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„Wir als Stadtverwaltung sprechen uns ganz klar gegen die geplanten Windräder in Waldenburg aus.“

GSCHWÄTZ berichtete, dass die Anhörung zu den Bürgereinwänden gegen den Windpark Karlsfurtebene vom Landratsamt abgesagt wurde. GSCHWÄTZ hat dazu den Waldenburger Bürgermeister Bernd Herzog befragt.

Wir sind nicht grundsätzlich gegen Windkraftanlagen, wir sind nur mit dem geplanten Standort nicht einverstanden.

Dieser lässt keine Zweifel offen. „Wir als Stadtverwaltung sprechen uns ganz klar gegen die geplanten Windräder in Waldenburg aus. Wir sind nicht grundsätzlich gegen Windkraftanlagen, wir sind nur mit dem geplanten Standort nicht einverstanden. Der Standort, an dem diese Anlagen gebaut werden sollen, liegt im Wald und in unmittelbarer Nähe zu Wohngebieten. Wir sehen da eine konkrete Brandgefahr.“ Obwohl, so der Bürgermeister, zahlreiche Argumente, wie beispielsweise die Störung der Sichtachse, gegen das Bauprojekt sprechen, sei der entscheidende Punkt die Brandgefahr. „Diese Gefahr wollen wir nicht hinnehmen. Gestern in der Gemeinderatssitzung haben wir dieses Thema umfassend mit allen relevanten Informationen und vielen Details erörtert. Das Brandschutzkonzept, das für den geplanten Windpark vorgelegt wurde, ist kaum individualisiert und für uns nicht überzeugend.“

Herzog sieht kein Schutzkonzept für den Wald

Auf die Frage, wie Herzog die Chancen, das Großprojekt zu verhindern, sehe, antwortet dieser: „Auf einer meiner Folien der Gemeinderatssitzung war ein Bild der Koalitionsverhandlungen der Landesregierung abgebildet. (Regierung in Baden-Württemberg: Kretschmann und Strobl unterzeichnen Koalitionsvertrag – Baden-Württemberg – Stuttgarter Nachrichten (stuttgarter-nachrichten.de)) Man sieht darauf die Herrschaften (Winfried Kretschmann und Thomas Strobl) den Koalitionsvertrag in die Kamera halten. Auf der ersten Seite ist das Bild eines Waldes abgedruckt. Windräder verändern die Umgebungssituation nachhaltig. Im Falle Waldenburgs würde dadurch der Wald nachhaltig durch Generatoren geschädigt – und das ohne Schutzkonzept! Es kann nicht politischer Wille sein, den Wald zu zerstören und Menschen in Gefahr zu bringen. Unsere Regierung sagt, sie sei für Mensch und Natur. Insofern vertraue ich darauf, dass der Bürgerwille gehört wird.“

„Wir sehen eine Handlungsmacht beim Bürger“

Die Entscheidung, ob der Windpark gebaut wird, trifft das Landratsamt. „Wir versuchen die Menschen vor Ort sauber und sachlich zu informieren“, erzählt Herzog. „Dass durch die Corona-Verordnungen die Möglichkeit, Informationsveranstaltungen zu initiieren, eingeschränkt ist, ist unserer Sache natürlich nicht zuträglich. Aber wir sehen, nichtsdestotrotz, auch eine Handlungsmacht beim Bürger. Hier geht es um so eine wichtige Sache. Jeder Bürger sollte sich informieren und, wenn er dagegen ist, seine Verantwortung wahrnehmen und dem Landratsamt seine Meinung mit einer Einwendung kundtun. Ich persönlich habe auch das Landratsamt angeschrieben und meine Meinung zu diesem Thema zum Ausdruck gebracht.“

Bürgerinitiative Gegenwind ist auch weiter aktiv

Auf der Website der Initiative Gegenwind sind ausführliche und weiterführende Informationen, sowie eine Hilfestellung beim Verfassen einer solchen Einwendung zu finden: Windpark Öhringen Karlsfurtebene verhindern (gegenwind-waldenburg.de)

Auch am kommenden Samstag wird die Bürgerinitiative wieder am Waldenburger Marktplatz an der Hauptstraße stehen, über den geplanten Windpark aufklären und für den Schwäbisch-Fränkischen Wald kämpfen.

Text: Priscilla Dekorsi

 




FDP startet mit „grünem“ Thema in den Wahlkampf

Am 26. September 2021 ist Bundestagswahl und die Parteien beginnen mit dem Wahlkampf. So auch die FDP Hohenlohe, die zum Wahlkampfauftakt am  Donnerstag, 15. Juli 2021, um 19:30 in den Württemberger Hof, Karlsvorstadt 4 in Öhringen, einlädt.

Zum Thema „Der European Green Deal und seine Auswirkungen auf unseren Alltag“ sprechen Valentin Abel, Bundestagskandidat und Andreas Glück, seit 2019 Mitglied des Europaparlaments. Die FDP schreibt dazu:

FDP fordert Technologieoffenheit

„Für uns Liberale gilt auch in Umweltfragen der Ansatz „So viel Staat wie nötig, so wenig Staat wie möglich“. Wir vertrauen nicht blind einer einzigen Technologie, sondern wollen, dass die beste von ihnen – die am effizientesten Treibhausgase reduziert – sich am Ende durchsetzen kann. Dazu braucht es echte Technologieoffenheit, eine ganzheitliche Betrachtung des kompletten Lebenszyklus und die Bereitschaft, Experten Gehör zu schenken.“

Teilnahme vor Ort oder über Zoom und Instagramm möglich

Die Teilnahme ist in Präsenz möglich, dazu bittet der Kreisverband um Anmeldung unter info@fdp-hohenlohe.de. Wer über das Internet teilnehmen möchte kann der Veranstaltung auf Zoom mit der Meeting-ID 528 717 5489 oder via Instagram Live auf dem Profil von Valentin Abel @valentin_christian_abel tun folgen.

 

Valentin Abel, Bundestagskandidat der FDP. Foto: FDP Hohenlohe

Andreas Glück, FDP, MdEP. Foto: FDP

 

 




Sanierungsarbeiten Westernhausen / Sindeldorf / Schleierhof

Die Landesstraße 1046 zwischen Ortsende Westernhausen und Westernhäuser Höhe, Kreuzung Sindeldorf – Schleierhof, muss von Montag, den 12. Juli, bis Freitag, den 16. Juli 2021, für den Gesamtverkehr gesperrt werden. Grund ist die Sanierung der Fahrbahndecke durch die Straßenmeisterei Künzelsau. Je nach Witterungsverhältnissen und Verlauf der Bauarbeiten ist es möglich, dass die Sperrung früher aufgehoben werden kann.

Der Verkehr in Richtung Westernhausen wird ab Westernhäuser Höhe über Sindeldorf – Marlach – Winzenhofen –  Westernhausen und umgekehrt umgeleitet.

 




Jeder achte Mitarbeiter hat die Gastro-Branche im Corona-Jahr verlassen

Supermarktkasse statt Biertheke: Im Zuge der Corona-Pandemie verzeichnen die Hotels und Gaststätten im Hohenlohekreis eine dramatische Abwanderung von Fachkräften. So hätten innerhalb des vergangenen Jahres im Landkreis rund 200 Köche, Servicekräfte und Hotelangestellte dem Gastgewerbe den Rücken gekehrt – das ist jeder achte Beschäftigte der Branche, wie die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) unter Berufung auf jüngste Zahlen der Arbeitsagentur mitteilt.

„Ausgerechnet in der Sommersaison fehlt das Personal“

Angesichts weiterer Lockdowns bis in den Mai hinein dürfte sich der Personal-Schwund bis heute nochmals zugespitzt haben, befürchtet Burkhard Siebert, Geschäftsführer der NGG-Region Heilbronn, in der Mitteilung. „Viele Menschen schätzen es, nach langen Entbehrungen endlich wieder essen zu gehen oder zu reisen. Aber ausgerechnet in der Sommersaison fehlt einem Großteil der Betriebe schlicht das Personal, um die Gäste bewirten zu können“, so Siebert. Für die Lage macht der Gewerkschafter insbesondere die Einkommenseinbußen durch die Kurzarbeit verantwortlich: „Gastro- und Hotel-Beschäftigte arbeiten sowieso meist zu geringen Löhnen. Wenn es dann nur noch das deutlich niedrigere Kurzarbeitergeld gibt, wissen viele nicht, wie sie über die Runden kommen sollen.“

„Gastgewerbe steht nicht für rosige Arbeitsbedingungen“

Wenn die gut ausgebildeten Fachkräfte in Anwalts- oder Arztpraxen die Büroorganisation übernehmen oder in Supermärkten zwei Euro mehr pro Stunde verdienen als in Hotels und Gaststätten, dürfe es niemanden überraschen, dass sich die Menschen neu orientierten. „Schon vor Corona stand das Gastgewerbe nicht gerade für rosige Arbeitsbedingungen. Unbezahlte Überstunden, ein rauer Umgangston und eine hohe Abbruchquote unter Azubis sind nur einige strukturelle Probleme. Die Unternehmen haben es über Jahre versäumt, die Arbeit attraktiver zu machen. Das rächt sich jetzt“, kritisiert Siebert.

„Es geht um einen Kulturwandel“

Wirte und Hoteliers hätten nun die Chance, die Branche neu aufzustellen. Zwar seien viele Firmen nach wie vor schwer durch die Pandemie getroffen. Doch wer künftig überhaupt noch Fachleute gewinnen wolle, müsse jetzt umdenken und sich zu armutsfesten Löhnen und besseren Arbeitsbedingungen bekennen. Dazu seien Tarifverträge unverzichtbar, unterstreicht Siebert: „Am Ende geht es um einen Kulturwandel. Auch Servicekräfte haben ein Recht darauf, vor dem Dienst zu wissen, wann Feierabend ist. Sie haben Anspruch auf eine anständige Bezahlung – unabhängig vom Trinkgeld. Und auf eine faire Behandlung durch den Chef.“

Paar Cent mehr für den Kaffee

Gastronomen, die das Mittagessen so günstig anböten, dass sie davon das Personal nicht mehr bezahlen könnten, machten ohnehin grundsätzlich etwas falsch. „Viele Gäste sind durchaus bereit, ein paar Cent mehr für die Tasse Kaffee zu bezahlen – gerade jetzt, wo den Menschen bewusst geworden ist, dass der Besuch im Stammlokal ein entscheidendes Stück Lebensqualität ist“, so Siebert.

Umfassende Finanzhilfen des Staates

Die Gewerkschaft NGG verweist zudem auf die umfassenden Finanzhilfen des Staates für angeschlagene Betriebe. So können sich Hotels und Gaststätten im Rahmen der Überbrückungshilfen in diesem Monat bis zu 60 Prozent der Personalkosten bezuschussen lassen, wenn sie Angestellte aus der Kurzarbeit zurückholen (Restart-Prämie). „Klar ist: Köchinnen, Kellner & Co. freuen sich darauf, endlich wieder Gäste empfangen zu können. Viele arbeiten mit großer Leidenschaft im Service. Auf diese Motivation können die Betriebe bauen – und sollten das Personal nicht erneut durch prekäre Löhne und schlechte Arbeitszeiten verprellen“, so Siebert weiter.

Dennoch darf man nicht vergessen, dass die Gastrobranche durch die Coronalockdowns schwer gebeutelt ist. Die Verluste, die durch die Coronahilfen teilweise nicht annäherend kompensiert werden konnten (so dürfen die Coronahilfen etwa nicht zur Bezahlung von Löhnen und Gehältern verwendet werden, was aber nicht selten ein großer Teil der monatlichen Ausgaben darstellt), müssen viele Gastronomen nun erst wieder hereinarbeiten.

Zwölf Prozent der Beschäftigen sind weg

Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit beschäftigte das Hotel- und Gaststättengewerbe im Hohenlohekreis zum Jahreswechsel 1.721 Menschen. Genau ein Jahr zuvor – vor Ausbruch der Coronavirus-Pandemie – waren es noch 1.957. Damit haben innerhalb von zwölf Monaten zwölf Prozent der Beschäftigten die Branche verlassen.

Quelle: Pressemitteilung der Gewerkschaft NGG




„Das ist nichts für schwache Nerven“

Kryptowährungen sind zurzeit in aller Munde – für viele sind sie die Geldanlage der Zukunft. Besonders bekannt: Bitcoin. Doch sobald US-Unternehmer Elon Musk einmal hustet, kann der Kurs in den Keller rauschen. Einer, der sich seit 2017 mit der Thematik beschäftigt, ist ein 49-jähriger Vater aus dem Kochertal. Er hat selbst erfolgreich in Kryptowährungen investiert und erzählt uns von seinen anfänglichen Zweifeln und Erfahrungen, die er letztlich gemacht hat. Sein Name ist der Redaktion bekannt, der Mann möchte diesen allerdings nicht veröffentlicht wissen.

„Papa, was ist eigentlich Bitcoin“

„Papa, was ist eigentlich Bitcoin, hat mich im April 2017 mein 14-jähriger Sohn gefragt“, erzählt der Mann. „Ich habe ihm gesagt, dass das eine digitale Währung im Internet ist und ich auch nicht mehr weiß.“ Der Junge daraufhin: „Aber Papa, der war vor ein paar Jahren keine fünf Euro wert und jetzt kostet er 1.500 Euro.“ Und wie es der Zufall will: Keine zwei Stunden später traf der Mann bei einem Bekannten auf einen Geschäftsmann, der sich mit Bitcoin auskannte und von dessen immenser Wertsteigerung sprach. „Da war mein Interesse geweckt und daheim habe ich gleich den Begriff Bitcoin gegoogelt“, so der Kochertäler weiter. „Ich wollte wissen, was es damit auf sich hat und was es so interessant macht. Vielleicht Betrug wie eine Art Schneeballsystem?“

Vielfältige Art von Veränderung

Bei seinen Recherchen entdeckte der Mann, dass mehrere Banken Bitcoin-Zertifikate anbieten, was ihn davon überzeugte, dass es sich dabei um etwas Seriöses handelt. „Daraufhin habe ich mich sehr intensiv mit Bitcoin, Kryptowährungen allgemein und der darauf basierenden Blockchain-Technologie auseinandergesetzt.“ Vier Monate später fühlte er sich ausreichend informiert und ist seither überzeugt: „Ich hatte festgestellt, welch vielfältige Art von Veränderung dies auf das Leben von allen Menschen haben kann.“

„Jeder sollte sich vorher einen Plan machen“

Im Juli 2017 investierte der Mann das erste Mal in Bitcoin – anfänglich eine geringe Summe. „Ich wollte sehen, wie es funktioniert.“ Nach oben oder unten gebe es kein Limit. Aber er findet auch: „Es ist wichtig, dass ich mich richtig in die Thematik eingearbeitet habe.“ Viele Menschen wüssten gar nicht, welche Möglichkeiten die Blockchain-Technologie bietet. „Die meisten sagen, Blockchain sind für mich drei große Fragezeichen“, sagt der 49-Jährige. Deshalb empfiehlt er jedem Neuling zum Einstieg das Youtube-Video „How blockchain is changing money and business“ von Don Tapscott (https://www.youtube.com/watch?v=Pl8OlkkwRpc&t=16s). „Und jeder sollte sich vorher einen Plan machen, wann und zu welchem Kurs er aussteigt und sich strikt daran halten.“

„Das ist regelrecht explodiert“

Für den Mann lief das Investment von Anfang an gut. Er hat auch auf andere Blockchains und andere Coins gesetzt und sagt: „Das ist regelrecht explodiert.“ Nach zwei Wochen hatte er das 30-fache seines ursprünglich investierten Geldes verdient. Über die genaue Höhe des Gewinns schweigt er sich allerdings aus. In erster Linie gehe es ihm sowieso um das System, denn „das fasziniert mich“. Mittlerweile sei er bei rund 50 verschiedenen Währungen involviert und sagt: „Da muss man Buch führen.“

Das Investment sollte breit gestreut werden

„Es gibt nicht den optimalen Zeitpunkt für den Einstieg“, sagt er und rät deshalb, „jeden Monat investieren, nicht alles auf einmal.“ Denn wenn man sein Investment breit streue, bekomme man letztendlich einen Durchschnittswert. Verlieren könne man nur, wenn man unter dem ursprünglichen Einstiegskurs aussteigt. Außerdem sollten Leute, die sich nicht auskennen, nur in Bitcoin investieren, denn das sei „der sichere Hafen, quasi die Mutter aller Kryptowährungen“. Der Kauf von Kryptowährungen sei zurzeit noch steuerfrei. Wer seine Währungen weniger als ein Jahr hält, muss diesen Verkauf mit seinem persönlichen Steuersatz versteuern. „Das wird sich aber ändern, denn der Gesetzgeber will die Haltefrist verlängern.“

„Einfach liegen lassen“

Allerdings sollte man sich darüber im Klaren sein, dass die Kryptowährungen starken Schwankungen sowohl nach oben als auch noch unten unterliegen können. „Die Volatilität bei Kryptowährungen ist enorm“, so der Mann. „Das ist nichts für schwache Nerven.“ Ihn selbst aber mache das nicht nervös, weil er wisse, was hinter Bitcoin steckt. Trotzdem beschäftige er sich täglich damit. „Vom Gewinn nehme ich einen Teil raus, den anderen investiere ich weiter oder ich tausche in andere Coins, je nach Kurs“, sagt er. Doch wer sich nicht auskennt, dem rät er: „Einfach liegen lassen.“

Bei Bitcoin gibt es keinen zentralen Angriffspunkt

Der Mann zählt drei Hauptrisiken auf beim Umgang mit Kryptowährungen: Hacker können den Sicherheitscode knacken, mit dem die Investments geschützt sind. Allerdings sei das bei Bitcoin unmöglich, weil die dezentral auf mehrere Millionen Rechner verteilt seien. Darum gebe es keinen zentralen Angriffspunkt. Kursschwankungen seien ein weiteres Risiko, mit dem aber jeder Anleger auch beispielsweise bei Aktien rechnen müsse. Und letztendlich könne es immer auch zu einem Internetausfall kommen, durch den der Anleger von seiner „Droge“ abgeschnitten werde.

Der Empfänger ist längst bekannt

Der Mann versucht auch, mit Vorurteilen aufzuräumen. So würden laut verschiedener Studien 85 Prozent der weltweiten illegalen Transaktionen in US-Dollar abgewickelt. Der Anteil von Überweisungen mit Bitcoin und anderen Kryptowährungen sei hier verschwindend gering. Am Ende der Bezahlkette mit Kryptowährungen muss fast immer eine Bank stehen, mit deren Hilfe die Währung umgetauscht werden kann. Doch zur Eröffnung eines Bankkontos müsse man seine persönlichen Daten angeben. Das heißt, wenn ein Betrag in Kryptowährung eingeht, ist der Empfänger längst bekannt.

Betrieb mit erneuerbaren Energien

„Es ist schon richtig, dass das Bitcoin-Schürfen unglaublich viel Strom verbraucht“, gibt der Mann zu – aktuell sei das etwa so viel wie der ganze niederländische Staat in einem Jahr. „Doch etwa 40 Prozent dieses Stroms stammen aus erneuerbaren Energien.“ So werde Europas größte Mining-Farm in Island ausschließlich mit erneuerbaren Energien betrieben. Der Mit-Gründer und Geschäftsführer der Genesis Group, Marco Streng, hat ein hauseigenes Geothermie-Kraftwerk aus Bitcoin-Erträgen finanziert. Der überflüssige Strom fließt in das nationale Stromnetz.

Einkauf bei Aldi

Kryptowährungen haben aber auch ganz praktische Seiten: „Man kann im Internet alles damit bezahlen.“ Doch auch bei Aldi könne man damit einkaufen oder ganz normal am Automat Geld abheben – dann mithilfe einer Kreditkarte.

Als Einstiegsplattform, um Kryptowährungen zu kaufen, bietet sich binance.de an.

Text: Sonja Bossert

 

 




Wie frei ist die Presse wirklich?

Das Thema „mediale Zensur“ polarisiert. Ganz besonders während des letzten Jahres haben sich die Debatten zwischen Menschen, die ihre Grundrechte gefährdet sehen und denen, die sagen „Zensur? Das gibt es doch höchstens in Nordkorea“ enorm zugespitzt, sich gar zu einem emotionalen Pulverfass entwickelt. Hier möchte ich von meinen kürzlich gemachten Erfahrungen im Hohenlohekreis berichten.

Youtube übt Meinungsdiktatur aus

Immer wieder erscheinen sogenannte „Re-uploads“ auf YouTube, Facebook und anderen zugehörigen Seiten, die der Datenkrake angehören. „Re-uploads“ sind, wie der Name schon sagt, Beiträge, die ein zweites Mal hochgeladen werden müssen, weil sie von der Plattform, mit der Begründung „gegen Community-Richtlinien zu verstoßen“ entfernt wurden. Wer hierbei an Hitlergruß oder Hakenkreuz denkt – weit gefehlt! Auch unser Magazin wurde im vergangenen Jahr Opfer dieser Zensur. Es ging um ein Interview mit der Initiatorin der Querdenken-Kundgebungen in Öhringen. Sie hat, ganz offensichtlich, einfach ihre persönliche Meinung vertreten und – Überraschung – das Video wurde wenig später wegen vermeintlichen „Verstoßes gegen die Community-Richtlinien“ gelöscht. Das ist fatal, denn die Aufgabe der Presse besteht ja gerade darin, mit verschiedenen Parteien zu sprechen, die verschiedenen Meinungen zu veröffentlichen, und somit dem Leser die Chance auf eine ausgewogene, kritische persönliche Meinungsbildung zu geben. Es geht eben NICHT darum, eine vorgefertigte Meinung vorzukauen in der Hoffnung, dass diese artig wiederholt wird. Darum ist es sogar die Pflicht der Presse, das Gespräch mit polarisierenden Menschen zu suchen – wie der Leser schließlich dazu steht, bleibt ihm selbst überlassen. Wir für unseren Teil haben höchstes Vertrauen in das Urteilsvermögen unserer Leser. Wenn YouTube das nicht hat, finde ich das bedenklich. Die Einmischung von YouTube & Co. in die Inhalte der freien Presse hat somit einen meinungsdiktatorischen Charakter, der Anlass zur Sorge bietet.

Politik spricht sich selber jegliche Medienkompetenz ab

Dann gibt es noch die andere Seite der Zensur, die mindestens genauso besorgniserregend ist und die ich auch am eigenen Leib erfahren habe. Weniger anonym als die dubiose Durchsetzung der „Community-Richtlinien“, aber genauso erschütternd. Auf einer Veranstaltung im Hohenlohekreis, unter anderem mit Abgeordneten des Landtages, also Berufspolitikern (!), bat mich der Verantwortliche ziemlich eindringlich, doch bitte „die Zwischentöne außen vor zu lassen“ und mich ausschließlich „auf die offiziellen Informationen zu beschränken“, die dort kommuniziert wurden. Sprich: Zahlen, Daten, Fakten. Um an diese zu gelangen, kann man auch einfach die jeweilige Pressemitteilung lesen und wir können uns unsere journalistische Arbeit sparen. Ich war ein wenig vor den Kopf gestoßen und habe erst einige Stunden später die Tragweite dieser Art des Umgangs mit Journalisten realisiert.

Wenn die Presse aufpassen muss, was sie schreibt und die Politiker nicht mehr aufpassen müssen, was sie sagen …

Wenn die Presse aufpassen muss, was sie schreibt und die Politiker nicht mehr aufpassen müssen, was sie sagen, dann sind wir in einer Gesellschaft angekommen, in der unseren Politiken jegliche Kompetenz abgesprochen wird. Wenn demnach selbst die eigenen Mitarbeiter der Auffassung sind, dass ihre gewählten Volksvertreter, die in öffentlichen Auftritten geschult sind, nicht in der Lage sind, sich eine halbe Stunde lang so zu benehmen, dass ihr Verhalten und ihre Aussagen kein negatives Licht auf sie werfen, dann ist das mehr als traurig.

Ein Kommentar von Priscilla Dekorsi




Realschule Künzelsau: Positiver Effekt von Luftreinigern

Seit zwei Wochen gilt nun die Lockerung der Maskenpflicht an den Schulen in Baden-Württemberg: Bei einer Inzidenz unter 35 ist die Maskenpflicht im Klassenzimmer aufgehoben. Am 4. Juli 2021 lag kein Landkreis in Baden-Württemberg mehr über dieser Schwelle.

Ausnahme: Positiver PCR-Test in der Schule

Eine Ausnahme gibt es: Gibt es an der Schule einen positiven PCR-Test, gilt die Maskenpflicht im Klassenzimmer wieder, so lange, bis es 14 Tage lang keinen weiteren positiven PCR-Test gibt. Dieser Fall ist an einer Künzelsauer Schule bereits eingetreten.

Kultusministerin Schopper denkt vor allem an die Schüler

Die weiteren Hygienemaßnahmen, wie Desinfektion und Lüften, blieben aber bestehen, darauf legt die neue Kultusministerin Theresa Schopper (Grüne) Wert. Sie hält daher die Lockerung für vertretbar, auch da das Lehrpersonal zu einem großen Teil geimpft sei und ist derMeinung: „Angesichts der niedrigen Inzidenz und der Absicherung über die Testpflicht, durch die jeder Lehrer sowie jeder Schüler und jede Schülerin an den Schulen zweimal wöchentlich getestet wird, können wir die Maskenpflicht an den Schulen vorsichtig lockern.“ Sie denkt dabei vor allem an die Schüler: „Es ist mir wichtig, dass wir bei Lockerungen auch an die Kinder und Jugendlichen denken. Sie mussten in der Pandemie zurückstecken, um die Älteren zu schützen, deswegen müssen wir sie jetzt auch bei Lockerungen berücksichtigen und ihnen Belastungen nehmen, wenn dies vertretbar ist und obgleich die Masken natürlich grundsätzlich einen wichtigen Schutz darstellten.“

Kretschmann ists trotzdem „ganz mulmig“

Trotz der aktuell niedrigen Inzidenz in Baden-Württemberg ist Ministerpräsident Kretschmann, wie man ihn kennt, vorsichtig: Insbesondere die Bilder mit feiernden Fußballfans bei der Europameisterschaft gehen ihm nicht aus dem Kopf. „Wenn ich diese Bilder sehe, ist mir da ganz mulmig“, sagt er. Aufgrund der „erhöhten Reisetätigkeit“ befürchtet er, dass Urlauber das Coronavirus, insbesondere die Delta-Variante, aus den Reiseländern, wo die Inzidenz teilweise deutlich höher als in Deutschland ist, mitbringen.
Daher kündigte er für die ersten zwei Schulwochen nach den  Sommerferien eine verbindliche Maskenpflicht an den Schulen in Baden-Württemberg an, unabhängig von der lokalen Inzidenz. Mit dieser Massnahme will er verhindern, dass sich möglicherweise mitgebrachte Viren im Unterricht verbreiten können und einen möglichst ungehinderten Schulbetrieb gewährleisten. Das teilte Kretschmann vor der Regierungspressekonferenz mit. Einige Wissenschaftler hätten die vierte Welle vorausgesagt, „und sie hatten meistens recht“, so Kretschmann.

Frühzeitige Information über Maßnahmenpakete notwendig

Rainer Süßmann, kommissarischer Schulleiter der Künzelsauer Georg-Wagner-Schule, kann die Ankündigung Kretschmanns nachvollziehen. „Im Moment sind wir alle froh, die Masken in den Klassenzimmern ausziehen zu können. Wenn die Anordnung so kommt, dann setzen wir  das auch um, der Effekt ist unstrittig, letztlich ist das nachvollziehbar.“ Allerdings fordert er, dass die Schulen über die Maßnahmen frühzeitig informiert würden, das war während des letzten Schuljahrs nicht immer der Fall.

Luftreiniger notwendig und sinnvoll

Im Gespräch verweist er auf den Effekt der Luftreiniger, die an der Georg-Wagner-Schule bereits erprobt wurden. Der Effekt sei, insbesondere in Räumen, die nicht gut zu lüften sind, deutlich spürbar. Die Landesregierung hat für „Anfang dieser Woche“ eine Aussage dazu angekündigt, wie es mit der Förderung von Luftreinigern für die Schulen in Baden-Württemberg weitergehen wird.

Text: Matthias Lauterer

 

Winfried Kretschmann bei einem Besuch im Hohenlohekreis im Juni 2020. Foto: GSCHWÄTZ

 




Testzentren: Kripo Künzelsau & Polizei Öhringen ermittelten wegen einem möglichen Betrugsfall

Bei einer kleinen Anfrage, die der AfD-Landtagsabgeordnete Anton Baron an das Gesundheitsministerium von Baden-Württemberg gestellt hat, kam zu Tage, dass zwei Kontrollen bei einem Testzentrum im Hohenlohekreis durch das Gesundheitsamt Hohenlohekreis stattgefunden haben. In einem weiteren Fall ist dem dortigen Gesundheitsamt eine Kontrolle durch die Ortspolizeibehörde Öhringen angekündigt worden. Des Weiteren ermittelte die Polizeidirektion Öhringen gemeinsam mit der Kriminalpolizei Künzelsau und der Staatsanwaltschaft in einem möglichen Betrugsfall.

Anbei lesen Sie die gesamte Anfrage mit den Antworten von Manfred Lucha, dem baden-württembergischen Gesundheitsminister:

1. Wie viele Corona-Testzentren gibt es im Hohenlohekreis?

Mit Stand 29.06.2021 gab es im Hohenlohekreis 40 Testzentren (inkl. Ärzten und Apotheken). Einzelne Testzentren haben ihren Betrieb bereits aufgegeben.

2. Wer betreibt die Testzentren im Hohenlohekreis (bitte nach Betreiber und Zeitpunkt
des Beginns aufschlüsseln)?

Eine Übersicht über die Betreiber ist als Anlage beigefügt (siehe Anlage).

3. Wie viele Corona-Schnelltests bzw. PCR-Tests sind in den Testzentren nach Frage 1
seit Januar 2021 jeweils durchgeführt und gegenüber wem abgerechnet worden?

An die Gesundheitsämter wird lediglich die Anzahl der durchgeführten Bürgertests gemeldet. Über die Anzahl durchgeführter PCR-Tests oder anderweitig durchgeführte Schnelltests kann daher keine Aussage getroffen werden. In der Anlage sind die Testzahlen der
durch die Allgemeinverfügung als weitere Leistungserbringer beauftragten Testzentren bis einschließlich KW 24 dargestellt. Die Abrechnung erfolgt über die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg. Die Gesundheitsämter sind daran nicht beteiligt.

4. Sind Unregelmäßigkeiten im Rahmen der Abrechnungen der Corona-Tests für den Hohenlohekreis bekannt (bitte nach Art der Unregelmäßigkeit und nach Ort auflisten)?

Da die Abrechnung der Testungen vollständig über die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg erfolgt, sind dem Gesundheitsamt Hohenlohekreis keine Unregelmäßigkeiten bei der Abrechnung bekannt.

5. Wie viele Tests im Hohenlohekreis haben ein positives Corona-Ergebnis ergeben (bitte nach Art des Tests, Testzentrum und Kalenderwoche unterteilen)?

Den Gesundheitsämtern werden nur die Anzahl der positiven Bürgertests übermittelt.
Diese sind in der Anlage ersichtlich. Über die Art des Tests (Schnell- oder Selbsttest bzw.
Hersteller) kann keine Aussage getroffen werden, da uns diese Information nicht übermittelt wird.

6. Fanden Kontrollen der Testzentren durch das Gesundheitsamt Hohenlohekreis bzw. anderer staatlichen Behörden statt (bitte entsprechende Kontrollinstanzen auflisten)?

Bislang haben anlassbezogen zwei Kontrollen bei einem Testzentrum im Hohenlohekreis durch das Gesundheitsamt Hohenlohekreis stattgefunden. In einem weiteren Fall ist dem dortigen Gesundheitsamt eine Kontrolle durch die Ortspolizeibehörde Öhringen angekündigt worden. Des Weiteren ermittelte die Polizeidirektion Öhringen gemeinsam mit der Kriminalpolizei Künzelsau und der Staatsanwaltschaft in einem möglichen Betrugsfall. Obweitere Kontrollen durch andere staatliche Behörden durchgeführt wurden, ist nicht bekannt.

So viel Coronatests wurden bislang in den einzelnen Testzentren gemacht. Quelle: Baden-württembergisches Gesundheitsministerium




Hat ein Mann uriniert oder Jugendliche belästigt? Kriminalpolizei Künzelsau ermittelt

Ob ein Mann am Freitagnachmittag, den 02. Juli 2021, in Künzelsau verbotswidrig uriniert oder eine Jugendliche belästigt hat, ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen des Kriminalkommissariats Künzelsau. Eine Zeugin beobachtete gegen 15.45 Uhr als sie den Radweg auf der Kocherbrücke befuhr, wie ein Mann am Kocher stand und augenscheinlich sein Geschlechtsteil in der Hand hielt.

Zeitgleich stand am Ende der Kocherbrücke eine zirka 15 Jahre alte Jugendliche. Die Zeugin beobachtete die Situation noch eine Weile und konnte sehen wie das zirka 165 Zentimeter große, mit einem lila Tanktop und grauen Jogginghose gekleidete Mädchen davonging. Auch der Mann, der als zirka 40 bis 45 Jahre alt und 175 Zentimeter groß mit kräftiger Statur beschrieben wird, radelte kurz darauf in Richtung Würzburger Straße davon. Der Unbekannte soll außerdem dunkelblonde bis braune Haare und eine hohe Stirn haben. Am Freitagnachmittag trug er ein orangefarbenes Trägershirt, eine kurze Flecktarnhose, schwarze Schuhe und einen schwarzen Rucksack. Die Polizei bittet die beschriebene zirka 14 oder 15 Jahre alte Jugendliche sowie weitere Zeugen des Vorfalls, sich unter der Telefonnummer 07940 9400 zu melden.




Starker Alkoholgeruch

Niedernhall: Mit über einem Promille unterwegs

Ein junger Mann wurde am Sonntagabend, den 04. Juli 2021, gegen 18.45 Uhr, dabei erwischt, wie er alkoholisiert mit seinem Auto gefahren war. Das geht aus einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn hervor.

Der 23-Jährige war mit seinem VW Golf auf der Landstraße von Niedernhall kommend in Fahrtrichtung Criesbach unterwegs. Die Besatzung eines Streifenwagens wurde auf den WV aufmerksam, als dieser mehrere Fahrzeuge mit überhöhter Geschwindigkeit über Sperrflächen überholte.

Vor Criesbach kontrollierten die Beamten den 23-Jährigen und nahmen dabei starken Alkoholgeruch wahr. Ein von dem VW-Fahrer durchgeführter Alkoholtest zeigte einen Wert von über 1,3 Promille an. Nach dieser Feststellung musste der junge Mann die Polizisten zur Blutentnahme ins Krankenhaus begleiten. Er muss außerdem mit einer Anzeige rechnen.