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„Wichtig ist auch, dass jede Person, die einen Termin hat, sich bei der Einfahrt ausweist“

Bereits ab dem 16. März 2020 war in Belzhag eine zentrale Abstrichstelle in Betrieb. Ab 16. Mai 2020 wurde diese in den Standby-Betrieb gesetzt, die Abstriche erfolgten seitdem ausschließlich in den Praxen der niedergelassenen Ärzte. Der Hohenlohekreis und die Kassenärztliche Vereinigung teilen mit, dass die zentrale Abstrichstelle in Belzhag ihren Betrieb ab dem 2. November 2020 wieder aufnimmt.  

Niedergelassene Ärzte führen Abstriche durch 

Die Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) betreibt die Abstrichstelle, die Abstriche werden durch die niedergelassenen Ärzte im Kreis durchgeführt. Das Landratsamt Hohenlohekreis unterstützt auf Anforderung der KV den Betrieb der Abstrichstelle.

Unterstützung durch Technisches Hilfswerk 

Das THW Pfedelbach habe die technischen Voraussetzungen geschaffen, die Gebäude reaktiviert und Umkleide- und Sozialräume sowie Sanitäranlagen für die Mitarbeiter vor Ort erstellt. „Wir danken dem THW für die Unterstützung beim Einrichten der Abstrichstelle“, so Dr. Susanne Bublitz, Sprecherin der Ärzteschaft Öhringen.

Kapazität: Laut Landratsamt zirka 80 – 120 Abstriche pro Werktag

Laut KVBW wird die Abstrichstelle werktags von 9.00 bis 12.00 Uhr in Betrieb sein, pro Stunde können in etwa 20 bis 30 Abstriche genommen werden. Es können sowohl von asymptomatischen Personen Abstriche genommen (beispielsweise von Kontaktpersonen oder Reiserückkehrern), als auch symptomatische Patienten mit leichten Symptomen getestet werden. Die Testung erfolgt aus dem Auto heraus (Drive-in-Abstrichstelle), Patienten müssen den Wagen für den Test nicht verlassen. Wie GSCHWÄTZ auf Nachfrage erfuhr, werden PCR-Tests durchgeführt, das Testergebnis wird den getesteten Personen also nicht direkt an der Abstrichstelle mitgeteilt.

Nur nach Anmeldung über die Hausarztpraxis – Ausweis nicht vergessen

Eine Anmeldung über die Hausarztpraxis sei, so die Information der KVBW, zwingend notwendig – ohne einen Hausarztkontakt erfolgt kein Zugang zur Abstrichstelle. „Wichtig ist auch, dass jede Person, die einen Termin hat, sich bei der Einfahrt ausweist“, ergänzt Dr. Bublitz.

Sperrung der Orsdurchfahrt Belzhag

Wie im Frühjahr wird auch jetzt die Ortsdurchfahrt Belzhag ab Montag, 2. November 2020 während der Betriebszeiten der
Abstrichstelle gesperrt. Die Zufahrt zur Abstrichstelle erfolgt nur aus Richtung Hohebuch von der L 1036 über die Kupferzeller Straße, an der Abstrichstelle wird der Verkehr über eine Einbahnregelung geleitet.

Weg zur Drive-In-Abstrichstelle in Belzhag im März 2020. Foto: GSCHWÄTZ/Archiv




Corona: Hohenlohekreis durchbricht fast die 100er Inzidenz-Marke

An diesem Wochenende hat das Gesundheitsamt des Hohenlohekreises insgesamt 38 neue Corona-Fälle an das Landesgesundheitsamt gemeldet, 26 davon am Samstag. Die 7-Tages-Inzidenz liegt damit am Sonntag, den 01. November 2020, bei 96,8, am Samstag war sie durch die hohe Fallzahl bereits auf 88,8 pro 100.000 Einwohner gestiegen.

Durch einen Fall in einem Pflegeheim musste dort für 19 Personen die Quarantäne angeordnet werden, zudem ist eine Anschlussunterbringung für Flüchtlinge betroffen. Hier lief am Sonntagabend noch die Kontaktpersonenermittlung.

Das Landratsamt Hohenlohekreis appelliert an alle Bürgerinnen und Bürger, die eine Quarantäneverfügung erhalten, dass diese Auflagen im Interesse aller streng eingehalten werden, da sonst die Infektionsketten nicht sicher unterbrochen werden können. Bei Verstößen drohen Bußgelder.

Außerdem weist die Kreisverwaltung auf die Neuregelungen hin, die ab Montag, 2. November, in Kraft treten. Eine Zusammenfassung gibt es auf der Seite des Landes Baden-Württemberg www.baden-wuerttemberg.de.




Auf dem Siegertreppchen mit TikTok

Der Deutsche Preis für Onlinekommunikation (DPOK) zeichnet deutschlandweit herausragende digitale Projekte aus: Das Künzelsauer Industrieunternehmen Ziehl-Abegg hat in Kategorie „TikTok-Kampagne des Jahres“ das Finale erreicht. „Gemeinsam mit Mercedes-Benz und Otto auf dem ‚Treppchen‘ zu stehen ist wahrlich etwas, worauf man stolz sein kann“, sagt Vorstandsvorsitzender Peter Fenkl.

Seit Juni dieses Jahres ist Ziehl-Abegg bei TikTok aktiv: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tanzen, spielen Sketche und singen Playback. Da das Unternehmen Elektromotoren und Ventilatoren nur an Industriekunden und nicht an Privatleute verkauft, ist dieses Engagement in der Branche noch völlig ungewöhnlich. „Es geht nicht um die Absatzförderung“, erklärt Fenkl. Vielmehr ermögliche der Kanal TikTok, dass sich Ziehl-Abegg einem breiten Publikum als sympathisches Unternehmen präsentieren kann.

Ein Kernteam rund um Rebecca Amlung und Sophie Grill spricht je nach Film mehrere Mitarbeitende aus unterschiedlichen Bereichen des Unternehmens an. Zusammen werden kurze Filmsequenzen gedreht, die dann auf TikTok geladen werden. Der Erfolg kann sich sehen lassen: Binnen wenigen Wochen sind die Filme von Ziehl-Abegg mehrere Millionen Mal abgerufen worden. Doch im Fokus steht nicht nur die pure Reichweite. „Wir wollen schon ein angemessenes Qualitätsniveau produzieren“, unterstreicht Amlung.

Die Filme sind nur wenige Sekunden lang – und unterhaltsam oder witzig. „Da jeder Mensch einen anderen Humor hat, ist die Bandbreite sehr groß“, erklärt Amlung. Es sei ganz normal, dass nicht jeder über jeden Clip lachen könne. Das Magazin für eBusiness und Digitalisierung t3n schreibt jedenfalls: „Hersteller von Ventilatoren und Lufttechnik sind für die junge Generation unsexy? Nicht, wenn es nach dem Traditions-Unternehmen Ziehl-Abegg geht. Auch sie haben einen Tiktok-Kanal, der den Nerv der Generation Z trifft. Das Unternehmen gibt Einblicke in den Arbeitsalltag der Firma und präsentiert sich im Angesicht des Fachkräftemangels ebenfalls als attraktiver Arbeitgeber für den Nachwuchs.“

Beim DPOK hat das Klinikum Dortmund in der Kategorie TikTok-Kampagne des Jahres den ersten Platz erreicht. Den zweiten Platz teilen sich gemeinsam Otto, die Volksbank Mittelhessen, Mercedes-Benz und Ziehl-Abegg.

Text: Pressemitteilung Ziehl-Abegg

TikTok-Tanzaufstellung bei Ziehl-Abegg im weltgrößten kombinierten Mess- und Prüfstand für Ventilatoren in Künzelsau.
Foto: Ziehl-Abegg / Rainer Grill

 

Sophie Grill (links) und Rebecca Amlung freuen sich über die sehr gute Platzierung von Ziehl-Abegg beim Deutschen Preis für Onlinekommunikation. Dieser einzelne Clip wurde in knapp 4 Wochen 260.000 Mal angeschaut.
Foto: Ziehl Abegg/Screenshot von https://www.tiktok.com/@ziehl_abegg/video/6875368236917984514

 

 




„Einen alten Baum verpflanzt man nicht“

„Einen alten Baum verpflanzt man nicht.“ Das ist das Motto von Igar Gebert von PROMEDICA Plus Künzelsau. Der gelernte Altenpfleger möchte ältere Menschen zu Hause in ihrem Alltag unterstützen.  So lange wie möglich möchte Gebert hier Hilfe und Unterstützung bieten, damit das Zuhause auch im Alter weiterhin das Zuhause bleiben kann.

| 1:1 Betreuung |

„Mit PROMEDICA Plus habe ich das System für mich gefunden, mit dem ich meine Kunden und Ihre Angehörigen gut versorgt sehe“, sagt Gebert, der sich nach seiner Ausbildung zum Altenpfleger in der außerklinischen Intensivpflege weitergebildet und ein Team in der 1:1 Betreuung geleitet hat.

| Jahrelange Erfahrung in der Pflege |

„Ich arbeite seit 10 Jahren in der Pflege, zuletzt als Pflegedienstleiter und kann deshalb zum Thema Pflege gut beraten“, betont Gebert, der bereits einen Pflegedienst für Menschen mit Behinderung mit aufgebaut hat.

| Pflegekonzept, damit die Lebensqualität im Alltag wieder steigt |

„Ich bringe in meine Tätigkeit als Berater vor Ort mein Wissen mit und erschaffe ein Pflegegesamtkonzept, damit die Lebensqualität im Alltag wieder steigt. So werden die Angehörigen und die zu betreuende Person entlastet.“ Wichtig ist dem gelernten Altenpfleger auch, dass er während der gesamten Laufzeit den Angehörigen stets bei Fragen oder anderen Anliegen zur Verfügung steht. Er ist der Ansprechpartner sowohl für den zu Pflegenden als auch für die Familie.

| Pflegenotstand |

„Wir haben einen Pflegenotstand, die Altersheime sind überfüllt und bieten leider oft eines Menschen unwürdiges Dasein aufgrund des Personalmangels“, sagt Gebert. „In diesen Zeiten möchte ich helfen.“ Eine Vor-Ort-Beratung ist für ihn selbstverständlich zur Schaffung eines funktionierenden Alltags zusammen mit den Angehörigen. Eine Betreuung geht nur Hand-in-Hand. Mit Vertrauen und Wertschätzung. PROMEDICA PLUS Künzelsau steht für diese Werte.

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Mehr Informationen: http://www.promedicaplus.de/kuenzelsau/

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Bei zu vielen Störstoffen in der Betty: Gebührenpflichtige Sonderleerung

Wie die Abfallwirtschaft Hohenlohe mitteilt, hat sie in den sechs Wochen der Testphase der zweiten Runde der Qualitätsoffensive  360 Sonderleerungen wegen Störstoffen bei der Betty und 760 Sonderleerungen wegen Überfüllung bei der Restmülltonne registriert.

Betty mit zu vielen Störstoffen wird nicht mehr geleert

Enthält die Bioenergietonne Betty zu viele Störstoffe, so teilt die Abfallwirtschaft Hohenlohe mit, bleibt sie in Zukunft stehen. Die Abfallwirtschaft Hohenlohekreis lässt die Bürgerinnen und Bürger damit aber nicht im Stich, eine landesweit einzigartige Programmierung bietet die Lösung: Die verschmutzte Betty wird für die Bioleerung gesperrt. Mittels ihrem verbauten Chip wird sie zur Restmülltonne umprogrammiert und muss deshalb bei der nächsten Restmüllleerung bereitgestellt werden. Erst dann wird die Betty wieder für die Bioleerungen freigeschaltet.

Gebührenpflichtige Sonderleerung: Die falsche befüllte BETty wird für die Biomülabfuhr gesperrt und muss mit dem Restmüll entleert werden

Für diese sogenannte Sonderleerung wird eine Gebühr fällig, die im Folgejahr im Gebührenbescheid ausgewiesen ist. Während der coronabedingten Testphase im Jahr 2020 wird noch keine Gebühr berechnet, versichert die Abfallwirtschaft.

Laut der Abfallwirtschaft positive Rückmeldungen aus der Bevölkerung

Die Abfallwirtschaft berichtet von positiven Rückmeldungen zur Qualitätsoffensive aus der Bürgerschaft, wie „Endlich folgen Sanktionen“ oder „Rainer Mugler hat schon geholfen, kann aber leider auch nicht alles richten“. Diese bestärken die Abfallwirtschaft, den richtigen Weg gegangen zu sein. „Eine händische Nachsortierung des Bioabfalls können und möchten wir den Bürgerinnen und Bürgern nicht zumuten“, erklärt Sebastian Damm, Geschäftsführer der Abfallwirtschaft. Im Bioabfall können sich Keime, Bakterien und Viren befinden, weshalb eine fachgerechte Verwertung umso wichtiger ist. Nicht jeder habe die Möglichkeit zu Hause seine BETty auszuleeren und den Bioabfall sicher und fachgerecht nachzusortieren. Aus diesen Gründen habe  sich die Abfallwirtschaft für die Lösung, die fehlbefüllte BETty zur Restmüllabfuhr bereitzustellen, entschieden.

Auch Restmülltonnen werden verstärkt überwacht

Auch offenstehende Deckel bei Restmülltonnen wolle die Abfallwirtschaft nicht länger tolerieren: „In jedem Haushalt muss eine ausreichend große Restmülltonne vorhanden sein. Steht der Deckel immer offen, ist die Tonnengröße falsch gewählt. Das ist gegenüber denen, die richtigerweise eine größere Restmülltonne haben und auch bezahlen, nicht fair“, erklärt Betriebsleiterin Silvia Fritsch. Für Restmülltonnen,  bei denen der Deckel offen steht, werde ebenfalls eine Sonderleerung registriert, die auf dem nächsten Gebührenbescheid ausgewiesen ist, in 2020 jedoch noch nicht berechnet wird.




„Kinder haben oft eine andere Sicht, meist ehrlicher oder auch direkter“

„Familien und Kinder stark für den Naherholungsraum“, ist das Motto des Malwettbewerbs in Künzelsau zum Thema „wilder Müll“. Kinder und Jugendliche konnten zu diesem Thema ihre Kunstwerke einreichen und haben dafür eine Kugel Eis als Geschenk bekommen. Die besten fünf Bilder suchte nun eine prominente zweiköpfige Jury am Mittwoch, den 28. Oktober 2020, aus. Die prämierten Bilder möchte die Stadt Künzelsau demnächst an Plätzen, bei denen oft Müll liegt, aufstellen. 

Motto: Familien und Kinder stark für den Naherholungsraum

„Der Betrachter soll es eindrücklich sehen, es soll wie ein Appell sein“, sagt Jurymitglied Jan Philippiak. 55 Einsendungen von Kindern aus unterschiedlichsten Altersklassen, darunter auch Kindergartengruppen, wurden eingereicht, aber nur fünf Bilder können gewinnen. Die Bilder liegen im Rathaus aus. „Gehören wir hier wirklich hin?“ und „Wir müssen in den Müll“ sind die Aufrufe der Kinder auf ihren Bildern.

„Kinder sehen das Problem eher als Erwachsene“

In der Jury vertreten sind Maria Würth (29) und Jan Philippiak (36), Enkel von prominenten Firmengründern und Ehrenbürgern im Hohenlohekreis. Man habe nach Botschaftern gesucht, die sich mit dem Thema befassen und auch Erfahrungen haben, wie zum Beispiel Maria Würth, die Kunsthistorikerin ist oder Jan Philippiak, der sehr sportlich ist und deshalb viel Zeit im Wald verbringt, erklärt Elke Sturm, Pressesprecherin der Stadt Künzelsau. Für beide ist das Thema sehr wichtig. Besonders in Verbindung mit dem Wettbewerb, wie Maria Würth erklärt. „Kinder haben oft eine andere Sicht, meist ehrlicher oder auch direkter. Sie sehen das Problem eher als Erwachsene, wenn zum Beispiel eine Plastikflasche im Wald liegt.“ Jan Philippiak sieht das ähnlich. Er meint, eine Botschaft wie diese sei viel eindringlicher, wenn sie von Kindern stammt, sich Gedanken gemacht und sich mit dem Thema auseinandergesetzt haben.

Gelebter Umweltschutz in Familie und Firma

Auch privat achten Jan Philippiak und Maria Würth auf die Umwelt, wie sie erzählen. Jan Philippiak versucht, seinen Kindern das Thema Abfallvermeidung so früh wie möglich nahezubringen und lässt es in die Erziehung mit einfließen. Er hat auch zu Hause bei sich angefangen, auf die PET-Flaschen zu verzichten und meint, aus dem Hahn könne man auch Wasser trinken: „Wir haben das Glück, dass es trinkbar und sauber ist.“ Maria Würth spricht von ihrer Doppelrolle, denn sie achtet nicht nur im Privatleben auf die Umwelt, sondern auch in der Firma. Das Nachhaltigkeitsteam ist im Würth-Konzern hierfür zuständig und arbeitet zum Beispiel an umweltfreundlicheren Verpackungen.

„Das hat schon so einen Bääm“

Die 55 Bilder lagen im Rathaus aus und nach einer kurzen Einweisung begutachtet die Jury die Bilder und Collagen. Es fallen Sätze wie „das ist etwas ganz Besonderes“ oder „das ist sehr schön mit der Farbe“ und „das Bild erzählt eine schöne Geschichte.“ Jan Philippiak erkennt auf einem Bild den Waldsportweg in Künzelsau. Auch Maria Würth ist begeistert von den Bildern. „Ein Werk aus dem Waldkindergarten Taläcker muss definitiv vertreten sein“, meint sie, denn die KInder aus dem Waldkindergarten haben besonders kreative Werke eingereicht,  Collagen, die bunt beklebt waren mit Rinde, Blättern und Müll aus dem Wald und mit gut erkennbarer Botschaft. Die Jury ist sich einig, dass auf jeden Fall eine Collage zu einem Schild werden soll, oder mit Jan Philippiaks Worten: „Das hat schon so einen Bääm.“

„Können Sie nicht mehr Schilder drucken als fünf?“

Am Ende haben sich die beiden Jurymitglieder eine „Vorauswahl“ zurechtgelegt, aber leichter ist es dadurch nicht geworden. „Es ist wirklich schwierig“, sagt Maria Würth, „können Sie nicht mehr Schilder drucken als fünf?“ Letztendlich hat es die Jury geschafft, fünf Bilder herauszusuchen. Die glücklichen Gewinner bekommen in der nächsten Zeit Bescheid und ihre Bilder werden dafür verwendet, eine tolle Botschaft auf den Waldwegen zu hinterlassen, um die Menschen darauf aufmerksam zu machen,  ihren Müll nicht in die Natur zu schmeißen.

Text: Cora-Lee Pusker

Die Siegerbilder:

Sieger beim Malwettbewerb „Wilder Müll“
Foto: Gschwätz

Sieger beim Malwettbewerb „Wilder Müll“
Foto: Gschwätz

Sieger beim Malwettbewerb „Wilder Müll“
Foto: Gschwätz

Sieger beim Malwettbewerb „Wilder Müll“
Foto: Gschwätz

Sieger beim Malwettbewerb „Wilder Müll“
Foto: Gschwätz

55 Bilder liegen für die Jury bereit.
Foto: GSCHWÄTZ

Die Jury, Jan Philippiak und Maria Würth, diskutiert.
Foto:GSCHWÄTZ

Die Jury, Jan Philippiak und Maria Würth, diskutiert.
Foto:GSCHWÄTZ

Jan Philippiak und Maria Würth begutachten die Bilder.
Foto: GSCHWÄTZ

 




„Wir Bauern können nicht heute Millionen in tierwohlgerechte Ställe investieren, wenn diese durch einen gefühlt willkürlich entstandenen Gesetzesbeschluss morgen schon veraltet sind“

Erst Ende Mai 2020 haben Maike und Markus Wilhelm ein neues Deckzentrum auf Ihrem Schweinehof in Mulfingen in Betrieb genommen. Wie der Bauernverband Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems  mitteilt, wurde das Projekt mit wissenschaftlicher Beratung und als besonders tierwohlgerechter Stall geplant. Trotzdem sei es aufgrund des zeitgleich verabschiedeten Bundesratsbeschluss zur Tierhaltung heute schon „veraltet“, denn im Juli 2020 hat der Bundesrat die siebte Verordnung zur Änderung der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung beschlossen. Dies war nach dem Urteil des Oberverwaltungsgerichtes des Landes Sachsen-Anhalt vom November 2015 („Magdeburger Urteil“) nötig geworden.

Typisch Hohenloher Betrieb

Markus Wilhelm beschreibt seinen Familienbetrieb als einen typischen Hohenloher Betrieb. Seine Frau Meike und er hätten sich bewusst für die Sauen-Haltung entschieden und deshalb auch das neue und tierwohlgerechte Deckzentrum mit 140 Plätzen errichtet. Durch die späte Klarheit habe der Betrieb das Problem, dass sie den neuen, bis vor 6 Monaten weit über die damals geltenden Vorschriften hinaus, für 800 000 Euro erbauten Stall, in acht Jahren so nicht mehr betreiben zu dürfen. Denn die darin lebenden Tiere haben hier „nur“ 3,8 von den nun gesetzlich geforderten 5 Quadratmetern Platz.

Viele tausend Euro notwendig

Viele tausend Euro wären für die Familie Wilhelm notwendig, um den Stall auf den aktuellen Stand der Vorschriften zu bringen. Als Alternative bliebe nur  die Reduzierung des Viehbestands, mit der Folge, dass weniger Einkommen erzielt wird. Dieses Dilemma der unkalkulierbaren politischen Beschlüsse ist für die Landwirte existenziell.

Dilemma der unkalkulierbaren politischen Beschlüsse ist für die Landwirte existenziell

Der Bauernverband Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems möchte von Vertretern der Politik wissen, wie man sich dort die Landwirtschaft der Zukunft vorstellt. „Wir wollen wissen, wo die Reise hingeht“, betont der Geschäftsführer Helmut Bleher. „Wir Bauern können nicht heute Millionen in tierwohlgerechte Ställe investieren, wenn diese durch einen gefühlt willkürlich entstandenen Gesetzesbeschluss morgen schon veraltet sind“, so Maurer weiter.

Aus diesem Grund tauschten sich Vertreter des Bauernverbandes und der Bundestagsabgeordnete Harald Ebner vom BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN auf dem Hof von Maike und Markus Wilhelm in Mulfingen über die vom Bundesrat beschlossenen Regelungen in der Tierhaltung und entsprechende Auswirkungen der Neuerungen vor Ort in Hohenlohe aus.

Ebner: „Warum wurden die Landwirtinnen und Landwirte vom zuständigen Ministerium so lange in Unsicherheit gelassen?“

Abgeordneter Ebner bekennt sich bei seinem Besuch zu einer, für landwirtschaftliche Betriebe existentiell notwendigen, Planungssicherheit. „Das Magdeburger Urteil gab es bereits 2015. Warum wurden die Landwirtinnen und Landwirte vom zuständigen Ministerium so lange in Unsicherheit gelassen?“ Auch auf die Trendumkehr in der Gesellschaft, den Wunsch und die Notwendigkeit nach mehr Tierwohl und einer höheren Umweltverträglichkeit, müssen sich die landwirtschaftlichen Betriebe sicher einstellen können. „Deshalb fordern wir seit langem, dass Leistungen für die Umwelt und die Gesellschaft besonders honoriert werden“, so der Abgeordnete.

„Landwirte dürfen dabei nicht bis an die Schwelle ihrer Existenzsicherheit gefordert werden“

Das beschreibt auch Jürgen Maurer als Vorsitzender des Verbandes und als Landwirt ähnlich. Er weiß, dass sich viele Bäuerinnen und Bauern fragen, wie es weiter gehen soll. Er kündigt an, für die Existenz der Höfe in der Region zu kämpfen. Dabei verkennt er nicht, dass die Bedürfnisse der Menschen unserer Gesellschaft von der Landwirtschaft aufgenommen werden müssen. „Tierwohl ist jedoch eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Die Landwirte dürfen dabei nicht bis an die Schwelle ihrer Existenzsicherheit gefordert werden. Zudem brauchen sie, mit dem Blick auf immer neu entstehende Auflagen, mehr Planungssicherheit“, betont Maurer.

Schweinezüchter Markus Wilhelm: „Wir können weiter existieren, wenn man uns mitnimmt“

Trotz unterschiedlicher Herangehensweisen und kontroversen Diskussionen, wie es funktionieren könnte, ist sich die Gruppe einig, dass Landwirtschaft auskömmlich und zukunftsfähig sein muss. „Wir können weiter existieren, wenn man uns mitnimmt“, sagt Markus Wilhelm.

Markus Wilhelm, Landwirt aus Mulfingen
Foto: Bauernverband Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems e.V.

Markus Wilhelm erläutert seinen Besuchern die politische Problematik
Foto: Bauernverband Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems e.V.

 




„Besondere gesellschaftliche Verantwortung“

Der Württembergische Fußballverband (wfv) hat aufgrund der neuen Kontaktbeschränkungen bereits für dieses Wochenende alle Amateurspiele abgesagt. Der wfv sieht sich in einer besonderen gesellschaftlichen Verantwortung:

Der wfv teilt auf seiner Internetseite mit: „Die Entscheidung erfolgt bewusst bereits vor der rechtlichen Umsetzung der Bund-Länder-Beschlüsse und aufgrund der sehr eindringlichen Appelle der Bundes- und Landesregierung. Insbesondere Ministerpräsident Winfried Kretschmann betonte, dass alle nicht notwendigen Kontakte bereits jetzt und insbesondere am Wochenende unterbleiben sollen. Dieser Aufforderung leistet der Amateurfußball in Wahrnehmung seiner gesellschaftlichen Verantwortung selbstverständlich Folge.“

Amateurfussball.
Foto: FC Phönix Nagelsberg / Archiv




Corona: Bundeswehr unterstützt Landratsamt in Künzelsau

Seit Mittwoch, den 28. Oktober 2020, erhält der Hohenlohekreis in der Corona-Pandemie Unterstützung von der Bundeswehr. Das geht aus einer Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises hervor. Zehn Soldaten vom Logistikbataillon 461 aus Walldürn im Odenwald verstärken die Fallermittler des Landratsamtes Hohenlohekreis bei der Kontaktpersonennachverfolgung. Dies bedeutet insbesondere an den Wochenenden, aber auch unter der Woche, eine Entlastung für die Mitarbeiter des Landratsamtes, die bereits seit Anfang März die wichtige Aufgabe der Nachverfolgung übernehmen.

Landratsamtmitarbeiter sollen entlastet werden

„Ich bin sehr froh und dankbar, dass die Unterstützung durch die Bundeswehr zeitnah realisiert werden konnte. Die Arbeit der Fallermittler ist immens wichtig, aber auch teilweise sehr aufwändig. Die Situation ist im Vergleich zum Frühjahr verschärft, da auch die Verwaltung weiterhin unter Vollbetrieb arbeitet“, erklärte Landrat Dr. Matthias Neth, als er die Soldaten im ehemaligen Krankenhausgebäude in Künzelsau begrüßte.

Begrüßung im ehemaligen Krankenhausgebäude

Für Major Christian Schmidt, Kompaniechef vom Logistikbataillon 461 in Walldürn, ist der Einsatz ein soldatisches Selbstverständnis: „Wir freuen uns, den Hohenlohekreis bei dieser gesamtgesellschaftlichen Aufgabe im Rahmen der Amtshilfe nach Artikel 35 des Grundgesetzes („Alle Behörden des Bundes und der Länder leisten sich gegenseitig Rechts- und Amtshilfe. In Absatz 2 und 3 werden spezielle Formen der Amtshilfe im Falle einer Naturkatastrophe oder in einem besonders schweren Unglücksfall geregelt“ unterstützen zu können. Mit der hohen Motivation der Soldaten werden wir dem Hohenlohekreis bestmöglich zur Seite stehen.“

2-Schichtbetrieb

Rund 35 Mitarbeiter sind derzeit allein im Fachdienst Infektionsschutz und Umwelthygiene beim Gesundheitsamt tätig. „Gerade jetzt, wenn die Fallzahlen steigen, steigt auch das Arbeitsaufkommen im Bereich der Kontaktpersonennachverfolgung stark an. Je schneller Kontakte ermittelt und in Quarantäne versetzt werden können, umso besser sind die Chancen, die Infektionsketten zu unterbrechen“, ist Dr. Susanne Gebert, Fachdienstleiterin Infektionsschutz und Umwelthygiene beim Gesundheitsamt, ebenfalls dankbar über den Personalzuwachs. Die Dauer der Unterstützung ist zunächst bis Anfang Dezember geplant, kann bei Bedarf aber verlängert werden. Wie die Fallermittler auch sind die Soldaten am Wochenende im Einsatz und arbeiten werktags im 2-Schicht-Betrieb.

 




Harmonie, Hightech und Historie

Wo vor vier Jahren noch Straftäter im nüchternen Gerichtssaal des einstigen Künzelsauer Amtsgerichtes auf ihr Urteil warteten, trifft der Besucher heute auf ein einladendes Wohlfühlambiente. Mit dem Umbau des Mitte des 19. Jahrhunderts erbauten denkmalgeschützten Gebäudes, in dem seit kurzem das Notarbüro Dr. Zelyk sein neues Domizil hat, hat ARCHITEKTUR GRAZIADEI aus Künzelsau in rund zweijähriger Planungs- und Bauzeit innen wie außen einen neuen Blickfang in der Konsul-Uebele-Straße geschaffen, der Funktionalität, historische Bausubstanz, Hightech und hochwertige Innenraumgestaltung organisch unter einen Hut bringt. Damit setzt das Ensemble aus ehemaligem Amtsgericht und zugehöriger Remise auch städtebaulich Akzente. Farbliche Brücken zwischen beiden Gebäuden schlagen die Klappläden des Amtsgerichts und die um die Fenster laufenden Schmuckleisten der Remise, die im gleichen Grünton gehalten sind.

Menschen

„Ich baue für Menschen, nicht für Stein“, bringt Architekt Andreas Graziadei sein architektonisches Konzept auf den Punkt. Sein Ziel: „Die Menschen sollen sich hier wohlfühlen.“ Statt nur auf Funktion ausgerichteter „kalter Kanzlei-Räume“ wollte Graziadei in enger Abstimmung mit dem Bauherrn für Mitarbeiter wie Besucher ein „ganzheitliches Wohlfühklima“ schaffen, das sich bereits beim Betreten des Gebäudes, aber auch in zahlreichen stimmigen Details spiegelt. „Es muss alles zusammenpassen“, so Graziadei, „und das erfordert sehr viel Detailarbeit.“

Von außen betrachtet strahlt das Gebäude, dessen Fassade nachts dezent beleuchtet wird, mit seinen weißen Sprossenfenstern, den grünen Klappläden, dem schmiedeeisernen Zaun und der zurückhaltenden Farbgebung von Sandstein und Putz sehr viel Ruhe und Solidität aus. Diese Harmonie setzt sich auch innenarchitektonisch auf drei Etagen und 600 Quadratmeter Nutzfläche fort.

Neues Notariat im alten Amtsgericht Künzelsau.

Verbindendes Element aller Räume: ein durchgelegtes doppeltes Fischgrätparkett aus Eiche. Keine Frage, dass sich diese Holzart auch weiter durchzieht, von den Fenstersimsen bis zu den maßgefertigten Tischen und Einbaumöbeln. Ob in den Besprechungs-, den sechs Büroräumen, in Empfang, Archiv, Warte-, Sozial- oder Anmelderäumen. Erschlossen werden die Etagen über ein großzügiges, freundlich-helles Treppenhaus – ebenfalls aus Eiche – oder barrierefrei über einen Aufzug.

Materialien

Von großer Harmonie zeugen auch das Farbkonzept, das mit diversen Nuancen warmer Erdtöne arbeitet, sowie das ausgeklügelte Lichtkonzept, das auf sehr puristische Leuchtkörper setzt. Neben dem ästhetischen Wohlfühlambiente überzeugt auch die hohe haptische Qualität der verbauten Materialien. Viele der Oberflächen schaut man nicht nur gerne an, sondern möchte sie förmlich berühren – von den Holzoberflächen aus Eiche bis zu den markanten schwarzen Türbeschlägen aus pulverbeschichtetem Stahl.

Neues Notariat im alten Amtsgericht Künzelsau.

Ob Energiekonzept, Lüftungs- oder Elektrotechnik – Andreas Graziadei hat gemeinsam mit Bauherr, Lichtplaner und Heizungsfachingenieur trotz historischer Bausubstanz alles auf „Hightech-Standard“ gebracht. So hat aufgrund der aktuellen Coronasituation der Büroraum mit dem meisten Kundenkontakt eine Lüftungsanlage erhalten, die ihn mit bis zu tausend Kubikmeter Frischluft pro Stunde versorgt.

Neuste Technik – Unsichtbar untergebracht

Größte Herausforderung war für Architekt Graziadei, in einem denkmalgeschützten Gebäude „unsichtbar die neueste Technik unterzubringen und die höchsten Anforderungen an Schall- und Brandschutz umzusetzen.“ Großes Lob zollt er der „sehr guten Kooperation mit unseren hervorragend arbeitenden regionalen Handwerkern“.

Von Jürgen Koch

Neues Notariat im alten Amtsgericht Künzelsau.

Neues Notariat im alten Amtsgericht Künzelsau.

Neues Notariat im alten Amtsgericht Künzelsau.

Neues Notariat im alten Amtsgericht Künzelsau.

Neues Notariat im alten Amtsgericht Künzelsau.

Neues Notariat im alten Amtsgericht Künzelsau.