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Dr. Peter Faust und Chefarzt Jan Dietrich halten Gesundheitsvorträge via Live-Stream

Im Oktober wurde der Gesundheitsvortrag mit Dr. Antje Haack-Erdmann, Leiterin des Gesundheitsamtes Hohenlohekreis, zum Thema „Corona-Pandemie – global und lokal“ erstmals live über den YouTube-Kanal der Stadtverwaltung Künzelsau übertragen. Auch die folgenden Gesundheitsvorträge im November und Dezember können wieder als Live-Stream von zu Hause aus verfolgt werden. Am Donnerstag, den 26. November 2020, hält Dr. Peter Faust um 19.30 Uhr einen Vortrag zum Thema „Zuckerkrank – und nun?“. Über die Behandlungsmöglichkeiten bei Knieschmerzen berichtet Chefarzt Jan Dietrich im Vortrag „Knieschmerz und Arthrose – ein neues Knie(teil)gelenk?“ am Donnerstag, den 10. Dezember 2020, um 19.30 Uhr.

Informationen zur Vortragsreihe „Gesundheit“

Das Thema Gesundheit ist ein Schwerpunktthema der Stadtverwaltung Künzelsau. Deshalb wurde dazu eine Vortragsreihe ins Leben gerufen, die medizinisches Wissen aus erster Hand bietet. Überwiegend Chefärzte des Hohenloher Krankenhauses und niedergelassene Künzelsauer Ärzte berichten aus ihrem Fachgebiet. Betroffene und Interessierte können sich umfassend informieren – zum aktuellen Stand der Medizin, Behandlungsmöglichkeiten und Erfahrungen aus der Praxis.

Informationen zu den Live-Streams

Die Vortragsreihe findet in Kooperation mit dem Hohenloher Krankenhaus statt. Fragen zu den Vorträgen können vorab per E-Mail an helen.buehler@kuenzelsau.de gesendet werden. Aber auch während des Live-Streams können Benutzer über die Kommentarfunktion spontan Fragen stellen. Der Live-Stream kann einfach und kostenfrei über den städtischen YouTube-Kanal unter http://www.youtube.de/stadtkuenzelsau aufgerufen werden.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau




Smarter Umgang mit dem Smartphone

Seit Ende September fährt ein Bus mit den Motiven „Heute schon mit Ihrem Kind gesprochen?“ und „Heute schon mit Ihrem Kind gespielt?“ im öffentlichen Nahverkehr, heißt es in einer Pressemitteilung. Diese Buswerbung ist Teil der Kampagne „Smarter Umgang mit Smartphone & Co. – Medien und Gesundheit“ von der Gesundheitskonferenz des Hohenlohekreises. Eltern sollen in ihrer Vorbildrolle angesprochen und dazu angeregt werden, über ihr eigenes Verhalten mit dem Handy in Gegenwart ihrer Kinder nachzudenken.

Weitere Veranstaltungen geplant

Nach einem erfolgreichen Auftakt der Kampagne im Oktober vergangenen Jahres fanden verschiedene Vorträge, ein Präventionstheater sowie ein Elternabend zum Thema „PC, TV, Handy & Co. – Chancen nutzen, Risiken vermeiden“ statt. Seit Februar mussten alle Treffen der Arbeitsgruppe „Medien und Gesundheit“ der Gesundheitskonferenz im Hohenlohekreis und auch die geplanten Veranstaltungen der Kampagne aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden. Sobald die Lage es zulässt, wird die Arbeit der Gesundheitskonferenz wiederaufgenommen und weitere Veranstaltungen geplant.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis




Markantes Schmuckstück wird neue Heimat für Vereine

Es wird fleißig gewerkelt am Dorfgemeinschaftshaus in Nagelsberg. Die Bauarbeiten sind laut Pressemitteilung in vollem Gang. Die Mühlbergstraße ist gesperrt. Ein Kran steht mitten auf der Fahrbahn. Im Außenbereich werden die Stützmauern für Parkplätze betoniert. Sechs Stellplätze entstehen an der Westseite, unmittelbar beim späteren Haupteingang. Auf dem Gerüst im ersten Stockwerk wird an der Außenfassade gearbeitet. Im Unter- und Erdgeschoss wurden bestehende Gebäudeteile mit dem Neubau verbunden. Während in den unteren Geschossen gemauert wurde und noch wird, ist das Obergeschoss komplett in Holzbauweise geplant. Die Wände aus OSB-Platten mit Fenster- und Türausschnitten stehen bereits. In diesen Tagen werden die Fenster eingebaut.

Barrierefreies Erdgeschoss

Auf insgesamt 445 Quadratmetern Nutzfläche sollen im Obergeschoss ein kleinerer Besprechungsraum sowie Toiletten entstehen, heißt es weiter in der Mitteilung. Im barrierefreien Erdgeschoss wird es neben dem Foyer zwei Versammlungsräume, die über eine Verbindungstür zusammengeschlossen werden können, eine Küche sowie eine Toilette geben. Im Untergeschoss finden Abstellräume sowie der Technikraum ihren Platz. Erhalten bleiben der Gewölbekeller sowie das Tauchbad (Mikwe). Hinzu kommen im Außenbereich sechs Parkplätze.

Weiter Blick ins Kochertal

Das markante Gebäude hat ein Flachdach, um die Sicht aus den Nachbargebäuden so wenig wie möglich zu beeinträchtigen. Die Aussicht geht weit ins Kochertal hinein und ist auch aus vielen Perspektiven im Rohbau bereits möglich. Bevor die Nagelsberger jedoch ihre Versammlungs-, Besprechungsräume und die Küche benutzen können, müssen noch etliche Gewerke ausgeführt werden. „Das Obergeschoss erhält eine Holzfassade“, erklärt Cornelius Eisert vom Stadtbauamt. „Die unteren Stockwerke werden verputzt. Parallel dazu wird natürlich innen weitergearbeitet. Die Sanitär- und Elektroarbeiten beginnen.“

Fertigstellung im Winter 2021

Baubeginn der Maßnahme war im April 2020 und wenn es keine größeren Überraschungen mehr gibt, könnte das Dorfgemeinschaftshaus im Herbst/Winter 2021 fertig sein. Kostenpunkt: rund 1,5 Millionen Euro. Im Rahmen des Städtebauförderungsprogramms Investitionspakt Soziale Integration im Quartier (SIQ) wurden 594.000 Euro Förderung bewilligt.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau

Der Kran steht mitten auf der Straße. Foto: Stadtverwaltung Künzelsau

Im Unter- und Erdgeschoss wurden bestehende Gebäudeteile mit dem Neubau verbunden. Foto: Stadtverwaltung Künzelsau

Durch das Flachdach soll die Sicht aus den Nachbargebäuden so wenig wie möglich beeinträchtigt werden. Foto: Stadtverwaltung Künzelsau

 




Möglichkeiten des digitalen Wandels

In einen Online-Bürgerdialog per Videokonferenz soll am Mittwoch, den 25. November 2020, von 17 bis 19 Uhr über den digitalen Wandel in Künzelsau diskutiert werden. Eingeladen dazu sind laut einer Pressemitteilung alle interessierten Künzelsauer. Anmeldungen nimmt Andreas Scheibmaier per E-Mail sean@hs-furtwangen.de oder unter Telefon 07723/920 2982 bis zum heutigen 24. November 2020 entgegen. Die technischen Anforderungen für die Teilnahme an der Videokonferenz sind gering, das System ist einfach und intuitiv verständlich.

Forschungsprojekt Digitaldialog 21

Die Meinung und Mitbestimmung der Bürger ist gerade bei Themen des digitalen Wandels, der das Leben nachhaltig verändert und immer mehr an Bedeutung zunimmt, besonders wichtig. Aus diesem Grund hat die Stadt Künzelsau im Kontext des Forschungsprojektes „Digitaldialog 21“ eine Kooperation mit der Hochschule Furtwangen ins Leben gerufen. Ziel ist es, ein reichhaltiges Stimmungsbild einzuholen sowie gemeinsam mit den Bürgern Möglichkeiten zur Gestaltung des digitalen Wandels in der eigenen Kommune zu diskutieren. Das Team der Hochschule Furtwangen wird daher in den nächsten Wochen und Monaten unterschiedliche Beteiligungs- und Diskussionsmöglichkeiten anbieten.

Breit angelegter Dialogprozess

Neben Künzelsau nehmen noch elf weitere Kommunen mit einer jeweiligen Größe von 1.250 bis 15.500 Einwohner (insgesamt über 75.000) aus dem ländlichen Raum in Baden-Württemberg am Forschungsprojekt „Digitaldialog 21“ teil. Das Projekt wird vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg (MWK) aus Mitteln der Landesdigitalisierungsstrategie „digital@bw“ bis 2022 gefördert. Zusammen mit der Hochschule für Medien in Stuttgart, der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg und zivilgesellschaftlichen Kooperationspartnern erforscht ein interdisziplinäres Team der Hochschule Furtwangen um Professor Dr. Stefan Selke und Professor Dr. Stefanie Betz in einem breit angelegten Dialogprozess Chancen, Herausforderungen und Gestaltungsmöglichkeiten des digitalen Wandels und setzt hierbei den Schwerpunkt auf den ländlichen Raum in Baden-Württemberg. Für weitere Informationen siehe auch die Projektwebseite http://digitaldialog21.de.

Workshop-Format

Eine Befragung zum digitalen Wandel in Künzelsau und den anderen teilnehmenden Kommunen – online und per Papierfragebogen – hat bereits über den Sommer stattgefunden. Die gute Resonanz und rege Teilnahme verdeutlicht nochmal die Bedeutung des Themas für die Bürger. Beim Online-Bürgerdialog werden die Ergebnisse der Befragung kurz vorgestellt. Anschließend diskutieren die Teilnehmer in einem Workshop-Format, moderiert durch das Team der Hochschule Furtwangen, zu den Chancen, Herausforderungen und Ideen für die gemeinsame Gestaltung des digitalen Wandels in Künzelsau.

Online-Pinnwand

Zusätzlich haben die Bürger auch unabhängig von der Teilnahme am Bürgerdialog die Möglichkeit, sich über einen längeren Zeitraum auf einer gemeindespezifischen Online-Pinnwand und Diskussionsforum digital zu den Themen des digitalen Wandels auszutauschen, weiterzudiskutieren oder Ideen und Vorschläge einzubringen. Der Link https://forum.digitaldialog21.de ist bereits seit dem 18. November zur Themen- und Ideensammlung für den Bürgerdialog freigeschaltet.

Zukünftig auch Präsenzveranstaltungen

Aufgrund der aktuellen Situation wird die Veranstaltung dieses Mal per Videokonferenz stattfinden. In Zukunft sind jedoch auch Präsenzveranstaltungen geplant. Auch wenn die aktuelle Situation herausfordernd ist, sollten trotzdem alle Künzelsauer die Möglichkeit haben, sich zu beteiligen und mitzugestalten. Es wäre daher sehr schön, wenn Mitbürger, die nicht über die entsprechende digitale Infrastruktur oder Kenntnisse verfügen, entsprechend unterstützt werden könnten, zum Beispiel durch eine gemeinsame Teilnahme in der Familie, Nachbarschaft oder sozialen Netzwerken.

Weitere Kontakte

Bei weiteren Fragen und Anmerkungen steht das Team der Hochschule Furtwangen zur Verfügung. Ansprechpartner ist hier Jan Gruß, erreichbar per E-Mail gran@hs-furtwangen.de oder unter Telefon 07723/920 2983. Für weitere Informationen siehe auch digitaldialog21.de. Bei der Stadtverwaltung ist Christoph Bobrich der Ansprechpartner. Er ist per E-Mail Christoph.bobrich@kuenzelsau.de oder unter Telefon 07940/129 105 erreichbar.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau

 

In Künzelsau findet ein Online-Bürgerdialog zum Thema Digitalisierung statt.




Zwei Corona-Impfzentren für den Hohenlohekreis?

Im Rahmen der Kreistagssitzung vom Montag, den 23. November 2020, informierte Landrat Dr. Matthias Neth darüber, dass er zwei Standorte für Corona-Impfzentren im Hohenlohekreis an die Landesregierung gemeldet hat. Die Impfstrategie des Landes sieht vor, dass Impfzentren auf verschiedenen Ebenen geplant werden: Das Landesimpfzentrum in Ulm, dazu Großimpfzentren sowie je Landkreis zwei lokale Impfzentren. 

Wie soll der Impfstoff in Pflegeeinrichtungen kommen?

„Die Impfzentren können schnell aufgebaut werden“, ist Neth sicher. „Wenn unser Gesundheitsamt und der Katastrophenschutz in drei Tagen eine Abstrichstelle aufbauen können, dann schaffen wir auch das.“  Er sieht aber ganz andere Probleme: Die Impfreihenfolge sei noch gar nicht festgelegt und trotz der Aussagen, dass der Bund die Kosten für den Impfstoff und das Land die Kosten für die Impfzentren tragen würde, sieht er bisher wenig Planungssicherheit. Und wie bringt man die Impfungen in Pflegeeinrichtungen, wo doch die Logistik, Temperierung und Abfüllung der Impfdosen nach bisherigen Angaben so schwierig sein wird? Dagegen seien organisatorische Aufgaben wie die Trennung ankommender und abfahrender Menschen leicht zu lösende Aufgaben.

Keine Aussage über die Standorte der beiden geplanten Impfzentren

Über die Standorte der geplanten Impfzentren machte Neth während der Kreistagssitzung keine Angaben – GSCHWÄTZ hat beim Landratsamt nachgefragt.

Text: Matthias Lauterer

Symbolbild Impfung. Foto: Pixabay




War das ein Hitlergruß?

Auf der Querdenken-Demonstration am Sonntag, 23. November 2020 zeigte ein Redner eine Handbewegung, die dem sogenannten Wolfsgruß (ausgestreckter rechter Arm, Faust und ausgestreckter Zeigefinger) entspricht – ein Gruß türkischer Patrioten. Anschließend streckte er die Finger aus, so dass allem Anschein nach der Hitlergruß gezeigt wurde. Dazu sprach er die Worte „Und dafür stehe ich!“

Hitlergruß ist Straftat

Das Zeigen des Hitlergrusses ist in Deutschland verboten und wird nach §86a StGB mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft. Eine Stellungnahme von Polizei und Staatsanwaltschaft sowie der Organisatoren der Veranstaltung steht noch aus.

Link zum Video bei twitter: https://twitter.com/opbg6/status/1330565225997864961

Text: Matthias Lauterer

Mutmasslicher Hitlergruss bei Querdenken-Veranstaltung in Heilbronn. Quelle: Screenshot twitter




Wer einem da so alles über den Weg läuft…

GSCHWÄTZ-Leserin Sylvia Bendel war in der Natur unterwegs. Auf ihrem Weg hoch zur Ruine Lichteneck in Ingelfingen ging sie durch die idyllische Klingenbach-Klinge. Die Ruine einer um 1250 erbauten Burganlage thront hoch oben über Ingelfingen und gilt als eines der Wahrzeichen der Stadt.

„Oben bei der Ruine angekommen überquert man die Straße und geht weiter am alten Schloss vorbei wieder Richtung Wald. Nach einigen Stufen ist man ganz oben angekommen und wird mit einem schönen Ausblick über Ingelfingen und weit ins Kochertal belohnt“, so Bendel.

Unterwegs hat Sylvia Bendel die Schönheit der Umgebung rund um die Burg Lichteneck und Ingelfingen eingefangen, die sie hier mit uns teilen möchte.

Die Ruine Lichteneck hoch über Ingelfingen. Foto: Sylvia Bendel

Alte Mauern aus dem 13. Jahrhundert. Foto: Sylvia Bendel

Hier geht`s hoch: Wege rund um die Burg Lichteneck. Foto: Sylvia Bendel

Lauschiger Weg am Klingenbach entlang. Foto: Sylvia Bendel

Idylle im Wald unterhalb von Burg Lichteneck. Foto: Sylvia Bendel

Herbstgruß: Kastanien am Wegesrand. Foto: Sylvia Bendel

Von dort oben hat man einen weiten Blick ins Kochertal. Foto: Sylvia Bendel

Ausblick auf die Weinberge rund um Ingelfingen. Foto: Sylvia Bendel

Neugierige Blicke. Foto: Sylvia Bendel

Gasse in Ingelfingen. Foto: Sylvia Bendel

Grünes Herz. Foto: Sylvia Bendel

Herbstgrüße in Ingelfingen. Foto: Sylvia Bendel




20-Jähriger erfriert nachts in der Nähe von Schwäbisch Hall

Anwohner haben im Kreis Schwäbisch Hall einen toten 20-Jährigen gefunden, der wahrscheinlich erfroren ist. Das ergaben erste Ermittlungen, so die FAZ https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/ungluecke/mann-erfriert-nachts-in-der-naehe-von-schwaebisch-hall-17065193.html. Wie Staatsanwaltschaft und Polizei am Sonntag, den 22. November 2020, weiter mitteilten, hatte sich der junge Mann am Freitagabend in Kirchberg an der Jagst aufgehalten und war dann mit einem Elektrofahrrad vermutlich in Richtung Schwäbisch Hall aufgebrochen. Während der Fahrt sei der Akku leergegangen, daher sei er zu Fuß weitergegangen.

Kirchberg an der Jagst

Der 20-Jährige kam den Angaben nach nur wenige Kilometer weit bis an den Ortsrand von Wolpertshausen. Dort sei er wegen der niedrigen Temperaturen mit großer Wahrscheinlichkeit erfroren. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte für die Nacht zum Samstag im Südwesten Tiefstwerte von bis zu minus sieben Grad vorhergesagt.

Die Anwohner hatten den Toten am Samstagmorgen gefunden. Weitere Details waren einem Polizeisprecher zufolge zunächst unklar. Eine Fremdeinwirkung werde bislang aber ausgeschlossen, hieß es.




„Den grünen Durchfluß der Landschaft erhalten“ – Neugestaltung des Stadteingangs von Schwäbisch-Hall

Das Gebiet „Kocherhalde“ liegt am Hang zwischen Gelbingen und dem DIAK in Schwäbisch-Hall, oberhalb der B19. Derzeit stehen dort einige ältere Häuser, die nicht mehr in einem guten Zustand sind. Das Gelände wurde daher kürzlich an die ALDOS II GmbH &Co.KG verkauft, die einen Architektenwettbewerb zur Neubebauung des Gebiets veranstaltet hat. Mit großer Freude präsentierten am 13. November 2020 Hans-Martin Mader, Organisator des Wettbewerbs, Peter Klink, Baubürgermeister der Stadt Schwäbisch-Hall und Dieter Schmetzer von der ALDOS II GmbH die Ergebnisse des Wettbewerbs im Haller Rathaus.

„Eine derartige Ausschreibung ist nicht selbstverständlich“

Peter Klink lobt die Übereinstimmung der prämierten Entwürfe mit dem Stadtleitbild der Stadt Schwäbisch-Hall und der „Forderung der Gesellschaft nach nachhaltigen und flächenschonendem Bauen.“ Die Menschen erwarten „gemischte, lebendige und urbane Quartiere“, sagt er. Ein solcher Wettbewerb biete die Möglichkeit, „unterschiedliche Ansätze zu sehen und zu vergleichen“. Der Vergleich führe zum Erkennen der einzelnen Stärken und Schwächen. „Eine derartige Ausschreibung ist nicht selbstverständlich“, lobt er den Investor Dieter Schmetzer.

Hochkarätige Jury entscheidet einstimmig

Er betont, dass die Jury, bestehend aus drei anerkannten Baufachleuten unter dem Vorsitz von Prof.Dr. Gunther Laux, sowie Mitgliedern des Stadtrates, eine einstimmige Entscheidung getroffen habe. Er geht daher davon aus, dass der Stadtrat dem jetzt zu erstellenden verfahrensbezogenen Bebauungsplan zustimmen wird, schließlich seien ja Stadträte bereits in den Wettbewerb einbezogen gewesen.

Nur Architekturbüros mit einschlägigen Erfahrungen eingeladen

Hans-Martin Marder betreute und organisierte den Wettbewerb. Er spricht von einem „topographisch sehr schwierigen Gelände mit extremem Steilhang“. Voraussetzung für die Einladung zum Wettbewerb seien einschlägige Vorerfahrungen der Architekturbüros gewesen. Sieben Büros habe man eingeladen, jedes dieser Büros habe 2.000 Euro erhalten. Dazu kämen Preisgelder von 5.000 Euro für den ersten Preis, 4.000 Euro für den zweiten Preis und weitere 2.000 Euro für einen Anerkennungspreis.

„Den grünen Durchfluß der Landschaft erhalten“

Gewonnen hat das Architekturbüro ARP Architekten Partnerschaft GbR aus Stuttgart. Auch Architekt Matthias Igel spricht von einer schwierigen Topographie. Er weist dazu auf die Gegensätze zwischen dem eher dörflich geprägten Gelbingen und den großen Gebäuden des DIAK hin: „Eine Bebauung zu finden, die hier vermittelt, war unser Ziel.“ Zusätzlich sei das Ziel gewesen, den grünen Hang in die Bebauung einzubeziehen, er wollte „den grünen Durchfluß der Landschaft erhalten“. So habe er eine grüne Mitte entworfen, als Spielbereich, Treffpunkt und Öffentlichkeit. Um die Mitte herum seien kubische Hauspaare entstanden, „die spielerisch in den Hang gelegt seien.“ „Fast wie Lego-Steine“, schmunzelt er. Aber auch die Ökonomie sei bei den Planungen berücksichtigt worden: So hätten die beiden Häuser eines Hauspaares ein gemeinsames Treppenhaus.

Wichtiger Stadteingang

Prof. Michel Roeder, dessen Entwurf den zweiten Platz belegt hat, kennt Schwäbisch-Hall sehr gut, schließlich ist er dort geboren. Ein wenig traurig ist er schon, ausgerechnet hier „nur“ den zweiten Platz belegt zu haben. Er lobt die Stadtarchitektur von Schwäbisch-Hall, die Stadtsilhouette sei sehr gut geplant. Daher sieht er die Wichtigkeit dieses Bauvorhabens auch darin, diese Silhouette zu erweitern und den wichtigen Stadteingang ansehnlich zu bebauen.

Dieter Schmetzer, der Initiator des Wettbewerbs macht nicht viele Worte: Er freut sich still.

115 Wohnungen für rund 250 Menschen

Wenn die planerischen und rechtlichen Hürden genommen sind, wird Dieter Schmetzers Firma DS-Wohnbau GmbH die Häuser bauen und vermarkten. 115 Wohnungen, vom 1-Zimmer-Appartement bis zur 4-Zimmer-Wohnung sollen entstehen und rund 250 Menschen stadt- und naturnahen Wohnraum bieten.

Wohnungsmarkt von Unsicherheit geprägt

Manuela Hilkert, Geschäftsführerin von DS-Wohnbau GmbH, sieht im Coronajahr 2020 große Unsicherheit im Wohnungsmarkt: „Der Kauf einer Wohnung ist abhängig von der Sicherheit des Arbeitsplatzes“. Gerade in Schwäbisch-Hall gebe es Firmen, deren Markt von Corona schwer getroffen sei.

Text: Matthias Lauterer

 

Auf dem Modell ist zu sehen, was Matthias Igel mit „wie LEGO-Steine“ meint. Im Vordergrund Gelbingen, hinten das DIAK. Foto: GSCHWÄTZ

Nur zufriedene Gesichter: Matthias Igel, Dieter Schmetzer, Dorothea Käpplinger, Manuela Hilkert, Hans Martin Marder. Foto: GSCHWÄTZ

 

 

 




Ebm-papst und Sauter Heizungstechnik starten Luftreinigung in Kupferzeller Schule

Wie aus einer gemeinsamen Pressemitteilung von ebm-Papst und Sauter Heizungstechnik hervorgeht, startete nun in der besonders von Corona betroffenen Gemeinde Kupferzell ein Testprojekt von ebm-papst und der Firma Sauter Heizungstechnik, bei dem die Luftqualität in einem Klassenraum der Johann-Friedrich-Mayer-Schule digital gemessen, überwacht und die Innenraumluft schlussendlich gereinigt wird. Ein unter anderem auch politisches Projekt, denn die Aufrechterhaltung des Präsenzunterrichts ist ein inzwischen umstrittenes Ziel der Politik hinsichtlich der grassierenden Coronapandemie und stetig steigenden Infiziertenzahlen

Umfangreiche Sensorik von ebm-papst neo im Einsatz

Das Startup-Unternehmen ebm-papst neo liefert die Luftsensorik, welche  die Temperatur, Luftfeuchte, den CO2-, TVOC- und Feinstaub-Gehalt im Klassenzimmer mißt und via WLAN in eine Cloud übergibt, wo die Daten dann aufbereitet werden: „So kann der Lehrer vor Ort jederzeit die aktuellen und historischen Daten online nachschauen. Dadurch werden die Effekte der einzelnen Maßnahmen wie regelmäßiges Lüften oder Reduktion der anwesenden Personen direkt sichtbar.“

Meßwerte direkt sichtbar

Ob die gemessenen Werte in Ordnung sind, signalisieren LEDs am Sensor. Ein Luftreiniger mit Technologie des Ventilatoren- und Antriebherstellers ebm-papst ist im Klassenzimmer im Einsatz. „Wir möchten herausfinden, wie Lehrer und Schüler den alltäglichen Einsatz des Luftreinigers erleben und wie er sich im Zusammenspiel mit der Luftqualitätsmessung auf den Wohlfühlfaktor im Klassenzimmer auswirkt“, erklärt Martin Schulz, Vertriebsleiter von ebm-papst.

Christoph Spieles fordert gezielte Förderung durch die Politik

Christoph Spieles, Bürgermeister von Kupferzell, appelliert: „Hier ist auch die Politik gefordert, gezielte Förderungen auf den Weg zu bringen, um Kommunen solche Anschaffungen zur Überwachung und Verbesserung der Innenraumluft zu ermöglichen“.

 

ebm-papst und Sauter Heizungstechnik installieren Luftreiniger und Sensoren zur digitalisierten Luftqualitätsmessung in Johann-Friedrich-Mayer-Schule in Kupferzell. Foto: Sauter Heizungstechnik