Des Bauers neue Feinde
Vor wenigen Tagen erschien ein großer Aufmacherartikel in der Hohenloher Zeitung, geschrieben von Redakteur Thomas Zimmermann. Titel: „Bauer sucht Feinde“. Untertitel: „Verhalten des Bürgermeisters stößt in der Stadt zunehmend auf Kritik“.
„Erleuchtet oder abgehoben?“
Ungewöhnlich scharfe Worte finden sich darin gegen Ingelfingens Stadtoberhaupt. Allein die Bildunterzeile unter einem sehr unglücklich dreinschauenden Bürgermeister spricht Bände: „Erleuchtet oder abgehoben: An der Amtsführung von Bürgermeister Michael Bauer scheiden sich die Geister.“
Parallelen zu Königen in ihren Residenzschlössern
Gleich zu Beginn des Artikels werden Parallelen zu Königen gezogen und zu Bauer, der in seinem Ingelfinger Rathausschloss residiert. Der aktuelle Anlass des Artikels weiß zwar nur der Autor, aber er listet in seinem Text vieles von dem auf, was in den jüngeren vergangenen Jahren so alles schiefgelaufen ist auf Seiten der dortigen Führungsriege. Unter anderem kommt darin die Geschichte vom Faschingsplakat vor (wir berichteten https://www.gschwaetz.de/2020/02/15/prunksitzung-in-ingelfingen-wir-haben-gehoert-dass-einiges-an-unserem-zirkus-unseren-stadtchef-stoert/). Man erinnere sich. Vor nicht allzu langer Zeit wurde das Faschingsplakat „zensiert“, so die Betroffenen, weil Bauer sich persönlich angesprochen gefühlt hat.
Gemeinderat stellte sich dagegen
Oder die Einbahnstraße, die er gerne für Ingelfingen gehabt hätte und der Gemeinderat sich mit einer großen Mehrheit dagegen gestellt hat – was sehr ungewöhnlich ist (wir berichteten https://www.gschwaetz.de/2019/12/10/gemeinderat-stimmt-mit-grosser-mehrheit-gegen-die-einbahnstrasse/). Die Einbahnstraße scheiterte und damit auch irgendwie die Amtszeit für Michael Bauer. Denn das war gefühlt ein Wendepunkt, ein Nein des Gemeinderates und damit stellvertretend ein Nein der Bevölkerung auch zu Bauers Durchdrückpolitik.
Bauer vergisst nicht
Bauer vergisst auch nicht. Wer einmal nicht nach seinem Gusto handelt, das merkt sich der Rathauschef, heißt es hinter den Kulissen. Auch die Presse hat er dabei auf dem Kicker. HZ-Redakteur Zimmermann berichtet in seinem Artikel von nicht beantworteten Presseanfragen, obwohl es sich um öffentliche Belange handelt und er hierzu eigentlich auskunftspflichtig ist. Auch GSCHWÄTZ ist dieses Verhalten des von des Volkes Steuern bezahlten Bürgermeisters nicht unbekannt.
Nötigung im Straßenverkehr
Als die Staatsanwaltschaft GSCHWÄTZ gegenüber vor einigen Monaten sagte, dass gegen Bauer wegen Nötigung im Straßenverkehr ermittelt würde (wir berichteten), hat er uns gegenüber an einer Veranstaltung gedroht, wenn wir es veröffentlichen, werde er uns verklagen, weil das ja alles nicht stimme. Also lügt die Staatsanwaltschaft?, hatten wir ihn damals gefragt. „Ja“, war seine damalige kurze und knappe Antwort, bevor er wütend von dannen zog.
Offensichtlich scheint Bürgermeister Bauer in seiner eigenen Welt zu leben.
Von der Kirchenkanzel GSCHWÄTZ kritisiert
Auch von der Kirchenkanzel in Dörrenzimmern durfte er schon einmal predigen (wir berichteten https://www.gschwaetz.de/2019/07/29/glauben-sie-nicht-jedem-gschwaetz/ ) und nahm dies zum Anlass, um gegen das GSCHWÄTZ zu wettern und uns hinterher unter vier Augen zu erklären, dass man nicht mit uns darüber sprechen wolle.
Was geht in einem Mann vor, der sich scheinbar jeden zum Feind machen will? Will er nicht mehr wiedergewählt werden, dann kann er das doch einfach sagen.
Text: Dr. Sandra Hartmann

Ingelfingens Bürgermeister Michael Bauer (rechts) neben Karlheinz Börkel, dem ehemaligen Bürgermeister von Schöntal. Links: Waldenburgs Bürgermeister Markus Knobel bei einer Kreistagsveranstaltung. Mittlerweile hat er sich nicht mehr für den Kreistag kandidiert. Foto: GSCHWÄTZ/Archiv

