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„Enttäuscht, dass Mitglieder der Gremien plötzlich dagegen waren“

„Überrascht“ zeigt sich Architekt Marcus Bär darüber, „dass Mitglieder der Gremien plötzlich dagegen waren“ und meint damit den Gestaltungsbeirat, der das Projekt Sigloch-Areal vor der Präsentation im Gemeinderat mehrfach besprochen hatte (wir berichteten https://www.gschwaetz.de/2020/10/15/wir-koennen-auch-alles-weglassen/. Die heftige Wortwahl, von „dumm verkaufen“ war die Rede, habe ihn sehr getroffen.

Haben hier etwas Einmaliges

Von der Qualität seiner Pläne ist er überzeugt: „Wir haben hier etwas, was es auf dem Markt nicht gibt, die Wohnungsgröße ist ein Alleinstellungsmerkmal“. Damit will er vor allem zwei Zielgruppen ansprechen: Einerseits Familien mit Kindern, die eine Wohnungsgröße von über 150 qm benötigen, aber auch altere Menschen, die aus einem Haus mit Garten kommen und den Aufwand für das Haus im Alter nicht mehr leisten können oder wollen. Angesprochen darauf, ob er aufgrund der sicherlich hohen Preise für die Wohnungen die Gefahr einer Gentrifizierung (Aufwertung eines Stadtteils durch dessen Sanierung oder Umbau mit der Folge, dass die dort ansässige Bevölkerung durch wohlhabendere Bevölkerungsschichten verdrängt wird) sieht, sagt er „Nein, das ist kein Projektziel.“

Baugesuch nach wie vor für 2021 geplant

Bär kann die Einwände der Anwohner verstehen, gegen eine sachliche Diskussion hat er nichts einzuwenden, aber er betont: „Ich verstehe Baurecht“ und wenn innerhalb des alten, einstöckigen Bebauungsplans Häuser bereits so umgebaut sind, dass sie zwei Vollgeschosse und ein Dachgeschoß haben, dann möchten er und der Bauherr auch so bauen. Das Penthouse sei kein Vollgeschoß, man habe sich hier an die „2/3“-Regel gehalten, insofern sei sein Entwurf durchaus vergleichbar mit der umgebenden Bebauung.

Das Baugesuch sei noch immer für nächstes Jahr geplant, an reiner Bauzeit veranschlagt er mindestens 18 Monate.

Text: Matthias Lauterer

So sollen die Wohnungen auf dem ehemaligen privaten Sigloch-Areal ausschauen. Quelle: Sitzungsunterlagen

Kapellenweg in Künzelsau. Auf dem ehemaligen privaten Sigloch-Areal sollen die geräumigen Wohnungen entstehen. Foto: GSCHWÄTZ

 




Im HK derzeit 9 Covid-Patienten, davon 1 auf der Intensivstation

Die Infektionszahlen steigen bundesweit, auch der Hohenlohekreis steht mit einer Inzidenz von 48,8 am 22. Oktober 2020 kurz vor dem Erreichen der Schwelle, an der der Landkreis Maßnahmen beschließen muss. Nicht nur die Infektionszahlen steigen, auch die Anzahl der COVID-Patienten in den Intensivstationen steigt deutlich.

Rund 8.000 Intensivbetten von insgesamt rund 30.000 noch frei, davon rund 1.100 Covid-Patienten

Das DIVI-Intensivregister nennt 29.570 verfügbare Intensivbetten in Deutschland, davon sind (Stand 22. Oktober 2020) 21.775 belegt. 1109 COVID-Patienten werden derzeit intensiv versorgt. 7.795 Intensivbetten sind demnach frei, weitere 12.719 könnten innerhalb einer Woche zur Verfügung gestellt werden. Ob für die Intensivbetten auch genügend qualifiziertes Pflegepersonal zur Verfügung steht, sagen die Zahlen des DIVI-Registers nicht.

Hohenloher Krankenhaus: wenig Intensivbetten frei, aber Erhöhung möglich

Im Hohenlohekreis werden laut Ute Emig-Lange, Pressesprecherin der BBT-Gruppe, „zurzeit neun positiv auf das Corona-Virus SARS-CoV-2 getestete Patienten behandelt, ein weiterer Patient mit Verdacht auf eine Corona-Infektion wird ebenfalls auf der Infektstation versorgt. Einer der Patienten ist intensivpflichtig.“ Laut DIVI-Register stehen in Öhringen momentan 7 Intensivbetten zur Verfügung, zwei davon sind frei. Emig-Lange weiter: „Die derzeit sieben Beatmungsplätze können wie im Frühjahr bei Bedarf auf insgesamt zwölf erhöht werden.“

Auch Caritas hat Covid-Patienten, aber nicht auf der Intensivstation

Für das Caritas-Krankenhaus in Bad Mergentheim berichtet sie von 3 bestätigten Fällen und 9 Verdachtsfällen, von denen keiner intensivpflichtig ist. „Im Caritas-Krankenhaus haben wir das im Frühjahr bewährte Stufenkonzept wieder aktiviert“, erläutert Pflegedirektor Frank Feinauer. „Danach haben wir im Moment auf einer Station eine Spange mit mehreren Zimmern für COVID-19-Patienten sowie für Patienten mit Verdacht auf eine Corona-Infektion reserviert. Zugleich sind wir darauf vorbereitet in kurzer Zeit, die gesamte Station für COVID-19-Patienten zu räumen.“ Der nächste Schritt wäre dann die Räumung einer weiteren Station in diesem Bettenhaus. „Im Caritas-Krankenhaus haben wir den Vorteil, dass die vier Bettenhäuser räumlich komplett voneinander getrennt sind. Dadurch können wir eine Trennung von infektiösen und nicht-infektiösen Patienten hier sicherstellen“, so Feinauer.

Das DIVI-Register listet 52 freie Intensivbetten für den Main-Tauber-Kreis. Im Kreis Schwäbisch-Hall stehen insgesamt 55 Intensivbetten zur Verfügung, davon sind 11 frei.

Im Kreis Schwäbisch-Hall wird ein COVID-Patient intensivmedizinisch behandelt.

Experten gehen bis Ende November von einem Anstieg bis zur Vollauslastung auf den Intensivstationen aus

Die Belegungskurve der Krankenhaus- und Intensivbetten hinkt der Infektionszahl um etwa 14 Tage hinterher, es ist also zu erwarten, dass die Anzahl der COVID-Patienten, die intensivmedizinisch versorgt werden müssen, ebenfalls bald ansteigt. Eine Studie von Prof. Dr. Thorsten Lehr von der Universität des Saarlandes rechnet Ende November 2020 mit einem Bedarf von bundesweit etwa 12.500 Intensivbetten allein für COVID-Kranke. Damit wäre die Grenze zur Vollauslastung erreicht: Ohne die kurzfristig verfügbaren zusätzlichen Betten müssten planbare Behandlungen mit Intensivbedarf schon Ende November zurückgeschraubt werden.

Es droht eine Überlastung des Gesundheitssystems

Der Coronavirus verbreitet sich wieder in allen Bevölkerungsgruppen, auch die so genannten Risikogruppen sind wieder stärker betroffen. Solange kein Impfstoff oder eine effiziente Behandlungsmethode zur Verfügung steht, ist die Verhinderung von Infektionen die einzige Möglichkeit, eine Überlastung des Gesundheitssystems zu umgehen, das bedeutet unter anderem eine Verringerung der Kontakte, Einhaltung der Maskenpflicht und der Abstandsregeln sowie Desinfektion.

Ab dem Erreichen einer Inzidenz von 50 sind die Landkreise gehalten, Maßnahmen zu verschärfen, etwa Versammlungen zu beschränken oder ganz zu verbieten.

Text: Matthias Lauterer

Quellen: DIVI-Register: https://www.intensivregister.de/ , Simulationsstudie: https://covid-simulator.com/

 

Intensivkapazitäten im Kreis Schwäbisch-Hall, Stand 22. Oktober 2020. Bild: Screenshot DIE ZEIT

Intensivkapazitäten im Main-Tauber-Kreis, Stand 22. Oktober 2020. Bild: Screenshot DIE ZEIT

 

 

 

 




„Wir möchten damit die Attraktivität der gesamten Stadt erhalten“

Im Rahmen des Landeswettbewerbes „Start-up BW Local“ hat das Wirtschaftsministerium weitere 26 gründungsfreundliche Kommunen ausgezeichnet, darunter auch Künzelsau. Das geht aus einer Pressemitteilung des Wirtschaftsministeriums hervor.

Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann freut sich über diese Anerkennung für seine Stadt: „Die zweite Teilnahme am Landeswettbewerb Start-up war für uns eine gute Gelegenheit, zu überlegen, wie wir das bestehende Angebot weiterentwickeln und  Gründer auf dem Weg in die Selbständigkeit zur Seite stehen können. Wir möchten damit die Attraktivität der gesamten Stadt erhalten und Menschen unterstützen, die Ideen haben und sich mit einbringen.“

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut: „Wir brauchen Kommunen, die Gründungswillige aktiv unterstützen und die in den regionalen Start-up Ökosystemen eine aktive Rolle spielen.“

Start-ups den Start erleichtern

26 Kommunen in Baden-Württemberg tragen ab sofort das Prädikat „gründungsfreundliche Kommune 2020/2021“. Beim „Pitches der Kommunen“ am 14. und 15. Oktober 2020 im Rahmen des Landeswettbewerbs „Start-up BW Local“ konnten sie die Jury mit ihren Konzepten zur Gründungsförderung überzeugen. Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut zeigte sich beeindruckt von dem großen Einsatz der Kommunen im ganzen Land, gründungsfreundliche Strukturen zu schaffen: „Wir brauchen Kommunen, die Gründungswillige aktiv unterstützen und die in den regionalen Start-up Ökosystemen eine aktive Rolle spielen“, so die Ministerin. „Die ausgezeichneten Kommunen bieten Services an, die die Gründerinnen und Gründer wirklich brauchen. Herzlichen Glückwunsch an alle ausgezeichneten Teilnehmer. Ihr Engagement ist wichtig, um Baden-Württemberg zu einer der gründungsdynamischsten Regionen Europas zu machen.“

Einzug ins Finale

Ausgezeichnet wurden die Kommunen in den drei Kategorien „Gemeinde bis 20.000 Einwohner“, „Stadt“ und „Interkommunaler Ansatz/Landkreise“. Die von der Jury ausgewählten Kommunen und interkommunalen Projekte, deren Maßnahmen die stärkste Dynamik in einem weiteren Ausbau von Gründungsvorhaben erwarten lassen, präsentieren ihre Konzepte erneut im virtuellen Landesfi-nale am 9. Dezember 2020. Dort werden die Platzierungen vom ersten bis zum dritten Platz unter Einbeziehung eines Fachpublikums aus der baden-württembergischen Gründungs- und Start-up-Szene ermittelt.

Die ausgezeichneten Gemeinden bis 20.000 Einwohner sind:

• Bad Saulgau (Einzug ins Finale)
• Künzelsau (Einzug ins Finale)
• Magstadt (Einzug ins Finale)

• Sigmaringen
• Waldenbuch
Ausgezeichnete Städte
• Albstadt (Einzug ins Finale)
• Baden-Baden
• Mannheim (Einzug ins Finale)
• Göppingen
• Heidelberg
• Herrenberg
• Reutlingen (Einzug ins Finale)
• Rottenburg
• Sindelfingen

Ausgezeichnete interkommunale Ansätze:

• Region Ostwürttemberg mit den Städten Aalen, Ellwangen, Giengen an der Brenz, Heidenheim, Schwäbisch Gmünd und den Landkreisen Heidenheim und Ostalbkreis (Einzug ins Finale)
• Landkreis Böblingen (Einzug ins Finale)
• Verbund der vier Städte Esslingen, Filderstadt, Kirchheim unter Teck, Nürtingen (Einzug ins Finale)

Die Preisgelder je Kategorie betragen:

Platz 1 – 10.000 Euro
Platz 2 – 7.500 Euro
Platz 3 – 5.000 Euro

Die Preisgelder können von den Kommunen frei zum weiteren Ausbau der Gründungsdynamik eingesetzt werden.

Das Wirtschaftsministerium würdigt in einer besonderen Kategorie auch die Kommunen, die sich mit ihren erstellten Konzepten auf einem sehr guten Weg zur „ausgezeichneten Kommune“ befinden, in der aktuellen Wettbewerbsrunde aber noch keine Auszeichnung erhalten. Dies sind die Gemeinden Bad Säckingen, Ebersbach, Mengen, Neuenburg am Rhein und Pfullendorf, die Städte Bret-ten, Freudenstadt und Leinfelden-Echterdingen sowie der Landkreis Calw.

Die „Pitches der Kommunen“ wurden von folgenden Jury-Mitgliedern mit Erfahrungen im Gründungsbereich bewertet:

• Matthias Burgbacher | PLAN:KOOPERATIV
• Timm Czarnecki | BRC Solar GmbH
• Tim Dibjick | Membratech Engineering GmbH
• Stefanie Knebel | AudiotexTour GbR
• Pia Nowotny | Martha´s Gastronomiebetriebe GmbH

Der Landeswettbewerb „Start-up BW Local“

„Start-up BW Local“ ist laut dem Wirtschaftsministerium ein Landeswettbewerb des Wirtschaftsministeriums Ba-den-Württemberg. Er fördert Gemeinden, Städte und Landkreise bei der konzep-tionellen Erstellung gründungsfreundlicher Strukturen vor Ort. Gründerinnen und Gründer bewerten im Anschluss die Konzepte und zeichnen die überzeugends-ten Teilnehmer mit dem Label „Gründungfreundliche Kommune“ aus. Seit dem Start des Formats sind neben einer Community der Gründungsunterstützer auch unbürokratische Strukturen entstanden, von denen Gründer profitieren.

Der Wettbewerb wird gemeinsam getragen vom Wirtschaftsministerium und von den baden-württembergischen kommunalen Spitzenverbänden Gemeindetag, Städtetag, Landkreistag sowie vom Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertag (BWIHK) und vom baden-württembergischen Handwerkstag (BWHT).

Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.startupbw.de/local




Droht dem Hohenlohekreis der Lockdown?

Am Donnerstag, den 22. Oktober 2020, sind dem Gesundheitsamt des Hohenlohekreises insgesamt zwölf neue Corona-Infektionen gemeldet worden. Die 7-Tage-Inzidenz liegt jetzt bei 48,8 pro 100.000 Einwohner. Das geht aus einer Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises hervor. Ab dem Wert 50 erreicht man die dritte Pandemiestufe und es drohen weitere Maßnahmen. Wobei diese Maßnahmen bereits am 19. Oktober 2020 von der Landesregierung in Kraft gesetzt wurden, nachdem immer mehr Kreise den Wert von 50 überschritten haben.

Das bedeutet unter anderem, dass sich privat nur noch bis zu zehn Personen treffen dürfen oder zwei Hausstände begrenzt. Auch im Freien ist an öffentlichen Allgemeinplätzen ein Mund-Nasenschutz Pflicht, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. Es soll verstärkt mit Telemedizin gearbeitet werden, unter anderem auch bei Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen zur Vermeidung von Kontakten in Arztpraxen. Ab der fünften Klasse sollen Schüler auch im Unterricht und nicht nur wie bisher in den Fluren einen Mund-Nasenschutz tragen. Kliniken sollen „erforderliche Intensiv-Kapazitäten für Covid-Patienten stufenweise anpassen sowie elektive Behandlungen schrittweise reduzieren“, so die Landesregierung. https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/land-ruft-die-dritte-pandemiestufe-aus/

Der Hohenlohekreis indes ist bemüht darum, Infektionsketten aufzudecken und zu durchbrechen.

Häusliche Isolation

„Mit Hochdruck arbeiteten die Fallermittler auch heute daran, für die Infizierten die häusliche Isolation anzuordnen und ihre Kontakte zu ermitteln, um die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern“, so das Landratsamt. „Aufgrund der Infektion einer Kernzeitbetreuerin an der Schillerschule Öhringen besteht dort der dringende Verdacht, dass weitere Schülerinnen und Schüler als K1-Personen in Quarantäne geschickt werden müssen. Die Ermittlungen laufen derzeit.“

In Öhringen könnte sich die Situation zuspitzen

Das Gesundheitsamt des Hohenlohekreises hat am Donnerstag, den 22. Oktober 2020, zudem ein so genanntes Ausbruchsgeschehen identifiziert und an das Landesgesundheitsamt gemeldet. Das bedeutet, dass die Zusammenhänge zwischen mehreren einzelnen Fällen von den Fallermittlern nachvollzogen werden konnten. Es hat sich gezeigt, dass die Quarantäne für die Kindergartengruppe in Bretzfeld, die gestern angeordnet wurde, sich auf einen Mitte Oktober 2020 gemeldeten Fall an der gewerblichen Schule Öhringen zurückführen lasse. „Eine derart lückenlos nachvollziehbare Infektionskette kann es nur geben, wenn alle positiv auf das Coronavirus Getesteten ihre Kontaktpersonen korrekt melden. Hier sind wir dringend auf die Mithilfe und Verantwortung der Bürger angewiesen“, so Dr. Susanne Gebert, Fachdienstleiterin Infektionsschutz und Umwelthygiene.

Richtigstellung

„Entgegen der gestrigen Meldung wurde für die Fußballmannschaft in Bretzfeld-Bitzfeld keine häusliche Isolation angeordnet“, korrigierte das Landratsamt des Hohenlohekreises. „Es bestand zunächst der Verdacht, dass die Fußballer als Kontaktpersonen der Kategorie 1 einzustufen seien. Da das vorgelegte strenge Hygienekonzept eingehalten wurde, musste jedoch keine Quarantäne ausgesprochen werden.“

Häusliche Isolation

„Mit Hochdruck arbeiteten die Fallermittler auch heute daran, für die Infizierten die häusliche Isolation anzuordnen und ihre Kontakte zu ermitteln, um die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern“, so das Landratsamt. „Aufgrund der Infektion einer Kernzeitbetreuerin an der Schillerschule Öhringen besteht dort der dringende Verdacht, dass weitere Schülerinnen und Schüler als K1-Personen in Quarantäne geschickt werden müssen. Die Ermittlungen laufen derzeit.“

In Öhringen könnte sich die Situation zuspitzen

Das Gesundheitsamt des Hohenlohekreises hat am Donnerstag, den 22. Oktober 2020, zudem ein so genanntes Ausbruchsgeschehen identifiziert und an das Landesgesundheitsamt gemeldet. Das bedeutet, dass die Zusammenhänge zwischen mehreren einzelnen Fällen von den Fallermittlern nachvollzogen werden konnten. Es hat sich gezeigt, dass die Quarantäne für die Kindergartengruppe in Bretzfeld, die gestern angeordnet wurde, sich auf einen Mitte Oktober 2020 gemeldeten Fall an der gewerblichen Schule Öhringen zurückführen lasse. „Eine derart lückenlos nachvollziehbare Infektionskette kann es nur geben, wenn alle positiv auf das Coronavirus Getesteten ihre Kontaktpersonen korrekt melden. Hier sind wir dringend auf die Mithilfe und Verantwortung der Bürger angewiesen“, so Dr. Susanne Gebert, Fachdienstleiterin Infektionsschutz und Umwelthygiene.

Richtigstellung

„Entgegen der gestrigen Meldung wurde für die Fußballmannschaft in Bretzfeld-Bitzfeld keine häusliche Isolation angeordnet“, korrigierte das Landratsamt des Hohenlohekreises. „Es bestand zunächst der Verdacht, dass die Fußballer als Kontaktpersonen der Kategorie 1 einzustufen seien. Da das vorgelegte strenge Hygienekonzept eingehalten wurde, musste jedoch keine Quarantäne ausgesprochen werden.“

Häusliche Isolation

„Mit Hochdruck arbeiteten die Fallermittler auch heute daran, für die Infizierten die häusliche Isolation anzuordnen und ihre Kontakte zu ermitteln, um die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern“, so das Landratsamt. „Aufgrund der Infektion einer Kernzeitbetreuerin an der Schillerschule Öhringen besteht dort der dringende Verdacht, dass weitere Schülerinnen und Schüler als K1-Personen in Quarantäne geschickt werden müssen. Die Ermittlungen laufen derzeit.“

In Öhringen könnte sich die Situation zuspitzen

Das Gesundheitsamt des Hohenlohekreises hat am Donnerstag, den 22. Oktober 2020, zudem ein so genanntes Ausbruchsgeschehen identifiziert und an das Landesgesundheitsamt gemeldet. Das bedeutet, dass die Zusammenhänge zwischen mehreren einzelnen Fällen von den Fallermittlern nachvollzogen werden konnten. Es hat sich gezeigt, dass die Quarantäne für die Kindergartengruppe in Bretzfeld, die gestern angeordnet wurde, sich auf einen Mitte Oktober 2020 gemeldeten Fall an der gewerblichen Schule Öhringen zurückführen lasse. „Eine derart lückenlos nachvollziehbare Infektionskette kann es nur geben, wenn alle positiv auf das Coronavirus Getesteten ihre Kontaktpersonen korrekt melden. Hier sind wir dringend auf die Mithilfe und Verantwortung der Bürger angewiesen“, so Dr. Susanne Gebert, Fachdienstleiterin Infektionsschutz und Umwelthygiene.

Richtigstellung

„Entgegen der gestrigen Meldung wurde für die Fußballmannschaft in Bretzfeld-Bitzfeld keine häusliche Isolation angeordnet“, korrigierte das Landratsamt des Hohenlohekreises. „Es bestand zunächst der Verdacht, dass die Fußballer als Kontaktpersonen der Kategorie 1 einzustufen seien. Da das vorgelegte strenge Hygienekonzept eingehalten wurde, musste jedoch keine Quarantäne ausgesprochen werden.“

Im Rahmen der Vorgaben der Landesregierung im Bezug auf die dritte Pandemiestufe öffnet der Hohenlohekreis die Corona-Abstrichstelle in Belzhag ab dem 02. November wieder.

Schulen

Eltern befürchten, dass bei weiter steigenden Zahlen, Schulen in Baden-Württemberg nach dem Ende der Herbstferien geschlossen bleiben könnten und wieder in homeschooling übergeht.

Am 22. Oktober 2020 meldete das baden-württembergische Kultusministerium, dass an 456 Schulen insgesamt 943 Klassen beziehungsweise Gruppen aufgrund von Fällen einer Infektion mit dem Corona-Virus beziehungsweise des Verdachts auf den Fall einer Infektion mit dem Corona-Virus vorübergehend ins homeschooling geschickt wurden. 15 Schulen sind vollständig geschlossen. Zur Relation: In Baden-Württemberg gibt es insgesamt ungefähr 67.500 Klassen und etwa 4.500 Schulen.

 




Eine Stunde für mehr Sicherheit

Den bundesweiten Tag des Einbruchschutzes am Sonntag, den 25. Oktober 2020, nutzt das Polizeipräsidium Heilbronn um den Bürgern seine vier sicherungstechnischen Beratungsstellen virtuell zu öffnen und via telefonischer Hotline alle Fragen rund um das Thema Einbruchschutz zu beantworten.

Immer am letzten Oktober-Sonntag

Der Tag des Einbruchschutzes ist eine gemeinsame Initiative von Polizei und Wirtschaft und wurde ins Leben gerufen, um die Bürger zum Thema Einbruchschutz zu informieren und zu sensibilisieren. Unter dem Motto „Eine Stunde mehr für mehr Sicherheit“ findet dieser immer am letzten Sonntag im Oktober statt, dem Tag an dem die Uhren eine Stunde auf die Winterzeit zurückgestellt werden. Nähere Informationen zum bundesweiten Tag des Einbruchschutzes findet man im Internet unter http://www.k-einbruch.de.

Kostenlose telefonische Beratung

Ein erfahrener sicherungstechnischer Berater des Polizeipräsidiums Heilbronn informiert umfassend und kostenlos am Telefon, wie die Bürger ihr Eigentum durch technische Sicherungen und auch einfach nur durch richtiges Verhalten vor Einbruch und Diebstahl schützen können. Das Spektrum dieser telefonischen Sicherheitsberatung wird ganz individuell auf die Bedürfnisse  jedes Anrufers abgestellt. Die Beratung umfasst solide mechanische Sicherheitstechnik für Fenster und Türen sowie als elektronische Ergänzung Einbruchmeldetechnik oder ein Videoüberwachungssystem. Beraten lassen kann sich jeder, egal ob Mieter oder Besitzer eines Eigenheims.

Für den Stadt- und Landkreis Heilbronn, den Hohenlohekreis, den Neckar-Odenwald-Kreis und für den Main-Tauber-Kreis, steht die sicherungstechnische Beratungsstelle des Polizeipräsidiums Heilbronn von 11 bis 17.00 Uhr unter Telefon 07131/104 1042 zur Verfügung.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn




„Adventsschlendern“ in Öhringen ohne Marktstände

„Öhringen soll zu Weihnachten in vollem Glanz erstrahlen“, sagte Oberbürgermeister Thilo Michler noch Anfang Oktober laut einer Pressemitteilung. So plante die Stadtverwaltung für die diesjährige Adventszeit das „Adventsschlendern“ mit Kunsthandwerkerständen inmitten von einem strahlenden Lichtermeer in Innenstadt, Schlosshof und Hofgarten. Nun macht die neue Corona-Verordnung der Landeregierung dem modifizierten Weihnachtsmarkt-Konzept einen Strich durch die Planungen: „Da sich zum Schutz vor Infektionen nicht mehr als 100 Personen bei Veranstaltungen treffen können, müssen wir ein wenig umplanen. Marktstände sind in diesem Jahr leider nicht möglich. Deshalb setzen wir nun auf ein sinnlich weihnachtliches Ambiente unserer historischen Innenstadt. Warme Lichter und glänzende Aktionen sollen für eine besondere Stimmung in der Stadt sorgen“, sagt Ingrid Sterzer, die städtische Leiterin für Kultur und Veranstaltungen, in der Mitteilung. Auch musikalische Darbietungen können nicht angeboten werden. Einige Geschäfte haben bereits zugesagt, an den Adventssamstagen bis 18 Uhr zu öffnen.

Illumination der Innenstadt

Priorität ist, Menschenansammlungen zu vermeiden. Deshalb legt das Organisations-Team von Stadtverwaltung und Handels- und Gewerbeverein Öhringen ein besonderes Augenmerk auf die Illumination der Innenstadt. Öhringen wird daher während der gesamten Adventszeit in weihnachtlichem Ambiente erstrahlen. Startschuss ist am 28. November. Dann setzt der Graf Albrecht Brunnen mitten auf dem Öhringer Marktplatz den ersten Licht-Akzent und die umliegenden Häuserfassaden erstrahlen in einem weihnachtlichen Meer von Sternen. Es wird viel Neues zu sehen sein beim weihnachtlichen Bummel durch die Stadt: Eine aufwändige Lichtinstallation setzt das Obere Tor besonders in Szene. Walk-Acts wie die frostige Eiskönigin oder ein Riesen-Weihnachtsmann sorgen freitags und samstags beim Bummel durch die Stadt für große Augen. Weihnachtliche Fotomotivaufsteller laden für ein spontanes Selfie ein. Neue und beleuchtete Weihnachtskugeln schmücken den Weihnachtsbaum vor dem Rathaus. Für alle Verliebten glänzt die Mistelbank in romantischem Licht. Aufwändige florale Dekorationen schmücken besondere Ecken der Innenstadt.

Kreative Vorschläge von Vereinen und Schulen

Auf ein reges Echo der Vereine traf der Lichteraktion-Aufruf der Verwaltung. „Hier haben wir bereits viele Rückmeldungen. Vereine, Schulen und Einrichtungen reichten kreative Vorschläge für Beleuchtungsaktionen ein. Da freuen wir uns schon auf die Umsetzung, die an den Wochenmarkt-Tagen immer mittwochs und samstags ab dem späten Nachmittag geplant ist“, sagt Christine Busch vom städtischen Veranstaltungsteam.

Punsch und Glühwein bei den Gastronomiebetrieben

Auf Gewohntes wird man in Öhringen auch nicht verzichten müssen: Der besinnliche Krippenweg, die Weihnachtsbäume der Kindergärten in der Marktstraße, sowie die animierten Szenen der Märchenkisten lassen Kinder- und Erwachsenenaugen trotz Corona-Einschränkungen strahlen. Ebenso müssen die Besucher nicht auf den traditionellen Punsch oder Glühwein verzichten. Diesen gibt’s in diesem Jahr bei den etablierten Gastronomiebetrieben in der Innenstadt – jedoch nicht im Stehen, sondern gemütlich auf den vorhandenen Sitzplätzen. „Genau wie unsere Einzelhändler
haben auch die Öhringer Gastronomen in der aktuellen Corona-Zeit sorgfältig erarbeitete Hygienekonzepte und ermöglichen allen Besuchern bei Speis und Trank ein sicheres und genussreiches Weihnachtserlebnis“, ergänzt Michael Walter von der Stabsstelle.

„Wir versuchen, nicht alles ausfallen zu lassen“

„Es ist allen klar, dass mit der verschärften Corona-Situation dieses Jahr alles anders ist und wir vernünftig handeln müssen. Dennoch versuchen wir, nicht alles ausfallen zu lassen. Mir ist wichtig, den Menschen die Gelegenheit zu geben sich draußen an der frischen Luft bei einem Bummel durch die Stadt auf Weihnachten einzustimmen und mal auf andere Gedanken zu kommen. Wir tun alles dafür, im Rahmen der Hygienemaßnahmen das Adventsschlendern zu ermöglichen“, sagt Oberbürgermeister Thilo Michler.

Quelle: Pressemitteilung der Stadt Öhringen




„Die Maskenpflicht ist ein Eingriff in mein Freiheitsrecht“

Ohne Maske unterwegs zu sein, ist kaum noch denkbar in diesen Zeiten. Auch in der Schule ist das Maskentragen zum festen Bestandteil geworden – sowohl für die Schüler als auch für die Lehrer. In Schulen gilt die Maskenpflicht ab dem Betreten des Schulgeländes. Sobald man seinen festen Platz im Unterrichtsraum verlässt, gilt es, eine Maske zu tragen: auf den Gängen, in der Mensa und auf dem Pausenhof. Die einzige Ausnahme ist im Klassenraum am festen Sitzplatz und beim Essen. Außerdem achten die Schulen sehr stark darauf, dass sich die Klassen in den Pausen nicht vermischen und durchgängig in der gleichen Konstellation bleiben, um eine Infektionskette zu verringern. Deswegen hat jede Klasse einen fest zugewiesenen Pausenbereich, indem sich auch nur diese Klasse aufhalten darf. An den Bushaltestellen allerdings gibt es diese getrennten Bereiche nicht.

Die Regierung ist überzeugt davon, dass die Maskenpflicht in Schulen sinnvoll ist. Doch sehen die Schüler das ebenfalls so?

„Konzept nicht ganz durchdacht“

„An sich ist es schon gut“, meint Anna-Lena Frank aus Bieringen. „Aber wenn man durchgehend in der gleichen Klasse ist und man sie im Unterricht abnehmen darf, ist das Konzept nicht ganz durchdacht, da Schüler untereinander ohne Maske Kontakt haben, aber während der Pause in der eigenen Klasse trotzdem eine Maske tragen müssen.“ Dennoch trägt die 15-Jährige die Maske nach den geltenden Vorschriften, denn auch wenn sie das Konzept manchmal nicht nachvollziehen kann, möchte sie helfen, eine Infektionskette zu unterbrechen.

„Ich möchte keinen durch mein leichtsinniges Handeln gefährden“

Auch für Nico Köhler aus Niederstetten ist es wichtig, sich an die Maskenregeln zu halten. Für den 15-Jährigen ist das Thema Corona nach wie vor aktuell: „Man hört jeden Tag etwas über Corona und die Zahlen steigen wieder. Ich persönlich merke Corona sehr stark an den noch vorhandenen Einschränkungen, aber für mich ist das Thema generell auch immer aktuell, denn meine Eltern haben ein Altenheim.“ Da alte und schwache Menschen zur Risikogruppe zählen, „trage ich meine Maske zuverlässig, denn ich möchte keinen durch mein leichtsinniges Handeln gefährden.“ Der Zehntklässler berichtet auch, dass er die Maske nicht nur in der Schule zuverlässig trägt, sondern auch außerhalb, wenn er sich in geschlossenen Räumen befindet.

„Anstrengend beim Atmen und Kopfschmerzen sind die Folge“

„Man gewöhnt sich an das Maskentragen, aber schön ist es nicht“, ist die Meinung von Louis Siller aus Geddelsbach. „Mit der Zeit ist es anstrengend beim Atmen und Kopfschmerzen sind die Folge.“ Auch der 16-Jährige sieht es kritisch, die Maske in der Pause zu tragen, wenn man sich in seiner Klasse befindet und davor ohne Maske Kontakt hatte. Dennoch hält er sich an die Maskenpflicht, „um andere und mich zu schützen.“

„Menschliche Aufpasser finde ich nervig“

Eine ganz andere Meinung hat Jana Tscherpel aus Schwäbisch Hall. Die 15-Jährige hält die Maskenpflicht für eine Zumutung, da sie wenig effektiv sei, weil die meisten nur einen „Stofffetzen vor dem Mund“ hätten. „Die Maskenpflicht ist ein Eingriff in mein Freiheitsrecht, sie beschränkt meine Freiheit. Wenn ich mich gefährden will, ist das meine Entscheidung.“ Auf die Frage, ob sie nicht Angst habe, andere damit zu gefährden, antwortet sie: „Diejenigen, denen ich schaden könnte, tragen selbst die Verantwortung für sich und können sich mit einer richtigen FFP2-Maske schützen.“ Jana möchte selbst entscheiden, ob und wann sie eine Maske trägt. „Menschliche Aufpasser“ findet sie nervig. Damit meint sie Menschen wie etwa Mitschüler, die keine Berechtigung dazu hätten, sie zurechtzuweisen und auch nicht dafür zuständig seien. Sie persönlich habe auch keine Angst vor Corona, wie sie betont: „Ich sehe das Coronavirus wie ein Grippevirus und bei der Grippe muss man auch keine Maske tragen.“ Obwohl sie keine Angst hat, ist das Thema Corona für sie präsent: „Man kann Corona nicht abschreiben, aber durch die Medien bleibt es eben auch aktuell. Ich denke aber, dass die öffentlichen Medien übertreiben. Man hat das Gefühl, dass sie das Virus schlimmer darstellen, als es ist und Angst verbreiten.“

„Verschärfte Maskenpflicht finde ich gut“

„Entweder sollte man die Maske ganz tragen oder gar nicht, aber so wie es gerade ist, bringen sie nicht viel“, ist das Statement von Benjamin Vogel (15) aus Künzelsau. „Jedoch finde ich die Maskenpflicht gut, da ich nicht weiß, wer Corona hat und ich kein Risiko eingehen will, deswegen trage ich die Maske zuverlässig.“

Seit Montag, den 19. Oktober 2020, gibt es noch strengere Maskenregeln. Das hat das Regierungspräsidium in Baden-Württemberg beschlossen. Nun müssen die Schüler und Lehrer die Maske auch im Unterricht tragen. „Ich finde es gut, dass man jetzt die Masken auch im Unterricht tragen muss, weil ich es ein bisschen schwachsinnig finde, zu sagen: Ihr tragt die Masken hier, aber dort wieder nicht. Und dann haben wir auch noch zusammen Schwimmen – ohne Masken. Das Problem ist, dass sich die meisten nur in der Schule so konsequent an die Maskenpflicht halten, aber außerhalb nicht.“

Die Maskenpflicht in Schulen sorgt derzeit für viel Gesprächsstoff und Diskussionen. Die Meinungen hierzu gehen weit auseinander. Wie nun das verschärfte Konzept, das die Maskenpflicht ab der fünften Klasse nun auch im Unterricht und nicht nur auf den Fluren vorsieht, ankommt und was es alles für neue Probleme mit sich bringt, wird sich im Laufe der nächsten Wochen herausstellen.

Text: Cora-Lee Pusker (15)

 




Corona-Vorwarnstufe im Hohenlohekreis

Am Mittwoch, den 21. Oktober 2020, hat der Hohenlohekreis laut einer Pressemitteilung mit einer 7-Tage-Inzidenz von 47,9 pro 100.000 Einwohner die erste Corona-Stufe, die sogenannte Vorwarnstufe, erreicht. Insgesamt wurden dem Gesundheitsamt des Hohenlohekreises am Mittwoch 21 Corona-Infektionen bestätigt. Mehr als 120 Kontaktpersonen wurden daraufhin von den Fallermittlern ausfindig gemacht. Einige Betroffene, die positiv sind, befanden sich bereits als K1-Personen in Quarantäne.

Schüler und Kindergartenkinder in Quarantäne

Eine Klasse der Grundschule in Bretzfeld-Bitzfeld befindet sich nun in häuslicher Isolation, vorsorglich wurde hier die ganze Schulkasse sowie zwei Lehrer als K1-Kontaktpersonen eingestuft. Ein weiterer positiver Fall trat in einer Gruppe des Kindergartens Bretzfeld auf, was die Quarantäne einer dortigen Kindergartengruppe mit sich brachte. Häusliche Isolation wurde zudem für eine Fußballmannschaft in Bretzfeld-Bitzfeld angeordnet. Allen K1-Personen wurde eine Testung empfohlen.

Vorerst keine weiteren einschränkenden Maßnahmen für die Bevölkerung

„Wir beobachten die Lage stets mit sehr wachsamem Blick. Unser Augenmerk liegt besonders auf dem Infektionsgeschehen im westlichen Gebiet des Landkreises. Für eine verlässliche Aussage zu möglichen Infektionsherden ist es derzeit aber noch zu früh. Die Kontaktermittlungen laufen auf Hochtouren. Bereits vor Ausrufen der Pandemiestufe 3 für Baden-Württemberg haben wir uns auf das Erreichen der Vorwarnstufe eingestellt und hatten Allgemeinverfügungen zur Verschärfung der Maskenpflicht und Beschränkungen bei privaten Feiern und Veranstaltungen vorbereitet“, so Landrat Dr. Matthias Neth in der Mitteilung. Das Ausrufen der Pandemiestufe 3 für das Land Baden-Württemberg mit Wirkung vom 19.10.2020 brachte landesweit weitreichende Einschränkungen mit sich, weshalb vorerst keine darüberhinausgehenden Maßnahmen für den Hohenlohekreis angeordnet werden.

„Es gilt jetzt, für alle Verantwortung zu zeigen“

„Sollte der Inzidenzwert in kürzester Zeit weiterhin exponentiell steigen und sich das Infektionsgeschehen verschärfen, werden wir prüfen, ob wir in Abstimmung mit dem Land weitere lokale Maßnahmen ergreifen. Dies könnte zum Beispiel die Einführung einer Sperrstunde sein. Es gilt jetzt, für alle Verantwortung zu zeigen und unbedingt die aktuell geltenden Regelungen der Corona-Verordnung des Landes zu beachten. Gemeinsam haben wir die erste Welle der Corona-Pandemie im Frühjahr bewältigt – gemeinsam werden wir mit Vorsicht und Bedacht auch die kritische Herbst- und Winterzeit schaffen. #Hohenlohehaeltzusammen – auch bei der zweiten Pandemiewelle“, appelliert der Landrat eindringlich, die derzeit gültigen Regelungen und Maßnahmen zu beachten.

Maßnahmen der Pandemiestufe 3 in Baden-Württemberg

Mit Ausrufen der dritten Pandemiestufe hat das Land Baden-Württemberg folgende verschärfte Maßnahmen angeordnet:

  • Die Maskenpflicht gilt nun in dem Fußgängerverkehr gewidmeten Bereichen wie Fußgängerzonen und Marktplätzen, wo der Abstand von 1,5 Metern nicht sicher eingehalten werden kann. Ebenfalls besteht Maskenpflicht in den für den Publikumsverkehr geöffneten Bereichen öffentlicher Einrichtungen.
  • Ansammlungen und private Veranstaltungen, insbesondere private Feiern, sind auf zehn Personen begrenzt. Die Anzahl darf nur überschritten werden, wenn es sich ausschließlich um Personen maximal zweier Haushalte handelt oder wenn die Teilnehmer miteinander verwandt sind.
  • Die Teilnehmerzahl für sonstige Veranstaltungen ist auf 100 begrenzt.

AHA-Regeln beachten

Weiterhin gilt, unbedingt die bekannte AHA-Formel (Abstand – Hygiene – Alltagsmaske) zu beachten und regelmäßig zu lüften. Es ist zudem angezeigt, vermehrt Kontakte zu reduzieren. „Ich rufe alle Hohenloherinnen und Hohenloher ausdrücklich dazu auf, zusätzlich zu den aktuellen Bestimmungen auch stets selbst zu prüfen, welche Termine derzeit wirklich unbedingt notwendig sind“, so Neth.

Weitere Informationen

Unter http://www.corona-im-hok.de werden laufend die Fallzahlen für den Hohenlohekreis aktualisiert und weitere umfassende Informationen für die Bevölkerung bereitgestellt. Auch die Bürgerhotline unter Telefon 07940/18 888 ist weiterhin montags bis donnerstags von 9 bis 16 Uhr und freitags von 9 bis 12 Uhr erreichbar. Auf dem YouTube-Kanal des Hohenlohekreises https://www.youtube.com/channel/UCfhTuBLCiBjGUUHwnaQ0f3w sind ebenfalls regelmäßig Informationen eingestellt.

Vorbereitungen für den Hohenlohekreis

Die Abstrichstelle sowie die Isolierstation befinden sich weiterhin im Standby-Modus und können innerhalb kürzester Zeit wieder in Betrieb genommen werden, wenn es das Infektionsgeschehen erfordert. „An dieser Stelle möchte ich meinen Dank erneut an die niedergelassenen Ärzte im Hohenlohekreis richten, insbesondere an die Sprecher der Ärzteschaft, Dr. Susanne Bublitz und Dr. Andreas Kühn. Erst gestern (Dienstag, 20.10.) haben wir zusammen über die aktuelle Lage beraten“, berichtet Dr. Neth über den ständigen gemeinsamen Austausch. Auch mit den Bürgermeistern befinde man sich im regelmäßigen Kontakt. Am Mittwoch (21.10.) hat sich der Krisenstab mit den Bürgermeistern zu einer Videokonferenz getroffen. Für den Fall, dass die Kontaktpersonennachverfolgung im Kreis durch eigenes Personal nicht mehr leistbar wäre, wird ein Amtshilfeersuchen an die Bundeswehr gestellt. Auch zur Unterstützung beim Betrieb der Abstrichstelle ist ein Amtshilfeersuchen bereits vorbereitet.

Gesundheitsamt sieht Schnelltests kritisch

Momentan gehen beim Gesundheitsamt des Hohenlohekreises vermehrt Anfragen zum Thema Corona-Schnelltestungen ein. Dazu gibt das Gesundheitsamt folgende Stellungnahme ab: Aktuell werden immer häufiger Schnelltestgeräte zum Nachweis einer Corona-Infektion eingesetzt. Die Diagnostik des Geräts, das auf der Detektion von Virusbestandteilen basiert, erfüllt jedoch nicht die Kriterien für eine Meldung nach dem Infektionsschutzgesetz.

Bei einem positiven Schnelltest-Befund ist daher die sofortige Kontrolle mittels eines RT-PCR-Nachweises notwendig. Bis das RT-PCR-Ergebnis vorliegt, erfolgt zwar eine vorbeugende Absonderung der getesteten Person, es wird aber noch keine Quarantäne für die Person und deren Kontaktpersonen angeordnet. Dies erfolgt erst, wenn das positive Schnelltest-Ergebnis mit der RT-PCR-Methode bestätigt wurde – dann werden die Fallermittler im Gesundheitsamt tätig.

Das Gesundheitsamt weist zudem darauf hin, dass die Aussagekraft der Schnelltest-Befunde für asymptomatisch infizierte Personen noch nicht bestätigt ist, da für diese Personengruppe bisher keine Daten vorliegen. Hier können die Schnelltestungen im Fall eines falsch-negativen Ergebnisses zu einem gefährlichen Sicherheitsgefühl führen, und im Fall eines falsch-positiven Befundes zu unnötiger Isolation und Verunsicherung der mutmaßlichen Kontaktpersonen.

Quellen: Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis und die Homepage des Hohenlohekreises

 

Quelle: www.corona-im-hok.de

 

Eine Interpretation der beiden Karten ist schwierig, weil die Krankmeldungen nach 14 Tagen automatisch in die Liste der Gesundmeldungen rutschen. Quelle: www.corona-im-hok.de

 

Quelle: www.baden-wuerttemberg.de

Quelle: www.baden-wuerttemberg.de




Katzenkillerhund: Klage auf Schadenersatz abgewiesen

Am Mittwoch, 21.Oktober 2020, verkündete Richter Sven Brückner im Amtsgericht Künzelsau das Urteil im Schadenersatzprozess einer Katzenhalterin gegen Ingelfingens Bürgermeister Michael Bauer, GSCHWÄTZ berichtete: https://www.gschwaetz.de/2020/10/15/der-zeitwert-einer-katze/.

Die Klage wurde abgewiesen.

Da wegen des geringen Streitwerts von 212,09 Euro keine Rechtsmittel gegen das Urteil möglich sind, ist der Fall für Bürgermeister Bauer nunmehr abgeschlossen: Ein Strafverfahren wurde von der Staatsanwaltschaft in Schwäbisch-Hall nicht eingeleitet, eine Geldbuße der Stadt Ingelfingen hat Bauer laut eigener Aussage bereits bezahlt.

Text: Matthias Lauterer




In Pizzeria Geldbeutel der Bedienung geklaut

Aus einer Pizzeria in der Kirchgasse in Künzelsau wurde am Dienstagabend, den 20. Oktober 2020, ein Bedienungsgeldbeutel entwendet. Das geht aus einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn hervor.

Im Geldbeutel befand sich eine mittlere dreistellige Bargeldsumme. Als tatverdächtig gilt ein Mann, circa 165 Zentimeter groß mit deutlichem Bauchansatz. Der Mann hat südländisches Aussehen, schwarzes, kurzes, leicht krauses Haar, einen Dreitagebart und sprach Deutsch mit Akzent. Bekleidet war der Mann mit einer blauen Jeans, einem dunklen Pullover, einer dunklen Jacke und einer Schiebermütze. Zeugen, die am Dienstagabend verdächtige Wahrnehmungen rund um die Gaststätte machen konnten oder den Tatverdächtigen beobachten konnten, werden darum gebeten, sich bei der Polizei in Künzelsau, Telefon 07941 941 0, zu melden.