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„Wir erkennen die Chancen, die mit der Digitalisierung einhergehen“

Das Landratsamt Hohenlohekreis hat mit der Einführung des Fachinformationssystems bfd online beim „information excellence bfd award 2019“ den 1. Platz belegt und als Preis ein Lizenzpaket erhalten, heißt es in einer Pressemitteilung. Annette Schmidt, Leiterin des Personal- und Organisationsamtes, freut sich in der Mitteilung über die Auszeichnung: „Der erste Platz beweist, dass wir im Landratsamt die Chancen, die mit der Digitalisierung einhergehen, erkennen und nutzen.“

Bei bfd online handelt es sich um eine hocheffiziente Plattform für das Wissensmanagement. Gemeinsam mit bfd werden die vorhandenen Fachinformationen gebündelt und persönliche Zugänge geschaffen. Jeder Nutzer kann somit seine individuell abgestimmten Fachinformationen auf einen Blick einsehen und von überall und zu jeder Zeit darauf zugreifen.

Seit vielen Jahren bezieht das Landratsamt Hohenlohekreis bereits die Loseblattwerke und die dazugehörigen Ergänzungslieferungen über den Buchholz Fachinformationsdienst bfd. Mit dem Fachinformationssystem bfd online geht das Landratsamt nun einen weiteren Schritt in Richtung Digitalisierung.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis




Corona – ein so genannter schwarzer Schwan kam über der Welt

Noch nie in der Menschheitsgeschichte gab es ein einziges Thema, das über den gesamten Globus medial so verbreitet ist und uns tagtäglich begleitet. Ein sogenannter „schwarzer Schwan“ (ein unvorhergesehenes Ereignis) tritt sehr selten ein und hinterlässt deutliche Spuren in einigen Bereichen des menschlichen Lebens. Corona ist eine besondere Art des schwarzen Schwans. Dieser hat direkte und indirekte deutlich spürbare Auswirkungen auf das gesamte Ökosystem, unter anderem auf die Weltwirtschaft, das Finanzsystem, die Gesellschaft und die Politik.

Einschränkung demokratischer Rechte

Diese Situation hat unsere Regierung dazu bewogen, außerordentliche Maßnahmen und Gesetze in Windeseile durch alle Gewalten des Staates „durchzupeitschen“. Diese greifen hinein bis zu einer seit den 1930er und 1940 Jahren nie da gewesenen Einschränkung freiheitlich demokratischer Rechte, welche im Grundgesetz in Deutschland fest verankert sind. Die Maskenpflicht sowie die Quarantäneverordnungen sind etwa Einschränkungen des Artikels 2 des Grundgesetzes (GG), des Artikels 8 des GG (Verbot der Versammlungsfreiheit) sowie der Ausübung von Gottesdiensten (Artikel 5 des GG).

Verlust der Demokratie?

Der Staat beruft sich bei allen Einschränkungen auf die Generalermächtigung des §28 Absatz 1 des Infektionsschutzgesetzes (IfSG). Die Einschränkungen sind auf heftigen Widerstand in Teilen der Bevölkerung gestoßen. Von Verlust der Demokratie war öfters die Rede. Auch in Deutschland gab es Demonstrationen, allen voran in Stuttgart. Diese waren von massiven Ausschreitungen begleitet (wir berichteten). Hier stellt sich die Frage, inwieweit geht die persönliche Freiheit eines Einzelnen? Sie findet innerhalb der Gesetzgebung dort ihre Grenzen, wo die Freiheit des anderen eingegrenzt wird. Durch Covid-19 wurde die Grenze noch enger gezogen, da nicht nur die Gefährdung des eigenen Lebens, sondern auch die anderer Personen durch das eigene Verhalten hinzukommt.

Verheerende Auswirkungen

Entsprechende Maßnahmen, um die Verbreitung des Covid-19-Virus einzudämmen, haben verheerende Auswirkungen und zukünftig negative Folgen auf die Wirtschaft. Dass es solche Ausmaße annimmt, war wahrscheinlich der nationalen Politik zum Zeitpunkt des Lockdowns nicht bewusst.

Es ist eine politische Aufgabe, sich auf einen derartigen worst-case-Fall vorzubereiten, Blaupausen gab es genug

Natürlich ist es extrem schwierig, Entscheidungen zu treffen, da die Politik mit einer solchen Situation noch nie konfrontiert wurde. Jedoch spätestens nach der Vogel- beziehungsweise Schweinegrippe gehört eine mögliche Pandemie nicht mehr in die Kategorie „Märchenbuch“. Es ist eine politische Aufgabe, sich auf einen derartigen worst-case-Fall vorzubereiten, einen „Plan A und B “ in der Schublade zu haben. Bemerkenswerterweise lagen zuhauf Pläne bezüglich einer Eskalation des Kalten Krieges vor. Die Volksvertreter werden gewählt (und auch dafür bezahlt), nicht nur die Stimme des Volkes zu repräsentieren, sondern auch um jetzigen und zukünftigen Schaden des Volkes abzuwenden oder zumindest zu minimieren.

Der Bund ist gefragt, nicht die einzelnen Bundesländer

Desweiteren sollten Einschränkungen jeglicher Art auf nationaler Ebene und nicht auf Länderebene getroffen werden, um Unsicherheiten und Vertrauensverlust in der Bevölkerung auf ein minimales Maas zu reduzieren. Auch im Bildungswesen sollte diese Sparte zumindest temporär in die Hand des Bundes gegeben werden. Es ist ein schlechter Scherz, dass die Zeit der Sommerferien kaum genutzt wurde, um klare Richtlinien oder „Fahrpläne“ einheitlich zu erstellen, um diese dann kurzfristig umzusetzen. In der Schule würde man sagen: Note 5, mangelhaft.

Einheitliches Vorgehen wäre so wichtig – Die Spätfolgen von Covid-19 sind noch völlig unbekannt

Ein Sechser im Lotto ist vermutlich wahrscheinlicher, als eine einheitliche deutsche, geschweige denn europäische Regelung zu erreichen. Man kann schon den Eindruck gewinnen, dass der Politik nicht bewusst ist, welche vielfältigen Probleme Covid-19 jetzt schon mit sich bringt und zukünftig mit sich bringen kann. Eines ist jedoch klar und sollte bei einer Meinungsbildung mit einbezogen werden: Eine Covid-19-Erkrankung kann zum Tode führen. Die Spätfolgen dieser Erkrankung sind noch völlig unbekannt. Zukünftige Folgen eines Lockdowns sind wirtschaftlich, medizinisch und sozial allenfalls zu erahnen.

Die menschliche Gesundheit steht über den wirtschaftlichen Folgen

Das Leben jedes einzelnen steht aber an oberster Stelle. Die Einschränkungen müssen so kurz wie notwendig sein, da sonst die bereits angeschlagene Demokratie in höchster Gefahr ist. Bezüglich der zeitlichen Begrenzung hat die Politik nur eine Möglichkeit: Sie muss den Aussagen der medizinischen Institutionen vertrauen und diesen den höchsten Stellenwert in ihrer Meinungsbildung geben.

Gewaltige wirtschaftliche Folgen

Die wirtschaftlichen Folgen sind jetzt schon gewaltig und werden bei einem weiteren Lockdown kaum zu reparieren sein. Jedoch war die weltweite ökonomische Situation vor der Pandemie auch nicht gerade berauschend und hätte schleichend zu einem Kollaps geführt. Corona ist ein „gewaltiger Brandbeschleuniger“. Zu sagen, der Virus ist Schuld an einer kommenden Weltwirtschaftskrise, ist aber definitiv falsch. Er könnte nur stark daran beteiligt sein.

Die Gewinner des unvorhergesehenen Ereignisses sind die Natur und die Digitalisierung.

Ein Kommentar von Markus Neugebauer




Falsch aufgestellte Ortsschilder

Der hohenlohische Landtagsabgeordnete Anton Baron (AfD) hatte laut einer Pressemitteilung nach einer Beschwerde eines Bürgers zu mutmaßlich falsch aufgestellten Ortsschildern eine Kleine Anfrage beim Regierungpräsidium Stuttgart eingereicht: „Sind sämtliche Ortsdurchfahrten im Wahlkreis Hohenlohe tatsächlich zwingend erforderliche Ortsdurchfahrten nach der Straßenverkehrsordnung?“.

Ortsschilder als Geschwindigkeitsbegrenzungen

Darauf hat Baron nun eine Antwort von Verkehrsminister Winfried Hermann erhalten, wie es weiter in der Mitteilung heißt: „In Weißbach geht es um einen Abschnitt der L 1045 auf Höhe der Ortschaft, in Künzelsau um die Tatsache, dass das Ortsschild in der Bahnhofstraße erst kurz vor der Einmündung in die B 19 steht. In beiden Fällen beurteilt auch die Landesregierung die Lage kritisch. Weiterhin mahnt sie explizit an, dass bei der Positionierung von Ortsschildern beabsichtigte Geschwindigkeitsbegrenzungen keine Rolle spielen dürfen“.

Bereits damals bemängelt

So schrieb Verkehrsminister Winfried Hermann in seiner Antwort bezüglich des Ortsschildes in Weißbach: „Der Standort der Ortstafeln der Landesstraße L 1045 auf der Höhe der Ortschaft Weißbach wurden bereits im Jahr 2018 anlässlich eines Ortstermins in anderer Sache überprüft. Das Regierungspräsidium Stuttgart hatte den rechtswidrigen Standort bereits damals bemängelt. Die zuständige Straßenverkehrsbehörde des Landratsamtes Hohenlohekreis hat die Versetzung dann auch 2019 innenliegend in die Einmündungen angeordnet, bisher aber von einer Umsetzung abgesehen. Das Landratsamt beabsichtigt zuvor zu prüfen, ob eine Geschwindigkeitsbeschränkung aus anderen Gründen möglich erscheint. Hierzu plant es eine Verkehrsbesprechung unter Beteiligung des Regierungspräsidiums. Diese wird voraussichtlich Anfang September stattfinden“.

Regierung möchte Verkehrsbesprechung abwarten

Bezüglich des Künzelsauer Ortsschildes heißt es von Seiten des Verkehrsministeriums: „Hinsichtlich des Standorts der Ortstafel in der Bahnhofstraße in Künzelsau ist aufgrund des Berichtes der Stadt Künzelsau davon auszugehen, dass die Ortstafel offensichtlich als geschwindigkeitsregulierendes Element anstelle eines VZ 274 StVO verwendet wird. Die örtliche Straßenverkehrsbehörde der Stadt Künzelsau beabsichtigt vor einer Versetzung der Ortstafel zunächst ebenfalls das Ergebnis einer Verkehrsbesprechung abzuwarten. Dabei soll geprüft werden, ob eine Geschwindigkeitsbeschränkung mit Zeichen 274 im Verlauf der Bahnhofstraße in Frage kommt“.

Anton Baron wolle sich nun laut der Pressemitteilung dafür einsetzen, dass die Ortsschilder entfernt beziehungsweise umgestellt werden, kündigte der Landtagsabgeordnete an.

Quelle: Kleine Anfrage an die Landesregierung Stuttgart; Pressemitteilung des Landtagsbüros von Anton Baron




Schutz für Risikogruppen

Professorin Jennifer Niessner von der Hochschule Heilbronn (HHN) entwickelt laut einer Pressemitteilung Corona-Schutzmasken für Hochrisikopatienten mit chronischen Lungenerkrankungen. Ob beim Einkaufen oder der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel: Alltagsmasken sind in vielen Situationen Pflicht und tatsächlich stellen sie eine vielversprechende Option sowohl zum Selbst- als auch zum Fremdschutz vor SARS-CoV-2 dar. Besonders für Risikopatienten ist es wichtig, dass der Strömungswiderstand, der sogenannte Druckverlust der Masken, klein genug ist, sodass die Atmung nicht behindert ist. Falls nicht genug zertifizierte Masken verfügbar sind, werden selbst hergestellte Alltagsmasken als Option diskutiert. Es gibt allerdings nur wenige systematische und experimentelle Studien darüber, wie diese Masken am besten herzustellen sind, um ein hohes Schutzniveau – einen sogenannten hohen Abscheidegrad – bei einem tolerablen Druckverlust und gutem Tragekomfort zu erzielen. Dies erforscht aktuell Professorin Niessner, die Expertin ist auf dem Gebiet der Filterströmung. Bisher erforschte und entwickelte sie technische Filter wie zum Beispiel Ölnebelfilter in Fertigungshallen, Lufttrocknerkartuschen in Lkw-Bremsen oder Mikroplastikfilter für Waschmaschinen.

Aerosolforschung für Schutzmasken

Das Prinzip der Aerosolfilter ist auch für Schutzmasken ähnlich: Sie bestehen alle aus faserigen Filtermaterialien, mit Fasern, die einen Durchmesser von wenigen µm haben. Der einzige Unterschied ist die Materialwahl. Bei Feinstaub- und Aerosolnebelfiltern sind häufig Glasfasern im Einsatz, die aus gesundheitlichen Gründen nicht für Masken genutzt werden können. „Wir erforschen in unserem aktuellen Projekt BioPROTECT-Mask zunächst durch Strömungssimulationen, wie Masken optimal aufgebaut sein müssen. Wir testen also, welches Filtermaterial ideal geeignet ist, um möglichst viele Tröpfchen abzuhalten. Der sogenannte Abscheidegrad soll hoch sein, dies aber bei möglichst komfortabler Atmung, denn die fällt Risikopatienten ohnehin schwer“, erklärt Niessner in der Mitteilung.

Kooperation mit einem Industrie- und drei Klink-Partnern

Die Professorin kooperiert dazu sowohl mit drei Klink-Partnern in ganz Deutschland, die klinische Tests unter kontrollierten Bedingungen durchführen werden. Außerdem arbeitet Niessner mit Junker-Filter zusammen. Das Unternehmen stellt Filter her und wird die Prototypen der Masken für die klinischen Tests nach den Maßgaben des Forscherteams fertigen. Für den Entwurf optimierter Schutzmasken testet Niessner mit ihrem Team zunächst unterschiedliche Filtermaterialien, um schließlich die optimale 3D-Geometrie der Filter zu definieren. Diese virtuell optimierten Schutzmasken werden als reale Prototypen von Junker-Filter gefertigt und ebenfalls wieder Messungen von Druckverlust und Abscheidegrad sowie klinischen Tests unterworfen.

Ein Schritt weiter

In ihrer Masken-Forschung geht Niessner sogar noch einen Schritt weiter: „Auch der Einfluss der Tragedauer und der damit einhergehenden Durchfeuchtung der Maske sowie der Einfluss von Sterilisation werden untersucht, denn die optimale Maske bietet nicht nur guten Schutz und hohen Trage-Komfort, sondern erleidet auch keine Einbußen bei häufigem Waschen mit hoher Temperatur oder sonstigen Sterilisationsmaßnahmen“, erläutert Niessner. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit insgesamt knapp 500.000 Euro gefördert und läuft bis Ende 2021.

Weitere Informationen unter https://www.hs-heilbronn.de/bio-protect 

Quelle: Pressemitteilung der HHN




Frauen in der Innenstadt belästigt

 Nachdem ein 37-Jähriger am Sonntag, den 16. August 2020, mehrere Frauen in der Bad Mergentheimer Innenstadt belästigt hat, sucht die Polizei nach den Geschädigten. Der polizeibekannte Mann hielt sich gegen 15 Uhr gegenüber einer Eisdiele in der Burgstraße auf. Dort lief er mindestens vier Frauen hinterher und versuchte dabei, diese zum Teil unsittlich zu berühren. In einem Fall gelang ihm dies laut Zeugenaussagen. Als die herbeigerufene Streifenwagenbesatzung eintraf, waren die belästigten Frauen nicht mehr vor Ort. Dem 37-Jährigen sprachen die Beamten einen Platzverweis für die Bad Mergentheimer Innenstadt aus, dem dieser nachkam.

Bereits am Mittwoch, den 12. August 2020, war es zu einem ähnlichen Vorfall gekommen, der ebenfalls mit einem Platzverweis gegenüber dem Mann endete. Nun sucht die Polizei nach den Frauen, die sich am Sonntag belästigt gefühlt haben, und bittet diese, sich unter der Telefon 07931/549 90 beim Polizeirevier Bad Mergentheim zu melden.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn




GSCHWÄTZ unterstützt die erfolgreichen Jazzmädels

Gerne unterstützt die Redaktion GSCHWÄTZ Kinder, Jugend und Sport. Eine sehr engagierte und erfolgreiche Jazzabteilung hat der TSC Ingelfingen. Daher freuen wir uns, dass wir als Sponsor für die neue Trainingskleidung dienen durften. GSCHWÄTZ wünscht den Mädchen weiterhin viel Spaß und Erfolg.

 

Der TSC Ingelfingen hat eine erfolgreiche Jazzabteilung. Fotos: GSCHWÄTZ

 

Kinder und Jugendliche der Jazzabteilung des TSC Ingelfingen.




Hilfsaktion für Schule am Plattensee

Alte Schulmöbel aus der Gemeinde Schöntal werden künftig in der Schule in Balatonmáriafürdö am Plattensee in Ungarn genutzt, heißt es in einer Pressemitteilung. Eingefädelt hat dies Sven Pfortner, der beim Künzelsauer Ventilatorenhersteller Ziehl-Abegg arbeitet und ehrenamtlich Ortsvorsteher des Schöntaler Teilortes Winzenhofen ist.

Hintergrund ist laut der Mitteilung die Nutzung des alten Grundschulgebäudes in Westernhausen durch die örtlichen Vereine aus Winzenhofen. Die in der Zeit während der Sanierung ihrer Halle in Winzenhofen dort unterkommen werden. Nach dem Ende des Schulbetriebs – die Gemeinde Schöntal hat seit 2018 ihre Grundschulen zentral zusammengelegt – hatte die Kommune versucht, die Möbel regional kostenfrei abzugeben. „Doch keine Schule hat die Möbel anscheinend haben wollen, obwohl diese noch in einem sehr guten Zustand sind“, sagt Pfortner in der Mitteilung. Da die Vereine das Gebäude in Kürze nutzen wollen, drängte die Zeit.

„Ich habe dann den Kontakt zur Verwaltung in Balatonmáriafürdö am Plattensee in Ungarn hergestellt“, erklärt Pfortner. Denn bei Ziehl-Abegg betreut er auch die Produktion des Elektromotoren- und Ventilatorenherstellers in Marcali. Etwa acht Wochen pro Jahr verbringt er in der Stadt am südlichen Ende des Balatons (Plattensee) und hat dadurch mehrjährige Kontakte zu den ungarischen Kollegen. „Das ist eine echte Win-Win-Situation“, meint Pfortner. Die Gemeinde Schöntal hat sofort hier auch zugesagt, nicht nur die Möbel aus Westernhausen sondern auch noch aus anderen Teilorten zur Verfügung zu stellen. Denn nicht nur in Westernhausen waren die Möbel im Weg, in Ungarn werden sie gut gebraucht.

Die Vereine aus Winzenhofen und Sindeldorf haben die Möbel in den Schöntaler Teilort Bieringen gebracht, wo diese auf dem Werksgelände von Ziehl-Abegg professionell verladen und Richtung Ungarn gefahren wurden. „Ziehl-Abegg hat sofort seine Unterstützung zugesagt und übernimmt die kompletten Transportkosten“, sagt Pfortner. „Dies ist ein schönes soziales Projekt zwischen Kommune und Wirtschaft, bei dem alle zusammen an einem Strang ziehen und ihre Unterstützung zugesagt haben“, fügt er hinzu und bedankt sich als Ortsvorsteher bei allen Beteiligten.

Quelle: Pressemitteilung von Ziehl-Abegg




Hohenloher Lernfabriken gehen an den Start – GEMÜ neues Beiratsmitglied

Alle Kooperationspartner der Lernfabriken 4.0 im Hohenlohekreis haben am 28. Juli 2020 einstimmig die Gründung eines Lernfabrik-Beirats und die Aufnahme der Firma GEMÜ Gebrüder Müller Apparatebau GmbH & Co. KG als weiteres Beiratsmitglied beschlossen. Guido Rebstock, Geschäftsführer der Innovationsregion e.V., wurde ebenfalls einstimmig zum Beiratsvorsitzenden gewählt. Er wird den Beirat für die nächsten zwei Jahre leiten und ihn nach außen vertreten. Das geht aus einer Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises hervor.

Lernfabriken werden eingerichtet

Während für die Einrichtung der Lernfabriken derzeit noch die technischen Systeme beschafft werden, hat der Lernfabrik-Beirat bereits seine Arbeit als Beratungsgremium aufgenommen. Neben der Entwicklung eines auf den regionalen Bedarf abgestimmten Fort- und Weiterbildungsprogramms für die Wirtschaftsunternehmen wurde auch die Verzahnung der Kursangebote mit den Gewerblichen Schulen beraten. „Hier bestehen sehr gute, langjährig gewachsene Beziehungen zwischen den Ausbildungsbetrieben und den Lehrkräften, die Synergieeffekte für das außerschulische Fort- und Weiterbildungsprogramm erzielen können. Die Beratungsfirma hfcon, die die Ausschreibung sowie das Kursangebot betreut, wird diesen Input berücksichtigen. Der größtmögliche Nutzen für die Wirtschaft sowie der regelmäßige Input und Erfahrungsaustausch mit selbiger wird nun die Arbeit des Beirats prägen und so die Lernfabriken 4.0 zu einer dauerhaften Einrichtung im und für den Hohenlohekreis entwickeln“, so das Landratsamt des Hohenlohekreises in einer Pressemitteilung.

„Heute die Fachkräfte für morgen ausbilden“

„Heute die Fachkräfte für morgen ausbilden – das ist die Maxime der beruflichen Schulen des Hohenlohekreises“, so das Landratsamt. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, richtet der Hohenlohekreis an den gewerblichen Schulen Künzelsau und Öhringen bis zum Winter 2020 zwei „Lernfabriken 4.0“ ein. Diese bestehen pro Schulstandort jeweils aus einem Grundlagenlabor und einem verketteten Anlagensystem. Fach- und Nachwuchskräfte werden dort auf die Anforderungen von Industrie 4.0 vorbereitet, indem Grundlegendes über die Möglichkeiten der Digitalisierung in der Arbeitswelt, insbesondere über ihre Einsatzmöglichkeiten in der industriellen Fertigung, vermittelt wird.

Produktions- und Logistikzentrum von Gemü in Kupferzell. Bild: Gemü/Archiv




„Schwanz ab“ – Kommentatoren fordern teilweise drakonische Strafen

Die Kommentatoren auf unserer Facebook-Seite sind sich einig wie noch nie: Das Strafmaß von fünfeinhalb Jahren Haft, das das Landgericht Heilbronn im Falles des vielfachen Kindesmißbrauchs durch den eigenen Großvater in Dörzbach (wir berichteten https://www.gschwaetz.de/2020/07/30/gestaendnis-wirkt-sich-positiv-aus/

für angemessen hält, sei viel zu niedrig ausgefallen, ist einhellige Meinung. Das Rechtsempfinden wird von den Gefühlen geprägt, die eine solche Tat auslöst .

Kommentatoren fordern teilweise teils drakonische Strafen

Die einen verstehen das einfach nicht, andere fordern drakonische Strafen, von „Schwanz ab“ und „Aufhängen“ ist die Rede, beides Strafen, die es in unserem Land glücklicherweise nicht gibt.

Extreme Tat löst extreme Gefühle aus

Es ist leicht nachzuvollziehen, dass eine solche extreme Tat auch extreme Gefühle auslöst. Und selbst Herbert Reul, der Innenminister des Landes Nordrhein-Westfalen, hat sich vor zwei Jahren zu der bemerkenswerten Aussage „Die Unabhängigkeit von Gerichten ist ein hohes Gut. Aber Richter sollten immer auch im Blick haben, dass ihre Entscheidungen dem Rechtsempfinden der Bevölkerung entsprechen“ hinreißen lassen. Selbstverständlich hat er das bald wieder relativiert, denn ein Innenminister, der das Rechtsstaatsprinzip durch ein „Rechtsempfinden“ ergänzen will, wäre untragbar.

Das „Rechtsempfinden“ ist ein Begriff, der mich an das „gesunde Volksempfinden“ erinnert: Ein Begriff, mit dem die Nazis jeglichem Terror den Anschein von Rechtstaatlichkeit geben wollten.

Anpassungsfähiges Rechtssystem

Das Gute an unserem Rechtssystem ist, dass es für einen Straftatbestand einen festgeschriebenen Strafrahmen enthält, der eine willkürliche Strafe verhindert. Genauso gut ist es, dass die Gesetze nicht für die Ewigkeit festgeschrieben sind und im parlamentarischen Verfahren an neue gesellschaftliche Gegebenheiten angepaßt werden können. So ist zum Beispiel der §175, der sogenannte „Schwulenparagraph“, nach mehreren Anläufen seit 1994 komplett gestrichen.

Kindesmissbrauch hat mittlerweile einen anderen Stellenwert bekommen in unserer Gesellschaft

Die Diskussionen nach Mißbrauchsfällen zeigen, dass die Gesellschaft offenbar dem Kindesmißbrauch inzwischen einen anderen Stellenwert zumißt, als das vor einigen Jahrzehnten der Fall war. Bundesjustizministerin Lambrecht kündigte daher vor 2 Monaten einen Gesetzentwurf an, der für Kindesmißbrauch  härtere Strafen vorsieht. Gleichzeitig wies sie darauf hin, dass der derzeitige Strafrahmen – §176 des Strafgesetzbuchs spricht von bis zu 10 Jahren Haft – regelmäßig von den Gerichten nicht ausgeschöpft würde.

Ob es für eine nur schwer vorstellbare Tat wie den vielfachen Mißbrauch eines Kindes über Jahre hinweg, überhaupt eine „angemessene“ Strafe gibt?

Ein Kommentar von Matthias Lauterer zu dem Urteil im Prozess um den schweren sexuellen Missbrauch eines Großbaters an seiner Enkeltocher.




„Das Wasser verfärbt sich auf natürliche Art und Weise.“

Während Besucher in den Freibädern in Künzelsau und Langenburg ins kühle Nass springen können, stehen sie in Niedernhall vor verschlossenen Toren. Aufgrund der umfangreichen Coronaauflagen für Freibäder bleibt das Freibad in Niedernhall in diesem Sommer geschlossen. Ein Blick über den Zaun offenbart: Das Wasser im dortigen Becken sieht mittlerweile ziemlich grün aus.

Auf GSCHWÄTZ-Nachfrage schreibt dazu Bürgermeister Achim Beck per Mail: „Da wir derzeit das Wasser nicht chloren, verfärbt sich das Wasser auf natürliche Art und Weise. Im September wird das Wasser abgelassen, das Becken gereinigt und wieder zur Hälfte befüllt. Das Freibadbecken ist aufgrund von Hochwasser/Grundwasser immer teilweise befüllt, damit es im Hochwasserfall nicht aufschwimmt“.

Im GSCHWÄTZ-Video https://www.gschwaetz.de/schlagwort/freibad-langenburg/ hatte Langenburgs Bademeister Arnd Bezold bereits vor den Folgen gewarnt, wenn ein Freibad ein Jahr lang nicht in Betrieb geht. Denn eigentlich müssten solche Bäder trotzdem technisch weitergeführt werden, auch wenn es keine Besucher gäbe. Andernfalls seien die Folgekosten in den Jahren danach hoch. „Das ist eigentlich eine Milchmädchenrechnung“, so Bezold.