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Die Mobilitätswende ist noch nicht in allen Köpfen angekommen

Am Montag, 14. Juni 2021, sprach Landrat Dr. Matthias Neth bei der Eröffnung der Aktion Stadtradeln von einem „geänderten Mobilitätsbedürfnis“ der Bürger und dass man auch aus diesem Grund die Mobilitätsformen hinterfragen müsse und betonte, dass er unsere Gesellschaft „am Anfang einer neuen Mobilität“ sehe.

Auf den Straßen sieht man davon allerdings noch zu wenig: Immer größer, schwerer und PS-stärker werden die Vehikel, in denen die Kinder zur Schule gebracht oder am Samstag die Brötchen beim Bäcker geholt werden.

Bei den Entscheidern noch nicht angekommen

Aber in den Köpfen derer, die in den kommunalen Parlamenten die Zukunft unserer Städte und Gemeinden planen und über die Planungen entscheiden, scheint der Anfang einer neuen Mobilität nicht angekommen zu sein. Wie sonst wäre es zu erklären, dass am 15. Juni 2021 bei zwei Bauangelegenheiten im Künzelsauer Gemeinderat unmittelbar der Einwand „Parkplätze“ in den Raum geworfen wurde?

Mit dem Auto zum Sport

Nur ein einziger Gemeinderat äußerte seine Verwunderung, dass man unbedingt viele Stellplätze direkt vor dem Sportzentrum benötigt, wo doch kaum 5 Minuten Fußweg entfernt ausreichend Parkplätze verfügbar sind.

Investitionen ziehen den entsprechenden Verkehr an

Es hat sich die letzten Jahrzehnte hindurch gezeigt, dass immer die Mobilitätsform, in die besonders viel investiert wurde, angezogen wurde und diese Mobilitätsform andere Formen der Fortbewegung verdrängt hat. Und es wurde in den letzten Jahrzehnten stets am meisten in das Kraftfahrzeug investiert: Es hat im Nahverkehr Busse und Bahnen nahezu verdrängt. Bahn und Binnenschiff nehmen im Güterverkehr nur noch eine Nischenposition ein, der LKW beherrscht den Markt. Die sogenannte „autogerechte Stadt“, wie sie in den 60ern und 70ern propagiert und seitdem größtenteils auch umgesetzt wurde, hat sich zu einem Moloch entwickelt, der für immer weniger Menschen lebenswert erscheint. Wo aber zum Beispiel in ein Radwegenetz investiert wurde, wird dieses auch genutzt. In München, wo man für die Olympischen Spiele 1972 ein U-Bahn-Netz gebaut (und seit fast 50 Jahren kaum noch erweitert) hat, ist dieses Netz die schnellste Möglichkeit des innerstädtischen Verkehrs.

Wer die Zukunft seiner Stadt oder Gemeinde plant, sollte nicht den Status-Quo fortschreiben, er sollte den Boden für die Veränderungen des Status-Quo, der ja auch nicht gerade einen Idealzustand darstellt, schaffen. Bei der starken Vernetzung der städteplanerischen Anforderungen von Wohnen, Handwerk und Gewerbe, Verkehr und Gemeinschaft geht es nicht, in einem der Bereiche die Anforderungen der nächsten Jahrzehnte abdecken zu wollen – und in einem anderen den Status-Quo festzuschreiben.

Mobilitätsformen attraktiv machen

Wenn man also neue Mobilitätsformen propagieren und umsetzen will, muss man dafür sorgen, dass diese für die Nutzer attraktiv sind. Für das Fahrrad benötigt man beispielsweise sichere und autofreie(!) Fahrradwege, ganz besonders in einer hügeligen Stadt wie Künzelsau, wo das Fahrrad auf vielen Strecken nicht sehr schnell unterwegs sein kann. Und man braucht Fahrrad-Abstellplätze an den Orten mit hoher Frequenz: In der Innenstadt, an den öffentlichen Gebäuden, an Einkaufszentren, an neuen Mehrfamilienhäusern – und natürlich auch an den Orten, wo Menschen Sport treiben.

Investitionen in die Alternativen erforderlich

Überall dort, wo mehr mit Bus, Bahn oder Fahrrad gefahren wird, wird das Auto automatisch an Bedeutung verlieren. Landrat Dr. Neth hat es richtig gesagt: Wir brauchen den Verkehrsmix, der es möglich macht, das Verkehrsmittel bewußt auszuwählen. Aber dazu müssen wir gezielt in die Alternativen investieren, nicht mehr ausschließlich in den Status-Quo.

Ein Kommentar von Matthias Lauterer




Vom All nach Künzelsau: Space Seeds – Fünftklässler der Georg-Wagner-Schule lassen die Öffentlichkeit an ihrem Wildblumen-Projekt teilhaben

Für zwei fünfte Klassen der Georg-Wagner-Schule in Künzelsau beginnt die Schule nach den Pfingstferien und den eingeschränkten gemeinsamen Unterrichtszeiten mit einem besonderen Projekt: Die Schüler:innen am Montag, den 14. Juni 2021, gemeinsam mit ihrer Biologielehrerin Sabine Weiß zwei Beete mit Wildblumen angelegt und wollen den Sommer über beobachten, wie sie sich entwickeln. Das Besondere ist: Es werden Samen verwendet, die ESA-Astronaut Dr. Alexander Gerst während seiner Mission „Horizons“ mit an Bord der Internationalen Raumstation ISS hatte. „Aus der Erdumlaufbahn kann man die Eingriffe des Menschen in die Natur, zum Beispiel die Abholzung des Regenwalds deutlich sehen“, so Dr. Alexander Gerst. „Man begreift sofort, wie fragil und empfindlich unsere Biosphäre ist. Wir müssen die Erde auch für die nächsten Generationen in ihrer Vielfalt und Schönheit erhalten. Dabei kann jeder mithelfen, denn jeder Schritt und jede Aktion zum Erhalt unserer Natur ist wertvoll.“

Biodiversität – die Vielfalt des Lebens im Unterricht

Im Fach Biologie, Naturphänomene und Technik (BNT) nahmen die beiden Schulklassen Pflanzen durch und haben ein Herbarium für Wildblumen erstellt. „Gerade behandeln wir das Thema Biodiversität – die Vielfalt des Lebens“, sagt die Schülerin Marie. „Bald bearbeiten wir das Thema Insekten beziehungsweise Bienen. Das Wildblumen-Projekt passt also super gut zu unserem BNT-Unterricht. Außerdem finden wir es spannend, zu erforschen, ob sich die Blumensamen im Weltraum verändert haben.“ Von dem Nebeneffekt, dass die Schüler mit dem Projekt die Biodiversität fördern und die Stadt Künzelsau noch etwas schöner machen können, sind die Schulleitung, Rainer Süßmann und Antje Rother, ebenso begeistert wie Bürgermeister Stefan Neumann.

An Alexander Gersts Missionen anknüpfen – Stadt soll klimaneutral werden

„Mit der ESA und dem DLR konnten wir in Künzelsau die beiden Missionen von Dr. Alexander Gerst gemeinsam mit vielen Menschen begleiten“, so Bürgermeister Stefan Neumann. „Dass wir jetzt anknüpfen, die Begeisterung, die Neugierde und den Forscherdrang weitertragen und die Kinder beteiligen können, passt hervorragend zum Lehrplan der Klassen und zu unserem Ziel, weitere Grünflächen in der Stadt naturnah zu gestalten. Unser Bauhof-Team wandelt immer mehr Anlagen um, damit die für uns so wichtigen Insekten und Kleinlebewesen Nahrung und Unterschlupf finden können und wir damit langfristig positiv auf unser Klima einwirken.“ Künzelsau soll bis zum Jahr 2030 klimaneutral und im besten Fall klimapositiv sein. Das haben sich Gemeinderat und Stadtverwaltung ehrgeizig vorgenommen.

Schutz der Erde zentrale Botschaft des ESA-Astronauten / Wildblumen heute oft eine Seltenheit

Volker Schmid vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat den Schülerinnen und Schülern ein paar Gramm des Wildblumensamens, die schon im All waren – Space Seeds – mitgebracht. Und mit den Samen brachte er herzliche Grüße von Alexander Gerst für die Schülerinnen und Schüler mit nach Künzelsau. „Heute sind Wildblumen, die früher überall zu finden waren und die jedes Kind kannte, oft eine Seltenheit“, so Volker Schmid. „Der Schutz unserer Erde, des Blue Dot, war bei beiden Missionen von Alexander Gerst eine zentrale Botschaft. So ist die Artenvielfalt, beispielsweise der Schutz von Insekten und ihre Bestäuber-Leistung bei Nutzpflanzen, für den Menschen lebensnotwendig. Denn ohne Bestäubung von Nutzpflanzen gibt es auch keine Nahrung. Viele Insekten benötigen intakte Ökosysteme und Wildblumen als Nahrungsangebot. Dabei kann jeder mithelfen – zum Beispiel im eigenen Garten. Dafür hatte Alexander Gerst zwei Kilogramm Wildblumensamen mit im Gepäck, um hier auf der Erde Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrer für diesen Gedanken zu begeistern. Fantastisch, dass nun in Künzelsau gesät wird.“

Zum Vergleich hat Ernst Rieger eine identische nicht geflogene Samen-Mischung für das Schüler-Projekt gespendet. In seinem Betrieb in Blaufelden produziert er Samen von Wildblumen und Wildgräsern. Von dort stammen auch die Samen für Alexander Gersts Weltraummission.

Unterscheiden sich die zwei Arten von Blumensamen?

Bevor die Kinder zur Tat schreiten und säen, erzählen sie, was sie den Sommer über forschen, experimentieren, entdecken und beobachten wollen. Sie sind gespannt, wie sich die Samen entwickeln: „Wir erforschen nun, ob sich die zwei Arten von Blumensamen unterscheiden“, erklärt Vilius. „Sobald sie keimen, schreiben wir auf, welche Pflanzen zum Beispiel wie schnell wachsen und schreiben unsere Ergebnisse in Protokolle auf. Wie erwachsene Forscher eben.“ Im Lauf der nächsten Wochen erhoffen sich die Schülerinnen und Schüler Antworten auf verschiedene Fragen: Wie haben die Wildblumensamen die Reise ins All überstanden? Können daraus noch Blumen wachsen? Das ist wichtig, um zu erfahren, ob die Samen für längere Zeit im All überleben würden. Nur da, wo Pflanzen sind, kann auch Leben sein.

Eigentlich ist es etwas zu spät und zu warm für die Aussaat. Aber das Projekt sollte starten, wenn alle Schülerinnen und Schüler mitmachen können. Weil die Infektionszahlen erfreulicherweise gesunken sind, ist das jetzt im Präsenzunterricht mit den kompletten Klassen möglich. Mit Tipps vom Experten Ernst Rieger kommen die Samen in die Erde. „Jetzt braucht Ihr ganz viel Geduld und müsst beobachten – immer beobachten. Am besten Ihr sagt den Pflanzen gute Nacht und guten Morgen.“ Jochen Lutz, der stellvertretende Leiter des städtischen Bauhofes, wird gemeinsam mit den Kindern die Beete im Auge behalten und bei Bedarf mit seinem Team auch gießen.

Kleine Mitmachaktionen und Pflanzensteckbriefe am Beetrand

Im BNT-Unterricht bereitet Lehrerin Sabine Weiß mit den Klassen kleine Mitmachaktionen vor, die im Lauf des Sommers bei den Beeten auf einzelne Pflanzen aufmerksam machen und an den Schutz der Natur und Umwelt erinnern. „Damit auch Leute, die an unseren Beeten vorbeikommen, wissen, was wir erforschen, werden wir unsere Ergebnisse bei den Beeten ausstellen“, sagt der Schüler Vilius. „Auch andere Gegenstände oder Mitmachaktionen werden wir in den nächsten Wochen noch zeigen: Zum Beispiel Insektenhotels, Bilder oder Pflanzensteckbriefe.“ Es dürfte also nicht nur für die am Projekt beteiligten Kinder interessant sein, hin und wieder an den beiden Beeten mit den Space Seeds vorbeizuschauen. Es werden auch Ideen und Wildblumen dabei sein, die sich gut im eigenen Hausgarten machen und umsetzen lassen. Direkt neben dem Rad-/Fußweg entlang des Kochers sind die Aktionsbeete auf der Grünfläche zwischen der Halfpipe und dem Hallenbad TollKÜN zu finden.

Hintergrund / Infos:

Bei einem Spaziergang am 10. Juli 2021, um 14 Uhr, stellt Sebastian Frey die „Natur nah dran“-Flächen in Künzelsau vor. Der Diplom Landschaftsökologe aus Neckarsulm unterstützt den Künzelsauer Bauhof bei der Umsetzung dieser Flächen. Er gibt den Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch Tipps und Ideen, die sie in ihrem eigenen Garten umsetzen können. Eine Anmeldung bei er Stadtverwaltung Künzelsau ist erforderlich. Mehr Informationen dazu auf der städtischen Homepage

https://kuenzelsau.de/,Lde/spaziergang+biologische+vielfalt+und+_natur+nah+dran_-flaechen+_28_05_2021_

Pressemitteilung der Stadt Künzelsau

 

Schülerinnen und Schüler der Klassen 5a und 5c der Georg-Wagner-Schule Künzelsau säen mit ihrer Lehrerin Sabine Weis die Wildblumensamen aus. Ernst Rieger unterstützt und gibt Tipps.
Foto: Olivier Schniepp, Foto Linke GmbH

Schülerinnen und Schüler der Klassen 5a und 5c der Georg-Wagner-Schule Künzelsau säen mit ihrer Lehrerin Sabine Weis die Wildblumensamen aus. Ernst Rieger unterstützt und gibt Tipps.
Foto: Olivier Schniepp, Foto Linke GmbH

Schülerinnen und Schüler der Klassen 5a und 5c der Georg-Wagner-Schule Künzelsau säen mit ihrer Lehrerin Sabine Weis die Wildblumensamen aus. Ernst Rieger unterstützt und gibt Tipps.
Foto: Olivier Schniepp, Foto Linke GmbH

 

 




Kreisrat Jens Moll will für die AfD in den Bundestag

Der AfD Kreisverband Schwäbisch-Hall/Hohenlohe teilt mit, dass Jens Moll am letzten Wochenende in Niedernhall ohne Gegenkandidaten mit 87,5% der Stimmen zum Bundestagsdirektkandidaten für den Wahlkreis 268 gewählt wurde.

„Jens Moll ist seit über fünf Jahren Mitglied der „Alternative für Deutschland“ und vertritt diese im Hohenloher Kreistag und im Öhringer Gemeinderat. Der Diplom-Ökonom ist als kaufmännischer Leiter tätig. Die Heimat und ihre Bürger stehen im Mittelpunkt seiner
Politik, soziale Gerechtigkeit liegt ihm ganz besonders am Herzen“, beschreibt die AfD in ihrer Pressemitteilung den neugewählten Kandidaten. 

 

 




MUSTANG-Areal: Kein Baubeginn in Sicht

Der Abriß des MUSTANG-Gebäudes, die Trennung und der Abtransport des Bauschutts gingen schnell und gut organisiert vonstatten (GSCHWÄTZ berichtete) – seitdem liegt das MUSTANG-Gelände brach und das Unkraut beginnt, die Fläche zu erobern.

Geplant ist dort ein größerer Einkaufsmarkt sowie Appartements, dazu eine Tiefgarage (GSCHWÄTZ berichtete). 2022 stand als Fertigstellungtermin im Raum.

Nachdem die Bauarbeiten am PEKA-Gelände nach längerer Brache inzwischen begonnen wurden, hat GSCHWÄTZ nun bei Gerhard Bosch, der das Projekt bei der Merz-Objektbau betreut, nachgefragt, wann der Bau beginnen soll und wann mit der Fertigstellung des Gebäudes zu rechnen ist.

Ausweichende Antwort

Bosch antwortet ausweichend: Er bestätigt auf jeden Fall, dass es momentan „gewisse Schwierigkeiten“ gibt, die einen Baubeginn verzögern würden. Einen Grund dafür nennt er nicht, auch nicht auf Zuwurf konkreter Stichworte, und verweist nur etwas undeutlich auf Corona. Auch nennt er keinen Termin für den geplanten Baubeginn.

Am Abend des Dienstag, 15. Juni 2016, wurde am Bauzaun des MUSTANG-Geländes das Plakat eines Bauunternehmens entfernt.

Text: Matthias Lauterer




„Am ersten Tisch habe ich geweint“

Im April 2021 hat sie für ziemliches Aufsehen gesorgt: In einem emotionalen Video-Post auf ihrer Facebook-Seite hatte Kristina Kolenkovic, Betreiberin des Stadt Café in Forchtenberg, auf ihre Situation in der Corona-Pandemie und nach monatelanger Schließung aufmerksam gemacht (GSCHWÄTZ berichtete unter https://www.gschwaetz.de/2021/04/22/die-lassen-uns-verrecken-und-ausbluten/). Ein paar Wochen später blickt die 34-Jährige optimistischer in die Zukunft, denn mittlerweile darf sie wieder Gäste in ihrem liebevoll eingerichteten Café empfangen: „Bis 30. Juni habe ich samstags und sonntags geöffnet, auch wenn ich noch nicht weiß, ob sich das überhaupt lohnt.“ Denn es sei schwierig zu kalkulieren.

„Angst, dass die Werte wieder hochgehen“

Dass sie wieder öffnen dürfe, fühle sich gut an, sie sei aber auch nervös und unsicher. „Ich habe Angst, dass die Werte wieder hochgehen“, sagt die zweifache Mutter. Ab Anfang Juli wolle sie wieder zurück zu ihren üblichen Öffnungszeiten: mittwochs bis sonntags ab 9 Uhr. Unter der Woche bis 17 Uhr und am Sonntag bis 16 Uhr. Montag und Dienstag sind Ruhetage.

„Ich wollte keine Zielgruppe“

Wer im Stadt Café drinnen sitzen möchte – beispielsweise unter der alten Leiter mit den Kronleuchtern oder auf dem grünen Samtsofa – muss über eins der drei G verfügen: genesen, geimpft oder getestet sein. Was eigentlich den Vorstellungen der gelernten Hotelfachfrau widerspricht: „Ich wollte keine Zielgruppe, zu uns sollte jeder kommen dürfen.“ Wegen der Corona-Verordnung musste sie allerdings schon Leute wieder wegschicken, denen nicht bewusst war, dass sie einen negativen Corona-Test brauchen. So kann sie knapp 30 Personen in ihren Gasträumen empfangen. Etwas anders sieht es auf ihrer großen Terrasse aus: Hier dürfen die Gäste mittlerweile ohne Test Platz nehmen. Und hier gibt es auch keine behördliche Grenze hinsichtlich der Anzahl. Allerdings müssen alle, die durch die Räume laufen, eine Maske tragen – natürlich auch die Bedienungen.

„Am ersten Tisch habe ich geweint“

Das erste Wochenende, an dem sie wieder geöffnet hatte, sei sehr emotional gewesen. „Am ersten Tisch, den ich bedient habe, habe ich geweint“, erzählt sie. „Alle haben es genossen – die Gäste und ich auch.“ Die Leute seien glücklich gewesen, wieder „Freiheit genießen“ zu können. Viele Touristen seien darunter gewesen und auch Gäste aus der näheren Umgebung. „Auch manche meiner Gäste hatten Tränen in den Augen. Es war komisch-schön.“ Auch mit ihren Mitarbeiterinnen hatte sie großes Glück: „Alle sind wieder mit dabei.“

„Ich bin auch betrieblich verschuldet“

Dennoch bleibt ein gewisser Rest an Unsicherheit: „Ruckzuck steigen die Zahlen wieder über 100“, meint sie. Für sie sei das realistisch. Außerdem: Die meisten Gastronomen bräuchten eine längere Vorlaufzeit, bis sie ihren Laden wieder öffnen könnten. „Doch die meisten sind nach der langen Schließzeit verschuldet, träge und psychisch labil“, findet die Café-Betreiberin. „Ich bin auch betrieblich verschuldet, privat zum Glück nicht.“ Ein Drittel ihrer Berufskollegen könnten mittlerweile noch nicht mal mehr Ware bestellen, weil sie kein Geld auf dem Konto haben, schätzt sie. Auch sie habe die staatliche Unterstützung für Januar noch nicht erhalten. „Erst im Mai gab es außerdem den Beschluss zum Unternehmerlohn“, sagt sie. Den Antrag für die Monate Januar bis Juni habe sie erst in der Woche zuvor gestellt. „Ich kenne keinen, der es schon bekommen hat.“

„Ich glaube aber nicht, dass die große Masse der Menschen betrügt“

Demnächst möchte Kristina Kolenkovic selbst Corona-Tests anbieten, hat eigens dafür eine Schulung gemacht. Dann könnten die Leute auch spontan zu ihr kommen. „Ich verstehe das, ich gehe selbst nur spontan aus“, erklärt sie. Die meisten Gäste kämen zwar getestet, aber viele verstünden das System nicht. „Hier geht’s ja noch, aber stellen Sie sich einen großen Biergarten vor“, gibt sie zu Bedenken. Hinzu komme, dass sie nicht wisse, was sie eigentlich darf: „Darf ich die Ausweise der Leute zur Kontaktnachverfolgung überhaupt kontrollieren?“. Schließlich müsse jeder weiterhin seine Kontaktdaten hinterlegen. Bis jetzt seien ihre Gäste „brav“ gewesen. Im vergangenen Jahr hätte sie einige „Donald Ducks“ gehabt. Doch sie findet ganz pragmatisch: Das Land habe die Regeln aufgestellt, nun solle es sich auch um die Einhaltung kümmern. „Ich glaube aber nicht, dass die große Masse der Menschen betrügt“, sagt sie.

„Jetzt will ich Menschen um mich herum haben“

„Jetzt freue ich mich tierisch auf den Sommer“, gibt die Café-Betreiberin zu. Sie wolle durchgehend öffnen und auch auf den Sommerurlaub verzichten. „Ich hatte in den vergangenen Monaten viele mentale Tiefpunkte, jetzt will ich Menschen um mich herum haben“, strahlt sie. Dann sei sie den ganzen Tag gut gelaunt. Im vergangenen Jahr sei eine gewisse Grundgereiztheit unter den Menschen spürbar gewesen. Jetzt aber sei null Unsicherheit da. „Keiner hat gemeckert“, sagt sie. „Die Leute wissen das jetzt eher zu schätzen.“

Text: Sonja Bossert

Das Stadt Café besticht durch seine gemütliche Atmosphäre, die an Omas gute Stube erinnert. Foto: GSCHWÄTZ

Für die Plätze auf der großen Terrasse brauchen die Gäste keine Corona-Tests. Foto: GSCHWÄTZ




„Das verlernt man nicht, das Feiern“

Die 7-Tage-Inzidenz im Hohenlohekreis liegt bei knapp 17. Haben wir Corona jetzt endlich überstanden oder ist das nur eine nächste Verschnaufpause? Kann man nach über 15 Monaten Zwangspause des öffentlichen Lebens überhaupt noch feiern? Wird es nach der Pandemie ein Leben geben wie vor der Pandemie? Fragen, die Videoreporter Felix Kribus den Gästen bei der Auftaktveranstaltung „Sommer in der Stadt“ am Donnerstag, den 10. Juni 2021, in der Lokalität Emma in Künzelsau gestellt hat. Neben kühlen Drinks inklusive Palmenkulisse und Sandkasten gab es entspannende Musik von DJ Bott auf die Ohren. Der einhellige Tenor der Gäste: „Schön, dass wieder Leben in der Stadt ist“.

„Wir freuen uns alle, wenn wir wieder feiern gehen können“

So meint Joelle vom Bodensee: „Gerade unsere Berufsschullehre hat sich verändert. Wir haben ja alles auf online umgestellt bekommen. Das war gerade am Anfang schwierig, aber irgendwann hat man sich da auch reingefunden. Wir freuen uns alle, wenn es wieder normal ist und wir wieder feiern gehen können.“

Siegfried und Adaila aus Morsbach müssen sich erst wieder ans Ausgehen gewöhnen: „Heut war’s a bissle komisch, man kann mal wieder raus. Wir müssen das Feiern wieder lernen, denn wir haben uns wirklich auch zurückgezogen. Jetzt kommt es so langsam wieder in die Gänge.“

„Das verlernt man nicht“

„Das verlernt man nicht, das Feiern. Das kann man wieder. Wenn wir alle gesund bleiben, das ist das Wichtigste“, meint Elisabeth aus Pfedelbach. Ihre Begleiterin Elisabeth aus Morsbach dagegen vermisst ihr Hobby: „Mir fehlt schon mein Tanzen. Jetzt geh ich halt viel Spazieren. Mach Kreuzworträtsel daheim.“

Für Thomas aus Heilbronn, der im Immobilienbereich tätig ist, hat sich durch Corona nicht wirklich viel verändert: „Wir haben sogar mehr Aufträge gehabt als davor und die ganze Zeit durchgearbeitet. Ich hätte eigentlich gerne mal eine Verschnaufpause gehabt, aber hatten wir nie.“

„Wir haben Corona keinesfalls übestanden“

Er glaubt auch nicht, dass die Pandemie jetzt vorbei ist, sondern dass die Inzidenzen in den nächsten Wochen wieder hochgehen: „Wir haben Corona keinesfalls überstanden. Es gehört immer noch dazu, dass die Hygienekonzepte eingehalten werden und dass die Leute gegenseitig aufeinander aufpassen. Das finde ich extrem wichtig. Masken und Abstand finde ich extrem wichtig. Wenn man hier im Außenbereich sitzt, finde ich es okay, wenn der Abstand gewahrt bleibt und ein Haushalt zusammensitzt.“

„Um wieder Spaß zu haben“

Thomas hat auch bereits die erste Impfung hinter sich: „Das war für mich ganz klar, dass ich das mache. Einmal um die Mitmenschen zu schützen. Dann um meine Frau zu schützen, die ist Hochrisikopatientin.“ Auch die meisten anderen Befragten haben den ersten, manche sogar schon den zweiten Termin, hinter sich – um sich und andere zu schützen oder, wie Elisabeth aus Pfedelbach sagt: „Und wieder Spaß haben.“ Ihre Begleiterin Elisabeth aus Morsbach war vor ihrem Impftermin abwartend: „Nachher war ich fest entschlossen, als die Hausärzte auch geimpft haben. Dann war ich sofort dabei.“

„Es ist schön, dass es so etwas gibt in Künzelsau“

DJ Bott, der an dem Abend für die musikalische Unterhaltung sorgte, freute sich in erster Linie darüber, endlich wieder auflegen zu dürfen: „Es freut mich natürlich, mal wieder in Künzelsau zu sein und hier mal wieder auflegen zu dürfen. Von daher ist es schön, dass es so etwas gibt in Künzelsau, wo wir so langsam wieder anfangen.“

„Es ging von 100 auf Null“

„Als es im März letzten Jahres losging, ging es von 100 auf Null“, erinnert sich der Musiker an die Anfänge der Pandemie. „Innerhalb einer Woche wurden mir sämtliche Veranstaltungen im Jahr 2020 gecancelt.“ Aber er sei gut durch die Krise gekommen: „Ich hatte das große Glück, dass ich immer noch vereinzelte Veranstaltungen hatte, die mich über Wasser gehalten haben.“ Andere Kollegen habe es deutlich schwerer erwischt, deshalb sei es gut, wenn es wieder losgeht.

Ist froh, dass er wieder auflegen darf: DJ Bott sorgte für die gute Stimmung. Foto: GSCHWÄTZ

 

Die Gäste genossen ein kleines Stück Normalität nach harten Lockdown-Wochen. Foto: GSCHWÄTZ

 




Brennende Hecke

Eine brennende Hecke ließ am Montagspätnachmittag, den 14. Juni 2021, die Feuerwehr mit mehreren Fahrzeugen nach Niedernhall auf die Giebelheide 2 ausrücken.

Der Brand konnte allerdings schnelle gelöscht werden. Die Polizei war ebenfalls vor Ort.

Feuerwehreinsatz in Niedernhall wegen einer brennenden Hecke am 14, Juni 2021. Foto: privat

Feuerwehreinsatz in Niedernhall wegen einer brennenden Hecke am 14, Juni 2021. Foto: privat

Feuerwehreinsatz in Niedernhall wegen einer brennenden Hecke am 14, Juni 2021. Foto: privat




Warum der Landrat nicht mit dem E-Bike fahren durfte

Erst habe er gezweifelt, als die Anfrage der Stadtradeln-Organisatoren kam, sagt Landrat Dr. Matthias Neth. Auch die Bürgermeister hätten eher mit „Was sollen wir denn dabei?“ reagiert. So begann der Landrat seine Rede zur Eröffnung der Stadtradeln-Wochen am 14. Juni 2021. Andererseits würden die Bürger deutlich ein „geändertes Mobilitätsbedürnis“ zeigen, sodass man die Mobilitätsformen hinterfragen müsse.

Bürger und Politiker aufs Rad bringen

So erklärt Neth, warum sich der Hohenlohekreis und seine Gemeinden am Stadtradeln trotz anfänglicher Zweifel jetzt aktiv an der Aktion Stadtradeln beteiligen. Stadtradeln will Menschen die Vorteile des Radfahrens näherbringen – indem die Menschen mit dem Rad fahren. „Über viele Jahrzehnte war das Auto die relevante Kategorie im Bereich Mobilität. Das muss sich ändern, um verkehrsbedingte Umweltschäden zu reduzieren! Da die Verkehrswende im Kopf beginnt, wollen wir das Thema Radverkehr im öffentlichen Diskurs präsenter machen. Dafür schafft das STADTRADELN überregional und lokal in den Kommunen Kommunikationsanlässe“, schreiben die Organisatoren auf ihrer Homepage www.stadtradeln.de. Deswegen wenden sie sich speziell auch an die politisch Verantwortlichen der teilnehmenden Städte und Kreise und wollen auch diese aufs Rad bringen, damit sie eine andere Art der Mobilität im wahrsten Sinn des Wortes „erfahren“ können.

Von Zweiflingen hergeradelt

Dass man im Hohenlohekreis auch größere Strecken mit dem Rad zurücklegen kann, bewiesen Kreisrat Michael Schenk und Zweiflingens Bürgermeister Klaus Gross, die vom anderen Ende des Kreises angeradelt waren. Ebenfalls per Fahrrad war Kreisrat Martin Braun gekommen – er hatte es allerdings nicht so weit, da er in Künzelsau wohnt.

Landrat durfte nicht mit dem E-bike fahren

Das Landratsamt hat kürzlich erst Elektroautos und e-bikes angeschafft, um seinen Beitrag zur Mobilitätswende zu leisten. Die neu angeschafften Dienst-e-bikes für Mitarbeiter des Landratsamts würden gut angenommen, berichtet Neth: „Sie sind dauernd in Betrieb“. Nur er selber habe das Fahrrad anfangs nicht benutzen dürfen: Der zuständige Mitarbeiter habe ihn darauf hingewiesen, dass die Nutzung nur nach einer Einweisung in die Bedienung der e-bikes möglich sei. Inzwischen hat er den Kurs offenbar erfolgreich absolviert, denn er berichtet von einer dienstlichen Ausfahrt mit dem neuen e-bike des Landratsamts: „Das hat Spaß gemacht und gut getan“. Damit gibt er schmunzelnd seiner Frau recht, die ihm sagen würde, etwas mehr Radfahren würde ihm guttun.

Radfahren gesund?

Wenn man die aufgestellten Infostände betrachtet, kann man zu der Meinung kommen, dass das Radfahren doch nicht so gesund ist: Ariane Kurzhals von der Abteilung Gesundheitsprävention des Gesundheitsamtes mahnt richtigen Sonnenschutz an und gibt Verhaltensempfehlungen zum richtigen Sporteln im Freien: Nicht in der prallen Mittagshitze, Schatten aufsuchen und natürlich regelmäßig und ausreichend trinken.

Dringender Appell für das Tragen eines Fahrradhelms

Die Verkehrswacht propagiert das Tragen von Fahrradhelmen. Zwei anschauliche Beispiele von Helmen, die einen Unfall hinter sich haben, hat Klaus Kempf mitgebracht. Der eine davon, ein Kinderhelm, ist total zerstört, aber den Kopf eines 9-jährigen Mädchens hat er geschützt. Kempf zeigt den Eiertest: Ein Ei wird in eine Styroporschale in Form eines Helms eingelegt und aus Kopfhöhe zu Boden fallen lassen: Das Ei wird nicht beschädigt. Zum Beweis, dass es ein echtes Ei ist, läßt er es aus derselben Höhe nochmals auf den Boden fallen, diesmal ohne Helm: Es zerbricht.

Eine Helmpflicht gibt es, außer für S-Pedelecs, die bis 45 km/h schnell fahren dürfen, in Deutschland nicht. So bleibt Kempf nur der Appell an alle Radfahrer, einen Helm zu tragen. Selbst die Discounterhelme trügen die notwendigen Prüfzeichen und könnten in kurzer Zeit an die Kopfform angepaßt werden. Argumente wie „damit wird meine persönliche Freiheit eingeschränkt“ oder „die Frisur geht kaputt“ mag er nicht gelten lassen. Fast alle der rund 25 Radfahrer, die die Veranstaltung besuchten, waren mit Helm erschienen.

Mobilität bedeutet Verkehrsmittelmix

Martin Hellemann, der Mobilitätsmanager des Hohenlohekreises, sieht die Mobilität der Zukunft vernetzt. Alle Mobilitätsformen können sich ergänzen, angefangen von der Schiene, über das Auto und den ÖPNV bis zum Fahrrad. Ein wichtiges Zukunftsthema ist für ihn der Bahnverkehr von Schwäbisch-Hall, durch den Hohenlohekreis bis nach Heilbronn. Die Elektrifizierung der Hohenlohebahn und der geplanten Kochertalbahn seien erforderlich, um einen schnellen und umsteigearmen Verkehr aus dem Hohenlohekreis bis Heilbronn oder Schwäbisch-Hall gewährleisten zu können. Das wird allerdings noch einige Jahre dauern, so seine Einschätzung.

Neth: Am Anfang einer neuen Mobilität

In dieselbe  Kerbe schlägt auch Landrat Dr. Neth, wenn er einen Verkehrsmix fordert, der den bewußten Einsatz der Verkehrsmittel erst ermögliche. Er sieht unsere Gesellschaft „am Anfang einer neuen Mobilität“.

Jeder kann mitmachen

Noch kann sich jeder auf www.stadtradeln.de für die Aktion registrieren. Der Wettbewerb dauert noch bis zum 4. Juli 2021. Bisher haben sich, so teilt das Landratsamt mit, mehr als 1.000 Bürgerinnen und Bürger in über 200 Teams registriert, zwölf Kommunen machen mit.
Als Teilnehmer hat man die Chance, einen der hochwertigen Preise rund ums Fahrrad zu gewinnen.

Text: Matthias Lauterer

Klaus Kempf beim Eiertest: Das Ei bleibt heil im Helm. Foto: GSCHWÄTZ

… und jetzt das Ei ohne Helm … Foto: GSCHWÄTZ

… nicht mehr zu retten … Foto: GSCHWÄTZ

Am Stand des ADFC. Foto: GSCHWÄTZ

Ariane Kurzhals vom Gesundheitsamt berät über Maßnahmen beim Sport im Sommer. Foto: GSCHWÄTZ

Die neuen Elektrofahrzeuge des Kreises. Foto: GSCHWÄTZ

Landrat Dr.Neth im neuen Stadradeln-Trikot. Foto: GSCHWÄTZ

Dr. Julia Hammerich und Landrat Dr. Matthias Neth präsentieren einen Teil des elektrischen Fuhrparks des Kreises. Foto: GSCHWÄTZ

v.l. Michael Schenk, Kreisrat (FDP), Dr.Matthias Neth, Martin Helleman, Mobilitätsmanager des HOK und Martin Braun, Kreisrat (GRÜNE), Foto: GSCHWÄTZ




Keine neuen Coronafälle im Hohenlokreis

Im Hohenlohekreis wurden am 13. Juni 2021 (Stand: 16 Uhr*) laut dem Landratsamt keine neuen Corona-Fälle gemeldet. Die 7-Tage-Inzidenz liegt damit aktuell bei 13,3 pro 100.000 Einwohner (Meldung des RKI vom 11.06.2021). Achtung: Für die Feststellung der Inzidenz gilt derzeit ausschließlich das Meldedatum durch das RKI.

Hinweis: Die Seite des Landratsamtes www.corona-im-hok.de wird von Montag bis Freitag aktualisiert.

Die Inzidenzwerte der letzten fünf Kalendertage:   Mo, 7. Juni: 24,9
Di, 8. Juni: 24,0
Mi, 9. Juni: 14,2
Do, 10. Juni: 16,9
Fr, 11. Juni: 13,3

Damit gelten im Hohenlohekreis weiterhin die Inzidenzregeln unter 35, was unter anderem keine Testpflicht mehr in Biergärten, Freibädern und Eisdielen bedeutet sowie voller Präsenzunterricht aller Schulklassen.




Versuchtes Tötungsdelikt in Nagelsberg

Am Donnerstagabend, den 10. Juni 2021, gegen 19.15 Uhr verletzte ein 27-jähriger Bewohner einer Gemeinschaftsunterkunft in Künzelsau-Nagelsberg einen weiteren Bewohner aus noch unbekannten Gründen mit einem Messer schwer. Der Tatverdächtige wurde kurze Zeit später im Bereich der Gemeinschaftsunterkunft widerstandslos festgenommen. Der verletzte 30-jährige Mann musste mit dem Rettungsdienst in eine Klinik gebracht werden. Er befindet sich nach einer Notoperation außer Lebensgefahr. Der 27-jährige Tatverdächtige soll nun dem zuständigen Haftrichter vorgeführt werden.