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Corona-Impfung für jedermann bei Ziehl-Abegg: Entspanntes Warten in der Schlange

Der Impfsonntag, den Ziehl-Abegg am 30. Mai 2021 veranstaltete, fand bundesweit großes Interesse, wie Rainer Grill, Pressesprecher des Unternehmens mitteilte: Die weitesten Anreisen hatten wohl Impflinge aus Göttingen und Leipzig. Nur auf den ersten Blick weitgereist war Caroline, die auf die Frage, woher sie kommt, mit „Kolumbien“ antwortete. Sie wohnt allerdings in Mulfingen – den Preis für die weiteste Anreise kann sie nicht erhalten. „Ich bin nicht für einen Impftourismus“ meint sie. Ohne dieses Impfangebot hätte sie „warten müssen, bis ich drankomme“. Ein Verwandter, der bei Ziehl-Abegg arbeitet, hat sie informiert, es ist ihr ein Anliegen, nicht nur sich selbst, sondern auch ihre Mitmenschen schützen zu können.

„Wußte gar nicht, wie viele Leute meine Handynummer kennen“

Rainer Grill ist zufrieden damit, dass die Menschen das Angebot so begeistert annehmen. Nachdem alle Termine vergeben waren, habe er noch viele Anrufe von Menschen bekommen, die nach Terminen gefragt haben: „Ich wußte gar nicht, wie viele Leute meine Handynummer kennen“, schmunzelt er, um ernst weiterzufahren: „Es war eine clevere Entscheidung, ein externes Buchungstool auszuwählen“, man habe auf diese Weise Gerechtigkeit garantieren könne.

Zweimal 50km mit dem Fahrrad

Sebastian kommt aus der Nähe von Schnelldorf, im Vergleich mit Göttingen ist das keine weite Anreise: Aber er ist die rund 50km mit dem Fahrrad gefahren, zugegeben: mit ein wenig Elektrounterstützung. „Bei dem Wetter war das kein Problem“, sagt er und erklärt dem GSCHWÄTZ-Reporter noch ein paar technische Details seines speziellen Fahrrads.

Lange Schlange

Auf den ersten Blick sieht man eine lange Schlange von Menschen, die sich quer durchs Werksgelände zieht. Bei genauerem Hinsehen sieht man aber, dass die Schlange immer in Bewegung ist. Das ist auch kein Wunder: Die meisten Impfinteressenten haben die notwendigen Unterlagen bereits vorab ausgefüllt und können zügig zur Impfstraße weitergehen. Die anderen müssen ihre Unterlagen vor Ort ausfüllen – und dafür eine kleine Extrarunde drehen. Man sieht keine ungeduldigen Menschen, die ganze Stimmung ist entspannt. Nur manchmal muß die Security jemanden freundlich darauf hinweisen, dass auf dem Betriebsgelände nicht geraucht werden darf. „Alles easy“, bestätigt die Securitymitarbeiterin.

Die Impfung selber geht sehr schnell

Drei Impfkabinen stehen zur Verfügung, in denen die Impfungen verabreicht werden – nach dem Einlesen der Versichertenkarte ist meist keine Wartezeit mehr, die Impflinge werden unmittelbar in eine der Kabinen geführt. Wartezeit ist erst nach der Impfung wieder angesagt: Eine Viertelstunde müssen die Frischgeimpften abwarten, ob sich unmittelbar Reaktionen einstellen, die ein ärztliches Eingreifen erfordern. Danach ist für die Menschen die Impfung abgeschlossen – man sieht nur zufrieden Augen bei den Menschen, die das Impfzentrum verlassen. Der Rest des Gesichts ist von der Maske verdeckt.

Gute Vernetzung im Beruf zahlt sich aus

Aus Kornwestheim angereist sind Jürgen und Marina. Ihr Arbeitgeber ist ein Geschäftspartner von Ziehl-Abegg und sie haben über einen Ansprechpartner von Ziehl-Abegg von der Aktion erfahren. Jürgen spricht von „Glück“ und „Connections“, die man haben müsse. Sie beide seien „zu jung“, hätten „keine Chance gehabt“. Er ist „dankbar, die Chance zu kriegen“. Marina hätte „beim Betriebsarzt demnächst“ ein Impfangebot erhalten, aber sie nimmt jetzt dieses Angebot wahr.

„Vollgas bei den Leuten“

Hinter den Kulissen sind viele Ziehl-Abegg-Mitarbeiter tätig, „unentgeltlich“, wie Grill betont. Die Bereitschaft der Mitarbeiter, zu helfen, sei außerordentlich groß gewesen, selbst ein Rentner habe seine Hilfe angeboten. Und als man kurzfristig mehr Personal gebraucht hätte, sei das Aufstocken problemlos möglich gewesen. Angesprochen auf das enorme Tempo bestätigt Grill anerkennend: „Ja, da ist Vollgas bei den Leuten“. Das kann Jutta Watzke, Betriebsratsvorsitzende bestätigen: Sie hat zwei Stunden lang pausenlos beraten und ist kaum noch bei Stimme – sie benötigt jetzt unbedingt eine Trinkpause.
In einem Hinterzimmer werden die Impfdosen vorbereitet. Auch diese Tätigkeit wird von Mitarbeitern übernommen, die vorher intensiv von medizinischem Personal eingearbeitet wurden und auch immer wieder überprüft werden.

„Nicht dass ichs mitgekriegt hätte“

David ist 19 Jahre alt und kommt aus Backnang, „auch nicht der nächste Weg“. In der Umgebung seiner Heimatstadt kennt er „kein anderes Angebot, nicht dass ichs mitgekriegt hätte“

Scheinbar Unmögliches möglich gemacht

Rainer Grill berichte von einem erfahrenen Arzt, der nicht glauben wollte, dass man 1.500 Menschen an einem Tag impfen könne. Der sei sehr überrascht gewesen, dass die Impfungen so schnell und reibungslos vonstatten gehen. Der Unterschied zwischen Impfarzt und bekanntem Hausarzt sei wohl der, dass die Patienten beim Hausarzt neben der Impfung auch andere medizinische Themen ansprechen würden.

Zwei Stunden Anfahrt – aber dann fühlt man sich sicher

Clemens aus Darmstadt berichtet, dass es ihm bisher nicht möglich war, in seiner Heimatstadt ein Impfangebot zu erhalten. Endlich geimpft zu sein, für diese Sicherheit habe er auch eine rund zweistündige Anfahrt in Kauf genommen. Auch er sei von einem Bekannten auf diese Möglichkeit aufmerksam gemacht worden.

Keine Konkurrenz zum Kreisimpfzentrum

Fast nur positive Rückmeldungen habe er bekommen, sagt Rainer Grill – nur in einer einzigen e-mail sei von „Totspritzen“ die Rede gewesen. Daher habe man auch nicht mit etwaigen Protesten von Impfgegnern gerechnet. Er betont, dass die Impfaktion „dem KIZ nicht den Impfstoff wegnimmt“ – diese Vermutung wurde ihm gegenüber offenbar geäußert – und erklärt: „Die Impfzentren und die Ärzte bestellen aus zwei verschiedenen Töpfen“.

Auch Impflinge aus Künzelsau

Aber auch aus Künzelsau sind Menschen zur Impfung gekommen. Zum Beispiel Mike, der bei Ziehl-Abegg arbeitet und bereits geimpft ist – er begleitet heute seine Frau zu ihrem Impftermin.

Text: Matthias Lauterer

30. Mai 2021 – Impfaktion bei ZA: Carolina hält nichts von Impftourismus. Foto: GSCHWÄTZ

30. Mai 2021 – Impfaktion bei ZA: Sebastian fährt jetzt noch 50km nach Hause. Foto: GSCHWÄTZ

30. Mai 2021 – Impfaktion bei ZA: Entspanntes Warten in der Schlange. Foto: GSCHWÄTZ

30. Mai 2021 – Impfaktion bei ZA: Jürgen und Marina. Foto: GSCHWÄTZ

30. Mai 2021 – Impfaktion bei ZA: Hinter den Kulissen: Roland Burgemeister, Peter Schippert, Nicolas Grill und Holger M.Rößler (v.links) bereiten Impfdosen vor. Foto: GSCHWÄTZ

30. Mai 2021 – Impfaktion bei ZA: David kennt kein ähnliches Angebot, Foto: GSCHWÄTZ

30. Mai 2021 – Impfaktion bei ZA: Kurz vor dem Eingang zur Impfung. Foto: GSCHWÄTZ

30. Mai 2021 – Impfaktion bei ZA: Kurt vor dem Eingang zur Impfung. Foto: GSCHWÄTZ




Was bedeutet Inzidenz unter 50 für den Hohenlohekreis?

Laut der Internetseite www.corona-im-hok.de, betrieben vom Landratsamt des Hohenlohekreises, hat der Hohenlohekreis am Sonntag, en 30. Mai 2021, ein weiteres Mal die Inzidenz von 50 unterschritten. Zwar zählen nur Werktage für weitere Öffnungsschritte, aber dennoch stehen weitere Öffnungen kurz bevor.

Für den Hohenlohekreis würde dies  konkret unter anderem bedeuten:

Treffen im privaten oder öffentlichen Raum mit 10 Person aus bis zu 3 Haushalten. Kinder der Haushalte bis einschließlich 13 Jahre werden nicht mitgezählt. » Öffnung von Einzelhandel mit Beschränkung der Personenzahl. Archive, Büchereien und Bibliotheken dürfen ohne Auflagen öffnen, zoologische und botanische Gärten, Galerien, Gedenkstätten und Museen ebenfalls. Auch das Würth-Museum in Gaisbach öffnet wieder.

Öffnungsschritte bei eienr Inzidenz unter 50. Quelle: baden-wuerttemberg.de

Coronazahlen des Hohenlohekreises

Im Hohenlohekreis wurden am 29. Mai 2021 (Stand: 16 Uhr*) 17 neue Corona-Fälle gemeldet. Die 7-Tage-Inzidenz liegt damit aktuell bei 48,8 pro 100.000 Einwohner (Meldung des RKI vom 30.05.2021). Das Landratsamt betont: „Für die Feststellung der Inzidenz gilt derzeit ausschließlich das Meldedatum durch das RKI.“

Die Inzidenzwerte der letzten fünf Kalendertage, laut der Internetseite des Landratsamtes:
Mi, 26. Mai: 55,0
Do, 27. Mai: 44,4
Fr, 28. Mai: 47,0
Sa, 29. Mai: 47,9
So, 30. Mai: 48,8




Gesund trotz geschädigter Lunge?

Vor kurzem haben wir über Andreas Müller* berichtet. Der Künzelsauer erkrankte schwer an Corona und lag über Monate im Krankenhaus. Noch heute braucht er eine zusätzliche Sauerstoffversorgung, da seine rechte Lunge schwer geschädigt ist.

Genesene bekommen frühstens 6 Monate nach ihrer Genesung 1 Impfspritze

Wie steht er zum Thema Impfungen, haben wir ihn beim GSCHWÄTZ-Interview gefragt. Er als von Corona Genesener werde aktuell nicht geimpft, sagt er. In ein oder zwei Monaten will er einen Test machen, inwieweit er noch Antikörper gegen Corona hat.

Vielleicht bekommt er, wenn er zu wenig hat, eine Impfung. Aber vieles ist in diesem Bereich noch nicht klar. Wie lange haben an Corona Erkrankte Antikörper im Blut? Wie hoch muss die Konzentration sein, damit sie noch einen Eigenschutz vor einer wiederholten Erkrankung haben? Ab welchem Wert bekommen auch sie eine Impfung? Oder wird pauschal vorgegangen, nach dem Motto: Du bist erkrankt und 6 oder 12 Monate später bekommst Du eine Impfung? Laut dem Lanadratsamt des Hohenlohekreises gibt es hier keine speziellen Regelungen, man handelt, so Pressesprecher Sascha Sprenger, nach den Vorgaben und Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes. Das RKI sagt: Genesene erhalten lediglich 1 Spritze und auch erst 6 Monate nach Feststellung ihrer Genesung. An diese Empfehlung halte man sich, so Sprenger, im Hohenlohekreis. Ärzte hätten aber natürlich Therapiefreiheit und können und dürfen anders handeln. Dann jedoch seien auch sie verantwortlich, wenn was passieren sollte und sie nicht nach Empfehlung gehandelt haben.

Aber wann genau war der Genesungszeitpunkt von Herr Müller? Als er im Februar 2021 aus dem Krankenhaus entlassen wurde? Ist er wegen der Schwere der Folgewirkungen überhaupt richtig genesen? Und: Reagiert jemand wie Herr Müller, der fast gestorben wäre an diesem Virus, auf eine Impfung empfindsamer als andere?

Wann gilt ein an Corona Erkrankter als genesen?

Andreas Müllers Fragen kann bisher keiner klar beantworten. Der 67-Jährige hat zum Zeitpunkt des Interviews im Mai 2021, drei Monate nach seiner Krankenhausentlassung, auch noch keinen Genesenenausweis, um seine Rechte öffentlich wiederzubekommen. Derzeit müsse er, so weiß er es zumindest von seinem Arzt, noch für einen solchen Ausweis zahlen, da er gesondert angefertigt werden müsse. Bald solle es aber eine Vorlage hierfür geben und dann werde ihm der Ausweis vermutlich auch kostenlos ausgestellt werden.

*Name von der Redaktion geändert




Grün, grüner Künzelsau

Am Donnerstag, den 20. Mai 2021, hat Kerstin Schlange von der Planbar Güthler GmbH einen interessanten Vortrag zum Thema „Biologische Vielfalt in Künzelsau und im eigenen Garten“ gehalten. Der digitale Vortrag aus dem Künzelsauer Rathaus kann unter www.youtube.com/stadtkuenzelsau nachgeschaut werden. N

un haben Interessierte die Möglichkeit, mit Sebastian Frey die geschaffenen „Natur nah dran“-Flächen in einem Spaziergang zu entdecken. Der Diplom Landschaftsökologe aus Neckarsulm unterstützt den Künzelsauer Bauhof bei der Umsetzung dieser Flächen. Sebastian Frey freut sich auf die Spaziergänge: „Ich möchte Ihnen vor Ort zeigen, welche Pflanzen wir gemeinsam mit dem Künzelsauer Bauhof mit welchen Techniken angelegt haben. Außerdem gebe ich Ihnen hilfreiche Tipps, wie Sie das in Ihrem eigenen Garten am besten umsetzen können.“ Die Spaziergänge finden am Samstag, 5. Juni 2021 und 10. Juli 2021 um jeweils 14 Uhr statt. Treffpunkt ist in den Wertwiesen unterhalb des Schlosses Bartenau. Nach der Besichtigung der „Natur nah dran“-Fläche in den Wertwiesen geht es auf der anderen Kocherseite am Frankenweg weiter.

Anmeldung und Hygieneauflagen

Aufgrund der aktuellen Corona-Vorschriften werden maximal 30 Personen zu den Spaziergängen zugelassen. Eine Voranmeldung für den Spaziergang am Samstag, 5. Juni 2021 um 14 Uhr ist bis zum 4. Juni 2021 um 12 Uhr bei der Stadtverwaltung Künzelsau, Helen Bühler, Telefon 07940 129-120 oder E-Mail helen.buehler@kuenzelsau.de mit Angabe der Kontaktdaten (Name, Adresse, Telefon oder E-Mail) erforderlich. Außerdem müssen Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor Ort einen tagesaktuellen Coronatest in Form eines Bürgertests, einen Impfnachweis oder einen Genesenennachweis vorzeigen. Während der Spaziergänge ist ein Mund-Nasen-Schutz (FFP2-Maske oder medizinische Maske) zu tragen. Die Teilnahme ist kostenlos.

Hintergrund zum Strategiethema „Zukunft Wohnen“

„Wir gestalten gemeinsam unsere Zukunft in Künzelsau!“ Mit diesem Ziel hat der Gemeinderat mit der Stadtverwaltung Künzelsau die „Strategie 2030“ ins Leben gerufen. Jedes Jahr steht ein anderes Thema im Mittelpunkt – im Jahr 2021 das Thema „Zukunft Wohnen“. „In einem interessanten Begleitprogramm möchten wir zeigen, was in Künzelsau alles entsteht und wie lebenswert die Stadt ist“, so Bürgermeister Stefan Neumann. Themen wie Neubau oder Sanierung, Künzelsauer Baugebiete oder die biologische Vielfalt stehen im Fokus und werden in Vorträgen, bei Spaziergängen oder Baubegehungen nähergebracht. Biologische Vielfalt wird in Künzelsau großgeschrieben: Mit „Natur nah dran“-Flächen und Aktionen soll die Erhaltung der Vielzahl von Lebewesen und die Vielfalt von Lebensräumen gefördert werden. Künzelsau ist eine von 15 Städten und Gemeinden, die sich erfolgreich um eine Teilnahme am landesweiten Projekt „Natur nah dran“ für 2020 beworben hatte und eine Förderung erhält. Bei der Planung und Umsetzung dieser Flächen wird die Stadtverwaltung Künzelsau von der Planbar Güthler GmbH aus Ludwigsburg und von Sebastian Frey, Diplom Landschaftsökologe aus Neckarsulm, unterstützt. Weitere Informationen unter www.kuenzelsau.de/wohnen2021

Hinweis zu Fotoaufnahmen

Im Rahmen von städtischen Veranstaltungen werden Foto- und Videoaufnahmen erstellt. Mit der Teilnahme an der Veranstaltung erklären sich Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit der Veröffentlichung der Aufnahmen, auf denen auch sie eventuell abgebildet sind, für unsere Kommunikationszwecke und die Kommunikationszwecke des NABUs einverstanden. Wenn Teilnehmerinnen und Teilnehmer das nicht möchten, sollen die Fotografen oder Mitarbeiter vor Ort angesprochen werden.

Quelle: Pressemeldung der Stadt Künzelsau

 

 

Innerhalb eines Jahres ist die Fläche unterhalb des Schlosses Bartenau entstanden und hat sich laut der Stadtverwaltung gut entwickelt. Foto Stadtverwaltung Künzelsau und Olivier Schniepp, Foto Linke GmbH.

Bei einer gemeinsamen Begehung im Mai 2020 an den Wertwiesen in Künzelsau wurden die Planungen für „Natur nah dran“ konkretisiert. Fotos Stadtverwaltung Künzelsau und Olivier Schniepp, Foto Linke GmbH.




Gaisbach: Über 20 Autoreifen illegal entsorgt

Unbekannte haben laut einer Meldung der Polizei Heilbronn Anfang Mai 2021 illegal mehrere Altreifen bei Künzelsau-Gaisbach entsorgt.

Die Umweltsünder legten insgesamt zehn Autoaltreifen auf dem Gewann „Schnaijörg Feld“ in der Nähe des Fischteichs ab. Die Autoreifen wurden am 16. Mai 2021 entdeckt.

Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich am Waldrand im Bereich Neuenstein. Hier wurden am 18. Mai insgesamt 20 Autoreifen entdeckt.

Polizei ermittelt

Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet Zeugen, sich bei der Polizei unter der Telefonnummer 07940 9400 zu melden.




Landratsamt beschafft zwei weitere Elektroautos sowie E-Bikes

Das Landratsamt des Hohenlohekreises verfügt seit Mai über zwei neue rein elektrisch betriebene Dienstfahrzeuge. Mit dem bereits vorhandenen E-Auto entwickele sich, so das Landratsamt, der Fuhrpark der Kreisverwaltung damit schrittweise in Richtung CO₂-Neutralität weiter.

Für die kurzen Strecken innerhalb des Kreises ideal geeignet

„Die meisten Dienstfahrten finden über kurze Strecken innerhalb unseres Landkreises statt. Dafür sind klimafreundliche Elektro-Autos ideal geeignet“, teilt der erste Landesbeamte Gotthard Wirth zur Neuanschaffung mit. „Die Veränderung der Mobilität ist eines der großen Themen der kommenden Jahre. Als Kreisverwaltung und Arbeitgeber wollen wir mit gutem Beispiel vorangehen und weitere Schritte in Richtung Mobilitätswende in unserem Haus umsetzen.“ In der Tiefgarage des Landratsamtes ist eine Wallbox zum Aufladen vorhanden, sodass die E-Autos stets einsatzbereit sind.

Auch Pedelecs im Einsatz

Die beiden neuen Fahrzeuge vom Typ ID.3 des Herstellers VW stehen allen Mitarbeitenden des Landratsamtes für Dienstfahrten zur Verfügung. Ergänzt werden die Mobilitätsmöglichkeiten auch durch zwei Dienst-E-Bikes, von denen jeweils eins in Öhringen und Künzelsau zur Nutzung bereitsteht.

Pressemitteilung des Landratsamts Hohenlohekreis

 

 




Alle Impftermine nach wenigen Stunden vergeben

Freitagmorgens, am 28. Mai 2021, wurde die Meldung, das jeder sich anmelden kann für die große Impfaktion bei Ziehl-Abegg in Künzelsau, auch bei GSCHWÄTZ öffentlich gemacht, nur wenige Stunden später, um gegen 11 Uhr, waren alle Impftermine für alle Impfwilligen bei Ziehl-Abegg belegt, wie Rainer Grill, Pressesprecher des Unternehmens, mitteilt. Weitere Impfwillige konnten sich nur noch auf eine Warteliste eintragen.

Nicht nur aus dem Hohenlohekreis kommen die Impfwilligen für die große Impfaktion am Sonntag, den 30. Mai 2021.

Die Impfaktion bei Ziehl-Abegg, bei der 1.500 Bürger die Möglichkeit zur Impfung erhalten, erfreut sich eines regen Interesses: Rainer Grill berichtet: „Wir haben über Stunden hinweg mehr als 2600 Seitenaufrufe pro Minute gezählt.“

 




Künzelsau: Neue Coronateststation in der Innenstadt

Seit dem 26. Mai 2021 gibt es in der Künzelsauer Hauptstraße am Alten Rathaus zusätzlich zum Testzentrum in der Stadthalle die Möglichkeit, sich kostenlos und ohne Voranmeldung auf eine Infektion mit dem Coronavirus testen zu lassen – vorerst von Montag bis Freitag, 9 bis 12 Uhr. An der Teststation muss eine FFP2-Maske getragen werden. Das Testergebnis kann in Papierform zirka 15 Minuten nach dem Abstrich an der Teststation abgeholt werden.

Schnelltestzentrum in der Stadthalle bleibt bestehen

Weiterhin werden auch Corona—Schnelltests im Schnelltestzentrum in der Stadthalle Künzelsau angeboten. Dort ist eine Anmeldung erforderlich. Es können Termine für kostenlose Schnelltests zu folgenden Zeiten vereinbart werden: Montag bis Samstag 9 bis 12 Uhr; Montag, Mittwoch und Freitag 18 bis 21 Uhr. Anmeldungen können online erfolgen über das Termin-Buchungsportal: http://www.apo-schnelltest.de/testcenter-kuenzelsau. Personen, die keinen Internetzugang haben, können sich bei der Stadtverwaltung Künzelsau anmelden: Montag bis Freitag von 8.30 bis 18.30 Uhr, Samstag von 9 bis 13 Uhr, Telefon 07940 129-0. Wer sich testen lassen möchte, muss auch hier eine FFP2-Maske tragen, symptomfrei sein und einen Ausweis dabeihaben. Es wird darum gebeten, die Anmeldebestätigung ausgedruckt zum Termin mitzubringen.

Zusammenarbeit mit örtlichen Apotheken und dem DRK

Beide Test-Angebote hat die Stadtverwaltung Künzelsau hat zusammen mit der Hohenlohe-Apotheke, der Apotheke MediKÜN und dem Ortsverein Künzelsau des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) eingerichtet. Ehrenamtliche und geschulte Helferinnen und Helfer unterstützen das Team.

Pressemitteilung der Stadt Künzelsau

Beim Alten Rathaus in Künzelsau steht seit 26. Mai 2021 eine Corona-Schnellteststation. Foto Stadtverwaltung Künzelsau.

Beim Alten Rathaus in Künzelsau steht seit 26. Mai 2021 eine Corona-Schnellteststation. Foto Stadtverwaltung Künzelsau.

 




„Wer jetzt durch die Stadt läuft, kann nicht mehr erahnen, wie stark Künzelsau betroffen war“

Das Unwetter am 29. Mai 2016 hat in Künzelsau und der Umgebung große Schäden angerichtet. Die Künzelsauer Innenstadt, aber auch Stadtteile auf der Höhe wurden von Wassermassen des Starkregens überflutet. Fünf Jahre später sind die meisten Schäden behoben und Maßnahmen, die vor solchen Wetterereignissen schützen, bereits umgesetzt und noch geplant.

Künzelsau war schwer getroffen

Die Feuerwache und das Alte Rathaus standen, wie viele andere private und städtische Gebäude in der Innenstadt, unter Wasser. Im Dezember 2019 konnte das generalsanierte Alte Rathaus eingeweiht werden. Im Wahrzeichen der Stadt ist eine moderne Stadtbücherei mit Bürgerräumen entstanden. Die Kosten von rund 1,3 Millionen Euro wurden gefördert mit einer großzügigen Spende der Albert Berner-Stiftung (100.000 Euro) und öffentlichen Mitteln aus dem „Städtebauförderungsprogramm Investitionspaket Soziale Integration im Quartier, SIW“ (410.000 Euro).

Fast fertig renoviertes Ganerben-Gymnasium stark betroffen

Im Ganerben-Gymnasium waren die Sanierungsarbeiten kurz vor dem Abschluss, als in der Unwetternacht viele der Räume überflutet wurden. Die naheliegende Katzenklinge konnte das Regenwasser nicht mehr fassen. „Wir haben mit der Sanierung fast wieder von vorne begonnen“, blickt Bürgermeister Stefan Neumann zurück.

In der Gaisbacher Straße und am Oberen Bach hat das Wasser große Löcher aus dem Straßenbelag gerissen und auch in den umliegenden Gebäuden immense Schäden verursacht. Die öffentlichen Flächen in diesem Bereich mussten komplett neu ausgebaut werden. Im September 2018 konnte die neue Innenstadtfläche mit hoher Aufenthaltsqualität eingeweiht werden. Die Kosten haben rund 470.000 Euro betragen.

Klingen, Bachläufe, Abwasserkanäle, Bachverdolungen, Wirtschaftswege und Gemeindeverbindungsstraßen wurden beschädigt und wiederhergestellt. So wurde beispielsweise im vergangenen Jahr (2020) eine Brücke, ein Straßendurchlass, vergrößert, um die Hochwassersituation in Ohrenbach zu entschärfen. Kosten rund 170.000 Euro.

Mehrere Millionen Euro Schaden allein für die Stadt

Der Schaden, den die Stadt insgesamt zu tragen hat, beläuft sich auf mehrere Millionen Euro. „An privaten Gebäuden und Grundstücken hat das Unwetter leider auch enorm großen Schaden angerichtet“, so Bürgermeister Stefan Neumann. „Es ist bewundernswert, wie seitdem gearbeitet wurde. Wer jetzt durch die Stadt läuft, kann nicht mehr erahnen, wie stark Künzelsau betroffen war. Danke an dieser Stelle für das Geleistete, an alle, die irgendwie ihren Teil dazu beigetragen haben. Das war eine gigantische Gemeinschaftsleistung.“

Vorbeugen – Schutz umsetzen

Da aufgrund des Klimawandels weitere Starkregenereignisse zu befürchten sind, hat die Stadtverwaltung das Ingenieurbüro BIT beauftragt, zu untersuchen, wo und wie Maßnahmen zum Schutz vor Starkregen und Flusshochwasser getroffen werden können. Im November 2019 hat der Gemeinderat dem so erarbeiteten Starkregenrisikomanagementkonzept zugestimmt. In dem daraus abgeleiteten Handlungskonzept sind über fünfzig Maßnahmen in Künzelsau und den Stadtteilen enthalten, die entsprechend verschiedener Prioritäten in den Jahren 2020/21 bis 2030 ausgeführt werden sollen. „Zwischen 21 und 32 Millionen Euro brutto müssen nach einer groben Kostenschätzung investiert werden, um Risikobereiche zu entschärfen“, erklärt Stadtbauamtsleiter Bernd Scheiderer.

Hochwasserschutz wird ausgebaut

Aktuell wird gerade entlang des Kochers in der Würzburger Straße in Künzelsau der Hochwasserschutz verbessert. Der Landesbetrieb Gewässer beim Regierungspräsidium führt die Arbeiten in Kooperation mit der Stadt Künzelsau aus. Sie stehen kurz vor dem Abschluss. Die Investitionskosten für diese Hochwasserschutzmaßnahme belaufen sich auf rund 1,050 Millionen Euro. Das Land trägt 70 Prozent, die Stadt Künzelsau 30 Prozent der Investitionskosten.

Regenrückhaltebecken in Planung

Ein Regenrückhaltebecken bei Amrichshausen ist mittlerweile in der Phase der Genehmigungsplanung. Die Kosten dafür werden in einer Höhe zwischen 300.000 und 400.000 Euro geschätzt. Parallel hierzu werden Maßnahmen am Kemmeter Bach und am Künsbach geplant. In den Jahren 2022 und 2023 sollen diese Projekte realisiert werden. Dafür werden Fördermittel beantragt.

„Bei Berndshausen bestehen drei Hochwasserrückhaltebecken, die 2022 fit für die Zukunft gemacht werden. Rund 100.000 Euro fallen voraussichtlich für die Sanierung an“, schätzt Bernd Scheiderer.

Quelle: Pressemitteilung der Stadt Künzelsau

 

Im Bereich Oberer Bach in der Künzelsauer Innenstadt wurden beim Unwetter Pflastersteine großflächig herausgerissen und durch die ganze Hauptstraße, bis hinunter zur Kocherbrücke gespült. Der gesamte Bereich wurde grundlegend saniert und 2018 mit einem kleinen Fest der Anwohner eingeweiht. Foto: Stadt Künzelsau

Die Hauptstraße in Künzelsau war beim Unwetter überflutet und wurde stark in Mitleidenschaft gezogen. Viele Gebäude, darunter auch das Alte Rathaus mussten saniert werden. Foto_ Stadt Künzelsau

Die Hauptstraße in Künzelsau war beim Unwetter überflutet und wurde stark in Mitleidenschaft gezogen. Viele Gebäude, darunter auch das Alte Rathaus mussten saniert werden. Foto: Stadt Künzelsau




Impfaktion für die Bevölkerung bei Ziehl-Abegg: 1.500 Dosen sollen am Sonntag, 30.Mai 2021 verimpft werden

Nachdem bei Ziehl-Abegg bereits rund 1.300 Mitarbeiter und Angehörige von Mitarbeitern mit dem Impstoff von Astra-Zeneca geimpft wurden, bietet das Unternehmen am Sonntag, 20. Mai 2021, Impftermine für die Bevölkerung an. 1.500 Impfdosen sind vorrätig und sollen verimpft werden.

„Jetzt geben wir bei der Corona-Bekämpfung richtig Gas“, sagt Peter Fenkl.

„Jetzt geben wir bei der Corona-Bekämpfung richtig Gas“, sagt Peter Fenkl, Vorstandsvorsitzender von Ziehl-Abegg. Der Motoren- und Ventilatorenhersteller Ziehl-Abegg engagiert sich schon seit mehr als einem Jahr bei der Bekämpfung der Pandemie. Immer angepasst an die jeweiligen Rahmenbedingungen: Sei es zuerst mit Masken fürs Gesundheitsamt, mit Gesichtsvisieren für Behörden und Arztpraxen aus den 3D-Druckern der Firma, mit CO2-Sensoren fürs Gesundheitsamt und für das Kreis-Impfzentrum, mit Ventilatoren zur Belüftung des Kreis-Impfzentrums in Öhringen – und mit sechs Personen, die über Wochen hinweg im Gesundheitsamt bei der Corona-Taskforce mitgearbeitet haben. Fenkl weiter: „Daher ist es logisch, dass sich Ziehl-Abegg schon seit Monaten mit dem Thema Impfen beschäftigt.“

Eigeninitiative des Unternehmens

„Wir sind kein Modellprojekt; wir haben aus eigener Kraft eine Möglichkeit gefunden, Menschen zu impfen.“, darauf legt Fenkl Wert. Da Betriebsärzte noch immer nicht impfen dürfen, hat das Unternehmen für einen Hausarzt die Möglichkeit geschaffen, in der Firma zu impfen.

1.500 Impfdosen stehen zur Verfügung

Jetzt stellt Ziehl-Abegg weitere 1.500 Impfdosen zur Impfung für die Bevölkerung zur Verfügung. Jeder kann sich am Sonntag, 30.05.2021 ab 10:00 auf dem Werksgelände von Ziehl-Abegg in Künzelsau impfen lassen.

Anmeldung über Web-Portal zwingend erforderlich – Impfung ab 18 Jahre möglich

Eine Anmeldung ist erforderlich, ohne Anmeldung kann nicht geimpft werden. Alle Informationen über die Anmeldung finden sich auf der Webseite https://www.ziehl-abegg.com/impfung. Die Anmeldung über das Terminvergabeportal ist ab Freitag, 28.05.2021, 06:00 Uhr möglich.

Termin für die Zweitimpfung: Samstag, 7. August 2021

Ziehl-Abegg weist darauf hin, dass die Anmeldung ausschließlich über diese Webseite erfolgen kann: „Eine telefonische Terminvergabe oder per E-Mail ist NICHT möglich. Die Mitarbeitenden von Ziehl-Abegg oder der impfenden Arztpraxis haben keinen Einfluss auf die automatisierte Terminvergabe. Es kann nur geimpft werden, wer über 18 Jahre alt ist. Die Zweitimpfung wird am Samstag, 7. August, zur selben Zeit wie die Erstimpfung in Künzelsau sein.“