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Stadtmauer eingestürzt

Am Dienstagmorgen, den 16. Juni 2020, stürzten Teile der Stadtmauer in Niedernhall ein und begruben ein Fahrzeug unter sich. Die Teile, die sich in der Hinteren Gasse von einer Überdachung der Stadtmauer gelöst hatten, waren auf ein Trike und mehrere Gartenmöbel gefallen. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von rund 15.000 Euro. Das geht aus einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn hervor.




Jugendliche Randalierer ziehen durch Dörzbach

Eine Streife des Polizeireviers Künzelsau holte am Dienstag, den 16. Juni 2020, zwei jugendliche Krawallmacher aus einem Linienbus. Die 14 und 16 Jahre alten Jungen waren am Abend durch Dörzbach gezogen und hatten sich dort mehrfach daneben benommen. Das geht aus einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn hervor.

Zunächst warfen die beiden Glasflaschen auf die Fahrbahn des Mühlgartenweges.

Als Zeugen sie darauf ansprachen, wurden die Jungen ausfällig und begannen zu pöbeln. Danach machten sich die Jugendlichen auf den Weg Richtung Bahnhof, jedoch nicht ohne unterwegs die Absperrung einer Baustelle mit Fußtritten zu malträtieren. Am Bahnhof trafen die beiden auf zwei Männer, von denen sie zunächst Zigaretten verlangten. Als sie keine bekamen, begannen die Jugendlichen die Männer zu beleidigen und zu bedrohen. Außerdem traten und schlugen sie nach den Erwachsenen. Der 14- und der 16-Jährige wurden daraufhin vom Gelände des Bahnhofs verwiesen, kamen jedoch recht schnell wieder zurück. Der Jüngere schlug die Scheibe eines Bahnwaggons ein und verletzte sich dabei an der Hand. Die Schnittwunde hielt ihn jedoch nicht davon ab, mit seinem Kumpanen auf weitere Gegenstände auf dem Bahnhofsgelände einzuschlagen. Bevor die beiden dann von dannen zogen, verrichteten sie noch ihre Notdurft am Bahnhofsgebäude. Sie stiegen in Folge dessen ohne Fahrschein in einen Linienbus in Richtung Krautheim. Dieser wurde schließlich von einer Polizeistreife angehalten und die beiden Jungen wurden für weitere Maßnahmen auf das Polizeirevier Künzelsau gebracht.

Beide müssen nun mit diversen Anzeigen rechnen.




Klassik unter Strom – Geisterkonzert in ehemaligem Krematorium

An der Hochschule Heilbronn, Reinhold-Würth-Hochschule, Campus Künzelsau wird seit 2004 traditionell für den Studiengang Betriebswirtschaft und Kultur-, Freizeit-, Sportmanagement (BK) eine Künstlerdozentur vergeben, deren Abschluss gebührend gefeiert wird. Ziel dabei ist laut einer Pressemitteilung, Künstler direkt am Hochschulstandort in der Lehre zu integrieren, um den praktischen Bezug für Studierende zu vertiefen.

Geisterkonzert

Für die vergangenen zwei Semester konnte Steven Walter, künstlerischer Leiter des PODIUM Esslingen, einer Plattform für intelligente Innovationen im Bereich klassischer und zeitgenössischer Musik, gewonnen werden. Gemeinsam mit Brigitte Russ-Scherer, Vorstandsvorsitzende der PODIUM Musikstiftung Esslingen sowie weiteren Verantwortlichen aus dem organisatorischen und künstlerischen Bereich des PODIUM hat Steven Walter den Lehrauftrag übernommen, dessen Abschluss nun wegen dem Corona-Virus mit einem Geisterkonzert am Donnerstag, den 25. Juni 2020, um 20 Uhr gefeiert wird.

Planänderung wegen Corona

Statt des ursprünglich auf dem Firmengelände von Ziehl-Abegg in Kupferzell geplanten Live-Konzerts muss die Veranstaltung nun im Netz stattfinden. Steven Walter hat sich gemeinsam mit den Studierenden für ein außergewöhnliches Konzertprogramm entschieden, das von einem sehr besonderen Ort ausgestrahlt wird: Komponist und Musiker Kaan Bulak trifft sich mit einem Streichquartett im Silent Green, einem ehemaligen Berliner Krematorium. Der Künstler kombiniert bei diesem exklusiven Konzert klassische Kammermusik mit eigenen Kompositionen. Das Konzert wird live via Facebook übertragen. Interessierte können sich über den Facebook-Account https://www.facebook.com/Reinhold.Wuerth.Hochschule einklinken.

Musiker und Kulturunternehmer

Steven Walter ist ein Kulturunternehmer und Cellist, der derzeit in Berlin und Stuttgart lebt. Bereits im Alter von acht Jahren begann er in seinem Heimatort Stuttgart Cello zu spielen und trat mit verschiedenen Ensembles auf. Nach seinem Abschluss studierte er Cello in Oslo und Detmold. Er trat als Solist und Kammermusiker an vielen Orten in Europa und ganz Skandinavien auf und erhielt Einladungen zu verschiedenen internationalen Festivals. Neben seiner Karriere als Musiker ist er ein engagierter Kulturunternehmer und -manager und Gründer sowie künstlerischer Leiter des PODIUM Festivals Esslingen. In Anerkennung seiner Arbeit als innovativer Musikförderer erhielt er 2010 den Echo Klassik und wurde zum Kulturmanager des Jahres 2011 ernannt.

Neue Verbindung aus Klassik und Elektronik

Kaan Bulak ist ebenfalls in Stuttgart aufgewachsen und lebt in Berlin. Er gehört zum Kreis der #bebeethoven-Fellows von PODIUM Esslingen und bewegt sich zwischen Klassik und Elektronik. So schreibt er etwa rein akustische Streichquartette und experimentiert im Tonstudio am Laptop an den Sounds. Der 29-Jährige setzt Elektronik wie ein akustisches Instrument ein, ebenso wie er akustische Instrumente elektronisch bearbeitet. In seinem #bebeethoven-Projekt erweitert Bulak den klassischen Konzertflügel durch einen selbstentwickelten Lautsprecher unter dem Flügel. Dieses „Augmented Piano“ ermöglicht die organische Integration von Live-Elektronik und Kammermusik. Sein Anliegen ist, eine neue Verbindung aus Klassik und Elektronik herzustellen: die elektro-akustische Kammermusik – irgendwo zwischen Clubkultur, Neuer Musik und Klangkunst.

Quelle: Mitteilung der Pressestelle der Hochschule Heilbronn




Neuenstein/Künzelsau: Autofahrer unter Alkohol- und Drogeneinfluss

Einiges zu kontrollieren hatte die Polizei am Sonntag, den 14. Juni 2020, in Neuenstein und Künzelsau. Weil er teilweise starke Schlangenlinien fuhr, fiel ein 61-Jähriger in Neuenstein anderen Autofahrern auf. Der Mann war gegen 0.30 Uhr mit seinem Suzuki auf der Kreisstraße von der Einmündung der L1046 in Richtung Kesselfeld unterwegs, als er mit seiner Fahrweise auffiel. Zeugen verständigten daraufhin die Polizei. In der folgenden Kontrolle stellten die Beamten deutliche Anzeichen für Alkoholeinfluss bei dem Suzuki-Lenker fest. Ein Alkoholtest ergab 2,04 Promille. Der Mann musste eine Blutprobe und seinen Führschein abgeben.

Der zweite betrunkene Autofahrer war ein 49-Jähriger, der gegen 15 Uhr mit seinem VW von der Pfarrgasse in die Neuensteiner Schloßstraße einbog. Als er einen Streifenwagen erkannte, versuchte er mit seinem Auto zurückzusetzen. In der folgenden Kontrolle stellten die Beamten deutliche Anzeichen auf Alkoholeinfluss fest. Ein Test zeigte, dass der VW-Lenker 2,02 Promille intus hatte. Er musste eine Blutprobe und seinen Führerschein abgeben. Auf ihn kommt eine Anzeige wegen Trunkenheit im Straßenverkehr zu.

Bereits in der Nacht auf Sonntag war ein 18-Jähriger mit seinem Audi bei Künzelsau unterwegs, obwohl er möglicherweise unter dem Einfluss von Kokain stand. Bei einer Kontrolle gegen 2 Uhr, auf einem Parkplatz der Bundesstraße zwischen Belsenberg und Künzelsau, stellten die Beamten Anzeichen auf Drogeneinfluss bei dem Fahrer fest. Ein Urintest verlief positiv auf Kokain. Der Audi-Fahrer musste eine Blutprobe abgeben und nun mit einer Anzeige rechnen.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn




Sommer in der Stadt – Trotz Corona nach Künzelsau

Künzelsau trägt seit 2015 den Titel „Faire Stadt“. Seit der Titelverleihung findet jährlich das „Faire Frühstück“ statt. Am 20. Juni 2020 können Besucher von 9 bis 11.30 Uhr somit das sechste gemütliche gemeinsame Frühstück am Unteren Markt genießen. Es bietet den optimalen Rahmen, sich zum Thema Fairer Handel auszutauschen und in gemütlicher Atmosphäre ins Gespräch zu kommen. Jeder Besucher sollte selbst etwas zum Frühstücken sowie sein eigenes Geschirr und Besteck mitbringen.

Der Künzelsauer Stadtkaffee wird kostenlos in Tassen von der Stadtverwaltung ausgeschenkt. Dazu gibt es fair gehandelte Kaffeesahne und Zucker. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Alle Informationen zum Thema „Fairtrade Stadt Künzelsau“ sind auch zu finden auf der städtischen Homepage http://www.kuenzelsau.de/fairtrade.

Aufgrund der aktuell geltenden Corona-Verordnung müssen die Kontaktdaten aller Besucher notiert werden. Zum Zwecke der Auskunftserteilung gegenüber dem Gesundheitsamt oder der Ortspolizeibehörde werden nach §§ 16, 25 IfSG der Name, Vorname, Datum, Telefonnummer oder Adresse des Teilnehmers bei der Anmeldung aufgenommen und vier Wochen aufbewahrt. An einem Tisch sind nur Personen aus zwei Haushalten erlaubt. Teilnehmer, Beschäftige oder sonstige Mitwirkende dürfen an der Veranstaltung nicht teilnehmen, wenn sie in Kontakt mit einer SARS-CoV-2 infizierten Person steht oder stand und noch keine 14 Tage vergangen sind oder Symptome eines Atemweginfekts oder erhöhte Temperatur aufweist. Mindestabstand von 1,5 Metern ist einzuhalten. Die Tische und Bänke werden entsprechend aufgestellt. Sofern der Mindestabstand nicht eingehalten werden können, müssen Personen ab dem vollendeten sechsten Lebensjahr eine nicht-medizinische Alltagsmaske oder eine vergleichbare Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Körperkontakt – insbesondere Händeschütteln oder Umarmen – ist zu vermeiden. Ausreichend Desinfektionsmittel ist vorhanden.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau
 

 

 




Mit dem Künzelschweinchen in die Stadtbücherei – Vorlesestunde für Kinder im Alten Rathaus

Die neue Stadtbücherei im Herzen von Künzelsau ist nun schon einige Monate eröffnet. An diesem Ort der Bildung und Begegnung bietet laut einer Pressemitteilung die Stadtbücherei Künzelsau in Zusammenarbeit mit Birgitta Götzelmann-Liebig am Samstag, den 20. Juni 2020, von 10 bis 11 Uhr eine Vorlesestunde für Kinder bis zur zweiten Klasse an. Das gemeinsame Vorlesen soll dann immer am dritten Samstag im Monat stattfinden.

Lieblingsbücher für neugierige Kinder

Die Leseecke im zweiten Obergeschoss der Stadtbücherei bietet den optimalen Platz für eine Lesestunde mit klassischen Büchern, die jedem Kind gefallen. „Meine Lieblingsbücher sind die Klassiker Räuber Hotzenplotz, die kleine Hexe, das kleine Gespenst, Michel aus Lönneberga, Pippi und die Urmel-Bücher, aber auch englische Klassiker wie Winnie-the-Pooh oder Mary Poppins. Ich freue mich, diese Bücher vor neugierigen Kinderaugen vorzulesen und sie auf fantasievolle Reisen mitzunehmen,“ so Birgitta Götzelmann-Liebig in der Mitteilung. Im Anschluss an die Geschichte dürfen die Kinder das Gehörte mit kreativen Bastelaktionen vertiefen. Als besonderes Highlight erzählt Birgitta Götzelmann-Liebig Geschichten über das erfundene Künzelschweinchen.

Begleitpersonen sind willkommen

Das Team der Stadtbücherei freut sich auf viele kleine Besucher. Begleitpersonen sind herzlich willkommen, sich während der Vorlesestunde in der Stadtbücherei umzuschauen. Aufgrund der Einhaltung des Mindestabstands sollen sich Begleitpersonen nicht in der Leseecke aufhalten.

Teilnahme aus ohne Leseausweis

Die Teilnahme an der Vorlesestunde ist kostenlos und auch für Kinder ohne Leseausweis möglich. Aufgrund der Corona-Lage ist eine Anmeldung vorab erforderlich. Zum Zwecke der Auskunftserteilung gegenüber dem Gesundheitsamt oder der Ortspolizeibehörde werden nach §§ 16, 25 IfSG der Name, Vorname, Datum, Telefonnummer oder Adresse des Teilnehmers bei der Anmeldung aufgenommen und vier Wochen aufbewahrt. Anmeldungen werden erbeten bis spätestens Freitag, den 19. Juni 2020, bei Helen Bühler per E-Mail an helen.buehler@kuenzelsau.de oder unter Telefon 07940/129 120. Bei der Anmeldung sind die oben genannten Kontaktdaten des Kindes anzugeben.

Abstandsregeln und Hygienestandards beachten

Teilnehmer, Beschäftige oder sonstige Mitwirkende dürfen an der Veranstaltung nicht teilnehmen, wenn sie in Kontakt mit einer SARS-CoV-2 infizierten Person stehen oder stand und noch keine 14 Tage vergangen sind oder Symptome eines Atemweginfekts oder erhöhte Temperatur aufweist. Der Mindestabstand von 1,5 Metern ist einzuhalten. Sofern dieser nicht eingehalten werden kann, müssen Personen ab dem vollendeten sechsten Lebensjahr eine nicht-medizinische Alltagsmaske oder eine vergleichbare Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Körperkontakt – insbesondere Händeschütteln oder Umarmen – ist zu vermeiden. Ausreichend Reinigungsmöglichkeiten sind auf den Toiletten zu finden.

Faires Frühstück

Ebenfalls am 20. Juni 2020 findet das Faire Frühstück von 9 bis 11.30 Uhr am Unteren Markt unter den dann aktuell geltenden Auflagen und Abstandsregeln statt.

Weitere Informationen sind auf der Homepage unter http://www.kuenzelsau.de, auf Facebook unter https://www.facebook.com/Künzelsau-meine-Stadt-662900533845135/ und auf Instagram unter https://www.instagram.com/explore/locations/1012651797/kunzelsau-meine-stadt/ zu finden.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau

Die Leseecke im zweiten Obergeschoss der Stadtbücherei bietet den optimalen Platz für eine Lesestunde mit klassischen Büchern, die jedem Kind gefallen. Foto: Stadtverwaltung Künzelsau




Spektakuläres Himmelsschauspiel am Freitag zu sehen – Heilbronner experimenta überträgt live

Ein besonderes astronomisches Ereignis kündigt sich an: Am Freitag, den 19. Juni 2020, findet um 9:52 Uhr am Südosthorizont eine von Mitteleuropa aus beobachtbare Venusbedeckung statt. Dabei wird sich der vor der Venus stehende Mond, der im letzten Viertel seines Zyklus steht und deshalb nur als schmale Sichel zu sehen ist, an ihr vorbeibewegen und sie für rund eine Stunde verdecken. Hierbei bietet sich die seltene Gelegenheit, die Bewegung der Himmelskörper zueinander direkt beobachten zu können. Gegen 10:40 Uhr hat sich der Mond dann soweit fortbewegt, dass die Venus wieder hinter der unbeleuchteten Seite des Erdtrabanten hervortritt.

Sofern das Wetter mitspielt, überträgt die Sternwarte der experimenta Heilbronn die Venusbedeckung live per hauseigenem Video-Stream vom Hochleistungsteleskop auf einen großformatigen Bildschirm im fünften Stock der Ausstellung. Die Übertragung wird von den Astronomen der Sternwarte, die auch Besucherfragen beantworten, begleitet. Der Eintritt beträgt zwei Euro und beinhaltet auch den Besuch der Ausstellung. Tickets können ausschließlich kontaktlos im Vorfeld des Besuchs über den Onlineshop der experimenta https://shop.experimenta.science erworben werden.




Martin Hans ist neuer Wildtierbeauftragter im Hohenlohekreis

Zum 1. Juni 2020 hat Martin Hans den Posten des Wildtierbeauftragten für den Hohenlohekreis übernommen. Der ehemalige Wildtierbeauftragte Johannes Jakob hat zur selben Zeit seine neue Stelle als Revierförster in Mulfingen angetreten. Martin Hans ist seit 2005 im Forstamt des Hohenlohekreises tätig und betreut im Außendienst das Forstrevier Ingelfingen-Kupferzell. Seine neuen Aufgaben sind ihm bekannt, er war bereits von 2006 bis 2016 Wildtierbeauftragter des Kreises. Er ist unter Telefon 0171/1214 944 erreichbar.

Im Jahr 2004 wurde bei den unteren Forstbehörden ein landesweites Netzwerk von Wildtierbeauftragen aufgebaut, welches das Themenfeld Wildtiere auf der örtlichen Ebene umfassend bearbeitet. Die Wildtierbeauftragten haben zahlreiche Fach- und Querschnittsaufgaben zu erfüllen. Diese reichen von der Koordinierung des Wildtier-Monitorings über die Beratung und Unterstützung von Konzepten bis zur Abstimmung mit anderen Fachbereichen und der Kommunikation von Wildtierthemen. Sie beraten auch, wenn es beispielsweise in bewohnten Bereichen zu Problemen mit Wildtieren kommt. Mit der Gefahr der Afrikanischen Schweinepest oder der Rückkehr von ehemals ausgerotteten Tierarten nimmt die Bedeutung der Wildtierbeauftragten weiter zu.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis




Jeder fünfte Lehrer wird seinen Dienst heute nicht im Klassenzimmer antreten können

Ab heute startet einen Großteil der Schüler wieder in den Unterricht im Klassenzimmer. Die Schulen unterrichten wegen dem gebotenen Kontaktabstand  die Kinder in kleinen Klassengrößen. Dies bedeutet ein Verwaltungsaufwand, der nicht zu unterschätzen ist. Des Weiteren werden heute laut dem baden-württembergischen Kultusministerium rund 20 Prozent der Lehrkräfte nicht ihren Dienst an den Klassenzimmern antreten können.

Regionale Unterschiede

„Das Kultusministerium geht davon aus, dass etwa 25 Prozent der Lehrkräfte zu Risikogruppen gehören“, erklärt Benedikt Reinhard gegenüber GSCHWÄTZ auf Nachfrage. Aus der Risikogruppe der Lehrkräfte im Alter von über 60 Jahren und der Lehrkräfte, die in häuslicher Gemeinschaft mit Personen aus einer Risikogruppe leben, habe sich jedoch ein beträchtlicher Teil bereit erklärt, in der Präsenz zu unterrichten. „Deswegen stehen im landesweiten Durchschnitt rund 80 Prozent der Lehrkräfte für Präsenzangebote an den Schulen vor Ort zur Verfügung. In einzelnen Schularten sowie regional stellt sich dies allerdings unterschiedlich dar.“

Wer zählt als Risikogruppe?

„Das Kultusministerium orientiert sich bei der Einstufung als Risikogruppe an den Vorgaben des Robert-Koch-Instituts und der Landesgesundheitsbehörden. Zu den Risikogruppen gehören deswegen aktuell schwangere Lehrkräfte, Personen mit relevanten Vorerkrankungen sowie Personen über 60 Jahre. Aktuell zeigen Lehrer die Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe beziehungsweise dass sie nicht in Präsenz arbeiten können mit einem entsprechenden Formblatt gegenüber ihrer Schulleitung an http://(https://km-bw.de/site/pbs-bw-km-root/get/documents_E1445697780/KULTUS.Dachmandant/KULTUS/KM-Homepage/Pressemitteilungen/Pressemitteilungen%202020/2020%2004%2020%20Anlage%20Formblatt%20Risikogruppen.pdf).

Von der Präsenzpflicht befreit

Dann sind die Lehrer von der Präsenzpflicht befreit und kommen ihren dienstlichen Aufgaben laut Reinhard von zu Hause aus nach. „Da Lehrkräfte in der öffentlichen Diskussion allerdings unter Druck geraten und auch das Robert-Koch-Institut von einer generellen Einstufung in Risikogruppen zu einer individuellen Risikoabschätzung übergegangen ist, plant das Kultusministerium in Abhängigkeit von der Entscheidung auf der Ebene der Kultusministerkonferenz spätestens nach den Sommerferien eine Attestpflicht für Lehrkräfte, auch um diesen den Druck aus der öffentlichen Diskussion zu nehmen“, führt Benedikt Reinhard näher aus.

„Kommen ihren Aufgaben vollumfänglich zu Hause nach“

„Die Lehrer, die von der Präsenzpflicht befreit sind, befinden sich weiterhin im Dienst und kommen diesem vollumfänglich von zu Hause aus nach und betreuen dabei unter anderem die Schüler im Fernunterricht“, erklärt Reinhard. „Deswegen gibt es bei Lehrkräften auch keine Kurzarbeit.“

Grundschulen sollen im Juli wieder voll öffnen

„Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann hat bereits angekündigt, dass die Kindertageseinrichtungen und die Grundschulen aufgrund erster Erkenntnisse einer Studie, die die Landesregierung bei der Universitätskinderklinik Heidelberg in Auftrag gegeben hat, Ende Juni wieder vollständig geöffnet werden sollen. Die Erkenntnisse aus der Studie legen nahe, dass Kinder bis zehn Jahre als Überträger eine untergeordnete Rolle spielen. Somit kann in dieser Altersgruppe auf die Abstandsgebote verzichtet werden, so dass ein Unterricht und eine Betreuung aller Schüler möglich wird“, erklärt Benedikt Reinhard.

Corona-Super-Spreader: Keine Rückschlüsse bei Kindern ab 11 Jahren

„Da sich für ältere Kinder aus der Studie der Universitätskinderklinik in Heidelberg keine Rückschlüsse ziehen lassen, wird ein Betrieb nach aktuellem Stand bis zum Ende des Schuljahres nur unter Einhaltung des Abstandsgebotes von 1,5 Metern möglich sein. Das gibt einen Wechsel von Präsenz- und Fernunterricht vor, der im Wochenrhythmus in einem rollierenden System angeboten werden soll.“

Dem Kultusministerium sei bewusst, so Reinhard, „dass die aktuelle Situation für Familien eine große Herausforderung darstellt. Insbesondere müssen Eltern aktuell eine Doppelbelastung aus Erwerbsarbeit und Kinderbetreuung schultern.“

Für den Umgang mit der aktuellen Situation sei es ratsam, den direkten Kontakt zur Schule beziehungsweise zu den Lehrkräften zu suchen und mit ihnen darüber zu sprechen, was die Familien in der aktuellen Situation leisten können oder eben nicht. Das ermöglicht es, das schulische Arbeitspensum auf die Möglichkeiten der Familie und Bedürfnisse der Kinder abzustimmen.

 




„Überstunden in hohem vierstelligen Bereich“

Viele Firmen haben in den vergangenen Monaten im Zuge der Coronakrise Kurzarbeit anmelden müssen. Die Mitarbeiter des baden-württembergisches Wirtschaftsministeriums wiederum haben allein im März und April 2020 Überstunden im „hohen vierstelligen Bereich“ angesammelt.

„In besonderem Maß beansprucht“

Das geht aus einer Presseanfrage von GSCHWÄTZ hervor. Marius Ritter von der Pressestelle des Wirtschaftsministeriums begründete diese Mehrarbeit damit, dass nicht nur der Dienstbetrieb während der Coronazeit  ohne Unterbrechung und uneingeschränkt weiter gelaufen sei. Darüber hinaus  „waren und sind die Beschäftigten des Wirtschaftsministeriums angesichts der Bereitstellung von vielfältigen zusätzlichen Unterstützungsmaßnahmen (zum Beispiel Bereitstellung und Abwicklung von Förderprogrammen, Einrichtung von Hotlines, Eingehende Beratung und Bereitstellung von Informationen für die Unternehmen, Erlass von Rechtsverordnungen in Ergänzung zur CoronaVO) für die von den Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffene baden-württembergische Wirtschaft in besonderem Maße beansprucht.“

Nur in einzelnen Bereichen weniger Arbeit, etwa im Bereich Veranstaltungsbetrieb

Nur in einzelnen Bereichen hätten Mitarbeiter weniger zu tun gehabt, etwa im Veranstaltungsbetrieb. Ritter: „Die von der Landesregierung verordneten infektionsschützenden Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus haben im Wirtschaftsministerium nur in einzelnen Bereichen (vorrangig im Veranstaltungsbetrieb) zu Einschränkungen bei der Wahrnehmung der Aufgaben beziehungsweise zu einer Aufgabenverlagerung geführt.“ Ritter verweist dabei wiederum auf die Mehrarbeit hinsichtlich der Abwicklung von Förderprogrammen und vielem mehr.

Beamte  des Wirtschaftsministeriums seien daher in der Coronazeit im März nicht in Kurzarbeit gewesen, so Ritter weiter.

Im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg waren zum Stichtag 1. Januar 2020 294 Beamte sowie 159 Arbeitnehmer beschäftigt. Von den insgesamt 453 Beschäftigten waren 95 Beschäftigte in Teilzeit tätig. Es gibt keine geringfügig Beschäftigten.