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Zwei Männer gehen mit Messer und Hammer aufeinander los – Haftbefehl wegen versuchten Totschlags

Am Freitagmorgen gegen 8 Uhr kam es auf dem Gelände der Firma Würth in Bad Mergentheim-Drillberg zu einem versuchten Tötungsdelikt. Ein 27-jähriger Mann stach nach einem Streit mit einem Messer auf einen 49-jährigen Mann ein und verletzte ihn am Hals. Das Opfer wurde in ein Krankenhaus eingeliefert, Lebensgefahr bestehe aber nicht, teilte die Polizei am Montag mit.

Der Tatverdächtige wurde noch am selben Tag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Ellwangen dem Haftrichter vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl wegen versuchten Totschlags. Der Beschuldigte, ein Leiharbeiter somalischer Staatsangehörigkeit, wurde anschließend in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

Die genauen Umstände der Tat und das Motiv des Angriffs sind derzeit Gegenstand der Ermittlungen. Die Kriminalpolizei Tauberbischofsheim und die Staatsanwaltschaft Ellwangen arbeiten eng zusammen, um den Fall aufzuklären. Die Firma Würth, auf deren Gelände sich der Tatort befindet, hat den Vorfall bestätigt. Demnach ereignete sich der Angriff vermutlich während der Arbeitszeit.




Die Dynastien bleiben in Männerhand

Trigema-Gründer Wolfgang Grupp hat es getan, Albert Berner ebenso, Reinhold Würth auf Umwegen. Die Gründer von großen internationalen Unternehmen haben sich entschieden, das Zepter weiterzurreichen an ihre Nachkommen. Das Kerngeschäft bleibt dabei weiterhin in Männerhand. Die Frauen in der Familie dürfen sich in der Regel nach wie vor mit Randgeschäften begnügen.

Feuerte erstmal ein Teil der Führungsriege

Christian Berner ist schon sehr früh in die Fußstapfen seines Vaters Albert geschlüpft, da sein Vater ein schon etwas fortgeschrittenes Alter hatte, als Christian auf die Welt kam. So wurde der Junior mit 28 Jahren 2012 der neue Firmenchef und Alleininhaber – und feuerte umgehend mehrere namhafte Manager in der Führungsebene. Zugleich zog er unter anderem der Liebe wegen nach Köln, ist also selbst nicht beziehungsweise nur sehr selten direkt im Firmenstammsitz in Künzelsau-Garnberg tätig. In Köln mietete er teure Immobilien an, um von dort mit einem neuen Führungsstab die Geschicke in Garnberg zu leiten. Der Hauptsitz wurde von Künzelsau nach Köln verlegt. Der offizielle Grund: Man finde keine guten Mitarbeitenden, die bereit wären, nach Künzelsau zu ziehen. Eine eher dünne Ausrede, wenn man Würth, Ebm-Papst Ziehl-Abegg und zahlreiche weitere global player nur einen Steinwurf entfernt betrachtet.

Christian und Pia Berner.
Foto: GSCHWÄTZ/Archiv

Mitarbeiter in Garnberg empfinden die Führung von Köln aus nicht selten als „sehr weit weg vom Alltag“ des Unternehmens. So richtig gut informiert, fühlen sich viele von ihnen schon lange nicht mehr. Wohin die Reise für Berner, der ewige zweite hinter Würth, gehen wird, keiner weiß es so genau. Auch die nach außen präsentierten Zahlen entsprechen laut Mitarbeitern wohl nicht immer den internen Zahlen. Während Christian das Kerngeschäft geerbt hat, bekam seine Schwester Kerstin ein PR-Unternehmen. Eine 50/50-Führung mit zwei gleichberechtigten Köpfen – man entschied sich dagegen. Seine Frau Ursula Berner darf sich währenddessen um die Übergabe von Stiftungsgeldern kümmern und Gutes tun, hat also einen eher repräsentativen Status. Viele Dinge hat die Firma Berner hier schon unterstützt, auch auf lokaler Ebene im Hohenlohekreis. Beim „harten Geschäft“ ist allerdings auch Ursula raus.

Benjamin Würth. Quelle: Screenshot

Reinhold Würth hat seine Tochter Bettina vor vielen Jahren zur Beiratsvorsitzenden berufen. Eine Ausnahme in dem Konzern. Den sein Management in der aktiven Führungsebene sind dagegen häufig langjährige Mitarbeitende, die sich nicht selten hochgearbeitet haben – überwiegend bis fast ausschließlich männlicher Natur. Er vertraut ihnen blind. Sie sind wiederum absolut loyal zu ihm. Nach einer Impfung als Baby hat sein einziger Sohn ein Handicap. Die Familie, insbesondere seine Frau Carmen, setzt sich seitdem stark für Projekte ein, die Menschen mit Handicap unterstützen. Es ist quasi zu ihrer Lebensaufgabe geworden. Nun werden die Aufgaben im Unternehmen neu verteilt – und zwar an die Enkel. Maria Würth darf sich um Kunst und Kultur kümmern, während die Enkel Benjamin der Vorsitzende des wichtigsten Würth-Gremiums ist. Er ist der Sohn von Marion Würth, Reinhold Würths Tochter. Der zweite Enkel, Sebastian, soll später die Nachfolge von Bettina Würth, Reinhold Würths zweiter Tochter, als Beiratsvorsitzender antreten. Das harte Kerngeschäft bleibt daher in Männerhand.

Seine Sprüche sind legendär

Bei Trigema sind die Sprüche des Familienpatriarchen Wolfgang Grupp legendär, auch was seine Frau betrifft. Während eines Gastaufritt beim diesjährigen Neujahrsempfang im Rathaus in Künzelsau erklärt er in einer Rede noch einmal, wie er seine damals über 20 Jahre jüngere Frau, eine Baronesse, ausgesucht hat. So sollte sie noch jung und damit biegsam sein und damit auch bereit, zu ihm zu ziehen und sich seinem Leben anzupassen. Die Baronesse arbeitet seitdem seit vielen Jahrzehnten ebenfalls in seinem Unternehmen mit. Die beiden haben zwei Kinder. Auch hier wurde kürzlich offiziell die Nachfolge verkündet. Nach außen schaut es auf den ersten Blick so aus, als ob Tochter und Sohn gleichberechtigt die Familiennachfolge antreten würden. In einem Pressestatement vom 01. Januar 2024 heißt es:

„Am 01. Januar 2024 übergibt Wolfgang Grupp nach 54 Jahren als persönlich haftender Inhaber und Geschäftsführer die Firma TRIGEMA Inh. W. Grupp e.K. an seine Frau Elisabeth, seine Tochter Bonita und seinen Sohn Wolfgang junior.

Wolfgang Grupp jun. wird persönlich haftender Gesellschafter und Geschäftsführer. Bonita Grupp wird Mitglied der Geschäftsführung. Elisabeth Grupp bleibt als Gesellschafterin weiterhin im Unternehmen tätig. Die Firma wird unter der Firmierung TRIGEMA W. Grupp KG weitergeführt.“

Wolfgang Grupp junior und Bonita Grupp. Foo: Screenshot

Schaut man näher hin, übernimmt der Sohn das Kerngeschäft mit der ganzen Verantwortung, aber auch mit der ganzen „Macht“ als alleiniger Inhaber und damit auch finanziell alleiniger Erbe des erfolgreichen Unternehmens. Tochter Bonita indes wird lediglich Teil der Geschäftsführung. Laut Grupp ist es ihm auch immer wichtig gewesen, dass die Familienmitglieder alle in einem einzigen großen Büroraum mit ihm arbeiten. Ein Schelm, der bei diesen Worten an Überwachung und Kontrolle denkt. Sein großes Vorbild ist übrigens Reinhold Würth.

Hier geht es zur Rede von Wolfgang Grupp in Künzelsau. im Publikum sitzen übrigens unter anderem die Enkel von Reinhold Würth:

Trigema Macher Wolfgang Grupp: „Herr Würth war all die Jahrzehnte das große Vorbild für mich“ (youtube.com)

 

 

 

 




Das Niveau könnte nicht tiefer sinken

Es ist ja mittlerweile stark im Kommen, das Comedians bei ihren Shows das Publikum mit einbeziehen in ihre Live-Shows. Das wirkt spontan, authentisch, einfach echt lustig. Ein Meister darin ist etwa Lehrer Schröder. Wer das Publikum mit einbezieht, muss dabei den schmalen Grad zwischen „wir-lachen-gemeinsam“ und „ich-lache-über-dich“ beherrschen. Dazu braucht es vor allem eines: Intelligenz.

Am vergangenen Wochenende sorgte ein Aufritt von Oliver Pocher beim SWR-Sommerfestival in Stuttgart für einen bundesweiten Eklat. Pocher hat mal wieder ein Tabu gebrochen. Nachdem er selbst über seine Mutter sich öffentlich nicht gerade freundlich geäußert hat und auch seine Verflossenen teilweise schon mächtig ihr Fett abbekommen haben, geht der offensichtlich misogyne Hau-Drauf-Komiker noch weiter unter die Gürtellinie. In einem Instagram-Video, das Pocher nach wie vor auf seinem Account präsentiert, sieht man ihn in Stuttgart auf der Bühne sehen. Er stellt dabei seinen Insta-Followern unter anderem Singles aus Stuttgart vor, hier im Bilde: 2 Frauen in der vorderen Reihe, eigentlich Fans von ihm. Die eine bekennt ehrlich, dass sie noch nie einen Freund hatte. Pocher hakt unverschämt dreist noch, ob sie denn dann auch noch nie Sex hatte. Sie bejaht. Anstatt es dabei nun endlich zu belassen, um die Frau nicht noch weiter in die Enge zu treiben, macht Pocher die Frau und ihre Jungfräulichkeit zum Running Gang seines Auftrittes.

Das Video geht viral, die Stuttgarter Zeitung berichtet entsetzt darüber, andere Medien greifen das Thema ebenfalls auf. Zunächst reagiert der verantwortliche Sender verhalten und verweist darauf, dass der SWR ein öffentlich-rechtlicher Sender sei und man niemandem einen Maulkorb auferlegen geschweige denn tendenziös berichten wolle. Ergo: Jeder darf auf der SWR-Bühne quasi machen, was er möchte. Daraufhin ergießt sich ein regelrechter Shitstorm über dem Sender. Denn: Es gibt zahlreiche Menschen, die anscheinend nicht möchten, dass mit ihren Gebührengeldern jemand wie Pocher engagiert wird, der wiederum lediglich übelste Witze auf Kosten anderer reißt.

Die Frau indes war sichtlich erschüttert und bat den Sender nach der Show, die Aufnahmen über ihre Äußerungen nicht zu veröffentlichen. Daran hielt sich der SWR, Pocher scherte das indes wenig und beließ das Video weiterhin auf seinem Insta-Account. Nach dem Shitstorm distanzierte sich der Sender schließlich doch nach mehreren Tagen, allerdings viel zu spät. Dadurch wirkte das Statement für viele wenig glaubwürdig. Man habe mit Pocher eine andere Zielgruppe ansprechen wollen, versuchte sich der Sender zu erklären und wirkte damit noch mehr aus der Zeit gefallen – wie ein patriarchal geprägtes Medienhaus, das keinen anderen Comedian zu kennen scheint, um die jüngere Generation anzusprechen, als Oliver Pocher. Dabei gibt es derzeit so viele junge Comedians, die auf TikTok und Insta eine große Followerschaft haben, wie etwa Cihan Aglar oder Lehrer Herr Schröder. Schade, um diese verpasste Chance.




Mann mit Axt auf Festgelände unterwegs – Verfolgungsjagd mit der Polizei

Ein 22-Jähriger hielt in der Nacht auf Pfingstmontag die Polizei auf Trapp. Eine Zeugin meldete gegen 1.30 Uhr, dass ein Mann mit seinem BMW in deutlich alkoholisiertem Zustand fahren würde und zuvor mit einer Axt über ein Festgelände in Forchtenberg-Schleierhof gelaufen sei.

Als zwei Streifen zur Örtlichkeit fuhren, kam diesen der 22-Jährige in seinem Pkw entgegen. Als einer der Streifenwagen gewendet wurde, beschleunigte der BMW-Lenker stark und entfernte sich in Richtung „Hohe Straße“. Die zweite Streife konnte den Mann im Ortsgebiet von Crispenhofen in Richtung Weißbach sehen, wo er nochmals mit hoher Geschwindigkeit flüchtete. Im Rahmen der Fahndung mit mehreren Streifen wurde das Fahrzeug zunächst nicht angetroffen. Vor Ort konnte ermittelt werden, dass der 22-Jährige als Festbesucher zunächst mehrere alkoholische Getränke konsumierte und es zu Streitigkeiten mit anderen Personen gekommen sein soll. Später umfuhr er mit seinem BMW wohl eine Straßensperrung im Bereich „Dürre Gärten“, um auf das Festgelände zu gelangen und sich den Weg durch die Menschenmenge zu bahnen. Dabei führ er einer Person über den Schuh, die dadurch nicht verletzt wurde. Am Ende der Straße sei er auf eine Gruppe von 10 bis 15 Personen zugefahren und habe erst kurz davor abgebremst. Anschließend stellte er seinen Pkw ab, stieg aus und stritt wiederum mit mehreren Personen. Danach soll er eine Axt entwendet und mit dieser über das Festgelände gelaufen sein. Hierbei kam es zu keiner Bedrohung der Besucher. Danach verließ er die Örtlichkeit endgültig und fuhr in Richtung Hohe Straße davon.

Auf der Rückfahrt kam der Gesuchte den Beamten auf der Landesstraße 1045 von Forchtenberg kommend in seinem Auto entgegen, wobei abermals die Verfolgung aufgenommen wurde. Hierbei musste, der Streifenwagen auf rund 185 km/h beschleunigt werden, um den Abstand zum Flüchtenden zu wahren. Nach weiterer Verfolgung hielt er an und wurde vorläufig festgenommen. Ein Alkoholtest ergab einen Wert von rund 1,2 Promille, weshalb er zur Blutentnahme ins Krankenhaus gebracht wurde. Er muss nun mit mehreren Anzeigen und dem Entzug seiner Fahrerlaubnis rechnen.




Euro ist teuro – Wo es noch günstige Tickets gibt

Wer aktuell noch Karten für die EM 2024 ergattern möchte, darf sich freuen: Tickets gibt es noch problemlos zu erwerben. Nur der Preis ist aktuell schwindelerregend hoch.

Offiziell sind die Tickets eigentlich relativ günstig zu haben und zwar ab 30 Euro. Aber hier bestimmt die hohe Nachfrage den Preis. Wer jetzt zugreifen und etwa auf einem der großen Onlineportale Viagogo Karten kaufen möchte, zahlt für das Auftaktspiel Deutschland gegen Schottland am 14. Juni in der Allianz Arena i München ab 600 Euro bis über 1000 Euro pro Karte. Wer denkt, dass es günstiger wird, wenn man ein Spiel anschauen möchte von  von anderen Spielen, wie etwa der Slowakei gegen Dänemark am Sonntag, den 16. Juni, könnte Glück haben. Zwar sind die meisten Stadien fast ausverkauft, aber die wenigen Restkarten bei Spielen, die nicht von Deutschland bestritten werden, es viele Fans gibt, wie Spanien zum Beispiel, oder auch viele in Deutschland lebende Fans wie etwa bei Kroatien, sind noch relativ günstig zu haben.

Über Seatsnet sind die Tickets manchmal etwas günstiger als bei Viagogo das Spiel Deutschland gegen Ungarn gibt es ebenfalls aktuell noch Tickets ab 350 Euro am 19. Juni 2024 in der Mercedes-Benz-Arena in Stuttgart.

Die Onlineplattform (ebay) Kleinanzeigen verbietet den Verkauf von EM-Tickets. Alle Anzeigen für solche werden aktuell gelöscht. Kleinanzeigen begründet das mit dem viel zu hohen Betrugsrisiko. Ein ernsthaftes Problem, das es in der Vergangenheit auch schon mit Karten für andere Veranstaltungen gab.

Aber auch ein anderer Grund spricht gegen den (Weiter-)Verkauf von EM-Tickets. Oft sind diese personalisiert, wodurch eine Übertragung auf eine andere Person nicht möglich ist. Bei Kleinanzeigen wird es also keine Last-Minute-EM-Karten geben. Und wie sieht auf den offiziellen Ticketbörsen aus? Auch dort werden Fußball-Fans nicht mehr fündig. Am 2. Mai wurden auf diesem Weg die letzten 100.000 Karten verkauft. Daher kann man die Karten aktuell nicht mehr auf dem Zweitmarkt eventuell günstiger erwerben, sondern nur noch über die offiziellen großen Plattformen.

 




Mehrere Gaststätten ins Visier der Polizei gerückt, unter anderem auch hygienische Mängel

Zusammen mit dem Hauptzollamt Heilbronn, dem Ordnungsamt, der Gaststättenbehörde des Landratsamtes Hohenlohekreis sowie dem ebenfalls dort angesiedelten Veterinäramt führte der Polizeiposten Niedernhall und die Abteilung Gewerbe/ Umwelt am Donnerstag im mittleren Kochertal Gaststättenkontrollen durch. I

Insgesamt wurden sieben Gaststätten und Spielhallen in Niedernhall, Weißbach und Forchtenberg überprüft. Dabei stellten die Einsatzkräfte fest, dass in zwei Lokalen die Arbeitsstunden des Personals nicht richtig aufgezeichnet wurden. In zwei Fällen wurde Arbeitsentgelt vorenthalten und veruntreut. Es wurden außerdem jeweils zwei Verstöße im Bereich der Außenbewirtschaftung und in Bezug auf den Glücksspielstaatsvertrag zur Anzeige gebracht.

Mehrere gaststättenrechtliche Verstöße in den Bereichen Raucherschutz, Preisaushang und Warnmelder wurden ebenfalls angezeigt. In zwei Gaststätten wurden zusätzlich hygienische Mängel beanstandet.




Alkoholisierter Motorradfahrer baut mit 1,6 Promille Unfall

Am Pfingstsonntag wurde ein Motorradfahrer bei einem Unfall auf der L 1050 zwischen Sindringen und Jagsthausen leicht verletzt. Der 58-Jährige Biker war mit seiner Moto-Guzzi in Richtung Jagsthausen unterwegs, als er ca. 200 Meter nach dem Ortsende Sindringen von der Straße abkam, stürzte und in einem Graben am rechten Fahrbahnrand zum Liegen kam.

Bei der Unfallaufnahme stellte sich heraus, dass der 58-Jährige offensichtlich nicht fahrtauglich war. Ein Alkoholtest ergab einen Wert von 1,6 Promille. Eine Blutentnahme sowie die Beschlagnahme seines Führerscheines waren die Folge für den Motorradfahrer. An seinem Bike war bei dem Unfall ein Schaden in Höhe von ca. 3 000 Euro entstanden.




Schwieriges Urteil – Wegen diesem Satz muss Höcke 13.000 Euro zahlen

Björn Höcke wurde vom Landgericht Halle zur Zahlung von 13.000 Euro verurteilt. Der Grund: Er hat öffentlich bei einer Wahlkampfrede in Merseburg 2021 den Satz gebraucht: „Alles für Deutschland.“ Das ist laut den Richtern ein offizieller Slogan der ehemaligen SA gewesen und daher verboten. Das Problem: Andere Prolitiker haben diesen Slogan auch schon genutzt, wie etwa Dorothea Bär von der CSU bei einem ihrer Tweets auf der Social Media Plattform X.

Das Gericht begründete sein Urteil bei Höcke indes damit, dass sie ihm schlicht nicht glaubt, gewusst zu haben, dass „Alles für Deutschland“ eine SA-Parole war. Das ist für ein Gericht zu wackelig als Verurteilungserklärung, gilt doch in Deutschland eigentlich noch immer die Maxime: „Im Zweifel für den Angeklagten.“

Man muss kein Befürworter von Björn Höcke oder der AfD sein, um zu erkennen, dass der Rechtsstaat sich mit diesem Urteil keinen Gefallen tut. Auch wenn Höcke Geschichtslehrer war und sich mit diversen geschichtlichen Belangen auskennt, darf man ihn ohne konkrete Beweise nicht verurteilen. Dadurch weckt man auch all diejenigen Geister, die in dem Prozess ein Exempel an Höcke sehen, um die AfD vor den hiesigen Wahlen am 09. Juni zu schwächen.

Was wäre die Alternative gewesen? Höcke ist aktuell noch in einem weiteren Verfahren angeklagt. Dabei geht um denselben Satz, abermals öffentlich geäußert, diesmal in Gera und in voller Kenntnis des des SA-Hintergrundes. Hier wäre eine Verurteilung sinnhafter und glaubwürdiger gewesen. So wirkt Höcke nun eher wie ein Märtyrer, der sich opfert für alle diejenigen, die in Bezug auf den deutschen Rechtsstaat schon lange eine gewisse Willkür anprangern.

Welche Sätze sind noch verboten in Deutschland?

  • „Heil Hitler“,
  • „Sieg Heil“,
  • „Sieg und Heil für Deutschland“,
  • „Mit Deutschem Gruß“ (Diese Formel wird unter anderem als Verabschiedung in Briefen verwendet.)
  • „Ein Volk, ein Reich, ein Führer“: Diese Parole gehörte zu den bekanntesten nationalsozialistischen Losungen, mit denen das Gemeinschaftsgefühl und die Identifikation des Einzelnen mit dem Nationalsozialismus gestärkt werden sollten.
  • „Deutschland erwache“: Diese Losung war Teil des Fahnenkults der so genannten Sturmabteilung (SA) wie sich die paramilitärische Kampforganisation der NSDAP nannte.
  •  „Meine Ehre heißt Treue“ oder auch: „Unsere Ehre heißt Treue“: Dies war der Wahlspruch der so genannten Schutzstaffel (SS). Der Ursprung des Satzes wird Adolf Hitler unmittelbar zugeschrieben.
  • „Blut und Ehre“: Die Formel war das Motto und zugleich Begrüßungsparole der nationalsozialistischen Jugendorganisation (Hitlerjugend, HJ).



E-Bike aus Fahrradgeschäft gestohlen

Zwei Männer entwendeten am Dienstagnachmittag aus einem Fahrradgeschäft in Öhringen ein E-Mountainbike. Einer der Männer, der als 20 bis 25 Jahre alt, etwa 1,80 Meter groß mit leichtem Kinn- und Oberlippenbart beschrieben wird, begab sich gegen 13.45 Uhr in den Laden in der Berliner Straße und schaute sich das Zweirad an.

Er trug eine schwarze Schildkappe, ein schwarzes T-Shirt der Marke Marc O’Polo, eine dunkle Hose und weiße Turnschuhe. Ein paar Minuten später kam ein ebenfalls 20 bis 25 Jahre alter Mann, etwa 1,75 bis 1,80 Meter groß, schlank und seitlich rasierten Haaren in das Geschäft. Dieser trug eine beige Jacke, Jeans, ein weißes T-Shirt, weiße Turnschuhe und eine dunkle Umhängetasche.

Er nahm das selbe E-Bike im Wert von rund 5.500 Euro von der Ausstellungsplattform und schob es nach draußen. Dort machte er zunächst eine Probefahrt und fuhr dann davon. Zeugen, die Hinweise zu den beiden Männern oder dem Diebstahl geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 07941/9300 beim Polizeirevier Öhringen zu melden.




Würth: Betriebsergebnis in den ersten vier Monaten um 18 Prozent gesunken

Wegen der schwächelnden Konjunktur rechnet der Handelskonzern Würth 2024 mit einer Stagnation. Es werde ein Umsatz auf Vorjahresniveau erwartet, teilte Konzernchef Robert Friedmann am Dienstag in Künzelsau (Hohenlohekreis) mit. „Aktuell spüren wir den konjunkturellen Gegenwind, gehen jedoch davon aus, dass im drittel Quartal 2024 die Talsohle durchschritten ist.“ Zuversichtlich stimme das Unternehmen auch, dass es in den ersten vier Monaten gelungen sei, 110 000 zusätzliche Kunden zu gewinnen. Das sei ein Indikator dafür, dass man trotz schwieriger Rahmenbedingungen Marktanteile gewinne.

In den ersten vier Monaten sei der Umsatz um 1,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurückgegangen. Das Betriebsergebnis sei im gleichen Zeitraum um 18 Prozent gesunken. Friedmann sagte, trotz der negativen Entwicklung halte man am Kurs fest und wolle weiterhin Mitarbeiter einstellen. Von Januar bis September schuf das Familienunternehmen bislang 200 neue Stellen. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 1 410 Menschen neu eingestellt. Insgesamt arbeiteten Ende vergangenen Jahres 87 047 Personen bei Würth, alleine 27 128 in Deutschland.

Der Jahresüberschuss war 2023 leicht zurückgegangen. Er betrug 1,13 Milliarden Euro nach 1,19 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Einen Rekord hatte das für Montage- und Befestigungsmaterial wie etwa Schrauben bekannte Unternehmen 2023 beim Umsatz eingefahren. Hier knackte Würth mit 20,4 Milliarden Euro die im Vorjahr noch knapp verpasste 20-Milliarden-Euro-Marke. 2022 waren die Erlöse noch um rund 17 Prozent gewachsen. Im vergangenen Jahr fiel das Umsatzwachstum mit 2,3 Prozent deutlich verhaltener aus. Das Betriebsergebnis vor Steuern betrug 1,45 nach 1,57 Milliarden Euro.