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„Die Ärzte haben meiner Familie keine Hoffnung mehr gemacht“

Der Impfmotor in Deutschland hat, trotz allem Stottern, an Fahrt aufgenommen. Immer mehr Menschen haben ihren ersten Piks erhalten, viele sogar schon den zweiten. Stolz zeigen auch Prominente ihren Oberarm mit dem Pflaster nach der Impfung vor. Viele Menschen klagen in den Tagen danach über grippeähnliche Symptome wie Fieber, Schüttelfrost und Kopfschmerzen. Für die meisten ist der Spuk nach einem oder mehreren Tagen vorbei und sie können wieder ihrem Tagewerk nachgehen – begleitet von dem erhebenden Gedanken, nun vor Corona geschützt zu sein.

Impfung ist keine Kleinigkeit

Dass diese Impfung durchaus keine Kleinigkeit ist und es nicht immer so einfach abläuft, zeigt die 54. Sitzung der Stiftung Corona Ausschuss vom 28. Mai 2021, die auf dem Youtube-Kanal und der Homepage der Stiftung abrufbar ist. Hier berichtet eine Frau, die sich mit dem Impfstoff von AstraZeneca hat impfen lassen und von der Impfung schwere Gesundheitsschäden davongetragen hat, von ihren Erfahrungen. Jetzt lebt sie mit einem „von einem Labor bestätigten Impfschaden“, wie sie selbst sagt.

„Ein schlechtes Gefühl auf dem Weg ins Impfzentrum“

Ramona Klüglein wollte „mit gutem Beispiel vorangehen“ und außerdem sei es „von Arbeitgeberseite gern gesehen worden“, begründet sie ihre Motivation zur Impfung. Es hätte eine gewisse Erwartungshaltung, aber keinen Druck gegeben. Doch schon auf dem Weg ins Impfzentrum habe sie „ein schlechtes Gefühl“ gehabt. Nach der Impfung am 10. März 2021 hatte die junge Mutter zunächst die üblichen Nebenwirkungen wie Schüttelfrost und Fieber: „Es ging mir nicht gut und ich lag zwei Tage flach.“ Allerdings hätte sie sich nichts dabei gedacht und nach zwei Tagen sei es ihr auch wieder besser gegangen, sodass sie eine Woche lang normal zur Arbeit gegangen sei. „Am Sonntag hat’s dann langsam angefangen“, blickt die Frau zurück. „Ich hatte Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall.“ Doch auch hier habe sie nichts weiter dabei gedacht, auf einen Magen-Darm-Infekt getippt, von dem auch der Hausarzt ausgegangen sei. „Eine richtige Diagnose hätte der gar nicht stellen können, denn dafür braucht man CT und alles drum und dran“, merkt sie noch an.

„Ich lag vier Tage im Koma“

„Es wurde von Tag zu Tag schlimmer und nach vier Tagen haben wir den Notarzt gerufen“, erinnert sich die Patientin. Mit Verdacht auf Mesenterialvenenthrombosen sei sie ins Krankenhaus eingeliefert worden: „Die Lebervene war zu, die Milz und die Nieren waren betroffen. Der Dünndarm war so stark betroffen, dass sie den rausnehmen mussten. Ich habe jetzt nur noch 50 Zentimeter von vorher 3,50 Meter.“ Mehrere Notoperationen seien nötig gewesen, vier Tage lag sie im Koma, insgesamt elf Tage auf der Intensivstation, und war auch an der Beatmung angeschlossen. Erinnern könne sie sich an diese Zeit nicht mehr, sie wisse nur noch,“dass ich sehr stark halluziniert habe“. Es habe sehr schlecht um sie gestanden: „Die Ärzte haben meiner Familie keine Hoffnung mehr gemacht. Die haben gesagt, macht euch bitte aufs Schlimmste gefasst, wir wissen nicht, ob sie es schafft.“

Blutverdünner, damit sich die Thrombosen nicht wieder bilden

Sie müsse nun regelmäßig zum Hausarzt, der ihre Werte kontrolliert, und Blutverdünner nehmen, damit sich die Thrombosen nicht wieder bilden. Wie lange das so bleibe, wisse allerdings noch niemand. „Ein CT ist momentan nicht geplant, ab und zu wird mal ein Ultraschall gemacht, weil ich durch die ganzen Therapien, die das Krankenhaus mit mir gemacht hat, auch Nebenwirkungen habe“, erzählt Ramona Klüglein. „Die haben eine Lyse-Therapie gemacht, das heißt, die sind durch die Leber in die Adern rein. Dadurch hat sich da ein Riesen-Hämatom gebildet und auch eine Verkapselung. Das muss alles auch erst heilen.“

„Es ist momentan noch alles sehr vage“

Jetzt sei sie erst einmal über den Berg – allerdings bleiben Langzeitfolgen: „Womit ich jetzt mein ganzes Leben lang zu kämpfen haben werde, ist zu gucken, dass ich die ganzen Vitamine und Nährstoffe aufnehme, die mein Körper braucht.“ Das laufe alles über den Dünndarm, von dem sie nur noch ein kurzes Stück habe. „Es ist momentan noch alles sehr vage. Man kann noch nicht feststellen, ob ich einen Vitamin- und Nährstoffmangel habe. Das zeigt sich immer erst verzögert, relativ spät. Das wird auf jeden Fall engmaschig kontrolliert.“ Teilweise habe sie auch noch starke Schmerzen – geht aber davon aus, dass das „momentan überwiegend die nach-operativen Schmerzen sind, weil sie ja doch schon in mir rumgewühlt haben“. Sie hoffe, dass keine Schmerzen bleiben, „aber das kann mir halt auch niemand sagen. Es weiß ja niemand.“

Auswirkungen im Alltag

Der Impfschaden hat auch ganz praktische Auswirkungen auf ihren Alltag: „Ich muss mit dem Zucker aufpassen, ich muss mit dem Salz aufpassen. Ich soll momentan keine Lactose, keine Geschmacksverstärker und keine Fertigprodukte, dafür aber ballaststoffarm essen.“ alles müsse sie sich selbst zubereiten, ihre Nahrung solle weich gekocht sein und nicht zu stark gewürzt. Außerdem müsse sie jeden Bissen ausgiebig kauen. „Es ist eine Herausforderung, zucker- und salzfrei zu kochen, weil das überall drin ist“, erzählt sie. Zwei bis drei Stunden gehen täglich fürs Kochen drauf. Außerdem sollen die Portionen klein und auf fünf bis sechs Mahlzeiten am Tag verteilt sein: „Das ist ein wahnsinniger Aufwand. Da kann ich nie mehr 40 Stunden arbeiten.“

„Überlegt euch das mit Impfen gut“

Heute würde Ramona Klüglein die Impfung nicht mehr machen: „Ich bin in solchen Beziehungen eigentlich eher ein ängstlicher Typ und wenn das jemand so zu mir gesagt hätte, also das was ich jetzt weiß, dann hätte ich die Impfung nicht durchgezogen.“ Aber es sei ihre Entscheidung gewesen, sich impfen zu lassen, und „das ist jetzt einfach so“. Sie hat deshalb einen „Appell an alle: Bitte überlegt euch das mit dem Impfen gut.“

Stiftung Corona Ausschuss

Die Stiftung Corona Ausschuss wurde im vergangenen Jahr in Berlin von vier Rechtsanwält:innen gegründet (https://corona-ausschuss.de/). Sie will die Beschränkungen, die die Bundes- und Landesregierungen während der Corona-Pandemie verhängt haben, untersuchen und welche Auswirkungen diese auf die Menschen in unserem Land haben. Das soll mittels live übertragener, mehrstündiger Online-Sitzungen geschehen. Außerdem sollen Experten aus Wissenschaft und Praxis die Arbeit der Stiftung begleiten und unterstützen.

Text: Sonja Bossert




Für alle Zwecke gültig

Die Schule nach den Pfingstferien hat wieder begonnen und angesichts der gesunkenen Corona-Zahlen gibt es wieder überall vollen Präsenzunterricht, das heißt, alle Klassen dürfen regulär unter Pandemiebedingungen in die Schule. Maske tragen und Tests müssen aber nach wie vor sein.

Bescheinigungen gelten 60 Stunden

Seit dieser Woche stellen die Schulen den Kindern Bescheinigungen aus über das negative Testergebnis, die dann 60 Stunden gelten. Und es kommt noch besser. Mathea Weinstock von der Pressestelle des Landratsamtes Hohenlohekreis schreibt auf GSCHWÄTZ-Anfrage: „Die Bescheinigung über das negative Testergebnis kann für alle Zwecke verwendet werden. Wichtig ist nur, dass diese Bescheinigung von einer Person ausgestellt wird, die hierzu berechtigt ist.“ Somit können diese Bescheinigungen auch für andere Gelegenheiten als die Schule verwendet werden – beispielsweise für einen Besuch im Tierpark  oder Eiscafé.

Nur Tests in der Schule

Allerdings gilt das nur, wenn das Kind in der Schule getestet wurde. Wenn die Eltern die Tests zu Hause durchführen, wie das beispielsweise in manchen Grundschulen der Fall ist, gilt ein etwas anderes Verfahren: Diese Eltern müssen in der Woche, bevor sie die Bescheinigung brauchen, das in der Schule anmelden. Dann wird das Kind in der Schule getestet und erhält dort bei negativem Ergebnis die Bescheinigung.

Privatleute als Corona-Tester

Übrigens können auch Privatleute zum Corona-Tester werden. Bei den Johannitern beispielsweise kann man unter https://www.johanniter.de/johanniter-unfall-hilfe/corona-informationsseite/neuer-kurs-zur-anwendung-von-corona-antigen-tests/#c79218 ganz einfach einen einstündigen E-Learning-Kurs absolvieren und darf dann an anderen Menschen Schnelltests anwenden und Bescheinigungen über negative Ergebnisse ausstellen. Kostenpunkt für einen solchen Kurs: 10 Euro. In den Kursen selbst, die auch als geschlossenes Gruppentraining oder als Hybridkurs stattfinden können, wird einem gezeigt, worauf bei der Anwendung und Vorbereitung von Corona-Antigen-Schnelltests geachtet werden muss.




Testpflicht für „Sommer in der Stadt“ aufgehoben

Die Inzidenzzahlen liegen jetzt fünf Tage in Folge unter 35 und damit fällt die Testpflicht für Aktivitäten im Freien ab dem heutigen Donnerstag, den 10. Juni 2021 weg, schreibt das Landratsamt Hohenlohekreis in einer Pressemitteilung. Deshalb müssen die Gäste der Veranstaltung „Sommer in der Stadt“ mit DJ Bott beim Restaurant Emma heute um 17 Uhr keinen Corona-Schnelltest mehr vorlegen. Auch die Genesung oder Impfung müssen beim Eintritt nicht mehr nachgewiesen werden.

Das gilt bis auf Weiteres auch für die folgenden Termine der Veranstaltungsreihe „Sommer in der Stadt“. Dennoch bitten die Veranstalter die AHA-Regeln einzuhalten und begrüßen es, wenn sich die Gäste verantwortungsbewusst verhalten, gerne vorher freiwillig einen Corona-Schnelltest machen.

Alle in der Reihe „Sommer in der Stadt“ an verschiedenen Stellen in der Künzelsauer Innenstadt geplanten Veranstaltungen sind im Überblick auf der städtischen Homepage unter www.kuenzelsau.de zu finden.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau




Damit kommt man wieder überall rein

Will Familie Maier aus Künzelsau derzeit in den Kletterpark nach Weinsberg braucht sie Selbsttests, durchgeführt von Drittanbietern, die nicht älter als 24 Stunden sein dürfen. Wir haben hier Teststationen rund um Künzelsau aufgelistet. die derzeit aktiv sind.

Innenstadt Künzelsau

Am Alten Rathaus in der Künzelsauer Innenstadt können sich Bürger jeden Tag zwisxchen 09 und 12 Uhr kostenlos und ohne Anmeldung am „Weihnachtshütle“ testen lassen. Der Betreiber ist die Stadt Künzelsau gemeinsam mit den Künzelsauer Apotheken vanDorp und Medikün.

Vor dem Baumarkt Globus in der Würzburger Straße in Künzelsau steht ein Testzelt eines privaten Betreibers, das ganztags (08 bis 20 Uhr) geöffnet ist. Eine Online-Anmeldung ist hier erforderlich. Aber viele fahren auch einfach direkt hin und melden sich vor Ort online an. Wartezeit gibt es in der Regel keine oder es handelt sich um ein paar Minuten.

In Ingelfingen bietet der Seniorenstift in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz und der Stadt Ingelfingen im Schwarzen Hof Schnelltests zu folgenden Zeiten an (Schlossstraße 8):

Dienstags, 18.30 bis 20.30 Uhr

Donnerstags, 18.30 bis 20.30 Uhr

Samstags, 09 bis 11 Uhr

Sonntags, 09 bis 10 Uhr

Termine sollten vorab gebucht werden auf der Internetseite: https://apo-schnelltest.de/testcenter-ingelfingen

Auch eine telefonische Anmeldung während der Öffnungszeiten des Rathauses ist möglich: 07940/1309-24 (Frau Schneider)

Weitere Testangebote im Hohenlohekreis finden Sie hier: https://www.corona-im-hok.de/images/pdf/Tabelle_Schnelltests/Testangebote_Stand_07.05.2021.pdf




Vollsperrung

Die Kreisstraße 2382 zwischen Diebach („Brückle“) und Ingelfingen wird vom 16. bis 18. Juni 2021 gesperrt werden. Das geht aus einer Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises hervor.

Grund sind Instandsetzungsarbeiten. Der Verkehr in Richtung Ingelfingen wird ab der Diebacher Brücke über die K 2316 – Jägerhaus zur B 19 in alle Richtungen umgeleitet. Für den Verkehr von Ingelfingen in Richtung Diebach, Dörrenzimmern und Eberstal steht eine Richtungsfahrbahn jederzeit zur Verfügung.

Die Zu- und Abfahrt Ziegelhütte ist gewährleistet. Abhängig von Bauablauf und Witterung ist eine frühere Aufhebung der Umleitung möglich.

 




Maskenpflicht gilt auch bei einer Inzidenz von Null

Immer wieder fragen Bürger:innen bei einer sinkenden Inzidenz, wann denn die Maskenpflicht aufgehoben wird. Die Maskenpflicht gilt in Deutschland jedoch laut dem Infektionsschutzgesetz erst einmal unabhängig von der Inzidenz. Das heißt, auchb bei einer Inzidenz von Null gilt eine Maskenpflicht.

Wann die Maskenpflicht aufgehoben wird, ist ungewiss

Wann diese Maskenpflicht. die seit 29. März 2020 gilt, wieder aufgehoben wird, das wissen auch die Regierungen nicht so genau. Auf der Internetseite des Regierungspräsidium steht hierzu: „Das kann man heute noch nicht sagen und hängt von der weiteren Entwicklung ab. Die Landesregierung überprüft die getroffenen Maßnahmen permanent und entscheidet auf Grundlage des aktuellen Infektionsgeschehens.“

Schüler:innen tragen Maske im Klassenzimmer, im Biergarten ist sie am Tisch dagegen nicht nötig

Die Maskenpflicht gilt wie die AHA-Regeln als grundlegende Verordnung im Zuge der Pandemiebekämpfung. Dennoch gilt sie nicht überall. So müssen sie Bürger:innen sie etwa im Biergarten tragen, wenn sie aber am Platz sitzen, dürfen sie sie abnehmen. In den Klassenzimmern wiederum müssen die Schüler:innen die Masken permanent an ihren Plätzen und auch sonst tragen.

Inzidenz im Hohenlohekreis fällt weiter

Währenddessen fällt die Inzidenz im Hohenlohekreis weiter. Am 08. Juni 2021 (Stand: 16 Uhr*) wurde laut dem Landratsamt 1 neuer Corona-Fall gemeldet. Die 7-Tage-Inzidenz liegt damit aktuell bei 14,2 pro 100.000 Einwohner (Meldung des RKI vom 09.06.2021). Für die Feststellung der Inzidenz gilt derzeit ausschließlich das Meldedatum durch das RKI.

Die Inzidenzwerte der letzten fünf Kalendertage:

Sa, 5. Juni: 30,2
So, 6. Juni: 25,7
Mo, 7. Juni: 24,9
Di, 8. Juni: 24,0
Mi, 9. Juni: 14,2

Dadurch fällt der Hohenlohekreis unter die magische 35er Inzidenzmarke. Folgende Öffnungsschritte sieht das Regierungspräsidium Stuttgart in diesem Fall vor:

  • Es entfällt die Pflicht zur Vorlage eines Test-, Impf- oder Genesenen-Nachweises bei den in den Öffnungsstufen 1 bis 3 zulässigen Veranstaltungen, Angeboten und Einrichtungen im Freien (Besuch von Freibädern, Außengastronomie, Open-Air-Kulturveranstaltungen etc.).
  • Es sind Feiern in gastronomischen Einrichtungen mit bis zu 50 Personen, die einen Test-, Impf- oder Genesenen-Nachweis vorlegen, gestattet (Ausnahme: Tanzveranstaltungen) – hierbei haben Gastronomiebetriebe die allgemeinen Hygienevorgaben im Rahmen ihrer Hygienekonzepte einzuhalten.
  • Der Betrieb von Messe-, Ausstellungs- und Kongresszentren ist mit einer Flächenbegrenzung von 7 Quadratmetern pro Besucherin oder Besucher gestattet.
  • Kulturveranstaltungen, Vortrags- und Informationsveranstaltungen, Gremiensitzungen, Veranstaltungen, die der Aufrechterhaltung des Arbeits-, Dienst- oder Geschäftsbetriebs oder der sozialen Fürsorge dienen, sowie Wettkampfveranstaltungen des Amateur-, Profi- und Spitzensports sind im Freien mit bis zu 750 Besucherinnen und Besuchern zulässig

 




Testpflicht im Einzelhandel fällt

Das Gesundheitsamt des Hohenlohekreises hat am heutigen Dienstag, den 08. Juni 2021, offiziell festgestellt, dass die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis nun an fünf aufeinander folgenden Tagen unterhalb der magischen Grenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner liegt. Damit tritt ab dem morgigen Mittwoch, 09. Juni, die nächste Stufe der Corona-Verordnung in Kraft, was weitere Lockerungen mit sich bringt.

Das bedeutet zum Beispiel, dass sich nun zehn Personen aus bis zu drei Haushalten treffen dürfen. Und für viele ganz wichtig: Die Testpflicht im Einzelhandel entfällt (https://www.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/dateien/PDF/Coronainfos/210513_auf_einen_Blick.pdf).

Neue Regelungen gelten dann auch für die weiterführenden Schulen – und zwar ab Donnerstag, den 10. Juni. Theoretisch könnten dann alle Schüler ab diesem Tag in voller Klassenstärke und unter Pandemiebedingungen – also getestet und mit Maske – in die Schule gehen.




Urlaubsfeeling in der Künzelsauer Innenstadt

In den nächsten Wochen laden Gastronomen, Vereine und Stadtverwaltung wieder zu verschiedenen Aktionen in die Künzelsauer Innenstadt ein, gibt die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung bekannt. „Sommer in der Stadt“ laute das Motto, unter dem auch im vergangenen Jahr unter Corona-Bedingungen eine lockere und fröhliche Atmosphäre geboten wurde. Bereits am Donnerstag, den 10. Juni 2021, legt DJ Bott um 17 Uhr am Sandstrand des Restaurants Emma im Alten Bahnhof auf.

Weitere Veranstaltungen

Weitere Aktionen werden folgen und Urlaubsfeeling an wechselnden zentralen Plätzen in Künzelsau schaffen: Bereits am Donnerstag, den 17. Juni, tritt Michael Breitschopf ab 17 Uhr an der Alten Schmiede am Oberen Bach auf. Die letzte Veranstaltung ist am Freitag, den 17. September, mit Keep alive im Oxn. Liegestühle, Lounge-Möbel, Sandflächen und Pflanzen laden zum Verweilen ein. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist kostenfrei.

Zutritt und Hygieneregeln

Für die Gäste werden abgegrenzte Bereiche geschaffen, in die nur eintreten kann, wer eine der drei folgenden Bescheinigungen vorzeigen kann: einen Genesenen-Nachweis; einen Impf-Nachweis (die vollständige Impfung muss zwei Wochen zurückliegen) oder einen tagesaktuellen Corona-Test in Form eines Bürgertests aus einem Testzentrum oder einer Teststation (beispielsweise vom Corona-Schnelltest-Zentrum in der Stadthalle oder von der Schnelltest-Station beim Alten Rathaus in Künzelsau, die täglich von 9 bis 12 Uhr geöffnet ist). Selbsttests sind nicht gültig.

Maximal 100 Gäste

Für die Kontaktnachverfolgung wird den Besucher:innen die Nutzung der Luca-App empfohlen. Alternativ können die Kontaktdaten auf Anmeldezetteln erfasst werden. Maximal 100 Gäste pro Veranstaltung sind zulässig. Es gelten die allgemeinen und jeweils aktuellen Corona-Vorgaben und Hygiene-Vorschriften. Ein Mund-Nasen-Schutz in Form einer FFP2-Maske oder medizinischen Maske ist im eingegrenzten Bereich zu tragen, sofern die Besucher nicht an ihrem Tisch sitzen.

Absage bei Regen

Bei Änderungen der Corona-Auflagen müssen Veranstaltungsabende unter Umständen auch kurzfristig abgesagt werden. Regnet es, können die Veranstaltungen leider nicht stattfinden. Aktuelle Informationen und alle weiteren Aktionen werden kommuniziert über die städtische Homepage www.kuenzelsau.de/sommerinderstadt und über Facebook „Künzelsau – meine Stadt“ und Instagram „kuenzelsau.meinestadt“.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau

Kein Unbekannter in Künzelsau: DJ Bott hat auch im letzten Sommer bei der Emma aufgelegt. Foto: Olivier Schniepp, Foto Linke GmbH

 

 




„Das ist einfach Irrsinn“

Getestet, geimpft oder genesen – Die drei heiligen Gs scheinen wie die neue Triade des Biergartenbesuchs. Wer keines dieser drei Privilegien vorweisen kann, für den gilt das, was Gruppen Heranwachsender vom Türsteher einer vollen Disco zu hören bekommen: „Du kommst hier nicht rein.“

„Jetzt trinken wir halt auf unserer Terrasse etwas“

Die Besucher des Ochsengartens in Forchtenberg gehen am Donnerstag, den 03. Juni 2021, relativ entspannt mit dieser Einschränkung um. „Wir wollten gerade in den Ochsengarten gehen, aber wir kommen nicht rein, weil wir weder getestet, noch vollständig geimpft sind“, erklärt Karin Appenzeller. Sie und ihr Mann Rainer sind gerade mit dem Rad unterwegs und nehmen die Abfuhr sportlich. „Jetzt radeln wir halt wieder heim und trinken auf unserer Terrasse etwas.“

„Wir machen das Beste daraus“

Auch Daniel Seegräber macht sich nichts daraus, dass ihm der Eintritt in den Biergarten verwehrt wird, weil er ungetestet ist. Er schnappt sich Freundin und Bier und macht es sich auf der anderen Straßenseite auf der Mauer vor dem Lokal bequem. „Wir sind zufällig vorbeigekommen und haben gesehen, dass man nur eintreten darf, wenn man getestet, geimpft oder genesen ist. Das sind wir alles nicht, also haben wir eben gesagt: ‚Dann machen wir to go und machen das  Beste daraus.‘“

„Das ist einfach Irrsinn“

Arndt Schwarzmannseder, Betreiber des Ochsengartens, erklärt: „Immer wieder kommen Leute, regen sich auf und gehen wieder, wenn sie von den Anforderungen erfahren, den Biergarten zu besuchen. Sie sagen dann, es sei einfach Irrsinn, nicht zwischen verschiedenen Konzepten zu differenzieren. Wir stellen dann natürlich auch klar, dass das nicht unsere Idee ist, sondern, dass das von der Regierung diktiert wird.“

„Die Testerei bricht uns das Genick“

Der Start nach dem monatelangen Lockdown sei ein wenig chaotisch gewesen, wie Schwarzmannseder erzählt: „Wir hatten zwei Tage Zeit, um zu öffnen. Vor sechs Monaten haben alle unsere Mitarbeiter gekündigt, alle haben jetzt andere Jobs. Wir finden unser Personal nicht mehr und müssen jetzt alles „neu machen“. Jetzt haben wir offen und verdienen doch kein Geld, weil die Testerei uns das Genick bricht. Wie gesagt, viele Leute gehen wieder, wenn sie testen müssen.“

Testzentrum vor dem Ochsengarten

Vasile Barb und Dorin Vioicu gehören nicht dazu. Die beiden jungen Männer ziehen es durch und führen vor dem Ochsengarten einen Schnelltest durch. Jedoch stellt Barb klar: „Diese Testerei finde ich auf jeden Fall richtig blöd.“ Ganz anders eingestellt  sind dazu Hermann und Sieglinde Schwab. Auch das Ehepaar führt einen Schnelltest durch, um den Biergarten zu besuchen. Hermann Schwab erklärt: „Es ist für uns üblich, dass wir uns testen – entweder Zuhause oder im Testzentrum. Inzwischen ist es Usus und kein Problem mehr und wir freuen uns jetzt echt darauf, mit unseren Freunden einen Kaffe zu trinken und ein schönes Geplauder zu haben.“ „Gschwätz!“, ergänzt seine Frau Sieglinde und Schwab berichtigt: „Gschwätz zu haben, natürlich, wir sind ja Schwaben!“ Für diejenigen, die keinen tagesaktuellen Test parat haben, gibt es übrigens vor dem Ochsengarten ein kleines „Testzentrum“, beziehungsweise die Möglichkeit, einen Selbsttest zu erwerben und ihn durchzuführen.

„Ich verstehe das Ganze einfach nicht“

Ginge es nach Schwarzmannseder, gäbe es bessere Möglichkeiten, den politischen Anforderungen gerecht zu werden. Der Gastronom ist enttäuscht. „Warum betrachten Politik und Stadt die einzelnen Fälle nicht individuell? Wir haben so einen großen Biergarten, ich könnte die Tische auch mit zehn Metern Abstand platzieren. Das wäre locker möglich. Ich verstehe das Ganze einfach nicht. Ich kann ohne Test in den Schuhladen – in einen geschlossenen Raum – gehen und hier im Biergarten, draußen unter freiem Himmel, wo eigentlich erwiesen ist, dass keine Ansteckungen möglich sind, ist es verboten. Das ist dramatisch. Wir fühlen uns einfach verlassen.“ „Verlassen und verarscht“, ergänzt seine Frau Sabrina.

Text: Priscilla Dekorsi

Moderation: GSCHWÄTZ-Praktikantin Cora-Lee Pusker

Keine leichte Zeit für Gastronomen: die Betreiber des Ochsengartens, Sabrina und Arndt Schwarzmannseder. Foto: GSCHWÄTZ

Der Ochsengarten in Forchtenberg. Foto: GSCHWÄTZ

Ziemlich bezeichnend – das Wahrzeichen des Ochsengartens trägt Mundschutz. Foto: GSCHWÄTZ

Neuerdings sind die Anforderungen für Gastronomiebesuche hoch: Man muss einen Nachweis über eines der drei „G“ – getestet, geimpft, oder genesen – erbringen. Foto: GSCHWÄTZ

Auch die Öffnungszeiten sind eingeschränkt. Foto: GSCHWÄTZ

Selbst fürs Mitnehmen von Speisen und Getränken macht die Politik strenge Vorschriften. Foto: GSCHWÄTZ

Auf alles vorbereitet: Wer keinen Test hat, kann im Ochsengarten einen erwerben. Foto: GSCHWÄTZ

Yana Rupp (links) und Valeria Lopez sind „das leckere Essen und die netten Leute“ den Test wert. Foto: GSCHWÄTZ

Matthias Eheim (links), Janine Köhler und Martines Meißner ertesten sich den Eintritt in den Ochsengarten. Foto: GSCHWÄTZ   

Sieglinde und Hermann Schwab haben Verständnis für das Test-Prozedere. Foto: GSCHWÄTZ

Prost! Regina Wieland (links), Siegfried und Renate Janda haben dank Impfausweis ein schattiges Plätzchen im Biergarten gefunden. Foto: GSCHWÄTZ

Dorin Vioicu (links) und Vasile Barb haben die Nase voll von der Testerei. Foto: GSCHWÄTZ




GEMÜ sucht 130 Ferienjobber

In der Zeit zwischen Juni und September 2021 bietet GEMÜ an seinen Standorten in Ingelfingen-Criesbach und im Gewerbepark Hohenlohe (Kupferzell) Ferienjobbern die Möglichkeit, im Rahmen eines Ferienjobs eigenes Geld zu verdienen und gleichzeitig das Unternehmen von innen kennenzulernen. Laut der Pressemitteilung biete sich so auch die Möglichkeit, erste Kontakte für eine spätere Ausbildung oder ein Duales Studium zu knüpfen.

Aushilfe in der Urlaubssaison

Die Ferienjobber unterstützen das Stammpersonal in der nun bald beginnenden Urlaubssaison und werden bevorzugt in den Bereichen Produktion und Logistik eingesetzt. Interessierte sollten idealerweise mindestens 18 Jahre alt sein, da im Schichtbetrieb gearbeitet wird. Aber auch 16- und 17-Jährige können einen Ferienjob bekommen.

Kontakt

Bewerbungen sind ab sofort per E-Mail an ferienjob@gemue.de, unter Telefon 07940/123 8365 oder über die Karriereseiten unter www.gemu-group.com/karriere möglich.

Quelle: Pressemitteilung von GEMÜ

GEMÜ wurde als Top-Arbeitgeber 2021 ausgezeichnet. Foto: GEMÜ