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Geldautomat versucht aufzusprengen – Zeugen gesucht

Ein Unbekannter versuchte am frühen Mittwoch, den 22. Juli 2020, einen Geldautomaten in Langenbrettach-Brettach aufzusprengen. Gegen 2.15 Uhr begab sich der Täter in eine Bankfiliale in der Hauptstraße. Hier hebelte er den Bankautomat teilweise auf, befüllte diesen mit einem flüssigen Brandmittel und entzündete es anschließend. Vermutlich erhoffte sich der Täter, dass der Geldautomat dadurch aufgesprengt wird. Das Brandmittel begann aber lediglich zu brennen und eine Explosion blieb aus. Im Anschluss floh der Täter in unbekannte Richtung.

Die Kriminalpolizei Heilbronn hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet die Bevölkerung um ihre Mithilfe. Zeugen, die den Täter bei seinem Vorgehen beobachten konnten oder eine verdächtige Wahrnehmung gemacht haben, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 07131/104 4444 zu melden.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn

 




Massenandrang & Missachtung von Coronaregeln – Breitenauer See ab Freitag gesperrt

Stadt Löwenstein und Gemeinde Obersulm veranlassen Sperrung des Breitenauer Sees

Abstandsregeln und Maskenpflicht wurden missachtet

Der Breitenauer See war am vergangenen Wochenende aufgrund des enormen Besucherandrangs überlaufen. Viele Badegäste haben dabei die Vorgaben der Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg nicht eingehalten, die für Badeseen ohne kontrollierten Zugang – wie den Breitenauer See – gelten.

Auch mit polizeilicher Unterstützung nicht mehr möglich

Insbesondere im Badebereich und in den Warteschlangen vor den sanitären Anlagen, dem Kiosk und dem Bootsverleih wurden die Abstandsregeln und die Maskenpflicht missachtet. Die Durchsetzung und Kontrolle dieser Maßnahmen ist bei einem so großen Massenandrang wie am vergangenen Wochenende, auch mit Unterstützung durch den Polizeivollzugsdienst, nicht mehr leistbar. Eine Regulierung der Besucherzahl durch Zugangskontrollen ist aufgrund der örtlichen Gegebenheiten ebenfalls nicht möglich. Die betroffenen Kommunen Löwenstein und Obersulm haben deshalb die medizinische Einschätzung des Gesundheitsamtes des Landratsamtes Heilbronn eingeholt. Nach Beurteilung des Gesundheitsamtes besteht bei dieser großen Menschenansammlung ohne ausreichende Abstände ein hohes Infektionsrisiko.

Sperrung ab Freitag

Das Gesundheitsamt empfiehlt deshalb, den Breitenauer See zu sperren, denn es hat sich gezeigt, dass weniger einschneidende Maßnahmen nicht ausgereicht haben, die Einhaltung der Corona-Verordnung sicherzustellen und so rechtmäßige Zustände einzuhalten. Die Stadt Löwenstein und die Gemeinde Obersulm haben daher eine Allgemeinverfügung erlassen, die am Freitag, 24. Juli 2020, in Kraft tritt. Die Sperrung gilt für sämtliche Bade- und Wassersportaktivitäten und die Liegewiesen. Außerdem werden alle Parkplätze am See geschlossen. Die Allgemeinverfügung gilt bis auf Weiteres. Das örtlich zuständige Polizeirevier Weinsberg sowie das Polizeipräsidium Heilbronn wurden in die Entscheidungsfindung miteingebunden und werden diese notwendig gewordene Maßnahme personell durch den Einsatz von zusätzlichen Polizeikräften unterstützen und kontrollieren.

 




Verbotene Waffen und über 30.000 geschmuggelte Zigaretten

Sowohl verbotene als auch zahlreiche unversteuerte Waren stellten die Beamten der Kontrolleinheit Verkehrswege des Hauptzollamts Heilbronn am späten Freitagabend vergangener Woche sicher. Bei der Kontrolle eines rumänischen Reisebusses mit Fahrtziel Großbritannien auf der Rastanlage Hohenlohe Nord fanden die Zöllner im Gepäck sowohl in Deutschland verbotene Waffen als auch annähernd 170 Stangen unversteuerter Zigaretten. Das geht aus einer Pressemitteilung des Hauptzollamtes Heilbronn hervor.

Im persönlichen Reisegepäck aufbewaht

„Im persönlichen Reisegepäck, das dem Busfahrer zugeordnet werden konnte, fanden wir zunächst eine weit über die zulässige Reisefreimenge hinausgehende Menge an Zigaretten mit ausländischen Steuerbanderolen“, so der Einsatzleiter. Für diese 15 Stangen Zigaretten musste der 37-jährige Mann Tabaksteuer in Höhe von 450 Euro noch vor Ort entrichten.

21 in Deutschland verbotene Springmesser

Bei der anschließenden zunächst stichprobenartigen Kontrolle des Kuriergepäcks stellten die Zöllner in einem verdächtigen Gepäckstück ohne Adressangabe zehn verbotene Elektroschocker sowie 21 dem deutschen Waffengesetz unterliegende Springmesser fest. Derartige Gegenstände sind in Deutschland vom Waffengesetz erfasst und unterliegen einem umfassenden Handels- und Verkehrsverbot.

Steuerbescheid über 4.600 Euro

Bei der vollständigen Kontrolle aller Behältnisse des restlichen Kuriergepäcks wurden weitere 30.730 in Deutschland unversteuerte Zigaretten entdeckt. Laut Fracht- und Ladepapieren, die der Ersatzfahrer verwahrte, waren diese Zigaretten mutmaßlich für Empfänger in Großbritannien bestimmt und alle mit rumänischen Steuerzeichen versehen. Für den fälligen Tabaksteuerbescheid in Höhe von 4.600 Euro muss der 41 Jahre alte Mann aufkommen.

Nach der knapp dreistündigen Kontrollmaßnahme und drei eingeleiteten Strafverfahren stellte der Zoll die verbotenen Waffen und die 33730 Schmuggelzigaretten sicher.




Applaus, Applaus

Sie waren die „Heldinnen und Helden des Alltags“ während der Hochphase der Corona-Pandemie. Sie hielten den „Laden am Laufen“ und wurden dafür abends auf den Balkonen der Republik mit Applaus bedacht – die Beschäftigten in den sozialen Dienstleistungsberufen, vor allem in der Kranken- und Altenpflege. Sie galten plötzlich als systemrelevant und schnell war sich die Politik einig, dass den ebenso unverzichtbaren wie unterbezahlten Pflegenden mehr Anerkennung in Form von höherer Bezahlung zuteil werden soll.

Einmalige Sonderleistung von 1.000 Euro

Diese Forderungen sind mittlerweile ebenso wieder verklungen wie der allabendliche Applaus. Von höheren Löhnen und besseren Arbeitsbedingungen spricht kaum einer mehr. Immerhin hat die Bundesregierung im „Zweiten Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite“ (https://www.bundesgesundheitsministerium.de/covid-19-bevoelkerungsschutz-2.html) vom 19. Mai 2020 „mehr finanzielle Anerkennung für Personal in Pflegeeinrichtungen und Pflegediensten beschlossen“.

Nur für Altenpfleger, nicht  für Pflegekräfte im Krankenhaus

In dem Gesetz heißt es: „Alle Beschäftigten in der Altenpflege erhalten im Jahr 2020 einen gestaffelten Anspruch auf eine einmalige Sonderleistung (Corona-Prämie) in Höhe von bis zu 1.000 Euro. Die höchste Prämie erhalten Vollzeitbeschäftigte in der direkten Pflege und Betreuung“. Auch Auszubildende, Freiwilligendienstleistende, Helfer im freiwilligen sozialen Jahr und Leiharbeiter sowie Mitarbeiter in Servicegesellschaften sollen eine Prämie erhalten. Außerdem könnten die Bundesländer und Arbeitgeber die Prämie „bis zur Höhe der steuer- und sozialversicherungsabgabenfreien Summe von 1.500 Euro aufstocken“.

Dieser sogenannte Pflegebonus gilt allerdings nur für die Altenpflege. Pflegekräfte im Krankenhaus erhalten keine Prämie, obwohl auch sie seit Beginn der Corona-Krise an vorderster Krankenbetten-Front kämpfen und mit das größte Risiko einer eigenen Infektion tragen. Dazu schreibt das Bundesgesundheitsministerium unter https://www.bundesgesundheitsministerium.de/pflegebonus.html : „Dabei wurde auch berücksichtigt, dass die Entlohnung in der Altenpflege aktuell noch nicht so hoch ist wie zum Beispiel die Entlohnung von Pflegekräften in Krankenhäusern“. Außerdem könnten auch für andere Berufsgruppen im Gesundheitsweise die jeweiligen Arbeitgeber und ihre Verbände Boni vereinbaren.

 




Sperrung der L 1046 in den Sommerferien

Die Landesstraße L 1046 wird zwischen Weißbach und Crispenhofen von Donnerstag, den 30. Juli 2020, bis voraussichtlich Samstag, den 12. September 2020, wegen umfangreicher Sanierungsarbeiten gesperrt. Baubeginn ist an der Schützenstraße in Weißbach. Baustellenende ist das Ende der Ortsdurchfahrt Crispenhofen in Fahrtrichtung Westernhausen.

Im Zuge der Sanierung wird auf einer Länge von rund 2.100 Metern die Asphaltdecke erneuert. In der Ortsdurchfahrt Crispenhofen wird zusätzlich der Straßenkörper erneuert. Der entlang der L 1046 verlaufende Gehweg wird ebenfalls saniert.

Weiterhin nimmt die Gemeinde im Zuge der Bauarbeiten Anpassungen am Gehweg in Crispenhofen vor, außerdem werden drei Bushaltestellen entlang des Streckenzugs barrierefrei umgebaut.

Die Bauarbeiten werden voraussichtlich die gesamte Dauer der Sommerferien in Anspruch nehmen.

Die Sanierung erfolgt in einem Bauabschnitt. Die Zufahrten sind während den Bauarbeiten bis zur Baustelle gewährt. Die Umleitung erfolgt ab Weißbach über Forchtenberg (Neu-Wülfingen) – Schleierhof und umgekehrt.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis




Altpapiersammlungen wieder regulär

Ab sofort finden wieder im gesamten Kreisgebiet die Altpapiersammlungen durch Vereine statt. Die Termine der Sammlungen können im Abfallkalender und auf der Homepage der Abfallwirtschaft unter http://www.abfallwirtschaft-hohenlohekreis.de eingesehen werden.

Das Papier muss an der Straße in kleinen, leichten Gebinden bereitgestellt werden. Privathäuser werden durch die Sammler nicht betreten. Die Sammler sind angehalten, keinen Kontakt zu den Bürgern aufzunehmen, um die Gefahr einer Infektion möglichst gering zu halten. Getränke und Snacks dürfen nicht angenommen werden.

Weitere Informationen sind auch über die App der Abfallwirtschaft „Abfallinfo HOK“ erhältlich. Sie steht in den gängigen App-Stores unter dem Namen „Abfallinfo HOK“ kostenlos zum Download zur Verfügung. Das Team der Service-Hotline berät auch persönlich an der Bürgertheke oder unter Telefon 07940/18 555.

Quelle: Pressemitteilung der Abfallwirtschaft Hohenlohekreis




Kfz-Zulassungsstelle geschlossen

Wegen einer Besprechung ist die Kfz-Zulassungsstelle im Landratsamt Hohenlohekreis in Künzelsau am Mittwoch, den 29. Juli 2020, ab 12.30 Uhr geschlossen.

Am Vormittag ist die Zulassungsstelle regulär ab 7.30 Uhr geöffnet, Annahmeschluss ist um 12.00 Uhr.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis




„Die Art und Weise, wie Covid-19 das Gehirn attackiert, haben wir noch nie gesehen“

Nich nur ein Angriff auf das Lungensystem, auch das Gehirn kann das Virus Covid-19 angreifen. Das geht aus einem aktuellen Artikel auf der Nachrichtenseite merkur.de hervor.

Fast jeder dritte Covid-Patient hatte eine etnzündliche Nervenkrankheit

Ein Forscherteam um Dr. Michael Zandi habe mehr als 40 Patienten untersucht, die das Virus hatten und dabei bei 12 – also fast jedem dritten – eine akute demyelinisierende Enzyphalomyelitis (ADEM) diagnostiziert.  Das ist eine entzündliche Krankheit, die zur Zerstörung des zentralen Nervensyszems führt. „Die Art und Weise, wie Covid-19 das Gehirn attackiert, haben wir bei anderen Viren noch nie zuvor gesehen“, wird Zandi in dem Artikel zitiert.  Besonders ungewöhnlich seien demnach die massiven Hirnschädigungen, die selbst bei PAtienten mit einer leichten Covid-Symptomatik auftreten.

Kann Lähmungen hervorrufen

Acht Patienten litten unter der Diagnose Guillain-Barré-Syndrom. Hierbei handelt es sich um eine entzündliche Krankheit der Nerven, die Lähmungen hervorruft. Auch im Kochertal gibt es mindestens einen solchen Fall, über den kürzlich eine Rehaklinik öffentlich berichtet hatte. Der Mann wollte jedoch anonym bleiben.Er kann heute wieder stehen und gehen, saß aber nach seiner Covid-Erkrankung erst einmal im Rollstuhl.

„Bei einigen wird eine langfristige Behinderung zurückbleiben, andere werden sich gut erholen“

Biologisch gesehen habe ADEM, so Dr. Zandi, Ähnlichkeiten mit MS (Multiple Sklerose,  aber „sie verläuft schwerer. Bei einigen Patienten wird eine langfristige Behinderung zurückbleiben, andere werden sich gut erholen.“

Den ganzen Artikel gibt es auf https://www.merkur.de/welt/coronavirus-spaetfolgen-symptome-forschung-hirnschaeden-grossbritannien-theorie-langzeit-zr-13832837.html

 

 

 




Mehrere Männer mit Sturmgewehren unterwegs

Zwischen Guthof und Hermersberg, im Gewann Birkenschlägle, wurden am Freitagnachmittag, gegen 17 Uhr, vier junge Männer gemeldet, die mit Sturmgewehren unterwegs waren. Zwei der Männer sollen zudem Camouflage-Kleidung getragen haben und maskiert gewesen sein. Wie sich im Verlauf der polizeilichen Maßnahmen herausstellte, waren die jungen Männern mit Softairwaffen im Wald unterwegs. Das Führen einer solchen Waffe ausserhalb eines befriedeten Besitztums stellt eine Ordnungswidrigkeit dar, sodass diese jetzt mit einer Anzeige rechnen müssen. Die Künzelsauer Polizei war mit mehren Streifen und der gemeldeten Lage entsprechender Ausrüstung im Bereich des Waldgebiets zur Suche nach den jungen Männern unterwegs.

Täuschend echt ausschauende Schreckschusswaffen

Ähnlich gelagert war ein Fall am Samstagabend bei Crispenhofen im Gewann Bergfeld. Drei junge Männer machten hier gegen 21 Uhr Zielübungen mit Softairwaffen in einem Waldgebiet. Nachdem ein Zeuge dies erkannte, alarmierte er die Polizei. Auch diese drei Männer müssen nun mit Anzeigen rechnen. Nach Öhringen-Cappel wurde die Polizei ebenfalls gerufen. Zwei junge Männer stehen hier im Verdacht, am Freitagabend, gegen 23 Uhr, mit einer Schreckschusswaffe geschossen zu haben. Die beiden Männer hielten sich im Bereich Neue Steige / Seestraße auf und waren beim Eintreffen der Polizei bereits von Zeugen entwaffnet worden. Neben einer täuschend echt aussehenden Schreckschusswaffe der Marke Walther führten die beiden noch Platzpatronen und Feuerwerksgeschosse mit sich. Überdies hatten die beiden Angetroffenen jeweils knapp 1,1 Promille.

Die Polizei weist ausdrücklich darauf hin, dass das Führen von solchen Waffen im Freien sehr gefährlich ist und im Falle, dass solche Vorfälle gemeldet werden, sensible Polizeieinsätze auslöst. Die Polizei geht hierbei grundsätzlich von echten Schusswaffen aus. Softair- und Schreckschusswaffen können nicht auf Anhieb von echten Schusswaffen unterschieden werden.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn

 




„Es ist beeindruckend, wie viele Ämter sie in den letzten Jahren übernommen hat“

Nicht mehr aufschieben wollte Bürgermeister Stefan Neumann die Feierstunde zu Ehren seiner ehemaligen Mitarbeiterin Anneliese Scholz. Die Auszeichnung des Landes Baden-Württemberg jedoch erhält sie für ihre Aktivitäten, die sie außerhalb der Arbeitszeit und ehrenamtlich geleistet hat. Ehrennadel und Urkunde mit der Unterschrift von Ministerpräsident Winfried Kretschmann liegen schon seit längerem bereit für die Verleihung an die Frau, die seit Jahrzehnten in Künzelsau so viel auf die Beine gestellt hat, dass es nicht kurz zusammenzufassen ist. Jetzt konnten die engsten Familienmitglieder anreisen und die Lockerungen der Corona-Auflagen haben eine Feierstunde im kleinen Rahmen im Sitzungssaal des Künzelsauer Rathauses zugelassen. Gekommen sind Landtagsabgeordnete, Vertreter des Gemeinderates, Familienmitglieder und Wegbegleiter der rührigen Pensionärin. Die Künzelsauer Stadtmusikanten, unter der Leitung von Stefan Bender, haben der Feierstunde einen flotten musikalischen Rahmen gegeben. Anbei veröffentlichen wir die ganze Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau:

Besonderes Engagement für das Wohngebiet Taläcker

Anneliese Scholz war viele Jahre bei der Stadtverwaltung Künzelsau unter anderem für Kinder und Jugend, Soziales, Asyl und Städtepartnerschaft zuständig. Diese Themen lagen ihr besonders am Herzen und dafür hat sie sich weit über ihr berufliches Engagement hinaus eingesetzt. „Es ist beeindruckend, wie viele Projekte, Aufgaben und Ämter sie in den letzten Jahrzehnten mit Herzblut und Leidenschaft übernommen hat“, so Bürgermeister Stefan Neumann. In seiner Laudatio hebt er einen besonderen Schwerpunkt der ehrenamtlichen Netzwerkerin hervor: die Quartiersarbeit im Wohngebiet Taläcker. Anneliese Scholz hat sich besonders für die Integration der seit mehr als 25 Jahren dort zuziehenden Deutschen aus der ehemaligen Sowjetunion eingesetzt. Sie ist seit der Gründung der ökumenischen Projektgruppe Taläcker deren Sprecherin und packt selbst tatkräftig mit an, wenn es um die Umsetzung von Aktionen, Unterstützungs- und Integrationsangeboten geht. Sie organisiert mit ihren Teams das Taläckerfest, den St.-Martins-Umzug, ein Frühstücksangebot für Kinder (brotZeit) und, sie kann Menschen motivieren sich einzubringen. „Sie haben und hatten immer ein Ohr für die Sorgen und Nöte der Menschen, haben Akteure vernetzt und guten Ideen zur Umsetzung verholfen“, hebt Bürgermeister Stefan Neumann hervor. „Besonders für viele Bewohner der ersten Stunde im Wohngebiet Taläcker waren und sind Sie eine wichtige Ansprechpartnerin in vielen Lebenslagen. Das merkt man, wenn man vor Ort ist und dafür werden Sie sehr geschätzt.“

Leiterin Nachbarschaftshilfe

Vielfältige Aufgaben und Ämter hat Anneliese Scholz aber auch bei der Katholischen Kirchengemeinde Künzelsau übernommen: Sie leitet seit zehn Jahren den Einsatz der Nachbarschaftshilfe und seit sechs Jahren die Seniorenarbeit. Sie begleitet seit Jahren die Sternsinger-Aktion, die „Oase Frauen“, die „Orte des Zuhörens“. Sie ist Mitglied im Caritas-Ausschuss und war Beauftragte der Erwachsenenbildung sowie Mitglied des Kirchengemeinderats.

Mitglied im Beirat des Frauen- und Kinderschutzhauses

Seit 2017 mischt die rührige Pensionärin als zweite Stellvertreterin mit im Vorstand des Vereins Künzelsauer Seniorinnen und Senioren (KÜSS) und seit 1999 bei KiT Hohenlohe – dem Verein für Familiäre Kindertagesbetreuung im Hohenlohekreis. Sie ist Mitglied im Beirat des Frauen- und Kinderschutzhauses und ist auch in ihrem Unruhestand aktiv an Begegnungen mit Menschen aus Künzelsaus ungarischer Partnerstadt Marcali beteiligt. Inzwischen begleitet sie die Partnerschaft als Mitglied des Partnerschaftsausschusses und ist dort eine wichtige Botschafterin.

Arnulf von Eyb dankt allen Ehrenamtlichen für ihr Engagement

Auch den Vertretern von Künzelsauer Kirchengemeinden, Vereinen und Organisationen dankt Bürgermeister Stefan Neumann. „Sie führen mit und dank ehrenamtlicher Arbeit wichtige und vielfältige Programme und Angebote durch. Denn eines ist klar: Sie alle tragen zu einem lebenswerten und attraktiven Zusammenleben bei uns in Künzelsau bei.“

„Es kommt auch viel wieder zurück“

Arnulf Freiherr von Eyb (CDU), Mitglied des Landtages Baden-Württemberg machte auch deshalb darauf aufmerksam und stellte die Frage: Was wäre unsere Gesellschaft ohne Ehrenamt? Wenn plötzlich alle Ehrenamtlichen ihre Arbeit einstellen würden, gäbe es weder eine Gemeinderatssitzung, einen Chor oder die Orgel im Gottesdienst, noch Vorlesen im Altersheim oder Trainingsbetrieb in den Vereinen und es gäbe keine Freiwillige Feuerwehr oder die DLRG. „Die Ehrenamtler denken nicht darüber nach, ob ihnen irgendjemand danken wird – sie tun es einfach, weil es sie erfüllt und weil sie den festen Glauben daran haben, dass das, was sie tun, einfach notwendig ist.“ Dafür dankt er allen Ehrenamtlichen und im besonderen Anneliese Scholz.

„Ihr könnt viel bewirken“

Geehrt und gerührt ob so viel Anerkennung und Lob ist Anneliese Scholz dankbar und betont, dass sie nur gemeinsam mit anderen Engagierten, im Team all das Erwähnte erreichen konnte. Sie habe in ihrer beruflichen Tätigkeit gesehen, wo sie darüber hinaus noch Gutes bewirken könne. Für den Rückhalt ihrer beiden Töchter ist die alleinerziehende Mutter dankbar, denn Ehrenamt gehe nicht ohne die Familie. „Ich kann Sie alle nur ermuntern und motivieren, engagieren Sie sich. Es kommt auch viel wieder zurück.“ Dabei spricht sie auch gezielt ihre beiden Enkel Maximilian und Bastian an. „Bringt Euch ein, egal wo. Im Sportverein, in der Schule oder Kirche. Ihr könnt viel bewirken, erhaltet aber auch viel zurück.“