1

Hauptstraße für einen Tag gesperrt

Am Donnerstag, den 03. September 2020, wird laut einer Pressemitteilung der Stadt Künzelsau die Künsbach-Verdolung am Alten Rathaus in Künzelsau gereinigt. Dazu muss die untere Hauptstraße von 6.00 bis ungefähr 20.00 Uhr ab dem Alten Rathaus bis zur Einmündung in die B19 (Kocherbrücke) gesperrt werden. Für Lkws besteht bei Einfahrt in die Hauptstraße keine Wendemöglichkeit. Die Parkplätze vor dem Drogeriemarkt Müller werden für die Instandhaltungs- und Reinigungsarbeiten benötigt und sollen deshalb freigehalten werden. Die Stadtverwaltung Künzelsau bittet um Verständnis für mögliche auftretende Beeinträchtigungen an diesem Tag.

Mitten durch die Künzelsauer Innenstadt fließt der Künsbach. Der Bachlauf ist nur am Oberen Bach sichtbar. Im seinem weiteren Verlauf wird er unterirdisch – in einer Verdolung – bis zum Kocher geführt. Die Verdolung verläuft unter der Hauptstraße und dem Alten Rathaus.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau




Heilung versprochen, am Ende Hunderttausende Euro verloren

Ein Wunderheiler aus dem russischen Fernsehen hat eine Frau aus dem Hohenlohekreis laut einem Bericht der Südwestpresse um eine sechsstellige Summe betrogen https://www.swp.de/blaulicht/schwaebisch-hall/iler-russisches-fernsehen-abzocke-frau-hohenlohekreis-neckar-odenwald-kreis-telefon-polizei-polizeiticker-hohenlohe-polizeibericht-betrug-meldung-geld-heilung-therapie-sechsstelligen-geldbetrag-betrueger-50633007.html

Danach erbeuteten Menschen, die sich als Wunderheiler ausgaben, mehrere hunderttausende Euro von arglosen Fernsehzuschauern. Die Opfer wurden über einen russischen Fernsehsender auf die angebliche psychologische Beratung aufmerksam und meldeten sich daraufhin bei der eingeblendeten Telefonnummer. Das teilte „ Telefonsitzungen“ wurde den Betroffenen Heilung versprochen.

Auch ein Mann aus dem Neck-Odenwald-Kreis verlor einen mittleren fünfstelligen Betrag.

 




„Corona-Schutz ist Arbeitsschutz“

Die „Corona-Disziplin“ auf dem Bau sinkt: Auf immer mehr Baustellen im Hohenlohekreis wird gegen Abstands- und Hygieneregeln verstoßen, kritisiert die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) in einer Pressemitteilung. „Viele Baufirmen nehmen die Ansteckungsgefahr mit dem Corona-Virus auf die leichte Schulter. Das ist fatal“, sagt der Vorsitzende der IG BAU Stuttgart, Mike Paul, laut der Mitteilung. Immer häufiger werde wieder „im alten Trott“ gearbeitet – wie vor der Corona-Pandemie. Viele Bauunternehmen blendeten die Gefahr einer Infektion mit dem Covid-19-Virus inzwischen einfach aus, so die IG BAU weiter.

„Oft ist nicht einmal Händewaschen möglich.“

Bei ihren Baustellen-Visiten stoße die Gewerkschaft auf „grobe Corona-Sünden“: „Oft ist nicht einmal das Händewaschen möglich. Ein Waschbecken mit Seife und fließendem Wasser – Fehlanzeige. Von Desinfektionsmittel-Spendern ganz zu schweigen. Aber auch Sammeltransporte in Bullis sind schon längst wieder an der Tagesordnung. Genauso Frühstücks- und Mittagspausen dicht an dicht im Bauwagen“, sagt Mike Paul. Corona-Schutz auf dem Bau koste – wie in anderen Bereichen der Wirtschaft auch – Geld. Das seien allerdings notwendige Kosten, die die Bauunternehmen im Hohenlohekreis nicht scheuen dürften, fordert die IG BAU Stuttgart: „In der CoronaPandemie zeigen Baubeschäftigte im Hohenlohekreis volle Leistung. Dafür haben sie auch vollen Gesundheitsschutz verdient.“

„Den müssen Beschäftigte selbstbewusst einfordern.“

Der IG BAU-Bezirksvorsitzende Paul appelliert an die Baubeschäftigten im Hohenlohekreis, strikt darauf zu achten, sich zu schützen: „Regelmäßiges Händewaschen, Schutzmasken und das Arbeiten mit Abstand gehören zu den To-dos auf dem Bau. Denn Corona-Schutz ist Arbeitsschutz. Und den müssen Beschäftigte notfalls selbstbewusst einfordern“, macht Paul deutlich. Dass das Arbeiten unter freiem Himmel das Infektionsrisiko reduziere, sei nur die halbe Wahrheit, so der IG BAU-Bezirksvorsitzende. Spätestens beim Innenausbau und beim Sanieren sehe das dann schon ganz anders aus. Zudem lauere bei gemeinsamen Pausen eine hohe Infektionsgefahr.

Wegezeit wird zum „wunden Punkt“

Ebenso auf dem Weg zur Baustelle im Sammeltransporter: „Hier müssen Arbeitgeber Einzelfahrten möglich machen – und den Bauarbeitern dafür auch etwas bieten“, fordert Mike Paul. An- und Abfahrten zwischen Wohnort und Baustelle würden bislang in der Regel nicht entschädigt. „Dabei legen Bauarbeiter oft enorme Strecken zurück. Das ist verlorene Zeit für sie“, kritisiert der IG BAU-Bezirksvorsitzende. Für diese Wegezeit nichts zu bekommen, sorge für immer mehr Unmut und Ärger unter den Bauarbeitern. Immerhin diktiere der Chef, wer wann zu welcher Baustelle fahren müsse. Die Wegezeit ist für einen Großteil der Baubeschäftigten im Hohenlohekreis längst zu einem „wunden Punkt“ geworden, so die IG BAU. Trotzdem hätten die Arbeitgeber bei den Tarifverhandlungen für das Bauhauptgewerbe zur Wegezeit kein Angebot auf den Tisch gelegt. „Auch in puncto Lohn und Gehalt kam nichts von den Arbeitgebern. Sie gehen stattdessen auf Konfrontationskurs“, so Mike Paul.

Schlichtung startet am 26. August

Die IG BAU werde jedoch nicht lockerlassen: „Gerade auch nach den Erfahrungen, die viele Baubeschäftigte in der Corona-Pandemie gemacht haben und nach wie vor machen müssen, wird die IG BAU die Wegezeit in der bevorstehenden Schlichtung wieder auf den Verhandlungstisch packen.“ Dies wird, so die Erwartung der IG BAU, in der letzten Augustwoche (voraussichtlich am 26. August) der Fall sein. Im Fokus der Verhandlungen steht dann auch die Lohnforderung der IG BAU: ein Plus von 6,8 Prozent, mindestens jedoch 230 Euro pro Monat mehr für die Baubeschäftigten. Darüber hinaus sollen Azubis aller Ausbildungsjahre 100 Euro zusätzlich im Monat erhalten. „Mehr Arbeitsschutz und mehr Lohn – das hat der Bau verdient. Und die Bauunternehmer können es sich leisten. Denn der Bau boomt – auch im Hohenlohekreis“, sagt Mike Paul.

Hier geht es zu den Corona-Arbeitsschutz-Standards der IG BAU: https://igbau.de/Informationen-zu-Corona.html

Quelle: Pressemitteilung der IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) 




„Wir erkennen die Chancen, die mit der Digitalisierung einhergehen“

Das Landratsamt Hohenlohekreis hat mit der Einführung des Fachinformationssystems bfd online beim „information excellence bfd award 2019“ den 1. Platz belegt und als Preis ein Lizenzpaket erhalten, heißt es in einer Pressemitteilung. Annette Schmidt, Leiterin des Personal- und Organisationsamtes, freut sich in der Mitteilung über die Auszeichnung: „Der erste Platz beweist, dass wir im Landratsamt die Chancen, die mit der Digitalisierung einhergehen, erkennen und nutzen.“

Bei bfd online handelt es sich um eine hocheffiziente Plattform für das Wissensmanagement. Gemeinsam mit bfd werden die vorhandenen Fachinformationen gebündelt und persönliche Zugänge geschaffen. Jeder Nutzer kann somit seine individuell abgestimmten Fachinformationen auf einen Blick einsehen und von überall und zu jeder Zeit darauf zugreifen.

Seit vielen Jahren bezieht das Landratsamt Hohenlohekreis bereits die Loseblattwerke und die dazugehörigen Ergänzungslieferungen über den Buchholz Fachinformationsdienst bfd. Mit dem Fachinformationssystem bfd online geht das Landratsamt nun einen weiteren Schritt in Richtung Digitalisierung.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis




Corona – ein so genannter schwarzer Schwan kam über der Welt

Noch nie in der Menschheitsgeschichte gab es ein einziges Thema, das über den gesamten Globus medial so verbreitet ist und uns tagtäglich begleitet. Ein sogenannter „schwarzer Schwan“ (ein unvorhergesehenes Ereignis) tritt sehr selten ein und hinterlässt deutliche Spuren in einigen Bereichen des menschlichen Lebens. Corona ist eine besondere Art des schwarzen Schwans. Dieser hat direkte und indirekte deutlich spürbare Auswirkungen auf das gesamte Ökosystem, unter anderem auf die Weltwirtschaft, das Finanzsystem, die Gesellschaft und die Politik.

Einschränkung demokratischer Rechte

Diese Situation hat unsere Regierung dazu bewogen, außerordentliche Maßnahmen und Gesetze in Windeseile durch alle Gewalten des Staates „durchzupeitschen“. Diese greifen hinein bis zu einer seit den 1930er und 1940 Jahren nie da gewesenen Einschränkung freiheitlich demokratischer Rechte, welche im Grundgesetz in Deutschland fest verankert sind. Die Maskenpflicht sowie die Quarantäneverordnungen sind etwa Einschränkungen des Artikels 2 des Grundgesetzes (GG), des Artikels 8 des GG (Verbot der Versammlungsfreiheit) sowie der Ausübung von Gottesdiensten (Artikel 5 des GG).

Verlust der Demokratie?

Der Staat beruft sich bei allen Einschränkungen auf die Generalermächtigung des §28 Absatz 1 des Infektionsschutzgesetzes (IfSG). Die Einschränkungen sind auf heftigen Widerstand in Teilen der Bevölkerung gestoßen. Von Verlust der Demokratie war öfters die Rede. Auch in Deutschland gab es Demonstrationen, allen voran in Stuttgart. Diese waren von massiven Ausschreitungen begleitet (wir berichteten). Hier stellt sich die Frage, inwieweit geht die persönliche Freiheit eines Einzelnen? Sie findet innerhalb der Gesetzgebung dort ihre Grenzen, wo die Freiheit des anderen eingegrenzt wird. Durch Covid-19 wurde die Grenze noch enger gezogen, da nicht nur die Gefährdung des eigenen Lebens, sondern auch die anderer Personen durch das eigene Verhalten hinzukommt.

Verheerende Auswirkungen

Entsprechende Maßnahmen, um die Verbreitung des Covid-19-Virus einzudämmen, haben verheerende Auswirkungen und zukünftig negative Folgen auf die Wirtschaft. Dass es solche Ausmaße annimmt, war wahrscheinlich der nationalen Politik zum Zeitpunkt des Lockdowns nicht bewusst.

Es ist eine politische Aufgabe, sich auf einen derartigen worst-case-Fall vorzubereiten, Blaupausen gab es genug

Natürlich ist es extrem schwierig, Entscheidungen zu treffen, da die Politik mit einer solchen Situation noch nie konfrontiert wurde. Jedoch spätestens nach der Vogel- beziehungsweise Schweinegrippe gehört eine mögliche Pandemie nicht mehr in die Kategorie „Märchenbuch“. Es ist eine politische Aufgabe, sich auf einen derartigen worst-case-Fall vorzubereiten, einen „Plan A und B “ in der Schublade zu haben. Bemerkenswerterweise lagen zuhauf Pläne bezüglich einer Eskalation des Kalten Krieges vor. Die Volksvertreter werden gewählt (und auch dafür bezahlt), nicht nur die Stimme des Volkes zu repräsentieren, sondern auch um jetzigen und zukünftigen Schaden des Volkes abzuwenden oder zumindest zu minimieren.

Der Bund ist gefragt, nicht die einzelnen Bundesländer

Desweiteren sollten Einschränkungen jeglicher Art auf nationaler Ebene und nicht auf Länderebene getroffen werden, um Unsicherheiten und Vertrauensverlust in der Bevölkerung auf ein minimales Maas zu reduzieren. Auch im Bildungswesen sollte diese Sparte zumindest temporär in die Hand des Bundes gegeben werden. Es ist ein schlechter Scherz, dass die Zeit der Sommerferien kaum genutzt wurde, um klare Richtlinien oder „Fahrpläne“ einheitlich zu erstellen, um diese dann kurzfristig umzusetzen. In der Schule würde man sagen: Note 5, mangelhaft.

Einheitliches Vorgehen wäre so wichtig – Die Spätfolgen von Covid-19 sind noch völlig unbekannt

Ein Sechser im Lotto ist vermutlich wahrscheinlicher, als eine einheitliche deutsche, geschweige denn europäische Regelung zu erreichen. Man kann schon den Eindruck gewinnen, dass der Politik nicht bewusst ist, welche vielfältigen Probleme Covid-19 jetzt schon mit sich bringt und zukünftig mit sich bringen kann. Eines ist jedoch klar und sollte bei einer Meinungsbildung mit einbezogen werden: Eine Covid-19-Erkrankung kann zum Tode führen. Die Spätfolgen dieser Erkrankung sind noch völlig unbekannt. Zukünftige Folgen eines Lockdowns sind wirtschaftlich, medizinisch und sozial allenfalls zu erahnen.

Die menschliche Gesundheit steht über den wirtschaftlichen Folgen

Das Leben jedes einzelnen steht aber an oberster Stelle. Die Einschränkungen müssen so kurz wie notwendig sein, da sonst die bereits angeschlagene Demokratie in höchster Gefahr ist. Bezüglich der zeitlichen Begrenzung hat die Politik nur eine Möglichkeit: Sie muss den Aussagen der medizinischen Institutionen vertrauen und diesen den höchsten Stellenwert in ihrer Meinungsbildung geben.

Gewaltige wirtschaftliche Folgen

Die wirtschaftlichen Folgen sind jetzt schon gewaltig und werden bei einem weiteren Lockdown kaum zu reparieren sein. Jedoch war die weltweite ökonomische Situation vor der Pandemie auch nicht gerade berauschend und hätte schleichend zu einem Kollaps geführt. Corona ist ein „gewaltiger Brandbeschleuniger“. Zu sagen, der Virus ist Schuld an einer kommenden Weltwirtschaftskrise, ist aber definitiv falsch. Er könnte nur stark daran beteiligt sein.

Die Gewinner des unvorhergesehenen Ereignisses sind die Natur und die Digitalisierung.

Ein Kommentar von Markus Neugebauer




Falsch aufgestellte Ortsschilder

Der hohenlohische Landtagsabgeordnete Anton Baron (AfD) hatte laut einer Pressemitteilung nach einer Beschwerde eines Bürgers zu mutmaßlich falsch aufgestellten Ortsschildern eine Kleine Anfrage beim Regierungpräsidium Stuttgart eingereicht: „Sind sämtliche Ortsdurchfahrten im Wahlkreis Hohenlohe tatsächlich zwingend erforderliche Ortsdurchfahrten nach der Straßenverkehrsordnung?“.

Ortsschilder als Geschwindigkeitsbegrenzungen

Darauf hat Baron nun eine Antwort von Verkehrsminister Winfried Hermann erhalten, wie es weiter in der Mitteilung heißt: „In Weißbach geht es um einen Abschnitt der L 1045 auf Höhe der Ortschaft, in Künzelsau um die Tatsache, dass das Ortsschild in der Bahnhofstraße erst kurz vor der Einmündung in die B 19 steht. In beiden Fällen beurteilt auch die Landesregierung die Lage kritisch. Weiterhin mahnt sie explizit an, dass bei der Positionierung von Ortsschildern beabsichtigte Geschwindigkeitsbegrenzungen keine Rolle spielen dürfen“.

Bereits damals bemängelt

So schrieb Verkehrsminister Winfried Hermann in seiner Antwort bezüglich des Ortsschildes in Weißbach: „Der Standort der Ortstafeln der Landesstraße L 1045 auf der Höhe der Ortschaft Weißbach wurden bereits im Jahr 2018 anlässlich eines Ortstermins in anderer Sache überprüft. Das Regierungspräsidium Stuttgart hatte den rechtswidrigen Standort bereits damals bemängelt. Die zuständige Straßenverkehrsbehörde des Landratsamtes Hohenlohekreis hat die Versetzung dann auch 2019 innenliegend in die Einmündungen angeordnet, bisher aber von einer Umsetzung abgesehen. Das Landratsamt beabsichtigt zuvor zu prüfen, ob eine Geschwindigkeitsbeschränkung aus anderen Gründen möglich erscheint. Hierzu plant es eine Verkehrsbesprechung unter Beteiligung des Regierungspräsidiums. Diese wird voraussichtlich Anfang September stattfinden“.

Regierung möchte Verkehrsbesprechung abwarten

Bezüglich des Künzelsauer Ortsschildes heißt es von Seiten des Verkehrsministeriums: „Hinsichtlich des Standorts der Ortstafel in der Bahnhofstraße in Künzelsau ist aufgrund des Berichtes der Stadt Künzelsau davon auszugehen, dass die Ortstafel offensichtlich als geschwindigkeitsregulierendes Element anstelle eines VZ 274 StVO verwendet wird. Die örtliche Straßenverkehrsbehörde der Stadt Künzelsau beabsichtigt vor einer Versetzung der Ortstafel zunächst ebenfalls das Ergebnis einer Verkehrsbesprechung abzuwarten. Dabei soll geprüft werden, ob eine Geschwindigkeitsbeschränkung mit Zeichen 274 im Verlauf der Bahnhofstraße in Frage kommt“.

Anton Baron wolle sich nun laut der Pressemitteilung dafür einsetzen, dass die Ortsschilder entfernt beziehungsweise umgestellt werden, kündigte der Landtagsabgeordnete an.

Quelle: Kleine Anfrage an die Landesregierung Stuttgart; Pressemitteilung des Landtagsbüros von Anton Baron




Schutz für Risikogruppen

Professorin Jennifer Niessner von der Hochschule Heilbronn (HHN) entwickelt laut einer Pressemitteilung Corona-Schutzmasken für Hochrisikopatienten mit chronischen Lungenerkrankungen. Ob beim Einkaufen oder der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel: Alltagsmasken sind in vielen Situationen Pflicht und tatsächlich stellen sie eine vielversprechende Option sowohl zum Selbst- als auch zum Fremdschutz vor SARS-CoV-2 dar. Besonders für Risikopatienten ist es wichtig, dass der Strömungswiderstand, der sogenannte Druckverlust der Masken, klein genug ist, sodass die Atmung nicht behindert ist. Falls nicht genug zertifizierte Masken verfügbar sind, werden selbst hergestellte Alltagsmasken als Option diskutiert. Es gibt allerdings nur wenige systematische und experimentelle Studien darüber, wie diese Masken am besten herzustellen sind, um ein hohes Schutzniveau – einen sogenannten hohen Abscheidegrad – bei einem tolerablen Druckverlust und gutem Tragekomfort zu erzielen. Dies erforscht aktuell Professorin Niessner, die Expertin ist auf dem Gebiet der Filterströmung. Bisher erforschte und entwickelte sie technische Filter wie zum Beispiel Ölnebelfilter in Fertigungshallen, Lufttrocknerkartuschen in Lkw-Bremsen oder Mikroplastikfilter für Waschmaschinen.

Aerosolforschung für Schutzmasken

Das Prinzip der Aerosolfilter ist auch für Schutzmasken ähnlich: Sie bestehen alle aus faserigen Filtermaterialien, mit Fasern, die einen Durchmesser von wenigen µm haben. Der einzige Unterschied ist die Materialwahl. Bei Feinstaub- und Aerosolnebelfiltern sind häufig Glasfasern im Einsatz, die aus gesundheitlichen Gründen nicht für Masken genutzt werden können. „Wir erforschen in unserem aktuellen Projekt BioPROTECT-Mask zunächst durch Strömungssimulationen, wie Masken optimal aufgebaut sein müssen. Wir testen also, welches Filtermaterial ideal geeignet ist, um möglichst viele Tröpfchen abzuhalten. Der sogenannte Abscheidegrad soll hoch sein, dies aber bei möglichst komfortabler Atmung, denn die fällt Risikopatienten ohnehin schwer“, erklärt Niessner in der Mitteilung.

Kooperation mit einem Industrie- und drei Klink-Partnern

Die Professorin kooperiert dazu sowohl mit drei Klink-Partnern in ganz Deutschland, die klinische Tests unter kontrollierten Bedingungen durchführen werden. Außerdem arbeitet Niessner mit Junker-Filter zusammen. Das Unternehmen stellt Filter her und wird die Prototypen der Masken für die klinischen Tests nach den Maßgaben des Forscherteams fertigen. Für den Entwurf optimierter Schutzmasken testet Niessner mit ihrem Team zunächst unterschiedliche Filtermaterialien, um schließlich die optimale 3D-Geometrie der Filter zu definieren. Diese virtuell optimierten Schutzmasken werden als reale Prototypen von Junker-Filter gefertigt und ebenfalls wieder Messungen von Druckverlust und Abscheidegrad sowie klinischen Tests unterworfen.

Ein Schritt weiter

In ihrer Masken-Forschung geht Niessner sogar noch einen Schritt weiter: „Auch der Einfluss der Tragedauer und der damit einhergehenden Durchfeuchtung der Maske sowie der Einfluss von Sterilisation werden untersucht, denn die optimale Maske bietet nicht nur guten Schutz und hohen Trage-Komfort, sondern erleidet auch keine Einbußen bei häufigem Waschen mit hoher Temperatur oder sonstigen Sterilisationsmaßnahmen“, erläutert Niessner. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit insgesamt knapp 500.000 Euro gefördert und läuft bis Ende 2021.

Weitere Informationen unter https://www.hs-heilbronn.de/bio-protect 

Quelle: Pressemitteilung der HHN




Frauen in der Innenstadt belästigt

 Nachdem ein 37-Jähriger am Sonntag, den 16. August 2020, mehrere Frauen in der Bad Mergentheimer Innenstadt belästigt hat, sucht die Polizei nach den Geschädigten. Der polizeibekannte Mann hielt sich gegen 15 Uhr gegenüber einer Eisdiele in der Burgstraße auf. Dort lief er mindestens vier Frauen hinterher und versuchte dabei, diese zum Teil unsittlich zu berühren. In einem Fall gelang ihm dies laut Zeugenaussagen. Als die herbeigerufene Streifenwagenbesatzung eintraf, waren die belästigten Frauen nicht mehr vor Ort. Dem 37-Jährigen sprachen die Beamten einen Platzverweis für die Bad Mergentheimer Innenstadt aus, dem dieser nachkam.

Bereits am Mittwoch, den 12. August 2020, war es zu einem ähnlichen Vorfall gekommen, der ebenfalls mit einem Platzverweis gegenüber dem Mann endete. Nun sucht die Polizei nach den Frauen, die sich am Sonntag belästigt gefühlt haben, und bittet diese, sich unter der Telefon 07931/549 90 beim Polizeirevier Bad Mergentheim zu melden.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn




GSCHWÄTZ unterstützt die erfolgreichen Jazzmädels

Gerne unterstützt die Redaktion GSCHWÄTZ Kinder, Jugend und Sport. Eine sehr engagierte und erfolgreiche Jazzabteilung hat der TSC Ingelfingen. Daher freuen wir uns, dass wir als Sponsor für die neue Trainingskleidung dienen durften. GSCHWÄTZ wünscht den Mädchen weiterhin viel Spaß und Erfolg.

 

Der TSC Ingelfingen hat eine erfolgreiche Jazzabteilung. Fotos: GSCHWÄTZ

 

Kinder und Jugendliche der Jazzabteilung des TSC Ingelfingen.




Hilfsaktion für Schule am Plattensee

Alte Schulmöbel aus der Gemeinde Schöntal werden künftig in der Schule in Balatonmáriafürdö am Plattensee in Ungarn genutzt, heißt es in einer Pressemitteilung. Eingefädelt hat dies Sven Pfortner, der beim Künzelsauer Ventilatorenhersteller Ziehl-Abegg arbeitet und ehrenamtlich Ortsvorsteher des Schöntaler Teilortes Winzenhofen ist.

Hintergrund ist laut der Mitteilung die Nutzung des alten Grundschulgebäudes in Westernhausen durch die örtlichen Vereine aus Winzenhofen. Die in der Zeit während der Sanierung ihrer Halle in Winzenhofen dort unterkommen werden. Nach dem Ende des Schulbetriebs – die Gemeinde Schöntal hat seit 2018 ihre Grundschulen zentral zusammengelegt – hatte die Kommune versucht, die Möbel regional kostenfrei abzugeben. „Doch keine Schule hat die Möbel anscheinend haben wollen, obwohl diese noch in einem sehr guten Zustand sind“, sagt Pfortner in der Mitteilung. Da die Vereine das Gebäude in Kürze nutzen wollen, drängte die Zeit.

„Ich habe dann den Kontakt zur Verwaltung in Balatonmáriafürdö am Plattensee in Ungarn hergestellt“, erklärt Pfortner. Denn bei Ziehl-Abegg betreut er auch die Produktion des Elektromotoren- und Ventilatorenherstellers in Marcali. Etwa acht Wochen pro Jahr verbringt er in der Stadt am südlichen Ende des Balatons (Plattensee) und hat dadurch mehrjährige Kontakte zu den ungarischen Kollegen. „Das ist eine echte Win-Win-Situation“, meint Pfortner. Die Gemeinde Schöntal hat sofort hier auch zugesagt, nicht nur die Möbel aus Westernhausen sondern auch noch aus anderen Teilorten zur Verfügung zu stellen. Denn nicht nur in Westernhausen waren die Möbel im Weg, in Ungarn werden sie gut gebraucht.

Die Vereine aus Winzenhofen und Sindeldorf haben die Möbel in den Schöntaler Teilort Bieringen gebracht, wo diese auf dem Werksgelände von Ziehl-Abegg professionell verladen und Richtung Ungarn gefahren wurden. „Ziehl-Abegg hat sofort seine Unterstützung zugesagt und übernimmt die kompletten Transportkosten“, sagt Pfortner. „Dies ist ein schönes soziales Projekt zwischen Kommune und Wirtschaft, bei dem alle zusammen an einem Strang ziehen und ihre Unterstützung zugesagt haben“, fügt er hinzu und bedankt sich als Ortsvorsteher bei allen Beteiligten.

Quelle: Pressemitteilung von Ziehl-Abegg