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„Informations- und Pressefreiheit gehört zu den unveräußerlichen Grundlagen einer demokratischen Gesellschaft“

Julian Assange, der Gründer der Internet-Plattform WikiLeaks, hat den Stuttgarter Friedenspreis 2020 der Initiative „Die Anstifter“ erhalten. Diese setzt sich für Frieden und Zivilcourage ein. Die Friedenspreis-Feier auf dem Stuttgarter Schlossplatz am Sonntag, den 13. Dezember 2020, war ein Versuch, die Welt noch einmal auf das Schicksal des australischen Politaktivisten aufmerksam zu machen. Annette Ohm-Reinicke, Vorsitzende der „AnStifter“ erläuterte: „Als zivilgesellschaftliche Organisation treten die Anstifter für die Möglichkeit freier öffentlicher Meinungsbildung ein. Eine Bedingung dafür ist der uneingeschränkte Zugang zu Informationen. Julian Assange nahm sich mit Wikileaks das Recht, kompromisslos zu informieren. Dieses Handeln zu schützen heißt nicht nur, das Recht auf uneingeschränkte Pressefreiheit zu verteidigen, sondern auch an die Selbstverständlichkeit zu erinnern, dass uneingeschränkte Informationsfreiheit eine Bedingung für demokratisches Denken und Handeln überhaupt ist. Eine schlecht informierte Gesellschaft bietet den besten Boden, Fake News sowie Propaganda auf den Leim zu gehen und dadurch autoritäre Gruppen oder gar Regierungen zu stärken. Solchen Entwicklungen treten wir entgegen.“

„Informations- und Pressefreiheit wurde einst gegen Tyrannen und Despoten erstritten“

Ohm-Reinicke weiter: „Informations- und Pressefreiheit ist ein Recht, das einst gegen Tyrannen und Despoten erstritten wurde. Seit der ersten Erklärung der Menschenrechte von 1789 gehört es in Europa zu den unveräußerlichen Grundlagen einer demokratischen Gesellschaft. Die scharfe Repression gegen Julian Assange richtete sich auch gegen die Verwirklichung einer umfassenden politischen Information aller Menschen. Mit der Verleihung des Friedenspreises an Julian Paul Assange setzen die AnStifterinnen und AnStifter ein Zeichen, das Recht auf bedingungslose Informations- und Pressefreiheit nicht nur zu schützen, sondern durchzusetzen.“

„Um solche Vorgänge öffentlich zu machen, braucht es Mut und Aufklärungswillen“

Bascha Mika war viele Jahre Chefradakteurin der taz und in gleicher Funktion bei der Frankfurter Rundschau. Sie sollte im Rahmen der Friedens-Gala der AnStifter die Laudatio halten. Weil diese Veranstaltung aufgrund der Corona-Verordnungen verschoben wurde, gab sie folgende Stellungnahme ab: „Stellen Sie sich vor: Eine Straße in Bagdad. Ein US-Kampfhubschrauber. Darin Männer, die ihren Spaß haben wollen. Indem sie auf Zivilisten schießen. Anpeilen, Feuer! Die Soldaten mähen zwölf Menschen nieder, darunter zwei Journalisten. „Collateral Murder“ heißt das Video, das dieses Kriegsverbrechen dokumentiert. Wikileaks hat es veröffentlicht. So wie viele andere geheime Dokumente, die Regierungen, Banken, Militärs, Sektenführer und Firmenbosse an den Pranger stellen. Wegen ihrer korrupten Machenschaften, ihres Machtmissbrauchs, ihrer Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Um solche Vorgänge öffentlich zu machen, braucht es Mut und Aufklärungswillen. Beides hat Julian Assange mit Wikileaks bewiesen – dafür soll er büßen! Dafür büßt der Gründer der Enthüllungsplattform bereits seit Jahren mit seiner Freiheit, mit seiner psychischen und physischen Gesundheit.“

„Lasst Julian Assange sofort frei“

„Ich habe es noch nie erlebt, dass sich eine Gruppe demokratischer Staaten zusammengeschlossen hat, um ein einzelnes Individuum so lange Zeit bewusst zu isolieren, zu dämonisieren und zu missachten.“ Das sagt Nils Melzer, UN-Sonderberichterstatter für Folter. Er meint die Regierungen Schwedens, Ecuadors, Großbritanniens und der USA. Sie alle wollen, dass Julian Assange für den Rest seines Lebens im Gefängnis verrottet. Weil er mit der publizistischen Arbeit von Wikileaks für Freiheit gestritten hat. Weil er als Whistleblower für Menschenrechte, für Gerechtigkeit und eine offene Gesellschaft eingetreten ist. Julian Assange ist zum Symbol für Aufklärung und die Freiheit des Wortes geworden. Wer ihn verfolgt, verübt einen Anschlag auf die Meinungsfreiheit und will Whistleblower einschüchtern. Deshalb fordern wir im Namen des AnStifter-FriedensPreises: Lasst Julian Assange sofort frei.“

„Bravo, bravo, bravo“

Anstifter Hans Graef über die Entscheidung für Assange als Preisträger: „Bravo, bravo, bravo. Ich denke täglich an ihn und freue mich über die Entscheidung. Das ist es, was der mutige Journalist Julian Assange in dieser Zeit braucht. Eine breite Öffentlichkeit, die sich mit ihm solidarisiert, für ihn streitet und ihn nicht vergisst.“

Haft wegen Verstoßes gegen Kautionsauflagen

Julian Assange hatte unter anderem die Kriegsverbrechen der US-Armee im Irak bekannt gemacht. Von 2012 bis 2019 hielt sich der heute 49-Jährige in der ecuadorianischen Botschaft in London auf, weil ihm die Auslieferung nach Schweden drohte. Zwei Frauen hatten ihn 2010 bei der schwedischen Polizei wegen sexueller Vergehen angezeigt. Die Ermittlungen wurden zwischenzeitlich eingestellt. 2019 schließlich wurde Assange in der Botschaft verhaftet, nachdem ihm der ecuadorianische Präsident das Asylrecht entzogen hatte. Weil Assange gegen Kautionsauflagen verstoßen hatte, wurde er zu einem knappen Jahr Haft verurteilt.

Entscheidung über Auslieferung Anfang Januar

Zurzeit sitzt der Australier im Londoner Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh. Am 04. Januar 2021 soll vor dem englischen Gericht Old Bailey die Entscheidung fallen, ob er an die USA ausgeliefert wird. Dort drohen ihm 175 Jahre Haft. Das Verfahren zuvor wurde nicht nur aufgrund seiner langen Dauer immer wieder kritisiert. So sollen Vertreter von Nichtregierungsorganisation sowie Pressevertreter keinen Zutritt zum Gerichtssaal bekommen haben – offizieller Grund: Corona. Die stattdessen eingerichtete Video-Übertragung war nicht für jeden verfügbar oder übertrug das Geschehen nur bruchstückhaft.

WikiLeaks-Chefredakteur Kristinn Hrafnsson befürchtet, dass Assanges Auslieferung aufgrund seines kritischen Gesundheitszustandes für ihn den Tod bedeuten würde. Bei diesem politischen Prozess geht es um mehr als nur ein Einzelschicksal. Es geht um einen der Grundpfeiler unserer Demokratie. Es geht um die Presse- und Informationsfreiheit.

Text: Priscilla Dekorsi

Die Initiative „Die AnStifter“ vergab den Preis auf dem Stuttgarter Schlossplatz. Foto: GSCHWÄTZ

Informations- und Pressefreiheit wurde einst gegen Tyrannen und Despoten erstritten. Foto: GSCHWÄTZ

Die Friedenspreis-Feier ist ein Versuch, die Welt noch einmal auf das Schicksal von Julian Assange aufmerksam machen. Foto: GSCHWÄTZ

Uneingeschränkte Informationsfreiheit ist eine Bedingung für demokratisches Denken und Handeln. Foto: GSCHWÄTZ

 




4. Kurz.Film.Fest in Künzelsau

Am Donnerstag, den 14. Januar 2021, veranstalten Studierende des sechsten Semesters des Studienganges Betriebswirtschaft mit dem Schwerpunkt Kultur- und Freizeitmanagement der Reinhold-Würth-Hochschule in Künzelsau das 4. Kurz.Film.Fest – erstmals in einer digitalen Streaming-Auflage. Das Filmfest, das in den vergangenen drei Jahren großen Anklang fand, zeigt Kurzfilme junger Filmemacher. In knapp bemessener Zeit – teilweise in nur wenigen Minuten – werden Geschichten erzählt, die rühren, informieren oder gar das Publikum zum Lachen und Nachdenken bringen. Aufgrund der Corona-Pandemie haben die Studierenden unter Leitung von Professorin Raphaela Henze diesen Abend in einem Online-Format vorbereitet. Die Kurzfilme werden online gestreamt. Aber auch in diesem Jahr wird wieder durch eine Expertenjury und das Publikum abgestimmt, wer am Ende die begehrten Preise erhält.

Die Filme werden von 20 bis 22 Uhr online gezeigt. Danach erfolgt eine Q&A-Session mit den Filmemachern. Die Teilnahme ist kostenlos und ab 18 Jahren möglich. Interessierte sollten sich unter Angabe des vollständigen Namens und Geburtsdatums per E-Mail an BK-hs.heilbronn@gmx.de bis spätestens 13. Januar 2021 anmelden. Die Anmeldedaten werden selbstverständlich umgehend nach dem kurz.film.fest wieder gelöscht und nicht weitergegeben. Weitere Informationen findet man zudem unter https://www.facebook.com/kurzfilmfest/.

 




Bis 2030 sollen doppelt so viele Menschen auf Bus und Bahn umsteigen

Ein zentrales Ziel für den Klimaschutz ist die Verdopplung der Nachfrage im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bis 2030 (Bezugsjahr 2010). Verkehrsminister Winfried Hermann stellte am Mittwoch, den 09. Dezember 2020, laut einer Pressemitteilung in einer Online-Veranstaltung Vertretern der Land- und Stadtkreise sowie der Verkehrsverbünde, der Verkehrsunternehmen und der Fahrgastverbände den ÖPNV-Report Baden-Württemberg vor. Darin wird beschrieben, wie der ÖPNV in den unterschiedlichen Regionen bisher aufgestellt ist und mit welchen Mitteln mehr Fahrgäste im ÖPNV gewonnen werden können. Die Studie analysiert den Status quo des ÖPNV auf Ebene der Verkehrsverbünde, der Stadt- und Landkreise sowie der Städte und Gemeinden. Dabei wird auch ein Vergleich gezogen mit ähnlich strukturierten vorbildlichen Best Practice-Regionen im In- und Ausland hinsichtlich der Angebotsqualität, des Preis-Leistungs-Verhältnisses und der Nachfrage im ÖPNV.

„Viele Kreise setzen den Angebotsausbau fort“

Minister Hermann sagte in der Mitteilung: „Der Quervergleich mit Regionen in der Schweiz und Österreich zeigt eines sehr deutlich: Die Verdopplung der Nachfrage im ÖPNV bis 2030
kann erreicht werden. Aber das erfordert eine gemeinsame Kraftanstrengung des Landes sowie der Stadt- und Landkreise als Aufgabenträger des ÖPNV. Viele Kreise machen sich hier im Rahmen ihrer Nahverkehrspläne bereits auf den Weg und setzen
den Angebotsausbau fort. Dazu zählt auch ein flächendeckendes Mindestangebot eines verlässlichen Stundentakts von 5 bis 24 Uhr, den das Land im Rahmen des Zielkonzepts 2025 für den regionalen Schienenverkehr als Mindeststandard bereits definiert hat. Aber für eine klimafreundliche Verkehrswende muss flächendeckend in allen Bereichen noch deutlich mehr in die Angebotsverbesserung investiert werden, im Schienenverkehr, im Stadtverkehr und im Busverkehr in der Fläche“, betonte Minister Hermann.

„Landkreise und kreisfreie Städte müssen ebenfalls ihr Angebot verbessern“

Die wichtigsten Hebel seien dabei eine deutliche Takt- und Fahrplanverdichtung, eine attraktive Kombination aus Taktdichte und preiswertem Tarif sowie eine bessere Verknüpfung von Bus und Bahn mit dem Fahrrad im Umweltverbund. Der Verkehrsminister machte deutlich: „Bund und Land haben bereits die Fördermittel für die Infrastruktur massiv ausgeweitet. Nun kommt es im nächsten Schritt darauf an, dass auch deutlich stärker in den Betrieb und in Fahrplanverdichtungen investiert wird. Landkreise und kreisfreie Städte müssen ebenfalls ihr Angebot ausbreiten und verbessern.“

Deutlich besseres Angebot in Österreich und der Schweiz

Denn der Vergleich zeigt, dass Best-Practice-Regionen in der Schweiz und in Österreich ein deutlich besseres Fahrplanangebot aufweisen, als viele Regionen in Baden-Württemberg. Die Analyse ergibt auch, dass in Regionen mit dichtem Fahrplanangebot der Marktanteil des ÖPNV spürbar höher ist. Minister Hermann betonte daher: „Nur mit durchgehend dichtem Fahrplanangebot – auch im Freizeitverkehr am Wochenende – kann der ÖPNV eine echte Alternative zum Pkw darstellen“. Und auch flexible Bedienformen könnten zu Zeiten und in Räumen mit schwacher Nachfrage eine wichtige ergänzende Rolle spielen. Dazu müssen Nutzungshürden jedoch abgebaut und die Regelungen vereinheitlicht werden.

„Das sind sehr gute Voraussetzungen für den weiteren Ausbau des ÖPNV“

Ein besonders positives Ergebnis der Studie ist, dass ein Großteil der Bevölkerung in Baden-Württemberg bereits heute eine ÖPNV-Haltestelle in kurzer Zeit erreichen kann: Zu Fuß kommen rund 86 Prozent aller Einwohner in maximal fünf Minuten zu einer Bus- oder Bahn-Haltestelle. Mit dem Fahrrad erreichen rund 68 Prozent aller Einwohner in maximal 15 Minuten sogar eine Bahnhaltestelle. „Das sind sehr gute Voraussetzungen für den weiteren Ausbau des ÖPNV. Und die schnelle Erreichbarkeit der Bushaltestellen zu Fuß und der Bahnhaltepunkte mit dem Fahrrad zeigt auch, wie wichtig die Optimierung der Fußwege und die Verknüpfung von ÖPNV und Rad durch den Ausbau guter Fahrradabstellanlagen an den Haltestellen ist. Auch das muss daher ein wichtiger Fokus in den nächsten Jahren sein“, erklärte Minister Herrmann.

ÖPNV einen Schritt nach vorne bringen

Die Ergebnisse des ÖPNV-Reports Baden-Württemberg fließen nun in den Strategieprozess ein, den das Verkehrsministerium im Juli 2020 begonnen hat. Die ÖPNV-Zukunftskommission wurde einberufen, um Ziel- und Maßnahmenempfehlungen für die ÖPNV-Strategie 2030 zu erarbeiten. Gemeinsam mit Experten aus allen relevanten Handlungsfeldern werden Ideen und Maßnahmen diskutiert, die den ÖPNV neu und groß denken sowie ihn strategisch einen weiten Schritt nach vorne bringen. Darüber hinaus bietet das Verkehrsministerium von Anfang 2021 an bis zu 25 Stadt- und Landkreisen eine auf ihre regionale Situation explizit zugeschnittene Präsentation der Ergebnisse des ÖPNV-Reports an.

Quelle: Pressemitteilung des Ministeriums für Verkehr Baden-Württemberg




Mit dem Fahrzeug mehrfach überschlagen

Am Sonntag, den 13. Dezember 2020, kam um 14.20 Uhr der 18-jährige Fahrer eines Opel Corsa allein beteiligt von der Fahrbahn ab. Der junge Mann musste von der Feuerwehr aus seinem Fahrzeug befreit werden. Er hatte zuvor aus bislang nicht abschließend geklärter Ursache die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren, wodurch er auf der Landstraße von Crispenhofen in Richtung Westernhausen in einer Linkskurve nach links von der Fahrbahn abkam. Vermutlich überschlug sich das Fahrzeug mehrfach und blieb letztendlich an der dortigen Böschung hängen. Hierbei wurde das Fahrzeug derart beschädigt, dass die Feuerwehr die Fahrertür aufschneiden musste, um den 18-Jährigen zu befreien. Dieser kam mit Verdacht auf Gehirnerschütterung und Prellungen ins Krankenhaus.
Am Pkw entstand ein Sachschaden von rund 3.000 Euro, der entstandene Flurschaden wird auf etwa 300 Euro geschätzt. Die Feuerwehr war mit 36 Mann und 7 Fahrzeugen, die Rettung mit einem Rettungswagen und einer Notärztin vor Ort. Die Landstraße musste zur Unfallaufnahme und Fahrzeugbergung für 45 Minuten voll gesperrt werden.
Quelle: Polizeipräsidium Heilbronn

 




Dr. Helmut Stoffel ist neuer Leiter des Veterinäramts

Dr. Helmut Stoffel hat seit dem 1. Dezember 2020 die Leitung des Veterinäramtes und Lebensmittelüberwachung des Hohenlohekreises übernommen, heißt es in einer Pressemitteilung des Landratsamtes. Der 58-Jährige folgt auf Dr. Thomas Pfisterer, der zum Veterinäramt des Rems-Murr-Kreises gewechselt ist.

Dr. Stoffel bringt viel Erfahrung mit. Bevor er zuletzt das Veterinäramt des Main-Tauber-Kreises leitete, war er zuvor bereits als stellvertretender Leiter des Veterinäramtes des Hohenlohekreises tätig. Zu seinen Aufgabengebieten gehörte die Fachbereichsleitung für Tiergesundheit und Tierschutz, außerdem war er langjähriger Laborleiter der Trichinenuntersuchungsstellen des Hohenlohekreises.

„Wir freuen uns, mit Herrn Dr. Stoffel einen erfahrenen Leiter für das Veterinäramt gewonnen zu haben“, begrüßte ihn Landrat Dr. Matthias Neth laut Mitteilung und wünschte ihm alles Gute für seine Tätigkeit. Auch der Leiter des Dezernats für Ländlichen Raum, Dr. Wolfgang Eißen, freut sich auf die Zusammenarbeit: „Dr. Stoffel kennt den Hohenlohekreis gut und wird nur wenig Eingewöhnungszeit benötigen. Sein Erfahrungsschatz wird uns sehr helfen.“

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis




„Unser Ziel ist es, gestärkt aus der Krise hervorzugehen und für die Zeit nach COVID-19 brauchen wir dafür unsere gesamte Mannschaft“

Die Corona-Krise bedeutet nicht nur für die Menschen Einschränkungen. Viele haben Angst vor der Zukunft, weil sie nicht wissen, was noch alles auf sie zukommt. Doch auch Unternehmen sehen sich zunehmend vor Probleme gestellt. Viele müssen staatliche Unterstützung anfordern und rechnen damit, Personal abbauen zu müssen. GSCHWÄTZ hat bei Firmen in der Region nachgefragt, wie sie durch die Krise kommen.

Effiziensprogramm „R. Stahl 2020“ läuft seit 2018

Das Waldenburger Explosionsschutz-Unternehmen R. Stahl AG hat 2018 das Effizienzprogramm „R. STAHL 2020“ gestartet und damit eine neue Konzernorganisation mit global verantwortlichen Funktionsbereichen eingeführt. „Ziel dieser Neuaufstellung war die Führung aller konzernweiten Tochtergesellschaften nach Konzernbereichen in einer klassischen Matrixorganisation, die naturgemäß auch zu einer Verschlankung der Belegschaft geführt hat“, schreibt Unternehmenssprecher Dr. Thomas Kornek auf die GSCHWÄTZ-Anfrage. „Der damit verbundene sehr selektive Personalabbau war im Wesentlichen im Jahr 2019 abgeschlossen.“

Leichter Personalaufbau

So hätte sogar ein leichter Personalaufbau stattgefunden: Gegenüber dem Stand zum 31. Dezember 2019 mit damals 1.669 Mitarbeiter arbeiteten zum 30. September 2020 1.688 Menschen für die R. Stahl AG, 826 davon am Standort in Waldenburg. „Den enormen gesundheitlichen und gesamtwirtschaftlichen Herausforderungen der COVID-19-Pandemie konnten wir mit einer Vielzahl von Maßnahmen erfolgreich begegnen, die in weiten Teilen ohne die früheren Erfolge aus unserem Effizienzprogramm auch nicht möglich gewesen wären“, so Dr. Kornek weiter. „Einen Covid-19-bedingten Personalabbau konnten wir dadurch vermeiden und davon gehen wir nach heutigem Stand auch weiterhin aus.“ Das Ziel des Unternehmens sei eher, gestärkt aus der Krise hervorzugehen. „Für die Zeit nach Covid-19 brauchen wir dafür unsere gesamte Mannschaft.“

 




„Entscheidender Faktor, um die Pandemie unter Kontrolle zu bekommen“

Der Hohenlohekreis sucht für den Betrieb des Kreisimpfzentrums in der Hohenlohe-Sporthalle in Öhringen medizinisches Personal, heißt es in einer Pressemitteilung des Landratsamts. Gesucht werden zum Start Mitte Januar Ärzte und Apotheker. Ebenso benötigt werden medizinische Fachangestellte, medizinisch-technische Assistenten und pharmazeutisch-technische Assistenten, Gesundheits- und Krankenpfleger sowie Personen mit vergleichbaren Qualifikationen wie Notfallsanitäter, Rettungssanitäter und Rettungshelfer.  Auch Medizinstudierende, bevorzugt im letzten Ausbildungsabschnitt, können sich melden. Die nichtärztlichen Kräfte sollen in Zusammenarbeit mit dem ärztlichen Personal die Menschen im Impfzentrum begleiten und, soweit die fachlichen Voraussetzungen vorliegen, auch selbst impfen.

Tägliche Öffnungszeiten

Voraussichtlich ist das Impfzentrum täglich von 7 bis 21 Uhr geöffnet. Die Zeiten sollen im Schichtbetrieb abgedeckt werden. Hierzu werden bevorzugt Vollzeitkräfte gesucht, tage- und stundenweiser Einsatz ist auch möglich. Die Arbeit wird angemessen vergütet.

„Wir wissen, dass dies noch einmal eine große Kraftanstrengung erfordert“

„Das Personal ist neben der Verfügbarkeit der Impfdosen der entscheidende Faktor, wenn der Betrieb des Kreisimpfzentrums ein Erfolg werden soll“, sagt Landrat Dr. Matthias Neth in der Mitteilung. Er hofft, dass sich möglichst viele Menschen mit der entsprechenden Ausbildung melden. „Damit verbunden ist natürlich auch die Hoffnung, die Pandemie unter Kontrolle zu bekommen“, erklärt Neth weiter und appelliert an die Solidarität innerhalb der Bevölkerung. „Wir wissen, dass dies noch einmal eine große Kraftanstrengung erfordert. Aber ich bin davon überzeugt, dass sie sich lohnt.“

Kontakt

Interessierte wenden sich unter Angabe eines Kurzlebenslaufes sowie Informationen zu Qualifizierung, beruflicher Erfahrung und möglichem Arbeitsumfang per E-Mail an personal-kiz@hohenlohekreis.de. Mitarbeiter des Landratsamtes Hohenlohekreis beantworten von montags bis donnerstags zwischen 9 und 16 Uhr sowie freitags von 9 bis 12 unter Telefon 07940/18 813 und 07940/18 730 Fragen zum Thema. Über diese Kontakte ist keine Terminvergabe im Kreisimpfzentrum möglich. Wie die Termine vergeben werden, wird rechtzeitig bekannt gegeben.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis




„Meine große Dankbarkeit gilt den Mitarbeiter:innen der Hohenloher Krankenhaus gGmbH“

Am Wochenende hat das Gesundheitsamt des Hohenlohekreises insgesamt 32 neue Corona-Infektionen an das Landesgesundheitsamt gemeldet, (Samstag = 9 Fälle, Sonntag = 23 Fälle). Die 7-Tage-Inzidenz liegt damit bei 132,3 pro 100.000 Einwohner. Erneut betroffen sind Pflegeeinrichtungen im Hohenlohekreis. Das geht aus einer Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises vom 13. Dezember 2020 hervor.

Weitere Informationen

Weitere Informationen zum Coronavirus sowie das Dashboard mit den einzelnen Zahlen pro Gemeinde gibt es auf www.corona-im-hok.de

Statement Landrat Dr. Matthias Neth zu den weiteren Beschlüssen zur Eindämmung der Corona-Pandemie

„Die Entscheidung, die Maßnahmen nochmals deutlich zu verschärfen, ist richtig. Baden-Württemberg hat dies bereits mit Wirkung zum 12.12.2020 mit großer Entschlossenheit getan. Leider blieb angesichts des steigenden Fallzahlen keine andere Wahl“, sagt Hohenlohes Landrat Dr. Matthias Neth angesichts des deutschlandweiten Shutdowns ab Mittwoch, den 16. Dezember 2020.

„Erfolgreich können wir nur sein, wenn wir alle dafür kämpfen“

„Die Pandemie stellt uns alle vor noch nie da gewesene Herausforderungen. Gesundheitswesen, Wirtschaft, Bildungssektor und die ganz persönliche Lebensgestaltung ist in einem unvorstellbaren Maße gefordert. Auch wenn dies eine andere Vorweihnachtszeit, ein anderes Weihnachtsfest und einen anderen Jahreswechsel bedeutet – Solidarität und Respekt vor dem Leben des anderen ist das deutlich höherwiegende Gut. Erfolgreich können wir nur sein, wenn wir alle dafür kämpfen, die Pandemie auf schnellsten Weg wieder unter Kontrolle zu bringen. Und jeder Einzelne kann etwas dafür tun.

Meine persönlichen Gedanken und große Dankbarkeit gelten allen Mitarbeiter:innen im Gesundheitswesen und all denjenigen, die für andere da sind, insbesondere den Mitarbeiter:innen der Hohenloher Krankenhaus gGmbH und unserer Pflegeeinrichtungen.“




DHL stößt wegen stark erhöhter Paketsendungen an die Grenzen – Zustellprobleme sind die Folge

Wer kennt das Problem nicht? Man bestellt etwas im Internet – und gerade, wenn man es ganz pünktlich benötigt, dann wartet man und  wartet man und es kommt nicht. Selbst die großen Internethändler haben seit einigen Wochen aufgehört, damit zu werben, dass Ware am nächsten Tag geliefert wird. Offensichtlich sind die Paketdienstleister im Moment überlastet. Auch GSCHWÄTZ ist betroffen: Die Pakete mit der Heftauslieferung an unsere Abonnenten (Ausgabe Dezember 2020) sind seit dem 30.11.2020 bei der Post nicht mehr auffindbar.

GSCHWÄTZ-Abonnenten nicht beliefert

Diverse Versuche der Deutschen Post, die Pakete aufzufinden, damit die Hefte ausgeliefert werden können, sind fehlgeschlagen, ob die Hefte überhaupt noch wiedergefunden werden, steht in den Sternen. Sonja Radojicic, Pressesprecherin von DHL teilt dazu mit: „Letzte Woche war die bisher stärkste Woche aller Zeiten. Für das Gesamtjahr 2020 erwarten wir ein Plus von knapp 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr: Das entspricht dann rund 1,8 Milliarden Pakete im Jahr 2020.“

Massive Kapazitätserhöhung

Sie fährt fort: „Zur Vorbereitung auf den Starkverkehr haben wir bereits im Frühsommer 4.000 neue Kollegen eingestellt. Im Oktober haben wir 3.000 weitere Mitarbeiter eingestellt. Auch 2020 werden wir im Weihnachtsgeschäft insgesamt wieder mehr als 10.000 zusätzliche Aushilfskräfte in allen Bereichen der Produktion beschäftigen. Zudem haben wir mehr als 13.000 zusätzliche Fahrzeuge und 600 zusätzliche E-Trikes im Einsatz. Darüber hinaus haben wir rund 90.000 zusätzliche Rollbehälter und über 70.000 Kartonagen und ca. 3.000 zusätzliche Wechselbehälter (Container) im Einsatz.“

Trotzdem diverse Schwierigkeiten

Trotz dieser Aufstockung ist das System von DHL offenbar überlastet – man sieht das auch in der Sendungsverfolgung, dass Pakete teils mehrere Tage in Depots oder Hubs liegenbleiben.

Angebot an Abonnenten

Abgesehen davon, dass wir natürlich versuchen, auf mehreren Wegen die Hefte bei DHL wiederzufinden, bieten wir unseren Abonnenten einen kleinen „Neujahrsgruß“ als Kompensation an: Ein dreimonatiges kostenloses Heft-Abo von Januar bis März 2021, das sie einer Person ihrer Wahl zukommen lassen können. Eine Mail an info@gschwaetz.de genügt.

GSCHWÄTZ arbeitet währenddessen mit Hochdruck an einem alternativen Vertriebssystem neben der Deutschen Post, damit eine solche Verzögerung beziehungsweise ein derartiger Ausfall nicht mehr vorkommt.

Die Vertriebsstellen konnten indes wie gewohnt beliefert werden mit einem GSCHWÄTZ-eigenen Vertriebsteam. Hier kann man die Dezemberausgabe noch kaufen.

Text: Matthias Lauterer

 

Irgendwo sind die Pakete mit der GSCHWÄTZ-Auslieferung verlorengegangen. Foto: Deutsche Post DHL

 

Ein Screenshot der Sendungsverfolgung für ein verspätetes Paket. Foto: GSCHWÄTZ




So still war Weihnachten noch nie: Ab Mittwoch knallharter Shutdown: Schulen, Kitas & Geschäfte zu

An der Pressekonferenz am Sonntag, den 13. Dezember 2020, verkündet Angela Merkel, was viele schon befürchtet hatten: Deutschland soll wegen exponentiell steigender Infektionszahlen noch weiter als bisher heruntergefahren werden. Hier geht es direkt zum Video der Pressekonferenz: https://www.fr.de/politik/lockdown-deutschland-corona-live-news-angela-merkel-weihnachten-markus-soeder-massnahmen-berlin-90129782.html

Zweiter harter Shutdown für dieses Jahr

Schulen, Kitas und Geschäfte (mit Ausnahme der Lebensmittelgeschäfte) sollen ab Mittwoch, den 16. Dezember 2020, bis Sonntag, den 10. Januar 2020, vollständig schließen. Was das nun für Konsequenzen für berufstätige Eltern hat und welche staatlichen Unterstützungsleistungen es nun für betroffene Betriebe geben soll, ist noch unklar.

Die Bürger werden aufgerufen, gänzlich auf private Feiern verzichten. Außerdem sollten private Treffen mit Freunden und Bekannten auf maximal einen festen weiteren Hausstand beschränkt werden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel bittet nochmals eindringlich alle Bürger, und bittet sie, von Kontakten abzusehen und sich möglichst nicht mit anderen zu treffen. Anschließend dankt sie allen, die in Krankenhäusern arbeiten. Für sie werde es ein „sehr schweres Weihnachten“.

 

Die wesentlichen Maßnahmen im Überblick:

des Corona-Lockdown: Mittwoch, 16. Dezember 2020
Ende des Corona-Lockdown: Sonntag, 10. Januar 2021 (Abhängig von Infektionszahlen auch länger)
Kontaktbeschränkungen: Maximal fünf Personen und zwei Hausstände
Schulen und Kitas Schulen werden grundsätzlich geschlossen oder Präsenzpflicht ausgesetzt.
Besonderheiten an Weihnachten: Ausnahme 24-26. Dezember: Vier weitere Personen außerhalb eigenen Hausstands (Enge Familie und Freunde)
Besonderheiten an Silvester: Keine Ausnahme, normale Kontaktbeschränkungen
Diese Geschäfte sind betroffen: Einzelhandel wird geschlossen auch Dienstleistungen im Körperpflegebereich
Diese Ausnahmen gibt es: Lebensmittelläden und Geschäfte mit Produkten des täglichen Bedarfs
Feuerwerksverbot: Kein Verkauf von Silvesterböllern
Gottesdienste: Nur unter engen Voraussetzungen möglich
Reisen: Von Reisen im In- und Ausland wird abgeraten