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Es fehlen noch mehrere hundert dringend benötigte Fragebögen

Die Zahlen sprechen für sich: 2.244 Bürger haben laut einer Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis an der ersten Phase der Studie „Corona-Monitoring lokal“ in Kupferzell teilgenommen, rund 2.200 Rachenabstriche und 2.215 Blutproben wurden genommen. Doch damit ist die Studie noch nicht beendet: Fast genauso wichtig ist die zweite Phase, in der die Probanden einen ausführlichen Fragebogen ausfüllen. Das haben zurzeit rund 1.300 Teilnehmer getan. Das Robert Koch-Institut hofft jedoch auch hier, die Marke von 2.000 Teilnehmern zu erreichen.

„Es ist eminent wichtig, die Ergebnisse der Abstriche und Blutproben mit anderen Faktoren in Verbindung bringen zu können, um belastbare Aussagen über das Virus treffen zu können“, erklärt Studienleiterin Dr. Claudia Santos-Hövener in der Mitteilung. „Wir wollen besser verstehen, wie sich das Virus verbreitet hat und welche Folgen eine Erkrankung für Betroffene hatte. Eine wichtige Frage ist, ob einzelne Bevölkerungsgruppen häufiger von Erkrankungen mit SARS-CoV-2 betroffen sind.“

Deshalb stellt das RKI Fragen zu Vorerkrankungen, zum Einkommen oder zum Gesundheitsverhalten – zum Beispiel ob jemand raucht oder nicht. Darüber hinaus sind weitere Themen interessant: Auf welchen Veranstaltungen waren Menschen aus Kupferzell im Frühjahr 2020? Mit welchen Verkehrsmitteln wurde der Weg zur Arbeit zurückgelegt? Welche Symptome sind im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung aufgetreten? Diese und andere Fragen helfen, das SARS-CoV-2-Infektionsgeschehen in Kupferzell besser zu verstehen. Für die Online-Befragungen wurden die Zugangsdaten auf dem Postweg übersandt, aber auch eine telefonische Befragung ist möglich.

„Je mehr Menschen mitmachen, desto aussagekräftiger sind die Ergebnisse – ich bin zuversichtlich, dass unsere Kupferzeller auch hier noch einmal Einsatz zeigen“, so Bürgermeister Christoph Spieles. Auch für Landrat Dr. Matthias Neth ist die Studie von großer Bedeutung: „Wir erleben im Hohenlohekreis, dass eine Erkrankung auch bei uns jederzeit wieder vorkommen kann. Umso wichtiger ist es, Erkenntnisse zu gewinnen, damit wir die Verbreitung in der Bevölkerung eindämmen können.“

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis




„Sommer in der Stadt“ – In Künzelsau ist was los

Verreisen im Sommerurlaub fällt dieses Jahr wegen der Corona-Pandemie für viele aus. Deshalb bringt laut einer Pressemitteilung die Künzelsauer Stadtverwaltung zusammen mit der Werbegemeinschaft Künzelsau und den Unternehmen vor Ort an vier zentralen Plätzen Urlaubsfeeling in die Innenstadt. Liegestühle, Loungemöbel, Sandflächen, Pflanzen und kleine Aktionen laden seit Mitte Juni zum Verweilen ein am Unteren Markt, Alten Rathaus, Oberer Bach und am Restaurant Emma.

Ab Donnerstag, den 02. Juli 2020, bis Donnerstag, den 17. September 2020, gibt es jeden Donnerstag von 17 bis 20 Uhr ein unterhaltsames Angebot, das vom DJ über Live-Musiker bis zum Grillabend reicht. Die neu geschaffenen „Sommer-in-der-Stadt-Plätze“ werden von der Stadtverwaltung und der Werbegemeinschaft Künzelsau bespielt. Die dann geltenden Auflagen und Hygieneregeln der Gastronomie müssen beachtet werden. Der Eintritt ist frei.

Termine von „Sommer in der Stadt“ sind immer donnerstags:

2. Juli 2020: Emma, DJ Bott

7. Juli, Yvonne‘s Cafe, Prestige Filmtheater und Popcorn-Verkauf, autowalter mit DR!FT-Race, Raiba-Cocktails un Michael Breitschopf

16. Juli: Altes Rathaus, Karibische Nacht, Shadows Acoustics, Duft-Promotion

23. Juli: Alte Schmiede, Grillabend, autowalter mit DR!FT-Racer

30. Juli: Yvonne‘s Cafe, Michael Breitschopf und Chris Herzberger

6. August: Altes Rathaus, WeinSchmiede, Karibische Nacht, Bretter und „Fu unter uns“

13. August: Alte Schmiede, Grillabend und Freddy Hrubesch

20. August: Emma, Kokolores, Fotos, Reisen und Feuershow, Foto-Linke, Tui ReiseCenter – die reisebox

27. August: Altes Rathaus, „Steel, Wine & Honey“ und WeinSchmiede

3. September, Alte Schmiede, Kokolores und Chris Reckwardt

10. September: Emma, DJ AiTmaN, autowalter mit DR!FT-Racer

17. September 2020: Yvonne‘s Cafe, Kokolores und Michi Fahrbach

„Sommer in der Stadt“ wird vom Globus Baumarkt Künzelsau und der WeinSchmiede von Benjamin Frank unterstützt. 

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau




Neue Heimat für den Jugendfußball im Kochertal – Ralf Stehle übernimmt die Leitung

Die SGM Niedernhall/Weißbach startet laut ihrer Facebook-Seite (https://www.facebook.com/sgmniedernhallweissbach/posts/2445083215782658) ab der Saison 2020/21 die Jugendkooperation Kickers Mittleres Kochertal mit der SG Sindringen/Ernsbach und der TG Forchtenberg. Während der Corona-Krise machten sich die Verantwortlichen der Vereine Gedanken über die zukünftige Ausrichtung des Jugendfußballs im Kochertal. Von Beginn an sollten die Kinder und Jugendlichen über Vereins-, Gemeinde- und Stadtgrenzen hinweg im Mittelpunkt stehen. Ihnen soll über alle Altersklassen hinweg ein ganzheitliches, leistungsgerechtes und leistungsorientiertes Konzept geboten werden. Dazu wurden ein gemeinsames Jugendkonzept und ein Leitfaden erarbeitet, der für alle Partner bindend ist. Zudem stellten die Vereine eigens für die Kickers Mittleres Kochertal ein Jugend-Gremium auf.

Als sportlicher Leiter fungiert der ehemalige Oberliga-Trainer des FSV Hollenbach, Ralf Stehle. Neben der sportlichen Förderung und Entwicklung aller Jugendmannschaften wird er einen weiteren Fokus auf die Aus- und Weiterbildung der Trainer legen und diese bei der Vermittlung von altersgerechten Trainingsinhalten unterstützen.

Nicht beteiligt an der Jugendkooperation sind der TSV Ingelfingen (bisheriger Partner von Niedernhall und Weißbach) sowie die Vereine aus Zweiflingen und Ohrnberg (bisher Partner von Forchtenberg, Sindringen und Ernsbach). Die Jugendmannschaften des TSV Ingelfingen haben ihre neue sportliche Heimat beim SSV Gaisbach und dem TSV Kupferzell gefunden.

Quelle: Facebook-Seite der SGM Niedernhall/Weißbach

 

 




„Zusehends schlechter werdende wirtschaftliche Lage und nicht akzeptable Freiheitsbeschneidungen“

Die anwesenden 29 AfD-Mitglieder im Wahlkreis Hohenlohe haben auf ihrer Aufstellungsversammlung am Donnerstag, den 25. Juni 20020, deutlich für eine erneute Kandidatur des aktuellen Landtagsabgeordneten Anton Baron votiert. Für den 32-jährigen Öhringer Wirtschaftsingenieur und parlamentarischen Geschäftsführer der AfD-Fraktion stimmten 25 Mitglieder, sein Gegenkandidat erhielt 4 Stimmen. Zum Ersatzkandidaten wurde der Öhringer Kreis- und Gemeinderat Jens Moll mit 20 von 21 Stimmen gewählt.

„Zusehends schlechter werdende wirtschaftliche Lage und nicht akzeptable Freiheitsbeschneidungen“

Der Abgeordnete Baron kommentiert die Wahl folgendermaßen: „Ich freue mich, dass ich mit bürgernaher Arbeit und zahlreichen Initiativen für den Wahlkreis die Mitglieder für mich gewinnen konnte. Nun gilt es aber, nach vorne zu schauen und noch mehr Menschen in der Region zu überzeugen. Aktuelle und erschütternde Ereignisse, zuletzt in Stuttgart, haben zu längst überfälligen Grundsatzdiskussionen über die Gefährdung der inneren Sicherheit, die zusehends schlechter werdende wirtschaftliche Lage und nicht akzeptable Freiheitsbeschneidungen geführt. Wir als AfD haben vor dieser tragischen Entwicklung seit Jahren gewarnt und nicht nur das: Wir haben schon länger Lösungen vorgeschlagen und sind uns sicher, dass wir hierdurch bei der Bevölkerung punkten können. Mein persönlicher Schwerpunkt ist und bleibt allerdings die Verbesserung der Infrastruktur hier in Hohenlohe“, betont Anton Baron als AfD-Kandidat zur Landtagswahl 2021 im Wahlkreis Hohenlohe.

Die nächsten Landtagswahlen in Baden-Württemberg sind 2021.

Quelle: Pressemitteilung von Anton Baron




„Wir sind total abgehängt. Es ist eine Katastophe“

Im Rahmen der Kreisärzteschaftssitzung vor rund zehn Tagen wurde auch die mögliche Abschaffung der Notdienste für Künzelsau scharf kritisiert und diskutiert. Der im Zuge der Krankenhausschließung in Künzelsau neu eingeführte so genannte „Sitznotdienst“, der von Anfang an in der Kritik stand, da der Arzt rein rechtlich keine Patienten behandeln, sondern nur weiterleiten da (wir berichteten), wird wohl nun wieder nach nur wenigen Monaten abgeschafft, weil  er von der Beölkerung nicht angenommen wird. Das war nicht wirklich überraschend.

„Uns fehlt das Krankenhaus“ zum Weiterbehandeln

Stattdessen soll nun der von den hiesigen Ärzten abwechselne betriebende kassenärztliche Notdienst ausgebaut werden um drei Stunden am Wochenende. Hiesige Ärzte sehen darin allerdings alles andere als einen Ausbau, sondern eher einen kompletten Abbau. Dr.  Lieselotte Wesely-Lany, stellvertretende Vorsitzende der Vorstandschaft der Kreisärzteschaft Künzelsau, erklärte auf GSCHWÄTZ-Nachfrage: „Das ist ein Kompensationsgeschäft“, weil der Sitznotdienst beendet wird. Aber eigentlich mache der Ausbau um drei weitere Stunden keinen Sinn, „denn es ist nicht mehr das, was es war“.  Das Hauptproblem: „Uns fehlt das Krankenhaus. Die Ärzte des Notfalldienstes können kein Röntgen und kein Labor anbieten. Die Bürger könnten denken, dann gehe ich gleich nach Öhringen“.

Dr. Wesely-Lany befürchtet, „dass die Kassenärztliche Vereinigung den Notfalldienst irgendwann auch zu macht, weil es sich so nicht mehr lohnt. Wir sind total abgehängt. Es ist eine Katastrophe.“

 




HK vor Gericht nicht bereit, langjähriger Mitarbeiterin Abfindung zu zahlen

Vor dem Arbeitsgericht in Crailsheim fanden am Mittwoch, den 24. Juni 2020, die Kammertermine in den Arbeitsgerichtsverfahren Anke E.* und Elvira Z.* statt. Die Klägerin Elvira Z. ließ dem Gericht durch ihren Anwalt mitteilen, dass sie zum Termin nicht erscheinen würde. Ihre Klage wurde daher durch Versäumisurteil nach Antrag von Rechtsanwalt Sebastian Witt, dem Anwalt der Hohenloher Krankenhaus gGmbH abgewiesen. Gründe für das Nichterscheinen der Klägerseite wurden nicht genannt.

Erst aus GSCHWÄTZ vom Termin erfahren

Deutlich mehr Aufwand kostete das Verfahren, in dem Anke E. auf Weiterbeschäftigung in einer Position, die ihrer alten Tätigkeit entspricht, sowie auf Gehaltszahlung klagte. Sie war seit Mitte November 2019 (GSCHWÄTZ berichtete unter https://www.gschwaetz.de/2020/02/06/keinen-lohn-keine-krankenversicherung-mehr-2-mitarbeiterinnen-verklagen-hk/) ohne Bezahlung und ohne Sozialversicherungsbeiträge freigestellt. Rechtsanwalt Witt hatte zwischenzeitlich Einspruch gegen das Versäumnisurteil (https://www.gschwaetz.de/2020/06/05/hohenloher-krankenhaus-erscheint-nicht-vor-gericht/) eingelegt, da er erst aus GSCHWÄTZ von dem Termin erfahren hätte. Offenbar gab es ein Problem mit der Zustellung der Ladung. Allerdings betrachtete er die beiden Verfahren ohnehin als zusammenhängend und ging davon aus, dass im Termin beide Sachen zu einem gemeinsamen Abschluss gebracht werden konnten.

Juristische Detailfragen

Im Verfahren ging es hauptsächlich um juristische Detailfragen: War die Stelle, die Anke E. in Künzelsau bekleidete eine Teamleiterstelle oder nicht? Hätte sich Anke E. explizit auf eine später ausgeschriebene Teamleiterstelle bewerben müssen oder hätte die HKH gGmbH aufgrund der vorliegenden Präferenzenliste auf Anke E. zugehen müssen? Wäre Anke E. für die Teamleiterstelle qualifiziert gewesen oder handelt es sich um eine „Beförderungsstelle“?

„Ich würde davon ausgehen, dass ich mich nicht bewerben müsste.“

Witts Argument, dass sich Anke E. hätte erneut bewerben müssen, rügte Joachim Hofmann, der Anwalt von Anke E. als „verspäteten Vortrag“, da das Argument bisher nicht in den Akten vorkomme. Auch Richterein Sabine Stahl merkte an: „Ich würde davon ausgehen, dass ich mich nicht bewerben müsste“. Anwalt Witt, der das Argument, dass es sich bei der Wunschposition um eine „Beförderungsstelle“ handle, einbrachte, wusste nicht, wie die Stelle eingestuft ist. Erst nach telefonischer Rückfrage bei Stefan Bort, dem Personalleiter der HKK, konnte er bestätigen, dass die neu geschaffene Stelle tatsächlich eine Stufe übe Anke E.s bisheriger Eingruppierung angesiedelt ist.

„Wir gehen am Ende des Tages mit öffentlichen Mitteln um.“

Da Anke E. zwischenzeitlich andeutete, dass sie auch einer Beendigung des Arbeitsverhältnisses zustimmen könnte, diskutierte man über den Inhalt eines Vergleichs. Witt legte die Argumentation der HKK dar: Einer Arbeitnehmerin, die auf dem Arbeitsmarkt gute Chancen hätte und die jetzt seit einem halben Jahr freigestellt sei, würde man keine Abfindung bezahlen. „Wir gehen am Ende des Tages mit öffentlichen Mitteln um“, so Witt. Er zitiert Stefan Bort, den Personalleiter des HKH, der auf die coronabedingte wirtschaftliche Lage verweist, aufgrund der man sich außerstande sehe, eine Abfindung zu zahlen. Nach telefonischer Rücksprache teilte Witt die Ansicht von Melanie Junge, kaufmännische Direktorin der HKH, mit: Sie sei nicht bereit, eine Abfindung zu bezahlen. Es gebe ein Arbeitsangebot, Anke E. könne morgen anfangen.

„Die Freistellung ohne Entgeltfortzahlung ist offensichtlich rechtswidrig.“

Hofmann hingegen erklärte für seine Mandantin die Bereitschaft, einem Vergleich mit der Entgeltfortzahlung und einer angemessenen Abfindung zuzustimmen. „Die Freistellung ohne Entgeltfortzahlung ist offensichtlich rechtswidrig und entspricht nicht dem Interessensausgleich.“ Richterin Stahl deutete an, dass sie der Argumentation der HKH, dass es gar keine Stelle, wie sie Anke E. anstrebt, gebe und man als Arbeitgeber über die interne Organisation entscheiden dürfe, folgen könnte und damit ein Teil der Klage hinfällig sein könnte.

Präsentierter Vergleichsvorschlag

Danach zog sich die Kammer zurück und präsentierte anschließend folgenden Vergleichsvorschlag: Rückwirkende Beendigung des Arbeitsverhältnisses, dazu die Zahlung des ausstehenden Entgelts und einer nennenswerten Abfindung. Die Klägerseite bekundete, dass sie diesem Kompromiss zustimmen würde, sofern die Beklagte ebenfalls zustimmen würde. Da Rechtsanwalt Witt von der HKH nicht ermächtigt wurde, diesem Vorschlag zuzustimmen, konnte im Termin keine einvernehmliche Lösung gefunden werden. Sollte das HKH dem Vergleichsvorschlag des Gerichts nicht doch noch zustimmen, wird es also zu einem Urteil kommen. Dieses wird voraussichtlich am 15. Juli 2020 verkündet.

*Die Namen der Personen sind der Redaktion bekannt, wurden aber zum Schutz der Persönlichkeit geändert.

 

Ruhe vor dem Sturm: freie Plätze für die Pressevertreter im Arbeitsgericht Crailsheim. Foto: GSCHWÄTZ




Hier hat der Pfarrer immer sein Plätzchen

Der Friedhof in Hohebach liegt beschaulich am Ortsrand, mittlerweile zwra nicht mehr ganz, weil das Neubaugebiet nun in direkter Nachbarschaft liegt. Aber doch etwas ausserhalb. Es ist ruhig hier, man kann den Vögeln beim Zwitschern zuhören, während man seine liebsten Verstorbenen besucht und die Blumen auf den Gräbern gießt. Einen Parkplatz findet man hier in der Regel auch immer. Oft hat man die freie Platzwahl.

Daher muss man schon zweimal hingucken, dass man nicht einen Strafzettel kassiert, wenn man hier auf dem falschen Plätzchen parkt. Denn ein Parkplatz ist hier offensichtlich reserviert für des Pfarrers Vehikel. Zumindest weist ein handgeschriebenens Schild auf diesen Umstand hin. Ein Laie fragt sich nun:Hat sich hier jemand einen Scherz erlaubt oder trägt das Schild einen Amtsstempel? Jedenfalls nicht offensichtlich. 

Damit Besucher künftig beim Parken keinen Fehler machen, haben wir uns an des Pfarrers Büro gewandt. Dieser ist leider nur schwer telefonisch zu erreichen. Daher haben wir von der Redaktion GSCHWÄTZ eine E-Mail geschrieben und wollten von ihm wissen: Ist das Schild von der Kirchengemeinde aufgestellt worden? Wenn ja, warum? Vielleicht ist es ja eine vorzeitige Platzreservierung bei größeren Veranstaltungen wie Beerdigungen von Nöten, damit der Pfarrer in jedem Fall nicht zu weit vom Friedhof entfernt parken muss. Haben andere Pfarrer in anderen Gemeinden auch einen eigenen Parkplatz? Bei vielen ist uns bekannt, dass das Pfarrhaus nur unweit vom Friedhof entfernt ist, so dass in der Regel auf das Laufen anstatt auf das Fahren zurückgegriffen wird und somit ein Parkplatz erst gar nicht benötigt wird.

Bei Sonnenschein ist der Weg vom Hohebacher Pfarrhaus bis zum Friedhof gut zu schaffen. Nur bei Regen könnte der Pfarrer, in Hohebach ist das derzeit Markus Speer, etwas nass werden, bis er am Friedhof ankommt. Da wäre dann ein Parkplätzchen direkt vor dem Friedhofseingang schon praktisch.

Markus Speer hat sich bislang noch nicht dazu geäussert.

Friedhof in Hohebach von aussen. Foto: GSCHWÄTZ




Reifen geplatzt bei Lkw

Auf der A6 bei Neuenstein mussten Pendler am Mittwoch, den 24. Juni 2020, bereits morgens Geduld beweisen. An einem LKW, der zwischen den Anschlussstellen Kupferzell und Neuenstein unterwegs war, platzte gegen fünf Uhr ein Reifen. Der 55-Jährige Fahrer des Sattelzuges verlor daraufhin die Kontrolle über sein Gefährt und krachte in die Leitplanke, bevor sein Fahrzeug schließlich zum Stehen kam.

Der Tank des LKW riss infolge des Unfalls auf, weshalb die Feuerwehr mit fünf Fahrzeugen und 16 Einsatzkräften an den Ort des Geschehens kam. Die mittlere und rechte Spur waren für die Bergung des Sattelzuges bis etwa 9.30 Uhr gesperrt.

An der Zugmaschine des LKW entstand Totalschaden in noch zu ermittelnder Höhe, am Auflieger ein Schaden von etwa 20.000 Euro. Die Schäden am Flurstück und den Leitplankenelementen belaufen sich auf etwa 10.000 Euro.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn




Künzelsauer Kocherfreibad startet in die Saison – Eine Million investiert für gute Wasserwerte

Es darf wieder gebadet werden: Am Freitag, den 26. Juni 2020, startet das neugestaltete Künzelsauer Kocherfreibad in die Saison. „Auch wenn wir auf eine große Einweihungsparty wegen der Einschränkungen und Auflagen der Corona-Verordnung des Landes verzichten und die Anzahl der Besucher deshalb begrenzt sein wird, freue ich mich sehr, dass wir endlich in die Saison starten können“, so Bürgermeister Stefan Neumann in einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung.

Neues Naturschwimmbecken

Neu ist das rund 800 Quadratmeter große Naturschwimmbecken, das mit Wasser aus dem Kocher gespeist wird. Bevor das Kocherwasser in das 1,30 Meter tiefe Nichtschwimmerbecken mit dem Sandstrand fließt, passiert es laut der Mitteilung eine Pflanzenfilteranlage. „Wir verzichten komplett auf Chlor und andere chemische Reinigungszusätze“, erklärt der Technische Werkleiter der KünWerke Bernd Scheiderer, der die Neugestaltung des Bades betreut hat. „Mit den Planern der WasserWerkstatt aus Bamberg haben wir eine komplett biologische Reinigung mit Pflanzenfilter und UV-Licht geschaffen.“

„Das Kocherfreibad mit der Badebucht ist einzigartig.“

Claus Schmitt von der WasserWerkstatt hat das neue Bad geplant und freut sich über das Ergebnis: „Das Kocherfreibad ist eines der letzten Flussbäder in Baden-Württemberg, eventuell sogar das letzte, und nun mit der Badebucht einzigartig, da das Flusswasser durch die Zirkulation und Filtration über Pflanzenfilter gereinigt und somit eine dauerhaft verbesserte Wasserqualität herbeigeführt wird.“ Die letzten Proben vor der Eröffnung bestätigten eine ausgezeichnete Wasserqualität in dem Naturbecken, das durch eine Mauer vom Kocher abgetrennt ist und den Betrieb des Bades fortan unabhängig von den Wasserwerten des Kochers ermöglicht. Die Stadtverwaltung wird auch weiterhin selbst Wasserproben auswerten lassen, zusätzlich zu den routinemäßigen Proben des Gesundheitsamtes.

Eine Million Euro für gute Wasserwerte

Damit durchgängig im laufenden Betrieb gute Wasserwerte gehalten werden können, war der rund eine Million Euro teure Ausbau erforderlich. Die Schließung des Bades wegen schlechter Wasserqualität, die in den zurückliegenden Jahren leider immer wieder Mal erforderlich war, gehört nun der Vergangenheit an. Vom Baden im Kocher rät die Stadtverwaltung dennoch weiterhin ab. Viele Künzelsauer Einwohner haben sich mit Protestaktionen für den Erhalt des Flussfreibades eingesetzt. „Auch diesen engagierten Protestschwimmern und der Zustimmung des Gemeinderates haben wir das neue Naturschwimmbecken mit gereinigtem Kocherwasser zu verdanken“, so Bürgermeister Stefan Neumann. „Die Institution Kocherfreibad bleibt uns allen erhalten.“

Planschbecken, Tretboote, Stand-Up-Paddling

Das Planschbecken mit einem Wasserpilz und einer Wasserrutsche ist unverändert geblieben und ebenfalls ab 26. Juni in Betrieb. Es ist mit Trinkwasser befüllt und hat eine Wasserfläche von rund 100 Quadratmetern. Der Spielplatz in Wassernähe sorgt außerdem für Unterhaltung der kleinen Badegäste. Tretboote und Boards für Stand-Up-Paddling, gesponsert von regionalen Unternehmen, werden im Lauf der Saison dazukommen und für Abwechslung und sportliche Aktivität sorgen. Auch das Beachvolleyballfeld kann bespielt werden. „Selbstverständlich stehen auch die Umkleidekabinen und Sanitärräume zur Verfügung“, merkt Bernd Scheiderer an.

Hygiene- und Infektionsschutzkonzept

Die großzügige Liegewiese lädt zum gemütlichen Verweilen ein – und ist ein Plus, das die Einhaltung der Corona-Abstandsregeln von zurzeit 1,50 Meter erleichtert. Die jeweils aktuell geltenden Auflagen müssen in allen Bereichen des Freibades und des Campingplatzes eingehalten werden. Das für Bäder zuständige Team bei der Stadtverwaltung hat ein Hygiene- und Infektionsschutzkonzept ausgearbeitet, das einen größtmöglichen Schutz für die Badegäste gewährleisten soll. Demnach dürfen maximal rund 190 Personen gleichzeitig im Naturschwimmbecken mit einem Abstand von ungefähr 1,50 Meter die natürliche Erfrischung genießen. Begrenzt ist auch die Anzahl der Besucher, die sich insgesamt auf dem Gelände des Kocherfreibades aufhalten dürfen. „Beim Eintritt in das Bad werden wir ‚tickern‘“, erklärt Bernd Scheiderer. „Ist die Obergrenze erreicht, dürfen wir niemanden mehr einlassen.“ Beim Eintritt in das Bad muss ein Mund-/Nasenschutz getragen werden, der auf dem Badgelände und unter Einhalten der Abstandsregeln wieder abgelegt werden kann. Reinigungs- und Desinfektionsarbeiten werden zudem in erhöhtem Umfang durchgeführt. Bürgermeister Stefan Neumann appelliert: „Für die Einhaltung der Auflagen sind Verständnis und Verantwortungsbewusstsein der Badbesucher erforderlich.“

Biergarten bereits geöffnet

Uwe Pimpl hat den Kiosk im Eingangsgebäude des Kocherfreibades und den Biergarten, der direkt angegliedert ist, gepachtet. Der Biergarten hat bei schönem Wetter bereits seit dem Frühjahr geöffnet. Der Campingplatz auf dem Freibadgelände hat acht Stellplätze für Wohnmobile und zirka 20 Plätze für Zelte. Reservierungen sind bei Uwe Pimpl möglich unter Telefon 0170/311 8099.

Um ein Anstehen an der Freibadkasse zu vermeiden und das Infektionsrisiko zu minimieren, rät die Stadtverwaltung, Eintrittskarten im Bürgerbüro im Rathaus, Stuttgarter Straße 7, Künzelsau, zu kaufen. Dort sowie im Kocherfreibad sind Einzel- und Saisonkarten zu haben. Einzeltickets für Erwachsene kosten 2,50 Euro, für Kinder und Jugendliche bis bis 16 Jahre, Schüler, Studenten, sowie Schwerbehinderte (ab 50 Grad der Behinderung) 1,50 Euro. Auf dem Campingplatz zahlen Erwachsene fünf Euro pro Nacht.

Das Kocherfreibad hat bei Badewetter montags bis freitags von elf bis 19 Uhr, an Wochenenden, Feiertagen sowie in den Ferien von zehn bis 19 Uhr geöffnet.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau

 

Übersichtsplan des Kocherfreibads Künzelsau. Urheber: WasserWerkstatt

 

Badebucht im neugestalteten Kocherfreibad. Foto: Stadtverwaltung Künzelsau/Olivier Schniepp

Die neue Pflanzenfilteranlage. Foto: Stadtverwaltung Künzelsau/Olivier Schniepp




Versuchte Tötung in Bretzfeld – Prozess vor dem Landgericht Heilbronn beginnt

Vor der Ersten Schwurgerichtskammer des Landgerichts Heilbronn beginnt am Donnerstag, den 02. Juli 2020, um 9 Uhr der Prozess gegen einen 45-Jährigen, der seit dem 05. Januar 2020 in Untersuchungshaft sitzt. Ihm werden unter anderem versuchte Tötungsdelikte zur Last gelegt. Ihm wird vorgeworfen, am 04. Januar 2020 in Bretzfeld seine Exfrau aufgesucht und in Tötungsabsicht mit einem Bajonett in Tötungsabsicht auf sie eingestochen zu haben. Auch auf die zur Hilfe eilende gemeinsame Tochter habe der Angeklagte eingestochen. Die Attacken hätten zu massiven Schnittwunden im Armbereich der beiden Geschädigten geführt. Als der gemeinsame Sohn ebenfalls eingeschritten sei, habe die Tochter flüchten können. Beide geschädigten Frauen überlebten. 

Für den Prozess wurden unter anderem neben dem Angeklagten und seinem Verteidiger sowie zwei Dolmetscher 16 Zeugen und zwei Sachverständige geladen. Es sind vier weitere Verhandlungstage angesetzt.

Quelle: Prozessvorschau des Landgerichts Heilbronn