

Mittwoch: Präsenztag

Donnerstag: Heimarbeitstag

Freitag: Heimarbeitstag

Bei der Jahrgangsstufe 6 werde nach demselben Prinzip verfahren. „Dann ist das Schulhaus an den Montagen und dem Mittwoch von den Abstandsregeln her ziemlich voll“, erklärt Johannes Dirnberger. „Die Jahrgangsstufen sieben und acht kommen dann zum Beispiel am Dienstag und Donnerstag zum Präsenztag. Für die  Jahrgangsstufen 9 und 10 weichen wir räumlich aus.“

Johannes Dirnberger sieht mehr Vorteile für dieses Unterrichtsmodell

Er sieht mehr Vorteile in diesem Unterrichtsmodell als in einem wöchentlichen Wechsel und nennt hierfür folgende Gründe:

1. Lehrkräfte arbeiten an der Schule in einem System und nicht im Wechsel zwischen Präsenz – und Fernlernunterricht

2. Wir haben bis zu den Sommerferien kontinuierlich Unterricht, Eltern können planen und wir kommen im Stoff besser voran, als wenn zwischendrin immer eine Woche liegt. Die Tagesaufgaben können die S Schüler gut meistern und dann am Folgetag direkt nachfragen. 

3. Wir kommen mit den Lehrerstunden hin, da wir so alle Lehrkräfte jede Woche gleichmässig beschäftigen können. 

Die Präsenztage umfassen laut Schulleiter Dirnberger jeweils mindestens sechs Schulstunden, die Materialien für die Heimarbeitstage seien ebenfalls für diese Zeit ausgelegt. „Neben Deutsch, Mathematik und Englisch unterrichten wir auch stark eingeschränkt die Nebenfächer. Somit ist jeder Schüler pro Woche zwischen 12 und 14 Stunden im Präsenzunterricht an der Schule anwesend.“ Die Heimarbeit ist mit ebenfalls mit zirka 14 bis 18 Stunden pro Woche veranschlagt. 

„Leider haben wir mit dem Nahverkehrsmodell einen vergleichweise unflexiblen Partner“

Bezüglich den Pausenzeiten erklärt Johannes Dirnberger: „Die Pausenzeiten sind flexibel, das heißt, die Gruppen haben unterschiedlich Pausen.“ Das Ziel dabei sei es, möglichst wenig Schüler gleichzeitig auf dem Schulhof und in den Gängen zu haben. „Auf dem Schulhof und im Schulgebäude ist genug Platz, um das Pausenbrot mit entsprechendem Abstand zu verzehren. Die Sitzgelegenheiten geben dies her. Für den Notfall haben wir die Sporthalle als Pausenbereich zur Verfügung, etwa bei extremem Schlechtwetter.“

Ein kleines Manko gibt es laut Dirnberger bislang noch: „Leider haben wir mit dem Nahverkehrsmodell einen vergleichweise unflexiblen Partner, da laufen die Gespräche noch. Für Kinder ausserhalb der Gemeinde Mulfingen, bei denen wir wissen, dass sicher kein Bus fährt, haben wir eigene Busverkehre eingerichtet. Dies bedeutet aber für uns einen organisatorischen und finanziellen Kraftakt.“

Forchtenberg: Auf dem Schulhof gibt es für die Schüler Aufstellpunkte für die A- Klassen und die B- Klassen.

Für die Geschwister-Scholl-Schule in Forchtenberg waren für die Planungen wiederum die Busankunfts- und Busabfahrtzeiten entscheidend, wie Rektorin Petra Schüler gegenüber GSCHWÄTZ erklärt:

„Wir unterrichten die Kinder rollierend, allerdings wöchentlich, so dass alle Schüler jede Woche für 2 Tage an der Schule sein werden und dadurch mehr Unterricht erhalten. 
Unsere 16er Klassen machen dies möglich. Wir beginnen am Morgen um eine halbe Stunde versetzt, sodass wir den Überblick über die ankommenden Kinder haben. Sie sind nach den Vorgaben der Ministerin zusammengestellt. Das heißt Klassen 1 und 3 und die Klassen 2 und 4.“

Auf dem Schulhof gebe es für die Schüler Aufstellpunkte für die A- Klassen und die B- Klassen. Rektorin Schüler erklärt: „Die Aufsicht holt die Kinder einzeln herein und fordert sie zur Händedesinfektion auf. Anschließend gehen sie in die Klassenzimmer.“
In dieser halbstündigen Ankunftszeit könne gefrühstückt werden. „Die Pausen werden, wenn notwendig, immer mit 4 Kindern durchgeführt. Die Aufsichtsperson beobachtet die Pausensituation und die Toilettengänge
und das Händedesinfizieren im Anschluss. Unsere Ü-60 Lehrerinnen haben für jedes Kind Masken genäht, die täglich nach Unterrichtsende gewaschen werden.“

„Unsere Ü-60 Lehrerinnen haben für jedes Kind Masken genäht, die täglich nach Unterrichtsende gewaschen werden“

„Außerdem haben wir dankenswerterweise Masken und Desinfektionsmittel von der Firma Arnold erhalten. Über den örtlichen Schreiner konnten Spuckschutze für die Lehrkräfte bestellt werden. Desinfektionsstationen sind im Foyer und in den Toiletten ausreichend vorhanden. Die Reingung und Desinfektion der Schule verlief bislang sehr professionell. Die Zusammenarbeit mit dem Rathaus gestaltete sich sehr gut. Unser Kollegium ist nach dem Schulhausbrand 2016 und dem anschließenden Hochwasser ein eingespieltes kollegiales und engagiertes Team. Schüler Das ist in Krisensituationen von entscheidender Wichtigkeit und erleichtert jedem Schulleiter die Arbeit.“

Petra Schüler lobt in diesem Zusammenhang die Arbeit der Eltern: „Auch die Elternschaft hat hervorragende Arbeit geleistet.“

Der „Testlauf“ mit den vierten Klassen, die bereits wieder beschult werden, habe gut funktioniert, „so dass wir guter Dinge sind, die letzten Wochen gut zu bewältigen. Wir freuen uns auf unsere Schüler.“

Johannes Dirnberger, Schulleiter an der Bischof-von-Lipp-Schule in Mulfingen, ist bald nicht mehr umringt von leeren Stühlen. Foto: GSCHWÄTZ/Archiv