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„Erst müssen alle medizinischen Möglichkeiten ausgeschöpft sein, bevor es an die Grundrechte geht“

Die von Schauspielern und Kollegen aus der Medienbranche geführte coronakritische Kampagne #allesdichtmachen (wir berichteten) bewegte und erregte die Gemüter.

Nun erschien am 29. April in der Zeit, ein großes Interview mit dem Titel „Es geht nicht darum, wer Recht hat“. (Link zum Interview)

Untertützung der #allesdichtmachen-Kampagne

Kolleg:innen distanzierten sich von den Mitwirkenden dieses Videoprojekts schleunigst, einige  Beteiligte wie Heike Makatsch ließen nach dem ersten Shitstorm sofort ihr Video wieder entfernen. Andere wie Jan Joseph Liefers versuchen in Talkshowrunden zu erklären, warum sie diese ironischen Beiträge gedreht hatten, die die Coronapoitik der Regierung kritisieren. Nun haben sich namhafte Kulturschaffende in Wochenzeitung Die Zeit zu Wort gemeldet und die Gedanken hinter #allesdichtmachen unterstützt.

Die Rhetorik des Ausnahmezustandes

Daniel Kehlmann, Thea Dorn und Juli Zeh kritisieren sich ihre Kollegen, sondern unterstützen sie in ihrer Kritik. So sagte Thea Dorn in dem ausführlichen Interview etwa: „Die Rhetorik des Ausnahmezustandes dient dazu, Maßnahmen zu legitimieren, die unter normalen Bedingungen undenkbar wären.“ Damit spielte sie auf die großen Grundrechtseinschnitte an. Dabei schwingt die Frage im Raum, ob diese Eingriffe in die Grundrechte in Ausnahmezuständen überhaupt erlaubt sind in einer Demokratie.

„Ausnahmezustand“ kann alles rechtfertigen

Mit diesem Wort „Ausnahmezustand“ könne man ja dann schließlich immer alles rechtfertigen. Nur: Wann befindet sich eine Gesellschaft in einem Ausnahmezustand? Das große Ziel sei „Todesverhinderung“. Damit rechtfertige dann die Politik alles, was sie damit einhergehend machen oder verbieten. Aber, gibt Dorn zu bedenken: „Stellen wir uns kurz einmal vor, was er Staat alles verbieten müsste, wenn er tatsächlich verpflichtet wäre,  den Tod als solchen zu verhindern.“ Da müssten die Maßnahmen wesentlich konsequenter in allen Bereichen sein. Kehlmann sieht diesen „Ausnahmezustand“ und die Legitimation diverser Gesetze ebenfalls kritisch und verweist auf ein ähnliches Vorgehen bei der amerikanischen Regierung nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001.

Es gibt nie Alternativlosigkeit

Daniel Kehlmann kritisiert überdies, dass es hieße, die Maßnahmen seien von der Wissenschaft vorgegeben und alternativlos. Das widerspreche sich. Es gibt nie „Alternativlosigkeit“, vor allem in der Wissenschaft. Auch hinsichtlich der Coronapolitik gäbe es zahlreiche seriöse Stimmen, die einen anderen Kurs empfehlen. Diese kämen nur nicht wirklich zu Wort oder werden sofort kritisiert für ihre teils regierungskritischen Aussagen.

Kehlmann verweist dabei auf andere Länder, die andere Maßnahmen, teilweise effektivere, ergriffen haben und die damit gut gefahren seien, doch aber darüber spreche man nicht.

„Bürokratieverliebtheit“ bremst vieles aus

Juli Zeh wiederum kritisiert „die Bürokratieverliebtheit“ bei uns, die vieles ausbremse. Das helfe aber in einer Pandemie wenig, sondern behindere eher. Es gehe, so betonten alle drei, nicht darum, dass der „Staat gar nichts hätte tun sollen“ gegen Corona. Aber, so Juristin Juli Zeh: „Die Verfassung verpflichtet uns darauf, die Pandemie möglichst effektiv, mit möglichst wenig Grundrechtseingriffen, zu bekämpfen. Daraus folgt die politische Nowendigkeit, alle medizinischen und technischen Möglichkeiten auszuschöpfen, bevor man an die Grundrechte geht. Impfung bereitstellen, Alten- und Pflegeheime angemessen schützen, Krankenhäuser großzügig ausstatten. Das ist nicht nur verfassungsmäßig geboten, sondern kann auch wesentliche wirksamer sein als Ausgangssperren, die den Bürger stark belasten.“

„Es geht nicht darum, wer Recht hat“, erschien am 29. April in der Zeit: „Es geht nicht darum, wer recht hat“ | ZEIT ONLINE

Juli Zeh, Schriftstellerin und Verfassungsrichterin in Brandenburg. Foto: Sven Mandel / CC-BY-SA-4.0

 




Einer der gefährlichsten Schulwege der Welt

Die Rotary Clubs in Schwäbisch Hall und Künzelsau / Öhringen unterstützen langjährig ein Projekt der Schülerhilfe Nepal. Diese Hilfe sichert nun den weiteren Schulausbau für zusätzliche 300 SchülerInnen aus dem schwer zugänglichen Hochland um Thambesi / Nepal. Eine aktuelle Zusage über weitere 45.000 Euro garantiert die Nachhaltigkeit des ehrenamtlichen Engagements.

Bildung als Weg aus der Armut

“Die Eltern im weiten Umkreis der bereits entstandenen Schule im schwer zugänglichen Hochland um Thambesi, ergreifen sehr gern die Chance, ihre Kinder an diese Schule zu gehen zu lassen. Die Motivation der Schüler für Schule und Bildung ist sehr hoch. Sie wird als Weg aus der Armut gesehen“, weiß Alexander Schaeff als langjähriger Rotary-Projektkoordinator für den ‚Nepal-Schulneu- & Ausbau‘ sehr genau. Er arbeitet im Länderausschuss Deutschland – Nepal auf Bundesebene dafür sehr eng mit der ‚Schülerhilfe Nepal e.V.‘ zusammen.

Verdoppelung der Schülerzahl ist gesichert

Alle, von den beiden regionalen Rotary Clubs Schwäbisch Hall und Künzelsau / Öhringen gesammelten Gelder, fließen genau dahin, wofür sie vorgesehen sind. Bisher waren das der erste Bauabschnitt des Schulgebäudes für 300 SchülerInnen im Jahr 2016, die Ausstattung eines Computerlabors und der Anschluss einer Solaranlage in den Jahren danach. Bereits 87.000 Euro wurden von allen Unterstützern seit 2014 dafür insgesamt fest zugesagt, 42.000.- € sind bereits geflossen. „So kann die Schule für 600 Kinder bald verdoppelt werden. Für dieses schwer zugängliche Gebiet ist das eine Riesenschule“, weiß Schaeff, da er vor Ort war und in engem Kontakt mit dem Architekten und der Schülerhilfe steht. Er weiß auch, dass die Gemeinde Thambesi ihren Eigenanteil in Form von Baumaterial und Arbeitskräften wieder leisten wird. Aktuell muss der Ausbaustart warten, denn auch in Nepal steht wegen Covid-19 vieles still.

Tatkräftige Unterstützung in schwieriger Zeit

Die aktuelle und schwierige Situation, hat die beiden Serviceclubs mit ihren Präsidenten, Manfred Koller von Schwäbisch Hall und Klaus Wittig von Künzelsau / Öhringen nicht davon abgehalten, das Vorhaben insofern weiterzutreiben, dass auch schon die kommenden ClubpräsidentInnen involviert wurden. „Wir und unsere Nachfolger und Nachfolgerinnen im Präsidentenamt, haben unsere volle Unterstützung für dieses nachhaltige Clubengagement zugsichert“, bekräftigen sie. Das ist ein gutes Bekenntnis für sinnvolles und nachhaltiges Ehrenamt, was dem Servicegedanken von Rotary zu 100% entspricht.

Quelle: Pressemitteilung der Rotary Clubs Schwäbisch Hall und Künzelsau / Öhringen

Schule in Thambesi /Nepal Foto: Rotary Club Schwäbisch-Hall

Schule in Thambesi /Nepal Foto: Rotary Club Schwäbisch-Hall

Schule in Thambesi /Nepal Foto: Rotary Club Schwäbisch-Hall

Schule in Thambesi /Nepal Foto: Rotary Club Schwäbisch-Hall

Schule in Thambesi /Nepal Foto: Rotary Club Schwäbisch-Hall

Schule in Thambesi /Nepal Foto: Rotary Club Schwäbisch-Hall

 




Inzidenz im Hohenlohekreis weiterhin sinkend – die 100er-Marke aber noch nicht erreicht

Am 12. Mai 2021 wurden 48 Menschen positiv auf das Virus getestet, am 13. Mai 2021 eine Person. Insgesamt ergibt sich eine 7-Tage-Inzidenz von 139,4 (Stand 12. Mai 2021, am Feiertag fand keine Aktualisierung der Inzidenzzahlen statt). Die Tendenz ist, ausgehend von einem Spitzenwert von 280,  weiterhin stark fallend, der Hohenlohekreis hat die Schranke von 100, die zur automatischen Aufhebung der Bundesnotbremse führt, noch nicht erreicht.

Starke Unterschiede zwischen den einzelnen Gemeinden

Auffallend ist die Inzidenzverteilung auf Gemeinden: In einigen Gemeinden liegt die Inzidenz bereits unter 100, in anderen verharrt sie weiterhin auf sehr hohem Niveau.

Inzidenzverteilung in den Gemeinden. Stand: 12.Mai 2021

 

 




Orangenlimo statt Urinprobe

Mit Orangenlimonade versuchte ein Lkw-Fahrer am frühen Dienstagmorgen, den 11. Mai 2021, Polizeibeamte während einer Kontrolle hinters Licht zu führen.
Laut Polizeibericht war der 34-Jährige gegen 1.45 Uhr in Mulfingen mit einem Pritschen-Lkw unterwegs und wurde in der Hauptstraße einer Verkehrskontrolle unterzogen. Aufgrund des auffälligen Verhaltens des Mannes, vermuteten die Beamten, dass dieser unter dem Einfluss von Drogen stehen könnte. Als der 34-Jährige aufgefordert wurde, eine Urinprobe für einen Drogenvortest abzugeben, schüttete er Orangenlimonade in den Becher und versuchte die Polizisten damit zu täuschen. Die Beamten bemerkten den Schwindel jedoch schnell, denn die Flüssigkeit im Becher war kalt und roch eindeutig nach Orange. Daraufhin gab der Mann echten Urin für den Test ab, welcher positiv auf Drogen ausfiel. Daraufhin musste der 34-Jährige eine Blutentnahme im Krankenhaus über sich ergehen lassen.
Sofern in dieser ebenfalls Drogen nachgewiesen werden, muss der 32-Jährige mit einem Bußgeld und Konsequenzen für seine Fahrerlaubnis rechnen, heißt es im Polizeibericht.



Robert Koch-Institut kommt erneut nach Kupferzell

Im Juni wird erneut ein Studienteam des Robert Koch-Instituts (RKI) in Kupferzell zu Gast sein, schreibt das Landratsamt Hohenlohekreis in einer Pressemitteilung. In der geplanten Folgeuntersuchung zur Studie „Corona-Monitoring lokal“ geht es um die Beschreibung möglicher Langzeitfolgen einer SARS-CoV-2-Infektion sowie die zeitabhängige Nachweisbarkeit von Antikörpern.

Teilnahme ist freiwillig

Bürger:innen, die bereits an den vorhergehenden Untersuchungen von „Corona-Monitoring lokal“ teilgenommen haben, erhalten dazu in den nächsten Tagen eine Einladung per Post. Die Teilnahme ist freiwillig. Das Studienprogramm sieht eine Befragung vor, ausgewählte Teilnehmende werden zusätzlich zu einer Blutprobe eingeladen. Das RKI nutzt für die Untersuchungen, die von Montag, den 14. Juni 2021, bis Montag, den 28. Juni, an der Kupferzeller Carl-Julius-Weber-Halle geplant sind, die beiden Medi-Busse, die bereits im vergangenen Jahr im Einsatz waren.

Mechanismus der Immunabwehr

Neben Tests auf Antikörper plant das RKI-Team Untersuchungen zu einem weiteren Mechanismus der Immunabwehr, der sogenannten zellulären Immunität gegen SARS-CoV-2. Die Frage, welche gesundheitlichen Folgen eine Infektion hat und wie sich die Konzentration von Antikörpern sowie die Immunabwehr gegen das Corona-Virus über die Zeit entwickeln, ist für die Wissenschaft von großer Bedeutung.

„Wir unterstützen sehr gerne“

„Wir freuen uns, das RKI erneut im Hohenlohekreis begrüßen zu dürfen und unterstützen natürlich sehr gerne“, erklärt Landrat Dr. Matthias Neth in der Mitteilung. „Wir hoffen, dass durch die Untersuchungen neue Erkenntnisse über das Virus gewonnen werden können.“

„Ich bin sehr zuversichtlich“

„Ich freue mich, wenn Kupferzell seinen Teil im Kampf gegen die Corona-Pandemie beitragen kann“, ergänzt der Kupferzeller Bürgermeister Christoph Spieles. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass sich wie bei den Untersuchungen im vergangenen Jahr viele der ausgewählten Kupferzellerinnen und Kupferzeller beteiligen werden.“

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis




Auf der K2342 kann wieder gefahren werden

Am Freitag, 07. Mai 2021, haben Landrat Dr. Matthias Neth und Martin Piott, Bürgermeister der Gemeinde Bretzfeld, die Kreisstraße K 2342 nach einer Bauzeit von etwa sieben Monaten wieder für den Verkehr freigegeben. Die Gemeinschaftsmaßnahme des Hohenlohekreises, des Landkreises Heilbronn und der Gemeinde Bretzfeld kostete nach Angaben des Landratsamtes Hohenlohekreis insgesamt rund 1,9 Millionen Euro. „Es freut mich sehr, dass wir dieses kreisübergreifende Projekt trotz der aktuellen Lage erfolgreich zustande bekommen haben“, sagte Landrat Dr. Matthias Neth bei der Freigabe. „Mein Dank geht an alle Beteiligten für die gute Zusammenarbeit.“

Radweg neu angelegt

Die Baumaßnahme umfasste den Ausbau der Straße zwischen Waldbach und Eschenau im Landkreis Heilbronn mit einer Baulänge von etwa 1,3 Kilometern auf eine einheitliche Fahrbahnbreite von sechs Metern. Zudem wurde ein straßenbegleitender Radweg angelegt, der künftig eine sichere Verbindung zur S-Bahn-Haltestelle in Eschenau und Richtung Breitenauer See möglich macht. Am Radweg weist eine Informationstafel auf zwei Zehntsteine hin, die während der Bauarbeiten in der alten Straße gefunden worden waren. Diese Kleindenkmäler wurden gereinigt und haben nun am Radweg einen neuen Standort gefunden.

Ausgleichsmaßnahmen

Für die naturschutzrechtlichen Belange wurden in einvernehmlicher Abstimmung mit dem Landschaftsplaner und der Unteren Naturschutzbehörde Vermeidungs- und Ausgleichsmaßnahmen festgelegt. Hierzu sind noch umfangreiche Gehölzpflanzungen und Aufforstarbeiten nach Ende der Vegetationsperiode vorgesehen.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis

 




„Wir hoffen, mit einem blauen Auge davonzukommen“

Bis jetzt ist Ziehl-Abegg ganz gut durch die Corona-Krise gekommen. Der Künzelsauer Ventilatorenhersteller hat früh mit Präventionsmaßnahmen begonnen und ist jetzt auch beim Impfen der Mitarbeiter im Betrieb ganz vorne mit dabei. Wirtschaftlich steht das Unternehmen besser da als anfangs erwartet. Ziehl-Abegg profitiert vor allem von der höheren Auslastung der Rechenzentren. GSCHWÄTZ hat sich mit dem Vorstandsvorsitzenden Peter Fenkl über Corona-Maßnahmen, die Vorbereitung auf Lieferengpässe und Naben-Motoren unterhalten.

GSCHWÄTZ: Mir gegenüber steht Herr Fenkl, der Vorstandsvorsitzende von Ziehl-Abegg. Wir treffen uns heute anlässlich des großen Impf-Tags bei Ziehl. Herr Fenkl wird uns einige Fragen beantworten. Fangen wir mal damit an – generell zur Corona-Situation bei Ihnen in der Firma. Welche Maßnahmen haben Sie getroffen? An Hygienemaßnahmen?

„Das war ein sehr schwieriges Unterfangen“

Fenkl: Wir sind eigentlich von Anfang der Pandemie sehr, sehr aktiv gewesen, Prävention durchzuführen. Wir haben schon Ende Februar einen Krisenstab gebildet, der sich ausschließlich mit diesem Thema beschäftigt. Es sind Mitarbeitende hier im Haus, die sich mit der Prävention beschäftigen und Fragen der Mitarbeiter beantworten. Wir haben ganz früh, als es noch gar keine Masken gab, schon Faceshields hier im Haus gedruckt. Die haben wir auch in der Region verteilt. Wir haben Mitarbeiter ans Landratsamt entsandt, um das Tracking – also die Suche, die Vernetzung, die die Inzidenz hatte – zu überprüfen. All das haben wir gemacht. Mit der Impf-Thematik haben wir uns Ende beziehungsweise Anfang dieses Jahres beschäftigt. Konkret wurde es Anfang März, da hatten wir alle Vorbereitungen getroffen und uns bemüht, an Impfstoff heranzukommen und an Ärzte. Das war erst ein sehr, sehr schwieriges Unterfangen. Wir wären diese Woche gestartet, nachdem wir tatsächlich Impfstoff bekommen und die Ärzte organisiert haben, dass wir gemäß der Kategorien entsprechend geimpft hätten. Aber glücklicherweise hat Herr Spahn am Donnerstag AstraZeneca freigegeben für alle Bereiche, sodass wir noch alle Mitarbeiter im Moment impfen können.

„Wir werden auch die Angehörigen impfen“

GSCHWÄTZ: Heute hat er auch den Johnson und Johnson-Impfstoff freigegeben, also auch die Einmal-Impfung wäre jetzt möglich.

Fenkl: Da hab ich noch gar nicht gehört.

GSCHWÄTZ: Relativ neu.

Fenkl: Supergut. Wir sind jetzt gut bestückt mit dem AstraZeneca. Das heißt, wir haben sogar mehr Dosen bekommen, als wir erwartet haben. Das heißt, wir werden ab sofort nicht mehr nur die eigenen Mitarbeiter impfen, sondern auch direkt die Angehörigen.

„Das macht ein externer Arzt“

GSCHWÄTZ: Und ist das durch den Betriebsarzt oder wie ist das organisiert?

Fenkl: Es ist ein externer Arzt, der uns hier unterstützt, der auch die Impfdosen besorgen konnte. Das lief über unser Netzwerk, weil wir eben sehr aktiv gearbeitet haben an der Stelle. Wir sind sehr dankbar, dass er heute die Belegschaft impft.

GSCHWÄTZ: Wie sieht es denn durch die ganzen Maßnahmen, die innerbetrieblich getroffen werden, mit dem sonstigen Krankenstand aus? Hat sich da was verändert?

Fenkl: Grippe ist praktisch null. Da haben wir gar nichts. Heuschnupfen ist eine allergische Reaktion auf die Umwelt, die haben wir immer wieder. Das können wir nicht vermeiden.

„Bei den Augen hilft die Maske nicht“

GSCHWÄTZ: Aber die Maske schützt ja auch vor den Pollen.

Fenkl: Ich bin kein großer Allergiker, deswegen kann ich das nicht richtig beurteilen. Bei den Augen, da ist es ja auch immer so mit der Allergie, hilft die Maske natürlich nichts.

GSCHWÄTZ: Wenn Sie das Thema Grippe und Erkältungskrankheiten anschauen, können Sie sich vorstellen, die Hygienemaßnahmen aus dem Grund weiterzuverfolgen, wenn Corona vorbei sein sollte irgendwann?

„Maske zu tragen ist eine eine hohe Belastung für die Mitarbeiter“

Fenkl: Ich glaube nicht, weil es für die Mitarbeiter eine sehr hohe Belastung ist, insbesondere in der Produktion, die Masken zu tragen. Das wird in Richtung Sommer noch viel, viel schwieriger werden, die Maske immer aufzuhaben. Also von daher glaube ich es weniger. Ich würde es mir in gewissen Grenzen wünschen, aber da würde man von den Mitarbeitern zu viel verlangen.

GSCHWÄTZ: Okay, das wäre der erste Fragenkomplex gewesen. Der zweite Fragenkomplex dreht sich um die wirtschaftliche Situation von Ziehl-Abegg unter Corona. Wir haben uns das letzte Mal gesehen, als die Wirtschaftsministerin da war beim Spatenstich im Gewerbegebiet oben. Wie weit ist dieses Projekt mit der neuen Halle inzwischen?

„Alles ist am Laufen“

Fenkl: Das Projekt ist fast fertig. Die Halle ist bezugsbereit. Das heißt, die Maschinen sind jetzt im Anlauf. Es sind noch Kleinigkeiten zu machen, aber im Prinzip ist die Halle bezugsfertig. Jetzt kommen die Maschinen und die fahren wir in den nächsten Wochen ein. Also, es ist gut am Laufen.

GSCHWÄTZ: Sie haben damals davon gesprochen, dass Sie gerade in der Krise investieren wollen, damit Sie nach der Krise durchstarten können. Wie sind Sie denn bisher durch die Krise gekommen?

„Wir brauchen dringendst diese Produktionskapazitäten“

Fenkl: Wir haben das Jahr 2020 sehr gut abgeschlossen. Das sah zwischenzeitlich sehr schwierig aus, gerade in den ersten Monaten der Corona-Krise. In Summe haben wir das Jahr mit einem Umsatzwachstum von einem Prozent Plus abgeschlossen. Das heißt, wir waren sehr, sehr zufrieden. Dieses Jahr läuft hervorragend an. Das heißt, wir brauchen dringendst diese Produktionskapazitäten und wir werden sie wahrscheinlich viel schneller füllen, als wir das erwartet haben.

GSCHWÄTZ: Wie sieht es denn mit Ihren internationalen Lieferketten aus? Haben Sie da Einbußen erlitten? Sind da Lieferanten weggefallen?

„Das ist etwas, auf das wir uns vorbereiten müssen“

Fenkl: Im Wesentlichen sind wir relativ gut durchgekommen. Bis dato hat das ganz gut geklappt. Mittlerweile wird es insbesondere bei den elektronischen Komponenten immer schwieriger. Wir kennen das zum Beispiel aus der Automobilindustrie, wo ganze Werke stillstehen. Das ist etwas, auf das wir uns vorbereiten müssen. Wir sind da sehr stark am Arbeiten und hoffen, dass wir mit einem blauen Auge davonkommen.

GSCHWÄTZ: Das heißt, bisher konnten Sie ihre Kunden befriedigen und jetzt könnte es langsam kritisch werden?

Fenkl: Es ist immer tagesabhängig. Es sah auch schon mal zwischenzeitlich sehr schlecht aus. Dann haben wir es wieder hinbekommen. Ich wage da keine Prognose. Das kann sich jeden Tag ändern zum Positiven wie auch zum Negativen.

„Im Moment bin ich sehr positiv gestimmt“

GSCHWÄTZ: Wie sieht es denn bei den Kunden aus? Ist da zu befürchten, dass Kunden wegbrechen aufgrund der Corona-Krise?

Fenkl: Wir sind ja in sehr vielen Industriezweigen unterwegs. Da ist durchaus anzunehmen, dass der ein oder andere Industriezweig sich etwas schwerer tut. In den Kernbereichen muss ich sagen, ist die Auslastung sehr gut. Das zeigt sich auch in unserer sehr guten Auftragslage, die wir im Moment zu verzeichnen haben. Résumé ist dann nicht zu sehr bange. Im Moment bin ich sehr positiv gestimmt.

„Rechenzentren schießen wie Pilze aus dem Boden“

GSCHWÄTZ: Wenn man in die Zukunft schaut und sich überlegt, wie die Märkte sich nach der Krise weiterentwickeln würden, können Sie sich vorstellen, dass es durch die Krise dann auch beschleunigt Investitionen in neuere Technologien gibt und so das Althergebrachte eher abnehmen wird?

Fenkl: Wir haben da tatsächlich eine Befruchtung von modernen Anwendungen. Dies gilt insbesondere natürlich für Rechenzentren, die schießen im Moment wie Pilze aus dem Boden…

GSCHWÄTZ: … Lüftungsanlagen für Rechenzentren …

„Das ist sehr positiv für uns“

Fenkl: … Kühlung für Rechenzentren. Das heißt also, durch den zunehmenden Gebrauch vor allem von Videokonferenzen, Datenübermittlung – man weiß ja im Moment noch nicht so viel – braucht man mehr Rechenkapazität. Die Rechenzentren sind höher ausgelastet. Das ist ein Thema, das ganz stark kommt, das stellen wir fest. Aber auch diese Thematik, die jetzt von der Bundesregierung oder von der EU beschlossen würde bezogen auf die CO2-Einsparungen, wird ja bewirken, dass man noch effizienter arbeiten muss. Zum Beispiel mehr Windkraft, die Gebäude noch dichter werden. All diese Maßnahmen führen dazu, dass zusätzlich Ventilatoren gebraucht werden. Das ist natürlich sehr positiv für uns.

„Das betrifft uns nur am Rande“

GSCHWÄTZ: Wenn wir mal in die Automobilindustrie gehen – Elektrifizierung. Wie sehen Sie da die Zukunft?

Fenkl: Bezogen auf unsere Produkte Ventilatoren haben die da relativ wenig Einsatzgebiete, sodass es uns nur am Rande betrifft. Andere Bereiche werden sicherlich profitieren.

GSCHWÄTZ: Sie haben ja eigentlich etwas im Angebot, was ich für die Killer-Applikation im E-Automotive gesehen hätte. Das sind die Naben-Motoren.

Fenkl: Warum Killer?

„Es ist schwierig, im Automobilsektor Fuß zu fassen“

GSCHWÄTZ: Weil sie doch ungeheuer konstruktive Freiheiten geben für neue Ideen im Automobilbau. Aber Sie haben das jetzt vor einigen Jahren veröffentlicht, dass sie diese Firma übernommen haben.

Fenkl: Nicht nur übernommen, wir haben sie aufgebaut.

GSCHWÄTZ: Ich zumindest sehe die Dinger noch nicht in freier Wildbahn.

Fenkl: Die gibt es in freier Wildbahn. Sie gibt es auch hier in Hohenlohe, die laufen auch sehr erfolgreich. Allerdings haben wir, das muss ich zugestehen, es unterschätzt, wie schwierig es ist, im Automobilsektor wirklich Fuß zu fassen. Das ist Nummer eins. Und zum zweiten ist der Fokus im Automobilbereich im Moment ganz massiv auf die Pkw-Schiene gerichtet. Das ist in der öffentlichen Wahrnehmung ganz stark zu sehen. Das ist eben das, wo man im Automobilgeschäft das größte Geld verdient. Also werden im Moment alle Entwicklungskapazitäten in diese Richtung geschoben. Der Nutzfahrzeug-Bereich wird im Moment etwas stiefmütterlich behandelt. Aber es sind super Projekte in der Pipeline und ich bin an der Stelle durchaus sehr zuversichtlich, dass sich einiges bewegen wird. Allerdings nicht kurzfristig.

„Da wollen wir nicht rein“

GSCHWÄTZ: Aber im Pkw-Bereich sind Sie noch nicht wirklich in den Markt eingedrungen?

Fenkl: Da wollen wir auch gar nicht rein.

GSCHWÄTZ: Herr Fenkl, ich bedanke mich für das Gespräch und viel Erfolg wünsche ich Ihnen.

Interview: Matthias Lauterer




„Jeder ist verantwortlich für das, was er geschehen lässt“

Alles stand am Sonntag, den 09. Mai 2021, in Forchtenberg im Zeichen einer beeindruckenden jungen Frau: Viele Interessierte und Freunde der Weißen Rose feierten in dem Geburtsort von Sophie Scholl ihren einhundertjährigen Geburtstag.

„Es ist wichtig, dass wir Sophie Scholl als Vorbild haben“

„Ich freue mich natürlich, dass wir Sophie Scholls hundertsten Geburtstag an diesem wunderschönen Tag in verschiedenster Art gemeinsam begehen können: unter anderem mit einer Flugblattaktion, einer Grußwortaktion und mit einem Gottesdienst heute Morgen. Es ist einfach wichtig in unserer Zeit, dass wir Sophie Scholl als Vorbild haben und ihrer gedenken“, sagte Renate Deck, eine der Organisatorinnen der Gedenkaktionen.

„Sie haben Verantwortung übernommen“

Während Deck aus ihrem Grußwort las, wurden alle Umstehenden auf einmal ganz nachdenklich und still. „Die Mitglieder der Weißen Rose kämpften für die Freiheit als Grundrecht. Sie haben sich eingesetzt für die Freiheit jedes Einzelnen. Sie haben sich eingesetzt für die Gerechtigkeit gegenüber jedem Einzelnen. Sie haben sich eingesetzt für Respekt und Wertschätzung. Sie haben Verantwortung übernommen und ließen nicht geschehen. Deshalb ist Sophie Scholl für uns bis heute und weiterhin für unser ganzes Land ein Vorbild. Vorbild des Widerstandes, des Freiheitswillens und der Zivilcourage.“

„Hans und Sophie Scholl sind große Vorbilder“

„Sophie Scholl war noch so jung. Teilweise repräsentiert sie auch die kritische Jugend heute. Das macht sie und die Themen, die sie an die Menschen herangetragen hat, aktueller denn je“, resümierte Walter Liehmann, der selbst ein Buch über die junge Aktivistin verfasst hat. „Hans und Sophie Scholl sind für mich ganz große Vorbilder, die ich sehr verehre.“

„Ich empfehle jedem, sich die Flugblätter der Weißen Rose durchzulesen“

„Sophie und Hans Scholl sind uns schon seit unserer Schulzeit ein Begriff“, erzählte Elsbeth Glück. „Hier in Forchtenberg wird das Andenken an diese besonderen jungen Menschen wieder richtig lebendig. Zu dieser Aktion gekommen sind wir über unsere Nachbarn, das Ehepaar Deck. Die beiden leisten hier eine ganz intensive Erinnerungsarbeit an die Geschwister Scholl.“ Ihr Mann Bernhard ergänzt: „Decks investieren ehrenamtlich unglaublich viel in dieses Engagement. Das ist wirklich beeindruckend. Außerdem empfehle ich jedem, sich die Flugblätter der Weißen Rose einmal durchzulesen. Sie sind online einsehbar. Diese Schriftstücke sind einfach unglaublich gehaltvoll und die Geschwister Scholl unglaublich klug und gebildet.“

„Das ist ein magischer Ort“

Maren Gottschalk hat zwei Biografien über Sophie Scholl verfasst. „Ich bin sehr froh, dass ich heute hier sein darf und bin auch irgendwie ein bisschen stolz, dass ich heute hier lesen darf. An Sophies hundertstem Geburtstag und in Forchtenberg selbst“, gestand die Historikerin. „Das ist für mich natürlich ein magischer Ort.“ Des Weiteren stellt Gottschalk klar: „Für mich als Historikerin ist es sehr wichtig, dass wir Menschen wie Sophie Scholl in unserer Geschichte haben. Menschen, die der Diktatur etwas entgegengesetzt haben. Ich hoffe, dass wir ihr Erbe so weit tragen, dass wir uns selbst darum kümmern, unserer Demokratie zu schützen.“

„Du hast versucht, klar zu sehen“

Cécile Wolfram, die auch das Bild zu Sophie Scholls Jubiläumsbriefmarke gemalt hat, las aus einem von ihr verfassten Grußwort: „In einer Zeit der Euphorie hast Du versucht, klar zu sehen. Zu sehen, dass dieser Krieg keine Naturkatastrophe oder eine verheißungsvolle Bewegung in eine bessere Zukunft sei, sondern dass dieser Krieg menschengemacht ist und die Zukunft schwer richten wird. Du musstest ertragen, dass an den Krieg geglaubt wurde. An den Sieg des Stärkeren. An den Hass als tadellose Triebkraft. Wie musste das alles Deiner inneren Gesinnung und Deinem Glauben an die Menschheit widersprochen haben? Wir können heute viel sagen, viel richten, vielleicht manches von damals verstehen, aber wir sind mittendrin und kennen unsere eigene Zeit nicht und wie die Zukunft auf uns blicken wird. Wir haben unsere Träume, unsere Sorgen, aber auch unser Gewissen, das uns leiten kann, wenn wir es nur befragten. Und wir haben Zeugnisse einer menschenverachtenden Zeit, deren Wiederholung es zu verhindern gilt.“

Text: Priscilla Dekorsi

Renate Deck ist Mitinitiatorin der Gedenkveranstaltung rund um Sophie Scholls hundertsten Geburtstag. Foto: Priscilla Dekorsi

Elsbeth und Bernhard Glück aus Langenburg engagieren sich seit rund vier Jahren dafür, das Gedenken an die Geschwister Scholl aufrechtzuerhalten. Foto: Priscilla Dekorsi

Das Würzburger Tor ist die Station Nummer 10 des Hans und Sophie Scholl-Pfades. Von hier aus startete auch die Flugblattaktion. Foto: Priscilla Dekorsi

 

 

 

 




„Die Maske ist für die Mitarbeiter eine sehr hohe Belastung, insbesondere in der Produktion“

Nüchtern, aber gut organisiert ist die Impfstation bei Ziehl-Abegg, wo sich am 10. Mai 2021 Mitarbeiter der Firma impfen lassen konnten. Ungefähr alle drei Minuten erscheint ein Impfwilliger, die vorab verteilten Unterlagen haben die Patienten bereits ausgefüllt – ein kurzer Check der nötigen Unterschriften und der Versichertenkarte und schon geht es weiter in die Impfkabine. Dort gibt es nochmals eine Möglichkeit, Fragen an den Arzt zu zu stellen, die Impfung selber nimmt nur wenige Sekunden in Anspruch.

Freigabe von Astra-Zeneca-Impfstoff ermöglicht Impfangebot für alle Mitarbeiter

Der ursprüngliche Plan war, streng nach Impfpriorität vorzugehen. „Aber durch die Freigabe des Astra-Zeneca-Impfstoffs für alle können wir jetzt jedem Mitarbeiter ein Impfangebot machen“, sagt Rainer Grill, Pressesprecher von Ziehl-Abegg. Er betont, dass die Impfentscheidung des einzelnen Mitarbeiters vom Arbeitgeber nicht beeinflußt wird: „Selbst mein Chef erfährt nicht, ob ich mich impfen lasse oder nicht“, erklärt er. Von den etwa 2.400 Beschäftigten am Standort ließen sich am ersten Impftag bereits 250 Mitarbeiter impfen. Auch die Angehörigen der Mitarbeiter gehen nicht leer aus, ihnen wird in der nächsten Woche ein Impfangebot gemacht werden.

250 Mitarbeiter am ersten Tag geimpft

Martin (der richtige Name ist der Redaktion bekannt) ist 51 Jahre alt und hätte gemäß der ursprünglichen Impfreihenfolge noch kein Impfangebot bekommen. Daher hat er das Angebot seines Arbeitgebers gerne angenommen. „Ich wurde schon viele Jahre gegen nichts mehr geimpft. Auch eine Grippeimpfung habe ich noch nie gemacht“, sagt er. Eine wichtige Motivation für die Impfung sind seine Mitmenschen: „Ich mache das ja nicht nur für mich, sondern auch für meine Angehörigen.“

Durchgeführt wurden die Impfungen unter der medizinischen Leitung von Dr. Tobias Neuwirth, der in Heilbronn eine Corona-Schwerpunktpraxis betreibt. Zum Thema Nebenwirkungen betont er, dass die allermeisten Symptome eigentlich gar keine Nebenwirkungen sind. Die meisten Patienten würden von schmerzendem Oberarm oder Symptomen wie einem grippalen Infekt, auch mit Fieber oder Schüttelfrost, berichten, das sei aber die erwünschte Reaktion des Immunsystems auf den Impfstoff. Schwere Impffolgen, von denen zu lesen ist, habe er in seiner Praxis noch nicht beobachtet.

Seit Pandemiebeginn in der Coronaprävention engagiert

Peter Fenkl, Vorstandsvorsitzender von Ziehl-Abegg, betont, dass sein Unternehmen sich seit Beginn der Pandemie in der Bekämpfung von Corona engagiert habe: „Wir haben bereits im Februar einen Krisenstab gebildet, der sich mit dem Thema Prävention beschäftigt.“ Er erinnert daran, dass man für das Landratsamt Face-Shields hergestellt habe und dem Gesundheitsamt über mehrere Wochen auch 6 Mitarbeiter für die Corona-Task-Force zur Verfügung gestellt habe. „Seit Anfang des Jahres haben wir uns mit dem Thema Impfung beschäftigt. Wir sind jetzt gut bestückt mit Astra-Zeneca, das heißt, wir haben sogar mehr Dosen bekommen als wir erwartet haben“.  Daher kann auch den Angehörigen der Mitarbeiter eine Impfung angeboten werden.

Nahezu keine Grippe und Erkältungen

Grippe und Erkältungskrankheiten gab es in diesem Winter wohl durch die Hygienemaßnahmen Desinfektion, Masken und Abstand so gut wie nicht. Trotzdem mag sich Fenkl die Fortführung dieser Maßnahmen nach Corona nicht vorstellen: „Die Maske ist für die Mitarbeiter eine sehr hohe Belastung, insbesondere in der Produktion. Da würde man den Mitarbeitern zu viel abverlangen.“

Text: Matthias Lauterer

Peter Fenkl, Vorstandsvorsitzender von Ziehl-Abegg, im GSCHWÄTZ-Interview. Foto: GSCHWÄTZ (Video-Hardcopy)

Kurze Wege. Foto: GSCHWÄTZ

Nüchterne Impfkabine. Foto: GSCHWÄTZ

Die Impfung dauert nur wenige Sekunden. Foto: GSCHWÄTZ




Hohenloher Inzidenz kratzt an der magischen Schulmarke

165. Diese Zahl sitzt in den Köpfen vieler Eltern, Schüler:innen und Lehrer:innen derzeit fest. Denn 165 ist der magische Inzidenzwert, der derzeit bestimmt, ob die Schulen wieder ihre Klassenzimmer für Wechselunterricht öffnen.

Im Hohenlohekreis wurden am 08.05.2021 (Stand: 16 Uhr*) insgesamt 25 neue Corona-Fälle gemeldet. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 170,4 pro 100.000 Einwohner. Am 09.05.2021 (Stand: 16 Uhr*) wurden jedoch wieder insgesamt 12 neue Corona-Fälle gemeldet. Die 7-Tage-Inzidenz liegt nun bei 180,2 pro 100.000 Einwohnern.

Bei einem Wert von unter 165 und das mindestens 5 Tage lang, öffnen die Schulen wieder. Ob das nun noch kurz vor den Pfingstferien gelingt, ist nun die große Frage. Der Wert müsste nun die kommende Woche unter diese Marke fallen, dann bestünde noch eine Aussicht auf Öffnung. Wenn nicht, geht es erst einmal in die Ferien.

Der durchschnittliche Inzidenwert in Baden-Württemberg  liegt derzeit laut dem Regierungspräsidium bei 145. Den besten Wert meldet aktuell der Main-Tauber-Kreis mit 49,8. Die Inzidenz der Stadtkreise Stuttgart und Heilbronn bewegt sich bei über 200.

* Es handelt sich hierbei um die für diesen Tag an das Landesgesundheitsamt gemeldeten Fälle. Die Meldefrist ist täglich um 16 Uhr, so dass alle Fälle des Vortags ab 16 Uhr bis zum aktuellen Tag, 16 Uhr, in die Statistik zählen.