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Landratsamt Hohenlohe: Hamsterkäufe nicht notwendig, Lebensmittelversorgung ist sicher

Seit der Zunahme der Corona-Infektionen kaufen Menschen aktuell wieder vermehrt Lebensmittel und Hygieneartikel ein als üblich, beobachtet das Landratsamt, und legen sich einen überdurchschnittlich großen Vorrat an. „Hierfür gibt es keinen Grund, denn trotz der momentanen Situation braucht niemand Angst haben, dass die Lebensmittel nicht reichen“, so Dezernent für ländlichen Raum Dr. Wolfgang Eißen. „Sicherlich ist es sinnvoll, einen gewissen Grundvorrat zu Hause zu haben, aber unsere Ernährung ist sichergestellt, es stehen ausreichend Grundnahrungsmittel zur Verfügung“.

Lebensmitteleinzelhandel: keine Versorgungslücken zu befürchten

„Wenn jeder normal einkauft, steht niemand vor leeren Regalen“, so Eißen: Der Lebensmitteleinzelhandel beteuert, dass aufgrund der Erfahrungen während der ersten Welle keine Versorgungslücken zu befürchten sind und deshalb auf die ständige Verfügbarkeit zu vertrauen ist. Zudem liefern die Landwirte in der Region täglich frische Eier, Fleisch und Milch. Die Lager mit heimischen Obst und Gemüse sind jetzt im Herbst gut gefüllt. Da das Coronavirus keine Gefahr für Nutztiere darstellt, kann die Milch ohne Bedenken verzehrt werden. Auch Getreide, Nudeln und Mehl werden auf lange Sicht nicht knapp. Der Dezernent für ländlichen Raum empfiehlt den Einkauf im nächsten Hofladen: „Über den ganzen Hohenlohekreis verteilt gibt es viele Direktvermarkter, die sich darüber freuen. “

Hohenloher Hofläden und Landwirte bieten frische Produkte der Saison an

Das Landratsamt rät Personen, die unter Quarantäne stehen und ihr Zuhause nicht verlassen dürfen, Freunde und Familie oder im Wege der Nachbarschaftshilfe um Unterstützung zu bitten, damit diese bei Bedarf Lebensmittel vor die Türe stellen.

Aktuelle Corona-Situation im Hohenlohekreis

Zur aktuellen Corona-Situation teilt das Landratsamt mit, dass dem Gesundheitsamt am 27. Oktober 2020 15 Neuinfektionen gemeldet wurden. Unter anderem sei eine Projektgruppe der Richard-von-Weizsäcker-Schule in Öhringen betroffen. Es befinden sich aus diesem Fall 20 Schülerinnen und Schüler und ein Lehrer in Quarantäne, da sie als Kontaktpersonen ersten Grades identifiziert wurden. Laut den Daten des RKI vom 28.Oktober 2020 ist die 7-Tage-Inzidenz im Hohenlohekreis wieder unter die Marke von 50 Infizierten gefallen.

Symbolbild Hamsterkauf.
Quelle: Pixabay




Bittersüße Neuigkeiten

Jürgen Maurer, Vorsitzender des „Bauernverband Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems e.V.“ informiert über die zu erwartende Zuckerrübenernte und die Lage der Zuckerrübenanbauer:

“Die Bedingungen für die Ernte der Zuckerrüben, welche hier in Schwäbisch Hall und Hohenlohe am 3. und 4. Oktober 2020 begann, sind generell gut. Es hat rechtzeitig geregnet, was den Boden für die Rodetechnik entsprechend gut vorbereitet hat”, erklärt Maurer.

Gute Erntebedingungen, aber geringer Ertrag: Nur etwa 80% des Duchschnittsertrags

Die Erträge bei der Zuckerrübenernte in der Region lägen jedoch weit unter den durchschnittlichen Werten der letzten fünf Jahre und  schwanken in diesem Jahr zwischen nur 45 und 75 Tonnen pro Hektar. Normale, durchschnittliche Erträge wären 65 bis 90 Tonnen. Maurer nennt dafür 2 Gründe: einmal die Trockenheit der letzten Monate, die einen direkten Einfluß auf die Ertragsmenge hat. Zum anderen Blattkrankheiten wie SBR (Syndrome Basses Richesses). Das ist eine neue, durch Zikaden übertragbare Krankheit, die sich von Frankreich aus in deutsche Rübenanbaugebiete ausbreitet. Diese Krankheit reduziere die Fotosynthese und schmälere den Zuckergehalt der Rüben.

Trockenheit und eine neue Pflanzenkrankheit setzen den Zuckerrüben zu

Damit sinke, so Maurer, der Wert der Rüben und schlussendlich der erzielbare Preis für die Landwirte.

Die bisher zum Pflanzenschutz eingesetzten Neonicotinoide seien in Deutschland seit zwei Jahren nicht mehr erlaubt. Die Alternative, Flächenspritzungen mit Insektiziden, erforderten höhere Wirkstoffmengen, seien weniger effektiv und sehr abhängig vom Wetter und seien deshalb in Summe weniger wirksam, beklagt Maurer.

Ernte genau getaktet

Gut organisiert seien Zuckerrübenernte und -vermarktung, teilt Maurer mit: „Die jährliche Ernte der Zuckerrüben, von den Landwirten “Kampagne” genannt, geht diese Jahr über genau 84 Tage und endet regulär kurz vor der Weihnachtszeit. Sie wird für die Anbauer von Zuckerrüben von der LMZ (Landwirtschaftliche Maschinengemeinschaft Zuckerrübenanbauer) in Schönenberg / Untermünkheim für das regionale Gesamteinzugsgebiet genau getaktet. Über Proberodungen vom Frühsommer bis Mitte September wird alles exakt berechnet. Jeder landwirtschaftliche Zuckerrübenanbauer weiß dadurch, wann er welche Menge von seiner Rübenernte liefern kann. Darüber gibt es Verträge mit der Firma “Südzucker” in Offenau bei Heilbronn. Dadurch kann der Anbau und die Ernte von allen Seiten – Landwirt, LMZ, Lohnunternehmen und verarbeitende Industrie, wie der Zuckerfabrik – in enger Zusammenarbeit genau geplant und organisiert werden. Die Ernte der Bio-Zuckerrüber wurde bereits vor dem Start der konventionellen Rüben-Kampagne abgeschlossen, damit es keine Vermischungen gibt.“

Weltweiter Wettbewerb im Zuckermarkt durch Europäische Zuckermarktordnung

Seit 2017 gibt es eine europäische Zuckermarktordnung. “Diese bewirkt für uns Landwirte, dass wir zusätzlich zu den hiesigen starken Anbaueinschränkungen nun im weltweiten Wettbewerb, zum Beispiel mit Ländern Südamerikas oder Asiens, stehen”, erläutert Maurer. “Abnahmemengen und Anbauquoten waren bis vor drei Jahren festgelegt”, so der Landwirt weiter. Neue Anbieter und Produkte, wie Rohrzucker, drängen seither auf den Markt. Dass die Abnahmepreise für Rüben anbauende Landwirte dadurch nicht steigen, liege auf der Hand, meiunt  Maurer. Zu den Anbaueinschränkungen in Deutschland gehört auch, dass sich die Erträge durch erweiterte Fruchtfolgen reduzieren. Was heisst das? “Zuckerrüben sollten nur alle drei, besser alle vier bis fünf, Jahre in Folge auf der gleichen Fläche angebaut werden. Denn sie vertragen sich quasi nicht mit sich selbst”, so Jürgen Maurer. “Wir gestalten deshalb die Fruchtfolge weiter, um Krankheiten einzudämmen. Wir werden zukünftig aber weniger Zuckerrüben ernten, da unsere Erträge und die Attraktivität des regionalen Zuckerrübenanbau für landwirtschaftliche Betriebe weiter sinken”, erklärt der Vorsitzende des Bauernverbandes.

“Süßes Statement”

Jürgen Maurer verweist auf die Rolle der Zuckerrüben für die Produktion von Zucker als Lebensmittel: Der Anbau mache 15 bis 20% der Ackerfrüchte im Verbandsgebiet aus. “Zucker ist ein wichtiges Grundnahrungsmittel. Stellen Sie sich ein Leben ohne Zucker, also beispielsweise ohne Schokolade und Kuchen vor“, sagt er stellvertretend für viele Naschkatzen.

Zuckerrübe.                
Foto: Bauernverband Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems e.V.

Vollernter bei der Arbeit.
Foto: Bauernverband Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems e.V.

Vollernter bei der Arbeit.
Foto: Bauernverband Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems e.V.

Jürgen Maurer, Vorsitzender des Bauernverband Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems e.V.                 
Foto: Bauernverband Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems e.V.




„Eins mehr!“ einkaufen und dann spenden / Spendenkiste steht im Rathaus Künzelsau

Die Künzelsauer Tafel bittet wie jedes Jahr in der Zeit zwischen Erntedank und Advent, Waren zu spenden. Aktuell werden, so die Tafel, haltbare Lebensmittel und Drogerieartikel dringend gebraucht. „Die Spenden, die wir dieses Jahr über die Erntedank-Gottesdienste bekommen, fallen leider Corona-bedingt viel geringer aus“, sagt Anke Braun, die Leiterin der Künzelsauer Tafel. „Aber wir sind für jede Gabe dankbar. Denn nur mit Spenden ist es möglich, ausreichend Waren für unsere Kunden zur Verfügung zu stellen.“

Anke Braun und Thomas Kallerhoff, der Leiter der Diakonischen Bezirksstelle Künzelsau, zählen auf, was gebraucht wird: Haltbare Lebensmittel, wie Nudeln, Mehl, Speise-Öl, Kaffee, Tee, H-Milch oder Zucker. Aber auch Drogerie- und Hygieneartikel wie Shampoo, Seife, Zahnpasta oder Waschmittel sind willkommen. Über Kaba, Honig, Nougatcreme oder Ähnliches freuen sich die Kinder. Die gespendeten Waren kommen Menschen in der Region zugute, die aufgrund ihrer finanziellen Verhältnisse darauf angewiesen sind, im Tafelladen einzukaufen. Die Tafel-Kunden benötigen eine Kundenkarte, die bei der Diakonischen Bezirksstelle beantragt werden kann.

Motto: „Eins mehr!“, über den eigenen Bedarf hinaus einkaufen und an andere Menschen denken

Die Spenden für „EINS mehr!“ können vom 9. bis 16. November 2020 im Rathaus während der Öffnungszeiten des Bürgerbüros, Montag bis Freitag von 8.30 bis 18.30 Uhr, Samstag von 9 bis 13 Uhr sowie Montag um 14 Uhr und Mittwoch um zirka 9.30 Uhr direklt im Tafelladen Ecke Wertwiesen / Gerbhausweg abgegeben werden, erklärt Thomas Kallerhoff, der auf ein ähnlich gutes Spendenaufkommen hofft wie in den letzten Jahren. „In diesem Jahr brauchen wir die Waren besonders.“

Stadt Künzelsau hilft gerne wieder mit

Bürgermeister Stefan Neumann unterstützt die Spendenaktion schon seit Jahren. „Wir helfen gerne wieder mit und stellen die Sammelkiste im Rathausfoyer auf. Jede Spende ist willkommen.“

Abgabe im Rathaus oder direkt im Tafelladen

Info: „EINS mehr“ ist eine Aktion des Beirates der Künzelsauer Tafel, dem die Künzelsauer Kirchengemeinden angehören: Evangelischer Kirchenbezirk (Diakonische Bezirksstelle), Evangelische und Katholische Kirchengemeinde, Christengemeinde Arche Künzelsau e.V. und Süddeutsche Gemeinschaft. Die Trägerschaft liegt beim Kreisdiakonieverband, Bezirksstelle Künzelsau, Thomas Kallerhoff, Amrichshäuser Straße 4, Künzelsau, Telefon 07940 2192, http://www.diakonie-kuenzelsau.de. Spenden werden gerne auf dem Konto der Diakonischen Bezirksstelle Künzelsau bei der Sparkasse Hohenlohekreis entgegengenommen: IBAN DE30 622 515 500 005 011 489, Vermerk „Künzelsauer Tafel“.

Die Tafelladenkiste wurde wieder im Foyer des Künzelsauer Rathauses aufgestellt, v.l.: Bürgerbüro-Leiter Marco Jungbauer, Bürgermeister Stefan Neumann, Tafelleiterin Anke Braun und Thomas Kallerhoff, Leiter der Diakonischen Bezirksstelle Künzelsau.
Foto: Stadtverwaltung Künzelsau.

Haltbare Lebensmittel wie Nudeln, Mehl oder Zucker, aber auch Drogerie- und Hygieneartikel wie Shampoo, Seife, Zahnpasta oder Waschmittel sind willkommen.
Foto: Stadtverwaltung Künzelsau

 

 




Anton Baron (Afd) in der Satiresendung Extra 3 im NDR

Der AfD-Landtagsabgeordnete des Hohenlohekreises, Anton Baron, schaffte es vermutlich  höchst unfreiwillig in die Satiresendung Extra 3 „Der Irrsinn der Woche“ im NDR. Die Ausstrahlung erfolgte am 22. Oktober 2020 (ab Minute 37). Thema war unter anderem Rassismus und wie man politisch korrekt mit diversen Themen umgeht.

„Viele Bürger unterstützen die Maßnahme“

Als Beispiel nennt Moderator Christian Ehring die Krippe im Ulmer Münster und in diesem Zusammenhang die Darstellung der drei Weisen aus dem Morgenland genannt. Die Melchior-Figur ist laut dem Dekan Ernst-Wilhelm Gohl in den 1920er Jahren in „abschätziger Weise“ geschnitzt worden. Denn: Die Beine und das Gesicht der Figur sind, so zeigt es Gohl in die TV-Kamera, tatsächlich nicht sehr wohlgeformt – im Vergleich zu den anderen beiden Figuren, weshalb, so erklärt es Moderator Christian Ehring, die drei Figuren in diesem Jahr vermutlich nicht im Ulmer Münster aufgestellt werden. „Viele Bürger unterstützen die Maßnahme“, so Ehring, „andere halten sie für Zensur, wie die AfD, die gegen übertriebene politische Korrektheit der evangelischen Kirche wettert“.

„Ist das wirklich die vielbeschworene Vielfalt?“

Die AfD finde, so Ehring, es sei rassistisch, diese Figur da nicht stehenzulassen. Dabei bezieht sich Ehring auf Anton Baron, der auf seiner Facebookseite am 06. Oktober 2020 folgenden Kommentar zu diesem Thema abgegeben hat: „Ist das wirklich die vielbeschworene Vielfalt, wenn die Figur eine dunkelhäutigen biblischen Persönlichkeit nur aufgrund einer etwas altertümlichen Darstellung entfernt wird? Man könnte es als rassistisch bezeichnen.“

Moderator Ehring bezeichnet diese Worte Barons als „interessanten Twist“, nämlich: „eine rassistische Darstellung nicht mehr zu zeigen – das sei rassistisch“.

Unter Barons Facebook-Post finden sich über 30 Kommentare von Followern, die Baron weitestgehend zustimmen: Unter anderem ein Harry Haller meint: „Die Religioten sind ja per se schon nicht ganz bei Sinnen. Diese Episode läßt den unbefangen Beobachter jedoch vollends an der Zurechnungsfähigkeit der Akteure zweifeln. Wer wegen der Borniertheit extremer Minderheiten künstlerische Darstellungen ausmustert, kann auch gleich damit beginnen, Bücher zu verbrennen.“

Moderator Ehring wiederum verweist darauf, dass nur weil etwas früher als normal galt – etwa die Darstellung von bestimmten Personengruppen auf eine bestimmte Art und Weise – heute nicht mehr so sein muss und nannte als Beispiel unter anderem die Hexenverbrennung, die früher als normal galt und heute schließlich auch nicht mehr vollzogen werde.

 

die umstrittene Melchior-Figur der Krippe Münster, neue Sakristei

Anton Baron. Foto: Landtagsbüro Anton Baron

 

 

 

 

 




Krämermarkt in Künzelsau in Coronaversion

Der traditionelle Simon-Judä-Krämermarkt findet am Mittwoch, 28. Oktober 2020 statt – aber mit weniger Marktständen. Die Stadtverwaltung Künzelsau wird die Marktbuden mit mehr Abstand in der Hauptstraße positionieren, damit die Abstandsregeln von den Besuchern gut eingehalten werden können. Außerdem gilt auf dem gesamten Marktgelände Maskenpflicht. Das geht aus einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau hervor.

Maskenpflicht in der Hauptstraße

Die Stadtverwaltung lädt die Besucher überdies ein, auch in den Einzelhandelsgeschäften, die es um das Marktgeschehen herum gibt, zu stöbern und damit die Einzelhändler vor Ort zu unterstützen: „Ein gutes Warenangebot und eine kompetente Beratung präsentieren zusätzlich und ganzjährig die Künzelsauer Einzelhändler. Im einen oder anderen Laden sind spezielle Marktangebote zu ergattern.“

Von 8.30 Uhr bis 18.30 Uhr bieten die Marktbeschicker des Krämermarktes ihr buntes Warensortiment an. Die Genießermeile am Unteren Markt entfällt.
Die Hauptstraße ist am 28. Oktober 2020 wegen des Simon-Judä-Krämermarktes gesperrt, außerdem die Stuttgarter Straße ab der Alleekreuzung und die Komburgstraße.

Simon-Judä-Krämermarkt in früheren Jahren ohne Maskenpflicht. Quelle: Stadtverwaltung Künzelsau

Diesmal in abgespeckter Form: Simon-Judä-Krämermarkt. Quelle: Stadtverwaltung Künzelsau




Feuerwehren Künzelsau / Ingelfingen befreien Fahrer aus Auto

Am Montagvormittag, den 26. Oktober 2020, wurde der Rüstzug Künzelsau und die Feuerwehr Ingelfingen zu einem Verkehrsunfall zwischen Stachenhausen und Hohebach gerufen. Ein Fahrzeug war von der Fahrbahn abgekommen, eine Böschung hinab gefahren und kam erst vor einem Gebüsch zum Stehen. Zur schonenden Rettung des Fahrers musste von der Feuerwehr die hintere Türe abgenommen und die B-Säule herausgetrennt werden. Mit dem hinzugerufenen SAR Rettungshubschrauber aus Niederstetten wurde der Patient in eine Klinik geflogen.
Text und Fotos: Feuerwehr Künzelsau

Ein Rettungshubschrauber brachte den Fahrer in ein Krankenhaus. Foto: Feuerwehr Künzelsau

Unfall zwischen Stachenhausen und Hohebach. Foto: Feuerwehr Künzelsau

Feuerwehrleute aus Künzelsau und Ingelfingen bergen den verunglückten Fahrer. Foto: Feuerwehr Künzelsau




So wurde uns auch die frische Luft aus dem Stundenplan gestrichen

Die Maskenpflicht hat die eine oder andere Infektionskette verringert. Sie ist eine gute Maßnahme im Schutz vor Corona und gehört mittlerweile zum Alltag dazu. Aufgrund der zahlreichen Neuinfektionen wurde die Maskenpflicht seit Montag, den 19.10.2020 in den Schulen verschärft.  Laut der Regierung müssen die Masken nun auch im Unterricht getragen werden. Kopfschmerzen, das Gefühl zu wenig Luft zu bekommen oder gar keine und die Beschwerden der Schüler sind ständiger Begleiter im Unterricht.

Die Maskenpflicht ist für mich teilweise widersprüchlich und hat Folgen

Meiner Meinung nach ist das Maskentragen sinnvoll und im Unterricht noch sinnvoller, weil vor der neuen Regelung hat man nur darauf geachtet, die unterschiedlichen Klassen auseinander zu halten, aber in der Klasse hatte man Kontakte. Jetzt versucht man durch die neue Verordnung auch die Kontakte in der eigenen Klasse zu minimieren. Aber dennoch habe ich meine Probleme mit der Maskenpflicht im Unterricht. Denn für mich ist sie teilweise widersprüchlich und sie hat Folgen.

Ich habe Schwimmunterricht mit meiner Klasse und das ohne Maske und Abstand

Zum Beispiel gehe ich auf eine Ganztagesschule, das heißt ich habe acht Stunden Unterricht am Tag. In diesen acht Schulstunden wird von mir erwartet, dass ich meine Maske ununterbrochen trage und die geforderte Leistung erbringe. Mit Maske ist das jedoch etwas schwieriger geworden. Ich merke, dass meine Konzentration schneller nachlässt und ich auch sehr schnell Kopfschmerzen bekomme. Ärzte und auch Arzthelfer oder Arzthelferinnen müssen auch den ganzen Tag eine Maske tragen und sind das mittlerweile schon gewohnt. Wir Kinder und Jugendlichen sind das noch nicht gewohnt und es ist sehr anstrengend für uns das zu schaffen, aber ich versuche mein Bestes zu geben. Das Paradoxe an der Maskenpflicht im Unterricht ist jedoch, dass es in manchen Schulstunden nicht möglich und den Schülern auch nicht zumutbar ist eine Maske zu tragen. Und so ist es, dass ich mit meiner ganzen Klasse Schwimmunterricht habe und wir uns alle im selben Becken befinden, ohne die Abstandsregeln einhalten zu können und natürlich ohne Maske. In der Schule wird sehr genau darauf geachtet, dass man sich nicht mit anderen Klassen vermischt und immer in der eigenen festen Klasse ist. Aber wenn man dann schaut, wie kunterbunt die Kinder an der Bushaltestelle stehen, kann man erkennen, dass das Konzept der Corona Maßnahmen noch Lücken aufweist.

 Auch das Reden mit den anderen aus meiner Klasse fällt mir schwer aufgrund der Maske

Es hat sich vieles wegen Corona geändert und so wurde uns auch die frische Luft aus dem Stundenplan gestrichen, denn auch in der Pause, auf dem Schulhof, gilt die Maskenpflicht. Ich mag die Pause an der frischen Luft, mit Maske ist es aber nicht leicht, sie wirklich zu genießen, da man seine eigene Luft die ganze Zeit einatmet. Auch das Reden mit den anderen aus meiner Klasse fällt mir schwer aufgrund der Maske. Dies ist auch ein häufiges Problem im Unterricht, dass man seine Mitschüler und auch manchmal seinen Lehrer kaum oder schlecht versteht. Genauso ist es auch umgekehrt, dass die Lehrer die Schüler nicht verstehen. So muss viel wiederholt werden und das ist vergeudete Zeit.

Nicht nur die Schüler haben ihre Probleme mit der Maskenpflicht, sondern auch die Lehrer

Ich habe das Konzept nicht mit offenen Armen empfangen, aber ich halte mich daran. Das liegt auch daran, dass ich zu einer Gruppe Schüler gehöre, die noch einen Nachteil mehr haben als andere. Die Brillenträger. Wenn man zu dieser Gruppe gehört, so wie ich hat man den Nachteil, dass aufgrund der Maske die Brille ständig beschlägt. Das stört mich sehr, aber mit der Zeit habe ich ein paar Tricks herausgefunden, wie ich die Maske so tragen kann, dass es seltener bis gar nicht mehr passiert. Dennoch kann es manchmal ein nerviger Begleiter sein. Außerdem denke ich, dass nicht nur die Schüler ihre Probleme mit der Maskenpflicht haben, sondern auch die Lehrer. Ich denke, dass sie ziemlich überfordert sind mit der neuen Situation, denn auch ihnen fällt es bestimmt nicht leicht, die Maske immer aufzuhaben und ständig Schüler zurechtzuweisen, sich an die Regeln der Maske zu halten.

Auch wenn ich meine Probleme mit der Maskenpflicht habe und ich sie in der Schule manchmal als widersprüchlich sehe, halte ich mich an die neue Regel und jeder der seine Maske nach den geltenden Regeln aufsetzt, trägt dazu bei, dass das Konzept auch funktioniert und sinnvoll bleibt. Hierbei ist es dann kontraproduktiv, wenn sich einige Schüler Atteste gegen die Maskenpflicht von ihrem Arzt herausschreiben lassen, aufgrund einer „angeblichen“ Krankheit. Das heißt, die Schüler mit so einem Attest sind von der Maskenpflicht an der Schule befreit. Aber dabei schützen sie sich und andere auch nicht gegen Corona. Ich will niemandem einem Risiko aussetzen. Ich schütze andere und mich, wenn ich eine Maske trage und werde das auch weiterhin einhalten.

Von Cora-Lee Pusker

Mit Maske lernen. Foto: GSCHWÄTZ

 




Gesundheitsamt des Hohenlohekreises empfiehlt die Grippeschutzimpfung für bestimmte Gruppen

Das Landratsamt Hohenlohekreis informiert zum Thema Grippeimpfung:

Neben COVID-19 stellt unverändert die echte Virusgrippe (Influenza) eine ernsthafte Atemwegserkrankung dar. Anders als bei der SARS-CoV-2-Infektion lassen sich Infektionen mit Influenzaviren jedoch durch eine Impfung vermeiden. Vor allem Menschen, für die die Ständige Impfkommission (STIKO) eine Impfung empfohlen hat, sollten jetzt einen Termin mit ihrem Arzt vereinbaren. Das sind vor allem Menschen über 60 Jahre und chronisch Erkrankte. Die Ständige Impfkommission (STIKO) beim Robert Koch-Institut benennt als vorrangig zu impfende Personengruppen Senioren, BewohnerInnen in Alters- oder Pflegeheimen und Menschen mit chronischen Grundleiden. Empfohlen wird die Grippeschutzimpfung insbesondere auch für ärztliches und pflegerisches Personal und andere MitarbeiterInnen im Gesundheitswesen, weil von ihnen ein Übertragungsrisiko auf Risikopersonen ausgehen könnte. Empfohlen ist die Impfung auch für Schwangere. Aber auch alle anderen Menschen profitieren von der Influenzaimpfung. Deswegen werden die Kosten für die Impfung von allen Krankenkassen in Baden-Württemberg übernommen.

„Gerade während einer Pandemie, so wie wir sie gerade erleben, ist eine hohe Influenza-Impfquote wichtig. Damit können schwere Verläufe oder gar Ko-Infektionen mit SARS-CoV-2 verhindert und Engpässe in Krankenhäusern vermieden werden“, erklärt Dr. Antje Haack-Erdmann, Leiterin des Gesundheitsamtes des Hohenlohekreises.

In Baden-Württemberg werden die Kosten der Grippeimpfung von den Krankenkassen übernommen.

Üblicherweise hat die „Grippe-Saison“ ihren Höhepunkt im Februar/März. Nach der Impfung dauert es etwa zehn bis 14 Tage, bis der Impfschutz vollständig aufgebaut ist. „Damit der Schutz rechtzeitig wirkt, empfehlen wir, eine Impfung schon im Herbst vornehmen zu lassen“, erklärt Dr. Haack-Erdmann.

Soweit die Pressemitteilung des Landratsamtes.

Momentan keine Impfdosen lieferbar

GSCHWÄTZ hat bei einer Künzelsauer Arztpraxis nachgefragt: Derzeit sei eine Impfung nicht möglich, da der Impfstoff nicht lieferbar sei. Die Apotheke, bei der die Praxis die Impfungen bestellt hat, rechne mit einer Lieferbarkeit Mitte November.

 

Weitere Informationen gibt es bei der Arbeitsgemeinschaft Influenza unter https://influenza.rki.de/ sowie beim Robert Koch Institut (RKI) unter https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/I/Influenza/IPV/Influenza.html.

Informationen zur Ständigen Impfkommission (Stiko) sind unter https://www.rki.de/DE/Content/Kommissionen/STIKO/Empfehlungen/Impfempfehlungen_node.html zu finden.

Aktuelle Informationen zum Infektionsgeschehen in Baden-Württemberg (InfektNews) sowie Grafiken gibt es hier: https://www.gesundheitsamt-bw.de/lga/DE/Fachinformationen/Infodienste_Newsletter/InfektNews/Seiten/default.aspx

Aktuelle Influenza-Zahlen können hier abgerufen werden: https://www.gesundheitsamt-bw.de/lga/DE/Fachinformationen/Infodienste_Newsletter/InfektNews/Seiten/Influenza.aspx

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohe

Symbolbild Impfung. Foto: Pixabay




Künzelsau: Bis 16. November 2020 Annahme von Päckchen für den Weihnachtskonvoi

Die Stadtverwaltung Künzelsau teilt mit, dass bis zum 16. November 2020 Weihnachtspäckchen für bedürftige Kinder in Rumänien, Moldawien, Bulgarien und der Ukraine im Rathausfoyer während der Öffnungszeiten des Bürgerbüros, Montag bis Freitag von 8.30 bis 18.30 Uhr, Samstag von 9 bis 13 Uhr abgegeben werden können.

Bis 16. November 2020 Päckchen im Rathaus Künzelsau abgeben

Der Wert des Geschenkpakets sollte fünf Euro betragen. Die Stadt empfiehlt: „Als Inhalt der Schuhkartons sehr zu empfehlen sind neue Kinderkleidung, Mützen, Schals, Handschuhe, Sportsachen, Haarschmuck, Schulbedarf, Würfelspiele, Puppen, Kartenspiele, Spielzeugautos, Hygieneartikel. Nicht empfehlenswert sind deutschsprachige Bücher, Spiele mit komplizierter Spieleanleitung, gebrauchte Kleidung, defekte Spielsachen und verderbliche Lebensmittel. Auf den Kartons sollte außen vermerkt sein, für welches Alter das Geschenk zu empfehlen ist. Als persönlicher Gruß kann gerne eine Weihnachtskarte beigelegt werden.“

Und so einfach funktioniert‘s: alten Schuhkarton hervorkramen, mit Spielsachen, Kleidung, Drogerieartikeln, … im Wert von fünf Euro füllen, als Geschenk verpacken und im Foyer des Rathauses auf den bereit gestellten Tisch legen. Dort steht auch eine Kasse bereit: Es wird um Unterstützung bei den Transportkosten in Höhe von zwei Euro je Geschenk gebeten.

Den Weihnachtspäckchenkonvoi gibt es seit 2001

Der Weihnachtspäckchenkonvoi hat bereits seit 2001 Tradition. Vor der Adventszeit werden Weihnachtspäckchen gesammelt und zu bedürftigen Kindern in Rumänien, Moldawien, Bulgarien und der Ukraine gebracht. Ziel der Aktion ist es, vielen Not leidenden Kindern zu Weihnachten eine besondere Freude zu machen und ihnen zu zeigen, dass sie nicht vergessen sind. Die Stadtverwaltung Künzelsau unterstützt die Aktion des „Round Table“, „Ladies´ Circle“, „Old Tablers“ und des „Tangent Club“ und bietet das Künzelsauer Rathaus als Sammelstelle an. Ab Montag, 26. Oktober bis Montag, 16. November können Menschen, die helfen wollen, dort Weihnachtsgeschenke für bedürftige Kinder abgeben. Um eine Unterstützung bei den Transportkosten in Höhe von zwei Euro je Geschenk wird gebeten.

Immer noch viel zu vielen Kindern bleibt die Weihnachtsfreude verwehrt. Wo große Armut und der tägliche Kampf ums Überleben die Menschen beherrschen, bleibt kein Raum, um sich Gedanken über Weihnachtsgeschenke für Kinder zu machen. Für die meisten Kinder in den Waisenhäusern, Krankenhäusern, Behinderteneinrichtungen, Kindergärten und Schulen ist es das einzige Geschenk, das sie erhalten.

Auch `Round Table 222 Hohenlohe´ hat in den letzten Jahren jeweils mehrere tausend Päckchen in den Schulen, Kindergärten und in Familien im Hohenlohekreis eingesammelt. Unzählige Hohenloher Kinder haben so in den vergangenen Jahren mit den gefüllten und als Geschenk verpackten Schuhkartons im Wert von rund fünf Euro dazu beigetragen, dass die Aktion weiterhin erfolgreich weitergeführt und ausgebaut werden kann.

Ehrenamtliche Helfer im Einsatz

Damit alle Päckchen sicher bei den Kindern ankommen, sind im Rahmen der Aktion für mehrere Wochen viele ehrenamtliche Helfer im Einsatz, die alle Aufgaben vom Einsammeln und Verladen bis hin zum Transport übernehmen. In Künzelsau werden die Geschenke abgeholt und zu einer zentralen Sammelstelle gebracht. Von dort aus macht sich der Weihnachtskonvoi mit LKWs nach Rumänien, Moldawien, Bulgarien und in die Ukraine auf. Am Ziel angekommen, werden die Päckchen dann an bedürftige Kinder in Kinderheimen, Krankenhäusern, Kindergärten, Schulen und in Elendsvierteln verteilt und die vielen freiwilligen Helfer erleben direkt vor Ort die Freude und das Lachen der Kinder – und können bestätigen, dass die Geschenke ihren Sinn nicht verfehlt haben.

Der Ladies´Circle, Round Table, Old Tablers, Tangent Club, die Stadtverwaltung Künzelsau und alle beschenkten Kinder freuen sich über eine rege Beteiligung.

Pressemitteilung der Stadt Künzelsau

Fotos: Stadtverwaltung Künzelsau

Im Foyer des Künzelsauer Rathaus können ab sofort die Weihnachtspäckchen abgegeben werden. In den vergangenen Jahren konnten viele Päckchen entgegen genommen und an bedürftige Kinder weitergeleitet werden. Foto Stadtverwaltung Künzelsau.

 

Im Foyer des Künzelsauer Rathaus können ab sofort die Weihnachtspäckchen abgegeben werden. In den vergangenen Jahren konnten viele Päckchen entgegen genommen und an bedürftige Kinder weitergeleitet werden. Foto Stadtverwaltung Künzelsau.

 




Spektakulärer Feuerwehreinsatz bei KfZ-Brand auf der B19

Zu einem PKW Brand auf der B 19 zwischen Künzelsau und Gaisbach wurde am Sonntagmorgen, dem 25. Oktober 2020, die Feuerwehr Künzelsau gerufen. Nach einem Verkehrsunfall staute sich der Verkehr Richtung Gaisbach, als plötzlich aus einem im Stau stehenden Citroen aus dem Motorraum Rauch aufstieg. Eine Polizeistreife, die schon Vorort war alarmierte die Feuerwehr und löschte den Motorbrand schon weitestgehend mit zwei Pulverlöschern ab. Die Feuerwehr übernahm dann noch letzte Nachlöscharbeiten und übergab dann die Einsatzstelle wieder der Polizei.

Text und Bilder: Feuerwehr Künzelsau

Feuerwehr Künzelsau im Einsatz auf der B19.
Foto: Feuerwehr Künzelsau

Feuerwehr Künzelsau im Einsatz auf der B19.
Foto: Feuerwehr Künzelsau