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„Ich bin nicht der Erklärbär“

Neulich hat meine beste Freundin etwas sehr Weises zu mir gesagt: „Du bist nicht der Erklärbär.“ Diesen Satz fand ich so weise, dass ich ihn mir sogar in mein Handy als Notiz, die ich nie vergessen darf, abgespeichert habe.

Was war nochmal der casus knaxus, der zum Handyverbot führte?

Vorausgegangen war ein Disput mit meinem Sohn. Er wollte von mir wissen, warum er jetzt schon wieder Handyverbot hat. Er könne sich gar nicht mehr daran erinnern, was er denn sooo Schlimmes gestern getan hätte. Ich konnte mich wegen meiner mütterlichen Demenz leider auch nicht mehr erinnern, wusste nicht mehr den casus knaxus, sondern nur noch die daraus resultierende Konsequenz: Handyverbot.

Also versuchte ich mich in Erklärungen, vermutlich war es wieder mal seine Wortwahl, die jeden Anstand mir gegenüber vermissen ließ oder er hat  Donald-Duck-Bücher seinen Hausaufgaben vorgezogen. Irgend so etwas wird es denn schon gewesen sein. Er schaut mich auch nach zehnminütigem hilflosem Erklären skeptisch an und sagt: Mama, das ist nicht fair.“ Währenddessen schaute mich auch meine Freundin, die leider Zeugin dieses unglückseligen Vorfalls geworden ist, völlig entgeistert an – bis sie meinen Erklärungsversuchen ins Wort fiel und zu meinem Sohn sagte: „Freundchen, du denkst am besten jetzt mal selber drüber nach, welches Verhalten dazu geführt hat, dass du seit gestern kein Handy mehr hast. Und zwar alleine auf deinem Zimmer.“ Mein Sohn stöhnte laut auf, trabte aber schließlich von dannen.

„Sag mal, was soll denn das?“

„Sag mal“, wandte sie sich nun an mich. „Was soll denn das?“ – „Was soll was?“, fragte ich zurück. „Warum versuchst du deinen Kindern immer alles bis zum Erbrechen zu erklären? Das war doch jetzt ganz offensichtlich Taktik von deinem Sohn, sich so sein Handy wiederzuholen.“ – „Ist aber auch blöd von mir, dass ich selbst nicht mehr weiß, warum er gerade mal wieder Handyverbot hat“, entgegnete ich mit einem bereits anwachsenden schlechten Gewissen meinem Sohn gegenüber. „Nein, ist es nicht. Es war was und du hast das nicht ohne Grund gemacht. Punkt“, sagte meine Freundin. „Du bist doch nicht der Erklärbär, der jedem in dieser Familie erklären muss, warum er was zu machen hat.“

Vorausgegangen waren zu diesem Zeitpunkt schon diverse Diskussionen mit meiner Tochter und meinem bereits erwähnten Sohn, warum sie ihren Teller in die Küche tragen müssen, warum ihr Zimmer aufgeräumt werden muss, warum die Hausaufgaben ordentlicher gemacht werden müssen. Nun –  ich erkläre, weil ich meinen Kindern gerne etwas erkläre, damit sie verstehen, warum sie sich wie verhalten sollen.

Das ist ja dann auch immer so ein Totschlagargument

Ich sage dann beispielsweise Sätze wie: „Kind, in der Schule und im späteren Leben ist es wichtig, eine Schrift zu entwickeln, die sich vom Primaten weiterentwickelt hat, sodass auch andere diese Schrift entziffern können. Nur so ist eine gelingende Kommunikation in schriftlicher Form möglich.“ „Mama“, schaut mich meine Tochter mitleidig an. „Es gibt doch aber jetzt im Gegensatz zur Steinzeit Computer. „Bitte schreib den Text trotzdem nochmal sauber und ohne Fehler ab, weil ihr in der Schule nun mal noch nicht eure Deutschaufgaben am Computer erledigt, sondern noch mit Füller auf einem Blatt Papier“, starte ich einen nächsten Erklärungsversuch. „Die anderen bessern aber ihre Fehler auch nicht aus“, entgegnet meine Tochter. Das ist ja dann auch immer so ein Totschlagargument, denn was weiß denn ich, was Tims Mutter zu Hause sagt oder macht oder Sarahs Mutter? „Die Lehrerin hat aber gesagt, ihr sollt Fehler zu Hause verbessern“, versuche ich es ein letztes Mal. Meine Tochter guckt mich nur an.

„Du bist der Leitwolf“

Meine Freundin, selber Mutter, schaut mich entgeistert an und ermahnt mich: „Du bist der Leitwolf. Du musst führen.“ Ich schließe vorsichtshalber das Fenster zu den Nachbarn. „Zur Zeit sieht es aber eher so aus, wie wenn du die letzte bist, die in dieser Familie fressen darf.“ – „Ich führe doch – auf eine liberale Weise.“ – „Durch deinen liberalen Erziehungsstil werden deine Kinder später irgendwelche Gansterhippies, die es nicht gelernt haben, sich an Regeln zu halten.“ – „Oder sie gewinnen im Debattierclub“, hoffe ich innerlich.

Unsere Mitarbeiterin Christine Müller verarbeitet in unregelmäßigen Abständen ihre Alltagserfahrungen in einer GSCHWÄTZ-Kolumne.




Weichenstellungen im Hohenloher Kreistag

Eine lange Tagesordnung hat sich der Kreistag in seiner nächsten Sitzung am 07. Dezember, 14:00 im Bürgerzentrum Langenbachtal vorgenommen.

Planungen für 2021

Nach Haushaltssatzung, Haushaltsplan und Wirtschaftsplänen 2021 wird Landrat Dr. Neth über den aktuellen Stand der Planungen für das neue Kreishaus berichten, nachdem er in der letzten Sitzungen die Andeutung gemacht hat, dass es ein „interessanter Vorschlag der Stadt Künzelsau“ im Raum steht.

Kreishaus und Kochertalbahn

Außerdem ist beantragt, dass der Kreistag die Verwaltung ermächtigt, die Machbarkeitsstudie für die Kochertalbahn in Auftrag zu geben.

Jahresabschluss 2019

Weitere Tagesordnungspunkte sind unter anderem die Psychosoziale Notfallversorgung für den Hohenlohekreis und die Förderung der neu zu errichtenden Zentralen Schlauchwerkstatt der Feuerwehr in Öhringen, bevor der Jahresabschlußbericht für das Jahr 2019 behandelt wird.

Die Einladung, genaue Tagesordnung sowie Unterlagen zu den einzelnen Punkten sind im Bürgerinformationsportal des Landkreises unter https://gremieninfo-hohenlohekreis.komm.one/bi/si0057.asp?__ksinr=46 abrufbar.

Zu beachten ist, dass der Zutritt zur Sitzung nur mit einer FFP2-Maske gestattet ist.

Text: Matthias Lauterer




Bongai Shamwari Weinprobe am 12.12.2020

Zugunsten des Vereins Bongai Shamwari e.V., der in Simbabwe einen Kindergarten betreibt, findet am 12. Dezember 2020 eine Weinprobe mit 4 Weinen des Ingelfinger Weinguts Gaufer statt. Anmeldung ist bis zum 08. Dezember nötig, damit das Paket mit Wein, Plätzchen und Salz noch rechtzeitig ankommt.

Weinprobe Bongai Shamwari




Sperrung der L1044 zwischen Niedernhall und Giebelheide verlängert

Die bis zum 4. Dezember 2020 geplante Sperrung der L1044 zwischen Ortsende Niedernhall (Galgenberg) und Zufahrt Giebelheide (Hohenlohestraße) muss bis voraussichtlich Dienstag, 8. Dezember 2020, verlängert werden. Grund sind die schlechten Witterungsbedingungen: Durch den Wintereinbruch am vergangenen Dienstag konnten die Gehölzpflegearbeiten nicht wie geplant durchgeführt werden, da die schnee- und eisbedeckten Böschungen die Arbeiten erheblich erschweren.

Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Hohenlohekreis




Hohenlohe Sporthalle Öhringen wird Impfzentrum des Hohenlohekreises

In der Hohenlohe Sporthalle in Öhringen wird für den gesamten Hohenlohekreis ein Impfzentrum entstehen. Die Entscheidung traf das
Sozialministerium des Landes Baden-Württemberg zusammen mit den Städte-, Landkreis und Gemeindetagen, sowie den Kommunen am 2.
Dezember.

800 Impfungen täglich geplant

Voraussichtlich am Freitag, 15. Januar 2021 soll der Betrieb im Impfzentrum mit bis zu 800 Impfungen pro Tag aufgenommen werden.
„Wir sind uns unserer Verantwortung in der Corona-Pandemie bewusst und haben alle möglichen Standorte in Öhringen geprüft. Die innerstädtisch gelegene Hohenlohe Sporthalle erfüllt alle infrastrukturellen Kriterien für ein effektives Impfzentrum. Wir können damit einen besonders wichtigen Beitrag bei der Bekämpfung der Pandemie leisten“, erläutert Oberbürgermeister Thilo Michler.

Sporthalle erfüllt logistische Anforderungen 

Der Kriterienkatalog für den Standort umfasste neben ausreichend großer und teilbarer Fläche auch Nebenräume, Belüftung, Zugänge und
Rettungswege, Aufstellflächen, die Verkehrsanbindung sowie Parkmöglichkeiten. Im Parkhaus „Alte Turnhalle“ und der Herrenwiese
stehen diese zur Verfügung. Die Veranstaltungshalle KULTURa kam wegen fehlender Zusatzräume nicht in Frage.

Sportbetrieb eingeschränkt, Schulen und Vereine betroffen

„Uns ist bewusst, dass die nächsten Monate unsere Sportvereine und Schulen stark in ihrem Betrieb eingeschränkt werden. Hier suchen wir mit den Betroffenen nach Alternativen. Auf dem Weg zurück zur Normalität führt derzeit kein Weg an der Impfung vorbei“, ergänzt der Öhringer Stadtchef.

Zuerst werden medizinisches Personal und Risikogruppen geimpft

Landesweit gibt es in jedem Landkreis ein bis zwei Impfzentren. Zusätzlich werden mobile Impfteams eingesetzt, die z.B. in Pflegeheime gehen. Die Priorisierung, wer zuerst geimpft werden soll, nimmt der Bund aufgrund von Expertenempfehlungen vor. Klar ist, dass im ersten Schritt neben medizinischem Personal auch Risikogruppen geimpft werden sollen. Die Impfzeiten sind täglich, sieben Tage die Woche, in zwei Schichten von 7 – 21 Uhr. Es sind zwei Impfdosen im Abstand von 21 – 28 Tagen vorgesehen.

Nur nach Anmeldung

Geplant ist, dass die Anmeldung zur Impfung entweder über eine spezielle Weiche der Telefonnummer 116 117, oder direkt im Zentrum erfolgt. Auch die Anmeldung über eine App soll möglich sein. Mögliche Betreibermodelle für die Impfzentren sind derzeit beim Ministerium noch in der finalen Abstimmung. Nach Einführung eines geeigneten Impfstoffs ist das Bundesgesundheitsministerium für die Planung und Verteilung zuständig.


Ärzte und Helfer werden noch gesucht

Die Landesärztekammern, Krankenhaus-Gesellschaften und verschiedene Hilfsorganisationen suchen noch Ärztinnen und Ärzte, medizinische Fachkräfte und freiwillige Helfer. Mittelfristig ist die Impfung für die Gesamtbevölkerung über Haus- und Facharztpraxen vorgesehen.

Quelle: Pressemitteilung der Stadt Öhringen

Der Sportbetrieb muß hintenanstehen. Bild: Stadt Öhringen

Hohenlohe Sporthalle. Bild: Stadt Öhringen

Hohenlohe Sporthalle Öhringen wird Impfzentrum des Hohenlohekreises.
Bild: Stadt Öhringen

 




Künzelsauer Stadtfest und Landeskinderturnfest werden ins Jahr 2022 verschoben

Aufgrund der anhaltenden Verbreitung des Coronavirus haben die Organisatoren des Schwäbischen Turnerbunds, des Turngaus Hohenlohe und der Stadtverwaltung Künzelsau entschieden, das für 2021 in Künzelsau geplante Landeskinderturnfest um ein Jahr zu verschieben. Neuer Termin ist der 22. bis 24. Juli 2022. Auch das Künzelsauer Stadtfest kann deshalb nicht turnusgemäß vom 9. bis 11. Juli 2021 stattfinden und wird auf das Jahr 2022 verschoben. Ein konkreter Termin steht noch nicht fest. Angedacht ist ein Festwochenende eventuell im Juni 2022, sodass die beiden Großveranstaltungen nicht zu dicht beieinanderliegen.

 Stadtfest mit aktiv beteiligten Vereinen und Gästen feiern

Das Stadtfest steht im Zeichen vieler Vereine und Gruppen, die alle zwei Jahre ‚das Künzelsauer Fest‘ zu einem Höhepunkt in der Region machen. „Schweren Herzens müssen wir unser beliebtes Stadtfest auf das Jahr 2022 verschieben. Es ist bereits heute absehbar, dass es im Juli 2021 nicht wie gewohnt durchgeführt werden könnte. Das Stadtfest steht für viele glückliche, feiernde Menschen an einem Ort. Das ist nach aller Voraussicht auch im nächsten Jahr noch nicht umsetzbar und ein pandemiegerechtes Stadtfest wäre schlichtweg nicht dasselbe“, begründet Bürgermeister Stefan Neumann und ist optimistisch, 2022 ein Stadtfest im gewohnt erprobten und erfolgreichen Rahmen feiern zu können. „Dann hoffen wir wieder auf die Unterstützung zahlreicher Vereine und Organisationen, ohne die das Stadtfest nicht möglich wäre.“

Landeskinderturnfest – Treffpunkt 2022 in Künzelsau

Neuer Termin für das Landeskinderturnfest ist der 22. bis 24. Juli 2022 in Künzelsau. Das Landeskinderturnfest ist der jährliche Treffpunkt für rund 5.000 Kinder, die an drei Tagen gemeinschaftlich nicht nur sich, sondern auch die jeweiligen Kommunen in Bewegung bringen. „Nach längeren und ausführlichen Gesprächen mit der Stadt Künzelsau, insbesondere Bürgermeister Stefan Neumann, und dem Turngau Hohenlohe sehen wir momentan keine Möglichkeit, das Landeskinderturnfest im gewohnten Rahmen stattfinden zu lassen. Daher ziehen wir nun rechtzeitig die Reißleine. Dieser Schritt ist uns natürlich sehr schwer gefallen, aber im Moment die einzig richtige Schlussfolgerung“, sagt Wolfgang Drexler, Präsident des Schwäbischen Turnerbunds. „Turnfeste sind für alle Kinder immer ein unvergessliches Erlebnis in der Vereinsgemeinschaft. Die jetzige Absage ist daher nur konsequent und im Interesse aller“, ergänzt Stefan Neumann. Im Vorfeld wurden verschiedene Szenarien, wie ein Landeskinderturnfest unter Pandemiebedingungen aussehen könnte, durchgesprochen. Jedoch immer mit dem Ergebnis, dass es nicht das ist, was den Sinn eines Kinderfestes ausmacht.

Alternatives Angebot für Spaß und Zeit zum Toben im Jahr 2021 in Arbeit

Damit zumindest lokal die Kinder nicht ganz auf ein Bewegungs-Highlight im Sommer 2021 verzichten müssen, arbeiten die Organisatoren an einer kleinen Alternative. „Für uns war sofort klar, dass wir trotzdem etwas anbieten wollen. Allerdings kurzfristig und flexibler planbar, mit dem Schwerpunkt auf das regionale Einzugsgebiet von Künzelsau. Daran arbeiten wir nun. Nach dieser schweren Zeit wollen wir den Kindern etwas Spaß und Zeit zum Toben bieten – und natürlich einen Vorgeschmack auf das Landeskinderturnfest 2022 in Künzelsau geben“, sagt Wolfgang Drexler.

Quelle: Pressemitteilung der Stadt Künzelsau

Landeskinderturnfest findet vom 22.-24. Juli 2022 statt. Darauf haben sich verständigt, v.l., Dr. Friedrich Bullinger, Vorsitzender Turngau Hohenlohe e.V.; Erwin Bergmann, Präsident TSV Künzelsau e.V.; Matthias Ranke, Vizepräsident Geschäftsführung Schwäbischer Turnerbund e.V., Veronika Albrecht Projektleiterin Landeskinderturnfest beim Schwäbischen Turnerbund e.V. und Bürgermeister Stefan Neumann. Foto Stadtverwaltung Künzelsau.

 

Impressionen vom Stadtfest 2019:

Gitarrensoli und Bestnoten für das Stadtfest gab es von diesen charmanten Mädels. Foto: GSCHWÄTZ

Drei Tage feiern – das war das Credo von manch einem Festgast. Foto: GSCHWÄTZ

Vor der Kokoloresbühne am Oberen Bach neben der Alten Schmiede standen viele junge Zuhörer. Foto: GSCHWÄTZ

Kaum ein Durchkommen in der Hauptstraße.

Impressionen vom Stadtfest in Künzelsau vom 12. bis 14. Juli 2019. Foto: GSCHWÄTZ

 

 

 

Das Künzelsauer Stadtfest findet im Sommer 2022 statt. Olivier Schniepp, Foto Linke GmbH.




Nikolaus kommt mit Blaulicht

Der Nikolaus fährt am Sonntag, den 06.12.2020 ab 15:00 mit dem Feuerwehrfahrzeug durch das gesamte Stadtgebiet von Niedernhall (inclusive Giebelheide, Au,…) und verteilt an alle Kinder einen Schoko-Nikolaus.

Trotz Corona den Kindern eine Freude bereiten

Damit soll den Kindern trotz der Corona-Pandemie eine Freude bereitet werden. Das Anfahren des Nikolaus kann man über das aufleuchtende Blaulicht  erkennen.

Wichtig: Abstandsregeln beachten

Coronabedingt ist es aber von größter Bedeutung, dass die Kinder vom Nikolaus Abstand halten. Die Eltern sind angehalten, auf die Abstandsregeln acht zu geben.

Quelle: Stadt Niedernhall

 




Zurzeit 305 ausreisepflichtige Personen mit Duldung in Hohenlohe

Der Hohenloher Landtagsabgeordnete Anton Baron (AfD) hatte gemeinsam mit seinem Schwäbisch Haller Kollegen Udo Stein bei der baden-württembergischen Landesregierung eine kleine Anfrage zu aktuellen Asylzahlen in den Landkreisen Hohenlohe und Schwäbisch Hall eingereicht.

Thomas Strobl hat geantwortet

Die Zahlen zur Unterbringung von Asylbewerbern und Personen mit sonstigem Asylstatus in den beiden Landkreisen seien bereits im März 2017 erfragt worden. Durch die vorliegende Kleine Anfrage sollen jetzt „einerseits die damals herausgefundenen Zahlen aktualisiert, andererseits aber auch weitere relevante Aspekte wie die Prävalenz einer Berufstätigkeit bei den thematisierten Personen abgefragt werden“, begründet Baron. Geantwortet auf die kleine Anfrage hat nun Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl für sein Ministerium sowie das baden-württembergische Wirtschaftsministerium.

„Die Zahlen bei der vorläufigen Unterbringung sind seit Mitte 2018 weitgehend stabil“

Die nun vorliegenden Ergebnisse kommentiert Baron wie folgt: „Die Zahlen bei der vorläufigen Unterbringung sind seit Mitte 2018 weitgehend stabil, was jedoch einen konstanten Zustrom bedeutet. Hier liefert die Landesregierung auch die abgefragten Zahlen.“ Für andere Teilbereiche gelte das nicht: „Wegen eines angeblich zu hohen Verwaltungsaufwandes wird auf die Angabe von Zahlen zu Beschäftigung, Altersstruktur und Staatsbürgerschaft verzichtet“, monierte Baron. Die Zahl von über 1.000 ausreisepflichtigen, aber geduldeten Personen zeige laut dem AfD-Politiker, „dass bei weitem nicht alle als Asylbewerber ins Land gekommenen Personen eine Schutzberechtigung haben.“

Keine aktuellen Zahlen für November und Dezember 2020

Baron und Stein wollten von der Landesregierung unter anderem wissen, wie „sich die Belegung und die Kapazitäten bei Einrichtungen zur vorläufigen Unterbringung von Asylbewerbern seit März 2017 jeweils monatlich entwickelt haben“. Der Innenminister fügte in seiner Antwort Tabellen bei, aus denen die Belegung sowie die Gesamtkapazität der Flüchtlingsunterkünfte der vorläufigen Unterbringung in Hohenlohe zu entnehmen sind. Im Vergleich zum März 2017 (Stand damals: 1.344 Gesamtkapazität bei 719 Personen Belegung) sank sowohl die Gesamtkapazität als auch die Belegung: auf 184 Plätze beziehungsweise 119 belegte Plätze im Oktober 2020 (Tabelle siehe unten).

„Grundsätzlich obliegt die Anschlussunterbringung den Kommunen“

„Grundsätzlich obliegt die Anschlussunterbringung gemäß dem baden-württembergischen Flüchtlingsaufnahmegesetz (FlüAG) den Kommunen“, schreibt der Innenminister auf die Frage nach der Anzahl der Personen in der Anschlussunterbringung. „Die Daten werden von den betroffenen Gemeinden beziehungsweise Kreisen nicht statistisch erfasst und wurden mit hohem Aufwand einzeln erhoben.“ Danach würden sich in den Gemeinden im Hohenlohekreis aktuell 515 Personen in Unterkünften der Anschlussunterbringung befinden.

„Eine belastbare Aussage zur Anzahl der ausreisepflichtigen Personen ohne Duldung kann derzeit nicht getroffen werden.“

Auch zur Frage wie viele nicht geduldete ausreisepflichtige, geduldete ausreisepflichtige, subsidiär schutzberechtigte und asylberechtigte Personen sich in den Landkreisen Hohenlohe und Schwäbisch Hall befinden, fügt Strobl eine Tabelle bei. Er schreibt dazu: „Der nachfolgenden tabellarischen Aufstellung liegt die Statistik des Ausländerzentralregisters zugrunde. Eine belastbare Aussage zur Anzahl der ausreisepflichtigen Personen ohne Duldung kann derzeit nicht getroffen werden.“ Dafür müsse zunächst das Ausländerzentralregister bereinigt werden, was aber noch nicht abgeschlossen sei. Laut der beigefügten Tabelle befinden sich in Hohenlohe zurzeit 305 ausreisepflichtige Personen mit Duldung, 211 subsidiär Schutzberechtigte sowie drei Asylberechtigte.

Keine statistische Erhebung zur Erwerbsarbeit

Auch zur Frage nach Geschlecht, Alter und Staatsbürgerschaft der Personen in vorläufiger Unterbringung konnte der Innenminister „keine belastbare Aussage treffen, da keine entsprechende statistische Erhebung erfolgt. Eine Auswertung würde eine Durchsicht aller Einzelfälle erfordern, was mit vertretbarem Verwaltungsaufwand nicht zu leisten sei.“ Ebenfalls nicht  erfasst wird laut Wirtschaftsministerium, wie viele der Personen zur Erwerbsarbeit berechtigt sind und wie viele davon berufstätig beziehungsweise arbeitslos sind. „Es erfolgt auch keine entsprechende statistische Erfassung über das Ausländerzentralregister.“ Ebenfalls verzichtet wird angesichts eines unverhältnismäßig hohen Arbeitsaufwands auf die Abfrage bei den zuständigen Behörden, wie sich die Asylsuchenden auf die jeweiligen Gemeinden der Landkreise verteilen: „In der Statistik des Ausländerzentralregisters erfolgt in Bezug auf die Art der Unterbringung keine und in Bezug auf den Aufenthaltsstatus keine gemeindescharfe Erfassung.“ Die Aufschlüsselung könne daher nur nach der Zuständigkeit der unteren Ausländerbehörden in einer Tabelle erfolgen.

Im Hohenlohekreis gibt es in folgenden Gemeinden Einrichtungen zur vorläufigen Unterbringung: in Künzelsau zwei und jeweils eine Einrichtung in Kupferzell und Neuenstein.

Quelle: Landtagsbüro von Anton Baron

 

Die monatliche Entwicklung der Gesamtkapazität und der Belegung der Flüchtlingsunterkünfte der vorläufigen Unterbringung im Hohenlohekreis. Screenshot: GSCHWÄTZ

 

Dieser Aufstellung liegt die Statistik des Ausländerzentralregisters zugrunde. Screenshot: GSCHWÄTZ

 

Kommunen mit Unterkünften der vorläufigen Unterbringung im Hohenlohekreis. Screenshot: GSCHWÄTZ

 




„Wir lassen unser Licht strahlen in der Dunkelheit“

Unter dem Motto „Wir lassen unser Licht strahlen in der Dunkelheit“ findet laut Pressemitteilung am Sonntag, den 06. Dezember 2020, eine Querdenken-Demo in Öhringen statt. Die angemeldete Versammlung startet um 16 Uhr auf dem Marktplatz. Es wird Rede- und Musikbeiträge geben und einen Lichterspaziergang um den Hofgartensee. Redner sind unter anderem Tobias Loose von „Eltern für Aufklärung“ sowie ein Überraschungsgast. Eigene Laternen können mitgebracht werden, Fahnen und Flaggen sollten jedoch zu Hause bleiben. Auch Hunde sind auf der Versammlungsfläche nicht erlaubt.

 




Streit auf dem Krankenhausparkplatz

Am Sonntag, den 29. November 2020, kam es auf einem Parkplatz des Öhringer Krankenhauses zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen drei Personen. Zwei 35 und 30 Jahre alte Männer waren gegen 16.45 Uhr mit einem 25-Jährigen auf dem Parkplatz in der Kastellstraße in Streit geraten. Der 25-Jährige wollte sich aus der Situation entfernen, wurde aber vom 30-Jährigen festgehalten und im Anschluss daran vom 35-Jährigen mit einem Kopfstoß zu Fall gebracht. Die beiden älteren Männer nahmen daraufhin den Autoschlüssel des Jüngsten an sich, bevor dieser ins Krankenhaus flüchten und von dort die Polizei verständigen konnte.

Zur Klärung des Sachverhalts sucht die Kriminalpolizei Künzelsau nun nach Zeugen, die die Auseinandersetzung auf dem gut frequentierten Parkplatz beobachten konnten. Diese werden gebeten, sich unter der Telefon 07940/9400 zu melden.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn