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„Dieser Sarg steht stellvertretend für all diese Branchen“

Es lässt einem einen kalten Schauer über den Rücken laufen. Mitten auf dem Öhringer Marktplatz steht am vergangenen Samstag, den 07. November 2020, ein offener Sarg. Er ist mit Blumenkränzen geschmückt. Darin liegen ein Gerippe und mit buntem Filzstift beschriebene Karten. Darauf zu lesen ist unter anderem „Menschlichkeit“, „Empathie“, „Mitgefühl“, „Gemeinschaft“ und „Verhältnismäßigkeit“. Auch die Rockband Saint’s Sin hat eine Grußbotschaft hinterlassen: „Danke für sieben Monate langsames Sterben der Live-Musik.“ Hintergrund ist die Demo gegen die Zwangsschließungen, unter denen Gastronomie, Hotellerie, körpernahe Dienstleister, Fitnessstudios, Vereine und Schausteller leiden. Dajana Wildt, die Organisatorin der Demo, erklärt: „Dieser Sarg steht stellvertretend für all diese Branchen.“

Klare Worte

Auf der Kundgebung sprechen ganz unterschiedliche Menschen. Einige sind selbst vom Lockdown betroffen. Andere sorgen sich um die gesellschaftliche Entwicklung und engagieren sich für Freiheit und Selbstbestimmung. Unter ihnen ist auch Anton Baron. Der Hohenloher AfD-Abgeordnete spricht ausdrücklich als Privatperson. Er findet klare Worte: „Wie kann es denn sein, dass Vereine nicht mehr spielen dürfen, aber die Bundesliga darf es? Warum dürfen Nagelstudios hinter Plexiglasscheiben nicht mehr arbeiten, aber Friseure dürfen weiterhin schneiden? Warum dürfen Hotels nur noch Personen auf Dienstreise beherbergen, obwohl diese im eigenen Zimmer sind? Wofür haben unsere Gastronomen wirklich hervorragende Hygienemaßnahmen aufgestellt, teures Equipment angeschafft und Zelte aufgestellt? Warum werden die Hürden für Marktstände und für die Schausteller so hoch gesetzt, dass man überhaupt gar keine Feste mehr abhalten kann? Meine Damen und Herren, wenn unsere Gewaltenteilung in diesem Land noch funktioniert, dann sind jetzt unsere Gerichte gefragt, die diese in Teilen widersprüchlichen und in meinen Augen rechtswidrigen Maßnahmen wieder aufheben müssen.“

„Es gehört dazu, dass man mit Leuten kommuniziert“

„Eigentlich wird man durch diese Schließungen von alten, kulturellen, gewachsenen Werten getrennt“, sagt der Demo-Besucher Fritz Zentler. „Es gehört doch dazu, dass man mit Leuten kommuniziert. Das passiert meistens in Kneipen und in Wirtschaften. Ob man geschäftlich essen geht oder mit Familienangehörigen: Es gehört einfach dazu. Diese Kultur, diese Lebenskultur wird uns einfach genommen. Das ist schlimm und da muss man etwas dagegen tun.“ „Warum wir demonstrieren, steht schon hier“, sagt Bernd Weber und zeigt auf ein Schild mit der Aufschrift „Fakten statt Hysterie“. „Das, was wir von Politik und Medien erleben, ist, dass Themen falsch gesetzt und Begriffe uminterpretiert werden.“

„Zusammenhalt ist in diesen Tagen das Allerwichtigste“

Die Stimmung auf der Kundgebung ist friedlich. Kinder springen auf dem Marktplatz herum und pusten in Trillerpfeifen. Es sind viele Familien vor Ort. Der Protestmarsch verläuft reibungslos. Passend zum Motto „Zusammenhalt, denn wie Weber betont: „Zusammenhalt ist in diesen Tagen, in diesen Monaten, das Allerwichtigste.“ Ruhig und sachlich trägt er seine Argumente vor. Er ruft alle Menschen dazu auf, kritisch zu hinterfragen und liest einen Brief von Hartmut Wächter an den Landtag vor: „‚Es reicht. Beherbergungsverbot, Sperrstunden, Maskenpflicht, Abstandsgebote, Besuchsbeschränkungen, kalte Klassenzimmer, einsame Alte, maskierte Kinder, Denunziantentum, Testorgien, Zahlenwillkür, Verordnungswahn, Masken-Polizei-Kontrollen, Bundeswehr im Inneren, abgesagte christliche und Volksfeste und vieles mehr… Hotels, Veranstalter, Reisebüros, Markthändler, Messebauer, Künstler, Selbstständige, Einzelhändler und so weiter verloren und verlieren ihre Umsätze und damit ihren Lebensunterhalt und den ihrer Familien. Besserung ist nicht in Sicht – im Gegenteil. Das interessiert euch nicht im Geringsten.“

„Würfelt ihr die Zahlen aus?“

„Ihr Verordnungsgeber fühlt euch so wohl in eurer maßlosen Allmacht – ohne Evidenz, ohne Parlament! Einfach Verordnung her und basta! Was testet der PCR-Test? Egal, ihr nennt es eben einmal Corona-Infektion. Sind Infizierte krank? Egal, ihr sperrt sie einfach in Quarantäne. Wovor schützt eine Maske? Egal, ihr sagt, dass sie schützt und basta! Von welcher Art Maske redet ihr? Egal, ihr fordert: ‚Stofflappen auf und keine Fragen stellen!‘ Wie hoch ist die Ansteckungsgefahr? Egal, ihr bestimmt, dass es so ist: 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner oder 35? Würfelt ihr die Zahlen aus? Wer zählt die Opfer und Toten, die aus euren Verordnungen resultieren? Die Suizide, häusliche Gewalt, Medikamenten- und Drogenmissbrauch? Warum all diese Maßnahmen, die angeblich gesundheitlich unser aller Bestes wollen, aber uns gleichzeitig unseres wichtigsten Grundrechtes berauben?“

„Ihr bringt die schlechtesten Charaktereigenschaften zum Ausdruck“

„Wo waren eure Restriktionen bei der Grippe-Epidemie vor zwei Jahren mit mehr als 25.000 Toten? Wo waren eure Restriktionen bei den vielen Toten durch Drogen und Rauchen? Gesundheitsschutz scheint keine Priorität zu haben, was dann? Jede wirkliche Katastrophe weckt in der Bevölkerung Zusammenhalt, Hilfsbereitschaft und Aufopferung, aber ihr bringt die schlechtesten Charaktereigenschaften zum Ausdruck. Ihr bringt die Menschen dazu, andere Menschen nur noch als Infektionsrisiko zu sehen. Ihr versetzt Menschen ständig bewusst und gewollt in Angst und Panik, fördert Denunziantentum, nehmt in Kauf, dass Menschen in Isolation verstummen, wollt, dass Kinder nicht mehr eng miteinander spielen, sich raufen oder kuscheln. Ihr wollt, dass alte oder kranke Menschen keinen oder nur limitierten Besuch empfangen. Ihr wollt beschränken, wie viele Menschen privat zusammen feiern. Ihr wollt Kontaktverfolgung und Bestrafung.“

„Ich will die mir grundgesetzlich zustehende Freiheit“

„Ihr seid dabei, eine Hygienediktatur zu errichten. Ich will die mir grundgesetzlich zustehende Freiheit! Die Freiheit, selbst darüber zu entscheiden, welches Risiko ich wann eingehen möchte. Ich möchte die Freiheit, mich wo auch immer zu wievielt auch immer zu treffen. Die Freiheit, ‚nein‘ zu sagen zu Bekleidungsvorschriften. Die Freiheit, Urlaub zu machen, wo ich will. Die Freiheit, mich in den Grenzen des Grundgesetzes frei zu bewegen und frei zu sprechen. Und jeder hat die Freiheit, sich selbst zu schützen, vor was auch immer.’“ Webers Rede endet mit einem Appell: „‚Drückt endlich die Reset-Taste, zurück auf Ausgangszustand, siehe Grundgesetz Artikel eins bis zwanzig. Ihr seid selbst ein Teil der Bevölkerung, deswegen verhaltet euch so und hört endlich mit Bevormundung und Restriktionen auf.’“

„Wir fordern andere Konzepte“

„Wir sind heute auf die Straße gegangen, weil wir mit dem Lockdown light nicht zufrieden sind. Wir fordern andere Konzepte“, erläutert Emely Knorr. Wildt ergänzt: „Aber auch, um einfach auch die Stimme für alle anderen zu erheben, nämlich für die, die sich nicht trauen, ihre Stimme zu erheben. Wir bieten allen, die von den Zwangsschließungen betroffen sind, eine Plattform. Die Reaktionen auf die Organisation der Demo waren sehr gemischt. Es sind ganz, ganz viele dabei gewesen, die sich, auch heute, bei mir bedankt haben. Es waren aber auch einige dabei, die absolut dagegen waren und alle Schimpfwörter von der Kante gerattert haben, die sie kannten. Aber da muss man drüber stehen.“

Text: Priscilla Dekorsi

 

Der Sarg steht stellvertretend für alle Branchen, die unter den Zwangsschließungen leiden. Foto: GSCHWÄTZ

Dajana Wildt (links) und Emely Knorr haben zur Demo gegen Zwangsschließungen in Öhringen aufgerufen. Foto: GSCHWÄTZ

Der Protestmarsch verläuft reibungslos – passend zum Motto Zusammenhalt. Foto: GSCHWÄTZ

Die Demo und Kundgebung verlief friedlich. Foto: GSCHWÄTZ

Bernd Weber las aus einem Brief von Hartmut Wächter an den Landtag vor. Foto: GSCHWÄTZ

 




Hohenlohekreis rechnet mit coronabedingten Mehraufwendungen von rund 2,8 Millionen Euro

Der Kreistag hat in seiner Sitzung vom 09. November 2020 einstimmig beschlossen, zusätzlich etwa 1,7 Millionen Euro für die Finanzierung von corona-bedingten außerplanmäßigen Mehraufwendungen zu bewilligen. Bereits vorher wurden 1,1 Millionen Euro bewilligt, sodass sich die corona-bedingten Mehraufwendungen für den Landkreis im Jahre 2020 auf 2,8 Millionen Euro belaufen.

Über 1 Million Euro für Schutzausrüstung

Allein für Schutzausrüstung wurden bereits 1,05 Millionen Euro ausgegeben. Weitere große Kostenpositionen sind die Einrichtung der Arbeitsplätze für die Kontaktpersonenermittlung im ehemaligen Künzeksauer Krankenhaus und die Bereitstellung von drei Untersuchungsgeräten für das Hohenloher Krankenhaus.

Auch Personalkosten und die Einrichtung der Abstrichstelle in Belzhag und der Isolierstation sowie Kosten für den Einsatz der Bundeswehr sind in dem Betrag enthalten.

Bei drastischer Verschärfung der Pandemie noch höhere Kosten zu erwarten

Die Kostenkalkulation beruht auf der Annahme, „dass eine drastische Verschärfung der Pandemie-Situation ausbleibt“.

Finanziert werden sollen die außerordentlichen Mehraufwendungen unter anderem durch Zuschüsse des Landes im Rahmen des Zukunfts- und Stabilitätspakts (1,15 Mio. €), die Deckungsreserve (650 T€), durch Mehrerträge bei der Grunderwerbsteuer (350 T€) und durch SGB-II-Mehrzuweisungen des Bundes bei den Kosten der Unterkunft (300 T€), so der Antrag der Verwaltung.

Der Antrag wurde ohne öffentliche Wortbeiträge einstimmig angenommen.

Text: Matthias Lauterer

 




„Würde mich sehr freuen, wenn ich die Haushalte der nächsten 8 Jahre verantworten darf“

Ganz am Ende seiner Haushaltsrede, die er zu Beginn der Kreistagssitzung am Montag, den 09. November 2020 hielt, ließ Landrat Dr. Matthias Neth die Katze aus dem Sack: „2013 + 8 = 2021“, rechnet er vor. 2013 sei er zum Landrat gewählt worden, acht Jahre sei die Amtszeit, sodass im nächsten Jahr die Wahl des Landrats wieder ansteht.

Dort wolle er wieder kandidieren. Seine Frau und er hätten am Wochenende bei einer Fahrt durch den Landkreis festgestellt, dass Hohenlohe der Platz ist, wo sie sein wollen.

Über die Kandidatur eines Gegenkandidaten ist noch nichts bekannt.

Text: Matthias Lauterer

 

Landrat Dr.Matthias Neth kündigt Kandidatur an.
Foto: GSCHWÄTZ




„Bei konsequenter Umsetzung des Mindestabstandes dürfte ein normaler Bus noch mit maximal zwölf Personen unterwegs sein“

Maskenpflicht, nach Jahrgangsstufen getrennte Pausenhöfe, regelmäßiges Lüften – auch Schulen und Schüler sind von Corona gefordert. Penibel achten die Lehrer darauf, dass die Vorgaben in den Schulgebäuden eingehalten werden. Doch das scheint nicht für die Busse des Nahverkehr Hohenlohe (NVH) zu gelten, in denen dichtes Gedränge herrscht und sich die Klassenstufen munter vermischen. So wird jedes Hygienekonzept ad absurdum geführt. Eine Leserin, die sich wegen der Situation an GSCHWÄTZ wandte und selbst Mutter von betroffenen Schulkindern ist, formulierte es so: „Wurde das Corona-Virus von oberster Stelle darüber informiert, dass es in den Bussen des NVH Ruhe geben soll und sich nicht auf die Personen, die eng wie Ölsardinen stehen, verbreiten darf?“

Situation am Künzelsauer Busbahnhof

GSCHWÄTZ hat sich selbst einen Überblick verschafft und an einem Schultag morgens am Busbahnhof in Künzelsau Position bezogen. Und tatsächlich: In den Bussen, die aus dem ganzen Hohenloher Umland eintreffen, sind sämtliche Sitzplätze belegt und auf den Gängen stehen die Schüler dicht an dicht.

„Als Massentransportmittel ist dies einfach nicht möglich“

NVH-Betriebsleiter Alexander Wolf schreibt auf Anfrage der Leserin: „Die Bundesländer haben bereits im Frühjahr die Verpflichtung zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in öffentlichen Verkehrsmitteln vorgeschrieben, da hier der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann. Bei konsequenter Umsetzung des Mindestabstandes dürfte ein normaler Omnibus noch mit maximal zwölf Personen unterwegs sein. Als Massentransportmittel ist dies einfach nicht möglich – deshalb die Maskenpflicht.“

Bisherige Maßnahmen werden beibehalten

Laut Robert-Koch-Institut (RKI) schütze die Maske vor einer Ansteckung, so Wolf weiter in seiner E-Mail. Die Verkehrsunternehmen würden zur Reduzierung der Infektionsgefahr ihre bisherigen Maßnahmen wie zum Beispiel verkürzte Reinigungsintervalle während der Pandemie beibehalten, obwohl die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung durch die sogenannte Schmierinfektion, also durch das Berühren von Flächen wie etwa Haltestangen oder Haltewunschknöpfen, gemäß RKI gering sei.

„Wir sind auf die Unterstützung der Schulen angewiesen“

Der Betriebsleiter weist dabei auch auf die Rolle der Schulen und Schulträger hin: „Der NVH hat alle Schulen und Schulträger Ende April, aber auch nochmals zum Ende der Sommerferien angeschrieben. Wir sind auf die Unterstützung der Schulen angewiesen, indem die Schulen mithelfen, die Nachfragespitze in der Hauptverkehrszeit – vor allem zur ersten Stunde – zu verteilen.“ Auch seien die Schulen bereits im Frühjahr vom NVH gebeten worden, gestaffelte Unterrichtszeiten – wo möglich – vorzusehen. Diese Maßnahme solle dazu beitragen, die Besetzung der Fahrzeuge in der morgendlichen Spitzenzeit, in der auch viele Berufstätige unterwegs sind, zu entzerren.

„Leider haben nur wenige Schulen darauf reagiert“

„Leider haben nur wenige Schulen darauf reagiert“, bedauert Wolf. „Wir haben den Schulträgern auch angeboten, aufgrund der Abflachung des Verkehrsangebots ab zirka 8.30 Uhr zusätzliche Fahrten gegen Bestellung durchzuführen. Einige Schulen haben dies zum Anlass genommen, Fahrten zum Beispiel zur dritten Stunde zu bestellen.“ Die Entscheidung darüber liege jedoch bei den jeweiligen Schulträgern.

„Fraglich ist aber, ob diese Maßnahme ausreichen würde“

An Schultagen setzt der NVH rund 120 Fahrzeuge für den Schülerverkehr seien. „Da die Fahrzeuge in der morgendlichen Spitze alle gut besetzt sind, müssten alle 120 Fahrzeuge einen Verstärker bekommen“, so der NVH-Betriebsleiter. „Fraglich ist aber, ob diese Maßnahme ausreichen würde.“ In einem normalen Solo-Bus könnten – mit Steh- und Sitzplätzen – bis zu 85 Schüler befördert werden. Selbst wenn ein Verstärkerfahrzeug eingesetzt werde, seien so pro Bus immer noch 40 bis 45 Schüler im Fahrzeug. Auch hier könne der Mindestabstand nicht eingehalten werden.

Für Verstärkerbusse fehlen Fahrzeuge und Personal

Wolf weiter: „Unabhängig von Corona prüfen wir regelmäßig die Besetzung der von uns eingesetzten Fahrzeuge. Leider lässt es sich nicht vermeiden, dass in öffentlichen Verkehrsmitteln – egal ob Bahn, S-Bahn oder Bus – Stehplätze in den Hauptverkehrszeiten in Anspruch genommen werden müssen.“ Der flächendeckende Einsatz von Verstärkerbussen sei aus rein praktischen Gründen nicht möglich, weil sowohl Fahrzeuge als auch Fahrpersonal nicht in ausreichender Zahl vorhanden seien. Die Lage werde aber intensiv beobachtet und man habe auch bereits dort, wo es möglich war, kurzfristig reagiert.




Polizei bittet die Bürger, zu Hause zu bleiben

Das Polizeipräsidium Heilbronn bittet die Bürger, möglichst zuhause zu bleiben und soziale Kontakte zu meiden, um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen. Auch die Polizei trifft Vorsorge, um das Ansteckungsrisiko durch möglichst wenig Besucherverkehr zu minimieren. Die Anzeigeerstattung bleibt jederzeit möglich.

Kontaktlos über die Internetwache

Eine kontaktlose Möglichkeit für die Anzeigenerstattung oder das Übersenden von Hinweisen zu Straftaten, die kein sofortiges polizeiliches Einschreiten erfordern, ist mit der Internetwache der Polizei Baden-Württemberg unter https://www.polizei-bw.de/internetwache/ rund um die Uhr gegeben.

Besuchstermine vorab abstimmen

In Fällen, in denen es unbedingt erforderlich ist, persönlich auf einer Dienststelle vorstellig zu werden, bittet die Polizei dringend darum, den Besuch im Vorfeld telefonisch anzukündigen und abzustimmen. Im Dienststellenfinder unter https://www.polizei-bw.de/dienststellenfinder/ sind die Erreichbarkeiten aller Polizeireviere und -posten ersichtlich. Die Polizei in Künzelsau ist unter 07940-9400 erreichbar.

Für Notrufe immer unter der 110 erreichbar

Für Notrufe oder dringende Meldungen ist die Polizei nach wie vor über die 110 erreichbar.

 

Polizei. Foto: GSCHWÄTZ




Sperrung: Kreisstraße 2329 zwischen Zweiflingen und der Kreuzung Schießhof/Eichach

Wie das Landratsamt des Hohenlohekreises mitteilt, muss die Kreisstraße K2329 zwischen dem Ortsausgang von Zweiflingen und der Kreuzung Schießhof/Eichach wegfen Verkehrssicherungsmaßnahmen vom 16. bis voraussichtlich 23. November für den Gesamtverkehr gesperrt werden.

Umleitung über K2330

Auf diesem Streckenabschnitt werden umfangreiche Gehölzpflege- und Baumfällarbeiten durchgeführt. Eine Umleitung wird über die K 2330 – GV Pfahlbach – Schießhof eingerichtet. Der Anliegerverkehr ist bis zur Abschrankung zugelassen.

Waldbesitzer können die Sperrung für eigene Pflegemaßnahmen nutzen

Die Vollsperrung kann von angrenzenden Waldbesitzern zur Erfüllung der eigenen gesetzlichen Verkehrssicherungspflicht für Fällungen und Pflegemaßnahmen mit genutzt werden.

Strassensperrung




Künzelsauer Raser im Tatort unterwegs

„Na, kleines Rennen gefällig?“, fragt einer der Jünglinge die Fahrer des Porsches, die neben ihnen an einer Ampelkreuzung zum Stehen kommen. Die nebenstehenden etwas gesetzter aussehenden Herren antworten: „Warum nicht.“ Die Jünglinge freuen sich schon, bis, ja bis der Porschefahrer entspannt ein Blaulicht zückt und es auf das Porschedach setzt. Dass es sich bei diesem Porsche um einen verdeckten Streifenwagen handelt, damit hätten die jungen Raser wohl nicht gerechnet. Dem Raser entgleisen die Gesichtszüge, als er das Blaulicht sieht. Er selbst sitzt in einem vermutlich getunten Auto mit – Achtung: Künzelsauer Kennzeichen. Der Porsche trägt ein Stuttgarter Kennzeichen.

Dies ist keine Szene aus einem Polizeibericht über Autorennen, sondern aus einem Tatort des öffentlich-rechtlichen Fernsehens (SWR), der in Stuttgart spielt. Im Hintergrund sieht man denn auch eine Brücke mit der richtungsweisenden Aufschrift „Hanns-Martin-Schleyer-Halle“.

Es ist nicht bekannt, wie alt diese Tatort-Aufzeichnung ist.  Immerhin kursiert sie aber derzeit in den sozialen Medien, allen voran in diversen Hohenloher WhatsApp-Gruppen mit einem speziellen Hinweise auf das Künzelsauer Kennzeichen.

Was genau die Tatort-Macher damals bewogen hat, ein Künzelsauer Kennzeichen an das Auto der Raserjungs zu montieren, ist nicht bekannt. Vielleicht gibt es in Künzelsau besonders viele rennbegeisterte Fahrer.




Landratsamt hebt Alkohol-Sperrzeit für Gastronomie auf

Der Hohenlohekreis hat seine Allgemeinverfügung, die eine Sperrstunde für Gastronomiebetriebe sowie ein Verkaufsverbot für alkoholische Getränke ab 23:00 festgelegt hat, aufgehoben. Grund für die Aufhebung ist, dass es mit der Corona-Verordnung des Landes seit dem 02. November 2020 eine landeseinheitliche Regelung gibt und daher keine kreiseigene Regelung mehr notwendig ist.

Die landesweite Corona-Verordnung schränkt die Abgabe von Alkohol nicht gesondert ein. Daher kann man zur Mitternachtspizza auch eine Flasche Rotwein kaufen.

Text: Matthias Lauterer

 




Polizei sucht Grafitti-Maler

In der Nacht von Dienstag, 03. November 2020, auf Mittwoch, 04. November 2020, verewigte sich, so die Polizei, ein Unbekannter mit mehreren Tags und Graffitis auf Hauswänden und Verteilerkästen in Künzelsau. Die Polizei weiter: „Im Zeitraum zwischen 19 Uhr und 9 Uhr hinterließ der Unbekannte eine mit schwarzem Permanentmarker gemalte Pistole mit dem Schriftzug „Laser“ sowie mehrere kleinere Schmierereien auf einem Firmengelände in der Gaisbacher Straße. Auch in der nahegelegenen Stettenstraße wurden ähnliche „Kunstwerke“ entdeckt.“

Polizei bittet um Hinweise

Die Polizei hofft nun auf Zeugen, die Hinweise auf den Urheber geben können. Diese nimmt das Polizeirevier Künzelsau unter der Telefonnummer 07940 9400 entgegen.

Erreichbarkeit der Polizei im Hohenlohekreis

Im Rahmen der Corona-Maßnahmen trifft auch die Polizei Vorsorge, um das Ansteckungsrisiko durch möglichst wenig Besucherverkehr zu minimieren. Die Anzeigeerstattung bleibt jederzeit möglich. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass die Möglichkeit der Kontaktaufnahme über die Internetwache der Polizei Baden-Württemberg besteht. Die Anzeigenerstattung oder das Übersenden von Hinweisen zu Straftaten, die kein sofortiges polizeiliches Einschreiten erfordern, sind online unter https://www.polizei-bw.de/internetwache/ rund um die Uhr möglich. In Fällen, in denen es unbedingt erforderlich ist, persönlich auf einer Dienststelle vorstellig zu werden, bittet die Polizei dringend darum, den Besuch im Vorfeld telefonisch anzukündigen und abzustimmen. Im Dienststellenfinder unter https://www.polizei-bw.de/dienststellenfinder/ sind die Erreichbarkeiten aller Polizeireviere und -posten ersichtlich.

Notruf 110 immer erreichbar

Für Notrufe oder dringende Meldungen ist die Polizei nach wie vor über die 110 erreichbar.

 




Straßensperrung zwischen Ohrnberg und Sindringen

Wie das Landratsamt des Hohenlohekreises mitteilt, muss der Kanalweg zwischen dem Ortsausgang von Ohrnberg und Sindringen vom 23. November 2020 bis voraussichtlich 7. Dezember 2020 für den Gesamtverkehr gesperrt werden.

Umleitung über L1045

In dieser Zeit werden umfangreiche Gehölzpflege- und Baumfällarbeiten durchgeführt. Eine Umleitung wird für diese Zeit über die L1045 eingerichtet. Der Anliegerverkehr ist bis zur Abschrankung zugelassen.

Waldbesitzer können die Sperrung für eigene Pflegemaßnahmen nutzen

Die Vollsperrung kann nach vorheriger Rücksprache mit dem zuständigen Revierleiter Thomas Schmitt unter Tel. 0172 1707736 von angrenzenden Waldbesitzern zur Erfüllung der eigenen gesetzlichen Verkehrssicherungspflicht für Fällungen und Pflegemaßnahmen mit genutzt werden.

Strassensperrung