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„Verschärfte Regelungen der „Notbremse“, die im Hohenlohekreis seit Mitte März gelten, haben leider keine ausreichende Eindämmung der Verbreitung des Coronavirus im Hohenlohekreis gebracht“

Das Gesundheitsamt des Hohenlohekreises hat am vergangenen Wochenende insgesamt 61 neue Corona-Infektionsfälle (Samstag, den 27. März 2021: 57 Fälle, Sonntag, 28. März 2021: 4 Fälle) an das Landesgesundheitsamt gemeldet. Die 7-Tage-Inzidenz liegt am 28. März 2021 bei 268, 1 pro 100.000 Einwohner.)

Kita im Kocherttal betroffen

Rund die Hälfte aller Betroffenen war bereits als Kontaktperson in Quarantäne. Aufgrund eines bestätigten Falls in einer Kinderbetreuungseinrichtung im Kochertal musste für 30 Kontaktpersonen eine Quarantäne angeordnet werden. Zudem gibt es weitere Fälle in bereits betroffenen Unternehmen und Einrichtungen.

Ab 29. März neue Coronaverordnung

Mit Wirkung vom 29. März 2021 treten die Änderungen der Corona-Verordnung Baden-Württemberg in Kraft:

  • Bei Mitfahrten von haushaltsfremden Personen im Auto gilt für alle Insassen eine Maskenpflicht (medizinische Maske oder FFP2-/KN95-/N95-Maske). Paare, die nicht zusammenleben, gelten auch hier als ein Haushalt.
  • Keine Verschärfung der Kontaktbeschränkung bei der „Notbremse“. Hier bleibt die allgemeine Regelung bestehen: Maximal fünf Personen aus nicht mehr als zwei Haushalten. Dabei zählen Kinder bis einschließlich 14 Jahre nicht mit. Paare, die nicht zusammenleben, gelten als ein Haushalt.
  • Definition von Schnell- und Selbsttests, die erforderlich sind, um gewisse Dienstleistungen und Angebote wahrnehmen zu können. Soweit ein negativer COVID-19-Schnelltest erforderlich ist, muss dieser durch geschulte Dritte durchgeführt und ausgewertet werden oder unter Aufsicht eines geschulten Drittens durchgeführt und ausgewertet werden (§ 4a).
  • Ermöglichung der Kontaktnachverfolgung über Apps (§ 6 Absatz 4).
  • In Stadt- und Landkreisen mit einer stabilen 7-Tage-Inzidenz unter 50 dürfen Bibliotheken und Archive analog zu Museen ohne Einschränkungen öffnen.
  • Der Buchhandel gehört nicht mehr zum Einzelhandel des täglichen Bedarfs. Für ihn gelten nun auch die entsprechenden Click & Collect bzw. Click & Meet Regelungen. Das Land setzt damit ein Urteil des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg um.

„Ausgangssperren, wenn alle anderen Maßnahmen versagen“

Zusätzlich zu den Änderungen weist die Landesregierung Landräte und örtliche Gesundheitsämter an, die Regelungen der „Notbremse“ umzusetzen, wenn die 7-Tage-Inzidenz mehrere Tage hintereinander über 100 liegt. Dazu gehören die bereits in der vergangenen Version vorgesehenen Ausgangssperren am Abend. Bei 7-Tage-Inzidenzen von mehr als 100 wird die Landesregierung die Behörden vor Ort anweisen, Ausgangssperren zu verhängen, wenn alle anderen Maßnahmen versagt haben.

Nach Ostern im Hohenlohekreis wieder Ausgangsbeschränkungen und erweiterte Maskenpflicht

Das Landratsamt des Hohenlohekreises wird laut einer Pressemitteilung Anfang nächster Woche, also nach Ostern, weitere Maßnahmen umsetzen, insbesondere eine Ausgangsbeschränkung in der Nachtzeit und erweiterte Maskenpflicht. Die Allgemeinverfügungen werden am Montag mit den Gemeinden abgestimmt und veröffentlicht.

„Wir sind mitten in der dritten Welle“

„Wir dürfen die momentane Lage nicht auf die leichte Schulter zu nehmen – wir sind mitten in der dritten Welle. Die verschärften Regelungen der „Notbremse“, die im Hohenlohekreis seit Mitte März 2021 gelten, haben leider keine ausreichende Eindämmung der Verbreitung des Coronavirus im Hohenlohekreis gebracht,“ so Landrat Dr. Matthias Neth über die Verschärfungen der nächsten Woche. „Wir müssen alle gemeinsam an den vielen Faktoren der Pandemiebekämpfung arbeiten: Einhaltung des Regelwerks, größtmögliche Kontaktreduzierung, Nutzung der Corona-Warn App, zügiges Impfen und Nutzung der Testangebote.“

2.800 Erst- und Zweimpfungen im Kreisimpfzentrum in Öhringen im Wochenende

Am Wochenende wurde im Kreisimpfzentrum Öhringen (KIZ) insgesamt knapp 2.800 Erst- und Zweitimpfungen gebucht. In den nächsten Tagen werden neue Impftermine freigeschalten. „Mit zunehmenden Betrieb steigt natürlich auch die Nachfrage nach Parkplätzen. Leider stellen wir fest, dass die eingerichtete Kurzparkzone für den Ein- und Ausstieg von stark mobilitätseingeschränkten Besuchern vermehrt als Dauerparkplatz genutzt wird. Hochbetagte Menschen werden dadurch gezwungen, im fließenden Verkehr auszusteigen,“ beschreibt Mike Weise, Leiter des KIZ, die Gefahrensituation, die dadurch entsteht. Die Begleiter werden gebeten, die Kurzparkzone unmittelbar nach dem Aussteigen der zu Impfenden wieder zu verlassen. Parkmöglichkeit stehen im Parkhaus „Alte Turnhalle“ in unmittelbarer Nähe zur Verfügung.




Bürgermeister Neumann lädt zur Bürgersprechstunde

Die Einwohner:innen von Künzelsau haben am Mittwoch, 31. März 2021, Gelegenheit, sich mit ihren Anregungen und Problemen persönlich an Bürgermeister Stefan Neumann zu wenden. Die Sprechstunde findet in der Zeit zwischen 16 und 18 Uhr stat

Persönlich oder virtuell 

Das Gespräch kann telefonisch, per Video-Konferenz oder persönlich – mit viel Abstand und FFP2-Maske im Rathaus –
stattfinden.

Anmeldung erforderlich

Wer Interesse hat, an der Bürgersprechstunde sein Anliegen vorzubringen, wird gebeten, sich anzumelden bei der Stadtverwaltung Künzelsau, Sibylle Fünfer, 07940 129-101, sibylle.fuenfer@kuenzelsau.de.




Klopapier neben Kleidung

Ein ungewöhnliches Bild bietet sich derzeit Kunden in dem ein oder anderen Einzelhandelsgeschäft, das eigentlich geschlossen sein müsste angesichts steigender Coronazahlen. Im Traditions-Modehaus Kuhn in Bad Mergentheim etwa stapelt sich Toilettenpapier neben Blusen, Hosen und Unterwäsche. Auch das können hier Kunden seit kurzem kaufen.

Auf einmal systemrelevant

Der Grund: Toilettenpapier und Lebensmitteln gehören zu systemrelevanter Ware. Wer mehr als 60 Prozent dieser Ware verkauft, darf auch im Lockdown geöffnet bleiben – wie Supermärkte und Drogerien.

Irgendwie offen bleiben

Gegenüber dem SWR äußerte sich Johannes Kuhn hierzu wie folgt: „Wir haben uns relativ spontan entschlossen, dass wir unser Modehaus im Sortiment erweitern. Dass wir den Schwerpunkt (…) auf Drogerieartikel legen: (…) Toilettenpapier, Desinfektionsmittel und Lebensmittel. Um den Bürgern hier vor Ort (…) Bedarfsartikel zur Verfügung stellen zu können und um unserem Modehaus eine Möglichkeit zu geben, zu öffnen.“

Einzelhändler verzweifelt angesichts ihrer Situation

So gibt es neben Toilettenpapier auch Nudeln zu kaufen, Küchenpapier und Mehl. Man sehe durch derartige Umgestaltungen auch, wie verzweifelt die Einzelhandelsbranche ist angesichts ihrer Situation, erklärt Johannes Kuhn. Neben dem Modehaus Kuhn gibt es noch weitere Einzelhandelsgeschäfte in der Region, die ähnliche kreative Ideen haben, um einer Schließung zu entgehen.




Bürgermeister fordern verpflichtendes Tragen von Masken in den Innenstädten

Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann hat am Freitagnachmittag, den 26. März 2021, eine kurze E-Mail an Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann, Kultusministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut und Sozialminister Manne Lucha geschickt. Unter anderem fordern er und 12 weitere Stadtoberhäupter darin das verpflichtende Tragen von Masken in den Innenstädten.

Tagespass für die Teilnahme am öffentlichen Leben

Unter dem Motto „Städte für eine sichere Öffnungsstrategie“ setzen sich die Rathauschefs für folgende Punkte ein:

  1. Corona-Schnellteststrukturen ausbauen, verpflichtend zu machen und einen Tagespass einzuführen
  2. Ergänzend sollte das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen in den Innenstädten verpflichtet werden, sowie die konsequente Kontrolle der AHA LA Regeln.
  3. Die Impfstrategie beschleunigen, vor allem im Hinblick auf ausreichend Impfstoff in 4 bis 6 Wochen. In Ergänzung zu den Hausarztstrukturen bieten wir an, wo sinnvoll auch kommunale Impfzentren aufzubauen, um Massen schnell und effizient zu impfen. Dies sollte im Rahmen eines Katastrophenschutzmanagements und Einbezug aller staatlichen Institutionen erfolgen.
  4. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich Kunden im Einzelhandel infizieren ist laut TU Berlin und anderen Institutionen sehr gering. Aus diesem Grund sprechen wir uns für eine Öffnungsstrategie losgelöst von einer reinen Inzidenzbetrachtung aus. Grundsätzlich soll der Zugang zu Geschäften/Handel, Bildungs-, Sozial- und öffentlichen Einrichtungen, Gastronomie, Kunst- und Kultureinrichtungen ermöglicht werden, wenn ein Testnachweis (Tagespass) vorgelegt werden kann oder die betreffende Einrichtung einen Schnelltest als Zugangsvoraussetzung selbst vornimmt. Zudem soll eine Kontakterfassung in den Betrieben erfolgen. Eine weitere Möglichkeit stellt die Verwendung der Luca-App dar.

„Lieber mit Einschränkungen alles öffnen, anstatt Existenzen zu ruinieren“

Ziel soll es sein, „gerade in Zeiten steigender Inzidenzen weitere Öffnungsschritte „sicher“ zu ermöglichen. Unsere Teststrukturen sind vorhanden und könnten in Richtung eines verpflichtenden Tagestickets umgebaut werden. Zusammen mit der konsequenten Kontrolle der AHA LA Regeln bekommen wir diese Pandemie in den Griff und ermöglichen den Bürgern und der Wirtschaft eine wirkliche Perspektive. Lieber mit Einschränkungen alles öffnen, anstatt Existenzen zu ruinieren“, steht in dem Schreiben, das im Namen von folgenden Bürgermeistern seinen Weg nach Stuttgart gefunden hat:

Bad Friedrichshall – Bürgermeister Timo Frey

Bad Mergentheim – Oberbürgermeister Udo Glatthaar

Bad Rappenau – Oberbürgermeister Sebastian Frei

Brackenheim – Bürgermeister Thomas Csaszar

Crailsheim – Oberbürgermeister Dr. Christoph Grimmer

Eppingen – Oberbürgermeister Klaus Holaschke

Künzelsau – Bürgermeister Stefan Neumann

Lauda-Königshofen – Bürgermeister Dr. Lukas Braun

Öhringen – Oberbürgermeister Thilo Michler

Neckarsulm – Oberbürgermeister Steffen Hertwig

Schwäbisch Hall – Oberbürgermeister Hermann-Josef Pelgrim

Tauberbischofsheim – Bürgermeisterin Anette Schmidt

Wertheim –   Oberbürgermeister Markus Herrera Torrez

Hohenlohekreis: Inzidenz klettert derweil unaufhörlich weiter Richtung 300

Derweil klettert der Inzidenzwert im Hohenlohekreis unaufhörlich weiter. Das Gesundheitsamt des Hohenlohekreises meldete am Freitag, den 26. März 2021, insgesamt 86 neue Corona-Infektionsfälle an das Landesgesundheitsamt. Die 7-Tage-Inzidenz liegt damit bei 274,3 pro 100.000 Einwohner.

Rund die Hälfte der Betroffenen waren Kontaktpersonen

Rund die Hälfte aller Betroffenen war bereits als Kontaktperson zu einem anderen Fall in Quarantäne. Aufgrund eines weiteren bestätigten Falls in einer bereits betroffenen Kinderbetreuungseinrichtung im Großraum Öhringen musste für 30 Kontaktpersonen aus bisher noch nicht betroffenen Gruppen Quarantäne angeordnet werden. Neu betroffen ist ein Unternehmen im Großraum Öhringen, zudem gibt es weitere Fälle in bereits betroffenen Unternehmen.

Am Wochenende wird die neue Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg erwartet. Das Landratsamt Hohenlohekreis wird zeitnah weitere Informationen dazu veröffentlichen, sobald die Details der Corona-Verordnung bekannt sind.

 




Diskussion über einheitliches „To-Go“-Pfandsystem in Hohenlohe

Mit fast 50 Teilnehmern war die Auftaktveranstaltung des Online-Dialog-Forums „In und nach der Corona-Krise: Wie kann das „To-go“-Geschäft im Hohenlohekreis umweltfreundlicher werden?“ ein voller Erfolg. Eingeladen hatten der Landkreis mit der Abfallwirtschaft, der Wirtschaftsinitiative und der Touristikgemeinschaft sowie DEHOGA. „Ziel des Dialog-Forums ist es, mit den Anbietern von Speisen und Getränken im Hohenlohekreis über Mehrweglösungen ins Gespräch zu kommen“, so die Geschäftsführerin der Wirtschaftsinitiative Hohenlohe und Leiterin des Amts für Wirtschaftsförderung und Tourismus Caroline Bogenschütz bei der Einführung zu Beginn der Online-Veranstaltung. Im Blick haben die Initiatoren dabei neben Gaststätten, Kantinen, Hotels, Besenwirtschaften auch Tankstellen, Dönerläden, Supermärkte und die Fast-Food-Ketten im Kreis. Geplant sind insgesamt drei Termine. Ideal wäre es, wenn man eine Pfandschale nach dem Einkauf beim Metzger in Mulfingen beispielsweise wieder beim Bäcker in Künzelsau abgeben könnte.

Pfandschale nach dem Einkauf in Mulfingen wieder in Künzelsau abgeben

Bei seiner Begrüßung unterstrich Landrat Dr. Matthias Neth die Wichtigkeit der vielfältigen gastronomischen Angebote für den Hohenlohekreis. „Wir wissen, wie schwer Ihnen die Auswirkungen der Corona-Pandemie zu schaffen machen. Daher ist es uns sehr wichtig, Sie zu unterstützen, indem wir eine geeignete Plattform zum Austausch über ein geeignetes Mehrwegsystem bieten“, so Neth.

Sebastian Damm: „Berge von Verpackungen, die leider oft in der Natur oder im Straßengraben landen“

Mitveranstalter des Dialog-Forums ist der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA). Angelika Walter-Hertweck, Vorsitzende der Fachgruppe Tourismus und Hotellerie, betonte die Notwendigkeit, sich auf Neuerungen gerade durch das „To go“-Geschäft einzustellen. „Dessen Folge sind Berge von Verpackungen, die leider oft in der Natur oder im Straßengraben landen“, so der Geschäftsführer der Abfallwirtschaft Hohenlohekreis Sebastian Damm. Auch deshalb schreibe der Gesetzgeber ab 2023 das Angebot von Mehrweglösungen vor. Exemplarisch wurde das etablierte Mehrwegsystem Recup/Rebowl aus München vorgestellt, das mittlerweile bundesweit aktiv ist.

Erste Erfahrungen positiv

Auch im Hohenlohekreis gibt es bereits erste Erfahrungen mit Mehrwegsystem in der Gastronomie. So berichtete beispielsweise Besenwirt Günter Banzhaf aus Siebeneich über kürzlich eingeführte Behältnisse. Die Kunden haben bei einer Essensbestellung zum Mitnehmen bei Banzhaf die Wahl zwischen einer Einweg- oder einer Mehrwegverpackung. Knapp 80% entschieden sich für die Mehrwegverpackung und nahmen dafür einen Aufpreis in Kauf. Praktikabel und akzeptiert ist Banzhafs Fazit.  Der Bretzfelder Bürgermeister Martin Piott schließt sich Günter Banzhaf an und hält ein glühendes Plädoyer für ein kreisweit einheitliches System.

Kreisweit einheitliches System mit regionalem Branding

Die Auftaktveranstaltung lieferte viele wertvolle Impulse und einen ersten Überblick über bestehende Mehrwegsysteme – sowohl für Becher als auch für Schalen. Bei der Diskussion in Kleingruppen wurden dann Fragen zum Beispiel zur Spülung, oder zur Akzeptanz der Systeme näher erörtert. Erfreulich war, dass auch teilnehmende Metzgereien sich das Angebot von Mehrwegpfandschalen vorstellen können.

Gleich am nächsten Montag startet das Online-Dialog-Forum in die nächste Runde. Hier sollen die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Systeme näher beleuchtet werden. Außerdem stehen Einblicke in gemeinsame Initiativen in anderen Regionen auf dem Programm. Da die Vorteile eines regionalen Brandings in der digitalen Umfrage mehrheitlich groß eingeschätzt wurden, sollen auch hierzu Ideen gesammelt werden.

Nächstes Online-Dialog-Forum am Montag, den 29. März 2021

Teil 2 des Dialog-Forums startet am Montag, 29. März 2021 um 14:30 Uhr. Für die Teilnahme wird ein Laptop oder PC und ein Internetanschluss benötigt. Es muss kein spezielles Computerprogramm und keine Kamera vorhanden sein. Die Anmeldung erfolgt über: https://eveeno.com/hohenlohe-to-go-2.

Anmeldeschluss ist der 28. März.

Quelle: Pressemitteilung LRA Hohenlohekreis

 




Das Virus erst gar nicht in die Klassenzimmer lassen

„Testen, testen, testen“, das hat sich die Stadtverwaltung Künzelsau groß auf die Fahnen geschrieben. Daher verteilt die Stadtverwaltung nun Selbsttest-Kits an Schüler:innen der  auch an den städtischen Schulen. Das Ziel: Für möglichst viele Schüler:innen und das Lehrerkollegium soll die Infektionsgefahr verringert werden.

Die Stadtverwaltung ist sich sicher: „Das schafft auch die Möglichkeit, den Präsenzunterricht aufrecht zu erhalten.“

Die Stadtverwaltung ist sich sicher: „Das schafft auch die Möglichkeit, den Präsenzunterricht aufrechtzuerhalten.“ Im Künzelsauer Rathaus freut man sich über die Lieferzusage für Test-Kits, die das regelmäßige Testen jetzt für die nächsten Wochen sicherstellen. Die Eltern seien nun aufgerufen, ihre Kinder daheim zu testen.

Eltern sind aufgerufen, ihre Kinder zu Hause zu testn

„Nach den Osterferien können wir wöchentlich bis zu zwei Tests für alle Schulkinder anbieten“, so Bürgermeister Stefan Neumann. Einige Schulen starten bereits in der kommenden Woche. Die kostenlosen Tests sind freiwillig und sollen von den Eltern zuhause durchgeführt werden. „Positiv getestete Kinder sollen sich erst gar nicht auf den Schulweg machen, nicht in den Bus einsteigen und auch nicht die Schule betreten“, so Bürgermeister Stefan Neumann. „Zu unserer Teststrategie gehört es, neben dem Angebot im Testzentrum, die komfortablen nasalen Tests auch in den Schulen in ausreichender Menge anzubieten. Deshalb sind wir selbst aktiv geworden und haben direkt bei einem Händler auf unsere Kosten bestellt.“

Neumann: „Deshalb sind wir selbst aktiv geworden und haben direkt bei einem Händler auf unsere Kosten bestellt.“

Das Land hat bisher zwar Tests mit der tiefen Einführung in die Nase zur Verfügung gestellt. Deren Anwendung bei Kindern ist aber, insbesondere bei den Kleinen, wenig praktikabel. Der Abstrich bei den von der Stadt georderten Test-Kits der neuen Generation zur Selbstanwendung wird nur im vorderen Nasenbereich gemacht und ist angenehmer.

Einfache Tests

Laut der Stadtverwaltung Künzelsau werden bereits seit Wochen am Ganerben-Gymnasium Lehrer:innen nun auch Schüler:innen größerem Umfang getestet. „Ich bin froh, dass Lehrer:innen sowie Schüler:innen des Ganerben-Gymnasiums sehr verantwortungsvoll mit der Pandemie umgehen“, so Schulleiter Edwin Straßer. „Das zeigt sich auch in der großen Bereitschaft, sich freiwillig testen zu lassen. Das Tückische ist ja, dass man Infektionsträger sein kann, ohne dass man selbst etwas bemerkt. Regelmäßige Tests möglichst vieler Schülerinnen und Schüler dienen deshalb nicht nur der persönlichen Sicherheit aller am Schulleben Beteiligten, sondern helfen auch, Infektionsherde frühzeitig aufzudecken und Infektionsketten zu unterbrechen. Eine gemeinsame Teststrategie an den Künzelsauer Schulen – an der seit Wochen gearbeitet wird – kann also einen wertvollen Beitrag dazu leisten, die Inzidenzzahlen insgesamt zu senken.“

Ganerben-Gymnasium testet bereits seit Wochen seine Lehrerschaft

Nach den Osterferien will auch das Land die Städte mit der Lieferung dieser Test-Kits unterstützen. Dann soll es ein Kontingent für Schulkinder, Lehrerkollegium und Betreuungskräfte geben, das Tests zweimal in der Woche ermöglicht.

„Unser Ziel ist, die Tests auf unbestimmte Dauer verlässlich allen zur Verfügung zu stellen. Nutzen Sie alle die Möglichkeiten, testen Sie Ihre Kinder und nehmen Sie auch das Angebot im Testzentrum in der Stadthalle in Anspruch, um sich zu testen“, appelliert Bürgermeister Stefan Neumann. „Wir können die Pandemie nur gemeinsam eindämmen.“

Kostenlose Corona-Schnelltests in der Stadthalle Künzelsau

Apotheken, Deutsches Rotes Kreuz und Stadt bieten weiterhin für alle kostenlose Corona-Schnelltests in der Stadthalle, Schulstraße 9, in Künzelsau an: Montag, Mittwoch und Freitag 18 bis 21 Uhr. Die Anmeldung ist online möglich über das Termin-Buchungsportal:  http://www.apo-schnelltest.de/testcenter-kuenzelsau

Wer keinen Internetzugang hat, kann sich telefonisch bei der Stadtverwaltung Künzelsau anmelden: Montag bis Freitag von 8.30 bis 18.30 Uhr, Samstag von 9 bis 13 Uhr, Telefon 07940 129-0.

Aufgrund der großen Nachfrage ist die kurzfristige Erweiterung der Testtermine in Planung.

Schülertest am GanerbenGymnasium. Stadtverwaltung Künzelsau

 




„Mein herzlicher Dank geht an die Stadt Öhringen – an der Spitze Herr OB Michler – für die herausragende Zusammenarbeit“

Der Regionalleiter der BBT-Gruppe Marc Reggentin hat am Donnerstag, den 25. März 2021, gemeinsam mit der kaufmännischen Direktorin des Hohenloher Krankenhaus, Melanie Junge, den Bauantrag für den Neubau des Hohenloher Krankenhauses bei der Stadt Öhringen eingereicht. Das geht aus einer Pressemitteilung der BBT-Gruppe gemeinsam mit dem Landratsamt des Hohenlohekreises und der Stadt Öhringen hervor.

„Wichtiger Meilenstein“

„Dieser Tag ist für uns als BBT-Gruppe heute ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einem zukunftweisenden Krankenhausneubau“, betonte Marc Reggentin bei der Überreichung der mehr als 30 Aktenordner an Öhringens Oberbürgermeister Thilo Michler. „Wir schaffen hier ein Krankenhaus der Zukunft  mit intelligenter Raumnutzung, moderner Technik und kurzen Wegen, das die hochwertige medizinische Versorgung der Menschen in Hohenlohe auf Jahre hinaus wohnortnah sicherstellt.“ Er sei zuversichtlich und stolz, dieses wichtige Projekt nun einen weiteren wichtigen Schritt voranbringen zu können.

Mehr als 30 Aktenordner

Reggentin dankte Landrat Dr. Matthias Neth und dem Oberbürgermeister Thilo Michler für die gute Zusammenarbeit in den zurückliegenden Monaten. „Der Hohenlohekreis und die Stadt Öhringen sind für uns zentrale Partner, die uns bereits bei den gesamten Vorarbeiten und Planungsgesprächen unterstützt haben. Nur mit solch verlässlichen Partnerschaften lässt sich ein Projekt in dieser Größenordnung verwirklichen“, so der BBT-Regionalleiter.

„Krankenhaus der Zukunft mit intelligenter Raumnutzung“

„Ich bin der festen Überzeugung, dass das neue Krankenhaus in Öhringen die optimale Lösung ist, um die medizinische Versorgung aller Hohenloher:innen auch in Zukunft sicherzustellen“, erklärte auch der Landrat des Hohenlohekreises Dr. Matthias Neth.  „Wir bleiben auf Kurs, indem wir den Standort Öhringen jetzt fachlich und im Angebot stärken und weiterentwickeln und gleichzeitig den Neubau entschlossen vorantreiben. Wir bleiben im Zeit- und Kostenplan, die Planung hat eine hohe Qualität – es wird ein sehr gutes Krankenhaus entstehen. Es ist ein guter Tag für die Menschen im Hohenlohekreis. Mein herzlicher Dank geht an die Stadt Öhringen – an der Spitze Herr OB Michler – für die herausragende Zusammenarbeit bei der bisherigen Planung und Abstimmung, an unsere Geschäftsführung, hier insbesondere an die Kaufmännische Direktorin Melanie Junge, die dieses Projekt konsequent in hoher Qualität und mit viel Herzblut vorangetrieben hat und an das Land Baden-Württemberg für die erfreuliche Krankenhausförderung.“

„Mein herzlicher Dank geht an die Stadt Öhringen – an der Spitze Herr OB Michler – für die herausragende Zusammenarbeit“

Die Pläne für den Neubau des Hohenloher Krankenhauses wurden im vergangenen Jahr laut der BBT-Gruppe in intensiven Nutzergesprächen mit Ärzten, Pflegenden und allen beteiligten Bereichen weiter konkretisiert und überarbeitet. Nach der Zustimmung des Aufsichtsrats der BBT-Gruppe sowie der Gesellschafterversammlung der Hohenloher Krankenhaus gGmbH konnten die Pläne bereits im Januar und Februar im Rathaus in Öhringen eingesehen werden und wurden auch beim virtuellen Neujahrsempfang der Stadt Öhringen öffentlich vorgestellt.

Gesundheitscampus für Öhringen

„Wir freuen uns erstmalig ein Projekt dieser Größenordnung baurechtlich begleiten zu dürfen und somit zum Gelingen des Vorhabens beitragen zu können“, sagte Oberbürgermeister Thilo Michler. „In der Gemeinderatssitzung diese Woche haben wir mit dem Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan Gesundheitscampus bereits den gesetzlichen Auftakt für den Neubau gegeben. Wir als Stadt Öhringen unterstützen das Projekt vollumfänglich und ziehen mit allen Beteiligten an einem Strang. Gerade jetzt in Zeiten der Pandemie haben wir gesehen, wie wichtig Investitionen im Gesundheitsbereich sind“, so Öhringens Oberbürgermeister.

Für die Prüfung des Bauantrags sind sechs Monate angesetzt

Für die Prüfung des Bauantrags sind etwa sechs Monate angesetzt. Hier erklärt Stadtbaumeister Kai Langenecker: „Aufgrund der Vorgespräche mit dem Bauherrn und seinen Fachplanern sind wir zuversichtlich, zusammen mit den zu beteiligenden Fachbehörden im Hause, im Landratsamt und im Regierungspräsidium Stuttgart zügig eine Genehmigung erteilen zu können. Nach Entgegennahme der Unterlagen ist es unsere erste Aufgabe die Vollständigkeit zu überprüfen und falls notwendig den Bauherrn um Nachreichung entsprechender Unterlagen zu bitten. Dann werden die Fachbehörden, wie z.B. das Gesundheitsamt, die Gewerbeaufsicht, der Kreisbrandmeister oder im RP Stuttgart das Referat für Denkmalpflege gehört und um entsprechende Stellungnahmen gebeten. Wenn diese alle vorliegen und die Nachbaranhörung, die selbstverständlich auch durchgeführt wird, abgeschlossen ist, liegt es dann an uns die Genehmigung fertig zu machen.“

205-Bettenhaus soll entstehen

Geplant ist ein 205-Bettenhaus, das mit seinem medizinischen Behandlungsspektrum die Grund- und Regelversorgung in den Fachbereichen der Chirurgie und Inneren Medizin sichert und darüber hinaus mit zusätzlichen spezialisierten Versorgungsangeboten ein breites medizinisches Leistungsprofil abdeckt. Dazu gehören etwa die Geburtshilfe, die Diagnostik und Therapie von Herz-Kreislauferkrankungen u.a. im modernen Herzkatheterlabor, die Behandlung von Schlaganfallpatienten in der zertifizierten Stroke Unit, die moderne Endoprothetik sowie die hohe diagnostische und therapeutische Kompetenz bei Magen- und Darmerkrankungen und natürlich die rasche Notfallversorgung in einem interdisziplinären Notfallzentrum.

„Krankenhaus der kurzen Wege“

„Bei allen Überlegungen steht für uns der Patient im Mittelpunkt und alle Wege, die er während eines ambulanten oder stationären Aufenthalts im Krankenhaus durchläuft“, betont die kaufmännische Direktorin Melanie Junge. „Um diese Abläufe und die Bedürfnisse des Patienten herum konzentrieren sich die verschiedenen Räume und Funktionsbereiche. Daraus ergibt sich ein Krankenhaus der kurzen Wege für Patienten, Mitarbeitende und Besucher.“

Das Gebäude wird aus einem rechteckigen Kubus bestehen, der sich um zwei Lichthöfe im Inneren gruppiert und so Tageslicht in allen Patientenzimmern sowie in den Therapie- und Aufenthaltsräumen ermöglicht. Es erstreckt sich über insgesamt vier Stockwerke sowie ein Kellergeschoss für Funktionsräume und Technik.

Wann das Krankenhaus fertig sein soll, darauf wird nicht näher eingegangen

Im Erdgeschoss soll sich dann das Diagnostik- und Ambulanzzentrum befinden: neben der interdisziplinären Notaufnahme ist hier die radiologische Diagnostik mit MRT, CT und konventionellem Röntgen konzentriert. Funktionsdiagnostik mit EEG, Herz-Echo, Sonographie und Endosonographie an, die zugleich den Übergang zu den Ambulanzen bildet. Großzügige Wartezonen sowie die Untersuchungszimmer und Funktionsräume können von verschiedenen Abteilungen gemeinsam genutzt werden. Ein großzügiger Gastronomiebereich am Eingang lädt Patienten, Besucher, Mitarbeiter und Gäste zum Verweilen ein.

Ambulanz, OP-Räume und Therapieräume

Im 1. Stock sollen Räume für Operationen geschaffen werden, für invasive Eingriffe und Interventionen sowie die dazugehörige intensivmedizinische Überwachung sind hier konzentriert. Mehrere Operationssäle mit moderner Ausstattung, dazu das Herzkatheterlabor und die Überwachungsstation für Herzinfarkt- und Schlaganfallpatienten liegen in enger Verbindung nebeneinander. Hinzu kommen vier neue Kreißsäle – einer mehr als bisher – für die Geburtshilfe.

Das zweite und dritte Stockwerk sollen der Pflege der stationären Patienten gewidmet werden. Im Neubau wird es laut der BBT-Gruppe nur noch Ein- oder Zweibettzimmer geben. Alle Patientenzimmer haben große Fenster für viel Tageslicht und verfügen jeweils über ein eigenes Bad mit Dusche und WC. „Hier können wir allen Patienten einen sehr guten Standard anbieten“, unterstreicht Junge. Daneben sind spezielle Therapieräume zum Beispiel für die Behandlung älterer mehrfach erkrankter Patienten in der Geriatrie vorgesehen. Im dritten Obergeschoss bietet eine Komfortstation auf Wunsch zusätzliche Annehmlichkeiten.

„Schon in den vergangenen Monaten hat das Projektteam bei den verschiedenen erforderlichen Gutachten eng mit den Genehmigungsbehörden zusammengearbeitet, um alle Auflagen in Sachen Umweltverträglichkeit, Klimaschutz und Emissionen zu erfüllen“, erläutert Marc Reggentin. „Viele Gedanken haben wir uns auch um die künftigen Verkehrswege und das mit dem Neubau verbundene höhere Verkehrsaufkommen gemacht und hier gemeinsam mit der Stadt Öhringen eine sehr gute Lösung für das gesamte Quartier gefunden: Das Kubiz-Gebäude am Eingang zur Kastellstraße wird abgerissen und an dieser Stelle soll ein Parkhaus errichtet werden, das den Autoverkehr aufnehmen kann, bevor dieser überhaupt das Wohngebiet erreicht. Damit können sämtlich Parkplatzprobleme, insbesondere auch die Parksituation an der gewerblichen Schule aufgefangen werden.“

Der Neubau soll im vorgegebenen Kostenrahmen blieben – was genau das bedeutet, wird nicht genannt

Insgesamt bleibe es bei dem geplanten Krankenhausneubau bei dem ursprünglich vorgegeben Kostenrahmen, so Reggentin. Wie hoch die Kosten nun genau sein sollen – immerhin gab es in der Vergangenheit hierzu ganz unterschiedliche Aussagen – wird nicht genannt. Nur so viel sagt die BBT:

„Um unabsehbare Kostensteigerungen zu vermeiden, haben wir die Firma VAMED als Partner sowohl für die Planung als auch für die Umsetzung des Projekts ins Boot geholt.“ Als international renommierter Spezialist für den Neubau von Kliniken ist VAMED u.a. für die Charité in Berlin, die Uniklinik Köln und die Unikliniken Schleswig-Holstein tätig. „Mit dem sog. Partnering-Verfahren haben wir die Voraussetzung für Kostentransparenz und finanzielle Planungssicherheit geschaffen“, ist sich die BBT-Gruppe sicher.

Vor dem Bauantrag fanden monatelange Grabungen statt, weil auf dem Neubaugelände Teile eines alten Römerkastells gefunden worden sind. Kritiker monierten, dass daher an dieser Stelle ein Neubau kaum möglich sei.

Über den Stand der archäologischen Grabungen äußerte sich die BBT-Gruppe bislang nicht.

30 Aktenordner umfasst das Baugesucht. Foto: BBT-Gruppe / Landratsamt des Hohenlohekreises / Stadt Öhringen

 




Kinderschuhe auf den Stufen des Rathauses

Nicht nur in Künzelsau (wir berichteten), auch in Niedernhall wurden Kinderschuhe vor das Rathaus gelegt. Mit dieser Aktion, die es schon in einigen Städten in Deutschland gegeben hat, wollen Eltern darauf aufmerksam machen, wie Kinder teilweise unter den Coronamaßnahmen leiden.

 

Schuhaktion in Niedernhall. Screenshot: facebook/Du weißt, dass du aus Niedernhall kommst, wenn…

Schuhaktion in Niedernhall. Screenshot: facebook/Du weißt, dass du aus Niedernhall kommst, wenn…




Zweite Runde für die Hohenloher Bio-Sterne

Nach der erfolgreichen ersten Vergabe der Hohenloher Bio-Sterne im Sommer 2020 startet die Bio-Musterregion Hohenlohe laut einer Pressemitteilung in die zweite Runde. Bis Donnerstag, den 20. Mai 2021, können sich Betriebe und Unternehmen mit besonderen bio-regionalen Produkten und Produktlinien auf die Auszeichnung bewerben.

Vergabe der Auszeichnung in Kupferzell

Eine zwölfköpfige Bio-Sterne-Jury vergibt im Anschluss die Bio-Sterne. Die Verleihung der Sterne ist für Mittwoch, den 30. Juni 2021, an der Akademie für Landbau und Hauswirtschaft in Kupferzell geplant – entsprechend den dann geltenden Vorschriften zur Eindämmung des Coronavirus. Die Auszeichnungen werden für einzelne Produkte und Produktlinien vergeben, nicht pauschal für das ganze Unternehmen.

Informationen auf der Homepage

Alle Informationen zur Bewerbung inklusive Fragebogen und Listungstabelle der Produkte stehen auf der Homepage der Bio-Musterregion zum Download bereit (http://www.biomusterregionen-bw.de/hohenlohe/biosterne). Hier sind auch detaillierte Informationen zu Bewerbungsbedingungen und eine Übersicht der Preisträger 2020 zu finden.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis




„Öhringen soll auch nach der Pandemie lebendig bleiben“

Alle kennen ihn: den Öhringer Geschenkgutschein – erfolgreiche Umsätze seit seiner Einführung in 2006 sprechen für die Beliebtheit des bekannten Papiergutscheins. Dieses Erfolgsprodukt will der Handels- und Gewerbeverein nun gemeinsam mit der Stadt Öhringen fit machen für die Zukunft, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung. Der etablierte Gutschein – der nun Gutscheinliebe.Öhringen heißt – bekommt ein neues Gesicht und wird zum Verkaufsstart mit einer Rabattaktion der Stadt gefördert.

Einstimmiger Beschluss

In der Sitzung am 23. März 2021 hat der Öhringer Gemeinderat einstimmig eine Gutschein-Rabattaktion zur Stärkung des lokalen Einzelhandels beschlossen. Die Idee dazu hatte Leona Ledwig, Marketingleitung der Stadt Öhringen: „Die kritische Situation unserer Händler, Dienstleister und Gastronomen durch die Corona-Pandemie macht uns große Sorgen. Viele kämpfen um ihre Existenz. Das fehlende Weihnachtsgeschäft hat viele zusätzlich geschwächt. Öhringen soll auch nach der Pandemie lebendig bleiben. Deshalb soll der beliebte Öhringer Gutschein rabattiert angeboten werden, um Umsätze direkt in die Kassen zu bringen. Gleichzeitig wollen wir mit der Aktion einen langfristigen Beitrag zur Weiterentwicklung unseres Einkaufs- und Erlebnisstandorts leisten und daher den ‚alten Gutschein‘ durch ein neues System fit machen für die Zukunft“, so Ledwig.

„Eine enorme Erleichterung“

Das neue System setzt auf wiederaufladbare Gutscheinkarten statt Einweg-Papier und bietet zusätzlich die Möglichkeit, print@home-Gutscheine für Last-Minute-Geschenke im Onlineshop zu beziehen. Künftig wird das System auch für steuerfreie Sachbezüge für Arbeitgeber – die sogenannten 44-EUR-Gutscheine – nutzbar sein. Anders als beim bisherigen System können beliebige Werte aufgeladen und eingelöst werden, bereits ausgegebene Karten können bequem online wieder aufgeladen und weiterverschenkt werden. „Eine enorme Erleichterung für mich als Händler bietet das automatische Abrechnungssystem. Ich muss keine Papiergutscheine mehr beim HGV einreichen, sondern warte einfach auf meine vollautomatische Abrechnung. Auch das Aufladen und Einlösen per QR-Code oder im Browser funktioniert total einfach“, freut sich HGV-Mitglied Martin Gseller auf die Einführung des neuen Systems.

 45 statt 50 – die Rabattaktion

Zum Verkaufsstart werden die neuen Gutscheine zu einem Aktionspreis angeboten: Wer einen Gutschein für 50 Euro kauft, erhält fünf Euro Förderung von der Stadt – bezahlt werden müssen also nur 45 Euro. „Diese Aktion spült zehnfachen Umsatz direkt in die Kassen. Maximal kann zum Beispiel mit 10.000 Gutscheinen á 50 Euro ein Gesamtumsatz von 500.000 Euro generiert werden“, sagt Detlef Burgemeister, Vorstandsmitglied des HGV. Um zu gewährleisten, dass die Umsätze zügig in die Kassen der Geschäfte wandern, werden die geschenkten fünf euro mit einer Gültigkeit bis 31. Juli 2021 versehen. Der Verkaufsstart der Aktionsgutscheine ist für Mai geplant – im Falle eines anhaltenden oder erneuten Lockdowns wird flexibel reagiert. „Die Aktion vereint viele Vorteile. Sie unterstützt von der Corona-Krise betroffene Branchen, schafft ein Bewusstsein dafür, dass Umsätze vor Ort Existenzen retten, zeigt Solidarität und ist ein wichtiger Schritt in Richtung Standort-Digitalisierung. Außerdem ist sie ein weiteres Beispiel dafür, was durch die geplanten neuen Stadtmarketingstrukturen in Zusammenarbeit des HGV und der Stadt möglich ist“, freut sich Leona Ledwig.

Anmeldungen für Teilnehmer ab sofort möglich

Rund 60 Stellen akzeptieren aktuell den alten Öhringer Gutschein, diese können sich nun für das neue System anmelden. Es können sich aber auch neue Annahmestellen registrieren, die sich nicht rein auf den Einzelhandel beschränken. Für alle interessierten Teilnehmer wird es Anleitungen und kostenlose Webinare geben. Anmeldungen sind ab sofort bei Leona Ledwig unter leona.ledwig@oehringen.de möglich.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Öhringen