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Brautkleider in Hülle und Fülle – Polizei sucht zugehörige Bräute

Mit einem etwas kuriosen Anliegen wendet sich die Polizei Heilbronn an die Bevölkerung- sie teilt mit:

Herkulesaufgabe für die Polizei Obersulm: Nach der Beschlagnahmung von 100 Brautkleidern eines ehemaligen Brautmodengeschäfts mit Kommissionsware suchen die Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten die ursprünglichen Besitzerinnen. Im Frühjahr war der Secondhandladen in Obersulm zur Geschäftsaufgabe gezwungen. Bei der in dem Laden angebotenen Ware handelte es sich um zum Wiederverkauf abgegebene gebrauchte Brautkleider. Die Eigentümerin des Ladens verstaute die Kleider nach der Geschäftsaufgabe vorübergehend bei sich zu Hause. Infolge gingen bei der Polizei über 50 Strafanzeigen wegen Unterschlagung ein.

100 Brautkleider beschlagnahmt

Nach monatelangen Verhandlungen und Aufforderungen, die Kleider an die Eigentümerinnen auszuhändigen, beantragte die Staatsanwaltschaft Heilbronn schließlich eine Wohnungsdurchsuchung und ordnete die Beschlagnahme aller noch vorhandenen Kleider an. Nun versucht die Polizei Obersulm die circa 100 Brautkleider und diversen Hochzeitsaccessoires an die Eigentümerinnen zurückzugeben. Geschädigte können sich zur Terminabsprache zu den üblichen Bürozeiten telefonisch beim Polizeiposten Obersulm unter der Telefonnummer 07130 7077 melden.

Foto mitbringen

Diese werden gebeten, zur Abholung wenn vorhanden einen Eigentumsnachweis oder ein Foto mitzubringen. Aufgrund von Lagerschwierigkeiten bittet die Polizei um zeitnahe Anrufe. Abholungen nach dem 10. Januar 2021 sind nur noch stark eingeschränkt möglich.

Quelle: Pressemitteilung Polizei Heilbronn

Brautkleider. Foto: pixabay




Kontaktpersonennachverfolgung auch über Weihnachten

Im Kampf gegen das Covid 19-Virus macht das Landratsamt Hohenlohekreis auch über die Weihnachtsfeiertage sowie zum Jahreswechsel keine Pause. Sowohl vom 24. bis 27. Dezember als auch am 31. Dezember und am Neujahrstag sind die Fallermittler des Gesundheitsamtes im Einsatz, um mögliche Infektionsketten positiv gemeldeter Corona-Fälle zu unterbrechen. Auch andere Ämter im Haus sind über die Feiertage im Bereitschaftsdienst und damit an allen Tagen einsatzfähig. Dies gilt insbesondere für die Heimaufsicht, den Katastrophenschutz, die Pressestelle sowie die Behördenleitung. „Es war für uns alle ein schwieriges und anstrengendes Jahr. Ich bin den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sehr dankbar, dass sie auch nun am Jahresende die Arbeitsfähigkeit der Verwaltung sicherstellen“, erklärt Landrat Dr. Matthias Neth.

Corona-Hotline des Landesgesundheitsamts

Für Fragen rund um das Thema Corona steht an den Feiertagen die Hotline des Landesgesundheitsamtes unter der Telefonnummer 0711 904-39555 täglich von 8 bis 22 Uhr zur Verfügung.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamts Hohenlohekreis

 

Sitz der Corona-Task-Force: Das ehemalige Krankenhaus in Künzelsau. Foto: GSCHWÄTZ




„Welt liegt im Chaos, wartet auf den Spritzentross“

Oh du fröhliche, oh du Selige,

gnadenbringende Weihnachtszeit.

Welt liegt im Chaos,

wartet auf den Spritzentross.

freue dich, freue Dich, oh Christenheit.

 

Stille Nacht, heilige Nacht,

alles schläft, einsam wacht,

nur das Krankenhauspersonal,

holde Menschen – engelsgleich gar.

Jesus in Menschengestalt,

Jesus in Menschengestalt.

 

Ihr Kinderlein kommet

und kommet doch all

zu Spieleabenden kommet in den heimischen Stall.

und seht, wie schön gemeinsame Stunden sind,

auf das wir beisammen gedanklich Kind.

 

Auch wenn die Heerscharen da droben haben lahmgelegt das Land,

wir wissen, es hat seinen Zweck und Verstand.

Wir wissen, was wichtig und richtig uns stimmt,

gemeinsam, achtsam, zusammen, gleichberechtigt wir sind.

 

Darum: lasst uns froh und munter sein

und uns von Herzen freun,

dass wir gestärkt aus dieser Krise gehen vor.

Die Menschheit vereint sich, das Gute geht hervor.

Die Menschheit vereint sich, das Gute geht hervor.

Wir wünschen Euch frohe Weihnachten – nicht „trotz allem“, sondern „gerade deswegen“. Nach diesem besonderen und für viele besonders anstrengendem Jahr gönnt Euch eine Pause – nur für Euch. Ihr seid es wert. Kuschelt euch ein und genießt die Stille an diesem besonderen Weihnachten. Wann gibt es schon einmal so eine Chance, abschalten zu dürfen? Also zieht den Stecker, lehnt Euch zurück, macht die Augen zu, atmet tief durch und freut euch auf den Duft von Zimt, Mandarinen und Glühwein. Das gibt’s alles auch zu Hause.

Frohe Weihnachten

Dr. Sandra Hartmann im Namen des gesamten GSCHWÄTZ-Redaktionsteams

 




Ausländerbehörde des Landratsamts Künzelsau weist fünf serbische Schwarzarbeiter aus

Bei der Prüfung einer Künzelsauer Baustelle am 14. Dezember 2020 trafen die Zöllner der Finanzkontrolle Schwarzarbeit aus Tauberbischofsheim fünf serbische Staatsangehörige an. Diese hielten sich ohne die erforderlichen Papiere im Land auf und gingen unerlaubt einer Beschäftigung als Bauhelfer nach. Auf Anordnung der Ausländerbehörde des Landratsamts Künzelsau müssen sie in ihr Heimatland ausreisen. Das geht aus einer Pressemitteilung des Hauptzollamts Heilbronn hervor.

„Die Arbeiter haben keinen erforderlichen Aufenthaltstitel, der zur Ausübung einer Beschäftigung in Deutschland für ausländische Arbeitskräfte erforderlich ist. Ihnen war somit lediglich ein touristischer Aufenthalt, nicht jedoch die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit gestattet,“ so die Einsatzleitung.

Gegen die fünf Arbeiter wurden Strafverfahren wegen des Verdachts des illegalen Aufenthalts mit unerlaubter Arbeitsaufnahme eingeleitet.

Den kroatischen Bauunternehmer und Arbeitgeber der fünf Serben, der als Subunternehmer einer deutschen Baufirma aus dem Raum Heilbronn tätig ist, erwartet indes eine Anzeige wegen des Verdachts der Beihilfe zum illegalen Aufenthalt und der Beschäftigung von Arbeitnehmern ohne gültige Arbeitsgenehmigung.

Die Auswertung der Unterlagen und die weiteren Ermittlungen dauern an.

 




Nachverteilung der Gelben Säcke läuft auch im Januar 2021 weiter

Die Nachfrage nach den Gelben Säcken reißt nicht ab. Das geht aus einer Pressemitteilung der Abfallwirtschaft des Hohenlohekreises hervor.

Aufgrund des Lockdowns war die Erstverteilung im Hohenlohekreis ins Stocken geraten. Zahlreiche Rückmeldungen aus der Bevölkerung lassen unter anderem bei der Abfallwirtschaft regelmäßig die Telefonanlage zusammenbrechen. Jetzt hat Veolia und sein Dienstleister reagiert: „Die Zahl der Mitarbeiter im Callcenter wurde erhöht, um die zahlreichen Anrufe entgegen nehmen zu können“.

 

Laut Veolia wird jeder Antrag auf Nachverteilung, der bis zum 31.12.2020 bei der Hotline, auf dem Anrufbeantworter oder über die Homepage eingeht, bearbeitet. Die Nachverteilung läuft demnach auch im Januar weiter. Die Abfallwirtschaft Hohenlohekreis bittet die Bürgerinnen und Bürger deshalb darum, sich bei Fragen zum Gelben Sack direkt an Veolia zu wenden. „Da wir für die Verpackungsabfuhr nicht zuständig sind, können leider nicht direkt helfen und müssen selbst immer wieder auf die Ansprechpartner bei Veolia verweisen“, betont der Geschäftsführer der Abfallwirtschaft Sebastian Damm. Das Anrufaufkommen durch den Gelben Sack sei bei der Abfallwirtschaft mittlerweile aber so hoch, dass andere Anliegen von Bürgern nicht mehr bearbeitet werden können. Daher sei es so wichtig, dass sich die Bürgerinnen und Bürger gleich an die richtigen Ansprechpartner wenden.

 

Nachdem die Erstverteilung der Gelben Säcke ins Stocken geraten war, hatte sich bereits in der letzten Woche die Abfallwirtschaft mit Veolia und den dualen Systemen auf eine Lockdown-Lösung bis Ende Januar 2021 verständigt. Daher gilt: Wer noch keine Gelben Säcke bekommen hat, kann im Januar alle herkömmlichen Müllsäcke in allen Farben und Größen zur Abfuhr der Verpackungen nutzen. Mit dieser vorübergehenden Lösung wird für alle Bürgerinnen und Bürger die Entsorgung von Leichtverpackungen sichergestellt. Säcke mit Restmüll werden allerdings nicht mitgenommen.

 

Die Nachverteilung der Gelben Säcke wird weiterhin fortgeführt. Wer noch keine Gelben Säcke bekommen hat, kann nach wie vor über www.gelbersack-hohenlohe.de und über die Hotline 0931-3227880 seine Adresse angeben. Für Fragen zur Abfuhr und Bereitstellung der Gelben Säcke ist die Firma Veolia unter 0800-0785600 (nach Ansage Ortsvorwahl eingeben) oder per Email unter de-ves-info-bretzfeld@veolia.com erreichbar. Weitere Infos unter www.abfallwirtschaft-hohenlohekreis.de/neu-ab-2021.

 

 

 

 




Fußgängerin von Auto erfasst

Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich am Samstag, den 19. Dezember 2020, gegen 6.30 Uhr im Bereich der Schillerstraße in Öhringen. Ein 26-jähriger Autofahrer war mit seinem Dacia auf der Kottmannstraße unterwegs und wollte von dort in die Schillerstraße einfahren. Während des Abbiegevorgangs trat plötzlich eine Fußgängerin auf die Fahrbahn und wurde von dem Dacia erfasst. Sie zog sich schwere Verletzungen zu und musste in ein Krankenhaus gebracht werden.

Die Ermittlungen zum Unfallhergang hat das Polizeirevier Öhringen übernommen. Zeugen des Vorfalls werden gebeten, sich unter der Telefon 07941/93 00 zu melden.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn




Probealarm aller Sirenen

Die nächste turnusgemäße Probealarmierung der funkansteuerbaren Sirenen für die Feuerwehren des Hohenlohekreises findet am Samstag, den 02. Januar 2021, statt. Dabei werden die funkansteuerbaren Sirenen aller Gemeinden und Ortsteile im Hohenlohekreis zwischen 11 und 12 Uhr ausgelöst.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis

 

Seit 1975 informieren bundesweit einheitliche Sirenensignale die Bevölkerung vor Katastrophen aller Art. Grafik: Landratsamt Hohenlohekreis




Landratsamt Hohenlohekreis auch im Lockdown geöffnet

Das Landratsamt Hohenlohekreis bleibt auch während des bundesweiten Lockdowns für wichtige Bürgerdienstleistungen erreichbar, heißt es in einer Pressemitteilung. So sind Zulassungsstelle sowie Führerscheinstelle zu den gewohnten Zeiten geöffnet. Alle anderen Ämter arbeiten weiter mit Terminvergabe.

Allerdings sollen während des Lockdowns auch im Zuge der Kontaktreduzierung nur unaufschiebbare Angelegenheiten erledigt werden. Das Landratsamt Hohenlohekreis appelliert daher an die Bürger im Kreis, alle nicht unmittelbar notwendigen Behördengänge auf die Zeit nach dem Lockdown zu verschieben. „Die Kontaktreduzierung dient natürlich auch dazu, unsere eigenen Mitarbeiter zu schützen“, erklärt Annette Schmidt, die Leiterin des Personal- und Organisationsamtes. „In dringenden und wichtigen Fällen sind wir aber natürlich für die Bürgerinnen und Bürger im Kreis da.“

Weiterhin gilt, dass sich maximal 15 Personen gleichzeitig im Foyer des Landratsamtes aufhalten dürfen. Ein Sicherheitsdienst regelt den Einlass.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis




Künzelsauer Weihnachtstraditionen auf YouTube

Weihnachten steht vor der Tür und viele Traditionen können aufgrund der Corona-Pandemie dieses Jahr nicht durchgeführt werden. Beliebte und traditionelle Veranstaltungen wie zum Beispiel das Engelesblasen an Heiligabend, Silvester und Neujahr dürfen nicht stattfinden. An den Weihnachtsgottesdiensten kann dieses Jahr nur eine begrenzte Anzahl an Besuchern teilnehmen. Um deshalb ein bisschen Weihnachten in die Künzelsauer Stuben zu bringen, war die Stadtverwaltung laut einer Pressemitteilung mit dem Video-Team Olivier Schniepp und Rolf Hartbrich und vielen weiteren Akteuren kreativ. „Mit der digitalen Variante ermöglichen wir vielen Menschen die Teilnahme an Gottesdiensten. Das Video mit dem Rückblick auf das Engelesblasen 2019 ersetzt in keiner Weise die Veranstaltung – es lässt die Tradition aber auch nicht komplett ausfallen“, so Bürgermeister Stefan Neumann in der Mitteilung.

Der Zauber des Engelesblasens von 2019

Zum Jahreswechsel findet in Künzelsau seit mehr als 100 Jahren ein besonderer Brauch statt: Vom Turmkranz der Johanneskirche, dem Mittelpunkt der Stadt, spielen Blasmusiker feierliche Choräle und eine Gruppe um Klaus Ottenbacher schwenkt Laternen von der Turmbrüstung. Die Lichter stellen schwebende Engel dar und laden nicht nur die kleinen Besucher zum Träumen ein. Jedes Jahr versammeln sich viele Menschen in der Hauptstraße und in den Gassen rund um die Kirche, um dieses Schauspiel zu sehen. Für viele Künzelsauer ist ein Weihnachten ohne das Engelesblasen kaum vorstellbar. „Wir haben lange mit den Verantwortlichen der Stadt Künzelsau gesprochen und verschiedene Möglichkeiten geprüft, um das Engelesblasen auch dieses Jahr durchzuführen. Die Menschenansammlungen sind leider nicht kontrollierbar, weshalb das Engelesblasen dieses Jahr schweren Herzens ausfallen muss. Möge diese schöne Tradition des Engelesblasens in unserer Heimatstadt noch lange weiterleben und in Zukunft auch wieder im Original zu sehen sein“, so Klaus Ottenbacher. Klaus Ziegler ist für die Organisation der Turmbläser verantwortlich und ergänzt: „Das Engelesblasen gehört für viele Künzelsauer zum Weihnachtsfest dazu. Um die Stunden des Engelesblasens denken auch viele ehemaligen Künzelsauer in aller Welt an ihre Heimat und die Hiesigen an ihre Verwandten und Freunde in der Ferne. Deshalb haben wir mit der Stadtverwaltung Künzelsau und Rolf Hartbrich eine Videoaufnahme vom letzten Jahr als Rückblick zusammengestellt.“

Drei Weihnachtsgottesdienste

Bereits während des ersten Corona-Lockdowns im Frühjahr hat die Stadtverwaltung Künzelsau viele Veranstaltungen und Aktionen anderweitig angeboten. Bereits im Frühjahr dieses Jahres wurden einige Gottesdienste als Videos auf dem YouTube-Kanal der Stadtverwaltung veröffentlicht. „Damit in der Weihnachtszeit niemand auf die Gottesdienste verzichten muss, haben wir drei Weihnachtsgottesdienste aufgezeichnet. So kann man die weihnachtlichen Traditionen auch in die eigenen vier Wände holen“, begründet Dr. Friedemann Richert, Dekan des Evangelischen Kirchenbezirks Künzelsau.

Termine

Die Videos werden auf dem YouTube-Kanal der Stadt Künzelsau unter www.youtube.com/stadtkuenzelsau zu folgenden Terminen veröffentlicht:

  • Heiligabend um 19 Uhr: Rückblick auf das Engelesblasen aus dem Jahr 2019
  • Heiligabend um 17 Uhr: Evangelischer Gottesdienst aus der Johanneskirche mit Dekan Dr. Friedemann Richert
  • Erster Weihnachtsfeiertag um 9 Uhr: Katholischer Gottesdienst aus der Kirche Mariä Geburt in Amrichshausen mit Diakon Wolfgang Bork
  • Zweiter Weihnachtsfeiertag um 9 Uhr: Griechisch-orthodoxer Gottesdienst aus der griechisch-orthodoxen Kirche der Heiligen Konstantin und Helena mit Erzpriester Martinos Petzolt

 

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau

 

Diakon Wolfgang Bork bei der Aufnahme des Weihnachtsgottesdienstes in der Kirche Mariä Geburt in Amrichshausen. Foto: Stadtverwaltung Künzelsau

Der Zauber des Engelesblasens ist in diesem Jahr als Rückblick in einem Video zu sehen. Foto: Rolf Hartbrich

 

 

 




ebm-papst stellt neues Laborzentrum fertig

Die hohe Bedeutung seiner Forschung und Entwicklung beweist der Ventilatorenhersteller ebm-papst mit der Fertigstellung eines neuen Testzentrums in Mulfingen, teilt das Unternehmen in einer Pressemitteilung mit. Auf über 5.000 Quadratmetern hat der Technologieführer neue Laborflächen für Analysen und Funktionstests im Bereich der elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV) geschaffen. Während der 14-monatigen Bauzeit wurden zwölf Millionen Euro investiert. Das Unternehmen hat sich dabei auf die regionale Bauwirtschaft konzentriert.

Platz für 50 Mitarbeiter

„Aufgrund unserer Auswahl von heimischen Unternehmen konnte trotz Covid-19 der Zeitplan eingehalten werden“, sagt Dr. Stephan Arnold, ebm-papst Gruppengeschäftsführer Forschung und Entwicklung, in der Mitteilung. „Dadurch können wir wie geplant im ersten Quartal 2021 mit dem Messbetrieb starten und den wachsenden Einsatz von Elektronik in unseren Produkten analytisch begleiten.“ Martin Schmitt, Abteilungsleiter in der Elektronikentwicklung bei ebm-papst, erklärt: „In dem neuen EMV-Testzentrum werden zukünftig 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus unseren Elektronik-Dienstleistungsbereichen tätig sein.“

Schirm- und Absorberhallen

Einen Großteil der Fläche benötigen die für die EMV-Messtechnik notwendigen Schirm- und Absorberhallen. Hier wird zum einen die Abschirmung vor äußeren Störquellen ermöglicht, zum anderen die Simulation eines Freifelds erreicht. „Damit ist es möglich, normgerechte Störfestigkeits- sowie Störaussendungsprüfungen an Prüflingen mit einer Größe von bis zu 60 Quadratmetern und einem Gewicht von bis zu 3,5 Tonnen durchzuführen“, berichtet Schmitt stolz.

Nachhaltiges Denken und Handeln

Bei dem Mulfinger Unternehmen hat nachhaltiges Denken und Handeln hohe Priorität. Unter der Leitlinie „GreenIntelligence“ spiegelt das ebm-papst sowohl in seinen Produkten, Prozessen und der Unternehmenskultur als auch in seinen Neubauten wider. Die Wärme- und Kälteerzeugung der neuen Labore erfolgt über eine Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung. Überschüssige Wärme – vor allem in den Sommermonaten – wird für den Antrieb von Absorptionskälteanlagen genutzt. Die Beheizung und Kühlung der Räume erfolgt weitestgehend über kombinierte Heiz- und Kühldecken, die sich durch hohe Kaltwassertemperaturen und sehr moderate Heizwassertemperaturen energetisch auszeichnen. „Über eine spezielle Verschaltung der Umluftanlagen und eine hochkomplexe Mess-, Steuer- und Regelungstechnik gelingt es uns, prozessübergreifend eine Gesamtluftmenge von zirka 140.000 m³/h einzusparen“, sagt Markus Mettler, verantwortlich für den Bau bei ebm-papst Mulfingen. „Dies wirkt sich positiv auf den Verbrauch der Luftfördereinrichtungen sowie auf die thermische Aufbereitung der Umluft aus und minimiert den Energiebedarf deutlich“.

Quelle: Pressemitteilung von ebm-papst

 

Rund zwölf Millionen Euro hat das neue Laborzentrum in Mulfingen gekostet. Foto: ebm-papst