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Saison im Kocherfreibad geht mit Besucherrekord zu Ende – Hallenbad TollKün öffnet ab heute wieder

Die Saison im Kocherfreibad lief laut einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau hervorragend: Über 15.000 Besucher an 65 Öffnungstagen – das sind die höchsten je verzeichneten Besucherzahlen und im Schnitt 235 Personen pro Tag. „Die Corona-Regelungen taten dem Besucherstrom keinen Abbruch. Die Besucher hielten sich in der Regel vorbildlich an die Einschränkungen. Die Besucherregistrierung und die Kasse funktionierten – auch ohne vorherige Reservierung – reibungslos. Sogar aus dem Stuttgarter und Würzburger Raumen kamen etliche Badegäste“, sao die Stadtverwaltung.

„Das Corona-gerechte Freibad war eine große Herausforderung“, sagt Bürgermeister Stefan Neumann. „Ich bin stolz auf alle Beteiligten, dass wir das so gut meistern konnten.“

Wer noch einmal ins neue Naturschwimmbecken eintauchen möchte, muss sich sputen. Ab Montag, 14. September 2020 bleibt das Naturfreibad geschlossen.

Dann geht das Hallenbad TOLLKÜN wieder in Betrieb: ab Montag, 14. September ist es wieder geöffnet für Schul- und Vereinssport sowie ab Dienstag, 15. September 2020 für die Öffentlichkeit. Das städtische Bäderteam muss also seinen „Freibad-Posten“ verlassen und im TOLLKÜN dafür sorgen, dass sich die Badegäste wohlfühlen. Die Herausforderungen bleiben die gleichen wie im Freibad: das ausgearbeitete Hygienekonzept muss umgesetzt und eingehalten werden. Außerdem muss auch im Hallenbad eine Besucher-Obergrenze beachtet werden: Es dürfen nicht mehr als 35 Personen das Bad gleichzeitig betreten. Im Schwimmbecken dürfen maximal 20 Gäste, im Planschbecken maximal vier Gäste gleichzeitig im Wasser sein. Die Dampfsauna bleibt bis auf weiteres gesperrt. Die Rutsche ist geöffnet. Mittwoch ist Warmbadetag und die Wassertemperatur wird auf 30 Grad angehoben. Es besteht eine Mund-Nasen-Schutz-Pflicht im Eingangsbereich und in den Umkleiden. Die Anzahl der Gäste, die gleichzeitig in Duschen und WCs sein dürfen, wird begrenzt und auf das Abstandsgebot sowie auf die Hygiene- und Sicherheitsregeln abgestimmt.

„Für mich dient jede Öffnungsstunde unseres Hallenbades dem Leben und der Gesundheit“, Bürgermeister Stefan Neumann. „Ganz nebenbei ist das auch ein Stück Lebensqualität – schwimmen gehen und sich selbst etwas Gutes tun.“

Es gelten die gleichen Öffnungszeiten wie vor der Pandemie: Dienstag bis Freitag 15 bis 21 Uhr; Samstag, Sonntag und Feiertag 8 bis 18 Uhr. Eine Ticketreservierung ist nicht möglich. Über den jeweiligen Besucherstand gibt das Bäderteam Auskunft unter der Telefonnummer 07940 547618.

 

 

Kocherfreibad Künzelsau zum Auftakt am 26.06.2020. Foto: Stadtverwaltung Künzelsau

Hallenbad TollKün. Foto: Stadtverwaltung Künzelsau/OlivierSchniepp

 




Dreiwöchiger Umbau des Künzelsauer Bürgerbüros

Wegen Umbauarbeiten im Bürgerbüro im Erdgeschoss des Rathauses in Künzelsau, kann es zu Verzögerungen und Wartezeiten kommen. Das geht aus einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau hervor.

Die Arbeiten sind geplant von 14. September bis 05. Oktober 2020. Die Stadtverwaltung Künzelsau bittet in dieser Zeit nur wegen dringend notwendiger Angelegenheiten persönlich im Bürgerbüro vorbeizukommen.
„Manches lässt sich auch telefonisch oder per E-Mail klären“, bittet der Leiter des Bürgerbüros Marco Jungbauer um Verständnis für die vorübergehenden Einschränkungen.

Das Team des Bürgerbüros ist zu erreichen unter der Telefonnummer 07940/129 0 und per E-Mail: info@kuenzelsau.de.

Die Öffnungszeiten bleiben unverändert: Montag bis Freitag 8.30 bis 18.30 Uhr, Samstag 9 bis 13 Uhr.

Bürgerbüro in Künzelsau. Quelle: Stadtverwaltung Künzelsau/OlivierSchniepp




Positive Corona-Tests bei zwei Kindern nach Zeltlager in Krautheim-Oberginsbach

Im Hohenlohekreis sind zwei Kinder positiv auf das Corona-Virus getestet worden, die sich zuvor in einem Zeltlager in Krautheim-Oberginsbach aufgehalten hatten. Das geht aus einer Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises hervor.

Das Gesundheitsamt des Hohenlohekreises hat daher alle Teilnehmer des Zeltlagers sowie die Betreuer – insgesamt 41 Personen, darunter 30 Kinder – als direkte Kontaktpersonen eingestuft und eine zweiwöchige Quarantäne verhängt. Alle Kontaktpersonen wurden innerhalb weniger Stunden telefonisch erreicht, dazu wurden die Gesundheitsämter der umliegenden Landkreise miteinbezogen, da nicht alle Kontaktpersonen im Hohenlohekreis wohnen oder sich derzeit dort aufhalten.

Allen Betroffenen wurde ein Test empfohlen.

Kostenlose Tests für Lehrer und Erzieher

Seit 17. August haben Lehrer, Erzieher sowie das weitere Personal an Schulen, Kindertagesstätten und der Kindertagespflege die Möglichkeit, sich auch symptomfrei auf das Vorliegen einer Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus testen zu lassen.

Terminvereinbarung

„Mit einer Terminvereinbarung sollten die Personen aber nicht bis zur letzten Sommerferienwoche warten, da man sonst mit Wartezeiten für einen Abstrichtermin rechnen muss und das Testergebnis womöglich nicht bis Schulbeginn vorliegt“ appelliert Ursula Mühleck, Dezernentin für Familie, Bildung und Soziales, sich rechtzeitig mit dem Hausarzt oder einer der 17 Corona-Schwerpunktpraxen für einen Abstrich in Verbindung zu setzen. „Auch die Laborkapazitäten kommen so an ihre Grenzen.“ Noch bis 30. September kann man sich maximal zweimal testen lassen, ein dafür notwendiges Formular hat jeder Beschäftigte einer Schule oder Kindertageseinrichtung erhalten bzw. erhält dieses über den Träger. „Die Tests sind freiwillig. Wir als Schulträger unserer Kreisschulen haben bereits unser Personal auf die Möglichkeit der Testung aufmerksam gemacht. Klar ist aber – die Ergebnisse stellen nur eine Momentaufnahme dar – Abstands- und Hygienemaßnahmen sind auch nach den Sommerferien unerlässlich“.

Hausärzte, Kinderärzte und Schwerpunktpraxen übernehmen die Testungen

Die Abstriche im Hohenlohekreis übernehmen die Hausärzte, ein Kinder- oder Jugendarzt bzw. die Schwerpunktpraxen. „Wir sind seit Pandemiebeginn in sehr gutem Austausch mit den niedergelassenen Ärzten. So haben wir auch gemeinsam die Ausrichtung für die derzeit anstehenden Tests, wie auch eine mögliche zweite Welle besprochen,“ ist Annemarie Flicker-Klein, stellvertretende Amtsleiterin des Gesundheitsamtes Hohenlohekreis, dankbar über die gute Zusammenarbeit mit der Ärzteschaft. Die gemeinsame Abstrichstelle in Belzhag kann jederzeit kurzfristig in Betrieb genommen werden, wenn es die Lageentwicklung erfordert.

Neth: „Ich bin sehr dankbar für die Unterstützung der niedergelassenen Ärzte“

„Hohenlohe steht zusammen und ich bin Ihnen sehr dankbar für Ihre Unterstützung und Ihre tägliche Arbeit in den Praxen, für Ihren Dienst an unseren Bürgerinnen und Bürger,“ richtet auch Landrat Dr. Matthias Neth seine Dankbarkeit an die niedergelassenen Ärzte im Hohenlohekreis.

„Bitte kommen Sie nicht einfach in eine Praxis, wenn Sie einen Termin für einen Abstrich möchten, sondern vereinbaren Sie diesen unbedingt telefonisch. Dies gilt insbesondere, wenn Sie typische COVID-19-Symptome entwickelt haben, wie Fieber, Husten oder Geruchs- und Geschmacksverlust,“ erinnert Susanne Bublitz, Sprecherin der Kreisärzteschaft Öhringen an die Verhaltensregeln und die telefonische Terminvereinbarung.

Eine Übersicht der ambulanten Corona Versorgungs- und Testeinrichtungen in ganz Baden-Württemberg ist unterhttp://coronakarte.kvbawue.de/ zu finden.

 

Hintergrund: Corona-Schwerpunktpraxis

Eine Corona-Schwerpunktpraxis ist eine reguläre Haus- oder Facharztpraxis, die für Infektpatienten und Corona-Verdachtsfälle spezielle Sprechstunden vorhält. Besteht ein Coronaverdacht, gelten deutlich erweiterte Sicherheitsstandards und eine strikte Trennung von den übrigen Patienten der Praxis. Kann beispielsweise eine Hausarztpraxis die Betreuung des Patienten bei Atemwegsinfektionen nicht gewährleisten, weil der Arzt selbst zur Risikogruppe gehört, übernimmt die Schwerpunktpraxis die weitere Untersuchung und Behandlung von Verdachtsfällen auf Corona.

 

 




Feuerwehr rettet Person aus dem brennendem Haus

Der Löschzug Künzelsau und die Abteilung Gaisbach wurden am Mittwoch, den 09. September 2020, gegen 04 Uhr, zu einem Wohnungsbrand nach Gaisbach alarmiert. In einem Mehrfamilienhaus war im ersten Obergeschoss ein Brand ausgebrochen. Personen befanden sich zu diesem Zeitpunkt keine in der Wohnung. Die Bewohner aus dem Erdgeschoss konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Aus dem zweiten Obergeschoss wurde von der Abteilung Gaisbach, bis zum Eintreffen der Drehleiter, eine Person über Steckleitern gerettet. Der Brand war im Anschluss schnell abgelöscht. Mittels Hochdrucklüfter wurde das Haus dann noch vom Rauch befreit.



25-Jähriger mit Gürteln auf den Rücken geschlagen und antisemitisch beleidigt

Die Staatsanwaltschaft Heidelberg führt aktuell ein Ermittlungsverfahren gegen insgesamt acht Personen, darunter eine Frau, die im Verdacht stehen, einen 25-jährigen Mann körperlich misshandelt und antisemitisch beleidigt zu haben. Das geht aus einer gemeinsamen Presseerklärung der Staatsanwaltschaft Heidelberg und des Polizeipräsidiums Mannheim hervor.

Dem aktuellen Ermittlungsstand zufolge besuchte der Geschädigte am Samstagmorgen, den 29. August 2020, gegen 01 Uhr eine Verbindungsfeier der Heidelberger Burschenschaft Normannia. Hierbei soll der Geschädigte antisemitisch beleidigt, mit Münzen beworfen und mit Gürteln auf die Beine sowie gegen den Rücken geschlagen worden sein.

Die Ermittlungen wurden unmittelbar nach Erstattung der Strafanzeige durch den Geschädigten am 29. August 2020 durch die Kriminalinspektion 6 – Staatsschutz – der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg unter Beteiligung der Kriminaltechnik und der forensischen IT aufgenommen. Im Zuge der Vollstreckung eines am 02. September 2020 durch die Staatsanwaltschaft Heidelberg beantragten und durch das Amtsgericht Heidelberg erlassenen Durchsuchungsbeschlusses konnte umfassendes Beweismaterial aufgefunden und sichergestellt werden.

Insgesamt wurden bislang 27 Teilnehmer an der Feierlichkeit ermittelt, von denen acht Personen beschuldigt werden, an den Straftaten beteiligt gewesen zu sein. Die Ermittlungen werden teilweise länderübergreifend geführt, unter anderem im Saarland und in Nordrhein-Westfahlen.

Es zeichnet sich ab, dass es sich bei dem Schlagen mit den Gürteln, der sogenannten „Gürtelung“, um ein gängiges Ritual der tatverdächtigen Personen handeln soll.

 




21-Jähriger verletzt 17-Jährigen mit Messer

Bei einer Auseinandersetzung in der Nacht von Freitag, den 03. September 2020,  auf Samstag, den 0. September 2020, kam es laut einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn kurz nach Mitternacht in der Friedhofstraße zu einer Auseinandersetzung, nachdem ein 24-Jähriger und ein 21-Jährige im Dorfweg das Elektrobike des 17-Jährigen entwendet hatten. Als dieser die beiden mit seinem Zweirad erwischte, ließen sie dieses fallen und flüchteten Richtung der Friedhofstraße. Begleitet von mehreren Freunden stellte der 17-jährige Fahrradeigentümer die beiden, woraufhin der 21-jährige Tatverdächtige ein Messer zückte und den Teenager bei einem Gerangel am Arm verletzte.

Ein hinzukommender Zeuge konnte dem Bewaffneten das Messer entreisen und somit die Situation entschärfen. Sowohl der 21-Jährige, als auch der 24 Jahre alte Mann waren alkoholisiert und wurden von der alarmierten Polizei vorläufig festgenommen. Weil sich der jüngere der Beiden auch noch auf dem Polizeirevier aggressiv verhielt, musste er die Nacht in einer Gewahrsamszelle verbringen. Der 17-jährige Verletzte wurde zur medizinischen Versorgung ins Krankenhaus gebracht.




Großer Unfall am Wochenende auf der B19

Am Samstagmittag, den 05. September 2020, gegen 11.55 Uhr, kam es auf der B19 zwischen Künzelsau und Gaisbach zu einem Verkehrsunfall mit drei beteiligten Fahrzeugen, bei welchem zwei Personen leicht und 1 Person schwer verletzt wurde. Das geht aus einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn hervor.

Der 66-jährige Lenker eines VW befuhr die B19 aus Richtung Gaisbach kommend, als er aus bislang nicht geklärten Gründen in einer langgezogenen Linkskurve nach links auf die Gegenfahrbahn kam. Hier prallte er ungebremst frontal auf den BMW
einer 62-jährigen Fahrzeuglenkerin, welche ordnungsgemäß den rechten der beiden Richtungsfahrbahnen befuhr. Diese wurde durch den Zusammenstoß auf den hinter ihr fahrenden Mercedes des 60-jährigen Lenkers geschleudert. Zusätzlich erfolgte im Anschluss noch ein Zusammenstoß zwischen dem Unfall verursachenden VW und dem Mercedes, da sich der VW nach dem Zusammenstoß mit dem BMW um 180 Grad drehte und mit dem Mercedes zusammenprallte.

Der Unfallverursacher und sein 61-jähriger Beifahrer wurden bei diesem Unfall leicht verletzt. Die BMW-Lenkerin wurde schwer verletzt. An allen 3 Fahrzeugen entstand Totalschaden in Höhe von insgesamt ca. 35.000 Euro. An der Unfallstelle war die Feuerwehr mit 4 Fahrzeugen und 14 Mann, ebenso waren 4 Rettungswägen und 1 Notarzt eingesetzt. Aufgrund der Unfallaufnahme, Bergung und umfangreicher Reinigungsmaßnahmen war die B19 für 3 Stunden voll gesperrt.

Fotos: Feuerwehr Künzelsau

Unfall auf der B19 zwischen Künzelsau und Gaisbach am Samstag, den 05. September 2020. Foto: Feuerwehr Künzelsau




Selber zapfen

Das neue Selbstbedienungs-Milchhäusle in Nagelsberg kommt super an: „Schon vor der Eröffnung kamen Leute und wollten Milch kaufen“, sagen die Macher dahinter, die Familie Kaiser aus Nagelsberg und verrät unserer GSCHWÄTZ-Reporterin, wie das Milchhäusle funktioniert.

Es wirkt wie ein modernes Bullerbü

Schilder mit der Aufschrift „Achtung spielende Kinder!“ säumen die Hofeinfahrt von Familie Kaiser in Nagelsberg. Dazwischen rennen die vier Kaiser-Töchter und ein Freund herum und spielen Fußball. Es wirkt wie ein modernes Bullerbü. Genau das spiegelt wider, was diese junge Familie in ihrem neuesten Projekt verkörpert: Regionalität, eine ehrliche Transparenz und ein bisschen Heimeligkeit.

Frische Milch selber zapfen

Seit Ende August 2020 Dienstag ist Kaisers Milchhäusle offiziell eröffnet. „Es ist ein Selbstbedienungshäuschen, in dem unsere Kunden sich ihre frische Milch selbst am Automaten zapfen können. Flaschen stellen wir zur Verfügung, natürlich kann man auch eigene mitgebrachte Gefäße befüllen. Zahlen kann man ganz bequem per Münz- oder Scheineinwurf“, erklärt Julia Kaiser, die Ideengeberin.

Von 6 bis 22 Uhr

Ihr Mann Johannes erzählt: „Das Milchhäusle ist selbst gebaut mit Holz aus dem eigenen Wald. Ein Freund von uns kennst sich mit solchen Arbeiten gut aus, also haben wir da zusammengearbeitet.“ Im Schwedenhaus-Stil strahlt das Milchhäusle nun eine ordentliche Portion Bauernhof-Romantik und ein wenig Nostalgie aus.

Selbstgemacht und regional: Da steckt Herzblut drin.

Wenn Johannes über seine Tiere spricht, merkt man, dass er berührt ist: „Alle meine Tiere bedeuten mir sehr viel. Ich bin mit Tieren groß geworden. Man sagt, in der Landwirtschaft sei es gerade schwierig. Das ist es in der Tat, es ist auch für uns im Moment schwierig über die Runden zu kommen.“ Julia ergänzt: „Aus diesem Grund bauen wir uns gerade ein zweites Standbein auf. Das Milchhäusle ist eine Form der Direktvermarktung, die wir ohne viel Personal stemmen können. Und trotzdem: Unsere Arbeit kann man in wenigen Worten als selbst und ständig beschreiben.“

Die Landwirtschaft hat es zur Zeit nicht leicht.

Die sich verändernde Umwelt macht das nicht gerade einfacher, bemerkt Johannes: „Der Klimawandel macht sich deutlich bemerkbar. Was sollen die Kühe draußen auf der Weide fressen, wenn aufgrund der Trockenheit immer weniger Gras wächst?“

Neue Ideen: Ab Herbst gibt es zusätzlich frische Eier vom Hühnermobil.

Trotz vieler Herausforderungen hält die Familie fest zusammen, schaut nach vorne und hat schon das nächste Projekt im Blick. Johannes verrät: „Im Herbst werden wir uns ein Hühnermobil anschaffen, dann wird es in unserem Milchhäusle zusätzlich Eier aus Freilandhaltung zu kaufen geben.“ Ein Grund zur Freude, denn das schreit förmlich nach Pfannkuchen.

Text und Video: Priscilla Dekorsi

Familie Kaisers Milch gibt es ab sofort zum selber Zapfen in Nagelsberg. Foto: GSCHWÄTZ

Die Tiere liegen der Familie sehr am Herzen. Foto: GSCHWÄTZ

Julia Kaiser zeigt, wie’s geht. Foto: GSCHWÄTZ

Johannes Kaiser mit seinen Tieren. Foto: GSCHWÄTZ




17-Jähriger stirbt bei Spritztour ohne Helm, 15-Jähriger leicht verletzt

Am Sonntag, den 06. September 2020, um 00.45 Uhr, wurde durch einen Anwohner in Dörzbach ein Verkehrsunfall gemeldet. Beteiligt sei ein Zweirad, das mit 2 Personen besetzt, allein beteiligt von der Fahrbahn abgekommen sei. Vor Ort konnten die eintreffenden Streifen feststellen, dass für einen 17-Jährigen die Fahrt tödlich endete. Ersten Ermittlungen zufolge kam ein Motorroller aus bislang ungeklärter Ursache nach links von der Fahrbahn ab, die Fahrt endete in einem Wiesenstück. Hier zog sich der 17-Jährige beim Sturz tödliche Verletzungen zu. Der am Unfall ebenfalls beteiligte 15-Jährige erlitt leichte Verletzungen.

Beide trugen keinen Helm. Die Fahrereigenschaft ist bislang nicht abschließend geklärt. Die Ermittlungen wurden durch das Verkehrskommissariat Tauberbischofsheim aufgenommen. Zur Unfallaufnahme war die Feuerwehr mit 2 Fahrzeugen und 6 Mann, der Rettungsdienst mit einem Rettungswagen und Notarzt vor Ort. Am Motorroller entstand ein Sachschaden von zirka 5.000 Euro.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn




Zartrosa Müslischale, grüne Leggings und handgefertigte Dinge von der Häckel-Anne oder der Strickoma

„Warum sollte ich bei Lotta einkaufen, wenn ich doch auch bei Amazon alles bekommen kann?“ Mit dieser leicht provokanten Frage an die Ladenbesitzerinnen hat sich GSCHWÄTZ-Reporter Dr. Felix Kribus in dem neuen Künzelsauer Geschäft LoTTA (love to takte) in der Schlossgasse umgesehehen und mit den Inhaberinnen sowie den Besuchern darber gesprochen, was Lotta so einzigartig macht.

Umzug in die ehemaligen Räumlichkeiten des Spielzeuggeschäfts

Aus der „Werkstatt am Schloss“ sind Christiane Bürkert und Karin Friedmann umgezogen, ein paar entscheidende Meter weiter Richtung Hauptstaße. Gegenüber vom Lebensmittelgeschäft Alex. Der seit Anfang September 2020 neu eröffnete Laden heißt jetzt „Lotta“. Was es aktuell an Kleidung, Dekoartikel und Geschenkideen zu sehen und zu kaufen gibt, warum die Frauen überhaupt umgezogen sind und was der Name bedeutet, das haben sie Felix Kribus während der Eröffnung erzählt.

Kleidung zu Hause anprobieren

„Bei uns können die Menschen das ganze Sortiment vor Ort anschauen, können es in die Hand nehmen, können sich von der Qualität überzeugen. Wir fertigen einige von unseren Produkten selbst an, auch auf Kundenwunsch“, so Karin Friedmann. „Die Kunden haben auch die Möglichkeit, die Kleidungsstücke mit nach Hause zu nehmen zur Auswahl“, ergänzt Christiane Bürkert.

„Schon immer unser Traum“

Die Inhaberinnen sind froh über den Umzug, denn „es war schon immer unser beider Traum, einen größeren Laden zu haben und auch näher an der Innenstadt zu sein“, sagt Karin Friedmann. „Und dann hat sich das ganz gut ergeben, als das Spielzeuggeschäft frei geworden ist.“ Christian Bürkert fügt hinzu: „Bei lokalen Veranstaltungen und auch auf dem Weg zum Wertwiesen kommen die Menschen bei Lotta vorbei“ – während die Werkstatt am Schloss etwas versteckter und näher Richtung Schlossgymnasium lag.

Freunde halfen beim Renovieren

„Ausserdem haben wir ganz liebe Freunde und Kunden, die uns bestärkt haben“, diesen Weg zu gehen, „und die uns auch bei der Renovierung geholfen haben. Sonst wäre das alles hier nicht entstanden“, betont Christiane Bürkert. Anja Schmitt überreicht zur Neueröffnung ein rosa Blümchen an Christiane Bürkert – passend zu den zartrosa Müslischalen, die es derzeit unter anderem bei Lotta zu kaufen gibt.

„Lotta ist ein einzigartiger Laden in Künzelsau“, findet Kundin Carola, die auch in der Kreisstadt wohnt. „Man muss weit fahren, um so eine große Vielfalt hinsichtlich der Produktpalette zu bekommen.“ Es gäbe hier eine „schöne Auswahl und ganz besondere Produkte. So etwas habe ich in dieser Form selten gesehen.“

Fairtrade-Taschen, originelle Dekoartikel und Stahlskupturen

Aber was gibt es überhaupt alles zu kaufen bei Lotta?“ – „Bei uns gibt es alles vom Anziehen übers Dekorieren bis hin zum Schmücken und Schenken“, sagt Karin Friedemann. Die Kunden erwartet Fairtrade-Taschen, hochwertiger selbst gefertigter Schmuck und originelle Dekoartikel, unter anderem gibt es hier auch diverse Stahlskulpturen für den Garten sowie Produkte von regionalen Landwirten. „Es gibt auch handgefertigte Dinge von der Häckel-Anne oder unserer Strickoma“, beschreibt Christiane Bürkert das Sortiment. Auch antike Möbel gibt es von Zeit zu Zeit zu kaufen.

Carola aus Neureut ist durch Zufall auf das neue Geschäft aufmerksam geworden und hat auch gleich eine grüne Leggings für sich gefunden. „Ich denke schon, dass ich hierher öfter kommen werde, es sieht nett aus.“ Auch Bärbel von Gaisbach „weiß gar nicht, wo sie zuerst hinschauen soll, was es hier so viele schöne Dinge gibt“. Zwei Babygeschenke hat sie bereits hier gefunden.

„Was bedeutet eigentlich Lotta?“, möchte GSCHWÄTZ-Reporter Dr. Felix Kribus von den Inhaberinnen wissen. Lotta ist eine Abkürzung für die englische Formel „love to take“, übersetzt, so Karin Friedmann, bedeutet das so viel wie: „Lieblingsdinge mit nach Hause nehmen, Dinge, an denen man sich erfreut.“ Aber Lotta steht auch als deutscher Name für sich allein: „Es ist mutig, es ist frech, es ist einfach volle Lotta gut“, erläutert Christiane Bürkert die Namensentstehung.

Für Euch vor Ort: GSCHWÄTZ – Das Magazin | wir lieben unser Ländle | www.gschwaetz.de

Video: Dr. Felix Kribus

Seit Anfang September 2020 hat Künzelsau ein neues Ladengeschäft: Lotta begeistert die Kunden. Foto: GSCHWÄTZ

Karin Friedmann (links) und Christiane Bürkert sind die Ladeninhaberinnen. Foto: GSCHWÄTZ