1

„Hier soll der schwarze Peter nach Hohenlohe geschoben werden“

Auf Betreiben vom Kreisvorsitzenden der FDP Hohenlohe, Kreisrat Michael Schenk, und dem Landtagsabgeordneten Stephen Brauer (FDP) wurde von der Bundestagsabgeordneten Judith Skudelny (FDP) gemeinsam mit weiteren Abgeordneten und der FDP-Fraktion eine kleine Anfrage zum Netzbooster in Kupferzell an die Bundesregierung gestellt.

„Durch das Konzept kann mittel- bis langfristig Netzausbau in einem gewissen Umfang eingespart werden“

Darin fragten die Abgeordneten unter anderem nach den Zielen, die mit dem Bau des Netzboosters verfolgt werden. Daraufhin Andreas Feicht, Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium: Das primäre Ziel des Netzbooster-Pilotprojektes in Kupferzell sei die Einsparung von „Redispatch“ (Redispatch ist im Bereich des Stromhandels ein Eingriff zur Anpassung der Leistungseinspeisung von Kraftwerken auf Anforderung des Übertragungsnetzbetreibers mit dem Ziel, auftretende regionale Überlastungen einzelner Betriebsmittel im Übertragungsnetz zu vermeiden oder zu beseitigen) und Einspeisemanagement und den damit verbundenen Kosten.“ Durch das Konzept der Netzbooster könne „auch mittel- bis langfristig Netzausbau in einem gewissen Umfang eingespart werden“. Außerdem solle mit den Netzboostern ein „innovatives Konzept zur Höherauslastung des Übertragungsnetzes“ erprobt werden. Diese würden eine aufgrund ihrer reaktionsschnellen Batteriespeicher „kurzfristige Überlastung im Fehlerfall“ zulassen.

„Keinesfalls sollen die Netzbooster dem unmittelbaren Ausgleich von Versorgungsunterbrechungen dienen“

Keinesfalls sollen die Netzbooster allerdings dem unmittelbaren „Ausgleich von Versorgungsunterbrechungen dienen“, sondern vielmehr „die Auswirkungen von Ausfällen von Netzbetriebselementen lindern und damit Versorgungsunterbrechungen im Vorfeld verhindern“. Überhaupt solle die Anlage in Kupferzell ausschließlich bei Ausfällen im Übertragungsnetz eingesetzt werden: „Wird dann die gesamte Leistung von 250 MW abgerufen, beträgt die Wirkzeit der Anlage eine Stunde.“ Anschließend könne der Netzbooster durch konventionelle „Redispacht-Maßnahmen“oder besondere netztechnische Betriebsmittel abgelöst werden. Finanziert werden sollen die Investitionskosten von veranschlagten 188 Millionen Euro für den Bau des Netzboosters über Netzentgelte.

Kriterien für die Standortwahl

Laut Antwort der Bundesregierung hat TransnetBW bei der Auswahl des Netzbooster-Standorts verschiedene Kriterien herangezogen: die Lage der Anlage, eine hohe entlastende Wirkung auf die Netzengpässe sowie eine mögliche Ablösung durch nahegelegene Kraftwerke – Gesichtspunkte, für die der Standort Kupferzell geeignet sei.

Keine Aufnahme in den Bundesbedarfsplan

Um den Bundesbedarfsplan nicht zu überfrachten und Planung und Genehmigung nicht unnötig zu verzögern, sei außerdem der Kupferzeller Netzbooster nicht aufgenommen worden. Denn dieser enthalte bewusst nur streckenbezogene Maßnahmen beziehungsweise Leitungen. Der Netzbooster dagegen sei eine so genannte „Punktmaßnahme“. Zudem seien die Netzbetreiber „auch bei Anlagen, die nicht im Bundesbedarfsplan enthalten sind, zur Realisierung verpflichtet“. Für die Beantragung der erforderlichen Genehmigungen bei den zuständigen Behörden sind ebenfalls die Unternehmen verantwortlich. Welches Genehmigungsverfahren gewählt wird, hängt aber von der „technischen Spezifikation der Anlage ab“. Beim Bau der Anlage müssen die Unternehmen zudem auf die Gewährleistung der technischen Sicherheit achten und die „allgemein anerkannten Regeln der Technik beachten“: Für den Vollzug dieser Vorschrift seien aber die Landesbehörden zuständig.

„Nur wenige Standorte sind geeignet“

Bei Fragen nach Alternativstandorten bekräftigt die Bundesregierung, dass „die Übertragungsnetzbetreiber verschiedene Varianten geprüft“ haben. Doch nur wenige Standorte seien geeignet gewesen. Kupferzell habe eine hohe Entlastungswirkung aufgewiesen und sei deshalb ausgewählt worden. Grundsätzlich sei das Netzbooster-Konzept energiewirtschaftlich sinnvoll. Zudem schreibt die Bundesregierung: „Bei dem Projekt handelt es sich um eine zentrale Pilotanlage zur Erprobung eines neuartigen Betriebsführungskonzepts, die mit einer installierten Leistung von 250 MW bereits eine großtechnische Dimension annimmt.“ Für diesen Ansatz sprächen die „kurzfristige Umsetzbarkeit und direkte Zugriffsmöglichkeit des Netzbetreibers“. Dadurch sollen auch Erkenntnisse gewonnen werden, durch die eine „Weiterentwicklung hin zu einem dezentralen Anlagekonzept erfolgen“ könne. Jedoch: „Die speziellen Erfordernisse des Pilotbetriebs stehen einer unmittelbaren Einbindung dezentraler Anlagen jedoch entgegen.“

Für das Recycling sind die Batteriehersteller zuständig

Die Lithium-Ionen-Batterien des Netzboosters in Kupferell zählen zu den Industriebatterien. Bei diesen ist der Hersteller aufgrund des Batteriegesetzes genauso für Rücknahme und Verwertung verantwortlich wie bei jeder anderen Batterie. Entsprechende Recyclingverfahren gebe es bereits zur Rückgewinnung der wertvollen Rohstoffe wie etwa Stahl, Alu, Kupfer oder Nickel. Der Fokus liegt beim Recycling noch nicht auf dem Lithium, da diese eine lange Lebensdauer haben und so erst zukünftig in größeren Mengen anfallen werden. Entsprechende Möglichkeiten gebe es aber bereits.

Keine Kenntnisse

Keine Kenntnisse liegen der Bundesregierung laut ihrer Antwort zu folgenden Sachverhalten vor: Ausweisung im Flächennutzungsplan, kommunale Planungshoheit, Gewährleistung des Mindestabstands zur Wohnbebauung, Zuständigkeit bei der Brandbekämpfung sowie ob diese ein Teil des Genehmigungsprozesses war.

„Die Bundesregierung spielt den Ball zurück an die Behörden und Unternehmen“

Zur Antwort der Bundesregierung erklärt Judith Skudelny: „Statt wichtige Informationen für die Bürgerinnen und Bürger vor Ort bereitzustellen, spielt sie den Ball zurück an die Behörden und Unternehmen vor Ort. Bei einem Pilotprojekt, das Teil des Netzentwicklungsplans ist, sollte man eigentlich meinen, dass die Bundesregierung über den aktuellen Stand der Genehmigung informiert ist. Das ist augenscheinlich nicht der Fall. Denn die Bundesregierung kann keine Frage umfänglich beantworten.“

Widersprüchliche Aussagen

Kreisrat Michael Schenk bedauert ebenfalls, dass die Bundesregierung in weiten Teilen den konkreten Fragen ausgewichen sei. Hier solle offensichtlich der „schwarze Peter“ nach Hohenlohe geschoben werden. Außerdem sei die Antwort der Bundesregierung  widersprüchlich zu den bisherigen Aussagen von Transnet, dass zur „Reduzierung der Brandgefahr als Material Lithium-Eisenphosphat anstelle von Lithium-Ionen Batterien eingesetzt werden soll“.

Quelle: Pressemitteilung der FDP Hohenlohe




Junge in Paketfach eingesperrt – Feuerwehr mußte eingreifen

Für bundesweites Aufsehen sorgte ein zum Glück glimpflich ausgegangener Feuerwehreinsatz in Bad Mergentheim. https://www.rtl.de/cms/bad-mergentheim-junge-12-schliesst-sich-in-paketfach-ein-4655448.html

Zugang zur Packstation-Fach mit einem Code aus dem Internet verschafft und dann hineingeklettert

Wie die Polizei mitteilt, hatten zwei Jungen im Internet gesehen, dass man sich mit einem speziellen Code Zugang zu den Paketfächern einer Packstation verschaffen kann. Laut Polizeibericht hat dieser Code tatsächlich funktioniert: „Nachdem die Jungen mit dem Code tatsächlich eine größere Box der Paketstation öffnen konnten, kam einer der beiden auf die Idee, in die Box hineinzukrabbeln.“ Danach verschloss sich die Tür wieder und der 12-jährige war eingesperrt.

Feuerwehr befreit Jungen aus verschlossenem Paketfach

Sein Freund alarmierte geistesgegenwärtig die Rettungskräfte, die Feuerwehr konnte die Box mit Gewalt öffnen und den Jungen unverletzt befreien.

Stellungnahme von DHL steht noch aus

Die Frage, wie es um die Sicherheit der Packstationen bestellt ist, bleibt offen. In den Postfächern dieser Stationen liegen oft wertvolle Pakete, deren Eigentümer davon ausgehen, dass sich die Ware in guten Händen befindet. Wenn aber selbst 12-jährige diese Boxen problemlos öffnen können, dann muss DHL sich Fragen gefallen lassen. Diese Fragen hat GSCHWÄTZ an DHL gerichtet, die Antwort steht noch aus.

Text: Matthias Lauterer

Symbolbild Packstation. Foto: pixabay




Hitlergruß bei Querdenken Heilbronn? Nun ermittelt der Staatsschutz

Auf GSCHWÄTZ-Anfrage bestätigte Gerald Olma, Pressesprecher im Polizeipräsidium Heilbronn, dass der Vorfall mit dem mutmaßlichen Hitlergruß bei einer Querdenken-Demo (wir berichteten) nun vom polizeilichen Staatsschutz untersucht wird. Er teilte weiterhin mit, dass ähnliche Straftaten im Umfeld lokaler Querdenken-Veranstaltungen nicht bekannt sind und dass keine Ermittlungsverfahren laufen.

„Unsere Demonstrationen verlaufen bis heute immer friedlich“

Ähnlich sieht es auch Alexander Staengle, Veranstalter der Querdenken-Veranstaltung vom Sonntag: „Unsere Demonstrationen verlaufen bis heute immer friedlich.“ Ihm ist der Redner Bernhard von Veranstaltungen der Organisation Querdenken-713 bekannt, einen Hitlergruß mag er in der Geste nicht erkennen: „Die Armbewegung wurde fehlgedeutet. Dies resultiert vor allem daraus, dass nur ein kurzer 8 Sekunden Ausschnitt seines Auftrittes in Umlauf gebracht wurde.“ Einen der Redaktion GSCHWÄTZ vorliegenden vollständigen Namen von Bernhard, hat Staengle weder bestätigt noch dementiert. Staengle betont: „Querdenken-713 Heilbronn distanziert sich von jeglichem Extremismus“.

Mutmaßlicher Arbeitgeber „duldet grundsätzlich keinerlei Diskriminierung oder Hassrede.“

GSCHWÄTZ hat belastbare Hinweise auf die Identität von Bernhard. Er soll eine international ausgerichtete Führungsposition bei einem bekannten und weltweit tätigen Technologieunternehmen aus dem Raum Heilbronn bekleiden oder bis vor kurzem noch bekleidet haben. Auf Anfrage antwortete das Unternehmen, „dass wir aus datenschutzrechtlichen Gründen keinerlei Auskunft geben dürfen, ob eine Person bei uns beschäftigt ist oder war.“ Das Unternehmen legt Wert auf die Feststellung „Sollte eine bei (…) beschäftigte Person gegen Gesetze verstoßen haben, würde das von unserem Unternehmen unter keinen Umständen toleriert werden. Wir dulden grundsätzlich keinerlei Diskriminierung oder Hassrede.“

Text: Matthias Lauterer

Anmerkung: GSCHWÄTZ nennt bei laufenden Strafverfahren den vollen Namen von Verdächtigen, Angeschuldigten, Beschuldigten oder Angeklagten nicht.

 




Sperrung der L1044 wegen Baumpflegearbeiten

Die Landesstraße L1044 muss zwischen dem Ortsende Niedernhall (Galgenberg) und der Zufahrt Giebelheide (Hohenlohestraße) von Montag, den 30. November, bis voraussichtlich Freitag, den 4. Dezember 2020, gesperrt werden. In diesem Zeitraum wird die Straßenmeisterei Künzelsau abgestorbene, verkehrsgefährdende beziehungsweise schadhafte Bäume in diesem Bereich entfernen.

Der Verkehr von Forchtenberg in Richtung Gaisbach und Gewerbepark Waldzimmern wird über Wohlmuthausen – Neufels und umgekehrt umgeleitet.

Die Zufahrt Giebelheide und Gewerbepark Waldzimmern aus Richtung Neufels bleibt jederzeit möglich.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis




Dr. Peter Faust und Chefarzt Jan Dietrich halten Gesundheitsvorträge via Live-Stream

Im Oktober wurde der Gesundheitsvortrag mit Dr. Antje Haack-Erdmann, Leiterin des Gesundheitsamtes Hohenlohekreis, zum Thema „Corona-Pandemie – global und lokal“ erstmals live über den YouTube-Kanal der Stadtverwaltung Künzelsau übertragen. Auch die folgenden Gesundheitsvorträge im November und Dezember können wieder als Live-Stream von zu Hause aus verfolgt werden. Am Donnerstag, den 26. November 2020, hält Dr. Peter Faust um 19.30 Uhr einen Vortrag zum Thema „Zuckerkrank – und nun?“. Über die Behandlungsmöglichkeiten bei Knieschmerzen berichtet Chefarzt Jan Dietrich im Vortrag „Knieschmerz und Arthrose – ein neues Knie(teil)gelenk?“ am Donnerstag, den 10. Dezember 2020, um 19.30 Uhr.

Informationen zur Vortragsreihe „Gesundheit“

Das Thema Gesundheit ist ein Schwerpunktthema der Stadtverwaltung Künzelsau. Deshalb wurde dazu eine Vortragsreihe ins Leben gerufen, die medizinisches Wissen aus erster Hand bietet. Überwiegend Chefärzte des Hohenloher Krankenhauses und niedergelassene Künzelsauer Ärzte berichten aus ihrem Fachgebiet. Betroffene und Interessierte können sich umfassend informieren – zum aktuellen Stand der Medizin, Behandlungsmöglichkeiten und Erfahrungen aus der Praxis.

Informationen zu den Live-Streams

Die Vortragsreihe findet in Kooperation mit dem Hohenloher Krankenhaus statt. Fragen zu den Vorträgen können vorab per E-Mail an helen.buehler@kuenzelsau.de gesendet werden. Aber auch während des Live-Streams können Benutzer über die Kommentarfunktion spontan Fragen stellen. Der Live-Stream kann einfach und kostenfrei über den städtischen YouTube-Kanal unter http://www.youtube.de/stadtkuenzelsau aufgerufen werden.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau




Smarter Umgang mit dem Smartphone

Seit Ende September fährt ein Bus mit den Motiven „Heute schon mit Ihrem Kind gesprochen?“ und „Heute schon mit Ihrem Kind gespielt?“ im öffentlichen Nahverkehr, heißt es in einer Pressemitteilung. Diese Buswerbung ist Teil der Kampagne „Smarter Umgang mit Smartphone & Co. – Medien und Gesundheit“ von der Gesundheitskonferenz des Hohenlohekreises. Eltern sollen in ihrer Vorbildrolle angesprochen und dazu angeregt werden, über ihr eigenes Verhalten mit dem Handy in Gegenwart ihrer Kinder nachzudenken.

Weitere Veranstaltungen geplant

Nach einem erfolgreichen Auftakt der Kampagne im Oktober vergangenen Jahres fanden verschiedene Vorträge, ein Präventionstheater sowie ein Elternabend zum Thema „PC, TV, Handy & Co. – Chancen nutzen, Risiken vermeiden“ statt. Seit Februar mussten alle Treffen der Arbeitsgruppe „Medien und Gesundheit“ der Gesundheitskonferenz im Hohenlohekreis und auch die geplanten Veranstaltungen der Kampagne aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden. Sobald die Lage es zulässt, wird die Arbeit der Gesundheitskonferenz wiederaufgenommen und weitere Veranstaltungen geplant.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis




Markantes Schmuckstück wird neue Heimat für Vereine

Es wird fleißig gewerkelt am Dorfgemeinschaftshaus in Nagelsberg. Die Bauarbeiten sind laut Pressemitteilung in vollem Gang. Die Mühlbergstraße ist gesperrt. Ein Kran steht mitten auf der Fahrbahn. Im Außenbereich werden die Stützmauern für Parkplätze betoniert. Sechs Stellplätze entstehen an der Westseite, unmittelbar beim späteren Haupteingang. Auf dem Gerüst im ersten Stockwerk wird an der Außenfassade gearbeitet. Im Unter- und Erdgeschoss wurden bestehende Gebäudeteile mit dem Neubau verbunden. Während in den unteren Geschossen gemauert wurde und noch wird, ist das Obergeschoss komplett in Holzbauweise geplant. Die Wände aus OSB-Platten mit Fenster- und Türausschnitten stehen bereits. In diesen Tagen werden die Fenster eingebaut.

Barrierefreies Erdgeschoss

Auf insgesamt 445 Quadratmetern Nutzfläche sollen im Obergeschoss ein kleinerer Besprechungsraum sowie Toiletten entstehen, heißt es weiter in der Mitteilung. Im barrierefreien Erdgeschoss wird es neben dem Foyer zwei Versammlungsräume, die über eine Verbindungstür zusammengeschlossen werden können, eine Küche sowie eine Toilette geben. Im Untergeschoss finden Abstellräume sowie der Technikraum ihren Platz. Erhalten bleiben der Gewölbekeller sowie das Tauchbad (Mikwe). Hinzu kommen im Außenbereich sechs Parkplätze.

Weiter Blick ins Kochertal

Das markante Gebäude hat ein Flachdach, um die Sicht aus den Nachbargebäuden so wenig wie möglich zu beeinträchtigen. Die Aussicht geht weit ins Kochertal hinein und ist auch aus vielen Perspektiven im Rohbau bereits möglich. Bevor die Nagelsberger jedoch ihre Versammlungs-, Besprechungsräume und die Küche benutzen können, müssen noch etliche Gewerke ausgeführt werden. „Das Obergeschoss erhält eine Holzfassade“, erklärt Cornelius Eisert vom Stadtbauamt. „Die unteren Stockwerke werden verputzt. Parallel dazu wird natürlich innen weitergearbeitet. Die Sanitär- und Elektroarbeiten beginnen.“

Fertigstellung im Winter 2021

Baubeginn der Maßnahme war im April 2020 und wenn es keine größeren Überraschungen mehr gibt, könnte das Dorfgemeinschaftshaus im Herbst/Winter 2021 fertig sein. Kostenpunkt: rund 1,5 Millionen Euro. Im Rahmen des Städtebauförderungsprogramms Investitionspakt Soziale Integration im Quartier (SIQ) wurden 594.000 Euro Förderung bewilligt.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau

Der Kran steht mitten auf der Straße. Foto: Stadtverwaltung Künzelsau

Im Unter- und Erdgeschoss wurden bestehende Gebäudeteile mit dem Neubau verbunden. Foto: Stadtverwaltung Künzelsau

Durch das Flachdach soll die Sicht aus den Nachbargebäuden so wenig wie möglich beeinträchtigt werden. Foto: Stadtverwaltung Künzelsau

 




Möglichkeiten des digitalen Wandels

In einen Online-Bürgerdialog per Videokonferenz soll am Mittwoch, den 25. November 2020, von 17 bis 19 Uhr über den digitalen Wandel in Künzelsau diskutiert werden. Eingeladen dazu sind laut einer Pressemitteilung alle interessierten Künzelsauer. Anmeldungen nimmt Andreas Scheibmaier per E-Mail sean@hs-furtwangen.de oder unter Telefon 07723/920 2982 bis zum heutigen 24. November 2020 entgegen. Die technischen Anforderungen für die Teilnahme an der Videokonferenz sind gering, das System ist einfach und intuitiv verständlich.

Forschungsprojekt Digitaldialog 21

Die Meinung und Mitbestimmung der Bürger ist gerade bei Themen des digitalen Wandels, der das Leben nachhaltig verändert und immer mehr an Bedeutung zunimmt, besonders wichtig. Aus diesem Grund hat die Stadt Künzelsau im Kontext des Forschungsprojektes „Digitaldialog 21“ eine Kooperation mit der Hochschule Furtwangen ins Leben gerufen. Ziel ist es, ein reichhaltiges Stimmungsbild einzuholen sowie gemeinsam mit den Bürgern Möglichkeiten zur Gestaltung des digitalen Wandels in der eigenen Kommune zu diskutieren. Das Team der Hochschule Furtwangen wird daher in den nächsten Wochen und Monaten unterschiedliche Beteiligungs- und Diskussionsmöglichkeiten anbieten.

Breit angelegter Dialogprozess

Neben Künzelsau nehmen noch elf weitere Kommunen mit einer jeweiligen Größe von 1.250 bis 15.500 Einwohner (insgesamt über 75.000) aus dem ländlichen Raum in Baden-Württemberg am Forschungsprojekt „Digitaldialog 21“ teil. Das Projekt wird vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg (MWK) aus Mitteln der Landesdigitalisierungsstrategie „digital@bw“ bis 2022 gefördert. Zusammen mit der Hochschule für Medien in Stuttgart, der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg und zivilgesellschaftlichen Kooperationspartnern erforscht ein interdisziplinäres Team der Hochschule Furtwangen um Professor Dr. Stefan Selke und Professor Dr. Stefanie Betz in einem breit angelegten Dialogprozess Chancen, Herausforderungen und Gestaltungsmöglichkeiten des digitalen Wandels und setzt hierbei den Schwerpunkt auf den ländlichen Raum in Baden-Württemberg. Für weitere Informationen siehe auch die Projektwebseite http://digitaldialog21.de.

Workshop-Format

Eine Befragung zum digitalen Wandel in Künzelsau und den anderen teilnehmenden Kommunen – online und per Papierfragebogen – hat bereits über den Sommer stattgefunden. Die gute Resonanz und rege Teilnahme verdeutlicht nochmal die Bedeutung des Themas für die Bürger. Beim Online-Bürgerdialog werden die Ergebnisse der Befragung kurz vorgestellt. Anschließend diskutieren die Teilnehmer in einem Workshop-Format, moderiert durch das Team der Hochschule Furtwangen, zu den Chancen, Herausforderungen und Ideen für die gemeinsame Gestaltung des digitalen Wandels in Künzelsau.

Online-Pinnwand

Zusätzlich haben die Bürger auch unabhängig von der Teilnahme am Bürgerdialog die Möglichkeit, sich über einen längeren Zeitraum auf einer gemeindespezifischen Online-Pinnwand und Diskussionsforum digital zu den Themen des digitalen Wandels auszutauschen, weiterzudiskutieren oder Ideen und Vorschläge einzubringen. Der Link https://forum.digitaldialog21.de ist bereits seit dem 18. November zur Themen- und Ideensammlung für den Bürgerdialog freigeschaltet.

Zukünftig auch Präsenzveranstaltungen

Aufgrund der aktuellen Situation wird die Veranstaltung dieses Mal per Videokonferenz stattfinden. In Zukunft sind jedoch auch Präsenzveranstaltungen geplant. Auch wenn die aktuelle Situation herausfordernd ist, sollten trotzdem alle Künzelsauer die Möglichkeit haben, sich zu beteiligen und mitzugestalten. Es wäre daher sehr schön, wenn Mitbürger, die nicht über die entsprechende digitale Infrastruktur oder Kenntnisse verfügen, entsprechend unterstützt werden könnten, zum Beispiel durch eine gemeinsame Teilnahme in der Familie, Nachbarschaft oder sozialen Netzwerken.

Weitere Kontakte

Bei weiteren Fragen und Anmerkungen steht das Team der Hochschule Furtwangen zur Verfügung. Ansprechpartner ist hier Jan Gruß, erreichbar per E-Mail gran@hs-furtwangen.de oder unter Telefon 07723/920 2983. Für weitere Informationen siehe auch digitaldialog21.de. Bei der Stadtverwaltung ist Christoph Bobrich der Ansprechpartner. Er ist per E-Mail Christoph.bobrich@kuenzelsau.de oder unter Telefon 07940/129 105 erreichbar.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau

 

In Künzelsau findet ein Online-Bürgerdialog zum Thema Digitalisierung statt.




Zwei Corona-Impfzentren für den Hohenlohekreis?

Im Rahmen der Kreistagssitzung vom Montag, den 23. November 2020, informierte Landrat Dr. Matthias Neth darüber, dass er zwei Standorte für Corona-Impfzentren im Hohenlohekreis an die Landesregierung gemeldet hat. Die Impfstrategie des Landes sieht vor, dass Impfzentren auf verschiedenen Ebenen geplant werden: Das Landesimpfzentrum in Ulm, dazu Großimpfzentren sowie je Landkreis zwei lokale Impfzentren. 

Wie soll der Impfstoff in Pflegeeinrichtungen kommen?

„Die Impfzentren können schnell aufgebaut werden“, ist Neth sicher. „Wenn unser Gesundheitsamt und der Katastrophenschutz in drei Tagen eine Abstrichstelle aufbauen können, dann schaffen wir auch das.“  Er sieht aber ganz andere Probleme: Die Impfreihenfolge sei noch gar nicht festgelegt und trotz der Aussagen, dass der Bund die Kosten für den Impfstoff und das Land die Kosten für die Impfzentren tragen würde, sieht er bisher wenig Planungssicherheit. Und wie bringt man die Impfungen in Pflegeeinrichtungen, wo doch die Logistik, Temperierung und Abfüllung der Impfdosen nach bisherigen Angaben so schwierig sein wird? Dagegen seien organisatorische Aufgaben wie die Trennung ankommender und abfahrender Menschen leicht zu lösende Aufgaben.

Keine Aussage über die Standorte der beiden geplanten Impfzentren

Über die Standorte der geplanten Impfzentren machte Neth während der Kreistagssitzung keine Angaben – GSCHWÄTZ hat beim Landratsamt nachgefragt.

Text: Matthias Lauterer

Symbolbild Impfung. Foto: Pixabay




War das ein Hitlergruß?

Auf der Querdenken-Demonstration am Sonntag, 23. November 2020 zeigte ein Redner eine Handbewegung, die dem sogenannten Wolfsgruß (ausgestreckter rechter Arm, Faust und ausgestreckter Zeigefinger) entspricht – ein Gruß türkischer Patrioten. Anschließend streckte er die Finger aus, so dass allem Anschein nach der Hitlergruß gezeigt wurde. Dazu sprach er die Worte „Und dafür stehe ich!“

Hitlergruß ist Straftat

Das Zeigen des Hitlergrusses ist in Deutschland verboten und wird nach §86a StGB mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft. Eine Stellungnahme von Polizei und Staatsanwaltschaft sowie der Organisatoren der Veranstaltung steht noch aus.

Link zum Video bei twitter: https://twitter.com/opbg6/status/1330565225997864961

Text: Matthias Lauterer

Mutmasslicher Hitlergruss bei Querdenken-Veranstaltung in Heilbronn. Quelle: Screenshot twitter