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„Wenn der Hohenlohekreis im Jahre 2020 keine anderen Probleme hat“

Seltene Einmütigkeit zeigten auf der Kreistagssitzung vom 09. November 2020 die Kreisräte von CDU, FWV, Grünen, SPD, FDP und Linke. Ein gemeinsam eingebrachter Antrag soll dafür sorgen, dass „an den Schulen in Trägerschaft des Hohenlohekreises regionale Lebensmittel verwendet werden“ und bei Tierprodukten „Ware aus artgerechter Tierhaltung oder Weidehaltung bevorzugt“ werden. Weiterhin sollen Lebensmittel in Bioqualität verwendet werden, „mindestens entsprechend dem Anteil der im Hohenlohekreis biologisch bewirtschafteten Landwirtschaft“.  Bei Veranstaltungen und Festen oder anderen offiziellen Anlässen sollen vorzugsweise Getränke und Lebensmittel aus der Region und biologischer Produktion angeboten werden. „Andere Erzeugnisse wie zum Beispiel Kaffee, Tee, Gewürze und auch Südfrüchte werden aus biologischem oder fairem Handel bezogen.“ Zur Reduzierung des Mülls bei allen Sitzungen, Veranstaltungen und Festen werden nur noch Mehrwegflaschen, -geschirr und -besteck verwendet. Nur „in Ausnahmefällen kann nachhaltiges Einweggeschirr aus Pappe, Holz oder Bio‐Kunststoff verwendet werden.

Bioregion Hohenlohe soll unterstützt werden

Martin Braun (Grüne) begründet den Antrag damit, dass ein Zeichen gesetzt werden soll, Abfall zu vermeiden und die Bioregion Hohenlohe zu unterstützen.

CDU: „Regional und biologisch in der Vergangenheit immer aktiv“

Die CDU kann dem Antrag nicht geschlossen zustimmen, kündigt Dieter Palotta an. Zwar sei die CDU „regional und biologisch in der Vergangenheit immer aktiv“ gewesen, trotzdem gebe es in der Fraktion Kritik, „weil traditionell erzeugte Lebensmittel benachteiligt oder sogar stigmatisiert werden“. Es solle dem Konsumenten überlassen bleiben, welche Lebensmittel er verwenden wolle.

FDP: „Wir brauchen aber auch die konventionelle Landwirtschaft“

Michael Schenk (FDP) freut sich, dass es gelungen ist, aus zwei Anträgen einen gemeinsamen Antrag zu machen. Er würde sich freuen, wenn auch die Kommunen im Sinne dieses Antrags handeln würden und regt an, den Hohenlohekreis zum „Fair-Trade-Kreis“ zu entwickeln, wie es Künzelsau und Pfedelbach vormachen. Aber auch er äußert Kritik am gemeinsamen Antrag: „Wir brauchen aber auch die konventionelle Landwirtschaft“.

Rolf Weibler: „Konventionell und biologisch sind gleich gesund, nur ist biologisch teurer“

Rolf Weibler von der CDU, betont, dass er vor vielen Jahren den ersten Bauernmarkt auf seinem Hof durchgeführt habe. Er findet den Antrag „sinnlos“: „Wenn der Hohenlohekreis im Jahre 2020 keine anderen Probleme hat“. Er meint „Konventionell und biologisch sind gleich gesund, nur ist biologisch teurer“. Außerdem stört ihn die Unbestimmtheit des Begriffs „regional“.

AfD: „Bedauerlich, dass die AfD ausgeschlossen wurde“

Anton Baron findet es „bedauerlich, dass die AfD ausgeschlossen wurde“ und verurteilt diese, wie er es nennt, „Ausgrenzung“. Er wendet ein: „Welcher Landwirt in Hohenlohe hält seine Tiere nicht artgerecht?“ und erklärt, dass die AfD den Antrag prinzipiell für richtig hält, sich aber trotzdem enthalten werde.

Grüne: „Bioprodukte tragen mehr zu Artenschutz oder Klimaschutz bei“

„Wir haben konventionell und biologisch in den Antrag geschrieben, damit es eben keinen Konflikt gibt“, wehrt sich Catherine Kern (Grüne) gegen das Argument der Stigmatisierung. Sie versteht die Polarisierung nicht: „Wir haben gute konventionelle Landwirtschaft im Hohenlohekreis.“ Aber, so betont sie: „Bioprodukte tragen mehr zu Artenschutz oder Klimaschutz bei.“ Sie begrüßt den gemeinsamen Antrag der, wie sie es ausdrückt, „demokratischen Parteien“. Martin Schäfer (Grüne) ist selbst Bio-Landwirt. Er begrüßt den Antrag, weil er den Weg der einzelnen Landwirte unterstützen kann: „Jeder Landwirt kann sich überlegen, ob er konventionell beibehält oder umsteigt.“

Der letzte Wortbeitrag zum Thema kommt von Landrat Dr. Matthias Neth: Er erläutert die Situation im Landkreis, der nur eine einzige eigene Küche betreibt. Auf jeden Fall will er aber die Zulieferer des Schulessens in die Richtung des Antrags bringen. Auf Veranstaltungen des Landkreises sei das Mehrwegprinzip so gut wie verwirklicht und im Landratsamt gebe es auch schon lokale Getränke und Fair-Trade-Heißgetränke. Die Verwaltung befürworte den Antrag und bedanke sich, sagt er.

Entsprechend dem Verlauf der Diskussion wird der Antrag mit 34 Ja-Stimmen bei vier Enthaltungen und einer Gegenstimme angenommen.

Text: Matthias Lauterer

 

Die Spitzenleute der Fraktionen und Gruppen saßen in der ersten Reihe. Foto: GSCHWÄTZ

 

Kreistagssitzung vom 9. November 2020 in Neuenstein. Foto: GSCHWÄTZ




Corona/Hohenlohekreis: Acht Pflegeheime beziehungsweise Behinderteneinrichtungen und eine Schule in Krautheim betroffen

Am Mittwoch, den 18. November 2020, hat das Gesundheitsamt des Hohenlohekreises insgesamt 26 neue Corona-Infektionen an das Landesgesundheitsamt gemeldet. Die 7-Tage-Inzidenz liegt jetzt bei 138,5 pro 100.000 Einwohner.

In drei bereits betroffenen Pflegeheimen wurden zehn Neuinfektionen, davon vier Pflegekräfte, bestätigt. Im gesamten Kreisgebiet sind derzeit acht Pflegeheime beziehungsweise Behinderteneinrichtungen betroffen, die Versorgung und Pflege der Bewohner ist sichergestellt. Das Gesundheitsamt befindet sich im engen Austausch mit den Einrichtungen.

Am Bildungszentrum Bretzfeld wurde eine weitere Schülerin positiv getestet. Diese war bereits durch die Fallermittler im Gesundheitsamt als K1 eingestuft und in Quarantäne. Durch einen positiven Fall im Main-Tauber-Kreis ist zudem die Andreas-Fröhlich-Schule in Krautheim betroffen, die Ermittlung der Kontaktpersonen läuft.

Quelle: Pressemitteilung des Landkreises Hohenlohe

 




Schon wieder Graffitisprüher unterwegs

In der Nacht vom Freitag, 13. November 2020 zum Samstag, 14. November 2020 wurden in Künzelsau Gebäude mit Graffiti beschmiert.

Inzwischen mehrere Fälle

Bereits Anfang November waren Sprüher in Künzelsau unterwegs: https://www.gschwaetz.de/2020/11/06/polizei-sucht-grafitti-maler/ Auch das Sportheim in Nagelsberg wurde kürzlich schon Opfer eines Sprühers.

Firmengebäude in den Kocherwiesen betroffen

Ziel der Sprüher waren diesmal die Firmengebäude des Mustang-Outlets, der Firma Fenchel sowie der Firma Thierbach im Gewerbegebiet Kocherwiesen.

Polizei ermittelt und bittet um Hinweise

Möglicherweise helfen die Bilder einer Überwachungskamera bei der Ermittlung des oder der Täter. Die Polizei hofft nun auf weitere Zeugen, die Hinweise auf den oder die Urheber der Graffiti geben können. Hinweise nimmt das Polizeirevier Künzelsau unter der Telefonnummer 07940 9400 entgegen.

Text: Matthias Lauterer

Wieder Graffiti in Künzelsau. Foto: privat

Wieder Graffiti in Künzelsau. Foto: privat

 




Gemeinderat Künzelsau: Erste Online-Tagung

Aufgrund der Corona-Pandemie und des Lockdowns findet laut einer Pressemitteilung die Sitzung des Gemeinderats Künzelsau am Donnerstag, den 19. November 2020, um 18 Uhr zum ersten Mal virtuell statt. Die Beratung der öffentlichen Tagesordnung soll live in den Sitzungssaal des Künzelsauer Rathauses übertragen werden. Von dort aus kann sie die Bevölkerung mitverfolgen. Die Stadträte schalten sich per Video-Konferenz zu.

Tagesordnung

Auf der Tagesordnung stehen unter anderem der Bebauungsplan „Erweiterung Handwerkerpark Lerchenhöhe“ in Amrichshausen, die Verabschiedung der ersten Nachtragshaushaltssatzung und des ersten Nachtragshaushaltsplans der Stadt Künzelsau sowie des ersten Nachtragswirtschaftsplans KünWerke 2020 sowie die Überprüfung der Steuer-, Beitrags- und Gebührensätze.

Zutritt nur mit Maske

Die Zuhörer sollen das Rathaus und den Sitzungssaal im dritten Stock nur mit Mund-Nasen-Schutzmaske betreten und sich im Vorfeld bei Christoph Bobrich unter Telefon 07940/129 105 oder per E-Mail christoph.bobrich@kuenzelsau.de anmelden. Selbstverständlich müssen auch die notwendigen Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden. Personen mit Fieber, Symptomen einer Atemwegserkrankung, einer bekannten, nachgewiesenen Corona-Infektion oder einem Verdacht darauf ist der Zutritt nicht gestattet. Im Eingangsbereich wird zudem kontaktlos Fieber gemessen.

Künftige Sitzungen

Auch die künftigen Sitzungen sollen in digitaler Form abgehalten werden, sofern sich die Pandemie-Situation nicht verbessert und die Technik stabil funktioniert. Interessierte Einwohner können die Sitzungsvorlagen unter http://www.kuenzelsau.de/buergerinfoportal einsehen.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau




Polizei warnt vor Einbrüchen

In den Bereichen Künzelsau, Forchtenberg, Bretzfeld und Jagsthausen kam es in den vergangenen Wochen vermehrt zu Einbrüchen in Garagen. Meist gelangten die Täter über einen unverschlossenen Zugang, beispielsweise über das Haupttor, ein Fenster oder den Hinter- oder Seiteneingang ins Innere. Hierbei erbeuteten die Unbekannten diverse Gegenstände – unter anderem hochwertige Werkzeuge oder Fahrräder – im fünfstelligen Eurobereich.

Aus diesem Grund gibt das Polizeipräsidium Heilbronn folgende Sicherheitshinweise: „Verschließen Sie Ihre Garagen, auch die hinteren oder seitlichen Zugangstüren, sowie Fenster. Wenn Sie eine verdächtige Wahrnehmung gemacht haben, dann teilen Sie diese mit der Polizei. Diese ist unter der Nummer 110 rund um die Uhr für Sie erreichbar.“

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn




Klimademo wegen Corona abgesagt

Aufgrund des Lockdown light wurde die in Künzelsau für Freitag, den 29. November 2020, geplante Klimademo abgesagt – wie in vielen anderen Städten auch. Auf GSCHWÄTZ-Nachfrage teilte Parents for future mit: „Viele Ortsgruppen möchten nicht zu Veranstaltungen auffordern, die mit einer Ansammlung von Menschen verbunden sind.“ In manchen Städten würden zwar Demos unter sehr strengen Hygienemaßnahmen stattfinden, „wir haben uns aber bewusst dagegen entschieden und auch nirgendwo für eine Veranstaltung Werbung gemacht“.

Am globalen Klimaaktionstag sollte die Künzelsauer Demo am Hafenmarkt starten. Anschließend war eine Kundgebung geplant. Außerdem sollte mit „Sing for the climate“ ein hörbares Zeichen für den Klimaschutz aus Hohenlohe gesendet werden.

Wurde abgesagt: die Klimademo in Künzelsau am globalen Weltklima-Aktionstag.




Der Lockdown ist vorbei: Kindergarten in Simbabwe wieder offen

Nach sieben Monaten Coronapause konnte der Kindergarten des Hilfsvereins Bongai Shamwari e.V. in Simbabwe nun endlich wieder öffnen. Im Voraus hat das Team entsprechende Hygienemaßnahmen vorbereitet. So werden den Kindern beim Betreten die Hände und Füße desinfiziert und Fieber gemessen. Außerdem haben die Erzieherinnen für jedes Kind eine eigene Maske genäht. Zu den alt bekannten Gesichtern sind zwei neue Patenkinder dazubekommen: Divine und Mukudzei, der von Albinismus betroffen ist.

Projekt für Frauen

Speziell für die Kinder, die im kommenden Jahr in die Schule kommen beziehungsweise für diejenigen, die bereits letztes oder vorletztes Jahr eingeschult wurden, gibt es gute Nachrichten: Die Schulgebühren der ehemaligen Kindergartenkinder werden nun vollständig über das „Women Project“ gedeckt. Bei dem Projekt geht es speziell um das Empowerment der Mütter der Patenkinder des Vereins. Diese stellen zusammen verschiedene Produkte her – zum Beispiel besondere Gewürze. Die Produkte werden auch in Deutschland bei verschiedenen Veranstaltungen zum Weltgebetstag verkauft. Der Erlös geht direkt an die Frauen, die bei der Herstellung beteiligt waren. Die Spenden, die zusätzlich für das „Women Project“ generiert werden, fließen in die Schulgebühren der ehemaligen Kinder, sodass die Ausbildung auch weiterhin gesichert ist.

Unterstützung aus Hohenlohe

In Zusammenarbeit mit einer Gruppe Studierender der Hochschule in Künzelsau wird gerade daran gearbeitet, das Projekt professioneller und somit noch nachhaltiger zu gestalten. Am Samstag, den 12. Dezember 2020, findet außerdem eine Online-Weinprobe mit Bongai Shamwari und dem Weingut Gaufer in Ingelfingen statt. Je Teilnehmer gehen hierbei zehn Euro ebenfalls an das „Women Project“. Nähere Informationen dazu gibt es unter https://tca1db95a.emailsys1a.net/mailing/44/3395321/7007807/1087/195032958f/index.html.

GSCHWÄTZ berichtete schon öfter über das Hilfsprojekt Bongai Shamwari e.V., seine Gründerin Christa Zeller und den Kindergarten in Simbabwe:

https://www.gschwaetz.de/2020/10/21/manchmal-krieg-ich-schon-eine-wut-im-bauch/

https://www.gschwaetz.de/2020/10/01/der-lockdown-ist-noch-nicht-vorbei/

https://www.gschwaetz.de/2020/04/27/corona-hilfe-aus-hohenlohe-fuer-kinder-in-simbabwe/

Quelle: Pressemitteilung von Bongai Shamwari e.V.

Für den Kindergarten wurde ein Hygienekonzept erstellt. Foto: Bongai Shamwari e.V.

 

 

Mit großer Freude entdecken die Kinder ihren Kindergarten neu. Foto: Bongai Shamwari e.V.




Landtag beschließt niedrigere Hürden für kleine Parteien

Am 12. November 2020 beschloss der Landtag von Baden-Württemberg mit den Stimmen aller Fraktionen, den Zugang zur Landtagswahl für Kleinparteien zu erleichtern: Statt landesweit bisher 10.500 Unterschriften werden für die Landtagswahl am 14. März 2021 nur 5.250 Stimmen benötigt. Pro Wahlkreis sind das 75 Unterschriften statt bisher 150.

Landesverfassungsgericht schreitet ein – Chancengleichheit verletzt

Der Landtag musste eine Entscheidung treffen, weil fünf derzeit nicht im Landtag vertretene Parteien – Freie Wähler, Linke, ÖDP, Die PARTEI und die Piratenpartei – das Landesverfassungsgericht angerufen hatten. Dieses entschied, dass das Festhalten an den bisherigen 150 Unterschriften die Chancengleichheit der kleinen Parteien in Zeiten der Kontakteinschränkungen beeinträchtigen könnte.

Nachdem ein Änderungsantrag der AfD, die Grenze noch weiter auf 50 Unterschriften herabzusetzen, abgelehnt wurde, beschloss der Landtag den Antrag aller anderen Fraktionen, die Unterschriftenzahl auf 75 pro Landkreis festzusetzen.

Anton Baron zweifelt an der juristischen Kompetenz der Landesregierung

Anton Baron (AfD) wirft den anderen Parteien vor, „dass die nötige Souveränität fehlt“. Er sagte in seiner Rede vor dem Landtag: „Wir begrüßen den demokratischen Wettbewerb, die anderen Fraktionen nicht. Das dürfte kein Zufall sein, da viele der Kläger wie ÖDP und Klimaliste insbesondere den Grünen Stimmen kosten könnten.“ Außerdem sprach er der Landesregierung die juristische Kompetenz ab: „Es spricht außerdem nicht für die juristische Kompetenz der Landesregierung und der anderen Fraktionen, dass ihr Handeln ständig gerichtlich korrigiert werden muss. Nicht zuletzt zeugt es auch unter dem Corona-Gesichtspunkt von zweierlei Maß, dass man sich diese Chance zur Reduktion von Kontakten entgehen lässt, während man an anderer Stelle unverhältnismäßige Maßnahmen erlässt.“

Arnulf von Eyb sieht besondere Rahmenbedingungen des Wahlkampfs in Pandemiezeiten

Arnulf von Eyb war von der Entscheidung des Verfassungsgerichts nicht überrascht: „Für mich waren die Argumente der Antragsteller von Beginn an nicht abwegig, weshalb ich mit der Entscheidung des Gerichts gut leben kann.“ Mit der Gesetzesänderung ist der CDU-Landtagsabgeordnete zufrieden: „So wird den besonderen Rahmenbedingungen eines Wahlkampfes in Zeiten der Pandemie und damit auch der Chancengleichheit für nicht im Landtag vertretene kleine Parteien Rechnung getragen.“ Weiter sagt er: „Somit kommen wir zu einer gerichtsfesten Regelung und stellen sicher, dass die Partizipation der Bürgerinnen und Bürger, auf die wir alle angewiesen sind, durch Corona nicht unnötig erschwert wird.“

Text: Matthias Lauterer

 




Coronafall an Georg-Fahrbach-Schule

Die Georg-Fahrbach-Schule in Ingelfingen hat einen ersten Coronafall. Eltern der Schule wurden am Wochenende darüber informiert.

Rektor Dirk Rüger und Konrektorin Tanja Truetsch teilen in einem Brief mit, dass eine aufmerksame Lehrerin den betroffenen Schüler bereits am Donnerstag, den 12. November 2020, nach Hause geschickt habe. Am Samstag, 14. November 2020 habe das Gesundheitsamt den positiven Coronabefund mitgeteilt. Seitdem stehe die Schule in ständigem Kontakt mit dem Gesundheitsamt.

Lerngruppe des betroffenen Schülers in Quarantäne

Die Lerngruppe des Schülers begab sich bereits in Quarantäne, das Gesundheitsamt wird sich mit den betroffenen Familien in Verbindung setzen.

Kontaktminmierung als Schutzmaßnahme

Rektor und Konrektorin empfehlen allen, die mit der Lerngruppe 8b engeren Kontakt haben, die Kontakte in den nächsten Tagen auf ein Minimum zu begrenzen und bei Symptomen unverzüglich ärztlichen Rat einzuholen. Die Schulleitung hofft, „dass mit diesen Maßnahmen ein weiteres Infektionsgeschehen verhindert werden kann“.

Schulpflicht besteht auch während der Quarantäne

Während der Quarantäne gelten die Regeln für das Fernlernen. „Auch beim Fernlernunterricht besteht für Ihr Kind Schulpflicht“, informiert die Schulleitung.

Text: Matthias Lauterer

Georg-Fahrbach-Schule Ingelfingen.  Foto: GSCHWÄTZ / Archiv

 




„Hoffentlich bleibt die Wand dann auch stehen“

Ein Hauskauf ist in den meisten Fällen eine Entscheidung fürs Leben. „Wir machen alles aus einer Hand. Unsere Kundenbetreuerin gehört beim Einzug dann quasi schon zur Familie“, erzählt Achim Behn, Pressesprecher der Deutschen Reihenhaus AG. Am vergangenen Mittwoch, den 11. November 2020, empfing er gemeinsam mit seinen Kollegen den Künzelsauer Bürgermeister Stefan Neumann auf der Baustelle „Wohnen an der Bergbahn“. Hier entsteht eine Reihenhaussiedlung mit 30 Häusern und dem plakativen Namen „145 m² Familienglück“. Zwölf der Häuser sind schon an junge Familien aus der Region verkauft.

„Hoffentlich bleibt die Wand auch stehen“

Neumann platzierte gemeinsam mit Kundenbetreuerin Tina Kamber und Bauleiter Sebastian Benz eine neun Tonnen schwere und zwölf Meter lange Betonwand auf dem Dach eines der Häuser. Das ist Millimeterarbeit. Vorab gesteht Neumann: „Ein bisschen aufgeregt bin ich natürlich.“ Und scherzt: „Hoffentlich bleibt die Wand dann auch stehen. Ich beobachte die Baustelle auch mit, denn wenn ich meine Kinder morgens zur Schule bringe, sehen wir schon die Lkw Material anliefern.“ Tina Kamber betreut die Käufer ab Tag eins. „Vor allem, wenn die Häuser übergeben werden, freue auch ich mich natürlich riesig. Die Familien fiebern dem Tag so entgegen – und ich mit. Ich habe schon mehr als ein Mal vor Freude mit geheult.“ Besonders am „Wohnen an der Bergbahn“ sind für Stefan Neumann „die zentrale Lage“ und „die neue, grüne Ortsmitte von den Taläckern“. „Ich freue mich über dieses innovative Konzept, das die Deutsche Reihenhaus hier am Standort Künzelsau Taläcker ermöglicht.“

„Man hat sein eigenes, kleines Grundstück“

Sebastian Benz fasst die Vorteile des Projektes zusammen: „Eine Schule und ein Kindergarten sind nur 300 Meter entfernt. Außerdem liegt das Wohngebiet in einer 30er-Zone, sodass hier auch kleine Kinder gefahrlos auf der Straße laufen können. Ein weiterer Vorteil für junge Familien ist, dass es eine zentralisierte Heizungsanlage gibt. Es gibt später auch einen Hausmeister für den Wohnpark. Man hat zwar sein eigenes, kleines Grundstück, aber es gibt jemanden, der sich um die Gemeinschaftsanlagen kümmert, sodass man hier seinen Feierabend auch genießen kann.“

Der Bauleiter erklärt, wohin man sich bei Interesse wenden kann: „Sie finden auf unserer Homepage www.reihenhaus.de einen Ansprechpartner. Auch steht auf dem Werbeplakat am Baugrundstück die Nummer meiner Betriebskollegin Frau Kamber. Die ist dann für Sie erreichbar und wird sich mit Ihnen bei Interesse zu einem Beratungsgespräch treffen.“

Das „Familienglück“ ist ab einem Preis von 270.000 Euro zu haben.

Text & Video: Priscilla Dekorsi

30 Reihenäuser werden derzeit auf einer grünen Wiese auf den Taläckern gebaut. Foto: GSCHWÄTZ

Die Reihenhäuser sind laut Bürgermeister Neumann auf höchstem energetischem Niveau. Foto: GSCHWÄTZ

XXL-Wand wir mit Hilfe des Bürgermeisters eingesetzt. Foto: GSCHWÄTZ