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Autoscheibe eingeschlagen

Diebe brachen am Sonntag, den 14. Februar 2021, einen Pkw in Künzelsau auf, meldet die Polizei. Zwischen 11 und 17.40 Uhr stand der VW T-Roc auf dem Parkplatz der Wertwiesen in der Nähe des dortigen Spielplatzes. Innerhalb dieses Zeitraums begaben sich die Unbekannten zu dem Wagen und schlugen die Beifahrerscheibe ein. Aus dem Inneren entwendeten sie unter anderem den Fahrzeugschein des VW. Anschließend flohen sie unerkannt.

Die Polizei bittet Zeugen, die Angaben zu dem Vorfall machen können, sich beim Polizeirevier Künzelsau unter Telefon 07940/9400 zu melden.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn




„Wir lassen niemanden zurück beim Klimaschutz“

„Wir lassen niemanden zurück beim Klimaschutz, denn jeder kann und muss seinen Beitrag dazu leisten – sozial ausgewogen und gerecht. Der Maßstab dafür ist die Einhaltung des 1,5 Grad-Ziels. Die dezentrale Energiewende spielt dabei für mich eine zentrale Rolle“, so der Hohenloher SPD-Landtagskandidat Patrick Wegener in einer Pressemitteilung. Darüber diskutiert er am Donnerstag, den 18. Februar 2021, um 18 Uhr über Zoom mit dem stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion, Dr. Matthias Miersch. Der war zentraler Akteur der SPD-Bundestagsfraktion bei der Einigung über ein Klimaschutzgesetz im Bund.

Die Diskussion wird auf Facebook übertragen. Eine direkte Teilnahme über Zoom ist unter folgenden Einwahldaten möglich: Meeting-ID 844 2103 5356, Kenncode 920137– alternativ über Facebook teilnehmen. Weitere Informationen gibt es unter http://www.patrick-wegener.de.


Quelle: Pressemitteilung von Patrick Wegener

 




Innenstädte wiederbeleben und Einzelhandel unterstützen – während und nach der Pandemie

„Wir brauchen jetzt eine schnelle Auszahlung der Hilfen, denn es geht um Existenzen. Dabei suche ich heute aktiv den Kontakt mit den Akteuren vor Ort, damit wir nach der Pandemie unsere Innenstädte beleben und den lokalen Einzelhandel weiter unterstützen können“, so der Hohenloher SPD-Landtagskandidat Patrick Wegener. „Nur vernetzt – Politik, Handel, Verbände und Kommunen – können wir gemeinsam den Baustein dafür legen“, so Wegener weiter.

Rasanter Wandel des Einkaufsverhaltens

Nicht erst seit der Corona-Pandemie steht der Einzelhandel in den Innenstädten von Baden-Württemberg vor einer großen Herausforderung. Der rasante Wandel im Einkaufsverhalten der Menschen wird durch den Lockdown und den zusätzlichen Aspekt der Angst vor Ansteckung nur beschleunigt.

Schnelle Umsetzung der Bundesprogramme

Der Fahrplan der SPD Baden-Württemberg liegt auf dem Tisch:

1. Schnelles Umsetzen und Bereitstellung der Gelder aus dem neuen Förderprogramm zur Stadtentwicklung des Bundes zur Förderung der Ausarbeitungen von Stadtentwicklungsstrategien- und Konzepten durch Kommunen, und dem Programm „Lebendige Zentren“ aus der Bund-Länder-Städtebauförderung 2020;

2. Einberufung eines Handelsgipfels zur Bedeutung des Einzelhandels für die Attraktivität der Innenstädte und zur Erarbeitung von Lösungen für die Belebung der Innenstädte mit allen Betroffenen;

3. Digitalisierungsgutscheine für Geschäfte, die E-Commerce als zusätzliches Standbein aufbauen wollen;

4. Modellprojekte für den Aufbau von autarken, lokalen Lieferservicesystemen für den innerstädtischen Handel, vor allem unter Einbeziehung klimafreundlicher Mobilität und in Zusammenarbeit mit lokalen Strukturen;

5. Faire Immobilien-Mietpreise und Hilfen beim Erhalt des Innenstadt-Charakters: Förderprogramme des Landes für eine vergünstigte Anmietung von Räumlichkeiten für zwei Jahre, damit Kommunen Ladenlokale vergünstigt weiter vermieten können, und die Ermöglichung des Zwischenerwerbs von leerstehenden, für die Innenstadt durch ihre Lage oder Erscheinungsbild bedeutungsvollen Gebäuden durch Kommunen;

6. Förderprogramme für „Dorf- oder Gemeinschaftsläden“, im Übergang auch mobile Läden, die Alltagsprodukte haushaltsnah verkaufen.

„Jeder einzelne von uns kann viel zum Erhalt von lebendigen und attraktiven Innenstädten beitragen“, so Wegener abschließend. Im Rahmen von „Zuhören, um zu verändern“ sucht Wegener bewusst den Kontakt zu lokalen Akteuren im Einzelhandel in Hohenlohe.

zur Person:

Wegener (26) ist seit 2014 Stadtrat in Öhringen und wurde von der SPD-Mitgliederversammlung am 30. September 2020 in Kupferzell-Eschental mit 97,5 Prozent der Stimmen zum Landtagskandidaten gewählt. Die Wahl findet am 14. März 2021 statt.  Besonders wichtig sind ihm die Themen bezahlbarer Wohnraum, gebührenfreie Kinderbetreuung, der Breitbandausbau durch Glasfaser und die Zukunft des ländlichen Raumes

Quelle: Pressemitteilung von Patrick Wegener




Die Georg-Wagner-Schule in Künzelsau stellt sich vor

Wohin soll es nach der 4. Klasse gehen? Diese Frage stellen sich derzeit viele Familien und eine Entscheidung fällt nicht immer leicht. Deshalb lädt die Georg-Wagner-Schule die Familien der zukünftigen Fünftklässler zu einem digitalen Tag der offenen Tür ein.

„Einblicke in unser Schulleben“ – in diesem Jahr digital

„Wir bieten Einblicke in unser Schulleben und stellen die Schularten Hauptschule, Werkrealschule und Realschule sowie die Anschluss- und Abschlussmöglichkeiten vor“, lädt der Rektor Rainer Süssmann ein. Das Schulteam informiert über den Schulverbund, Profilschwerpunkte, individualisierte Unterrichtselemente, das Bläserklassenmodell, Bildungspartnerschaften, die Schulsozialarbeit und die Gestaltung der offenen Ganztagesbetreuung.

Digitale Pinnwand mit Informationen

Auf der Schulhomepage (http://www.gewas-kuenzelsau.de) ist vom 24. Februar bis 5. März 2021 eine Pinnwand freigeschaltet, die vielfältige Einblicke in das Schulleben bietet. Neben Infotexten gibt es einen digitalen Rundgang durch die Schulgebäude, Filme, Bilder, Mitmachangebote und vieles mehr zu entdecken.

Fragen an die Schulleitung, Elternvertreter und Ganztagesbetreuung möglich

Zusätzlich wird am Freitag, 26. Februar 2021 um 17.30 Uhr und am Samstag, 26. Februar 2021 um 9 Uhr und 11.30 Uhr ein digitaler Vortrag der Schulleitung über Verbundschule angeboten. „Hier haben Sie auch die Möglichkeit, Fragen an uns zu stellen“, so Rainer Süssmann. Ebenso stehen die Elternbeiratsvorsitzenden und die Mitarbeiter der Ganztagesbetreuung für Fragen digital an diesen Tagen zur Verfügung. Auf der digitalen Pinnwand werden die Zugänge zu allen digitalen Räumen verlinkt sein. Für den Zugang und die Anmeldung ist weder eine Registrierung noch die Angabe von persönlichen Daten erforderlich.

Quelle: Pressemitteilung Stadtverwaltung Künzelsau

Georg-Wagner-Schule Am Berg
Foto: Olivier Schniepp, Foto Linke GmbH




Coronalage im Hohenlohekreis

Das Gesundheitsamt des Hohenlohekreises hat an diesem Wochenende insgesamt 31 neue Corona-Infektionsfälle, davon vier an diesem Sonntag, an das Landesgesundheitsamt gemeldet. Die 7-Tage-Inzidenz liegt damit bei 120,7 pro 100.000 Einwohner.

Kinderbetreuung im Raum Neuenstein betroffen

Bei einer Kinderbetreuungseinrichtung im Raum Neuenstein liegt ein positives Testergebnis vor, das Gesundheitsamt hat einen Test auf die Virusvariante B.1.1.7 in Auftrag gegeben. Für alle Kontaktpersonen sowie als Vorsichtsmaßnahme auch für deren Haushaltsmitglieder wurde umgehend eine Quarantäne ausgesprochen.

Weiteres Auftreten der „britischen“ Mutation B.1.1.7 bestätigt

Darüber hinaus hat sich bei einem Fall in einer Kinderbetreuungseinrichtung im Raum Bretzfeld der Verdacht auf die Virusmutation B.1.1.7 bestätigt.

Zweitimpfungen im  Öhringer Impfzentrum haben begonnen

Im Kreisimpfzentrum (KIZ) Öhringen wurden an diesem Wochenende rund 1000 Impfungen durchgeführt, darunter auch die ersten Zweitimpfungen mit dem Biontech-Impfstoff.

Weitere Informationen zum Coronavirus sowie das Dashboard mit den einzelnen Zahlen pro Gemeinde sind unter www.corona-im-hok.de zu finden.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis

Entwicklung der Corona-Inzidenz in Hohenlohe. Quelle: www.corona-im-hok.de, Abruf 15. Februar 2021




Verkehrsbehörden gehen gegen NS-Symbolik vor

Das Ministerium für Verkehr sperrt die Zuteilung bestimmter Kfz-Kennzeichenkombinationen mit rechtsextremistischem Bezug bei der Zulassung von Fahrzeugen. Dabei handelt es sich um Buchstaben- und Ziffernfolgen, denen ein nationalsozialistischer Symbolgehalt beigemessen wird. Das Ministerium folgt damit den Empfehlungen des NSU-Untersuchungsausschusses des Landtags von Baden-Württemberg. Demnach sollen Buchstaben- und Zahlenkombinationen bei der Vergabe von Kfz-Kennzeichen ausgeschlossen werden, die den bekannten rechtsextremistischen Szenecodes entsprechen. Die bisherige bundesweite Praxis, wonach Buchstabenpaare wie KZ, SA, SS, HJ und NS nicht vergeben werden dürfen, wird hierdurch ergänzt und weiter verschärft.

Keine öffentliche Zurschaustellung menschenverachtender Gesinnung auf dem Nummernschild

„Rechtsextremisten bedrohen unsere Demokratie und unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger – auch die Verkehrsbehörden sind da gefragt. Nach unserer Auffassung und der des NSU-Untersuchungsausschusses des Landtags ist es nicht hinnehmbar, dass Rechtsextremistinnen und Rechtsextremisten sich amtlich Kennzeichen zuteilen lassen und so ihre menschenverachtende Gesinnung öffentlich zur Schau stellen können“, betonte Verkehrsminister Winfried Hermann MdL.

Diverse Szenecodes werden nicht mehr vergeben

Nach Prüfung und Bewertung durch die Landesregierung stellen insbesondere die Ziffernfolge „1488“, die Kombinationen „HH 18“ und „AH 18“ sowie „HH 88“ und „AH 88“ geläufige rechtsextremistische Chiffren dar. Künftig werden diese Kombinationen von der Kennzeichenvergabe ausgeschlossen. Für bereits zugeteilte Kennzeichen an zugelassenen Fahrzeugen gilt ein Bestandsschutz. Bei konkreten Hinweisen oder Verdachtsmomenten für das Vorliegen eines Verstoßes gegen die guten Sitten kann die zuständige Zulassungsbehörde das zugeteilte Kennzeichen von Amts wegen ändern.

Genügend andere Kombinationen verfügbar

Landesweite oder örtliche Engpässe bei der Zuteilung von Kennzeichen sind durch die Sperrung der genannten Kennzeichenkombinationen nicht zu erwarten. Vor der Entscheidung hatte das Verkehrsministerium den Städte- und den Landkreistag angehört.

Weitere Informationen:

Nach der bundesweit geltenden Richtlinie vom 07. November 1956 (VkBl 1957, Seite 22, RL StV 2 Nr. 2131 By/56 II) dürfen die Buchstabenkombinationen KZ, SA, SS, HJ und NS nicht mehr vergeben werden und sind im landeseinheitlichen EDV-Programm gesperrt. Zudem dürfen Zeichenkombinationen gemäß § 8 Absatz 1 Satz 3 Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV) nicht gegen die guten Sitten verstoßen.

Übersicht rechtsextremistischer Codes bei wikipedia.

Quelle: Pressemitteilung des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg.




„Kein coronabedingter Stellenabbau bei Berner“

„Im Verlauf der Pandemie ist es zu keinem coronabedingten Stellenabbau bei der Berner Group oder bei Berner Deutschland gekommen“, schreibt Lydia-Kathrin Hilpert von der Pressestelle des Unternehmens auf GSCHWÄTZ-Anfrage. „Wir befinden uns im letzten Quartal unseres Geschäftsjahrs und kommen bisher sehr gut durch die Corona-Krise.“ Das Unternehmen habe auch haben keinen Zweifel daran, die Aufholjagd zum vergangenen Geschäftsjahr weiter erfolgreich fortzusetzen.

„In einigen Bereichen wird mehr Personal benötigt, in anderen weniger“

„Die Mitarbeiterzahl von Berner Deutschland schwankte in den vergangenen Jahren im unteren einstelligen Prozentbereich“, so die Hilpert weiter. „In einigen Bereichen wird mehr Personal benötigt, in anderen weniger.“ Das habe auch etwas mit der Digitalisierung zu tun – diese Entwicklung werde Berner und viele andere Unternehmen auch zukünftig begleiten. Als ein Unternehmensziel von Berner nannte die Pressesprecherin langfristig Wachstum, wofür eher mehr als weniger Personal benötigt werde: „Im Januar und Februar 2021 wurden knapp 30 neue Kolleginnen und Kollegen eingestellt.“ Wie viel Mitarbeiter Berner im vergangenen Jahr entlassen hat, dazu äußerte sich das Unternehmen nicht.

Pandemie-Lücke fast vollständig wieder aufgefüllt

Laut Presseveröffentlichung auf der Unternehmenshomepage, auf die die Pressesprecherin verweist, habe die Berner Group im September 2021 mit mehr als 105 Millionen Euro den höchsten Monatsumsatz in der Unternehmensgeschichte erzielt. Im April und Mai vergangenen Jahres seien die Umsätze wegen der Corona-Pandemie um annähernd 30 Prozent eingebrochen. Diese Lücke konnte die Gruppe innerhalb von vier Monaten jedoch fast vollständig wieder auffüllen. So habe sich bei der Caramba Gruppe die frühzeitige Produktionsumstellung auf Desinfektionsmittel bezahlt gemacht – der Unternehmenszweig erreichte im ersten Halbjahr ein Umsatzplus von rund 15 Prozent (76 Mio. EUR) ab. Mit rund 517 Millionen Euro Umsatz liege Berner jetzt nur noch etwa zwei Prozent hinter den Vergleichswerten auf dem Vorjahres-Halbjahr. Der Online-Umsatz sei sogar um 21 Prozent gewachsen.

 

 

 

 




„Ich halte nichts vom Lockdown“

Kandidatencheck zu den baden-württembergischen Landtagswahlen am 14. März 2021. Heute mit Anton Baron, AfD-Landtagsabgeordner und Spitzenkandidat für den Wahlkreis Hohenlohe im Videochat mit GSCHWÄTZ_Chefredakteurin Dr. Sandra Hartmann. Das Interview fand am 16. Januar 2021 statt. Es wurden bislang bereits Arnulf von Eyb (CD) und Catherine Kern (Grüne) einem ersten Kandidatencheck unterzogen.

„Wir werden ja von den Medien völlig ignoriert“

GSCHWÄTZ: Wie viel Prozent sollen es in diesem Jahr sein?

Baron: Wir befinden uns in Krisenzeiten und Krisenzeiten sind auch immer Regierungszeiten.

GSCVHWÄTZ: Manche sagen, Krisenzeiten sind auch immer AfD-Zeiten.

Baron: Das würde ich so nicht unterstreichen, denn wir werden ja von den Medien völlig ignoriert.

„Die Alten und Vorerkrankten sollten wir besonders schützen“

GSCHWÄTZ : Sie kritisieren ja massiv die Coronapolitik der Regierung.

Baron: Wir glauben, dass es auch Alternativen zu der Coronapolitik gibt, so wie sie derzeit von der Regierung betrieben wird. Wenn Sie die Statistiken anschauen, sind 85 Prozent der Verstorbenen über 69 Jahre alt. (Anm. d. Red: Laut der Süddeutschen sind 85 Prozent der Verstorbenen sogar über 75 Jahre alt). Wir wissen also, dass das Virus besonders gefährlich ist bei älteren und vorerkrankten Menschen und daher sollten wir uns genau auf diese Risikogruppen konzentrieren. Diese sollten wir besonders schützen.

„Wenn wir die Statistiken anschauen, sehen wir, dass die Ansteckungen im privaten Bereich stattfinden oder in der Arbeit“

GSCHWÄTZ: Das heißt, Sie halten auch nichts vom Lockdown?

Baron: Ich halte nichts vom Lockdown, weil wir sehen ja jetzt: Wir befinden uns in einem ganz harten Lockdown und die Zahlen spiegeln es nicht wieder. Wenn wir die Statistiken anschauen, sehen wir, dass die Ansteckungen im privaten Bereich stattfinden oder in der Arbeit (Anm. d. Red.: Jüngstes Beispiel hierfür ist der Coronausbruch bei Würth, das Interview mit Anton Baron fand vor dem Ausbruch statt). Dazu kommt die hohe Dunkelziffer. Das heißt, jede Nachverfolgung macht gar keinen Sinn. Viele merken ja gar nicht, dass sie infiziert sind.

„Wer in ein Altenheim geht, muss vorher getestet werden“

GSCHWÄTZ: Wie bekommen wir das dann Virus in den Griff?

Baron: Wir sind der Auffassung, dass wir die Risikogruppen besser schützen müssen. Das heißt, wer zum Beispiel als Besucher in ein Altenheim geht, muss vorher getestet werden. Wir sollten uns generell viel mehr auf die Risikogruppen konzentrieren und dort testen, testen, testen und gleichzeitig separate Öffnungszeiten für die Menschen einführen, damit sie unter sich sind. Des Weiteren müsste man kostenlos die FFP3-Masken zur Verfügung stellen, denn laut meinen Informationen sind FFP2-Masken nicht für den Virenschutz geeignet. [Anm. d. Red.: Der Bayrische Rundfunk ist dieser Frage nachgegangen und kam zu dem Schluss: „Dass manche Hersteller auf ihrer Gebrauchsanweisung explizit darauf hinweisen, dass die Maske nicht vor Viren schützt, hängt mit Haftungsfragen zusammen. Da FFP2-Masken ursprünglich keine medizinischen Masken sind, werden sie im Rahmen der Herstellung nicht explizit darauf geprüft, wie gut sie Viren und Bakterien abhalten.“ Fazit: Die FFP2-Masken halten viele Aerosole ab, aber eben nicht alle.]

Baron fordert separate Öffnungszeiten für Risikogruppen und ältere Menschen

GSCHWÄTZ: Es gehen ja immer mehr Menschen auf die Straße, um gegen die Coronamaßnahmen zu demonstrieren, unter anderem die Querdenker. Wie stehen Sie denn zu der Bewegung?

Baron: Wir werden ja mit den Querdenkern in Verbindung gebracht. Es ist einfach so, dass wir als Partei auf jede Demonstration reagieren müssen, die in einem demokratischen Rahmen stattfinden. Es ist auch klar, dass jede Politik eine Gegenposition entwickelt, auch in der Gesellschaft. Wir müssen als Partei auch diese Sorgen und Nöte der Menschen aufnehmen.

„Mit Angst macht man keine Politik“

GSCHWÄTZ: Waren Sie selbst mal bei einer Querdenker-Demo vor Ort?

Baron: Ich war tatsächlich mal bei einer größeren Querdenker-Demo in Stuttgart. Das Interessante war, dass ich sehr viele Unternehmer aus Hohenlohe getroffen habe, die von den Coronamaßnahmen betroffen waren. Natürlich gibt es immer auch Menschen unter den Demonstranten, angefangen von Verschwörungstheoretikern, die kommen dahin, aber das kann man kaum verhindern. Aber die Querdenker fordern unter anderem, dass man sich mehr mit den Zahlen auseinandersetzt, dass viele Maßnahmen auch einfach unverhältnismäßig sind. Das unterstreiche ich. Das ist auch wirklich so. Sie kennen vielleicht das Papier des Bundesinnenministeriums. Darin steht, Angst und Panik propagieren soll, damit die Menschen folgen [Anm. d. Red.: Auch die im Herbst 2020 veröffentlichte Arte-Dokumentation, über die wir berichtet haben, hat über dieses besagte Schreiben kritisch berichtet.]. Und ich denke, mit Angst macht man keine Politik.

 




22-Jähriger verliert mit seinem S3 die Kontrolle und kommt schweren Verletzungen ins Krankenhaus

Am Donnerstagabend, den 11. Februar 2021, ereignete sich auf der Landstraße zwischen Bieringen und dem Kloster Schöntal ein Unfall.

Ein 33-Jähriger war dort mit seinem Audi S3 gegen 17.15 Uhr unterwegs. Nach Angaben der Polizei verlor der Mann aufgrund von Glätte die Kontrolle über sein Fahrzeug und prallte gegen die linke Leitplanke. Anschließend schleuderte der Wagen eine Böschung hinauf und wurde von dort in Richtung der Landstraße wieder abgewiesen. Der Audi kam anschließend auf der Fahrbahn zum Stehen.

Der Fahrer wurde in seinem Auto eingeklemmt und musste von der Feuerwehr aus dem Wagen gerettet werden. Der 33-Jährige musste mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht werden.

Er erlitt durch den Unfall schwere, aber keine lebensgefährlichen Verletzungen. Den Sachschaden kann die Polizei noch nicht beziffern.




Wieder einmal Hotspot in Baden-Württemberg: Landratsamt verhängt nächtliche Ausgangssperre für den Hohenlohekreis

Das Landratsamt Hohenlohekreis hat am Donnerstag, den 11. Februar 2021, eine Allgemeinverfügung zur Umsetzung regionaler Ausgangsbeschränkungen zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie erlassen. Demnach ist der Aufenthalt außerhalb der Wohnung oder sonstigen Unterkunft in der Zeit von 21 Uhr bis 5 Uhr des Folgetags nur beim Vorliegen triftiger Gründe gestattet. Diese sind beispielsweise die Ausübung beruflicher und dienstlicher Tätigkeiten sowie die Inanspruchnahme medizinischer, pflegerischer und therapeutischer Leistungen. Die genaue Aufzählung der triftigen Gründe findet sich im vollständigen Text der Allgemeinverfügung unter www.hohenlohekreis.de unter „Aktuelles“ – „Öffentliche Bekanntmachungen“.

Ab 21 Uhr

Diese Allgemeinverfügung tritt ab dem 12. Februar 2021 in Kraft und ist befristet bis zum 23. Februar 2021, 05:00 Uhr. Sie wird unabhängig davon aufgehoben, sobald die Sieben-Tages-Inzidenz von 50, bezogen auf den Hohenlohekreis, an mindestens drei aufeinanderfolgenden Tagen unterschritten wurde.

Jeder Kreis entscheidet selbst

Jeder Kreis in Baden-Württemberg entscheidet selbst darüber, ob es angesichts der Inzidenzwerte und weiterer Faktoren Ausgangssperren verhängt. Der derzeit einzige kreis mit einer 7-Tage-Inzidenz zwischen 100 und 200 ist der Hohenlohekreis (126).

Neben dem Hohenlohekreis haben noch vier weitere Kreise Ausgangssperren verhängt, unter anderem Karlsruhe und Calw. 

Mehrere Sprecher anderer Kommunen, die bei der sogenannten Sieben-Tage-Inzidenz über dem Wert von 50 liegen, sagten, dass sie den Erlass derzeit noch prüfen. Eine Allgemeinverfügung zu Ausgangsbeschränkungen konnte frühestens am Donnerstag verkündet werden und um Mitternacht in der Nacht zum Freitag in Kraft treten. Zuletzt lagen 24 der 44 Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg über dem Wert von 50.

Das Landratsamt des Hohenlohekreises war damit einer der schnellsten Kreise im Verkünden einer Ausgangssperre.

Mehrere Sprecher anderer Kommunen, die bei der sogenannten Sieben-Tage-Inzidenz über dem Wert von 50 liegen, sagten, dass sie den Erlass derzeit noch prüfen. Das geht aus einer Meldung des SWR hervor. Eine Allgemeinverfügung zu Ausgangsbeschränkungen konnte frühestens am Donnerstag verkündet werden und um Mitternacht in der Nacht zum Freitag in Kraft treten. Zuletzt lagen 24 der 44 Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg über dem Wert von 50. Das Landratsamt des Hohenlohekreises war damit einer der schnellsten Kreise im Verkünden einer Ausgangssperre.

Landrat Neth: „Es liegt ein diffuses Infektionsgeschehen vor“

Landrat Dr. Matthias Neth erklärt dazu: „Gerade wir im Hohenlohekreis konnten in den vergangenen Tagen und Wochen sehen, wie dynamisch das Infektionsgeschehen sein kann. Wir hatten eine kurze Zeit mit einem sehr niedrigen Inzidenzwert, nun liegen wir wieder weit entfernt von einem Wert, der eine Lockerung der Maßnahmen rechtfertigen würde. Wir haben inzwischen unterschiedliche Infektionsquellen, sodass ein diffuses und über größere Teile des Landkreises verstreutes Infektionsgeschehen vorliegt. Zudem ist die weit ansteckendere Virusvariante B.1.1.7 gleich mehrfach im Landkreis nachgewiesen.“

Mittlerweile 83 Fälle bei Würth

Bei dem bekannten Ausbruchsgeschehen in einem Hohenloher Unternehmen ist die Zahl der positiv bestätigten Fälle, die dem Hohenlohekreis zuzuordnen sind, um 12 auf 83 gestiegen. Darin enthalten sind auch bereits die Fälle, die aus Kontaktpersonen resultieren. Außerdem sind in diesem Zusammenhang mittlerweile 16 Fälle der Virusvariante B.1.1.7 durch das Labor des Landesgesundheitsamtes bestätigt worden.

Im Fall der Kinderbetreuungseinrichtung im Raum Öhringen sind insgesamt sechs Fälle der britischen Virusvariante nachgewiesen.

KIZ am Wochenende wieder offen

Das Kreisimpfzentrum (KIZ) Öhringen geht an diesem Wochenende erneut in Betrieb. Zwischen Freitag, 12 Uhr, und Sonntag, 18.30 Uhr, sind rund 1.000 Impfungen geplant, darunter auch die ersten Zweitimpfungen. Die Impflinge werden gebeten, sich erst kurz vor dem Termin im KIZ einzufinden, insbesondere um längere Wartezeiten in der Kälte zu vermeiden. „Die Erfahrungen der ersten Wochenenden hat gezeigt, dass es kaum zu nennenswerten Verzögerungen oder Wartezeiten während des Betriebes kommt“, erklärt KIZ-Leiter Mike Weise.