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Frauen in der Innenstadt belästigt

 Nachdem ein 37-Jähriger am Sonntag, den 16. August 2020, mehrere Frauen in der Bad Mergentheimer Innenstadt belästigt hat, sucht die Polizei nach den Geschädigten. Der polizeibekannte Mann hielt sich gegen 15 Uhr gegenüber einer Eisdiele in der Burgstraße auf. Dort lief er mindestens vier Frauen hinterher und versuchte dabei, diese zum Teil unsittlich zu berühren. In einem Fall gelang ihm dies laut Zeugenaussagen. Als die herbeigerufene Streifenwagenbesatzung eintraf, waren die belästigten Frauen nicht mehr vor Ort. Dem 37-Jährigen sprachen die Beamten einen Platzverweis für die Bad Mergentheimer Innenstadt aus, dem dieser nachkam.

Bereits am Mittwoch, den 12. August 2020, war es zu einem ähnlichen Vorfall gekommen, der ebenfalls mit einem Platzverweis gegenüber dem Mann endete. Nun sucht die Polizei nach den Frauen, die sich am Sonntag belästigt gefühlt haben, und bittet diese, sich unter der Telefon 07931/549 90 beim Polizeirevier Bad Mergentheim zu melden.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn




GSCHWÄTZ unterstützt die erfolgreichen Jazzmädels

Gerne unterstützt die Redaktion GSCHWÄTZ Kinder, Jugend und Sport. Eine sehr engagierte und erfolgreiche Jazzabteilung hat der TSC Ingelfingen. Daher freuen wir uns, dass wir als Sponsor für die neue Trainingskleidung dienen durften. GSCHWÄTZ wünscht den Mädchen weiterhin viel Spaß und Erfolg.

 

Der TSC Ingelfingen hat eine erfolgreiche Jazzabteilung. Fotos: GSCHWÄTZ

 

Kinder und Jugendliche der Jazzabteilung des TSC Ingelfingen.




Hilfsaktion für Schule am Plattensee

Alte Schulmöbel aus der Gemeinde Schöntal werden künftig in der Schule in Balatonmáriafürdö am Plattensee in Ungarn genutzt, heißt es in einer Pressemitteilung. Eingefädelt hat dies Sven Pfortner, der beim Künzelsauer Ventilatorenhersteller Ziehl-Abegg arbeitet und ehrenamtlich Ortsvorsteher des Schöntaler Teilortes Winzenhofen ist.

Hintergrund ist laut der Mitteilung die Nutzung des alten Grundschulgebäudes in Westernhausen durch die örtlichen Vereine aus Winzenhofen. Die in der Zeit während der Sanierung ihrer Halle in Winzenhofen dort unterkommen werden. Nach dem Ende des Schulbetriebs – die Gemeinde Schöntal hat seit 2018 ihre Grundschulen zentral zusammengelegt – hatte die Kommune versucht, die Möbel regional kostenfrei abzugeben. „Doch keine Schule hat die Möbel anscheinend haben wollen, obwohl diese noch in einem sehr guten Zustand sind“, sagt Pfortner in der Mitteilung. Da die Vereine das Gebäude in Kürze nutzen wollen, drängte die Zeit.

„Ich habe dann den Kontakt zur Verwaltung in Balatonmáriafürdö am Plattensee in Ungarn hergestellt“, erklärt Pfortner. Denn bei Ziehl-Abegg betreut er auch die Produktion des Elektromotoren- und Ventilatorenherstellers in Marcali. Etwa acht Wochen pro Jahr verbringt er in der Stadt am südlichen Ende des Balatons (Plattensee) und hat dadurch mehrjährige Kontakte zu den ungarischen Kollegen. „Das ist eine echte Win-Win-Situation“, meint Pfortner. Die Gemeinde Schöntal hat sofort hier auch zugesagt, nicht nur die Möbel aus Westernhausen sondern auch noch aus anderen Teilorten zur Verfügung zu stellen. Denn nicht nur in Westernhausen waren die Möbel im Weg, in Ungarn werden sie gut gebraucht.

Die Vereine aus Winzenhofen und Sindeldorf haben die Möbel in den Schöntaler Teilort Bieringen gebracht, wo diese auf dem Werksgelände von Ziehl-Abegg professionell verladen und Richtung Ungarn gefahren wurden. „Ziehl-Abegg hat sofort seine Unterstützung zugesagt und übernimmt die kompletten Transportkosten“, sagt Pfortner. „Dies ist ein schönes soziales Projekt zwischen Kommune und Wirtschaft, bei dem alle zusammen an einem Strang ziehen und ihre Unterstützung zugesagt haben“, fügt er hinzu und bedankt sich als Ortsvorsteher bei allen Beteiligten.

Quelle: Pressemitteilung von Ziehl-Abegg




Hohenloher Lernfabriken gehen an den Start – GEMÜ neues Beiratsmitglied

Alle Kooperationspartner der Lernfabriken 4.0 im Hohenlohekreis haben am 28. Juli 2020 einstimmig die Gründung eines Lernfabrik-Beirats und die Aufnahme der Firma GEMÜ Gebrüder Müller Apparatebau GmbH & Co. KG als weiteres Beiratsmitglied beschlossen. Guido Rebstock, Geschäftsführer der Innovationsregion e.V., wurde ebenfalls einstimmig zum Beiratsvorsitzenden gewählt. Er wird den Beirat für die nächsten zwei Jahre leiten und ihn nach außen vertreten. Das geht aus einer Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises hervor.

Lernfabriken werden eingerichtet

Während für die Einrichtung der Lernfabriken derzeit noch die technischen Systeme beschafft werden, hat der Lernfabrik-Beirat bereits seine Arbeit als Beratungsgremium aufgenommen. Neben der Entwicklung eines auf den regionalen Bedarf abgestimmten Fort- und Weiterbildungsprogramms für die Wirtschaftsunternehmen wurde auch die Verzahnung der Kursangebote mit den Gewerblichen Schulen beraten. „Hier bestehen sehr gute, langjährig gewachsene Beziehungen zwischen den Ausbildungsbetrieben und den Lehrkräften, die Synergieeffekte für das außerschulische Fort- und Weiterbildungsprogramm erzielen können. Die Beratungsfirma hfcon, die die Ausschreibung sowie das Kursangebot betreut, wird diesen Input berücksichtigen. Der größtmögliche Nutzen für die Wirtschaft sowie der regelmäßige Input und Erfahrungsaustausch mit selbiger wird nun die Arbeit des Beirats prägen und so die Lernfabriken 4.0 zu einer dauerhaften Einrichtung im und für den Hohenlohekreis entwickeln“, so das Landratsamt des Hohenlohekreises in einer Pressemitteilung.

„Heute die Fachkräfte für morgen ausbilden“

„Heute die Fachkräfte für morgen ausbilden – das ist die Maxime der beruflichen Schulen des Hohenlohekreises“, so das Landratsamt. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, richtet der Hohenlohekreis an den gewerblichen Schulen Künzelsau und Öhringen bis zum Winter 2020 zwei „Lernfabriken 4.0“ ein. Diese bestehen pro Schulstandort jeweils aus einem Grundlagenlabor und einem verketteten Anlagensystem. Fach- und Nachwuchskräfte werden dort auf die Anforderungen von Industrie 4.0 vorbereitet, indem Grundlegendes über die Möglichkeiten der Digitalisierung in der Arbeitswelt, insbesondere über ihre Einsatzmöglichkeiten in der industriellen Fertigung, vermittelt wird.

Produktions- und Logistikzentrum von Gemü in Kupferzell. Bild: Gemü/Archiv




„Schwanz ab“ – Kommentatoren fordern teilweise drakonische Strafen

Die Kommentatoren auf unserer Facebook-Seite sind sich einig wie noch nie: Das Strafmaß von fünfeinhalb Jahren Haft, das das Landgericht Heilbronn im Falles des vielfachen Kindesmißbrauchs durch den eigenen Großvater in Dörzbach (wir berichteten https://www.gschwaetz.de/2020/07/30/gestaendnis-wirkt-sich-positiv-aus/

für angemessen hält, sei viel zu niedrig ausgefallen, ist einhellige Meinung. Das Rechtsempfinden wird von den Gefühlen geprägt, die eine solche Tat auslöst .

Kommentatoren fordern teilweise teils drakonische Strafen

Die einen verstehen das einfach nicht, andere fordern drakonische Strafen, von „Schwanz ab“ und „Aufhängen“ ist die Rede, beides Strafen, die es in unserem Land glücklicherweise nicht gibt.

Extreme Tat löst extreme Gefühle aus

Es ist leicht nachzuvollziehen, dass eine solche extreme Tat auch extreme Gefühle auslöst. Und selbst Herbert Reul, der Innenminister des Landes Nordrhein-Westfalen, hat sich vor zwei Jahren zu der bemerkenswerten Aussage „Die Unabhängigkeit von Gerichten ist ein hohes Gut. Aber Richter sollten immer auch im Blick haben, dass ihre Entscheidungen dem Rechtsempfinden der Bevölkerung entsprechen“ hinreißen lassen. Selbstverständlich hat er das bald wieder relativiert, denn ein Innenminister, der das Rechtsstaatsprinzip durch ein „Rechtsempfinden“ ergänzen will, wäre untragbar.

Das „Rechtsempfinden“ ist ein Begriff, der mich an das „gesunde Volksempfinden“ erinnert: Ein Begriff, mit dem die Nazis jeglichem Terror den Anschein von Rechtstaatlichkeit geben wollten.

Anpassungsfähiges Rechtssystem

Das Gute an unserem Rechtssystem ist, dass es für einen Straftatbestand einen festgeschriebenen Strafrahmen enthält, der eine willkürliche Strafe verhindert. Genauso gut ist es, dass die Gesetze nicht für die Ewigkeit festgeschrieben sind und im parlamentarischen Verfahren an neue gesellschaftliche Gegebenheiten angepaßt werden können. So ist zum Beispiel der §175, der sogenannte „Schwulenparagraph“, nach mehreren Anläufen seit 1994 komplett gestrichen.

Kindesmissbrauch hat mittlerweile einen anderen Stellenwert bekommen in unserer Gesellschaft

Die Diskussionen nach Mißbrauchsfällen zeigen, dass die Gesellschaft offenbar dem Kindesmißbrauch inzwischen einen anderen Stellenwert zumißt, als das vor einigen Jahrzehnten der Fall war. Bundesjustizministerin Lambrecht kündigte daher vor 2 Monaten einen Gesetzentwurf an, der für Kindesmißbrauch  härtere Strafen vorsieht. Gleichzeitig wies sie darauf hin, dass der derzeitige Strafrahmen – §176 des Strafgesetzbuchs spricht von bis zu 10 Jahren Haft – regelmäßig von den Gerichten nicht ausgeschöpft würde.

Ob es für eine nur schwer vorstellbare Tat wie den vielfachen Mißbrauch eines Kindes über Jahre hinweg, überhaupt eine „angemessene“ Strafe gibt?

Ein Kommentar von Matthias Lauterer zu dem Urteil im Prozess um den schweren sexuellen Missbrauch eines Großbaters an seiner Enkeltocher.




„Das Wasser verfärbt sich auf natürliche Art und Weise.“

Während Besucher in den Freibädern in Künzelsau und Langenburg ins kühle Nass springen können, stehen sie in Niedernhall vor verschlossenen Toren. Aufgrund der umfangreichen Coronaauflagen für Freibäder bleibt das Freibad in Niedernhall in diesem Sommer geschlossen. Ein Blick über den Zaun offenbart: Das Wasser im dortigen Becken sieht mittlerweile ziemlich grün aus.

Auf GSCHWÄTZ-Nachfrage schreibt dazu Bürgermeister Achim Beck per Mail: „Da wir derzeit das Wasser nicht chloren, verfärbt sich das Wasser auf natürliche Art und Weise. Im September wird das Wasser abgelassen, das Becken gereinigt und wieder zur Hälfte befüllt. Das Freibadbecken ist aufgrund von Hochwasser/Grundwasser immer teilweise befüllt, damit es im Hochwasserfall nicht aufschwimmt“.

Im GSCHWÄTZ-Video https://www.gschwaetz.de/schlagwort/freibad-langenburg/ hatte Langenburgs Bademeister Arnd Bezold bereits vor den Folgen gewarnt, wenn ein Freibad ein Jahr lang nicht in Betrieb geht. Denn eigentlich müssten solche Bäder trotzdem technisch weitergeführt werden, auch wenn es keine Besucher gäbe. Andernfalls seien die Folgekosten in den Jahren danach hoch. „Das ist eigentlich eine Milchmädchenrechnung“, so Bezold.




Bei Prügelei verletzt

Ein Angestellter des städtischen Ordnungsdienstes wurde am Mittwoch, den 11. August 2020, in Bad Mergentheim verletzt. Der 51-Jährige war gegen 15.30 Uhr in der Münzgasse dabei, Falschparker aufzuschreiben, als es zu einer Diskussion mit zwei jungen Männern kam. Die Männer schubsten den Stadtangestellten zunächst und liefen dann in Richtung des Deutschordensplatzes davon. Der städtische Angestellte folgte den beiden, woraufhin es auf dem Platz zu einer Prügelei kam, bei der der 51-Jährige verletzt wurde. Der Mann wurde von Rettungskräften in ein Krankenhaus gebracht.

Die Polizei Bad Mergentheim hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet Zeugen des Vorfalls, sich unter Telefon 07931/549 90 zu melden.

 




Der Biergarten 2.0 hat geöffnet

Noch bis Sonntag, den 16. August 2020, gibt es am Sportheim Nagelsberg den etwas anderen Pop-Up-Biergarten. Angeboten werden klassische Gerichte und Getränke sowie Specials aus der weltweiten Küche. Bereits nachmittags gibt es Kaffee und Kuchen. Reservierungen und Buchungen werden unter Telefon 0160/9310 4728 entgegengenommen.

Der Biergarten 2.0 öffnet wieder von Donnerstag, den 20. August 2020, bis Sonntag, 23. August 2020.

 

 

 




„Das ist eigentlich eine Milchmädchenrechnung“

Das Wasser im Freibad in Niedernhall schaut derzeit ziemlich grün aus. Eine eher ungewöhnliche Farbe, aber es sind auch ungewöhnliche Umstände. Immerhin hat das Freibad in dieser Saison wegen den Coronamaßnahmen geschlossen, andere Freibäder in Künzelsau und Langenburg etwa, haben indes geöffnet. Achim Beck, Niedernhalls Bürgermeister begründete die Entscheidung der Stadtverwaltung mit den umfangreichen Coronaauflagen, die es für Freibäder gibt, wenn sie in Coronazeiten offen haben.

Währenddessen warnte Langenburgs Bademeister Arnd Bezold im GSCHWÄTZ-Interview vor den Folgen, wenn ein Freibad ein Jahr lang nicht in Betrieb geht. Denn eigentlich müssten solche Bäder trotzdem technisch weitergeführt werden, auch wenn es keine Besucher gäbe. Andernfalls seien die Folgekosten in den Jahren danach hoch. „Das ist eigentlich eine Milchmädchenrechnung“, so Bezold.  https://www.gschwaetz.de/schlagwort/freibad-langenburg/

Eine Antwort von Achim Beck zu einer GSCHWÄTZ-Anfrage bezüglich der auffälligen grünlichen Färbung des Niedernhaller Freibadwassers steht derzeit noch aus.

Das Wasser im Freibad in Niedernhall schaut ziemlich grün aus. Foto: privat

Das Wasser im Freibad in Niedernhall schaut ziemlich grün aus. Foto: privat




„Der arme Mann kam völlig abgekämpft am Friedhof an“

Ende Juni haben wir einen Artikel veröffentlicht über das Schild am Friedhof in Hohebach, das stets einen Parkplatz für des Pfarrers Vehikel freihält (https://www.gschwaetz.de/2020/06/27/hier-hat-der-pfarrer-immer-sein-plaetzchen/). Nun hat sich nach Wochen der Urheber des Schildes gemeldet, der keineswegs Ortspfarrer Markus Speer ist. Doris Zeller aus Hohebach erinnert sich: „Als der Pfarrer aus Hollenbach einmal unseren Ortspfarrer bei einer Beerdigung vertrat, hat er nur im Ort einen freien Parkplatz gefunden. Alle Parkplätze am und beim Friedhof waren bereits belegt. Der arme Mann kam völlig abgekämpft an.“ Schließlich seien es vom Ort bis zum Friedhof rund 500 Meter Weg und den „Buckel rauf“ geht’s auch noch.

Abhilfe für des Pfarrers Dilemma

Als Anfang 2020 erneut eine große Beerdigung anstand und wieder der Pfarrer aus Hollenbach als Vertreter fungierte, habe sich ihr Mann Alfred an des Pfarrers Dilemma erinnert und kurzerhand das Schild aufgestellt – in Absprache mit dem Kirchengemeinderatsvorstand. Sie wisse gar nicht, ob Pfarrer Speer das Schild schon gesehen hat. Der würde bei Beerdigungen zum Friedhof rauslaufen und benötige folglich dort auch keinen Parkplatz. „Aber die, die zum Gießen zum Friedhof rausmüssen, fahren entweder mit dem Auto oder mit dem Fahrrad“, lacht die Hohebacherin.