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Endlich spielt wieder Musik

Am Donnerstag, den 24. Juni 2021, findet der Johannes-Krämermarkt mit rund 90 Marktständen von 8.30 Uhr bis 18 Uhr in der Künzelsauer Innenstadt statt. Die Hauptstraße und der Obere Bach sind an diesem Tag gesperrt, außerdem die Stuttgarter Straße ab der Alleekreuzung und die Komburgstraße. In der Stuttgarter Straße ist die Zufahrt zur Rathaustiefgarage frei. Auch die Komburgstraße ist für Anlieger aus Richtung Morsbach befahrbar. In der Stettenstraße und in der Keltergasse besteht absolutes Halteverbot. Die Bushaltestelle „Bären“ wird in die Austraße verlegt.

„Sommer in der Stadt“

Ausklingen lassen kann man den Krämermarkt am Donnerstag im Rahmen von „Sommer in der Stadt“ von 17 bis 20 Uhr am Unteren Markt mit der Live-Band Rockfever. Fortgesetzt wird „Sommer in der Stadt“ auch am Wochenende mit den Auftritten von Chris Reckwardt am Freitag, den 25. Juni, und der Band Shadow & Danny am Samstag, den 26. Juni, von 18 bis 21 Uhr am Unteren Markt. Schon vor den Auftritten sorgt der Jugendkulturverein Kokolores mit einem DJ und einem Essens- und Getränkeangebot für eine sommerliche Stimmung. Der Eintritt ist frei.

Kein Schnelltest nötig

Aktuell muss kein Corona-Schnelltest oder Nachweis über Genesung oder Impfung beim Eintritt vorgelegt werden. Für die Kontaktnachverfolgung wird den Besucher:innen die Nutzung der Luca-App empfohlen. Alternativ können die Kontaktdaten auf Anmeldezetteln erfasst werden. Es gelten die allgemeinen und jeweils aktuellen Corona-Vorgaben und Hygiene-Vorschriften. Ein Mund-Nasen-Schutz in Form einer FFP2-Maske oder medizinischen Maske ist im eingegrenzten Bereich zu tragen, sofern die Besucher nicht an ihrem Tisch sitzen.

Informationen

Bei Änderungen der Corona-Auflagen müssen Veranstaltungsabende unter Umständen auch kurzfristig abgesagt werden. Regnet es, finden die Veranstaltungen nicht statt. Aktuelle Informationen werden kommuniziert über die städtische Homepage und über Facebook „Künzelsau – meine Stadt“ und Instagram „kuenzelsau.meinestadt“.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau




„Freunde meinten, wir seien verrückt, da würde mehr geklaut werden“

An vielen Bauernhöfen gibt es sie mittlerweile – Kühlautomaten oder Holzhäuschen, in denen die Landwirte Erzeugnisse ihrer Höfe anbieten: beispielsweise Eier, Fleischwaren oder Nudeln. Unter den Kunden erfreuen sie sich wachsender Beliebtheit, denn hier kann unkompliziert eingekauft werden – auch nachts oder am Wochenende, wenn alle anderen Läden geschlossen haben. Und gerade in Corona-Zeiten, wenn die Menschen nicht so mobil und die Möglichkeiten begrenzt sind.

Fast alles aus eigener Herstellung

Auch Familie Böhm, die auf dem Oberen Railhof bei Mulfingen Ferkelzucht, Schweinemast und Landbau betreibt, hat vor ihrem Anwesen seit Ostern 2021 eine kleine Gartenhütte mit Kühlschrank stehen. Außer den Getränken stammt alles hier aus eigener Herstellung. Doch gibt es nicht nur Dosenwurst von den eigenen Schweinen, Holunderblütengelee, Marmelade, Bärlauchpesto oder Kuchen im Glas. An Sonn- und Feiertagen kommen Kuchenliebhaber voll auf ihre Kosten. Dann backen Christina Böhm und ihre Tochter Jessica ganz frisch typischen Landfrauenkuchen – zum Beispiel Erdbeerkuchen oder Kekskuchen mit Trauben – eben was saisonal gerade angesagt ist. Jeweils zwei Kuchenstücke sind in einer kleinen Schachtel, die sich die Kunden aus dem Kühlschrank nehmen können. Unter der Woche gibt es selbst hergestelltes Gebäck wie Flachswickel, Erdbeerherzen oder verschiedene Kekse. Gebäck mit Schokolade hat zurzeit Sommerpause, doch sobald das Wetter wieder kühler wird, gibt es auch wieder die beliebten Flammenden Herzen und in der Adventszeit Weihnachtsplätzchen.

„Das Angebot wird sehr gut angenommen“

„Wir wollten ein Alleinstellungsmerkmal, das uns von den anderen Anbietern abhebt“, sagt Jessica Böhm, die die Idee zu dem Kuchenverkauf hatte. Die 20-Jährige macht zurzeit eine Weiterbildung zur Hauswirtschaftlichen Betriebsleiterin an der Akademie für Landbau und Hauswirtschaft in Kupferzell und im Unterricht wurde dieses Thema behandelt. Die Kunden sind begeistert: „Das Angebot wird sehr gut angenommen“, erzählt Christina Böhm. „An manchen Tagen verkaufen wir rund 15 Bleche mit Kuchen.“ Natürlich sei es wetterabhängig. Bei schlechtem Wetter haben sie auch mal weniger verkauft – mussten dafür aber auch schon mal nachbacken. „Denn das geht ja nicht, dass die Kunden hierherkommen und dann ist kein Kuchen mehr da“, sagt die dreifache Mutter.

Ganze Kuchen auf Vorbestellung

Ein weiterer Service der Familie: Kunden können bei ihnen auch ganze Kuchen vorbestellen für Geburtstage, Familienfeiern oder auch einfach so. „Das ist gut, weil es kalkulierbar ist“, freut sich Christina Böhm. Außerdem gibt es Gutscheine, Geschenkkörbe sowie Fleischpakete auf Vorbestellung.

„Bis jetzt passt es einwandfrei“

„Freunde meinten, wir seien verrückt, da würde mehr geklaut werden“, blicken die zwei Frauen zurück. Das Ganze basiert auf Vertrauen, die Kunden legen das Geld in eine kleine Kasse, die an der Hüttenwand hängt. „Doch wir wurden positiv überrascht, denn bis jetzt passt es einwandfrei“, sagt Jessica Böhm. Manche Leute würden auch mal mehr Geld in die Kasse geben – quasi als kleines Trinkgeld.

Kundschaft zu Pferd

Doch wer verirrt sich auf den etwas abgelegenen Hof? „Das sind viele Fahrradfahrer, auch wenn kein Radweg hier direkt vorbeiführt“, so Christina Böhm. „Viele ältere Leute kommen aber auch gezielt mit dem Auto hierher.“ Sogar schon Reiter mit Pferden haben sie hier oben gesehen, die einer kleinen Kaffeepause nicht abgeneigt waren. Denn auch das gibt es bei Familie Böhm: Kaffee, den sich die Kunden sogar selbst frisch aufbrühen können. Eigens dafür steht in der Hütte ein Kaffeeautomat mit Gebrauchsanweisung, frisches Wasser, Kaffeepads, Milch und Zucker bereit. Für ganz Durstige gibt es angesichts der derzeitigen Temperaturen kalten Kaffee und andere gekühlte Getränke aus dem Kühlschrank.

Alle packen mit an

Das Angebot ist ein Familienprojekt. Beim Aufbau der Gartenhütte haben alle fünf Böhms angepackt – auch Vater Harald und die beiden Söhne Florian und Patrick. „Jessi ist fürs Moderne zuständig und ich mache das Landfrauenmäßige“, erklärt die gelernte Hauswirtschafterin. Ihre 20-jährige Tochter hatte die Idee zu den selbst hergestellten Müsliriegeln und beklebt die Kuchenschachteln, Tütchen und Gläser mit Etiketten, auf die sie die Inhaltsstoffe und Allergene schreibt. Um sich rechtlich abzusichern, hielten die Böhms zuvor Rücksprache mit dem Veterinäramt.

Kummerkasten für neue Ideen

„Wir freuen uns auch über Rückmeldungen“, sagen Mutter und Tochter. Eigens dafür gibt es in der Hütte einen Kummerkasten und Kärtchen, auf die die Kunden ihre Anregungen notieren können. „Da können die Leute auch drauf schreiben, was sie sich für Kuchen wünschen.“ Werbung machen die Kuchenbäckerinnen über die sozialen Medien sowie Mundpropaganda. In der Hütte hängt eine Telefonnummer, über die das jeweilige Kuchenangebot per WhatsApp bekannt gegeben wird.

Grillsortiment

Den Böhms gehen die Ideen vorerst nicht aus: Demnächst wollen sie in ihrem Selbstbedienungshäusle auch vakuumierte, gefrorene Schweinesteaks und Grillwürste anbieten. Diese und auch die Dosenwurst stellt übrigens die Landmetzgerei Rüdinger in Krautheim her.

Text: Sonja Bossert

Landfrauenkuchen von der Familie Böhm. Foto: GSCHWÄTZ

Auch Kekse, Kuchen im Glas und Holunderblütengelee warten auf Leckermäuler. Foto: GSCHWÄTZ

Auch die Erdbeerherzen erfreuen sich großer Beliebtheit. Foto: GSCHWÄTZ

Geschenkkörbe gibt es entweder schon fertig gepackt oder nach Wunsch der Kunden. Foto: GSCHWÄTZ

Gekühltes Getränke- und Wurstsortiment. Foto: GSCHWÄTZ

Hier können sich die Kunden ihren Kaffee frisch zubereiten. Foto: GSCHWÄTZ

 




Kreistag: Neuer Anlauf für ein schnelles Glasfaser-Internet (nicht nur) für den Hohenlohekreis

Einmal mehr steht am 21. Juni 2021 das „Schnelle Internet“ auf der Tagesordnung des Kreistags. Nicht nur der Kreis, sondern die gesamte „Wirtschaftsregion Hohenlohe-Franken“ WHF soll mit einem modernen Glasfasernetz versorgt werden. Dazu hat die WHF, die Wirtschaftsförderungsorganisation der Region, ein Gigabit-Kompetenzzentrum GKZ gegründet, das unter anderem  die Auswahl des Anbieters und die Bereitstellung von Musterverträgen übernehmen sowie in den einzelnen Projekten eine technische Hilfestellung für die Gemeinden bereitstellen soll.

Deutsche Giganetz GmbH als Partner ausgewählt

Aus einer Ausschreibung, an der sich die Unternehmen Deutsche Giganet GmbH (DGN), NetCom BW und vodafone beteiligten, ging die Deutsche Giganetz GmbH als Sieger hervor. Diese Firma wurde vom GKZ als Anbieter ausgewählt.

Eigenwirtschaftliches Konzept

Das Konzept sieht ein modernes Glasfasernetz mit einheitlicher hoher Kapazität für alle Gemeinden vor. Für die Gemeinden kann der Ausbau kostenneutral erfolgen, sofern sich genügend Bürger bereitfinden einen Vertrag mit der DGN einzugehen: Sollten sich mehr als 35% der Anschlußinhaber dazu bereiterklären, wird die DGN die Finanzierung des Netzes komplett eigenwirtschaftlich vornehmen. Bei einem Anschlußgrad von 20 -35 Prozent soll der Ausbau „in Absprache mit der Kommune“ erfolgen, unter  20% soll es nach ungefähr 2 Jahren eine  neue Werbeaktion geben.

Dieses Angebot soll, so Dr. Andreas Schumm,  Geschäftsführer des GKZ, für alle Gemeinden einheitlich sein, bevorzugte Gemeinden oder Gemeinden zweiter Klasse soll es nicht geben.

Ziel: Besser als die teilweise bereits vorhandenen Netze

Das Netz soll sich im Gegensatz zu manchen schon bestehenden Netzen durch eine gleich hohe Bandbreite für alle Nutzer auszeichnen sowie eine höhere Upload-Rate bieten als bestehende Netze. Gerade in Zeiten von Videokonferenzen und dem Versenden großer Datenmengen aus dem Home-Office ein wichtiger Punkt, so Dr. Schumm.

Wichtigkeit nicht nur für die Bürger

Prof. Dr. Otto Weidmann (FWV) weist auf die Wichtigkeit der Digitalisierung auch für die Verwaltung hin: Gute Home-Office-Anbindungen könnten eine große Auswirkung auf die Gestaltung und die Kosten des neuen Landratsamts haben. „Digitalisierung ist ganz entscheidend für die Entwicklung unseres Kreises und der ganzen Region“, so Weidmann.

Hohenlohekreis zahlt rund 24.000 Euro jährlich

Die Kosten des GKZ belaufen sich auf 375.000 Euro pro Jahr, davon sollen 175.000 Euro durch die Kreise finanziert werden. Auf den Hohenlohekreis entfallen davon 23.614,03 Euro. Der Kreistag beschloss bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung, dass diese Summe übernommen werden soll.

Finanziell steht dem Projekt damit nichts mehr im Wege.

Text: Matthias Lauterer

Dr. Andreas Schumm, Vorsitzender des Gigabit-Kompetenz-Zentrums präsentiert sein Projekt. Foto: GSCHWÄTZ

 

Landrat Dr. Neth im Kreistag am 21.06.2021 Foto: GSCHWÄTZ

 




In 1 Stunde zum zertifizierten Coronatester

Derzeit bewegt sich die Inzidenz bei der unglaublichen Zahl 5 im Hohenlohekreis, aber dass die Zahl genauso schnell wieder steigen kann, wie sie auch gefallen ist, weiß inzwischen jeder. Mit dem Steigen der Inzidenz fallen auch Freiheiten wieder weg und das Testen beim Einkaufen und für diverse Freizeitaktivitäten wie etwa der Besuch in Freibädern und Biergärten wird wieder Pflicht.

Für sich selbst darf man kein Zertifikat ausstellen, aber zum Beispiel der Ehepartner

Ein Selbsttest reicht dafür nicht aus, sondern geprüfte Dritte stellen das Corona-Negativzertifikat aus, so etwa in Künzelsau in der Innenstadt, in der Stadthalle oder am Baumarkt (wir berichteten). Noch bequemer geht es, wenn man sich selbst zum zertifizierten Coronatester ausbilden lässt und das geht in rund einer Stunde digital von zu Hause. 10 Euro muss man dafür bezahlen, aber danach kann man dann zu Hause seine Lieben direkt testen und selbst das Zertifikat ausstellen. Für sich selbst darf man das nicht machen, aber zum Beispiel der Ehepartner, wenn dieser auch zertifizierter Coronatester ist.

Unter anderem die Johanniter bieten den Onlinekurs an: https://www.johanniter.de/johanniter-unfall-hilfe/corona-informationsseite/neuer-kurs-zur-anwendung-von-corona-antigen-tests/

Im Hohenlohekreis gibt es bereits einige Menschen, die sich haben auf diese Weise zertifizieren lassen.




Dringend! Fahrlehrer als Krankheitsvertretung gesucht

Dringend! Die Fahrschule Berger aus Ingelfingen-Dörrenzimmern sucht einen Fahrlehrer als Krankheitsvertretung. Die Stelle wäre mindestens bis 31. Dezember 2021 zu besetzen. Arbeitsgebiet: Hohenlohekreis. Gerne auch in Teilzeit, auf Minijob- oder auf freiberuflicher Basis.

Kontakt:

Fahrschule Berger

Ingelfingen-Dörrenzimmern

07940/8537

fsbergermbk@gmail.om




Feuerwehr, DRK, THW und Polizei vor Ort

Feuerwehreinsatz am Oberen Bach am 18.06.2021. Foto: GSCHWÄTZ

Am Freitag, den 18. Juni 2021, schlugen Rauchschwaden aus einem Asiarestaurant am Oberen Bach. In der Küche brannte es. Die Feuerwehr Künzelsau rückte an. Zwei Bewohnerinnen, die sich teilweise noch in ihren Mietswohnungen über dem Restaurant befanden, konnten das Haus unbeschadet verlassen. Eine Person musste wegen der starken Rauchentwicklung ins Krankenhaus.

Feuerwehreinsatz am Oberen Bach am 18.06.2021. Foto: GSCHWÄTZ

Feuerwehreinsatz am Oberen Bach am 18.06.2021. Foto: GSCHWÄTZ

Feuerwehreinsatz am Oberen Bach am 18.06.2021. Foto: GSCHWÄTZ

Feuerwehreinsatz am Oberen Bach am 18.06.2021. Foto: GSCHWÄTZ

Feuerwehreinsatz am Oberen Bach am 18.06.2021. Foto: GSCHWÄTZ

Feuerwehreinsatz am Oberen Bach am 18.06.2021. Foto: GSCHWÄTZ

Feuerwehreinsatz am Oberen Bach am 18.06.2021. Foto: GSCHWÄTZ

Feuerwehreinsatz am Oberen Bach am 18.06.2021. Foto: GSCHWÄTZ

Feuerwehreinsatz am Oberen Bach am 18.06.2021. Foto: GSCHWÄTZ

 

 




Dramatische Bilder: Rauchsäule über der Künzelsauer Innenstadt

Dramatische Bilder in der Künzelsauer Innenstadt. Dunkle Rauchwolken quellen am Freitag, 18. Juni 2021, kurz nach 10:00 Uhr aus Schornstein und Fenster der Küche eines Asiarestaurants am Oberen Bach.

Über dem Betrieb wohnen 2 junge Frauen – diese können das Haus auf den ersten Blick unbeschadet über das bereits mit Rauch gefüllte Treppenhaus verlassen. Offenbar waren außer diesen beiden Frauen und den beiden Gastronomen keine weiteren Personen im Haus.

Als die Feuerwehr eintrifft, ist die Rauchentwicklung schon deutlich geringer. Neben der Feuerwehr Künzelsau waren auch das Deutsche Rote Kreuz und die Polizei sowie das THW vor Ort.

Eine Person wurde vermutlich mit Rauchvergiftung in ein Krankenhaus gebracht.

 

Brand in der Künzelsauer Innenstadt – Rauchsäule aus Fenster und Schornstein. Foto: GSCHWÄTZ

Brand in der Künzelsauer Innenstadt – Rauchsäule aus Fenster und Schornstein. Foto: GSCHWÄTZ

Brand in der Künzelsauer Innenstadt – Rauchsäule aus Fenster und Schornstein. Foto: GSCHWÄTZ

Brand in der Künzelsauer Innenstadt – Eintreffen der Feuerwehrfahrzeuge. Foto: GSCHWÄTZ

Brand in der Künzelsauer Innenstadt – Feuerwehr mit Drehleiter im Einsatz. Foto: GSCHWÄTZ

 




 Exhibitionist belästigt zwei Mädchen

Ein Exhibitionist belästigte am Mittwoch, den 16. Juni 2021, zwei Mädchen in Kupferzell und Neuenstein. Eine Achtjährige lief gegen 12 Uhr auf der Straße „Am Bahndamm“ als sich ihr ein Quad-Fahrer von hinten näherte. Der etwa 40 bis 50 Jahre alte Mann stieg ab und präsentierte dem Kind sein Geschlechtsteil. Als das Mädchen weiter ging, setzte sich der Mann wieder auf sein Gefährt und fuhr in die Richtung, aus der er gekommen war. Die Mutter des Kindes informierte schließlich die Polizei.

Etwa eine Stunde später traf ein Mädchen in der Neuensteiner Buchenstraße vermutlich auf denselben Quad-Fahrer. Der Mann überholte die Neunjährige mit seinem Quad, wendete und fuhr dann auf das Kind zu. Der Unbekannte hielt vor der Schülerin an, packte sein Geschlechtsteil aus und fragte, ob das Kind ihm „dabei“ zuschauen wolle. Nachdem das Mädchen dies verneinte und auch nicht von dem Mann nach Hause gefahren werden wollte, ging die Neunjährige nach Hause.

Das Quad des Unbekannten soll in Tarnfarben lackiert gewesen sein. Zeugen, denen der Quad-Fahrer am Mittwoch aufgefallen ist oder die Hinweise auf die Identität des Unbekannten geben können, werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei Künzelsau unter Telefon 07940/9400 zu melden.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn

 




Mit dem Science Center experimenta zu verborgenen Welten reisen

Das Warten hat ein Ende: Ab Dienstag, den 22. Juni 2021, öffnet das Science Center experimenta wieder für Besucher:innen, schreibt die Experimenta gGmbH in einer Pressemitteilung. Der Zugang ist limitiert und nur mit vorab gebuchten Online-Tickets möglich. Mit der neuen Sonderausstellung „Ozeane – Eine Reise in verborgene Welten“ aus New York folgt ab 26. Juni eine der Hauptattraktionen des Jahres.

„Wir freuen uns sehr, dass die Besucherinnen und Besucher in unserem Science Center schon bald wieder auf Entdeckungsreise gehen können“, so Dr. Wolfgang Hansch, Geschäftsführer der experimenta mit Blick auf die Wiedereröffnung, in der Mitteilung. „Gerne teilen wir mit unseren Gästen die Begeisterung für Wissenschaft und Technik und bieten ihnen außergewöhnliche Erlebnisse.“

Karten ausschließlich online

Mit der Wiedereröffnung steht für den experimenta-Besuch wieder montags bis freitags ein Zeitfenster von 9 bis 17 Uhr zur Verfügung, am Wochenende und an Feiertagen ist das Haus von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Eintrittskarten für den Ausstellungsbereich mit seinen vielfältigen Mitmachstationen und den Science Dome sowie die Sternwarte sind ausschließlich über den Onlineshop der experimenta unter https://shop.experimenta.science erhältlich und ab 16. Juni buchbar.

Auch der Maker Space, das Forum sowie das Schülerforschungszentrum nehmen am 22. Juni wieder ihren Betrieb für Besucher:innen auf. Der Laborkursbetrieb für Schulen startet ebenfalls wieder; Buchungen sind direkt über den InfoService möglich. Der von der Buchhandlung Osiander betriebene Shop hat wieder geöffnet. Ebenso das Restaurant, das wie in den vergangenen Wochen Speisen und Getränke zum Mitnehmen anbietet. Die aktuellen Öffnungszeiten von Shop und Restaurant finden sich unter https://www.experimenta.science/de/besucherinfo.

Spektakuläre Sonderausstellung „Ozeane“ aus New York

Mit dem experimenta-Ticket können Besucher:innen auch die am 26. Juni startende Sonderausstellung „Ozeane – Eine Reise in verborgene Welten“ erkunden. Die rund 800 Quadratmeter große Ausstellung vom American Museum of Natural History in New York wird erstmals in Deutschland zu sehen sein. Sie bildet den Auftakt zum Aktionszeitraum „Wasserwelten“, in dem die experimenta noch bis November eine Vielfalt an Mitmachprogrammen, Filmen, Vorträgen und Workshops anbietet.

Wichtiger Hinweis

Für den Besuch gilt die sogenannte „3G-Regel“: Besucher:innen müssen nachweisen, dass sie entweder geimpft, genesen oder tagesaktuell negativ getestet sind. Kinder bis einschließlich fünf Jahre, die asymptomatisch sind, werden als getestete Person angesehen.

Nach wie vor gelten im Rahmen des Schutz- und Hygienekonzeptes ein Mindestabstand von 1,5 m zu anderen Personen und das Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes während des Besuchs. An zahlreichen Stellen im Haus besteht die Möglichkeit, sich die Hände zu desinfizieren. Die Anzahl der Personen im Haus ist limitiert.

Quelle: Pressemitteilung der Experimenta Heilbronn




Ein tiefgründig recherchierter Blick ins Innere der AfD und ihren Einfluss auf unsere Gesellschaft

Das Jahr 2021 wird oft als Superwahljahr bezeichnet – zahlreiche Wahlen haben schon stattgefunden, im Herbst steht die Bundestagswahl an. Einer der zahlreichen Gründe, zu gut recherchierten Büchern zu greifen und sich zu informieren. Das Buch von Katja Bauer und Maria Fiedler geht den Fragen nach: Wie verändert die AfD Deutschland? Was ist ihr Plan und wie können Politik und Gesellschaft darauf reagieren? Seit der Wiedervereinigung hat nichts die Politik in Deutschland so sehr verändert wie die AfD. Anstatt sich im parlamentarischen Betrieb zu mäßigen, hat sich die Partei in den vergangenen Jahren weiter radikalisiert und die Gesellschaft polarisiert. Katja Bauer und Maria Fiedler, zwei der besten Kennerinnen der rechten Szene, beschreiben anschaulich und präzise die Strategien der AfD.

Gute Nachricht der Autorinnen: Die Demokratie lernt dazu

Die beiden Autorinnen haben eine gute Nachricht: Die Demokratie lernt dazu. Bald vier Jahre ist es her, dass die AfD als Oppositionsführerin in den Bundestag einzog. Ihr ist es gelungen, einen Keil in die gesellschaftlichen Risse zu treiben.

Unterschwelligen Rassismus an die Oberfläche geholt

Rassistische Ressentiments und Vorbehalte gegen das politische System, die lange in einem Teil der Bevölkerung schlummerten, hat sie an die Oberfläche geholt. Den Bundestag nutzt sie als Bühne für ihre Tabubrüche. Wie wenige andere kennen Katja Bauer und Maria Fiedler die Strukturen innerhalb der AfD, ihre Machtdynamiken und die Gründe für ihre Radikalisierung. Katja Bauer schreibt seit vielen Jahren für die Stuttgarter Zeitung/Stuttgarter Nachrichten politische Reportagen und Analysen, Maria Fiedler ist politische Korrespondentin im Hauptstadtbüro des Tagesspiegels. Sie zeigen, mit welchen Strategien, Taktiken und Tricks die AfD operiert – und was ihr langfristiger Plan ist. Gleichzeitig zeigen sie auf, wie die AfD ihre Gegner einschüchtert und ein gesellschaftliches Klima schafft, in dem sich Rechtsextremisten wieder ohne Scheu zeigen. Die beiden Journalistinnen erklären, warum die anderen Fraktionen im Bundestag auf die AfD kaum vorbereitet waren und aus ihrer Sicher Parteien und Gesellschaft im Umgang mit der AfD jetzt umdenken müssen.

Ein faktenreiches, tiefgründig recherchiertes Buch von zwei langjährigen Beobachterinnen der AfD, das präzise und schonungslos nicht nur die internen Machtkämpfe der Partei beschreibt, sondern auch, wie sich Bundestag, Politik und Gesellschaft durch den Einzug der Partei in die Parlamente verändert haben.

Info

Katja Bauer, Maria Fiedler
Die Methode AfD – Der Kampf der Rechten: Im Parlament, auf der Straße – und gegen sich selbst
Verlag Klett Cotta
336 Seiten
ISBN 978-3-608-98412-5
Preis 20,00 Euro (Taschenbuch), 15,00 Euro (e-Book)