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Hohenlohekreis: „Der Verlauf der Wellen ist bei uns wie überall – wir sind nur immer die Ersten“

Hohen Besuch bekamen am Montag, den 5. Februar 2021, die Bundeswehrsoldaten, die den Hohenlohekreis bei der Corona-Kontaktverfolgung im Künzelsauer Krankenhaus unterstützen, und ihre zivilen Kollegen: Thomas Strobl, Innenminister des Landes Baden-Württemberg, und Thomas Silberhorn, MdB und Parlamentarischer Staatssekretär im Verteidigungsministerium, informierten sich über die Zusammenarbeit der Gesundheitsbehörden und der Soldaten.

Zusammenarbeit wird von allen Seiten gelobt

Landrat Dr. Matthias Neth lobt die Zusammenarbeit von „Blaulicht und Bundeswehr“: „Seit vielen Jahren üben wir – es klappt hervorragend.“  Dr. Antje Haack-Erdmann, Leiterin des Gesundheitsamts, sieht den Hohenlohekreis als eine Art Prototyp für das Corona-Geschehen: „Der Verlauf der Wellen ist bei uns wie überall – wir sind nur immer die Ersten.“ Sie berichtet vom aktuellen Ausbruch: Fast 500 Quarantänefälle gebe es bereits, insgesamt beschäftige der Ausbruch 6 Gesundheitsämter. 4 Kindergärten, 3 Firmen, 2 Krankenhäuser sowie eine ambulante Pflegeeinrichtung seien vom „explosionsartigen Ausbruch“ betroffen.

Software hinkt den Mutationen hinterher

Ein Teil der Infektionen sei von der „britischen Mutante“ B.1.1.7 verursacht, diese kann aber noch nicht in der Meldesoftware eingegeben werden, so dass immer eine händische Zusatzmeldung erforderlich sei, kritisiert sie.

„Wie man es von der Bundeswehr gewohnt ist“

Mike Weise, Dezernent für Umwelt und Ordnung im Landratsamt und Leiter des Kreisimpfzentrums in Öhringen, weiß auch nur Gutes von der Zusammenarbeit mit der Bundeswehr zu berichten: Die Soldaten arbeiteten „sehr strukturiert und lösungsorientiert, wie man es von der Bundeswehr gewohnt ist.“ Er informiert darüber, dass der Impfstoff von AstraZeneca avisiert ist und mit der Verfügbarkeit dieses Impfstoffs die Arbeit des Impfzentrums sofort ausgeweitet werden wird.

Impfstoff von AstraZeneca für das Kreisimpfzentrum in Öhringen

Innenminister Thomas Strobl bescheinigt dem Landkreis eine „hervorragende Arbeit“, sowohl während der ersten Welle als auch jetzt. Er dankt der Bundeswehr für die gute Zusammenarbeit mit den Landesbehörden und betont nochmals die Wichtigkeit der regelmäßigen Übungen. Ein wenig stolz ist er darauf, dass in seinem Ministerium Anträge von Kreisbehörden auf Unterstützung innerhalb weniger Stunden beschieden werden.

Pflegeheime bald nicht mehr Brennpunkte

Staatssekretär Thomas Silberhorn. Foto: GSCHWÄTZ

Staatssekretär Thomas Silberhorn erinnert daran, dass nicht nur der Anstieg, sondern auch der Abfall der Inzidenzzahlen exponentiell sei. Er rechnet damit, dass die Pflegeheime bald nicht mehr die Brennpunkte der Pandemie sein werden, wenn erst einmal Bewohner und Pflegekräfte geimpft seien.

„Dass wir nicht vom Hochfahren in den nächsten Lockdown rutschen“

Auch er lobt die Zusammenarbeit und das professionelle Vorgehen der Bundeswehrsoldaten und verspricht, dass die Zusammenarbeit fortgesetzt werden kann, „solange das nötig ist“. Allerdings will er auch die Strukturen so anpassen, dass ein schnelles Hochfahren gewährleistet werden kann: „Wir suchen schon noch nach kreativen Lösungen, dass wir nicht vom Hochfahren in den nächsten Lockdown rutschen.“ Hier spricht er speziell die Bundesanstalt für Arbeit an.

Minister und Staatssekretär wurden von den in Formation und mit Abstand angetretenen Soldaten standesgemäß verabschiedet.

Text: Matthias Lauterer

Begrüßung von Innenminister Strobl (r) durch Bundeswehr und Landrat Neth (m). Foto: GSCHWÄTZ

Landrat Neth, Innenminister Strobl, Staatssekretär Silberhorn. Foto: GSCHWÄTZ

Dr. Anje Haack-Erdmann, Leiterin des Gesundheitsamts des Hohenlohekreises. Foto: GSCHWÄTZ

Foto: GSCHWÄTZ

Besuch von Minister Strobl und Staatssekretär Silberhorn, 15. Februar 2021, Foto: GSCHWÄTZ




Wegen Eisglätte gegen einen Baum geprallt

Einen Unfall aufgrund der eisglatten Fahrbahn am Montag, den 15. Februar 2021, meldet die Polizei. Ein Mann prallte dabei mit seinem Fahrzeug gegen einen Baum. Gegen 17.15 Uhr befuhr der 19-Jährige mit seinem Suzuki Vitara die Weißbacher Straße zwischen Weißbach und Forchtenberg. Hierbei kam das Auto bei überfrierender Nässe ins Schleudern, kam von der Fahrbahn ab und prallte an einer steil abfallenden Böschung gegen einen Baum.

Durch den Unfall wurde der Pkw derart deformiert, dass der 19-Jährige sich selbst nicht aus dem Auto befreien konnte und von der Feuerwehr aus dem Wagen gerettet werden musste. Der Fahrer wurde durch den Rettungsdienst schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht. An dem Suzuki entstand Totalschaden.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn

Der Fahrer musste von der Feuerwehr aus dem Auto befreit werden. Foto: Feuerwehr Forchtenberg




„Das hält die Liebe frisch“

Anton ist 65 Jahre alt. Als Sultan Meckert ihm einen riesigen Herz-Luftballon in die Hand drückt, strahlt er über beide Ohren und sagt schmunzelnd: „Ich hoffe, das hält die Liebe frisch. Es ist auf jeden Fall eine schöne Idee und ich freue mich schon sehr auf das Lächeln meiner Partnerin. Das Besondere am Valentinstag ist für mich, dass wir uns Zeit füreinander nehmen.“

Besondere Überraschung

Auch Smaragda hat sich am Valentinstag eine besondere Überraschung für ihren Ehemann ausgedacht: „Die Luftballons hier deponiere ich zusammen mit einem mit Erdbeeren und Sekt gefüllten Picknickkorb in meinem Kofferraum und überrasche damit meinen Mann. Das ist für mich die erste Aktion dieser Art und ich freue mich schon sehr darauf.“

Ballons für die Liebe

Familie Meckert aus Pfedelbach macht solche Überraschungsmomente möglich. „Schon seit gestern sind wir mit unserem Ballon-Taxi unterwegs und liefern Ballons dahin aus, wo Liebende romantische Überraschungen geplant haben“ erklärt Sultan Meckert. „Wir haben uns gedacht, wenn es einen Pizza-Service und andere Lieferdienste gibt – warum dann nicht einen Ballon-Service? Wir wünschen unseren Kunden heute viel Liebe, dass sie die Zeit zu zweit genießen und der Liebe zu ihrem Partner Ausdruck verleihen können“, sagt der vierfache Vater und verrät, was seine Ehe auch nach 19 Jahren noch aufregend hält: „Freude schenken und immer einmal wieder etwas Neues miteinander unternehmen, hält die Beziehung aufrecht und macht sie immer wieder spannend.“

Romantischer Heiratsantrag

Der Valentinstag 2021 ist für die Meckerts ein ganz Besonderer. „Heute ist quasi unser Jahrestag, denn heute vor 19 Jahren habe ich meiner Frau ganz romantisch am Valentinstag einen Heiratsantrag gemacht“, erläutert der 37-Jährige. Seine Frau Sabrina ergänzt lachend: „Nur leider damals noch ohne Ballons!“ – Dafür machen Meckerts mit ihren Ballons den Valentinstag bunter und auch ein bisschen romantischer.

Text: Priscilla Dekorsi

Seit 19 Jahren ein unschlagbares Team: Sabrina und Sultan Meckert. Foto: GSCHWÄTZ




Autoscheibe eingeschlagen

Diebe brachen am Sonntag, den 14. Februar 2021, einen Pkw in Künzelsau auf, meldet die Polizei. Zwischen 11 und 17.40 Uhr stand der VW T-Roc auf dem Parkplatz der Wertwiesen in der Nähe des dortigen Spielplatzes. Innerhalb dieses Zeitraums begaben sich die Unbekannten zu dem Wagen und schlugen die Beifahrerscheibe ein. Aus dem Inneren entwendeten sie unter anderem den Fahrzeugschein des VW. Anschließend flohen sie unerkannt.

Die Polizei bittet Zeugen, die Angaben zu dem Vorfall machen können, sich beim Polizeirevier Künzelsau unter Telefon 07940/9400 zu melden.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn




„Wir lassen niemanden zurück beim Klimaschutz“

„Wir lassen niemanden zurück beim Klimaschutz, denn jeder kann und muss seinen Beitrag dazu leisten – sozial ausgewogen und gerecht. Der Maßstab dafür ist die Einhaltung des 1,5 Grad-Ziels. Die dezentrale Energiewende spielt dabei für mich eine zentrale Rolle“, so der Hohenloher SPD-Landtagskandidat Patrick Wegener in einer Pressemitteilung. Darüber diskutiert er am Donnerstag, den 18. Februar 2021, um 18 Uhr über Zoom mit dem stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion, Dr. Matthias Miersch. Der war zentraler Akteur der SPD-Bundestagsfraktion bei der Einigung über ein Klimaschutzgesetz im Bund.

Die Diskussion wird auf Facebook übertragen. Eine direkte Teilnahme über Zoom ist unter folgenden Einwahldaten möglich: Meeting-ID 844 2103 5356, Kenncode 920137– alternativ über Facebook teilnehmen. Weitere Informationen gibt es unter http://www.patrick-wegener.de.


Quelle: Pressemitteilung von Patrick Wegener

 




Innenstädte wiederbeleben und Einzelhandel unterstützen – während und nach der Pandemie

„Wir brauchen jetzt eine schnelle Auszahlung der Hilfen, denn es geht um Existenzen. Dabei suche ich heute aktiv den Kontakt mit den Akteuren vor Ort, damit wir nach der Pandemie unsere Innenstädte beleben und den lokalen Einzelhandel weiter unterstützen können“, so der Hohenloher SPD-Landtagskandidat Patrick Wegener. „Nur vernetzt – Politik, Handel, Verbände und Kommunen – können wir gemeinsam den Baustein dafür legen“, so Wegener weiter.

Rasanter Wandel des Einkaufsverhaltens

Nicht erst seit der Corona-Pandemie steht der Einzelhandel in den Innenstädten von Baden-Württemberg vor einer großen Herausforderung. Der rasante Wandel im Einkaufsverhalten der Menschen wird durch den Lockdown und den zusätzlichen Aspekt der Angst vor Ansteckung nur beschleunigt.

Schnelle Umsetzung der Bundesprogramme

Der Fahrplan der SPD Baden-Württemberg liegt auf dem Tisch:

1. Schnelles Umsetzen und Bereitstellung der Gelder aus dem neuen Förderprogramm zur Stadtentwicklung des Bundes zur Förderung der Ausarbeitungen von Stadtentwicklungsstrategien- und Konzepten durch Kommunen, und dem Programm „Lebendige Zentren“ aus der Bund-Länder-Städtebauförderung 2020;

2. Einberufung eines Handelsgipfels zur Bedeutung des Einzelhandels für die Attraktivität der Innenstädte und zur Erarbeitung von Lösungen für die Belebung der Innenstädte mit allen Betroffenen;

3. Digitalisierungsgutscheine für Geschäfte, die E-Commerce als zusätzliches Standbein aufbauen wollen;

4. Modellprojekte für den Aufbau von autarken, lokalen Lieferservicesystemen für den innerstädtischen Handel, vor allem unter Einbeziehung klimafreundlicher Mobilität und in Zusammenarbeit mit lokalen Strukturen;

5. Faire Immobilien-Mietpreise und Hilfen beim Erhalt des Innenstadt-Charakters: Förderprogramme des Landes für eine vergünstigte Anmietung von Räumlichkeiten für zwei Jahre, damit Kommunen Ladenlokale vergünstigt weiter vermieten können, und die Ermöglichung des Zwischenerwerbs von leerstehenden, für die Innenstadt durch ihre Lage oder Erscheinungsbild bedeutungsvollen Gebäuden durch Kommunen;

6. Förderprogramme für „Dorf- oder Gemeinschaftsläden“, im Übergang auch mobile Läden, die Alltagsprodukte haushaltsnah verkaufen.

„Jeder einzelne von uns kann viel zum Erhalt von lebendigen und attraktiven Innenstädten beitragen“, so Wegener abschließend. Im Rahmen von „Zuhören, um zu verändern“ sucht Wegener bewusst den Kontakt zu lokalen Akteuren im Einzelhandel in Hohenlohe.

zur Person:

Wegener (26) ist seit 2014 Stadtrat in Öhringen und wurde von der SPD-Mitgliederversammlung am 30. September 2020 in Kupferzell-Eschental mit 97,5 Prozent der Stimmen zum Landtagskandidaten gewählt. Die Wahl findet am 14. März 2021 statt.  Besonders wichtig sind ihm die Themen bezahlbarer Wohnraum, gebührenfreie Kinderbetreuung, der Breitbandausbau durch Glasfaser und die Zukunft des ländlichen Raumes

Quelle: Pressemitteilung von Patrick Wegener




Die Georg-Wagner-Schule in Künzelsau stellt sich vor

Wohin soll es nach der 4. Klasse gehen? Diese Frage stellen sich derzeit viele Familien und eine Entscheidung fällt nicht immer leicht. Deshalb lädt die Georg-Wagner-Schule die Familien der zukünftigen Fünftklässler zu einem digitalen Tag der offenen Tür ein.

„Einblicke in unser Schulleben“ – in diesem Jahr digital

„Wir bieten Einblicke in unser Schulleben und stellen die Schularten Hauptschule, Werkrealschule und Realschule sowie die Anschluss- und Abschlussmöglichkeiten vor“, lädt der Rektor Rainer Süssmann ein. Das Schulteam informiert über den Schulverbund, Profilschwerpunkte, individualisierte Unterrichtselemente, das Bläserklassenmodell, Bildungspartnerschaften, die Schulsozialarbeit und die Gestaltung der offenen Ganztagesbetreuung.

Digitale Pinnwand mit Informationen

Auf der Schulhomepage (http://www.gewas-kuenzelsau.de) ist vom 24. Februar bis 5. März 2021 eine Pinnwand freigeschaltet, die vielfältige Einblicke in das Schulleben bietet. Neben Infotexten gibt es einen digitalen Rundgang durch die Schulgebäude, Filme, Bilder, Mitmachangebote und vieles mehr zu entdecken.

Fragen an die Schulleitung, Elternvertreter und Ganztagesbetreuung möglich

Zusätzlich wird am Freitag, 26. Februar 2021 um 17.30 Uhr und am Samstag, 26. Februar 2021 um 9 Uhr und 11.30 Uhr ein digitaler Vortrag der Schulleitung über Verbundschule angeboten. „Hier haben Sie auch die Möglichkeit, Fragen an uns zu stellen“, so Rainer Süssmann. Ebenso stehen die Elternbeiratsvorsitzenden und die Mitarbeiter der Ganztagesbetreuung für Fragen digital an diesen Tagen zur Verfügung. Auf der digitalen Pinnwand werden die Zugänge zu allen digitalen Räumen verlinkt sein. Für den Zugang und die Anmeldung ist weder eine Registrierung noch die Angabe von persönlichen Daten erforderlich.

Quelle: Pressemitteilung Stadtverwaltung Künzelsau

Georg-Wagner-Schule Am Berg
Foto: Olivier Schniepp, Foto Linke GmbH




Coronalage im Hohenlohekreis

Das Gesundheitsamt des Hohenlohekreises hat an diesem Wochenende insgesamt 31 neue Corona-Infektionsfälle, davon vier an diesem Sonntag, an das Landesgesundheitsamt gemeldet. Die 7-Tage-Inzidenz liegt damit bei 120,7 pro 100.000 Einwohner.

Kinderbetreuung im Raum Neuenstein betroffen

Bei einer Kinderbetreuungseinrichtung im Raum Neuenstein liegt ein positives Testergebnis vor, das Gesundheitsamt hat einen Test auf die Virusvariante B.1.1.7 in Auftrag gegeben. Für alle Kontaktpersonen sowie als Vorsichtsmaßnahme auch für deren Haushaltsmitglieder wurde umgehend eine Quarantäne ausgesprochen.

Weiteres Auftreten der „britischen“ Mutation B.1.1.7 bestätigt

Darüber hinaus hat sich bei einem Fall in einer Kinderbetreuungseinrichtung im Raum Bretzfeld der Verdacht auf die Virusmutation B.1.1.7 bestätigt.

Zweitimpfungen im  Öhringer Impfzentrum haben begonnen

Im Kreisimpfzentrum (KIZ) Öhringen wurden an diesem Wochenende rund 1000 Impfungen durchgeführt, darunter auch die ersten Zweitimpfungen mit dem Biontech-Impfstoff.

Weitere Informationen zum Coronavirus sowie das Dashboard mit den einzelnen Zahlen pro Gemeinde sind unter www.corona-im-hok.de zu finden.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis

Entwicklung der Corona-Inzidenz in Hohenlohe. Quelle: www.corona-im-hok.de, Abruf 15. Februar 2021




Verkehrsbehörden gehen gegen NS-Symbolik vor

Das Ministerium für Verkehr sperrt die Zuteilung bestimmter Kfz-Kennzeichenkombinationen mit rechtsextremistischem Bezug bei der Zulassung von Fahrzeugen. Dabei handelt es sich um Buchstaben- und Ziffernfolgen, denen ein nationalsozialistischer Symbolgehalt beigemessen wird. Das Ministerium folgt damit den Empfehlungen des NSU-Untersuchungsausschusses des Landtags von Baden-Württemberg. Demnach sollen Buchstaben- und Zahlenkombinationen bei der Vergabe von Kfz-Kennzeichen ausgeschlossen werden, die den bekannten rechtsextremistischen Szenecodes entsprechen. Die bisherige bundesweite Praxis, wonach Buchstabenpaare wie KZ, SA, SS, HJ und NS nicht vergeben werden dürfen, wird hierdurch ergänzt und weiter verschärft.

Keine öffentliche Zurschaustellung menschenverachtender Gesinnung auf dem Nummernschild

„Rechtsextremisten bedrohen unsere Demokratie und unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger – auch die Verkehrsbehörden sind da gefragt. Nach unserer Auffassung und der des NSU-Untersuchungsausschusses des Landtags ist es nicht hinnehmbar, dass Rechtsextremistinnen und Rechtsextremisten sich amtlich Kennzeichen zuteilen lassen und so ihre menschenverachtende Gesinnung öffentlich zur Schau stellen können“, betonte Verkehrsminister Winfried Hermann MdL.

Diverse Szenecodes werden nicht mehr vergeben

Nach Prüfung und Bewertung durch die Landesregierung stellen insbesondere die Ziffernfolge „1488“, die Kombinationen „HH 18“ und „AH 18“ sowie „HH 88“ und „AH 88“ geläufige rechtsextremistische Chiffren dar. Künftig werden diese Kombinationen von der Kennzeichenvergabe ausgeschlossen. Für bereits zugeteilte Kennzeichen an zugelassenen Fahrzeugen gilt ein Bestandsschutz. Bei konkreten Hinweisen oder Verdachtsmomenten für das Vorliegen eines Verstoßes gegen die guten Sitten kann die zuständige Zulassungsbehörde das zugeteilte Kennzeichen von Amts wegen ändern.

Genügend andere Kombinationen verfügbar

Landesweite oder örtliche Engpässe bei der Zuteilung von Kennzeichen sind durch die Sperrung der genannten Kennzeichenkombinationen nicht zu erwarten. Vor der Entscheidung hatte das Verkehrsministerium den Städte- und den Landkreistag angehört.

Weitere Informationen:

Nach der bundesweit geltenden Richtlinie vom 07. November 1956 (VkBl 1957, Seite 22, RL StV 2 Nr. 2131 By/56 II) dürfen die Buchstabenkombinationen KZ, SA, SS, HJ und NS nicht mehr vergeben werden und sind im landeseinheitlichen EDV-Programm gesperrt. Zudem dürfen Zeichenkombinationen gemäß § 8 Absatz 1 Satz 3 Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV) nicht gegen die guten Sitten verstoßen.

Übersicht rechtsextremistischer Codes bei wikipedia.

Quelle: Pressemitteilung des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg.




„Kein coronabedingter Stellenabbau bei Berner“

„Im Verlauf der Pandemie ist es zu keinem coronabedingten Stellenabbau bei der Berner Group oder bei Berner Deutschland gekommen“, schreibt Lydia-Kathrin Hilpert von der Pressestelle des Unternehmens auf GSCHWÄTZ-Anfrage. „Wir befinden uns im letzten Quartal unseres Geschäftsjahrs und kommen bisher sehr gut durch die Corona-Krise.“ Das Unternehmen habe auch haben keinen Zweifel daran, die Aufholjagd zum vergangenen Geschäftsjahr weiter erfolgreich fortzusetzen.

„In einigen Bereichen wird mehr Personal benötigt, in anderen weniger“

„Die Mitarbeiterzahl von Berner Deutschland schwankte in den vergangenen Jahren im unteren einstelligen Prozentbereich“, so die Hilpert weiter. „In einigen Bereichen wird mehr Personal benötigt, in anderen weniger.“ Das habe auch etwas mit der Digitalisierung zu tun – diese Entwicklung werde Berner und viele andere Unternehmen auch zukünftig begleiten. Als ein Unternehmensziel von Berner nannte die Pressesprecherin langfristig Wachstum, wofür eher mehr als weniger Personal benötigt werde: „Im Januar und Februar 2021 wurden knapp 30 neue Kolleginnen und Kollegen eingestellt.“ Wie viel Mitarbeiter Berner im vergangenen Jahr entlassen hat, dazu äußerte sich das Unternehmen nicht.

Pandemie-Lücke fast vollständig wieder aufgefüllt

Laut Presseveröffentlichung auf der Unternehmenshomepage, auf die die Pressesprecherin verweist, habe die Berner Group im September 2021 mit mehr als 105 Millionen Euro den höchsten Monatsumsatz in der Unternehmensgeschichte erzielt. Im April und Mai vergangenen Jahres seien die Umsätze wegen der Corona-Pandemie um annähernd 30 Prozent eingebrochen. Diese Lücke konnte die Gruppe innerhalb von vier Monaten jedoch fast vollständig wieder auffüllen. So habe sich bei der Caramba Gruppe die frühzeitige Produktionsumstellung auf Desinfektionsmittel bezahlt gemacht – der Unternehmenszweig erreichte im ersten Halbjahr ein Umsatzplus von rund 15 Prozent (76 Mio. EUR) ab. Mit rund 517 Millionen Euro Umsatz liege Berner jetzt nur noch etwa zwei Prozent hinter den Vergleichswerten auf dem Vorjahres-Halbjahr. Der Online-Umsatz sei sogar um 21 Prozent gewachsen.