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Pandemie, welche Pandemie?

Monatelang saßen (und sitzen immernoch, etwa die Schüler:innen der weiterführenden Schulen, die erstmal nur in den Wechselunterricht dürfen und diese Woche teilweise daher noch zu Hause sind) Grundschüler:innen zu Hause im homeschooling mit teilweise nicht mal einer Stunde Videounterricht am Tag, kommen nun zurück in die Klassenzimmer und starten teilweise direkt mit Tests und Klassenarbeiten über Dinge, die sie sich teilweise zu Hause aneignen mussten. Das geht gar nicht. Warum nicht?

Das geht gar nicht. Warum nicht?

Nun, zum einen mussten sich Schüler:innen in der dritten Corona-Homeschooling-Welle, teilweise Dinge autark zu Hause erarbeiten. Denn nicht jedes Elternteil hat die Möglichkeit, home office über Monate zu machen, sondern es soll Eltern eben, die müssen irgendwo hinfahren zum Arbeiten, während ihre Kinder zu Hause alleine homeschooling machen. Es war auch politisch immer viel in den Medien die Rede davon, dass solche Familien benachteiligt sind, die in diesen nun 1,5 Jahren ihren Kindern kein adäquates Lernumfeld zu Hause bieten können, weil sie schlichtweg keine Wahl haben. Manche Kinder haben zu Hause nicht mal ein eigenes Zimmer, um in Ruhe lernen zu können.

Das Kultusministerium reduzierte zwar die Anzahl der Arbeiten, tut aber weiterhin so, als ob man nach dem Zuhauseunterricht einfach nahtlos weitermachen könnte

Zum anderen gab es, auch wenn es das baden-württembergische Kultusministerium ein wenig anders sieht, vor allem an den Grundschulen teilweise keinen adäquaten Videounterricht, den man mit dem qualitativen und quantitativen Lernen im Klassenzimmer annäherend gleichsetzen kann. Wer Glück hatte, der hatte jeden Tag ein oder zwei Stunden digitalen Unterricht als Grundschüler:in. Wer Pech hatte, gar keinen. Und da sind wir auch schon beim nächsten Punkt. Jeder Landkreis, jede Schule, jeder Lehrer:in hat hier sein eigenes Süppchen gekocht. Wenn man sich jetzt nicht fragt, ob der deutsche Föderalismus abgeschafft gehört, wann dann?

Jede Schule, jeder Lehrer:innen hat im digitalen Unterricht sein eigenes Süppchen gekocht

Unterschiedlicher vorbereitet könnten die Schüler:innen nicht in die Klassenzimmern gehen. Und da braucht man kein Pädagoge zu sein, sondern da reicht einfacher Menschenverstand, um nach 1,5 Pandemiejahren zu sagen: Lasst uns die Schüler:innen doch erst einmal wieder freundlich und fröhlich willkommen heißen, lasst Sie uns mit Wiederholungen erst einmal abholen an ihrem Wissensstand, lasst uns erst einmal mit ihnen über Corona und die teils schwere Zeit sprechen. Das wäre jetzt wichtig und richtig. Aber es gibt manche Lehrer:innen, diehaben schon jetzt den Klassenarbeitsplan für die nächsten zwei Monate fertig zusammengezimmert. Nicht nur in den Hauptfächern, sondern selbstverständlich auch in allen Blümchenfächern, allen voran Religion. Alles andere scheint erstmal zweitrangig.

Schützt endlich die Schüler:innen

Mit dem Fingerzeig zum Kultusministerium heißt es dann: „Ja, aber wir müssen doch noch mindestens eine Arbeit pro Fach schreiben, bevor das Schuljahr endet.“ Sagen wir einmal so: Es muss in Deutschland eigentlich Unterricht im Klassenzimmer erfolgen, zu Hause unterrichten war verboten. Das hat man durch die Coronapandemie über den Haufen geworfen – wie so vieles mehr. Da kann man jetzt, wo es wieder auf Kosten der Schüler:innen geht, doch auch auf die Coronapandemie verweisen und zum Kultusministerium sagen: Das geht so nicht. Das können wir unseren Schüler:innen nicht zumuten. Lasst sie erstmal wieder ankommen.

Ein Kommentar von Dr. Sandra Hartmann

 




Inzidenz fällt rasant

Die Inzidenz im Hohenlohekreis ist am Wochenende stark gefallen.

Laut der Internetseite des Landratsamtes des Hohenlohekreises wurden am 05. Juni 2021 (Stand: 16 Uhr*) 3 neue Corona-Fälle gemeldet. Die 7-Tage-Inzidenz liegt damit aktuell bei 25,7 pro 100.000 Einwohner (Meldung des RKI vom 06.06.2021). Für die Feststellung der Inzidenz gilt derzeit ausschließlich das Meldedatum durch das RKI.

Die Inzidenzwerte der letzten fünf Kalendertage:
Mi, 2. Juni: 56,8
Do, 3. Juni: 52,4
Fr, 4. Juni: 47,9
Sa, 5. Juni: 30,2
So, 6. Juni: 25,7

Damit könnten noch diese Woche neue Freiheiten auf die Bürger:innen warten. Ab einer Inzidenz von unter 50 öffnet unter anderem der Einzelhandel weiter und die Testpflicht entfällt hier.




Anmeldung erbeten

Am Dienstag, den 15. Juni 2021, findet um 18 Uhr eine Sitzung des Künzelsauer Gemeinderates statt, zu der die Bevölkerung eingeladen ist. Sie findet im großen Sitzungssaal des Rathauses statt. Nach Eröffnung und Begrüßung werden Vergaben an Architektenleistungen und Ingenieurleistungen für die Sporthalle am Kocher sowie der Tief- und Straßenbauarbeiten beim Neubau der Wasserleitung in Ohrenbach bekannt gegeben. Außerdem wird ein integriertes Quartierskonzept zur kommunalen Wärmenetzplanung vorgestellt.

Derzeit sind nur vier Besucher möglich. Diese können ausschließlich auf der Empore Platz nehmen, müssen eine Schutzmaske tragen sowie die bekannten Abstands- und Hygieneregeln einhalten. Die Unterlagen für diese Gemeinderatssitzung sind nun online abrufbar.

Interessenten an der Gemeinderatssitzung melden sich unter Telefon 07940/129 101 oder per E-Mail bei sibylle.fuenfer@kuenzelsau.de an.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau




Kind von Auto erfasst

Am Donnerstag, den 03. Juni 2021, wurde in Öhringen ein Kind von einem Auto angefahren und verletzt. Gegen 13.30 Uhr fuhr ein 59-Jähriger mit seinem Auto auf der Rendelstraße. Er fuhr an einem parkenden Auto vorbei, hinter dem die Neunjährige die Fahrbahn überquerte.

Der Autofahrer konnte nicht rechtzeitig abbremsen und erfasste das Mädchen. Die Neunjährige wurde leichtverletzt mit dem Rettungsdienst ins Krankenhaus gefahren.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn




Betrunkener verursachte Verkehrsunfall und floh

Am Donnerstag, den 03. Juni 2021, gegen 13.30 Uhr, touchierte ein 47-jähriger Mann beim Ausparken mit seinem Toyota einen in der Öhringer Straße in Forchtenberg geparkten Ford. Anstatt den Unfall zu klären, bei dem rund 1500 Euro Sachschaden entstanden, fuhr er einfach davon.

Im Rahmen der Fahndung wurde der Mann in seiner Wohnung gefunden. Dabei fiel den Beamten auf, dass er unter deutlichem Alkoholeinfluss stand. Ein Alkoholtest bestätigte mehr als 2,1 Promille bei ihm. Daraufhin ging es für den 47-Jährigen in Begleitung der Polizei zur Blutentnahme in eine Klinik. Der Führerschein des Mannes wurde beschlagnahmt.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn

 

 




„An Corona kann ich null Positives abgewinnen“

Corona ist ein schwieriges Thema, wie ich sehr schnell bemerkt habe – es spaltet Leute und lässt viel Meinungsfreiraum. Aber ich habe mich gefragt, ob Corona nicht auch etwas Positives abzugewinnen ist – zum Beispiel mehr Ruhe im Leben – und habe mich deshalb unter den Passanten in der Künzelsauer Innenstadt umgehört. Es ist warm an diesem Morgen, viele Menschen sind in der Hauptstraße unterwegs, bummeln und genießen die Sonne nach dem verregneten Mai. Auf meine Frage nach dem, was sie aus der Corona-Krise mitnehmen für ihr Leben, gibt es meist zuerst Gelächter und dann ein Abwinken. Es zeigt sich schnell, dass das Negative überwiegt und es für die Menschen kaum etwas Positives gibt. Außerdem: Offene Antworten waren nur zu bekommen, wenn die Namen der Befragten nicht veröffentlicht werden. Deshalb bleiben diese anonym.

„Es spaltet nur die Bevölkerung“

„Die ganzen Sachen rund um Corona nerven mich“, sagt eine 72-Jährige. Sie findet es „ätzend“, dass die Bevölkerung nicht richtig aufgeklärt und durch die vielen Medien Panik verbreitet wurde. „Diese Panik habe ich gar nicht an mich herangelassen, das hätte mich sonst heruntergezogen. Angst frisst die Energie.“ Erschwerend kam für die Künzelsauerin auch noch hinzu, dass es keine konstanten Vorschriften seitens der Regierung gegeben habe. Auch das Maskentragen war für sie ein negativer Punkt in der ganzen Corona-Zeit. „Maskentragen ist schädlich für den Körper, man atmet sein eigenes Gift wieder und wieder ein.“ Dem Impfen kann sie auch nichts Positives abgewinnen. „Es spaltet nur die Bevölkerung und das noch mehr, als dass diese schon ist, denn die Geimpften bekommen Narrenfreiheit und das finde ich nicht gut.“

„Da macht das doch alles keinen Spaß“

Geimpft sind dagegen schon die beiden Ingelfinger, welche es sich auf einer Bank gemütlich gemacht haben. Für die Rentner ist besonders das nicht spontan sein können ein negativer Punkt in Corona-Zeiten. „Viele Aktivitäten für uns sind nicht möglich und wenn dann doch etwas geöffnet ist, wie zum Beispiel das Schwimmbad, dann muss man sich anmelden, eine Maske tragen, bis man im Becken ist, und dann hat man noch eine Zeitbeschränkung. Da macht das doch alles keinen Spaß“, meint der 72-Jährige. Am meisten leiden aber gar nicht die Rentner unter dem Ganzen, sondern die Kinder. Da sind sie beide einer Meinung. „Die Gestraften sind die Kinder, da hat man Verständnis, wenn es von Jugendlichen zu Aufruhr diesbezüglich kommt.“

„Corona ist dafür da, die Alten aus dem Weg zu räumen“

Eine 79-Jährige sieht die Alten als die Gestraften: „Corona ist dafür da, die Alten aus dem Weg zu räumen.“ Sie würden zu viel kosten und mit der Panik, die gemacht wurde, bekomme man die Leute immer. Die Alten würden viel Fernsehen schauen und Radio hören, deswegen hätten sie viel Berührung mit den Medien gehabt und die Panik wurde von den Medien groß gemacht. „Man hat immer nur die richtige Formulierung gebraucht, die man mit Corona gefunden hat, um die Alten aus dem Weg zu räumen, schließlich kosten die Geld. Jetzt ist es Corona, davor war es die Schweinepest und so weiter. An Corona kann ich null Positives abgewinnen, nicht einmal, dass es jetzt die Impfung gibt. Die will ich nicht, schließlich will ich ja noch ein paar Jahre leben.“

„So sozial bin ich nicht“

„Naja, etwas wirklich Positives gab es nicht während Corona. Aber das Eingeschränkte hat mich jetzt auch nicht gestört, denn so sozial bin ich nicht, dass mir die Regeln mit den Haushalten etwas ausgemacht haben oder dass die Lokale zu waren.“ Dadurch hat sich der 48-Jährige aus Kocherstetten nicht wirklich eingeschränkt gefühlt. Jedoch waren die Ausgangssperren an den Wochenenden nicht immer passend für ihn. Auch etwas ärgerlich waren die Regelungen, wenn es dann um die Familie ging, aber dennoch habe er keine sehr lange Liste an negativen Sachen in Corona. Er hat sich kaum mit den negativen befasst.

 „Man hat mehr Ruhe im Leben und kann diese auch genießen“

Mehr Positives konnte eine 68-Jährige aus Garnberg der ganzen Sache abgewinnen. „Man hat mehr Ruhe im Leben und kann diese auch genießen.“ Sie sieht auch die Schnelltests als positiv an. Sie seien zwar nervig, aber dennoch sinnvoll. Und auch die Impfung ist in ihren Augen etwas Positives, denn sie sei schon durchgeimpft, wie sie ganz stolz berichtet.

„Wir hoffen alle auf das Beste“

Anhand dieser Umfrage hat man bemerkt wie sehr Corona manche heruntergezogen hat und was die ganzen Einschränkungen mit den Leuten machen. Aber jetzt kann man so langsam wieder sagen: Es geht Berg auf. Und das ist doch positiv. Wir hoffen alle auf das Beste.

Text: Cora-Lee Pusker




Landrat Neth: „Nach nur drei Tagen mussten wir die jüngsten Lockerungen wieder zurücknehmen und neue Regeln bekanntmachen“

An diesem Donnerstag, 3. Juni 2021, hat das Robert Koch-Institut (RKI) am dritten Kalendertag in Folge einen 7-Tage-Inzidenzwert von über 50 auf 100.000 Einwohner für den Hohenlohekreis veröffentlicht. Der erste Tag mit einer Inzidenz über 50 war laut Veröffentlichung des RKI Dienstag, den 01. Juni 2021, mit einem Wert von 52,4. Es folgten Mittwoch, den 2. Juni (56,8), sowie Donnerstag, den 3. Juni (52,4).

Damit treten laut dem Landratsamt des Hohenlohekreises bereits am Freitag, den 04. Juni 2021, die Lockerungen bei Inzidenzen von unter 50 aus dem Stufenplan des Landes Baden-Württemberg außer Kraft. Es gelten dann ausschließlich die nachfolgend verkürzt dargestellten Regelungen des Öffnungsschrittes 1.

Anbei veröffentlichen wir die Übersicht des Landratsamtes über die Änderungen diesbezüglich:

  • Kontaktbeschränkungen: im öffentlichen oder privaten Raum dürfen sich 2 Haushalte mit maximal 5 Personen treffen. Dies gilt auch für private Feiern wie Hochzeiten. Kinder der beiden Haushalte bis einschließlich 13 Jahre sowie genesene und geimpfte Personen werden nicht mitgezählt. Paare, auch wenn sie nicht zusammenleben, zählen als ein Haushalt.
  • Kitas befinden sich im Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen.
  • Grundschulen können in den Präsenzbetrieb, alle anderen Schulen in den Wechselunterricht (Voraussetzung: Zwei Corona-Tests pro Woche). Das Abstandsgebot von 1,5 m gilt auch an weiterführenden und beruflichen Schulen wieder, Tagesausflüge sowie Sportausübung sind nicht gestattet.
  • Der Einzelhandel kann entweder Click & Meet anbieten (kein Testkonzept, 1 Kunde/in je 40 m² Ladenfläche erlaubt) oder mit Testkonzept öffnen (negativer Coronatest notwendig, 2 Kunden/innen je 40 m² Ladenfläche erlaubt).
  • Für Kultur- und Freizeiteinrichtungen wie Archive, Büchereien und Bibliotheken, zoologische und botanische Gärten sowie Galerien, Gedenkstätten und Museen gilt wieder eine Testpflicht und die Beschränkung auf 20 m² pro Person.
  • Unter Einhaltung eines Test- und Hygienekonzeptes können Gastronomiebetriebe weiterhin außen und innen (1 Gast pro 2,5 m²) von 6 bis 21 Uhr öffnen, touristische Übernachtungen können stattfinden, kontaktarmer Freizeit- und Amateursport ist mit bis zu 20 Personen draußen möglich.

Dazu Landrat Dr. Matthias Neth: „Nach nur drei Tagen mussten wir die jüngsten Lockerungen wieder zurücknehmen und neue Regeln bekanntmachen. Einen Überblick über die derzeit geltenden Vorschriften gibt es laufend aktualisiert und zusammengefasst auf unserer besonderen Homepage www.corona-im-hok.de.“




Grundschüler kommen voll zurück in die Schulen am Montag, Fünftklässer haben das Nachsehen

Die Recherche nach dem tagesaktuellen Inzidenzwert. Das gehört für viele schon zum Frühstücksritual dazu. Denn: Ständig verändernde Zahlen bedeuten auch ständig veränderte Regeln und Freiheiten für den jeweiligen Kreis, in dem man wohnt.

Am Donnerstag, den 03. Juni 2021, gab es nun eine Information des Landratsamtes des Hohenlohekreises, dass der Inzidenzwert von 50 an drei Werktagen infolge überschritten worden sei und dass daher ab Freitag, den 04. Juni 2021, wieder andere Regeln gelten.

Homeschooling hat erstmal ein Ende, aber fragt sich nur, wie lange

Für die Schulen, die nach den Pfingstferien wieder öffnen am Montag, den 07. juni 2021, bedeutet das im Wesentlichen: Die Grundschulen dürfen endlich in den langersehnten Präsenzunterricht zurückkehren nach monatelanger Klassenzimmerabstinenz. Die weiterführenden Schulen öffnen ihre Pforten ebenfalls nach langer Zeit wieder, um ihre Schüler in den Gebäuden zu empfangen, allerdings nur im Rahmen eines Wechselunterichts:

Übersicht: welche Klassen werden aktuell wie unterrichtet, Quelle: Kultusministerum Baden-Württemberg:

  • Für Grundschulen gilt:
    • Inzidenz unter 100: Präsenzunterricht (Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen)
    • Inzidenz zwischen 100 und 165: Wechselunterricht
    • Inzidenz über 165: Fernunterricht. Für die Eltern, die zwingend auf eine Betreuung angewiesen sind, wird sowohl im Wechselbetrieb als auch im Falle von Fernunterricht eine Notbetreuung eingerichtet.

 

  • Für weiterführende Schulen und berufliche Schulen gilt:
    • Inzidenz unter 50: Präsenzunterricht (Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen)
    • Inzidenz über 50: Wechselunterricht für alle Klassenstufen bis auf die Abschlussklassen
    • Inzidenz über 165: Fernunterricht für alle Klassenstufen bis auf die Abschlussklassen. Für die Klassenstufen 5-7 wird für die Eltern, die zwingend darauf angewiesen sind, eine Notbetreuung eingerichtet.

 

  • Abschlussklassen: Die Schülerinnen und Schüler, die in diesem Jahr ihre Abschlussprüfungen ablegen, werden seit 22. Februar 2021 im Wechsel von Präsenz- und Fernunterricht unterrichtet. Dies gilt als Ausnahmeregelung auch in Landkreisen, in denen entsprechend der Regelungen der Bundesnotbremse der Präsenzunterricht untersagt ist. Unterschreitet ein Landkreis die Inzidenz von 50, kehren auch sie selbstverständlich in den Präsenzunterricht (Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen) zurück. Mit Blick auf die anstehenden Abschlussprüfungen gilt weiterhin die Empfehlung, dass die Schulen zwei Wochen vor deren Beginn den Unterricht für diese Schülerinnen und Schüler ausschließlich auf Fernunterricht umstellen.

 

  • Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege: Der Betrieb ist am übernächsten Tag einzustellen, wenn das Gesundheitsamt eine Sieben-Tages-Inzidenz über 165 an drei aufeinanderfolgenden Tagen feststellt und bekannt gemacht hat. Eine Notbetreuung wird für diese Kinder eingerichtet.
Übersichtstabelle der inzidenzabhängigen Regelungen
0-50
Präsenz aller Schularten
Ja
Pflicht
Nein für Schülerinnen und Schüler/Unterricht
Sport im Freien ist im Klassenverbund gestattet; Tagesausflüge im Klassenverbund gestattet
50-100
Wechsel Präsenz-/Fernunterricht für weiterführende Schulen; Präsenzunterricht für GS, SBBZ-Grundstufen/SBBZ G,K, etc.
Ja
Pflicht; Präsenzphase abhängig von Testangeboten
bei Wechselunterricht ja; an GS, SBBZ nein
Sport im Freien ist im Klassenverbund gestattet, an weiterführenden Schulen nur kontaktarm; 2 Wochen vor Prüfung ist Fernunterricht möglich; Umfang/Dauer Präsenz entscheidet Schulleitung;
100-165
Wechsel Präsenz-/Fernunterricht
Ja
Pflicht; Präsenzphase abhängig von Testangebot
Ja
Sport drinnen zur Prüfungsvorbereitung und in Jahrgangsstufe 1 u. 2 ist mit Abstand möglich; Ü 100 Abstand auch im Freien
über 165
Fernunterricht;
nur zwingend erforderliche Leistungsfeststellungen in Präsenz
Ja
optional bei Leistungsfeststellungen; gegebenenfalls Trennung nicht getesteter von getesteten Schülerinnen und Schülern
Ja
Bisherige Ausnahmen (Abschlussklassen, SBBZ, bestimmte Schülerinnen und Schüler, etc.)

 

 

 




„Ich habe nie die Sorge gehabt, dass wir das nicht hinkriegen“

Die Bauarbeiten für das Quartier an der Stadtmauer auf dem PEKA-Areal gehen sichtbar voran. Eine große Grube ist entstanden, in der einmal die Parkgarage Platz finden soll. Vor allem im Feierabendverkehr ist die Baustelle auch erlebbar: An der Engstelle mit Ampelregelung auf Höhe des Sparkassengebäudes entsteht an manchen Tagen ein richtiggehender Stau, für Künzelsau ein ganz ungewohntes Bild.
Dazu kommt derzeit die Belastung durch LKWs, die den Erdaushub auf die Deponie bringen sowie durch die Straßenreinigung.

Herbst 2022 soll alles dertig sein

Christian Neudeck, der das Objekt für die activ-Group aus Schemmerhofen entwickelt, stand GSCHWÄTZ für ein Telefoninterview zur Verfügung: Der Aushub sei zu 70 Prozent fertiggestellt, sagt er über den Stand der Arbeiten und ergänzt, „dass die Aushubarbeiten planmäßig in zirka14 Tagen abgeschlossen sind. Dann wird die LKW-Frequenz deutlich nachlassen, wobei bei der Größe der Baustelle natürlich weiterhin „reges Treiben“ herrschen wird. Aber die mit Abstand größte Belastung ist zum Leidwesen der Anwohner während den Aushubarbeiten zu verzeichnen.“

Fertigstellung des Projekts Herbst 2022 geplant

Mit dem Baufortschritt ist er zufrieden, er geht weiterhin von einer Fertigstellung des Projekts im Herbst 2022 aus, auch wenn es in der Anfangsphase Komplikationen gegeben habe. „Katasterpläne mit den Leitungen sind oft nicht genau“, spricht er aus Erfahrung – und so mußte er auch in Künzelsau feststellen, dass die Leitungen nicht so lagen wie verzeichnet. Ein wichtiges Thema, da auch Leitungsrechte der angrenzenden Grundstücke, wie der Villa Schwab und des ehemaligen Amtsgerichts, betroffen waren. Solche Themen seien aber für ihn Routine geworden, er habe „nie die Sorge gehabt, dass wirs nicht hinkriegen“.

Überregionales Bauunternehmen

Auf die Frage, warum kein regionales Bauunternehmen zum Zuge gekommen sei, plaudert Neudeck ein wenig aus dem Nähkästchen: Grund seien die Angebotspreise. Da die activ-Group den Kunden Festpreise garantiere, habe „die ganz regionale Schiene nicht funktioniert.“ Obwohl man die lokalen Unternehmen gezielt angesprochen habe, habe es  praktisch keine Angebote aus der Region gegeben: Ein Unternehmer, „der das gut kann“, habe angeboten – sein Preis sei aber um einen siebenstelligen Betrag höher gewesen als das Angebot der Schweinfurter Firma Glöckle. Man habe sich, auch „in einer konzertierten Aktion mit der Verwaltung“  sehr um die lokalen Unternehmer bemüht, trotzdem konnten keine Ergebnisse mit örtlichen Firmen erzielt werden. Neudeck wirbt weiter um lokale Firmen: Insbesondere beim Ausbau seien noch Gewerke auszuschreiben, für die örtliche Unternehmen noch Angebote abgeben können. Er nennt auch ein weiteres Projekt, in Welzheim im Rems-Murr-Kreis, wo „die Teilnahme der örtlichen Unternehmen relativ wenig“ war. Trotzdem ist Neudeck zuversichtlich, dass auch lokale Unternehmen zum Zuge kommen können: Zum Ausschreibungszeitraum waren die Bauunternehmen stark ausgelastet, diese Konstellation sei inzwischen – auch wegen Corona – vorüber, jetzt hätten die Unternehmer wieder Luft: „Die Baufirmen haben wieder mit einem geredet“.

Das Herz eines Projektentwicklers

Im April 2018 hat die activ-Group letztendlich den Zuschlag erhalten, erst im November 2020 konnte der Spatenstich stattfinden, seit dem Frühjahr 2021 rollen die Bagger. Was geht im Herzen eines Projektentwicklers vor, wenn ein solches Grundstück zweieinhalb Jahre im Wortsinne brach liegt? Zweieinhalb Jahre – das will Neudeck so nicht stehenlassen: Es seien „gefühlt 10 Jahre“, denn die erste Auslobung sei schon „vor gefühlt 10 Jahren“ erfolgt, als zum erstenmal ein Wettbewerb für das Gelände ausgeschrieben worden sei – und seitdem war die activ-Group immer wieder mit dem PEKA-Areal beschäftigt gewesen. Nachdem man mit der Projektentwicklung bereits begonnen habe, sei ein Wettbewerber aufgetreten, worauf die Stadt Künzelsau einen erneuten Wettbewerb ausgeschrieben habe, in dem die activ-Group den zweiten Platz belegt habe. Diese Entscheidung erging im Jahr 2011, es waren also sogar mehr als 10 Jahre.

Geschichtlicher Überblick

Die Geschichte über das PEKA-Gelände und die Hintergründe der gescheiterten Bauprojekte ist noch nicht vollständig geschrieben, es könnte eine hochinteressante Geschichte mit allerlei Irrungen und Wirrungen und möglicherweise einigen Ränkespielen sein. Erste Aktivitäten sind noch unter Altbürgermeister Lenz zu verzeichnen. Ende Dezember 2012 stellten Bürgermeister Neumann und  die Verwaltung dem Gemeinderat und der Bevölkerung das Projekt des Investors Ten Brinke vor, im Dezember 2013 wurde die Meldung lanciert, dass bereits Mieter für das Projekt gefunden seien und im Jahr darauf wird das Gelände endgültig an den Investor Ten Brinke verkauft. Gebaut wurde allerdings nicht und so fiel das Grundstück an die Stadt Künzelsau zurück, die eine weitere Ausschreibungsrunde startete. Zum Zuge kam diesmal ein lokales Unternehmen, die Firma Stauch aus Kupferzell, die das Projekt aber ebenfalls nicht realisierte – Anfang 2017 wurde bekannt, dass auch Stauch das Gelände nicht bebauen würde.

„Da machen wir nicht mit“

An dieser weiteren Ausschreibung, so Neudeck, habe die activ-Group nicht teilgenommen: „Da machen wir nicht mit“, sagt er und es ist aus damaliger Sicht aus diesen Worten ein wenig Verbitterung herauszulesen, auch bei der Aussage, es habe „sich angefühlt, als hätte man uns das Projekt nehmen wollen.“ Im April 2018 konnte sich Neudeck letztendlich doch noch über den Zuschlag freuen. Er führt das darauf zurück, dass man immer bei der Stange geblieben sei und spricht schmunzelnd von einer „Liebe auf den zweiten Blick“.

„Kein Einzelfall“

Eine Laufzeit von ein paar Jahren zwischen Zuschlag, Baubeginn und Eröffnung sei allerdings „kein Einzelfall“, viele derartige Projekte zögen sich über einen solchen Zeitraum. Eine Planung, die eine Tiefgarage,  Einzelhandelsgeschäfte, Büros und Wohnungen vereine, müsse schließlich „so abgestimmt werden, dass das Zusammenleben später funktioniert“, zeigt sich Neudeck gelassen.

„Der Zuschlag heißt: Wir dürfen jetzt“

Das Entwicklerherz freut sich jedenfalls: „Der Zuschlag heißt: Wir dürfen jetzt. Man hat jetzt das Projekt vor sich.“

Text: Matthias Lauterer

 

Baustelle PEKA-Areal, 03. Juni 2021. Foto: GSCHWÄTZ

Baustelle PEKA-Areal, 03. Juni 2021. Foto: GSCHWÄTZ

 




1.43 Millionen vom Bund für den Breitbandausbau in Künzelsau

Der direkt gewählte Hohenloher Bundestagsabgeordnete Christian von Stetten freut sich über 1.430.000 Euro vom Bund für die Breitbandförderung in der Kreisstadt Künzelsau. Durch die Bundesförderung können nun insgesamt 2.860.000 Euro in die Erschließung von unterversorgten Adressen in Künzelsau investiert werden.

Ziel: Gigabit-Netz für ganz Deutschland bis 2025

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur verfolgt im Rahmen des Förderprogramms zur Unterstützung des Breitbandausbaus in der Bundesrepublik Deutschland das Ziel, ganz Deutschland bis 2025 über Gigabit-Netze zu versorgen.

von Stetten und Neumann über den Geldsegen erfreut

Christian von Stetten hat sich in den vergangenen Jahren tatkräftig und unbeirrt für den Breitbandausbau in Hohenlohe eingesetzt und zeigte sich über den positiven Zuwendungsbescheid aus den Händen des Bundesverkehrsministers Andreas Scheuer erfreut. Den Geldsegen aus Berlin hat der Bundestagsabgeordnete dem gleichermaßen erfreuten Künzelsauer Bürgermeister Stefan Neumann in einem Telefonat mitgeteilt.

„leistungsstarke und verlässliche Breitbandversorung unerlässlich“

Christian von Stetten: „Die Förderung des Breitbandausbaus in unserer Region ist mir ein äußert wichtiges Anliegen. Der Zuwendungsbescheid für die Stadt Künzelsau ist ein wichtiges Signal für unsere Kreisstadt. Ob für Unternehmen, Angestellte oder Schüler –  gerade in Zeiten der Pandemie zeigt sich immer wieder, dass eine leistungsstarke und verlässliche Breitbandversorgung unerlässlich ist. Schnelle Internetverbindungen sind schon heute und erst Recht in der Zukunft unerlässlich für unsere Region. Als leistungsfähiger Wirtschaftsstandort mit unseren mittelständischen Betrieben und als lebenswerte Heimat für die Hohenloherinnen und Hohenloher sind diese Bundesmittel für unsere Region ein sehr gut investiertes Geld.“

Quelle: Pressemitteilung Christian von Stetten