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Selber zapfen

Das neue Selbstbedienungs-Milchhäusle in Nagelsberg kommt super an: „Schon vor der Eröffnung kamen Leute und wollten Milch kaufen“, sagen die Macher dahinter, die Familie Kaiser aus Nagelsberg und verrät unserer GSCHWÄTZ-Reporterin, wie das Milchhäusle funktioniert.

Es wirkt wie ein modernes Bullerbü

Schilder mit der Aufschrift „Achtung spielende Kinder!“ säumen die Hofeinfahrt von Familie Kaiser in Nagelsberg. Dazwischen rennen die vier Kaiser-Töchter und ein Freund herum und spielen Fußball. Es wirkt wie ein modernes Bullerbü. Genau das spiegelt wider, was diese junge Familie in ihrem neuesten Projekt verkörpert: Regionalität, eine ehrliche Transparenz und ein bisschen Heimeligkeit.

Frische Milch selber zapfen

Seit Ende August 2020 Dienstag ist Kaisers Milchhäusle offiziell eröffnet. „Es ist ein Selbstbedienungshäuschen, in dem unsere Kunden sich ihre frische Milch selbst am Automaten zapfen können. Flaschen stellen wir zur Verfügung, natürlich kann man auch eigene mitgebrachte Gefäße befüllen. Zahlen kann man ganz bequem per Münz- oder Scheineinwurf“, erklärt Julia Kaiser, die Ideengeberin.

Von 6 bis 22 Uhr

Ihr Mann Johannes erzählt: „Das Milchhäusle ist selbst gebaut mit Holz aus dem eigenen Wald. Ein Freund von uns kennst sich mit solchen Arbeiten gut aus, also haben wir da zusammengearbeitet.“ Im Schwedenhaus-Stil strahlt das Milchhäusle nun eine ordentliche Portion Bauernhof-Romantik und ein wenig Nostalgie aus.

Selbstgemacht und regional: Da steckt Herzblut drin.

Wenn Johannes über seine Tiere spricht, merkt man, dass er berührt ist: „Alle meine Tiere bedeuten mir sehr viel. Ich bin mit Tieren groß geworden. Man sagt, in der Landwirtschaft sei es gerade schwierig. Das ist es in der Tat, es ist auch für uns im Moment schwierig über die Runden zu kommen.“ Julia ergänzt: „Aus diesem Grund bauen wir uns gerade ein zweites Standbein auf. Das Milchhäusle ist eine Form der Direktvermarktung, die wir ohne viel Personal stemmen können. Und trotzdem: Unsere Arbeit kann man in wenigen Worten als selbst und ständig beschreiben.“

Die Landwirtschaft hat es zur Zeit nicht leicht.

Die sich verändernde Umwelt macht das nicht gerade einfacher, bemerkt Johannes: „Der Klimawandel macht sich deutlich bemerkbar. Was sollen die Kühe draußen auf der Weide fressen, wenn aufgrund der Trockenheit immer weniger Gras wächst?“

Neue Ideen: Ab Herbst gibt es zusätzlich frische Eier vom Hühnermobil.

Trotz vieler Herausforderungen hält die Familie fest zusammen, schaut nach vorne und hat schon das nächste Projekt im Blick. Johannes verrät: „Im Herbst werden wir uns ein Hühnermobil anschaffen, dann wird es in unserem Milchhäusle zusätzlich Eier aus Freilandhaltung zu kaufen geben.“ Ein Grund zur Freude, denn das schreit förmlich nach Pfannkuchen.

Text und Video: Priscilla Dekorsi

Familie Kaisers Milch gibt es ab sofort zum selber Zapfen in Nagelsberg. Foto: GSCHWÄTZ

Die Tiere liegen der Familie sehr am Herzen. Foto: GSCHWÄTZ

Julia Kaiser zeigt, wie’s geht. Foto: GSCHWÄTZ

Johannes Kaiser mit seinen Tieren. Foto: GSCHWÄTZ




17-Jähriger stirbt bei Spritztour ohne Helm, 15-Jähriger leicht verletzt

Am Sonntag, den 06. September 2020, um 00.45 Uhr, wurde durch einen Anwohner in Dörzbach ein Verkehrsunfall gemeldet. Beteiligt sei ein Zweirad, das mit 2 Personen besetzt, allein beteiligt von der Fahrbahn abgekommen sei. Vor Ort konnten die eintreffenden Streifen feststellen, dass für einen 17-Jährigen die Fahrt tödlich endete. Ersten Ermittlungen zufolge kam ein Motorroller aus bislang ungeklärter Ursache nach links von der Fahrbahn ab, die Fahrt endete in einem Wiesenstück. Hier zog sich der 17-Jährige beim Sturz tödliche Verletzungen zu. Der am Unfall ebenfalls beteiligte 15-Jährige erlitt leichte Verletzungen.

Beide trugen keinen Helm. Die Fahrereigenschaft ist bislang nicht abschließend geklärt. Die Ermittlungen wurden durch das Verkehrskommissariat Tauberbischofsheim aufgenommen. Zur Unfallaufnahme war die Feuerwehr mit 2 Fahrzeugen und 6 Mann, der Rettungsdienst mit einem Rettungswagen und Notarzt vor Ort. Am Motorroller entstand ein Sachschaden von zirka 5.000 Euro.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn




Zartrosa Müslischale, grüne Leggings und handgefertigte Dinge von der Häckel-Anne oder der Strickoma

„Warum sollte ich bei Lotta einkaufen, wenn ich doch auch bei Amazon alles bekommen kann?“ Mit dieser leicht provokanten Frage an die Ladenbesitzerinnen hat sich GSCHWÄTZ-Reporter Dr. Felix Kribus in dem neuen Künzelsauer Geschäft LoTTA (love to takte) in der Schlossgasse umgesehehen und mit den Inhaberinnen sowie den Besuchern darber gesprochen, was Lotta so einzigartig macht.

Umzug in die ehemaligen Räumlichkeiten des Spielzeuggeschäfts

Aus der „Werkstatt am Schloss“ sind Christiane Bürkert und Karin Friedmann umgezogen, ein paar entscheidende Meter weiter Richtung Hauptstaße. Gegenüber vom Lebensmittelgeschäft Alex. Der seit Anfang September 2020 neu eröffnete Laden heißt jetzt „Lotta“. Was es aktuell an Kleidung, Dekoartikel und Geschenkideen zu sehen und zu kaufen gibt, warum die Frauen überhaupt umgezogen sind und was der Name bedeutet, das haben sie Felix Kribus während der Eröffnung erzählt.

Kleidung zu Hause anprobieren

„Bei uns können die Menschen das ganze Sortiment vor Ort anschauen, können es in die Hand nehmen, können sich von der Qualität überzeugen. Wir fertigen einige von unseren Produkten selbst an, auch auf Kundenwunsch“, so Karin Friedmann. „Die Kunden haben auch die Möglichkeit, die Kleidungsstücke mit nach Hause zu nehmen zur Auswahl“, ergänzt Christiane Bürkert.

„Schon immer unser Traum“

Die Inhaberinnen sind froh über den Umzug, denn „es war schon immer unser beider Traum, einen größeren Laden zu haben und auch näher an der Innenstadt zu sein“, sagt Karin Friedmann. „Und dann hat sich das ganz gut ergeben, als das Spielzeuggeschäft frei geworden ist.“ Christian Bürkert fügt hinzu: „Bei lokalen Veranstaltungen und auch auf dem Weg zum Wertwiesen kommen die Menschen bei Lotta vorbei“ – während die Werkstatt am Schloss etwas versteckter und näher Richtung Schlossgymnasium lag.

Freunde halfen beim Renovieren

„Ausserdem haben wir ganz liebe Freunde und Kunden, die uns bestärkt haben“, diesen Weg zu gehen, „und die uns auch bei der Renovierung geholfen haben. Sonst wäre das alles hier nicht entstanden“, betont Christiane Bürkert. Anja Schmitt überreicht zur Neueröffnung ein rosa Blümchen an Christiane Bürkert – passend zu den zartrosa Müslischalen, die es derzeit unter anderem bei Lotta zu kaufen gibt.

„Lotta ist ein einzigartiger Laden in Künzelsau“, findet Kundin Carola, die auch in der Kreisstadt wohnt. „Man muss weit fahren, um so eine große Vielfalt hinsichtlich der Produktpalette zu bekommen.“ Es gäbe hier eine „schöne Auswahl und ganz besondere Produkte. So etwas habe ich in dieser Form selten gesehen.“

Fairtrade-Taschen, originelle Dekoartikel und Stahlskupturen

Aber was gibt es überhaupt alles zu kaufen bei Lotta?“ – „Bei uns gibt es alles vom Anziehen übers Dekorieren bis hin zum Schmücken und Schenken“, sagt Karin Friedemann. Die Kunden erwartet Fairtrade-Taschen, hochwertiger selbst gefertigter Schmuck und originelle Dekoartikel, unter anderem gibt es hier auch diverse Stahlskulpturen für den Garten sowie Produkte von regionalen Landwirten. „Es gibt auch handgefertigte Dinge von der Häckel-Anne oder unserer Strickoma“, beschreibt Christiane Bürkert das Sortiment. Auch antike Möbel gibt es von Zeit zu Zeit zu kaufen.

Carola aus Neureut ist durch Zufall auf das neue Geschäft aufmerksam geworden und hat auch gleich eine grüne Leggings für sich gefunden. „Ich denke schon, dass ich hierher öfter kommen werde, es sieht nett aus.“ Auch Bärbel von Gaisbach „weiß gar nicht, wo sie zuerst hinschauen soll, was es hier so viele schöne Dinge gibt“. Zwei Babygeschenke hat sie bereits hier gefunden.

„Was bedeutet eigentlich Lotta?“, möchte GSCHWÄTZ-Reporter Dr. Felix Kribus von den Inhaberinnen wissen. Lotta ist eine Abkürzung für die englische Formel „love to take“, übersetzt, so Karin Friedmann, bedeutet das so viel wie: „Lieblingsdinge mit nach Hause nehmen, Dinge, an denen man sich erfreut.“ Aber Lotta steht auch als deutscher Name für sich allein: „Es ist mutig, es ist frech, es ist einfach volle Lotta gut“, erläutert Christiane Bürkert die Namensentstehung.

Für Euch vor Ort: GSCHWÄTZ – Das Magazin | wir lieben unser Ländle | www.gschwaetz.de

Video: Dr. Felix Kribus

Seit Anfang September 2020 hat Künzelsau ein neues Ladengeschäft: Lotta begeistert die Kunden. Foto: GSCHWÄTZ

Karin Friedmann (links) und Christiane Bürkert sind die Ladeninhaberinnen. Foto: GSCHWÄTZ




Kühlschrank vom Himmel gefallen

Unbekannte entsorgten wahrscheinlich am vergangenen Wochenende einen Kühlschrank zwischen Kocherstetten und Morsbach. Am Montagmittag, den 31. August 2020, gegen 13 Uhr, entdeckten Mitarbeiter des Landratsamtes einen herrenlosen Kühlschrank neben der Landstraße 1045. Die Umweltsünder luden das Haushaltsgerät vermutlich ab, um die Entsorgungskosten nicht selbst tragen zu müssen. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet Zeugen, die Angaben zu dem Kühlschrank oder den Tätern machen können, werden gebeten, sich beim Polizeirevier Künzelsau, Telefon 07940 940 0, zu melden.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn

 




Aufgewirbelter Gegenstand verursachte Unfall

Knapp 40.000 Euro Sachschaden ist das Resultat von zwei Unfällen am Mittwochabend, den 02. September 2020, auf der Autobahn 6. Auf der Höhe der Anschlussstelle Kupferzell war eine 35-Jährige mit ihrem Opel gegen 18.30 Uhr unterwegs. Als sie von der mittleren auf die linke Spur wechseln wollte, unterschätzte sie vermutlich die Geschwindigkeit eines von hinten herannahenden Mercedes eines 43-Jährigen. Die durch den Mann eingeleitete Gefahrenbremsung reichte nicht mehr aus, woraufhin die beiden Fahrzeuge kollidierten. Durch den Zusammenstoß prallten der Opel und der Mercedes gegen die Mittelleitplanke. Der Frau kam daraufhin mit ihrem Wagen entgegengesetzt der Fahrtrichtung auf der linken Spur und der Mann mit seinem Pkw auf der mittleren Spur zum Stehen. Ein weiteres Auto einer 26-Jährigen fuhr im weiteren Verlauf gegen den verunfallten Mercedes. Der VW der 26-Jährigen und der Mercedes schleuderten daraufhin auf die rechte Fahrspur. Durch den Unfall wurden die 43-jährige und die 26-jährige verletzt und von Rettungskräften in ein Krankenhaus gebracht. Bei dem Unfall entstand Sachschaden in Höhe von 25.000 Euro. Ein weiterer Unfall ereignete sich gegen 21 Uhr zwischen der Anschlussstellen Öhringen und Bretzfeld. Ein 55-Jähriger befuhr mit seinem BMW die mittlere Spur der Autobahn und wich einem aufgewirbelten Gegenstand aus.

Hierbei verlor der Mann die Kontrolle über sein Wagen und prallte gegen die mittlere Leitplanke. Von dort wurde der BMW abgewiesen, schleuderte zurück auf die mittlere Fahrspur und kollidierte mit dem Mitsubishi eines 52-Jährigen. Der BMW kam daraufhin quer auf der rechten Fahrspur und der Mitsubishi auf dem Standstreifen zum Stehen. Kurze Zeit später fuhr eine 32-jährige Ford-Fahrerin mit ihrem Gefährt durch die Trümmerteile des Unfalls, woraufhin der Ford ebenfalls beschädigt wurde. Bei dem Zusammenstoß wurde niemand verletzt. Es entstand Sachschaden in Höhe von zirka 15.000 Euro.

 




„Wenn ich sehe, wie manche meiner Kollegen, die Berufsmusiker sind, gerade leben müssen, ist das schon erschreckend“

„Ein kleiner Traum von mir ist wahr geworden.“ Am 23. August 2020 wurde Sebastian „Buddy“ Fabers erste Single „Zeile für Zeile“ veröffentlicht. Sie wurde auf allen gängigen Download- und Streamlingportalen digital veröffentlicht.

Der Musiker aus Künzelsau und Frontmann der Band Gravity ist stolz auf diese Leistung. Wir haben ihn um ein Interview gebeten, um zu erfahren, wie der Song entstanden ist.

GSCHWÄTZ: Hast du das Lied selbst geschrieben und komponiert?

Buddy: Die Geschichte des Songs ist meine. Eine befreundeter Kollege hat den Song komponiert und seine Lebensgefährtin (beide Musiker) hat aus meiner Geschichte einen Songtext gemacht. Der Song wurde dann in Stuttgart aufgenommen.

Ich habe um 0 Uhr mein Handy geschnappt

GSCHWÄTZ: Was war das für ein Gefühl, als nun dein erster Song veröffentlicht wurde?

Buddy: Es war ein tolles Gefühl. Ich habe um 0 Uhr vom 22 auf den 23.8 mein Handy geschnappt und habe mich in iTunes gesucht, und tatsächlich gefunden. Das macht schon stolz und die ersten Resonanzen, die ich bisher bekommen habe, bestätigen die ganze Arbeit.

„Wenn ich sehe, wie manche meiner Kollegen, die Berufsmusiker sind, gerade leben müssen, ist das schon erschreckend“

GSCHWÄTZ: Worum geht es in diesem Lied? Um HerzSchmerz habe ich herausgehört. Hast Du damit auch schon eigene Erfahrungen gemacht?

Buddy: Es ist meine Geschichte. Das Kennenlernen meiner jetzigen Frau mit der ich jetzt über 17 Jahre zusammen bin und über 5 Jahre verheiratet. Es geht darum, einfach nicht aufzugeben und zu kämpfen, auch wenn man mal Niederschläge einstecken muss. Nicht alles läuft immer nach Plan. Aber bei meiner Frau und mir sieht man, dass sich das Kämpfen manchmal lohnt.

GSCHWÄTZ: Wie ist Dein aktueller musikalischer und privater Status?

Buddy: Ich bin immer noch der Frontsänger meiner Band Gravity, aber auch als Solosänger bin ich unterwegs, zumindest war das vor Corona noch. Seit Anfang diesen Jahres bin ich stolzer Papa.

GSCHWÄTZ: Machst du die Musik neben- oder hauptberuflich?

Buddy: Ich mache die Musik immer noch nebenberuflich. Es wäre schön, davon leben zu können, aber es ist unheimlich schwierig in diesem Business. Aber natürlich soll das immer noch das Ziel sein. In der aktuellen Situation bin ich allerdings froh, nicht von der Musik leben zu müssen. Wenn ich sehe, wie manche meiner Kollegen, die Berufsmusiker sind, gerade leben müssen, ist das schon erschreckend.

Was macht Sebastian Faber neben der Musik noch in seiner Freizeit?

Buddy: Mein Hobby ist es Musik zu machen und Spaß auf der Bühne zu haben. Leute zu berühren, abzuholen, und ein Lächeln ihr Gesicht zu zaubern. Das ist ein großartiges Hobby. Mittlerweile ist auch die Gartenarbeit im eigenen Garten dazugekommen

In der Coverszene, in der ich mich mit meiner Band Gravity bewege, ist es tatsächlich so, dass man zu 95 Prozent abends und am Wochenenden spielt. Es gibt aber auch Ausnahmen. Viele Kollegen spielen sehr oft auch unter der Woche. Unter der Woche ist es bei uns nicht immer einfach, weil wir alle bis auf unseren Schlagzeuger Simon nicht von der Musik leben.

Wie Sebastian Faber entdeckt wurde

Im Herimouthsaal in Hermuthausen hat vor vielen Jahren alles begonnen. Sebastian „Buddy“ Faber sang laut eigenen Aussagen mal wieder in der ersten Reihe lautstark den Titel „Ich kenne nichts“ von Xavier Naidoo mit, als er einem der Sänger auffiel. Dieser habe ihn daraufhin gebeten, auf die Bühne, um mitzusingen. Das tat Buddy offensichtlich so gut, dass sich kurz darauf der ehemalige NCO-Manager aus SHA bei ihm meldete und ihn zu den damaligen THIS IS HOW WE DO IT-Sessions als Gastsänger einlud. Spätestens von da an war Buddy klar, dass er mehr aus seiner Leidenschaft für die Musik machen wollte.

Von da an begleitete Buddy Faber häufig Gonzo und andere regionale Künstler bei ihren Auftritten und sammelte erste Banderfahrungen. „Seit 2013 nimmt nun die Musik mit unserer Band GRAVITY deutlich mehr Raum in meinem Leben ein“, sagt Buddy Faber, der Sänger der Band.

Sebastian „Buddy“ Faber, Frontsänger von Gravity

Trinkt Sebastian "Buddy" Faber lieber Whiskey oder Tee?

Sebastian „Buddy“ Faber im EMMA in Künzelsau. Foto: GSCHWÄTZ/Archiv

Buddy bei einem Auftritt an einer Demo der BI zum Erhalt des Künzelsauer Krankenhausstandortes. Foto: GSCHWÄTZ/Archiv

 

Cover seines ersten Songs „Zeile für Zeile“. Foto: privat




Vom Ertragen anderer Meinungen

Unsere GSCHWÄTZ-Reporterin Priscilla Dekorsi war am vergangenen Wochenende auf der von der Initiative Querdenken organisierten so genannte Coronademo in Berlin (wir berichteten https://www.gschwaetz.de/2020/09/01/fuer-frieden-freiheit-und-demokratie/), um selbst zu erleben, wer da demonstriert, warum und vor allem: wie. Die nicht selten sehr kritische mediale Berichterstattung von diesen Demos und ihr völlig anderes Bild vor Ort hat unsere Reporterin veranlasst, einen Kommentar zu schreiben, den wir an dieser Stelle veröffentlichen:

Ein Plädoyer für mehr Toleranz in unserer Gesellschaft

„Wir distanzieren uns von jeglichem rechtsextremen und menschenverachtendem Gedankengut. Auch von linksextremistischem gewaltbereitem Gedankengut distanzieren wir uns. Wir sind eine friedliche Vereinigung von Menschen, die für Grundrechte einstehen.“ – So beschreibt sich die Querdenken-Gruppe Heilbronn selbst auf ihrem Telegram-Kanal. Das lässt wenig Spielraum dafür, sie in eine Nazi-Schublade zu stecken, oder?

Ich war am vergangenen Wochenende dabei, als in Berlin gegen die Corona-Politik der Regierung und für Freiheit, Demokratie und Grundrechte demonstriert wurde. Wenn ich meine Augen schließe und an Berlin zurückdenke, habe ich zwei Sprechchöre im Kopf „Wir Menschen zusammen im Frieden für den Wandel.“ Und „Zeigt Eure Herzen – We are Love!“. Um es klar und deutlich zu sagen: Die Querdenken-Demo ist absolut friedlich verlaufen. Alle Menschen haben uns freundlich empfangen. Menschen aller Altersgruppen, verschiedener Nationalitäten und Religionen sind Seite an Seite für ihre Anliegen eingestanden. Es wurden Durchsagen gemacht, die zur Friedlichkeit aufrufen und sich von Gewalt und Extremismus distanzieren. Ich habe Essen mit einer Muslima geteilt, mit einem linken Berliner Urgestein diskutiert und interessante Begegnungen mit verschiedenen Familien gehabt. Ich habe Gespräche über Jesus geführt, meditiert, und von einem praktizierenden Juden Dinge über das Judentum gelernt, die mir vorher nicht bewusst waren. Einem Neonazi bin ich nicht begegnet. Mir hat ein Mann erzählt, dass er ein Foto von einer Reichflagge in einem Meer von Pace-Fahnen aufgenommen habe, der Kontrast hätte ihn fasziniert.

Es waren tatsächlich verschiedene Fahnen und Symbole vor Ort, auch Reichsflaggen und Deutschlandfahnen. Noch mehr Pace-Fahnen, Mahatma Gandhi- oder Weiße Rose-Transparente. Also ein Sinnbild unserer Demokratie. Auch in unserer Gesellschaft gibt es Meinungen, mit denen wir vielleicht nicht d’accord sind. Und das ist gut so. Denn Dialog und Diskurs ermöglichen Progressivität. Das macht uns als Demokratie aus, das haben wir uns auf die Fahnen geschrieben. Das Ertragen und Akzeptieren des Andersseins der Anderen, das ist für mich Respekt. Damit unsere Demokratie auch demokratisch bleibt, plädiere ich dafür, den öffentlichen Diskurs zuzulassen. Eine Diskreditierung von namhaften Ärzten und Professoren, eine Verunglimpfung von Gegnern des aktuellen Regierungskurses als Covidioten oder Verschwörungstheoretiker und der fehlende öffentliche Diskurs über Entscheidungen, die uns alle etwas angehen, führen zu einer Spaltung in unserer Gesellschaft. Das ist nicht nur schade, sondern fatal. Und gefährlich. Vor allem für unsere Demokratie.

GSCHWÄTZ-Mitarbeiterin Priscilla Dekorsi war auf der Coronademo in Berlin am vergangenen Wochenende. Foto: Screenshot aus dem GSCHWÄTZ-Video

 




Was lange währt…

Seit 01. September 2020 hat die private Kindertagesstätte (Kita) Schatzkinder in Nagelsberg wieder geöffnet, nachdem sie im August 2019 –  wegen laut der Stadtverwaltung Künzelsau zu geringer Nachfrage und zu hoher Kosten – schließen musste (wir berichteten https://www.gschwaetz.de/2019/08/12/kita-betreiberin-jakobi-familienfreundliche-stadt-kuenzelsau-nicht-glaubwuerdig-letzte-chance-stuttgart/?fbclid=IwAR1fuvXbUexbI5YTNFp3_5QSdiOhFA0nqGJX2bZd3tMRrmR72dBjxj4-xuI  Ein Jahr später hat nun die Stadt Künzelsau die private Kita nun doch auf unbestimmte Zeit in die Bedarfsplanung  aufgenommen.

Elvira Jakobi, Trägerin der Einrichtung, strahlt daher zur Wiedereröffnung um so mehr und ist einfach nur glücklich. Zur Eröffnung war auch Marion Hannig-Dümmler von der Stadtverwaltung Künzelsau vor Ort  –  und unsere GSCHWÄTZ-Mitarbeiterin Elke Brand, die sich in den Räumen umschauen durfte.

Kinder im Alter von drei Jahren bis Schuleintritt können ab sofort in der privaten Kindertagesstätte in Nagelsberg von Montag bis Freitag  von 7.30 bis 14.30 Uhr betreut werden.

Stolz zeigt Elvira Jakobi die Räume und den Außenbereich, in denen die Kinder untergebracht sind, vor. Es gibt eine bunt gestaltete Spielecke, zudem einen Bereich auf zweiter Ebene, in dem sich die Kinder beschäftigen und auch zurückziehen können.

Alle Tische und Stühle sind entsprechend der derzeitigen Hygienevorschriften korrekt auseinander gestellt.

Der Waschraum ist mit freundlichen Farben gestaltet. In der hellen, mit vielen Fenstern versehenen Küche wird täglich ein frisch gekochtes Mittagessen für die Kinder zubereitet und angeboten.

Derzeit sind zwei Erzieherinnen im Kindergarten beschäftigt, auch eine Praktikantin zeigt Interesse, dort Erfahrungen für ihren Berufswunsch zu sammeln.

Im Außenbereich findet man für die Kinder eine  Schaukel, ein kleines Holzhäuschen und viel Platz zum Spielen im Freien.

Kontakt: info@kita-schatzkinder.de

Mehr Informationen: www.kita-schatzkinder.de

Kindertagesstätte Schatzkinder, Steige 2;  74653 Künzelsau-Nagelsberg. Telefon: 07940/5032642

 

 




Öhringer Herbstgenuss

Am Samstag, den 26. September 2020, lockt der Öhringer Herbstgenuss von 10 bis 17 Uhr mit einem attraktiven Mix aus Kunsthandwerk und regional erzeugten Lebensmitteln in die lebendige Öhringer Innenstadt. Eine kleinere Alternative zum Öhringer Herbstmarkt, die trotz gültiger Abstands- und Hygieneregeln Leben in die Stadt bringt. Das geht aus einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung Öhringen hervor.

Blooz, Musik und Selbstvermarkter

Neben Live-Musik verschiedener kleiner Bands werden Selbstvermarkter in der Marktstraße ihre Waren anbieten. Zur bunten Angebotsvielfalt des Herbstmarktes gehört neben reichlich Obst, Gemüse, herzhaften Kuchen, edlen Bränden auch Kürbissuppe oder ein leckerer Blooz. Weiter geht es mit dem bunten Angebot auf dem Marktplatz, wo der samstägliche Wochenmarkt mit seinen bekannten und beliebten Ständen stattfindet. Da die momentane Lage keine weiteren Verkaufsstände auf einem dichtgedrängten Markt zulässt, haben sich die Organisatoren des Handels- und Gewerbevereins eine Lösung einfallen lassen, um räumlich zu entzerren und dennoch besondere Aktionen bieten zu können: anliegende Geschäfte werden Kunsthandwerkern die Möglichkeit bieten, sich mit ihrer Kunst und ihrer Ware darin zu präsentieren. Beachflags vor dem Eingang markieren die Geschäfte, in denen eine Aktion stattfindet. Außerdem wird es wie im Juni und Juli erneut eine Schnäppchenstraße der Öhringer Händler geben.

Interessierte Kunsthandwerker, die sich präsentieren möchten, können sich unter info@hgv-oehringen.de melden.

 




Randale im Biergarten

Unbekannte wüteten am Wochenende auf dem Gelände eines Biergartens in Forchtenberg. Das geht aus einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn herovr. In der Zeit zwischen 23.30 Uhr am Samstagabend und 12 Uhr am Sonntagmittag, waren die Täter auf das Grundstück des Biergartens in der Öhringer Straße gelangt und beschädigten dort die Eingangstüre zu den Toiletten.

Gartenlampe gestohlen

Die Unbekannten stahlen ein Schild und eine Gartenlampe und machten sich außerdem an einem Schild mit der Aufschrift „Mitfahrerbänkle“ zu schaffen, welches gegenüber des Biergartens angebracht war und beschädigten dieses. Die Polizei hofft nun auf Mithilfe aus der Bevölkerung und bittet Zeugen, die Angaben zu den Tätern machen können, sich unter der Telefonnummer 07940 9400 beim Polizeirevier Künzelsau zu melden.