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Lehrer können sich zweimal pro Woche mittels Schnelltests testen lassen

Es ist eine Öffnung in Trippelschritten: Ab dem kommenden Montag, den 22. Februar 2021, dürfen die Grundschulen in Baden-Württemberg wieder ihre Tore für die Schüler öffnen. Allerdings, und das ist der Knackpunkt, nicht für alle Kinder gleichzeitig. Die Klassen werden geteilt, die Schüler kommen nur stundenweise ins Klassenzimmer. GSCHWÄTZ hat beim Kultusministerium nach den Plänen für die anstehende Schulöffnung nachgefragt. Zunächst: Die Präsenzpflicht bleibt auch weiterhin aufgehoben. Außerdem schreibt das Ministerium: „Sollte es nach dem schrittweisen Wiedereinstieg ab dem 22. Februar 2021 zu Infektionsfällen an Schulen kommen, entscheiden die Gesundheitsämter über den Umgang mit diesen einzelnen Fällen.“

„Gruppen ab einer Zahl von 15 Schülern sollten in der Regel geteilt werden“

Auf die Frage nach der zukünftigen Klassengröße schreibt das Ministerium: „In den Grundschulen findet ab dem 22. Februar ein Wechselbetrieb statt, bei dem je zwei Klassenstufen pro Woche in die Präsenz kommen. Die anderen beiden Klassenstufen werden im Fernlernen unterrichtet. Klassen, die im Präsenzunterricht sind, sollen dabei jeweils geteilt werden, wobei sich die maximale Gruppengröße an der Hälfte des sogenannten Klassenteilers (28 Schülerinnen und Schüler) orientiert. Das bedeutet, dass Gruppen ab einer Zahl von 15 Schülerinnen und Schülern in der Regel geteilt werden sollten.“ Das gelte dann auch für die Abschlussklassen, die ja ebenfalls ab dem 22. Februar 2021 in einen Wechselbetrieb von Präsenz- und Fernunterricht starten. Um im Fall der Fälle Infektionsketten nachverfolgen und unterbrechen zu können, dürfen sich die Schülergruppen nicht mischen, sondern müssen konstant zusammengesetzt werden. Wie viele Stunden Wechselunterricht die einzelnen Klassen dann haben werden und wie das Ganze organisiert werden soll, darüber entscheiden die Schulen.

Weitreichendere Reglungen in Baden-Württemberg

Während des Präsenzunterrichts gelten laut Antwortschreiben des Kultusministeriums die übliche SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung: „Laut Aussage des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales gilt die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung grundsätzlich für alle Bereiche des Arbeitslebens. Allerdings wird die verfassungsmäßig garantierte Regelungskompetenz der Länder für den Schulbetrieb hierdurch nicht eingeschränkt. Deshalb können die Länder weiterhin abweichende beziehungsweise weitergehende Regelungen erlassen.“ In Baden-Württembergs Schulen gelten weitreichendere Regelungen: Die Corona-Verordnung Schule, die Corona-Verordnung des Landes und die Hygienehinweise des Kultusministeriums berücksichtigen entsprechend die speziellen Voraussetzungen an den Schulen.

30 Millionen Euro für zusätzliche Busse und Bahnen

Die Maßnahmen umfassen mit den Hygiene- und Schutzmaßnahmen, der Schutzausrüstung sowie zusätzliche Förderung drei Teilbereiche. Zu den ersteren gehören die Maskenpflicht im Unterricht an allen weiterführenden und beruflichen Schulen, gestaffelter Unterrichtsbeginn und erweiterer Schulbusverkehr. Zwar würde an den Grundschulen keine Maskenpflicht gelten, doch hätten auch dort die Lehrkräfte Schutzmasken vom Land erhalten. Diese könnten sie freiwillig tragen. Um die Kontakte im Nahverkehr zu minimieren, will das Verkehrsministerium zu dem bis Ende Mai 30 Millionen Euro für zusätzliche Busse und Bahnen bereitstellen.

Rund 23,7 Millionen OP-Masken haben die weiterführenden und beruflichen Schulen sowie die Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) und Schulkindergärten in öffentlicher und freier Trägerschaft in den letzten beiden Wochen der Sommerferien 2020 vom Kultusministerium erhalten. Wegen der besonderen Anforderungen an den SBBZ haben diese Einrichtungen noch zusätzlich eine Million FFP2-Masken bekommen. Vor Weihnachten gab es zusätzlich noch rund 8,4 Millionen KN95- und FFP2-Masken zusätzlich, was ungefähr dem Bedarf von drei Monaten entspreche, und Mitte Januar noch einmal 24,3 Millionen OP-Masken. Anfang Februar wurden die Grundschulen außerdem mit fünf Millionen OP-Masken sowie 1,8 Millionen KN95-Masken versorgt. Fest eingeplant ist über diese Lieferungen hinaus der weitere Bedarf bei den Beschaffungen des Landes. Die Masken sind für die Lehrkräfte gedacht, denen das Land als Arbeitgeber die OP-Masken sowie die FFP2-/KN95-Masken zur Verfügung stellt.

Erweiterte Teststrategie

Außerdem soll eine erweiterte Teststrategie zunächst bis Ostern greifen: Das Personal an Schulen, Kitas und in der Kindertagespflege soll sich zweimal wöchentlich anlasslos auf Corona testen lassen können. Um den Begegnungsverkehr in den Schulgebäuden zu reduzieren, sollen Konzepte zur Wegeführung beispielsweise mit Abstandsmarkierungen an Boden und Wänden entwickelt werden. Außerdem sollen Kontaktflächen regelmäßig gereinigt werden.

Strategiewechsel

Diese geänderte Strategie schreibt sich Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann auf die Fahnen, die sich laut ihrem Ministerium „seit Wochen innerhalb der Landesregierung für einen Strategiewechsel beim Testkonzept des Landes eingesetzt“ hat: „Sie hat intensiv, auch gegenüber Sozialminister Lucha, dafür geworben, dass das Land verstärkt auf niederschwellige und anlasslose Testangebote setzen sollte – gerade für Beschäftigte an Kitas, in der Kindertagespflege und an Schulen.“ Diese anlasslosen Schnelltests sollten nach Ansicht des Kultusministeriums „ein zentrales Instrument zur Eindämmung der Pandemie sein“, weil „eine Infektion oft ohne Symptome auftritt und Betroffene deshalb gar keine Notwendigkeit für einen Test sehen und somit oft unwissentlich zur Verbreitung des Virus beitragen“.

Weitere Informationen zur neuen Teststrategie Baden-Württembergs findet man unter https://km-bw.de/,Lde/startseite/Service/2021-02-05-Eckpunkte-Teststrategie.

Richtiges Lüften

Hinsichtlich des leidigen Themas richtiges Lüften heißt es vom Kultusministerium: „Laut Einschätzung der für den Bau und die sachliche Ausstattung der Schulen verantwortlichen Kommunen als Schulträger sind nur vereinzelt Räume an den Schulen davon betroffen, dass die Fenster nicht geöffnet werden können und dementsprechend die Empfehlungen des Umweltbundesamtes nicht einhalten können.“ Eine stichprobenartige Erhebung der kommunalen Landesverbände sei zu dem Ergebnis gekommen, „dass dies für höchstens fünf Prozent der Schulräume zutrifft“.

200 Millionen Euro für die Sanierung der Schulen sowie zur Schulbauförderung

Im Rahmen des Programms „Zukunftsland Baden-Württemberg“ erhalten die Schulträger und den Schulen 40 Millionen Euro zusätzlich vom Land, die auch für mobile Luftreinigungsgeräte eingesetzt werden könnten. Doch für den Einsatz ergänzender Lüftungsanlagen seien die Schulträger verantwortliche. „Das Umweltbundesamt hält einen Einsatz von mobilen Luftreinigungsgeräten nur als zusätzliche Maßnahme sinnvoll und sieht den generellen Einsatz von Luftreinigungsgeräten kritisch“, schreibt dazu das Kultusministerium. „Zum einen sei die Wirksamkeit in Hinblick auf die Reduzierung von Coronaviren nicht bei allen Geräten nachgewiesen, zum anderen beseitigten Luftreiniger auch nicht Anreicherungen von CO2, Feuchtigkeit und weiteren Substanzen in der Raumluft des Klassenzimmers.“ Primäre und wirksamste Maßnahme bleibe nach Ansicht des Ministeriums deshalb immer noch das regelmäßige Lüften der Klassenzimmer (https://www.umweltbundesamt.de/themen/mobile-luftreiniger-in-schulen-nur-im-ausnahmefall). Doch noch weitere Landesmittel stehen zur Verfügung, um fest installierte Anlagen zur Luftreinigung oder zum Luftaustausch zu finanzieren: Im Doppelhaushalt 2020/2021 seien je „100 Millionen Euro zur Förderung der Sanierung der Schulen eingestellt. Weitere 100 Millionen Euro Förderung pro Jahr sind für die Schulbauförderung eingestellt.“

Die Fragen stellte Matthias Lauterer




Briefbombe explodierte wohl bei Lidl

In dem Verwaltungsgebäude von Lidl in der Rötelstraße in Neckarsulm gab es eine Explosion. Der Bereich wurde weiträumig abgesperrt. Laut der  Heilbronner Stimme

ging in dem Gebäude am Mittwochnachmittag, den 17. Februar 2021, eine Briefbombe in die Luft. Zwei Personen wurden dabei wohl leicht und eine etwas schwerer  verletzt. Sie kamen ins Krankenhaus.

Wer hinter der Briefbombe steckt und aus welchen Gründen sie an Lidl verschickt wurde, ist bislang nicht bekannt.

 




Blackout in Niedernhall und Westernhausen

Am Mittwoch, den 17. Februar 2021, kam es in Niedernhall und Umgebung zum Ausfall der Stromversorgung.

Dazu teilt der Netzbetreiber Netze-BW mit:

Heute in den frühen Morgenstunden kurz vor 5 Uhr kam es zu einem Stromausfall in Westernhausen und Niedernhall sowie in Teilen der nahegelegenen Ortschaften Diebach, Eberstal, Sindeldorf, Gommersdorf, Marlach, Winzenhofen und Crispenhofen. Ein defekter Mittelspannungsstecker in einer Umspannstation in Westernhausen löste den Stromausfall aus. In Folge dessen kam es zu einem weiteren Kabelfehler in Niedernhall zwischen den Ortsnetzstationen Pfarrgasse und Ortsverteilung.

Nach einer Stunde fast alle wieder „am Netz“

Der Bereitschaftsdienst der Netze BW nahm zusammen mit der Leitstelle die notwendigen Schaltungen vor, um die Stromversorgung schrittweise wieder herzustellen. Die ersten Netzkunden hatten bereits nach 20 Minuten wieder Strom. Nach knapp einer Stunde waren nahezu alle bis auf wenige Aussiedlerhöfe wieder versorgt. Die Vollversorgung war um 9 Uhr wieder erreicht. Das Einmessen der exakten Fehlerstelle und die Reparaturarbeiten erfolgen in den nächsten Tagen.

Quelle: Antwort der Netze-BW auf GSCHWÄTZ-Anfrage




Neth: „Für mich ist ganz klar: Ich lasse mich impfen, wenn ich gemäß der Impfverordnung an der Reihe bin“

Eigentlich steht die Impfreihenfolge fest, trotzdem ist immer wieder zu lesen, dass Menschen versuchen, sich vorzeitig impfen zu lassen. Die vorgezogenen Impfungen einiger „Lokalgrößen“, zum Beispiel die Landräte des Erzgebirgskreises und des Kreises Wittenberg, des Oberbürgermeisters von Halle oder des Bischofs von Augsburg lassen die Wellen der Entrüstung hochschlagen. Immer wieder ist zu lesen, dass den betreffenden Personen „überzählige“ Impfdosen verimpft worden seien, die Personen seien sozusagen zufällig vor Ort gewesen.

Imfpdrängler haben im Hohenlohekreis keine Chance

Auf GSCHWÄTZ-Anfrage teilt das Landratsamt mit, dass es im Hohenlohekreis keine derartigen Fälle gebe: Außer vier Personen aus Kritis-Berufen [Amn. d. Red.: kritische Infrastukturen / Menschen aus systemrelevanten Berufen], die irrtümlich in die Impfgruppe eins eingetragen wurden, seien ausschließlich Menschen aus der Gruppe eins geimpft worden.

„Reserven werden stets verimpft“

„Im Hohenlohekreis wird nur aufgrund einer Terminvergabe geimpft, die benötigte Menge an Impfstoff ist daher bekannt, auch werden die Impfstoffe in kleinen Einheiten angeliefert, sodass nicht zu viele Impfdosen vorbereitet werden müssen. Aufgrund der Vorplanung können „Reserven entstehen, wenn Impflinge nicht erscheinen oder es sind geplante Reserven, die vorgehalten werden, falls Impfstoff beispielsweise unbrauchbar ist. Reserven werden stets verimpft. Es bleibt nichts übrig“, betont Sascha Sprenger, Pressesprecher des Hohenlohekreises. Der Hohenlohekreis habe eine vorgeplante Liste an Personen aus § 2 CoronaImpfV [Anm. d. Red.: Coronavirusimpfverordnung]“, die kurzfristig informiert und geimpft werden können. Ein „Impftourismus“, wie er im Internet beschrieben ist, ist also im Hohenlohekreis nicht erfolgversprechend.

Neth: „Für mich ist ganz klar: Ich lasse mich impfen, wenn ich gemäß der Impfverordnung an der Reihe bin.“

Im Gegensatz zu anderen Kreisen und Städten ist also auch Landrat Dr. Matthias Neth noch nicht geimpft, er betont: „„Für mich ist ganz klar: „Ich lasse mich impfen, wenn ich gemäß der Impfverordnung an der Reihe bin.“

Text: Matthias Lauterer

 




„Kleinbürgerliche Scheiße“

Am vierten Verhandlungstag des Dörzbacher Scheunenbrandprozesses ( GSCHWÄTZ berichtete ), in dem es darum geht, ob der Beschuldigte Bernd K. in eine psychiatrische Einrichtung eingewiesen wird, wurde nochmals ein Polizeibeamter als Zeuge vernommen: Z., ein Beamter des lokalen Polizeipostens in Krautheim war mit der Eskalation vertraut. Er nahm bereits die erste Anzeige gegen Bernd K. auf und inspizierte auch die Brandstelle.

Doch keine vollendete Brandstiftung?

Z. ist auf die Bearbeitung von Brandfällen und für die Beurteilung von Bränden speziell ausgebildet. Auf die Frage der Staatsanwältin ist er sich daher sicher: „Der Brand ist ja nicht ausgebrochen“ und „die Pfosten haben nicht selbständig gebrannt“. Michael Donath, der Anwalt von Bernd K., hatte bereits vorher versucht, eine derart deutliche Aussage von anderen Zeugen zu bekommen – eine Aussage, die für die Entscheidung des Gerichts wichtig ist, dann damit liegt möglicherweise keine vollendete Brandstiftung vor.

Mindestens 4 Strafanzeigen gegen Bernd K.

Z. berichtet von vier Strafanzeigen gegen Bernd K., von denen er Kenntnis hat. Erstmals habe er sich am 29. Mai 2019 mit Bernd K. beschäftigt aufgrund eines Telefonats mit dem Vermieter von Bernd K., der ihm über das Autotelefon mitteilte, dass es eine bedrohende Nachricht gebe. Er habe zusammen mit einem Kollegen den Vermieter aufgesucht und dort auch die Ehefrau des Vermieters „aufgelöst“ vorgefunden. Dort habe er die MMS-Mitteilung erstmals gesehen, in der unter anderem zu lesen ist: „Torpedorohre sind geflutet und erwarten Feuerbefehl“. Auch von „faschistoiden Treiben“ des Vermieters ist die Rede. Und zu guter Letzt habe er da auch die „obszönen Bilder“ erstmals gesehen.

Zur eventuellen Beziehung keine Information

Ob es tatsächlich eine Beziehung zwischen der Ehefrau des Vermieters und Bernd K. gab, konnte Z. nicht sagen: Der Vermieter sei  „ausweichend“ gewesen, habe „nicht nein gesagt, aber auch nichts bestätigt“. Auch beim anschließenden Besuch bei Bernd K. habe er zu einer möglichen Beziehung der Ehefrau aus Dörzbach nichts weiter gefragt. Die Richterin ist erstaunt. Bei diesem Besuch wollte sich Bernd K. nicht äußern, habe aber doch viel „erzählt“. Z. habe „nicht den Eindruck gehabt, dass K. verwirrt ist.“ Allerdings sei Bernd K. bei einigen Bundeswehrerzählungen vielleicht übers Ziel hinausgeschossen, die habe Z. angezweifelt.

Strafanzeige wegen Nachstellung

In der Folgezeit gab es weitere Mails von Bernd K. an eine große Zahl von Adressaten, eine weitere Strafanzeige an die Staatsanwaltschaft durch die angebliche Geliebte mit dem Vermerk „Er hört nicht auf“ folgten. Am 11. Juli 2021 fertigte Z. eine weitere Strafanzeige der Familie aus, diesmal wegen „Nachstellung“. Noch am selben Tag suchte Z. Bernd K. ein zweites Mal auf und wies ihn auf Konsequenzen wie zum Beispiel eine Zwangsräumung hin. „Er hätte noch einiges loswerden müssen“, berichtet Z von der Reaktion Bernd Ks. K habe aber „nicht den Eindruck erweckt, psychisch krank zu sein“. Dies sei der letzte persönliche Kontakt zu Bernd K. gewesen.

Zeuge stellt selber Strafanzeige gegen Bernd K.

Als Bernd K. den Polizeibeamten Z in einem Kommentar auf den facebook-Seiten vom GSCHWÄTZ in Zusammenhang mit Faschismus und dem Naziregime bringt, erstattet er selber Anzeige gegen Bernd K.. Es ist ihm bei der Aussage anzumerken, dass es ihn heute noch emotional stark mitnimmt, mit Nazis verglichen zu werden: „Nazi  ist zuviel“. Dieses Verfahren wird später eingestellt werden.

Auszug aus den facebook-Kommentaren von Bernd K.

Am 21. Juli hat Z. eine weitere Strafanzeige des Vermieters gegen Bernd K. bearbeitet, die „Möbelgeschichte“, also die Mitnahme der Möbel aus der Wohnung. Er habe Bernd K. einen Anhörungsbogen geschickt, aber keine Antwort erhalten. Da er sich wegen seiner eigenen Strafanzeige als befangen ansieht, habe er den Fall nach Heilbronn abgegeben.

Weitere Strafanzeige wegen Unterschlagung

Z. berichtet von einer weiteren Strafanzeige aus dem Dezember 2019 gegen Bernd K., durch eine Leasing-Bank, bei der Bernd K. die Raten nicht mehr bezahlt habe. Man habe das betreffende Fahrzeug aufgefunden und an die Leasinggesellschaft zurückgeführt.

Verwirrende Fragen von Bernd K.

Bernd K. unterstellt dem Zeugen Z. eine „Bevorteilung im Amt“: Ein angeblich gestohlenes Auto in einer angeblich illegalen Werkstatt spielt dabei eine Rolle, das Z. allerdings unbekannt ist. Bernd K droht dem Zeugen: „Das wird alles noch Thema werden.“ Auch verwundert es Bernd K., dass seine Briefe ans Krankenbett seiner angeblichen Geliebten in die Hände der Polizei gekommen seien – das gerichtliche Kontaktverbot hat er offenbar nicht zur Kenntnis genommen.

Befragung der Hauptzeugin unter Ausschluss der Öffentlichkeit

Nachdem der Zeuge Z. entlassen ist, wird die Zeugin C., die vorgebliche Geliebte von Bernd K., hereingerufen. Sie erscheint mit ihrem Rechtsanwalt als Zeugenbeistand und macht einen gesundheitlich angeschlagenen Eindruck. Auf ihren Antrag entscheidet das Gericht, die Öffentlichkeit auszuschließen, da es die schutzwürdigen Interessen der Zeugin als höher ansieht als das Informationsbedürfnis der Öffentlichkeit.

Text: Matthias Lauterer

Auszug aus den facebook-Kommentaren von Bernd K.

 




„Zusätzlich besuchen die Erzieher:innen Onlinekurse von Bildungsträgern zu verschiedenen Themen. Das erfordert auch ein großes Zeitfenster“

Die Kindergärten sind geschlossen, nur die Notbetreuungen sind geöffnet. In manchen Städten im Kochertal, so wird berichtet, haben die Erzieher:innen eine Anwesenheitspflicht, obwohl keine Kinder zu betreuen sind. Wie wird das in Künzelsau gehandhabt? GSCHWÄTZ hat nachgefragt:

Fast alle Erzieher:innen im Einsatz

Elke Sturm, Pressesprecherin der Stadt Künzelsau sagt, dass fast alle Erzieher:innen im Einsatz sind: „Es gibt die Notbetreuung, hier werden wie bisher der Kindergarten und die Gruppen mit Fachkräften betrieben. Der Mindestpersonalschlüssel muss eingehalten werden, daher sind viele Teams nach wie vor ganz normal im täglichen Einsatz. Einige Erzieher:innen müssen wegen des Homeschoolings die Krankheitstage der Krankenversicherung in Anspruch nehmen“, aber ansonsten seinen alle Mitarbeiter:innen mit diversen Aufgaben beschäftigt: „Die Kindergärten bieten alle eine Notbetreuung an – daher wird das Personal täglich benötigt. Die größeren Teams bilden Tandems mit Anwesenheit im Tausch mit mobilem Arbeiten von Zuhause und sichern so die Öffnung der Einrichtungen und Gruppen.“

Viel Zeit für Aus- und Weiterbildung

Allerdings haben sich die Inhalte der Tätigkeit geändert, einen großen Teil der Tätigkeit nehmen derzeit Weiterbildungsangebote ein, die teilweise im Homeoffice wahrgenommen werden: „Zusätzlich besuchen die Erzieher:innen Onlinekurse von Bildungsträgern zu verschiedenen Themen. Das erfordert auch ein großes Zeitfenster. Ausbildung und Ausbilderqualifizierungen werden angeboten und wahrgenommen. Hierzu gibt es aktuell Schulungsprogramme, die zum Teil über 100 Unterrichtsstunden umfassen. “

Kontakt mit den Kindern und den Eltern aufrechterhalten

Auch der Kontakt zu den Kindern und Eltern will aufrechterhalten werden: „Das Betreuungspersonal übernimmt außerdem die Organisation von wöchentlichem Material,  Video-Kreativtipps etc., mit dem die Kinder und Eltern über die App zu verschiedenen Förderungen ausgestattet werden. Die Kontaktaufnahme mit persönlichen Briefen oder Telefonaten zu den Familien und Kindern gehören auch dazu.“, so die Stadt Künzelsau.

Die Zeit nach Corona wird neue Anforderungen bringen

Ein weiterer Schwerpunkt der momentanen Tätigkeitsei die Vorbereitung auf die Zeit, wenn die Kindergärten wieder im Regelbetrieb geöffnet sind. Dann werden sich die Erzieher:innen neuartigen Aufgaben stellen müssen, auf die sie sich jetzt vorbereiten: „In den Kitas werden bestimmte neue Förderprogramme für die Aufholarbeit nach Corona geplant. Auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kommen Herausforderungen beispielsweise in den Bereichen Förderunterstützung und sozialemotionaler Entwicklungsarbeit zu. Alle Angebote und Änderungen müssen inhaltlich in die Kindergarten-Konzeptionen übernommen werden. Das ist zeitintensiv.“

Beschäftigung bei vollem Gehalt ist „zu begründen“

Die Mitarbeiter:innen der städtischen Kindergärten seien also auch in Corona-Zeiten engagiert, bilden sich weiter, beschäftigen sich auch mit den Kindern, die sie nicht täglich in der Notbetreuung sehen und bereiten sich auf die geänderten Anforderungen der Nach-Corona-Zeit vor. Daher erhalten die Betreuer:innen der städtischen Kindergärten in Künzelsau auch jetzt ihr volles Gehalt: „Solange die Notbetreuung und die Arbeit vor Ort oder/und im homeoffice digital (Organisation von Unterstützungsmaterial, Onlineschulungen etc.) gegeben sind, ist dies zu begründen“, findet Elke Sturm.

Text: Matthias Lauterer, die Fragen stellte Dr. Sandra Hartmann

Waldkindergarten Künzelsau. Foto: GSCHWÄTZ Archiv

 




Hohenlohekreis: „Der Verlauf der Wellen ist bei uns wie überall – wir sind nur immer die Ersten“

Hohen Besuch bekamen am Montag, den 5. Februar 2021, die Bundeswehrsoldaten, die den Hohenlohekreis bei der Corona-Kontaktverfolgung im Künzelsauer Krankenhaus unterstützen, und ihre zivilen Kollegen: Thomas Strobl, Innenminister des Landes Baden-Württemberg, und Thomas Silberhorn, MdB und Parlamentarischer Staatssekretär im Verteidigungsministerium, informierten sich über die Zusammenarbeit der Gesundheitsbehörden und der Soldaten.

Zusammenarbeit wird von allen Seiten gelobt

Landrat Dr. Matthias Neth lobt die Zusammenarbeit von „Blaulicht und Bundeswehr“: „Seit vielen Jahren üben wir – es klappt hervorragend.“  Dr. Antje Haack-Erdmann, Leiterin des Gesundheitsamts, sieht den Hohenlohekreis als eine Art Prototyp für das Corona-Geschehen: „Der Verlauf der Wellen ist bei uns wie überall – wir sind nur immer die Ersten.“ Sie berichtet vom aktuellen Ausbruch: Fast 500 Quarantänefälle gebe es bereits, insgesamt beschäftige der Ausbruch 6 Gesundheitsämter. 4 Kindergärten, 3 Firmen, 2 Krankenhäuser sowie eine ambulante Pflegeeinrichtung seien vom „explosionsartigen Ausbruch“ betroffen.

Software hinkt den Mutationen hinterher

Ein Teil der Infektionen sei von der „britischen Mutante“ B.1.1.7 verursacht, diese kann aber noch nicht in der Meldesoftware eingegeben werden, so dass immer eine händische Zusatzmeldung erforderlich sei, kritisiert sie.

„Wie man es von der Bundeswehr gewohnt ist“

Mike Weise, Dezernent für Umwelt und Ordnung im Landratsamt und Leiter des Kreisimpfzentrums in Öhringen, weiß auch nur Gutes von der Zusammenarbeit mit der Bundeswehr zu berichten: Die Soldaten arbeiteten „sehr strukturiert und lösungsorientiert, wie man es von der Bundeswehr gewohnt ist.“ Er informiert darüber, dass der Impfstoff von AstraZeneca avisiert ist und mit der Verfügbarkeit dieses Impfstoffs die Arbeit des Impfzentrums sofort ausgeweitet werden wird.

Impfstoff von AstraZeneca für das Kreisimpfzentrum in Öhringen

Innenminister Thomas Strobl bescheinigt dem Landkreis eine „hervorragende Arbeit“, sowohl während der ersten Welle als auch jetzt. Er dankt der Bundeswehr für die gute Zusammenarbeit mit den Landesbehörden und betont nochmals die Wichtigkeit der regelmäßigen Übungen. Ein wenig stolz ist er darauf, dass in seinem Ministerium Anträge von Kreisbehörden auf Unterstützung innerhalb weniger Stunden beschieden werden.

Pflegeheime bald nicht mehr Brennpunkte

Staatssekretär Thomas Silberhorn. Foto: GSCHWÄTZ

Staatssekretär Thomas Silberhorn erinnert daran, dass nicht nur der Anstieg, sondern auch der Abfall der Inzidenzzahlen exponentiell sei. Er rechnet damit, dass die Pflegeheime bald nicht mehr die Brennpunkte der Pandemie sein werden, wenn erst einmal Bewohner und Pflegekräfte geimpft seien.

„Dass wir nicht vom Hochfahren in den nächsten Lockdown rutschen“

Auch er lobt die Zusammenarbeit und das professionelle Vorgehen der Bundeswehrsoldaten und verspricht, dass die Zusammenarbeit fortgesetzt werden kann, „solange das nötig ist“. Allerdings will er auch die Strukturen so anpassen, dass ein schnelles Hochfahren gewährleistet werden kann: „Wir suchen schon noch nach kreativen Lösungen, dass wir nicht vom Hochfahren in den nächsten Lockdown rutschen.“ Hier spricht er speziell die Bundesanstalt für Arbeit an.

Minister und Staatssekretär wurden von den in Formation und mit Abstand angetretenen Soldaten standesgemäß verabschiedet.

Text: Matthias Lauterer

Begrüßung von Innenminister Strobl (r) durch Bundeswehr und Landrat Neth (m). Foto: GSCHWÄTZ

Landrat Neth, Innenminister Strobl, Staatssekretär Silberhorn. Foto: GSCHWÄTZ

Dr. Anje Haack-Erdmann, Leiterin des Gesundheitsamts des Hohenlohekreises. Foto: GSCHWÄTZ

Foto: GSCHWÄTZ

Besuch von Minister Strobl und Staatssekretär Silberhorn, 15. Februar 2021, Foto: GSCHWÄTZ




Wegen Eisglätte gegen einen Baum geprallt

Einen Unfall aufgrund der eisglatten Fahrbahn am Montag, den 15. Februar 2021, meldet die Polizei. Ein Mann prallte dabei mit seinem Fahrzeug gegen einen Baum. Gegen 17.15 Uhr befuhr der 19-Jährige mit seinem Suzuki Vitara die Weißbacher Straße zwischen Weißbach und Forchtenberg. Hierbei kam das Auto bei überfrierender Nässe ins Schleudern, kam von der Fahrbahn ab und prallte an einer steil abfallenden Böschung gegen einen Baum.

Durch den Unfall wurde der Pkw derart deformiert, dass der 19-Jährige sich selbst nicht aus dem Auto befreien konnte und von der Feuerwehr aus dem Wagen gerettet werden musste. Der Fahrer wurde durch den Rettungsdienst schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht. An dem Suzuki entstand Totalschaden.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn

Der Fahrer musste von der Feuerwehr aus dem Auto befreit werden. Foto: Feuerwehr Forchtenberg




„Das hält die Liebe frisch“

Anton ist 65 Jahre alt. Als Sultan Meckert ihm einen riesigen Herz-Luftballon in die Hand drückt, strahlt er über beide Ohren und sagt schmunzelnd: „Ich hoffe, das hält die Liebe frisch. Es ist auf jeden Fall eine schöne Idee und ich freue mich schon sehr auf das Lächeln meiner Partnerin. Das Besondere am Valentinstag ist für mich, dass wir uns Zeit füreinander nehmen.“

Besondere Überraschung

Auch Smaragda hat sich am Valentinstag eine besondere Überraschung für ihren Ehemann ausgedacht: „Die Luftballons hier deponiere ich zusammen mit einem mit Erdbeeren und Sekt gefüllten Picknickkorb in meinem Kofferraum und überrasche damit meinen Mann. Das ist für mich die erste Aktion dieser Art und ich freue mich schon sehr darauf.“

Ballons für die Liebe

Familie Meckert aus Pfedelbach macht solche Überraschungsmomente möglich. „Schon seit gestern sind wir mit unserem Ballon-Taxi unterwegs und liefern Ballons dahin aus, wo Liebende romantische Überraschungen geplant haben“ erklärt Sultan Meckert. „Wir haben uns gedacht, wenn es einen Pizza-Service und andere Lieferdienste gibt – warum dann nicht einen Ballon-Service? Wir wünschen unseren Kunden heute viel Liebe, dass sie die Zeit zu zweit genießen und der Liebe zu ihrem Partner Ausdruck verleihen können“, sagt der vierfache Vater und verrät, was seine Ehe auch nach 19 Jahren noch aufregend hält: „Freude schenken und immer einmal wieder etwas Neues miteinander unternehmen, hält die Beziehung aufrecht und macht sie immer wieder spannend.“

Romantischer Heiratsantrag

Der Valentinstag 2021 ist für die Meckerts ein ganz Besonderer. „Heute ist quasi unser Jahrestag, denn heute vor 19 Jahren habe ich meiner Frau ganz romantisch am Valentinstag einen Heiratsantrag gemacht“, erläutert der 37-Jährige. Seine Frau Sabrina ergänzt lachend: „Nur leider damals noch ohne Ballons!“ – Dafür machen Meckerts mit ihren Ballons den Valentinstag bunter und auch ein bisschen romantischer.

Text: Priscilla Dekorsi

Seit 19 Jahren ein unschlagbares Team: Sabrina und Sultan Meckert. Foto: GSCHWÄTZ




Autoscheibe eingeschlagen

Diebe brachen am Sonntag, den 14. Februar 2021, einen Pkw in Künzelsau auf, meldet die Polizei. Zwischen 11 und 17.40 Uhr stand der VW T-Roc auf dem Parkplatz der Wertwiesen in der Nähe des dortigen Spielplatzes. Innerhalb dieses Zeitraums begaben sich die Unbekannten zu dem Wagen und schlugen die Beifahrerscheibe ein. Aus dem Inneren entwendeten sie unter anderem den Fahrzeugschein des VW. Anschließend flohen sie unerkannt.

Die Polizei bittet Zeugen, die Angaben zu dem Vorfall machen können, sich beim Polizeirevier Künzelsau unter Telefon 07940/9400 zu melden.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn