1

„Ich habe seit vier Monaten keine Einkünfte“

Ceyhan Akin betreibt in Forchtenberg eine Sportsbar, die coronabedingt seit mehreren Monaten zum zweiten Mal nicht öffnen darf. Er hat sich zum Ziel gesetzt, die lokalen Landtagsabgeordneten auf ihren Veranstaltungen zu besuchen und sie über die Situation der Gastronomie aufmerksam zu machen.

Patrick Wegener, den Kandidaten der SPD, erwischte er in Künzelsau noch beim Auspacken der Wahlkampfmaterialien:

„Ich konnte letztes Jahr meine Kinder kein Weihnachtsgeschenk kaufen“

„Ich als Gastronom habe seit vier Monaten zu. Für was werben Sie?“, fragt er Wegener. „Ich habe seit vier Monaten keine Einkünfte. Ich habe in Forchtenberg eine Sportsbar. Ich stehe in der Liste ganz zum Schluss, vorm Bordell und den Diskotheken darf ich aufmachen. Ich habe nichts zum Essen, nicht zum Trinken. Ich kriege von der Regierung, vom Staat kriege gar nichts. Jeder Arbeitslose bekommt Geld, wenn er arbeitslos ist, wir Gastronomen kriegen gar nichts“, erklärt er Wegener.

„Die Frage stellt sich: Wann gebe ich auf?“

„Meine Kunden fragen mich, wann machst du auf?“ Diese Frage stelle sich aber gar nicht mehr. Sondern: „Wann gebe ich auf? Seit dreieinhalb Jahren mache ich dieses Geschäft. Hab den Laden aufgebaut. Ich konnte letztes Jahr meine Kinder kein Weihnachtsgeschenk kaufen.“ Akin kann die Maßnahmen der Regierung durchaus verstehen – was er nicht versteht ist, dass er immer noch keine Gelder aus der Überbrückungshilfe erhalten hat: „Ja, weil die Regierung, also Sie, unter anderem die SPD und die CDU und die ganze Pinocchios, die da oben sitzen in Berlin nicht fähig sind, ihre Versprechen einzuhalten. Bitte erklären Sie mir, wann ich mein Geld bekomme.“ Er weist darauf hin, dass die Kommunikation der Regierung nicht richtig sei: „Warum sagt ihr mir in den Medien, dass wir 90 Prozent bekommen? Wir kriegen maximal 90 Prozent von dem, was wir an Fixkosten haben. Warum wird das nicht erwähnt?“

Unterschiedliche Überbrückungshilfen

Er spricht dabei von der Überbrückungshilfe Ü3, die bis zu 90 Prozent der Fixkosten erstattet. Die Hürden sind allerdings hoch: Konnte die erste Überbrückungshilfe noch vom Antragsteller in einer Web-Anwendung unkompliziert selber beantragt werden, ist für die Ü3 ein Steuerberater mit einer speziellen Ausbildung notwendig. Die erste Coronahilfe, so Akin, wurde zeitnah ausbezahlt, von der sogenannten November- und Dezemberhilfe hat er vor wenigen Tagen eine Abschlusszahlung erhalten.

Wegener kommt kaum zu Wort

Kurz kommt Wegener zu Wort, der gerne bei Akin vorbeischauen würde, da schildert Akin schon ein weiteres Problem: „Meine Kunden sagen zu mir: „Du hast den Reibach gemacht, du kriegst deine Kosten erstattet. Ich mache keinen Reibach. Mein Verpächter macht den Reibach, der ist abgesichert. Wo bin ich? Ich kann nicht mal Hartz IV beantragen, weil meine Frau arbeitet. Und das, was seine Frau verdiene, damit bezahlen sie die Miete, Kredit, Versicherung, Internet und den Strom. „Wovon soll ich leben?, fragt er.

„Leider zu oft die Geschichte gehört“

Wegener hat „leider zu oft die Geschichte gehört, dass das Geld nicht ankommt.“ – „Und warum wird da nichts gemacht? Das hören sie aber nicht seit gestern. Warum wird nichts gemacht?“ „Wir versuchen unser Bestes. Ich gebe es an meine Leute weiter. Und ich hoffe, dass es geht. Für mich ist es wichtig, denn Sie brauchen Perspektiven“, sagt der SPD-Kandidat Wegener.

„Wir brauchen Lösungen“

Joachim Schmidt, als Betreiber des TUI-Reisecenters in einer ähnlichen Situation wie die Gastronomen, fordert die Politiker der Parteien zur Zusammenarbeit auf: „Seit einem Jahr schaffe ich hier und verdiene keine müde Mark, genauso wie er. Und das kann nicht sein. Mir ist es echt wurscht, wie viele Parteien es sind: Haltet alle mal zusammen. Wir sind in einer Situation, in der wir alle mal an einem Strang ziehen müssen. Wir brauchen Lösungen.“

Kandidat hat auf die Schnelle keine Lösung parat

„Ich verstehe ihren Unmut total, und deswegen bin ich auch hier, dass man in Kontakt bleibt, im Dialog bleibt. Klar ist auch, wenn die Hilfen nicht ankommen, ist für mich total verständlich, dass der Unmut wächst.“

Der Bürgermeister läuft hier rum wie der Pfau

Akin stört es besonders, dass die lokale Politik nicht auf die betroffenen Kleinbetriebe zugeht: „Hier, der Bürgermeister von Künzelsau läuft hier rum wie der Pfau. Aber ich glaube nicht, dass der Herr Bürgermeister mal in die Wirtschaft da reingegangen ist und gefragt hat, hey, wie sieht’s aus, kann ich als Kommune was tun? Dann kommt noch das: Ihr müsst als Kommune uns helfen. Der Bürgermeister von Forchtenberg hat bei mir nicht angerufen und gefragt, „Hey JJ, wie sieht’s aus? Du bringst was in diese kleine Stadt. Du organisierst Live-Events, Musik und so weiter. Können wir dir als Kommune helfen?“ Nein, das passiert nicht. Und das ist unser Unmut – und jetzt ist das Fass einfach voll.“

Haltet doch einfach Euer Versprechen ein

Endlich kann Wegener auch ins Gespräch eingreifen, er verweist auf seine Tätigkeit in Öhringen: „Ich bin Stadtrat in Öhringen, da haben wir genau diesen Punkt auch im Gemeinderat eingebracht. Weil ich gesagt habe: Ich muss vor allen Dingen eins haben, ich brauche die Rückmeldung und den Austausch mit allen vor Ort. Wie behalte ich eben auch in der Pandemie und nach der Pandemie hier noch was am Leben. Und das geht nur dann, wenn wir zusammenarbeiten. Das fand ich gut, was Sie gesagt haben.“

„Ich verstehe meinen Unmut auch“

Akin entgegnet: „Sie sagen, Sie verstehen meinen Unmut. Ich verstehe meinen Unmut auch. Aber ich verstehe nicht: Sie bekommen Geld. Alles gut. Aber haltet doch einfach eure Versprechen ein.“

Eine Art Schlusswort wirft nochmals Joachim Schmidt vom TUI-Reisecenter ein: „In der jetzigen Situation geht’s doch nicht mehr darum, ob der stärker ist oder der besser ist. Wir müssen schnell und klipp und klar eine klare Lösung finden.“

Text: Matthias Lauterer

Das vollständige Video wurde von Ceyhan Akin auf facebook eingestellt, hier der Link auf seine Seite.

 




Lions Club spendet 9 Laptops für chancengeminderte Schüler

Bereits zum elften Mal unterstützt der Lions Club Hohenlohe-Künzelsau durch eine Laptop-Spende junge Menschen. Es handelt sich dabei um ausgesuchte Jugendliche, die engagiert und ehrgeizig ihren Weg in Schule und Ausbildung gehen, die aber als chancengemindert gelten. Sie leben in sogenannten schwierigen Verhältnissen und könnten sich selbst keinen Laptop leisten. Damit sorgt der Lions Club Hohenlohe-Künzelsau für eine nachhaltige Unterstützung der Jugendlichen aus dem Hohenlohekreis auf ihrem Weg zu einer guten Schul- und Berufsausbildung.

Damit chancengeminderte Jugendliche „den Anschluss nicht verlieren“

Mit großer Freude nahmen Ursula Mühleck, Dezernentin für Familie, Bildung und Gesundheit und Jugendamtsleiterin Claudia Müller die neuen Laptops von Lions-Präsident Giso Eben von Racknitz und seinen Clubkollegen Steffen Pferdmenges und Horst Bertsch entgegen. Im Namen des Landkreises bedankte sich Ursula Mühleck für die großzügige Spende. „In den vergangenen Monaten der Corona-Pandemie hat sich gezeigt, dass Laptops als Grundausstattung in Schule und Beruf benötigt werden, um auch in Zeiten von Homeschooling und Homeoffice den Anschluss nicht zu verlieren. Die gespendeten Laptops unterstützen die Jugendlichen in dieser schwierigen Zeit dabei, angemessen am schulischen und beruflichen Alltag teilhaben zu können,“ so Mühleck. Die Laptops werden in den kommenden Tagen an die jungen Menschen übergeben.

Jugendamt hat die Empfänger ausgewählt

Wie das Landratsamt auf Nachfrage mitteilt, wurden die Empfänger der Laptops vom Jugendamt ausgewählt.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamts Hohenlohekreis

 

 




Schmierereien auf Wahlplakaten

In und um Künzelsau wurden über das vergangene Wochenende zahlreiche Wahlplakate von Unbekannten beschädigt. In der Kappensteige, der Mergentheimer Straße, der Würzburger Straße und entlang der B19 wurden in der Zeit von Freitag, den 04. März, bis Sonntag, den 06. März 2021, mindestens zehn Wahlplakate verschiedener Parteien mit schwarzer Farbe beschmiert und beschädigt.

Zeugen, die Hinweise auf den oder die Farbschmierer haben, sollen sich unter Telefon 07940/9400 beim Polizeirevier Künzelsau melden.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn




„Lebenswerk liegt in Trümmern“

Am Donnerstag, 04. März 2021, diskutierten der FDP-Landtagskandidat Uwe Wirkner, Thomas Sattelberger, MdB , Sprecher der FDP Bundestagsfraktion für Innovation, Bildung und Forschung und Jörg Ernstberger GF von Südwestmetall in einer öffentlichen Videokonferenz über das Thema „Die Folgen der Corona Pandemie und der Weg aus der Krise.“

„Das Eigenkapital ist aufgezehrt“

Wirkner forderte einen Strategiewechsel: Einzelhandel, Gastronomie, Soloselbständige, Künstler und viele andere seien am Ende ihrer Kräfte angelangt. „Das Eigenkapital ist aufgezehrt, der Schuldenberg wächst und das Lebenswerk liegt in Trümmern.“

Arbeitslosigkeit gestiegen

Ernstberger nannte die Zahlen auf dem Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosigkeit ist im Bereich Schwäbisch Hall – Hohenlohe im Vergleich zum Vorjahr um über 30% angestiegen, offene Stellen hätten sich drastisch reduziert. Er sieht große Probleme auf dem Ausbildungsmarkt, da beispielsweise Ausbildungsmessen fehlen.

Sonderwirtschaftszonen als Wirtschaftstreiber?

Sattelberger betonte die Stärke der Region auch im MINT Bereich. Er sieht eine Digitalisierungsschwäche im Bereich der Verwaltungen und der Schulen. Die Zahl der Firmenneugründungen ist auf einem Tiefststand: „Im globalen Wettbewerbsvergleich rutschen wir runter.“
Den Hohenlohekreis sieht er als Muster „was sein könnte“. Er forderte den weiteren Ausbau der Reinhold-Würth-Hochschule. Sattelberger kann sich Sonderwirtschaftszonen als neue Treiber vorstellen.

Kritik am Föderalismus im Bildungswesen

Dass Bund und Länder in zentralen Bildungsfragen dauerhaft und nachhaltig zusammenarbeiten, muss der Normal- und nicht der Ausnahmefall sein. Es müsse ein Kooperationsgebot statt eines Kooperationsverbots in der Bildung geben, so Sattelberger.

Mit der Resonanz zufrieden

Auf GSCHWÄTZ-Nachfrage äußerte sich Michael Schenk, Vorsitzender der FDP Hohenlohe über die Resonanz. Etwa 25 Interessierte verfolgten die Diskussion live – das sei für eine solche neue Form des Wahlkampfs zufriedenstellend.

Quelle: Pressemitteilung der FDP

 

 

 

 

 




Hohenlohekreis schrammt knapp an „Notbremse-Regelungen“ vorbei

Das Gesundheitsamt des Hohenlohekreises hat am Samstag, 06. März 2021, insgesamt 25 neue Corona-Infektionsfälle an das Landesgesundheitsamt gemeldet. Das geht aus einer Meldung des Landratsamtes des Hohenlohekreises hervor. Darunter ein neuer Fall in einer Kindergarteneinrichtung in Öhringen mit 12 Kontakten und ein Fall in einer Kindergarteneinrichtung in der Gesamtgemeinde Künzelsau mit 21 Kontaktpersonen. Am heutigen Sonntag wurden keine weiteren laborbestätigten Fälle gemeldet. Die 7-Tage-Inzidenz liegt damit bei 93,2 pro 100.000 Einwohner.

Neuer Rekord: 2.500 Impfungen im Kreisimpfzentrum am vergangenen Wochenende

Das Kreisimpfzentrum (KIZ) Öhringen hatte auch an diesem Wochenende von Freitag bis Sonntag geöffnet. Insgesamt wurden an diesen drei Tagen rund 2.500 Erst- und Zweitimpfungen mit den Impfstoffen von BioNTech (1.150 Impfungen) und AstraZeneca (1.350 Impfungen) durchgeführt. Um unnötige Wartezeiten zu vermeiden, wird darum gebeten, dass Impfwilligen erst kurz vor dem gebuchten Termin beim Kreisimpfzentrum erscheinen. Auch die Möglichkeiten einer Vorabregistrierung über www.impfen-bw.de helfen, Wartezeiten im Impfzentrum zu verringern.

Erste Lockerungen für den Hohenlohekreis

Mit der am Montag, 8. März 2021 in Kraft tretenden Corona-Verordnung der Landesregierung Baden-Württemberg werden die Beschlusse der Bund-Länderkonferenz vom vergangenen Mittwoch umgesetzt. Die Lockerungen treten für alle Landkreise mit einer Inzidenz von 50 bis 100 pro 100.000 Einwohner in Kraft und gelten somit auch für den Hohenlohekreis. Weitere Erleichterungen gibt es für Landkreise mit einer Inzidenz von unter 50 pro 100.000 Einwohner, strengere Regelungen für Landkreise mit einer Inzidenz von über 100 pro 100.000 Einwohner. „Mit der neuen Corona-Verordnung werden möglichst viele Öffnungen erlaubt, aber eben nur da wo es aufgrund niedriger Infektionszahlen vertretbar ist. Daher werden die Regelungen komplizierter in der Umsetzung und erfordern ein wachsames Auge durch die Landkreisverwaltungen“, so Erster Landesbeamter Gotthard Wirth über die neue Landesverordnung.

Ein Überblick über die ab 8. März gültigen Veränderungen ist unter www.baden-wuerttemberg.de oder auch unter www.sozialministerium.baden-wuerttemberg.de eingestellt.

Die 2 wichtigsten Änderungen

Es ändert sich nicht allzu viel durch den aktuellen Inzidenzwert, die zwei wesentlichen Änderungen: Private Treffen im öffentlichen oder privaten Raum: Hier dürfen sich nun wieder 2 Haushalte (maximal 5 Personen + Kinder unter 14 Jahren) treffen. Zuvor durfte sich nur ein Haushalt mit einer weiteren Person treffen. Und: Ab 15. März sollen die Grundschulen sowie die 5. und 6. Klasse wieder im Klassenzimmer unter Coronabedingungen unterrichtet werden. Das Kultusministerium Baden-Württemberg spricht hier von „eingeschränktem Präsenzbetrieb“. Was das genau bedeutet, ist noch nicht klar.

Aber der Inzidenzwert liegt derzeit knapp unter 100. Über 100 gelten wieder die „alten“ Kontaktbeschränkungen mit einem Haushalt sowie einer weiteren Person. Jeden Tag können sich dadurch die Verhaltensregeln ändern.




Verwaltungsgericht untersagt Verfassungsschutz vorerst Einstufung der AfD als „Verdachtsfall“

Das Verwaltungsgericht Köln untersagt Verfassungsschutz per Hängebeschluss vorerst Einstufung der AfD als „Verdachtsfall“. 

Am 05. März 2021 erklärt das Verwaltungsgericht hierzu unter anderem: „In dem gegen die Einstufung als „Verdachtsfall“ durch das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) gerichteten Eilverfahren hat das Verwaltungsgericht Köln einem erneuten Antrag der Alternative für Deutschland (AfD) auf Erlass einer Zwischenentscheidung (sog. Hängebeschluss) stattgegeben. Mit Beschluss vom heutigen Tag untersagte das Gericht dem BfV bis zu einer Entscheidung über den von der AfD gestellten Eilantrag, die Partei als „Verdachtsfall“ einzustufen oder zu behandeln sowie eine Einstufung oder Behandlung als „Verdachtsfall“ erneut bekanntzugeben.“

„Nicht zu wiedergutmachender Schaden im politischen Wettbewerb“

„Die AfD hatte Ende Januar 2021 einen gegen die Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das BfV, gerichteten Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung gestellt. Dem BfV soll damit untersagt werden, die AfD als „Verdachtsfall“ oder „gesichert extremistische Bestrebung“ einzustufen und zu behandeln sowie eine solche Einstufung oder Behandlung öffentlich bekanntzugeben. Zugleich hatte sie beantragt, bis zu einer Entscheidung über diesen Eilantrag einen Hängebeschluss zu erlassen. Andernfalls drohe ihr ein nicht wiedergutzumachender Schaden im politischen Wettbewerb.“

Dadurch dass die Einordnung als Verdachtsfall öffentlich bekanntgeworden sei, sei „derart tief in die Chancengleichheit der Parteien eingegriffen worden, dass eine weitere Beeinträchtigung derselben dadurch, dass Mitglieder der Antragstellerin mit nicht gänzlich unerheblicher Wahrscheinlichkeit damit rechnen müssten, allein aufgrund ihrer Parteizugehörigkeit nachrichtendienstlich überwacht zu werden oder von solchen Maßnahmen jedenfalls mittelbar betroffen zu sein, nicht hinnehmbar sei.“

Wann über die von der AfD im vorliegenden Verfahren gestellten Eilanträge als solche entschieden wird, ist derzeit offen.

AfD Hohenlohe-Schwäbisch Hall bezeichnet Vorgehen als „Skandal“

In einer Mitteilung der AfD Hohenlohe-Schwäbisch Hall bezeichneten die AfD-Vorstände Udo Stein, Anton Baron und Martin Bürner die an verschiedene Medien durchgesickerte Meldung, die AfD werde bundesweit durch den Verfassungsschutz beobachtet  „als Skandal, der den sofortigen Rücktritt des CDU-Mitglieds Haldenwang als Präsident dieser Behörde zur Folge haben muss“. Aktuell hat das Verwaltungsgericht Köln heute diesem Treiben einen Riegel vorgeschoben und ausgeführt, „dass in unvertretbarer Weise in die Chancengleichheit politischer Parteien eingegriffen werde.“

AfD: „Erbärmlicher Versuch  der Wählerverdummung“

Es sei ihrer Meinung lediglich darum gegangen, „im Superwahljahr 2021 kurz vor zwei wichtigen Landtagswahlen die größte Oppositionspartei und einen unliebsamen politischen Konkurrenten zu diffamieren und politisch zu beschädigen. Außerdem handele es sich um einen erbärmlichen Versuch der Wählerverdummung, denn zwischen der Einstufung durch die politisch missbrauchte Verfassungsschutzbehörde und einem tatsächlichen Parteiverbot durch das Bundesverfassungsgericht liegen Welten.“

AfD-Landtagskandidaten sehen sich „massiv benachteiligt“

Die beiden Landtagskandidaten Anton Baron und Udo Stein sehen sich nach eigener Aussage deshalb vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg „einer massiven Benachteiligung ausgesetzt“. Der Vorgang sei einmalig in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, so Udo Stein. Weiter heißt es in der Pressemitteilung der AfD: „Die AfD steht wie keine andere Partei für mehr direkte Demokratie, sichere Grenzen und den unbedingten Erhalt der Freiheitsrechte für die Bürger:innen.“

 




„Potenziell rufschädigend“

Nachdem GSCHWÄTZ eine Pressemitteilung des Landgerichts Heilbronn am 03. März 2021 veröffentlicht hat mit dem Titel „Ingelfingen: Anwalt vor Gericht“ hat sich die Anwaltskanzlei Ehrmann aus Ingelfingen an die Redaktion GSCHWÄTZ gewendet mit der Bitte um Veröffentlichung, dass es sich dabei nicht um die Anwaltskanzlei Ehrmann dabei handelt. Markus Ehrmann:

„Ich empfinde den Artikel – auch wenn er inhaltlich zutreffen mag – daher als irreführend und potenziell rufschädigend, weil die Gefahr besteht, dass die dortigen Aussagen fälschlicherweise auf unsere Kanzlei bezogen werden. Ich wäre Ihnen daher sehr verbunden, wenn Sie eine Richtigstellung vornehmen und künftig eine entsprechende Verwechslungsgefahr vermeiden.“

Da der Name des Anwalts, um den es geht, aus der Pressemitteilung nicht hervorgeht, haben wir bei der Pressestelle des zuständigen Landgerichts gefragt, ob es korrekt ist, dass es sich dabei nicht um die Anwaltskanzlei Ehrmann handelt. Diese bestätigte uns, dass es sich nicht um diese Anwaltskanzlei handelt.

Das Verfahren um den Anwalt beginnt kommende Woche. Es geht um 17.000 Euro.

 




Bergungsarbeiten: Straße stundenlang gesperrt

Zu einem schweren Zusammenstoß zweier Autos ist es am Freitagnachmittag, den 05. März 2021, zwischen Ingelfingen und dem Stadtteil Diebach gekommen. Die Kreisstraße war auch um 20 Uhr noch gesperrt. Vier Personen wurden verletzt.
Die Feuerwehr befreite eine Fahrerin aus ihrem Fahrzeug. Die freiwillige Feuerwehr Ingelfingen war mit etwa 30 Mann im Einsatz. Unterstützung kam von der Feuerwehr Künzelsau mit etwa 20 Einsatzkräften.
 Während sich die Feuerwehr Ingelfingen um die Verletzten des einen Fahrzeugs kümmerte und den Brandschutz sicherstellte, befreiten die Kammeraden aus Künzelsau eine eingeklemmte Person des anderen Fahrzeugs.
Neben der Feuerwehr waren die Polizei und fünf Fahrzeuge des Roten Kreuzes vor Ort. Der leitende Notarzt wurde vom THW zur Unfallstelle gefahren. Außerdem wurden drei Rettungshubschrauber zum Abtransport der verletzten Personen hinzu alarmiert.

Schwerer Unfall bei Diebach am 05. März 2021. Quelle: Feuerwehr Künzelsau

Schwerer Unfall bei Diebach am 05. März 2021. Quelle: Feuerwehr Künzelsau

Schwerer Unfall bei Diebach am 05. März 2021. Quelle: Feuerwehr Künzelsau

Schwerer Unfall bei Diebach am 05. März 2021. Quelle: Feuerwehr Künzelsau




„Energiewende bedeutet, dass jede Region ihre Stärken spielt.“

Unter dem Titel „Innovation und Effizienz statt Windkraftwahn in Baden-Württemberg – „Energiewende bedeutet, dass jede Region ihre Stärken spielt.“ lädt die FDP am Dienstag, den 09. März 2021 ab 19.00 Uhrzu einer digitalen Diskussionsrunde zur Zukunft der Energiewende und den Auswirkungen für Hohenlohe.

Zu Gast ist der Sprecher für Energiewirtschaft der FDP/DVP-Fraktion im baden-württembergischen Landtag, Daniel Karrais. Auch der  Landtagskandidat Uwe Wirkner wird im Laufe des Abends zu uns stoßen, da gleichzeitig ein Forum des Hohenloher Tagblattes stattfindet.

Zugangsdaten

Nehmen Sie am Meeting per Computer, Tablet oder Smartphone teil.
https://global.gotomeeting.com/join/710335677
Sie können sich auch über ein Telefon einwählen. +49 721 9881 4161 Zugangscode: 710-335-677
Sie kennen GoToMeeting noch nicht? Installieren Sie jetzt die App, damit Sie für Ihr erstes Meeting
bereit sind:
https://global.gotomeeting.com/install/710335677




Bauarbeiten für KünFit im Zeitplan

Nach einer witterungsbedingten Pause sind die Handwerker auf der Baustelle des Sportvereinszentrums in Künzelsau wieder aktiv. Mit Unterstützung der Heinz-Ziehl-Stiftung, der Stadt Künzelsau und des Württembergischen Landessportbund (WLSB) realisiert der TSV Künzelsau das Sportvereinszentrum KÜNfit direkt am Heinz-Ziehl-Sportpark in Künzelsau.

Projekt für alle Sportvereine

Das einzigartige Projekt in Hohenlohe wird seit 2016 vom TSV Künzelsau vorangetrieben und mit sehr viel ehrenamtlichem Einsatz der Vereinsführung und Blick auf die zukünftige Vereinsentwicklung umgesetzt. „Das Sportvereinszentrum soll ein Ort der Bewegung und Begegnung werden“, sagt der Präsident des Künzelsauer Traditionsvereins Erwin Bergmann. „Ein Zentrum auch für Mitglieder anderer Sportvereine.“ Einen Kooperationsvertrag unterschrieben haben bereits die SG Garnberg, der TSV Ingelfingen, der FV Künzelsau, der SV Morsbach, Phoenix Nagelsberg und die Sportfreunde Nagelsberg. „Mit weiteren Sportvereinen sind wir noch in der Klärung“, wirbt der TSV-Präsident für eine Beteiligung.

Gesundheitssport im Vordergrund

Im Fokus steht der Gesundheitssport mit 300 Quadratmeter gerätegestützter Trainingsfläche, zwei Gymnastikräumen, modernen Umkleiden und einem Sanitärbereich mit Sauna. Auch ein Clubraum für den Fußballverein mit Outdoorküche für den Stadionverkauf sowie Verwaltungsräume für die Vereinsgeschäftsstelle entstehen.

Richtfest noch im März geplant

„Die Baustelle ist soweit auf Kurs“, erklärt Vereinsvizepräsident Robert Beck. „Die kleine Verzögerung aufgrund des Frostes kann gut aufgeholt werden.“ Der Rohbau im Erdgeschoss ist soweit abgeschlossen und das Obergeschoss wird in den nächsten Wochen fertiggestellt. Danach folgt der Innenausbau. „In der Projektierung läuft die Konzeption der Möblierung und Inneneinrichtung auf Hochtouren“, blickt Erwin Bergmann auf die aktuell anstehenden Aufgaben. Das obligatorische Richtfest ist Ende März geplant. Die Eröffnung des Sportvereinszentrum KÜNfit soll Ende Oktober stattfinden. Die Baukosten sind mit rund vier Millionen Euro kalkuliert. Gebaut wird mit dem Generalunternehmen Stauch aus Kupferzell sowie mit dem Büro a+b Architekten aus Weinstadt. Für eventuelle Einschränkungen und Behinderungen während der Bauarbeiten bittet der TSV um Verständnis.

Sportliche Zukunftsperspektive und Meilenstein ehrenamtlicher Arbeit

Die Vereinsführung freut sich, einen solchen Meilenstein in ehrenamtlicher Arbeit für Künzelsau und die Umgebung stemmen und eine neue sportliche Zukunftsperspektive bieten zu können. Erwin Bergmann und das Vereinspräsidium erhalten Zuspruch und Unterstützung in verschiedener Form. „Dafür bedanken wir uns sehr“, so Erwin Bergmann.

Stadt unterstützt das ehrgeizige Projekt

„Die Stadt Künzelsau unterstützt das neue Sportvereinszentrum mit einem Baukosten-Zuschuss in Höhe von 440.000 Euro“, so Bürgermeister Stefan Neumann. „Das Projekt ist ehrgeizig und neu in dieser Form in unserer Gegend. Es bietet durch die Kooperation für den TSV Künzelsau und die Vereine in der Region enorme Entwicklungsmöglichkeiten und Chancen.“

Quelle: Pressemitteilung der Stadt Künzelsau

Außenansicht. Urheber: Büro a+b Architekt

Baustelle KÜNfit.
Foto Robert Beck, TSV Künzelsau.

Blick vom Geräte-Trainingsraum zum Sportplatz. Foto Robert Beck, TSV Künzelsau.

Innenansicht. Urheber: Büro a+b Architekt