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Wer einem da so alles über den Weg läuft…

GSCHWÄTZ-Leserin Sylvia Bendel war in der Natur unterwegs. Auf ihrem Weg hoch zur Ruine Lichteneck in Ingelfingen ging sie durch die idyllische Klingenbach-Klinge. Die Ruine einer um 1250 erbauten Burganlage thront hoch oben über Ingelfingen und gilt als eines der Wahrzeichen der Stadt.

„Oben bei der Ruine angekommen überquert man die Straße und geht weiter am alten Schloss vorbei wieder Richtung Wald. Nach einigen Stufen ist man ganz oben angekommen und wird mit einem schönen Ausblick über Ingelfingen und weit ins Kochertal belohnt“, so Bendel.

Unterwegs hat Sylvia Bendel die Schönheit der Umgebung rund um die Burg Lichteneck und Ingelfingen eingefangen, die sie hier mit uns teilen möchte.

Die Ruine Lichteneck hoch über Ingelfingen. Foto: Sylvia Bendel

Alte Mauern aus dem 13. Jahrhundert. Foto: Sylvia Bendel

Hier geht`s hoch: Wege rund um die Burg Lichteneck. Foto: Sylvia Bendel

Lauschiger Weg am Klingenbach entlang. Foto: Sylvia Bendel

Idylle im Wald unterhalb von Burg Lichteneck. Foto: Sylvia Bendel

Herbstgruß: Kastanien am Wegesrand. Foto: Sylvia Bendel

Von dort oben hat man einen weiten Blick ins Kochertal. Foto: Sylvia Bendel

Ausblick auf die Weinberge rund um Ingelfingen. Foto: Sylvia Bendel

Neugierige Blicke. Foto: Sylvia Bendel

Gasse in Ingelfingen. Foto: Sylvia Bendel

Grünes Herz. Foto: Sylvia Bendel

Herbstgrüße in Ingelfingen. Foto: Sylvia Bendel




20-Jähriger erfriert nachts in der Nähe von Schwäbisch Hall

Anwohner haben im Kreis Schwäbisch Hall einen toten 20-Jährigen gefunden, der wahrscheinlich erfroren ist. Das ergaben erste Ermittlungen, so die FAZ https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/ungluecke/mann-erfriert-nachts-in-der-naehe-von-schwaebisch-hall-17065193.html. Wie Staatsanwaltschaft und Polizei am Sonntag, den 22. November 2020, weiter mitteilten, hatte sich der junge Mann am Freitagabend in Kirchberg an der Jagst aufgehalten und war dann mit einem Elektrofahrrad vermutlich in Richtung Schwäbisch Hall aufgebrochen. Während der Fahrt sei der Akku leergegangen, daher sei er zu Fuß weitergegangen.

Kirchberg an der Jagst

Der 20-Jährige kam den Angaben nach nur wenige Kilometer weit bis an den Ortsrand von Wolpertshausen. Dort sei er wegen der niedrigen Temperaturen mit großer Wahrscheinlichkeit erfroren. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte für die Nacht zum Samstag im Südwesten Tiefstwerte von bis zu minus sieben Grad vorhergesagt.

Die Anwohner hatten den Toten am Samstagmorgen gefunden. Weitere Details waren einem Polizeisprecher zufolge zunächst unklar. Eine Fremdeinwirkung werde bislang aber ausgeschlossen, hieß es.




„Den grünen Durchfluß der Landschaft erhalten“ – Neugestaltung des Stadteingangs von Schwäbisch-Hall

Das Gebiet „Kocherhalde“ liegt am Hang zwischen Gelbingen und dem DIAK in Schwäbisch-Hall, oberhalb der B19. Derzeit stehen dort einige ältere Häuser, die nicht mehr in einem guten Zustand sind. Das Gelände wurde daher kürzlich an die ALDOS II GmbH &Co.KG verkauft, die einen Architektenwettbewerb zur Neubebauung des Gebiets veranstaltet hat. Mit großer Freude präsentierten am 13. November 2020 Hans-Martin Mader, Organisator des Wettbewerbs, Peter Klink, Baubürgermeister der Stadt Schwäbisch-Hall und Dieter Schmetzer von der ALDOS II GmbH die Ergebnisse des Wettbewerbs im Haller Rathaus.

„Eine derartige Ausschreibung ist nicht selbstverständlich“

Peter Klink lobt die Übereinstimmung der prämierten Entwürfe mit dem Stadtleitbild der Stadt Schwäbisch-Hall und der „Forderung der Gesellschaft nach nachhaltigen und flächenschonendem Bauen.“ Die Menschen erwarten „gemischte, lebendige und urbane Quartiere“, sagt er. Ein solcher Wettbewerb biete die Möglichkeit, „unterschiedliche Ansätze zu sehen und zu vergleichen“. Der Vergleich führe zum Erkennen der einzelnen Stärken und Schwächen. „Eine derartige Ausschreibung ist nicht selbstverständlich“, lobt er den Investor Dieter Schmetzer.

Hochkarätige Jury entscheidet einstimmig

Er betont, dass die Jury, bestehend aus drei anerkannten Baufachleuten unter dem Vorsitz von Prof.Dr. Gunther Laux, sowie Mitgliedern des Stadtrates, eine einstimmige Entscheidung getroffen habe. Er geht daher davon aus, dass der Stadtrat dem jetzt zu erstellenden verfahrensbezogenen Bebauungsplan zustimmen wird, schließlich seien ja Stadträte bereits in den Wettbewerb einbezogen gewesen.

Nur Architekturbüros mit einschlägigen Erfahrungen eingeladen

Hans-Martin Marder betreute und organisierte den Wettbewerb. Er spricht von einem „topographisch sehr schwierigen Gelände mit extremem Steilhang“. Voraussetzung für die Einladung zum Wettbewerb seien einschlägige Vorerfahrungen der Architekturbüros gewesen. Sieben Büros habe man eingeladen, jedes dieser Büros habe 2.000 Euro erhalten. Dazu kämen Preisgelder von 5.000 Euro für den ersten Preis, 4.000 Euro für den zweiten Preis und weitere 2.000 Euro für einen Anerkennungspreis.

„Den grünen Durchfluß der Landschaft erhalten“

Gewonnen hat das Architekturbüro ARP Architekten Partnerschaft GbR aus Stuttgart. Auch Architekt Matthias Igel spricht von einer schwierigen Topographie. Er weist dazu auf die Gegensätze zwischen dem eher dörflich geprägten Gelbingen und den großen Gebäuden des DIAK hin: „Eine Bebauung zu finden, die hier vermittelt, war unser Ziel.“ Zusätzlich sei das Ziel gewesen, den grünen Hang in die Bebauung einzubeziehen, er wollte „den grünen Durchfluß der Landschaft erhalten“. So habe er eine grüne Mitte entworfen, als Spielbereich, Treffpunkt und Öffentlichkeit. Um die Mitte herum seien kubische Hauspaare entstanden, „die spielerisch in den Hang gelegt seien.“ „Fast wie Lego-Steine“, schmunzelt er. Aber auch die Ökonomie sei bei den Planungen berücksichtigt worden: So hätten die beiden Häuser eines Hauspaares ein gemeinsames Treppenhaus.

Wichtiger Stadteingang

Prof. Michel Roeder, dessen Entwurf den zweiten Platz belegt hat, kennt Schwäbisch-Hall sehr gut, schließlich ist er dort geboren. Ein wenig traurig ist er schon, ausgerechnet hier „nur“ den zweiten Platz belegt zu haben. Er lobt die Stadtarchitektur von Schwäbisch-Hall, die Stadtsilhouette sei sehr gut geplant. Daher sieht er die Wichtigkeit dieses Bauvorhabens auch darin, diese Silhouette zu erweitern und den wichtigen Stadteingang ansehnlich zu bebauen.

Dieter Schmetzer, der Initiator des Wettbewerbs macht nicht viele Worte: Er freut sich still.

115 Wohnungen für rund 250 Menschen

Wenn die planerischen und rechtlichen Hürden genommen sind, wird Dieter Schmetzers Firma DS-Wohnbau GmbH die Häuser bauen und vermarkten. 115 Wohnungen, vom 1-Zimmer-Appartement bis zur 4-Zimmer-Wohnung sollen entstehen und rund 250 Menschen stadt- und naturnahen Wohnraum bieten.

Wohnungsmarkt von Unsicherheit geprägt

Manuela Hilkert, Geschäftsführerin von DS-Wohnbau GmbH, sieht im Coronajahr 2020 große Unsicherheit im Wohnungsmarkt: „Der Kauf einer Wohnung ist abhängig von der Sicherheit des Arbeitsplatzes“. Gerade in Schwäbisch-Hall gebe es Firmen, deren Markt von Corona schwer getroffen sei.

Text: Matthias Lauterer

 

Auf dem Modell ist zu sehen, was Matthias Igel mit „wie LEGO-Steine“ meint. Im Vordergrund Gelbingen, hinten das DIAK. Foto: GSCHWÄTZ

Nur zufriedene Gesichter: Matthias Igel, Dieter Schmetzer, Dorothea Käpplinger, Manuela Hilkert, Hans Martin Marder. Foto: GSCHWÄTZ

 

 

 




Ebm-papst und Sauter Heizungstechnik starten Luftreinigung in Kupferzeller Schule

Wie aus einer gemeinsamen Pressemitteilung von ebm-Papst und Sauter Heizungstechnik hervorgeht, startete nun in der besonders von Corona betroffenen Gemeinde Kupferzell ein Testprojekt von ebm-papst und der Firma Sauter Heizungstechnik, bei dem die Luftqualität in einem Klassenraum der Johann-Friedrich-Mayer-Schule digital gemessen, überwacht und die Innenraumluft schlussendlich gereinigt wird. Ein unter anderem auch politisches Projekt, denn die Aufrechterhaltung des Präsenzunterrichts ist ein inzwischen umstrittenes Ziel der Politik hinsichtlich der grassierenden Coronapandemie und stetig steigenden Infiziertenzahlen

Umfangreiche Sensorik von ebm-papst neo im Einsatz

Das Startup-Unternehmen ebm-papst neo liefert die Luftsensorik, welche  die Temperatur, Luftfeuchte, den CO2-, TVOC- und Feinstaub-Gehalt im Klassenzimmer mißt und via WLAN in eine Cloud übergibt, wo die Daten dann aufbereitet werden: „So kann der Lehrer vor Ort jederzeit die aktuellen und historischen Daten online nachschauen. Dadurch werden die Effekte der einzelnen Maßnahmen wie regelmäßiges Lüften oder Reduktion der anwesenden Personen direkt sichtbar.“

Meßwerte direkt sichtbar

Ob die gemessenen Werte in Ordnung sind, signalisieren LEDs am Sensor. Ein Luftreiniger mit Technologie des Ventilatoren- und Antriebherstellers ebm-papst ist im Klassenzimmer im Einsatz. „Wir möchten herausfinden, wie Lehrer und Schüler den alltäglichen Einsatz des Luftreinigers erleben und wie er sich im Zusammenspiel mit der Luftqualitätsmessung auf den Wohlfühlfaktor im Klassenzimmer auswirkt“, erklärt Martin Schulz, Vertriebsleiter von ebm-papst.

Christoph Spieles fordert gezielte Förderung durch die Politik

Christoph Spieles, Bürgermeister von Kupferzell, appelliert: „Hier ist auch die Politik gefordert, gezielte Förderungen auf den Weg zu bringen, um Kommunen solche Anschaffungen zur Überwachung und Verbesserung der Innenraumluft zu ermöglichen“.

 

ebm-papst und Sauter Heizungstechnik installieren Luftreiniger und Sensoren zur digitalisierten Luftqualitätsmessung in Johann-Friedrich-Mayer-Schule in Kupferzell. Foto: Sauter Heizungstechnik




Sportunterricht für zu zahlreichen Kontaktpersonen an Schulen

Am Samstag, den 21. November 2020, hat das Gesundheitsamt des Hohenlohekreises insgesamt 39 neue Corona-Infektionen an das Landesgesundheitsamt gemeldet. Die 7-Tage-Inzidenz liegt jetzt bei 155,3 pro 100.000 Einwohner. Das geht aus einer Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises hervor.

Vier Schulen betroffen

Durch die heute gemeldeten Fälle sind auch vier Schulen betroffen: die Brüder-Grimm-Schule Künzelsau, die Grundschule Taläcker, die August-Weygang-Gemeinschaftsschule Öhringen und das Hohenlohe-Gymnasium Öhringen. In allen Klassen hat Sportunterricht stattgefunden, weshalb durch die Fallermittler im Gesundheitsamt eine große Anzahl an Kontaktpersonen der Kategorie 1 ermittelt und Quarantäne angeordnet werden musste.

 




„Friedliche und freundliche Zusammenkunft von Menschen“

Am Sonntag, den 22. November 2020, gibt es eine Querdenken-Corona-Demo in Öhringen. Die Veranstalter verweisen in ihrem Flyer darauf, dass sie eine „friedliche und freundliche Zusammenkunft von Menschen“ sind. Die Demo steht unter dem Titel: „Zusammenkunft, Bewusstsein, Frieden, Liebe und Freiheit“.

Flyer der Demo am 22. November 2020 in Öhringen.




Corona: Johann-Friedrich-Mayer-Schule betroffen

Am Freitag, den 20. November 2020, hat das Gesundheitsamt des Hohenlohekreises insgesamt 29 neue Corona-Infektionen an das Landesgesundheitsamt gemeldet. Die 7-Tage-Inzidenz liegt jetzt bei 140,3 pro 100.000 Einwohner. Das geht aus einer Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises hervor.

Quarantäne für 25 Personen

In einer bisher noch nicht betroffenen Pflegeeinrichtung wurden acht Neuinfektionen bestätigt, dabei handelt es sich in einem Fall um eine Pflegekraft. Ein positiver Fall an der Johann-Friedrich-Mayer-Schule Kupferzell hatte eine Quarantäneanordnung für rund 25 Kontaktpersonen der Kategorie 1 zur Folge. Am Bildungszentrum Bretzfeld wurde ein weiterer Schüler positiv getestet. Dieser war bereits durch die Fallermittler im Gesundheitsamt als K1 eingestuft und häuslich isoliert.




„Dieses Jahr ist alles anders, trotzdem sollen die Menschen gerne nach Öhringen kommen“

Öhringen hat den klassischen Weihnachtsmarkt coronabedingt zum funkelnden Stadtspaziergang verwandelt. Neue Illuminationen, leuchtende Vereinsaktionen und Walk Acts, glitzernde oder märchenhafte Rundwege – alles bei ausreichend Abstand, wie die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung betont.

Startschuss ist am 27. November 2020

„Dieses Jahr ist alles anders, trotzdem sollen die Menschen gerne nach Öhringen kommen“ und ihre Weihnachtseinkäufe und die besinnliche Vorweihnachtszeit genießen können“, so Dr. Michael Walter, einer von vier Stadtmanagern in Öhringen. Deshalb plant die Stadtverwaltung gemeinsam mit dem Handels- und Gewerbeverein für die Adventszeit das „Öhringer Adventsschlendern“. Startschuss ist am Freitag, 27. November, dann erstrahlt das Obere Tor zum ersten Mal in funkelndem Licht.

Keine Weihnachtsmarktstände

Weihnachtsmarktstände sind in diesem Jahr leider nicht möglich, stattdessen setzen die Organisatoren auf ein sinnlich weihnachtliches Ambiente in der historischen Innenstadt und den attraktiven Shoppinglagen Ö-Center und Steinsfeldle. Oberstes Ziel ist es, Menschenansammlungen zu vermeiden und dennoch weihnachtliches Flair und unvergleichliche Stimmung zu schaffen.

Entzerrung der Besucherströme durch glitzernde Rundwege

„Damit es nicht zu Menschentrauben kommt, haben wir einen Plan mit drei weihnachtlichen Rundwegen erstellt, die man zeitlich flexibel und räumlich entzerrt entdecken und so mal auf andere Gedanken kommen kann. Ganz ohne Risiko und einfach nur schön“, so Ingrid Sterzer, Veranstaltungsleiterin der Stadt.

Beim Märchenweg können Kinder und Familien auf einem Spaziergang durch Öhringen zehn verschiedene Märchen in den traditionellen Märchenkästen entdecken und die Geschichten am jeweiligen Standort nachlesen. Der Krippenweg der evangelischen Kirche lädt dazu ein, sich auf den Weg zu machen und in Schaufenstern und anderen Orten in Öhringen ganz unterschiedliche internationale Krippen, und so den eigentlichen Ursprung des Weihnachtsfestes, zu entdecken. Neu ist in diesem Jahr der Glitzerweg– ein Rundweg, der zu verschiedenen illuminierten Bauwerken und besonderen Plätzen führt. Beginnend am eindrucksvoll beleuchteten Oberen Tor und weiteren historischen Gebäuden, vorbei am strahlenden Marktplatz mit seinem prächtig erleuchteten Graf-Albrecht-Brunnen, dem riesigen Weihnachtsbaum mit Krippe und dem Sternenmeer an den Häuserfassaden, am glitzernden Schlosshof mit romantischer Mistelbank für Verliebte oder hinaus in den Hofgarten, wo es lustige Fotopoints geben wird. Wer dieses Jahr auf fremde Kulturen verzichten musste, kann in einigen Schaufenstern internationale Weihnachtstafeln und -bräuche entdecken.

Walk Acts von der frostigen Eiskönigin

Und auch ein räumlich entzerrtes Programm ist geplant: Samstags gibt es funkelnde Walk Acts, wie die frostige Eiskönigin oder einen Riesen-Weihnachtsengel. Beginnend am 2.12. schaffen Vereine und andere Akteure an einzelnen Tagen bei Einbruch der Dunkelheit mit „Leuchten für Öhringen“ durch kreative Ideen glitzernde Leucht-Akzente. Änderungen vorbehalten – aktuelle Infos gibt es auf der städtischen Webseite.

LED-Sternenteppich

Die Geschäfte haben sich einiges einfallen lassen: Verschiedene Aktionen, gemeinsame weihnachtliche Dekoration, durch Kindergärten geschmückte Weihnachtsbäume in der Marktstraße und ein LED-Sternenteppich vor den Geschäften, sorgen für weihnachtliche Stimmung. Zusätzlich dürfen sich Besucher über verlängerte Öffnungszeiten an den Adventssamstagen freuen. Im Ö-Center können die Kinder bei einer Schnitzeljagd auf tolle Preise hoffen. Natürlich gibt es auch wieder die beliebten Öhringer Glücksscheine des Handels- und Gewerbevereins zum Weihnachtseinkauf. Zu gewinnen gibt es z.B. ein E-Bike, ein iPhone12, einen Gasgrill oder Gutscheine für ein romantisches Candle-Light-Dinner. Als Hauptgewinn winkt in diesem Jahr ein Fiat 500C 1.0 Hybrid.

Punsch und Glühwein

Sofern die Corona-Verordnungen eine Öffnung der Gastronomie im Dezember wieder zulassen, müssen die Besucher*innen dann auch nicht auf den traditionellen Punsch oder Glühwein verzichten. Diesen gibt es dann bei den etablierten Gastronomiebetrieben in der Innenstadt – jedoch nicht im Stehen, sondern gemütlich auf den vorhandenen Sitzplätzen und unter Einhaltung des Hygienekonzeptes vor Ort.

Die Organisatoren freuen sich auch darüber, dass es die beliebten Stollen aus Öhringens Partnerstadt Großenhain auch in diesem Jahr geben wird: Am ersten und dritten Advent, immer Donnerstag bis Samstag, bekommt man die Leckereien in der Eisdiele Simonetti.

„Dieses Jahr ist es wichtiger denn je, dass die Menschen in der dunklen Jahreszeit mal rauskommen und die Vorweihnachtsfreude spüren können. Gerade jetzt müssen wir die Geschäfte vor Ort unterstützen und dabei helfen, dass die wichtigen Weihnachtsumsätze „zuhause“ bleiben. Nur so können wir auch nach der Krise noch auf einen lebendigen Einkaufsstandort Öhringen bauen“, erläutert Petra Häffner, Vorsitzende des Handels- und Gewerbevereins.

Das Konzept wird laufend an die aktuellen Zahlen und Entwicklungen angepasst. Den Plan zum Öhringer Adventsschlendern und viele weitere Infos gibt es unter www.oehringen.de/freizeit/staedtische-veranstaltungen

Adventsschlendern in Öhringen. Foto: Stadt Öhringen




41 Corona-Neuinfektionen im Hohenlohekreis

Am Donnerstag, 19. November 2020, hat das Gesundheitsamt des Hohenlohekreises insgesamt 41 neue Corona-Infektionen an das Landesgesundheitsamt gemeldet. Die 7-Tage-Inzidenz liegt jetzt bei 154,5 pro 100.000 Einwohner.

In zwei bereits betroffenen Pflegeheimen wurden 17 Neuinfektionen bestätigt. Das geht aus einer Pressemitteilung desLandratsamtes des Hohenlohekreises hervor.




„Das stimmt so nicht“

„Das stimmt so nicht.“ Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann will die Erklärung von FFK, SPD/Grüne und UBK nicht unwidersprochen stehen lassen. Die Fraktionen hatten die digitale Gemeinderatssitzung in der Kreisstadt am Donnerstag, den 19. November 2020 boykottiert und fordern weiterhin Präsenzsitzungen (wir berichteten https://www.gschwaetz.de/2020/11/20/eine-gemeinderatssitzung-in-digitaler-form-kann-und-darf-nicht-mit-der-brechstange-auf-veranlassung-des-buergermeisters-durchgesetzt-werden/)

Alle Gemeinderatsmitglieder informiert

Er habe alle Gemeinderatsmitglieder informiert, beispielsweise im wöchentlichen Newsletter, und gegenüber den Fraktionen, teils auch in Einzelgesprächen, begründet, warum er die Sitzung ins Internet verlegt habe. Der bestehende Teillockdown und der Schutz vor einer Corona-Infektion sei der Grund. Einweisungen in die Technik hätten stattgefunden, ausgegrenzt werde niemand.

Rechtlich abgesichert

„Mit der Rechtsaufsicht ist geklärt, dass der Bürgermeister das Recht hat, die Art der Sitzung festzulegen“, betont er. In der Tat wurde im Mai 2020 der §37a in die Gemeindeordnung eingefügt, der besagt, „dass notwendige Sitzungen des Gemeinderats, ohne
persönliche Anwesenheit der Mitglieder im Sitzungsraum durchgeführt werden können; dies gilt nur, sofern eine Beratung und Beschlussfassung durch zeitgleiche Übertragung von Bild und Ton mittels geeigneter technischer Hilfsmittel, insbesondere in Form
einer Videokonferenz, möglich ist.“ Im weiteren Verlauf des Gesetzestextes wird sogar bestimmt, dass selbst für schwerwiegende Entscheidungen Sitzungen per Videokonferenz erlaubt sind, „wenn die Sitzung andernfalls aus schwerwiegenden Gründen nicht ordnungsgemäß durchgeführt werden könnte.“ Der Seuchenschutz ist im Gesetz explizit als „schwerwiegender Grund“ benannt.

„Wir würden gerne ins Internet streamen“

Das von den Fraktionen vorgebrachte Argument des Datenschutzes und der Bildrechte wiegt auch für Neumann schwer: „Wir würden gerne ins Internet streamen, dem steht aber der Datenschutz entgegen“. Aus diesem Grund mußte die Sitzung in einen öffentlich zugänglichen Raum übertragen werden, denn die Öffentlichkeit hat ein Recht, an einer Gemeinderatssitzung teilzunehmen.

Neumann hofft, dass die Räte an der nächsten Sitzung, die voraussichtlich am 26. November stattfinden wird, in großer Zahl teilnehmen werden.

Text: Matthias Lauterer

Bürgermeister Stefan Neumann. Foto: Stadtverwaltung Künzelsau/Christian Holzknecht/Archiv