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„Viele meiner Kunden wird es im März nicht mehr geben“

„Viele meiner Kunden wird es bis März nicht mehr geben, wenn das so weitergeht“, sagt ein Banker aus dem Hohenlohekreis, der anonym bleiben möchte. Es drohen reihenweise Insolvenzen. Die Gründe hierfür sind vielschichtig.

Staatliche Hilfen noch nicht ausgeschüttet

Zum einen warten diverse Kunden noch auf die Ausschüttung der Novemberhilfen, zum anderen seien auch diese Staatsgelder nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Die deckten oft gerade mal einen Teil der Betriebskosten wie etwa Mieten. Das reiche aber nicht, um nicht in den roten Zahlen zu versinken während des Lockdown. Ein anderer Banker berichtet davon, dass er derzeit genau so viel zu tun habe wie vor Corona, nur handele es sich dabei weniger um Investitionen wie vor Corona, sondern viele bräuchten Überbrückungshilfen, um ihre Liquiditätsengpässe zu lösen, die durch die Coronamaßnahmen entstanden seien.

Amazon ist der große Gewinner

Zum anderen gewöhnen sich gerade im derzeit geschlossenen Einzelhandel viele Kunden daran, ihre Waren immer mehr online zu bestellen, auch etwa Dinge, die vorher bei dem Geschäft um die Ecke gekauft wurden, wie etwa Schreibutensilien. Ob nach der Wiederöffnung die Kunden wieder wie vor Corona den Gang in die Ladengeschäfte tätigen, ist mehr als fraglich. Die Gewinner sind in der Coronakrise die großen Online-Player, die mehr Gewinn erwirtschaften als je zuvor. Besonders Amazon sticht hier hervor. Derweil galoppieren die Preise für Dinge, die derzeit online nur noch begrenzt verfügbar sind, von einem Rekordpreis zum nächsten. So kosteten beispielsweise dieselben Schneebobs vor Corona 49 Euro, derzeit werden sie für 89 Euro angeboten. Bei Winterstiefeln sieht es ähnlich aus. Noch nie wurden diese Dinge fast nur noch übers Netz gekauft. Aber wen wundert es? Die Schuhgeschäfte und Sportartikelläden dürfen zwar Bestellungen entgegennehmen und die Kunden können die Waren dann abholen. Aber einfacher, bequemer und weniger risikobehafteter ist dann doch der Klick bei Amazon oder Zalando.

Die Ungewissheit macht vielen zu schaffen

Die Ungewissheit, wie lange die Schließungen dauern, macht vielen zu schaffen. Und: Der Wegbruch der Frauen beziehungsweise Mütter, die entweder gänzlich wieder ins homeschooling entschwunden sind oder den Spagat mehr schlecht als recht mit homeoffice und homeschooling versuchen zu meistern. Immerhin ein Drittel aller Arbeitnehmer in Deutschland ist weiblich und hierbei handelt es sich neben Putzkräften und Verkäuferinnen auch um hochrangige Managerinnnen. Auch durch diesen Wegbruch können Firmen ins Straucheln kommen.

Bei Homeoffice bleibt das Miteinander und die Effizienz auf der Strecke

Bei den Industrieunternehmen sieht es nicht besser aus. Über die Homeoffice-Pflicht, die Angela Merkel und Winfried Kretschmann fordern, können viele Arbeitnehmer:innen und Arbeitgeber:innen nur schmunzeln. Schon allein um für neue Aufträge weiterhin ständig adäquat und seriös erreichbar zu sein, reicht es eben nicht, eine Rufumleitung einzurichten, damit die Mitarbeiter von zu Hause die Anrufe entgegennehmen. Briefe müssen bearbeitet werden, Jahresabschlüsse anhand von Akten vor Ort gemacht werden. Auch diese kann man schlecht den Mitarbeitern ins homeoffice schicken lassen. Arbeitgeber wollen in der Regel eher nicht, dass Mitarbeiter auf sensible Firmendaten von zu Hause aus zugreifen können. Homeoffice ist zwar zunächst kostensparender, aber die Effizienz beleibt langfristig auf der Strecke und die Motivation auch.

Der Wirtschaft Deutschlands geht es nicht gut.

Der Mensch ist ein soziales Wesen, er braucht den direkten Austausch und die Kommunikation, um langfristig erfolgreich zu arbeiten. Und der Mensch braucht Sicherheit. Viele sind schon in Kurzarbeit, manche haben bereits ihre Jobs verloren. Und damit wird es weitergehen, je länger der Shutdown andauert. Der Wirtschaft Deutschlands geht es nicht gut.

 

 




Einmal Mathe digital, bitte

Homeschooling war noch nie so einfach. Diesen Satz empfinden viele Eltern als sarkastisch. und doch hat sich seit dem ersten Lockdown so einiges getan an Deutschlands Schulen, was das digitale Lernen betrifft (wir berichteten). Natürlich gibt es aber auch hier zwischen den einzelnen Schulen und Lehrern erhebliche Unterschiede.

Wie geht digitaler Unterricht?

Wir wollten wissen: Was ist heutzutage an digitalem Unterricht überhaupt möglich und haben unsere GSCHWÄTZ-Praktikantin Cora-Lee Pusker zu einer virtuellen Mathestunde mit einer Lehrerin aus dem Kochertal, die anonym bleiben möchte, geschickt.

Auch die GSCHWÄTZ-Redaktion hatte so ihre Probleme mit Zoom

Über die Software Zoom haben sich die beiden zusammengefunden. Wir durften Mäuschen spielen. Aber nicht jede/r GSCHWÄTZ-Redakteur:in hat mit Zoom Erfahrung gemacht. Daher stellten sich für uns zunächst ganz banale technische Fragen: Brauchen wir hierfür eine Webcam? Unsere normalen Monitore haben nämlich keine vorinstallierte Kamera. Also müssen wir uns tatsächlich eine separate Webcam kaufen. Oder wir nehmen hilfsweise unser Notebook, dieses hat eine Kamera integriert. Nun müssen wir das Notebook jedoch auf eine kleine Erhöhung vor uns stellen, damit uns die Kamera des Notebooks quasi auf Augenhöhe filmt. Sonst filmt uns die Kamera lediglich in die Nasenlöcher rein, was sehr unschön ausschauen würde.

Wir sind nun virtuell in einem Raum verbunden

Und nun? Wir erhalten von der Mathelehrerin per E-Mail einen Zoom-Link. Darauf klicken wir und schon öffnet sich ein Fenster. Darauf zu sehen: Eine Matheaufgabe in groß und rechts daneben zwei kleine Bewegtbilder. In dem einen sehen wir die Mathelehrerin, in dem anderen winkt uns Cora-Lee zu und auch wir sind als drittes Bewegtbild ebenfalls zu sehen. Das Wichtigste wäre geschafft: Wir sind nun virtuell alle in einem Raum verbunden. Normalerweise sind hier mehr Schüler zu sehen. Dafür hat die Mathelehrerin einen zweiten Monitor zu Hause stehen. Ansonsten wäre ihr Monitor nur mit Gesichtern voll und die Aufgabe wäre nicht mehr zu sehen. Man kann die Leiste mit den Gesichtern aber auch einfach kleiner machen oder ganz verschwinden lassen. Aber dann sieht die Lehrkraft nicht mehr die Reaktionen der Schüler. Sprich: Wer meldet sich gerade (hierfür gibt es einen kleinen Button), wer hat eine Frage, wer passt nicht auf.

Das Erarbeitete vom ersten Lockdown helfe ihr nun auch beim zweiten

Neben der Matheaufgabe ist Platz für die Rechnung selbst. Da kann die Lehrerin etwa mittels Touchscreen die Rechnung hinschreiben, die ihr Cora-Lee nach ein paar Minuten überlegen, diktiert.  Auch Cora-Lee kann mit ihrer Maus die Grafik markieren oder selbst etwas in das weiße Feld neben der Grafik schreiben. Stimmt die Rechnung? Die Lösung taucht einen Klick später auf. Die Mathaufgabe und das Diagramm sowie die Lösungen wurden mittels Power Point vorbereitet und in Zoom eingespielt. Das alles geht nicht von heute auf morgen. „Ich habe schon viel Zeit auch in meiner Freizeit investiert, um mich mit digitalem Unterricht auseinanderzusetzen“, sagt die Lehrerin. Das Gute aber sei: Was man hat, das hat man. Sprich: Das Erarbeitete vom ersten Lockdown helfe ihr nun auch beim zweiten.

Manche Fächer einfacher zu unterrichten als andere

Aber auch hier gibt es Unterschiede: Ältere Schüler können eher einem Onlineunterricht folgen als jüngere. Bei den jüngeren ist der digitale Konzentrationsfaden oft noch kürzer als im Klassenzimmer. Kleinere Gruppen von 5 Schülern sind besser als eine Klasse mit 25 Schülern. Manche Fächer sind einfacher zu unterrichten als andere. „Wir Mathelehrer kamen eigentlich gut mit unseren Unterrichtsmaterialien während des ersten Lockdowns durch“, erinnert sich die Lehrerin. Aber wie bringe ich einem Erstklässler in Deutsch bei, wie man die Buchstaben richtig schreibt? Da wird es dann schon schwieriger. Man könne zwar beispielsweise ein „R“ direkt auf ein digitales Whiteboard, ähnlich einer Tafel, schreiben. Dadurch wissen dann die Erstklässler, wie man das R korrekt schreibt, aber sie müssen es auch korrekt nachschreiben. Im Klassenzimmer kann die Lehrkraft kurzerhand durch das Klassenzimmer laufen und die Aufschriebe anschauen. Das geht im digitalen Unterricht nicht.

Digitale Arbeitsräume

Was gut bei Zoom funktioniert: digitale Gruppenarbeitsräume. Die Lehrkraft steckt zum Beispiel Cora-Lee mit zwei Schulfreundinnen in einen digitalen Arbeitsraum, die anderen Mitschüler kommen gruppenweise in andere Arbeitsräume. Dort sollen sie verschiedene Aufgaben gemeinsam lösen. Sie sind unter sich, unterhalten sich hier auch mal über andere, außerschulische Dinge. Man sieht die Schulkameraden ansonsten ja kaum mehr. Wenn sie Fragen haben, können sie die Lehrerin digital mit dem Klick eines Buttons rufen, aber auch die Lehrerin kann jederzeit den digitalen Klassenraum betreten und hören und sehen, was die Schüler bis dato geschaffen haben. Die Lehrkraft kann auch einen Timer stellen, wann die Gruppenarbeit in den einzelnen Räumen zu Ende ist und alle wieder in demselben Klassenzimmer zusammensitzen.

Auch abschalten ist wichtig. Und das im wahrsten Sinne

Nicht nur für die Lehrkräfte, auch für die Schüler war das homeschooling zunächst eine große Umstellung. Cora-Lee erinnert sich daran, dass sie im ersten Lockdown sich selbst und ihren Tag erst einmal eigenständig strukturieren musste: Wann mache ich was zu welcher Uhrzeit? Und hat dabei gelernt: sich auch immer wieder bewusst eine Pause zwischendurch zu nehmen, ist wichtig. Auch einmal abschalten ist wichtig. Und das wahrsten Sinne.

Text: Dr. Sandra Hartmann

Homeschooling-Mathestunde mit GSCHWÄTZ-Praktikantin Cora-Lee Pusker. Foto: Screenshot aus der Probestunde

 

 

 




Segen der Sternsinger für das Künzelsauer Rathaus

Hausbesuche machten die Sternsinger in Künzelsau in diesem Jahr keine. Trotzdem hat sich die Sternsinger-Familie Schäfer mit Bürgermeister Stefan Neumann vor dem Rathaus in Künzelsau getroffen. Andreas Schäfer überbrachte mit seinen Kindern Carolin, Madeleine und Lara den Sternsinger-Segen und stattete den Türrahmen am Haupteingang des Rathauses mit dem Segensspruch aus.

Alljährliche Sternsinger-Spendenaktion

Mit der Aktion wollen die katholische Kirchengemeinde St. Paulus und die vier Sternsinger die Aufmerksamkeit auf Kinder in der Ukraine lenken. Darüber hinaus unterstützen sie Spenden-Projekte auf der ganzen Welt. Die Sternsinger-Aktion ist die weltweit größte Hilfsaktion von Kindern für Kinder und bittet um Spenden durch eine Überweisung auf das Konto der Katholischen Kirchenpflege, IBAN DE58 6225 1550 0005 0051 65 „Stichwort: Sternsinger“.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau

Der Segensspruch in Form eines Aufklebers grüßt nun alle Besucher des Rathauses. Foto Stadtverwaltung Künzelsau.

 

 

 

 

Bilduntertitel:

Der Segensspruch in Form eines Aufklebers grüßt nun alle Besucher des Rathauses. Foto Stadtverwaltung Künzelsau.




Zulassung der Wahlvorschläge für die Landtagswahl

Am Dienstag, 19. Januar 2021, findet um 14 Uhr im Landratsamt Hohenlohekreis, Allee 17, 74653 Künzelsau, Sitzungssaal Nr. 401 (4. Obergeschoss) eine öffentliche Sitzung des Kreiswahlausschusses für den Wahlkreis 21 Hohenlohe statt. In dieser Sitzung prüft der Kreiswahlausschuss die eingereichten Wahlvorschläge für die Landtagswahl am 14. März 2021 und entscheidet über deren Zulassung oder Zurückweisung.

Öffentliche Sitzung mit Corona-Schutzmassnahmen

Die Bevölkerung ist zur Sitzung herzlich eingeladen. Bitte beachten Sie, dass der Zutritt zum Sitzungssaal nur mit Maske und nach Eintragung in die ausliegende Anwesenheitsliste gestattet ist. Zudem wird auf die Einhaltung der notwendigen Hygiene- und Abstandsregeln hingewiesen. Personen mit Fieber, Symptomen einer Atemwegserkrankung, einer bekannten/nachgewiesenen Corona-Infektion oder einem Verdacht darauf ist der Zutritt nicht gestattet.

Hintergrund:

Der Kreiswahlausschuss unter dem Vorsitz des Kreiswahlleiters, Landrat Dr. Matthias Neth, besteht aus sechs Beisitzern und Beisitzerinnen der im Landtag vertretenen Parteien. Dem Wahlkreis 21 Hohenlohe gehören die 16 Städte und Gemeinden des Hohenlohekreises sowie die Gemeinden Blaufelden, Braunsbach, Gerabronn, Langenburg, Schrozberg und Untermünkheim des Landkreises Schwäbisch Hall an.

 

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamts Hohenlohekreis

Landratsamt des Hohenlohekreises.
Foto: GSCHWÄTZ

 




Tropic Sun geht die Puste aus

Der Frust ist groß bei den Betreibern des Tropical Sun in Künzelsau. Trotz fallender Inzidenzen hält Baden-Württembergs Regierungspräsidium erst einmal an der Alarmstufe II fest. Das bedeutet: Das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration teilte den Stuttgarter Nachrichten auf Anfrage mit, dass Sonnenstudios unter § 14 Abs. 1 der Corona-Verordnung fallen (Freizeit- und sonstige Einrichtungen) und somit der Zutritt in der Alarmstufe nur mit einem gültigen 2G-Nachweis (geimpft und genesen) erfolgen darf.

Ungeimpfte / Getestete Personen dürfen derzeit kein Sonnenstudio besuchen.

Das Tropical Sun hat nun beschlossen, erst einmal seine Pforten zu schließen. Anbei veröffentlichen wir das Schreiben des Sonnenstudios, das ebenfalls in den sozialen Medien veröffentlicht wurde, in voller Länge:

 




Diskussion über Wirecard

Am Mittwoch, den 20. Januar 2021, lädt der AfD-Landtagsabgeordnete Anton Baron zu einem Online-Neujahrsempfang mit dem nordrhein-westfälischen Bundestagsabgeordneten Kay Gottschalk, heißt es in einer Pressemitteilung. Auf Facebook und Youtube unter Anton Baron MdL ist die Diskussion ab 20 Uhr per Video zu verfolgen. Fragen können an anton.baron@afd-bw.de gestellt werden.

Nach einer kurzen Einführung zu Themen der Landtagswahl soll es um das Agieren von CDU und SPD im Wirecard-Skandal gehen. Kay Gottschalk ist Vorsitzender des Wirecard-Untersuchungsausschusses.

Quelle: Pressemitteilung des Landtagsbüros von Anton Baron




In Waldenburg wird der Restmüll nicht mehr abgeholt

Aufgrund der Wetterlage konnten nicht alle Abfuhrgebiete von Waldenburg angefahren werden. In Waldenburg, Goldbach, Trommelhardt, Sailach und Obersteinbach blieb die Restmülltonne stehen. Das Nachfahren von Abfall-Touren ist aufgrund der Wetterlage in den kommenden Tagen nicht möglich. Die Abfall-Touren sind täglich im gesamten Kreisgebiet geplant. Die Restmülltonnen sollen daher zur nächsten Abfuhr bereitgestellt werden. Sollte das Behältervolumen in den unten genannten betroffenen Gebieten bis zur nächsten Abfuhr nicht ausreichen, können reguläre Mülltüten zum Restmüll dazugestellt werden.

Alle Abfuhrtermine stehen in der Abfall App „Abfallinfo HOK“. Sie ist immer aktuell und steht in den gängigen App-Stores kostenlos zum Download zur Verfügung. Weitere Informationen stehen auf der Homepage der Abfallwirtschaft www.abfallwirtschaft-hohenlohekreis.de. Gerne berät auch das Team der Service-Hotline persönlich an der Bürgertheke oder unter Telefon 07940/18 555.

Quelle: Pressemitteilung der Abfallwirtschaft Hohenlohekreis




Künzelsau investiert 2,8 Millionen in Entwässerung und Umweltschutz

Die Stadtverwaltung Künzelsau investiert rund 2,8 Millionen Euro in Entwässerung und Umweltschutz, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Es entsteht ein neues Regenüberlaufbecken, ein Regenüberlauf wird zum Regenüberlaufbecken umgebaut und ein Abwasserpumpwerk optimiert. Mit kleineren vorbereitenden Arbeiten wurde noch im Dezember 2020 begonnen. „Mit diesem Projekt verfolgen wir aktiv die Ziele der vom Gemeinderat erarbeiteten ‚Strategie 2030‘ und leisten einen Beitrag zum Umweltschutz“, so Bürgermeister Stefan Neumann in der Mitteilung. „Mit dem optimierten Ausbaugrad wird weniger Schmutz in unser Entwässerungssystem eingebracht, der Schmutzeintrag in den Kocher verringert und am Ende auch unsere Kläranlage entlastet. “

Baumfällarbeiten

Für die Baumaßnahme nördlich der Kocherbrücke wird in den nächsten Wochen eine Baustelle eingerichtet. Dafür werden in diesen Tagen Fäll- und Rodungsarbeiten durchgeführt. Diese sollen voraussichtlich bis Ende der Woche abgeschlossen sein. Der Fußweg entlang des Kocherufers muss in diesen Tagen gesperrt werden – und kurzzeitig auch die südliche Zufahrt zu den Grundstücken Mergentheimer Straße 1 bis 11. Nach Fertigstellung der gesamten Baumaßnahmen werden die Grünflächen wieder angelegt und auch Ersatzpflanzungen vorgenommen.

Lange Vorbereitung ist nötig

Bei der Erstellung des Generalentwässerungsplanes wurde auch die Regenwasserbehandlung geprüft. Die Stadtverwaltung Künzelsau hat daraufhin im Jahr 2018 mit dem Landratsamt Hohenlohekreis abgestimmt, das Einzugsgebiet der Kläranlage nördlich des Kochers und die Regenwasserbehandlung neu zu ordnen. Es hatte sich gezeigt, dass die Abwassermengen, die in den Kocher eingeleitet werden, zu hoch sind und auch der Schmutzeintrag reduziert werden muss. „Eine Baumaßnahme mit diesem Umfang bedarf einer langen Vorbereitung“, weiß Simone Mitsch, stellvertretende technische Werkleiterin KünWerke. So wurde das Verfahren für die Vergabe der Planungsleistungen 2018 begonnen. Nach einer europaweiten Ausschreibung wurde im Januar 2019 das Ingenieurbüro CDM Smith Consult GmbH mit den dafür notwendigen Ingenieurleistungen beauftragt.

Direkt neben der Kocherbrücke

Gebaut wird direkt neben der Kocherbrücke (Kreuzung Langenburger Straße/Mergentheimer Straße) ein neues Regenüberlaufbecken (RÜB 14) mit rund 400 Kubikmeter Fassungsvermögen. Kocheraufwärts wird ein bestehender Regenüberlauf zum Regenüberlaufbecken umgebaut. Dieses wird dann ein Fassungsvermögen von zirka 50 Kubikmeter aufweisen. Auch das vorhandene Abwasserpumpwerk westlich der Kocherbrücke wird optimiert. „Die energetische Bilanz wird dadurch deutlich verbessert, unter anderem, weil das neue Pumpwerk weniger Strom verbraucht“, informiert Simone Mitsch.

Geplanter Ablauf

Im Dezember wurde bereits das Freiluft-Schachbrett zurückgebaut. Die Bauarbeiten für die Regenüberlaufbecken und das Abwasserpumpwerk sollen im Februar 2021 ausgeschrieben und im darauffolgenden März vergeben werden. Läuft alles nach Plan, so rechnet man im Rathaus mit der Fertigstellung der kompletten Maßnahme Ende 2022. „Das ist eine lange Bauzeit“, so der Leiter des Stadtbauamtes, Bernd Scheiderer. „Wir bitten die Anwohner und Verkehrsteilnehmer um Verständnis für die Beeinträchtigungen, die wir versuchen so gering wie möglich zu halten, aber leider lassen sie sich nicht vermeiden.“ Wenn alle Bauarbeiten abgeschlossen sind, werden auch die Grünflächen wieder angelegt und wo erforderlich neu gepflanzt.

Das Land fördert das Projekt

Für die Maßnahme war ein Wasserrechtsgesuch erforderlich, für das die Stadtverwaltung Künzelsau von der Unteren Wasserrechtsbehörde beim Landratsamt Hohenlohekreis eine Genehmigung erhalten hat. Auch der Förderantrag wurde vom Land Baden-Württemberg positiv beschieden: Die Gesamtkosten von rund 2,8 Millionen Euro werden vom Land mit rund 1,01 Millionen Euro bezuschusst.

Strategie 2030

Im Rahmen des Prozesses „Künzelsau 2025 – Wie wollen wir 2025 in Künzelsau leben?“ befassen sich der Gemeinderat und die Stadtverwaltung schon seit längerem damit, die Zukunft Künzelsaus aktiv zu gestalten. Der Gemeinderat hat diesen Prozess fortgeschrieben und mit der „Strategie 2030“ gemeinsame Ziele für die nächsten Jahre festgelegt: https://kuenzelsau.de/strategie2030

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau

 

Der Plan zeigt, in welchem Bereich die Baumaßnahmen erfolgen. Plan: CDM Smith Consult GmbH

 

 




„Familien die großen Pandemieverlierer“

Um 11 Uhr am Donnerstag, den 14. Januar 2021, verkündet Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann in einer Live-Video-Statement, dass die Grundschulen und Kitas nun doch nicht, wie in Aussicht gestellt, am Montag, den 18. Januar 2021 wieder öffnen (wir berichteten). Dabei sprach er von einem „wir“ und „gemeinsam mit der Kultusministerin“. Doch so gemeinsam scheint die Entscheidung dann doch nicht gefallen zu sein.

Was tun, wenn die Zahlen nicht sinken sollten?

Direkt nach Kretschmann trat Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann ans Mikrofon und distanzierte sich deutlich von dieser Entscheidung https://www.baden-wuerttemberg.de/de/startseite/. Sie hätte sich gewünscht, dass eine Sonderregelung hätte gefunden werden können für die Schulen und fordert, „zügig eine Perspektive für Schüler:innen zu schaffen“, auch wenn die Coronazahlen nicht sinken sollten. Denn: Wie lange sollen die Kitas und Schulen denn geschlossen bleiben?, fragt Eisenmann. Und: Was wenn die Zahlen nicht sinken? Eine Überlastung der Familien drohe.  Denn die psychischen Schäden seien laut Kinderärzten sehr groß, doe die Kultusministerin. Sie möchte in keinem Fall, dass „die Familien die großen Pandemieverlierer“ sind.

Perspekte für Familien fehle

„Ich hätte mir eine differenzierte Vorgehensweise gewünscht“. Eisenmann hat sich dafür eingesetzt, dass ab Montag, den 18, Januar 2021, trotz der Coronazahlen zumindest wieder die Kitas und die ersten und zweiten Klassen der Schulen öffnen. Sie distanziert sich damit klar von dem Kurs des Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann, der eine Öffnung frühestens für Anfang Februar 2021 in Aussicht stellt.

 




Schulen und Kitas öffnen frühestens Anfang Februar

Die Schulen in Kitas in Grundschulen öffnen in Baden-Württemberg nicht ab Montag, den 18. Januar 2021. Das geht aus einem aktuellen Pressestatement der Landesregierung Baden-Württemberg hervor. Ministerpräsident Winfried Kretschmann hatte nach den neuen Coronabeschlüssen vergangene Woche von Bund und Ländern überlegt, die Grundschulen und Kitas im Land entgegen dem allgemeinen Konsens nicht bis Ende Januar 2021 geschlossen zu lassen, sondern bereits am 18. Januar 2021 wieder zu öffnen, wenn  es Coronazahlen zulassen (wir berichteten).

Nun hat sich die baden-württembergische Landesregierung in einem Live-Video-Pressestatement https://www.baden-wuerttemberg.de/de/startseite/doch der Mehrheit der Bundesländer in Deutschland angeschlossen und lässt die Kitas und Grundschulen ebenfalls mindestens bis Ende Januar 2021 geschlossen. Der Grund: Die Zahlen sind noch zu hoch, als das eine Öffnung in Betracht käme. Der Abwärtstrend sei nicht erkennbar. Auch die Mutation des Virus, die in Baden-Württemberg angekommen ist, sei noch genauer zu beobachten.

„Wir sind daher mit der Kultusministerin übereingekommen, dass die Schulen und Kitas vorerst zubleiben müssen.“ Ihm sei dabei die außerordentliche Belastung von Familien bewusst. „Wir wissen, dass diese Entscheidung mit Härten für die Kinder und Eltern verbunden ist.“ Kretschmann bittet aber, dass die Notbetreuuung „nur im Notfall“ von Familien genutzt werden solle, um Ansteckungen zu vermeiden. Kretschmenn fordert noch mehr home office.

Betroffene Lehrer, Eltern und Schüler hatten mit Spannung auf die Entscheidung gewartet. Nun ist klar: Das Homeschooling dauert weiter an. Wie lange noch, das ist weiterhin ungewiss.

Anfang Februar 2021 soll eine Öffnung der Grundschulen und Kitas „angestrebt werden“, da die „Schäden ansonsten höher als der Nutzen“ seien. Aber „es liegen noch schwierige Monate vor uns“.