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Neu: Alkoholfreier Secco aus Hohenloher Trauben

Seit November hat die Weinmanufaktur Ingelfinger Fass, ein Unternehmen der GEMÜ Gruppe, ein neues Produkt in ihren Reihen stehen. Das Erfrischungsgetränk „Neuland“ ist der erste alkoholfreie Secco im Sortiment der Weinmanufaktur Ingelfinger Fass, gekeltert aus den Säften heimischer Trauben und regionalem Obst.

Eigens angebaute Trauben und handverlesene Birnen und Äpfel

Die Herstellung des Getränkes erfolgt in Zusammenarbeit mit der Manufaktur Jörg Geiger in Schlat am Fuß der Schwäbischen Alb. Sowohl Jörg Geiger als auch die Weinmanufaktur Ingelfinger Fass stehen für den Erhalt regionaler Kulturlandschaften und eine Verarbeitung mit höchsten handwerklichen Ansprüchen. Für den Secco werden eigens angebaute Trauben der Weinmanufaktur Ingelfinger Fass sowie handverlesene Birnen und Äpfel der Manufaktur Jörg Geiger verwendet und zusammen mit Gewürzen und Kohlensäure zu einem hochwertigen Erfrischungsgetränk verarbeitet.

Ein alkoholfreies hippes Getränk

Das Getränk eignet sich als erfrischendes Sommergetränk, als Begleiter für die asiatische Küche oder für Vorspeisen mit Blattsalaten und Frischkäse sowie für beerenfruchtige Desserts oder Gebackenes. Alkoholfreie, hippe Getränke profitieren von dem stetig zunehmenden Wunsch nach einer natürlichen und bewussten Ernährung. Vor allem junge und Lifestyle-orientierte Trendsetter bevorzugen diese angesagten Getränke. “Diesen Trend haben wir schon früh erkannt und geben jetzt mit „Neuland“ dem Genuss eine neue Dimension. Der alkoholfreie Secco gibt vielen Momenten, wie zum Beispiel Hochzeiten, dem Abschluss eines wichtigen Vertrages oder auch Geburtstagsfeiern einen exklusiven Rahmen,” so Gert Müller, geschäftsführender Gesellschafter der GEMÜ Gruppe.

Der alkoholfreie Secco „Neuland“ ist ab sofort im Schoßhotel Ingelfingen erhältlich.

Quelle: Pressemeldung Weinmanufaktur Ingelfinger Schloss

Das Erfrischungsgetränk „Neuland“ ist der erste alkoholfreie Secco im Sortiment der Weinmanufaktur Ingelfinger Fass. Foto: Weinmanufaktur Ingelfinger Fass




Neubau des Landratsamts: „Interessanter Vorschlag der Stadt Künzelsau“

Nachdem Waldenburgs Neubürgermeister Bernd Herzog erstmals den Kreistag begrüßen durfte, musste Kreiskämmerer Michael Schellmann Standfestigkeit beweisen, als er in der Kreistagssitzung vom Montag, den 23. November 2020, in der Waldenburger Mehrzweckhalle den Haushaltsplan für das Jahr 2021 vorstellte: Mehr als drei Stunden stand er am Rednerpult, um den Kreisräten das umfangreiche Zahlenwerk zu erläutern. 600 detaillierte Seiten hatte er vorab bereitgestellt, knapp 60 Übersichtsfolien präsentierte er in der Sitzung.

205 Millionen Konzernvolumen

Der Gesamthaushalt inklusive der Eigenbetriebe beläuft sich auf 205 Millionen Euro. Der reine Ergebnishaushalt des Kreises liegt bei fast 150 Millionen Euro. Dabei rechnet Schellmann im Ergebnishaushalt Kernhaushalt mit einem positiven Ergebnis von rund 1,2 Millionen Euro, der dem Finanzhaushalt zugeführt werden soll. Er verwies allerdings darauf, dass pandemiebedingte Risiken zwar eingeplant seien, aber nur vage geschätzt werden können.

Personalsituation

Die Anzahl der Planstellen erhöhte sich im Jahr 2020 um 18,6 Stellen, die Mitarbeiterzahl beträgt derzeit 960. Für das Jahr 2021 sind keine zusätzlichen Personalstellen geplant. Landrat Dr. Matthias Neth verwies darauf, dass nicht alle Planstellen besetzt werden können, da es keine Bewerber auf dem Markt gebe. „Das Gesundheitsamt ist so groß wie es noch nie war“, aber 1,5 Arztstellen seien unbesetzt, „weil es einfach keine Ärzte gibt“, nannte Neth ein Beispiel. Er beklagte, dass vonseiten des Landes immer mehr Aufgaben auf die Landratsämter zukämen, das dazu notwendige Personal mit einschlägigen Kenntnissen aber einfach nicht vorhanden sei.

Bildung und Kultur

Die Darstellung dieses Teilhaushalts wurde bei zwei Themen intensiv diskutiert: Zum einen die Schülerbeförderung mit dem NVH, zum anderen die Digitalisierung der Schulen. Dr. Neth wies darauf hin, dass „alle verfügbaren Busse der Partner fahren. Wenn jetzt ein Bus ausfällt, wirds kritisch.“ Die Finanzierung der Verstärkerbusse wird größtenteils vom Land übernommen. Zum Thema Digitalisierung der Schulen betonte Neth:  „Wir rufen alle Mittel ab“, allerdings seien noch nicht alle der bestellten Geräte geliefert. Problematisch sei die Systemwartung der beschafften Geräte. Das sei oft von den einzelnen Schulen nicht zu leisten. Ein Zweckverband, der die Dienstleistung für die unterschiedlichen Schulträger erbringt, könnte eine Lösung sein, meinte Neth. Das Thema sei „auf der Agenda für 2021“.

Größter Block: Soziales

Größter Teilhaushalt ist wie immer der Teilhaushalt 4 – Familie, Jugend und Gesundheit. Aufwendungen von 75 Millionen Euro und damit die Hälfte des Haushaltsvolumens sind allein für diese Haushaltsposition geplant. Landrat Neth: „Die Hauptaufgabe des Kreises ist eine soziale Verteilung“. Von diesen 75 Millionen Euro wird nur ungefähr ein Drittel von Zuschüssen des Bundes und des Landes gedeckt, die restlichen rund 50 Millionen sind aus den Mitteln des Landkreises zu erbringen. Diese Leistungen sind größtenteils von Bund und Ländern gesetzlich vorgeschrieben, sind also vom Kreis kaum zu beeinflussen.

Neues Kreishaus

Sehr aufmerksam verfolgten die Räte den Teilhaushalt 5 – Bauen, Planung und Verkehr, ging es doch dort neben der Kochertalbahn und dem Straßenbau auch um das Kreishaus. „Wenn nicht jetzt, wann dann“, sagte Michael Schellmann und verwies darauf, dass die Themen Krankenhaus und Schulen, was die Investitionsplanung angehe, jetzt abgeschlossen seien und für das Kreishaus bereits finanzielle Rücklagen aufgebaut seien. Ein Raunen ging durch die Menge, als Schellmann „90 Millionen wären darstellbar“ in den Raum warf. „Das ist aber nicht das, was wir Ihnen nächstes Jahr als Bauentscheidung vorlegen werden“, beschwichtigte Landrat Dr. Matthias Neth sofort und erklärte: „Das ist die schwäbische Hausfrau, 1/3 Eigenkapital und 2/3 fremdfinanziert“. Da man bei Baubeginn mit einer Rücklage von voraussichtlich fast 30 Millionen Euro rechne, sei das die Grundlage für die genannten 90 Millionen.

„Interessanter Vorschlag der Stadt Künzelsau“

Eine kleinere Planungsverzögerung ergebe sich daraus, dass „ein interessanter Vorschlag der Stadt Künzelsau“ bezüglich des Baufensters eingegangen sei. Genaueres wollte er nicht preisgeben, die Antwort auf eine GSCHWÄTZ-Anfrage steht noch aus. In einer der nächsten Kreistagssitzungen soll es ein Update zum Stand des Verfahrens geben.

Kritisch äußerte sich Schellmann über die Entwicklung der Nettoinvestitionsrate, die seit 2019 abnimmt und voraussichtlich 2023 einen Tiefpunkt erreichen wird. Es gelinge derzeit nicht, die notwendigen Investitionen aus der Nettoinvestitionsrate zu finanzieren – auf diese Kenngröße will er ein wachsames Auge werfen.

Der Haushalt soll in der nächsten Kreistagssitzung verabschiedet werden.

Text: Matthias Lauterer

Gut drei Stunden erläuterte Kämmerer Michael Schellmann den Haushalt und stand Rede und Antwort. Foto: GSCHWÄTZ

 

Waldenburgs Neubürgermeister Bernd Herzog begrüßte den Kreistag in seiner Stadt. Foto: GSCHWÄTZ

Sitzung des Kreistags in der Waldenburger Mehrzweckhalle. Foto: GSCHWÄTZ




Schon wieder: Graffiti-Schmiererei in Künzelsau

In der Nacht von Dienstag, den 24. November 2020, auf Mittwoch, 25. November, verzierten Unbekannte den Eingang einer Künzelsauer Schule mit Graffiti. Die Schmierer gingen zwischen 18.30 Uhr am Dienstagabend und 7.20 Uhr mittwochmorgens zu Werke und hinterließen mehrere Tags.

Zeugen, die Hinweise auf die „Künstler“ geben können, werden gebeten, sich unter Telefon 07940/9400 beim Polizeirevier in Künzelsau zu melden.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn vom 26.11.2020




Auch Georg-Wagner-Realschule hat’s erwischt

Am Mittwoch, den 25. November 2020, hat das Gesundheitsamt des Hohenlohekreises insgesamt 25 neue Corona-Infektionen an das Landesgesundheitsamt gemeldet. Die 7-Tage-Inzidenz liegt jetzt bei 142,9 pro 100.000 Einwohner.

Zwei Neuinfektionen betreffen die Georg-Wagner-Schule in Künzelsau, eine das Bildungszentrum in Bretzfeld. Daneben gibt es weitere Fälle in bereits betroffenen Pflegeeinrichtungen.

Weitere Informationen sowie das Dashboard mit den einzelnen Zahlen pro Gemeinde sind unter www.corona-im-hok.de zu finden.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis

 




„Ich freue mich, wenn Kupferzell dazu beitragen kann, das Coronavirus besser zu verstehen“

Ein Studienteam des Robert Koch-Instituts (RKI) war im Oktober noch einmal in Kupferzell zu Gast, heißt es in einer Pressemitteilung des Landratsamts Hohenlohekreis. Im Rahmen der Studie „Corona-Monitoring lokal“ war bereits im Mai unter anderem untersucht worden, bei wie vielen Menschen bereits Antikörper gegen SARS-CoV-2 nachgewiesen werden können. In der Folgeuntersuchung ging es nun darum, die Nachweisbarkeit von Antikörpern im Zeitverlauf zu beobachten, sprich: Wie hat sich die Konzentration der Antikörper in den vergangenen Monaten entwickelt?

Veröffentlichung Anfang 2021

Wie Jörg Schaarschmidt, Mitarbeiter beim „Corona-Monitoring Lokal“, auf GSCHWÄTZ-Anfrage schrieb, sind die Folgeuntersuchungen abgeschlossen: „Die Teilnehmenden haben zwischenzeitlich ihre persönlichen Ergebnisse per Post erhalten.“ Der vorliegende Datensatz werde derzeit ausgewertet. Die Ergebnisse werden voraussichtlich im ersten Quartal 2021 veröffentlicht.

Blutentnahme am Arm und Finger

Für die Folgeuntersuchung hat das Robert Koch-Institut rund 300 Kupferzeller eingeladen, die bereits im Frühsommer an der Studie teilgenommen haben. Ihnen wurde Blut am Arm sowie einige Tropfen aus dem Finger entnommen. Das RKI nutzte für die Untersuchungen die beiden Medi-Busse, die bereits im Mai im Einsatz waren.

„Die Studien des RKI führen immer wieder zu neuen Erkenntnissen“

„Gerade vor dem Hintergrund derzeit wieder steigender Infektionszahlen und im Hinblick auf einen möglichen Impfstoff sind solche Untersuchungen von immenser Bedeutung“, erklärte Landrat Dr. Matthias Neth in der Mitteilung. „Die Studien des RKI führen immer wieder zu neuen Erkenntnissen. Daher freue ich mich, wenn Kupferzell wieder dazu beitragen kann, das Coronavirus besser zu verstehen“, fügt der Kupferzeller Bürgermeister Christoph Spieles hinzu.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohe

 

GSCHWÄTZ berichtete bereits mehrmals über die Studie:

https://www.gschwaetz.de/2020/05/16/robert-koch-insititut-will-2-000-kupferzeller-unter-die-lupe-nehmen/

https://www.gschwaetz.de/2020/05/19/landrat-neth-wir-sind-sehr-neugierig-und-wollen-erfahren-wie-sich-die-infektion-hier-ausgebreitet-hat/

Gar keine Symptome eher untypisch – Über 83 Prozent Infizierte hatten mindestens 1 Coronasymptom – GSCHWÄTZ – Das Magazin (gschwaetz.de)

 




Verkehrsunfall mit Linienbus

Am Montag, den 23. November 2020, prallte der BMW eines 53-Jährigen in Dörzbach auf einen Linienbus. Der Busfahrer hatte gegen 19 Uhr in der Goldbachstraße zunächst einen an einer Bushaltestelle stehenden Fahrgast übersehen und hielt daher sein Gefährt erst kurz nach der eigentlichen Haltebucht an. Der 53-Jährige, der hinter dem Bus fuhr, konnte seinen Wagen nicht mehr rechtzeitig anhalten, sodass es zum Zusammenstoß kam. Dabei wurde der BMW-Fahrer leicht verletzt. Insgesamt entstanden Schäden in Höhe von knapp 11.000 Euro.

 

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn




„Hier soll der schwarze Peter nach Hohenlohe geschoben werden“

Auf Betreiben vom Kreisvorsitzenden der FDP Hohenlohe, Kreisrat Michael Schenk, und dem Landtagsabgeordneten Stephen Brauer (FDP) wurde von der Bundestagsabgeordneten Judith Skudelny (FDP) gemeinsam mit weiteren Abgeordneten und der FDP-Fraktion eine kleine Anfrage zum Netzbooster in Kupferzell an die Bundesregierung gestellt.

„Durch das Konzept kann mittel- bis langfristig Netzausbau in einem gewissen Umfang eingespart werden“

Darin fragten die Abgeordneten unter anderem nach den Zielen, die mit dem Bau des Netzboosters verfolgt werden. Daraufhin Andreas Feicht, Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium: Das primäre Ziel des Netzbooster-Pilotprojektes in Kupferzell sei die Einsparung von „Redispatch“ (Redispatch ist im Bereich des Stromhandels ein Eingriff zur Anpassung der Leistungseinspeisung von Kraftwerken auf Anforderung des Übertragungsnetzbetreibers mit dem Ziel, auftretende regionale Überlastungen einzelner Betriebsmittel im Übertragungsnetz zu vermeiden oder zu beseitigen) und Einspeisemanagement und den damit verbundenen Kosten.“ Durch das Konzept der Netzbooster könne „auch mittel- bis langfristig Netzausbau in einem gewissen Umfang eingespart werden“. Außerdem solle mit den Netzboostern ein „innovatives Konzept zur Höherauslastung des Übertragungsnetzes“ erprobt werden. Diese würden eine aufgrund ihrer reaktionsschnellen Batteriespeicher „kurzfristige Überlastung im Fehlerfall“ zulassen.

„Keinesfalls sollen die Netzbooster dem unmittelbaren Ausgleich von Versorgungsunterbrechungen dienen“

Keinesfalls sollen die Netzbooster allerdings dem unmittelbaren „Ausgleich von Versorgungsunterbrechungen dienen“, sondern vielmehr „die Auswirkungen von Ausfällen von Netzbetriebselementen lindern und damit Versorgungsunterbrechungen im Vorfeld verhindern“. Überhaupt solle die Anlage in Kupferzell ausschließlich bei Ausfällen im Übertragungsnetz eingesetzt werden: „Wird dann die gesamte Leistung von 250 MW abgerufen, beträgt die Wirkzeit der Anlage eine Stunde.“ Anschließend könne der Netzbooster durch konventionelle „Redispacht-Maßnahmen“oder besondere netztechnische Betriebsmittel abgelöst werden. Finanziert werden sollen die Investitionskosten von veranschlagten 188 Millionen Euro für den Bau des Netzboosters über Netzentgelte.

Kriterien für die Standortwahl

Laut Antwort der Bundesregierung hat TransnetBW bei der Auswahl des Netzbooster-Standorts verschiedene Kriterien herangezogen: die Lage der Anlage, eine hohe entlastende Wirkung auf die Netzengpässe sowie eine mögliche Ablösung durch nahegelegene Kraftwerke – Gesichtspunkte, für die der Standort Kupferzell geeignet sei.

Keine Aufnahme in den Bundesbedarfsplan

Um den Bundesbedarfsplan nicht zu überfrachten und Planung und Genehmigung nicht unnötig zu verzögern, sei außerdem der Kupferzeller Netzbooster nicht aufgenommen worden. Denn dieser enthalte bewusst nur streckenbezogene Maßnahmen beziehungsweise Leitungen. Der Netzbooster dagegen sei eine so genannte „Punktmaßnahme“. Zudem seien die Netzbetreiber „auch bei Anlagen, die nicht im Bundesbedarfsplan enthalten sind, zur Realisierung verpflichtet“. Für die Beantragung der erforderlichen Genehmigungen bei den zuständigen Behörden sind ebenfalls die Unternehmen verantwortlich. Welches Genehmigungsverfahren gewählt wird, hängt aber von der „technischen Spezifikation der Anlage ab“. Beim Bau der Anlage müssen die Unternehmen zudem auf die Gewährleistung der technischen Sicherheit achten und die „allgemein anerkannten Regeln der Technik beachten“: Für den Vollzug dieser Vorschrift seien aber die Landesbehörden zuständig.

„Nur wenige Standorte sind geeignet“

Bei Fragen nach Alternativstandorten bekräftigt die Bundesregierung, dass „die Übertragungsnetzbetreiber verschiedene Varianten geprüft“ haben. Doch nur wenige Standorte seien geeignet gewesen. Kupferzell habe eine hohe Entlastungswirkung aufgewiesen und sei deshalb ausgewählt worden. Grundsätzlich sei das Netzbooster-Konzept energiewirtschaftlich sinnvoll. Zudem schreibt die Bundesregierung: „Bei dem Projekt handelt es sich um eine zentrale Pilotanlage zur Erprobung eines neuartigen Betriebsführungskonzepts, die mit einer installierten Leistung von 250 MW bereits eine großtechnische Dimension annimmt.“ Für diesen Ansatz sprächen die „kurzfristige Umsetzbarkeit und direkte Zugriffsmöglichkeit des Netzbetreibers“. Dadurch sollen auch Erkenntnisse gewonnen werden, durch die eine „Weiterentwicklung hin zu einem dezentralen Anlagekonzept erfolgen“ könne. Jedoch: „Die speziellen Erfordernisse des Pilotbetriebs stehen einer unmittelbaren Einbindung dezentraler Anlagen jedoch entgegen.“

Für das Recycling sind die Batteriehersteller zuständig

Die Lithium-Ionen-Batterien des Netzboosters in Kupferell zählen zu den Industriebatterien. Bei diesen ist der Hersteller aufgrund des Batteriegesetzes genauso für Rücknahme und Verwertung verantwortlich wie bei jeder anderen Batterie. Entsprechende Recyclingverfahren gebe es bereits zur Rückgewinnung der wertvollen Rohstoffe wie etwa Stahl, Alu, Kupfer oder Nickel. Der Fokus liegt beim Recycling noch nicht auf dem Lithium, da diese eine lange Lebensdauer haben und so erst zukünftig in größeren Mengen anfallen werden. Entsprechende Möglichkeiten gebe es aber bereits.

Keine Kenntnisse

Keine Kenntnisse liegen der Bundesregierung laut ihrer Antwort zu folgenden Sachverhalten vor: Ausweisung im Flächennutzungsplan, kommunale Planungshoheit, Gewährleistung des Mindestabstands zur Wohnbebauung, Zuständigkeit bei der Brandbekämpfung sowie ob diese ein Teil des Genehmigungsprozesses war.

„Die Bundesregierung spielt den Ball zurück an die Behörden und Unternehmen“

Zur Antwort der Bundesregierung erklärt Judith Skudelny: „Statt wichtige Informationen für die Bürgerinnen und Bürger vor Ort bereitzustellen, spielt sie den Ball zurück an die Behörden und Unternehmen vor Ort. Bei einem Pilotprojekt, das Teil des Netzentwicklungsplans ist, sollte man eigentlich meinen, dass die Bundesregierung über den aktuellen Stand der Genehmigung informiert ist. Das ist augenscheinlich nicht der Fall. Denn die Bundesregierung kann keine Frage umfänglich beantworten.“

Widersprüchliche Aussagen

Kreisrat Michael Schenk bedauert ebenfalls, dass die Bundesregierung in weiten Teilen den konkreten Fragen ausgewichen sei. Hier solle offensichtlich der „schwarze Peter“ nach Hohenlohe geschoben werden. Außerdem sei die Antwort der Bundesregierung  widersprüchlich zu den bisherigen Aussagen von Transnet, dass zur „Reduzierung der Brandgefahr als Material Lithium-Eisenphosphat anstelle von Lithium-Ionen Batterien eingesetzt werden soll“.

Quelle: Pressemitteilung der FDP Hohenlohe




Junge in Paketfach eingesperrt – Feuerwehr mußte eingreifen

Für bundesweites Aufsehen sorgte ein zum Glück glimpflich ausgegangener Feuerwehreinsatz in Bad Mergentheim. https://www.rtl.de/cms/bad-mergentheim-junge-12-schliesst-sich-in-paketfach-ein-4655448.html

Zugang zur Packstation-Fach mit einem Code aus dem Internet verschafft und dann hineingeklettert

Wie die Polizei mitteilt, hatten zwei Jungen im Internet gesehen, dass man sich mit einem speziellen Code Zugang zu den Paketfächern einer Packstation verschaffen kann. Laut Polizeibericht hat dieser Code tatsächlich funktioniert: „Nachdem die Jungen mit dem Code tatsächlich eine größere Box der Paketstation öffnen konnten, kam einer der beiden auf die Idee, in die Box hineinzukrabbeln.“ Danach verschloss sich die Tür wieder und der 12-jährige war eingesperrt.

Feuerwehr befreit Jungen aus verschlossenem Paketfach

Sein Freund alarmierte geistesgegenwärtig die Rettungskräfte, die Feuerwehr konnte die Box mit Gewalt öffnen und den Jungen unverletzt befreien.

Stellungnahme von DHL steht noch aus

Die Frage, wie es um die Sicherheit der Packstationen bestellt ist, bleibt offen. In den Postfächern dieser Stationen liegen oft wertvolle Pakete, deren Eigentümer davon ausgehen, dass sich die Ware in guten Händen befindet. Wenn aber selbst 12-jährige diese Boxen problemlos öffnen können, dann muss DHL sich Fragen gefallen lassen. Diese Fragen hat GSCHWÄTZ an DHL gerichtet, die Antwort steht noch aus.

Text: Matthias Lauterer

Symbolbild Packstation. Foto: pixabay




Hitlergruß bei Querdenken Heilbronn? Nun ermittelt der Staatsschutz

Auf GSCHWÄTZ-Anfrage bestätigte Gerald Olma, Pressesprecher im Polizeipräsidium Heilbronn, dass der Vorfall mit dem mutmaßlichen Hitlergruß bei einer Querdenken-Demo (wir berichteten) nun vom polizeilichen Staatsschutz untersucht wird. Er teilte weiterhin mit, dass ähnliche Straftaten im Umfeld lokaler Querdenken-Veranstaltungen nicht bekannt sind und dass keine Ermittlungsverfahren laufen.

„Unsere Demonstrationen verlaufen bis heute immer friedlich“

Ähnlich sieht es auch Alexander Staengle, Veranstalter der Querdenken-Veranstaltung vom Sonntag: „Unsere Demonstrationen verlaufen bis heute immer friedlich.“ Ihm ist der Redner Bernhard von Veranstaltungen der Organisation Querdenken-713 bekannt, einen Hitlergruß mag er in der Geste nicht erkennen: „Die Armbewegung wurde fehlgedeutet. Dies resultiert vor allem daraus, dass nur ein kurzer 8 Sekunden Ausschnitt seines Auftrittes in Umlauf gebracht wurde.“ Einen der Redaktion GSCHWÄTZ vorliegenden vollständigen Namen von Bernhard, hat Staengle weder bestätigt noch dementiert. Staengle betont: „Querdenken-713 Heilbronn distanziert sich von jeglichem Extremismus“.

Mutmaßlicher Arbeitgeber „duldet grundsätzlich keinerlei Diskriminierung oder Hassrede.“

GSCHWÄTZ hat belastbare Hinweise auf die Identität von Bernhard. Er soll eine international ausgerichtete Führungsposition bei einem bekannten und weltweit tätigen Technologieunternehmen aus dem Raum Heilbronn bekleiden oder bis vor kurzem noch bekleidet haben. Auf Anfrage antwortete das Unternehmen, „dass wir aus datenschutzrechtlichen Gründen keinerlei Auskunft geben dürfen, ob eine Person bei uns beschäftigt ist oder war.“ Das Unternehmen legt Wert auf die Feststellung „Sollte eine bei (…) beschäftigte Person gegen Gesetze verstoßen haben, würde das von unserem Unternehmen unter keinen Umständen toleriert werden. Wir dulden grundsätzlich keinerlei Diskriminierung oder Hassrede.“

Text: Matthias Lauterer

Anmerkung: GSCHWÄTZ nennt bei laufenden Strafverfahren den vollen Namen von Verdächtigen, Angeschuldigten, Beschuldigten oder Angeklagten nicht.

 




Sperrung der L1044 wegen Baumpflegearbeiten

Die Landesstraße L1044 muss zwischen dem Ortsende Niedernhall (Galgenberg) und der Zufahrt Giebelheide (Hohenlohestraße) von Montag, den 30. November, bis voraussichtlich Freitag, den 4. Dezember 2020, gesperrt werden. In diesem Zeitraum wird die Straßenmeisterei Künzelsau abgestorbene, verkehrsgefährdende beziehungsweise schadhafte Bäume in diesem Bereich entfernen.

Der Verkehr von Forchtenberg in Richtung Gaisbach und Gewerbepark Waldzimmern wird über Wohlmuthausen – Neufels und umgekehrt umgeleitet.

Die Zufahrt Giebelheide und Gewerbepark Waldzimmern aus Richtung Neufels bleibt jederzeit möglich.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis