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Nikolaus kommt mit Blaulicht

Der Nikolaus fährt am Sonntag, den 06.12.2020 ab 15:00 mit dem Feuerwehrfahrzeug durch das gesamte Stadtgebiet von Niedernhall (inclusive Giebelheide, Au,…) und verteilt an alle Kinder einen Schoko-Nikolaus.

Trotz Corona den Kindern eine Freude bereiten

Damit soll den Kindern trotz der Corona-Pandemie eine Freude bereitet werden. Das Anfahren des Nikolaus kann man über das aufleuchtende Blaulicht  erkennen.

Wichtig: Abstandsregeln beachten

Coronabedingt ist es aber von größter Bedeutung, dass die Kinder vom Nikolaus Abstand halten. Die Eltern sind angehalten, auf die Abstandsregeln acht zu geben.

Quelle: Stadt Niedernhall

 




Zurzeit 305 ausreisepflichtige Personen mit Duldung in Hohenlohe

Der Hohenloher Landtagsabgeordnete Anton Baron (AfD) hatte gemeinsam mit seinem Schwäbisch Haller Kollegen Udo Stein bei der baden-württembergischen Landesregierung eine kleine Anfrage zu aktuellen Asylzahlen in den Landkreisen Hohenlohe und Schwäbisch Hall eingereicht.

Thomas Strobl hat geantwortet

Die Zahlen zur Unterbringung von Asylbewerbern und Personen mit sonstigem Asylstatus in den beiden Landkreisen seien bereits im März 2017 erfragt worden. Durch die vorliegende Kleine Anfrage sollen jetzt „einerseits die damals herausgefundenen Zahlen aktualisiert, andererseits aber auch weitere relevante Aspekte wie die Prävalenz einer Berufstätigkeit bei den thematisierten Personen abgefragt werden“, begründet Baron. Geantwortet auf die kleine Anfrage hat nun Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl für sein Ministerium sowie das baden-württembergische Wirtschaftsministerium.

„Die Zahlen bei der vorläufigen Unterbringung sind seit Mitte 2018 weitgehend stabil“

Die nun vorliegenden Ergebnisse kommentiert Baron wie folgt: „Die Zahlen bei der vorläufigen Unterbringung sind seit Mitte 2018 weitgehend stabil, was jedoch einen konstanten Zustrom bedeutet. Hier liefert die Landesregierung auch die abgefragten Zahlen.“ Für andere Teilbereiche gelte das nicht: „Wegen eines angeblich zu hohen Verwaltungsaufwandes wird auf die Angabe von Zahlen zu Beschäftigung, Altersstruktur und Staatsbürgerschaft verzichtet“, monierte Baron. Die Zahl von über 1.000 ausreisepflichtigen, aber geduldeten Personen zeige laut dem AfD-Politiker, „dass bei weitem nicht alle als Asylbewerber ins Land gekommenen Personen eine Schutzberechtigung haben.“

Keine aktuellen Zahlen für November und Dezember 2020

Baron und Stein wollten von der Landesregierung unter anderem wissen, wie „sich die Belegung und die Kapazitäten bei Einrichtungen zur vorläufigen Unterbringung von Asylbewerbern seit März 2017 jeweils monatlich entwickelt haben“. Der Innenminister fügte in seiner Antwort Tabellen bei, aus denen die Belegung sowie die Gesamtkapazität der Flüchtlingsunterkünfte der vorläufigen Unterbringung in Hohenlohe zu entnehmen sind. Im Vergleich zum März 2017 (Stand damals: 1.344 Gesamtkapazität bei 719 Personen Belegung) sank sowohl die Gesamtkapazität als auch die Belegung: auf 184 Plätze beziehungsweise 119 belegte Plätze im Oktober 2020 (Tabelle siehe unten).

„Grundsätzlich obliegt die Anschlussunterbringung den Kommunen“

„Grundsätzlich obliegt die Anschlussunterbringung gemäß dem baden-württembergischen Flüchtlingsaufnahmegesetz (FlüAG) den Kommunen“, schreibt der Innenminister auf die Frage nach der Anzahl der Personen in der Anschlussunterbringung. „Die Daten werden von den betroffenen Gemeinden beziehungsweise Kreisen nicht statistisch erfasst und wurden mit hohem Aufwand einzeln erhoben.“ Danach würden sich in den Gemeinden im Hohenlohekreis aktuell 515 Personen in Unterkünften der Anschlussunterbringung befinden.

„Eine belastbare Aussage zur Anzahl der ausreisepflichtigen Personen ohne Duldung kann derzeit nicht getroffen werden.“

Auch zur Frage wie viele nicht geduldete ausreisepflichtige, geduldete ausreisepflichtige, subsidiär schutzberechtigte und asylberechtigte Personen sich in den Landkreisen Hohenlohe und Schwäbisch Hall befinden, fügt Strobl eine Tabelle bei. Er schreibt dazu: „Der nachfolgenden tabellarischen Aufstellung liegt die Statistik des Ausländerzentralregisters zugrunde. Eine belastbare Aussage zur Anzahl der ausreisepflichtigen Personen ohne Duldung kann derzeit nicht getroffen werden.“ Dafür müsse zunächst das Ausländerzentralregister bereinigt werden, was aber noch nicht abgeschlossen sei. Laut der beigefügten Tabelle befinden sich in Hohenlohe zurzeit 305 ausreisepflichtige Personen mit Duldung, 211 subsidiär Schutzberechtigte sowie drei Asylberechtigte.

Keine statistische Erhebung zur Erwerbsarbeit

Auch zur Frage nach Geschlecht, Alter und Staatsbürgerschaft der Personen in vorläufiger Unterbringung konnte der Innenminister „keine belastbare Aussage treffen, da keine entsprechende statistische Erhebung erfolgt. Eine Auswertung würde eine Durchsicht aller Einzelfälle erfordern, was mit vertretbarem Verwaltungsaufwand nicht zu leisten sei.“ Ebenfalls nicht  erfasst wird laut Wirtschaftsministerium, wie viele der Personen zur Erwerbsarbeit berechtigt sind und wie viele davon berufstätig beziehungsweise arbeitslos sind. „Es erfolgt auch keine entsprechende statistische Erfassung über das Ausländerzentralregister.“ Ebenfalls verzichtet wird angesichts eines unverhältnismäßig hohen Arbeitsaufwands auf die Abfrage bei den zuständigen Behörden, wie sich die Asylsuchenden auf die jeweiligen Gemeinden der Landkreise verteilen: „In der Statistik des Ausländerzentralregisters erfolgt in Bezug auf die Art der Unterbringung keine und in Bezug auf den Aufenthaltsstatus keine gemeindescharfe Erfassung.“ Die Aufschlüsselung könne daher nur nach der Zuständigkeit der unteren Ausländerbehörden in einer Tabelle erfolgen.

Im Hohenlohekreis gibt es in folgenden Gemeinden Einrichtungen zur vorläufigen Unterbringung: in Künzelsau zwei und jeweils eine Einrichtung in Kupferzell und Neuenstein.

Quelle: Landtagsbüro von Anton Baron

 

Die monatliche Entwicklung der Gesamtkapazität und der Belegung der Flüchtlingsunterkünfte der vorläufigen Unterbringung im Hohenlohekreis. Screenshot: GSCHWÄTZ

 

Dieser Aufstellung liegt die Statistik des Ausländerzentralregisters zugrunde. Screenshot: GSCHWÄTZ

 

Kommunen mit Unterkünften der vorläufigen Unterbringung im Hohenlohekreis. Screenshot: GSCHWÄTZ

 




„Wir lassen unser Licht strahlen in der Dunkelheit“

Unter dem Motto „Wir lassen unser Licht strahlen in der Dunkelheit“ findet laut Pressemitteilung am Sonntag, den 06. Dezember 2020, eine Querdenken-Demo in Öhringen statt. Die angemeldete Versammlung startet um 16 Uhr auf dem Marktplatz. Es wird Rede- und Musikbeiträge geben und einen Lichterspaziergang um den Hofgartensee. Redner sind unter anderem Tobias Loose von „Eltern für Aufklärung“ sowie ein Überraschungsgast. Eigene Laternen können mitgebracht werden, Fahnen und Flaggen sollten jedoch zu Hause bleiben. Auch Hunde sind auf der Versammlungsfläche nicht erlaubt.

 




Streit auf dem Krankenhausparkplatz

Am Sonntag, den 29. November 2020, kam es auf einem Parkplatz des Öhringer Krankenhauses zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen drei Personen. Zwei 35 und 30 Jahre alte Männer waren gegen 16.45 Uhr mit einem 25-Jährigen auf dem Parkplatz in der Kastellstraße in Streit geraten. Der 25-Jährige wollte sich aus der Situation entfernen, wurde aber vom 30-Jährigen festgehalten und im Anschluss daran vom 35-Jährigen mit einem Kopfstoß zu Fall gebracht. Die beiden älteren Männer nahmen daraufhin den Autoschlüssel des Jüngsten an sich, bevor dieser ins Krankenhaus flüchten und von dort die Polizei verständigen konnte.

Zur Klärung des Sachverhalts sucht die Kriminalpolizei Künzelsau nun nach Zeugen, die die Auseinandersetzung auf dem gut frequentierten Parkplatz beobachten konnten. Diese werden gebeten, sich unter der Telefon 07940/9400 zu melden.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn




Vollsperrung der K 2366 wegen Fahrbahnsanierung

Die Kreisstraße K 2366 muss von Freitag, den 11. Dezember 2020, bis voraussichtlich Samstag, den 19. Dezember, vom Kupferzeller Ortsende bis inklusive Abzweig nach Feßbach gesperrt werden. Die Sanierung der Fahrbahndecke ab dem Jahnweg erfolgt durch das Straßenbauamt des Hohenlohekreises in einem Bauabschnitt. Auf einer Länge von rund 800 Metern wird die Asphaltdecke abgefräst und anschließend mit einer Asphaltbinderschicht verstärkt. Zum Schluss erhält die Straße eine neue Asphaltdeckschicht.

Die Zufahrten sind während der Bauarbeiten bis zur Baustelle gewährt. Die Umleitung erfolgt ab Feßbach über Kupferzell – B19 – Hesselbronn – Goggenbach und umgekehrt.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis




Schneewittchen muss sterben

War der erste Pandemie-Shutdown im Frühjahr 2020 noch geprägt von Angst vor dem Virus (wir berichteten), tangiert der zweite Teil-Lockdown die Bürger nur noch peripher, wenn sie nicht selbst oder ein Angehöriger vom Coronavirus unmittelbar betroffen sind. Das ergaben mehrere Coronastudien, über die unter anderem die Wochenzeitung die Zeit berichtet hat (unter anderem: https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2020-11/depression-corona-pandemie-psychische-gesundheit-einsamkeit-lockdow

Vielmehr überwögen mittlerweile Ängste hinsichtlich der Wirtschaft und dem drohenden Verlust des Arbeitsplatzes bedingt durch die Kurzarbeit in vielen Branchen und Firmen. Denn wie heißt es so schön: Nach der Kurzarbeit folgen nicht selten die Entlassungen.

Und in manchen Firmen haben diese gerade begonnen. Der Schraubenhändler Berner beispielsweise verabschiedet sich derzeit am Künzelsauer Standort von langjährigen Mitarbeitern, die mehrere Jahrzehnte in dem Unternehmen gearbeitet haben.

Aber nicht nur wirtschaftliche Ängste, auch die psychischen Belastungen, etwa durch die mehrmonatige Doppelbelastung vieler Familien mit Arbeit und homeschooling, addieren sich zu einem Gesamtpaket, bei dem aktuell nur noch wenig der Virus und die Pandemiebekämpfung im Mittelpunkt des Blickfeldes steht, sondern daraus resultierende individuelle Sorgen. Das ist verständlich.

Und doch: Die mediale Masken-Dauerberieselung und das ständig blinkende Covid-Warnsystem bewirkt eine mittelfristige Abstumpfung. Man hört die Zahlen, verfolgt sie und ansonsten kauft man halt die Weihnachtsgeschenke vermehrt bei Amazon anstatt beim Geschäft ums Eck. Was fehlt in dieser Coronaschmelze ist, so schlimm sich anhört, ein drastisches Beispiel für einen Krankheitsverlauf.

Denn das vorherrschende Vorgehen des Virus‘ ist nach wie vor das Prinzip Darwin: Die Alten, Schwachen, Vorerkrankten erwischt es in der Regel schlimmer als die Jungen und Gesunden. In der Regel. Doch gibt es auch Ausnahmen. Immer wieder liest man vereinzelt von Kindern, Jugendlichen, jungen Menschen – scheinbar ohne Vorerkrankungen, die es erwischt hat. Der Fall Schneewittchen – jung, schön, am Beatmungsgerät – würde viele aufrütteln, bewegen, mitleiden lassen. Doch solange sich noch kein Schneewittchen medial zeigt, die es erwischt hat, geht die gedankliche Coronakernschmelze weiter. Die Bürger schmieden wieder Urlaubspläne, ein Impfstoff scheint in greifbarer Nähe. Und wenn es einen unverhofft dann doch noch erwischt, bevor die Pandemie vorüber ist, wünscht man sich sehnlichst Schneewittchen an seine Seite.

Ein Kommentar von Dr. Sandra Hartmann




Landratsamt erhält für Corona-Nachverfolgung Unterstützung durch Ziehl-Abegg

Wie der Motoren- und Ventilatorenhersteller Ziehl-Abegg mitteilt, unterstützt er das Gesundheitsamt des Hohenlohekreises bei der Corona-Fallermittlung und der Corona-Holtline. Drei Mitarbeiter von Ziehl-Abegg arbeiten derzeit in der Corona-Abteilung im alten Künzelsauer Krankenhaus.

Peter Fenkl: „Der Kampf gegen die Pandemie geht uns alle an“

„Der Kampf gegen die Pandemie geht uns alle an“, sagt der Vorstandsvorsitzende von Ziehl-Abegg, Peter Fenkl. Im Frühjahr waren auch Mitarbeitende von Ziehl-Abegg in Quarantäne oder an Corona erkrankt. „Da haben wir erlebt, wie wichtig die Arbeit des Gesundheitsamts ist“, erinnert sich Fenkl. Damals habe das Unternehmen schnell mit Schutzausrüstung geholfen: FFP2-Masken für die zentrale Abstrichstelle und begehrte Gesichtsschilde; entweder aus dem 3D-Drucker oder gefräst aus der Lehrwerkstatt – und das Öhringer Krankenhauspersonal schickte Ziehl-Abegg wurde mit 250 Schoko-Osterhasen bedacht.

Schnelle Auffassungsgabe und starke Kommunikativfähigkeit gefordert

„Als wir in der Zeitung gelesen haben, dass viele Gesundheitsämter über einen Mangel an engagierten und geeigneten Mitarbeitern klagen, haben wir den Landrat kontaktiert“, erzählt Fenkl. Dr. Neth war positiv überrascht und hat das Angebot gerne angenommen.„Die Ermittlung von Kontaktpersonen Infizierter muss schnell und gewissenhaft erfolgen; auch die Informationsübermittlung muss schnell und stimmig sein“, sagt Landrat Dr. Matthias Neth.   Als Anforderungsprofil sieht der Landrat konkret zwei Punkte: schnelle Auffassungsgabe und starke Kommunikativfähigkeit.

„Es war schon ganz viel an Information, die es zu verarbeiten gab“

Drei Ziehl-Abegg-Beschäftigte arbeiten jetzt im Dienste der Corona-Task-Force: Lisa Ehret, Isabel Joos und Marcel Nohe „Es war schon ganz viel an Information, die es zu verarbeiten gab“, sagt Nohe, der sonst im internationalen Controlling eingesetzt ist. „Der Einsatz im Gesundheitsamt ist eine spannende und neue Erfahrung“, meint er. Zwei Tage seien er und seien Kolleginnen eingelernt worden. Jetzt können sie fast alle Fragen zur Quarantäne, zu Landesgesetzen und zu Covid-19 im Allgemeinen beantworten. Nohe weiter: „Wenn wir etwas nicht wissen, können wir uns unkompliziert sachkundige Unterstützung bei den Profis im Nachbarzimmer holen.“

Wegen der Durchlüftung etwas kühl

Etwas kühl war es beim Ortstermin, denn selbstverständlich wurde gut und dauerhaft gelüftet. Peter Fenkl ließ sich nicht lumpen und hat  mehrere CO2-Warnmelder zugesagt, mit denen solide Aussagen zur Luftqualität möglich sind und die ein gezieltes Stoßlüften ermöglichen.

Landrat Dr. Neth ist froh um Unterstützung

Insgesamt ist Dr. Neth froh über jede qualifizierte Unterstützung seitens der regionalen Unternehmen. Dr. Neth: „Wenn wir alle gemeinsam – wie bei uns im Hohenlohekreis – mithelfen, können wir noch mehr gegen die Ausbreitung des Corona-Virus‘ unternehmen.“

Ziehl-Abegg-Mitarbeiterin Lisa Ehret arbeitet an der Corona-Hotline im Gesundheitsamt; hinter ihr sind Vorstandsvorsitzender Peter Fenkl (links) und Landrat Dr. Matthias Neth. Foto: Ziehl-Abegg / Rainer Grill

Corona-Hotline managen statt bei Ziehl-Abegg Industrieluft schnuppern: Isabel Joos (Zweite von links), Marcel Nohe und Lisa Ehret in Gesundheitsamt Künzelsau; flankiert von Firmenchef Peter Fenkl und Landrat Dr. Matthias Neth (rechts). Foto: Ziehl-Abegg / Rainer Grill 




Unfallflucht – Zeugen gesucht

Wie die Polizei mitteilt, wurde der Mercedes eines 53-Jährigen wurde am Dienstagmittag, 01. Dezember 2020, beim Überholvorgang eines unbekannten Autofahrers auf der B19 bei Künzelsau beschädigt.

Die Polizei beschreibt den Unfallhergang wie folgt: Der Mercedesfahrer war gegen 13 Uhr auf der Bundesstraße in Richtung Schwäbisch Hall unterwegs, als er auf Höhe der Anschlussstelle Taläcker von einem silbernen BMW der X-Baureihe mitsamt Anhänger überholt wurde. Der Fahrer des BMWs wechselte zunächst vom rechten auf den linken der beiden Fahrstreifen und fuhr an dem Mercedes vorbei. Beim Wiedereinscheren auf die rechte Spur, streifte der am BMW befindliche Anhänger die Front des Mercedes. Dabei entstanden Schäden in Höhe von circa 1.200 Euro. Der Lenker des BMWs fuhr nach dem Unfall weiter und verließ die Bundesstraße in Richtung Kupferzell.

Polizei sucht Zeugen

Der Fahrer des BMWs wird als Mann mittleren Alters, mit Brille und Basecap beschrieben. Dieser oder Zeugen, die Angaben zum BMW oder dessen Fahrer machen können, werden gebeten, sich bei der Polizei Künzelsau, Telefon 07940 9400, zu melden.




Kochertalbahn: Pendlerverkehr völlig unterschätzt?

Ein “hohes Nachfragepotenzial“ bescheinigt die PTV Transport Consult GmbH, die im Auftrag des Verkehrsministeriums die 42 Bahnstrecken bewertet hat, der Kochertalbahn. Man rechnet bei PTV mit einer „Einsteigerzahl“ von 1.390 Personen an einem Schultag, die im Durchschnitt bei jeder Fahrt fast 9 Kilometer mit der Bahn zurücklegen.

Schülerbeförderung vorrangig bewertet

Hohen Wert legt PTV bei ihren Kriterien auf die Schülerbeförderung – hier erreicht die Kochertalbahn die Höchstpunktzahl, da sich mehr als 5.000 Schulplätze im unmittelbaren Einzugsbereich (bis 1.000 Meter Entfernung) der Bahn befinden.

Wenige Punkte konnte die Kochertalbahn bei den beiden Bewertungskriterien Infrastruktur und Netzwirkung holen: Da die Gleise komplett abgebaut sind und PTV daher mit einer längeren Realisierungszeit rechnet und da es sich „nur“ um eine Stichstrecke und nicht um eine Verbindungsstrecke handelt, kann die Kochertalbahn in diesem Bewertungskatalog nicht punkten.

Pendler angemessen berücksichtigt?

Nur über den Umweg über die geschätzten Personenkilometer ist der Pendlerverkehr in den Bewertungskriterien der PTV enthalten. Gerade die besondere Struktur mit den beiden Arbeitsplatzzentren Gewerbegebiet und Stadt Künzelsau mit Gaisbach an den Endpunkten der Bahn, jeweils mit sehr vielen Arbeitsplätzen, hätten sicherlich zu Vorteilen bei der Bewertung geführt.

5.000 Schul- und 15.000 Arbeitsplätze im unmittelbaren Einzugsbereich

Schließlich sind im Pendlerverkehr gut gefüllte und damit rentable Bahnen in beiden Richtungen zu erwarten, denn den 5.000 Schulplätzen stehen im unmittelbaren Einzugsbereich mehr als 15.000 Arbeitsplätze gegenüber. Eine deutliche Verkehrsverlagerung von der B19 auf die Bahn könnte auch eine höhere CO2-Einsparung ergeben als die PTV annimmt.

Es liegt jetzt an der lokalen Politik, dem Landratsamt und den Gemeinden Künzelsau, Kupferzell und Waldenburg, diese Vorteile in den folgenden Kosten-Nutzen-Analysen und der standardisierten Bewertung deutlich herauszuarbeiten.

Andere Strecken in der Region

Zwei weitere stillgelegte Bahnstrecken gibt es in der Region. Zum einen die Jagsttalbahn zwischen Dörzbach und Möckmühl, deren Reaktivierung immer wieder in den Raum gestellt wurde. Die Chancen auf eine neue Jagsttalbahn dürften allerdings nahezu auf Null gesunken sein, da sie in diesem Wettbewerb nicht mehr vertreten war. Außerdem mehren sich im Jagsttal die Stimmen, die die Flächen der ehemaligen Bahnhofsgelände anderweitig nutzen wollen.

Die zweite regionale Strecke ist die Strecke Blaufelden-Langenburg, die von einem Verein restauriert wird. Diese Strecke hat es zwar in die 42 Strecken geschafft, die vom Verkehrsministerium untersucht wurden, belegte allerdings im Rahmen der Bewertungskriterien der PTV den letzten Platz. Eine Förderung ist daher sehr unwahrscheinlich.

Text: Matthias Lauterer

Im Norden Baden-Württembergs wurden nur wenige Bahnstrecken bewertet. Foto: Verkehrsministerium BW




Neue Broschüre „In Künzelsau ist was los“

Ganz neu konzipiert wurde die Broschüre „In Künzelsau ist was los“. Neben dem bisherigen städtischen Kulturprogramm umfaßt sie jetzt weitere Veranstaltungen und Aktionen von verschiedenen Anbietern sowie touristische Angebote wie Erlebnistouren, Stadtführungen oder die vielseitigen Rad- und Wanderwege in und um Künzelsau.

Pandemiegerecht

„Pandemiegerecht könnten wir einiges möglich machen. Alle Beteiligten sind bereit, sobald sich die Lage deutlich verbessert“, so Bürgermeister Stefan Neumann.

Zwei Ausgaben pro Jahr geplant

Seit Oktober 2020 ist die neue Broschüre im Umlauf, die zukünftig zweimal im Jahr aufgelegt wird. Sie ist Bürgerbüro im Künzelsauer Rathaus, in den Geschäften in Künzelsau sowie in den Rathäusern im Hohenlohekreis erhältlich. Außerdem ist die Broschüre als PDF-Dokument unter http://www.kuenzelsau.de/inkuenzelsauistwaslos zu finden.

Renate Kilb, Helen Bühler und Laura Asum (von links nach rechts) vom Kultur- und Marketingbereich der Stadtverwaltung Künzelsau freuen sich über die neue Broschüre. Foto Stadtverwaltung Künzelsau.

Die neue Broschüre „In Künzelsau ist was los“ erscheint in neuem Design und Format. Foto Stadtverwaltung Künzelsau.