Mit der schrittweisen Öffnung der Schulen in Baden-Württemberg seit Montag, den 15. März 2021, sollen laut dem Kultusministerium Schüler:innen optimalerweise wöchentlich mindestens zweimal per Schnelltest auf Corona getestet werden. Doch wie genau das ablaufen soll, wissen bislang weder die Schulen noch die Familien. GSCHWÄTZ hat beim Kultusministerium nachgefragt.
Tests sind freiwillig
Demnach sollen gemäß der, so Pressesprecherin Christina Sattler, „Teststrategie des Landes“, die jeweiligen Kommunen ab Ende März 2021 in Testzentren vor Ort und/auch direkt in Kitas und Schulen die Tests des Landes verwenden. Diese „agieren stationär und ambulant“. Laut Sattler gäbe es eine hohe Zunahme an „kommunalen Angeboten“ diesbezüglich, so dass die „kommunale Infrastruktur bereits in drei Viertel der Kommunen im Land zur Verfügung“ stehe.
Land Baden-Württemberg zahlt
Das sieht jedoch nicht überall so aus, besonders auf dem Land kann vielleicht noch eine größere Stadt mit einem Testzentrum punkten, aber kleinere Gemeinden tun sich unter anderem angesichts nicht flächendeckend zur Verfügung stehenden Tests und Personalmangels noch schwer in der Umsetzung.
Bislang nur Schnelltestzentrum als Testmöglichkeit
Im Kochertal haben Familien derzeit die Möglichkeiten, ihre schulpflichtigen Kinder, in Künzelsau im Schnelltestzentrum testen zu lassen. Hier sind aber die Termine begehrt und begrenzt (wir berichteten). Weitere Möglichkeiten gibt es derzeit nicht.
Bis zu den Osterferien soll es daher zunächst bei der bisherigen Struktur bleiben:
// Schul- und Kita-Personal kann sich mit den Berechtigungsscheinen (diese gibt es bei den Schulen) bei Ärzten und Apotheken sowie in den kommunalen Testzentren testen lassen.
// Schüler:innen können von den kommunalen Testzentren stationär oder mit mobilen Teams (vielerorts derzeit noch nicht möglich) in der Schule getestet werden
Christine Sattler verweist darauf, dass auch Schulen ihren Schüler:innen und Schülern „angeleitete Selbsttestangebote machen“ können, zum Beispiel, indem sie dafür Mittel aus den ihnen zur Verfügung stehenden Corona-Schulbudgets (Gesamthöhe von 40 Millionen Euro; Budgets pro Schule mit einem Sockelbetrag plus einem Betrag je nach Schülerzahl) verwenden. Ob hierfür eine ausreichende Menge an Schnelltests vorhanden ist, ist noch nicht bekannt. Nach den Osterferien soll es aber mit den diesen Selbsttests richtig losgehen, betont das Kultusministerium gegenüber GSCHWÄTZ:
Schulen sollen bald informiert werden
„Nach den Osterferien sollen den Schulen zusätzlich zu den oben beschriebenen und an den Schulen bekannten Strukturen, Schnelltests zur Eigenanwendung für das Personal und für Schülerinnen und Schülern zur Verfügung stehen. Das Testangebot wird spätestens ab dann massiv ausgeweitet. Das Kultusministerium und das Sozialministerium sind aktuell mit den Kommunalen Landesverbänden im Gespräch, um dieses Modell in der Teststrategie des Landes zu verankern. Eine Kabinettsbefassung hierüber steht in Kürze bevor. Sobald die Gespräche hierzu abgeschlossen sind und die Schnelltests zur Eigenanwendung in die Teststrategie des Landes aufgenommen und beschlossen wurden, werden die Schulen umgehend über diese erweiterten Möglichkeiten sowie die konkrete Umsetzung informiert. Im Ergebnis wird es Testangebote für das Personal der Kitas, der Schulen sowie für alle Schülerinnen und Schüler anlasslos zweimal die Woche geben.“
Auf freiwilliger Basis
Die Tests sind nicht verpflichtend, sondern finden auf freiwilliger Basis statt. Folglich hat es für die Teilnahme dieser Schülerinnen und Schüler am Schul- und Unterrichtsbetrieb auch keine Folgen. Allerdings ist es natürlich das Ziel, dass möglichst viele Schülerinnen und Schüler die Tests in Anspruch nehmen. Die Tests sind freiwillig.