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Corona-Vorwarnstufe im Hohenlohekreis

Am Mittwoch, den 21. Oktober 2020, hat der Hohenlohekreis laut einer Pressemitteilung mit einer 7-Tage-Inzidenz von 47,9 pro 100.000 Einwohner die erste Corona-Stufe, die sogenannte Vorwarnstufe, erreicht. Insgesamt wurden dem Gesundheitsamt des Hohenlohekreises am Mittwoch 21 Corona-Infektionen bestätigt. Mehr als 120 Kontaktpersonen wurden daraufhin von den Fallermittlern ausfindig gemacht. Einige Betroffene, die positiv sind, befanden sich bereits als K1-Personen in Quarantäne.

Schüler und Kindergartenkinder in Quarantäne

Eine Klasse der Grundschule in Bretzfeld-Bitzfeld befindet sich nun in häuslicher Isolation, vorsorglich wurde hier die ganze Schulkasse sowie zwei Lehrer als K1-Kontaktpersonen eingestuft. Ein weiterer positiver Fall trat in einer Gruppe des Kindergartens Bretzfeld auf, was die Quarantäne einer dortigen Kindergartengruppe mit sich brachte. Häusliche Isolation wurde zudem für eine Fußballmannschaft in Bretzfeld-Bitzfeld angeordnet. Allen K1-Personen wurde eine Testung empfohlen.

Vorerst keine weiteren einschränkenden Maßnahmen für die Bevölkerung

„Wir beobachten die Lage stets mit sehr wachsamem Blick. Unser Augenmerk liegt besonders auf dem Infektionsgeschehen im westlichen Gebiet des Landkreises. Für eine verlässliche Aussage zu möglichen Infektionsherden ist es derzeit aber noch zu früh. Die Kontaktermittlungen laufen auf Hochtouren. Bereits vor Ausrufen der Pandemiestufe 3 für Baden-Württemberg haben wir uns auf das Erreichen der Vorwarnstufe eingestellt und hatten Allgemeinverfügungen zur Verschärfung der Maskenpflicht und Beschränkungen bei privaten Feiern und Veranstaltungen vorbereitet“, so Landrat Dr. Matthias Neth in der Mitteilung. Das Ausrufen der Pandemiestufe 3 für das Land Baden-Württemberg mit Wirkung vom 19.10.2020 brachte landesweit weitreichende Einschränkungen mit sich, weshalb vorerst keine darüberhinausgehenden Maßnahmen für den Hohenlohekreis angeordnet werden.

„Es gilt jetzt, für alle Verantwortung zu zeigen“

„Sollte der Inzidenzwert in kürzester Zeit weiterhin exponentiell steigen und sich das Infektionsgeschehen verschärfen, werden wir prüfen, ob wir in Abstimmung mit dem Land weitere lokale Maßnahmen ergreifen. Dies könnte zum Beispiel die Einführung einer Sperrstunde sein. Es gilt jetzt, für alle Verantwortung zu zeigen und unbedingt die aktuell geltenden Regelungen der Corona-Verordnung des Landes zu beachten. Gemeinsam haben wir die erste Welle der Corona-Pandemie im Frühjahr bewältigt – gemeinsam werden wir mit Vorsicht und Bedacht auch die kritische Herbst- und Winterzeit schaffen. #Hohenlohehaeltzusammen – auch bei der zweiten Pandemiewelle“, appelliert der Landrat eindringlich, die derzeit gültigen Regelungen und Maßnahmen zu beachten.

Maßnahmen der Pandemiestufe 3 in Baden-Württemberg

Mit Ausrufen der dritten Pandemiestufe hat das Land Baden-Württemberg folgende verschärfte Maßnahmen angeordnet:

  • Die Maskenpflicht gilt nun in dem Fußgängerverkehr gewidmeten Bereichen wie Fußgängerzonen und Marktplätzen, wo der Abstand von 1,5 Metern nicht sicher eingehalten werden kann. Ebenfalls besteht Maskenpflicht in den für den Publikumsverkehr geöffneten Bereichen öffentlicher Einrichtungen.
  • Ansammlungen und private Veranstaltungen, insbesondere private Feiern, sind auf zehn Personen begrenzt. Die Anzahl darf nur überschritten werden, wenn es sich ausschließlich um Personen maximal zweier Haushalte handelt oder wenn die Teilnehmer miteinander verwandt sind.
  • Die Teilnehmerzahl für sonstige Veranstaltungen ist auf 100 begrenzt.

AHA-Regeln beachten

Weiterhin gilt, unbedingt die bekannte AHA-Formel (Abstand – Hygiene – Alltagsmaske) zu beachten und regelmäßig zu lüften. Es ist zudem angezeigt, vermehrt Kontakte zu reduzieren. „Ich rufe alle Hohenloherinnen und Hohenloher ausdrücklich dazu auf, zusätzlich zu den aktuellen Bestimmungen auch stets selbst zu prüfen, welche Termine derzeit wirklich unbedingt notwendig sind“, so Neth.

Weitere Informationen

Unter http://www.corona-im-hok.de werden laufend die Fallzahlen für den Hohenlohekreis aktualisiert und weitere umfassende Informationen für die Bevölkerung bereitgestellt. Auch die Bürgerhotline unter Telefon 07940/18 888 ist weiterhin montags bis donnerstags von 9 bis 16 Uhr und freitags von 9 bis 12 Uhr erreichbar. Auf dem YouTube-Kanal des Hohenlohekreises https://www.youtube.com/channel/UCfhTuBLCiBjGUUHwnaQ0f3w sind ebenfalls regelmäßig Informationen eingestellt.

Vorbereitungen für den Hohenlohekreis

Die Abstrichstelle sowie die Isolierstation befinden sich weiterhin im Standby-Modus und können innerhalb kürzester Zeit wieder in Betrieb genommen werden, wenn es das Infektionsgeschehen erfordert. „An dieser Stelle möchte ich meinen Dank erneut an die niedergelassenen Ärzte im Hohenlohekreis richten, insbesondere an die Sprecher der Ärzteschaft, Dr. Susanne Bublitz und Dr. Andreas Kühn. Erst gestern (Dienstag, 20.10.) haben wir zusammen über die aktuelle Lage beraten“, berichtet Dr. Neth über den ständigen gemeinsamen Austausch. Auch mit den Bürgermeistern befinde man sich im regelmäßigen Kontakt. Am Mittwoch (21.10.) hat sich der Krisenstab mit den Bürgermeistern zu einer Videokonferenz getroffen. Für den Fall, dass die Kontaktpersonennachverfolgung im Kreis durch eigenes Personal nicht mehr leistbar wäre, wird ein Amtshilfeersuchen an die Bundeswehr gestellt. Auch zur Unterstützung beim Betrieb der Abstrichstelle ist ein Amtshilfeersuchen bereits vorbereitet.

Gesundheitsamt sieht Schnelltests kritisch

Momentan gehen beim Gesundheitsamt des Hohenlohekreises vermehrt Anfragen zum Thema Corona-Schnelltestungen ein. Dazu gibt das Gesundheitsamt folgende Stellungnahme ab: Aktuell werden immer häufiger Schnelltestgeräte zum Nachweis einer Corona-Infektion eingesetzt. Die Diagnostik des Geräts, das auf der Detektion von Virusbestandteilen basiert, erfüllt jedoch nicht die Kriterien für eine Meldung nach dem Infektionsschutzgesetz.

Bei einem positiven Schnelltest-Befund ist daher die sofortige Kontrolle mittels eines RT-PCR-Nachweises notwendig. Bis das RT-PCR-Ergebnis vorliegt, erfolgt zwar eine vorbeugende Absonderung der getesteten Person, es wird aber noch keine Quarantäne für die Person und deren Kontaktpersonen angeordnet. Dies erfolgt erst, wenn das positive Schnelltest-Ergebnis mit der RT-PCR-Methode bestätigt wurde – dann werden die Fallermittler im Gesundheitsamt tätig.

Das Gesundheitsamt weist zudem darauf hin, dass die Aussagekraft der Schnelltest-Befunde für asymptomatisch infizierte Personen noch nicht bestätigt ist, da für diese Personengruppe bisher keine Daten vorliegen. Hier können die Schnelltestungen im Fall eines falsch-negativen Ergebnisses zu einem gefährlichen Sicherheitsgefühl führen, und im Fall eines falsch-positiven Befundes zu unnötiger Isolation und Verunsicherung der mutmaßlichen Kontaktpersonen.

Quellen: Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis und die Homepage des Hohenlohekreises

 

Quelle: www.corona-im-hok.de

 

Eine Interpretation der beiden Karten ist schwierig, weil die Krankmeldungen nach 14 Tagen automatisch in die Liste der Gesundmeldungen rutschen. Quelle: www.corona-im-hok.de

 

Quelle: www.baden-wuerttemberg.de

Quelle: www.baden-wuerttemberg.de




Katzenkillerhund: Klage auf Schadenersatz abgewiesen

Am Mittwoch, 21.Oktober 2020, verkündete Richter Sven Brückner im Amtsgericht Künzelsau das Urteil im Schadenersatzprozess einer Katzenhalterin gegen Ingelfingens Bürgermeister Michael Bauer, GSCHWÄTZ berichtete: https://www.gschwaetz.de/2020/10/15/der-zeitwert-einer-katze/.

Die Klage wurde abgewiesen.

Da wegen des geringen Streitwerts von 212,09 Euro keine Rechtsmittel gegen das Urteil möglich sind, ist der Fall für Bürgermeister Bauer nunmehr abgeschlossen: Ein Strafverfahren wurde von der Staatsanwaltschaft in Schwäbisch-Hall nicht eingeleitet, eine Geldbuße der Stadt Ingelfingen hat Bauer laut eigener Aussage bereits bezahlt.

Text: Matthias Lauterer




In Pizzeria Geldbeutel der Bedienung geklaut

Aus einer Pizzeria in der Kirchgasse in Künzelsau wurde am Dienstagabend, den 20. Oktober 2020, ein Bedienungsgeldbeutel entwendet. Das geht aus einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn hervor.

Im Geldbeutel befand sich eine mittlere dreistellige Bargeldsumme. Als tatverdächtig gilt ein Mann, circa 165 Zentimeter groß mit deutlichem Bauchansatz. Der Mann hat südländisches Aussehen, schwarzes, kurzes, leicht krauses Haar, einen Dreitagebart und sprach Deutsch mit Akzent. Bekleidet war der Mann mit einer blauen Jeans, einem dunklen Pullover, einer dunklen Jacke und einer Schiebermütze. Zeugen, die am Dienstagabend verdächtige Wahrnehmungen rund um die Gaststätte machen konnten oder den Tatverdächtigen beobachten konnten, werden darum gebeten, sich bei der Polizei in Künzelsau, Telefon 07941 941 0, zu melden.

 




Valentin Abel hat gute Chancen, 2021 in den Bundestag zu rutschen

Laut einer Pressemitteilung wählte die FDP Baden-Württemberg am vergangenen Wochenende ihre Landesliste zur Bundestagswahl im kommenden Jahr. In der Messe Friedrichshafen trafen sich die Delegierten aus ganz Baden-Württemberg unter strenger Einhaltung der Hygieneregeln zur Landesvertreterversammlung. Der Kreisverband Hohenlohe war mit fünf Delegierten vertreten. Mit 91,3 Prozent der Stimmen wurde Landesvorsitzender Michael Theurer zum Spitzenkandidaten gewählt. Absoluter Stimmenkönig wurde der Heilbronner Bundestagsabgeordnete Michael Link, der mit 94,7 Prozent auf Listenplatz drei gewählt wurde. Valentin Abel aus Westernhausen, der im Wahlkreis Schwäbisch Hall-Hohenlohe für die Freien Demokraten antritt, konnte sich mit 85,3 Prozent auf Platz zwölf der Landesliste durchsetzen.

Abel, der auch Landesvorsitzender der Jungen Liberalen Baden-Württemberg ist, hat damit einen respektablen Listenplatz erkämpft und die Hohenloher Delegierten waren durchaus zufrieden mit dem Ergebnis. Im Bundestag sind derzeit zwölf FDP-Abgeordnete aus Baden-Württemberg vertreten. Das heißt, die Chancen für Abel auf ein Bundestagsmandat im nächsten September stehen nicht schlecht.

Quelle: Pressemitteilung der FDP Hohenlohe




Live-Stream: „Corona-Pandemie – global und lokal“

Am Mittwoch, den 21. Oktober 2020, findet der zweite Vortrag im Rahmen der Vortragsreihe „Gesundheit“ mit einem Sonderthema statt, heißt es in einer Pressemitteilung. Dr. Antje Haack-Erdmann, Leiterin des Gesundheitsamtes Hohenlohekreis, berichtet ab 19.30 Uhr im Vortrag „Corona-Pandemie – global und lokal“ mit einem Rückblick über den bisherigen Verlauf und den Versuch einer Prognose über zukünftige Herausforderungen der Pandemie generell und im Hohenlohekreis.

Aus gegebenem Anlass kann der Vortrag nicht im Künzelsauer Rathaus stattfinden. „Trotzdem möchten wir den Vortrag nicht absagen, zumal sicherlich viele gerade an diesem Vortragsthema interessiert sind und vorab oder anschließend eigene Fragen stellen können. Deshalb findet er als Live-Übertragung statt“, so Bürgermeister Stefan Neumann in der Mitteilung.

Die Fragen können vorab per E-Mail an helen.buehler@kuenzelsau.de gesendet werden. Aber auch während des Vortrags können Benutzer über die Kommentarfunktion spontan Fragen stellen. Der Live-Stream kann ganz einfach und kostenfrei über https://www.youtube.com/watch?v=ZLIk6ZMc_lA&feature=youtu.be oder den städtischen YouTube-Kanal http://www.youtube.de/stadtkuenzelsau aufgerufen werden.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau




21-Jähriger stirbt nach Überholmanöver

Der Fahrer eines  VW Passats ist am Dienstagmittag, den 20. Oktober 2020, bei einem Unfall auf der Westumgehung (K2576) in Schwäbisch Hall gestorben. Das berichtet swp.de.
Nach ersten Erkenntnissen der Südwestpresse wollte der 21-Jährige einen Wagen überholen. Dabei ist er frontal auf einen entgegenkommenden Holzlaster gestoßen. Der Fahrer des Lasters ist wohl leicht verletzt ins Krankenhaus gebracht worden. Der Passat drehte sich nach dem Zusammenstoß offenbar. Danach stieß er mit einem Audi zusammen, der hinter ihm fuhr. Die Fahrerin steht laut swp unter Schock. Die Westumgehung ist wegen des Unfalls noch mindestens zwei Stunden gesperrt (Stand12.20 Uhr).



Künzelsau: Betrunkener verletzt Polizeibeamten

Wie die Polizei Heilbronn mitteilt, wurde ein 35-jähriger Mann in der Nacht von Freitag, 16. Oktober 2020, auf Samstag, 17. Oktober 2020,  aufgrund seiner Alkoholisierung in einem Wohngebiet in Künzelsau in Gewahrsam genommen. Das geht aus einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn hervor.

Zuvor musste ihm, so die Polizei, schon eine Blutprobe entnommen werden, da der Verdacht bestand, dass er in betrunkenem Zustand mit seinem Auto gefahren war. Bei der Gewahrsamnahme verletzte der Mann einen Polizeibeamten leicht, da er sich mit Schlägen und Tritten wehrte. Den Mann erwarten nun mehrere Strafanzeigen.




Mehr Geld für Personal, Kinderbetreuung sowie für die anstehenden Wahlen

In der Sitzung des Gemeinderates vom Dienstag, den 13. Oktober 2020, stellte Ulrich Walter, stellvertretender Stadtkämmerer in Künzelsau, den Haushaltsvorschlag 2021 sowie die Finanzvorschau 2021 bis 2024 vor. Walter plant mit Erträgen von 49,473 Millionen Euro und Aufwendungen von 49,606 Millionen Euro. Das veranschlagte Ergebnis beträgt also etwa 137.000 Euro. Gegenüber 2020, wo noch mit einem Ergebnis von 935.000 Euro gerechnet wird, ist das deutlich weniger. Walter begründet das mit coronabedingten Mindereinnahmen auf der einen Seite und höheren Umlagen, Mehrausgaben für Personal, insbesondere in der Kinderbetreuung, sowie einer Sonderbelastung für die anstehenden Wahlen im nächsten Jahr auf der Ausgabenseite.

Mehr Geld fürWahlen 2021

Walter stellt vor der Haushaltsberatung im Gemeinderat klar: „Es muss aber klar sein, dass keine großen Wünsche mehr drin sein werden. Wenn Neues hinzukommen soll, muss es woanders eingespart werden.“ Er betont, dass der Haushaltsausgleich bereits durch Einsparungen in verschiedenen Bereichen erreicht wurde, allerdings: „Kindergärten und Schulen wurden von den vorgenommenen Einsparungen jedoch ausgenommen.“

Mehrausgaben beim Personal

Über zwölf Millionen Euro sollen aus dem Kernhaushalt trotz der Einsparungen investiert werden. Wichtige geplante Investitionen sind unter anderem 480.000 Euro für Feuerwehrfahrzeuge der Abteilungen Amrichshausen und Kocherstetten, 440.000 Euro für den Neubau des Sportvereinszentrums, vier Millionen Euro für den Bau eines Kinderhauses in Künzelsau, eine Million Euro für die Sanierung der Sporthalle der Georg-Wagner-Schule am Kocher, 950.000 Euro für das Dorfgemeinschaftshaus Nagelsberg, 450.000 Euro für die Sanierung der Sudetenhalde, 500.000 Euro für die Sanierung der Straßenbeleuchtung, je eine Million Euro für Hochwasserschutz in der Würzburger Straße und das Starkregenrisikomanagement, so eine Mitteilung der Stadtverwaltung.

Am heutigen Dienstag, den 20. Oktober 2020, findet ab 19 Uhr in der Stadthalle Künzelsau in öffentlicher Sitzung die erste Beratung dieses Haushaltsentwurfs statt.

Text: Matthias Lauterer

Gemeinderatssitzung in der Stadthalle in Künzelsau am 13.10. 2020. Foto: GSCHWÄTZ

Erste Vorbereitungen für die Sanierung der Sudetenhalde wurden bereits getroffen. Foto: GSCHWÄTZ

Der Gemeinderat tagt wegen Corona in der Stadthalle. Foto: GSCHWÄTZ




Vollsperrung der L 1046 zwischen Bieringen und Oberkessach ab 26. Oktober 2020

Das Landratsamt Hohenlohekreis teilt mit, dass die Landesstraße L 1046 zwischen Bieringen und Oberkessach bis zur Einmündung der K 2325 von Aschhausen für den Gesamtverkehr gesperrt werden.

Die Straßenmeisterei Künzelsau führe in diesem Zeitraum die stellenweise Sanierung der Fahrbahndecke und parallel Gehölzarbeiten durch. Je nach Verlauf der Bauarbeiten sei es möglich, dass die Sperrung früher aufgehoben werden kann.

Die überörtliche Umleitung erfolgt ab Bieringen über die K 2323  – Aschhausen – K 2325 zur L 1046 und umgekehrt.

 

 

 




„Wir haben es anders gemacht als üblich“

„Man muss es authentisch machen“, sagt Marlene Metz zum Erfolgsrezept für ihren Hofladen in Neufels in einer Pressemitteilung des Bauernverbands Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems e.V. Sie und ihr Mann Tobias mögen die Mischung aus alt und neu – was man auf dem Hof, direkt an der Straße, auch gut sehen kann. Historische Hauselemente wurden geschickt in einen Neubau integriert, heißt es weiter in der Mitteilung. Ein alter Dachstuhl wird zur Präsentationshilfe für die frisch geernteten Kürbisse, die zum Verkauf ausliegen. Darauf nehmen gerade bis zu 15 Sorten Zierkürbisse, fünf Sorten Speisekürbisse und kleine und große Schnitzkürbisse Platz und warten auf Kunden. „Wir wollen immer unseren eigenen Weg finden, wie wir leben und halt sind. So macht es schließlich auch kein anderer!“

„Unsere Produkte kommen maximal aus einem Umkreis von 20 Kilometern“

Der Hofladen startete in den 90er-Jahren in einer alten Milchkammer. Seit dem Umbau und einem Neustart in 2016, hauptsächlich mit ihren eigenen Kartoffeln, haben die jungen Landwirte ihr Sortiment deutlich erweitert. Dafür suchten sie sich Lieferanten, die zu ihnen passen. „Uns ist wichtig, dass unsere Partner ähnlich strukturiert sind wie wir. Im Durchschnitt kommen unsere Produkte maximal aus einem Umkreis von 20 Kilometern“, betonen die beiden. Um die richtigen Produzenten für ihr Hofladenangebot zu finden, sind sie selbst zu den einzelnen Betrieben gefahren und haben nachgefragt, ob diese sie beliefern wollen. „Wir haben es anders herumgemacht als üblich“, freut sich Marlene Metz. Normalerweise kommt der Anbieter zum Händler. Es war und ist den Landwirten wichtig, dass sie keine Standardprodukte haben.

„Es ist unser Getreide“

Dass ihr Konzept aufgeht, zeigt reger Betrieb im Hofladen. Die Kunden kaufen gern die feldfrischen Kartoffeln und Zwiebeln, Käse und Mehl, Wurst in Dosen, Essiggurken und Fruchtaufstrich im Glas sowie Obstbrand aus eigener Produktion. Für den Käse aus der Milch der eigenen Kühe kommt dreimal im Jahr eine mobile Käserei aus dem Allgäu. Die traditionell produzierten Käseleiber werden bis zur Verkaufsreife dann auf dem Hof gepflegt, wie Tobis Metz erklärt. Zum Mehl sagen die beiden: „Da wollen wir das eigene haben. Es ist unser Getreide – wir bauen wir ja eh an. Man muss nur sehen, dass der Weizen gelingt“. Anbau und Ernte sehen sie als Routine, der Verkauf ist nach eigenen Angaben eine andere Herausforderung. Fertiges Mehl zuzukaufen und ins Regal zu stellen, ist einfacher. Sie wissen aber auch, dass man mit eigenen Produkten die Kunden besser anzieht. Zu ihrem Hof müssen die Kunden extra kommen, zusätzlich zum Einkauf im Supermarkt. Diese kommen hauptsächlich aus dem Kochertal und nehmen eine Anfahrt von 10 bis 15 Kilometer zum Hofladen der Familie Metz in Kauf.

„Das erspart den Kunden weitere Wege“

 „Bieten wir Kürbisse an, braucht es für die Suppe auch den Ingwer dazu. Das erspart den Kunden weitere Wege.“ Es fühlt sich an wie eine Reise durch Hohenlohe, wenn man die Regale im Hofladen durchschaut: Der Wein kommt aus Ingelfingen, die Äpfel aus Kirchensall, der Traubensaft aus Michelbach und der Jogurt aus Marlach. „Die Aroniaprodukte sind aus Bretzfeld und laufen besonders gut“, freut sich Marlene Metz. Dass die Ladenbetreiber aus Neufels mit ihrem Angebot auch die Region unterstützen wollen, kann man nicht übersehen. Auch deshalb möchten sie nach Möglichkeit nicht auf größere Vermarkter zurückgreifen. „Und wir schauen immer, was wir auf dem Hof haben und was wir daraus machen können. Für uns passt das“, versichern Marlene und Tobias Metz.

Quelle: Pressemitteilung des Bauernverbands Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems e.V.

Marlene und Tobias Metz wollen ihren eigenen Weg finden. Foto: Bauernverband Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems e.V.

Im Angebot des Hofladens finden sich viele Produkte aus eigener Produktion. Foto: Bauernverband Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems e.V.

Auch die Kartoffeln kommen von den eigenen Feldern. Foto: Bauernverband Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems e.V.