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„An Corona kann ich null Positives abgewinnen“

Corona ist ein schwieriges Thema, wie ich sehr schnell bemerkt habe – es spaltet Leute und lässt viel Meinungsfreiraum. Aber ich habe mich gefragt, ob Corona nicht auch etwas Positives abzugewinnen ist – zum Beispiel mehr Ruhe im Leben – und habe mich deshalb unter den Passanten in der Künzelsauer Innenstadt umgehört. Es ist warm an diesem Morgen, viele Menschen sind in der Hauptstraße unterwegs, bummeln und genießen die Sonne nach dem verregneten Mai. Auf meine Frage nach dem, was sie aus der Corona-Krise mitnehmen für ihr Leben, gibt es meist zuerst Gelächter und dann ein Abwinken. Es zeigt sich schnell, dass das Negative überwiegt und es für die Menschen kaum etwas Positives gibt. Außerdem: Offene Antworten waren nur zu bekommen, wenn die Namen der Befragten nicht veröffentlicht werden. Deshalb bleiben diese anonym.

„Es spaltet nur die Bevölkerung“

„Die ganzen Sachen rund um Corona nerven mich“, sagt eine 72-Jährige. Sie findet es „ätzend“, dass die Bevölkerung nicht richtig aufgeklärt und durch die vielen Medien Panik verbreitet wurde. „Diese Panik habe ich gar nicht an mich herangelassen, das hätte mich sonst heruntergezogen. Angst frisst die Energie.“ Erschwerend kam für die Künzelsauerin auch noch hinzu, dass es keine konstanten Vorschriften seitens der Regierung gegeben habe. Auch das Maskentragen war für sie ein negativer Punkt in der ganzen Corona-Zeit. „Maskentragen ist schädlich für den Körper, man atmet sein eigenes Gift wieder und wieder ein.“ Dem Impfen kann sie auch nichts Positives abgewinnen. „Es spaltet nur die Bevölkerung und das noch mehr, als dass diese schon ist, denn die Geimpften bekommen Narrenfreiheit und das finde ich nicht gut.“

„Da macht das doch alles keinen Spaß“

Geimpft sind dagegen schon die beiden Ingelfinger, welche es sich auf einer Bank gemütlich gemacht haben. Für die Rentner ist besonders das nicht spontan sein können ein negativer Punkt in Corona-Zeiten. „Viele Aktivitäten für uns sind nicht möglich und wenn dann doch etwas geöffnet ist, wie zum Beispiel das Schwimmbad, dann muss man sich anmelden, eine Maske tragen, bis man im Becken ist, und dann hat man noch eine Zeitbeschränkung. Da macht das doch alles keinen Spaß“, meint der 72-Jährige. Am meisten leiden aber gar nicht die Rentner unter dem Ganzen, sondern die Kinder. Da sind sie beide einer Meinung. „Die Gestraften sind die Kinder, da hat man Verständnis, wenn es von Jugendlichen zu Aufruhr diesbezüglich kommt.“

„Corona ist dafür da, die Alten aus dem Weg zu räumen“

Eine 79-Jährige sieht die Alten als die Gestraften: „Corona ist dafür da, die Alten aus dem Weg zu räumen.“ Sie würden zu viel kosten und mit der Panik, die gemacht wurde, bekomme man die Leute immer. Die Alten würden viel Fernsehen schauen und Radio hören, deswegen hätten sie viel Berührung mit den Medien gehabt und die Panik wurde von den Medien groß gemacht. „Man hat immer nur die richtige Formulierung gebraucht, die man mit Corona gefunden hat, um die Alten aus dem Weg zu räumen, schließlich kosten die Geld. Jetzt ist es Corona, davor war es die Schweinepest und so weiter. An Corona kann ich null Positives abgewinnen, nicht einmal, dass es jetzt die Impfung gibt. Die will ich nicht, schließlich will ich ja noch ein paar Jahre leben.“

„So sozial bin ich nicht“

„Naja, etwas wirklich Positives gab es nicht während Corona. Aber das Eingeschränkte hat mich jetzt auch nicht gestört, denn so sozial bin ich nicht, dass mir die Regeln mit den Haushalten etwas ausgemacht haben oder dass die Lokale zu waren.“ Dadurch hat sich der 48-Jährige aus Kocherstetten nicht wirklich eingeschränkt gefühlt. Jedoch waren die Ausgangssperren an den Wochenenden nicht immer passend für ihn. Auch etwas ärgerlich waren die Regelungen, wenn es dann um die Familie ging, aber dennoch habe er keine sehr lange Liste an negativen Sachen in Corona. Er hat sich kaum mit den negativen befasst.

 „Man hat mehr Ruhe im Leben und kann diese auch genießen“

Mehr Positives konnte eine 68-Jährige aus Garnberg der ganzen Sache abgewinnen. „Man hat mehr Ruhe im Leben und kann diese auch genießen.“ Sie sieht auch die Schnelltests als positiv an. Sie seien zwar nervig, aber dennoch sinnvoll. Und auch die Impfung ist in ihren Augen etwas Positives, denn sie sei schon durchgeimpft, wie sie ganz stolz berichtet.

„Wir hoffen alle auf das Beste“

Anhand dieser Umfrage hat man bemerkt wie sehr Corona manche heruntergezogen hat und was die ganzen Einschränkungen mit den Leuten machen. Aber jetzt kann man so langsam wieder sagen: Es geht Berg auf. Und das ist doch positiv. Wir hoffen alle auf das Beste.

Text: Cora-Lee Pusker




Landrat Neth: „Nach nur drei Tagen mussten wir die jüngsten Lockerungen wieder zurücknehmen und neue Regeln bekanntmachen“

An diesem Donnerstag, 3. Juni 2021, hat das Robert Koch-Institut (RKI) am dritten Kalendertag in Folge einen 7-Tage-Inzidenzwert von über 50 auf 100.000 Einwohner für den Hohenlohekreis veröffentlicht. Der erste Tag mit einer Inzidenz über 50 war laut Veröffentlichung des RKI Dienstag, den 01. Juni 2021, mit einem Wert von 52,4. Es folgten Mittwoch, den 2. Juni (56,8), sowie Donnerstag, den 3. Juni (52,4).

Damit treten laut dem Landratsamt des Hohenlohekreises bereits am Freitag, den 04. Juni 2021, die Lockerungen bei Inzidenzen von unter 50 aus dem Stufenplan des Landes Baden-Württemberg außer Kraft. Es gelten dann ausschließlich die nachfolgend verkürzt dargestellten Regelungen des Öffnungsschrittes 1.

Anbei veröffentlichen wir die Übersicht des Landratsamtes über die Änderungen diesbezüglich:

  • Kontaktbeschränkungen: im öffentlichen oder privaten Raum dürfen sich 2 Haushalte mit maximal 5 Personen treffen. Dies gilt auch für private Feiern wie Hochzeiten. Kinder der beiden Haushalte bis einschließlich 13 Jahre sowie genesene und geimpfte Personen werden nicht mitgezählt. Paare, auch wenn sie nicht zusammenleben, zählen als ein Haushalt.
  • Kitas befinden sich im Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen.
  • Grundschulen können in den Präsenzbetrieb, alle anderen Schulen in den Wechselunterricht (Voraussetzung: Zwei Corona-Tests pro Woche). Das Abstandsgebot von 1,5 m gilt auch an weiterführenden und beruflichen Schulen wieder, Tagesausflüge sowie Sportausübung sind nicht gestattet.
  • Der Einzelhandel kann entweder Click & Meet anbieten (kein Testkonzept, 1 Kunde/in je 40 m² Ladenfläche erlaubt) oder mit Testkonzept öffnen (negativer Coronatest notwendig, 2 Kunden/innen je 40 m² Ladenfläche erlaubt).
  • Für Kultur- und Freizeiteinrichtungen wie Archive, Büchereien und Bibliotheken, zoologische und botanische Gärten sowie Galerien, Gedenkstätten und Museen gilt wieder eine Testpflicht und die Beschränkung auf 20 m² pro Person.
  • Unter Einhaltung eines Test- und Hygienekonzeptes können Gastronomiebetriebe weiterhin außen und innen (1 Gast pro 2,5 m²) von 6 bis 21 Uhr öffnen, touristische Übernachtungen können stattfinden, kontaktarmer Freizeit- und Amateursport ist mit bis zu 20 Personen draußen möglich.

Dazu Landrat Dr. Matthias Neth: „Nach nur drei Tagen mussten wir die jüngsten Lockerungen wieder zurücknehmen und neue Regeln bekanntmachen. Einen Überblick über die derzeit geltenden Vorschriften gibt es laufend aktualisiert und zusammengefasst auf unserer besonderen Homepage www.corona-im-hok.de.“




Grundschüler kommen voll zurück in die Schulen am Montag, Fünftklässer haben das Nachsehen

Die Recherche nach dem tagesaktuellen Inzidenzwert. Das gehört für viele schon zum Frühstücksritual dazu. Denn: Ständig verändernde Zahlen bedeuten auch ständig veränderte Regeln und Freiheiten für den jeweiligen Kreis, in dem man wohnt.

Am Donnerstag, den 03. Juni 2021, gab es nun eine Information des Landratsamtes des Hohenlohekreises, dass der Inzidenzwert von 50 an drei Werktagen infolge überschritten worden sei und dass daher ab Freitag, den 04. Juni 2021, wieder andere Regeln gelten.

Homeschooling hat erstmal ein Ende, aber fragt sich nur, wie lange

Für die Schulen, die nach den Pfingstferien wieder öffnen am Montag, den 07. juni 2021, bedeutet das im Wesentlichen: Die Grundschulen dürfen endlich in den langersehnten Präsenzunterricht zurückkehren nach monatelanger Klassenzimmerabstinenz. Die weiterführenden Schulen öffnen ihre Pforten ebenfalls nach langer Zeit wieder, um ihre Schüler in den Gebäuden zu empfangen, allerdings nur im Rahmen eines Wechselunterichts:

Übersicht: welche Klassen werden aktuell wie unterrichtet, Quelle: Kultusministerum Baden-Württemberg:

  • Für Grundschulen gilt:
    • Inzidenz unter 100: Präsenzunterricht (Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen)
    • Inzidenz zwischen 100 und 165: Wechselunterricht
    • Inzidenz über 165: Fernunterricht. Für die Eltern, die zwingend auf eine Betreuung angewiesen sind, wird sowohl im Wechselbetrieb als auch im Falle von Fernunterricht eine Notbetreuung eingerichtet.

 

  • Für weiterführende Schulen und berufliche Schulen gilt:
    • Inzidenz unter 50: Präsenzunterricht (Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen)
    • Inzidenz über 50: Wechselunterricht für alle Klassenstufen bis auf die Abschlussklassen
    • Inzidenz über 165: Fernunterricht für alle Klassenstufen bis auf die Abschlussklassen. Für die Klassenstufen 5-7 wird für die Eltern, die zwingend darauf angewiesen sind, eine Notbetreuung eingerichtet.

 

  • Abschlussklassen: Die Schülerinnen und Schüler, die in diesem Jahr ihre Abschlussprüfungen ablegen, werden seit 22. Februar 2021 im Wechsel von Präsenz- und Fernunterricht unterrichtet. Dies gilt als Ausnahmeregelung auch in Landkreisen, in denen entsprechend der Regelungen der Bundesnotbremse der Präsenzunterricht untersagt ist. Unterschreitet ein Landkreis die Inzidenz von 50, kehren auch sie selbstverständlich in den Präsenzunterricht (Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen) zurück. Mit Blick auf die anstehenden Abschlussprüfungen gilt weiterhin die Empfehlung, dass die Schulen zwei Wochen vor deren Beginn den Unterricht für diese Schülerinnen und Schüler ausschließlich auf Fernunterricht umstellen.

 

  • Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege: Der Betrieb ist am übernächsten Tag einzustellen, wenn das Gesundheitsamt eine Sieben-Tages-Inzidenz über 165 an drei aufeinanderfolgenden Tagen feststellt und bekannt gemacht hat. Eine Notbetreuung wird für diese Kinder eingerichtet.
Übersichtstabelle der inzidenzabhängigen Regelungen
0-50
Präsenz aller Schularten
Ja
Pflicht
Nein für Schülerinnen und Schüler/Unterricht
Sport im Freien ist im Klassenverbund gestattet; Tagesausflüge im Klassenverbund gestattet
50-100
Wechsel Präsenz-/Fernunterricht für weiterführende Schulen; Präsenzunterricht für GS, SBBZ-Grundstufen/SBBZ G,K, etc.
Ja
Pflicht; Präsenzphase abhängig von Testangeboten
bei Wechselunterricht ja; an GS, SBBZ nein
Sport im Freien ist im Klassenverbund gestattet, an weiterführenden Schulen nur kontaktarm; 2 Wochen vor Prüfung ist Fernunterricht möglich; Umfang/Dauer Präsenz entscheidet Schulleitung;
100-165
Wechsel Präsenz-/Fernunterricht
Ja
Pflicht; Präsenzphase abhängig von Testangebot
Ja
Sport drinnen zur Prüfungsvorbereitung und in Jahrgangsstufe 1 u. 2 ist mit Abstand möglich; Ü 100 Abstand auch im Freien
über 165
Fernunterricht;
nur zwingend erforderliche Leistungsfeststellungen in Präsenz
Ja
optional bei Leistungsfeststellungen; gegebenenfalls Trennung nicht getesteter von getesteten Schülerinnen und Schülern
Ja
Bisherige Ausnahmen (Abschlussklassen, SBBZ, bestimmte Schülerinnen und Schüler, etc.)

 

 

 




„Ich habe nie die Sorge gehabt, dass wir das nicht hinkriegen“

Die Bauarbeiten für das Quartier an der Stadtmauer auf dem PEKA-Areal gehen sichtbar voran. Eine große Grube ist entstanden, in der einmal die Parkgarage Platz finden soll. Vor allem im Feierabendverkehr ist die Baustelle auch erlebbar: An der Engstelle mit Ampelregelung auf Höhe des Sparkassengebäudes entsteht an manchen Tagen ein richtiggehender Stau, für Künzelsau ein ganz ungewohntes Bild.
Dazu kommt derzeit die Belastung durch LKWs, die den Erdaushub auf die Deponie bringen sowie durch die Straßenreinigung.

Herbst 2022 soll alles dertig sein

Christian Neudeck, der das Objekt für die activ-Group aus Schemmerhofen entwickelt, stand GSCHWÄTZ für ein Telefoninterview zur Verfügung: Der Aushub sei zu 70 Prozent fertiggestellt, sagt er über den Stand der Arbeiten und ergänzt, „dass die Aushubarbeiten planmäßig in zirka14 Tagen abgeschlossen sind. Dann wird die LKW-Frequenz deutlich nachlassen, wobei bei der Größe der Baustelle natürlich weiterhin „reges Treiben“ herrschen wird. Aber die mit Abstand größte Belastung ist zum Leidwesen der Anwohner während den Aushubarbeiten zu verzeichnen.“

Fertigstellung des Projekts Herbst 2022 geplant

Mit dem Baufortschritt ist er zufrieden, er geht weiterhin von einer Fertigstellung des Projekts im Herbst 2022 aus, auch wenn es in der Anfangsphase Komplikationen gegeben habe. „Katasterpläne mit den Leitungen sind oft nicht genau“, spricht er aus Erfahrung – und so mußte er auch in Künzelsau feststellen, dass die Leitungen nicht so lagen wie verzeichnet. Ein wichtiges Thema, da auch Leitungsrechte der angrenzenden Grundstücke, wie der Villa Schwab und des ehemaligen Amtsgerichts, betroffen waren. Solche Themen seien aber für ihn Routine geworden, er habe „nie die Sorge gehabt, dass wirs nicht hinkriegen“.

Überregionales Bauunternehmen

Auf die Frage, warum kein regionales Bauunternehmen zum Zuge gekommen sei, plaudert Neudeck ein wenig aus dem Nähkästchen: Grund seien die Angebotspreise. Da die activ-Group den Kunden Festpreise garantiere, habe „die ganz regionale Schiene nicht funktioniert.“ Obwohl man die lokalen Unternehmen gezielt angesprochen habe, habe es  praktisch keine Angebote aus der Region gegeben: Ein Unternehmer, „der das gut kann“, habe angeboten – sein Preis sei aber um einen siebenstelligen Betrag höher gewesen als das Angebot der Schweinfurter Firma Glöckle. Man habe sich, auch „in einer konzertierten Aktion mit der Verwaltung“  sehr um die lokalen Unternehmer bemüht, trotzdem konnten keine Ergebnisse mit örtlichen Firmen erzielt werden. Neudeck wirbt weiter um lokale Firmen: Insbesondere beim Ausbau seien noch Gewerke auszuschreiben, für die örtliche Unternehmen noch Angebote abgeben können. Er nennt auch ein weiteres Projekt, in Welzheim im Rems-Murr-Kreis, wo „die Teilnahme der örtlichen Unternehmen relativ wenig“ war. Trotzdem ist Neudeck zuversichtlich, dass auch lokale Unternehmen zum Zuge kommen können: Zum Ausschreibungszeitraum waren die Bauunternehmen stark ausgelastet, diese Konstellation sei inzwischen – auch wegen Corona – vorüber, jetzt hätten die Unternehmer wieder Luft: „Die Baufirmen haben wieder mit einem geredet“.

Das Herz eines Projektentwicklers

Im April 2018 hat die activ-Group letztendlich den Zuschlag erhalten, erst im November 2020 konnte der Spatenstich stattfinden, seit dem Frühjahr 2021 rollen die Bagger. Was geht im Herzen eines Projektentwicklers vor, wenn ein solches Grundstück zweieinhalb Jahre im Wortsinne brach liegt? Zweieinhalb Jahre – das will Neudeck so nicht stehenlassen: Es seien „gefühlt 10 Jahre“, denn die erste Auslobung sei schon „vor gefühlt 10 Jahren“ erfolgt, als zum erstenmal ein Wettbewerb für das Gelände ausgeschrieben worden sei – und seitdem war die activ-Group immer wieder mit dem PEKA-Areal beschäftigt gewesen. Nachdem man mit der Projektentwicklung bereits begonnen habe, sei ein Wettbewerber aufgetreten, worauf die Stadt Künzelsau einen erneuten Wettbewerb ausgeschrieben habe, in dem die activ-Group den zweiten Platz belegt habe. Diese Entscheidung erging im Jahr 2011, es waren also sogar mehr als 10 Jahre.

Geschichtlicher Überblick

Die Geschichte über das PEKA-Gelände und die Hintergründe der gescheiterten Bauprojekte ist noch nicht vollständig geschrieben, es könnte eine hochinteressante Geschichte mit allerlei Irrungen und Wirrungen und möglicherweise einigen Ränkespielen sein. Erste Aktivitäten sind noch unter Altbürgermeister Lenz zu verzeichnen. Ende Dezember 2012 stellten Bürgermeister Neumann und  die Verwaltung dem Gemeinderat und der Bevölkerung das Projekt des Investors Ten Brinke vor, im Dezember 2013 wurde die Meldung lanciert, dass bereits Mieter für das Projekt gefunden seien und im Jahr darauf wird das Gelände endgültig an den Investor Ten Brinke verkauft. Gebaut wurde allerdings nicht und so fiel das Grundstück an die Stadt Künzelsau zurück, die eine weitere Ausschreibungsrunde startete. Zum Zuge kam diesmal ein lokales Unternehmen, die Firma Stauch aus Kupferzell, die das Projekt aber ebenfalls nicht realisierte – Anfang 2017 wurde bekannt, dass auch Stauch das Gelände nicht bebauen würde.

„Da machen wir nicht mit“

An dieser weiteren Ausschreibung, so Neudeck, habe die activ-Group nicht teilgenommen: „Da machen wir nicht mit“, sagt er und es ist aus damaliger Sicht aus diesen Worten ein wenig Verbitterung herauszulesen, auch bei der Aussage, es habe „sich angefühlt, als hätte man uns das Projekt nehmen wollen.“ Im April 2018 konnte sich Neudeck letztendlich doch noch über den Zuschlag freuen. Er führt das darauf zurück, dass man immer bei der Stange geblieben sei und spricht schmunzelnd von einer „Liebe auf den zweiten Blick“.

„Kein Einzelfall“

Eine Laufzeit von ein paar Jahren zwischen Zuschlag, Baubeginn und Eröffnung sei allerdings „kein Einzelfall“, viele derartige Projekte zögen sich über einen solchen Zeitraum. Eine Planung, die eine Tiefgarage,  Einzelhandelsgeschäfte, Büros und Wohnungen vereine, müsse schließlich „so abgestimmt werden, dass das Zusammenleben später funktioniert“, zeigt sich Neudeck gelassen.

„Der Zuschlag heißt: Wir dürfen jetzt“

Das Entwicklerherz freut sich jedenfalls: „Der Zuschlag heißt: Wir dürfen jetzt. Man hat jetzt das Projekt vor sich.“

Text: Matthias Lauterer

 

Baustelle PEKA-Areal, 03. Juni 2021. Foto: GSCHWÄTZ

Baustelle PEKA-Areal, 03. Juni 2021. Foto: GSCHWÄTZ

 




1.43 Millionen vom Bund für den Breitbandausbau in Künzelsau

Der direkt gewählte Hohenloher Bundestagsabgeordnete Christian von Stetten freut sich über 1.430.000 Euro vom Bund für die Breitbandförderung in der Kreisstadt Künzelsau. Durch die Bundesförderung können nun insgesamt 2.860.000 Euro in die Erschließung von unterversorgten Adressen in Künzelsau investiert werden.

Ziel: Gigabit-Netz für ganz Deutschland bis 2025

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur verfolgt im Rahmen des Förderprogramms zur Unterstützung des Breitbandausbaus in der Bundesrepublik Deutschland das Ziel, ganz Deutschland bis 2025 über Gigabit-Netze zu versorgen.

von Stetten und Neumann über den Geldsegen erfreut

Christian von Stetten hat sich in den vergangenen Jahren tatkräftig und unbeirrt für den Breitbandausbau in Hohenlohe eingesetzt und zeigte sich über den positiven Zuwendungsbescheid aus den Händen des Bundesverkehrsministers Andreas Scheuer erfreut. Den Geldsegen aus Berlin hat der Bundestagsabgeordnete dem gleichermaßen erfreuten Künzelsauer Bürgermeister Stefan Neumann in einem Telefonat mitgeteilt.

„leistungsstarke und verlässliche Breitbandversorung unerlässlich“

Christian von Stetten: „Die Förderung des Breitbandausbaus in unserer Region ist mir ein äußert wichtiges Anliegen. Der Zuwendungsbescheid für die Stadt Künzelsau ist ein wichtiges Signal für unsere Kreisstadt. Ob für Unternehmen, Angestellte oder Schüler –  gerade in Zeiten der Pandemie zeigt sich immer wieder, dass eine leistungsstarke und verlässliche Breitbandversorgung unerlässlich ist. Schnelle Internetverbindungen sind schon heute und erst Recht in der Zukunft unerlässlich für unsere Region. Als leistungsfähiger Wirtschaftsstandort mit unseren mittelständischen Betrieben und als lebenswerte Heimat für die Hohenloherinnen und Hohenloher sind diese Bundesmittel für unsere Region ein sehr gut investiertes Geld.“

Quelle: Pressemitteilung Christian von Stetten




Ausgewogenes Essverhalten mit auf den Weg geben

Unter dem Motto „Essen wie die Großen“ bietet das Landwirtschaftsamt des Hohenlohekreises am Mittwoch, 16. Juni 2021, von 9.30 bis 11 Uhr einen Online-Vortrag für interessierte Eltern an.

Ausgewogenes Essverhalten mit auf den Weg geben

Sobald aus dem Baby ein Kleinkind geworden ist, interessiert es sich mehr und mehr für das Familienessen. Wie sieht eine ausgewogene Familienkost aus, die den Bedürfnissen von Kindern im Alter von ein bis drei Jahren, aber auch denen der Erwachsenen gerecht wird? Diese und viele weitere Fragen werden im Rahmen des Vortrags geklärt. Neben zahlreichen Informationen zur richtigen Auswahl der Lebensmittel gibt es viele Tipps, wie man seinem Kind ein ausgewogenes Essverhalten mit auf den Weg gibt.

Kostenfrei, aber Anmeldung erforderlich

Der Online-Vortrag findet im Rahmen der Landesinitiative Bewusste Kinderernährung (BeKi) statt und wird von BeKi-Referentin Andrea Häusele gehalten. Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist bis Mittwoch, 9. Juni 2021, unter http://webinare-lawiamt.lra-hok.de erforderlich. Genauere Informationen sowie der Teilnahme-Link werden am Tag vor der Veranstaltung per E-Mail verschickt. Bei der Anmeldung ist daher die E-Mail-Adresse anzugeben.

 




„Wir Landwirte wären ja dumm, wenn wir die Böden nicht nachhaltig bewirtschaften“

Die Familie von Johannes Graf Zeppelin lebt seit rund 200 Jahren in Hohenlohe auf dem klösterlichen Schloss im Schöntaler Teilort Aschhausen. Sie bewirtschaften Ackerland und Wald in direkter Umgebung, haben einen großen Veranstaltungssaal zur Vermietung und sind Mitglied im Bauernverband. Die heimische Kulturlandschaft zu erhalten, ist ihnen wichtig.         

„Jeder normal denkende Landwirt wirtschaftet nachhaltig“

„Auch früher gab der Boden nicht unendlich viel her. Die Kelten, zum Beispiel, sind dann einfach weitergezogen“, erklärt Landwirt und Waldbauer Johannes Graf Zeppelin aus Aschhausen seine Haltung in einer Pressemitteilung des Bauernverbands Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems e.V. Er ergänzt, dass jeder normal denkende Landwirt nachhaltig wirtschaften wird, wenn er sein Land erhalten und eben nicht weiterziehen will. Er wünscht sich, dass sich die landwirtschaftlichen Betriebe für die Verbraucher und einen Dialog noch mehr öffnen. Für ihn ist es von Bedeutung, stärker aufzuklären, warum Landwirt:innen etwas tun. Dass das funktioniert, zeigen ihm Besuche von und bei Lehrern oder Schulen, die dann schon mal feststellen: „So hat es uns noch keiner erklärt!“ Ihm ist wichtig, dass dieses Bild an Kinder und Jugendliche durch Lehrkräfte richtig weitergegeben wird.

„Alle sollten an einem Strang ziehen“

Weiter wichtig ist Johannes Graf Zeppelin, dass die oft polarisierende Meinung der Öffentlichkeit, ‚guter Landwirt – schlechter Landwirt‘, nicht weiter bedient wird. „Es sollte von allen Seiten an einem Strang gezogen werden. Wir Landwirte wären ja dumm, wenn wir die Böden nicht nachhaltig bewirtschaften. Warum sollten wir mehr Dünger – ob biologisch oder chemisch – auf unsere Böden bringen, als nötig? Das schadet auch unserem Geldbeutel“, erklärt er. Er ist seit 2014 Mitgesellschafter der BG Neuhof. Hier arbeiten Landwirte eng zusammen, die Betriebsabläufe werden von den Geschäftsführern koordiniert.

„Bei den Veranstaltungen stehen wir bei null“

Graf Zeppelin hat seine 145 Hektar Ackerland in und um Aschhausen eingebracht und fühlt sich als Landwirt, auch wenn er nicht mehr in die täglichen landwirtschaftlichen Arbeiten involviert ist. Seine Aufgaben sind die Verwaltung und die Vermietung von Flächen und Gebäuden, zum Beispiel auf dem Schlossgelände. Ein großer historischer Veranstaltungsraum, ideal für Hochzeiten und normalerweise ganzjährig gut gebucht, beschäftigt hauptsächlich seine Frau im Eventmanagement. „Einer von uns ist immer vor Ort, es ist alles da für 150 Personen“, sagt von Zeppelin mit Blick auf den Wehrturm und den romantischen Außenbereich. „Was die Veranstaltungen angeht, stehen wir wie viele an der gleichen Stelle wie letztes Jahr: Bei null“, erklärt er die Situation, da Veranstaltungen aktuell nicht durchführbar sind – trotz bestehender Buchungen.        

 140 Hektar Wald

Gut, dass es den Waldfriedhof Schöntal auf dem Grundbesitz der Familie gibt. Hier kann man sehen, was Landschaftspflege heißt. Der Plan von 1938, hier die Autobahn A 81 entlangzuführen, kam zum Glück nicht mehr zur Realisierung. Gleichwohl: Der ursprüngliche Wald war zu der Zeit schon gerodet. Nach 1948 wurde er mit Laubbäumen aufgeforstet. Zu sehen sind heute heimische Eichen, aber auch Amerikanische Roteichen, Buchen, Elsbeeren und Kirschen. Insgesamt sind vom Schloss aus 140 Hektar Wald zu bewirtschaften. „Am meisten Freude macht es mir, wenn ich rausgehe und sehe, wie alles wächst, wie die Natur erwacht“, erklärt der Wald- und Landwirt. Und weiter: „Die Kühle des Frühjahrs tut dem Wald gut. Es bremst den Borkenkäfer etwas aus.“

Letzte Ruhestätte

Das naturbelassene und doch gepflegte Waldstück ist gut geeignet als letzte Ruhestätte für die, die hier bestattet werden möchten. Zu Lebzeiten schon kann man sich den Baum und damit den Platz aussuchen und reservieren, wo man – entweder allein oder zusammen mit anderen – begraben werden möchte. Für immer mehr Menschen ist das attraktiv, denn die ‚Grabpflege‘ übernimmt die Natur, wie der Besitzer des Bodens erklärt. Die versenkten Urnen können 60, statt wie sonst üblich 20 Jahre in der Erde bleiben. Ein kleines Schild am Baum zeigt, wer dort seine letzte, wirkliche Ruhe gefunden hat. Es ist ein fast magischer Ort.

 Drei Kinder im Teenageralter

Die Vorfahren des jetzigen Grafen Zeppelin kommen aus dem Norden Deutschlands, aus Mecklenburg. Der damalige Herzog und spätere König Friedrich I. holte im 18. Jahrhundert zwei Brüder des sehr alten Adelsgeschlechtes erfolgreich hierher. Er stellte sie in seine Dienste, den einen in Friedrichshafen zur späteren Erfindung des gleichnamigen Zeppelins, den anderen nach Aschhausen zur Bewirtschaftung des Schlosses. Die heutige Familie von Zeppelin steht mit drei Kindern im Teenageralter im Hier und Jetzt. Johannes Graf Zeppelin bekleidet viele Ehrenämter: vom Gemeinderat über den Kreistag bis zum Ortschaftsrat. Mit seinem landwirtschaftlichen Betrieb ist er Mitglied im Bauernverband und politisch aktiv. Seine heimische Kulturlandschaft zu erhalten, ist ihm sehr wichtig. Ganz in dem Sinne, dass Kulturlandschaften vom Menschen gestaltete Landschaften darstellen, die langfristig geeignet sind, den Menschen als Heimat zu dienen.

Quelle: Pressemittel des Bauernverbands Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems e.V.

 

In der BG Neuhof arbeiten Landwirte eng zusammen. Foto: Bauernverband Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems e.V.

Auf dem Waldfriedhof Schöntal können Urnen 60 Jahre im Boden bleiben. Foto: Bauernverband Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems e.V.

Das kühle Frühjahr tut dem Wald gut, denn es bremst den Borkenkäfer etwas aus. Foto: Bauernverband Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems e.V.




„An meinem Kind gefällt mir alles“

Am 01. Juni jedes Jahr ist der Weltkindertag, an dem auf die besonderen Bedürfnisse der Kinder und speziell auf die Kinderrechte aufmerksam gemacht werden soll. Passend zu diesem Tag hat die GSCHWÄTZ-Redaktion in der Künzelsauer Innenstadt eine Umfrage gestartet und gefragt, was die Eltern, Großeltern oder auch Patenonkel am meisten an ihrem Kind mögen und was sie an ihrem Kind zum Lachen bringt.

„Ich bin froh, dass sie gesund und munter sind“

Das schöne Wetter hat viele nach draußen gelockt, auch viele Mütter mit ihren Kindern waren anzutreffen. Viele Eltern wurde von den Omas und Opas abgelöst, damit sie sich auf die Arbeit konzentrieren und die Großeltern Spaß mit ihren Enkeln haben oder sie einfach genießen können. So macht das eine stolze Oma von drei Kleinkindern. Die zwei Enkelinnen der Künzelsauerin toben bei dem schönen Wetter auf dem Spielplatz und rutschen um die Wette, während der kleine Bruder der beiden Mädels im Kinderwagen vor sich hin träumt. Die 66-Jährige genießt es, Zeit mit ihren Enkeln zu verbringen und ist einfach nur froh, dass diese gesund und munter sind. Besonders begeistert ist die stolze Oma aber von der Kreativität und Fantasie ihrer Schützlinge, welche sie immer wieder zum Schmunzeln bringt.

„Mir gefällt alles bei Oma und Opa“

Ein älteres Paar mit ihrem kleinen Enkel in ihrer Mitte spaziert die Hauptstraße entlang. Auch sie wollen die Mama entlasten. Die drei sind auf dem Weg in die Eisdiele, die Großeltern passen in der Corona-Zeit sehr oft auf ihren 3-Jährigen auf. Ganz stolz berichtet er: „Mir gefällt alles bei Oma und Opa.“ Für die ist es jedoch manchmal ein bisschen viel. Besonders wenn der Kleine gar nicht folgt.

„Man muss den Kleinen ja etwas bieten“

Auch auf dem Weg zur Eisdiele mit ihrem Enkel ist eine weitere Oma. „Er ist mein kleiner Lausbub“, sagt sie mit einem Grinsen auf dem Gesicht „Er ist lieb, natürlich nur, wenn er will, und er ist gewieft.“ Über die Ferien ist der Zweitklässler bei seiner Oma in Neufels. Ihm gefällt besonders, dass sie immer mit ihm etwas unternimmt. Wie zum Beispiel schwimmen gehen oder eben Eis essen. Dazu sagt die Oma gleich: „Man muss den Kleinen ja etwas bieten.“

„Seine Ehrlichkeit tut manchmal weh“

Eine Mutter treffen wir mit ihrem Kind beim Einkaufen. Dem kleinen Zweieinhalbjährigen gefällt hierbei besonders ein Ball, den er gleich mal ausprobiert, ob der sich überhaupt gut werfen lässt. Die Mama findet das nicht so lustig. Für die 40-Jährige aus Morsbach ist es schon manchmal anstrengend, wie sie sagt, aber dennoch auch immer süß, da sie sein zartes Wesen schätzt und wie er ihr immer Komplimente macht. Eine andere Mutter aus Künzelsau hingegen schätzt die Ehrlichkeit ihres Kindes, auch wenn sie manchmal weh tut. Aber so weiß die 38-jährige Mama immer, wenn ihm etwas nicht passt, denn er vertritt eine klare Meinung.

„An meinem Kind gefällt mir alles“

Eine weitere Mutter treffen wir beim Spazieren durch die Stadt an, mit ihrem Kind auf einem Dreirad. Die 31-Jährige aus Künzelsau überlegt nicht lange und sagt gleich: „An meinem Kind gefällt mir alles. Es ist ja schließlich auch mein Kind. Natürlich gibt es schwierige Tage, aber die habe ich auch.“

„Ich genieße es, mit ihm zu spielen“

Nicht ganz so schnell antwortet ein 37-jähriger Papa. Er überlegt zunächst eine Weile, bevor ihm dann doch noch etwas einfällt. Der Künzelsauer genießt es sehr, mit seinem Sohn zu spielen. Ob auf dem Spielplatz oder Zuhause Verstecken spielen, beide haben dabei ihren Spaß.

„Wir machen gerne mal Quatsch“

Auf dem Weg zum Spielplatz sind auch ein Patenonkel und sein siebenjähriges Patenkind. Der 52-Jährige passt eher selten auf sie auf, wie er erzählt. Aber sie sei sein Ein und Alles und er liebt ihre Unterhaltung, wenn er dann mal auf sie aufpasst: „Wir sind beide gleich vom Kopf her und machen gerne mal Quatsch.“

Text: Cora-Lee Pusker

 

 




Ausgangsbeschränkung im Hohenlohekreis gilt nicht mehr

Seit Freitag, den 28. Mai 2021, gelten in Hohenlohe neue Regeln in Sachen Corona, auch und insbesondere bei der Ausgangsbeschränkung. Diese galt anhand der Bundesnotbremse in der Zeit von 22 bis 5 Uhr, wurde aber komplett aufgehoben, da die Inzidenzwerte unter 100 gefallen sind (https://www.corona-im-hok.de/).

Wenn die Zahlen in 14 aufeinanderfolgenden Tagen unter 100 sind, wird es noch mehr Lockerungen geben, abgestuft in drei Schritten. Sind die Zahlen schließlich an fünf Tagen unter 50 – so wie momentan im Hohenlohekreis – entfällt die Testpflicht im Einzelhandel und es können wieder Zoos, Büchereien und Museen ohne Auflagen besucht werden.

Sollten die Zahlen erneut über diese Werte steigen, werden die Lockerungen der einzelnen Stufen wieder zurückgenommen – beispielsweise wenn die Inzidenz von 50 an drei aufeinanderfolgenden Tagen überschritten wird.

Quelle: Landratsamt Hohenlohekreis




„Die gesunkenen Inzidenzwerte bedeuten weitere Öffnungsschritte“

Am Montag, den 31. Mai 2021, hat das Robert Koch-Institut (RKI) am fünften Kalendertag in Folge einen 7-Tage-Inzidenzwert von unter 50 auf 100.000 Einwohner für den Hohenlohekreis veröffentlicht. Der erste Tag mit einer Inzidenz unter 50 war laut Veröffentlichung des RKI Donnerstag, der 27. Mai, mit einem Wert von 44,4. An den folgenden Tagen – Freitag, den 28. Mai, bis Montag, den 31. Mai – blieb der Wert stabil unter 50. Damit treten bereits am heutigen Dienstag, den 1. Juni 2021, die Lockerungen bei Inzidenzen von unter 50 aus dem Stufenplan des Landes Baden-Württemberg in Kraft, teilt das Landratsamt Hohenlohekreis mit. Landrat Dr. Matthias Neth freut sich über die sinkenden Fallzahlen, mahnt allerdings laut der Pressemitteilung weiterhin zur Vorsicht: „Die gesunkenen Inzidenzwerte bedeuten für uns im Hohenlohekreis weitere Öffnungsschritte, mit denen wir alle aber auch verantwortungsvoll umgehen sollten.“

Die Inzidenz unter 50 bedeutet unter anderem:

  • Im öffentlichen oder privaten Raum dürfen sich jetzt zehn Personen aus bis zu drei Haushalten treffen. Dies gilt auch für private Feiern wie Hochzeiten. Kinder bis einschließlich 13 Jahre sowie genesene und geimpfte Personen werden nicht mitgezählt. Paare, auch wenn sie nicht zusammenleben, zählen als ein Haushalt.
  • Die Testpflicht im Einzelhandel entfällt. Der Zutritt muss jedoch gesteuert und Warteschlangen vermieden werden. Die Maskenpflicht vor den Geschäften und auf den Parkplätzen besteht weiterhin, ebenso wie eine Beschränkung der Kundenzahl entsprechend der Verkaufsfläche.
  • Einige Kultur- und Freizeiteinrichtungen können ohne Auflagen öffnen, darunter Archive, Büchereien und Bibliotheken sowie zoologische und botanische Gärten und Galerien, Gedenkstätten und Museen.
  • Darüberhinausgehend gelten nach wie vor die Öffnungen der vergangenen Woche: Unter Einhaltung eines Test- und Hygienekonzeptes können Gastronomiebetriebe öffnen und touristische Übernachtungen stattfinden, Kultur- und Freizeiteinrichtungen sowie kontaktarmer Freizeit- und Amateursport bis 20 Personen sind draußen möglich.

Genesene oder geimpfte Personen

Als genesen gilt, wer eine SARS-CoV2-Infektion nachweisen kann, die weniger als sechs Monate zurückliegt – zum Beispiel mittels eines PCR-Tests. Als vollständig geimpfte Person gilt, wer einen vollständigen Impfstatus gegen Covid-19 nachweisen kann – zum Beispiel durch ein ärztliches Attest oder den Impfausweis. Die letzte Covid-19-Impfung muss dabei mindestens 14 Tage zurückliegen. Personen, die eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 nachweisen können, diese aber länger als sechs Monate zurückliegt, gelten bereits mit nur einer Impfung als vollständig geimpfte Person.

Diese Lockerungen müssen zurückgenommen werden, sobald die Inzidenzen an drei aufeinanderfolgenden Kalendertagen über dem Wert von 50 liegen. Weitere Öffnungsschritte sind möglich, wenn die Inzidenz bis zum 10. Juni weiter sinkt.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis