Nachdem die ersten Corona-Schutzimpfungen für Bürger des Hohenlohekreises seit Ende Dezember 2020 durch das Zentrale Impfzentrum (ZIZ) in Rot am See durchgeführt werden, kann nun auch das Kreisimpfzentrum (KIZ) Öhringen an den Start gehen, meldet das Landratsamt des Hohenlohekreises. Ab Freitag, 22. Januar 2021, können sich Bürger:innen der priorisierten Gruppen https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus/faq-covid-19-impfung.htmlauch in der Hohenlohe-Sporthalle in Öhringen gegen das Coronavirus impfen lassen.
„Wir sind gut vorbereitet“
„Die Infrastruktur des KIZ steht bereits seit 23. Dezember, mittlerweile haben wir auch in einem Probelauf die vom Land gelieferte IT und Software getestet. Wir sind gut vorbereitet und gehen davon aus, dass der Betrieb reibungslos funktioniert“, erklärt der technische Leiter des KIZ, Kreisbrandmeister Torsten Rönisch.
Landratsamt betont die Verantwortung des Landes, was die Impfstoffbeschafffun betrifft
Voraussetzung für den Impfstart ist die Lieferung des Corona-Impfstoffes durch die Firma Biontech. Die Impfstoffbeschaffung liegt in der Verantwortung des Landes Baden-Württemberg, betont das Landratsamt in einer Pressemitteilung.
Nur priorisierte Gruppen können sich derzeit anmelden
Auch im KIZ werden zunächst die priorisierten Gruppen geimpft, also diejenigen, die ein besonders hohes Risiko für einen schweren oder gar tödlichen Krankheitsverlauf oder ein besonders hohes berufliches Risiko haben, sich oder schutzbedürftige Gruppen anzustecken. Das bedeutet, dass sich gemäß der Entscheidung des Landes Baden-Württemberg zunächst auch nur diese Gruppen für eine Impfung anmelden können. Priorisiert geimpft werden Bürger:innen, die ein besonders hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf oder ein besonders hohes berufliches Risiko haben, sich oder schutzbedürftige Personen anzustecken.
Terminvorgabe ausschließlich online
Die Terminvergabe funktioniert ausschließlich über das Internet unter https://www.impfterminservice.de/impftermine oder über die Telefonnummer 116117.
Die ersten Termine werden am 19. Januar 2021 freigeschaltet, so das Landratsamt. Die genaue Menge hängt von der Anzahl der Impfdosen ab, die verfügbar sind.
Eine persönliche Terminvergabe im Kreisimpfzentrum ist nicht möglich, auch nicht ausnahmsweise. Wir weisen darauf hin, dass der Zutritt zum Kreisimpfzentrum zudem nur mit einem vorher gebuchten Termin möglich sein wird. Da die Zahl der im KIZ vorhandenen Impfdosen genau auf die Zahl der Anmeldungen abgestimmt sein wird, ergibt es auch keinen Sinn, ohne Termin zum KIZ zu kommen.
Wichtiger Hinweis: Das Landratsamt Hohenlohekreis bittet eindringlich darum, nicht über eine andere Servicenummer oder gar über die Rettungsleitstellen zu versuchen, einen Termin zu buchen. Dies ist definitiv nicht möglich, keine dieser Stellen hat Zugriff auf die Impfterminvergabe. Zudem besteht die Gefahr, dass die Rettungsleitstellen dann für Notfälle nicht mehr erreichbar sind.
Zunächst Einschichtbetrieb wegen der begrenzten Impfstoffkapazitäten
Aufgrund der begrenzten Impfstoffkapazitäten soll das KIZ zu Beginn im Ein-Schicht-Betrieb in einer Drei-Tage-Woche starten. Geplant ist die Öffnung von Freitag bis Sonntag, jeweils von 14 bis 19 Uhr. Vorteil der Öffnung am Wochenende ist neben der besseren Verfügbarkeit von medizinischem Personal auch die bessere Möglichkeit für die Zielgruppe, das KIZ in Begleitung eines Familienmitgliedes oder Bekannten aufzusuchen. Die KIZ-Leitung begrüßt eine solche Begleitung, bittet aber darum, dass sie ausschließlich bei Personen erfolgt, die aufgrund ihrer Gesamtverfassung (bspw. wegen eingeschränkter Mobilität, Seh-/Hörvermögen, Orientierungsfähigkeit) Unterstützung beim Durchlaufen der Stationen benötigen.
Im Volllast-Betrieb ist ein Zwei-Schicht-Modell von 6 bis 22 Uhr an sieben Tagen die Woche im KIZ möglich.
„Wir sind früh, dass es nun endlich auch mit den Impfungen im KIZ Öhringen losgehen kann“
„Wir sind froh, dass es nun endlich auch mit den Impfungen im KIZ Öhringen losgehen kann. Wir sind seit Dezember bereit, die Logistik steht. Jetzt hängt es davon ab, ob und wann genügend Impfstoff zur Verfügung steht“, erklärt Landrat Dr. Matthias Neth. „Ein großer Erfolg ist, dass es gelungen ist, viele mobile Impfteams aus dem Zentralen Impfzentrum Rot am See in den Hohenlohekreis zu bringen. Dadurch sind wir bei den Pflegeeinrichtungen mit der Gabe der ersten Impfdosis de facto durch und können so die besonders gefährdeten Gruppen besser schützen.“
Mitzuführende Unterlagen:
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- Wenn möglich die ausgefüllten und vom Impfling unterschriebenen Aufklärungsbogen und Anamnesebögen mit QR-Code von impfen-bw.de; sonst werden die Unterlagen vor Ort erstellt, was mehr Zeit in Anspruch nimmt
- einen Lichtbildausweis, aus dem mindestens Name, Vorname, Geburtsdatum, Wohnanschrift hervorgehen;
- die Gesundheitskarte/Versichertenkarte, soweit vorhanden; das beschleunigt die Registrierung der Personen.
- Den Impfausweis/ Impfpass, sofern vorhanden; sonst wird eine Ersatzbescheinigung ausgestellt.
- Die Bestätigung des Arbeitgebers über die Zugehörigkeit zur Personengruppe, soweit nicht aufgrund des Lebensalters Anspruch besteht
- Eine Impfung erfolgt nur bei symptomfreien Personen. Eine Begleitung ist nur für symptomfreie Personen möglich.
- Um Wartezeiten im Freien zu vermeiden empfiehlt es sich, maximal zehn Minuten vor dem Termin zu erscheinen.
- Fragen rund um die Impfung beantwortet die Hotline 116 117.
- Standort: Das Kreisimpfzentrum befindet sich in der Hohenlohe-Sporthalle, Pfaffenmühlweg 30, in 74613 Öhringen. Das KIZ ist barrierefrei zugänglich. Die Stadtbahn-Haltestelle Öhringen Hauptbahnhof ist rund 700 Meter (etwa 10 Gehminuten) entfernt. Die Bushaltestellen „Hofgarten“ und „Freibad“ befinden sich in unmittelbarer Nähe des KIZ. Wer mit dem Auto anreist, folgt den Beschilderungen „Sportanlagen“ und kann etwa das Parkhaus „P8 – Alte Turnhalle“ (dort ist auch ein WC vorhanden) oder den Parkplatz „P9 – Alte Turnhalle“ nutzen. Beide liegen in unmittelbarer Nähe zum KIZ. Auch ist der Weg vom Parkhaus zum KIZ ausgeschildert.
Stark mobilitätseingeschränkte Personen können an der Zufahrt zum Sportgelände aussteigen; von dort aus sind es noch ca. 40 Meter bis zum Gebäudeeingang.
Nach den aktuellen Impfzahlen wären alle Hohenloher Bürger im Jahr 2034 geimpft
Laut Informationen der Heilbronner Stimme sollen im Laufe der Woche ersten 1.170 Dosen für zwei Wochen geliefert werden. Das wären 585 pro Woche. Das Sozialministerium empfehle 150 Termine pro Woche und KIZ zu vergeben. Rechnet man diese Zahl hoch, wären alle Bürger:innen des Hohenlohekreis mit seinen rund 112.000 Einwohnern (rund 1.000 davon wurden bereits seit Ende 2020 geimpft, hauptsächlich handelt es sich dabei um Personal in den Pflege- und Senioreneinrichtungen des Kreises), in rund 14 Jahren geimpft. Das wäre im Jahre 2034. Eine Herdenimmunität ist im Bezug auf Corona erreicht, wenn, so diverse Experten, zirka 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung geimpft seien https://www1.wdr.de/nachrichten/coronavirus-impfen-herdenimmunitaet-100.html. 60 Prozent wären bei 150 Impfungen pro Woche nach 8,6 Jahren geimpft.
Geht man davon aus, dass es möglich wäre, anstatt 150 auch 500 Impfungen pro Woche vorzunehmen, dann läge eine Herdenimmunität (60 Prozent der Bevölkerung ist geimpft) frühestens in 2,5 Jahren vor. Das wäre dann im Jahr 2023. Noch nicht berücksichtigt bei diesen Hochrechnungen ist, dass zwei Impfungen pro Person notwendig sind.
Unklar ist dabei zudem, wie sich die Mutation des Virus‘ die Impfwirksamkeit beeinflusst.