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Hunderte Fische in Angelsee verendet

Vergangene Woche verendeten laut Polizeimitteilung hunderte Fische in einem See bei Mulfingen. Der Gewässerwart entsorgte zwischen Donnerstag, den 29. April 2021, und Samstag, 01. Mai, zwischen 400 und 600 Fische, die aus unbekannten Gründen verendeten, aus dem unteren Hollenbacher See bei Mulfingen. Dieser wird als Angelsee genutzt wird. Der dortige Badesee ist nicht betroffen.

Unter anderem wurden Gewässerproben für eine Untersuchung entnommen. Die Ermittlungen zur Ursache des Fischsterbens dauern an.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn




Pandemie ist eine große Herausforderung für Unternehmen und Beschäftigte

Der Elektromotoren- und Ventilatorenhersteller Ziehl-Abegg hat im Jahr 2020 einen Umsatz von 639 Millionen Euro (Vorjahr 633 Millionen Euro) erzielt, teilt das Künzelsauer Unternehmen in einer Pressemitteilung mit. Das sei eine Steigerung um rund ein Prozent. Im laufenden Jahr deutet die bisherige Entwicklung auf einen guten Umsatzzuwachs hin. „Das Jahr 2020 glich einer Achterbahnfahrt: Grenzschließungen, Materialabriss, Umsatzeinbruch und Auftragsanstieg wechselten sich rasant ab“, sagt Vorstandsvorsitzender Peter Fenkl in der Mitteilung.

Corona-Regelungen behindern Produktion und Vertrieb

Für ein Unternehmen mit einer hohen Fertigungstiefe bedeute dies eine enorme Anstrengung: für die komplette Organisation und besonders für alle Beschäftigten. Allerdings hat Ziehl-Abegg einen großen Vorteil: „Wir haben in der Krise weltweit mehrere große Bauvorhaben gestartet und in Maschinen investiert – so ist Ziehl-Abegg nun in der Lage, das Wachstum abzufangen“, stellt Fenkl fest. Allerdings werde die Produktion ebenso wie der Vertrieb durch die Corona-Regelungen deutlich behindert. Dazu komme eine globale Verknappung von Bauteilen. Und über allem schwebt das Damoklesschwert der Pandemie – „keiner weiß, ob nächste Woche wieder eine Talfahrt beginnt“.

Früh Reisewarnung ausgesprochen

Das Unternehmen hat den Ausbruch der Pandemie vor einem Jahr schon früh wahrgenommen und reagiert. Fenkl blickt zurück: „Wir haben als eines der ersten deutschen Unternehmen eine Reisewarnung von und nach China und kurz darauf auch nach Italien ausgesprochen.“ Der Hohenlohekreis, wo sich die drei deutschen Produktionswerke und der Firmensitz befinden, war in der ersten Corona-Welle einer der drei deutschen Corona-Hotspots; denn mehrere öffentliche Veranstaltungen hatten die Verbreitung des Virus rasant beschleunigt.

Geringes Wachstum beim Jahresumsatz

Von den ursprünglichen Umsatzplänen hatte sich Ziehl-Abegg im Vorjahr rasch verabschieden müssen. Dass es in Teilen, etwa im Bereich Antriebstechnik für Aufzüge, schon im Frühsommer zu einer sehr guten Umsatzentwicklung kam, hat den Einbruch bei der Lufttechnik nicht kompensiert. Die Lufttechnik startete erst im vierten Quartal zu einer Aufholjagd, sodass Ziehl-Abegg letztlich doch noch ein geringes Wachstum beim Jahresumsatz erreichen konnte. „Das ist dem unermüdlichen Einsatz unserer Kolleginnen und Kolleginnen zuzuschreiben, die in der Pandemie in Deutschland und weltweit einen sehr guten Job gemacht haben“, unterstreicht der Firmenchef.

Mitarbeiter gesucht

Die Mitarbeiterzahl blieb im Jahr 2020 konstant: 2.400 Menschen arbeiten in Deutschland bei Ziehl-Abegg, global sind es insgesamt 4.300. Dabei soll es allerdings nicht bleiben: „Derzeit suchen wir händeringend nach Mitarbeitenden, die an unseren drei Standorten in Deutschland in der Produktion mit anpacken“, sagt Fenkl.

Quelle: Pressemitteilung von Ziehl-Abegg

 

Hohe Fertigungstiefe bei Ziehl-Abegg: Renas Abdulrahman montiert in Schöntal-Bieringen einen klassischen AC-Ventilator aus Aluminium. Im selben Werk befindet sich die Aluminium-Gießerei des Unternehmens. Foto: Ziehl-Abegg/Rainer Grill

 

Georgios Gkvelesiani verpackt einen Radialventilator. Die blauen Laufräder aus Hochleistungskunststoff werden im Ziehl-Abegg-Werk in Kupferzell in der eigenen Kunststofffertigung gespritzt. Foto: Ziehl-Abegg/Rainer Grill

 




Künzelsau: Knapp 55 Prozent Baumschäden wegen Dürre

Mit dem Satz „Die Lage ist nicht schön“ begann Stephan Römer, Leiter des Forstreviers Künzelsau, die Vorstellung des Betriebsplans 2021 im Rahmen der Gemeinderatssitzung vom 27. April 2021.

Enorme Mengen von geschädigten Holz

Seit 2018, so Römer, habe man hauptsächlich Schadholz aus dem Wald gebracht, vor allem Buche, Fichte und Esche. Der prozentuale Anteil des Schadholzes stieg dabei von 70 Prozent der entnommenen Menge im Jahr 2018 bis auf 96 Prozent der Entnahmemenge im Jahr 2020. Inzwischen seien Kahlflächen sichtbar. „Das macht einige Sorge“, sagt Römer. Aufgrund des hohen Schadholzanteils habe man im Jahr 2020 26,4 Prozent mehr Holz eingeschlagen als in Normaljahren.

Dürre als Hauptursache

Für den größten Teil des geschädigten Holzes sei die Dürre verantwortlich: 69 Prozent Dürreschäden stünden  17 Prozent Insektenschäden, 8,5 Prozent Sturmschäden und 1,5 Prozent Pilzschäden gegenüber. Der Vergleich mit dem Waldschadensbericht zeige, dass der Künzelsauer Wald inzwischen überdurchschnittlich von Schäden betroffen ist: 55 Prozent der Bäume seien Bäume im Künzelsauer Forst bereits geschädigt, im Bundesdurchschnitt seien es 46%. In früheren Jahren sei der Künzelsauer Wald weniger stark betroffen gewesen als der Durchschnitt.

„Eiche hats gut überstanden“

Im Forstwirtschaftsjahr 2021 liegt der Arbeitsschwerpunkt bei der Beseitigung von Schadholz und der Pflege von Eichenbeständen. Die Eiche habe die Dürre gut überstanden, meint Römer, daher sei der Einschlag von Eichen für 2021 auch normal geplant. Er nennt diese Planung „das Prinzip Hoffnung“.

„Für das Ökosystem steht mehr auf dem Spiel als der Holzzuwachs“

Für die Wiederaufforstung plant Römer vorläufig weiter mit eher traditionellen Baumarten wie Stieleichen, Traubeneichen, Douglasien,  Schwarzkiefer und Weißtannen. Er hält den Schritt, schnell auf klimaresistente Baumarten umzuschwenken, noch für verfrüht: „Da ist noch wissenschaftliche Begleitung nötig“, schließlich plane man jetzt für die nächsten 100 -150 Jahre. Grundsätzlich sieht er die Notwendigkeit, die Zusammensetzung des Waldes zu verändern, warnt aber davor, den Wald ausschließlich wie eine Landwirtschaft zu betrachten: „Für das Ökosystem steht mehr auf dem Spiel als der Holzzuwachs“, sagt er. Und ergänzt: „Zuviel Engagement ist ehrenwert, aber nicht unbedingt zielführend“.

Totholz nicht die Ursache des Schädlingsbefalls

Das im Wald liegende Totholz sei keine Brutstätte für Schädlinge, die gesunde Bäume befallen, erklärt Römer. Das Totholz beherberge nur sogenannte „Sekundärschädlinge“, die lebendem Holz nicht zusetzten.

Vermarktung des Holzes

Auf die Frage bezüglich der Vermarktung des deutlich höheren Einschlags konnte Römer beruhigen: Das gesamte Holz konnte verwertet werden. Einige Gemeinderäte verwiesen darauf, dass derzeit Bauholz immer teurer werde, der wahrscheinliche Grund dafür sei der Holzexport. Diesen Aspekt sieht Römer „mit einem lachenden und einem weinenden Auge: Wenn es nicht möglich wäre, zum Beispiel Schadholz Buche zu exportieren, wäre der Preis im Keller“.

Trotz der noch einigermaßen hohen Preise ist der Wald der Stadt Künzelsau nicht kostendeckend: Geschätzten Ausgaben für die Waldpflege in Höhe von 251.000 Euro stehen für das Jahr 2021 geplante Einnahmen aus dem Holzverkauf von 197.000 Euro gegenüber.

Text: Matthias Lauterer

 

Wegen der anhaltenden Trockenheit fällte ein Forstunternehmen im Stadtwald zahlreiche Bäume. Foto: Stadtverwaltung Künzelsau / Archiv

 

 




Mulfingen: Neuer Förster übernimmt Revierleitung

Zum 1. Mai 2021 tritt Martin Killat die Nachfolge von Johannes Jakob als Revierleiter im Forstrevier Mulfingen an. Johannes Jakob wechselte bereits zum 1. April 2021 zu ForstBW ins Revier Kocher-Jagst.

Martin Killat war seit 2017 mit der Leitung der Holzverkaufsstelle im Forstamt des Hohenlohekreises beauftragt. Der 29-Jährige kommt ursprünglich aus der Gemeinde Rot am See, studierte in Freiburg/Breisgau und wohnt derzeit in Schwäbisch Hall. Das Revier wird er zunächst von seinem Büro in Künzelsau aus betreuen.

„Aufgabenschwerpunkte im Revier werden sich immer mehr verlagern“

„Der Wald befindet sich im Wandel – die Aufgabenschwerpunkte im Revier werden sich immer mehr verlagern“, erklärt der Förster. „In den kommenden Jahren und Jahrzehnten werden wir uns sehr intensiv mit der Begründung und Pflege neuer, ehemals nadelholzgeprägter Bestände beschäftigen müssen, der Waldumbau ist bereits in vollem Gange. Zudem ist der Bedarf an Beratung und Betreuung im Privatwald enorm angestiegen. Beiden Herausforderungen werde ich mich mit großer Freude und hoher Motivation stellen.“

Kontaktdaten

Martin Killat ist ab dem 1. Mai 2021 erreichbar unter Tel. 07940 18-563 oder E-Mail: martin.killat@hohenlohekreis.de. Seine Sprechzeiten sind Montag und Freitag von 8 bis 10 Uhr.

Pressemitteilung des Landratsamts Hohenlohekreis

 




Keine Entspannung in Sicht

Im Hohenlohekreis wurden am 01.05.2021 (Stand: 16 Uhr*) insgesamt 52 neue Corona-Fälle gemeldet. Das geht aus einer Mitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises hervor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 253,0 pro 100.000 Einwohner. Der Durchschnittsinzidenzwert in Baden-Württemberg liegt derzeit bei 183.

Lediglich sechs weitere Kreise in Baden-Württemberg haben einen schlechteren Inzidenzwert als der Hohenlohekreis, darunter der Stadtkreis Heilbronn.

* Es handelt sich hierbei um die für diesen Tag an das Landesgesundheitsamt gemeldeten Fälle. Die Meldefrist ist täglich um 16 Uhr, sodass alle Fälle des Vortags ab 16 Uhr bis zum aktuellen Tag, 16 Uhr, in die Statistik zählen.

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Nun auch vormittags kostenfrei schnelltesten

Vor dem Friseur oder dem Besuch bei Angehörigen schnell zum Test? Das geht mit den erweiterten Öffnungszeiten des Corona-Schnelltestzentrums in der Stadthalle in Künzelsau jetzt noch besser. Ab Montag, den 03. Mai 2021 sind die kostenfreien Tests buchbar von Montag bis Samstag, jeden Vormittag von 9 bis 12 Uhr, sowie Montag, Mittwoch und Freitag weiterhin von 18 bis 21 Uhr. Die Tests werden von den Teams der Hohenlohe-Apotheke, der Apotheke MediKÜN in Kooperation mit den Ortsvereinen Künzelsau und Kupferzell des Deutschen Roten Kreuz abgenommen. Die Parkplätze bei der Stadthalle stehen Testzentrum-Besuchern kostenfrei zur Verfügung. Es muss kein Parkticket gelöst werden.

Anmeldungen zum kostenfreien Corona-Schnelltest sind online möglich über das Buchungsportal: http://www.apo-schnelltest.de/testcenter-kuenzelsau . Wer keinen Internetzugang hat, kann sich bei der Stadtverwaltung Künzelsau telefonisch anmelden: Montag bis Freitag von 8.30 bis 18.30 Uhr, Samstag von 9 bis 13 Uhr, Telefon 07940 129-0.

 




„Ich bin gleich wieder da“

Seit dem 11. Januar 2021 sitzen wir Schüler schon offiziell im Homeschooling, also im Fernunterricht. Und für manche Klassen ist immer noch kein Ende in Sicht. Rein Theoretisch hört es sich nicht schlecht an, wenn man nicht mehr so früh aufstehen muss, nicht mehr schnell das Frühstück rein schlingen muss um den Bus noch rechtzeitig zu erreichen, oder sich mit der Kleiderwahl besonders Mühe zu geben. Auch die Pausen könnte man doch anders nutzen denn jetzt muss man nicht mehr auf seine Mitschüler warten welche immer zu spät sind, dass man endlich Mittagessen gehen kann, aber auch der Nachmittag bringt vermeintliche Vorteile mit auf den Weg. Denn bei Schulschluss muss man nicht noch ewig mit dem Bus wieder nachhause fahren man kann einfach seinen Laptop zu klappen und die Schule ist vorbei.

 Es ist nicht alles Gold, was glänzt

So schön sich die neue Vorstellung von Schule auch anhört weiß ich, dass es eben nicht so ist. Das musste ich schweren Herzens mitten im ersten Lockdown feststellen und mich komplett neu organisieren. Aber auch der zweite war nicht einfach nach so langen Ferien und davor wieder halbwegs normalem Schulalltag. Also ging die ganze Umstellung und wieder die richtige Einstellung zu finden erneut los.

Bei dem schwachen Internet mussten starke Nerven bewiesen werden

Mit den Problemen angefangen hat es direkt schon am ersten Montagmorgen eine sehr schöne Zeit in meinen Augen. Ganz Baden-Württemberg war von Internetproblemen betroffen. Das Netz war schlichtweg von den ganzen Schülern, die Zuhause saßen, überlastet. Bei dem schwachen Internet mussten starke Nerven bewiesen werden. Im Laufe der ersten Woche hat sich dieses Problem aber zum Glück wieder gelöst. Ich war sehr froh darüber denn wie beschlossen wurde, dürfen während des Homeschoolings Unterrichtsnoten gemacht werden und da will man nicht fehlen, denn ich habe darin eine Chance gesehen die eine oder andere Note noch etwas aufzupolieren. Die einzige die das so gesehen hat war ich nicht, denn plötzlich waren auch wieder die Schüler in den Konferenzen dabei, welche sich im ersten Lockdown gar nicht haben blicken lassen.

Aber wer Noten machen will, muss nun mal auch wissen, wer alles da ist

Vorgegangen ist man hier mit System. Alle Fächer waren zu den gewohnten Zeiten nach Stundenplan. Die ganze Unterrichtstunde ist man über seinen Laptop zu geschaltet – natürlich mit Kamera an. Aber auch hier merkt man als Lehrer recht schnell, wer wirklich anwesend ist oder wer nicht, denn von sechzehn in der Klasse sind nur zehn kleine Bildchen zu sehen, auch wiederholtes bitten von dem Lehrer zeigt keine Reaktion. Nun wird jeder Name noch mal einzeln aufgerufen, um doch noch ein Lebenszeichen zu bekommen. Vergebens.

Nachdem dann schon 10 Minuten vergangen sind um die Anwesenheit zu überprüfen, geht es dann endlich mit dem eigentlichen Thema der Konferenz weiter. Der Lehrer erklärt ein Thema über die restliche Stunde, welche dann auch immer mal wieder gerne unterbrochen wird von Sätzen wie: „Ich bin gleich wieder da“ oder: „Mein Internet ist sehr schlecht, ich glaube, ich fliege demnächst aus der…“ Und dann ist man plötzlich ein Drittel weniger in der Klasse. Am Ende der Stunde erklärt uns der Lehrer noch, welche Aufgaben wir bis zur nächsten Stunde erledigen müssen und über welche unserer mittlerweile drei Plattformen er sie zugesendet haben möchte, da die eine ihm geschickter sei und er auf die andere nicht zugreifen könne. Dies variiert je nach Lehrer. Dann wird noch einen schönen Tag gewünscht, viel Spaß bei den Aufgaben, und wenn wir Schüler Pech haben, war das eine Einzelstunde, also nur 45 Minuten lang, und wir müssen direkt in die andere Konferenz hüpfen und können wieder durch den ganzen Anwesenheits-Schlamassel. Aber wer Noten machen will, muss nun mal auch wissen, wer alles da ist.

Heimlich sein Nutellabrot während der Videokonferenz essen, will gelernt sein

Wenn dann die ersten 90 Minuten von dem Tag geschafft sind, ist Frühstückspause, also eigentlich Zeit frühstücken. Die Betonung liegt auf eigentlich, denn ich habe schon heimlich gefrühstückt. Trinken im Unterricht ist kein Problem, aber nicht jeder Lehrer ist begeistert, wenn man Zuhause vor seinem Laptop sein Nutellabrot isst. Also wird unauffällig während einer Zuhörstunde davon abgebissen. Natürlich muss man hier aufpassen, dass die Kamera das nicht mitbekommt, denn sonst könnte das Ärger bedeuten. Die Frühstückspause nutze ich dann, um die Aufgaben von der vorherigen Stunde schon einmal zu bearbeiten und im besten Fall in den 20 Minuten schon fertigzustellen. Meistens klappt das jedoch nicht wie geplant. Gerade, wenn man sich so richtig im Thema befindet, merkt man der nächste Unterricht beginnt schon. Also geht es mit voller Konzentration auf die nächste Pause zu. Die Mittagspause. Eine ganze volle Stunde nichts anderes als Pause. Aber halt – da war doch was. Wo ist das warme Essen? Was jetzt? Zuerst wird geschaut, welche schnellen Fertiggerichte der Kühlschrank oder das Gefrierfach hergibt, aber wenn auch da nichts zu finden ist, sind schnell mal Nudeln abkochen das nächstbeste. Aber wie geht das denn nochmal genau? So schnell, wie Mama das kann, kann ich das nicht. Und helfen kann mir nur meine kleine Schwester, da meine Eltern arbeiten. Nach 30 Minuten haben wir gemeinsam und sehr friedlich Nudeln abgekocht und sogar noch eine Soße zustande gebracht, auch der Tisch ist inzwischen notbedürftig gedeckt worden. Jetzt schnell essen, die Küche aufräumen und die Spülmaschine einräumen, damit es keinen Ärger von den Eltern gibt und dann ganz schnell wieder vor den Laptop. Und mit etwas Glück bleibt von den Nudeln und der soße noch genug für morgen übrig.

Um 15.45 Uhr ist es dann endlich geschafft

Um 15.45 Uhr habe ich es dann endlich geschafft. Kein Unterricht mehr, aber dafür angestaute Aufgaben, die noch zu erledigen sind. Also kann ich den Laptop doch noch nicht zuklappen. Jetzt geht es ans Bearbeiten der Aufgaben. Alle schaffe ich nicht auf einmal, hier ist es sinnvoll, nach Priorität zu arbeiten. Die Lust fehlt mir hierbei jedoch, genau wie die eigentlich benötigte Konzentration. Aber nach acht Unterrichtsstunden vor dem Laptop ist diese auch nicht mehr zu erwarten. Ich will die Aufgaben so schnell wie möglich fertigbekommen, um endlich meine Freizeit zu haben und genießen. Besonders weh tut es, wenn draußen die Sonne scheint, man aber noch drinnen sitzt und an seinen Aufgaben hängt, deswegen gehe ich, nachdem ich dann wirklich mit allem fertig bin, eine Runde Spazieren, um den Kopf freizubekommen und um die frische Luft abzubekommen, die mir den ganzen Tag gefehlt hat.

Homeschooling ist eine Herausforderung

Für uns Schüler ist Homeschooling nicht immer so einfach, wie es dargestellt wird. Wir Schüler müssen uns umstellen und selbst dahinterklemmen, denn Zuhause ist kein Lehrer, der uns sagt: „Setz dich an deine Aufgaben.“ Zu Hause müssen wir uns alleine darum kümmern, wann wir unsere Sachen machen. Für manche Schüler ist das sehr schwer, auch für mich ist es immer wieder aufs Neue eine Herausforderung, mich hinzusetzten und mir selbst zu sagen, was ich noch zu erledigen habe. Homeschooling ist für mich, seinen eigenen Schweinehund zu überwinden und nicht in die Bequemlichkeit zu verfallen, denn dann hat man als Schüler verloren.

Text und Foto: Cora-Lee Pusker




Bin ich eigentlich noch ansteckend?

Peter M. (Name geändert, der richtige Name des Patienten ist der Redaktion bekannt) wohnt in einer Gemeinde im Kochertal, wo er die letzten 14 Tage in Quarantäne verbracht hat, „eingesperrt war“, wie er es ausdrückt. Ein Schnelltest am Arbeitsplatz habe ein positives Ergebnis gezeigt, woraufhin er zwei Tage später einen PCR-Test bei der Abstrichstelle in Belzhag durchführen ließ. Bereits am nächsten Tag rief das Gesundheitsamt bei ihm an und teilte ihm mit, dass auch der PCR positiv sei und dass er hiermit in Quarantäne sei. Weitere Informationen oder Verhaltensregeln habe er nicht erhalten.

Peter M. lobt das Hygienekonzept seines Arbeitgebers

Auf die Hygienemaßnahmen seines Arbeitgebers lässt er nichts kommen, die seien vorbildlich: Zwei Schnelltests pro Woche, Fiebermessung beim Betreten des Geländes und dazu regelmäßige Abstands- und Maskenkontrollen. Er sei auch ein Einzelfall gewesen, außer bei ihm habe keiner der Schnelltests angeschlagen. Daher geht Peter M. davon aus, dass er sich beim Einkaufen infiziert haben muss, „sonst mache ich im Moment ja gar nichts“.

Gegen Ende der Quarantäne nicht symptomfrei

Der Verlauf der Krankheit war bei Peter M. glücklicherweise nicht schwer, aber auch nicht symptomlos. Er spricht von Kopfschmerzen, manchmal Atemnot und dem Verlust des Geruchssinns. Wegen dieser Symptome war er von seinem Arzt arbeitsunfähig geschrieben. Es bereitet ihm Sorge, dass die Symptome gegen Ende der Quarantäne noch anhalten, weshalb er sich fragt, ob er nach Beendigung der Quarantäne, „wo ich wieder draußen herumlaufen darf“, noch ansteckend sein kann. Er ist über Covid-19 und die Schutzmaßnahmen gut informiert, aber diese Frage kann er nicht beantworten. Und auf gar keinen Fall möchte Peter M. jemanden anstecken.

RKI: Dauer der Ansteckungsfähigkeit „ist noch nicht klar definiert“

Diese Frage nach der Dauer der „Kontagiosität“ (die Fähigkeit, andere anzustecken) stellt sich auch das Robert-Koch-Institut (RKI) und kann sie genau wie Peter M. auch in der aktuellen Publikation mit Stand 19. April 2021 noch nicht eindeutig beantworten: „Der genaue Zeitraum, in dem Ansteckungsfähigkeit besteht, ist noch nicht klar definiert. Als sicher gilt, dass die Ansteckungsfähigkeit in der Zeit um den Symptombeginn am größten ist und dass ein erheblicher Teil von Transmissionen bereits vor dem Auftreten erster klinischer Symptome erfolgt. Zudem ist gesichert, dass bei normalem Immunstatus die Kontagiosität im Laufe der Erkrankung abnimmt, und dass schwer erkrankte Patienten mitunter länger infektiöses Virus ausscheiden als Patienten mit leichter bis moderater Erkrankung. Nach derzeitigem Kenntnisstand geht bei leichter bis  moderater Erkrankung die Kontagiosität 10 Tage nach Symptombeginn deutlich zurück.“ Da Peter M.s Krankheitsverlauf höchstens „moderat“ sein dürfte, dürfte seine Ansteckungsfähigkeit nach Auffassung des RKI „sehr gering“ sein.

Corona: Es ist nicht möglich, aus einem „normalen“ Schnelltest- oder PCR-Test-Ergebnis direkt auf die Ansteckbarkeit zu schließen

Vom Gesundheitsamt hat Peter M. keine Ratschläge bekommen. Peter M.’s Hausarzt verordnete nun einen zweiten PCR-Test. Dessen Ergebnis kennt Peter M. noch nicht. Ob das Ergebnis des Tests seine Sorgen lindern wird, ist fraglich: Es ist nicht möglich, aus einem „normalen“ Schnelltest- oder PCR-Test-Ergebnis direkt auf die Kontagiosität zu schließen. Für eine genauere Aussage hierüber wären weitere Tests nötig, die allerdings mehrere Tage dauern. Zwar kann man aus der Menge des eventuell gefundenen Virusmaterials vermuten, ob noch Ansteckungsgefahr besteht, aber auch diese Aussage ist nicht hundertprozentig.

Auch das RKI kann Peters Frage nicht eindeutig beantworten

Dazu das RKI: „Im Gegensatz zu replikationsfähigem Virus ist die RNA von SARS-CoV-2 bei vielen Patienten noch Wochen nach Symptombeginn mittels PCR-Untersuchung nachweisbar. Diese positiven PCR-Ergebnisse sind jedoch nicht mit Ansteckungsfähigkeit gleichzusetzen“. Eine gewisse Unsicherheit bleibt für Peter M.. daher nach wie vor.

Soweit alles richtig gemacht

Kai Sonntag, Ansprechpartner der kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg für die Abstrichstelle in Belzhag, meint, dass Peter M. alles richtig gemacht habe: Einen PCR-Test kann nur der Hausarzt veranlassen, daher sei die Untersuchung durch den Hausarzt zwingend.

Text: Matthias Lauterer




Verkehrsunfall in Forchtenberg endet tödlich

Am Mittwoch, den 28. April 2021, befuhr der 74-jährige Lenker eines Fiat Punto gegen 16.30 Uhr mit seiner 78-jährigen Beifahrerin in Forchtenberg die Straße Allmand in Richtung der Öhringer Straße beziehungsweise der Kocherbrücke. An der dortigen Einmündung missachtete der 74-Jährige die Vorfahrt eines in Richtung L 1045 fahrende 58-jährigen VW-Tiguan Fahrers. Unmittelbar nachdem der Fiat in die vorfahrtsberechtigte Öhringer Straße eingefahren war, kam es zur Kollision.

Beide Insassen des Fiat wurden schwer verletzt, der Fahrer des VW hatte leichte Verletzungen erlitten. Die Beifahrerin kam mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik. Der Fahrer des Fiat ist wenige Stunden später seinen Verletzungen in einem Krankenhaus erlegen.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn




„Das geht uns alle an“

Der Physiker und Biologe Professor Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker hält am Donnerstag, den 06. Mai 2021, einen Vortrag zum Thema „Die Klimakrise ruft zu einer Neuen Aufklärung“. Die Veranstaltung, die von der VHS Künzelsau moderiert wird, findet online in der VHS.Cloud statt und beginnt um 19 Uhr. Anschließend gibt es die Möglichkeit, über das Thema zu diskutieren.

Ernst Ulrich von Weizsäcker gilt als einer der einflussreichsten Wissenschaftler und wichtiger Vordenker des Konzepts der nachhaltigen
Entwicklung. Er war Mitglied des Deutschen Bundestages und Ko-Präsident des Club of Rome. In diesem Vortrag berichtet er über seine Ideen und steht auch für Fragen bereit.

Anmeldungen erfolgten per E-Mail an info@vhskuen.de, unter Telefon 07940/92190 oder über http://www.vhs-kuen.de. Teilnehmer benötigen ein eigenes Endgerät sowie eine stabile Internetverbindung. Rechtzeitig mit Mailadresse angemeldete Teilnehmer erhalten vor der Veranstaltung den Zugangslink.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau