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„Für Frieden, Freiheit und Demokratie“

„Der aktuelle Stand scheint so zu sein, dass die Polizei uns nicht ziehen lässt, weil die Abstände nicht eingehalten werden. Das heißt, wir kommen weder in die eine, noch in die andere Richtung. Es sind hunderttausende Menschen hier, die in Frieden und Freiheit herumziehen wollen und sie lassen uns nicht. Wir wissen nicht, wie es weitergeht.“, die Demonstrantin Natascha bemüht sich sichtlich, gelassen zu bleiben, während sie ihre Lage beschreibt. Das ist eine von mehreren Situationen, die am vergangenen Wochenende für Kopfschütteln sorgen.

Demozug wird laut Demonstranten von der Polizei gestoppt

Von Freitag, den 28. August 2020, bis Sonntag, den 30. August 2020, versammeln sich Menschen aus ganz Europa in Berlin. Sie sind so verschieden, wie man es sich nur vorstellen kann, doch der Grund für ihre Anreise vereint sie. „Frieden, Freiheit, Liebe und Heilung!“ haben sich viele von ihnen auf die Fahnen geschrieben. Auslöser für ihren Protest sind die Corona-Politik der Bundesregierung und der „fehlende öffentliche Diskurs“ darüber. Michael ist aus München angereist. Er erzählt: „Ich wollte mir die ganze Sache einmal aus erster Hand anschauen und dann vergleiche ich das nachher mit den Medienberichten, damit ich nicht immer aus zweiter Hand schales Müsli essen muss. Ich hoffe, dass alles friedlich verläuft. Bis jetzt sieht es so aus.“

Demonstranten bemängeln „fehlenden öffentlichen Diskurs“

Nach tagelangem Hin und Her entschied sich das Berliner Verwaltungsgericht schließlich für die Genehmigung der Demo, die vom Stuttgarter Unternehmer Michael Ballweg und der Querdenken-Initiative veranstaltet wird. Voraussetzung: Die Einhaltung der Mindestabstände. Nachdem am Samstag Falschmeldungen in verschiedenen Medien die Runde machten und verkündeten, die Demo sei aufgelöst worden, macht sich auf dem Gelände kurz Verwirrung breit. Doch  schnell wird klar: Es handelt sich ausschließlich um den Umzug, nicht aber um die Hauptkundgebung.

Politik wollte die Veranstaltung stoppen, das Berliner Verwaltungsgericht genehmigt schließlich doch

Hier sind wir wieder bei Natascha. Der freie Journalist Micha erklärt die Situation folgendermaßen: „Der Umzug hat sich kein Stück bewegt, weil man ihn nicht hat beginnen lassen. Daraufhin stauten sich die Leute stundenlang. Hätte man die Abstände regeln wollen, hätte man den Umzug starten lassen. Das Gegenteil ist passiert. Sprich: Die Begründung der Auflösung aufgrund fehlender Abstände und Masken ist an den Haaren herbeigezogen. Es wurde ja auch im Vorfeld, zum Beispiel von der „Welt“, klar kommuniziert, dass es keine Maskenpflicht gibt.“

Keine Maskenpflicht, aber Mindestabstandsgebot

Doch noch weitere Geschehnisse sorgen am vergangenen Samstag für Zündstoff. Eine Handvoll Menschen stürmt die Treppe des Reichstags. Lutz, der die Demonstration mit seiner Kamera festgehalten hat, erlebt den Vorfall mit und berichtet: „Am Samstag fanden noch weitere Kundgebungen in Berlin statt, so auch eine Kundgebung von Reichsbürgern vor dem Reichstag. Heute überschlagen sich die Medien mit Meldungen von dem, was am Reichstag geschah. Ein willkommener Anlass, um von der Mega-Demo abzulenken.“

Kundgebung von Reichsbürgern vor dem Reichstag gab es parallel zu der Coronademo

Die Querdenken-Demonstranten sind allesamt betont friedlich. Es sind viele Familien vor Ort, auch ein junges Elternpaar aus Leipzig. Die Mutter hat ihr Baby in einer Trage und spricht über den Grund ihrer Anreise: „Wir wollten uns einmal ein Bild von der Demo machen. Man sieht, hier ist alles friedlich. Wir sind hier, um für Freiheit, Demokratie und für die Liebe untereinander zu stehen. Wir feiern hier ein Fest, ein Freudenfest.“

Familien vor Ort

In einer Seitenstraße gibt ein Passant ein Statement zu der Kundgebung ab: „Ich bin der Meinung, dass jeder seine eigene Meinung sagen dürfen soll. Ob die richtig oder falsch ist, sei dahingestellt, aber es herrscht eben Meinungsfreiheit.“ Damit das auch so bleibt, ist Olli aus Heidelberg nach Berlin gekommen und appelliert: „Liebe Presse, hört auf, in Schubladen zu denken. Hört auf damit, uns zu diskreditieren, zu verunglimpfen. Lasst den Diskurs zu, lasst den Dialog zu, vor allen Dingen mit anderen Wissenschaftlern. Wenn wir in einer Gesellschaft leben, wo die Gegenrede nicht mehr zulässig ist, dann haben wir unsere Demokratie verloren.“

Text: Priscilla Dekorsi

 

Berliner Großdemo vom 28. bis 30. August 2020. Foto: GSCHWÄTZ

Zahlreiche Menchen demonstrieren für Freiheit, Demokratie und ihre Grundrechte. Foto: GSCHWÄTZ

Manche Demonstranten kritisieren die Maskenpflicht. An der Demo selbst gab es keine Maskenpflicht. Foto: GSCHWÄTZ

Menschenmassen und im Hintergrund die Siegessäule – das gab es zuletzt bei der Love Parade. Foto: GSCHWÄTZ




Keine Weihnachtsmärkte in Forchtenberg, Schöntal und Künzelsau

Die traditionellen Weihnachtsmärkte in Forchtenberg und Schöntal und auch der „Advent am Schloss“ in Künzelsau finden in diesem Jahr leider nicht statt. Darüber haben sich die Bürgermeister verständigt. Dennoch sind verschiedene Aktionen in der Vorweihnachtszeit angedacht. Konzepte werden zurzeit geplant und im Hinblick auf coronabedingte Vorgaben geprüft. Das geht aus einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau hervor.

„Diese Entscheidung ist keinem von uns leichtgefallen“

„Diese Entscheidung ist keinem von uns leicht gefallen“, sagt Bürgermeister Stefan Neumann. „Wollten wir unsere Märkte aber wie in den Jahren zuvor oder ähnlich durchführen, müssten wir dringend mit den Vorbereitungen anfangen oder schon längst begonnen haben. Heute lässt sich jedoch nicht vorhersehen, mit welchen Einschränkungen im Dezember zu rechnen ist. Den Markthändlern und anderen Beteiligten im Extremfall kurzfristig absagen zu müssen, dieses wirtschaftliche Risiko und die größere Ansteckungsgefahr wollen wir nicht eingehen. Letztendlich hängt alles von dem dann aktuellen Infektionsgeschehen ab.“

Winterlounge und gemütliche Ecken in Künzelsau

Weihnachtliche Stimmung soll trotzdem in der Künzelsauer Innenstadt aufkommen. Straßen und Plätze sollen laut der Stadtverwaltung wieder mit Lichtern und Tannengrün geschmückt werden. Für ein gemütliches und stimmungsvolles Ambiente sorgt wieder die Winterlounge der Werbegemeinschaft Künzelsau. Im vergangenen Winter war das ein gut besuchter Treffpunkt am Alten Rathaus. „Zusammen mit der Werbegemeinschaft wollen wir solche gemütlichen Ecken in der Vorweihnachtszeit an verschiedenen Stellen in der Innenstadt schaffen“, erklärt Stefan Neumann das Ziel, den Besuchern eine hohe Aufenthaltsqualität anzubieten. Große Menschenansammlungen konzentriert auf begrenzter Fläche sollen vermieden und dafür mehrere kleine, nette und ansprechende Treffpunkte geschaffen werden.

Drei Städte gehen denselben Weg

Rustikale Bänke, warme Felle, Feuerkörbe und passend dazu wärmender Punsch, Glühwein und Schmackhaftes aus der Küche, vielleicht ergänzt mit einem kleinen kunsthandwerklichen Angebot, können auch einen gewöhnlichen Einkauf oder den Feierabend zu einem winterlich-weihnachtlichen Erlebnis machen.

2021 wieder Weihnachtsmarkt in Schöntal

„Die Verwaltung und der Gemeinderat der Gemeinde Schöntal sind sich einig darüber, dass im Jahr 2021 wieder ein Weihnachtsmarkt stattfinden soll“, so Bürgermeister Joachim Scholz. „Wie dieser unter Pandemiebedingungen organisiert und durchgeführt werden kann, soll noch in diesem Jahr geklärt werden. Die Verwaltung wurde beauftragt, frühzeitig konzeptionelle Überlegungen anzustellen und dem Gemeinderat vorzulegen. In Kürze trifft sich eine Arbeitsgruppe zu ersten Gesprächen.

Liebevoll geschmückte Altstadt in Forchtenberg, aber auch Absage des Weihnachtsmarktes

Bürgermeister Michael Foss: „Unser Weihnachtsmarkt in Forchtenberg, sehr beliebt nicht nur in Forchtenberg, sondern in ganz Hohenlohe und darüber hinaus, kann in diesem Jahr leider nicht stattfinden. Gerade deswegen werden wir unsere Altstadt besonders liebevoll schmücken, Corona soll uns nicht die vorweihnachtliche Stimmung nehmen. Es wird noch mit den örtlichen Vereinen und Gewerbetreibenden abgestimmt, ob einige Weihnachtshütten mit kulinarischen und eventuell auch kunsthandwerklichen Dingen gestellt werden. Diese sollen nach Möglichkeit die ganze Adventszeit, vorzugsweise an den Wochenenden geöffnet sein, um größere Menschenansammlungen zu vermeiden. Wir dürfen uns − trotz Corona – auf eine romantische Vorweihnachtsstimmung in Forchtenberg freuen.“

Zum Foto: Weihnachtsstimmung wie hier am Alten Rathaus in Künzelsau soll auch ohne die traditionellen Weihnachtsmärkte aufkommen. Verschiedene Aktionen sind in Forchtenberg, Schöntal und Künzelsau geplant. Foto: Stadtverwaltung Künzelsau/Olivier Schniepp, Foto Linke GmbH.




Corona: Zahlen steigen auch im Hohenlohekreis wieder – Ehemalige Hotspots bleiben weiter vorn mit dabei

Auch bei uns steigen die Coronazahlen wieder. Laut dem baden-württembergischen Regierungspräsidium in Stuttgart gibt es derzeit 809 offizielle Coronafälle allein im Hohenlohekreis. Dieser Wert ist fast doppelt so hoch wie der Wert im Neckar-Odenwald-Kreis (486). Im Vergleich: Die Stadt Heilbronn hat aktuell offiziell 580 Coronainfizierte. Der Wert von schwäbisch Hall ist allerdings noch etwas schlechter als der vom Hohenlohekreis (944). Bislang gab es offiziell 47 Coronatote im Hohenlohekreis.

Am 26. August 2020 meldete das Landratsamt des Hohenlohekreises allein 136 Infizierte in Öhringen. Damit  ist die große Kreisstadt derzeit Spitzenreiter, gefolgt von den ehemaligen Hotspots Pfedelbach (123) und Kupferzell (117).

Ehemalige Hotspots bleiben mit den Zahlen an der Spitze

Wenn man die Coronazahlen von Anfang Juli 2020 mit der jetzigen Coronakarte des Landratsamtes vergleicht, fällt auf, dass nur manche Städte und Gemeinden ansteigende Zahlen verzeichnen und dies auch nur minimal. So hatte Künzelsau Anfang Juli 2020 76 offizielle Coronafälle und nun 81. Auffällig: Bei manchen Städten und Gemeinden bewegt sich seit rund zwei Monaten gar nichts. Sprich: Die Zahlen sind immer dieselben, wie etwa in Ingelfingen (24). Offenbar sind seit Anfang Juli in Ingelfingen konstant 24 Menschen an Corona erkrankt oder warum ändern sich hier die Zahlen nicht?

Rot als Warnfarbe?

Interessant auch das Farbenspiel des Landratsamtes: Bis Ende Juni 2020 veröffentlichte das Landratsamt regelmäßig grüne Landkarten mit Zahlen der Gesundeten. Seit Anfang Juli 2020 gibt es wieder die roten Karten mit den Zahlen der offiziell Erkrankten.  Dieser Farbwechsel kann zum einensymbolisch für den Anstieg der Coronazahlen verstanden werden oder als psychologische Warnung, in der Reisezeit vorsichtiger zu sein, damit sich das Virus nicht wieder sprunghaft ausbreitet.

 

https://sozialministerium.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/m-sm/intern/bilder/03_Gesundheit/Coronavirus_Faelle-BW_Karte.jpg

Corona Zahlen vom 06.07.2020. Quelle: Landratsamt Hohenlohekreis

Corona Zahlen vom 26.08.2020. Quelle: Landratsamt des Hohenlohekreises

Bis Ende Juni 2020 veröffentlichte das Landratsamt regelmäßig grüne Landkarten mit Zahlen der Gesundeten. Seit Anfang Juli 2020 gibt es wieder die roten Karten mit den Zahlen der offiziell Erkrankten.  Quelle: Landratsamt des Hohenlohekreises.




Eltern wegen schweren sexuellen Missbrauchs an ihren eigenen drei und vier Jahre alten Töchtern vor Gericht – Mutter soll Fotos davon gemacht haben

Ab Freitag, den 04. September 2020, 09 Uhr, beginnt vor der zweiten großen Strafkammer des Heilbronner Landgerichts ein Prozess, bei dem Eltern angeklagt sind, ihr drei und vier Jahre alten Töchter schwer missbraucht zu haben.

Geschlechtsverkehr

Den angeklagten Eltern liegt insbesondere zur Last, sie hätten in den Jahren 2014 und 2015 in Möckmühl Sexualstraftaten zu Lasten der Nebenklägerinnen, ihren gemeinsamen Töchtern, begangen, als diese erst rund drei bis vier Jahre alt gewesen seien. Es geht bezüglich des angeklagten Vaters insoweit um sexuellen Missbrauch in drei Fällen, hiervon in zwei Fällen Handverkehr und in einem Fall Geschlechtsverkehr. Bei einem der Fälle des Handverkehrs habe die angeklagte Mutter Fotos gefertigt.

Die Kammer hat die Angeklagten, ihre Verteidiger, die Nebenklägerinnen, ihren anwaltlichen Vertreter, 17 Zeugen und eine Sachverständige geladen.

Fortsetzungstermine

Freitag, 4. September 2020, 09:00 Uhr

Montag, 7. September 2020, 09:00 Uhr

Freitag, 11. September 2020, 09:00 Uhr

Dienstag, 15. September 2020, 13:30 Uhr

 

 

 




Bürgersprechstunde mit Bürgermeister Stefan Neumann

Am Donnerstag, 10. September 2020 im Rathaus Künzelsa

Die Einwohnerinnen und Einwohner von Künzelsau lädt Bürgermeister Stefan Neumann erneut zu einer Bürgersprechstunde ein – am Donnerstag, 10. September 2020, 16.00 bis 18.00 Uhr im Rathaus Künzelsau, Zimmer 200, zweites Obergeschoss.

Aufgrund der Corona-Pandemie bietet die Stadtverwaltung Künzelsau Termine nach vorheriger Anmeldung an. Kontakt: Sibylle Fünfer, 07940 129-101, sibylle.fuenfer@kuenzelsau.de




loTTA im ehemaligen Spielzeuggeschäft Dies & Das ein

Viele haben dem Holzspielzeuggeschäft „Dies & Das“ hinterhergetrauert, der jahrzehntelang in Künzelsau etabliert war und vor geraumer Zeit seine Pforten für immer geschlossen hat (wir berichteten https://www.gschwaetz.de/2020/03/11/aus-finanziellen-gruenden-schliesst-dies-das-daniel-kurrle-moechte-nicht-laenger-mit-online-handel-konkurrieren/). Zuletzt was das Dies & Das in der Schlossgasse 4 in Künzelsau angesiedelt. Ab 01. September 2020 öffnet nun ein Geschäft namens „loTTa“ in diesen Räumen.

Das Motto: love to take

Das Motto der Inhaberinnen: „love to take“ (loTTa) – sprich: Dinge, die man gerne mitnimmt. Die Inhaberinnen sind bekannte Gesichter in Künzelsau, haben Christiane Bürkert und Karin Friedmann nicht bereits seit einem Weilchen die „Werkstatt am Schloss“, die bislang nur einen Steinwurf vom Dies & Das entfernt war. Dort erwarteten Besucher bislang Geschenkartikel und Kleinigkeiten jedweder Art, Kleidung, allerhand Kreatives, aber auch Produkte aus der Region, lustige Postkarten, selbst gemachte Skulpturen und hochwertigen Schmuck.

Besucher dürfen sich nun freuen: Die Werkstatt am Schloss zieht um in die Räumlichkeiten des ehemaligen Dies & Das und auch der Name ändert sich: Aus Werkstatt am Schloss wird kurz und gut gelaunt: loTTa.

Mehr Informationen: http://www.lotta-lovetotake.de/

Lotta heißt nun die ehemalige Werkstatt am Schloiss. Foto: Flyer Lotta

Nicht nur der Name ist fortan ein anderer. Die Werkstatt am Schloss ist auch umgezogen. Foto: Flyer Lotta

So sah die Werkstatt am Schloss in Künzelsau bislang aus. Ab 01. September 2020 erwartet die Besucher größere Räume, mehr Platz und einen neuen Namen. Foto: GSCHWÄTZ




„Jeder wird stolz sein, ein Shirt der vergangenen Laufevents zu tragen und zu versuchen, seine persönliche Bestzeit zu halten“

der ebm-papst-Marathon gibt es in diesem Jahr trotz Corona – allerdings etwas anders üblich. Anstelle des realen ebm-papst Marathons findet erstmals in Hohenlohe eine virtuelle ebm-papst Laufveranstaltung statt. Das geht aus einer Pressemitteilung von ebm-papst hervor.

Digitale Lösung

Vor einigen Wochen musste der Ventilatorenhersteller ebm-papst die traurige Nachricht übermitteln, dass der ebm-papst Marathon 2020 aufgrund von Covid-19 in diesem Jahr nicht stattfinden kann. Doch das gilt nur für den „realen“ Marathon in Niedernhall. Virtuell ist dagegen so einiges möglich.

Viele Rückmeldungen des Bedauerns erreichten ebm-papst nach der Absage des ebm-papst Jubiläumsmarathons. Zum bereits 25. Mal sollte die beliebte Familienveranstaltung am letzten Sommerferien-Wochenende im September stattfinden. Kurzerhand suchte das Organisationsteam des Technologieführers nach einer Alternative und fand eine digitale Lösung.

Erstmals in Hohenlohe

Vom 11. bis 13. September 2020 startet erstmals in Hohenlohe eine virtuelle ebm-papst Laufveranstaltung. Um teilzunehmen genügt eine Anmeldung auf der Internetseite des ebm-papst Marathons unter www.ebmpapst-marathon.de und die passende App auf dem Smartphone. Am Marathonwochenende kann dann jeder einfach und zu jeder Uhrzeit auf seiner eigenen Wunschstrecke starten. Angebotene Disziplinen sind Nordic Walking, Zehn-Kilometer-Lauf, Halbmarathon und Marathon. „Die App ist natürlich keine echte Alternative für das Lauffeeling beim realen ebm-papst Marathon “, sagt Joachim Süssmuth vom TSV Niedernhall. „ Aber diese virtuelle Möglichkeit wird die Sportler am Laufwochenende im Kochertal und an anderen Orten sichtbar machen. Ich denke, jeder wird stolz sein, ein Shirt der vergangenen Laufevents zu tragen und zu versuchen, seine persönliche Bestzeit zu halten.“

Unser Patenkind Noah hat sich schon so auf seinen ersten Start beim Zehn-Kilometer-Lauf gefreut“

Auch Familie Hasenauer aus Niedernhall wäre gerne beim Event dabei gewesen. „Unser Patenkind Noah hat sich schon so auf seinen ersten Start beim 10km-Lauf gefreut“, erzählt Anja Hasenauer. „Aber wir sind natürlich alle drei beim virtuellen Lauf dabei und freuen uns schon auf den ebm-papst Marathon im nächsten Jahr.“

Kostenlose App

Mit der kostenlosen „mika:timing“ App ist es den Teilnehmern möglich, ihre Zeit zu stoppen und virtuell am Event teil zunehmen. Dazu wird die Veranstaltung „ebm-papst Marathon“ in der App ausgewählt, im Bereich „Mein Rennen“ das Tracking gestartet und schon kann der persönliche Lauf beginnen. Familie und Freunde können die Läufer per Smartphone verfolgen. Und wie immer gilt dies auch auf den Social Media Kanälen von ebm-papst und der Facebook-Seite des Marathons. Hier können die Teilnehmer Bilder Videos und Kommentare von Ihrem persönlichen Laufereignis mit der Gemeinschaft teilen.

Es gibt auch etwas zu gewinnen

Unter allen Teilnehmern verlost der Motoren- und Ventilatorenhersteller 25 Freistarts für den 25. ebm-papst Marathon 2021 in Niedernhall. Dann hoffentlich wieder real und mit vielen Läufern und Besuchern.

Patenkind Noah ist auch dabei. Foto: ebm-papst

Familie Hasenauer wird auch in diesem Jahr mitmachen. Foto: ebm-papst




Ganerben-Schüler dürfen sich freuen

Am Montag, den 24. August 2020, beginnt das Regierungspräsidium Stuttgart mit der Instandsetzung der Fußgängerunterführung im Zuge der B 19 / Mergentheimer Straße in Künzelsau, die unmittelbar am Ganerben-Gymnasium liegt. Die Arbeiten werden voraussichtlich bis Freitag, den 04. September 2020, andauern. Im Rahmen dieser Baumaßnahme werden Betonschäden an den Bauwerksfugen der im Jahr 1976 erstellten Unterführung instandgesetzt.

Beeinträchtigungen sollen für Lehrer und Schüler so gering wie möglich gehalten werden

Die beengten Verhältnisse und die angewandten Verfahren erfordern es, während der Arbeiten die Zugänge der Fußgängerunterführung zu sperren. Um die Beeinträchtigungen für die Lehrkräfte sowie die Schüler so gering wie möglich zu halten, werden die Arbeiten auf die Sommerferienzeit gelegt

Die Kosten für die Maßnahme betragen rund 22.000 Euro und werden vom Bund als Baulastträger übernommen.

Fußgänger werden gebeten, während der Bauarbeiten auf andere Überquerungsmöglichkeiten auszuweichen. Der Verkehr auf der B 19 ist von den Arbeiten nicht betroffen.

Das Regierungspräsidium bittet alle  Verkehrsteilnehmer um Verständnis für die Beeinträchtigungen während der Bauzeit.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau




Sperrung zwischen Sindeldorf und Westernhäuser Höhe

Die Kreisstraße K 2320 muss ab 31. August, 8 Uhr, bis voraussichtlich 2. September 2020 zwischen Ortsende Sindeldorf und der L 1046 (Westernhäuser Höhe) gesperrt werden. Das geht aus einer Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises hervor. Grund ist die stellenweise Sanierung der Fahrbahndecke durch die Straßenmeisterei Künzelsau. Je nach Verlauf der Bauarbeiten ist es möglich, dass die Sperrung früher aufgehoben werden kann.

Die überörtliche Umleitung erfolgt ab Sindeldorf über Marlach – Winzenhofen – Westernhausen – Westernhäuser Höhe und umgekehrt.

 




„Links-grüne Träumereien schnüren unserer Landwirtschaft die Luft ab“

Der Bezirksfachausschuss Landwirtschaft und ländlicher Raum der CDU Nordwürttemberg war laut einer Pressemitteilung zusammen mit den CDU-Kreisagrarausschüssen Hohenlohe und Schwäbisch Hall zu Gast beim Bauernverband Schwäbisch Hall. Auch Landwirtschaftsminister Peter Hauk war vor Ort. In der Diskussionsrunde ging es um die agrarpolitischen Rahmenbedingungen und deren zukünftige Gestaltung für die regionale Landwirtschaft. Im Fokus standen die Möglichkeiten der Unterstützung durch die Landesregierung und durch das Landwirtschaftsministerium. Sehr deutlich wird dabei der Wunsch aus der Landwirtschaft an die CDU gerichtet, sich in der politischen Arbeit in Baden-Württemberg, Berlin und Brüssel noch stärker für die landwirtschaftlichen Familienbetriebe zu positionieren. Es geht allen darum, die Problem der Bauern genauer zur erkennen und zu benennen.

„Fachfremde und links-grüne Träumereien, die unserer Landwirtschaft die Luft abschnüren.“

Gleich zu Beginn erinnert der Geschäftsführer des Bauernverbandes und, gemeinsam mit dem  Landtagsabgeordnetem Arnulf von Eyb, Vorsitzender des Bezirksfachausschusses Landwirtschaft und Ländlicher Raum der CDU Nordwürttemberg, Helmut Bleher, an sieben Forderungen. Er hat sie bereits beim Treffen der CDU-Agrarausschüsse im Januar formuliert. Darunter sind die Forderung nach mehr Selbstbewusstsein und Durchsetzungswillen der CDU, insbesondere gegenüber „fachfremden und links-grüne Träumereien, die unserer Landwirtschaft die Luft abschnüren. Ich freue mich deshalb auf eine lebhafte Diskussion und bitte die CDU, dass sie als Partei im Land und in Berlin die bäuerlichen Interessen ganz klar benennt und vertritt“, so Bleher laut der Pressemitteilung. Nach wie vor gehe es ihm darum, dass die Arbeit der Landwirte nicht durch scheinbar trendgerechte Ideologien oder fachfremd zustande gekommene Gesetze bis zur Unmöglichkeit beschränkt wird. Es gehe auch um die Wertschätzung der Arbeit der Bauern vor Ort, hier in der Region.

„Das war das Bitterste, was ich in meiner Legislaturperiode erleben musste.“

Minister Peter Hauk stellte klar, dass der Erhalt der heimischen Landwirtschaft für ihn an oberster Stelle steht. Das wolle er mit aller Kraft in den nationalen Strategieplan einbringen. Er nannte drei Schwerpunkte: die Ausgestaltung des Eckpunktepapieres für mehr Biodiversität und Artenschutz, den beschlossenen Green Deal für eine gemeinsame Agrarpolitik in der EU und die Umsetzung der neuen Rahmenbedingungen für die Tierhaltung, insbesondere in der Schweinezucht. Der Minister dazu ganz offen: „Das war das Bitterste, was ich in meiner Legislaturperiode erleben musste. Über Nacht wurde hier ein Vorschlag erarbeitet und am nächsten Morgen verabschiedet, bei dem sich das Landwirtschaftsministerium Baden-Württemberg nicht mehr positiv einbringen konnte und die Vernunft keine Rolle spielte! Das Resultat ist, dass alle Schweinehalter umbauen müssen, weil Platzvorgaben jenseits aller bisher diskutierten Bereiche beschlossen wurden. Das gilt ebenso für Ställe, die nach neuesten tierwohlrelevanten Erkenntnissen erbaut und gerade erst eingeweiht wurden, übrigens auch für alle Bioställe.

„Aus den Augen – aus dem Sinn.“

Minister Hauk weiter: „Ein Problem ist für die Öffentlichkeit scheinbar gelöst – aus den Augen aus dem Sinn. In Wirklichkeit aber wurde es ins Ausland verlagert. Wenn aufgrund der nicht umsetzbaren Vorschriften keine Schweine mehr in Deutschland gehalten werden können, werden diese dann halt in Russland, Brasilien, China und Spanien erzeugt – unter nicht nachvollziehbaren Bedingungen“.

„Förderung statt Forderung heißt die Devise.“

„Wir haben das Glück, einen Minister zu haben, der weiß, wovon er spricht“, honorierte nicht nur ein Teilnehmer in der Diskussion. Ein gutes Ergebnis, schlussendlich auch für die Landwirtschaft, ist für Hauk das sogenannte Eckpunktepapier der Landesregierung. „Hier saßen dann doch alle zusammen an einem Tisch, um den besten Kompromiss zu gestalten. Damit haben wir erreicht, dass der Markt und nicht die politischen Kräfte die Entwicklung regeln. Förderung statt Forderung heißt die Devise.“ In den Zielen nach mehr Biolandwirtschaft und weniger Pflanzenschutzmitteln bestehe große Einigkeit. Es sei nun Sache des Landes, die Anreize so zu setzen, dass diese auch erreicht werden. Aus den Reihen der anwesenden landwirtschaftlichen Experten wird der Arbeit des Ministers und seiner Ausschüsse hohe Fachkenntnis und viel Engagement bescheinigt.

 Den jungen Landwirten mehr Verantwortung geben

Die Runde diskutierte auch über den Ansatz der Eigenvermarktung für Produkte aus der Region und fragte sich, ob man dies noch besser kennzeichnen kann. Aktuelle Kampagnen wie „Von daheim“, „Wir versorgen unser Land“ und „Die deutschen Bauern“ wurden als positive Ideen angeführt. Ein weiterer Ansatz sei, den jungen Landwirten mehr Verantwortung zu geben und diese auch einzufordern. In den Gemeinden, in den Berufsverbänden und in der Politik, das wissen die agrarpolitischen Fachleute, kann man mitgestalten und stärkende Themen für die Arbeit der Landwirtsfamilien einbringen.      

„Wir brauchen eine Generation, bis das Thema Landwirtschaft wieder positiv besetzt ist.“

 Jürgen Maurer, als Gastgeber und Vorsitzender des Bauernverbands, formulierte seine Forderung an die CDU dahingehend: „Es ist wichtig, dem Volk klar zu sagen, worum es geht und dafür die richtigen Worte und Emotionen zu finden. Wir beim Bauernverband haben erkannt, dass es wichtig ist, die Leute mitzunehmen und nicht zu belehren.“ Er verwies beispielsweise auf die praxisorientierte Arbeit von „Klassenzimmer Bauernhof“ für frühkindliche Bildung oder auf die Zusammenarbeit mit der Akademie Kupferzell und der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg, um gemeinsame Lehrplanelemente zu erstellen. Sein Ansatz sei, die Menschen von klein an für die Landwirtschaft neu zu gewinnen. „Ich bin überzeugt, dass wir wahrscheinlich eine Generation brauchen, bis das Thema Landwirtschaft wieder positiv besetzt ist. Wir brauchen einen langen Atem.“

„Wir überzeugen die Menschen nur über Information und Kommunikation.“

Auch die Bewerberin für das CDU-Landtagsmandat Isabel Rathgeb aus Stimpfach, setzte pointiert beim Thema Bildung an. Sie fragte: „Wie sieht das aktuelle Bild in der Schule aus? Was sind die Ansätze der CDU dazu?“ Dem Fokus stimmt Minister Peter Hauk zu, „denn wir überzeugen die Menschen nur über Information und Kommunikation.“ Er beglückwünschte den Bauernverband Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems zu seinem Beschluss, auf mehr Transparenz und Kommunikation in der Öffentlichkeit zu setzen und erheblich dafür zu investieren.

 „Die Bauern haben bei der CDU nach wie ihre politische Heimat.“

CDU-Abgeordneter Arnulf von Eyb und Helmut Bleher schlossen die Diskussionsrunde mit den Worten: „Die Bauern haben bei der CDU nach wie vor ihre politische Heimat. Die CDU ist gut beraten, für die kommende Wahl auch auf die Unterstützung der Bauern zu setzen.“         

Quelle: Pressemitteilung des Bauernverbands Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems e.V.