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HK – In geheimer Mission

Am 09. Dezember 2019 hat der Kreistag des Hohenlohekreises den Beschluss gefasst, den kurz vorher beschlossenen „Sitzdienst“ eines Notarztes im Künzelsauer Krankenhaus kurzfristig zu evaluieren. Kriterien für die Evaluierung wurden keine festgelegt, „das ist dann eine politische Entscheidung“, bemerkte damals Landrat Dr. Matthias Neth. Das nennt man wohl Hohenloher Landrecht. Beschlossen, um es kurze Zeit später ohne weitere Erklärung wieder zu streichen.

Notarzt-Sitzdienst kommt nach kürzester Zeit wieder weg

Inzwischen wurde anscheinend Evaluierung abgeschlossen und es wurde wohl beschlossen, den Sitzdienst nach kurzer Zeit schon wieder zu beenden. Das mag ja durchaus eine sinnvolle Entscheidung gewesen sein, allerdings kann das niemand so wirklich beurteilen, denn die Informationspolitik des Landrats Dr. Neth lässt zum wiederholten Male sehr zu wünschen übrig. Auf welchen Zahlen, Daten und Fakten diese Entscheidung beruht und von wem sie getroffen wurde (Kreistag, Landrat/samt oder BBT-Gruppe) ist nicht bekannt.

Offenbar wurde „exklusiv“ die Hohenloher Zeitung über diesen Beschluss informiert, die Bürger wurden wieder einmal vom Landrat gar nicht erst angesprochen, nicht einmal durch eine „NEWS“ im Internetangebot des Landratsamts. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass der Landrat die Hohenloher Zeitung als sein persönliches Verlautbarungsorgan ansieht und die Hohenloher Zeitung das ähnlich sieht.

Auf welcher Grundlage werden hier Entscheidungen von wem getroffen?

Über die Entscheidungsgrundlagen und vor allem, wer und wie die Entscheidung mit welcher Mehrheit getroffen hat, ist dort allerdings nichts zu lesen. Dabei forderte der Antragsteller, Niederrnhalls Bürgermeister Achim Beck, im Dezember mit klaren Worten Transparenz, als er beantragte, daß der Kreistag „in einer nachfolgenden öffentlichen Sitzung im März oder April 2020 zur Entscheidung bezüglich der weiteren Fortführung“ abstimmen sollte. Ein kürzlicher Termin einer Kreistagssitzung ist nicht bekannt. Sollte es einen Beschluss ohne Sitzung im Umlaufverfahren gegeben haben, würde man doch wenigstens eine Bekanntmachung auf den Internetseiten des Landkreises erwarten.

Einmal mehr ist daher die bekannt intransparente Informationspolitik von Landrat Dr. Neth zu beklagen.

Verlautbaren ließ Dr. Neth übrigens auch, dass in das Krankenhausgebäude ein Hospiz einziehen soll und dass das MVZ Gestalt annehmen würde. Dasselbe MVZ, das den Künzelsauer Bürgern bereits 2018 versprochen wurde und von dem zwei Jahre später noch immer nichts zu sehen ist. Ob es  inzwischen Arztsitze gibt, die an die BBT übertragen wurden? Nein, auch darüber erfährt man nichts. Ohne Arztsitze kann es aber kein funktionierendes und breit aufgestelltes MVZ geben – der Bürger wird auch hierzu im Dunklen gelassen.

Auch hierzu wird der Bürger im Dunkeln gelassen

Erstaunlich ist auch der zeitliche Zusammenhang der Verlautbarung mit dem Brief der Stadt Künzelsau an die Ärzte, in dem den Ärzten und den Bürgern in Aussicht gestellt wird, dass die Stadt Künzelsau mit dem Gedanken spiele, das Krankenhausgebäude zu kaufen, um hier Praxisräume für Ärzte zu schaffen – zwar laut Neumann „eine Option von vielen“, aber dennoch eine Option.

Man bekommt den Eindruck, als ob es nicht nur mit der Offenheit gegenüber den Bürgern, sondern auch mit der Kommunikation zwischen Landratsamt und der Stadt Künzelsau nicht zum Besten steht. Wenn die Stadt Künzelsau die Ärzte darüber informiert, dass sie das Krankenhausgebäude möglicherweise kaufen und dort eventuell Raum für Arztpraxen schaffen würde, dann muss man davon ausgehen, dass die Grundlage für so eine Anfrage bereits einigermaßen abgeklärt ist. Es sollte zum Beispiel eine erklärte Verkaufsabsicht des Eigentümers vorhanden sein und es sollte auch abgeklärt sein, dass der Verkäufer auch tatsächlich an die Stadt Künzelsau verkaufen würde. Wenn der Verkäufer, in dem Fall das Landratsamt, danach mitteilt, vor einem eventuellen Verkauf einen großen Mieter in das Gebäude zu setzen, dann ist das doch recht unüblich.

„Diese Summe halte ich für überzogen“

Auch mit den Zahlen, die in Bezug auf das ehemalige Krankenhausgebäude immer wieder genannt werden, wird umgegangen, wie wenn es sich dabei lediglich um lapidare Cent-Beträge handelt. Betonte Landrat Neth auf der Kreistagssitzung im Rahmen der zukünftigen Gesundheitsversorgung Künzelsau, noch die Summe von rund 30 Millionen Euro, die zur Sanierung des Krankenhausgebäudes benötigt werde – sagte Bürgermeister Stefan Neumann nun vor kurzem hierzu: „Diese Summe halte ich für überzogen.“ Der Landrat und der Bürgermeister scheinen in diesem Punkt uneins zu sein. Da fragt man sich wieder mal, auf welcher Grundlage hier Zahlen auf den Tisch geworfen und darauf basierend Entscheidungen gefällt werden. Wie sagte Arnulf von Eyb doch einst: „Wir sind doch hier nicht in Bananien.“

Aber man muss sich zum Schutz von Bürgermeister Neumann schon fragen, wie denn ein Hospiz nun auf einmal ohne Weiteres in das Gebäude einziehen soll, wenn doch zuvor diese teure Renovierung / Sanierung der Räumlichkeiten immer wieder im Raum stand – oder beabsichtigt man das Gebäude gar nicht zu renovieren / zu sanieren für das Hospiz, das angeblich kommen soll?

Man fragt sich, welche Strategie hinter einer derartigen Informationspolitik steckt, in der offensichtlich sowohl die Bürger als auch die Gremien der Kreisstadt, Gemeinderat und Bürgermeister, entweder im Unklaren gelassen oder schlicht falsch informiert werden.

Künzelsaus Bürgermeister Neumann hat das Jahr 2020 unter das Leitmotiv „Zukunft Gesundheit“ gestellt. Auch er muß langsam liefern – das Jahr ist schließlich halb vorbei.

Das Krankenhaus und die Folgen der Schließung des Standorts Künzelsau werden den Hohenlohekreis noch lange beschäftigen.

Ein Kommentar von Matthias Lauterer




Künzelsau: Sommerschule & kreative Malwerkstatt

Die Stadtverwaltung Künzelsau bietet aufgrund der Corona-Pandemie in diesem Jahr eine durchgängige Betreuung in den Sommerferien für Kindergarten- und Schulkinder bis zur sechsten Klasse an: Die ersten drei Ferienwochen sind laut der Pressemitteilung der Stadtverwaltung neu im Betreuungsangebot. In diesen Wochen findet eine Ferienbetreuung an der Georg-Wagner-Schule am Kocher in Künzelsau von 7.30 Uhr bis 14 Uhr statt. Die Kosten pro Woche belaufen sich auf 20 Euro. Anmeldungen hierfür nimmt Barbara Schütz an der Georg-Wagner-Schule unter Telefon 07940/98 290 53 oder per E-Mail Barbara.Schuetz@gewas-kuenzelsau.de entgegen.

In der Sommerschule den Lernstoff erschließen

Daran schließt sich die Sommerschule in den letzten drei Ferienwochen an. Die Sommerschule findet von 7.30 Uhr bis 16.30 Uhr ebenfalls an der Georg-Wagner-Schule am Kocher statt. Neben Spaß und Betreuung gibt es hier auch die Möglichkeit, Lernstoff anders als im Schulalltag zu erschließen. Praktisches Alltagswissen wird erworben und Gemeinschaft mit anderen Kindern erlebt. Altersgerecht und spielerisch werden dabei auch die sozialen Kompetenzen wie Motivation, Kommunikationsfähigkeit und Teamarbeit gefördert. Eine Woche kostet inklusive Mahlzeiten und Ausflüge 60 Euro. Dieses günstige Angebot der Stadtverwaltung Künzelsau ist nur durch die finanzielle Unterstützung der Albert Berner-Stiftung möglich. Anmelden können Eltern ihre Kinder ab sofort bei Jessica Rudolph von der Stadtverwaltung unter Telefon 07940/129 209 oder per E-Mail jessica.rudolph@kuenzelsau.de sowie bei Barbara Schütz unter Telefon 07940/982 9053 oder per E-Mail Barbara.Schuetz@gewas-kuenzelsau.de.

Fast 40 Termine im Sommerferienprogramm

Das klassische Sommerferienprogramm enthält fast 40 Programmpunkte von der Kreativen Malwerkstatt über den Kinofilm „Die Eiskönigin“ bis hin zu Drei Tage auf dem Pferdehof. Die meisten Angebote sind kostenlos und richten sich an Kinder und Jugendliche zwischen vier und siebzehn Jahren. Zum ersten Mal finden im Rahmen des Ferienprogramms auch Space Days in Kooperation mit der experimenta Heilbronn statt. Eine Woche lang dreht sich für die Teilnehmer im Alter von acht bis elf Jahren alles um Astronomie, Weltraum und Wissenschaft. Die Teilnahme kostet für die gesamte Woche 60 Euro. Anmeldungen nimmt Milen Fuchs von der Stadtverwaltung Künzelsau unter Telefon 07940/129 109 oder per E-Mail milen.fuchs@kuenzelsau.de entgegen.

Termine Sommerferienprogramm:
#1 Kreative Malwerkstatt, Montag, 3. August
#2 Töpfern (drei Termine, vormittags), Montag, 3. August, Dienstag, 4. August, Dienstag, 18. August
#3 Töpfern (drei Termine, nachmittags), Montag, 3. August, Dienstag, 4. August, Dienstag, 18. August
#4 Eine kleine Bewegungsschule, Nordic Walking, Montag, 3. August
#5 Das perfekte Rezept für deine Fotografien, Dienstag, 4. August
#6 Wanderung mit dem Zeichenblock, Mittwoch, 5. August
#7 Kinofilm: Der König der Löwen (2019), Mittwoch, 5. August
#8 Bücherschätze entdecken in Künzelsau, Mittwoch, 5. August
#9 Mi-Ma-Mä-Mi-Mu – Das Mit Mach Märchen Mit Musik. Lesereisen in der Bibliothek Frau Holle für Kinder. Mit-Mach-Abenteuer – „Komm‘ wir spielen Indianer“, Donnerstag, 6. August
#10 Taste dich ran, Montag, 10. August
#11 Space Days, Montag, 10. bis Freitag, 14. August (mit täglicher Heimkehr)
#12 Kreative Malwerkstatt, Montag, 10. August
#13 Wanderung mit dem Zeichenblock, Dienstag, 11. August

#14 Kinofilm: Die Eiskönigin, Mittwoch, 12. August
#15 Mit der Hand oder doch mit dem Pinsel? Mittwoch, 12. August
#16 Mi-Ma-Mä-Mi-Mu – Das Mit Mach Märchen Mit Musik. Lesereisen in der Bibliothek Frau Holle für Kinder. Mit-Mach-Abenteuer – „Komm‘ wir spielen Indianer“, Donnerstag, 13. August
#17 Sicheres Radfahren, Donnerstag, 13. August
#18 Zwei Tage auf dem Pferdehof, von Montag, 17. August bis Dienstag, 18. August (zwei Tage am Stück mit Übernachtung)
#19 Luftballonmodellage, Illusions-, Zauber-, und Feuershows, Dienstag, 18. August, vormittags
#20 Luftballonmodellage, Illusions-, Zauber-, und Feuershows, Dienstag, 18. August, nachmittags
#21 Bücherschätze entdecken in Künzelsau, Mittwoch, 19. August
#22 Kreative Malwerkstatt, Mittwoch, 19. August
#23 Kinofilm: Trolls World Tour, Mittwoch, 19. August
#24 Wanderung mit dem Zeichenblock, Donnerstag, 20. August
#25 Naturfreunde aufgepasst, Donnerstag, 20. August
#26 Mi-Ma-Mä-Mi-Mu – Das Mit Mach Märchen Mit Musik. Lesereisen in der Bibliothek Frau Holle für Kinder. „Die Bremer Stadtmusikanten“, Donnerstag, 20. August
#27 Drei Tage auf dem Pferdehof, von Montag, 24. August bis Mittwoch, 26. August (drei Tage am Stück mit Übernachtung)
#28 Kinofilm: Lassie – eine abenteuerliche Reise, Mittwoch, 26. August
#29 Ist es wirklich „nur“ Natur! Mittwoch, 26. August
#30 Mi-Ma-Mä-Mi-Mu – Das Mit Mach Märchen Mit Musik. Lesereisen in der Bibliothek Frau Holle für Kinder. „Die Bremer Stadtmusikanten“, Donnerstag, 27. August
#31 D`Artagnan und die Musketiere – Einführung in die Sportart Fechten, Donnerstag, 27. August
#32 Kreative Malwerkstatt, Montag, 31. August
#33 Kinofilm: Shaun das Schaf – Ufo Alarm, Mittwoch, 2.September
#34 Wanderung mit dem Zeichenblock, Donnerstag, 3. September
#35 Selbstbehauptung und Selbstverteidigung mit Wendo (für Mädchen von 10 bis 12 Jahren), Montag, 7. September
#36 Selbstbehauptung und Selbstverteidigung mit Wendo (für Mädchen/junge Frauen von 14 bis 17 Jahren), Montag, 7. September
#37 Puppenspiel und Puppenbau, Mittwoch, 9. September
#38 Kinofilm: Die Heinzels – Rückkehr der Heinzelmännchen, Mittwoch, 9. September
#39 Pony-Pferd-Kuh-Runde auch für die Kleinen, Samstag, 12. September

Schriftliche Anmeldung

Die Betreuungsangebote sind für Kinder aus dem gesamten Stadtgebiet sowie den Teilorten. Das Anmeldeformular und weitere Informationen gibt es online unter http://www.kuenzelsau.de/tagesbetreuung. Anmeldungen müssen schriftlich an die Stadtverwaltung Künzelsau, Stuttgarter Straße 7, 74653 Künzelsau gerichtet werden. Für alle Aktionen und Veranstaltungen gilt: Die Auflagen und Einschränkungen der Corona-Verordnungen müssen eingehalten werden.

Durchgängiger Ferienkindergarten

Ferienkindergarten und Sommervorschule: Die Einrichtungen haben normalerweise 25 feste Schließtage. Die längste Zeitstrecke ist drei Wochen in den Sommerferien. Zum Ausgleich für die lange Schließzeit durch Corona bietet die Stadtverwaltung einen durchgängigen Ferienkindergarten für Kindergartenkinder in elf Kindergärten und drei Krippen vom 3. bis 21. August 2020 an. Erstmalig speziell für Vorschulkinder, die nach den Kindergartenferien keine Betreuung mehr haben, gibt es in den letzten drei Sommerferienwochen bis zum Schulstart, von 24. August bis 11. September 2020, die Sommervorschule mit spielerischer Schulvorbereitung und Ausflügen am Schulstandort der Georg-Wagner-Schule am Kocher. Die Kosten pro Woche Schulvorbereitung betragen 60 Euro, inklusive Frühstück und Mittagessen. Die Abfrage der Eltern zur Buchung der einzelnen Wochen erfolgte über die Kita-Info-App in den jeweiligen Einrichtungen direkt und ist bereits abgeschlossen. 

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau




Namibia-Luxus-Lodge auf Kosten der Steuerzahler

Gegen den Schwäbisch Haller Oberbürgermeister Hermann-Josef Pelgrim hat das Amtsgericht Schwäbisch Hall einen Strafbefehl erlassen. Das geht aus einer Meldung des SWR hervor. https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/heilbronn/schwaebisch-hall-pelgrim-vorwuerfe-100.htmlEs geht um eine Dienstreise nach Namibia im Jahr 2018.

 Im Frühjahr 2018 war er auf Dienstreise nach Namibia, wo Schwäbisch Hall eine Partnerstadt hat: Okahandja. Mit dabei auf dieser Reise waren Pelgrims Lebensgefährtin und deren Sohn. Die Stadtverwaltung weigerte sich später, rund 800 Euro Reisekosten für die Begleitung des Oberbürgermeisters zu übernehmen. Pelgrim bezahlte schließlich aus eigener Tasche. 

Bürgermeister soll nun fünfstellige Summe zahlen

Knackpunkt scheint zu sein, dass Pelgrim, seine Lebensgefährtin und der Sohn sich anschließend noch zwei Tage auf eine Luxus-Lodge einladen ließen. Das, so meinten Teile des Gemeinderates, gehe nicht.

Die Gemeinderätin Monika Jörg-Unfried, damals noch SPD, wird im Haller Tagblatt zitiert: „Sie haben eine Zuwendung angenommen, die sie als Beamter nicht hätten annehmen dürfen.“

Die Strafanzeige wegen Vorteilsnahme und Untreue stammt wohl von ihr. Wie Pelgrims Rechtsanwalt inzwischen bestätigte, ist der Einspruch gegen den Strafbefehl über eine fünfstellige Strafsumme bereits erfolgt.

Pelgrim erhebt Einspruch – Er sieht keine Vorteilsnahme

Der Strafbefehl trifft laut dem SWR Hermann-Josef Pelgrim in einer Zeit, in der er auch auf anderen Ebenen viel Gegenwind erfährt. So habe ihn seine Aufsichtsbehörde, das Regierungspräsidium Stuttgart, darauf hingewiesen, dass er bei der Verlagerung des Baucontrollings der Stadt aus der Revision nicht einfach ohne Gemeinderatsbeschluss handeln darf.

Im Hintergrund steht auch immer noch der Konflikt um den unveröffentlichten Revisionsbericht 2018 – der offenbar Unangenehmes für die Verwaltung enthält.

Allerdings berichten Gemeinderatsmitglieder auch von einer Art Kleinkrieg von Teilen des Gremiums mit Pelgrim. Wie die Auseinandersetzungen weitergehen, sei offen so der SWR. Fakt sei, dass Oberbürgermeister Hermann-Josef Pelgrim vor Kurzem bekräftigt hat, nicht mehr für eine weitere Kandidatur zur Verfügung zu stehen.

Bürgermeister will für eine weitere Amtszeit nicht mehr zur Verfügung stehen

Der Schwäbisch Haller Oberbürgermeister Hermann-Josef Pelgrim wehrt sich gegen die Vorwürfe, er habe in seinem Amt einen Vorteil angenommen, der im nicht zustehe. Die beiden Begleiter Pelgrims waren nach Einschätzung der Behörden nicht dienstlich, sondern privat unterwegs. Untreue und Vorteilsannahme lauten die Vorwürfe, es gehe um insgesamt rund 1.000 Euro. Aus den Reihen des Gemeinderats kam eine Anzeige. Gemeinderätin Damiana Koch von der Bunten Liste hat ihre Anzeige bestätigt und gegenüber dem SWR begründet: „Eigentlich habe ich persönlich nichts gegen den OB. Es geht nur um die Sache, um seine Amtsausübung. Dieser Anschein von Vorteilsnahme, -gewährung, Korruption – das darf hier in Hall nicht sein (…) Ich denke, das muss einfach geklärt werden.“

Oberbürgermeister Pelgrim sieht in seiner Dienstreise mit Begleitung keine Vorteilsnahme.Er hat bereits Einspruch gegen den Strafbefehl des Schwäbisch Haller Amtsgerichts eingelegt.




Künzelsau: Falsche Polizisten erbeuten 25.000 Euro von Seniorin


Falsche Polizeibeamte betrogen am Donnerstag, den 02. Juli 2020, in Künzelsau eine 75-Jährige um viel Geld. Die Betrüger hatten die Frau angerufen, sich als Kriminalpolizisten ausgegeben und ihr berichtet, dass sie im Fokus von Verbrechern stehen würde. Zur Sicherheit sollte die Frau Geld abheben und es zur Abholung deponieren. Am selben Tag sollte die Frau dann das Geld zurückerhalten. Das Bargeld wurde abgeholt, jedoch dachten die Betrüger gar nicht daran, ihre Beute wieder zurückzubringen. Der Seniorin entstand dadurch ein Schaden von 25.000 Euro. Der Abholer wird als zirka 1,70m großer Mann beschrieben. Er war schlank, hatte wuschelige, braune Haare und trug vermutlich eine Blue Jeans. Zeugen, die Hinweise auf den Abholer geben können, werden gebeten, sich beim Polizeirevier Künzelsau unter der Telefonnummer 07940 9400 zu melden. Außerdem gibt die Polizei nochmals folgende Sicherheitshinweise:

// Die Polizei ruft nie unter der Polizeinotrufnummer 110 an.

/ Sprechen sie mit Unbekannten nie über ihre persönlichen und
finanziellen Verhältnisse

// Lassen sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen
// Verständigen Sie, wenn sie sich unsicher sind oder bei
verdächtigen Anrufen die Polize
Diese ist unter der Nummer 110 rund um die Uhr erreichbar



Hohenloher Schweinehalter befürchten das Ende ihrer Zunft

Der Bundesrat hatte am Freitag, dem 3. Juli beschlossen, dass alle Sauenhalter in Übergangszeiträumen von 8 Jahren für den Deckbereich und 15 Jahren im Abferkelbereich weitreichende Umbaumaßnahmen treffen müssen. Der Bundesrat reagiert damit auf den Fleischskandal um den Fall Tönnies, der bundesweit für Entsetzen gesorgt hat https://www.spiegel.de/panorama/toennies-soll-produktion-erhoeht-haben-trotz-corona-a-00000000-0002-0001-0000-000171875083

Der Beschluss sei ein „unverständlicher Fehlbeschluss“, urteilte der Bauernverband Schwäbisch Hall Hohenlohe Rems e.V. in einer Pressemitteilung. Der Verband befürchtet das Ende der Sauenhaltung in Hohenlohe: „Nicht der Kastenstand für Sauen wurde abgeschafft, sondern die Sauenhaltung in Hohenlohe.“

„Sauenhaltung in Hohenlohe wurde abgeschafft“

Insbesondere das Platzangebot und die Vorschrift Sauen nur noch fünf Tage im Abferkelbereich und allein für den Deckvorgang fixieren zu dürfen, löst Kopfschütteln aus. Schwere Verletzungen der Sauen durch Rangkämpfe während der Rausche und totgelegene Ferkel nach dem Abferkeln sind für die Landwirte ein unkalkulierbares Betriebs- und für die Tiere ein Gesundheits- und Todesrisiko. Hinzu kommt, dass vorhandene Ställe komplett vergrößert werden müssen. Hierfür fehlt in den meisten Fällen der Platz, von den Kosten ganz zu schweigen. Der Gesetzgeber hat in den letzten Jahren dafür gesorgt, dass fast keine Baugenehmigungen erteilt werden können. Jetzt Neubauten zu fordern, ist nach Ansicht der Bauernvertreter purer Hohn. Vergrößerungen zur Refinanzierung der immensen Kosten sind undenkbar.

Auslandsimport von Schweinen werde weiter zunehmen

Geschäftsführer Helmut Bleher: „Bereits heute kommen 12 Millionen Ferkel von Dänemark und Holland nach Deutschland, auch nach Hohenlohe. Dies wird sich steigern, solange bis auch der letzte Schweinemäster das Handtuch geworfen hat. Denn warum sollen in Deutschland Schweine gemästet werden, wenn es keine deutschen Ferkel mehr gibt ?“  Bleher verweist auf die zutiefst fachfremden Äußerungen von maßgeblichen grünen Politikern, die „… die Wildschweinrotte als Vorbild für die bäuerliche Schweinehaltung“ sehen wollen. „Wenn unter solchen irrationalen Traumvorstellungen Landwirtschaftspolitik gemacht wird,  dann gute Nacht Bauerntum in Hohenlohe“ , so der Geschäftsführer des hiesigen Bauernverbands. „Dieser Beschluss widerspricht sämtlichen politischen Beteuerungen zur regionalen Landwirtschaft“ ergänzt der Vorsitzende Jürgen Maurer. „Die aktuelle politische Haltung aller Regierungsparteien zur Landwirtschaft ist unsäglich“.




Ziehl-Abegg will mit einem blauen Auge aus der Coronakrise kommen und 200 neue Mitarbeiter einstellen

Ziehl-Abegg (ZA) bezeichnete den Spatenstich für den 16-Millionen Euro teuren Bau der neuen Fertigungshalle für weitere Kunststoffspritzmaschinen als „Spatenstich light“ wegen der Corona-Auflagen. Dennoch ließ sich ZA nicht lumpen und bereitete allen lokalen Prominenten ein angenehmes Stelldichein bei strahlendem Sonnenschein. Hier nun die besten Schnappschüsse der Veranstaltung, geschossen von GSCHWÄTZ-Redakteur Matthias Lauterer.

Das Hohenloher Industrieunternehmen ist auch global von der Corona-Krise betroffen: Die Umsätze liegen leicht unter Vorjahr. „Ein branchenweit überdurchschnittliches Umsatzplus von 8,6 Prozent im Jahr 2019 ist allerdings eine solide Basis“, erklärt Unternehmens-Chef Fenkl in einer Pressemitteilung von ZA.

Im neuen Gebäude wird weitere Produktionsfläche von rund 8.400 Quadratmetern für den Bau der, so ZA, „modernsten Generation energieeffizienter Elektromotoren“ geschaffen. „Wir benötigen unbedingt mehr Raum für weitere Kunststoffspritzmaschinen“, so Fenk und erinnert auch angesichts der derzeitigen Coronakrise an die Weltwirtschaftskrise 2008/2009: „In der weltweiten Wirtschaftskrise 2008 sind wir 17 Prozent im Umsatz gesunken und haben im Folgejahr um mehr als 20 Prozent zugelegt – das ging nur, weil wir sehr gute Produkte und motivierte wie qualifizierte Mitarbeiter haben“, so Firmenchef Fenkl. Vor diesem Hintergrund investiere Ziehl-Abegg jetzt bewusst antizyklisch. „Wenn Corona und die daraus resultierende Wirtschaftskrise vorbei ist, können wir wieder voll durchstarten.“

Der Neubau biete die Möglichkeit, die derzeitige Beschäftigtenzahl bei Ziehl-Abegg im Gewerbepark Hohenlohe von gut 800 auf über 1.000 zu erhöhen.

Eckdaten/ Ziehl-Abegg im Gewerbepark Hohenlohe

Bausumme: 16 Millionen Euro (Gebäude mit 10 Verladerampen)

112 weitere Stellplätze für Mitarbeiter

Nutzfläche zusätzlich: 8.400 Quadratmeter, davon 1.000 für Büros

Produktionsfläche insgesamt im Gewerbepark bisher: 44.240 Quadratmeter

Mitarbeiter insgesamt im Gewerbepark: zirka 850 (2.400 in Hohenlohe gesamt, 4.300 weltweit) 

Über Ziehl-Abegg

 Ziehl-Abegg (Künzelsau, Baden-Württemberg, Deutschland) gehört laut eigenen Aussagen zu den international führenden Unternehmen im Bereich der Luft-, Regel und Antriebstechnik. Beispiele für Einsatzgebiete der Produkte sind Wärme- und Kälteanlagen oder Reinraum- und Agraranlagen. Ziehl-Abegg hat schon in den fünfziger Jahren die Basis für moderne Ventilatorenantriebe gesetzt: Außenläufermotoren, die auch noch heute weltweit Stand der Technik sind. Ein weiterer Bereich sind elektrische Motoren, die beispielsweise in Aufzügen, medizinischen Anwendungen (Computertomographen) oder Tiefsee-Unterwasserfahrzeugen für Antrieb sorgen. Das Thema Elektromobilität im Straßenverkehr wurde 2012 bei Ziehl-Abegg Automotive angesiedelt.  

Ziehl-Abegg (alle Angaben sind bezogen auf das Jahr 2019) beschäftigt laut eigenen Angaben 2.400 Mitarbeiter in süddeutschen Produktionswerken. Weltweit arbeiten für das Unternehmen 4.300 Mitarbeiter. Diese verteilen sich global auf 16 Produktionswerke, 29 Gesellschaften und 113 Vertriebsstandorte. Die rund 30.000 Artikel werden in mehr als 100 Ländern verkauft. Der Umsatz liegt bei 633 Millionen Euro. Etwa 80 Prozent der Umsätze werden im Export erzielt.

Emil Ziehl hat die Firma 1910 in Berlin als Hersteller von Elektromotoren gegründet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Firmensitz nach Süddeutschland verlegt. Die Ziehl-Abegg SE ist nicht börsennotiert und befindet sich in Familienbesitz.

Weitere Informationen auf http://www.ziehl-abegg.de

 

Dr Alexander Beck, Architekt des Gebäudes. Foto: GSCHWÄTZ

Uwe Ziehl. Foto: GSCHWÄTZ

ZA-Vorstandschef Peter Fenkl. Foto: GSCHWÄTZ

Dennis Ziehl. Foto: GSCHWÄTZ

Der obligatorische Spatenstich. Foto: GSCHWÄTZ

für ein Gespräch mit Uwe Ziehl wirft die Ministerin ihren Zeitplan über den Haufen. Foto: GSCHWÄTZ

Hohenlohes Landrat Dr. Matthias Neth (rechts) ergreift das Wort- Foto: GSCHWÄTZ

Reservierte Plätze für jeden einzelnen Besucher

Uwe Ziehl. Foto: GSCHWÄTZ

Alles in blau. Foto: GSCHWÄTZ

Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut. Foto: GSCHWÄTZ

Reservierte Plätze für jeden einzelnen Besucher

Sindia Ziehl und Peter Fenkl. Foto: GSCHWÄTZ




17-jähriger soll seinen Bruder erstochen haben

Am Samstag, den 25. Januar 2020, hat sich in Güglingen ein tragischer Fall ereignet: Vermutlich hat ein 17-jähriger Jugendlicher seinen zwei Jahre jüngeren Bruder erstochen und den gemeinsamen Vater lebensgefährlich verletzt. Das Verfahren ist der Ersten Großen Jugendkammer des Landgerichts Heilbronn zugeteilt worden. Im Falle einer Eröffnung des Hauptverfahrens gegen den angeklagten 17-Jährigen ist ab Oktober 2020 mit Terminen zu rechnen.

Sollte es so kommen, wird das Verfahren jedoch entsprechend der gesetzlichen Vorschriften zum Schutze der minderjährigen Beteiligten nicht-öffentlich stattfinden. Um einen möglichst schonenden Ausgleich zwischen den verfassungsmäßig garantierten Rechten der Presse und dem ebenfalls mit Verfassungsrang ausgestatteten Schutz der jugendlichen Persönlichkeitsrechte zu gewährleisten, wird Lutz Hilfs, Pressesprecher des Landgerichts, in über den Fortgang des Verfahrens berichten.

Quelle: Pressemitteilung des Landgerichts Heilbronn




Hund mit Pfefferspray abgewehrt – 4 Polizisten verletzt

Eigentlich sollte die Polizei am Montag, den 30. Juni 2020, das Veterinäramt in Kupferzell-Bauersbach bloß bei einer Kontrolle unterstützen. Zwei Streifen begleiteten am Abend die Amtstierärztinnen auf ein landwirtschaftliches Gehöft, um dort die Tierhaltung eines 59-Jährigen zu überprüfen. Der Mann und ein 43-Jähriger, der sich ebenfalls auf dem Hof befand, waren mit den Maßnahmen jedoch nicht einverstanden und zeigten sich von Beginn an aggressiv, störten die Kontrolle und verwehrten den Zutritt zu den Stallungen. Außerdem filmte der Ältere die Beamten.

Als er dies auch nach mehrmaliger Aufforderung nicht unterließ, wurde sein Handy beschlagnahmt. Der Jüngere schnappte sich daraufhin das Mobiltelefon und versuchte damit zu flüchten. Ihm wurden Handschellen angelegt und der Gewahrsam erklärt. Der 59-Jährige holte daraufhin seinen Hund aus dem Haus und wollte diesen loslassen. Da die Androhung, den Hund im Zweifelsfall mit Pfefferspray abwehren zu müssen, nicht fruchtete, wurde das Abwehrspray gegen das Tier eingesetzt. Bei dem Einsatz wurden vier Polizisten verletzt.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn




Opa soll Enkelin jahrelang sexuell missbraucht haben

Am Montag, den 06. Juli 2002, 14 Uhr, beginnt vor der großen Jugendkammer als Jugendschutzkammer der Prozess gegen einen Mann, dem zur Last gelegt wird, seine Enkelin über Jahre sexuell missbraucht zu haben.

Dem Angeklagten liegt zur Last, er habe die Nebenklägerin, seine Enkelin, im Zeitraum von November 2008 bis Dezember 2013 zwischen sechs und elf Jahre alt, in Dörzbach  monatlich sexuell missbraucht, indem er Analverkehr mit ihr vollzogen habe. Beim letzten der 63 Fälle habe die Nebenklägerin ihn von sich weggestoßen, der Angeklagte habe sein Verlangen dann gewaltsam befriedigt. Dieser letzte Fall ist tateinheitlich als Vergewaltigung angeklagt.

Seit dem 16. Januar 2020 befindet sich der Angeklagte in Untersuchungshaft.

Weitere Prozesstermine für diesen Fall sind anberaumt auf:

 

Mittwoch, den 8. Juli 2020, 09 Uhr

Freitag, den 10. Juli 2020, 09 Uhr

Dienstag, 28. Juli 2020, 09 Uhr

Donnerstag, den 30. Juli 2020, 09 Uhr

Montag, den 3. August 2020, 09 Uhr

Mittwoch, den 5. August 2020, 09 Uhr

           

Die Kammer hat den Angeklagten, seinen Verteidiger, die Nebenklägerin, ihren anwaltlichen Vertreter, zehn Zeugen und zwei Sachverständige geladen.

 

 

 

 




Möglicherweise Brandstifung

Am frühen Donnerstagmorgen, den 02. Juli 2020, drangen Flammen aus einem landwirtschaftlichen Nutzgebäude in Sonnhofen. Durch das rasche Eingreifen der Feuerwehr konnte der Brand unter Kontrolle und letztendlich gelöscht werden. Der Sachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf zirka 70.000 Euro. Personen kamen nicht zu Schaden. Die Feuerwehr war mit über 60 Einsatzkräften und elf Fahrzeugen vor Ort. Darüber hinaus waren Notarzt, Rettungsdienst sowie die Polizei im Einsatz. Das Polizeirevier Künzelsau hat die Ermittlungen aufgenommen. Nach den derzeitigen Ermittlungen ist die Brandursache noch unbekannt. Eine Brandstiftung kann nicht ausgeschlossen werden.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn