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„Ich bemerke bei den Kindern einen fast schon devoten Gehorsam“

Mit warmen Worten wurde eine Künzelsauer Lehrerin am 25. Juli 2020 auf der Bühne der Querdenken-Demonstration in Crailsheim begrüßt. Es war nicht ihre erste Querdenken-Rede (Zitate aus der Rede sind in kursiv). Ihr Thema: Wie Corona das schulische Leben verändert hat. Wir haben bei der Lehrerin nachgefragt, ob sie diese Themen nach wie vor so kritisch sieht, wie sie es damals formuliert hat. Sie wollte sich jedoch nicht dazu äußern, da sie negative Konsequenzen in ihrem beruflichen Umfeld befürchtet. Anbei veröffentlichen wir daher lediglich die wichtigsten Textpassagen mit redaktionellen Anmerkungen von unserer Seite.

Chilliges Nichtstun

Zu Beginn der Rede zeichnet sie ein idealisiertes Bild von der Normalität des Schulalltags: Fröhlichkeit, Lachen, chilliges Nichtstun, aber auch schmunzelnde Mißbilligung

In der Pause schlichten die Lehrer Streitereien, ziehen Schüler aus den Ecken, die dort heimlich rauchen oder scheuchen Mädchen raus, die zu fünft in einer Toilettenkabine sitzen.

Im Wesentlichen herrscht aber Gemeinschft und Harmonie:

Dazwischen wird Fußball gespielt, gefangen, geschubst, aus einer Flasche getrunken und vom gleichen Pausenbrot abgebissen. 

Damit ist der Anker gesetzt, dieses Bild wird dem Zuhörer bis ans Ende der Rede im Gedächtnis bleiben.

Jetztzeit als fast dystopischer Kontrast

Ganz im Gegensatz dazu der Lehralltag im Juli 2020, als Corona ziemlich eingedämmt war. Ein geradezu dystopischer Zustand wird heraufbeschworen, beginnend schon am frühen Morgen ist die heile Schulwelt neuerdings geprägt von Verboten und Zwängen:

Morgens kurz vor 8 Uhr, ungefähr die Hälfte der Schüler sind anwesend, der Rest beginnt erst in der zweiten Schicht ab 10 Uhr. Die Schüler betreten nacheinander mit Maske das Gebäude und folgen dem Einbahnstraßensystem in das Klassenzimmer. Dort wird ausgiebig Hände gewaschen. Anleitungen hierzu hängen über jedem Waschbecken. Im Unterricht sitzen die Schüler an Einzeltischen mit 1,50 Meter Abstand. Gruppen- oder Partnerarbeit ist verboten, die Schüler müssen immer allein arbeiten.

Schlimm seien die fehlende Motivation der Schüler, leider von extern aufgedrängt und daher nicht beeinflußbar, sowie Kollegen, die konspirativ die Coronaregeln zu umgehen versuchen:

Das ist aber alles nicht dramatisch, da alle Schüler in das nächste Schuljahr versetzt werden. Da die Schüler dies bereits frühzeitig wussten, ist die Motivation, noch etwas zu arbeiten, sehr gering und sinkt mit jedem Tag weiter.

Pausen in denen alle zusammen sind, gibt es nicht mehr, der Lehrer entscheidet das individuell. Auch hier gilt das Einbahnstraßensystem und die Maske. Findige Kollegen verabreden sich heimlich mit anderen Kollegen, um zufällig gemeinsam Pause zu machen, so dass sich auch getrennte Klassen wieder sehen können.

Bereits bis hier eine harte Gegenüberstellung – sie macht ihren Zuhörern klar, dass niemand unter Coronabedingungen lernen oder lehren will. Aber es kommt noch eine Steigerung:

Über außerschulische Aktionen muss man gar nicht sprechen: Das gibt es nicht mehr. Damit gehen natürlich auch Jugendherbergen und Reiseveranstalter, die sich auf Klassenreisen spezialisiert haben, zugrunde und die Abschlussfeiern für die Abgangsklassen – ich verwende hier mal das Wort bizarr: Eltern und Schüler dürfen maximal zu dritt erst nach vorheriger Anmeldung teilnehmen. Sie haben zugewiesene Sitzplätze, das Gebäude darf nur mit Maske betreten, diese am Platz abgenommen werden. Es folgt eine kurze Rede, dann ganz schnell die Zeugnisübergabe, natürlich nicht direkt in die Hand des Schülers, sondern auf eine Ablage, wo es weggenommen werden muss. Kreative Schulen machen dass zb mit einer Pizzaschaufel. 

Nach Ende der Veranstaltung darf keiner bleiben, denn dann kommt das Desinfektionsteam, um alle Flächen zu reinigen und das dauert einige Zeit. Nicht länger als 30 Minuten, denn dann kommt die nächste Gruppe dran.

Reisebüros, die sich nicht auf Klassenreisen spezialisiert haben, leiden übrigens auch. Und noch schlimmer – nicht einmal vor dem Klassenfoto macht der Virus halt, mit kaum überhörbarem Sarkasmus folgt eine letzte Steigerung:

Ein Klassenfoto zum bestandenen Abschluss, wie es immer war, wird es wohl nicht geben. Wobei auch da manche Schulen äußerst kreativ sind. Wie wäre es mit einem Maskenfoto oder – um den Abstand zu gewähren – Kreise oder Ringe auf dem Boden, in denen die Kinder stehen müssen. Natürlich kann da nur die Hälfte der Klasse aufs Bild, aber in schwierigen Zeiten wie diesen muss man eben Opfer bringen.

Die Dystopie ist perfekt, die Rednerein hat ihr Ziel erreicht: Das Publikum ist regelrecht schockiert über die Zustände in den Schulen. Jetzt noch ein Fallbeispiel und dann kann man übergangslos wie aus dem Lehrbuch zu den verschwörungstheoretischen Folgerungen übergehen:

Hier sei nur ein Beispiel aus der Nähe von Bruchsal genannt, wo eine Grundschullehrerin positiv getestet wurde und und zwei Klassen mit 46 Schülern in Quarantäne müssen. Die Begründung hierfür ist: Die Kinder seien zu der Lehrerin Kontaktpersonen ersten Grades gewesen, das heißt mindestens 15 Minuten mit positiv getesteter Person in Kontakt ohne 1,50 Meter fünfzig Abstand und Maske, bedeutet konkret: alle 46 Kinder sind Kontaktpersonen ersten Grades. Ich stelle es mir sehr schwierig vor, dass in einer Grundschulklasse mit mehr als 20 Schülern jedes dieser Kinder direkten Kontakt zur Lehrerin hatte.

Leugnung wissenschaftlicher Erkenntnisse

In Grundschulen gab es tatsächlich keine Maskenpflicht, das bedeutet aber auch, dass jeder Huster die Viren eines infizierten und infektiösen Schülers über mehrere Meter in den Klassenraum trägt. Der „direkte Kontakt“ ist gar nicht notwendig, wissenschaftliche Untersuchungen über die Reichweite gibt es genug, auch verständliche Simulationen der Ausbreitung von Tröpfchen und Aerosolen haben wir genügend gesehen. Auch im Juli war das schon bekannt, denn bereits im März sagte mir ein Künzelsauer Arzt: „Wenn Sie sich im Bus auf die Rückbank setzen und husten, dann hats der ganze Bus.“ Hier findet also eine explizite Leugnung der Gefahren statt.

Argumentation, wie man sie von Verschwörungstheoretikern kennt

Vielleicht ist dies ein etwas seltsamer Einzelfall, vielleicht wird hier aber auch versucht, durch Erhöhung der Testungen ein Szenario zu schaffen, um erneute Schulschließungen durchsetzen zu können – und das alles auf dem Rücken der Kinder, die sich widerstandslos fügen müssen.

Hier ist dann der Beginn des verschwörungstheoretischen Ansatzes: Zu Beginn ein Fallbeispiel, das nur ein paar Angaben zu wenig enthält, um es zu recherchieren. Danach wird ein Szenario, das der Rednerin als Horrorszenario erscheint, in den Raum gestellt (übrigens ohne zu begründen, warum dies überhaupt ein Horrorszenario sein soll) und dann unterstellt die Rednerin einer unpersönlichen und anonymen höheren Macht, dass diese genau dieses Horrorszenario herbeiführen will. Der Vorwurf, dass dies alles auf dem Rücken der Kinder geschieht, ist wirkmächtig. Er ist gleichzeitig ein wenig absurd, schiebt die Rednerin doch auch immer das Wohl der Kinder vor. Die ungenannte Macht würde die eventuellen Schulschließungen sicherlich auch mit dem Wohl der Kinder begründen.

Auf beiden Seiten: Kinder als Mitel zum Zweck

Dass die Rednerin die Logik der im Juli umlaufenden Informationen über die vom Kultusministerium geplanten Maßnahmen nicht versteht, kann man ihr nicht vorwerfen. Zu widersprüchlich waren einige der Äußerungen. Und der Ministerpräsident und die Kultusministerin machten damals wirklich den Eindruck, dass sie nicht miteinander sprechen, sondern nur unkoordiniert mit der Presse. Was aber folgt, ist die Unterstellung, dass dies ein bewußt eingesetztes Mittel zu Verunsicherung der Bevölkerung sei:

aber mit der Aufhebung der Abstandsregel in den Klassen erhöht sich auch wieder die Chance, irgendwo positive Fälle zu finden und die entsprechend Betroffenen in die Isolation zu schicken. Keiner soll sich sicher fühlen, wie war das nochmal mit der zweiten Welle?

Zweiter klassischer Ansatz der Verschwörungstheoretiker: Der böse Staat arbeitet gegen das Volk. Bei Trump ist es der „Deep State“, gegen den jeder anzugehen hat, hier ist es die Landesregierung: Denn eine in böswilliger Absicht gegen die Bevölkerung handelnde Regierung rechtfertigt jede Aktion, so der nicht ausgesprochene, aber in den Zuhörern sicherlich getriggerte Argumentationsstrang.

2 Coronatests für jeden Lehrer

Auch dass die Landesregierung jedem Lehrer und jeder Lehrerin zwei kostenlose Coronatests zur Verfügung stellen wollte, wird als perfide Maßnahme zur künstlichen Erzeugung der zweiten Welle gewertet:

Um die Schulbediensteten zu beruhigen, gibt es von August bis September zwei kostenfreie Coronatests für alle und ich kann mir gut vorstellen, dass viele diese in Anspruch nehmen – und schon ist sie da, die zweite Welle. Oder sie kommt erst im späten Herbst, wenn sonst immer die Erkältungszeit ansteht und es ganz normal ist, dass einige erkranken und auch wieder gesund werden. Aber auch hier wird man durch gezieltes Testen in Schulen fündig werden und Corona aufstöbern.

Die Rednerin beschreibt anschließend völlig korrekt drei Szenarien, wie der Schulbetrieb nach den Ferien denkbar wäre:

Szenario 1: Regelbetrieb, der mit begleitenden Hygienemaßnahmen wie beispielsweise regelmäßiges Lüften sowie dem Tragen von Mund-Nasenschutzmasken in den Pausen und auf den Gängen flankiert wird-

Szenario 2: Rollierendes system: Wechsel zwischen Präsenz- und Fernunterricht

Szenario 3: Fernunterricht aufgrund temporärer lokaler, regionaler oder überregionaler Schulschließungen.

Sie stellt dann fest:

Es dürfte jedem klar sein, dass unter solchen Umständen kein regulärer Schulbetrieb stattfinden kann.

Nein, das ist überhaupt nicht klar. Warum sollte ein Präsenzunterricht mit Lüften und einigen Hygienemaßnahemen kein „regulärer Schulbetrieb“ sein? Es ist sicher nicht derselbe Schulbetrieb wie in der Vergangenheit. Auch ein Fernunterricht kann „regulär“ sein, wenn die technischen und pädagogischen Voraussetzungen erfüllt sind, Australien kann hier als Vorbild dienen. Dass beide Voraussetzungen trotz der Warnungen vor einer zweiten Welle von den Verantwortlichen nicht geschaffen wurden, steht auf einem anderen Blatt. Wenn sie mit

Wohl auch um möglichen Klagen vorzubeugen, hat Kultusministerin Eisenmann daher für das kommende Schuljahr die Aussetzung der Schulpflicht angeordnet.

fortfährt, erreicht und erregt sie damit Ihr Publikum. Das ändert aber nichts daran, dass diese Aussage schlicht falsch ist. Nicht die Schulpflicht ist ausgesetzt, sondern die Präsenzpflicht. Und die Schulen sind sogar in die Pflicht genommen, auch einen Unterricht für diejenigen Schüler anzubieten, die nicht zur Schule kommen. Schulpflicht und Anwesenheitspflicht sind zwei verschieden Dinge. Das Demo-Publikum war jedenfalls entsetzt und brachte das Entsetzen wie gewünscht auch zum Ausdruck.

Behauptungen werden zu Fakten erklärt

Das sind die Fakten. 

sagt sie und erklärt damit die vorhergehenden Falschinformationen, Umdeutungen und Unterstellungen schnurstracks zur unumstößlichen  Wahrheit. Sie manifestiert ihr Gedankengebäude und schließt jeden Widerspruch aus. Und das ist die Vollendung der verschwörungstheoretischen Argumentation. Wer hier als Zuhörer noch argumentativ mitgeht, hat keine Chance mehr auf ein Entkommen.  Das sicherlich ein wenig vorgeprägte Publikum widersprach nicht.

Sozialkonfomes Verhalten wird angeprangert

Ich bemerke, die Schüler haben sich verändert. Ich bin erschrocken, mit welcher Selbstverständlichkeit das Maskentragen im Schulgebäude akzeptiert wird und wie verzweifelt manche Schüler sind, wenn sie mal ihre Maske vergessen haben.

Dass sich Kinder in einer Krise verändern, ist erwartbar. Jeder von uns hat sich in irgendeiner Form der Krise angepaßt. Vielleicht haben die Schüler verstanden, welchen Nutzen eine Schutzmaske hat. Ganz so schwierig ist das nicht zu verstehen, dass Masken sowohl die Menge der eventuell verbreiteten Viren als auch deren Reichweite beträchtlich vermindern. Wenn man das verstanden hat, trägt man die Maske aus Verantwortlichkeit gegenüber seinem Nachbarn.

Ich bemerke zum einen bei den Kindern einen fast schon devoten Gehorsam und auch eine Art Denunziantentum, besonders bei jüngeren Kindern. Viele sind extrem verunsichert, kommen mir vor wie ferngesteuert, zeigen kaum noch eigenen Antrieb, erwarten ständig Vorgaben des Lehrers. Zudem sinkt die Motivation vieler Schüler beträchtlich.

Die Unsicherheit mag daher kommen, dass die Vorbilder der Kinder – unter anderem die Lehrer – uneinheitlich handeln und sich teilweise über gesellschaftliche Regeln hinwegsetzen. Nur eine Minderheit, wie die Rednerin betrübt feststellt:

Ich kenne zum Glück einige Kollegen, die ähnliche Ansichten haben wie ich und die nicht länger schweigen wollen und können. Dennoch ist das leider eine verschwindende Minderheit. Die meisten setzen die Anordnung um, ohne kritisch zu hinterfragen und sich zu überlegen, welche Schäden die Kinder davontragen.

Aber sie zeigen damit, wie wenig ihnen Regeln wert sind … aber HALT:

Kinder brauchen die Interaktion mit einer festen Bezugsperson. Sie brauchen Regeln und Struktur, um zu wachsen. Sie brauchen den Lehrer als Vertrauensperson, der sie unterstützt und begleitet. 

Wenn Kinder Regeln brauchen, dann sollten ihnen diese Regeln vorgelebt werden, in einer Schulgemeinschaft dadurch, dass sich die Lehrerschaft auf gewisse Grundregeln und Erziehungsziele einigt und jeder Lehrer diese Ziele selbstverständlich verfolgt. Wenn einzelne Lehrer dies nicht tun, dann werden die Schüler unsicher und verlieren ihr Selbstbewußtsein. Die Rettung ist dann die Flucht zu einer Vertrauensperson, der sie ihre Verwirrung schildern. Und das wird dann dieses „Denunziantentum“ sein.

Mehrere Studien, unter anderem die COACTIV Studie aus dem Jahr 2009 belegen klar, dass der wichtigste Garant für erfolgreiches Lernen ein intaktes Lehrer-Schüler-Verhältnis ist. Kinder brauchen die Interaktion mit einer festen Bezugsperson. Sie brauchen Regeln und Struktur, um zu wachsen. Sie brauchen den Lehrer als Vertrauensperson, der sie unterstützt und begleitet.Was sie nicht brauchen, ist ein Leben in Isolation, fern von ihren Klassenkameraden und ihren Lehrern, vor einem Endgerät, das ihnen Arbeitsblätter ausdruckt oder Videos vorführt.

Das Leben in Isolation brauchen wir alle nicht. Und dass Corona die Schülergeneration prägen wird, ist klar, wie jede Generation durch ihre Umgebung geprägt wird. Aber ein Leben in selbstbestimmter Isolation ist sicherlich für eine Zeitlang lebenswerter als ein fremdbestimmtes Leben auf der Intensivstation. Im Juli war die Situation nicht so schlimm wie heute: Heute sollten mehr als 250 Coronatote pro Tag Mahnung genug sein.

Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf Bildung. Es ist ein Menschenrecht, das bereits in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948 verankert ist und in einer Reihe verbindlicher Übereinkommen wie etwa der UN-Kinderrechtskonvention garantiert wird. Es ist ein elementares Recht, weil es die Grundlage für Teilhabe und Chancengerechtigkeit schafft. Dieses Recht ist momentan für viele Kinder, gerade auch solche aus ärmeren Familien, ausgesetzt. So genannter Digital- und Fernunterricht, auch Homeschooling genannt, soll jetzt die Lösung der Zukunft sein.

Zunächst einmal war und ist auch heute noch der Fernunterricht in den derzeit ausprobierten Formen nur eine Notlösung für den Moment. Ob er sich als Lösung der Zukunft durchsetzen kann, ist zu diskutieren. Forderungen, auch politischer Parteien, die alles digitalisieren wollen, stehen im Raum. Die Gegenposition ist ebenfalls medial stark präsent und die Diskussion läuft. Die Voraussetzungen für flächendeckenden Fernunterricht sind bisher auf mehreren Ebenen nicht geschaffen. Corona bietet allerdings die Chance, die eine oder andere Voraussetzung zu schaffen und die Diskussion über leistungsfähige Konzepte für den Fernunterricht in Gang zu  bringen. Die Rednerin unterstellt implizit, dass die Bildungsgerechtigkeit vor Corona vorhanden war. Dem stehen Forschungsergebnisse gegenüber, denen zufolge der Schulerfolg auch von der Finanzkraft der Eltern abhängig ist.

Vor einigen Jahren  haben wir, damals ausgelöst von Minister Friedrich, eine gesellschaftliche Diskussion um das „Supergrundrecht“ Sicherheit miterlebt und haben gelernt, dass es ein derartiges „Supergrundrecht“ in unserem Staatsverständnis nicht gibt. Auch das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit ist also kein Supergrundrecht, warum sollte also das Recht auf Bildung höherwertig als das Recht auf Leben sein? Hier konkurrieren tatsächlich zwei Grundrechte, aber in einem echten Notfall, wie Corona einer ist, kann man das Recht auf Bildung eher ein Jahr zurückstellen als das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit.

Berechtigterweise stelle ich mir hier die Frage: Wozu braucht es denn noch eine klassische Schule und den klassischen Lehrer?

Diese Frage stellt sich auch Gunter Dueck in seinem Buch „Lean Brain Management“. Er kommt tatsächlich zu dem Schluß, dass es möglich sein könnte, Inhalte durch wenige „Brains“ festzulegen und aufzuarbeiten und durch fachlich deutlich weniger qualifizierte Lehrer als heute vermitteln zu lassen. Er nimmt aber nicht Stellung dazu, ob das ein empfehlenswertes Ergebnis ist.

Mehrere Studien, unter anderem die COACTIV Studie aus dem Jahr 2009 belegen klar, dass der wichtigste Garant für erfolgreiches Lernen ein intaktes Lehrer-Schüler-Verhältnis ist. Kinder brauchen die Interaktion mit einer festen Bezugsperson. Sie brauchen Regeln und Struktur, um zu wachsen. Sie brauchen den Lehrer als Vertrauensperson, der sie unterstützt und begleitet.

Eine COACTIV-Studie von 2009 konnten wir bei unseren Recherchen nicht finden, möglicherweise liegt hier eine falsche Quellenangabe der Rednerin vor. Es gibt eine COACTIV-Studie aus 2003/2004, die sich aber selber als „Pisa-Test für Mathematiklehrer“ bezeichnet und einen anderen Schwerpunkt hatte.

Gegen Ende Ihrer Rede führt sie die losen Enden wieder zusammen und unterstellt wieder politische Absichten hinter Corona.

Dass Schüler und Lehrer als Versuchskaninchen für die bildungspolitische Forschung missbraucht werden, ist nicht neu. Mich erschrecken allerdings die Dimensionen, mit denen das geschieht. Besondere Sorgen bereitet mir dabei die anstehende Maskenpflicht ab dem kommenden Schuljahr. Diese ist meines Erachtens nicht nur sinnfrei und unlogisch, sondern auch eine politische Gängelung, damit ja niemand denken sollte, die Gefahr einer Pandemie sei vorbei.

Zu guter Letzt besinnt sie sich darauf, dass die anfangs angesprochene anonyme Macht möglicherweise ihr eigener Dienstherr sein könnte und legt Wert auf die Feststellung:

Als ich Lehrerin wurde, habe ich einen Eid auf das Grundgesetz geleistet und zwar, dieses zu achten und zu schützen, besonders in Krisenzeiten. Hinter dieser Treuepflicht stehe ich zu 100 Prozent.

Nicht dass der Dienstherr vielleicht noch reagiert.

Text: Matthias Lauterer




Mobile Impfteams starten im Hohenlohekreis

Am Mittwoch, den 30. Dezember 2020, erfolgten die ersten Impfungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie im Hohenlohekreis. Hierzu sind mobile Impfteams des zentralen Impfzentrums aus Rot am See in zwei Pflegeheimen im Kreis im Einsatz, am Donnerstag folgten zwei weitere Pflegeheime im Hohenlohekreis. Das geht aus einer Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises hervor.

111 Impfungen

„Wir planen heute insgesamt 111 Impfungen im Hohenlohekreis durchzuführen“, erklärt Dr. Susanne Bublitz, Impfbeauftragte im Hohenlohekreis. „Die Impfungen beginnen auch im Hohenlohekreis in den Pflegeheimen und damit bei den Menschen, die durch das Coronavirus am stärksten gefährdet sind.“

„Heute ist ein guter Tag für die Menschen im Hohenlohekreis“

Auch Landrat Dr. Matthias Neth sieht die Impfungen als wichtigen Schritt zur Bewältigung der Pandemie. „Heute ist ein guter Tag für die Menschen im Hohenlohekreis. Die Impfung ist für die Bewohner der Pflegeheime, aber auch für uns alle der Beginn zu einer langsamen Rückkehr in die Normalität. Ich freue mich, dass wir in unserem Kreisimpfzentrum ab Mitte Januar 2021 vielen weiteren Bürger:innen die Impfung ermöglichen können.“ Sobald feststeht, wann genau die ersten Impfungen in der Hohenlohe-Sporthalle stattfinden und wann diese Termine gebucht werden können, wird das Landratsamt Hohenlohekreis hierüber informieren.

 

Erste Impfungen im Hohenlohekreis. Landrat Dr. Matthias Neth und Dr. Susanne Bublitz empfangen den Impfstoff für den Hohenlohekreis.Foto: Landratsamt Hohenlohekreis

Erste Impfungen im Hohenlohekreis. Foto: Landratsamt Hohenlohekreis. Mitarbeiter des Mobilen Impfteam mit dem Impfstoff. Foto: Landratsamt des Hohenlohekreises

 

 




Hohenlohe startet mit den ersten Impfungen – gehören solche Bilder also bald der Vergangenheit an?

Die ersten Impfdosen verteilte das Deutsche Rote Kreuz unlängst an ein Pflegeheim in Pfedelbach. Ist die Pandemie damit bald zu Ende und damit auch die Coronamaßnahmen? Indes mehren sich politische Stimmen, dass der derzeitige Shutdown verlängert werden soll – manche sagen, bis Ostern 2021. Vor einem Jahr hat die Mehrheit der Europäer Covid noch nicht gekannt. Wie hat eigentlich alles bei uns angefangen? Wir drehen die Coronauhr genau 1 Jahr zurück (Teil 1 von 2).

Januar

Anfang Januar 2020 gelangen erste Berichte über ein neues Virus im fernen China in die Nachrichtensendungen. China ist weit weg und wir hatten ja schon unsere Erfahrung mit dem SARS und dem MERS-Virus gemacht. Diese Viren waren ja ebenfalls weit weg und sie haben in Europa auch nicht wirklich zugeschlagen. 9 dokumentierte SARS Fälle 2003, darunter kein Todesfall, in Deutschland – die Bedrohung durch das neue Virus war überschaubar. Auch noch, als es Ende Januar scheinbar gelang, den ersten dokumentierten Ausbruch bei WEBASTO in Starnberg unter Kontrolle zu halten. Bereits bei diesem „Patient 1“ stellte man fest, dass bereits ein kurzer Kontakt zur Ansteckung führen kann. Ende des Monats sind außerhalb Chinas etwa 50 Fälle aus mehreren Ländern dokumentiert – erste ausländische Firmen schließen Betriebe in der Region Hubei, Fluggesellschaften stellen Flüge ein und die WHO erklärt am 30. Januar eine „Internationale Gesundheitsnotlage“.

Hohenloher Firmen mit intensiven Kontakten nach China werden aufmerksam: Ziehl-Abegg stellt alle Dienstreisen nach China ein und unterstützt seine chinesischen Werke mit Mundschutz und die Regierung mit einer Lüftungsanlage für ein Krankenhaus.

Februar

Noch macht man sich über den Virus lustig. Bild in WhatsApp.

Im Februar bekommen das Virus und die von ihm ausgelöste Krankheit einen Namen: Die WHO nennt das Virus Sars-Cov-2 und die Krankheit COVID-19. Der Volksmund bezeichnet beides bereits als „Corona“. Der erste Virologe, Alexander Kekulé wird der Öffentlichkeit bekannt, damals noch mit der These „Bei den Corona-Viren ist es leichter als bei der Grippe, durch Hygienemaßnahmen und das, was wir soziale Distanzierung nennen.“ Frankreich beklagt den ersten nachweislichen Toten in Europa, in Norditalien werden, bei etwa 150 bekannten Fällen, Gebiete abgesperrt. Und Ende Februar tagt erstmals der Krisenstab der Bundesregierung.

In Hohenlohe ist das Virus noch nicht wirklich angekommen. Zwar bereiten sich die Ärzte darauf vor, allerdings ist die Unsicherheit sowohl bei Ärzten als auch bei der Bevölkerung weiterhin hoch, zu wenig ist wirklich über das Virus, seine Verbreitung und seine Folgen bekannt. Dazu kommen erste zweifelhafte Informationsquellen, die die Verwirrung erhöhen: Der Coronavirus kommt und ihr seid noch beim Karneval.

März

Weg zur Abstrichstelle in Belzhag auf dem Frühjahrshöhepunkt der Pandemie im Hohenlohekreis. Foto: GSCHWÄTZ

Im März nimmt die Pandemie endgültig Fahrt auf: Am 01. März 2020 findet in Kupferzell ein Kirchenkonzert statt, das die Keimzelle für den Hotspot Kupferzell werden wird. Erste größere Veranstaltungen, wie die Leipziger Buchmesse, werden abgesagt. Italien schließt die Schulen, mit Sachsen-Anhalt ist Corona in allen Bundesländern angekommen. Schulen und Kindergärten werden geschlossen, bisher offene Grenzen abgeriegelt, Italien und Spanien melden jeweils über 3.000 Tote, die WHO bezeichnet Corona als „Pandemie“, die Fußball-EM und die Olympischen Spiele werden abgesagt.

In Deutschland beginnt der sogenannte „erste Lockdown“, nicht vergleichbar mit den Ausgangssperren, wie sie in Spanien herrschen. Weltweit werden Hilfspakete für die Wirtschaft geschnürt.

In Hohenlohe wird der erste Corona-Fall am 05. März registriert: Landrat Neth: „Mögliche Folgen einer unkontrollierten Verbreitung wären enorm“. Nahezu alle Veranstaltungen werden abgesagt oder verschoben, nicht aber das „Rebenglühen“ in  Bretzfeld – wahrscheinlich die Ursache für den zweiten Hotspot im Hohenlohekreis. Erste Fälle in Kupferzell treten auf: Kupferzell: 4 weitere Coronafälle – Verdachtsfälle in Künzelsau. Im Gesundheitsamt in Künzelsau wird eine erste Abstrichstelle eröffnet und kurz darauf durch eine zentrale Abstrichstelle in Belzhag ersetzt. Erst einige, dann alle Schulen und Kindergärten schließen. Der Landrat wird erstmals deutlich: „Leider nicht bei allen angekommen, wie dramatisch die Situation ist“.

Im Künzelsauer Krankenhaus wird eine Isolierstation eröffnet. Schutzausrüstungen für Gesundheitsbedienstete gehen aus, Landrat Dr. Neth muss Firmen und Privatleute um Unterstützung bitten – und erhält diese in großer Menge.

Ende März waren in Deutschland 670 Menschen an Corona verstorben. Am 17. März 2020 wird der erste Corona-Todesfall im Hohenlohekreis vermeldet. Der Hohenlohekreis ist nun einer der am stärksten betroffenen Landkreise in Deutschland.

April

Professor Ralph Wystup (rechts) präsentiert die Atemschutzhaube Landrat Dr. Matthias Neth (links). Foto: GSCHWÄTZ

Die Lage bleibt unübersichtlich. Obwohl es immer mehr wissenschaftliche Erkenntnisse über das Virus und seine Ausbreitung gibt, wächst die Unsicherheit in der Bevölkerung. Auch weil die Politik es nicht schafft, einheitliche Verhaltensregeln zu definieren: Zwar treten Mitte April erste „Lockerungen“ in Kraft, diese sind aber von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Man hat den Eindruck, jeder Ministerpräsident will seiner Bevölkerung ein eigenes „Zuckerle“ geben. Baumarkttourismus über die bayrisch-hessische Landesgrenze ist nur ein Beispiel. Bundeskanzlerin Merkel versucht noch, die Lockerungen zu begrenzen und zu vereinheitlichen, vergeblich. Nicht zum letzten Mal.

So unterschiedlich sind die Lockerungen, dass die Menschen die Regeln nicht mehr verstehen und beginnen, sich aufzulehnen. Auch die von Land zu Land unterschiedlichen Regelungen für das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes verwirren.

Selbst die „Großen“ können Corona nicht entfliehen: Der britische Premierminister Boris Johnson muß auf der Intensivstation behandelt werden. Ende April geben Biontech und Pfizer bekannt, einen Impfstoff an Menschen zu testen.

Das ehemalige Krankenhaus kann nicht zur Corona-Klinik umgewidmet werden. Das Landratsamt empfiehlt Mund-Nasen-Schutz, daraufhin werden Tausende Masken in Privatinitiative genäht. Auch Gewerbe und Industrie spenden weiter Schutzmasken. Trotzdem bleibt Schutzausrüstung knapp, auch für das Bestattungswesen. Hohenloher entwickeln eine Schutzhaube für besonders kontaminierte Bereiche. Kurios: Berittene Polizei sorgt für den Kontaktabstand in Künzelsau. Eltern sind mehr und mehr mit Home-Office und Kinderbetreuung überlastet. Die Reisebranche demonstriert in Künzelsau und die Gastronomie paßt ihr Angebot an.

Der Hohenlohekreis meldet Quarantänemaßnahmen in acht Pflegeheimen und warnt vor drohender Überlastung des Öhringer Krankenhauses, das Gesundheitsamt scheint überlastet. Künzelsau sagt alle Veranstaltungen der nächsten Monate ab.

Mai

Der Medi-Bus des RKI stand in Kupferzell. Foto: GSCHWÄTZ/Archiv

Parallel zu den traditionellen Maidemonstrationen finden erste Demonstrationen gegen Corona-Maßnahmen statt.  Das Bundeskriminalamt warnt Mitte Mai vor einer Kaperung der Proteste durch Rechtsextreme. Kontaktbeschränkungen werden gelockert und die Bundesliga nimmt ihren Spielbetrieb in leeren Stadien wieder auf. Die Infektionszahlen in Deutschland sinken auf unter 1.000 positive Tests pro Tag, weltweit steigen sie weiter. Erste Berichte über die Impfversuche sprechen von Erfolgen. Der Optimismus steigt. Weitere Lockerungen treten in Kraft. Die Lufthansa erhält ein Hilfspaket in Höhe von 9 Milliarden Euro. Immer mehr Bundesländer öffnen Schulen und Kindergärten – mit Sicherheitsmaßnahmen. Die medizinische Forschung stellt fest, dass Corona nahezu alle Organe beeinträchtigen kann, nicht nur die Lunge. Es wird bekannt, dass Veröffentlichungen des Virologen Hendrik Streeck von einer PR-Agentur gesteuert werden – das fördert das Vertrauen in die Wissenschaft nicht.

Die Hohenloher finden kreative Lösungen, um ein gewisses Maß an Normalität in der Freizeit wiederherzustellen: Autokino, Autokonzert, eine Klopapier-Challenge, Outdoor-Konzerte. Gleichzeitig werden Zweifel an der Sinnhaftigkeit der Corona-Maßnahmen lauter. Der Einzelhandel stellt sich um und beliefert seine Kunden an der Haustür. Auch die Urlaubspläne der Menschen ändern sich. Die Corona-Fallzahlen in Hohenlohe sind stabil, allerdings sind 40 Menschen bereits verstorben. Weiter werden in großem Stil  Masken genäht. Auch die Hohenloher Schulen öffnen für einzelne Klassenstufen. Ab dem 20. Mai führt das Robert-Koch-Institut im ehemaligen Hotspot Kupferzell eine Reihenuntersuchung zur Erforschung der Verbreitung des Virus durch.

Juni

Leere Eisdiele bei strahlendem Sonnenschein. Das hat einen traurigen Seltenheitswert. Foto: GSCHWÄTZ

An Pfingsten müssen Urlaubsgebiete gesperrt werden, so hoch ist der Andrang. Mit  einem  Konjunkturpaket der Bundesregierung zur Ankurbelung der Wirtschaft werden unter anderem der Kinderbonus und die zeitweise Absenkung der Mehrwertsteuer beschlossen. Die Lage auf den Intensivstationen entspannt sich – gegenüber dem Höchststand von 2.900 Patienten werden noch etwa 700 Patienten behandelt. Mehrere lokal beschränkte Ausbrüche, zum Beispiel in Schlachthöfen und Wohnsiedlungen führen zu lokalen Maßnahmen. Die Corona-Warn-App startet. Spanien beendet seinen 3-monatigen Lockdown nach 28.000 Toten. Aufgrund der lokalen Corona-Ausbrüche werden für die Urlaubszeit Einreisebeschränkungen für Menschen aus Risikolandkreisen beschlossen.

Am 10. Juni teilt Landrat Neth mit, dass es seit einer Woche im Hohenlohekreis keine Neuinfektionen mehr gegeben hat. Die Normalität scheint näherzurücken. Der Einzelhandel zieht eine erste Bilanz: Wesentlich weniger Kunden als vorher. Die Unsicherheit, wie es auch mit den Bundeshilfen weitergehen wird, bleibt aber. An der Kupferzeller RKI-Studie haben mehr als 2.000 Menschen teilgenommen – ein voller Erfolg. Am 19. Juni besucht Ministerpräsident Kretschmann den Hohenlohekreis und erläutert die Coronamassnahmen des Landes. Das neugestaltete Kocherfreibad in Künzelsau nimmt am 29. Juni verspätet seinen Betrieb mit einem Sicherheitskonzept auf, das Niedernhaller Freibad bleibt geschlossen. In Öhringen öffnen H2Ö und Fitnesspark. Der Sommer kann kommen.

Text: Matthias Lauterer

 




Auch an Silvester müssen Bürger um spätestens 20 Uhr zu Hause sein

Der Polizeipräsident von Heilbronn, Hans Becker, weist auf die an Silvester geltenden Corona-Regeln hin:

Keine Treffen auf Straßen und Plätzen

Die in Baden-Württemberg geltenden Ausgangsbeschränkungen gelten auch über den Jahreswechsel. Das heißt, dass auch an Silvester die Wohnung zwischen 20 Uhr und 5 Uhr nur aus triftigen Gründen verlassen werden darf. Zudem wurde am Silvester- und Neujahrstag ein bundesweite geltendes An- und Versammlungsverbot umgesetzt.

Kontaktbeschränkungen auch an Silvester in Kraft

Das heißt, ein Treffen mit anderen Menschen auf Straßen und Plätzen ist nicht möglich. Die Kontaktbeschränkung von fünf Personen aus maximal zwei Haushalten gilt auch über Silvester.

Generelles Böllerverbot im öffentlichen Raum

Der Verkauf von Pyrotechnik vor Silvester ist 2020 generell verboten. Selbst wer noch Restbestände vom letzten Jahr hat, für den gilt: Das Zünden von Böllern ist im öffentlichen Raum verboten. Ein Treffen an Silvester auf der Straße mit dem Nachbarn ist also nicht möglich. Auch auf das Anstoßen mit den Nachbarn muss dieses Jahr verzichtet werden.

Appell an die Vernunft

Der Heilbronner Polizeipräsident Hans Becker appelliert an die Vernunft der Bürger auch an Silvester. „Verstöße sind keine Bagatelldelikte! Wir werden auch an Silvester unterwegs sein. Mit Augenmaß wird die Polizei gemeinsam mit den Ordnungsbehörden dafür sorgen, dass die Regeln eingehalten werden.

Polizei wird Fehlverhalten sanktionieren

Wer allerdings unverbesserlich die einschränkenden Regelungen missachtet, muss mit einer konsequenten Sanktionierung seines Fehlverhaltens rechnen. Wir appellieren an die Vernunft der Bürgerinnen und Bürger. Jeder und jede muss seinen Beitrag im Kampf gegen das Virus leisten, nur gemeinsam können wir den Kampf gegen das Virus gewinnen. Wer gegen die Vorschriften zur Eindämmung des Corona-Virus verstößt, gefährdet letztendlich Menschenleben.“

Rückfragen bitte an das Polizeipräsidium Heilbronn, Telefon: 07131 104 1010

Quelle: Gemeinsame Pressemitteilung der Stadt Heilbronn und des Polizeipräsidiums Heilbronn




Es geht auch mit nicht überfüllten Bussen

Verkehrsminister Winfried Hermann MdL: „Die Finanzierung der Verstärkerfahrten im Schülerbusverkehr wird auch im kommenden Jahr fortgesetzt, zunächst bis zu den Pfingstferien 2021.“ Damit soll mehr Abstand zwischen den Fahrgästen in den Bussen der Schülerbeförderung sichergestellt werden. Die Landesförderung für Bestellungen von zusätzlichen Fahrten durch die zuständigen Stadt- und Landkreise in Höhe von 95 Prozent bleibt somit weiterhin bestehen.

30 Millionen bis Mai bereitgestellt – anschließend Neubewertung der Lage

Für den Zeitraum von Januar bis Ende Mai stellt das Land 30 Millionen Euro bereit, um diese Verstärkerbusse für den Schülerverkehr zu fördern. „Damit können wie zuvor zum regulären Fahrplan zusätzliche Fahrzeuge und Fahrten bestellt werden. Finanziert werden auch Zusatzfahrten bei einer Entzerrung der Unterrichtszeiten, welche sich nicht im Fahrplan abbilden lassen“, so Verkehrsminister Hermann. Nach den Osterferien soll die Entwicklung neu bewertet werden. Anschließend wird über eine Fortsetzung des Programms entschieden.

Rettungsschirm des Landes für den ÖPNV wird fortgesetzt

Das Förderprogramm für den Schülerverkehr ist ein Teil des Rettungsschirms des Landes Baden-Württemberg für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), der fortgesetzt wird. Am 23. Dezember hatte das Landeskabinett im Zuge eines Umlaufbeschlusses ein Maßnahmenbündel zur Überbrückung der ersten Monate des Jahres 2021 beschlossen. Dazu werden 65 Millionen Euro Rettungsschirmmittel aus dem Jahr 2020 in das kommende Jahr übertragen.

Land ersetzt den Verkehrsunternehmen vorab die Hälfte der Fahrgeldausfälle für 2021

Das Land signalisiert damit die Bereitschaft für einen erneuten gemeinsamen Rettungsschirm mit dem Bund. In der Erwartung, dass auch der Bund wieder hälftig in einen Rettungsschirm einsteigen wird, geht das Land voran und wird den Verkehrsunternehmen seinerseits bereits vorab die Hälfte der Corona-bedingten Fahrgeldausfälle 2021 ersetzen.

Verkehrsminister Herrmann unterstreicht für beide Vorhaben: „Mit der Fortsetzung der Programme senden wir ein klares Signal. Damit wird auch im neuen Jahr der ÖPNV von uns unterstützt und der Infektionsschutz auf dem Schulweg sichergestellt. Ich erwarte, dass jetzt auch von Seiten des Bundes und auch von den Kommunen ein Bekenntnis kommt. Die Auswirkungen der Pandemie können nur mit vereinten Kräften eingedämmt werden. Wir streben als Land eine faire Lastenverteilung an.“

Quelle: Pressemitteilung des Verkehrsministeriums




Krankenhausmitarbeiter tanzen sich in die Hohenloher Herzen

Seit dem 29. Dezember 2020 steigen die Klickzahlen des mit derzeit 24 Abonnenten (Stand: 30. Dezember 2020) eigentlich relativ kleinen youtube-Kanals des Hohenloher Krankenhauses rapide an.

Grund ist ein Video, das gute Laune in einer absoluten Krisenzeit verbreitet: Die „Jerusalema Dance Challenge“ mit dem Hashtag #staystrong. Damit reiht sich das Hohenloher Krankenhaus ein in die diversen Jerusalema Dance Challenges, die derzeit auf youtube gestellt werden von sozialen Einrichtungen beziehungsweise Einrichtungen aus dem Gesundheitswesewn, die gegen das Coronavirus kämpfen. Auch das Stuttgarter Klinikum hat dabei schon mitgemacht und in kürzester Zeit über 30.000 Klicks erzielt. Derzeit kratzt das Öhringer Video noch an der 5.000er Marke. Mit deutlichem Potenzial nach oben.

Mitgetanzt haben neben den Mitarbeitern des Krankenhauses auch Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes und des  Bildunsgzentrums Hohenlohe. Bei einer Challenge wird man praktisch „herausgefordert“, sich als nächstes dieser Tanz-Challenge zu stellen. Unter dem Video schreibt das Hohenloher Krankenhaus: „Gemeinsam durch die Krise, gemeinsam in die Challenge und gemeinsam gerockt! Eine Idee entstand und schnell waren große Teile unserer Klinik, sowie unser Bildungszentrum Gesundheit und Pflege und das Rettungsdienst Team vom DRK Hohenlohe mit an Bord – und schon wurde durch die Gänge, unter Blaulicht und auf den Dächern getanzt. Großes Danke an alle für diese grandiosen Aufnahmen, euren Teamgeist und eure Motivation. Wir sind unendlich stolz auf euch!“

Gut gelaunt durch die Krise. So präsentieren sich die Mitarbeiter in dem knapp fünfminütigen Videoclip, in dem jung wie alt tanzen, das DRK neben den Ärzten des Klinikums. Danke an alle Unterstützer. Danke an die Ärzte, Pfleger, das Team, an die Hohenloher. Danke für Euren Zusammenhalt. Stay safe. Das sind nur einige der Botschaften, die die Mitarbeiter dabei in Kamera halten. Das macht Hoffnung. Und gibt gute Laune.




Kann das weg oder bleibt das jetzt so?

Wer an 2020 denkt, der denkt, jetzt hab ich ein ganzes Jahr verschenkt.

Kaum im Urlaub, nur Zuhaus, was ist das für ein Leben – ei der daus.

Corona war’s, das Ungetier, dass uns hatte im Visier.

Auch jetzt ist es noch nicht vorbei, mit der darwinistischen Meuterei.

 

Frisöre zu, wie sehn wir aus?

Überdis: Kein Fitnesscenter mehr im Haus.

Kein Theater, keine Kultur. Was man früher nur bewunderte, aber nie brauchte,

fehlt einem jetzt um so doller nur.

 

Und wo sind all die Spekulanten hin? Sind die etwa wieder frei?

Die Politiker, B-Promis und Lehrer fristen ihr Dasein auf den Malediven oder auf ihrer heimischen Terrasse, bis der Spuk ist hoffentlich bald vorbei.

Rathäuser verbarrikadiert, Schulen runterramponiert,

nichts funktionierte mehr richtig in diesem Jahr,

ob das wohl so bleibt immerdar?

 

Aber nein, ihr lieben Leut‘ von gestern.

Erst gibt’s die Spritze, dann gehts direkt über zu Ostern.

Dazwischen noch ein wenig Applaus für die Krankenschwestern.

 

Gott wird uns schon führen in diesem Land,

an Weihnachten haben’s die Gottesdienstler, etwa in Niedernhall, vorgemacht, als sie standen öffentlich auf dem Kirchplatz zueinand.

AHA. Der Abstand wurde dabei stets eingehalten, versichern die rund 180 Besucher vehement,

unter vorgehaltener Maske, damit auch keine Bazille davonrennt.

 

Welche‘ irre Zeit das nur ist, mit Notstandsregeln, die ziehen uns in den Bann,

werden unsere Enkel uns bescheinigen, wenn sie Fotos von 2020 schauen an,

vermummt, verhüllt, auf Abstand getrimmt,

geschlossen die Läden, die Märkte, die Kinos fürs Kind.

Mama, was war da los?, werden sie fragen,

während wir die Masken als Souveniere in Kartons aufbewahrt haben.

 

Eine Zeit, in der jeder für sich und doch alle vereint,

das war das Jahr 2020 gefühlt und gemeint.

Noch nie hat man so wenig zusammen gemacht,

noch nie hat man aber auch mehr an die Mitmenschen gedacht.

 

Ein kurzer, gereimter Jahresrückblick von Dr. Sandra Hartmann

 

Befinden wir uns in Star Wars oder in dem Film Die Maske? Wir wissen es nicht, aber in jedem Fall war dieses Jahr das außergewöhnlichste Jahr, das viele je erlebt haben.

Kundin Sabine findet, dass „einem nichts abfällt“, wenn man eine Maske trägt. Foto: GSCHWÄTZ

Masken in allen Variationen gab es an Tanja Fankhausers Stand auf dem Künzelsauer Simon-Judä-Markt. Foto: GSCHWÄTZ

Bußgelder mussten nicht verhängt werden. Foto: GSCHWÄTZ

Winfried Kretschmann vorbildlich mit Maske, ein Foto ohne Maske nur wenige Zeit später löste einen Shitstorm aus. Foto: GSCHWÄTZ/Kupferzell am 19. Juni 2020

Evelyne Mitar beim Einkaufen heute mit Schutzmaske in einem Pfedelbacher Supermarkt. Foto: GSCHWÄTZ

Landrat Dr. Matthias Neth (Mitte) bedankte sich für das Engagement der beiden Spender Fabian Köhler (links) und Alex Voth. Foto: Landratsamt Hohenlohekreis

Mund-Nase-Schutz mit Notenmuster. Diese goldigen Masken haben bis in den hohen Norden begeistert. Foto: privat

Betreuungskräfte nähten Masken für die Schüler der Geschwister-Scholl-Schule und der Erich-Kästner-Schule. Foto: Landratsamt Hohenlohekreis

Bislang gibt es noch keine Maskenpflicht im Unterricht. Foto: Symbolfoto Unterricht in Zeiten von Corona. Quelle: adobe stock

Manche Demonstranten kritisieren die Maskenpflicht. An der Demo selbst gab es keine Maskenpflicht. Foto: GSCHWÄTZ

Rund 100 Mund-Nase-Masken hat Marina Reisacher bereits genäht. Foto: GSCHWÄTZ

Feuerwehr mit Schutzmaske. Foto: GSCHWÄTZ/Archiv

Landrat Dr. Matthias Neth (links) nimmt die genähten Schutzmasken der Kreislandfrauen Hohenlohe dankbar von Tanja (Mitte) und Laura Maurer entgegen. Quelle: Landratsamt des Hohenlohekreises

Landrat Dr. Matthias Neth beim Tragen einer Maske. Foto: Ziehl-Abegg

Dieses Paar war mit Mundschutzmasken und Handschuhen im Kaufland in Künzelsau unterwegs. Zum Zeitpunkt der Aufnahme noch aussergewöhnlich, mittlerweile Pflicht. Foto: privat

 

Professor Wystup zieht die Atemschutzhaube an. Foto: GSCHWÄTZ

Weg zur Drive-In-Abstrichstelle in Belzhag im März 2020. Foto: GSCHWÄTZ/Archiv

Darüber hinaus gab es aber auch noch vereinzelt andere Themen, wie folgende Fotos beweisen:

 

Die Besucher freut es, dass das Kocherfreibad wieder geöffnet hat. Foto: GSCHWÄTZ

Geheimtipp Freibad Langenburg.

 

Ingelfingens Gemeinderat sagt Nein zur Einbahnstraße:

 

Die Kupferzeller wollen gemeinsam gegen den geplanten Netzbooster kämpfen. Foto: GSCHWÄTZ

Birgit Kühnle und Peter Hamann von der Interessengemeinschaft „Ein Herz für Hohenlohe“ lehnen die Riesenbatterie ab. Foto: GSCHWÄTZ

Gefährliche Sztaßensituationen am Ortseingang Gaisbach von Haag kommend. Foto: GSCHWÄTZ

Interessengemeinschaft Raserstrecke Gaisbach Haag. Foto: GSCHWÄTZ

Waldenburgs damaliger Bürgermeister Markus Knobel (links) mit dem baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann auf Hohenloher Stippvisite.




Wasserflasche flog in Richtung der Polizeibeamten

Erheblichen Ärger verursachte eine Gruppe junger Männer Montagabend, den 28. Dezember 2020m in Künzelsau. Kurz vor 19 Uhr sollten durch eine Polizeistreife zirka 10 bis 15 Personen kontrolliert werden, welche sich zusammen vor einem Einkaufsmarkt in der Künzelsauer Bergstraße aufhielten. Das geht aus einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn hervor.

Mehrere befanden sich direkt am Eingang des Marktes, trugen keine Mund- und Nasenbedeckung und hielten außerdem die erforderlichen Abstände zueinander nicht ein. Gleich zu Beginn der Kontrolle verhielten sich die Anwesenden, unter denen einige offensichtlich alkoholisiert waren, uneinsichtig und aggressiv gegenüber den Beamten. Einige Mitglieder der zu kontrollierenden Gruppe kamen den Anweisungen der Beamten nicht nach, wollten ihre Personalien nicht angeben, missachteten ausgesprochene Platzverweise und beleidigten die Polizeibeamten. Im weiteren Verlauf solidarisierten sich immer mehr Personen mit den aggressiven Wortführern.

Es wurde sogar eine Wasserflasche in Richtung der Polizeibeamten geworfen. Erst nach hinzuziehen von weiteren Streifen konnte die Situation beruhigt werden. Ein 29-Jähriger und ein 35-Jähriger mussten in Gewahrsam genommen werden. Beide Männer hatten zu diesem Zeitpunkt einen Atemalkoholwert von über einem Promille. Gegen mehrere Beteiligte der Gruppe wird jetzt wegen Widerstand, Beleidigung und Verstößen gegen die Corona-Verordnung ermittelt. Zeugenhinweise werden an das Polizeirevier Künzelsau, unter der Telefonnummer 07940 9400, erbeten.




Youtube sperrt GSCHWÄTZ-Video über Querdenker-Demo in Öhringen

Bis vor gar nicht langer Zeit waren die sozialen Netzwerke wie twitter, youtube oder facebook nahezu völlig unkontrolliert. Seit der Einführung des Netzwerkdurchsetzungsgesetzes sind die Betreiber allerdings verpflichtet, gesetzeswidrige Beiträge zu löschen und sie kommen dem auch größtenteils nach, zumindest wenn ihnen derartige Beiträge gemeldet werden. Das hat geradezu zu einer „Meldeindustrie“ geführt, Meldeaufrufe -teils mit hanebüchensten Begründungen- werden von einflußreichen Accounts veröffentlicht und von deren Followern gerne befolgt. Bei den Entscheidungen, was gelöscht wird, ist seitens der Betreiber keine einheitliche Linie festzustellen.

Kennzeichnung „fragwürdiger Beiträge“ von Donald Trump

Twitter hat zusätzlich ein eigenes Beurteilungssystem eingeführt und kennzeichnet Beiträge, die es als „fragwürdig“ einstuft. Berühmt für derartige Beiträge wurde ausgerechnet der amerikanische Präsident Donald Trump. youtube bezieht sich über die gesetzlichen Vorschriften hinaus auf seine „Community-Richtlinien“, wenn es Einträge sperrt oder löscht.

Dokumentarisches Video gelöscht

Ein dokumentarisches Video von der Öhringer Querdenker-Demonstration vom 06. Dezember 2020, das von GSCHWÄTZ veröffentlicht wurde, wurde jetzt gelöscht, wegen „unangemessener Inhalte“. Das gelöschte Video zeigt nichts weiter als die dort gehaltenen Reden. Reden, mit deren Inhalten man nicht übereinstimmen muss, die aber im Rahmen der grundgesetzlich garantierten Freiheit des Wortes auf einer behördlich genehmigten öffentlichen  Demonstration gehalten wurden. Und um entscheiden zu können, ob man mit den getätigten Aussagen übereinstimmen will, muss man sie sich ja erst einmal anhören können.

Michael Ballweg darf noch reden auf youtube

Allerdings wurden dort Aussagen gemacht, die möglicherweise den neu eingeführten Community-Richtlinien zu Covid19 widersprechen. Zum Beispiel behauptete ein Vater, dass das Tragen von Mund-Nasenschutz bei Kindern zu Hirnschäden führen könne. Zwar bietet youtube an, dass man als Betroffener nachfragen könne, warum ein Video gesperrt wurde. Aber auch auf mehrmaliges Nachfragen, bekam die Redaktion GSCHWÄTZ bislang keine Antwort. GSCHWÄTZ wurde darauf hingewiesen, dass bei einem nochmaligen Auftreten solcher Inhalte, unser kompletter Kanal gesperrt werden kann. Nach der Sperrung haben wir das Videointerview mit dem Querdenken-Initiator Michael Ballweg veröffentlicht. Dieses wurde bislang jedoch (noch) nicht gesperrt.

Hier Beispiele von youtube, warum Videos gesperrt werden können:

 

Screenshot youtube-Richtlinien, 28. Dezember 2020

Auch hier könnte man auf den ersten Blick der Ansicht sein, dass diese Regeln doch ganz vernünftig aussehen. Auf den zweiten Blick stellt sich heraus, dass youtube und auch die anderen so genannten sozialen Medien kein Format der freien Veröffentlichung von Meinung sind: Denn schon morgen können die Plattformen willkürlich weitere Regeln einführen, die beliebige Meinungen nicht mehr gelten lassen und das mit ihrem „digitalen Hausrecht“ begründen.

Soziale Medien gewährleisten nicht die Meinungsfreiheit

Eine gefährliche Situation, da die beiden größten Internet-Meinungskonzerne facebook (zu facebook gehören auch WhatsApp und instagram) und alphabet (dazu gehören google, youtube, aber auch das Betriebssystem Android) fast schon eine Monopolstellung haben. Beide Konzerne sind zum Beispiel auch sehr aktiv in den Bereichen des Videoconferencing und Datenauswertung mithilfe künstlicher Intelligenz und können heute schon in großem Stil die bei ihnen erfassten persönlichen Daten von Nutzern als auch Nichtnutzern auswerten und in neue Zusammenhänge bringen.

Die EU-Kommission hat es jetzt unternommen, die Marktmacht der großen Konzerne zu beschränken und Konkurrenz zu ermöglichen. Allerdings nur im kommerziellen Bereich – das Thema Meinungsfreiheit spielt in den Vorlagen keine Rolle.

Text: Matthias Lauterer




„Um die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr nicht zu gefährden“

Die Jugendfeuerwehr Weißbach gibt bekannt, dass die „aufgrund der aktuellen Corona-Verordnung und um die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr Weißbach nicht zu gefährden“, die Christbaumsammlung am Samstag, den 09. Januar 2021 nicht im geplanten Rahmen durchführen könne.
Ob die Sammlung zu einem späteren Zeitpunkt durchführbar ist, kann erst nach Bekanntgabe der neuen Beschlüsse am 10. Januar 2021 festgelegt werden.“Es tut uns leid, diesen gewohnten Service im kommenden Jahr wahrscheinlich nicht anbieten zu können. Doch die Gesundheit der Mitglieder der Jugendfeuerwehr sowie der Einsatzabteilung und das Aufrechterhalten der Einsatzbereitschaft geht hier vor“, so die Jugenfeuerwehr.
Auch in Forchtenberg sammelt die Feuerwehr erst einmal keine Christbäume ein.
Die Feuerwehr Niedernhall, die ebenso verfährt, verweist dabei aauf den Beschluss der Landesregierung. macht aber Hoffnung: „Wenn der Lockdown wie bisher geplant am 10. Januar 2021 enden sollte, würden wir am 16. Januar 2021 die Christbaumsammlung nachholen. Um die aktiven Kameraden nicht zu gefährden und für Sie weiterhin einsatzbereit sein zu können, bitten wir um Ihr Verständnis.“