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Mit 2,5 Promille unterwegs

Nach dem Genuss von alkoholischen Getränken hat sich ein 40-Jähriger Donnerstagnacht, den 11. Juni 2020, in sein Auto gesetzt und ist losgefahren. Der Mann wurde um kurz nach 23 Uhr in seinem Audi fahrend in der „Leisklinge“ in Kupferzell von einer Streife gesehen. Das geht aus einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn hervor.

Da die Beamten schon früher am Abend mit dem Mann zu tun hatten und er bereits zu diesem Zeitpunkt dem Alkohol zugesprochen hatte, entschlossen sich die Polizisten, den Mann zu kontrollieren. Zu Recht wie ein Alkoholtest schnell aufzeigte. Der 40 Jährige hatte fast 2,5 Promille intus. Für ihn ging es zu einer Blutentnahme in Krankenhaus. Sein Führerschein wurde eingezogen.




Sicherheitskonzept für Kocherfreibad

Das Kocherfreibad in Künzelsau öffnet am Freitag, den 19. Juni 2020 wieder seine Pforten. Dann allerdings in einer neuen Montur. Nach einem umfassenden Sanierungskonzept dürfen sich die Badegäste nun auf ein neu gestaltetes Bad freuen. Aufgrund schlechter Wasserwerte durch den Kocher (einige Proben entsprachen damals nicht den erforderlichen Werten) kam es zu diesem Komplettumbau des Bades. Dabei sollte die Badebucht vom Kocher abgetrennt werden. Der Spatenstich erfolgte im Juni 2019 (siehe Video).

Derzeit werden darüber aufgrund der Coronakrise laut Elke Sturm, Pressesprecherin der Stadt Künzelsau, ein Sicherheitskonzept erarbeitet. Elke Sturm erklärt: „Eventuell erforderliche Auflagen werden geprüft.“

Das Hallenbad TollKün in Künzelsau hat bereits seit dem 8. Juni 2020 wieder geöffnet, allerdings lediglich für den Schul- und Vereinssport und – derzeit zumindest – nicht für die Öffentlichkeit.

Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann beim Spatenstich für das neue Kocherfreibad im Juni 2019. Foto: GSCHWÄTZ/Archiv

 

 




„Wir freuen uns auf unsere Schüler“

Ab Montag, den 15. Juni 2020, geht es für einen Großteil der Schüler wieder zurück in die Klassenzimmer – zumindest stunden-, tageweise und wochenweise. Jede Schule im Hohenlohekreis hat sich Gedanken um ein passendes Konzept gemacht, welche Stunden für welche Schüler wie angeboten werden können. Das hängt unter anderem auch davon ab, wieviele Lehrkräfte zur Verfügung stehen, da Lehrer, die einer Corona-Risikogruppe angehören, vom Präsenzunterricht befreit sind. Viele Schulen haben darüber hinaus versucht, die Stundenpläne passend zu den Busfahrplänen abzustimmen. Es zeigt sich: Jede Schule hat dabei für sich individuelle Lösungen gefunden.

Kupferzell: „Es wurde bei der Einteilung auf die zeitgleiche Beschulung von Geschwisterkinder geachtet.“

In der Johann-Friedrich-Mayer-Schule in Kupferzell wurden wie in den meisten anderen Schulen auch, die Klassen und Lerngruppen in Kleingruppen eingeteilt. Rektor Markus Autenrieth erklärt: „Es wurde bei der Einteilung auf die zeitgleiche Beschulung von Geschwisterkinder geachtet.“ Die Beschulung finde im wöchentlichen Wechsel (A-Woche und B-Woche) statt. Die Schule hält sich dabei an den Vorschlag des baden-würrtembergischen Kultusministeriums, dass die Kinder eine Woche Präsenzunterricht im Klassenzimmer haben und eine Woche homeschooling „Der Unterricht beginnt und endet versetzt, ebenso die Pausenzeiten“, erkärt Autenrieth weiter. So stehen nicht alle Schüler zur gleichen Zeit auf dem Pausenhof. „In der Woche, in der die Lerngruppe kein Unterricht hat, finde die Beschulung weiterhin online oder mit Aufgaben aus dem Präsenzunterricht statt“, so der Rektor.

Die Gemeinschaftsschule kann es ermöglichen, dass Schüler aller Klassenstufen (1 bis 10) eine Woche mit mindestens 20 Unterrichtsstunden an der Schule im Präsenzunterricht ist. Die tägliche Unterrichtszeit umfasst laut Autenrieth 4 bis 5 Schulstunden. „In der darauf folgenden Woche findet das Homeschooling statt, so dass im Schnitt jede Schülerin / jeder Schüler auf mindestens 10 Unterrichtsstunden im Präsenzunterricht pro Woche kommt.“ Die Zeiten würden zum allergrößten Teil mit dem Busfahrplan übereinstimmen. „Da wir aber Schüler aus einem Umkreis von zirka 20 Kilometer haben, kann es sein, dass manche längere Zeit auf den Bus warten müssen oder von den Eltern in Fahrgemeinschaften abgeholt werden.

Mulfingen: Ein Tag Schule, ein Tag homeschooling – immer im Wechsel

An der Bischof von Lipp Schule, ebenfalls eine Gemeinschaftsschule, gibt es ein anderes Modell. Schulleiter Johannes Dirnberger erklärt: „Die Schüler jeder Jahrgangsstufe sind mindestens an zwei Tagen an der Schule, dies in jeder Woche.“ Es gibt also keinen wöchentlichen Wechsel. „Nach jedem Präsenztag gibt es einen Heimarbeitstag, an dem Aufgaben gemacht werden, die dann am nächsten Präsenztag in der Schule besprochen werden“, erklärt der Schulleiter und nennt ein Beispiel für die Jahrgangsstufe:

Klasse: 5a/b

Aus Hygienegründen sind die Klassen noch einmal in sich getrennt, so dass sich vier Gruppen mit der erlaubten Schülerzahl ergeben.

Montag: Präsenztag 

Dienstag: Heimarbeitstag

Mittwoch: Präsenztag

Donnerstag: Heimarbeitstag

Freitag: Heimarbeitstag

Bei der Jahrgangsstufe 6 werde nach demselben Prinzip verfahren. „Dann ist das Schulhaus an den Montagen und dem Mittwoch von den Abstandsregeln her ziemlich voll“, erklärt Johannes Dirnberger. „Die Jahrgangsstufen sieben und acht kommen dann zum Beispiel am Dienstag und Donnerstag zum Präsenztag. Für die  Jahrgangsstufen 9 und 10 weichen wir räumlich aus.“

Johannes Dirnberger sieht mehr Vorteile für dieses Unterrichtsmodell

Er sieht mehr Vorteile in diesem Unterrichtsmodell als in einem wöchentlichen Wechsel und nennt hierfür folgende Gründe:

1. Lehrkräfte arbeiten an der Schule in einem System und nicht im Wechsel zwischen Präsenz – und Fernlernunterricht

2. Wir haben bis zu den Sommerferien kontinuierlich Unterricht, Eltern können planen und wir kommen im Stoff besser voran, als wenn zwischendrin immer eine Woche liegt. Die Tagesaufgaben können die S Schüler gut meistern und dann am Folgetag direkt nachfragen. 

3. Wir kommen mit den Lehrerstunden hin, da wir so alle Lehrkräfte jede Woche gleichmässig beschäftigen können. 

Die Präsenztage umfassen laut Schulleiter Dirnberger jeweils mindestens sechs Schulstunden, die Materialien für die Heimarbeitstage seien ebenfalls für diese Zeit ausgelegt. „Neben Deutsch, Mathematik und Englisch unterrichten wir auch stark eingeschränkt die Nebenfächer. Somit ist jeder Schüler pro Woche zwischen 12 und 14 Stunden im Präsenzunterricht an der Schule anwesend.“ Die Heimarbeit ist mit ebenfalls mit zirka 14 bis 18 Stunden pro Woche veranschlagt. 

„Leider haben wir mit dem Nahverkehrsmodell einen vergleichweise unflexiblen Partner“

Bezüglich den Pausenzeiten erklärt Johannes Dirnberger: „Die Pausenzeiten sind flexibel, das heißt, die Gruppen haben unterschiedlich Pausen.“ Das Ziel dabei sei es, möglichst wenig Schüler gleichzeitig auf dem Schulhof und in den Gängen zu haben. „Auf dem Schulhof und im Schulgebäude ist genug Platz, um das Pausenbrot mit entsprechendem Abstand zu verzehren. Die Sitzgelegenheiten geben dies her. Für den Notfall haben wir die Sporthalle als Pausenbereich zur Verfügung, etwa bei extremem Schlechtwetter.“

Ein kleines Manko gibt es laut Dirnberger bislang noch: „Leider haben wir mit dem Nahverkehrsmodell einen vergleichweise unflexiblen Partner, da laufen die Gespräche noch. Für Kinder ausserhalb der Gemeinde Mulfingen, bei denen wir wissen, dass sicher kein Bus fährt, haben wir eigene Busverkehre eingerichtet. Dies bedeutet aber für uns einen organisatorischen und finanziellen Kraftakt.“

Forchtenberg: Auf dem Schulhof gibt es für die Schüler Aufstellpunkte für die A- Klassen und die B- Klassen.

Für die Geschwister-Scholl-Schule in Forchtenberg waren für die Planungen wiederum die Busankunfts- und Busabfahrtzeiten entscheidend, wie Rektorin Petra Schüler gegenüber GSCHWÄTZ erklärt:

„Wir unterrichten die Kinder rollierend, allerdings wöchentlich, so dass alle Schüler jede Woche für 2 Tage an der Schule sein werden und dadurch mehr Unterricht erhalten. 
Unsere 16er Klassen machen dies möglich. Wir beginnen am Morgen um eine halbe Stunde versetzt, sodass wir den Überblick über die ankommenden Kinder haben. Sie sind nach den Vorgaben der Ministerin zusammengestellt. Das heißt Klassen 1 und 3 und die Klassen 2 und 4.“

Auf dem Schulhof gebe es für die Schüler Aufstellpunkte für die A- Klassen und die B- Klassen. Rektorin Schüler erklärt: „Die Aufsicht holt die Kinder einzeln herein und fordert sie zur Händedesinfektion auf. Anschließend gehen sie in die Klassenzimmer.“
In dieser halbstündigen Ankunftszeit könne gefrühstückt werden. „Die Pausen werden, wenn notwendig, immer mit 4 Kindern durchgeführt. Die Aufsichtsperson beobachtet die Pausensituation und die Toilettengänge
und das Händedesinfizieren im Anschluss. Unsere Ü-60 Lehrerinnen haben für jedes Kind Masken genäht, die täglich nach Unterrichtsende gewaschen werden.“

„Unsere Ü-60 Lehrerinnen haben für jedes Kind Masken genäht, die täglich nach Unterrichtsende gewaschen werden“

„Außerdem haben wir dankenswerterweise Masken und Desinfektionsmittel von der Firma Arnold erhalten. Über den örtlichen Schreiner konnten Spuckschutze für die Lehrkräfte bestellt werden. Desinfektionsstationen sind im Foyer und in den Toiletten ausreichend vorhanden. Die Reingung und Desinfektion der Schule verlief bislang sehr professionell. Die Zusammenarbeit mit dem Rathaus gestaltete sich sehr gut. Unser Kollegium ist nach dem Schulhausbrand 2016 und dem anschließenden Hochwasser ein eingespieltes kollegiales und engagiertes Team. Schüler Das ist in Krisensituationen von entscheidender Wichtigkeit und erleichtert jedem Schulleiter die Arbeit.“

Petra Schüler lobt in diesem Zusammenhang die Arbeit der Eltern: „Auch die Elternschaft hat hervorragende Arbeit geleistet.“

Der „Testlauf“ mit den vierten Klassen, die bereits wieder beschult werden, habe gut funktioniert, „so dass wir guter Dinge sind, die letzten Wochen gut zu bewältigen. Wir freuen uns auf unsere Schüler.“

Johannes Dirnberger, Schulleiter an der Bischof-von-Lipp-Schule in Mulfingen, ist bald nicht mehr umringt von leeren Stühlen. Foto: GSCHWÄTZ/Archiv




21-Jähriger in U-Haft – Vorwurf des sexuellen Missbrauchs an Kindern zwischen zwei und neun Jahren im Raum

In den vergangenen 14-Tagen kam es im Bereich Nordheim und Lauffen am Neckar zu mehreren schweren Straftaten. Ein 21-jähriger Togolese führte in der Öffentlichkeit mehrere exhibitionistische und sexuelle Handlungen vor Passanten aus. Unter diesen befanden sich auch Kinder und Jugendliche im Alter von zwei bis neun Jahren. Bei seinen Taten entblößte sich der Mann und führte teilweise sexuelle Handlungen an sich durch.

Der von der Staatsanwaltschaft Heilbronn beantragte Haftbefehl wurde durch das Amtsgericht Heilbronn in Vollzug gesetzt. Der 21-Jährige wurde am Dienstag in eine Justizvollzugsanstalt überstellt und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft.

Quelle: Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Heilbronn und des Polizeipräsidiums Heilbronn vom 10.06.2020

Auch in Külsheim ereignete sich zumindest ein Versuch des sexuellen Missbrauches eines Kindes. Das geht aus einer gemeinsamen Pressemitteilungen der Staatsanwaltschaft Mosbach und des Polizeipräsidiums Heilbronn hervor.

Mann hielt 10-Jährigen fest

Am Montagnachmittag, den 08. Juni 2020, kam es in Külsheim in unmittelbarer Nähe des Rewe-Marktes zu einer schweren Straftat. Gegen 15.25 Uhr sprach ein 37-jähriger Mann drei auf dem dortigen Parkplatz gemeinsam spielende Kinder in der Prinz-Eugen-Straße an. Unter einem Vorwand lockte der Mann einen der drei Jungen zu sich. In der Folge hielt der Mann den 10-jährigen Jungen fest und brachte ihn zu einer schlecht einsehbaren Böschung des dortigen Fußweges. Noch ehe er die geplanten sexuellen Handlungen an dem Kind vornehmen konnte, kam ein aufmerksamer Passant dem 10-Jährigen zu Hilfe.

Der 37-jährige Deutsche wurde direkt nach der Tat durch die Polizei festgenommen. Der von der Staatsanwaltschaft Mosbach beantragte Haftbefehl wurde durch das Amtsgericht Tauberbischofsheim in Vollzug gesetzt. Am Dienstag wurde er einer Justizvollzugsanstalt zugeführt und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft.

Die Kriminalpolizei sucht nun Zeugen dieser Tat und bittet diese, sich bei der Polizei zu melden. Zudem werden weitere Geschädigte und Zeugen ähnlicher Vorfälle in diesem Bereich gebeten, sich zu melden. Hinweise werden von der Kriminalpolizei in Tauberbischofsheim, Telefon 07131 104 – 4444, entgegengenommen.




Golfcart geklaut, dann Fahrrad einer Neunjährigen, dann Firmenfahrzeug – 28-Jähriger sorgt für Unruhe im Hohenlohekreis

Ein 28-Jähriger hielt am Dienstag, den 09. Juni 2020, Einsatzkräfte im Hohenlohekreis mehrere Stunden lang in Atem. Das geht aus einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn hervor.

Gegen 15 Uhr sprach der Mann einen Sportler auf einem Golfplatz in Zweiflingen-Friedrichsruhe an und fragte ob er dessen Golfcart probefahren dürfe. Nachdem ihm dieses erlaubt wurde, setzte sich der 28-Jährige in das Gefährt. Statt eine kleine Runde auf dem Platz zu drehen, brauste er jedoch einfach davon. Ein Hubschrauber, der von der Polizei für die Suche angefordert worden war, konnte das Golfcart schließlich in einem Graben bei Zweiflingen auffinden, von dem Mann fehlte allerdings jede Spur. Der hatte sich zwischenzeitlich auf den Weg nach Forchtenberg-Ernsbach gemacht und versuchte dort das Fahrrad eines 9-Jährigen zu stehlen. Die aufmerksamen Großeltern unterbanden den Versuch, woraufhin es der 28-Jährige wenige Meter weiter am Fahrrad eines kleinen Mädchens versuchte. Er saß bereits auf dem Rad als er von der 9-Jährigen und ihren Freunden am Wegfahren gehindert wurde. Im Anschluss flüchtete der Mann. Einige Zeit später stahl er ein Firmenfahrzeug von einem Betriebsgelände in Untermünkheim-Übrigshausen und fuhr damit bis nach Künzelsau-Vogelsberg. Hier stellte er das gestohlene Fahrzeug im Hof einer Familie ab und versuchte stattdessen deren Auto zu stehlen. Dieser Versuch scheiterte jedoch am Unvermögen des 28-Jährigen den Rückwärtsgang einzulegen.

Der Mann ging daraufhin auf ein Nachbargrundstück und schlug dort die Scheibe einer Terrassentür ein mit einem schweren Gegenstand ein. Diesen warf er daraufhin, auf eine im Haus befindliche Bewohnerin. Sie wurde durch das Wurfgeschoss verletzt und musste von einem Rettungswagen in eine Klinik gebracht werden. Der Mann suchte daraufhin erneut das Weite. Er wurde einige Zeit später von Streifen der Polizei im Straßengraben zwischen Künzelsau-Vogelsberg und Künzelsau-Kocherstetten aufgefunden. Da der Mann sich beim Einschlagen der Scheibe schwere Verletzungen zugezogen hatte und er außerdem eine Blutprobe abgeben musste, wurde er in ein Krankenhaus gebracht. Die Ermittlungen in diesem Fall dauern an.

 




Landrat Neth: „Wir wussten, wir können uns auf die Kupferzeller verlassen“

Am Dienstag, den 9. Juni 2020, endeten die Untersuchungen zu der Studie „Corona Monitoring lokal“ des Robert Koch-Instituts (RKI) in Kupferzell. RKI-Teams untersuchten und befragten seit dem Start am 20. Mai mehr als 2.100 Kupferzellerinnen und Kupferzeller. „Wir freuen uns sehr über die starke Beteiligung“, so PD Dr. Thomas Lampert, Leiter der Abteilung für Epidemiologie und Gesundheitsmonitoring am RKI: „Kupferzell ist der erste Untersuchungsort dieser groß angelegten Studie – wir wussten vorher natürlich nicht genau, was uns erwartet. Wir sind sehr dankbar für die große Motivation und die hohe Kooperationsbereitschaft, die wir hier vor Ort erfahren haben.“ Das geht aus einer gemeinsamen Presseerklärung der Gemeinde Kupferzell und des Landratsamtes des Hohenlohekreises hervor. In den nächsten Tagen laufen noch Befragungen im Rahmen der Studie. „Für uns ist es wichtig, dass sich auch hier möglichst viele Teilnehmende die Zeit nehmen und die Fragen beantworten“, so Lampert weiter.

Sehr zufrieden zeigen sich auch Landrat Dr. Matthias Neth und Bürgermeister Christoph Spieles. „Wir wussten, wir können uns auf die Kupferzeller verlassen. Die große Teilnahme hat uns wieder einmal gezeigt – Hohenlohe hält zusammen.“

Erste Ergebnisse für Kupferzell werden voraussichtlich in vier Wochen vorgestellt. Ab dem 23. Juni 2020 wird die Studie des RKI in Bad Feilnbach (Landkreis Rosenheim) fortgeführt.

Unter https://youtu.be/bVHHCnyu99Y ist ein Rückblick zur Studie zusammengefasst.

Covid-Studie in ausgewählten Hot-Spots Deutschlands

Die Studie Corona-Monitoring lokal ist eine bevölkerungsbezogene seroepidemiologische Beobachtungsstudie, bei der an vier besonders von der COVID-19-Epidemie betroffenen Orten in Deutschland wiederholte Querschnittuntersuchungen mit jeweils unabhängigen Stichproben durchgeführt werden sollen. Die gewonnenen Informationen werden ausgewertet und die Ergebnisse der Wissenschaft und der Gesundheitspolitik zur Verfügung gestellt.

Insbesondere wird untersucht, bei wie vielen Menschen sich Antikörper nachweisen lassen und wie hoch der Anteil von Infektionen ohne Krankheitssymptome ist. Auch die Fragen, ob manche Personengruppen häufiger von einer Infektion betroffen sind und wie oft eine Erkrankung so schwer verläuft, dass diese im Krankenhaus oder auf der Intensivstation behandelt werden muss, sollen betrachtet werden.

Mit den gewonnenen Ergebnissen sei es möglich, die Pandemie besser zu verstehen und Maßnahmen zur Eindämmung zielgerichteter zu planen.

Kupferzells Bürgermeister Christoph Spieles war der erste Proband. Foto: GSCHWÄTZ/Archiv

 




Keine Corona-Neuinfektionen mehr

Laut einer Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises kam es zu keinen bestätigten Neuinfektionen in der vergangenen Woche. Abstands- und Hygieneregelungen bestehen aber dennoch weiterhin.

So seien in den vergangenen sieben Tagen sind im Hohenlohekreis keine neuen COVID-19-Infektionen aufgetreten. Der letzte positive Befund wurde laut dem Landratsamt am 2. Juni 2020 an das Landesgesundheitsamt übermittelt, sorgsames Verhalten sei jedoch weiterhin angebracht, betont das Landratsamt.

„Besonders in der aktuellen Situation ist es wichtig, nicht leichtsinnig zu werden und die geltenden Hygiene- und Abstandsregelungen unbedingt weiter zu beachten“, betont Annemarie Flicker-Klein, stellvertretende Amtsleitung im Gesundheitsamt des Hohenlohekreises. „Trotzdem freuen wir uns natürlich über diese gute Nachricht und wollen den Zeitpunkt nutzen, um uns bei allen Bürgern des Hohenlohekreises zu bedanken, die durch das Befolgen der bestehenden Regeln wesentlich zum deutlichen Rückgang der Neuinfektionen beigetragen haben.“




Findet Nemo – Fische geklaut

Aus einem Fischteich in Mulfingen-Ailringen wurden zahlreiche Fische gestohlen. Das geht aus einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn hervor.

Unbekannte drangen in der Zeit zwischen Mittwochnachmittag, den 03. Juni 2020, und Montagmittag, den 08. Juni 2020, in das Gartengrundstück im Kirchbergweg ein und entnahmen dort etwa 30 Kois, Goldfische und Schleierschwänze aus dem Teich und transportierten diese ab.

Die Fische haben einen Wert von mehreren hundert Euro. Zeugen, die Hinweise auf den oder die Täter haben, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 06294/234 beim Polizeiposten Krautheim zu melden.

 




„Diejenigen, die abfällig über uns Landwirte reden, tun oft gar nichts für eine gesunde Umwelt“

„Ich fange immer mit der Heidi an. Unsere Hündin mit dem Namen Heidi ist immer dabei, wenn es darum geht, zu lernen und das Verhalten der Tiere zu respektieren“, beginnt Daniela Lutz von den Giebelhöfen bei Niedernhall den Rundgang routiniert und wortgewandt. Der Bauernverband Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems als Vertretung der regionalen landwirtschaftlichen Betriebe möchte mit Kurzberichten und Portraits von Höfen und Landwirten aus der Region zeigen, dass „unsere heimische Landwirtschaft stark und unabhängig“ ist. „Die Bevölkerung wird mit Nahrungsmitteln gut versorgt, auch weil viele Lebensmittel regional produziert werden“, erklärt der Bauernverband. In diesem Artikel, den der Bauernverband GSCHWÄTZ zur Verfügung gestellt hat, geht es nun um den Giebelhof der Familie Lutz bei Niedernhall.

Aktionen rund um den „Lernort Bauernhof“

Der Familienhof mitten in Hohenlohe steheimmer offen: für Aktionen im Rahmen von „Lernort Bauernhof“, für Nachbarn, Spaziergänger und Kindergärten der Region. „Wir müssen unsere Arbeit so umstellen, dass wir mehr zeigen können, was wir tun und dass die Menschen uns näher kommen können.“ Dafür steht die junge Landwirtin. „Heute ist es aber doppelt so wichtig, gesund zu bleiben, deshalb waren die Ställe vorübergehend geschlossen“, betont die studierte Diplomingenieurin für Landbau. Eigentlich ist sie ein Stadtkind aus Karlsruhe, die ihre Liebe für die regionale Landwirtschaft hier gefunden hat. Ihr Mann Peter, er ist Techniker für Landbau, und die beiden Kinder Annika und Felix wohnen wie die Schwiegereltern auf dem schönen Hof. Umgeben von vielen Obstbäumen, hegen und pflegen sie die Vielfalt der einheimischen Natur.    

Die Familie bewirtschaftet den Hof ohne Angestellte

Wir haben unsere Äcker um den Hof herum maximal fünf Minuten entfernt. In dritter Generation bewirtschaftet die Familie Lutz den Hof ohne weitere Angestellte. 1970 haben sie ihn ausgesiedelt. Das heißt: von der Lage mitten in Niedernhall weit hinter den damaligen Ortsrand. 400 Mastschweine und 100 Hektar Ackerfläche, Grünland und Wiesen werden schon immer vielfältig bewirtschaftet. Nur was sie alles selber brauchen, wie Gras für Heu und Silage, Mais, Weizen und Gerste für eigenes Kraftfutter. Zum geschlossenen Kreislauf des Hofes gehört, dass die umliegenden Wiesen durch den Anbau von Luzerne aufgewertet werden. Das sorgt für mehr Eiweiß im Futter. Die Äcker werden mit fünf verschiedenen Fruchtfolgen bebaut, zu denen auch gentechnik-freies Soja, Raps und Hafer gehören und es wird mit der eigenen Gülle gedüngt. „Nicht zu viel von allem, da wir nur unseren Kreislauf bedienen“, erklärt Daniela Lutz. Auch sie ärgert sich darüber, dass diese sensiblen Kreisläufe immer wieder durch neue Verordnungen durcheinander gebracht werden. Wegen der ständig neuen Bestimmungen sitzt sie beispielsweise für die Planung der Düngung länger am Schreibtisch, als schlussendlich für die Dünung selbst auf dem Traktor. Um das nicht einfach hinzunehmen, engagiert sie sich im Vorstand des hiesigen Bauernverbandes für ihren Berufsstand.     

Milch geht zur Hofgut-Molkerei nach Schwäbisch Hall

Ein geschlossener Kreislauf für die eigenen Tiere. 60 Kühe geben jeden zweiten Tag 2500 Liter Milch, welche gut gekühlt von der Hofgut-Molkerei in Schwäbisch Hall abgeholt wird. „Das ist eine grundsolide Molkerei, die ihren Wurzeln treu bleibt“, freut sich Daniela Lutz stellvertretend für die Landwirte der Region. Sie sind als Zulieferer ihrer Milch in der Regel auch Mitglieder der Molkerei-Genossenschaft und beteiligt am Gewinn. Milch, Butter und Jogurt wird daraus produziert. Ihre Milchleistungstiere, bestehend aus den Rassen mit den Namen Schwarzbunte und Holsteiner, können rund um die Uhr fressen, trinken, liegen, miteinander spielen und Fellpflege oder sich frei in den sogenannten Laufställen bewegen. Zweimal am Tag kommen sie in den blitzsauberen Melkstand, wo eine Sprinkleranlage für erfrischenden Sprühnebel sorgt. „Dort werden alle Tiere regelmäßig, einmal um 7 Uhr und um 17 Uhr, von uns beobachtet und angefasst. Wir wissen ganz genau, wie es ihnen geht“, erklärt Bäuerin Lutz. Unterstützt wird dieses Wissen vom Computer, der zusätzlich alle Daten der Tiere erfasst und auswertet.

 „Wir wissen ganz genau, wie es unseren Tieren geht“

Unser regionaler Austausch ist gut eingespielt und über Generationen aufgebaut.Mir ist diese Regionalität wichtiger als Bio. Wir Bauern investieren viel in umweltfreundliche Technik und Produktion, wie man überall sieht. Diejenigen, die abfällig über uns Landwirte reden, tun oft gar nichts für eine gesunde Umwelt.“ Das ärgert nicht nur die engagierte Bäuerin von den Giebelhöfen bei Niedernhall. Diese häufige Form der gelebten Regionalität der konventionellen Landwirte ist ihrer Meinung nach schwer „zu vermarkten“. Sie ist wenig spektakulär. „Wir haben hier alles direkt drum herum“, zeigen Daniela und Peter Lutz stolz. Wiesen, mit Streuobst, liebliche Täler, Waldstücke, Schräglagen. „Das ergibt eine viel bessere CO2-Bilanz, als wenn wir alles von irgendwo her holen oder weit weg bringen.“ Heute wachsen die Häuser der Ortschaften immer näher an die ehemals abgelegenen Höfe heran. Das hat Vor- und Nachteile für beide Seiten, da sei gegenseitige Toleranz und Offenheit wichtig.

Annika, Daniela, Felix und Peter Lutz vom Giebelhof (v.l.n.r.) Foto: Bauernverband Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems e.V.

 

 




Fahrzeug brennt aus und verschmilzt teilweise mit der Fahrbahn

Am Dienstag, den 09. Juni 2020, gegen 00.55 Uhr, geriet laut einer Pressemitteilung des Polizeipräisidiums Heilbronn, ein Kleinlaster Peugeot mit Planenaufbau auf der Fahrt in Richtung Nürnberg zwischen AS Sinsheim-Steinsfurt und Bad Rappenau aus bisher nicht bekannter Ursache in Brand.

Das Fahrzeug brannte trotz des Einsatzes von 16 Mann Feuerwehr mit 5 Fahrzeugen vollständig aus und verschmolz teilweise mit der Fahrbahn. Der Fahrer des Kleinlasters konnte unverletzt das Fahrzeug verlassen. Die Ladung im Wert von zirka 25.000 Euro bestand aus Zulieferteilen für die Autoindustrie. An dem Lkw entstand ein Sachschaden von zirka 15.000 Euro. Nach ersten Schätzungen beläuft sich der Schaden an der Fahrbahn auf mindestens 10.000 Euro. Wie groß der Schaden an der Fahrbahn wirklich ist und welchen Einfluss dieser auf den Ver-kehr haben wird kann erst nach der Bergung des Fahrzeuges beurteilt werden.

Die Bergung des ausgebrannten Fahrzeuges wird noch bis in die frühen Morgenstunden andauern. Die für den Streckenabschnitt zuständige via6west ist vor Ort.