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Das macht die Jugend in ihren Sommerferien

Die Jugendlichen sind sich einig.

Corona bringt vieles an Negativem mit sich und verdirbt so manchen Spaß. Besonders die Jugendlichen mussten sehr darunter leiden. Und dann gibt es da ja noch die Sommerferien die in kürzester Zeit bevorstehen. GSCHWÄTZ hat hierzu eine Umfrage unter den Jugendlichen gestartet, um herauszufinden, was die Jugend von heute in ihren Ferien plant und worauf sie sich am meisten Freuen. In den meisten Punkten und Plänen waren sich die Jugendlichen einig.

„Ich muss gezwungenermaßen mitgehen.“

Der 15-jährige Luca Weidner hat bisher noch nicht viel geplant. Außer dem Urlaub der mit seinen Eltern ansteht. „Es geht nach Frankreich.“ Aber begeistert klingt der 15-Jährige nicht. „Ich muss gezwungenermaßen mitgehen.“ Er wäre lieber zu Hause geblieben, denn nichts Spannendes tun und dann noch mit den Eltern, geht gar nicht. Für ihn ist jedoch nach dem Urlaub sicher, „Ich will mich auf jeden Fall mit meinen Freunden treffen.“

Was soll man denn auch groß sonst machen?

Auch die beiden Brüder Marvin und Dennis Rieger, aus Künzelsau wollen in ihren Sommerferien viel mit Freunden machen. „Was soll man denn auch groß sonst machen“, sagt Dennis, 17. Auch ist er viel Zuhause bei sich. „Ich bin eher der Typ der gerne Zuhause ist, deswegen finde ich es nicht schlimm, dass wir nicht in den Urlaub gehen. Ich vermisse es nicht in den Urlaub zu gehen.“ Sein Bruder Marvin, 15, sieht das ähnlich, auch er bleibt, anstatt in den Urlaub zu gehen, lieber zu Hause und unter seinen Freunden.

„Ich habe das vermisst in der Corona Zeit.“

Der 19-jährige Marc aus Criesbach hat bisher ebenfalls auf die Planung seiner Sommerferien verzichtet. „Aufgrund wegen Corona kann man im Moment ja nicht viel planen.“ Aber dennoch hätte der Criesbacher Lust in den Urlaub zu gehen. „Wo weiß ich noch nicht, aber es wäre schön mal wieder in den Urlaub zu gehen. Ich habe das vermisst in der Corona-Zeit.“  Verständlich, wenn man bedenkt wie viele Urlaube wegen Corona schon ins Wasser gefallen sind und bei dem Wetter in Deutschland bekommt man Sehnsucht nach den warmen Urlaubsländern. „Aber ich treffe mich sicher mit Freunden auch mal am See und nicht nur zu Hause.“

Anderes Highlight wie bei den anderen Jugendlichen

Urlaub geplant hat dagegen Phillipp Schmidt aus Harsberg. Er geht mit seiner Familie in der Mitte der Ferien und das für zwei Wochen. „In den ersten beiden Wochen der Ferien habe ich vor einen Ferienjob zu machen, um mir ein bisschen Geld nebenher zu verdienen.“ Darum kümmert sich der 16-Jährige aktiv. Aber sein Highlight ist ein anderes wie bei den meisten. „In meinen Freien Stunden werde ich viel mit Freunden machen, das hat mir während Corona auch am meisten gefehlt, deswegen freue ich mich so sehr auf diese Zeit in den Ferien.“

Jugendliche planen nichts mehr

Insgesamt habe ich bei dieser Umfrage bemerkt, dass die Jugendlichen nichts mehr planen. Sie zucken mit den Schultern, wenn man sie fragt was genau sie in den Sommerferien vorhaben und geben nur sehr schwer etwas preis. Ob es an der Ungewissheit liegt, die mit Corona verbunden ist oder ob sie es einfach nicht erzählen wollen, ist fraglich. Aber man merkt sehr schnell, dass die Jugendlichen ihre sozialen Kontakte pflegen wollen und mit Gleichaltrigen ihre Freizeit verbringen möchten. Das ist nachvollziehbar nach dem langen Lockdown. Denn die sozialen Kontakte haben sehr gelitten und es ist schön für die Jugendlichen, ihre Zeit mit ihren liebsten Freunden und mit der Clique wieder „legal“ verbringen zu dürfen.

Text: Cora-Lee Pusker




Pssst …. das darf doch alles keiner wissen

Transparenz, Transparenz, Transparenz: Das versprechen Politiker jeglicher Couleur vor jeder Wahl in ihren Wahlkampfreden – nach der Wahl fordern sie die Transparenz in aller Regel nur noch vom politischen Gegner ein. Auch der Künzelsauer Bürgermeister Stefan Neumann hat bei seiner Kandidatur für das Amt des Oberbürgermeisters von Backnang sinngemäß mit der Transparenz seiner Amtsführung geworben – wenngleich er das Wort auf seiner Webseite nicht explizit verwendet hat.
In Künzelsau erscheint seine Amtsführung hingegen oftmals reichlich intransparent, ja regelrecht geheimniskrämerisch. Das PEKA-Areal, bestimmendes stadtpolitisches Thema seit gut 20 Jahren, zeigt diese Intransparenz sehr gut:

Transparenz vs. Geheimniskrämerei

Was ist geschehen: Auf dem PEKA-Areal wurde Abrißmaterial des ehemaligen Kaufhauses zur Verfüllung des Geländes nach dem Abriß verwendet. Dieses Material ist, so hat sich herausgestellt, wohl kontaminiert, obwohl es das nicht hätte sein sollen. Neumann berichtete im Gemeinderat von einer entsprechenden Vereinbarung mit den Alteigentümern. Jetzt ist Neumann mit den vorherigen Eigentümern in Kontakt … das ändert aber nichts an der Kontamination und der Tatsache, dass die Entsorgungskosten deutlich in die Höhe gehen.

Erst wird das Thema gegen den Willen des Gemeinderats, der mit 11:9 Stimmen für eine öffentliche Beratung gestimmt hat, nichtöffentlich beraten. In der Folgesitzung wird das Thema mit einer kurzen vorbereiteten Erklärung, die viele Fragen offenließ, nicht be-, sondern regelrecht abgehandelt.

Auf der Hand liegende Fragen werden gar nicht erst angesprochen

Auch wenn man ja niemanden vorverurteilen soll, wie auch Bürgermeister Neumann in seinem Statement betont, fragt man sich doch, warum der Bürgermeister einige auf der Hand liegende Fragen in seinem Statement gar nicht erst aufwirft, geschweige denn beantwortet:

  1. Warum wurde nicht bereits bei der Einlagerung des Materials eine Verprobung durchgeführt? Dies wäre bereits damals eine elementare Vorsichtsmaßnahme der Stadt gewesen, um sich vor der heute eingetretenen Situation zu schützen. Die Folge könnte eine Verjährung eventueller zivilrechtlicher Ansprüche gegen die ehemaligen Eigentümer sein, falls die Vereinbarung, von der Stefan Neumann im Gemeinderat gesprochen hat, angewendet werden könnte.
  2. Warum wurde von der Stadt Künzelsau bisher keine Strafanzeige erstattet? Der §324a StGB Bodenverunreinigung sowie der §326 StGB unerlaubter Umgang mit Abfällen hätten genügend Anlass geboten, eine Strafanzeige zu erstatten. Beides sind schließlich schwere Straftaten. Ein Bürgermeister als Leiter der Ortspolizeibehörde wäre wohl zur Anzeigeerstattung qua Amtes verpflichtet gewesen.
  3. Und warum wird die Bevölkerung nicht wenigstens umfassend und proaktiv von Bürgermeister und Stadtverwaltung über Menge und Art der Schadstoffe informiert, die jetzt mehrere Jahre in der Innenstadt gelagert waren und denen die Bevölkerung möglicherweise ausgesetzt war?

Die Bevölkerung hat ein Recht auf Information

Die Bevölkerung hat ein Recht auf Aufklärung: Es könnte ja sein, dass sie jahrelang Stoffen ausgesetzt war, die zu gesundheitlichen Schäden führen können. Die Stadtverwaltung weiß offenbar, welche Schadstoffe aufgefunden wurden – sie ist zumindest moralisch in der Pflicht, die Bevölkerung darüber aufzuklären.

Die Stadtverwaltung ist gegenüber der Presse zur Auskunft verpflichtet

Es ist unbestreitbar, dass das Thema PEKA-Areal in und für Künzelsau von erheblichem öffentlichem Interesse ist. Das zeigt sich daran, dass die Presse ein ganzes Jahrzehnt schon drüber berichtet oder dass sich Bürgermeister Neumann im Wahlkampf auf dem Grundstück fotografieren ließ. Gesetzlich ist die Stadtverwaltung daher in der Pflicht, auf eine konkrete Presseanfrage eine konkrete Antwort zu geben. Die Frage nach Art und Menge der Schadstoffe ist sicher kein Grund, die Auskunft zu verweigern, das ist nur möglich, soweit

1. hierdurch die sachgemäße Durchführung eines schwebenden Verfahrens vereitelt, erschwert, verzögert oder gefährdet werden könnte oder, 2. Vorschriften über die Geheimhaltung entgegenstehen oder 3. ein überwiegendes öffentliches oder schutzwürdiges privates Interesse verletzt würde oder 4. ihr Umfang das zumutbare Maß überschreitet.

GSCHWÄTZ hat bei der Pressestelle der Stadt Künzelsau nachgefragt:

  • Welcher Art ist die festgestellte Kontamination? Welche Schadstoffe wurden festgestellt?
  • Welche Materialien enthalten diese Schadstoffe (beispielsweise Betonreste, Verkleidungen, Mineraldämmungen etc)?
  • Wieviel Schutt (m³ oder Tonnen) wurden als kontaminiert festgestellt?
  • Von welchen Mehrkosten für die Entsorgung geht man derzeit aus?

Die Antwort von Helen Bühler auf diese konkreten Fragen ist nichts- und gleichzeitig vielsagend:

Es wurde durch Untersuchungen festgestellt, dass der Aushub der Baugrube im April 2021, der zum Teil aus Abbruchmaterial besteht, mit Schadstoffen belastet ist.
Das beim Baustart ausgehobene Material wurde nach einem mit dem Landratsamt Hohenlohekreis abgestimmten Aushub- und Entsorgungskonzept behandelt. Die Aushubarbeiten wurden von einem Fachbüro überwacht und das Material nach einem Rasterschema beprobt. Ein zweites, ebenfalls von der Stadtverwaltung beauftragtes Fachingenieurbüro hat die Aushubbegleitung, das Material und die Entsorgung in der Zwischenzeit nochmals begutachtet und dort ein einwandfreies Vorgehen bestätigt.
Jetzt steht die Stadtverwaltung Künzelsau mit den damals Beteiligten in Kontakt, um zu klären, wie das belastete Material in die Baugrube gekommen ist. Beim jetzigen Verfahrensstand können keine Namen der Beteiligten genannt werden, um eine Vorverurteilung zu vermeiden. Sobald die Untersuchung des Sachverhalts abgeschlossen ist, wird die Stadt die Öffentlichkeit weiter unterrichten.

Nicht eine der gestellten Fragen wurde beantwortet – stattdessen flieht man in leere Worthülsen, die noch weniger Information enthalten als die Erklärung von Bürgermeister Neumann vor dem Gemeinderat. Eine Begründung, warum die Verwaltung die Aussage verweigert, wird nicht gegeben.
Die Untersuchung dieses Sachverhalts kann lange dauern … allein die Staatsanwaltschaft rechnet damit, einige Monate zur Vorermittlung zu benötigen. Solange will Bürgermeister Neumann und seine Verwaltung also die Bevölkerung über mögliche Gesundheits- und Umweltgefährdungen im Unklaren lassen?

Intransparenz oder Vertuschung?

Vor vielen Jahren sang der Kabarettist Hans Scheibner: „Hauptsache, es quatscht nicht einer, das macht doch nichts, das merkt doch keiner.“ Bei einer solchen Informationspolitik der Stadt Künzelsau, die diesen Namen eigentlich gar nicht verdient, fragt sich selbst der Wohlmeinendste, ob hier noch einfache behördenübliche Intransparenz vorliegt oder ob hier zielgerichtet ewas vertuscht werden soll.

GSCHWÄTZ hat bei Bürgermeister Neumann um einen Interviewtermin zum Thema gebeten, aber noch keine Antwort erhalten. Er sei noch nicht dazu gekommen.

Kommentar: Matthias Lauterer




Auf Verjährung kann hier keiner hoffen: „Unerlaubter Umgang mit Abfällen“ ist ein Dauerdelikt .

Die Staatsanwaltschaft und Polizei Heilbronn ermitteln zwischenzeitlich zum Thema „PEKA-Areal“ (GSCHWÄTZ berichtete) wegen eines Umweltdeliktes. Offenbar hat die Stadt Künzelsau nicht selbst Strafanzeige erstattet, laut Polizeisprecher Gerhard Olma wurden die Ermittlungen von Amts wegen aufgrund von „Kenntnisnahme“ aus der Presse aufgenommen. Staatsanwalt Harald Lustig von der Staatsanwaltschaft in Schwäbisch-Hall drückt es so aus, dass die Pressemeldungen die Staatsanwaltschaft „bösgläubig gemacht“ hätten und deshalb Vorermittlungen aufgenommen worden seien.

Unerlaubter Umgang mit Abfällen

Er betont, dass man sich noch im Stadium der Vorermittlungen befinde, insbesondere werde überprüft, ob überhaupt eine strafbare Handlung vorliegt und wer gegebenenfalls für die giftige Müllablagerung verantwortlich sein könnte – was vermutlich auch nicht so einfach zu klären ist. Er nennt den §326 StGB unerlaubter Umgang mit Abfällen als möglicherweise einschlägigen Paragraphen:

Wer unbefugt Abfälle, die
(…)
2. für den Menschen krebserzeugend, fortpflanzungsgefährdend oder erbgutverändernd sind,
(..)
4. nach Art, Beschaffenheit oder Menge geeignet sind,
a) nachhaltig ein Gewässer, die Luft oder den Boden zu verunreinigen oder sonst nachteilig zu verändern oder
b) einen Bestand von Tieren oder Pflanzen zu gefährden,

außerhalb einer dafür zugelassenen Anlage oder unter wesentlicher Abweichung von einem vorgeschriebenen oder zugelassenen Verfahren sammelt, befördert, behandelt, verwertet, lagert, ablagert, ablässt, beseitigt, handelt, makelt oder sonst bewirtschaftet, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Weitere Tatbestände kännten sich möglicherweise aus speziellen Umweltgesetzen ergeben.

Hoher Strafrahmen

Das Strafmaß von „Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren“ zeigt, dass der Gesetzgeber derartige Straftaten als sehr schwerwiegend einschätzt, dasselbe Strafmaß steht zum Beispiel auf Körperverletzung.

Verjährung bereits eingetreten?

Der Abriss des PEKA-Kaufhauses und danach die Verbringung des kontaminierten Materials in die Erde hat ab dem Jahr 2015 stattgefunden – erst im Jahre 2021 wurde das Material wieder ausgegraben. Es könnte also sein, dass zwischen Verbringung und Entdeckung bereits mehr als fünf Jahre vergangen sind. Verjährung muss aber dennoch nicht eingetreten, sein, denn, so sagt es Lustig: „Der §326 ist ein Dauerdelikt“, die Verjährungsfrist würde – würde sich eine Strafbarkeit nach diesem Paragraphen ergeben – also erst seit dem Ende der Lagerung „außerhalb einer dafür zugelassenen Anlage“ im Jahre 2021 laufen.

Text: Matthias Lauterer




„Ich wollte einfach helfen“

Wer die Nachrichten in den vergangenen zwei Wochen verfolgt hat, ist meist sprachlos und kann es nicht fassen: In Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz, später in Bayern und Sachsen sind ganze Ortschaften überflutet worden. Viele Menschen haben ihr ganzes Hab und Gut verloren, manche sogar Angehörige. Über 150 Tote sind mittlerweile zu beklagen, einige Menschen werden immer noch vermisst.

Bundesweite Auktion

Um der schieren Not zu begegnen und Geld für Spenden zu sammeln, haben sich verschiedenste Handmade-Unternehmer – Künstler, Kunsthandwerker und kleine Kunstlabels aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz – unter dem Namen „Handmade hilft“ zusammengeschlossen und eine bundesweite Auktion gestartet. Über die Facebook-Seite https://www.facebook.com/groups/253551356202651 können Schmuck, Deko-Artikel aus Holz oder altem Papier, Gehäkeltes, selbstgenähte Accessoires für Kinder, Artikel für Tiere, Fotografien, Bilder und vieles mehr ersteigert werden. Es gibt auch schon Kleinigkeiten für zwei bis drei Euro.

Anbieter aus Hohenlohe

Auch Anbieter aus der Region machen bei der Auktion mit: Die Krautheimerin Milena Albrecht ist mit ihrem Label Milenas Handmade Schätze dabei. Sie hat bereits drei Auktionen durchgeführt und ist soeben in die vierte gestartet. „Ich wollte einfach helfen“, sagt die Mutter eines Dreijährigen. „Die Bilder, die man da überall zu sehen bekommt, sind so schlimm.“ Die gelernte Informatikkauffrau betreibt ihr Label seit fast einem Jahr und kennt die Initiatoren von „Handmade hilft“ von anderen Facebook-Gruppen. Sie stellt Karten her, häkelt und lasert verschiedenste Gegenstände wie Holz oder Spiegel – „alles hauptsächlich individuell auf Kundenwunsch“.  Zum Kunsthandwerk kam sie während ihrer Elternzeit und als sie die Deko für ihre Hochzeit selbst herstellte. Das Label betreibt sie im Nebenerwerb als Kleingewerbe.

Der Gruppe verbunden ist auch die Pfedelbacherin Louise Müller mit ihrem Label Lous Naturkosmetik. Sie hat allerdings noch keine Auktion durchgeführt, sondern spendet selbst direkt an die Organisation „Aktion Deutschland Hilft/Bündnis deutscher Hilfsorganisationen“ – und zwar 40 Prozent vom Verkaufserlös ihres „100g festes Kräuter-Shampoo“.

Private Gruppe

Ins Leben gerufen wurde die Aktion von den Kunsthandwerkerinnen Katrin Anslinger und Claudi Silzle. „Mein Mann ist gleich in der ersten Woche zum Helfen hingefahren und erzählte, dass in den betroffenen Gebieten nichts mehr steht“, sagt Anslinger. Sie lebt in der Nähe von Mainz und stellt unter ihrem Label Einzik-Art Schmuck aus Draht, Steinen und Perlen her. Mitstreiterin Silzle wohnt im Schwarzwald. Für ihr Label CC Wohnkultur fertigt sie Deko-Artikel aus Holz. „Wir haben eine ganz neue Facebook-Gruppe erstellt, auf der wir die jeweiligen Anbieter und ihre Angebote sammeln.“ Mittlerweile hat die Gruppe bereits 786 Mitglieder.  Die Anbieter müssen aber Gewerbetreibende sein und eine eigene Facebook-Seite haben, auf der sie die Gegenstände, die sie für die Aktion versteigern wollen, anbieten. Die Gruppe selbst ist privat, auf ihre Seite kommt nur, wer eingeladen ist oder ihr beitritt. „Wir machen außerdem alles manuell, um uns keine Trolle einzuladen“, sagt Katrin Anslinger. Sonst gebe es keine Grenzen, vielmehr sei Ziel der Gruppe, so viele Menschen wie möglich zu erreichen.

Aktueller Spendenstand wird jeden Morgen bekanntgegeben

Die Fangemeinde der Gruppe ist mittlerweile enorm, die Reichweite groß. Bis zum Montag, den 26. Juli 2021, sind bereits 2.712 Euro zusammengekommen. „Häufig runden die Käufer den Betrag auf oder hängen eine Null hinten dran“, hat Katrin Anslinger erfahren. „Das motiviert uns, denn wir tun was und sehen, dass es etwas bringt.“ Jeden Morgen gibt es ein Feedback zum aktuellen Spendenstand. Der Erlös geht direkt an eins von vier Spendenkonten: an die Kreisverwaltung Ahrweiler, die Initiative RPR hilft des Sender RPR, das Aktionsbündnis Katastrophenhilfe oder an die Tierrettung Essen e.V.  Die Käufer bestimmen selbst, wohin das Geld gehen soll. „Wenn dann beispielsweise eine Kita Spielzeug braucht, kann das von dem Geld besorgt werden“, blickt die Initiatorin voraus. Selbstverständlich könne man auch direkt auf diese Konten spenden, ohne vorher an einer Auktion teilgenommen zu haben.

Auktion bis Herbst

„Wir wollen die Zeit für die Aktion nicht begrenzen“, so die Initiatorin. „Es geht auf jeden Fall bis in den Herbst hinein.“ Auch, wenn es eigentlich sehr arbeitsintensiv sei. Wer nicht auf Facebook unterwegs ist, aber trotzdem Kontakt aufnehmen und über die Gruppe spenden möchte, erreicht Katrin Anslinger auch per E-Mail unter info@einzik-art.de.

Text: Sonja Bossert

#handmadehilft #FlutkatastropheDeutschland #Flutopfer #zusammenhalten #Herzzeigen #Spendenaktion

 

In der Facebook-Gruppe „Handmade hilft“ versteigern Kunsthandwerker unterschiedlichste Dinge für den guten Zweck. Hier: Ein Holzbrett der Krautheimerin Milena Albrecht. Screenshot: GSCHWÄTZ

Kerzen für die Einschulung …

… Kinderkleidung …

… oder Schmuck. Screenshots: GSCHWÄTZ




Gemeinderat Künzelsau: zusätzliche Entsorgungskosten PEKA-Areal auf 1,8 Millionen Euro geschätzt

Am heutigen Dienstag, den 27. Juli 2021, wird ab 18 Uhr der Künzelsauer Gemeinderat über die Finanzierung der außerplanmäßigen Entsorgungskosten für das kontaminierte Material aus dem PEKA-Areal entscheiden. Das Geld soll aus den Haushaltspositionen Gestaltung Platz Bergstation Taläcker und Energetische Sanierung der Straßenbeleuchtung entnommen werden.

Siebenstelliger Betrag steht im Raum

Die Beschlussvorlage spricht von prognostizierten Entsorgungskosten von 1,8 Millionen Euro. Sollte der Gemeinderat der Zahlung einer ersten Summe von 700.000 Euro nicht zustimmen, wird das – so steht es in der Beschlussvorlage der Stadtverwaltung – „zu einem Widerspruch durch Bürgermeister Neumann führen.“

Die Gespräche mit den ehemaligen Eigentümern haben bisher, auch das ist aus der Beschlussvorlage zu entnehmen, noch zu keinem Ergebnis geführt.

Text: Matthias Lauterer

#Künzelsau #PekaAreal




Zwei neue Corona-Ausbruchsgeschehen im Hohenlohekreis

In den vergangenen sieben Tagen hat das Gesundheitsamt des Hohenlohekreises insgesamt 36 Corona-Neuinfektionen an das Landesgesundheitsamt gemeldet. Die 7-Tage-Inzidenz liegt jetzt bei 33,7 pro 100.000 Einwohner (Stand 26.07.2021, 9.05 Uhr), schreibt das Landratsamt Hohenlohekreis in einer Pressemitteilung mit.

Zwei Ausbruchsgeschehen

Die steigenden Fallzahlen lassen sich auf zwei Ausbruchsgeschehen am Wochenende vom 17. und 18. Juli 2021 zurückführen, dabei handelt es sich um eine Bar und einen Club im Raum Öhringen. Aufgrund oft unvollständiger, falsch hinterlegter oder teilweise nicht vorhandener Kontaktdaten ist eine umfassende Kontaktpersonennachverfolgung durch die Fallermittlung des Gesundheitsamtes nicht möglich. Allen Besucher:innen der Metropol Shisha-Lounge in Öhringen und des Clubs Gentele in Pfedelbach in der Nacht vom 17. auf den 18. Juli 2021 wird dringend empfohlen, die eigenen Kontakte zu minimieren, kostenfreie Testmöglichkeiten zu nutzen und sich bei den typischen Symptomen – Husten, Schnupfen und Fieber – an den Hausarzt zu wenden.

Appell des Landrats

„Jeder sehnt sich nach einer Rückkehr zum normalen Leben. Dabei müssen jedoch die Grundregeln, insbesondere auch in Hinblick auf die Kontaktdatenerfassung, beachtet werden“, mahnt Landrat Dr. Matthias Neth. „Seit fast eineinhalb Jahren nimmt jeder von uns Einschränkungen in Kauf, damit wir als Gesellschaft die Corona-Pandemie bewältigen können. Wer die hart erarbeiteten Fortschritte jetzt leichtsinnig aufs Spiel setzt, zeigt keinerlei Respekt gegenüber seinen Mitmenschen.“

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis

 

#Hohenlohe #LandratsamtHohenlohekreis




Schöntaler hidden champion erhält Förderung vom Land

Der Vorsitzende des FDP-Kreisverbands Hohenlohe, Michael Schenk, freut sich über die Landesförderung eines Investitionsvorhabens der ZTO Zerspanungstechnik GmbH aus Schöntal-Bieringen, schreibt er in einer Pressemitteilung. „Ich freue mich sehr, dass über das Landesförderprogramm Invest BW mehr als eine halbe Million Euro in den Hohenlohekreis fließen. Die ZTO Zerspanungstechnik GmbH ist einer der so oft beschworenen baden-württembergischen hidden champions und investiert in eine moderne und ressourcenschonende Rundtaktmaschine zur Bearbeitung von Metallteilen“, so Schenk, der selbst schon Rundtische und Rundtaktmaschinen konstruiert hat.

566.000 Euro Förderung

Der Vorsitzende des Ausschusses für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus im Landtag, Prof. Dr. Erik Schweickert, hat am Montag, den 26. Juli 2021, bekannt gegeben, dass der Wirtschaftsausschuss eine Gesamtfördersumme in Höhe von 9,876 Millionen Euro aus dem Förderprogramm Invest BW bewilligt hat, von denen 566.000 Euro in die Investition der ZTO Zerspanungstechnik GmbH fließen.

Schnelle und unbürokratische Unterstützung

Das Förderprogramm Invest BW unter Federführung des Wirtschaftsministeriums unterstützt Unternehmen schnell und unbürokratisch bei Investitionen in Zukunftstechnologien und soll dabei helfen, die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie zu bewältigen. Das Programm startete am 15. Januar 2021. Bis zum 16. April gingen Förderanträge mit einem Volumen von insgesamt 159 Millionen Euro ein. Fünf Einzel- und zwei Verbundfinanzhilfeanträge von insgesamt 14 Unternehmen und zwei Forschungsinstituten aus Baden-Württemberg wurden bereits bewilligt.

Quelle: Pressemitteilung von Michael Schenk




„In Öhringen bleibt es 2021 nicht still“

Während der ersten Wellen der Corona-Pandemie litten vor allem Kulturschaffende unter dem Mangel an Auftritten, Ausstellungen und Projekten. Um die lokale Kulturszene zu stärken und ihr eine Plattform für die Darstellung ihrer Kreativität und Vielseitigkeit zu bieten, verwandelt sich die Stadt Öhringen in eine Pop-up-Bühne. Von Samstag, den 07. August, bis Sonntag, den 19. September 2021, überraschen zweiwöchig an den Wochenenden Kulturschaffende an zentralen Orten der Stadt mit originellen Darbietungen, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung.

Überraschungseffekt steht im Vordergrund

„Leider heißt es immer noch: Abstand halten. Deshalb haben wir uns für sogenannte Pop-up-Aktionen entschieden – das sind zeitlich befristete, kurz aufblitzende Auftritte. Der Überraschungseffekt sollte im Vordergrund stehen und den Kreativen die Möglichkeit geboten werden, für sich die ‚Werbetrommel zu rühren‘“, so David König, der neue Leiter des Sachgebietes Kultur und Veranstaltungen der Stadt Öhringen, in der Mitteilung. Er ist seit Januar als Nachfolger von Ingrid Sterzer im Amt und stand gleich vor der Herausforderung, die Veranstaltungen für das Jahr 2021 coronagerecht zu planen. „Öhringen als ehemalige Landesgartenschau-Stadt punktet mit weitläufigen Grünflächen und einem historischen Stadtkern als Kulisse. Für die Pop-up Aktionen bieten Marktplatz, Fußgängerzone, Tanzlinde, Hofgarten und Generationengarten den besten und coronakonformen Schauplatz unter freiem Himmel“, sagt König.

Aktionen für alle Altersgruppen

Vielfältige Beiträge kommen von Musikern, Vereinen und vielen anderen Kreativen, die die ganze Bandbreite an Kultur aus Öhringen zeigen. Bei der Auswahl der Aktionen wurde an alle Altersgruppen gedacht. Das Projekt findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe der Kulturregion HeilbronnerLand statt. Öhringen beteiligt sich schon seit vielen Jahren daran. 2020 präsentierte sich die Stadt mit einem „Tag der Öhringer Museen“, der mit mehreren hundert Gästen ein erfolgreicher Besuchermagnet war.

Bedeutung von Kultur hervorheben

„In Öhringen bleibt es 2021 nicht still! Uns ist als Stadt besonders wichtig, die Kulturschaffenden finanziell zu unterstützen und ihnen eine Bühne für ihre Talente zu bieten, um die Bedeutung von Kultur für die Gesellschaft wieder in das Bewusstsein zu rücken. Wir halten zusammen, denn ohne Kultur fehlen Freiräume für Inspiration und Kreativität. Kultur unterhält ja nicht nur, sie gibt uns Impulse von außen, regt zum Nachdenken an, schafft gemeinsame Momente und ist manchmal auch einfach nur schön und macht glücklich“, sagt David König.

Informationen

Termine: alle zwei Wochen samstags und sonntags: 07. und 08. August, 21. und 22. August, 04. und 05. September, 18. und 19. September. Orte: auf dem Marktplatz, in der Fußgängerzone, an der Tanzlinde, im Hofgarten und im Generationengarten. Die Uhrzeit ist variabel: 11 bis 16 Uhr.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Öhringen

 

#Öhringen #Kulturpassiert #PopupBühne #KulturregionHeilbronnerLand

 




Rettungshubschrauber bringt 24-Jährige nach Kanufahrt ins Krankenhaus

Notrufer meldeten am Sonntagmittag, dass eine 24-jährige Kanufahrerin auf der Jagst bei Gommersdorf verunglückt sei.

Offenbar war die junge Frau mit einer Gruppe von anderen Kanuten auf der Jagst unterwegs, als sie nach rechts abgetrieben wurde und dann mit einem herabhängenden Ast kollidierte. Hierdurch kenterte das Kajak, die Frau konnte sich aber selbständig aufrichten und die Fahrt zunächst fortsetzen. Wenig später wurde ihr jedoch sehr schwindelig, weshalb die Gruppe beschloss die Tour abzubrechen und die Jagst mit den Booten zu verlassen.

Aufgrund der Schwere der Kopfverletzungen wurde die Dame mit einem Rettungshubschrauber in ein Klinikum verbracht. Glücklicherweise kann Lebensgefahr aber ausgeschlossen werden, ebenso Fremdverschulden. Im Einsatz waren ein Rettungswagen und eine Notärztin sowie die Feuerwehr Krautheim mit drei Fahrzeugen und 12 Einsatzkräften.




„Was ist eigentlich…..Generationengerecht?“

„Die Corona-Pandemie hat uns alle von Jung bis Alt vor ungeahnte Herausforderungen gestellt. Speziell junge Menschen leiden unter dem Lockdown, der sozialen Isolation und den Problemen bei Bildung und Digitalisierung.“ so die FDP Hohenlohe in einer Pressemitteilung

Gemeinsam mit dem Bundesvorsitzenden und Spitzenkandidaten der Jungen Liberalen, Jens Teutrine, widmet sich Valentin Abel, Direktkandidat der FDP für den Hohenlohekreis, in einer Live-Veranstaltung auf Instagram am Mittwoch, den 28. Juli 2021 von 19:00 bis 21:30 den Fragen der Generationengerechtigkeit.

Die Veranstaltung ist unter @valentin_christian_abel erreichbar.