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Shutdown soll noch bis mindestens Mitte März 2021 gehen

Beschlussvorlage: Lockdown bis Mitte März 2021
Das Bundeskanzleramt will den Corona-Lockdown bis zum 14. März verlängern. Das geht laut übereinstimmenden Medienberichten aus einer aktualisierten Beschlussvorlage für die Beratungen von Bund und Ländern am Mittwochnachmittag, den 09. Februar 2021, hervor.
keine Öffnung für den Einzelhandel
Außerdem sollen Friseure unter Auflagen ab dem 01. März wieder öffnen dürfen, für die Öffnung des Einzelhandels wird noch kein Datum genannt. Über die Öffnung von Schulen und Kitas sollen die einzelnen Bundesländer selbst entscheiden. Über das weitere Vorgehen nach der Verlängerung bis Mitte März gibt es offenbar noch keine einheitliche Position von Kanzleramt und Länderchefs.

Das weitere Vorgehen könne entweder bei einer Besprechung von Kanzlerin und Ministerpräsidenten am 10. März 2021 geklärt werden, oder bei einer „stabilen deutschlandweiten Sieben-Tage-Inzidenz von höchstens 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner“ erfolgen, heißt es in dem Entwurf.

Zusätzliche Coronabeschränkungen

Der neue Entwurf ist nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters aus Verhandlungskreisen zwischen dem Kanzleramt, dem Land Berlin und Bayern abgestimmt. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) hatten am Dienstagabend mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) und Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller (SPD) versucht, eine Kompromisslinie zu finden.

Am Mittwochnachmittag, den 10. Februar 2021, sollen die finalen Ergebnisse des Bund-/Ländergipfels veröffentlicht werden.

Vorgesehen ist in dem Entwurf auch, dass Landkreise, die eine Inzidenz von 50 nicht unterschreiten, zusätzliche Corona-Beschränkungen verhängen können. „Länder wie Baden-Württemberg, Hessen, Sachsen, Schleswig-Holstein oder Niedersachsen hatten schon vorher gesagt, dass sie auf jeden Fall Öffnungsschritte in den Schulen durchsetzen würden“, sagte ein Verhandlungsteilnehmer. Doch das hat Winfried Kretschmann bereits mehrfach in Aussicht gestellt. Passiert ist jedoch seither nichts.

Mehrfach in Aussicht gestellt, passiert ist jedoch seither nichts

Hintergrund der Verlängerung ist vor allem die Sorge um die Ausbreitung von Virus-Varianten. Bundesweit sank die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen erstmals seit Monaten unter die Marke von 70, nämlich auf 68, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Mittwoch bekannt gab. Kurz vor Weihnachten hatte der Höchststand bei 197,6 gelegen. Erklärtes Ziel ist ein Niveau von bundesweit weniger als 50, damit Gesundheitsämter vor Ort Infektionsketten wieder verfolgen können. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte kürzlich daran erinnert, dass die Fünfziger-Schwelle eigentlich eine „kritische Marke“ für nötige schärfere Gegenmaßnahmen sei; ein Niveau von 49,8 sei nicht unproblematisch. Also auch hier gibt es bislang keine verbindlichen Ziele, wann welche Maßnahmen wieder zurückgefahren werden. Bei einem Inzidenzwert von 20 oder bei einem deutschlandweiten Inzidenzwert von 20? Keiner weiß es.

Also auch hier gibt es bislang keine verbindlichen Ziele, wann welche Corona-Maßnahmen wieder aufgehoben werden

Eine Verlängerung des Lockdowns wird oft mit der Gefährlichkeit der Mutationen begründet. Städtetagspräsident Burkhard Jung sagte in der „Rheinischen Post“ zu seiner Forderung nach einer Verlängerung: „Zu ungewiss ist noch, wie sich die Mutationen des Coronavirus ausbreiten und was sie aufhalten kann“.

 




20-Jährige verliert Kontrolle

Nach einem schweren Verkehrsunfall auf der Landesstraße 1050 bei Zweiflingen sind am Dienstagnachmittag, den 09. Februar 2021, drei Personen mit Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert worden.
Nach Informationen der Polizei fuhr eine 20-jährige Frau mit ihrem Toyota von Forchtenberg-Sindringen kommend in Richtung Zweiflingen. In einer scharfen Linkskurve kam sie aus bislang unbekannten Gründen nach rechts von der Fahrbahn ab. Beim Versuch gegenzulenken, geriet das Fahrzeug auf die Gegenfahrbahn, wo es mit dem entgegenkommenden Ford einer 26-jährigen Fahrerin und einem Mercedes eines 50-jährigen Fahrers kollidierte.
Alle drei Fahrer wurden bei dem Zusammenstoß verletzt und in ein Krankenhaus eingeliefert. Der Gesamtschaden liegt nach Angaben der Polizei bei rund 30.000 Euro. Die L1050 blieb bis zur Bergung der Fahrzeuge bis etwa 17 Uhr voll gesperrt. An den Fahrzeugen entstand laut Polizei wirtschaftlicher Totalschaden.



„Du, Papa, was ist eine Biene?“

Im Wahlkreis 21 Hohenlohe hat sich für die Klimaliste zwar kein Kandidat für die Landtagswahl am 14. März 2021 gefunden – als nur einer von drei Wahlkreisen. Die zwei weiteren sind die Wahlkreise Neckarsulm und Eppingen. In allen anderen Wahlkreisen in Baden-Württemberg geht mindestens ein Kandidat für die Klimaliste an den Start. Dennoch: Die Klimaliste Baden-Württemberg will am 14. März 2020 die 5-Prozent-Hürde schafen und damit den Sprung in den Stuttgarter Landtag.

Originelles, aber auch trauriges Video

Mit dem Motto „Anpacken! Das Ziel: Klimaneutralität bis 2030!“ hat die Klimaliste ihr Wahlwerbevideo auf der Homepage und in den sozialen Medien veröffentlicht. Der Spot beginnt mit einem Vater-Sohn-Gespräch, das in der Zukunft stattfindet. Von dort geht es zurück in die Gegenwart – und zu Statements der Klimaliste rund um Klimaschutz und Klimagerechtigkeit. Ein winziges Detail ist eine Biene, die mehrmals in dem Video auftaucht, die das Kind aber auf einem Bild nicht mehr erkennt. Der Junge hat noch nie eine gesehen. Der Vater muss ihm gestehen, dass die Biene schon lange ausgestorben ist, weil die Menschen zu wenig für ihren Erhalt getan haben. Die Konsequenz dieser Tatenlosigkeit sind dann ebenfalls in dem Video zu sehen – Stürme, Überschwemmungen, vernichtete Ernten.

Artensterben und zerstörte Umwelt als Themen, aber auch Altersarmut, Diskriminierung und überteuerter Wohnraum

Mit ihrem Werbespot will die Klimaliste auf die Probleme unserer Zeit aufmerksam machen – neben Artensterben und zerstörter Umwelt sind das unter anderem Altersarmut, Diskriminierung und überteuerter Wohnraum. Sie will sich stattdessen für neue Perspektiven statt Lobbyismus, mehr Lebensqualität durch entschlossenes Handeln und eine lebenswerte Zukunft einsetzen.




„Bei vielen unserer Kollegen sind die Reserven nach dem mehrfach wiederholten Lockdown restlos aufgebraucht“

Seit November 2020 kennt man das Bild: Die Innenstädte sind größtenteils leer, die Geschäfte geschlossen. Nur Geschäfte mit Lebensmitteln, Drogerie- und Gesundheitsartikeln dürfen geöffnet sein. Winterbekleidung gibt es in der Stadt nicht, dafür muss man zum Onlineversandhändler gehen. Zwar ist es den Einzelhändlern inzwischen wieder erlaubt, vorab bestellte Ware an Kunden abzugeben, aber dies ersetzt nicht das Geschäft mit der Laufkundschaft.

Modegeschäfte besonders stark getroffen

Viele Einzelhändler seien in ihrer Existenz gefährdet, ist in einem facebook-Post der „Aktion Freundschaftsdienst“, den das Ö-Center Öhringen geteilt hat, zu lesen. Insbesondere die Modehändler seien schwer betroffen: Die Winterware ist geliefert, musste bezahlt und eventuell vorfinanziert werden und liegt nun in den Regalen – ohne Aussicht darauf, verkauft zu werden. „Bei vielen unserer Kollegen sind die Reserven nach dem mehrfach wiederholten Lockdown restlos aufgebraucht“, ist in dem Post zu lesen. 

„Bei vielen unserer Kollegen sind die Reserven nach dem mehrfach wiederholten Lockdown restlos aufgebraucht“

GSCHWÄTZ hat bei Thomas Grabert, Geschäftsführer des Ö Centers und selbst Inhaber eines Einzelhandelsgeschäfts, nachgefragt. Er bestätigt die Nöte der Einzelhändler und berichtet davon, dass nicht nur die Winterware drückt, sondern die Frühlingsware von den Produzenten demnächst in die Läden geliefert wird. Auch die Frühlingsware muss natürlich bezahlt werden, Stornierungen seien in der Regel nicht möglich. Viele Geschäfte hätten nicht einmal Lagerfläche für die unverkaufte Winterware.

Öffnungsszenario und Gleichstellung mit der Gastronomie gefordert

Die Einzelhändler fordern daher zuallererst die Wiedereröffnung, zumindest ein konkretes Wiedereröffnungsszenario für den lokalen Einzelhandel und sagen: „Wir können die Hygieneauflagen mindestens genau so gut wie ein Lebensmittelhandel erfüllen.“ Resigniert stellen sie fest: „Darüber kann man aber offensichtlich nicht mit unseren Politikern diskutieren“.

Gleichstellung mit der Gastronomie gefordert

Daher fordert der Einzelhandel, falls die Wiedereröffnung nicht beschlossen wird, als Alternative zur Öffnung angemessene Entschädigungen, zumindest eine Gleichstellung mit Staatshilfen für die Gastronomie,  schnelle Hilfe durch Vorabzahlungen, einen unbürokratischen Antrags- und Genehmigungsprozess sowie faire und angemessene Ausgleichszahlungen. Eine reine Teilerstattung der Fixkosten könne das Problem nicht lösen: Der Warenbestand an „verderblicher Ware“ reiße ein Loch in die Reserven.

Unterschiedliche Behandlung von Handel und Gastronomie

Grabert geht ein wenig in die Details: „Die Gastro bekommt 75 Prozent vom Umsatz, der Handel einen Fixkostenzuschlag, abhängig vom Umsatzrückgang“. Wie er den Umsatzrückgang letztendlich gegenüber dem Wirtschaftsministerium nachweisen muss, wisse er derzeit noch gar nicht im Detail. Der Zuschuss für den Handel müsse buchhalterisch wie eine Einnahme verbucht werden und sei daher auch zu versteuern. 

Onlineshop für kleinen Einzelhändler keine Alternative

Inzwischen dürfen die Einzelhändler ihren Kunden vorbestellte Waren per „Klick & Collect“ übergeben. Einen Webshop hat Grabert eingerichtet, seine Erfahrungen damit sind allerdings nicht positiv: „Das lohnt sich für den kleinen Einzelhändler nicht“, sagt er. Die Erstellung der Bilder und der Produktbeschreibungen für ein großes und wechselndes Sortiment sei sehr aufwändig. „Eine mögliche Alternative wäre, über Amazon zu verkaufen“, meint er. Den Rest des Satzes spricht er gar nicht erst aus, es ist klar, dass er Amazon nicht als Ergänzung zum lokalen Einzelhandel sieht.

Besonders betroffen

In seiner Funktion als Geschäftsführer des Ö Centers ist Grabert vom Lockdown doppelt betroffen, denn seine Mieter leiden ja ebenfalls unter den Einnahmeausfällen. „Wir reden mit unseren Mietern“, sagt er und berichtet, dass er mit Mietern bereits  individuelle Absprachen getroffen hat.

Ö-Center hat an der Aktion Freundschaftsdienst teilgenommen

Die Webseite www.freundschaftsdienst.eu macht auf die Nöte und Forderungen der Einzelhändler aufmerksam und ruft Einzelhändler dazu auf, mit Aktionen die Aufmerksamkeit der Politik zu erregen. Die Initiatoren, ein Modehändler und ein Betreiber einer Kommunikationsagentur, weisen darauf hin, dass sie niemanden gesundheitlich gefährden wollen und daher auch nicht zu Demonstrationen oder zur demonstrativen Ladenöffnung aufrufen. Einer Vermischung ihrer Aktion mit der Aktion „Wir machen auf“ (GSCHWÄTZ berichtete) treten sie deutlich entgegen: Mit Rechtsextremismus, Coronaleugnung oder Querdenken habe ihre Aktion nichts zu tun. Daher wurden die Posts unter dem Hashtag #wirmachenAUFmerksam veröffentlicht.

Distanzierung zu Coronaleugnern

Grabert und seine Mieter haben sich der Aktion angeschlossen und haben sich am 01. Februar 2021 im und vor dem Ö-Center gezeigt und Fotos gemacht, die inzwischen veröffentlicht sind. Offenbar waren sie und ihre bundesweiten Mitstreiter erfolgreich, denn die „Aktion Freundschaftsdienst“ ist inzwischen beendet, auf der Webseite ist zu lesen, „Our job is done! Wir wollten AUF_merksam machen und werden nun gehört. Wir haben unsere Aufgabe erfüllt!“

Gespanntes Warten auf die Ministerpräsidentenrunde

„Die Mandatsträger unserer Branche, die Handels- und Interessensverbände sind sich bezüglich der zu stellenden Forderungen weitestgehend einig. Die Türen in der Politik stehen weit offen. Wir erwarten von den Verhandlungsführern und der Politik, dass sie die Steilvorlagen nutzen und zeitnah angemessene Ergebnisse präsentieren“, kann man jetzt auf der Webseite lesen. Am Mittwoch, 10. Februar 2021, findet die nächste Runde mit Kanzlerin und Ministerpräsidenten statt, in der es auch um die Bedingungen für eine mögliche Öffnung der Einzelhandelsgeschäfte gehen wird.

Text: Matthias Lauterer

 

Thomas Grabert, Geschäftsführer Ö-Center. Bild: T.Grabert

Einzelhändler des Ö-Centers in Öhringen machen auf ihre Situation AUFmerksam. Bild: T.Grabert

 

Distanzierung von Coronaleugnern und Querdenkern. Quelle: Screenshot www.freundschaftsdienst.eu 08. Februar 2021




Kommt nach dem Ausbruch bei Würth eine Coronawelle auf den Hohenlohekreis zu?

Britische Virusvariante auch in Kinderbetreuungseinrichtung in Öhringen nachgewiesen

Derzeit (Stand: 9. Februar 2021) sind im Hohenlohekreis laut dem Landratsamt des Hohenlohekreises zwei größere Ausbruchsgeschehen nachvollziehbar (anbei veröffentlichen wir die Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises:

Kontaktpersonen mittlerweile auf 82 gestiegen

„Der Ausbruch bei dem Unternehmen im Kreis umfasst mittlerweile 46 Fälle bei der Firma selbst (Mitarbeiter), davon leben 37 Mitarbeiter im Hohenlohekreis. Die Zahl der direkten Kontaktpersonen dieser 37 Fälle beträgt aktuell 82.

Mindestens 66 positive Fälle

Aus den Ausbruchsgeschehen sind bereits 20 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet, die nicht bei der Firma arbeiten, aber Kontakt zu einer positiven Person aus den Unternehmen hatten. Das Ausbruchsgeschehen in Bezug auf das Unternehmen umfasst also Stand 09.02.2021, 16 Uhr mindestens 66 positive Fälle.

Landratsamt: „Die Zusammenarbeit mit der Task Force Corona beim Unternehmen funktioniert sehr gut“

Bislang wurden drei Fälle der Virusmutation B.1.1.7 („britische Variante“) bei dem Unternehmen durch das Landesgesundheitsamt nachgewiesen, weitere Testergebnisse stehen noch aus. Wir gehen aufgrund der dynamischen Verbreitung bei dem Unternehmen davon aus, dass noch weitere Fälle mit der Virusvariante nachgewiesen werden.

„Das Ausbruchsgeschehen wurde örtlich eingegrenzt“

Das Ausbruchsgeschehen wurde örtlich eingegrenzt, alle Betroffenen wurden isoliert sowie die Kontaktpersonen in eine Quarantäne versetzt. Die Zusammenarbeit mit der Task Force Corona beim Unternehmen funktioniert sehr gut, das Unternehmen hat umgehend Maßnahmen eingeleitet, um das Infektionsgeschehen einzudämmen. Weitere Schnelltests werden die Lage in den kommenden Tagen verdeutlichen.

Bei einem Vor-Ort-Besuch in der Firma bestätigte sich für das Gesundheitsamt das umfassende Hygienekonzept des Betriebes und die infektionsverhütenden Maßnahmen, wie die kontinuierliche Überwachung der Mitarbeiter durch regelmäßige Testungen.

Gesundheitsamt hat sich bei Würth vor Ort umgesehen

Im Hohenlohekreis sind weitere positive Fälle in mehreren Kinderbetreuungseinrichtungen nachgewiesen worden. Es gibt noch keine Erkenntnisse dazu, ob ein Bezug zu einem bekannten Ausbruchsgeschehen mit der britischen Variante vorliegt.

Weitere positive Fälle in mehreren Kinderbetreuungseinrichtungen

Auch dort sind die Betroffenen isoliert bzw. in Quarantäne versetzt. Das Gesundheitsamt des Hohenlohekreises hat für diese Fälle die so genannte Sequenzierung in Auftrag gegeben.

Zwischen den beiden Ausbruchsgeschehen in dem Unternehmen und der Kinderbetreuungseinrichtung in Öhringen besteht ein Bezug

Auf das Geschehen in der Kinderbetreuungseinrichtung in Öhringen können aktuell 14 bestätigte Fälle mit 52 Kontaktpersonen zurückgeführt werden.

Alle bekannten Fälle wurden isoliert bzw. in Quarantäne versetzt. Mittlerweile ist auch bei diesem Ausbruchsgeschehen ein durch das Landesgesundheitsamt bestätigter Fall der Virusmutation B.1.1.7 nachgewiesen.

Zwischen den beiden Ausbruchsgeschehen in dem Unternehmen und der Kinderbetreuungseinrichtung in Öhringen besteht ein Bezug. Ebenfalls gehen wir auf Grund der Entwicklungen davon aus, dass eine Übertragung des Virus von einem Kind auf einen Erwachsenen erfolgt ist.

Übertragung des Virus von einem Kind auf einen Erwachsenen

Im Fall der privaten Feier in Zweiflingen sind alle betroffenen Personen und Kontaktpersonen isoliert. Bislang haben sich aus den bekannten Fällen keine weiteren Fälle ergeben, sodass wir derzeit davon ausgehen, dass die Infektionsketten unterbrochen sind.

 




„Kinder sind die Verlierer in der Pandemie“

„Wir haben ein Recht auf Bildung!“, „Wir wollen wieder in die Schule!“ und „Wir wollen wieder wie die Profis Fußball spielen!“ – Wer am vergangenen Dienstag durch Ernsbach fährt, wird zwangsläufig mit den Bedürfnissen der Kinder konfrontiert, die diese Botschaften auf Plakate geschrieben und an die Brücke im Ort gehängt haben. Unter ihnen sind Mia Schmid und Nele Bauer, beide acht Jahre alt. Mia erzählt: „Ich will wieder in die Schule, weil ich meine Lehrer und meine Freunde vermisse.“ Neles Mama Nadine erklärt: „Ich fände es natürlich auch schön, wenn die Kinder wieder in die Schule können. Es ist einfach ein ganz anderes Lernen. Klar gibt man sich als Eltern Mühe, man kann es ja auch, aber es ist trotzdem etwas ganz anderes, wenn man es den Kindern plötzlich beibringen soll.“

„Ich vermisse meine Freunde“

„Wer hört auf uns?“ steht in bunter Kinderschrift auf einem der Transparente. Das haben sich Verena Kern und Tanja Kurz gefragt und kurzerhand entschlossen, ein Sprachrohr für die Kinder zu sein und ihnen Gehör zu verschaffen. Kern erläutert: „Wir haben die Aktion gestartet, dass die Kinder des Stadtgebiets Forchtenberg, Ernsbach und Sindringen ihre Wünsche und Anliegen an die Öffentlichkeit preisgeben können. Wir haben Plakate und alte Leintücher vorbereitet, die die Kinder mit ihren Anliegen beschriften und so der Öffentlichkeit zeigen können.“ Kurz ergänzt: „Die werden dann hier in Ernsbach an der Brücke aufgehängt.“ „Unser Anliegen ist, dass man auf die Kinder hört“, stellt Kern klar. „Sie sind einfach die Verlierer in der Pandemie. Keiner hört auf sie. Die Kinder wollen in die Schule, sie wollen wieder ihre Freunde treffen – und keiner hört. Jetzt machen wir es publik. Vielleicht tut sich was.“ Das Ziel ist ganz klar, wie Kurz erklärt: „Wir wünschen uns, dass die Schulen wieder öffnen.“

„Es ist für die Kinder eine sehr große Belastung“

„Ich bin Mama von zwei Kindern, die gerade im Homeschooling sitzen und die Zeit ist einfach nicht mehr tragbar. Es ist für die Kinder eine sehr große Belastung einfach nur Zuhause zu sitzen. Ich hoffe und wünsche mir, dass die Regierung das Leid der Mütter und auch der Kinder sieht und es ändert. Die Kinder sind die Hauptleidenden“, sagt Bettina Guttensohn. Die dreifache Mama Christine Wolff klagt „Die Kinder leiden. Es ist wirklich so, dass es schon fast an Depressionen geht – da ist bei mir irgendwann eine Grenze erreicht. Es sind Kinder und die sollen ihre Kindheit haben. Pandemie hin oder her – es gibt Möglichkeiten.“

„Homeschooling ist blöd“

„Ich habe dieses Plakat geschrieben, weil die Schule endlich wieder anfangen soll. Homeschooling ist blöd. Ich finde Schule besser, da erklärt die Lehrerin alles und dann kann ich es viel besser verstehen“, erläutert der neunjährige Louis Höle ernst. „Wer hört auf uns?“ – Es sind Worte, die ans Herz gehen. Eine Gesellschaft, in der Leistung, Gewinn und Wirtschaftlichkeit eine immer größere Rolle spielen, eine Gesellschaft, die immer älter wird, sollte bei jeder Entscheidung, die sie trifft, die Ganzheit im Auge behalten. Die Kinder sind unsere Zukunft und unser schützenswertestes Gut – werden sie gezwungen, politische Entscheidungen auf ihren kleinen Rücken zu tragen, wird das gesamtgesellschaftlich nachhaltige Konsequenzen haben. Um es mit Bettina Wegner zu sagen: „Ist so’n kleines Rückgrat/ Sieht man fast noch nicht/ Darf man niemals beugen/ Weil es sonst zerbricht“.

Text: Priscilla Dekorsi

Die achtjährige Nele Bauer vermisst ihre Freunde. Foto: GSCHWÄTZ

Mia Schmid (8, links) und Nele Bauer (8) wollen wieder in die Schule. Foto: GSCHWÄTZ

Louis Höle (9) hat genug vom Homeschooling.

Tanja Kurz (links) und Verena Kern wollen den Kindern eine Stimme geben.

Plakataktion an der Ernsbacher Brücke am 09. Februar 2021. Eltern und Kinder fordern die Öffnung der Schulen. Foto: GSCHWÄTZ

Plakataktion an der Ernsbacher Brücke am 09. Februar 2021. Eltern und Kinder fordern die Öffnung der Schulen. Foto: GSCHWÄTZ

Plakataktion an der Ernsbacher Brücke am 09. Februar 2021. Eltern und Kinder fordern die Öffnung der Schulen. Foto: GSCHWÄTZ

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Plakataktion an der Ernsbacher Brücke am 09. Februar 2021. Eltern und Kinder fordern die Öffnung der Schulen. Foto: GSCHWÄTZ

Plakataktion an der Ernsbacher Brücke am 09. Februar 2021. Eltern und Kinder fordern die Öffnung der Schulen. Foto: GSCHWÄTZ

Plakataktion an der Ernsbacher Brücke am 09. Februar 2021. Eltern und Kinder fordern die Öffnung der Schulen. Foto: GSCHWÄTZ

Plakataktion an der Ernsbacher Brücke am 09. Februar 2021. Eltern und Kinder fordern die Öffnung der Schulen. Foto: GSCHWÄTZ

Plakataktion an der Ernsbacher Brücke am 09. Februar 2021. Eltern und Kinder fordern die Öffnung der Schulen. Foto: GSCHWÄTZ

Plakataktion an der Ernsbacher Brücke am 09. Februar 2021. Eltern und Kinder fordern die Öffnung der Schulen. Foto: GSCHWÄTZ




THW musste 25 Tonnen Lebensmittel von Hand umräumen

Schäden in Höhe von fast 200.000 Euro entstanden am Montagnachmittag, den 08. Februar 2021, bei einem Unfall auf der B19 bei Künzelsau. Der Fahrer eines LKW kam aufgrund der winterlichen Verkehrsverhältnisse und glatter Fahrbahn in einer Linkskurve von der Fahrbahn ab und geriet in den Straßengraben. Der Sattelzug fuhr zunächst weiter, kippte dann aber nach knapp 50 Metern Fahrt durch den Seitenstreifen zur Seite.
Totalschaden
Am umgestürzten LKW entstand ein Totalschaden in Höhe von rund 160.000 Euro und auch die aus diversen Lebensmitteln bestehende Ladung wurde beschädigt. Mehrere Fahrzeuge, unter anderem ein Kran, waren nötig um den Laster zu bergen. Während der mehrere Stunden andauernden Bergung und Aufräumarbeiten musste die B19 zwischenzeitlich komplett gesperrt werden.
25 Tonnen Lebensmittel mussten ausgeräumt werden
Der Fahrer konnte sich selbst befreien und wurde nicht verletzt. Die Aufgaben der Feuerwehr Künzelsau waren zunächst die Unfallstelle abzusichern, den Brandschutz sicherzustellen und auslaufende Betriebsmittel aufzunehmen. Nach Eintreffen des Abschleppdienstes stellte sich heraus, dass der LKW erst entladen werden musste, um ihn aufrichten zu können. Da sich im Auflieger zirka 25 Tonnen Lebensmittel befanden, die von Hand umgeladen werden mussten, wurde zur Unterstützung das THW Ortsverband Künzelsau nachalarmiert.
Für die Bergungs- und Umladearbeiten musste die B19 über mehrere Stunden komplett gesperrt werden. Gegen 0.30 Uhr war der Einsatz beendet und die Straße wieder für den Verkehr freigegeben.

Feuerwehreinsatz auf der B19 zwischen Künzelsau und Gaisbach am 08. Februar 2021. Foto: Feuerwehr Künzelsau

Feuerwehreinsatz auf der B19 zwischen Künzelsau und Gaisbach am 08. Februar 2021. Foto: Feuerwehr Künzelsau

Feuerwehreinsatz auf der B19 zwischen Künzelsau und Gaisbach am 08. Februar 2021. Foto: Feuerwehr Künzelsau

Feuerwehreinsatz auf der B19 zwischen Künzelsau und Gaisbach am 08. Februar 2021. Foto: Feuerwehr Künzelsau




Schachtdeckel herausgehoben – Zeugen gesucht

Unbekannte haben in der Nacht von Samstag, den 06. Februar, auf Sonntag, den 07. Februar 2021, mehrere Schachtdeckel im Bereich Betzenweg in Künzelsau-Amrichshausen herausgehoben. Einer aufmerksamen Zeugin fiel am Sonntagmorgen gegen 8 Uhr auf, dass ein Schachtdeckel im Bereich Betzenweg herausgehoben war und mehrere Meter daneben auf der Straße lag. Kurze Zeit später konnte durch Einsatzkräfte der Polizei Künzelsau ein weiterer Fall im Betzenweg festgestellt werden. Der Gullydeckel konnte hierbei trotz intensiver Suche nicht aufgefunden werden und wurde vermutlich durch den oder die Täter mitgenommen.

Neben dem gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr ermittelt die Polizei Künzelsau auch wegen des Diebstahles des circa 100 Euro teuren Schachtdeckels. Zeugen des Vorfalls werden gebeten, sich unter Telefon 07940/94 00 bei der Polizei in Künzelsau zu melden.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn




K 2330 wegen Baumpflegearbeiten gesperrt

Die Kreisstraße 2330 zwischen Westernbach und Pfahlbach muss von Montag, den 15. Februar, bis Freitag, den 19. Februar 2021, für den gesamten Verkehr gesperrt werden. Grund dafür sind umfangreiche Gehölzpflege- und Baumfällarbeiten, um die Verkehrssicherheit aufrechtzuerhalten.

Der Anliegerverkehr ist bis zur Abschrankung zugelassen. Eine Umleitung wird über die L 1050 Öhringen – Friedrichruhe eingerichtet. Die Vollsperrung kann nach vorheriger Rücksprache mit dem zuständigen Revierleiter Sebastian Hoch von angrenzenden Waldbesitzern zur Erfüllung der eigenen gesetzlichen Verkehrssicherungspflicht für Fällungen und Pflegemaßnahmen mit genutzt werden.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis




Eingeschränkter Betrieb der Bergbahn

Wegen Wartungsarbeiten ist die Künzelsauer Bergbahn am Montag, den 15. Februar, und am Dienstag, den 16. Februar 2021, nur morgens und abends in Betrieb. Die Bergbahn fährt von 6.15 bis 8 Uhr und von 17 bis 22.30 Uhr im Normalbetrieb. Tagsüber wird an diesen beiden Tagen von 8 bis 17 Uhr ein Schienenersatzverkehr mit Bussen, zusätzlich zum NVH-Fahrplan, eingerichtet. An den Waggons und den Stationen werden die Türen gewartet.

An diesen beiden Tagen fährt die Bergbahn von 6.15 bis 8.00 im Viertel-Stunden-Takt. Von 8.15 bis 16.45 Uhr fährt der Bus, Abfahrt Claude-Monet-Straße Richtung Talstation, alle 30 Minuten. Erste Fahrt ist um 8.15 Uhr, die letzte um 16.45 Uhr. In die andere Richtung, Abfahrt Talstation zur Claude-Monet-Straße, fährt der Bus von 8 bis 17 Uhr alle 30 Minuten. Erste Fahrt ist um 8 Uhr, die letzte um 17 Uhr.

Ab 17 Uhr bis 22.30 Uhr fährt die Bergbahn wieder im normalen Viertel-Stunden-Takt.

Am Mittwoch, den 17. Februar 2021, ist die Bergbahn wegen der wöchentlichen, planmäßigen Wartung von 9.15 Uhr (letzte Fahrt) bis 11 Uhr (erste Fahrt) außer Betrieb. Ansonsten fährt sie im regulären Betrieb.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau