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„Wir hoffen, mit einem blauen Auge davonzukommen“

Bis jetzt ist Ziehl-Abegg ganz gut durch die Corona-Krise gekommen. Der Künzelsauer Ventilatorenhersteller hat früh mit Präventionsmaßnahmen begonnen und ist jetzt auch beim Impfen der Mitarbeiter im Betrieb ganz vorne mit dabei. Wirtschaftlich steht das Unternehmen besser da als anfangs erwartet. Ziehl-Abegg profitiert vor allem von der höheren Auslastung der Rechenzentren. GSCHWÄTZ hat sich mit dem Vorstandsvorsitzenden Peter Fenkl über Corona-Maßnahmen, die Vorbereitung auf Lieferengpässe und Naben-Motoren unterhalten.

GSCHWÄTZ: Mir gegenüber steht Herr Fenkl, der Vorstandsvorsitzende von Ziehl-Abegg. Wir treffen uns heute anlässlich des großen Impf-Tags bei Ziehl. Herr Fenkl wird uns einige Fragen beantworten. Fangen wir mal damit an – generell zur Corona-Situation bei Ihnen in der Firma. Welche Maßnahmen haben Sie getroffen? An Hygienemaßnahmen?

„Das war ein sehr schwieriges Unterfangen“

Fenkl: Wir sind eigentlich von Anfang der Pandemie sehr, sehr aktiv gewesen, Prävention durchzuführen. Wir haben schon Ende Februar einen Krisenstab gebildet, der sich ausschließlich mit diesem Thema beschäftigt. Es sind Mitarbeitende hier im Haus, die sich mit der Prävention beschäftigen und Fragen der Mitarbeiter beantworten. Wir haben ganz früh, als es noch gar keine Masken gab, schon Faceshields hier im Haus gedruckt. Die haben wir auch in der Region verteilt. Wir haben Mitarbeiter ans Landratsamt entsandt, um das Tracking – also die Suche, die Vernetzung, die die Inzidenz hatte – zu überprüfen. All das haben wir gemacht. Mit der Impf-Thematik haben wir uns Ende beziehungsweise Anfang dieses Jahres beschäftigt. Konkret wurde es Anfang März, da hatten wir alle Vorbereitungen getroffen und uns bemüht, an Impfstoff heranzukommen und an Ärzte. Das war erst ein sehr, sehr schwieriges Unterfangen. Wir wären diese Woche gestartet, nachdem wir tatsächlich Impfstoff bekommen und die Ärzte organisiert haben, dass wir gemäß der Kategorien entsprechend geimpft hätten. Aber glücklicherweise hat Herr Spahn am Donnerstag AstraZeneca freigegeben für alle Bereiche, sodass wir noch alle Mitarbeiter im Moment impfen können.

„Wir werden auch die Angehörigen impfen“

GSCHWÄTZ: Heute hat er auch den Johnson und Johnson-Impfstoff freigegeben, also auch die Einmal-Impfung wäre jetzt möglich.

Fenkl: Da hab ich noch gar nicht gehört.

GSCHWÄTZ: Relativ neu.

Fenkl: Supergut. Wir sind jetzt gut bestückt mit dem AstraZeneca. Das heißt, wir haben sogar mehr Dosen bekommen, als wir erwartet haben. Das heißt, wir werden ab sofort nicht mehr nur die eigenen Mitarbeiter impfen, sondern auch direkt die Angehörigen.

„Das macht ein externer Arzt“

GSCHWÄTZ: Und ist das durch den Betriebsarzt oder wie ist das organisiert?

Fenkl: Es ist ein externer Arzt, der uns hier unterstützt, der auch die Impfdosen besorgen konnte. Das lief über unser Netzwerk, weil wir eben sehr aktiv gearbeitet haben an der Stelle. Wir sind sehr dankbar, dass er heute die Belegschaft impft.

GSCHWÄTZ: Wie sieht es denn durch die ganzen Maßnahmen, die innerbetrieblich getroffen werden, mit dem sonstigen Krankenstand aus? Hat sich da was verändert?

Fenkl: Grippe ist praktisch null. Da haben wir gar nichts. Heuschnupfen ist eine allergische Reaktion auf die Umwelt, die haben wir immer wieder. Das können wir nicht vermeiden.

„Bei den Augen hilft die Maske nicht“

GSCHWÄTZ: Aber die Maske schützt ja auch vor den Pollen.

Fenkl: Ich bin kein großer Allergiker, deswegen kann ich das nicht richtig beurteilen. Bei den Augen, da ist es ja auch immer so mit der Allergie, hilft die Maske natürlich nichts.

GSCHWÄTZ: Wenn Sie das Thema Grippe und Erkältungskrankheiten anschauen, können Sie sich vorstellen, die Hygienemaßnahmen aus dem Grund weiterzuverfolgen, wenn Corona vorbei sein sollte irgendwann?

„Maske zu tragen ist eine eine hohe Belastung für die Mitarbeiter“

Fenkl: Ich glaube nicht, weil es für die Mitarbeiter eine sehr hohe Belastung ist, insbesondere in der Produktion, die Masken zu tragen. Das wird in Richtung Sommer noch viel, viel schwieriger werden, die Maske immer aufzuhaben. Also von daher glaube ich es weniger. Ich würde es mir in gewissen Grenzen wünschen, aber da würde man von den Mitarbeitern zu viel verlangen.

GSCHWÄTZ: Okay, das wäre der erste Fragenkomplex gewesen. Der zweite Fragenkomplex dreht sich um die wirtschaftliche Situation von Ziehl-Abegg unter Corona. Wir haben uns das letzte Mal gesehen, als die Wirtschaftsministerin da war beim Spatenstich im Gewerbegebiet oben. Wie weit ist dieses Projekt mit der neuen Halle inzwischen?

„Alles ist am Laufen“

Fenkl: Das Projekt ist fast fertig. Die Halle ist bezugsbereit. Das heißt, die Maschinen sind jetzt im Anlauf. Es sind noch Kleinigkeiten zu machen, aber im Prinzip ist die Halle bezugsfertig. Jetzt kommen die Maschinen und die fahren wir in den nächsten Wochen ein. Also, es ist gut am Laufen.

GSCHWÄTZ: Sie haben damals davon gesprochen, dass Sie gerade in der Krise investieren wollen, damit Sie nach der Krise durchstarten können. Wie sind Sie denn bisher durch die Krise gekommen?

„Wir brauchen dringendst diese Produktionskapazitäten“

Fenkl: Wir haben das Jahr 2020 sehr gut abgeschlossen. Das sah zwischenzeitlich sehr schwierig aus, gerade in den ersten Monaten der Corona-Krise. In Summe haben wir das Jahr mit einem Umsatzwachstum von einem Prozent Plus abgeschlossen. Das heißt, wir waren sehr, sehr zufrieden. Dieses Jahr läuft hervorragend an. Das heißt, wir brauchen dringendst diese Produktionskapazitäten und wir werden sie wahrscheinlich viel schneller füllen, als wir das erwartet haben.

GSCHWÄTZ: Wie sieht es denn mit Ihren internationalen Lieferketten aus? Haben Sie da Einbußen erlitten? Sind da Lieferanten weggefallen?

„Das ist etwas, auf das wir uns vorbereiten müssen“

Fenkl: Im Wesentlichen sind wir relativ gut durchgekommen. Bis dato hat das ganz gut geklappt. Mittlerweile wird es insbesondere bei den elektronischen Komponenten immer schwieriger. Wir kennen das zum Beispiel aus der Automobilindustrie, wo ganze Werke stillstehen. Das ist etwas, auf das wir uns vorbereiten müssen. Wir sind da sehr stark am Arbeiten und hoffen, dass wir mit einem blauen Auge davonkommen.

GSCHWÄTZ: Das heißt, bisher konnten Sie ihre Kunden befriedigen und jetzt könnte es langsam kritisch werden?

Fenkl: Es ist immer tagesabhängig. Es sah auch schon mal zwischenzeitlich sehr schlecht aus. Dann haben wir es wieder hinbekommen. Ich wage da keine Prognose. Das kann sich jeden Tag ändern zum Positiven wie auch zum Negativen.

„Im Moment bin ich sehr positiv gestimmt“

GSCHWÄTZ: Wie sieht es denn bei den Kunden aus? Ist da zu befürchten, dass Kunden wegbrechen aufgrund der Corona-Krise?

Fenkl: Wir sind ja in sehr vielen Industriezweigen unterwegs. Da ist durchaus anzunehmen, dass der ein oder andere Industriezweig sich etwas schwerer tut. In den Kernbereichen muss ich sagen, ist die Auslastung sehr gut. Das zeigt sich auch in unserer sehr guten Auftragslage, die wir im Moment zu verzeichnen haben. Résumé ist dann nicht zu sehr bange. Im Moment bin ich sehr positiv gestimmt.

„Rechenzentren schießen wie Pilze aus dem Boden“

GSCHWÄTZ: Wenn man in die Zukunft schaut und sich überlegt, wie die Märkte sich nach der Krise weiterentwickeln würden, können Sie sich vorstellen, dass es durch die Krise dann auch beschleunigt Investitionen in neuere Technologien gibt und so das Althergebrachte eher abnehmen wird?

Fenkl: Wir haben da tatsächlich eine Befruchtung von modernen Anwendungen. Dies gilt insbesondere natürlich für Rechenzentren, die schießen im Moment wie Pilze aus dem Boden…

GSCHWÄTZ: … Lüftungsanlagen für Rechenzentren …

„Das ist sehr positiv für uns“

Fenkl: … Kühlung für Rechenzentren. Das heißt also, durch den zunehmenden Gebrauch vor allem von Videokonferenzen, Datenübermittlung – man weiß ja im Moment noch nicht so viel – braucht man mehr Rechenkapazität. Die Rechenzentren sind höher ausgelastet. Das ist ein Thema, das ganz stark kommt, das stellen wir fest. Aber auch diese Thematik, die jetzt von der Bundesregierung oder von der EU beschlossen würde bezogen auf die CO2-Einsparungen, wird ja bewirken, dass man noch effizienter arbeiten muss. Zum Beispiel mehr Windkraft, die Gebäude noch dichter werden. All diese Maßnahmen führen dazu, dass zusätzlich Ventilatoren gebraucht werden. Das ist natürlich sehr positiv für uns.

„Das betrifft uns nur am Rande“

GSCHWÄTZ: Wenn wir mal in die Automobilindustrie gehen – Elektrifizierung. Wie sehen Sie da die Zukunft?

Fenkl: Bezogen auf unsere Produkte Ventilatoren haben die da relativ wenig Einsatzgebiete, sodass es uns nur am Rande betrifft. Andere Bereiche werden sicherlich profitieren.

GSCHWÄTZ: Sie haben ja eigentlich etwas im Angebot, was ich für die Killer-Applikation im E-Automotive gesehen hätte. Das sind die Naben-Motoren.

Fenkl: Warum Killer?

„Es ist schwierig, im Automobilsektor Fuß zu fassen“

GSCHWÄTZ: Weil sie doch ungeheuer konstruktive Freiheiten geben für neue Ideen im Automobilbau. Aber Sie haben das jetzt vor einigen Jahren veröffentlicht, dass sie diese Firma übernommen haben.

Fenkl: Nicht nur übernommen, wir haben sie aufgebaut.

GSCHWÄTZ: Ich zumindest sehe die Dinger noch nicht in freier Wildbahn.

Fenkl: Die gibt es in freier Wildbahn. Sie gibt es auch hier in Hohenlohe, die laufen auch sehr erfolgreich. Allerdings haben wir, das muss ich zugestehen, es unterschätzt, wie schwierig es ist, im Automobilsektor wirklich Fuß zu fassen. Das ist Nummer eins. Und zum zweiten ist der Fokus im Automobilbereich im Moment ganz massiv auf die Pkw-Schiene gerichtet. Das ist in der öffentlichen Wahrnehmung ganz stark zu sehen. Das ist eben das, wo man im Automobilgeschäft das größte Geld verdient. Also werden im Moment alle Entwicklungskapazitäten in diese Richtung geschoben. Der Nutzfahrzeug-Bereich wird im Moment etwas stiefmütterlich behandelt. Aber es sind super Projekte in der Pipeline und ich bin an der Stelle durchaus sehr zuversichtlich, dass sich einiges bewegen wird. Allerdings nicht kurzfristig.

„Da wollen wir nicht rein“

GSCHWÄTZ: Aber im Pkw-Bereich sind Sie noch nicht wirklich in den Markt eingedrungen?

Fenkl: Da wollen wir auch gar nicht rein.

GSCHWÄTZ: Herr Fenkl, ich bedanke mich für das Gespräch und viel Erfolg wünsche ich Ihnen.

Interview: Matthias Lauterer




„Jeder ist verantwortlich für das, was er geschehen lässt“

Alles stand am Sonntag, den 09. Mai 2021, in Forchtenberg im Zeichen einer beeindruckenden jungen Frau: Viele Interessierte und Freunde der Weißen Rose feierten in dem Geburtsort von Sophie Scholl ihren einhundertjährigen Geburtstag.

„Es ist wichtig, dass wir Sophie Scholl als Vorbild haben“

„Ich freue mich natürlich, dass wir Sophie Scholls hundertsten Geburtstag an diesem wunderschönen Tag in verschiedenster Art gemeinsam begehen können: unter anderem mit einer Flugblattaktion, einer Grußwortaktion und mit einem Gottesdienst heute Morgen. Es ist einfach wichtig in unserer Zeit, dass wir Sophie Scholl als Vorbild haben und ihrer gedenken“, sagte Renate Deck, eine der Organisatorinnen der Gedenkaktionen.

„Sie haben Verantwortung übernommen“

Während Deck aus ihrem Grußwort las, wurden alle Umstehenden auf einmal ganz nachdenklich und still. „Die Mitglieder der Weißen Rose kämpften für die Freiheit als Grundrecht. Sie haben sich eingesetzt für die Freiheit jedes Einzelnen. Sie haben sich eingesetzt für die Gerechtigkeit gegenüber jedem Einzelnen. Sie haben sich eingesetzt für Respekt und Wertschätzung. Sie haben Verantwortung übernommen und ließen nicht geschehen. Deshalb ist Sophie Scholl für uns bis heute und weiterhin für unser ganzes Land ein Vorbild. Vorbild des Widerstandes, des Freiheitswillens und der Zivilcourage.“

„Hans und Sophie Scholl sind große Vorbilder“

„Sophie Scholl war noch so jung. Teilweise repräsentiert sie auch die kritische Jugend heute. Das macht sie und die Themen, die sie an die Menschen herangetragen hat, aktueller denn je“, resümierte Walter Liehmann, der selbst ein Buch über die junge Aktivistin verfasst hat. „Hans und Sophie Scholl sind für mich ganz große Vorbilder, die ich sehr verehre.“

„Ich empfehle jedem, sich die Flugblätter der Weißen Rose durchzulesen“

„Sophie und Hans Scholl sind uns schon seit unserer Schulzeit ein Begriff“, erzählte Elsbeth Glück. „Hier in Forchtenberg wird das Andenken an diese besonderen jungen Menschen wieder richtig lebendig. Zu dieser Aktion gekommen sind wir über unsere Nachbarn, das Ehepaar Deck. Die beiden leisten hier eine ganz intensive Erinnerungsarbeit an die Geschwister Scholl.“ Ihr Mann Bernhard ergänzt: „Decks investieren ehrenamtlich unglaublich viel in dieses Engagement. Das ist wirklich beeindruckend. Außerdem empfehle ich jedem, sich die Flugblätter der Weißen Rose einmal durchzulesen. Sie sind online einsehbar. Diese Schriftstücke sind einfach unglaublich gehaltvoll und die Geschwister Scholl unglaublich klug und gebildet.“

„Das ist ein magischer Ort“

Maren Gottschalk hat zwei Biografien über Sophie Scholl verfasst. „Ich bin sehr froh, dass ich heute hier sein darf und bin auch irgendwie ein bisschen stolz, dass ich heute hier lesen darf. An Sophies hundertstem Geburtstag und in Forchtenberg selbst“, gestand die Historikerin. „Das ist für mich natürlich ein magischer Ort.“ Des Weiteren stellt Gottschalk klar: „Für mich als Historikerin ist es sehr wichtig, dass wir Menschen wie Sophie Scholl in unserer Geschichte haben. Menschen, die der Diktatur etwas entgegengesetzt haben. Ich hoffe, dass wir ihr Erbe so weit tragen, dass wir uns selbst darum kümmern, unserer Demokratie zu schützen.“

„Du hast versucht, klar zu sehen“

Cécile Wolfram, die auch das Bild zu Sophie Scholls Jubiläumsbriefmarke gemalt hat, las aus einem von ihr verfassten Grußwort: „In einer Zeit der Euphorie hast Du versucht, klar zu sehen. Zu sehen, dass dieser Krieg keine Naturkatastrophe oder eine verheißungsvolle Bewegung in eine bessere Zukunft sei, sondern dass dieser Krieg menschengemacht ist und die Zukunft schwer richten wird. Du musstest ertragen, dass an den Krieg geglaubt wurde. An den Sieg des Stärkeren. An den Hass als tadellose Triebkraft. Wie musste das alles Deiner inneren Gesinnung und Deinem Glauben an die Menschheit widersprochen haben? Wir können heute viel sagen, viel richten, vielleicht manches von damals verstehen, aber wir sind mittendrin und kennen unsere eigene Zeit nicht und wie die Zukunft auf uns blicken wird. Wir haben unsere Träume, unsere Sorgen, aber auch unser Gewissen, das uns leiten kann, wenn wir es nur befragten. Und wir haben Zeugnisse einer menschenverachtenden Zeit, deren Wiederholung es zu verhindern gilt.“

Text: Priscilla Dekorsi

Renate Deck ist Mitinitiatorin der Gedenkveranstaltung rund um Sophie Scholls hundertsten Geburtstag. Foto: Priscilla Dekorsi

Elsbeth und Bernhard Glück aus Langenburg engagieren sich seit rund vier Jahren dafür, das Gedenken an die Geschwister Scholl aufrechtzuerhalten. Foto: Priscilla Dekorsi

Das Würzburger Tor ist die Station Nummer 10 des Hans und Sophie Scholl-Pfades. Von hier aus startete auch die Flugblattaktion. Foto: Priscilla Dekorsi

 

 

 

 




„Die Maske ist für die Mitarbeiter eine sehr hohe Belastung, insbesondere in der Produktion“

Nüchtern, aber gut organisiert ist die Impfstation bei Ziehl-Abegg, wo sich am 10. Mai 2021 Mitarbeiter der Firma impfen lassen konnten. Ungefähr alle drei Minuten erscheint ein Impfwilliger, die vorab verteilten Unterlagen haben die Patienten bereits ausgefüllt – ein kurzer Check der nötigen Unterschriften und der Versichertenkarte und schon geht es weiter in die Impfkabine. Dort gibt es nochmals eine Möglichkeit, Fragen an den Arzt zu zu stellen, die Impfung selber nimmt nur wenige Sekunden in Anspruch.

Freigabe von Astra-Zeneca-Impfstoff ermöglicht Impfangebot für alle Mitarbeiter

Der ursprüngliche Plan war, streng nach Impfpriorität vorzugehen. „Aber durch die Freigabe des Astra-Zeneca-Impfstoffs für alle können wir jetzt jedem Mitarbeiter ein Impfangebot machen“, sagt Rainer Grill, Pressesprecher von Ziehl-Abegg. Er betont, dass die Impfentscheidung des einzelnen Mitarbeiters vom Arbeitgeber nicht beeinflußt wird: „Selbst mein Chef erfährt nicht, ob ich mich impfen lasse oder nicht“, erklärt er. Von den etwa 2.400 Beschäftigten am Standort ließen sich am ersten Impftag bereits 250 Mitarbeiter impfen. Auch die Angehörigen der Mitarbeiter gehen nicht leer aus, ihnen wird in der nächsten Woche ein Impfangebot gemacht werden.

250 Mitarbeiter am ersten Tag geimpft

Martin (der richtige Name ist der Redaktion bekannt) ist 51 Jahre alt und hätte gemäß der ursprünglichen Impfreihenfolge noch kein Impfangebot bekommen. Daher hat er das Angebot seines Arbeitgebers gerne angenommen. „Ich wurde schon viele Jahre gegen nichts mehr geimpft. Auch eine Grippeimpfung habe ich noch nie gemacht“, sagt er. Eine wichtige Motivation für die Impfung sind seine Mitmenschen: „Ich mache das ja nicht nur für mich, sondern auch für meine Angehörigen.“

Durchgeführt wurden die Impfungen unter der medizinischen Leitung von Dr. Tobias Neuwirth, der in Heilbronn eine Corona-Schwerpunktpraxis betreibt. Zum Thema Nebenwirkungen betont er, dass die allermeisten Symptome eigentlich gar keine Nebenwirkungen sind. Die meisten Patienten würden von schmerzendem Oberarm oder Symptomen wie einem grippalen Infekt, auch mit Fieber oder Schüttelfrost, berichten, das sei aber die erwünschte Reaktion des Immunsystems auf den Impfstoff. Schwere Impffolgen, von denen zu lesen ist, habe er in seiner Praxis noch nicht beobachtet.

Seit Pandemiebeginn in der Coronaprävention engagiert

Peter Fenkl, Vorstandsvorsitzender von Ziehl-Abegg, betont, dass sein Unternehmen sich seit Beginn der Pandemie in der Bekämpfung von Corona engagiert habe: „Wir haben bereits im Februar einen Krisenstab gebildet, der sich mit dem Thema Prävention beschäftigt.“ Er erinnert daran, dass man für das Landratsamt Face-Shields hergestellt habe und dem Gesundheitsamt über mehrere Wochen auch 6 Mitarbeiter für die Corona-Task-Force zur Verfügung gestellt habe. „Seit Anfang des Jahres haben wir uns mit dem Thema Impfung beschäftigt. Wir sind jetzt gut bestückt mit Astra-Zeneca, das heißt, wir haben sogar mehr Dosen bekommen als wir erwartet haben“.  Daher kann auch den Angehörigen der Mitarbeiter eine Impfung angeboten werden.

Nahezu keine Grippe und Erkältungen

Grippe und Erkältungskrankheiten gab es in diesem Winter wohl durch die Hygienemaßnahmen Desinfektion, Masken und Abstand so gut wie nicht. Trotzdem mag sich Fenkl die Fortführung dieser Maßnahmen nach Corona nicht vorstellen: „Die Maske ist für die Mitarbeiter eine sehr hohe Belastung, insbesondere in der Produktion. Da würde man den Mitarbeitern zu viel abverlangen.“

Text: Matthias Lauterer

Peter Fenkl, Vorstandsvorsitzender von Ziehl-Abegg, im GSCHWÄTZ-Interview. Foto: GSCHWÄTZ (Video-Hardcopy)

Kurze Wege. Foto: GSCHWÄTZ

Nüchterne Impfkabine. Foto: GSCHWÄTZ

Die Impfung dauert nur wenige Sekunden. Foto: GSCHWÄTZ




Hohenloher Inzidenz kratzt an der magischen Schulmarke

165. Diese Zahl sitzt in den Köpfen vieler Eltern, Schüler:innen und Lehrer:innen derzeit fest. Denn 165 ist der magische Inzidenzwert, der derzeit bestimmt, ob die Schulen wieder ihre Klassenzimmer für Wechselunterricht öffnen.

Im Hohenlohekreis wurden am 08.05.2021 (Stand: 16 Uhr*) insgesamt 25 neue Corona-Fälle gemeldet. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 170,4 pro 100.000 Einwohner. Am 09.05.2021 (Stand: 16 Uhr*) wurden jedoch wieder insgesamt 12 neue Corona-Fälle gemeldet. Die 7-Tage-Inzidenz liegt nun bei 180,2 pro 100.000 Einwohnern.

Bei einem Wert von unter 165 und das mindestens 5 Tage lang, öffnen die Schulen wieder. Ob das nun noch kurz vor den Pfingstferien gelingt, ist nun die große Frage. Der Wert müsste nun die kommende Woche unter diese Marke fallen, dann bestünde noch eine Aussicht auf Öffnung. Wenn nicht, geht es erst einmal in die Ferien.

Der durchschnittliche Inzidenwert in Baden-Württemberg  liegt derzeit laut dem Regierungspräsidium bei 145. Den besten Wert meldet aktuell der Main-Tauber-Kreis mit 49,8. Die Inzidenz der Stadtkreise Stuttgart und Heilbronn bewegt sich bei über 200.

* Es handelt sich hierbei um die für diesen Tag an das Landesgesundheitsamt gemeldeten Fälle. Die Meldefrist ist täglich um 16 Uhr, so dass alle Fälle des Vortags ab 16 Uhr bis zum aktuellen Tag, 16 Uhr, in die Statistik zählen.




Vorwürfe gegen Bürgermeister Neumann

Ein anonymer Brief, den „eine von mehreren besorgten Künzelsauer Personen“, so die Unterschrift, an das Regierungspräsidium in Stuttgart geschickt hat und von dessen Inhalt die Redaktion Kenntnis hat, wirft Künzelsaus Bürgermeister Neumann mehrere Vergehen im Zusammenhang mit Bauvorhaben in der Stadt Künzelsau vor.

Vorwürfe beziehen sich auf Peka-Areal und Neubau unterhalb Garnbergs

Die Vorwürfe beziehen sich insbesondere auf das PEKA-Areal und den markanten Neubau im Wald unterhalb von Garnberg. Im ersten Fall befürchtet der anonyme Schreiber sowohl Geldverschwendung durch immer neue Baurechtsänderungen und zu frühen Verzicht auf Mieteinnahmen durch den Abriss von Gebäuden, als auch die Nichteinhaltung von Zusagen über die unterirdische Parkgarage. Im zweiten Fall lautet der Vorwurf, der Bürgermeister habe Entscheidungsträgern mutmaßlich falsche Sachinformation über den Zweck des Gebäudes gegeben.

Ähnlicher Sachverhalt in Niedernhall

Ähnliche Vorwürfe wie bezüglich des PEKA-Geländes wurden im Jahr 2019 gegen den Niedernhaller Bürgermeister Beck erhoben, hier im Zusammenhang mit der Nutzung des Kerl-Geländes. Letztlich musste das Verwaltungsgericht in Stuttgart entscheiden und bestätigte Bürgermeister Becks Rechtsauffassung. Auch die strafrechtlichen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Veruntreuung gegen Achim Beck wurden daraufhin eingestellt.

Regierungspräsidium unzuständig

Das Regierungspräsidium bestätigt den Eingang des anonymen Schreibens, bezeichnet sich allerdings als nicht zuständig: „Das Regierungspräsidium hat lediglich die Aufsicht über die Stadt- und Landkreise sowie die großen Kreisstädte. Zuständige Aufsichtsbehörde für Künzelsau sei das Landratsamt Hohenlohekreis. Daher werden wir die anonyme Beschwerde zuständigkeitshalber dorthin abgeben.“ Das war Anfang März 2021.

Behörden nehmen auch anonyme Hinweise ernst

Auch anonyme Eingaben an die Behörde werden ernst genommen, versichert Josephine Palatzky, Pressereferentin im Regierungspräsidium Stuttgart: „Bei anonymen Schreiben werden nach einer kursorischen Plausibilitätsprüfung in der Regel Stellungnahmen der betroffenen Stadt- oder Landkreisverwaltung eingeholt. Anschließend wird der Sachverhalt durch die Rechtsaufsichtsbehörde geprüft und bewertet. Falls erforderlich werden Gespräche mit Landkreis oder Stadt geführt und gegebenenfalls weitere Maßnahmen ergriffen.“ Auch das Landratsamt des Hohenlohekreises bestätigte in einem anderen Fall, dass auch anonyme Hinweise ernst genommen und verfolgt würden.

Angelegenheit wird beim Landratsamt geprüft

Die Vorwürfe des anonymen Briefes werden derzeit vom Kommunalamt des Hohenlohekreises geprüft. „Eine Äußerung in der Sache ist erst nach Abschluss dieser Prüfung möglich“, sagt Sascha Sprenger, Pressesprecher des Landratsamts.

Bürgermeister Stefan Neumann wurde ebenfalls um eine Stellungnahme gebeten.

Text: Matthias Lauterer




„Landwirte führen ihre Betriebe so, dass sie überleben“

„Ich möchte den Leuten zeigen, was ich tue“, sagt Giso Eben von Racknitz in einer Pressemitteilung des Bauernverbands Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems e.V. Sein Familiengut Laibach – eine Gutsverwaltung mit Putenmast und Ackerbau und ein Bio-Hof mit Gemüsebau – liegt im Jagsttal nahe Dörzbach und bietet auch Ferienwohnungen an. Von Racknitz hat es 2004 als Hofnachfolger von seinem Vater übernommen.

Teils konventionell, teils biologisch

„Ich bin ein freundlicher Biobauer, aber ich bin auch Unternehmer und habe Verständnis dafür, dass Landwirte ihre Betriebe so führen, dass sie überleben“, sagt er. Der Landwirt weiß, wovon er spricht, denn er bewirtschaftet seinen Hof in Teilen konventionell als auch biologisch. Bis zu 20 Mitarbeiter und Saisonkräfte unterstützen ihn und seine Familie dabei. Er habe schon Zeiten erlebt, da wollte niemand sein Biogetreide kaufen. Damals hat er eine ganze Ernte davon an die Schweine verfüttern müssen.

Tierwohlgerechte Haltung

Den Putenmastbetrieb mit 50-jähriger Hoftradition hat von Racknitz vor fünf Jahren ganz bewusst auf eine besonders tierwohlgerechte Haltung umgestellt. Feste und langfristige Verträge, zum Beispiel mit Handelsorganisationen in der Schweiz, sichern ihm die Abnahme der Tiere. Er sei sehr froh darüber, dass es Verbraucher gibt, die mehr Geld für mehr Tierwohl bezahlen. Denn für Landwirte heißt das: mehr Fläche für die gleiche Anzahl Tiere, mehr Aufsitzflächen als Rückzugsmöglichkeit, luftige Wintergärten für den Auslauf.

„Der Markt ist noch nicht reif“

„Bisher gab es für uns keine Möglichkeit einer Umstellung auf Bioproduktion, da der Markt noch nicht reif dafür ist“, betont er. „Aktuell prüfen wir aber wieder, ob und unter welchen Bedingungen eine Umstellung der Putenmast möglich wäre“. Dazu braucht es Marktpartner, die mitmachen: den Lebensmitteleinzelhandel und schlussendlich die Verbraucher. Nach Lösungen wird gemeinsam gesucht. Hochwertige Bioprodukte können nur erzeugt werden, wenn der Markt diese auch aufnimmt, weiß Landwirt Racknitz. Er findet, dass derzeit in Deutschland der politische Wille, die Berichterstattung dazu und die reale Situation in Bezug auf das Einkaufsverhalten nicht übereinstimmen.

 Viel Handarbeit im Biobetrieb

„Vor mehr als 20 Jahren galten viele Biobauern als ‚Ideologen‘, was auch der damaligen Zeit geschuldet war. Heute machen das viele Betriebe aus ökonomischen Gründen“. Damit meint Landwirt von Racknitz, dass die Biobauern bedingt durch Förderungen am Ende wirtschaftlich gleichgestellt sind – oder unterm Strich sogar mehr übrigbleibt. Ihm sei auch bewusst, dass durch Subventionen ein ungesundes Eingreifen in den Markt entstehe. Richtiger wäre, mit Bioprodukten wie zum Beispiel mit seinem Gemüse direkt höhere Preise zu erzielen. Denn hier ist viel Handarbeit in Richtung Unkraut vonnöten, wenn man eine chemische Vernichtung umgehen will. Das bedeutet aber auch mehr Arbeitskräfte und erhöhte Lohnkosten. Gerade im Bio-Anbau machen sich diese bemerkbar. Der Unterschied zum konventionellen Betrieb ist erheblich.

„Wie bekommen wir die Erzeugnisse verkauft“

Seiner Meinung nach könnte der Handel dies ändern. Er sei als heimischer Landwirt aber fest davon überzeugt, Ackerbau in Biobewirtschaftung zu betreiben. „Produzieren können wir, das bekommen wir hin. Die Frage ist doch: Wie bekommen wir die teureren Erzeugnisse verkauft und wie bekommen wir die Vermarktung in den Griff?“, so von Racknitz. Er ist mit seinem Familienhof seit 45 Jahren im Biomarkt tätig. Zum Beispiel mit roter und weißer Bete und mit Kürbissen. Auf 30 bis 40 Hektar sieht man sie im Herbst weithin auf den Hohenloher Feldern leuchten.

Nicht die besten Böden im Jagsttal

Nach den Eisheiligen Mitte Mai geht es wieder los mit dem Aussäen der Gemüsekulturen. Aber auch Dinkel und Weizen auf 40 Hektar sind schon im Boden. Ergänzt wird die Arbeit des Gutes Laibach um den Anbau von Klee, was 25 Prozent der Flächen ausmacht. Aktuell werden die Flächen gepflegt, das heißt: Mit Festmist gedüngt, geeggt und gestriegelt. Die kultivierte und mehrjährige gelbe Schafgarbe – zu sehen auf sechs Hektar rund um das Gut – wartet noch auf die höheren Temperaturen. Im Jagsttal gibt es nicht die besten Böden für den Gemüseanbau. Zudem kann im Bio-Anbau nicht so exakt gedüngt werden, wie im konventionellen Anbau. Das macht sich auf kargen Böden wie hier, die man auch Grenzertrags-Standorte nennt, besonders bemerkbar.

„Ich habe viel probiert“

So kann man nach Meinung des Landwirts ‚Bio‘ auch nur machen, wenn man irgendeine Art von Dünger wie den Festmist aus dem eigenen Betrieb zur Verfügung hat. „Sonst funktioniert es nicht. Ich habe viel probiert, als ich damit angefangen habe. Vom Sellerie, über Kartoffeln und Salat – nun bin ich beim Kürbis gelandet. Er wächst überirdisch und kommt mit dem Boden hier klar“, erklärt Eben von Racknitz. Er freut sich, dass das Gemüse allgemein im letzten Jahr wieder mehr in den Vordergrund gerückt ist. Geänderte Essgewohnheiten und regelmäßigeres Selbstkochen haben viele Verbraucher umdenken lassen. Es gibt mehr Breitschaft, regionale, hochwertige und frische Produkte zu kaufen. Er wünscht sich ehrliche Verbraucher, die sich dazu bekennen, was sie konsumieren und was auch nicht. „Ich bin davon überzeugt, dass ‚Bio‘ für unsere Natur gut ist. Deshalb mache ich es auch“, betont er.

Quelle: Pressemitteilung des Bauernverbands Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems e.V.

Die Böden im Jagsttal sind nicht die besten. Foto: Bauernverband Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems e.V

Der Putenmastbetrieb wurde vor fünf Jahren auf tierwohlgerechte Haltung umgestellt. Foto: Bauernverband Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems e.V.




Corona-Schnelltests in vielen Gemeinden möglich

Wo kann sich mittels eines Schnelltestestes auf Corona testen lassen? Das ist inzwischen nicht mehr nur in den Schnelltestzentren in Künzelsau und Öhringen möglich, in vielen Gemeinden gibt es Möglichkeiten, sich vor Ort testen zu lassen.

Eine Übersicht der Schnellteststellen für den Hohenlohekreis und den Landkreis Schwäbisch-Hall:

Hohenlohekreis

Bretzfeld

  • Dres. Dönmez/Buteanu, Humboldtstraße 2. Ohne Anmeldung von Mo, Di, Do, Fr 14-15 Uhr
  • Schnelltestzentrum Brettachtal (Kooperation „Little Pinguin“ aus Ellhofen und Gemeinde Bretzfeld), Humboldtstraße 3 (Brettachtalhalle), Anmeldung unter www.sz-br.de

Dörzbach

  • Marien-Apotheke Dörzbach,  Marktplatz 2 (Sitzungssaal Rathaus),  Di 14-16 Uhr, Do 14-17 Uhr, nach Anmeldung unter 07937/91190

Forchtenberg

  • MVZ Hohenlohe Forchtenberg, Am Bahnhof 1, Mo-Fr 12-13.30 Uhr, Sa 9-11 Uhr. Nach Anmeldung unter 07947/91900
    oder info@mvzhohenlohe.de.

Ingelfingen

  • Testzentrum Ingelfingen (Kooperation Stadt Ingelfingen, Seniorenstift Ingelfingen und DRK), Schlossstraße 8 (Schwarzer Hof). Di, Do 18.30-20.30 Uhr, Sa 9-11 Uhr. Nach Anmeldung www.apo-schnelltest.de/testcenter-ingelfingen oder unter 07940/130924 während der Öffnungszeiten des Rathauses

Künzelsau

  • Testzentrum Künzelsau (KooperationMediKÜN-Apotheke, Hohenlohe-Apotheke, DRK und Stadt Künzelsau), Schulstraße 9 (Stadthalle). Mo, Mi, Fr 18-21 Uhr und Di, Do, Sa 9-12 Uhr. Nach Anmeldung unter www.apo-schnelltest.de/testcenter-kuenzelsau
    oder 07940/129-0 (nur für Personen ohne Internet)

Kupferzell

  • Schnelltestzentrum Kupferzell (Kooperation „Little Pinguin“ aus Ellhofen und Gemeinde Kupferzell), Jahnweg 2 (Carl-Julius-Weber-Halle). Anmeldung und Information unter www.sz-ku.de.

Krautheim

  • Stadt-Apotheke Krautheim, Götzstraße 17 Mo-Fr 17-19 Uhr. Nach Anmeldung unter 06294/42-100
  • Katholische Sozialstation Krautheim, Schulstraße 11 (im TSC Tennisheim), Mo-Fr 11-14 Uhr Nach Anmeldung unter 06294/98-0

Neuenstein

  • Schnelltestzentrum Neuenstein (Kooperation „Little Pinguin“ aus Ellhofen und Stadt Neuenstein), Öhringer Straße 28 (Alte Turnhalle), Info unter www.sz-neu.de.

Niedernhall

  • Kommunales Testzentrum (Kooperation Stadt Niedernhall mit TSV Niedernhall), Brückenwiesenweg 2 (Stadthalle), Mo-Fr 18-19 Uhr, derzeit noch ohne Terminvereinbarung
  • Praxis Dr. med. Jens Ehrmann/Dr. med. Elke Renner, Bachwiesenstraße 1, Mo u. Fr 13.30-14.30 Uhr, Di u. Do 12-13 Uhr, Mi 12.30-13.30 Uhr. Nach Anmeldung unter 07940/51050

Öhringen

  • AWO – Pflege & Betreuung gGmbH Rathausstraße 18. Mobiles Angebot für Arbeitgeber nach Anmeldung unter
    07941/9852-98
  • Bahnhof-Apotheke Öhringen, Bahnhofstraße 25. Nach Anmeldung unter 07941/8584
  • Corona-Teststation als „Drive-In“ (Kooperation Dayan Security & Services GmbH aus Bretzfeld und Dres. Dönmez/Buteanu), Steinsfeldle 13 (Parkplatz gegenüber Obi), http://www.schnelltesten-bw.de
  • dm-drogerie markt GmbH + Co. KG, Büttelbronner Straße 5. https://www.dm.de/services/services-im-markt/corona-schnelltest-zentren-613504#termin
  • Dres. Baier/Hiller/Zich, Schillerstraße 28, Mo, Di, Do 17-18 Uhr, Fr 15-16 Uhr. Nach Anmeldung unter 07941/989460
  • Dres. Baumann/Wagner/Hauser, Poststraße 8. Ohne Anmeldung von Mo-Fr 8-10 Uhr und 16-18 Uhr
  • Dres. Brändle/Füller Marktplatz 7, Mo-Fr 12-13 Uhr, Di 14-16 Uhr, Do 7.30-8.30 Uhr. Nach Anmeldung unter 07941/2263 oder
    www.terminland.eu/praxis-braendlefueller
  • Dres. Haupt/Schubert, Bahnhofstraße 28, Mo, Di, Do, Fr 14-16 Uhr. Nach Anmeldung unter 07941/91350
  • Dres. Sandig/Bublitz/Lupu, Haagweg 38, Mo, Di, Do, Fr 7-8 Uhr. Nach Anmeldung unter www.terminland.de/praxis-sandig-bublitz, Termine außerhalb dieser Zeiten nach Vereinbarung unter praxis-sandig-bublitz@web.de
  • Dr. Schwengber, Herrenwiesenstraße 11, Mo-Fr 10-11 Uhr, Mo, Di, Do 15-16 Uhr
    nach Anmeldung unter 07941 /94970
  • Dr. Senghaas, Karlsvorstadt 8, Mo-Fr 11-12 Uhr. Nach Anmeldung unter 07941/2311
  • Dr. Zeqiraj, Nussbaumweg 1, Mo-Fr 10.30-12.00 Uhr. Nach Anmeldung unter 07941/9630186
  • Die Hirsch-Apotheke, Marktplatz 3, Termine kurzfristig nach Verfügbarkeit und mobiles Team für Firmen, Tel. 07941/2404 oder corona@diehirschapotheke.de
  • Die Hirsch-Apotheke / Testzentrum an der Kultura, Herrenwiesenstraße Parkplatz Nord (an der Kultura), Mo-Fr 13-17 Uhr, Sa 8-12 Uhr. Nach Anmeldung unter www.schnelltest-hohenlohe.de, Tel. 0152-23203948
  • Hof-Apotheke Öhringen, Marktplatz 9,  Anmeldung: www.apo-schnelltest.de/hof-apotheke
  • Schiller-Apotheke Öhringen, Schillerstraße 64. Nach Anmeldung unter 07941/39404
  • Corona Schnellteststation am Toom Baumarkt, Austraße 10 (Toom-Parkplatz), Mo-Sa 10-18 Uhr, Registrierung unter www.schnelltest.hn oder vor Ort. Keine Terminvereinbarung notwendig.

Pfedelbach

Schöntal

Landkreis Schwäbisch Hall

Testzentrum Crailsheim

  • Kistenwiesenhalle, In den Kistenwiesen 7, Crailsheim (Sa. 9 bis 16 Uhr, Mi. 13 bis 18 Uhr), keine Anmeldung notwendig

Testzentrum Gaildorf

Teststelle Michelfeld

  • Rathaus Michelfeld, Untergeschoss, Haller Straße 35, Michelfeld (Di. 17 bis 19 Uhr, Fr. 16 bis 18 Uhr), www.michelfeld.de

Kommunales Testzentrum Schwäbisch Hall

  • Schulzentrum West, Berliner Straße 16, Schwäbisch Hall (Mo. bis Fr. 7:30 bis 18 Uhr, Sa. und So. 9 bis 15 Uhr), keine Anmeldung notwendig

Kommunale Teststelle Vellberg

  • Stadthalle, Schönblickstraße 4, Vellberg (Di. 7 bis 10 Uhr und 17 bis 20 Uhr), Do. 7 bis 10 Uhr und 17 bis 20 Uhr, Sa. 8 bis 13 Uhr, keine Terminvereinbarung nötig

Weitere teilnehmende Apotheken in Baden-Württemberg sind auf der Internetseite der Landesapothekerkammer unter https://www.lak-bw.de/service/patient/antigen-schnelltests.html zu finden (ohne Anspruch auf Vollständigkeit). In den einzelnen Städten und Gemeinden gibt es außerdem weitere dezentrale Schnelltestmöglichkeiten.

 




Sechs neue Ausbruchsgeschehen

Das Gesundheitsamt des Hohenlohekreises hat am Mittwoch, den 05. Mai 2021, insgesamt 43 neue Corona-Infektionsfälle an das Landesgesundheitsamt gemeldet. Die 7-Tage-Inzidenz liegt damit bei 219,3 pro 100.000 Einwohner.

Statistik

Den ersten Platz bei den Infizierten belegen nun die 30- bis 39-Jährigen mit 20,6 Prozent, dicht gefolgt von den 50- bis 59-Jährigen mit 20,2 Prozent und den 20- bis 29-Jährigen mit 14,6 Prozent. Als nächste Gruppe kommen die Zehn- bis 19-Jährigen mit 11,2 Prozent, die 40- bis 49-Jährigen mit 9,9 Prozent und Kinder im Alter von null bis neun Jahren mit 9,4 Prozent. Die Senioren haben nun den geringsten Anteil an den Infektionen: die 60- bis 69-Jährigen mit 8,6 Prozent, die 70- bis 79-Jährigen mit 5,1 Prozent und als Schlusslicht die 80- bis 89-Jährigen mit 0,4 Prozent.

Sechs neue Ausbruchsgeschehen

In den vergangenen sieben Tagen wurden vom Gesundheitsamt sechs neue Ausbruchsgeschehen erfasst und an das Landesgesundheitsamt gemeldet. Es handelt sich hierbei um eine Kinderbetreuungseinrichtung im Raum Bretzfeld, zwei Unternehmen, davon eines im Jagsttal und eines im Kochertal, zwei Schulen, davon eine im Raum Öhringen und eine im Raum Künzelsau sowie eine weitere Einrichtung im Raum Künzelsau.

Kreisimpfzentrum Öhringen

Das Kreisimpfzentrum (KIZ) Öhringen führt an diesem Wochenende rund 3.700 Erst- und Zweitimpfungen durch.

Maskenpflicht in Künzelsau aufgehoben

Da die Stadt Künzelsau keine Verlängerung der Allgemeinverfügung zur Maskenpflicht im Innenstadtbereich beantragt hat, gilt diese seit Mittwoch, 05. Mai 2021, 24 Uhr nicht mehr. Das Landratsamt Hohenlohekreis hat von sich aus angesichts der gesunkenen Inzidenz in Künzelsau keine Veranlassung, eine entsprechende Verfügung anzugehen. Dennoch will das Gesundheitsamt des Hohenlohekreises das Infektionsgeschehen weiterhin sehr genau beobachten.

Aktualisierung der Internetseite

Um den Melde- und Übermittlungsverzug mit den für die derzeit geltenden Corona-Regeln relevanten Zahlen des Robert Koch-Institutes so gering wie möglich zu halten, werden die aktuellen Fallzahlen und Inzidenzwerte auf der Startseite von www.corona-im-hok.de nun jeweils am Morgen für den Vortag aktualisiert.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis

 




„Die Zahlen sind überhaupt nicht verlässlich“

Das Online-Magazin ExoMagazinTV hat in dem Videobeitrag „Scripted Reality – Das dritte Jahrtausend ’61“ auf seinem Youtube-Kanal die Statistiken des DIVI-Intensivregisters unter die Lupe genommen. „Ein Jahr nach der Pandemie scheint das deutsche Gesundheitssystem doch noch an seine Belastungsgrenze zu kommen“, stellten die Macher der Sendung fest und fragten: „Wie konnte es dazu kommen?“. Das DIVI-Register zeige ansteigende Patientenzahlen auf den Intensivstationen. „Die Situation scheint bedrohlich“, heißt es in dem Beitrag.

„Die Zahlen sind überhaupt nicht verlässlich“

Der Informatiker Tom Lausen aus Niedersachsen hat als Kopf eines unabhängigen Rechercheteams – rund ein Dutzend anderer Informatiker, Ingenieure, Notärzte und Anwälte die Situation in den Krankenhäusern auf der Grundlage offizieller Daten analysiert. Jeden Tag besorge sich Lausen die aktuellen Rohdaten, die von den Krankenhäusern gemeldet werden und wertet diese mithilfe eines eigens geschriebenen Programmes aus. Lausen kommt zu dem Ergebnis, dass die Zahlen des DIVI-Registers „überhaupt nicht verlässlich sind“. Weil das DIVI „überhaupt nicht weiß aufgrund der Eingaben der Krankenhäuser, wie viele Patienten jemals mit Covid in den Intensivstationen gelegen haben“.

Aus eins mach zwei oder drei

„Wenn ein Patient in einer Intensivstation liegt, dann zählt er als ein Fall. Wenn er verlegt werden sollte, gilt er als ein weiterer Fall“, nennt er ein Beispiel. So werde ein Patient zu zwei Fällen. „Er könnte auch zu drei Fällen werden, wenn er weiter verlegt wird.“ Lausen schlussfolgert: „Somit sind die Zahlen, die vom DIVI genannt werden, falsch.“ Selbst schreibt auch das DIVI in seinen täglichen Veröffentlichungen: „Aufgrund von Verlegungen von Patient*innen von einer ITS zur Weiterbehandlung auf eine andere ITS kann pro Patient mehr als eine Behandlung gemeldet werden (Mehrfachzählung möglich).“

„Es liegen wohl weniger Patienten auf den Intensivstationen als gemeldet“

Das ExoMagazin fragt: „Wie oft kommt das vor?“ und stellt fest: „Dazu gibt es nur Schätzungen.“ Es zitiert einen Bericht aus dem Deutschen Ärzteblatt, in dem es heißt, dass „anhand von AOK-Daten bis Juli 2020 analysiert wurde, dass 10,8 Prozent aller stationären Covid-19-Fälle auf den Intensivstationen mindestens einmal verlegt wurden.“ Unter den beatmeten Patienten seien es sogar 31,9 Prozent gewesen. Diese Patienten seien demnach mehrfach in die Statistik eingegangen, was bedeute, dass „wohl weniger Patienten auf den Intensivstationen liegen, als gemeldet wird.“ Wie viele es allerdings wirklich sind, wisse das Intensivregister nicht.

„Wir zählen nur die Betten“

Lausen wollte auch wissen, wie die Krankenhäuser die Zahlen an das DIVI-Register melden. Laut dem Informatiker geben diese ihren Covid-19-Status in eine Eingabe-Maske ein. Dabei werden nur Zahlen eingegeben aber nicht, ob beispielsweise ein schwerer Verlauf vorliegt. „Ich bekam die Antwort, sie würden nur Betten zählen, sie würden niemals die schweren Verläufe wissen wollen“, sagt er. „Der klassische Fall dabei ist möglicherweise, dass eine ältere Dame oder ein älterer Herr sich im Pflegeheim beim Sturz den Oberschenkelhals bricht, was ein sehr häufiger Vorfall ist, und in die Intensivstation kommt nach der Operation, um noch beobachtet zu werden, und natürlich abgestrichen wird. Wenn der Test Covid-19-positiv ist, dann ist das ein Covid-Patient.“

„Die Covid-19-Patienten belasten die Intensivstationen nicht zusätzlich“

Das ExoMagazin interessierte sich auch dafür, „wie stark die Covid-19-Patienten das Geschehen auf den Intensivstationen“ beeinflussen? Ein Blick in die Statistiken zeige, dass sie nur einen relativ kleinen Anteil ausmachen. Die Gesamtzahl der belegten Intensivbetten sei seit Beginn der Pandemie „mehr oder weniger konstant geblieben, obwohl die Anzahl der positiv getesteten Intensivpatienten zuweilen deutlich zunahm.“ Das ExoMagazin kommt deshalb zu dem Schluss, dass die Corona-Patienten die Intensivstationen nicht zusätzlich belasten. Auch Lausen sagt: „Die Auslastung der Intensivstationen verändert sich insgesamt nicht.“ Der Anteil der Covid-19-Patienten habe keine Bedeutung auf die Gesamtauslastung der Intensivstationen.

„Die Gesamtzahl der verfügbaren Intensivbetten hat sich fast halbiert“

Deutlich verändert habe sich aber die Gesamtzahl der verfügbaren Intensivbetten, heißt es in dem Video weiter: „Seit November 2020 hat sie sich fast halbiert, obwohl die Auslastung der Intensivstationen fast gleich geblieben ist.“ Aufgrund des Krankenhausentlastunggesetzes von März 2020 hätten die Krankenhäuser im Bereich der Intensivbetten aufgerüstet, gewöhnliche Behandlungen wurden abgesagt, denn „jedes freie Bett bedeutet mehr Geld“. Außerdem wurden damals die Personaluntergrenzen von der Regierung außer Kraft gesetzt, was bedeutete, dass „sich weniger Personal um mehr Betten gleichzeitig kümmern darf“. So standen 10.000 bis 12.000 Betten für Intensivpatienten bereitgestanden.

„Mehrere tausend Intensivbetten sind in der Notfallreservekapazität verschwunden“

Die Personaluntergrenzen wurden im August 2020 wieder in Kraft gesetzt, „sodass tagsüber pro Pfleger nur noch maximal zweieinhalb Intensivbetten erlaubt sind“. Die Folge laut ExoMagazin: „Die Krankenhäuser lassen mehrere tausend Intensivbetten in der sogenannten Notfallreservekapazität verschwinden. Betten, die eigentlich zur Verfügung ständen, wenn es Jens Spahns Personaluntergrenzen nicht gäbe.“ Es gelte also wieder Spahns Losung: „Wer zu wenige Pflegekräfte für zu viele Patienten hat, muss Betten abbauen.“ Zum 30. September habe die Regierung auch die Freihaltepauschale beendet. Freie Intensivbetten brachten nun kein Geld mehr und wurden deshalb von den Krankenhäusern wieder in Betten der Normalstation umgewandelt. Die Folge: „Noch weniger freie Intensivplätze.“

„Das hat zu weiterem Abbau geführt“

Am 18. November 2020 habe das Parlament außerdem das Krankenhausfinanzierungsgesetz geändert. Das solle Krankenhäuser für Ausfälle entschädigen, die ihnen wegen der Pandemie entstanden sind – laut Tom Lausen ein weiterer Fehlanreiz, der „zum Abbau von Bettenkapazitäten führte“. „Ein Krankenhaus bekommt durch das Gesetz jetzt nur noch Geld, wenn sie mindestens 75 Prozent Intensivstationsauslastung haben“, sagt der Informatiker. Er nennt als Beispiel Lübeck: „Ich weiß nicht, ob die das so machen, aber es ist auffällig, dass die kurz vor dem 19.11. Betten abgebaut haben und dann auf einmal die Auslastung immer über 75 Prozent halten.“ Das sei vorher nicht so gewesen. Er habe auch festgestellt, dass das bei sehr vielen Krankenhäusern so sei.

„Krankenhäuser machen ihre Betten nach Belieben auf und zu“

Das bringt das ExoMagazin zu der Frage, ob die Kapazitäten an Intensivbetten „künstlich verknappt wurden“. In großen Städten wie Berlin oder Köln sei die Auslastung auch vor dem neuen Gesetz schon hoch gewesen. Hier sei kein Effekt zu erkennen. Das sehe in vielen Kreisen und Gemeinden anders aus – beispielsweise in Bottrop oder Goslar, wo Betten abgebaut wurden, genau wie in Leipzig oder Eisenach. Doch laut Tom Lausen gebe es auch Hinweise, dass die Krankenhäuser ihre Kapazitäten nötigenfalls wieder hochfahren können. Er zeigt als Beispiel die zwei Krankenhäuser im Kreis Pinneberg, „die nach Belieben ihre Betten auf und zu machen“. So würden sie „nahezu immer die 75 Prozent“. Das sei auch im Erzgebirgskreis oder in Starnberg so.

„Die Pressesprecherin war verblüfft“

Tom Lausen sagt, dass er alle seine Auswertungen an das Intensivregister geschickt hat und mit der Pressesprecherin telefonisch zwei Stunden durchgegangen sei. Die Frau sei hoch verblüfft gewesen über das Präsentierte. Er schließt daraus, „dass diese Sachen nicht zu einer bevölkerungsweiten Maßnahmensteuerung eingesetzt werden dürfen“. Denn diese Zahlen seien nicht valide.

Damit kann man kein Urteil begründen

Die fragwürdigen Zahlen dürften bald auch Justizia interessieren. Immer wieder hätten Gerichte zur Entscheidungsfindung die Zahlen des DIVI-Registers genutzt. Der Anwalt Dr. Alexander Christ von der Organisation Anwälte für Aufklärung e.V. sagt denn auch: „Offensichtlich ist es für die Krankenhäuser wichtig, ganz bestimmte Meldehöhen zu erreichen und die Kurve anzupassen an die Intensivpatienten.“  Er schließt daraus, „dass das nichts mit der tatsächlich vorhandenen freien Bettenzahl zu tun hat“. Dementsprechend könne ein Gericht seiner Meinung nach nicht sagen, „ein einfacher Blick auf das DIVI-Register genügt und damit begründe ich jedes Urteil“. Das gehe nun nicht mehr.




Erneut Fahrzeuge beschädigt – Polizei sucht Zeugen

Im Monat Mai wurden bisher zwei in Künzelsau geparkte Pkw mutwillig zerkratzt, teilt die Polizei mit. Nun kommen zwei weitere Fälle hinzu. In der Nacht auf Mittwoch, den 05. Mai 2021, wurden zwei Fahrzeuge in der Mainzer Straße mutwillig mit einem spitzen Gegenstand zerkratzt. Hierbei entstand an beiden Wagen Sachschaden im vierstelligen Eurobereich.

Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet Zeugen, die Angaben zu den Verursachern geben können, sich an das Polizeirevier Künzelsau unter Telefon 07940/94 00, zu wenden.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn