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Lkw drängt Pkw von der Straße ab

Bei einem Überholvorgang zwischen Unterohrn und Öhringen kam es am Mittwochnachmittag zur Kollision zwischen einem Lkw und einem Auto. Gegen 13.29 Uhr setzte 41-jährige Fahrer eines Mercedes auf der Neuenstädter Straße zwischen dem Ortsausgang Unterohrn in Fahrtrichtung des Kreisverkehrs zum Überholvorgang eines Lkw an. Während des dem Pkw fast am Lkw vorbei war, zog dessen der 43-jähriger Fahrer plötzlich nach links und drängte den Mercedesfahrer in den Grünstreifen. Hierbei soll es auch zu einer leichten Berührung der beiden Fahrzeuge gekommen sein.

Nachdem der Pkw-Fahrer den Überholvorgang trotzdem beenden konnte, hielt er vor dem Lkw an und es kam zu einer kurzen Diskussion. Der Brummifahrer stieg im Anschluss jedoch wieder in sein Fahrzeug und fuhr weiter, ohne sich um die Schadenregulierung zu kümmern oder auf das Eintreffen der Polizei zu warten. Der Unfall konnte angeblich von einer Frau in einem weißen Pkw beobachtet werden. Diese wird gebeten, sich unter der Rufnummer 07941 930 beim Polizeirevier Öhringen zu melden.




Aggressive Bettler vor Einkaufszentrum unterwegs

Ein 27-jähriger Mann und eine 31-jährige Frau sprachen am Mittwochnachmittag auf dem Parkplatz eines Einkaufszentrums in Niedernhall mehrfach Kunden an und baten unter Vorhalt eines Bettelbriefs um Geld oder Einkäufe.

Gegen 14.40 Uhr wurde die Polizei darüber informiert, dass das Paar kurz zuvor gekaufte Ware gegen Bargeld umtauschen wollte. Nach bisherigen Erkenntnissen konnten sie eine Frau dazu überreden, ihnen Drogerieartikel im Wert von knapp über 27 Euro zu kaufen. Da die Beiden jedoch vielmehr an Bargeld, als an der Ware interessiert waren, gingen sie im Anschluss direkt in den Drogeriemarkt, um die Ware wieder zurückgeben.

Die Polizei Künzelsau sucht nun die Frau oder den Mann welche die Einkäufe für das Paar tätigte. Er oder sie wird gebeten, sich unter der Rufnummer 07940 9400 beim Polizeirevier zu melden.




Mannheim und Sylt – 2 Videos, die beide große Effekte auf die Europawahl haben könnten

Mit einem Messer sticht der Mann in der Kapuzenjacke immer wieder um sich, verletzt mehrere Menschen. Darunter auch einen Polizisten, der später an seinen Verletzungen stirbt. Der Messerangriff von Mannheim am Rande einer Veranstaltung des Vereins „Pax Europa“ – ein Verein, der den politischen Islam kritisiert – macht noch immer fassungslos. Bereits Minuten nach der Tat geisterte ein Video der Tat in den sozialen Medien, der Clip wurde vor allem auf der Plattform X immer wieder geteilt. Es gibt Menschen, die feiern den Messerangreifer für seine Tat.

„Endlich gute Nachricht“, beginnt ein Video eines jungen Mannes, der sich darüber freut, dass der rechte Islamkritiker Michael Stürzenberger zur Zielscheibe einer Messerattacke wurde. Er hofft, dass der Täter „die höchste Stufe im Paradies“ bekommt.
„Ich schwöre bei Allah, ich schicke dir Geld mein Freund, ich schicke dir Essen, ich schick dir alles“, lobt er den Täter und ruft zum Mord an allen auf, „die den Islam kritisieren“. Er ruft zur Jagd nach Ex-Muslimen auf – und nennt in diesem Zusammenhang sogar konkrete Namen.
„Dieser Junge ist mein Vorbild“, stellt der User klar und feiert am Ende des Videos den mutmaßlichen Täter von Mannheim auch für den Angriff auf den Polizisten, der am Sonntag seinen Verletzungen erlegen ist.
Nach der Messerattacke in Mannheim vergangenen Freitag, die sich offenbar gegen Mitglieder der islamkritischen Bürgerbewegung Pax Europa und dessen umstrittenen Vorstandsmitglied Michael Stürzenberger richtete, hagelt es im Netz solche Hassvideos und Gewaltaufrufe, die die Tat gutheißen und zu weiteren Attacken auf Islamkritiker und Ex-Muslime aufrufen.
Man darf dabei aber nicht vergessen, dass man oft nur die kritischen Geister auf den sozialen Netzwerken sieht. Auch aktuell sieht man nicht die große stille Masse an Muslimen auch in Deutschland, die eben nicht hinter dieser Gewalttat steht, sich aber nicht dazu äußert. So ähnlich verhält es sich auch mit dem Sylt-Video. Es gab danach zahlreiche Nachahmer-Videos mit „Deutschland-den-Deutschen-Ausländer-raus“-Gegröle oder Deutsche in sozialen Netzwerken, die sich solidarisierten und auf Videos von eben solchen Angriffen wie in Mannheim verlinkten und damit darauf verwiesen, dass dieses Ausländer-raus-Denken nicht ohne Grund existiere. Neben diesen Gedankenströmen gibt es aber auch hier die große breite Mehrheit der Deutschen, die still ist und die auf Distanz geht zu den Sylt-Grölern. Ist es nicht oft so: Die, die auf Distanz gehen, schweigen, anstatt aufzustehen und sich zu solidarisieren mit den Opfern – im Fall Sylt sind das Ausländer und im Fall Mannheim Deutsche und Polizisten – sind die große Mehrheit.
Wir dürfen die Bühne aber nicht den Radikalen überlassen – weder in die eine noch in die andere Richtung. Doch es wird immer radikaler bei uns in Deutschland oder werden die Radikalen nur zunehmend lauter? Die Stimmung ist schon lange auf dem Tiefpunkt und sie droht immer mehr zu kippen. Am Sonntag sind Wahlen – Europa und Kommunal. Es wird vermutlich einen Rechtsruck geben. Die Lösung wird das nicht sein.
Die große Spaltung, die sich durch das Land zieht, muss mit anderen Mitteln begegnet werden, mit einer besseren Politik. Und damit ist nicht nur lediglich das Wort Abschiebung gemeint, nicht nur eine vernünftige Integrationspolitik, sondern eine Politik für die große arbeitende Mitte, dass sich arbeiten wieder lohnt, dass man nicht monatelang auf einen Arzttermin warten muss, dass man in der Rente nicht am Hungertuch nagen muss, dass man die Energie noch bezahlen kann für seine vier Wände, dass die Wirtschaft wieder Gefallen am Standort Deutschland findet. Denn viele Menschen aus der so genannten Mittelschicht sind längst aus der Wohlstandsblase gepurzelt. Und das schürt Ängste. Existenzängste bewirken oftmals eine verzweifelte Suche nach Schuldigen und nach einfachen Lösungen. Und das ist gefährlich.



Nach der Flut – Lage bleibt angespannt

Der Sonntag, 02. Juni, ist der erste Tag, an dem der Wettergott für fast acht Stunden Erbarmen hat. Nach wochenlangem Stark- und Dauerregen und schwallartigen Gewittern gibt es nun eine kurze Verschnaufpause, wenn nicht so gar eine Ende der Regenzeit. Einen derart lang anhaltenden Dauerregen haben viele Hohenloher tatsächlich noch nie erlebt. Unwetter Warnstufe vier. Meteorologen sprechen von einem Jahrhunderthochwasser. Mehrere Landkreise in Baden-Württemberg haben den Katastrophenfall ausgerufen. 

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Beim so genannten Jahrhunderthochwssser 2016, bei dem Künzelsaus Innenstadt unter Wasser stand und Braunsbach im wahrsten Sinne abgesoffen ist, konnten auch die Felder, Äcker und die Zuflüsse die gewaltigen Wasserlasten nicht tragen, so dass der Künsbach das Städtle flutete und Kocher und Jagst ebenfalls über die Ufer treten. Seitdem hat sich viel getan. Niedernhall hat daraufhin einen Hochwasserschutz am Kocher gebaut. Künzelsau hat ebenfalls Vorkehrungen getroffen, um eine Wiederholung der Bilder von 2016 zu vermeiden. Der Unterschied zu 2016 ist jedoch: Vor acht jahren hat es sintflutartig geregnet, aber nicht über einen so langen Zeitraum wie dieses Jahr.

Irgendwann war im wahrsten Sinne an diesem Wochenende allerorten das Maß voll, Äcker quollen über, Wiesen konnten das Wasser nicht mehr fassen, das Grundwasser stieg und stieg, bis es teilweise Keller von Wohnhäusern flutete. Die Feuerwehren waren im Dauereinsatz: In Amrichshausen, Berndshausen, Ingelfingen, Langenburg, Gerabronn und Ohrenbach waren mehrere Häuser betroffen und hatten mit Wassermassen in ihren Kellern zu kämpfen. Mit Pumpen, Sandsäcken und Wasserschläuchen versuchten die Feuerwehrler, die Schäden so gering wie möglich zu halten.

Der Neckar, der Kocher und die Jagst traten wieder über die Ufer. Am Sonntag soll es noch vereinzelte Gewitter geben, ebenfalls am Montag. Dann soll sich endlich wieder die Sonne über mehrere Stunden zeigen.

 




Geldautomat gesprengt – Täter auf der Flucht

Bisher Unbekannte sprengten am frühen Freitagmorgen einen Geldautomaten in Kupferzell. Die Täter begaben sich gegen 3.30 Uhr in eine Filiale eines Kreditinstituts in der Straße „Marktplatz“ und verursachten die Sprengung des dortigen Automaten. Anschließend flüchteten sie maskiert, vermutlich mit einem silbernen Audi Q-Modell, in Richtung Feßbach.

Zur Höhe des entstandenen Sachschadens sowie des möglichen Diebesguts können aktuell keine Angaben gemacht werden. Eine sofort eingeleitete Fahndung nach den Tätern und dem Pkw verlief negativ. Ein Hubschrauber konnte aufgrund der Witterung nicht eingesetzt werden. Das Kriminalkommissariat Künzelsau hat die Ermittlungen aufgenommen.

Zeugen, die Hinweise zu der Tat oder den Tätern geben können oder verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 07940 9400 beim der Kriminalpolizei Künzelsau zu melden.




Ist das wirklich wahr? Hass-Hymne wird an verschiedenen Orten im ganzen Land gesungen

Ein Video von jungen, hippen Menschen der Oberschicht auf Sylt, aufgenommen am Pfingstwochenende, macht seitdem viral weltweit die Runde. Sie grölen auf Gigi D’Agostinos Hitmelodie „L’Amour toujours“ „Ausländer raus, Deutschland den Deutschen“. Unfassbare Sätze. Man muss das Video mehrmals anschauen und kann es danach immer noch nicht fassen, was hier gesungen wird. Hetze der allerschlimmsten Sorte, die aber nicht nur auf Sylt gesungen wird, sondern auch an derzeit zahlreichen anderen Orten Deutschlands (siehe Video).

Für die in dem Sylt-Video zu sehenden hippen, reichen Youngsters hat das nun teilweise Konsequenzen. Sie werden angeblich wegen ihrer Äußerungen nun selbst massiv angefeindet. Ein Mann, der in dem Video vermutlich Adolf Hitler mit seinem Schnauzbart und Hitlergruß imitiert, hat sich öffentlich entschuldigt und bittet darum, seien Freunde und Familie von dem Shitstorm, der eigentlich ihm gebühre, zu verschonen. Eine junge, attraktive Frau, die das Video vermutlich aufgenommen und ebenfalls mitgesungen hat, sei von ihrer Arbeitgeberin, wohl eine Influencerin mit Migrationshintergrund, angeblich inzwischen entlassen worden.

Das Lied darf nun unter anderem nicht mehr auf dem Oktoberfest, dem Cannstatter Wasen und bei der EM gesungen werden. Ob das Verbot etwas bringt, ist fraglich. Dadurch erhöht sich ja bekanntlich häufiger noch mehr der Reiz des Verbotenen. Vielleicht haben derartige Videos aber auch einen abschreckenden Effekt, dass sich viele Menschen derzeit genau überlegen, wo sie ihr Kreuz bei den Wahlen im Juni machen werden.

 




Zwei Männer gehen mit Messer und Hammer aufeinander los – Haftbefehl wegen versuchten Totschlags

Am Freitagmorgen gegen 8 Uhr kam es auf dem Gelände der Firma Würth in Bad Mergentheim-Drillberg zu einem versuchten Tötungsdelikt. Ein 27-jähriger Mann stach nach einem Streit mit einem Messer auf einen 49-jährigen Mann ein und verletzte ihn am Hals. Das Opfer wurde in ein Krankenhaus eingeliefert, Lebensgefahr bestehe aber nicht, teilte die Polizei am Montag mit.

Der Tatverdächtige wurde noch am selben Tag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Ellwangen dem Haftrichter vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl wegen versuchten Totschlags. Der Beschuldigte, ein Leiharbeiter somalischer Staatsangehörigkeit, wurde anschließend in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

Die genauen Umstände der Tat und das Motiv des Angriffs sind derzeit Gegenstand der Ermittlungen. Die Kriminalpolizei Tauberbischofsheim und die Staatsanwaltschaft Ellwangen arbeiten eng zusammen, um den Fall aufzuklären. Die Firma Würth, auf deren Gelände sich der Tatort befindet, hat den Vorfall bestätigt. Demnach ereignete sich der Angriff vermutlich während der Arbeitszeit.




Die Dynastien bleiben in Männerhand

Trigema-Gründer Wolfgang Grupp hat es getan, Albert Berner ebenso, Reinhold Würth auf Umwegen. Die Gründer von großen internationalen Unternehmen haben sich entschieden, das Zepter weiterzurreichen an ihre Nachkommen. Das Kerngeschäft bleibt dabei weiterhin in Männerhand. Die Frauen in der Familie dürfen sich in der Regel nach wie vor mit Randgeschäften begnügen.

Feuerte erstmal ein Teil der Führungsriege

Christian Berner ist schon sehr früh in die Fußstapfen seines Vaters Albert geschlüpft, da sein Vater ein schon etwas fortgeschrittenes Alter hatte, als Christian auf die Welt kam. So wurde der Junior mit 28 Jahren 2012 der neue Firmenchef und Alleininhaber – und feuerte umgehend mehrere namhafte Manager in der Führungsebene. Zugleich zog er unter anderem der Liebe wegen nach Köln, ist also selbst nicht beziehungsweise nur sehr selten direkt im Firmenstammsitz in Künzelsau-Garnberg tätig. In Köln mietete er teure Immobilien an, um von dort mit einem neuen Führungsstab die Geschicke in Garnberg zu leiten. Der Hauptsitz wurde von Künzelsau nach Köln verlegt. Der offizielle Grund: Man finde keine guten Mitarbeitenden, die bereit wären, nach Künzelsau zu ziehen. Eine eher dünne Ausrede, wenn man Würth, Ebm-Papst Ziehl-Abegg und zahlreiche weitere global player nur einen Steinwurf entfernt betrachtet.

Christian und Pia Berner.
Foto: GSCHWÄTZ/Archiv

Mitarbeiter in Garnberg empfinden die Führung von Köln aus nicht selten als „sehr weit weg vom Alltag“ des Unternehmens. So richtig gut informiert, fühlen sich viele von ihnen schon lange nicht mehr. Wohin die Reise für Berner, der ewige zweite hinter Würth, gehen wird, keiner weiß es so genau. Auch die nach außen präsentierten Zahlen entsprechen laut Mitarbeitern wohl nicht immer den internen Zahlen. Während Christian das Kerngeschäft geerbt hat, bekam seine Schwester Kerstin ein PR-Unternehmen. Eine 50/50-Führung mit zwei gleichberechtigten Köpfen – man entschied sich dagegen. Seine Frau Ursula Berner darf sich währenddessen um die Übergabe von Stiftungsgeldern kümmern und Gutes tun, hat also einen eher repräsentativen Status. Viele Dinge hat die Firma Berner hier schon unterstützt, auch auf lokaler Ebene im Hohenlohekreis. Beim „harten Geschäft“ ist allerdings auch Ursula raus.

Benjamin Würth. Quelle: Screenshot

Reinhold Würth hat seine Tochter Bettina vor vielen Jahren zur Beiratsvorsitzenden berufen. Eine Ausnahme in dem Konzern. Den sein Management in der aktiven Führungsebene sind dagegen häufig langjährige Mitarbeitende, die sich nicht selten hochgearbeitet haben – überwiegend bis fast ausschließlich männlicher Natur. Er vertraut ihnen blind. Sie sind wiederum absolut loyal zu ihm. Nach einer Impfung als Baby hat sein einziger Sohn ein Handicap. Die Familie, insbesondere seine Frau Carmen, setzt sich seitdem stark für Projekte ein, die Menschen mit Handicap unterstützen. Es ist quasi zu ihrer Lebensaufgabe geworden. Nun werden die Aufgaben im Unternehmen neu verteilt – und zwar an die Enkel. Maria Würth darf sich um Kunst und Kultur kümmern, während die Enkel Benjamin der Vorsitzende des wichtigsten Würth-Gremiums ist. Er ist der Sohn von Marion Würth, Reinhold Würths Tochter. Der zweite Enkel, Sebastian, soll später die Nachfolge von Bettina Würth, Reinhold Würths zweiter Tochter, als Beiratsvorsitzender antreten. Das harte Kerngeschäft bleibt daher in Männerhand.

Seine Sprüche sind legendär

Bei Trigema sind die Sprüche des Familienpatriarchen Wolfgang Grupp legendär, auch was seine Frau betrifft. Während eines Gastaufritt beim diesjährigen Neujahrsempfang im Rathaus in Künzelsau erklärt er in einer Rede noch einmal, wie er seine damals über 20 Jahre jüngere Frau, eine Baronesse, ausgesucht hat. So sollte sie noch jung und damit biegsam sein und damit auch bereit, zu ihm zu ziehen und sich seinem Leben anzupassen. Die Baronesse arbeitet seitdem seit vielen Jahrzehnten ebenfalls in seinem Unternehmen mit. Die beiden haben zwei Kinder. Auch hier wurde kürzlich offiziell die Nachfolge verkündet. Nach außen schaut es auf den ersten Blick so aus, als ob Tochter und Sohn gleichberechtigt die Familiennachfolge antreten würden. In einem Pressestatement vom 01. Januar 2024 heißt es:

„Am 01. Januar 2024 übergibt Wolfgang Grupp nach 54 Jahren als persönlich haftender Inhaber und Geschäftsführer die Firma TRIGEMA Inh. W. Grupp e.K. an seine Frau Elisabeth, seine Tochter Bonita und seinen Sohn Wolfgang junior.

Wolfgang Grupp jun. wird persönlich haftender Gesellschafter und Geschäftsführer. Bonita Grupp wird Mitglied der Geschäftsführung. Elisabeth Grupp bleibt als Gesellschafterin weiterhin im Unternehmen tätig. Die Firma wird unter der Firmierung TRIGEMA W. Grupp KG weitergeführt.“

Wolfgang Grupp junior und Bonita Grupp. Foo: Screenshot

Schaut man näher hin, übernimmt der Sohn das Kerngeschäft mit der ganzen Verantwortung, aber auch mit der ganzen „Macht“ als alleiniger Inhaber und damit auch finanziell alleiniger Erbe des erfolgreichen Unternehmens. Tochter Bonita indes wird lediglich Teil der Geschäftsführung. Laut Grupp ist es ihm auch immer wichtig gewesen, dass die Familienmitglieder alle in einem einzigen großen Büroraum mit ihm arbeiten. Ein Schelm, der bei diesen Worten an Überwachung und Kontrolle denkt. Sein großes Vorbild ist übrigens Reinhold Würth.

Hier geht es zur Rede von Wolfgang Grupp in Künzelsau. im Publikum sitzen übrigens unter anderem die Enkel von Reinhold Würth:

Trigema Macher Wolfgang Grupp: „Herr Würth war all die Jahrzehnte das große Vorbild für mich“ (youtube.com)

 

 

 

 




Das Niveau könnte nicht tiefer sinken

Es ist ja mittlerweile stark im Kommen, das Comedians bei ihren Shows das Publikum mit einbeziehen in ihre Live-Shows. Das wirkt spontan, authentisch, einfach echt lustig. Ein Meister darin ist etwa Lehrer Schröder. Wer das Publikum mit einbezieht, muss dabei den schmalen Grad zwischen „wir-lachen-gemeinsam“ und „ich-lache-über-dich“ beherrschen. Dazu braucht es vor allem eines: Intelligenz.

Am vergangenen Wochenende sorgte ein Aufritt von Oliver Pocher beim SWR-Sommerfestival in Stuttgart für einen bundesweiten Eklat. Pocher hat mal wieder ein Tabu gebrochen. Nachdem er selbst über seine Mutter sich öffentlich nicht gerade freundlich geäußert hat und auch seine Verflossenen teilweise schon mächtig ihr Fett abbekommen haben, geht der offensichtlich misogyne Hau-Drauf-Komiker noch weiter unter die Gürtellinie. In einem Instagram-Video, das Pocher nach wie vor auf seinem Account präsentiert, sieht man ihn in Stuttgart auf der Bühne sehen. Er stellt dabei seinen Insta-Followern unter anderem Singles aus Stuttgart vor, hier im Bilde: 2 Frauen in der vorderen Reihe, eigentlich Fans von ihm. Die eine bekennt ehrlich, dass sie noch nie einen Freund hatte. Pocher hakt unverschämt dreist noch, ob sie denn dann auch noch nie Sex hatte. Sie bejaht. Anstatt es dabei nun endlich zu belassen, um die Frau nicht noch weiter in die Enge zu treiben, macht Pocher die Frau und ihre Jungfräulichkeit zum Running Gang seines Auftrittes.

Das Video geht viral, die Stuttgarter Zeitung berichtet entsetzt darüber, andere Medien greifen das Thema ebenfalls auf. Zunächst reagiert der verantwortliche Sender verhalten und verweist darauf, dass der SWR ein öffentlich-rechtlicher Sender sei und man niemandem einen Maulkorb auferlegen geschweige denn tendenziös berichten wolle. Ergo: Jeder darf auf der SWR-Bühne quasi machen, was er möchte. Daraufhin ergießt sich ein regelrechter Shitstorm über dem Sender. Denn: Es gibt zahlreiche Menschen, die anscheinend nicht möchten, dass mit ihren Gebührengeldern jemand wie Pocher engagiert wird, der wiederum lediglich übelste Witze auf Kosten anderer reißt.

Die Frau indes war sichtlich erschüttert und bat den Sender nach der Show, die Aufnahmen über ihre Äußerungen nicht zu veröffentlichen. Daran hielt sich der SWR, Pocher scherte das indes wenig und beließ das Video weiterhin auf seinem Insta-Account. Nach dem Shitstorm distanzierte sich der Sender schließlich doch nach mehreren Tagen, allerdings viel zu spät. Dadurch wirkte das Statement für viele wenig glaubwürdig. Man habe mit Pocher eine andere Zielgruppe ansprechen wollen, versuchte sich der Sender zu erklären und wirkte damit noch mehr aus der Zeit gefallen – wie ein patriarchal geprägtes Medienhaus, das keinen anderen Comedian zu kennen scheint, um die jüngere Generation anzusprechen, als Oliver Pocher. Dabei gibt es derzeit so viele junge Comedians, die auf TikTok und Insta eine große Followerschaft haben, wie etwa Cihan Aglar oder Lehrer Herr Schröder. Schade, um diese verpasste Chance.




Mann mit Axt auf Festgelände unterwegs – Verfolgungsjagd mit der Polizei

Ein 22-Jähriger hielt in der Nacht auf Pfingstmontag die Polizei auf Trapp. Eine Zeugin meldete gegen 1.30 Uhr, dass ein Mann mit seinem BMW in deutlich alkoholisiertem Zustand fahren würde und zuvor mit einer Axt über ein Festgelände in Forchtenberg-Schleierhof gelaufen sei.

Als zwei Streifen zur Örtlichkeit fuhren, kam diesen der 22-Jährige in seinem Pkw entgegen. Als einer der Streifenwagen gewendet wurde, beschleunigte der BMW-Lenker stark und entfernte sich in Richtung „Hohe Straße“. Die zweite Streife konnte den Mann im Ortsgebiet von Crispenhofen in Richtung Weißbach sehen, wo er nochmals mit hoher Geschwindigkeit flüchtete. Im Rahmen der Fahndung mit mehreren Streifen wurde das Fahrzeug zunächst nicht angetroffen. Vor Ort konnte ermittelt werden, dass der 22-Jährige als Festbesucher zunächst mehrere alkoholische Getränke konsumierte und es zu Streitigkeiten mit anderen Personen gekommen sein soll. Später umfuhr er mit seinem BMW wohl eine Straßensperrung im Bereich „Dürre Gärten“, um auf das Festgelände zu gelangen und sich den Weg durch die Menschenmenge zu bahnen. Dabei führ er einer Person über den Schuh, die dadurch nicht verletzt wurde. Am Ende der Straße sei er auf eine Gruppe von 10 bis 15 Personen zugefahren und habe erst kurz davor abgebremst. Anschließend stellte er seinen Pkw ab, stieg aus und stritt wiederum mit mehreren Personen. Danach soll er eine Axt entwendet und mit dieser über das Festgelände gelaufen sein. Hierbei kam es zu keiner Bedrohung der Besucher. Danach verließ er die Örtlichkeit endgültig und fuhr in Richtung Hohe Straße davon.

Auf der Rückfahrt kam der Gesuchte den Beamten auf der Landesstraße 1045 von Forchtenberg kommend in seinem Auto entgegen, wobei abermals die Verfolgung aufgenommen wurde. Hierbei musste, der Streifenwagen auf rund 185 km/h beschleunigt werden, um den Abstand zum Flüchtenden zu wahren. Nach weiterer Verfolgung hielt er an und wurde vorläufig festgenommen. Ein Alkoholtest ergab einen Wert von rund 1,2 Promille, weshalb er zur Blutentnahme ins Krankenhaus gebracht wurde. Er muss nun mit mehreren Anzeigen und dem Entzug seiner Fahrerlaubnis rechnen.