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Vom Ertragen anderer Meinungen

Unsere GSCHWÄTZ-Reporterin Priscilla Dekorsi war am vergangenen Wochenende auf der von der Initiative Querdenken organisierten so genannte Coronademo in Berlin (wir berichteten https://www.gschwaetz.de/2020/09/01/fuer-frieden-freiheit-und-demokratie/), um selbst zu erleben, wer da demonstriert, warum und vor allem: wie. Die nicht selten sehr kritische mediale Berichterstattung von diesen Demos und ihr völlig anderes Bild vor Ort hat unsere Reporterin veranlasst, einen Kommentar zu schreiben, den wir an dieser Stelle veröffentlichen:

Ein Plädoyer für mehr Toleranz in unserer Gesellschaft

„Wir distanzieren uns von jeglichem rechtsextremen und menschenverachtendem Gedankengut. Auch von linksextremistischem gewaltbereitem Gedankengut distanzieren wir uns. Wir sind eine friedliche Vereinigung von Menschen, die für Grundrechte einstehen.“ – So beschreibt sich die Querdenken-Gruppe Heilbronn selbst auf ihrem Telegram-Kanal. Das lässt wenig Spielraum dafür, sie in eine Nazi-Schublade zu stecken, oder?

Ich war am vergangenen Wochenende dabei, als in Berlin gegen die Corona-Politik der Regierung und für Freiheit, Demokratie und Grundrechte demonstriert wurde. Wenn ich meine Augen schließe und an Berlin zurückdenke, habe ich zwei Sprechchöre im Kopf „Wir Menschen zusammen im Frieden für den Wandel.“ Und „Zeigt Eure Herzen – We are Love!“. Um es klar und deutlich zu sagen: Die Querdenken-Demo ist absolut friedlich verlaufen. Alle Menschen haben uns freundlich empfangen. Menschen aller Altersgruppen, verschiedener Nationalitäten und Religionen sind Seite an Seite für ihre Anliegen eingestanden. Es wurden Durchsagen gemacht, die zur Friedlichkeit aufrufen und sich von Gewalt und Extremismus distanzieren. Ich habe Essen mit einer Muslima geteilt, mit einem linken Berliner Urgestein diskutiert und interessante Begegnungen mit verschiedenen Familien gehabt. Ich habe Gespräche über Jesus geführt, meditiert, und von einem praktizierenden Juden Dinge über das Judentum gelernt, die mir vorher nicht bewusst waren. Einem Neonazi bin ich nicht begegnet. Mir hat ein Mann erzählt, dass er ein Foto von einer Reichflagge in einem Meer von Pace-Fahnen aufgenommen habe, der Kontrast hätte ihn fasziniert.

Es waren tatsächlich verschiedene Fahnen und Symbole vor Ort, auch Reichsflaggen und Deutschlandfahnen. Noch mehr Pace-Fahnen, Mahatma Gandhi- oder Weiße Rose-Transparente. Also ein Sinnbild unserer Demokratie. Auch in unserer Gesellschaft gibt es Meinungen, mit denen wir vielleicht nicht d’accord sind. Und das ist gut so. Denn Dialog und Diskurs ermöglichen Progressivität. Das macht uns als Demokratie aus, das haben wir uns auf die Fahnen geschrieben. Das Ertragen und Akzeptieren des Andersseins der Anderen, das ist für mich Respekt. Damit unsere Demokratie auch demokratisch bleibt, plädiere ich dafür, den öffentlichen Diskurs zuzulassen. Eine Diskreditierung von namhaften Ärzten und Professoren, eine Verunglimpfung von Gegnern des aktuellen Regierungskurses als Covidioten oder Verschwörungstheoretiker und der fehlende öffentliche Diskurs über Entscheidungen, die uns alle etwas angehen, führen zu einer Spaltung in unserer Gesellschaft. Das ist nicht nur schade, sondern fatal. Und gefährlich. Vor allem für unsere Demokratie.

GSCHWÄTZ-Mitarbeiterin Priscilla Dekorsi war auf der Coronademo in Berlin am vergangenen Wochenende. Foto: Screenshot aus dem GSCHWÄTZ-Video

 




Was lange währt…

Seit 01. September 2020 hat die private Kindertagesstätte (Kita) Schatzkinder in Nagelsberg wieder geöffnet, nachdem sie im August 2019 –  wegen laut der Stadtverwaltung Künzelsau zu geringer Nachfrage und zu hoher Kosten – schließen musste (wir berichteten https://www.gschwaetz.de/2019/08/12/kita-betreiberin-jakobi-familienfreundliche-stadt-kuenzelsau-nicht-glaubwuerdig-letzte-chance-stuttgart/?fbclid=IwAR1fuvXbUexbI5YTNFp3_5QSdiOhFA0nqGJX2bZd3tMRrmR72dBjxj4-xuI  Ein Jahr später hat nun die Stadt Künzelsau die private Kita nun doch auf unbestimmte Zeit in die Bedarfsplanung  aufgenommen.

Elvira Jakobi, Trägerin der Einrichtung, strahlt daher zur Wiedereröffnung um so mehr und ist einfach nur glücklich. Zur Eröffnung war auch Marion Hannig-Dümmler von der Stadtverwaltung Künzelsau vor Ort  –  und unsere GSCHWÄTZ-Mitarbeiterin Elke Brand, die sich in den Räumen umschauen durfte.

Kinder im Alter von drei Jahren bis Schuleintritt können ab sofort in der privaten Kindertagesstätte in Nagelsberg von Montag bis Freitag  von 7.30 bis 14.30 Uhr betreut werden.

Stolz zeigt Elvira Jakobi die Räume und den Außenbereich, in denen die Kinder untergebracht sind, vor. Es gibt eine bunt gestaltete Spielecke, zudem einen Bereich auf zweiter Ebene, in dem sich die Kinder beschäftigen und auch zurückziehen können.

Alle Tische und Stühle sind entsprechend der derzeitigen Hygienevorschriften korrekt auseinander gestellt.

Der Waschraum ist mit freundlichen Farben gestaltet. In der hellen, mit vielen Fenstern versehenen Küche wird täglich ein frisch gekochtes Mittagessen für die Kinder zubereitet und angeboten.

Derzeit sind zwei Erzieherinnen im Kindergarten beschäftigt, auch eine Praktikantin zeigt Interesse, dort Erfahrungen für ihren Berufswunsch zu sammeln.

Im Außenbereich findet man für die Kinder eine  Schaukel, ein kleines Holzhäuschen und viel Platz zum Spielen im Freien.

Kontakt: info@kita-schatzkinder.de

Mehr Informationen: www.kita-schatzkinder.de

Kindertagesstätte Schatzkinder, Steige 2;  74653 Künzelsau-Nagelsberg. Telefon: 07940/5032642

 

 




Öhringer Herbstgenuss

Am Samstag, den 26. September 2020, lockt der Öhringer Herbstgenuss von 10 bis 17 Uhr mit einem attraktiven Mix aus Kunsthandwerk und regional erzeugten Lebensmitteln in die lebendige Öhringer Innenstadt. Eine kleinere Alternative zum Öhringer Herbstmarkt, die trotz gültiger Abstands- und Hygieneregeln Leben in die Stadt bringt. Das geht aus einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung Öhringen hervor.

Blooz, Musik und Selbstvermarkter

Neben Live-Musik verschiedener kleiner Bands werden Selbstvermarkter in der Marktstraße ihre Waren anbieten. Zur bunten Angebotsvielfalt des Herbstmarktes gehört neben reichlich Obst, Gemüse, herzhaften Kuchen, edlen Bränden auch Kürbissuppe oder ein leckerer Blooz. Weiter geht es mit dem bunten Angebot auf dem Marktplatz, wo der samstägliche Wochenmarkt mit seinen bekannten und beliebten Ständen stattfindet. Da die momentane Lage keine weiteren Verkaufsstände auf einem dichtgedrängten Markt zulässt, haben sich die Organisatoren des Handels- und Gewerbevereins eine Lösung einfallen lassen, um räumlich zu entzerren und dennoch besondere Aktionen bieten zu können: anliegende Geschäfte werden Kunsthandwerkern die Möglichkeit bieten, sich mit ihrer Kunst und ihrer Ware darin zu präsentieren. Beachflags vor dem Eingang markieren die Geschäfte, in denen eine Aktion stattfindet. Außerdem wird es wie im Juni und Juli erneut eine Schnäppchenstraße der Öhringer Händler geben.

Interessierte Kunsthandwerker, die sich präsentieren möchten, können sich unter info@hgv-oehringen.de melden.

 




Randale im Biergarten

Unbekannte wüteten am Wochenende auf dem Gelände eines Biergartens in Forchtenberg. Das geht aus einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn herovr. In der Zeit zwischen 23.30 Uhr am Samstagabend und 12 Uhr am Sonntagmittag, waren die Täter auf das Grundstück des Biergartens in der Öhringer Straße gelangt und beschädigten dort die Eingangstüre zu den Toiletten.

Gartenlampe gestohlen

Die Unbekannten stahlen ein Schild und eine Gartenlampe und machten sich außerdem an einem Schild mit der Aufschrift „Mitfahrerbänkle“ zu schaffen, welches gegenüber des Biergartens angebracht war und beschädigten dieses. Die Polizei hofft nun auf Mithilfe aus der Bevölkerung und bittet Zeugen, die Angaben zu den Tätern machen können, sich unter der Telefonnummer 07940 9400 beim Polizeirevier Künzelsau zu melden.

 




„Für Frieden, Freiheit und Demokratie“

„Der aktuelle Stand scheint so zu sein, dass die Polizei uns nicht ziehen lässt, weil die Abstände nicht eingehalten werden. Das heißt, wir kommen weder in die eine, noch in die andere Richtung. Es sind hunderttausende Menschen hier, die in Frieden und Freiheit herumziehen wollen und sie lassen uns nicht. Wir wissen nicht, wie es weitergeht.“, die Demonstrantin Natascha bemüht sich sichtlich, gelassen zu bleiben, während sie ihre Lage beschreibt. Das ist eine von mehreren Situationen, die am vergangenen Wochenende für Kopfschütteln sorgen.

Demozug wird laut Demonstranten von der Polizei gestoppt

Von Freitag, den 28. August 2020, bis Sonntag, den 30. August 2020, versammeln sich Menschen aus ganz Europa in Berlin. Sie sind so verschieden, wie man es sich nur vorstellen kann, doch der Grund für ihre Anreise vereint sie. „Frieden, Freiheit, Liebe und Heilung!“ haben sich viele von ihnen auf die Fahnen geschrieben. Auslöser für ihren Protest sind die Corona-Politik der Bundesregierung und der „fehlende öffentliche Diskurs“ darüber. Michael ist aus München angereist. Er erzählt: „Ich wollte mir die ganze Sache einmal aus erster Hand anschauen und dann vergleiche ich das nachher mit den Medienberichten, damit ich nicht immer aus zweiter Hand schales Müsli essen muss. Ich hoffe, dass alles friedlich verläuft. Bis jetzt sieht es so aus.“

Demonstranten bemängeln „fehlenden öffentlichen Diskurs“

Nach tagelangem Hin und Her entschied sich das Berliner Verwaltungsgericht schließlich für die Genehmigung der Demo, die vom Stuttgarter Unternehmer Michael Ballweg und der Querdenken-Initiative veranstaltet wird. Voraussetzung: Die Einhaltung der Mindestabstände. Nachdem am Samstag Falschmeldungen in verschiedenen Medien die Runde machten und verkündeten, die Demo sei aufgelöst worden, macht sich auf dem Gelände kurz Verwirrung breit. Doch  schnell wird klar: Es handelt sich ausschließlich um den Umzug, nicht aber um die Hauptkundgebung.

Politik wollte die Veranstaltung stoppen, das Berliner Verwaltungsgericht genehmigt schließlich doch

Hier sind wir wieder bei Natascha. Der freie Journalist Micha erklärt die Situation folgendermaßen: „Der Umzug hat sich kein Stück bewegt, weil man ihn nicht hat beginnen lassen. Daraufhin stauten sich die Leute stundenlang. Hätte man die Abstände regeln wollen, hätte man den Umzug starten lassen. Das Gegenteil ist passiert. Sprich: Die Begründung der Auflösung aufgrund fehlender Abstände und Masken ist an den Haaren herbeigezogen. Es wurde ja auch im Vorfeld, zum Beispiel von der „Welt“, klar kommuniziert, dass es keine Maskenpflicht gibt.“

Keine Maskenpflicht, aber Mindestabstandsgebot

Doch noch weitere Geschehnisse sorgen am vergangenen Samstag für Zündstoff. Eine Handvoll Menschen stürmt die Treppe des Reichstags. Lutz, der die Demonstration mit seiner Kamera festgehalten hat, erlebt den Vorfall mit und berichtet: „Am Samstag fanden noch weitere Kundgebungen in Berlin statt, so auch eine Kundgebung von Reichsbürgern vor dem Reichstag. Heute überschlagen sich die Medien mit Meldungen von dem, was am Reichstag geschah. Ein willkommener Anlass, um von der Mega-Demo abzulenken.“

Kundgebung von Reichsbürgern vor dem Reichstag gab es parallel zu der Coronademo

Die Querdenken-Demonstranten sind allesamt betont friedlich. Es sind viele Familien vor Ort, auch ein junges Elternpaar aus Leipzig. Die Mutter hat ihr Baby in einer Trage und spricht über den Grund ihrer Anreise: „Wir wollten uns einmal ein Bild von der Demo machen. Man sieht, hier ist alles friedlich. Wir sind hier, um für Freiheit, Demokratie und für die Liebe untereinander zu stehen. Wir feiern hier ein Fest, ein Freudenfest.“

Familien vor Ort

In einer Seitenstraße gibt ein Passant ein Statement zu der Kundgebung ab: „Ich bin der Meinung, dass jeder seine eigene Meinung sagen dürfen soll. Ob die richtig oder falsch ist, sei dahingestellt, aber es herrscht eben Meinungsfreiheit.“ Damit das auch so bleibt, ist Olli aus Heidelberg nach Berlin gekommen und appelliert: „Liebe Presse, hört auf, in Schubladen zu denken. Hört auf damit, uns zu diskreditieren, zu verunglimpfen. Lasst den Diskurs zu, lasst den Dialog zu, vor allen Dingen mit anderen Wissenschaftlern. Wenn wir in einer Gesellschaft leben, wo die Gegenrede nicht mehr zulässig ist, dann haben wir unsere Demokratie verloren.“

Text: Priscilla Dekorsi

 

Berliner Großdemo vom 28. bis 30. August 2020. Foto: GSCHWÄTZ

Zahlreiche Menchen demonstrieren für Freiheit, Demokratie und ihre Grundrechte. Foto: GSCHWÄTZ

Manche Demonstranten kritisieren die Maskenpflicht. An der Demo selbst gab es keine Maskenpflicht. Foto: GSCHWÄTZ

Menschenmassen und im Hintergrund die Siegessäule – das gab es zuletzt bei der Love Parade. Foto: GSCHWÄTZ




Keine Weihnachtsmärkte in Forchtenberg, Schöntal und Künzelsau

Die traditionellen Weihnachtsmärkte in Forchtenberg und Schöntal und auch der „Advent am Schloss“ in Künzelsau finden in diesem Jahr leider nicht statt. Darüber haben sich die Bürgermeister verständigt. Dennoch sind verschiedene Aktionen in der Vorweihnachtszeit angedacht. Konzepte werden zurzeit geplant und im Hinblick auf coronabedingte Vorgaben geprüft. Das geht aus einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau hervor.

„Diese Entscheidung ist keinem von uns leichtgefallen“

„Diese Entscheidung ist keinem von uns leicht gefallen“, sagt Bürgermeister Stefan Neumann. „Wollten wir unsere Märkte aber wie in den Jahren zuvor oder ähnlich durchführen, müssten wir dringend mit den Vorbereitungen anfangen oder schon längst begonnen haben. Heute lässt sich jedoch nicht vorhersehen, mit welchen Einschränkungen im Dezember zu rechnen ist. Den Markthändlern und anderen Beteiligten im Extremfall kurzfristig absagen zu müssen, dieses wirtschaftliche Risiko und die größere Ansteckungsgefahr wollen wir nicht eingehen. Letztendlich hängt alles von dem dann aktuellen Infektionsgeschehen ab.“

Winterlounge und gemütliche Ecken in Künzelsau

Weihnachtliche Stimmung soll trotzdem in der Künzelsauer Innenstadt aufkommen. Straßen und Plätze sollen laut der Stadtverwaltung wieder mit Lichtern und Tannengrün geschmückt werden. Für ein gemütliches und stimmungsvolles Ambiente sorgt wieder die Winterlounge der Werbegemeinschaft Künzelsau. Im vergangenen Winter war das ein gut besuchter Treffpunkt am Alten Rathaus. „Zusammen mit der Werbegemeinschaft wollen wir solche gemütlichen Ecken in der Vorweihnachtszeit an verschiedenen Stellen in der Innenstadt schaffen“, erklärt Stefan Neumann das Ziel, den Besuchern eine hohe Aufenthaltsqualität anzubieten. Große Menschenansammlungen konzentriert auf begrenzter Fläche sollen vermieden und dafür mehrere kleine, nette und ansprechende Treffpunkte geschaffen werden.

Drei Städte gehen denselben Weg

Rustikale Bänke, warme Felle, Feuerkörbe und passend dazu wärmender Punsch, Glühwein und Schmackhaftes aus der Küche, vielleicht ergänzt mit einem kleinen kunsthandwerklichen Angebot, können auch einen gewöhnlichen Einkauf oder den Feierabend zu einem winterlich-weihnachtlichen Erlebnis machen.

2021 wieder Weihnachtsmarkt in Schöntal

„Die Verwaltung und der Gemeinderat der Gemeinde Schöntal sind sich einig darüber, dass im Jahr 2021 wieder ein Weihnachtsmarkt stattfinden soll“, so Bürgermeister Joachim Scholz. „Wie dieser unter Pandemiebedingungen organisiert und durchgeführt werden kann, soll noch in diesem Jahr geklärt werden. Die Verwaltung wurde beauftragt, frühzeitig konzeptionelle Überlegungen anzustellen und dem Gemeinderat vorzulegen. In Kürze trifft sich eine Arbeitsgruppe zu ersten Gesprächen.

Liebevoll geschmückte Altstadt in Forchtenberg, aber auch Absage des Weihnachtsmarktes

Bürgermeister Michael Foss: „Unser Weihnachtsmarkt in Forchtenberg, sehr beliebt nicht nur in Forchtenberg, sondern in ganz Hohenlohe und darüber hinaus, kann in diesem Jahr leider nicht stattfinden. Gerade deswegen werden wir unsere Altstadt besonders liebevoll schmücken, Corona soll uns nicht die vorweihnachtliche Stimmung nehmen. Es wird noch mit den örtlichen Vereinen und Gewerbetreibenden abgestimmt, ob einige Weihnachtshütten mit kulinarischen und eventuell auch kunsthandwerklichen Dingen gestellt werden. Diese sollen nach Möglichkeit die ganze Adventszeit, vorzugsweise an den Wochenenden geöffnet sein, um größere Menschenansammlungen zu vermeiden. Wir dürfen uns − trotz Corona – auf eine romantische Vorweihnachtsstimmung in Forchtenberg freuen.“

Zum Foto: Weihnachtsstimmung wie hier am Alten Rathaus in Künzelsau soll auch ohne die traditionellen Weihnachtsmärkte aufkommen. Verschiedene Aktionen sind in Forchtenberg, Schöntal und Künzelsau geplant. Foto: Stadtverwaltung Künzelsau/Olivier Schniepp, Foto Linke GmbH.




Corona: Zahlen steigen auch im Hohenlohekreis wieder – Ehemalige Hotspots bleiben weiter vorn mit dabei

Auch bei uns steigen die Coronazahlen wieder. Laut dem baden-württembergischen Regierungspräsidium in Stuttgart gibt es derzeit 809 offizielle Coronafälle allein im Hohenlohekreis. Dieser Wert ist fast doppelt so hoch wie der Wert im Neckar-Odenwald-Kreis (486). Im Vergleich: Die Stadt Heilbronn hat aktuell offiziell 580 Coronainfizierte. Der Wert von schwäbisch Hall ist allerdings noch etwas schlechter als der vom Hohenlohekreis (944). Bislang gab es offiziell 47 Coronatote im Hohenlohekreis.

Am 26. August 2020 meldete das Landratsamt des Hohenlohekreises allein 136 Infizierte in Öhringen. Damit  ist die große Kreisstadt derzeit Spitzenreiter, gefolgt von den ehemaligen Hotspots Pfedelbach (123) und Kupferzell (117).

Ehemalige Hotspots bleiben mit den Zahlen an der Spitze

Wenn man die Coronazahlen von Anfang Juli 2020 mit der jetzigen Coronakarte des Landratsamtes vergleicht, fällt auf, dass nur manche Städte und Gemeinden ansteigende Zahlen verzeichnen und dies auch nur minimal. So hatte Künzelsau Anfang Juli 2020 76 offizielle Coronafälle und nun 81. Auffällig: Bei manchen Städten und Gemeinden bewegt sich seit rund zwei Monaten gar nichts. Sprich: Die Zahlen sind immer dieselben, wie etwa in Ingelfingen (24). Offenbar sind seit Anfang Juli in Ingelfingen konstant 24 Menschen an Corona erkrankt oder warum ändern sich hier die Zahlen nicht?

Rot als Warnfarbe?

Interessant auch das Farbenspiel des Landratsamtes: Bis Ende Juni 2020 veröffentlichte das Landratsamt regelmäßig grüne Landkarten mit Zahlen der Gesundeten. Seit Anfang Juli 2020 gibt es wieder die roten Karten mit den Zahlen der offiziell Erkrankten.  Dieser Farbwechsel kann zum einensymbolisch für den Anstieg der Coronazahlen verstanden werden oder als psychologische Warnung, in der Reisezeit vorsichtiger zu sein, damit sich das Virus nicht wieder sprunghaft ausbreitet.

 

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Corona Zahlen vom 06.07.2020. Quelle: Landratsamt Hohenlohekreis

Corona Zahlen vom 26.08.2020. Quelle: Landratsamt des Hohenlohekreises

Bis Ende Juni 2020 veröffentlichte das Landratsamt regelmäßig grüne Landkarten mit Zahlen der Gesundeten. Seit Anfang Juli 2020 gibt es wieder die roten Karten mit den Zahlen der offiziell Erkrankten.  Quelle: Landratsamt des Hohenlohekreises.




Eltern wegen schweren sexuellen Missbrauchs an ihren eigenen drei und vier Jahre alten Töchtern vor Gericht – Mutter soll Fotos davon gemacht haben

Ab Freitag, den 04. September 2020, 09 Uhr, beginnt vor der zweiten großen Strafkammer des Heilbronner Landgerichts ein Prozess, bei dem Eltern angeklagt sind, ihr drei und vier Jahre alten Töchter schwer missbraucht zu haben.

Geschlechtsverkehr

Den angeklagten Eltern liegt insbesondere zur Last, sie hätten in den Jahren 2014 und 2015 in Möckmühl Sexualstraftaten zu Lasten der Nebenklägerinnen, ihren gemeinsamen Töchtern, begangen, als diese erst rund drei bis vier Jahre alt gewesen seien. Es geht bezüglich des angeklagten Vaters insoweit um sexuellen Missbrauch in drei Fällen, hiervon in zwei Fällen Handverkehr und in einem Fall Geschlechtsverkehr. Bei einem der Fälle des Handverkehrs habe die angeklagte Mutter Fotos gefertigt.

Die Kammer hat die Angeklagten, ihre Verteidiger, die Nebenklägerinnen, ihren anwaltlichen Vertreter, 17 Zeugen und eine Sachverständige geladen.

Fortsetzungstermine

Freitag, 4. September 2020, 09:00 Uhr

Montag, 7. September 2020, 09:00 Uhr

Freitag, 11. September 2020, 09:00 Uhr

Dienstag, 15. September 2020, 13:30 Uhr

 

 

 




Bürgersprechstunde mit Bürgermeister Stefan Neumann

Am Donnerstag, 10. September 2020 im Rathaus Künzelsa

Die Einwohnerinnen und Einwohner von Künzelsau lädt Bürgermeister Stefan Neumann erneut zu einer Bürgersprechstunde ein – am Donnerstag, 10. September 2020, 16.00 bis 18.00 Uhr im Rathaus Künzelsau, Zimmer 200, zweites Obergeschoss.

Aufgrund der Corona-Pandemie bietet die Stadtverwaltung Künzelsau Termine nach vorheriger Anmeldung an. Kontakt: Sibylle Fünfer, 07940 129-101, sibylle.fuenfer@kuenzelsau.de




loTTA im ehemaligen Spielzeuggeschäft Dies & Das ein

Viele haben dem Holzspielzeuggeschäft „Dies & Das“ hinterhergetrauert, der jahrzehntelang in Künzelsau etabliert war und vor geraumer Zeit seine Pforten für immer geschlossen hat (wir berichteten https://www.gschwaetz.de/2020/03/11/aus-finanziellen-gruenden-schliesst-dies-das-daniel-kurrle-moechte-nicht-laenger-mit-online-handel-konkurrieren/). Zuletzt was das Dies & Das in der Schlossgasse 4 in Künzelsau angesiedelt. Ab 01. September 2020 öffnet nun ein Geschäft namens „loTTa“ in diesen Räumen.

Das Motto: love to take

Das Motto der Inhaberinnen: „love to take“ (loTTa) – sprich: Dinge, die man gerne mitnimmt. Die Inhaberinnen sind bekannte Gesichter in Künzelsau, haben Christiane Bürkert und Karin Friedmann nicht bereits seit einem Weilchen die „Werkstatt am Schloss“, die bislang nur einen Steinwurf vom Dies & Das entfernt war. Dort erwarteten Besucher bislang Geschenkartikel und Kleinigkeiten jedweder Art, Kleidung, allerhand Kreatives, aber auch Produkte aus der Region, lustige Postkarten, selbst gemachte Skulpturen und hochwertigen Schmuck.

Besucher dürfen sich nun freuen: Die Werkstatt am Schloss zieht um in die Räumlichkeiten des ehemaligen Dies & Das und auch der Name ändert sich: Aus Werkstatt am Schloss wird kurz und gut gelaunt: loTTa.

Mehr Informationen: http://www.lotta-lovetotake.de/

Lotta heißt nun die ehemalige Werkstatt am Schloiss. Foto: Flyer Lotta

Nicht nur der Name ist fortan ein anderer. Die Werkstatt am Schloss ist auch umgezogen. Foto: Flyer Lotta

So sah die Werkstatt am Schloss in Künzelsau bislang aus. Ab 01. September 2020 erwartet die Besucher größere Räume, mehr Platz und einen neuen Namen. Foto: GSCHWÄTZ