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Bye, bye, Klassenzimmer

Ab Montag, den 22. März 2021, gilt in Baden-Württemberg auch an den Grundschulen eine Maskenpflicht für Lehrkräfte sowie Schüler:innen. Die 5. und 6. Klassen können zur Umsetzung der Abstandsregel auf Wechselunterricht umsteigen. Eine entsprechende Anpassung der Corona-Verordnung ist gerade in der Abstimmung.

Kretschmann: „Tendenz zeigt leider in die falsche Richtung“

Die Landesregierung plant ab Montag weitere Anpassungen der Coronaregeln. Demnach wird der von der Ministerpräsidentenkonferenz am 03. März beschlossene 4. Öffnungsschritt – geplant frühestens ab dem 22. März 2021 – zunächst zurückgestellt. Der Schritt sieht weitere Öffnungen bei Inzidenzwerten unter 50 bzw. zwischen 50 und 100 Infektionen auf 100.0000 Einwohner vor. Die für diesen Öffnungsschritt notwendigen stabilen beziehungsweise rückläufigen Inzidenzen sind derzeit aber nicht in Sicht.

„In einer Übergangsphase können die Schüler:innen auch Alltagsmasken tragen, wenn kurzfristig keine medizinischen Masken für Kinder beschafft werden können“

Ministerpräsident Winfried Kretschmann: „Die aktuelle Lage ist derart dynamisch, dass wir unsere Maßnahmen an diesem Infektionsgeschehen ausrichten müssen. Die Tendenz zeigt leider in die falsche Richtung. Auf dieser Grundlage sind weitere Öffnungen derzeit unrealistisch und nicht sinnvoll.“

Ab der siebten Klasse weiterhin zu Hause

Zusätzlich wird ab Montag an den Schulen neu eingeführt: Die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske für Lehrkräfte sowie für Schüler:innen. Die Maskenpflicht gilt im und außerhalb des Unterrichts. In einer Übergangsphase können die Schüler:innen auch Alltagsmasken tragen, wenn kurzfristig keine medizinischen Masken für Kinder beschafft werden können. Auch an weiterführenden Schulen müssen ab Montag, den 22. März 2021, medizinische Masken getragen werden. Weiterhin soll den weiterführenden Schulen zur Umsetzung der Abstandsregeln ermöglicht werden, Wechselunterricht zu wählen. Dies gilt auch für die sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ).




Weiterhin keine Aussicht auf Öffnung der Läden in Hohenlohe

Das Gesundheitsamt des Hohenlohekreises hat am Mittwoch, den 17. März 2021, insgesamt 57 neue Corona-Infektionsfälle an das Landesgesundheitsamt gemeldet. Etwa 20 davon waren bereits als Kontaktpersonen zu einem anderen Fall in Quarantäne.

Die 7-Tage-Inzidenz liegt damit bei 134,9 pro 100.000 Einwohner.

Betroffen ist unter anderem eine Kinderbetreuungseinrichtung im Raum Neuenstein, wodurch eine Quarantäne für rund 35 Personen notwendig wurde. Außerdem gibt es weitere Fälle in bereits betroffenen Unternehmen.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis

 




Mit Gehzeugen die Mobilitätswende anmahnen

Wie an zahlreichen Orten weltweit veranstalten Parents for Future Hohenlohe und Fridays for Future Künzelsau am Freitag, den 19. März 2021, eine Kunstaktion und eine Mahnwache. Die Aktion findet von 10 bis 13 Uhr am Alten Rathaus in Künzelsau statt, heißt es in einer Pressemitteilung. „Die neue Legislaturperiode im Landtag wird die letzte sein, die die Klimakrise noch abmildern kann“, erklärt Nicola Hellgardt von Parents for Future Hohenlohe. „Deswegen erwarten wir von allen demokratischen Parteien, mit aller Kraft sozial gerechte Maßnahmen zur Beschränkung der Erderhitzung um maximal 1,5 Grad zu verfolgen.“ 

Enormer Platzbedarf

Bei dieser Aktion setzen die Mitglieder von Fridays for Future Künzelsau auch erstmals sogenannte Gehzeuge ein, mit denen sie im Straßenverkehr in und um Künzelsau auffallen wollen. „Gehzeuge sind Holzgestelle zum Umschnallen in SUV-Größe“, so Sam Retzsch von den Fridays, die ein Gehzeug tragen wird. „Unser Gestell veranschaulicht den enormen Platzbedarf, der für Autos im öffentlichen Raum vorgesehen wird.“ „Anstatt in Zeiten der Klimakrise viel stärker in Bus und Bahn zu investieren, wird immer noch mit anwachsendem motorisiertem Individualverkehr geplant,“ bedauert Mario Dietel von den Fridays mit Blick auf den sechsspurigen Ausbau der A6 und die vierspurige Erweiterung der B19. „Die Bevölkerung darf sich ein solches Vorhaben der Politik, das die Einhaltung der Pariser Klimaziele verhindert, nicht gefallen lassen. Wir alle sollten für die Mobilitätswende kämpfen.“

Forderung: Tempo 30

Die Aktivist:innen fordern zudem Tempo 30 im gesamten Künzelsauer Stadtgebiet und gleichberechtigte Nutzungsmöglichkeiten der Verkehrswege für alle Verkehrsteilnehmer:innen. Sylvia Schöne von den Parents for Future formuliert es so: „Wir könnten ganz sicher auf verbreiterte Straßen verzichten, wenn man den ÖPNV radikal ausbauen und vergünstigen, sowie ein durchgängiges und sicheres Radwegenetz schaffen würde.“ Die öffentliche Aktion „Gehzeuge“ soll auf die dringend notwendige Mobilitätswende aufmerksam machen.

Quelle: Pressemitteilung von Fridays for Future Künzelsau




Schnelltests zur Eigenanwendung für Schüler:innen

Mit der schrittweisen Öffnung der Schulen in Baden-Württemberg seit Montag, den 15. März 2021, sollen laut dem Kultusministerium Schüler:innen optimalerweise wöchentlich mindestens zweimal per Schnelltest auf Corona getestet werden. Doch wie genau das ablaufen soll, wissen bislang weder die Schulen noch die Familien.  GSCHWÄTZ hat beim Kultusministerium nachgefragt.

Tests sind freiwillig

Demnach sollen gemäß der, so Pressesprecherin Christina Sattler, „Teststrategie des Landes“, die jeweiligen Kommunen ab Ende März 2021 in Testzentren vor Ort und/auch direkt in Kitas und Schulen die Tests des Landes verwenden. Diese „agieren stationär und ambulant“. Laut Sattler gäbe es eine hohe Zunahme an „kommunalen Angeboten“ diesbezüglich, so dass die „kommunale Infrastruktur bereits in drei Viertel der Kommunen im Land zur Verfügung“ stehe.

Land Baden-Württemberg zahlt

Das sieht jedoch nicht überall so aus, besonders auf dem Land kann vielleicht noch eine größere Stadt mit einem Testzentrum punkten, aber kleinere Gemeinden tun sich unter anderem angesichts nicht flächendeckend zur Verfügung stehenden Tests und Personalmangels noch schwer in der Umsetzung.

Bislang nur Schnelltestzentrum als Testmöglichkeit

Im Kochertal haben Familien derzeit die Möglichkeiten, ihre schulpflichtigen Kinder, in Künzelsau im Schnelltestzentrum testen zu lassen. Hier sind aber die Termine begehrt und begrenzt (wir berichteten). Weitere Möglichkeiten gibt es derzeit nicht.

Bis zu den Osterferien soll es daher zunächst bei der bisherigen Struktur bleiben:

// Schul- und Kita-Personal kann sich mit den Berechtigungsscheinen (diese gibt es bei den Schulen) bei Ärzten und Apotheken sowie in den kommunalen Testzentren testen lassen.

// Schüler:innen können von den kommunalen Testzentren stationär oder mit mobilen Teams (vielerorts derzeit noch nicht möglich) in der Schule getestet werden

Christine Sattler verweist darauf, dass auch Schulen ihren Schüler:innen und Schülern „angeleitete Selbsttestangebote machen“ können, zum Beispiel, indem sie dafür Mittel aus den ihnen zur Verfügung stehenden Corona-Schulbudgets (Gesamthöhe von 40 Millionen Euro; Budgets pro Schule mit einem Sockelbetrag plus einem Betrag je nach Schülerzahl) verwenden. Ob hierfür eine ausreichende Menge an Schnelltests vorhanden ist, ist noch nicht bekannt. Nach den Osterferien soll es aber mit den diesen Selbsttests richtig losgehen, betont das Kultusministerium gegenüber GSCHWÄTZ:

Schulen sollen bald informiert werden

„Nach den Osterferien sollen den Schulen zusätzlich zu den oben beschriebenen und an den Schulen bekannten Strukturen, Schnelltests zur Eigenanwendung für das Personal und für Schülerinnen und Schülern zur Verfügung stehen. Das Testangebot wird spätestens ab dann massiv ausgeweitet. Das Kultusministerium und das Sozialministerium sind aktuell mit den Kommunalen Landesverbänden im Gespräch, um dieses Modell in der Teststrategie des Landes zu verankern. Eine Kabinettsbefassung hierüber steht in Kürze bevor. Sobald die Gespräche hierzu abgeschlossen sind und die Schnelltests zur Eigenanwendung in die Teststrategie des Landes aufgenommen und beschlossen wurden, werden die Schulen umgehend über diese erweiterten Möglichkeiten sowie die konkrete Umsetzung informiert. Im Ergebnis wird es Testangebote für das Personal der Kitas, der Schulen sowie für alle Schülerinnen und Schüler anlasslos zweimal die Woche geben.“

Auf freiwilliger Basis

Die Tests sind nicht verpflichtend, sondern finden auf freiwilliger Basis statt. Folglich hat es für die Teilnahme dieser Schülerinnen und Schüler am Schul- und Unterrichtsbetrieb auch keine Folgen. Allerdings ist es natürlich das Ziel, dass möglichst viele Schülerinnen und Schüler die Tests in Anspruch nehmen. Die Tests sind freiwillig.




Nasenabstriche im Minutentakt

Am Montag, den 15. März 2021, hat das Corona-Schnelltestzentrum in der Künzelsauer Stadthalle den Betrieb aufgenommen. Etwas mehr als hundert Menschen nutzen die Gelegenheit gleich am ersten Tag und lassen sich testen. Patrick Braun und seine drei Kollegen vom Deutschen Roten Kreuz nehmen die Nasenabstriche im Minutentakt an zwei Test-Straßen vor. Das geht aus einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau hervor. Auch die Apotheker Hans-Peter van Dorp und Julian Bockmann springen kurz ein, als einige Personen warten, und machen Abstriche an der dritten Test-Straße. Gut gelaunt gelingt es dem Team, den Test von der Anmeldung im Foyer, über den Abstrich im großen Saal, bis zum Verlassen der Stadthalle am Nebenausgang in nur wenigen Minuten abzuwickeln. Das Test-Ergebnis wird kurz darauf schon per E-Mail geschickt oder kann, bei telefonischer Anmeldung, nach kurzer Wartezeit in Papierform mitgenommen werden.

Apotheker springen ein

Ende der vergangenen Woche waren die Test-Termine für diese Woche Montag und Freitag alle ausgebucht. Deshalb haben die Apotheker Hans-Peter van Dorp und Julian Bockmann mit ihrem Team rasch übers Wochenende das Angebot auf knapp 200 Tests pro Testtag ausgebaut. Jetzt im laufenden Betrieb kann die Kapazität der Nachfrage angepasst und bei Bedarf auch nochmal erhöht werden.

Öffnungszeiten und Anmeldung

Das Testzentrum in der Stadthalle Künzelsau, Schulstraße 9, ist geöffnet Montag, Mittwoch und Freitag, von 18 bis 21 Uhr.

Wer sich testen lassen möchte, muss eine FFP2-Maske tragen, symptomfrei sein, einen Ausweis dabeihaben und sich unbedingt anmelden über das Termin-Buchungsportal: http://www.apo-schnelltest.de/testcenter-kuenzelsau . Es wird darum gebeten, die Anmeldebestätigung ausgedruckt zum Termin mitzubringen.

Menschen ohne Internetzugang können sich bei der Stadtverwaltung Künzelsau telefonisch anmelden: Montag bis Freitag von 8.30 bis 18.30 Uhr, Samstag von 9 bis 13 Uhr, Telefon 07940 129-0.

Das Corona-Schnelltestzentrum in der Stadthalle Künzelsau betreiben gemeinsam die Apotheke MediKÜN, die Hohenlohe-Apotheke, der Ortsverein Künzelsau des Deutsches Rotes Kreuzes und Stadt.

 

Schnelltestzentrum in der Stadthalle Künzelsau: Foto: Stadtverwaltung Künzelsau

Das Corona-Schnelltestzentrum in der Stadthalle Künzelsau betreiben gemeinsam die Apotheke MediKÜN, die Hohenlohe-Apotheke, der Ortsverein Künzelsau des Deutsches Rotes Kreuzes und Stadt.
Foto: Stadtverwaltung Künzelsau.

 




Inzidenz bei fast 110

Das Gesundheitsamt des Hohenlohekreises hat am heutigen Dienstag, 16. März 2021, insgesamt 19 neue Corona-Infektionsfälle an das Landesgesundheitsamt gemeldet. Die 7-Tage-Inzidenz liegt damit bei 109,2 pro 100.000 Einwohner. Das geht aus einer Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises hervor.

Betroffen sind unter anderem zwei Grundschulen im Großraum Öhringen, womit für über 20 Kontaktpersonen eine Quarantäne angeordnet wurde.

 




Im Einsatz für Hohenlohe – aber nicht gemeinsam

Neben Arnulf von Eyb (CDU) sind auch Catherine Kern (Bündnis 90/Die Grünen) und Anton Baron (AfD) im neuen baden-württembergischen Landtag und vertreten den Wahlkreis Hohenlohe. Nur auf eine überparteiliche Zusammenarbeit dürfen die Bürger:innen wohl erstmal nicht hoffen. GSCHWÄTZ-Redakteur Matthias Lauterer hat mit den beiden einen Tag nach der Landtagswahl am 14. März 2021 am Rande einer Kreistagssitzung kurz gesprochen.

„Wir hoffen, dass wir auch in Hohenlohe grüne Politik voranbringen“

GSCHWÄTZ: Frau Kern, Sie haben den persönlichen Erfolg im zweiten Anlauf. Die Partei hat einen Erfolg mit plus Prozenten. Sie lächeln aus gutem Grund, nehme ich an.

Kern: Ja, ich bin sehr erfreut über unser Gesamtergebnis. Natürlich über mein persönliches Ergebnis. Ja, es war ein langer Weg. Es hat sich gelohnt. Insofern hoffen wir, dass wir jetzt auch in Hohenlohe grüne Politik voranbringen.

GSCHWÄTZ: Dann gratuliere ich Ihnen dazu. Wissen Sie denn schon, welche Fachgebiete Sie dann in der Fraktion bearbeiten werden oder ist das noch nicht abgesprochen?

Kern: Morgen gibt es das erste Treffen, wo alle Abgeordnete zusammenkommen. Ich gehe davon aus, dass es da im Gespräch sein wird.

„Mit der AfD möchte ich nicht zusammenarbeiten“

GSCHWÄTZ: Wir haben jetzt nicht mehr nur zwei Abgeordnete aus der Umgebung, sondern drei. Wird das den Stand des Hohenlohekreises oder des Wahlkreises 21 in der Politik stärken? Können Sie sich vorstellen, dass es eine fraktionsübergreifende Zusammenarbeit gibt mit den Abgeordneten aus der Region?

Kern: Ich schätze Herrn von Eyb. Ich habe schon 2016 mit ihm Wahlkampf zusammen gemacht. Er bringt zehn Jahre Erfahrung mit, 16 Jahre Kenntnisse von Hohenlohe. Ich habe als kommunale Politikerin auch meinen Erfahrungsbereich. Ich denke, da kann es einen guten Austausch geben. Mit der AfD möchte ich nicht zusammenarbeiten.

„Das landesweite Ergebnis ist enttäuschend“

Auch den AfD-Abgeordneten Anton Baron konnte Matthias Lauterer am Rande der Kreistagssitzung am 15. März 2021 für ein kurzes Statement gewinnen.

GSCHWÄTZ: Herr Baron. Erst einmal herzlichen Glückwunsch, dass Sie Ihr Mandat wiederbekommen haben. Aber so ganz ohne Wermutstropfen ist es wohl nicht, denn Sie haben Stimmen verloren. Ihre Partei hat knapp ein Drittel Ihrer Stimmen verloren. Wie fühlen Sie sich gerade?

Baron: Natürlich bin ich froh über mein persönliches Ergebnis. Ich bin froh, dass meine bürgernahe Arbeit auch hier im Kreis honoriert worden ist. Ich habe mich immer bemüht, mich für die Menschen hier einzusetzen. Natürlich ist das landesweite Ergebnis enttäuschend. Das hängt natürlich mit vielem zusammen. Zum einen, dass uns die öffentlich-rechtlichen Medien ignoriert haben vor den Wahlen. Wir sind in keine Talkshows eingeladen worden. Wir haben nahezu keinen Platz gehabt im Fernsehen. Und darüber hinaus muss man auch sagen, diese Verfassungsschutzkeule, der politisch instrumentalisierte Verfassungsschutz, der uns kurz vor den Wahlen nochmal hier aufgesetzt worden ist und den das Gericht schlussendlich auch kassiert hat, hat nichtsdestotrotz sicherlich auch Wähler verschreckt.

„Wir wollen diesen klar bürgerlich-konservativen Weg gehen“

GSCHWÄTZ: Jetzt ist ja der Fall, dass viele Abgeordnete der AfD, die vorher drin waren und die sich besonders durch Standpunkte vom rechten Spektrum ausgewiesen haben, nicht mehr dabei sind. Ist das für Sie ein Zeichen?

Baron: Ja, definitiv. Bei uns findet natürlich auch die Professionalisierung statt und dass wir Provokateure ganz entschlossen ausschließen. Das haben wir auch bewiesen. Wir haben diese Provokateure und auch die, die mit diesem Parlamentsbetrieb nicht zurechtgekommen sind, ausgeschlossen oder die sind von sich alleine ausgetreten. Das zeigt auch, dass wir hier diesen klar bürgerlich-konservativen Weg gehen wollen.

GSCHWÄTZ: Wir haben jetzt seit oder ab der nächsten Legislaturperiode zum ersten Mal überhaupt drei Abgeordnete aus Hohenlohe im Parlament. Sehen Sie da die Möglichkeit, regional für die Region, zum Beispiel für Verkehr und Energie zusammenzuarbeiten?

„Wir stehen immer bereit für Gespräche“

Baron: Wir als AfD und prinzipiell ich selber stehe immer bereit für Gespräche. Ich verwehre mich auch keinen Lösungsvorschlägen, die für unsere Bürger irgendetwas bringen. So stimmen wir auch immer in den Gemeinderäten, im Landesparlament oder auch im Kreistag ab. Und daran wird sich auch nichts ändern. Wir sind ja in den Parlamenten, um irgendetwas zu erreichen für unsere Bürger hier in Hohenlohe. Und daran halten wir auch weiterhin fest.

Anton Baron und Catherine Kern einen Tag nach der Landtagswahl in Baden-Württemberg am 15. März 2021. Fotos und Fotomontage: GSCHWÄTZ




Hohenlohe auf Trab gebracht

Die Sparkasse Hohenlohekreis will die Hohenloher auch in Pandemie-Zeiten auf Trab bringen und hat dazu „Sparkassen-Familien-Wohnzimmer-Workout“-Videos mit der Hohenloher Sportlerin des Jahres 2020, Laura Raquel Müller, gedreht, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Filme stehen am Mittwoch, den 17. März, am Mittwoch, den 24. März, und Mittwoch, den 31. März 2021, jeweils ab 18 Uhr auf der Homepage der Sparkasse (www.spk-hohenlohekreis.de/workout) sowie auf den sozialen Netzwerken der Sparkasse Hohenlohekreis (Facebook und Instagram). Alle drei Videos hintereinander sorgen für insgesamt 30 Minuten Bewegung.

Mehrere Rekorde

Laura Raquel Müller gilt als eins der größten Leichtathletik-Talente in Deutschland. Bei den deutschen U18- und U20-Leichtathletik-Meisterschaften holte die Leichtathletin im Weitsprung und auf 100 Meter Sprint Doppel-Gold. Sie erreichte bisher in ihren Altersklassen mehrere Rekorde. Weder bei der U20 noch bei den Frauen ist in der Region Heilbronn-Franken jemand schneller gelaufen als die Verrenbergerin.

Spaß an der Bewegung

Bei den Aufnahmen zu den Workout-Filmen sind auch Melissa und Ben zu sehen. Die beiden Hohenloher Grundschüler standen bereits 2019 vor der Kamera und erkundeten gemeinsam die Sparkassen-Hauptstelle, waren bei Beratungsgesprächen dabei und staunten über die vielfältige Förderung durch die Sparkasse im Hohenlohekreis. Dieses Mal kamen sie in Sportkleidung und waren mit großem Eifer unter dem Motto „Was zählt, ist Spaß und Bewegung“ dabei.

Bewegung direkt im Wohnzimmer

Bei den sportlichen Workout-Filmen geht es nicht um Schnelligkeit oder die größte Weite, sondern um Spaß an der Bewegung. Die meisten Menschen brauchen zur Bewegung einen Motivationsschubs oder feste Termine im Verein, was mit den vielen Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie nicht einfacher geworden ist. Mit den Workout-Filmen kommt die Bewegung nun direkt nach Hause ins Wohnzimmer. Mitmachen ist ganz einfach möglich vor dem Laptop, dem Tablet oder Smart-TV. Die Videos bleiben auf der Sparkassen-Homepage und können jederzeit angeklickt werden.

Quelle: Pressemitteilung der Sparkasse Hohenlohekreis

 

Dreh zum Sport-Video mit Laura Raquel Müller, Melissa und Ben. Foto: Sparkasse Hohenlohekreis




Keine Terminabsagen im KIZ Öhringen

Im Kreisimpfzentrum Öhringen können auch nach der Entscheidung des Bundes, den Impfstoff von AstraZeneca vorerst nicht mehr zu nutzen, alle für das kommende Wochenende geplanten Impftermine stattfinden, teilt das Landratsamt Hohenlohekreis mit. Diejenigen, die bereits einen Termin im Zeitraum von Freitag, den 19. März, bis Sonntag, den 21. März 2021, gebucht haben und AstraZeneca erhalten sollten, erhalten stattdessen den Impfstoff von Biontech. Diese Vorgehensweise für das kommende Impfwochenende sei auch mit dem Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg abgestimmt, heißt es in der Pressemitteilung.

Vorerst keine neuen Termine

„Wir können die Lücke, die die Aussetzung des AstraZeneca-Impfstoffes nun verursacht, mit dem Biontech-Impfstoff schließen. Das bedeutet erst einmal, dass die Menschen ihre Termine am kommenden Wochenende nicht stornieren müssen. Wie es insgesamt mit dem Impfgeschehen weitergeht, wird sich in den nächsten Tagen zeigen“, erklärt Mike Weise, Leiter des KIZ Öhringen. Gleichzeitig bedeutet dies jedoch, dass für die Wochen danach vorerst keine neuen Termine vergeben werden, bis die Entscheidung über die weitere Nutzung von AstraZeneca gefallen ist beziehungsweise neue Impfstoffe verfügbar sein sollten.

Rund 4.000 AstraZeneca-Dosen bereits verimpft

Im KIZ Hohenlohekreis wurden bislang rund 4.000 Dosen des Impfstoffes von AstraZeneca verabreicht, für die kommenden drei Wochen waren weitere rund 1.900 Termine vorgesehen. Am vergangenen Wochenende Freitag, den 12. März, bis Sonntag, den 14. März, wurden im Kreisimpfzentrum Öhringen insgesamt rund 3.050 Impfdosen verabreicht.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis




„Natürlich schmerzt so eine Niederlage“

Es hat nicht geklappt für Stefan Neumann mit einem weiteren Karrieresprung – dieses Mal nach Backnang. Zu eindeutig waren die Wahlergebnisse am Sonntag, den 14. März 2021, auch wenn Mitbewerber Maximilian Friedrich knapp an der erforderlichen 50-Prozent-Mehrheit vorbeischrammte. Daher gibt es noch einen zweiten Wahlgang Ende März 2021, allerdings ohne Stefan Neumann, der zwar bei dem Abstimmungsergebnis den zweiten Platz belegen konnte, aber weniger als die Hälfte der Stimmen im Vergleich zu Friedrich bekam.

Videobotschaft

Damit bleibt Stefan Neumann erst einmal Bürgermeister in Künzelsau. „Natürlich schmerzt so eine Niederlage“, sagt er in einer Videobotschaft einen Tag nach der Wahl auf seinem Facebookaccount.

Neumann dankt jedoch all seinen Unterstützern und kehrt in seiner Videobotschaft denn auch zügig zu seiner Arbeit in Künzelsau zurück, indem er auf die Kreistagssitzung verweist, die am Montag, den 15. März 2021 für ihn ansteht.