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Drastische Worte von Minister Herrmann: „Es gibt ein Leben nach Corona, jedenfalls für die meisten“

Es tut sich was im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in der Region. Nicht nur, dass es in Baden-Württemberg gute Chancen für die Reaktivierung der Kochertalbahn und der Strecke Heilbronn-Marbach gibt – auch von Crailsheim soll man ab 2024 mit der S-Bahn bis Ansbach und Nürnberg fahren können.

Föderalismus macht das scheinbar einfache Projekt kompliziert

Obwohl die Schienenstränge bereits liegen, war für dieses Projekt eine länderübergreifende Zusammenarbeit auf ministerieller Ebene notwendig. Daher wurde am Freitag, den 04. Dezember 2020, eine Gemeinsame Erklärung der Länder Bayern und Baden-Württemberg sowie der Landkreise Ansbach und Schwäbisch-Hall unterzeichnet. Genauer: Es wurden vier Exemplare dieser Erklärung von je einem Beteiligten unterzeichnet, denn die Unterzeichnungszeremonie fand mittels einer Videokonferenz statt.

Verlängerung der bestehenden S4 bis Crailsheim

Die bestehende S-Bahn-Linie S4 von Nürnberg über Ansbach nach Dombühl soll über die bisherige Endstation hinaus über Schnelldorf bis Crailsheim verlängert werden. Ein zusätzlicher Halt wird am stillgelegten Bahnhof in Satteldorf-Ellrichshausen eingerichtet. Außerdem werden die regionalen Busverkehre an die neue S-Bahn angepasst.

Länderübergreifende Kooperation

Alle Beteiligten freuen sich darüber, dass es gelungen sei, die Regionen enger miteinander zu verzahnen. Ansbachs Landrat Dr. Jürgen Ludwig: „Die Einrichtung der S4 zwischen Dombühl und Crailsheim ist ein wichtiger Schritt: für Pendler, für den Berufsverkehr und für den Freizeitverkehr in der Region.“ Er rechnet mit deutlich mehr als 500 Personen pro Tag, die die S-Bahn nutzen werden. Ludwig weist darauf hin, dass es aus dem Kreis Ansbach in Richtung Crailsheim „erhebliche Pendlerströme“ gebe „stärker als in die benachbarten bayrischen Landkreise“. Auch der Schwäbisch-Haller Landrat Gerhard Bauer ist „überzeugt, dass diese Lösung ein voller Erfolg wird.“ Geradezu historisch sei die Zusammengehörigkeit von Ansbach und Crailsheim, schließlich gehörte Crailsheim zum Fürstentum Ansbach, meint Ludwig, und Bauer ergänzt: „Die beiden Landkreise Ansbach und Schwäbisch Hall, in denen die Menschen vielfältige Beziehungen und Freundschaften pflegen, wachsen auch im Zugverkehr weiter zusammen.“

Relativ geringe Kosten

Die Investitionskosten sind relativ gering, da die Strecke bereits vorhanden ist. Im Wesentlichen müssen nur die Bahnhöfe S-Bahn-tauglich ausgebaut werden, man geht von Kosten in Höhe von etwa drei Millionen Euro aus. Die Finanzierung sei gesichert, auch unter Berücksichtigung der Corona-Pandemie. „Es gibt ein Leben nach Corona, jedenfalls für die meisten“, sagte Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Herrmann und meinte damit wohl, dass man seinen Blick auch in eine Zukunft jenseits der Pandemie richten soll. Die Finanzierung sei per Gesetz verabschiedet, „da müssten schon Bundestag und Bundesrat Gesetze ändern. Da sehe ich heute niemanden, der das wollte.“

Über die Betriebskosten lässt sich noch nichts Genaues sagen, abhängig vom Verkehrsvertrag rechnet Herrmann für Baden-Württemberg mit Kosten von rund einer Million Euro pro Jahr. Aktuell, so die Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr, sei der derzeitige S-Bahn-Betreiber, die DB Regio, aufgefordert, ein Angebot für die verkehrlichen Mehrleistungen abzugeben. Darauf aufbauend wird der finanzielle Rahmen zwischen den beiden Ländern abgestimmt. Die Besteller, in Bayern die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) und in Baden-Württemberg die Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW), entscheiden dann endgültig.

Text: Matthias Lauterer

S-Bahn-Zug. Symbolbild. Quelle: pixabay

S-Bahn Erweiterung nach Crailsheim mit erwarteten Fahrgastströmen. Quelle: Staatsministerium für Verkehr Bayern.

 




Längere Sperrung des Kanalwegs zwischen Ohrnberg und Sindringen

Die ursprünglich bis einschließlich Montag, den 07. Dezember 2020, geplante Sperrung des Kanalwegs zwischen dem Ortsausgang von Ohrnberg und Sindringen wird verlängert. Sie dauert nun bis Montag, den 14. Dezember  2020.

Grund ist der Wintereinbruch in der vergangenen Woche, der die anberaumten Gehölzpflege- und Baumfällarbeiten erheblich verzögert hat.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis

 




„Künzelsau ist ein guter Nährboden für Startups und Gründer“

Bereits seit 2017 bietet die Stadtverwaltung Künzelsau mit vielen weiteren Akteuren das Konzept „Verwirkliche Deinen Traum in Künzelsau“ für Unternehmensgründer an. Beim diesjährigen Landeswettbewerb von Start-up BW Local schaffte die Stadt neben Bad Saulgau und Magstadt in der Kategorie „Gemeinde bis 20.000 Einwohner“ den Einzug ins Landesfinale, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung. Das virtuelle Finale fand am Donnerstag, den 03. Dezember 2020, statt und wurde live im YouTube-Kanal von Start-up BW übertragen.

Erster Platz

Bei der Preisverleihung wurde Künzelsau mit dem ersten Platz in der Kategorie „Gemeinde“ prämiert und darf sich über 10.000 Euro Preisgeld freuen. „Das Geld wird zu 100 Prozent in die Startups gehen“, so Thorben Heinrichs (hfcon GmbH & Co. KG / Digital Hub Heilbronn-Franken) als Vertreter der Stadt Künzelsau. Er ist regionaler Partner und Unterstützer des Modells. Mit dem Gründerfonds „Hohenlohe 4 Talents“ und weiteren Leistungen trägt er einen wesentlichen Teil zur Erweiterung und nachhaltigen Entwicklung des Konzepts bei.

Videopräsentation

Im Vorfeld fanden Dreharbeiten für die Videopräsentation statt. Im Video-Clip hat Christoph Bobrich, zuständig für die Wirtschaftsförderung bei der Stadtverwaltung Künzelsau, den Weg eines Gründers und Künzelsau vorgestellt. „Wir freuen uns riesig über den Gewinn“, so Bürgermeister Stefan Neumann in der Mitteilung. „Herzlichen Dank allen am Projekt Beteiligten. Künzelsau ist ein guter Nährboden für Startups und Gründer. Christoph Bobrich ist unser kompetenter Ansprechpartner, der Gründer gerne unterstützt.“ Anschließend hatte die Jury die Möglichkeit noch offene Fragen zu stellen. Die Zuschauer bekamen die Möglichkeit, für ihren Favoriten in der jeweiligen Kategorie online abzustimmen.

Ansprechpartner

Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg, Referat 43 – Initiative für Existenzgründungen und Unternehmensnachfolge (ifex), Henning Schimpf | Projektleitung Start-up BW Local, Telefon 0711/123 2217 und E-Mail henning.schimpf@wm.bwl.de

Stadtverwaltung Künzelsau, Stuttgarter Straße 7, 74653 Künzelsau, Pressestelle, Elke Sturm, Telefon 07940/129 122 und E-Mail elke.sturm@kuenzelsau.de

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau

Thorben Heinrichs, Geschäftsführer hfcon und Projektleiter des Digital Hub Heilbronn-Franken, vertrat die Stadt Künzelsau. Foto: hfcon GmbH & Co. KG / Digital Hub Heilbronn-Franken

Beratungssituation mit Christoph Bobrich (rechts) und einem Gründer. Christoph Bobrich begleitet und unterstützt Gründer in Künzelsau beim „Verwirklichen ihres Traums“. Foto: Stadtverwaltung Künzelsau




Unfall mit hohem Sachschaden

Schäden in Höhe von knapp 20.000 Euro entstanden am Freitag, den 04. Dezember 2020, bei einem Unfall auf einer Landstraße bei Neuenstein. Eine 30-Jährige fuhr gegen 16 Uhr in ihrem Fiat von Niedernhall in Richtung Neuenstein-Neufels und wollte an der dortigen Einmündung nach links auf die Bundesstraße in Richtung Künzelsau abbiegen.

Weil die Lenkerin eines aus Richtung Künzelsau kommenden Renaults nach rechts blinkte, fuhr die Fiat-Fahrerin los. Die Renault-Fahrerin wollte allerdings gar nicht nach rechts abbiegen, sondern fuhr weiter geradeaus, sodass es im Einmündungsbereich zum Zusammenstoß der beiden Fahrzeuge kam. Beide Autofahrerinnen blieben unverletzt, die Autos mussten jedoch abgeschleppt werden.




Biber ruft Feuerwehr auf den Plan

Am Samstag, den 05. Dezember 2020, wurde die Freiwillige Feuerwehr Weißbach um 5.49 Uhr alarmiert. Grund hierfür war ein umgestürzter Baum, der auf der Kochertalstraße lag. Vor Ort angekommen, stellten die Floriansjünger fest, dass der Baum offenbar durch einen Biber gefällt worden war.

Der Baum wurde zerkleinert, beseitigt und die Fahrbahn gereinigt. Bei der weiteren Erkundung stellte sich heraus, dass in der näheren Umgebung noch zwei weitere Bäume von dem Nagetier bearbeitet worden waren. Diese wurden nach Absprache mit der Polizei aus Sicherheitsgründen ebenfalls gefällt.

Quelle: Feuerwehr Weißbach

 

Der Biber hatte sich noch an weiteren Bäumen ausgetobt. Foto: Feuerwehr Weißbach




Mit Blaulicht zu den Kindern

Er war schon von weitem zu sehen: Mit Blaulicht und der örtlichen Feuerwehr kam am Sonntag, den 06. Dezember 2020, der Nikolaus nach Niedernhall. Auf dem Feuerwehrauto hatte er einen Sack voller Schoko-Nikoläuse dabei.

Diese verteilte er an die Kinder im gesamten Stadtgebiet und brachte so ihre Augen zum Strahlen. Mit der Aktion sollte den Kindern trotz der Corona-Pandemie eine Freude gemacht werden.




Künzelsauer Gemeinderat berät über den Haushalt 2021

Am Dienstag, den 08. Dezember 2020, berät der Gemeinderat über den Haushalt für das Jahr 2021. Neben der Haushaltsberatung wird die EnBW ihre Planungsabsicht für eine Photovoltaik-Freiflächenanlage in Belsenberg vorstellen und es wird über eine eventuelle Untersagung von Silvesterfeuerwerk auf belebten Straßen und Plätzen diskutiert werden.

In der Folgesitzung am 15. Dezember 2020 soll der Haushalt verabschiedet werden.

Beide Sitzungen beginnen um 18:00 und die Öffentlichkeit kann die Sitzungen im Sitzungssaal (3.Stock) des Rathauses mitverfolgen.

Beide Sitzungen sind hybride Sitzungen, das heißt, dass es den Räten freigestellt ist, ob sie im Saal oder per Videokonferenz teilnehmen.

Text: Matthias Lauterer

Hybride Gemeinderatssitzung in Künzelsau. Foto: GSCHÄTZ




Mit originellen Shopping-Video-Clips gewinnen

Wer gerne in Künzelsau einkauft, hat schon gewonnen, nämlich eine gute Beratung während eines entspannten Einkaufserlebnisses. Wer aber auch frei von der Leber weg sagt, warum er oder sie in Künzelsau einkaufen geht und das auch noch in einem kurzen Video-Clip festhält, kann einen tollen Weihnachtsbaum gewinnen“, so die Stadtverwaltung Künzelsau in einer aktuellen Pressemitteilung.

Weihnachtsbäume zu gewinnen

Die Stadtverwaltung Künzelsau hält für die Einsender der originellsten Clips Weihnachtsbäume bereit. „Wir sind gespannt, was sich die Künzelsauer Kunden einfallen lassen und freuen uns auf pfiffige Clips“, sagt Bürgermeister Stefan Neumann. Die Einsender der besten Clips können sich über herrliche Nordmanntannen in einer Größe von 1,50 bis 2,50 Meter freuen.

Bis 17. Dezember geht die Aktion

Die Video-Clips sollen bis Donnerstag, 17. Dezember 2020 bei der Stadtverwaltung Künzelsau eingegangen sein: per Facebook- oder Instagram-Nachricht bzw. per E-Mail an mailto:helen.buehler@kuenzelsau.de . Die Gewinner werden zeitnah informiert, damit sie ihren Baum rechtzeitig vor Weihnachten abholen können. Die Einsender erklären sich mit der Veröffentlichung, auch auf allen städtischen Social-Media-Kanälen, einverstanden.

Statt Winterlounge und Hüttenmeile

Die Aktion hat sich die Stadtverwaltung kurz entschlossen einfallen lassen, weil weder die Winterlounge noch die Hüttenmeile aufgrund des aktuellen Pandemiegeschehens stattfinden können. Die Nordmanntannen waren jedoch bereits für die Dekoration bestellt und können so noch Weihnachtsfreude bereiten.

Im Video oben hat GSCHWÄTZ-Video-Reporter Dr. Felix Kribus Weihnachtsbaumverkäufer Florian und seine Kunden am Wertwiesenparkplatz in Künzelsau befragt – damals, 2019, noch ohne Maske.

 

 

Weihnachtsbäume wie diese in der Künzelsauer Hauptstraße kann gewinnen, wer der Stadtverwaltung originelle Video-Clips zum Einkaufen in Künzelsau schickt. Foto: Stadtverwaltung Künzelsau

Weihnachtsbäume wie diese in der Künzelsauer Hauptstraße kann gewinnen, wer der Stadtverwaltung originelle Video-Clips zum Einkaufen in Künzelsau schickt. Foto: Stadtverwaltung Künzelsau

 

 




Höhere Chancen, Corona zu bekommen, wenn man arm ist

In einem aktuellen Artikel der Wochenzeitung Die Zeit analysiert die Autorin Anna Mayr mehrere Studien zum Thema: Corona und Ansteckung. Das Ergebnis: Menschen aus ärmeren Bevölkerungsschichten stecken sich im Durchschnitt häufiger mit dem Virus an als reiche. https://www.zeit.de/2020/49/soziale-ungleichheit-corona-ansteckungsgefahr-arm-reich

Hat man zu Hause mehr Platz, ist das während einer Quarantäne entspannter Luxus

Wie aber kommt es zu dieser Ungleichverteilung? Zum einen spielt die soziale Umgebung eine Rolle. Wenn man zu Hause bereits mehr Platz zum Leben und um sich zurückzuziehen hat, wirkt das Virus wohl weit weniger ansteckend wie einer Wohnung, in der vier Menschen auf wesentlich engerem Raum leben. Sich aus dem Weg zu gehen in einer Quarantänesituation ist hier schier unmöglich. Ebenso wenn man auf soziale Brennpunktviertel schaut. Es macht eben doch einen Unterschied, ob man in einem Haus mit Garten und Platz um sich herum wohnt oder in einer dicht an dicht bebauten Wohnsiedlung. Hier hat das Virus weit mehr Chancen, sich zu verbreiten. Im Juni 2020 ließ die Stadt Göttingen etwa einen ganzen Wohnkomplex einzäunen, weil 120 der 700 Bewohner infiziert gewesen seien (siehe Foto).

Das Nachsehen haben Supermarktkräfte

Aber auch das Arbeitsumfeld kann man sich eher flexibel gestalten, wenn man sein eigener Chef oder zumindest in einer Abteilung ist, in dem home office möglich ist. Das Nachsehen haben Pflegekräfte, Supermarktkräfte, Arbeiter auf dem Bau.

Chronischer Stress schwächt das Immunsystem

Weiterhin ergaben Studien, dass auch der existenzielle Stress eine Rolle spielt, wie schnell man sich das Virus einfangen kann. Die Menschen, die während und auch schon vor der Coronazeit permanent Ängsten ausgesetzt sind hinsichtlich des Bezahlens ihrer Miete oder ob sie ihren Job verlieren, tragen laut dem Artikel ein weit höheres Risiko in sich, an Corona zu erkranken. Denn: Chronischer Stress schwächt das Immunsystem. Und macht es demnach angreifbarer für Corona.

Auch die Ernährung spielt eine große Rolle. Das Virus trifft vermehrt Menschen mit Übergewicht und/oder Herzproblemen. Wer sich gesund ernährt, macht sich weniger angreifbar. Gesündere Ernährung überwiegt aber eher in Familien mit einem höheren Lebensstandard.

Zudem wird in diversen Studien vermutet, dass auch eine gewisse Unkenntnis in bildungsfernen Schichten dazu führt, dass sich ärmere Bevölkerungsgruppen häufiger anstecken: weil sie schlicht nicht wüssten, wie man sich schützen könne.




Krautheimer Werkstätten stellen Abfallkalender 2021 her

Vieles war durch die Corona-Pandemie im Jahr 2020 anders als gewohnt. Umso wichtiger war es der Abfallwirtschaft Hohenlohekreis (AWH) weiterhin auf die bewährte Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern im Kreis zu setzen. Hierzu gehört vor allem die langjährige Zusammenarbeit mit den Krautheimer Werkstätten für Menschen mit Behinderungen (WfbM). Die WfBM unterstützt die Abfallwirtschaft bei der fachgerechten Sammlung von Elektrogeräten auf den Recyclinghöfen. Die Geräte werden unter Einhaltung aller Standards in Krautheim händisch zerlegt. So werden beispielsweise Bildröhren und Kunststoffe zu neuen Produkten aufgearbeitet sowie Tintenpatronen und Tonerkartuschen ausgebaut und zur Wiederverwendung gesammelt. Durch den Gebrauchtbuchhandel der Krautheimer WfbM sind sechs Bildschirmarbeitsplätze entstanden. Die Beschäftigten der WfbM tragen mit der Sortierung und Einstellung der Bücher in den Onlineshop der WfbM dazu bei, dass sowohl Abfallmengen als auch wertvolle Rohstoffe zum erforderlichen Nachdruck der Bücher eingespart werden können.

Auflage 60.000 – Abfallkalender wird bei den Krautheimer Werkstätten erstellt

Seit drei Jahren wird auch der Abfallkalender des Hohenlohekreises mit einer Auflage von 60.000 Stück pro Jahr in den Krautheimer Werkstätten produziert. Die Abfallwirtschaft berücksichtigt verstärkt soziale Aspekte bei der Auftragsvergabe. „Wir freuen uns sehr, dass die Krautheimer Werkstätten Druck und Produktion des neuen Abfallratgebers wieder übernommen haben, sodass er wie gewohnt im Dezember an alle Haushalte im Hohenlohekreis verteilt werden kann“, unterstreicht Landrat Dr. Matthias Neth, der sich zusammen mit AWH-Geschäftsführer Sebastian Damm über die Arbeit in der Druckerei in Krautheim informierte. Coronabedingt musste der geplante Besuch aus Sicherheitsgründen per Videoschalte erfolgen. „Ich finde Ihr großes Engagement toll. Ihre Arbeit ist für den Hohenlohekreis von unschätzbarem Wert“, lobt Landrat Neth.

Behinderte Menschen bringen sich gemäß ihrer individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten ein

Die großformatigen Blätter des Abfallkalenders werden geschnitten und dann maschinell zusammengeführt. 2000 Stück in der Stunde laufen gefalzt und geheftet vom Band, werden von Beschäftigten der Abteilung Druckweiterverarbeitung abgenommen und für den Versand vorsortiert.  Zuletzt wird die Abfallkalender-Aufhängung eingebohrt. „Bei allen Arbeitsschritten in der WfbM spielt die Art der Behinderung keine Rolle“, erklärt Stefan Blank, Geschäftsführer der WfbM, „es wird stets darauf geachtet, dass niemand mit einer Tätigkeit über- oder unterfordert wird. Unser Ziel ist, dass sich jeder Einzelne mit der Unterstützung von Fachleuten, den individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten entsprechend in die große Vielfalt von Arbeitsprozessen erfolgreich einbringen kann.“

Überfüllte und falsch befüllte Tonnen: Ab 2021 wird Sonderleerung berechnet

Im neuen Abfallkalender finden sich wieder viele Informationen und Wissenswertes. Zum Beispiel ist die Qualitätsoffensive Thema. In der seit September 2020 laufenden Testphase wurden die Bürgerinnen und Bürger lediglich auf überfüllte Restmülltonnen oder Biotonnen mit zu vielen Fremdstoffen hingewiesen, indem ein entsprechender Aufkleber an der Tonne angebracht wurde. Ab Anfang 2021 wird für diese überfüllten Restmülltonnen oder falsch befüllten BETtys allerdings eine Sonderleerung plus eine Verwaltungsgebühr berechnet. Diese Kosten werden auf dem Gebührenbescheid des Folgejahres ausgewiesen.

Neuer Wertstoffhof bei der Deponie Stäffelesrain

Auch der neue Wertstoffhof Stäffelesrain ist Thema im Abfallkalender 2021. Auf dem Gelände der Deponie Stäffelesrain ist ein moderner Wertstoffhof mit viel Komfort für die Bürgerinnen und Bürger entstanden. Neben einem voll überdachten Anlieferungsbereich verfügt der neue Wertstoffhof über abgesenkte Container mit bequemer Einwurfmöglichkeit von oben und einer bodenebenen Abladefläche für schwere Abfälle.

Infos auch in der „Abfallinfo-HOK“-App

In KW 50/51 wird der Abfallkalender an alle Briefkästen im Hohenlohekreis verteilt. Für Fragen steht das Team der Service-Hotline unter 07940 18-555 gerne zur Verfügung. Weitere Infos gibt es auf der Homepage unter www.abfallwirtschaft-hohenlohekreis.de und über die App „Abfallinfo HOK“. Sie steht in den gängigen App-Stores kostenlos zum Download zur Verfügung.

Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Hohenlohekreis

Videoschalte vom Künzelsauer Landratsamt in die Krautheimer Werkstätten für Menschen mit Behinderungen. Landrat Dr. Matthias Neth und AWH-Geschäftsführer Sebastian Damm informieren sich über den Druck des neuen Abfallkalenders. Bild: Landratsamt Hohenlohekreis